In diesem Thread werden Dinge gemixt, die, so wie sie gesagt werden, sich auf zwei völlig verschiedenen Ebenen bewegen:
Da ist zum einen die Spielmechanik des Magiers und zum anderen sind da die verschiedenen Magier-Figuren, wie sie der Plot vorgesehen hat.
Hinsichtlich der Spielmechanik ist es nahezu gleichgültig, welchen Magier man dabei hat. Anders hat besondere Heilfertigkeiten bis hin zur Wiederbelebung. Wenn ich selbst Magier spiele, habe ich diese nach rund halber Spielhandlung auch. Ich spiele ohnehin in der Regel mit zwei Magiern. Wenn ich selbst einer bin, spiele ich mit Merrill (soweit es die Quests erlauben), ansonsten mit Bethany und Merrill. Warum ich möglichst wenig mit Anders spiele – jetzt sind wir auf der zweiten Ebene, der Ebene der Charaktere – liegt an Anders selbst. Ich habe in diesem Forum schon an anderer Stelle geschrieben, dass mir diese Rolle höchst zuwider ist. Anders ist (wird) ein Fanatiker, der wörtlich sagt, dass eine große Katastrophe geschehen muss, damit sich hinsichtlich der Magier etwas ändert. Diese Katastrophe beschwört er herauf und spielt anschließend den Zerknirschten – ein Terrorist, nichts anderes und wenn er dies mit seinen Erfahrungen und seiner Biographie noch so sehr rechtfertigt. Ich habe ihn deswegen nach dem ersten Durchlauf bei allen weiteren Durchläufen weggeschickt („verschwinde!‟) und einmal sogar getötet.
Das Problem der Magier, insbesondere in DA 2, liegt im Plot selbst begründet. Was geht da eigentlich ab?
Die Hawke-Familie flüchtet in eine Stadt, in der alle Magier von einer Art Gottesstaat (viel rigoroser als in den benachbarten Ländern) an die Kandare genommen werden, sprich, sie werden eingesperrt, überwacht, bespitzelt und bei Verdacht auf Blutmagie (in der Regel) getötet. Diejenigen, die dazu die Macht haben, rechtfertigen dieses Vorgehen mit dem Willen des Erbauers (Gottesstaat!). Meridith wirft König Alister bei seinem Besuch an den Kopf, dass sein Land hoffentlich einen König wählt, der weiß, was der Erbauer will.
Das Groteske an dem Plot ist nun, dass ich selbst als Magier, als Abtünnige® oder zusammen mit anderen abtrünnigen Magiern über sechs Jahre unbehelligt agieren kann. Gelegentlich kriege ich mal was zu hören, aber ich kann aufsteigen, Held werden, und erst die Konfrontation mit der verrückten Meridith, die selbst unglaubliche Formen von Magie einsetzt!!, macht daraus einen Konflikt. Diese Groteske wird noch gesteigert, wenn man sich vor Augen hält, dass mein Bruder (wenn ich Magierin spiele) vor Angst nahezu in die Hose macht, wenn ich in irgend einer Form mit Templern in Berührung komme. Lasse ich diesen komischen Bruder beim Gang in die „Tiefen Wege‟ zu Hause, damit die Mutter geschützt und nicht alleine ist, rennt dieser Möchtegern-Held zu den Templern – eine Seifenoper niedrigster Güte.
Also, was macht ihr euch hier Gedanken über diese Magier-Rollen, wenn der ganze Plot halb vergoren und unlogisch ist und von Plattitüden nur so wimmelt (damit sage ich nicht, dass das Spiel schlecht ist!!).
Habt ihr mal mit drei Magiern gespielt? Da geht die Post ab! - Ich rede jetzt über die Spielmechanik – schmunzel.
Modifié par GueGu, 14 avril 2011 - 07:05 .