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Morrigan vs. Anders: Ein Blick auf die Magier


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103 réponses à ce sujet

#1
DAO_Nathalie

DAO_Nathalie
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Als Magier-Kind geboren, nimmt das Leben oft einen ganz eigenen Weg. Meist wird man schon früh von bewaffneten Templern aus der elterlichen Obhut entrissen, um im Zirkel zu lernen, wie sich die eigenen Kräfte nutzen lassen ohne dass sie einen beherrschen. Doch nicht immer verläuft das Dasein so, was am Ende die Magier zu ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten reifen lässt. Sehr klar wird der Unterschied beim Vergleich von Hexe Morrigan und dem Abtrünnigen Anders:

Morrigan kennt ihre eigenen Kräfte, fürchtet sie aber nicht. Sie hat eine gesunde Beziehung zu ihnen, was es für die Kräfte wiederum unmöglich macht, sie zu beherrschen. Die Kantorei und der Zirkel der Magier haben es erlaubt, dass die einst guten Absichten so sehr von der Angst vor dem Unbekannten korrumpiert wurden, dass die Magie längst aufgehört hat ihnen zu dienen oder zu nützen. Anders sagt: "Magier können sich selbst nicht trauen. Jeder muss vor ihnen geschützt werden." Bei dieser Selbstsicht bleibt kaum Raum für eine Argumentation offen. Morrigan unterscheidet sich gründlich. Eine Magierin ihres Schlags hat ein tiefes Verständnis für die eigene Macht, beherrscht sie zu jedem Zeitpunkt und kennt daher keine Notwendigkeit sich selbst nicht richtig unter Kontrolle zu haben. Bei Anders liegen die Dinge nicht so. Durch seine jahrelange Gefangenschaft im Turm, hat er einen ganz anderen Blick auf die Freiheit. Sie ist sein höchstes Gut. Das Verlangen sich selbst zu beweisen ist stark, was man spätestens gegen Ende von Dragon Age II zu spüren bekommt.

Vergleicht man beide Charaktere miteinander wird deutlich, dass die Magie zwar der Menschheit nützlich sein kann, die Kantorei sich aber selbst etwas vormacht, indem sie sich zwecks besserem Schlaf einredet, dass die Magie nicht im Stande ist zu herrschen.


Ist die Magierfrage schon entschieden? Wie könnte sie sich weiterentwickeln?


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#2
Gandarc

Gandarc
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also Morrigan fand ich von ihrer art her besser sie war viel leichter zu berechnen als Anders bei ihm hatte ich immer den eindruck das er sich selbst nicht traut was denke ich auch am Zirkel liegt in dem ein Magier aufwächst wenn ich mir mal Wynne dazu nehm aus dem fereldener zirkel ist sie sich ihrer Macht bewust ähnlich wie Morrigan.
Oder greifen wir mal Jowan den Blutmagier auf der versuchte Arl Eamon zu vergiften bzw. es getan hat.
Ich würde Jowan jetzt auch als besseren Magier ansehen als Anders denn von seinen ansichten die Jowan vertritt war er doch ein guter Magier.
Lediglich die legitimation Blutmagie officiell zu betreiben hat ihn doch dank logain dazu getrieben den Arl zu vergiften.
Und das er Blutmagie anwendet kam ja erst raus als er versucht hat mit seiner Freundin aus dem Zirkel von Ferelden zu fliehen.

Gandarc Tank aus Leidenschaft

#3
Sugandhalaya

Sugandhalaya
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Also in Sachen Charakterdarstellung & -entwicklung hat BW bei den Magiern arg geschlampt...Morrigan war ne unsympathisache Nudel und Anders ist auch nicht unbedingt jemand, den man sofort ins Herz schließen will. Zudem triefen beide vor Klischees...aber das wird ja neuerdings Mode^^

Modifié par Sugandhalaya, 14 avril 2011 - 12:25 .


#4
Dukemon

Dukemon
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Eine Morrigan als Magierin dabei zu haben ist sicherer als einen Anders der bereits eine Abscheulichkeit ist.
Die Heilerrolle kann mein Hawke selbst gut einnehmen, dazu braucht es keine Abscheulichkeit die denkt sie wäre keine, weil es ja "nur" um die Vernichtung der Kirche geht. Der denkt agr nicht mal daran andere Magier mit einem kühlerem Kopf einen friedlichen Weg finden zu lassen, einen einschlagen zu können. Morrigan beobachtet nur etwas, sie ist zwar für die Vernichtung des Zirkels gilt aber auch für die Zirkelmagier. Und sie hat Recht, Morrigan ist in Freiheit geboren und hat ihre Gabe in Freiheit gelernt. Sie ist keineswegs Wahnsinnig und kann wie ein Krieger ihre Waffe senken und heben wie sie will, wie es nötig ist. Bei Hawke und Bethany ist es nicht anders, denn auch bei der Familie Hawke gab es bei weitem, sogar gar nicht, so viele Abscheulichkeiten und Dämonen wie sie vermutlich oft im Zirkel vorkommen.^^

Selbst wenn Bethany dabei ist. Anders hat nichts besseres zu tun als Bethany mit seinen Problemen zu behelligen und geht soweit "Viele Magier würden dafür töten um so ein Leben wie Bethany zu haben". Hier hat mir für den großen Bruder das Machtwort gegen Anders gefehlt. Kann doch nicht sein das der die süße kleine Schwester da mit seinen Wahnvorstellungen foltert. oO

Modifié par Dukemon, 14 avril 2011 - 12:44 .


#5
Gandarc

Gandarc
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Jep da geb ich dir recht Dukemon, Anders kam mir bei Awakening schon recht seltsam vor (ein klein bissel wie Anakin Skywalker).
Während er schon in Da 2 den Annakin nach dem Tod seiner mutter errinnert.
Und Morrigan ist in sofern gut sie hat ihre eigene Meinung die sie auch immer wieder klar macht.
und Ich bereu schon das ich sie mal am ende zu Alistair geschickt hab damit er sie schwängert da ich was mit Lilliana hatte und sie nicht betrügen wollte.

Gandarc Tank aus Leidenschaft

#6
EanderAlx

EanderAlx
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Bei Zirkel sehe ich weniger das Problem in der Existenz sondern mehr in der Tatsache das er ständig überwacht wird und, was viel schlimmer ist, an jeder Ecke ein Templer steht der die Magier böse anschaut.
Ich denke etwas wie der Zirkel ist unerlässlich aber nicht als Gefängnis sondern als Stätte des lernen und lehrens (nicht jeder hat Eltern die die Ausbildung übernehmen). Ein Magier hat durch seine Begabung ein enormes Gefahrenpotenzial, wenn er nicht lernt mit der Macht richtig umzugehen ohne Angst und mit Verstand.
Daher stimme ich soweit überein das die Angst vor der eigenen Macht .... nicht gut ist für die Magier. Hat man starke Angst etwas falsch zu machen dann macht man es auch.
Aber irgendwer ist nötig um die Magier zu schulen und die Gefahren sollten nicht verharmlost (keine Angst davor aber Respekt) werden so war Flemeth für Morrigan eine gute Lehrerin auch wenn das eigennützige Gründe hatte.

Modifié par EanderAlx, 14 avril 2011 - 02:01 .


#7
Gandarc

Gandarc
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So sehe ichs auch vorallem wenn ich an den einen Magier aus Da2 denke flieht aus dem zirkel und erzählt überall er wäre ein Blutmagier nur um für die Damen Welt interesant zu werden und mal mit einer ins Bett zu kommen da sag ich doch gebt den magiern ihre frei räume so das jeder im übertragenen sinne mal für ein bis zwei stunden raus kommt aus dem zirkel gerne dürfen dann in der stadt über all Templer patrolieren dafür sind sie ja. So können die Templer auf der einen seite die Magier vor den Zivilisten bzw. die Zivilisten vor den Magiern beschützen.

Gandarc Tank aus Leidenschaft

#8
Stahlbart

Stahlbart
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Die Angst entsteht aber meiner Meinung nach erst durch den Zirkel, die Templer, die Kirche. Zum Einen, dass sie immer und von überall zu spüren bekommen, dass sie gefährlich sind und zum Anderen, dass sie, wenn sie sich weigern gejagt werden. Diese Angst führt doch nur zu gewalttätigen Magiern und Abscheulichkeiten. Klar kann man das nicht pauschalisieren, aber das ist in meinen Augen das Hauptproblem.

Ansonsten hat's EanderAlx ganz gut getroffen.

#9
Dukemon

Dukemon
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Aber wenn die Eltern die Ausbildung übernehmen können, sollten diese es auch übernehmen dürfen.. Und die Grenze wird noch weiter von den Templern überschritten das den Magier Müttern die Kinder entrissen werden.

Was die Güte des Erbauers alles verlangt von den normal Sterblichen.

Modifié par Dukemon, 14 avril 2011 - 02:12 .


#10
Mendagir

Mendagir
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DAO_Nathalie wrote...
Ist die Magierfrage schon entschieden? Wie könnte sie sich weiterentwickeln?

"One day the magic will come back. All of it. Everyone will be just
like they were. The shadows will part, and the skies will open wide.
When He rises, everyone will see..."
[Sandal]

#11
Syadasti

Syadasti
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Um auf die Ausgangsfrage zu antworten:
Morrigan ist der interessantere Charakter. Sie ist rau und kalt wie die Wildnis in der sie aufgewachsen ist. Sie ist sich ihrer Macht wie auch der Gefahren vollkommen bewußt und geht vollkommen überlegt mit ihr um.
Im gegensatz zu Merril z.B., bei der men manchmal den eindruck hat, dass sie die Augen vor den Gefahren verschließt. Wobei ich persönlich auch Blutmagie als nichts schlechtes ansehe, der Weg zum schlechten hin ist nur halt sehr kurz und verführerisch, wenn man dann anfängt Dämonen in die Welt zu beschwören oder nicht mehr mit seinem eigenen Blut sondenr mit dem anderer zaubert für das kleine Bischen mehr Macht.

Bei Anders ist jetzt die Frage: wer ist gemeint? Anders ist nur ein kleiner Fisch der immer wieder durch die Netze rutscht, frei sein will, mit der Freiheit aber nichts anzufangen weiss und sich weigert verantwortung für sich selbst oder andere zu übernehmen.
Vergeltung hingegen, der Anders der aus Gerechtigkeit und dem eigentlichen Anders entstand (durch Anders unbeherrrschtheit verdorben) hingegen ist eine Gefahr für sich und andere, und eigentlich dass beste Beispiel vor dem die Templer warnen. Anders war zu wenig mit sich selbst im reinen und zu unausgeglichen um mit Gerechtigkeit eine symbiose eingehen zu können.
Wynne aus DA:O zeigt hingegen, dass eine gefestigte und reife Persönlichkeit durchaus dazu im Stande gewesen wäre.

Zu der Diskussion Templer/Zirkel der Magie:
Sowohl Templer als auch der Zirkel sind wichtige Einrichtungen, allerdings sind sie in ihrer Struktur zu sehr von Furcht und Misgunst zerfressen.
Ein Kind von zu Hause weg zu bringen ist weniger schlimm als dass es irgendwann seine Eltern und das halbe Dorf umbringt, weil es nicht gelernt hat sich gegen die Dämonen zu wehren.
Die Zirkel sollten Ausbildungsstätte sein und Heimstätte für jene Magier die sich das wünschen und kein Gefängnis. Große Macht bedeutet nunmal immer auch große Verantwortung, daher muß man den Jung-Magiern helfen dieser Verantwortung gerecht zu werden.

Das Schreckensregime der Kirche ist aber der absulut falsche Weg, was der große Knall in DA2 auch zeigt. Früher oder später mußte es so kommen, dass passiert immer Leute unterdrückt werden anstatt gleichwertig und gleichberechtigt mit dem nötigen Respekt behandelt werden.
WIe von Furcht zerfressen die Kirche hinter der Kulisse ist zeigt aber schon der Orden der Sucher sowie das gezielte süchtig machen der Templer mit Lyrium. Auf dieser Grundlage kann einfach nichts gutes entstehen.

#12
Gramorla

Gramorla
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Sein Magie beherrscht Anders ja eigentlich ganz gut, und er ist auch "trotz" der Ausbildung im Zirkel strikt gegen Blutmagie und das einlassen mit Dämonen. Sein allergrößter Fehler war anzunehmen das ein sogennanter guter Geist des Nichts weniger gefährlich ist als ein Dämon. In Awa läuft er noch herum wie ein männliche Isabella, immer darauf aus noch möglichst viel Spaß mitzunehmen ehe er wieder von den Templern eingefangen wird. Aber seine Magie scheint er da gut im Griff zu haben. Er weigert sich zB. in einem Banter auch mal eben einen Busch abzufackeln um diese Zwergin zu amüsieren usw. .... Nur weil er statt desen ein wenig herumtanz ist er noch lange nicht affektiert und unkontrolliert ^^.

Ob man Wynne und Anders direkt vergleichen sollte ? Anders hat quasi eine 2 Persöhnlichkeit im Kopf die sich langsam mit seiner vermischt und seinen Charakter dauerhaft verändert. Bei Wynne ist der Geist ausserhalb ihrers Körpers immernoch im "Nichts"... also mehr eine art Schutzgeist. Nachdem was Wynne in DA:O darüber erzählt, kommunizieren die Beiden nicht so direkt miteinander wie Anders und Gerechtigkeit.

Morrigan ist von ihrer ... nennen wir es Mutter ... buchstäblich auf Selbstbewusstsein und Rationalen Überlenskampf getrimmt. Sie scheint, im Gegensatz zu den Zirkelmagiern, genau zu wissen warum und wieso man sich nicht mit einem Dämon einlassen sollte.

Nach dem was man Ig darüber lernt, ist das einlassen mit einem Dämon praktisch ein erweiterter langsamer Selbstmord. Der Dämon zehrt, nachdem der Magier sich mit ihm eingelassen hat, von dessen Menschlichkeit, bis dieser nurnoch eine Puppe darstellt die der Dämon schlussendlich übernimmt um "durch seine Augen zu sehen". Blutmagier müssen diese Bindung eingehen, müssen mit einem Dämon paktieren, der so immer Macht über sie gewinnt. Also ist jeder Blumagier eine potentielle Abscheulichkeit, da der Dämon früher oder später von ihm besitz ergreift. Deswegen sehe ich Blutmagier auch nicht als harmlos an.

Die Zirkelmagier scheinen mir Ig über die Dämonen des Nichts nur spärlich aufgeklärt. Sie kennen ihre Arten und wissen das Diese und alles drumherum böse und verboten ist. Die Kirche verbietet laut Kodex jedwede Forschung mit dem Nichts und verfolgt jene Lehren die von ihrer "Geschichte" über das Nichts abweichen. Die Magier werden bei der Läuterung einem Dämon vorgeworfen und müssen, von hier auf jetzt, Beweisen das sie ohne große Vorbereitung den Einflüsterungen und Tricks dieser Wesen wiederstehen. Ob diese Magier aber nun in großer Bedrängnis nicht doch auf einen Dämon eingehen ist dadurch noch lange nicht gesichert. Mit Blutmagie erlangen Magier schnell und "einfach" viel Macht. Das größte Problem dabei ist, das sie nicht genug darüber Aufgeklärt zu sein scheinen mit welchen Preis sie schlussendlich wirklich dafür bezahlen.

#13
Gandarc

Gandarc
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hmm schlecht aufgeklärt weckt gewisse errinnerungen an den dialog mit Riordan am ende bei DaO.
Sag nur der Wenn der erzdämon getötet wird geht seine essenz an den nächsten der dunklen brut über es sei denn ein Grauer wächter versetzt ihm den Todesstos dann geht die Essenz des erzdämons auf den Grauen Wächter über da der keine Seelenlose hülle ist Ist auch der Erzdämon Tod was wiederum bedeutet das der Wächter dabei ums leben kommt. hätte mir das Anfanghs wer gesagt hätt ich gleich beim Lanthing schon beschlossen Loghain in den tod zu schicken.

Gandarc Tank aus Leidenschaft

Modifié par Gandarc, 14 avril 2011 - 04:18 .


#14
Mendagir

Mendagir
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Geht es hier um Morrigan und Anders oder die Magier bzw. die Magie an sich?

Morrigan:
Am Anfang mochte ich Morrigan überhaupt nicht. Von ihrer Art her liegt sie meiner Spielweise überhaupt nicht (ich bin bekennender Heldenspieler). Ab dem dritten Durchgang (im Ersten habe ich sie links liegen lassen und im Zweiten sehr früh weg geschickt) habe ich mich aber mal intensiver mit ihr beschäftigt und doch einen gewissen Tiefgang in ihrer Rolle gefunden, den ich dort zu Anfang nicht vermutet habe (den haben eigentlich alle Charaktere ... ausser Oghren). Morrigan ist in meinen Augen immer noch ein spätpubertierendes "Kind", dass seinen Platz in der Welt nicht kennt und diesen sucht. Durch mangelnde soziale Fähigkeiten fällt es ihr aber recht schwer sich ausserhalb ihrer Vertrauten Umgebung (Korcari Wildnis) zu recht zu finden. Ja, sie hat ausgeprägte magische Fähigkeiten und ist sich dessen nur allzu bewusst, vielleicht überschätzt sie sich sogar. Insgesamt ist sie aber ein recht stabiler Charakter und weiss was sie will. Ihre an Arroganz grenzende Selbstsicherheit ist ja auch irgendwie legendär (und bei Morrigans Szene im Nichts sogar (un)freiwillig komisch). Wenn man fehlgeleitete Spieler und ihre Fertigkeitenvergabe bei NPC's mal ausser acht lässt ist Morrigan sicherlich weiter davon entfernt sich mit Blutmagie und Dämonen einzulassen als jeder Zirkelmagier (dafür ist sie einfach zu Arrogant, die Hilfe eines Dämons beanspruchen oder über Blut die eigene Macht kurzfristig verbessern müssen? Niemals, das hat eine Morrigan nicht nötig). Trotz meiner anfänglichen Abneigung muss ich gestehen, dass Morrigan sicherlich einer der interessantesten Charaktere der bisherigen DA-Spiele ist und ach ich gerne wissen möchte wie es mit ihr weiter geht (und ich hoffe mal nicht, dass die Option Morrigan zu töten in Witch Hunt ein Ende ihrer Geschichte signalisiert).

Anders:
In Awakening eigentlich mein Lieblingsbegleiter. Ich mochte seine offene, unbekümmerte Art und Weise. Ich mag diesen Typus einfach. Zumal er in Awakening ja auch die Freiheit nur für sich beansprucht hat und eigentlich nicht gegen Zirkel, Templer und Kirche im allgemeinen war (seine Reaktion, wenn man Wynne gegenüber sich negativ über den Zirkel äussert bzw. für die Freiheit der Magier eintritt hat mich sehr überrascht). Daher war Anders in DA2 beim ersten Durchgang auch ständig in meiner Gruppe, obwohl ich selbst mit einem Magier gespielt habe. Umso erschrockener war ich über seine Veränderung. Insbesondere im dritten Akt waren seine Kommentare kaum noch zu ertragen. Allerdings habe ich Anders nie als jemanden gesehen, der Angst vor seinen eigenen Fähigkeiten hat. Im Gegenteil, er war sich seinen Fähigkeiten und der Macht die Magier haben durchaus bewusst. Ihm ging es lediglich darum diese Macht auch FÜR die Menschen einzusetzen (nicht umsonst ist er in Awakening zu Beginn schon Geistheiler und betreibt in DA2 eine Klinik für Bedürftige). Um Anders Entwicklung aber vernünftig nachvollziehen zu können hat Bioware hier leider einen gravierenden Fehler eingebaut. Zu Beginn von Akt 1 wo man Anders in Kirkwall trifft ist gerade die Verderbnis zu Ende, Anders dürfte also gerade in Amaranthine sein und ein Grauer Wächter werden. Hätte man Anders erst zu Beginn des zweiten Aktes auftreten lassen hätte man genug Zeit um Anders Entwicklung an anderer Stelle zu erzählen und nachvollziehbar zu gestalten. Insbesondere da sein innerer Hass gegen Templer und die Ohnmacht nichts gegen die Zustände der Magier tun zu können meiner Meinung nach in Awakening übehraupt nicht durchgekommen sind. Gerechtigkeit habe ich auch eher als Ausgewogen wenn auch bestimmt auf seinen Weg empfunden. Daher hat mich das Ergebnis der Symbiose durch recht unerwartet getroffen, vor allem da man mit Wynne (die zu meinen Lieblingschars in DA:O gehört, und hätte es eine Romanzenoption für sie gegeben, ich hätte sie genommen trotz ihres Alters) ein extremes Positivbeispiel einer solchen Symbios hat. Vielleicht sollte so auch gezeigt werden wie unberechenbar die Magie, Geister und Dämonen sein können und wie nahe alles bei einander liegt.

Die Magie an sich:
Magie an sich war eigentlich schon immer ein komplexes Thema, zumindest wenn man über einen Roman hinaus eine lebendig wirkende und im Rollenspiel erlebbare Welt kreieren möchte. Den Ansatz mit dem Nichts und der ständigen Gefahr von einem Dämon besessen zu werden halte ich für einen Roman zwar interessant (und hat mich am Anfang von DA:O auch irgendwie fasziniert, da es ein neues Element war das ich vorher im Fantasy-Magie-Umfeld noch nicht kannte), aber für ein Rollenspiel (auch über ein C-RPG hinaus) fast schon für unspielbar. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass mit DA2 ein magischer Kataklysmus begonnen hat um die Magie evtl. in DA4 ff. freier zu gestalten. All die Andeutungen im Gespräch zwischen Varric und Cassandra, Sandals Prophezeiung, der krasse Unterschied im Umgang mit der Magie und den Magiern in Kirkwall und Ferelden. Da ist ist noch mehr im Busch. Waren in DA:O vielleicht 5 Prozent der Magier Abrünnige und/oder Blutmagier, so ist das (gefühlte) Verhältnis in DA2 genau umgekehrt. Wo ein Erster Verzauberer Irving lieber gestorben wäre als sich der Blutmagie (bzw. den Dämonen) hinzu geben greift ein Erster Verzauberer Orsino zu dem Mittel um sich aus einer lebensbedrohlichen Lage zu befreien (und das unlogischerweise sogar dann, wenn  Hawke für die Magier kämpft und man eigentlich schon gewonnen hat).

Blutmagie im Besonderen:
Hier stellt sich mir die Frage: Muss man Blutmagie erlernen und erst besondere Techniken erlenen um Blut als Manaersatz einzusetzen (was eigentlich dadurch suggeriert wird, dass es eine Spezialisierung ist, die man bewusst wählen muss bevor man Kräfte daraus wählen kann) oder ist das etwas, was man als Magier intuitiv kann? Im ersteren Fall kann ich Meredith voll und ganz verstehen, denn das würde bedeuten, dass (gefühlte) 95 Prozent der Magier in Kirkwall bewusst Blutmagie erlernt haben (und somit meiner Meinung nach auch der Großteil des Lehrkörpers des Zirkels von Kirkwall die Blutmagie lehrt, fördert und möglicherweise auch praktiziert). Im zweiteren Fall steht meiner Meinung nach DA:O im Widerspruch zu DA2 was die Blutmagie betrifft (und ich hatte bisher ein falsches Bild von der Blutmagie, denn für mich ist Blutmagie im Dragon Age Universum das gleiche wie die dunkle Seite der Macht im Star Wars Universum: Per Definition böse).

Die Zukunft der Magie:
Wie mein obiges Zitat von Sandal zum Ausdruck bringen soll glaube ich, dass es in folgenden Spielen im Dragon Age Unviversum zu einem magischen Kataklysmus kommt oder besser gesagt zu einem Kataklysmus der Magie. Ich denke die spirituelle Welt (Magier, Templer, Kirche) wird mehr oder weniger komplett auf den Kopf gestellt wenn nicht gar zerstört und ein "spielbareres" Konstrukt für die zukünftige Produkte im DA-Unviersum geschaffen. Das ganze in eine schöne, spannende und epische Geschichte verpackt (und das meine ich nicht negativ). Da ergeben sich tolle Möglichkeiten in denen Flemeth (bei der ich auch die These vertrete, dass es sich um Razikale handelt), die Goldene Stadt und der Erbauer selbst eine große Rolle spielen könnten.

Gruß,
Mendagir

#15
Gramorla

Gramorla
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@Mendagir: Also laut Anders aussage, (und dem IG Kodex) muß man für die Anwendung von Blutmagie ganz bewusst das Angebot eines Dämons annehmen. Dieser Verleiht einem dann die Fähigkeit Energie aus dem Blut zu beziehen und geht eine art parasitären Pakt mit dem Magier ein ... und die endet dan irgendwan in einer Abscheulichkeit.

Wobei das bei Geisterheilern ja ähnlich ist, nur das die Geister dem Magier nichts entziehen, sondern mit der ihnen dominanten Emotion anreichern. Mit Wynne gibt es da ein interessantes Gespräch in DA:O, wo es darum geht eine Abscheulichkeit genauer zu klassifizieren. Und Nathanile unterhält sich über Ahnliches mit Gerechtigkeit in DA:AW in einigen Bantern darüber. Allerdings passt Anders bei beiden Kategorien nicht voll rein, da die Situation mit Gerechtigkeit, und dem gefangen sein ausserhalb des Nichts so eine Art... Sonderfall darstellt.

#16
GueGu

GueGu
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In diesem Thread werden Dinge gemixt, die, so wie sie gesagt werden, sich auf zwei völlig verschiedenen Ebenen bewegen:
Da ist zum einen die Spielmechanik des Magiers und zum anderen sind da die verschiedenen Magier-Figuren, wie sie der Plot vorgesehen hat.
Hinsichtlich der Spielmechanik ist es nahezu gleichgültig, welchen Magier man dabei hat. Anders hat besondere Heilfertigkeiten bis hin zur Wiederbelebung. Wenn ich selbst Magier spiele, habe ich diese nach rund halber Spielhandlung auch. Ich spiele ohnehin in der Regel mit zwei Magiern. Wenn ich selbst einer bin, spiele ich mit Merrill (soweit es die Quests erlauben), ansonsten mit Bethany und Merrill. Warum ich möglichst wenig mit Anders spiele – jetzt sind wir auf der zweiten Ebene, der Ebene der Charaktere – liegt an Anders selbst. Ich habe in diesem Forum schon an anderer Stelle geschrieben, dass mir diese Rolle höchst zuwider ist. Anders ist (wird) ein Fanatiker, der wörtlich sagt, dass eine große Katastrophe geschehen muss, damit sich hinsichtlich der Magier etwas ändert. Diese Katastrophe beschwört er herauf und spielt anschließend den Zerknirschten – ein Terrorist, nichts anderes und wenn er dies mit seinen Erfahrungen und seiner Biographie noch so sehr rechtfertigt. Ich habe ihn deswegen nach dem ersten Durchlauf bei allen weiteren Durchläufen weggeschickt („verschwinde!‟) und einmal sogar getötet.

Das Problem der Magier, insbesondere in DA 2, liegt im Plot selbst begründet. Was geht da eigentlich ab?
Die Hawke-Familie flüchtet in eine Stadt, in der alle Magier von einer Art Gottesstaat (viel rigoroser als in den benachbarten Ländern) an die Kandare genommen werden, sprich, sie werden eingesperrt, überwacht, bespitzelt und bei Verdacht auf Blutmagie (in der Regel) getötet. Diejenigen, die dazu die Macht haben, rechtfertigen dieses Vorgehen mit dem Willen des Erbauers (Gottesstaat!). Meridith wirft König Alister bei seinem Besuch an den Kopf, dass sein Land hoffentlich einen König wählt, der weiß, was der Erbauer will.

Das Groteske an dem Plot ist nun, dass ich selbst als Magier, als Abtünnige® oder zusammen mit anderen abtrünnigen Magiern über sechs Jahre unbehelligt agieren kann. Gelegentlich kriege ich mal was zu hören, aber ich kann aufsteigen, Held werden, und erst die Konfrontation mit der verrückten Meridith, die selbst unglaubliche Formen von Magie einsetzt!!, macht daraus einen Konflikt. Diese Groteske wird noch gesteigert, wenn man sich vor Augen hält, dass mein Bruder (wenn ich Magierin spiele) vor Angst nahezu in die Hose macht, wenn ich in irgend einer Form mit Templern in Berührung komme. Lasse ich diesen komischen Bruder beim Gang in die „Tiefen Wege‟ zu Hause, damit die Mutter geschützt und nicht alleine ist, rennt dieser Möchtegern-Held zu den Templern – eine Seifenoper niedrigster Güte.

Also, was macht ihr euch hier Gedanken über diese Magier-Rollen, wenn der ganze Plot halb vergoren und unlogisch ist und von Plattitüden nur so wimmelt (damit sage ich nicht, dass das Spiel schlecht ist!!).
Habt ihr mal mit drei Magiern gespielt? Da geht die Post ab! - Ich rede jetzt über die Spielmechanik – schmunzel.

Modifié par GueGu, 14 avril 2011 - 07:05 .


#17
Dukemon

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Werden solche Beiträge eigentlich auch im englischen Forum gepostet?
Vielleicht reagieren die Entwickler mal darauf und wehren sich mal gegen die Kirche ähm ich meine EA.

#18
Mendagir

Mendagir
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Dukemon wrote...

Werden solche Beiträge eigentlich auch im englischen Forum gepostet?
Vielleicht reagieren die Entwickler mal darauf und wehren sich mal gegen die Kirche ähm ich meine EA.

Ich persönlich glaube an das Gute im Menschen und denke daher, dass die deutschen Moderatoren/Community Manager die Foren auch lesen und interessante Beiträge sammeln und die Quintessenz in englisch an die Entwickler weiter leiten. Zumindest gehört das meiner Erfahrung nach zu deren Aufgaben.

Gruß,
Mendagir

#19
Kwengie

Kwengie
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ist das eventuell ein Hinweis, daß ein Morri-DLC kommen wird???

#20
FellowerOfOdin

FellowerOfOdin
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Morrigan handelt weitestgehend rational. Sie ist zwar selbstsüchtig, skrupellos und schert sich keinen Deut um andere, ihre Handlungen bleiben aber nachvollziehbar und inherent logisch.

Anders ist ein idiotisch handelnder, naiverTerrorist, der Meredith genau in die Hände spielt und es allen Magiern so noch schwieriger macht.

#21
Sheppard_Commander

Sheppard_Commander
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Anders: verrückter Mörder der tod besser dran ist als lebendig
Morrigan: kaltherzig und unnahbar ... so stell ich mir eig. eine Magierin vor aber das ist nur meine Meinung. Was die Sicht auf den Zirkel betrifft also das er mehr ein Gefängnis ist als ein Geschenk sollte jedem spätestens nach DA2 klar sein.

Modifié par Sheppard_Commander, 14 avril 2011 - 09:39 .


#22
Don Re

Don Re
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Ob Blutmagier, oder nicht, spielt keine Rolle, denn nicht jede Abscheulichkeit läuft Amok. Siehe Wynn, Anders ist halt das Gegenteil. Was Morrigan an geht, harte Schale, weicher Kern, von Flemeth gut ausgebildet, da würde ich mir mehr Sorgen um Merrill aus DA2 machen, in DA:O war die eigentlich noch nicht so naive. Die beste erläuterung gibt Avernus, Blutmagie ist halt von der Kirche geächtet, das wars. Ich hoffe ja noch auf einen fight gegen den Erbauer, oder beistand, je nach Ausrichtung =D Wäre auch mal cool, nen Qunarie Magier in der Truppe zu haben

#23
Gandarc

Gandarc
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Also was nen morri dlc angeht wäre ja durchaus möglich könnte sogar sein.
Wenn hier schon von DaO_Nathalie dieser thread aufgemacht wurde, klönnte dies ein indiz dafür sein vielleicht sogar in naher zukunft.

Gandarc Tank aus Leidenschaft

#24
berserkerblob

berserkerblob
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Woran wärmt sich Morrigan im Bild die Hände?

Morrigan-DLC wär super.

#25
Gandarc

Gandarc
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Hmm also nach dem ich ja gestern kurzerhand mal witchhunt runtergeladen habe und durch gespielt habe, ist mir da was aufgefallen am besten ich fang mal von anfang an.

Bei DaO schiest sich ja morrigan nach Ostagar dem Wächter an, im verlauf der Kampagne bzw. Story darf man ja für Morrigan flemeths Zauberbuch im Zirkel suchen und wenn man das gefunden hat und ihr übergeben will sie ja noch eines direkt von flemeth.
Bei mir wars so ich hatte dabei flemeth getötet und anschliesend Morrigan das buch gebracht hatte in damals auch nichts mit Lilliana am laufen sondern auschlieslich mit Morrigan am vor denerim hab ich auch morrigan die drei worte gesagt so das sie tränen in den augen hatte zu vor natürlich geschwängert war auch klar.
Jetzt aber bei witchhunt kam in den Dialogen raus das Morrigan wohl davon ausgeht das flemeth nicht tot ist hmmm denke mal sie hat da was in Flemeths Zauberbuch gefunden, aber so wie ich das alles verstanden habe bzw. wie der ganze Dialog auf mich wirkte soll wohl das kind von Morrigan und Dem Helden bzw. Alistair wohl die lösung sein flemmeth zu töten das wurde zwar nicht wörtlich gesagt kam aber für mich so rüber.
und daher denke ich das morrigan und Flemeth ebenso der Held und vielleicht auch der Champion in Da 3 bzw vielleicht schon in nem dlc ne zentrale rolle bekommen. Meine theorie ist da der spielbare Chartacter wäre das Kind was ja am ende von Da 2 schon ein paar jährchen auf der welt ist.
Ich mein wieviel jahre sind den vergangen nach dem die verderbnis beendet wurde und dem ende von da 2?

Gandarc tank aus Leidenschaft