ZenForAll wrote...
Danke für die zahlreichen Antworten.
Quatre04 Dich kann ich nicht verstehen. DAO ist ein langsames aber liebevolle
Geschichte. Alleine nur die Sequenz im Nichts ist Genial.
Ich habe Never Winter 2 installiert. Die Steuerung ist Schrott, doch die Geschichte ist
wunderschön.
In DA2 - Quest Kampf Spawnende Ninjas von allen Seiten keine Taktik.
Ich glaube nicht das ich es fertig spielen werde.
Ok das ist der Zeitgeist "Rush & Run" oder "Quick & Dirty"
Es erwartet auch keiner, dass Du mich verstehst. Du wolltest doch ehrliche Antworten und Meinungen.
Fakt ist aber, dass DA2 kein einfaches Hack N' Slay Action RPG wie z.B. Diablo ist. Gerade auf einem höheren Schwierigkeitsgrad brauchst Du in DA2 die verbesserten Taktiken, Aggromanagement (z.B. dank der Schurkentalente) sowie die Pausenfunktion. Von einfachem "Rush & Run" ist da keine Rede.
Zum Vergleich Origins:
- Begleiter, die ihre Taktiken vergessen, weil sich die Kampfsituation zu schnell verändert hat
- überflüssige Nahkampfschurken
- überflüssige Talente
- Aggroprobleme
Die KI der NPCs ist wesentlich besser in DA2: Allein schon das Auftauchen von Meuchelmördern, die einem die Heiler umhauen, machen die Kämpfe spannender. Die vielen Angriffswellen verlangen weiteres taktisches Vorgehen. Zum Vergleich Origins: Irgendwann war ein Raum voller Gegner leer, und der Kampf keine Herausforderung mehr - das ist quasi nicht anders als bei einem Table Top Spiel, bei dem man wusste, wie groß ein Raumplan ist und wie viele Gegner da rein passen.
Davon ab haben sich Steuerung und Kerntalente nicht grundlegend geändert. Was lediglich fehlt, sind die sinnlosen und redundanten "Anfahrtswege" der Figuren, bevor sie eine Aktion ausführen. Die Animationen sind auch wesentlich besser geworden.
Zur Story: Die war in Origins nett, aber auch nicht wesentlich neu oder überraschend: Held bereist Welt und tötet am Ende das uralte Böse. Es fehlte nur noch ein Besuch beim Schicksalsberg. Die Dunkle Brut wirkte in DA:O eher klassisch "orkisch". Der Besuch des Nichts war in beiden Spielen genial - in Origins hat man dort nunmal das klassische Puzzle durchgespielt: Geh durch Tür 2, damit Du den Schlüssel zu Tür 1 findest.
Der größte Unterschied zu Origins: Wir spielen eine Rückblende. Bestimmte Ereignisse sind schon gesetzt (ähnlich wie in Origins: Ostagar, Landthing, Tod des Erzdämons), und der Fokus liegt lediglich auf den Aktionen einer Person, die für die Ereignisse mehr oder minder mitverantwortlich war.
Generell hatten selbst die Nebenquests in DA2 mehr Bezug zur Gesamtsituation in Kirkwall, als das in Origins der Fall war. Entscheidungen von vor drei Jahren holen Hawke wieder ein. Beispiel: Keran.
Es mag Dich erschrecken, aber nicht jeder findet DA2 grottig - es gibt ausreichend Argumente, die für dieses Spiel sprechen. Ich spiele gerade Origins ein weiteres Mal durch, um einen weiteren Save für DA2 zu haben. Und da sehe ich im direkten Vergleich die Mängel:
- Sinnlose Geschenke für Begleiter, damit ein paar Mal +5 (+10) aufploppt und sie mich mögen - wenn sie mich nicht mögen, bekomme ich keine Boni für sie. Friendship vs. Rivalry Hooooray!
- Morrigan tötet einen Gegner, bevor Sten sich mal dazu entschieden hat, einen Schlag auszuführen.
- Alistair spielt wieder Fangen mit den Gegnern...und verliert.
- Und wo wir gerade beim Leveldesign sind: Komisch, bei DA2 meckern alle über das Recycling, aber keiner sagt etwas darüber, dass man in Origins immer wieder das gleiche Lagerfeuer errichtet, dass man bei Zufallskämpfen immer auf der gleichen Imperial Highway Karte landet, dass man immer wieder die gleichen Höhlen betritt...
Ich kann jedenfalls nicht verstehen, wie man soviele Verbesserungen und Neuerungen ausblenden und ignorieren kann. Ich tippe auf Nostalgie.
Edit: Noch ein paar Rächtschraibefähler eingebaut.
Modifié par Quatre04, 07 mai 2011 - 08:46 .