Ich gehe davon aus, dass ME3 ein Hit wird, weswegen es wahrscheinlich wird, dass ein Nachfolger parat ist. Aus diesem Grund will ich mal hinschreiben in welche Richtung der Nachfolger gehen sollte, meiner meinung nach - vorausgesetzt er wird das selbe Genre bekleiden:
- Zunächst allgemein gesprochen: Er müsste ME3 in fast allen Punkten übertreffen oder zumindest nicht schlechter sein, da er anders als ME3 nicht den Story-Faktor hat um auf diese Weise den finanziellen Erfolg abzusichern
- Beim Gestalten der Welt sollten sie sich Assassin´s Creed 1 bis Brotherhood als Vorbild nehmen. Dabei meine ich vor allem die Liebe zum Detail, die diese Spiele aufweisen.
- Beim Gestalten von Zivis sollten sie sich wieder die AC-Reihe zum Vorbild nehmen. Immrthin können diese bereits von punkt A zu punkt B laufen, beklaut werden und später es merken. Stehen bleiben und reden, sich hinsetzen, aufstehen, Kommentare abgeben, wie z.B. wenn Ezio auf ein Haus steigt, auf Leichen, Kämpfe und Tötungen reagieren und und....
- Es sollte in die Kämpfe mehr taktisches Raffinese integriert werden vorausgesetzt das wurde in ME3 nicht schon getan hat. So soll es in einen schweren Kampf notwendig sein, den Squadmates mehr Befehle zu geben, als Stop, gehe dorthin oder benutze diesen Skill
- Wieder falls nicht in ME3 getan weit bessere KI des Squads als bisher
- Mehr RPG-Elemente, die zum Universum passen. So passt meiner Meinung nach und selbst wenn es noch so ein traditionelles RPG-Element ist, das bestehlen von Leichen oder Tresoren auf dem Weg nicht in ein Sci-FI-Universum. Kommt man in einem Fantasy-Game noch ungeschoren davon, wird man hier sicherlich eingesperrt. Wenn sie so was also behalten wollen, sollte es zumindest im Austausch dafür eine galaxieweite Polizei geben, die einen verhaften kann dafür, wenn man sich erwischen lassen sollte.
Ebenso würde ich es begrüßen, wenn der Hauptdarsteller alles von der Pike ab lernen müsste und nicht wie Shepard von Natur aus ein meisterhafter Killer ist. Dazu gehören Skills, wie auch Kampftaktiken, Non-Combat-Skills, wie z.B. das zerlegen einer Waffe usw. Hier wäre Gothic als Vorlage angebracht.
- Die Dialoge sind zwar toll, aber ab dem Nachfolger von ME3 sollte es kein paragorn/renegade-System mehr geben. Besser wäre es da, dass jeder Sprecher seine eigenen Interessen vertritt und er deswegen dem Spieler nicht alles anvertraut, sondern man muss schon rausfinden was man sagen muss um die gewünschte Information zu erhalten. Fast wie ein Anwaltspiel. Da können das Interrupt-System aus ME2 bzw. ME3 und die Hilfe der Squadmates von DA2 auch gut sein.
Auch ein schöner Boni wäre das Einführen der Mimik-Technik aus L.A. Noire. Das würde den Dialogen eine neue Würze geben, wenn die Mimiken auch noch eine Rolle spielen würden, das steht fest
- Das Storytelling war an sich schon gut, aber in einem Punkt könnte das Spiel sich was aus der AC-Reihe abschauen: das Feeling einer Triologie. Das kam bei ME bisher nicht auf - zumindest bei mir nicht - aber in AC spürt man deutlich, dass das nur ein Teil einer großen Handlung ist, die sich über mehrere Teile erstreckt. Dabei helfen Cliffhanger genauso wie bei Filmen, aber auch mehrere Handlungen: Die Haupthandlung der Reihe und die Haupthandlung eines Spiels. Das hat man in ME auch versucht, aber das ging in die Hose. Zumindest bisher
- Bioware sollte es sich nicht zu leicht machen, beim Import von saves. So ist mir aufgefallen, dass fast alle Squadmates aus ME und ME2 tot sein können. Also sehr praktisch von Seiten Biowares
- Die Handlung soll noch tiefer werden als bisher. Für die Gesamthandlung können sie sich ja an Final Fantasy VII orientieren, das zwei Haupthandlungssränge besitzt: den offenen und falschen Strang und den versteckten und wahren Strang. Beide ziehen sich durch das ganze Spiel, wobei der zweite nur mit Nachdenken und Interpretieren zu entdecken ist
- Auch soll es tiefere Charaktere geben. So soll die Hindergrundgeschichte nicht nur ein Floskel sein, sondern tatsächlich eine gewisse Rolle spielen. Bspw. könnte man in einer Hindergrundgeschichte einen Squadmate von früher kennen und in der anderen nicht. Das kann zu mindestens zwei unterschiedlichen Reaktionen und Verhaltensweisen des Squadmates und des Protagonisten beim Begegnen im Spiel führen.....
- Eine top-Synchronisation wäre auch toll. Da können sie sich an Starcraft II und Batman Arkam Asylum ein Stück abschneiden. So war die Qualität nicht nur top - mit anderen Worten die Regie war klasse - , sondern man hat auch keine Kosten und Mühen gescheut gute Synchronitöre anzuheuren: So spricht den Thor, ein Terminator-Verschnitt-Einheit aus Starcraft II, niemand anders als Thomas Danneberg, Arnis Synchro oder für Batman David Nathan, die offizielle Synchro von Christian Bale in den Batman-Filmen. Ebenso haben sie bei Starcraft II wie beim englsichen Original Sprecher besorgt, die vor !12! Jahre zuletzt diese Rolle gesprochen haben. Das nenne ich mal Aufwand....
- Allgemein sollte Bioware sich stärker um die internationale Community kümmern statt nur um die englische. Finde ich in heutigen globalisierten Zeiten eher peinlich. Auch hier ist Blizzard Vorreiter......(Und damit nicht gleich jemand kommt, ich weiß warum Blizzard dahingehend aufmerksamer ist)
Ich weiß natürlich dass das meiste was ich hier aufgeschrieben habe nicht nur sehr kostenintensiv sondern auch sehr zeitintesiv ist, weswegen es wohl nie wahr werden wird. Aber DA2 hat gezeigt, dass ein Nachfolger eines Spiels, der den Story-Faktor nicht hat und zeitgleich nicht zumindest gleichgut ist, in die Hose geht. Wenn Geldgeilheit das Leitmotiv ist gehen 9 von 10 Spielen in die Hose. Ich hoffe das hat Bioware gelernt......
P.S. Ich hoffe auch dass als Nachfolger nicht irgendein 08/15-Spiel dabei herauskommt. Auch deswegen sollte Bioware da weiter daran arbeiten, da sie ja bereits wissen in welche Richtung sie das Spiel entwickeln wollen. Auch hoffe ich dass sie erst dann ein MMO daraus machen, wenn es nichts mehr zu erzählen gibt. Denn da MMOs 08/15 sind können sie dann eh nichts mehr kaputt machen....
Modifié par Not_Zero, 10 août 2011 - 08:53 .