anzolino wrote...
In gewisser Weise kannst Du nur Entscheidungen treffen, die pauschalisieren. Es gibt keinen dritten Weg, den die beiden anderen Parteien mitgehen.
Nun ja, hier ist der Rahmen auch nicht enger als in Origins: Am Ende von DA:O stirbt der Erzdämon so oder so. Am Ende von DA2 steht der Konflikt, der zum Krieg zwischen Kirche, Templern und Zirkel führt. Dass dieser so oder so eintreten muss, verlangt die Rahmenhandlung. Das sehe ich nicht so tragisch.
Dass der Zirkel von Kirkwall für die Taten eines Abtrünnigen bezahlen muss, ist natürlich ungerecht - allerdings glaube ich auch, dass Meredith schon lange auf einen derartigen Vorfall wie die Explosion der Kirche gewartet hat. Es war nur eine Frage der Zeit, bis es eskalieren würde - und das wusste sowohl Orsino als auch Anders.
Die Kernfrage bleibt: War der Champion von Kirkwall ein Unterstützer der Magier oder der Templer? Und das finden wir ja in jedem Durchspielen von Neuem heraus.
Die dritte Alternative sind die Grauen Wächter, womit (zu meinem völligen Unverständnis ;o)) beide unglücklich zu sein scheinen. Und wie wir wissen, wollen sich die Wächter nicht in diesen Konflikt einmischen.
Die Wächter DÜRFEN sich nicht in den Konflikt einmischen, selbst wenn sie es wollten. Dass Bethany oder Carver ihrem Bruder/ihrer Schwester am Ende von Akt III beistehen, ist genau genommen ein ernster Regelverstoß.
Ich wollte auch kein Grauer Wächter werden - beide Zwillinge werden ja genauso wie der Held von Ferelden im Glauben gelassen, sie hätten nur ein kurzes Leben vor sich. Tatsächlich steht am Ende nur die Verwandlung in ein Mischwesen aus Ghul und Dunkler Brut, das dem Ruf der Erzdämonen folgt.
Davon ab müssen Graue Wächter ihre Familie und Freunde verlassen und immer dorthin gehen, wo die Dunkle Brut eine Bedrohung darstellt. So prickelnd stelle ich mir das nicht vor.
Ja, das stimmt. Die Charaktere sind genau auf den Templer/Magier Konflikt zugeschnitten. Und inzwischen denke ich, daß eine Pauschalisierung beabsichtigt ist.
In gewisser Hinsicht stimme ich Dir da zu. Man trifft wirklich viele polarisierende Gestalten:
- harmlose Magier, die aus Verzweiflung zur Blutmagie greifen
- bösartige Maleficarum
- fanatische Templer
- korrupte Templer
- usw.
Harmlose Zirkelmagier und gutmütige Templer würden den Konflikt nicht ausreichend "transportieren". Das heißt allerdings nicht, dass es sie nicht auch in Kirkwall gibt.
In DA:O und auch im 2.Buch verstehe ich die Magiere als "ein Volk", das zwar in den eigenen Reihen Kämpfe auszutragen hat, jedoch nicht grundsätzlich aus Blutmagieren besteht und/oder böse Magie betreibt.
Interessanter Punkt. Diesen Eindruck hatte ich allerdings nie. Schon in Orgins und auch in den Romanen und den Büchern zum offiziellen P&P RPG wurde einem doch ein breit gefächertes Bild der Magier vermittelt:
- der Zirkel und seine konservativeren Bruderschaften (Loyalisten, Teile der Äquitarianer)
- Libertarianer, die die Abspaltung von der Kirche anstreben (siehe Gespräch mit Wynne in Amaranthine) und sie teilweise auch erlangen (siehe Resolutionisten in Akt III in Sebastians Quest)
- Schamen der Avvar und Chasind
- Hüter der Dalish
- Hexen der Wildnis
- Gemeinschaft der Magier
- Maleficarum
- usw.
Davon ab ist Blutmagie per se nicht böse Magie, sondern einfach nur riskant und gefährlich, da man mit ihr auch Dämonen beschwören und Leute beherrschen kann. Zusätzlich dazu erhöht man das Risiko der eigenen Verwandlung in eine Abscheulichkeit.
Die Grauen Wächter z.B. dulden Blutmagier in ihren Reihen. Der Orden der Templer benutzt im Zusammenhang mit den Phylaktierien ebenfalls Blutmagie.
In DAII jedoch sind alles Blutmagiere. Jedenfalls ich traf nur solche. Kein Grauzonen, nur gut und böse. Die "guten" habe ich nicht gefunden.
Naja, Feynriel und Marethari sind keine bösartigen Blutmagier. Und Alain bewegt sich meiner Meinung nach eher in einer Grauzone. Ich weiß aber, was Du meinst, und verweise auf meine Antwort weiter oben: Die meisten Figuren müssen polarisieren.
Oh yesssss!Dementsprechend sind die Charaktere: Bei Orsino als Ersten Verzauberer vermisst man z.B. die Weisheit, die Irwing inne wohnte.
Die Magiere, die man für Thrask beschützt/oder auch nicht, kommen auch wieder und zwar als Blutmagiere und: Sie haben natürlich das Geschwisterchen in ihrer Gewalt.
Wie gesagt, dass sie Blutmagie verwenden, macht sie nicht automatisch böse, die Entführung dagegen geht eindeutig zu weit. Natürlich entführen sie Bruder, Schwester oder Geliebte(n) auch nur, weil sie Hawke fälschlicherweise als Verbündeten von Meredith einstufen.
Justice nicht. Vengeance schon.Und nicht zu vergessen: Anders und seine sinnlose Tat. Justice würde so etwas nicht tun, weil es ungerecht ist.
Was bleibt als pauschale Schlußfolgerung? Die Magiere haben die Verderbtheit verursacht, also sind sie böse. Hmmm. Etwas wenig.
Jein. Man sieht bei einigen Charakteren durchaus, dass ihr Verhalten eine Reaktion auf die Unterdrückung durch die Templer ist. Ich persönlich fand das sehr ausgewogen. Auf jeden Blutmagier kam ein korrupter Templer oder eine Mutter Petrice, der/die in die andere Richtung schoss.
Edit: So, das war genug Offtopic zu Anders und Orsino.
Modifié par Quatre04, 02 juillet 2011 - 11:30 .





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