Alessa-00 wrote...
Ich denke, dass man die Ereignisse des Films sehr unterschiedlich deuten und auslegen kann. Da gibt es kein richtig oder falsch, sondern nur verschiedene Blickwinkel.
Naja, das sehe ich anders - siehe oben. Die Vorfälle in "Dawn" gleichen weder denen in "Asunder" noch denen in "DA2". Dagegen gibt es zwischen den Ereignissen in der Galgenburg und den späteren Ereignissen im Weißen Turm ("Asunder") viele Parallelen.
In "Dawn" ist die Unterdrückung der Magier nicht das Hauptthema und auch nicht Inhalt des Konfliktes mit dem Kommandanten der Templer.
Ich persönlich fand, dass er gezeigt hat, wie gefährlich schon ein kleines Mädchen sein kann, das über magische Fähigkeiten verfügt und dass es notwendig ist, für Schulung und Schutz der Magiebegabten zu sorgen ... was nicht bedeutet, dass diese Aufgaben nicht von Magiern selbst übernommen werden können in Form von Zirkeln unter der Führung ausgewählter Magier.
Gut, beim Bedarf von Aufsicht für Avexis sind wir uns ja einig. Ohne geht nicht.
Zum Thema Aufsicht durch Magier: Im Tevinter Imperium funktioniert das leider nicht. Wie will man verhindern, dass die Zirkel in den Nationen der "Andrastians" genauso verkommen? Dazu gibt es bislang in allen relevanten Quellen keine Lösungsvorschläge. Ich bin gespannt, ob DA:I neue Ideen diesbezüglich liefert: z.B. Kompromisslösungen, für die der Inquisitor am Ende werben muss.
Doch:
Wer kontrolliert dann die Magier, die die Zirkel leiten?
Wer wählt den Großverzauberer, die Ersten Verzauberer und Oberverzauberer? Wer kommt in den Rat der Verzauberer?
Wer schützt die Magier vor sich selbst, wenn etwas schief geht (Dämonen, Mishaps, etc.)?
Wäre es denkbar, dass die Templer einen Mittelweg zwischen Tevinter (Beschützer, Abtrünnigenjäger) und Kirkwall (Gefängiswächter, Henker) einschlagen könnten?
Würde es helfen, wenn der Zirkel der Magi ein gleichwertiger Arm der Kirche wäre? Wäre dann eine Art "Check and Balances" zwischen Kirche, Templern/Suchern und Zirkeln denkbar?
Nicht weniger erschreckend fand ich es allerdings, zu sehen, was nur zwei "fehlgeleitete" Personen im Machtapparat des Systems anrichten können. Wenn es einzelnen Personen in diesem System möglich ist, ihre Machtpositionen derart zu missbrauchen, dass sie dadurch die Göttliche und die gesamte Kirchenspitze auslöschen können, dann sehe ich das als deutliches Zeichen dafür, dass dieses System eben nicht die optimale Lösung darstellt.
Dann wäre kein System optimal. Denn das gleiche kann dir am Königshof in Ferelden oder in der Stadtverwaltung des Kanzlers von Tantervaler passieren.
A: "Ich möchte neuer Vicomte werden."
B: "Oh, ich kenne da ein paar Blutmagier, die uns helfen."
Fazit: System im Eimer.
Wenn man Magier schon als "Waffen" bezeichnet, dann sehe ich durchaus Anlass, den Aufbau und die Gesundheit des Systems zu hinterfragen, wenn ich sehe, dass derjenige, der die Verantwortung über die "Waffenkammer" hat, seine Position einfach so missbrauchen kann, um die gesamte Führungsspitze auszulöschen und sich selbst an die Macht zu setzen.
Und das würde in einem von Magiern kontrollierten und geführten Zirkel nicht passieren? Da würde es keine Unterwanderung durch Blutmagier geben?
Wenn man hier einfach sagt, das wäre ein Einzelfall, der nichts mit dem aktuellen System von Kirche/Orden/Zirkeln zu tun hat, dann macht man es sich, meiner Meinung nach, etwas zu einfach.
Naja, naja - bislang wird den Templern alles Mögliche vorgeworfen: Missbrauch, Unterdrückung, Freiheitaraub, Willkür, Übergriffe - aber Kooperation mit Blutmagiern?
Wie, bitte schön, passt das in den Katalog an Vorwürfen, mit denen Templer konfrontiert werden?
Mit den Zirkeln hat das nichts zu tun. Wäre Avexis nicht Mittel zum Zweck gewesen, hätte der Zirkel in dem Film keine Rolle gespielt - hier ging es um die Nachfolge im Klerus, nicht um das Ende der Unterdrückung der Magier.
Im Gegenteil: Es gab sogar Zirkelmagier, die Hand in Hand mit den Suchern arbeiteten.
Modifié par Quatre04, 13 janvier 2013 - 08:19 .