Solange auf folgende primäre Elemente nicht wieder mehr Augenmerk
gelegt wird, wird kein Bioware-Spiel mehr als bestenfalls
Durchschnittlich sein.
Jennifer Hepler hat Bioware verlassen:
Ohne der Dame nahe zutreten bzw. den Schreibern der jeweiligen
Dialoge, Charakter-Geschichten der einzelnen Figuren bzw. der
eigentlichen Geschichte kann man eigentlich mehr erwarten als diese
zum Teil wie mit einem „Holzhammer“ geschriebenen Dialoge.
Bei DA2 rollen sich bei vielen Texten inhaltlich die Fußnägel
auf, um es einmal mit den Worten Isabellas zu umschreiben, sowohl in
der englischen wie auch in der deutschen Fassung (ist aber bei ME2
ebenso mies).
Die Dialoge lassen keinerlei „Freiheit“ zu, wie mit einem
Brecheisen wird die angebliche epische persönliche Geschichte, die
spätestens ab Akt2 nachdem man sein Haus zurückerhalten hat, keine
mehr ist erzählt bzw. mit Brachialgewalt in eine bestimmte Richtung
gedrängt.
Loghain in DAO war auch so ein spezieller Fall, wird als simpler
Bösewicht / Verräter dargestellt und Herr Gaider hat nichts
besseres zu tun als in einem Forum darauf aufmerksam zu machen, dass
man diese Figur im Kontext seiner Vergangenheit sehen müsse, siehe
Nachruf und Bücher.
Als Schriftsteller sollte Herr Gaider eigentlich wissen das dies
im primärem Medium ausgearbeitet werden muss und nicht in
irgendeinem sekundärem wie einem Forum oder Buch.
www.gameinformer.com/b/features/archive/2013/08/19/building-a-dragon-age-rivalry-mages-versus-templars.aspxSagt vieles aber auch nichts, jemand hier schrieb „Und scheinbar
spielt man wirklich einen mächtigen Haupthelden“. Nur was nützt
es einen mächtigen Helden, der alles kurz und klein schlägt, der
aber wie auf Schienen bzgl. der Dialoge und Geschichte durch das
Spiel geführt wird zu Spielen.
Wo ist das noch ein Roll-Play-Game, auf ein weiteres Du-darfst
keine-wichtigen-Entscheidungen-treffen-Play-Game kann ich verzichten
bzw. sollen das nicht immer in den Ankündigungen groß breittreten
wie bei DA2 und ME2 und letztendlich darf man dann entscheiden ob
irgendeine Elfe der Stadtwache beitritt oder nicht.
Vielleicht sollte man aber als Kunde das „...Daumen in den After
drücken...“ (Isabella) ernst nehmen.
Man wird sehen, aufgezwungene Begleiter/Freunde wie bei den
letzten Spielen benötige ich nicht, außer man kann sie über die
Klinge springen lassen.
Zum Schluss ein Zitat des verstorbenen Elmore Leonard "When
it sounds like writing I rewrite it."* vielleicht wird dies ja
für DA3 beherzigt bzw. generell von der sich zu oft auf die Schulter
klopfenden alles versprechende Computer-Spiele-Branche.
*Wenn es geschrieben (unnatürlich, gekünstelt etc.) klingt,
schreibe ich es neu