Hat denn jemand gesagt, dass es nur 30 statt 50 sind wäre schlecht? Ich find die Hauptstory sehr gut. Dass man die 30 Stunden überhaupt ins Feld führt lag doch nur daran dass mit 50 geworben wurde. Genauso wie auch mit mehreren Enden geworben wurde, erst 40, dann warens eine Handvoll Unique-Endings, dabei kam am Ende aber nur exakt eins bei rum.
Damit habe ich mich gar nicht explizit auf dich bezogen, sondern vielmehr auf die "Bewertung" von 4P. Zuletzt die Rede von 50+ Stunden war aber auch ne ganze Weile vor Release, wenn ich nicht irre, von daher finde ich es überzogen, sich daran jetzt ständig hochzuziehen. Und auch das beziehe ich NICHT auf dich
. Das ist wohl auch der Grund, warum ich persönlich nie etwas auf das gebe, womit vorab geworben wird. Sonst bin ich ja nur noch enttäuscht
.
Hat bei DA:O jemand mit einer +50 Stunden langen Hauptstory (reine Hauptstory) geworben? Soweit ich weiß nicht.
Wenn sie also knapper oder gleichlang ausgefallen ist wie die in DA:I ist das nicht dramatisch, man hat ja nichts erwartet, war im Grunde überhaupt erstmal nur mehr als froh ein so geniales Spiel spielen zu dürfen. Zumindest war das noch Dark Fantasy, Wurde dann aber von Teil zu Teil: *anfängt zu summen um sich einzustimmen:
"It's taking me higher, higher
Higher off the ground"
(Danke Kylie und Taio Cruz) 
Sorry aber das Späßle muss erlaubt sein, damit der Post nicht ganz so trocken daherkommt.
Nein, das wollte ich damit auch gar nicht sagen. Aber bei 4P und bei Kritiken, die sich auf 4P beziehen, wird immer schön auf den "nur" 35-40 Std Mainquest rumgeritten. Und auf 50 Stunden und mehr REINER Mainquest... zumindest mir auf Anhieb fällt kein Spiel ein, dass dahin kommt. Und wie gesagt, mMn - wo du ja zustimmst, weswegen auch dieser Schuss nicht in deine Richtung geht - gehören Gefährtenquest/Gefährtengespräche sehr wohl zum Mainplot dazu, auch wenn sie nicht in der Kategorie im Questlog aufgeführt werden.
Bei DA:I muss ich aber auch ehrlich dazusagen, lohnt sich nur die Hauptstory und die Gefährtensachen. Also nur die Quests aus dem Bereich "Der Weg des Inquisitors". Und die des "Inneren Kreises". Nur die sind wirklich so ausgearbeitet wie mans aus DA:O und DA2 kannte. Der ganze Rest, trägt nicht nur nichts zum Ende bei, ist nicht nur im Vergleich völlig lieblos ausgearbeitet, ist nicht nur aufgrund der Masse in eben solcher Qualität zu viel, nein, vor allem ist es egal was du tust, oder nicht tust, außer mehr XP und Macht bringts dir nichts. Du siehst am Ende nichts besseres und nichts schlechteres ob du nun alle machst oder nur das nötigste.
Darum hab ich, was den Spielspaß angeht, im Gesamten, weil ich den nur habe bei Mainplot und Gefährtenquests, am Ende weniger als bei den Vorgängern oder auch allen ME-Teilen. Einfach weil ich dort wirklich jede Nebenquests, außer natürlich Anschlagtafelquests in DA:O, genossen habe. Es war eine Bereicherung, es war Spaß. Einfach weil sich diese Nebenquests genauso anfühlten wie der Mainplot. Tolle Cinematics, Gespräche ausschließlich mit Cinematics, es war weniger, aber gefühlt wars mehr allein schon wegen dem Gehalt der Spielmomente während dieser Quests.
Meinst du in 5 Jahren kann ich mich noch erinnern wie irgendein NPC in Kammwald hieß? Ein NPC der mich mal von der Seite anquatschte und mir somit eine Quest mehr im Questlog bescherte? Wohl kaum.
Naja, ich erinner mich auch bei weitem nicht an jeden NPC aus DA:O und DA2, zumindest nicht namentlich. Und bei DA:O habe ich aktuell 47 komplette Durchgänge und DA2 28. Also daran, dass ich es zu selten gespielt hätte, liegt das nicht. Und sind wir mal ehrlich: Auch DA:O hatte natürlich Fillerquests und auch vermeintlich blöde Sammelquests. Mir fällt auch hier auf Anhieb kein Spiel ein, dass nicht mehr oder weniger Filler-/Sammelquests gehabt hätte.
Bei DA2 oder DA:O sieht das ganz anders aus.
Das Spiel, also DA:I, reduziert sich also selbst nur auf den mainplot und Gefährtenquests. Einfach weil der Rest zwar in Masse besticht, aber nicht bei der Qualität. Wenn Questen für mich mehr langeweile und Frust erzeugt, statt Spaß und Neugierde, läuft was falsch.
Hätten sie 50% weggelassen, und das in den Mainplot reingesteckt, hätten sie weit weit weit mehr Lorbeeren mit dem Titel eingefahren.
Hast du dir mal die "Mühe" gemacht wirklich jede Nebenquest zu machen? Ich habs mir, das enttäuschte Ergebnis was das Ende angeht mal gekonnt ignoriert, hab ich mich oft gefragt, wozu. Es gibt wirklich so viele Quests, dass es sich irgendwann nichtmal mehr lohnt sie zu machen. Zur Story tragen sie eh nix bei, und XP und Belohnungen gibts irgendwann nicht mehr, weil du zu weit im Level fortgeschritten bist und es einfach zu viele Quests gibt, als dass du sie wirklich alle sinnvoll unterbringen kannst um zumindest vom "Belohnunsprinzip" via Items profitieren zu können.
Jop, hab ich gemacht. Mach ich aber immer so. Möglich, dass ich beim ersten Run evtl noch was übersehen habe, das werde ich dann mit den weiteren Durchgängen sicher nach und nach finden. Und ich muss sagen, klar ist einiges davon reiner Filler, aber ich finde das Gesamtpaket gut. Ein spektakuläreres Ende der Mainquest wär schon toll gewesen, da stimme ich dir absolut zu, aber ansonsten stimmt es für mich im Grossen und Ganzen. Kritikpunkte gibt es sicherlich immer, die habe ich auch (derjenige welche, der bei BW für die Frisuren zuständig ist, gehört zb nackt über die Strasse gepeitscht dafür
), aber im Allgemeinen bin ich durchaus zufrieden. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass in einem RPG (von dem man sich mittlerweile natürlich immer weiter wegbewegt - fehlende Charakterentwicklung etc) gerade auch diese Sammelwut und das "Ich will die beste und schönste und tollste Rüstung/Waffe/Whatever haben!!!!!11111einseinself" mit zu den elementaren Bestandteilen gehört. Und eben auch die Nebenquests. Das ist nur die logische Folge davon, dass die Spielwelt deutlich offener und grösser als noch in DA:O und DA2 ist. In den Hinterlanden ist es zunächst echt arg viel, aber das lichtet sich auch ziemlich fix. Nichts desto trotz gebe ich dir im Grundsatz schon recht: Ein paar weniger und dafür die Mainquest ein wenig spektakulärer zum Ende hin - aber was nicht ist, kann ja noch via Story-DLC werden
.
Was die Gefährten angeht, stimm ich dir zu. Schrieb ich aber vorhin schon. Das liegt daran, weil sie die Gefährtenquests einfach garnicht angerührt haben. Aber auch ohne diese Quests, find ich die Begleiter nicht flach. Ich mag ihre Dialoge nicht mehr so, weil mimikloses gequatsche für mich relativ seelenlos rüberkommt. Ich fühl mich gelangweilg und klick sie oft nur noch durch, aber an sich, find ich die Begleiter bis auf wenige Ausnahmen mitunter Sera, welche von der GS ja sonstwohin gelobt wurde, mehr als gelungen.
Das ändert aber nunmal leider nichts dran, dass Gefährtenquests und deren Gespräche, nunmal nicht zu besagtem Mainplot gehören, welcher 50 Stunden lang sein sollte. Egal wie mans dreht, diese 50 sind utopisch.
Ist aber nicht das erste Mal, dass was versprochen wurde was am Releasetag nicht drin war.
Und auch nicht das einzige bezogen auf DA:I.
Bioware ist auch nicht der erste Entwickler der so vorgeht.
Wie gesagt, bei einem Spiel, bei welchem die Gefährten nunmal ein wichtiger Bestandteil sind, gehören mMn die Gefährtenquests/Gefährtengespräche eben doch zum Mainplot dazu. Nur weil selbige im Questlog einen eigenen Bereich haben, sehe ich das doch trz nicht anders. Aber stimmt schon, selbst ohne Gesrpäche etc finde ich die Gefährten doch alles andere als flach, nur mit Cole werde ich iwie nicht so wirklich warm. Und wie schon gesagt, genau deswegen gebe ich nicht darauf, was iwann vorher in irgendeinem Interview versprochen/angekündigt/in Aussicht gestellt wurde, sondern mache mir lieber nach Release selber ein Bild und entscheide dann, ob es mich zufrieden stellt oder nicht.
Ich versteh aber auch, wenn man sich auf 50 Stunden verlässt, dass man dann angepisst ist wenn man die nicht kriegt.
Vor allem wenn man die Hauptstory favorisiert, weil die Nebenquests einfach ungewohnt und leer rüberkommen. Da ist das natürlich doppelt schade.
Im Grunde genommen siehe oben: Das schlimmste erwarten und das beste hoffen, dann gibt es keinen Grund, angepisst zu sein. Und wenn ich nicht irre, war einmal in irgendeiner Interview die Rede von 50 Stunden. Oder gab es dazu eine "hochoffizielle" Ankündigung? Weiss ich grad tatsächlich nicht, wäre mir jetzt aber neu. Und wie gesagt, mMn gehören Nebenquests/Sammelwut/etc eben mit zu den elementaren Bestandteilen eines RPG. Und grad wegen der grösseren/offeneren Welt wäre es doch ziemlich leer ohne diese Masse. Und flach finde ich die meisten Nebenquests jetzt nicht, aber das ist natürlich Ansichtssache. Ich kann bei den meisten Quests schon den Sinn usw dahinter erkennen im Bezug auf das grosse Ganze sozusagen.
Ich kann nur sagen in den vielleicht 30 h Mainplot, wurde ich super unterhalten, mehr als in DA:O. Aber wenn ich sehe wie viel zeit und Ressourcen in diese Fillerquests vergeudet wurde, und was am Ende bei rumkommt, find ichs schade. Denn wärens um die Hälfte weniger, wären sie sicher so ausgearbeitet worden wie die Nebenquests in DA2. Und der Mainplot, hätte sicher auch noch gestreckt werden können. Denn gerade zum Ende hin, geht das nen bisschen zu schnell über die Bühne.
Kampf gegen Corytittus? Oh ja,einmal zum Kriegsrat, draufklicken, ooohhh super, sogar 0 Machtpunkte benötigt, KLICK. (Hoffnung: Oh ja, jetzt wirds sicher richtig episch und verdammt spannend, hoffentlich hab ich noch genug Tränke übrig bis ich bei ihm angelangt bin.)
Ergebnis: Pustekuchen - Direkt vor Corydingsbums, und los gehts mit dem Kampf.
Das fand ich schon leicht befremdlich. Ich kämpf mich da lieber zu meinem Endgegner vor, und hab noch ein wenig mehr an Einleitung. Das war viel, aber nicht heroisch.
Wie gesagt, da bin ich grundsätzlich schon absolut bei dir. Das Ende hätte... epischer sein können/sollen. Ich habe es dann auch lieber wenn ich mich erst vorkämpfen, meinetwegen auch durch Türen "rätseln" usw muss und dann beim letztendlichen Endkampf schon angeknackst und mit weniger Reserven ankomme usw usf. Du weisst sicher, was ich meine. Das Ende kam schon eher KNALL/ZACK/BUMM - Corydingens ist tot.... schon wieder. Es fehlt so ein wenig der Gänsehaut-Effekt. Das sehe ich aber ähnlich wie bei ME3: Nur weil ich das Ende doof oder als nicht ausreichend empfinde, finde ich doch trotzdem nicht das ganze Spiel deswegen scheisse. Das Spiel bleibt - für mich - genial, hat aber halt Kritikpunkte. Wobei die doch verhältnismässig gering ausfallen. Die hatte ich aber auch bei DA:O und auch bei DA2 usw usf.
Im Endeffekt wars aber genauso wie der Spieleinstieg, Zack, Knall und aufstehen. Egal welche Rasse du hast, du kriegst keine vernünftige Einleitung, hast den selben Startpunkt. Wenn das also bei der Rassenwahl neuerdings Standard ist, hab ichs wirklich lieber wieder so wie in DA2. Da hat man keine Wahl, aber man hat eine anständige Herkunftsgeschichte. Man weiß wen man spielt, man trifft auf Gestalten aus seiner Vergangenheit, man kümmert sich um die die man kennt, und man leidet wenn man welche verliert.
Auch das wäre locker dringewesen, hätte man auf einen Großteil der Filler verzichtet. Bin ich sicher.
Was denselben Einstiegspunkt und so angeht, das finde ich gar nicht so tragisch. Diesbezüglich war Origins natürlich genial und in der Art quasi einmalig. Ne kurze Origin, wie und warum usw du zum Konklave geschickt wirst mit nem Filmriss währenddessen wäre zwar schon echt klasse gewesen, das ist für mich aber keine Kritik, vielmehr halt ein "Wäre schön gewesen, ohne ist aber auch ok". Du hast sicherlich Recht, mehr wäre drin gewesen - es ist aber immer mehr möglich. Warum man mMn eben nicht auf einen Grossteil der Nebenquests verzichten könnte, habe ich schon ausgeführt, auf einen Teil sicher, aber bei einem zu grossen Teil wäre die Welt schlichtweg zu leer.