Ich finde es lediglich ungünstig, zu behaupten, die Datenschützer würden nichts erreichen. Wäre dem so, würde der Data Protection Commissioner B.Hawkes sich erst gar nicht damit beschäftigen. Es bleibt also abzuwarten.
Das ist die Seite der Studentengruppe. Dort kann man sich über deren Aktivitäten informieren wie z.B. die Anzeigen oder sich ein Vordruck einer Anzeige besorgen. Das ist keine Seite über die Gesetzeslage. Die Inhalte dieser Seite sind aber sehr wohl den Berichten irgendwelcher Zeitungen vorzuziehen, weil sie das Original sind und wie wir alle wissen, vergessen unsere lieben Journalisten gerne etwas bzw. verdrehen gern die Tatsachen.Liest man sich durch den zweiten der von Dir geposteten Links (www.europe-v-facebook.org/DE/Anzeigen/anzeigen.html) fallen hier zwei Formulierungen auf.
>>Vermutlich aus Steuergründen hat Facebook einen Sitz in Irland. Damit
spart sich Facebook nicht nur viel Geld, sondern es ist auch irisches
und europäisches Datenschutzrecht und Konsumentenrecht auf Facebook
anwendbar.<<
>>Nach der europäischen Datenschutzrichtlinie ist die Republik Irland
verpflichtet Verstöße gegen den Datenschutz entsprechend zu verfolgen.<<
Selbstverständlich gilt in den EU-Staaten EU-Recht.Soso, es scheint also doch europäisches Recht zu gelten. Auch in Irland. Und wenn in Irland europäisches Datenschutzrecht gilt gibts es keinen Grund, warum die Datenbankrichtlinie nicht nicht gelten soll.
Genau das ist falsch. Es gilt immer zuerst das Landesrecht. Das ist beim Bundesdatenschutzgesetz ebenso wie bei den Iren.Grundsätzlich gilt "EU-Recht bricht Landesrecht", ...
Quelle: EU Data Protection Directive 95/46/EC. Außerdem sind die Gesetze der Mitgliedsstaaten nach der EU-Richtlinie angeglichen, es dürfte also wenige (landesspezifische) Unterschiede geben....
Artikel 4
Anwendbares einzelstaatliches Recht
(1) Jeder Mitgliedstaat wendet die Vorschriften, die er zur Umsetzung dieser Richtlinie erläßt, auf alle Verarbeitungen personenbezogener Daten an,...
Darum geht es nicht. Es geht darum, daß sich endlich jemand um diese Datenkrake kümmert. Erst waren es die deutschen Datenschützer und jetzt sind es die irischen. Und das ist begrüßenswert. Selbst wenn FB einen Weg findet, die Daten nicht herausgeben zu müssen, stehen da noch 21 andere Anzeigen.Es ist also absolut denkbar, dass Facebook einen Weg findet, die Herausgabe der gesammelten Daten zu verhindern.
Es geht außerdem darum, daß ein Riesenrummel veranstaltet wird. Das bedeutet schlechte Presse für FB, was wiederum zu Einnahmebußen führen kann. Und das wird die anderen Unternehmen hoffentlich aufhorchen lassen.





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