Jairidian wrote...
@Eariel
Ich lese immer, nicht nur von dir hier, sondern auch in anderen Foren, von Mikrotransaktionen die stören, Simplivizierung, Casualisierung, Old School-RPGs und wie schön doch alles in den Spielen war, bevor es Questmarker, Minimaps usw. gab. Ich kenne die Old School RPGs, wie BG, BG2, NWN und einige mehr auch noch und kann dir sagen, das ich mir die nie mehr antun möchte. Karten per Hand zeichnen, Notizen machen usw., das ist nicht mehr mein Ding und damit stehe ich bestimmt nicht alleine da. Ich liebe die Vollvertonung, das Dialograd, die Questmarker, die schnelleren Kampfsysteme und die Gewißheit, den Questgeber nicht mehr suchen zu müssen, nur weil der mal wieder irgendwo in der Welt rumeiern muss. Ausserdem liebe ich diese primitiven Ballerbuden, die man durchaus auch als Rollenspiel bezeichnen kann. Bin ich deshalb kein Rollenspieler mehr? Wenn ja, was bin ich dann? Ok, Hirnlos....nee nurn Scherz^^, aber was bin ich dann? Bin ich nun weniger Rollenspieler, weil ich auf den ganzen Kitsch stehe oder vielleicht keiner mehr, weil der wahre Rollenspieler den Gegner lieber tot labert? Muss ich mich jetzt in einem MMORPG als Core-Gamer oder gar Hardcore-Gamer bezeichnen, wenn ich das MMO mehrere Stunden am Tag spiele oder bin ich nur der arme Casual, wenns nur zu einer oder zwei Stunden reicht. Fragen über Fragen, die man wohl so nicht beantworten kann. Eines ist jedoch sicher, ob nun Rollenspiel, MMO, Shooter, Strategie-Spiel usw. die Spiele haben sich verändert und wurden an die Vorlieben angepasst. Ausserdem vermengen sich die einzelnen Genres immer mehr und es gibt RPGs mit Shooter-, Strategie- und Adventureanteilen. Ich empfinde das nicht als negativ.
Naja jeder hat seine Vorlieben und was er nicht mag. Das Kartenzeichnen hab ich auch nie wirklich geliebt, man hat es halt gemacht weils nötig war, wobei das letzte Game glaube ich wo es nötig war, war Bards Tale 1 oder 2, danach kamen schon die ersten Automaps.
Vollvertonung find ich auch gut, das Dialograd naja wenn es mehr Optionen hat , wie in Mass Effect 3 dann wegen mir auch das, ich mag die Vielfalt bei Gesprächen 2-3 Antwortoptionen finde ich da schon teilweise was wenig.
Klar ist Vollvertonung ist teuer, auch wenn ich es nett finde wenn sie bekannte Schauspieler nehmen zum sprechen der Rollen, wäre mir da persönlich ein unbekannter Sprecher, dafür mit mehr Text weitaus lieber.
Gerade weil du Baldurs Gate aufführst, die Dialoge im 2ten Teil waren zum Teil einfach nur gut und halt bei weitem komplexer, auch aus der Sicht der Wiederspielbarkeit finde ich gerade so eine große Optionauswahl super man hat einfach mehrere Sachen zum ausprobieren.
Questmarker ok brauch ich eher nicht, schnellere Fights wie in DA2 ganz sicher nicht, Taktik braucht man nicht nur Schnelligkeit.
Ich schimpfe zwar gern auf ME3 wegen dem Ende , aber das schlechteste Spiel von BW bleibt für mich eindeutig DA2, das habe ich sage und schreibe 1 1/2 gespielt dann deinstalliert und seitdem auch nie wieder das Bedürfnis gehabt es zu installieren. Fand die Geschichte in weiten Teilen mau (da war mir die "08/15" Heldengeschichte in DAO 1000 mal lieber), die Charaktere fand ich teilweise als sehr langweilig , gerade Anders, Fenris und Sebastian, dazu noch der Abgrundtiefhässliche Konsolegerechtige Skillbaum und das Inventar.
Wie schon geschrieben wurde es war mehr ein Hack and Slay, mit einem für mich zu kleinem Anteil an RPG.
Was für mich auch sehr wichtig ist, das man für die Spiele Mods benutzen kann, sei es für BG2, Fallout, DAO, Vampire the Masquerade(wobei hier das entwickeln von Patchen im Vordergrund steht) oder Skyrim, sie machen die Spiele noch einfach ein wenig runder. Da kann ich auch schon mal ne Weile davorsitzen, bis ich alle Mods habe und sie auch alle laufen ohne Probleme zu verursachen.
Für jemanden der nur Zocken will, ist das sicherlich ein Greuel aber ich kann zB. bei Skyrim auch schon mal ne Std daran sitzen einen Char zu erstellen bis er/sie dann genau so aussieht wie ich es haben will.
Denke was den "Oldschool RPGplayer" ausmacht, er achtet mehr auf Kleinigkeiten, Gespräche sind wichtiger als alle 2 Meter im nächsten Kampf zu seien, die Story ist wichtig, nicht der nächste Headshot.
Wegen dem Thema Casualgamer, naja bei WOW konnte man es doch sehen, es wird alles darauf zugeschnitten das jeder alles fast auf anhieb schafft. Das ist mir zu Langweilig und ich würde mich auch als Casualgamer bezeichnen, da ich für mehr einfach die Zeit garnicht hätte und auch die Lust ^^.
Aber ich finde wenn man sich die Bosse wie zu classiczeiten oder zu BC erarbeiten muß, doch weitaus besser, da hatte man dann wenigstens noch ein Erfolgsgefühl wenn man ihn dann endlich gelegt hatte. Heute hat man eher das Problem des nicht einschlafen bis der Boss endlich umkippt.
Das ist sicher ein Problem wodran die Spieler maßgeblich beteiligt waren.
WIe auch schon mehrmals erwähnt heute versuchen einige Firmen, wirklich immer alles miteinander zu vermischen Strategie, RPG, Shooter um möglichst viele Leute anzusprechen.
Ab und an wird das sicher funktionieren, aber eben nicht immer und auf Dauer.
Ich kann auch Leute nicht verstehen die sich jedes Jahr das neue Fifa oder BF, COD holen, unterschiede sind kaum vorhanden, jeder dritte Teil würde wahrscheinlich auch reichen, aber hey ist deren Geld nicht meins.
Die Entwicklier freuts wenig kreative Arbeit, gute Verkaufszahlen idR.
WIe gesagt jeder hat seine Vorlieben, der eine mags etwas ausführlicher, taktischer, komplexer dem anderen sind schnelle Aktion lieber.
Wegen mir kann es gerne Spiele in beiden Richtungen geben, nur bitte nicht noch mehr von diesem Mischmasch, weil das ist nichts halbes und nichts ganzes.
Oldschoolrpg was jetzt dank Kickstarter wieder kommt ist zb Shadowrun returns, wenns nur nicht die Steamanbindung hätte, naja mal schauen.
Modifié par Xarvoc, 12 avril 2013 - 10:38 .