Und wieder einmal die Standardausrede "Alles für den Spieler!". Klar, und der Mond ist ein Schnapprollo.
EA muss ja wirklich unfassbare Summen in seine Online-Plattformen pumpen, wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum EA seit Jahren rote Zahlen schreibt.
WIE gut das Online-Angebot funktioniert hat man ja erst kürzlich gesehen, als EA Leute aus den Foren gebannt hat und auf einmal auch deren Spielekonten dicht waren. Kommentar EA "Also DAS hätte jetzt aber nicht passieren dürfen, wir prüfen das zu Zeit!" Also schnell schnell EA, die Preise hoch, damit ich auch weiterhin euer suuuuup0r Online-Angebot nutzen kann, ich zahl echt gerne!
Verdammte Axt, ich WILL und BRAUCHE kein Onlinegedöhns. Ich will in Ruhe mein Spiel im Singleplayer spielen und das wars. Ansonsten bräuchte ich nur noch einen guten Kontakt zum Publisher, vernünftigen Support und natürlich vernünftige Spiele. Aber all das hat man ja bei EA zu Gunsten des supertollen unfassbar innovativen Onlinewunders gestrichen.
Erzählt mir, was ihr wollt, hier geht es ausschließlich um die Trockenlegung des Gebrauchtmarktes. Das andauernd wie sauer Bier angepriesene bessere Spielerlebnis kann man mit besserem Support und Respekt vor dem Kunden auch so bieten - da braucht man keine extra Kosten erheben.
Und es ist ja auch nicht so, wie Wittand behauptet hat, nämlich dass bei Verkauf des Spieles zwei Leute das Online-Angebot nutzen würden und damit die Mehrkosten gerechtfertigt wären. Wenn ich einen Stuhl kaufe und später weiterverkaufe sitzt auf diesem zu jedem Zeitpunkt exakt EINE Person. Und der Tischler käme nie auf die Idee, für irgendwelche erfundenen Extrakosten noch ein zweites Mal zuzulangen.
Im Gegensatz zu den meisten Gebrauchsgegenständen sitzen die Publisher eigentlich in einer recht einzigartigen Position. Ja, es wird mehr raubkopiert, also gestohlen, als bei anderen Produkten - dafür sitzen die Publisher aber ganz klar am längeren Hebel, wenn es um die Gängelung von Kunden angeht. Und EA und Konsorten hebeln hier inzwischen ganz brachial.
Ein Verkaufsargument für Verkaufsplattformen wie Steam war damals, dass sich die Kosten für Spiele ja vermindern würden. Schließlich würde man massiv Kosten für Material, Verpackung, Vertrieb und Zwischenhändler sparen. Und was ist passiert? Neue Spiele kosten inzwischen oft sogar mehr als ihr Pendant im Laden. Jetzt kommt EA mit "Online-Gebühren", mal sehen, was da noch so kommt. Ich empfehle ja, Origin kostenpflichtig zu machen. Immerhin kostet die Auswertung der Daten eine Menge Zeit und Geld und dient nur dazu, unser Spielerlebnis noch intensiver zu machen. Kostenpflichtige schwule Romanzen für alle!
Nochmal ganz allgemein zum DRM.
Dieser Tage hatte ich ernsthaft überlegt, mir "Anno 2070" zuzulegen. Immerhin hieß es, dass der Singleplayer auch offline spielbar wäre und das SciFi-Setting hat mich wirklich gereizt.
Und dann muss ich lesen, dass der SP offline eben doch nicht funktioniert, weil man elementare Bestandteile des Spieles, wie zB die Arche, offline nicht nutzen kann, womit das Spiel de facto unspielbar wird. Ganz ehrlich, f***t euch, ihr Penner! Wieder ein Spiel, dass ich nicht gekauft habe, weil ich die Gängelei, den DRM-Terror und vor allem eure Lügen sooo satt habe.