Dragon Age Story & Kritik
#26
Posté 16 janvier 2012 - 05:36
Und so viele Kämpfe vor Zeugen, die einen ganz eindeutig als Magier enttarnen könnten, gibt es gar nicht. Gleich nach der Landung im Hof der Galgenburg: Nun ja, es IST der Hof der Galgenburg. Zufällige Zeugen würden wohl denken, dass Zirkelmagier die ihren Geschäften nachgingen angegriffen wurden. Die Wachen, denen man grade den Hintern gerettet hat, werden einen auch nicht verraten.
Die meisten Gefechte in der Unterstadt finden nachts statt, oder zumindest nicht direkt auf dem Marktplatz. In der Dunkelstadt interessiert es doch vermutlich ohnehin keinen. Wenn ein Haufen Gauner Streit mit nem Magier anfängt, machen vernünftige Leute sich aus dem Staub. Sicherlich erstellen sie kein Phantombild, um den Templern auszuhelfen.
Wenn Wachen etwas mitkriegen, hat man ihnen meisten auch grade das Leben gerettet. Oder später redet Aveline ihnen gut zu, den Magier, der die Banditen gegrillt hat, nicht zu melden.
Dafür, dass die Templer nicht grade großartig zu sein scheinen, Magier einzufangen und sich mehr um die kümmern müssen, die sie schon haben, liefert das Spiel (indirekt) eine Erklärung: Durch die Zerstörung des Zirkels von Starkhaven ist Kirkwall vielleicht etwas überbelegt. Bis sie wieder Zeit haben, richtig zu fahnden, ist Hawke unantastbar.
Das einzige Mal, wo es unerklärlich ist, dass die Templer Hawke nicht einkassieren, ist während der Keran-Quest. Man bekämpft zusammen mit Cullen Dämonen. Da holperts zugegebenermaßen.
Aber sonst ist das hier ein Kritikpunkt, den Leute übermäßig hochspielen. Sicher, es ist nicht perfekt, aber auch nicht völlig unglaubwürdig.
#27
Posté 16 janvier 2012 - 08:53
Eigentlich nicht schaffbar. Anders müsste direkt nach der Mutter abhauen, um das noch rechtzeitig schaffen zu können. Und Anders hat bestimmt noch einige Zeit gebraucht damit seine Praxis aufgebaut und bekannt ist.Quatre04 wrote...
Das stimmt nicht ganz. Laut einigen Aussagen der Entwickler spielt DA:A in 9:31 Dragon. Theoretisch hat Anders also die Chance, danach nach Kirkwall zu reisen. Die Zeit ist allerdings sehr knapp bemessen.
9:32 wäre weitaus besser gewesen und auch logischer, weil da der Wächter nach Morrigan sucht.
Woher weiß du denn das?the_Green_Dragon wrote...
du willst doch nur den Arkanen Krieger wieder haben[smilie]../../../../images/forum/emoticons/whistling.png[/smilie]
Modifié par Janus198, 16 janvier 2012 - 08:56 .
#28
Posté 16 janvier 2012 - 09:11
Die steckt bei DA voller Fehler^^
#29
Posté 16 janvier 2012 - 10:10
reine SpekulationJanus198 wrote...
Woher weiß du denn das?
und zur Timeline hat Porenferser eigentlich alles gesagt
Gaider und Co haben es scheinbar nicht so mit Jahreszahlen
#30
Posté 16 janvier 2012 - 10:11
[/quote]
Eigentlich nicht schaffbar. Anders müsste direkt nach der Mutter abhauen, um das noch rechtzeitig schaffen zu können. Und Anders hat bestimmt noch einige Zeit gebraucht damit seine Praxis aufgebaut und bekannt ist.[/quote]
Und dafür reichen auch ein oder zwei Monate. Je nachdem, wann die Mutter starb. *shrug*
[quote]
9:32 wäre weitaus besser gewesen und auch logischer, weil da der Wächter nach Morrigan sucht.[/quote]
Anders kann auch abhauen, wenn der Wächter noch in Vigil's Wacht ist. Das spielt nun echt mal keine Rolle.
#31
Posté 16 janvier 2012 - 10:12
Porenferser wrote...
David Gaider/der Rest der Autoren hat einfach Probleme damit die Timeline glaubwürdig zu machen.
Die steckt bei DA voller Fehler^^
Ja, die Zeit zwischen Urthemiels Tod und Akt II ist irgendwie chaotisch. Danach geht's wieder.
Modifié par Quatre04, 16 janvier 2012 - 10:13 .
#32
Posté 17 janvier 2012 - 03:46
Vor allem Buch/Spiel beißen sich teilweise extrem arg, das Alter mancher Chars (z.B. Arl Eamon) kann so gar nicht stimmen^^
Und ja, ich weiß dass Buch/Spiel verschiedene Kanons haben, die Timeline sollte man dennoch einheitlich machen.
#33
Posté 17 janvier 2012 - 05:36
Nur heißt es ja z.B. bei manchen (je nach Ablauf) im Epilog das Anders nachfolgende Magier der Wächter ausbildet, zum Zirkel reist um über das Wesen des Architekten aufzuklären und nach zwei Monaten zurückkehrt und so weiter ... da ist der zeitliche Ablauf dann doch recht gestört und nicht nur in diesem Punkt. Das hätte man besser machen können, zeigt aber auch das man anscheinend nicht immer vorausgedacht zu haben scheint oder keine Zeit hatte für Feinheiten. Unschön, aber man kann damit leben und ich schätze so manchem ist es noch nicht einmal aufgefallen ;-).Quatre04 wrote...
Anders kann auch abhauen, wenn der Wächter noch in Vigil's Wacht ist. Das spielt nun echt mal keine Rolle.
#34
Posté 17 janvier 2012 - 07:05
Porenferser wrote...
Ne, auch davor schon.
Vor allem Buch/Spiel beißen sich teilweise extrem arg, das Alter mancher Chars (z.B. Arl Eamon) kann so gar nicht stimmen^^
Und ja, ich weiß dass Buch/Spiel verschiedene Kanons haben, die Timeline sollte man dennoch einheitlich machen.
Da hast du recht, aber das finde ich noch harmlos. Ich glaube, bei Cailans Alter klemmt's ebenfalls. *shrug*
Was die Spiele betrifft: Da gibt es so viele verschiedene Enden, da ist es verständlich, dass sich die Autoren einen Default-Kanon bauen. Bestes Beispiel "Anders" - ganz gleich, was im Epilog von DA:A stehen kann, die Kurzgeschichte etabliert ein neues Ende. Daher kann es auch zeitlich passen, dass er bereits im ersten Akt in Kirkwall ist.
#35
Posté 18 janvier 2012 - 06:53
Es ist nicht nur die Hauptstory, auch wenn mancher das "Held bekämpft absolut böse Macht" für langweilig halten mögen, sondern auch viele kleine Dinge und Details die Origins episch machen. Das fehlt in DA2 oder geht einfach im Actionstakkato unter bzw. man nimmt es nicht mehr war.
In Origins kann man sich auch mit anderen Personen unterhalten, als nur mit denen rund um Quests. So kann man zum Beispiel als Elf die Geschichte des Bettlers im Gesindeviertel erfahren, den Dialogen von Herren und Wade lauschen, erfahren warum die Händlerin in Denerim Orlais verlassen mußte und so weiter. Der Gefangene in Ostagar, die Räuber vor Lothering ...
Diese scheinbaren Nebensächlichkeiten und Nebenquests, die Geschichten der Personen und Handlungen etwas abseits der Hauptstory machen die Welt lebendig und die Geschichte am Ende auch episch.
Auch der eigene Charakter im Spiel liegt einem mehr am Herzen weil man ihn langsam aufbaut, Anteil an seiner Geschichte nimmt, man quasi mit ihm wächst. Man wird mit der persönlichen Geschichte des Charakters über Ostagar bis hin nach Lothering langsam ins Spiel geführt. Das ermöglicht eben eine gewisse Beziehung zum Charakter aufzubauen und ihm die entsprechende Richtung zu geben.
In DA2 landet man sofort im Actionfeuerwerk und wird von einem Punkt zum nächsten gehetzt, es gibt nicht viel außerhalb der Quests und den Gefährten, kaum Dialoge mit anderen Personen. Es beginnt mit der Flucht, puff eines der Geschwister tot, puff man ist in Kirkwall, puff man ist ein Jahr weiter ... kaum Zeit um sich mit dem eigenen Charakter zu befassen und so geht es immer weiter.
Man ist zu sehr getrieben und hat nichts um groß die Umgebung oder Hintergründe zu erkunden. Die Zeitsprünge erfolgen zu schnell und erklären kaum was inzwischen passierte, nicht nur mit Hawke. Ein großes Defizit von DA2 und deshalb ist es eben auch nicht episch und steht Origins nach, es fehlt an vielen Details die die Welt lebendiger machen und es einen erlaubt den Charakter ans Herz wachsen zu lassen.
Modifié par Eariel101, 18 janvier 2012 - 06:56 .
#36
Posté 18 janvier 2012 - 07:12
DAO ist ein gemütliches RPG, mit vielen Dingen die mich dort heimisch fühlen lassen.
Die Atmosphäre in DA2 habe ich immer als ungemein kalt und steril empfunden.
#37
Guest_The_Loki_*
Posté 18 janvier 2012 - 07:21
Guest_The_Loki_*
Generell ist bei den ganzen Nebenquests von DAO schon die Frage: Wieso hat der Wächter die Zeit für so ziemlich jeden NPC Zeit ("Bringt mir Item X", "Bestiehl NPC Y", "Rette meine Katze vom Baum"), während Urthemiel für die Verderbnis rüstet, ich meine der arme Drache muss sich doch komplett vernachlässigt gefühlt haben.
Mal Spaß beiseite: Ich sehe DAO und DA2 als zwei Spiele, die nur bedingt zueinander gehören, auch wenn sie teilweise zeitgleich spielen, so sehe ich DAO als einen mehr oder weniger abgeschlossenen Teil, während DA2 eigentlich nur das Vorspiel für die Ereignisse in DA3 und Romanen wie Asunder geben soll. So gesehen ist DA 2 für DA3 das was der Zeitraum zwischen "The Calling" und dem unmittelbaren Ereignissen vor DAO für DAO ist.
#38
Posté 18 janvier 2012 - 08:04
Mit den Dialogen mit an sich bedeutungslosen Nebencharakteren hast du recht. Das war ein nettes Detail in Origins und gab der Welt etwas mehr Leben (wobei die Hälfte deiner Beispiele an sich Questcharaktere sind, die ich in DAII eigentlich genauso ausgeprägt finde). Nichtsdestotrotz, das ist etwas was in DAII ein bisschen fehlt.
Das die Erzählstruktur von DAII einem den Charakter weniger ans Herz wachsen lasse, kann ich hingegen nicht nachvollziehen. Im ersten Akt ist man doch gar nicht mehr so getrieben, und es fühlt sich nachvollziehbarer an, sich die Zeit zu nehmen die Welt zu erkunden, als in DA:O (was angesichts des geringeren Inhalts etwas ironisch ist).
Der erste Zeitsprung wird im Nachhinein ja auch ganz gut aufgefüllt (Gespräche mit Athrendril/Meraan, Worthy, Tomwise & Lady Elegant gaben mir schon einen schönen Eindruck von meinem Charakter im ersten Jahr). Es fehlt etwas an Details der Welt, an Nebencharakteren die nur schmückendes Beiwerk sind (im positiven Sinne). Aber ich finde Details über den Hauptcharakter, seine möglichen Absichten, Ansichten und seine Persönlichkeit (aka "das was einem den Charakter ans Herz wachsen lässt") kann man in DAII sehr viel öfter finden als in DA:O.
#39
Posté 19 janvier 2012 - 03:37
The Porishok wrote...
DAO ist ein gemütliches RPG, mit vielen Dingen die mich dort heimisch fühlen lassen.
Und das ist meiner Meinung nach keine Stärke von DA:O. Es sollte nicht gemütlich sein! Und dennoch hat man öfters das Gefühl, man vertrödele wertvolle Zeit, während die Dunkle Brut auf dem Vormarsch ist.
Das Erzähltempo stimmt hinten und vorne nicht. Die stärksten Abschnitte sind Ostagar bis Lothering, die Suche nach der Urne und Denerim ab Landthing bis Ende. Der Rest hängt verzögernd dazwischen.
Beim Thema Atmosphäre kann ich Dir leider auch nicht zustimmen: In Kirkwall hatte ich ein stärkeres Heimat-Gefühl als in Ferelden. Als Zwergenadliger oder Dalish fragte ich mich, warum ich überhaupt losziehe, um dieses Land zu retten. Kirkwall fand ich gelungen (und das obwohl es teilweise richtig hässlich ist), und der Sunderhügel gehört zu meinen Lieblingsgebieten in beiden Spielen.
The_Loki wrote...
Generell ist bei den ganzen Nebenquests von DAO schon die Frage: Wieso hat der Wächter die Zeit für so ziemlich jeden NPC Zeit ("Bringt mir Item X", "Bestiehl NPC Y", "Rette meine Katze vom Baum"), während Urthemiel für die Verderbnis rüstet, ich meine der arme Drache muss sich doch komplett vernachlässigt gefühlt haben.
Mal Spaß beiseite: Ich sehe DAO und DA2 als zwei Spiele, die nur bedingt zueinander gehören, auch wenn sie teilweise zeitgleich spielen, so sehe ich DAO als einen mehr oder weniger abgeschlossenen Teil, während DA2 eigentlich nur das Vorspiel für die Ereignisse in DA3 und Romanen wie Asunder geben soll. So gesehen ist DA 2 für DA3 das was der Zeitraum zwischen "The Calling" und dem unmittelbaren Ereignissen vor DAO für DAO ist.
Gut zusammengefasst, Loki.
Die Entwickler sagten ja, DA:O sollte Thedas (THE Dragon Age Setting) etablieren, aber mit DA2 beginne die eigentliche Story.
Forst1999 wrote...
Das die Erzählstruktur von DAII einem den Charakter weniger ans Herz
wachsen lasse, kann ich hingegen nicht nachvollziehen. Im ersten Akt ist
man doch gar nicht mehr so getrieben, und es fühlt sich
nachvollziehbarer an, sich die Zeit zu nehmen die Welt zu erkunden, als
in DA:O (was angesichts des geringeren Inhalts etwas ironisch ist).
Der
erste Zeitsprung wird im Nachhinein ja auch ganz gut aufgefüllt
(Gespräche mit Athrendril/Meraan, Worthy, Tomwise & Lady Elegant
gaben mir schon einen schönen Eindruck von meinem Charakter im ersten
Jahr). Es fehlt etwas an Details der Welt, an Nebencharakteren die nur
schmückendes Beiwerk sind (im positiven Sinne). Aber ich finde Details
über den Hauptcharakter, seine möglichen Absichten, Ansichten und seine
Persönlichkeit (aka "das was einem den Charakter ans Herz wachsen
lässt") kann man in DAII sehr viel öfter finden als in DA:O.
Das sehe ich genauso. Der persönliche Fokus ist wesentlich stärker.
Davon ab: Epik zeigt sich nicht allein durch Details und Nebensächlichkeiten.
Modifié par Quatre04, 19 janvier 2012 - 05:06 .
#40
Posté 19 janvier 2012 - 04:10
Nicht jeder Spieler will im Schweinsgalopp durchs Spiel getrieben werden und eine Geschichte braucht mehr als nur rasante Action und Tempo. Der Spieler braucht auch ruhige Abschnitte um die Geschichte auf sich wirken zu lassen und um Wendungen, Entscheidungen, Erfolge und Tragödien verarbeiten zu können. In DA2 geht das all zu oft im Actionfeuerwerk unter. Und das geruhsam erzählte Geschichten eher ankommen hat ja nun einmal mehr Skyrim gezeigt. Ideal ist es wenn mir ein Spiel die Wahl läßt ob ich nun gerade erforschen möchte, die Welt erkunden, reden oder aber plump draufhauen, das kann man leider in DA2 nur sehr sehr begrenzt, in Origins hingegen durchaus oft.Quatre04 wrote...
Und das ist meiner Meinung nach keine Stärke von DA:O. Es sollte nicht gemütlich sein! Und dennoch hat man öfters das Gefühl, man vertrödele wertvolle Zeit, während die Dunkle Brut auf dem Vormarsch ist.
Eine Armee will erst aufgestellt sein und keine der Parteien verfügt in großem Umfang (mal von den Templern abgesehen) über ein stehendes Heer das sofort zur Verfügung steht. Lehensherren fordern entsprechend dem Lehenseid Soldaten von den ihnen unterstehenden Adligen. Ähnlich ists bei den Zwergen und die Dalish schicken Boten durchs Land um andere Clans zu finden. Sie müssen ausgerüstet und vorbereitet werden, sich letztendlich sammeln. All das braucht Zeit und ist die Vorbereitung auf das Finale.Quatre04 wrote...
Das Erzähltempo stimmt hinten und vorne nicht. Die stärksten Abschnitte sind Ostagar bis Lothering, die Suche nach der Urne und Denerim ab Landthing bis Ende. Der Rest hängt verzögernd dazwischen.
Natürlich bleibt die dunkle Brut nicht stehen, Nachschubwege müssen gesichert werden und man darf nicht vergessen in diesem Zeitrahmen und Hintergrund paßt auch kein Stellungskrieg mit fester Front. Es werden Entscheidungsschlachten geschlagen wie letztendlich in Denerim.
Und der Wächter lebt ja auch nicht von Luft und Liebe, er braucht Geld für all das und natürlich haben die Bewohner trotz Verderbniss auch eigene kleine Sorgen und Nöte die auch gelöst werden wollen. Nicht das es nun immer am Wächter hängt aber er ist ja im Land geächtet und kann es sich auch nicht leisten allen vor den Kopf zu stoßen sondern braucht vor allem Unterstützung und Verbündete.
Sunderhügel in beide Spiele? Seltsam ;-). Was Zwerg und Dalish angeht, sie sind Teil dieser Welt und eine Verderbniss bedroht letztendlich auch sie. Die Zwerge sind vom Handel mit der Oberfläche abhängig und sie haben bei der letzten Verderbniss ihre letzten Thaigs verloren. Schon vergessen? Und können die Dalish überleben wenn alles um sie herum verdorben ist? Kaum, sie würden lediglich als letzte fallen.Quatre04 wrote...
Beim Thema Atmosphäre kann ich Dir leider auch nicht zustimmen: In Kirkwall hatte ich ein stärkeres Heimat-Gefühl als in Ferelden. Als Zwergenadliger oder Dalish fragte ich mich, warum ich überhaupt losziehe, um dieses Land zu retten. Kirkwall fand ich gelungen (und das obwohl es teilweise richtig hässlich ist), und der Sunderhügel gehört zu meinen Lieblingsgebieten in beiden Spielen.
Mag sein, allerdings empfinde ich die Story von DA2 als eher blass und sie erreicht das hohe Maß an Brisanz und Dramatik von Origins lediglich nur ansatzweise.Quatre04 wrote...
Die Entwickler sagten ja, DA:O sollte Thedas (THE Dragon Age Setting) etablieren, aber mit DA2 beginne die eigentliche Story.
Dann hast du vermutlich eher selten ältere Rollenspiele gespielt? Durch die schnellen Sprünge, fehlende Talente und Möglichkeiten in Dialoge aktiv einzugreifen (z.B. durch Überzeugung oder Einschüchterung, Klugheit oder Intelligenz) geht viel Faszination verloren. Durch das langsame Hochleveln werden zum einen die übermenschlichen Fähigkeiten des Helden glaubwürdiger, zum anderen steigt die Identifikation mit dem Helden.Quatre04 wrote...
Das sehe ich genauso. Der persönliche Fokus ist wesentlich stärker.
Das schließt eben auch die Handlungen und Dialoge ein, in Origins kann man noch den Verlauf des Dialogs weitgehend beeinflussen, hat man das entsprechende Talent, das geht in DA2 nahezu nicht mehr. Was es mir im endeffekt aber erschwert mich mit dem Helden zu identifizieren, es fehlt etwas, was dem Charakter eine persönliche Note gibt.
Modifié par Eariel101, 19 janvier 2012 - 04:13 .
#41
Guest_The_Loki_*
Posté 19 janvier 2012 - 04:40
Guest_The_Loki_*
Was die Identifikation mit dem Helden angeht: Ich kann mich wesentlich besser mit "Kichererbse" Hawke identifizieren als mit dem dauerschweigsamen und emotionslosen Wächter aus DAO.
Generell finde ich auch die Interaktion mit den Gefährten, das heisst die Einbindung des Rivalensystems, deutlich besser als in DAO.
DAO: Sei nett zu mir oder du bekommst meine Quest nicht
DA2: Egal ob man den Charakter mag oder nicht man bekommt seine Quest, was ich grade bei Charakteren wie Aveline und Anders (dem alten Terroristen und somit Massenmörder) gut finde, da ich doch ein gewisses Maß an Abneigung gegen die beiden Figuren hege (was nurnoch von Sebastian übertroffen wird, den ich nichtmal rekrutiere). Grade bei kontroversen Figuren wie Oghren würde mich interessieren was bei ihm mit einer vollen Rivalität werden würde: Ein noch größerer Trinker oder jemand der einsieht, dass der Held immer Recht hatte, auch wenn es ihm nicht gefällt (folglich Merrill die afk bei Rivalität in Akt 3 den Eluvhian zerschlägt).
#42
Posté 19 janvier 2012 - 04:46
Während ich zustimme, dass man auch mal gemächliche Augenblicke braucht, sehe ich nicht, dass DAII diese seltener liefern würde als DA:O (oder gar Skyrim, das ist durch die offene Spielwelt doch jetzt mal wirklich nahezu konstater Kampf). Die Kämpfe sind nicht der gemächlich, aber man wandert und redet doch immer noch eine ganze Menge. Ich fürchte, ich kann deinen Standpunkt hier leider nicht nachvollziehen.Eariel101 wrote...
Nicht jeder Spieler will im Schweinsgalopp durchs Spiel getrieben werden und eine Geschichte braucht mehr als nur rasante Action und Tempo. Der Spieler braucht auch ruhige Abschnitte um die Geschichte auf sich wirken zu lassen und um Wendungen, Entscheidungen, Erfolge und Tragödien verarbeiten zu können. In DA2 geht das all zu oft im Actionfeuerwerk unter. Und das geruhsam erzählte Geschichten eher ankommen hat ja nun einmal mehr Skyrim gezeigt. Ideal ist es wenn mir ein Spiel die Wahl läßt ob ich nun gerade erforschen möchte, die Welt erkunden, reden oder aber plump draufhauen, das kann man leider in DA2 nur sehr sehr begrenzt, in Origins hingegen durchaus oft.Quatre04 wrote...
Und das ist meiner Meinung nach keine Stärke von DA:O. Es sollte nicht gemütlich sein! Und dennoch hat man öfters das Gefühl, man vertrödele wertvolle Zeit, während die Dunkle Brut auf dem Vormarsch ist.
Eine Armee will erst aufgestellt sein und keine der Parteien verfügt in großem Umfang (mal von den Templern abgesehen) über ein stehendes Heer das sofort zur Verfügung steht. Lehensherren fordern entsprechend dem Lehenseid Soldaten von den ihnen unterstehenden Adligen. Ähnlich ists bei den Zwergen und die Dalish schicken Boten durchs Land um andere Clans zu finden. Sie müssen ausgerüstet und vorbereitet werden, sich letztendlich sammeln. All das braucht Zeit und ist die Vorbereitung auf das Finale.Quatre04 wrote...
Das Erzähltempo stimmt hinten und vorne nicht. Die stärksten Abschnitte sind Ostagar bis Lothering, die Suche nach der Urne und Denerim ab Landthing bis Ende. Der Rest hängt verzögernd dazwischen.
Natürlich bleibt die dunkle Brut nicht stehen, Nachschubwege müssen gesichert werden und man darf nicht vergessen in diesem Zeitrahmen und Hintergrund paßt auch kein Stellungskrieg mit fester Front. Es werden Entscheidungsschlachten geschlagen wie letztendlich in Denerim.
Und der Wächter lebt ja auch nicht von Luft und Liebe, er braucht Geld für all das und natürlich haben die Bewohner trotz Verderbniss auch eigene kleine Sorgen und Nöte die auch gelöst werden wollen. Nicht das es nun immer am Wächter hängt aber er ist ja im Land geächtet und kann es sich auch nicht leisten allen vor den Kopf zu stoßen sondern braucht vor allem Unterstützung und Verbündete.
Das es einen guten Grund für die Macken im Erzähltempo gibt, ändert nichts an ihrer Existenz. Das gilt sowohl für DA:O als auch für DAII. In DA:O gerät die Hauptstory zwischendurch furchtbar aus dem Fokus. In DAII können die Zeitsprünge auf manche Leute etwas disorientierend wirken. Ist halt so, hätte man in beiden Fällen vielleicht etwas verbessern können, aber die eigentlichen Probleme scheinen mir schwer zu beheben zu sein.
Sunderhügel in beide Spiele? Seltsam ;-). Was Zwerg und Dalish angeht, sie sind Teil dieser Welt und eine Verderbniss bedroht letztendlich auch sie. Die Zwerge sind vom Handel mit der Oberfläche abhängig und sie haben bei der letzten Verderbniss ihre letzten Thaigs verloren. Schon vergessen? Und können die Dalish überleben wenn alles um sie herum verdorben ist? Kaum, sie würden lediglich als letzte fallen.Quatre04 wrote...
Beim Thema Atmosphäre kann ich Dir leider auch nicht zustimmen: In Kirkwall hatte ich ein stärkeres Heimat-Gefühl als in Ferelden. Als Zwergenadliger oder Dalish fragte ich mich, warum ich überhaupt losziehe, um dieses Land zu retten. Kirkwall fand ich gelungen (und das obwohl es teilweise richtig hässlich ist), und der Sunderhügel gehört zu meinen Lieblingsgebieten in beiden Spielen.
Nunja, ist ja nicht so, als würde die Welt untergehen, wenn der Wächter in DA:O scheitert. "Nur" Ferelden. Die Orlaisianischen Wächter würden sich danach schon darum kümmern. Aus Dalish- oder Zwergensicht wäre die Ansicht "Soll Ferelden sich doch selbst verdammen" also garnicht mal sooo abwegig (wenn auch nicht grade nett)
Dann hast du vermutlich eher selten ältere Rollenspiele gespielt? Durch die schnellen Sprünge, fehlende Talente und Möglichkeiten in Dialoge aktiv einzugreifen (z.B. durch Überzeugung oder Einschüchterung, Klugheit oder Intelligenz) geht viel Faszination verloren. Durch das langsame Hochleveln werden zum einen die übermenschlichen Fähigkeiten des Helden glaubwürdiger, zum anderen steigt die Identifikation mit dem Helden.Quatre04 wrote...
Das sehe ich genauso. Der persönliche Fokus ist wesentlich stärker.
Das schließt eben auch die Handlungen und Dialoge ein, in Origins kann man noch den Verlauf des Dialogs weitgehend beeinflussen, hat man das entsprechende Talent, das geht in DA2 nahezu nicht mehr. Was es mir im endeffekt aber erschwert mich mit dem Helden zu identifizieren, es fehlt etwas, was dem Charakter eine persönliche Note gibt.
Mir persönlich hat es nie mehr Identifikation mit dem Helden gebracht, wenn ich eine Überzeugungsoption nur bekam, wenn ich einen Weisheitswert von 18 statt 17 hatte (Baldur's Gate). Ebensowenig fand ich es interessant, Kampffähigkeiten opfern zu müssen, um Überzeugungsfertigkeiten zu erlangen (Dragon Age: Origins). Ich kann mich an keinen einizigen Fall erinnern, wo ich mich jemals für die Kampf- und gegen die Überzeugungsfertigkeiten entschieden hätte. Wenn man diese Auswahl also streicht, macht es für mich persönlich nicht den allergeringsten Unterschied.
Wenn mein Charakter aber aufgrund seiner Persönlickeit, für die ich mich verantwortlich zeichne, ab und an neue Dialogoptionen bekommt oder auf manche Sachen anders reagiert, dann interessiert mich das. Ich würde DAIIs Persönlichkeitssystem für keine Zahlendreherei der Welt eintauschen.
#43
Posté 19 janvier 2012 - 04:47
ich finds immer wieder interessant wie uterschiedlich man zwei Spiele wahrnehmen kannEariel101 wrote...
Nicht jeder Spieler will im Schweinsgalopp durchs Spiel getrieben werden und eine Geschichte braucht mehr als nur rasante Action und Tempo. Der Spieler braucht auch ruhige Abschnitte um die Geschichte auf sich wirken zu lassen und um Wendungen, Entscheidungen, Erfolge und Tragödien verarbeiten zu können. In DA2 geht das all zu oft im Actionfeuerwerk unter. Und das geruhsam erzählte Geschichten eher ankommen hat ja nun einmal mehr Skyrim gezeigt. Ideal ist es wenn mir ein Spiel die Wahl läßt ob ich nun gerade erforschen möchte, die Welt erkunden, reden oder aber plump draufhauen, das kann man leider in DA2 nur sehr sehr begrenzt, in Origins hingegen durchaus oft.
ich hatte außer im Prolog nie das Gefühl das in DA2 etwas im "Actionfeuerwerk" untergeht
spätestens wenn man in Kirkwall ist geht die Story eigentlich recht rühig von statten und nimmt immer erst am Ende der einzelnen Akte Tempo auf
und Skyrim hat überhaupt keine Story
#44
Posté 19 janvier 2012 - 04:55
Sehe ich auch so. Gerade bei Kingdom of Amular wieder gemerkt, dass ich vertonte Helden einfachThe_Loki wrote...
Was die Identifikation mit dem Helden angeht: Ich kann mich wesentlich besser mit "Kichererbse" Hawke identifizieren als mit dem dauerschweigsamen und emotionslosen Wächter aus DAO.
bevorzuge.
Oder FreiheitskämpferDA2: Egal ob man den Charakter mag oder nicht man bekommt seine Quest, was ich grade bei Charakteren wie Aveline und Anders (dem alten Terroristen und somit Massenmörder) gut finde
Aber egal sein Vermächtnis wird ja in DA 3 beurteilt.
Das sehe ich ähnlich. Obwohl ich die tiefen Wege auch als gemächlich verbuchen würde.the_Green_Dragon wrote...
ich finds immer wieder interessant wie uterschiedlich man zwei Spiele wahrnehmen kann
ich hatte außer im Prolog nie das Gefühl das in DA2 etwas im "Actionfeuerwerk" untergeht
spätestens
wenn man in Kirkwall ist geht die Story eigentlich recht rühig von
statten und nimmt immer erst am Ende der einzelnen Akte Tempo auf
Modifié par Janus198, 19 janvier 2012 - 04:58 .
#45
Posté 19 janvier 2012 - 05:00
The_Loki wrote...
Was Brisanz und Dramatik angeht so bin ich der Meinung, dass man das volle Ausmaß erst nach DA3 erfassen kann, da die beiden Teile wohl einfach zu dicht miteinander verbunden sind (DA2 eben als Auslöser für DA3).
Guter Punkt. DA2's Ende schreit zu stark nach Cliffhanger, während DA:O's Handlung weitgehend abgeschlossen ist und weniger Fragen aufwirft als sein Nachfolger.
Wobei man sich natürlich auch bei Rollenspielen an Filmen und Büchern orientieren kann - zumindest, was die Erzählweise, das Tempo und den Zeitrahmen der Handlung betrifft. Ich mag Open-World-RPGs, aber das Problem dabei ist öfters, dass sie sehr schnell "statisch" wirken können. Vor allem, wenn sie sich in Nebensächlichkeiten verlieren. Das gleiche Problem hat DA:O.
Was die Identifikation mit dem Helden angeht: Ich kann mich wesentlich besser mit "Kichererbse" Hawke identifizieren als mit dem dauerschweigsamen und emotionslosen Wächter aus DAO.
Vertonung, Familie und Familiengeschichte, persönlicher Fokus, kleinerer Handlungsort - all das macht halt viel aus.
Generell finde ich auch die Interaktion mit den Gefährten, das heisst die Einbindung des Rivalensystems, deutlich besser als in DAO.
Das sehe ich auch so. Ich fand DA2 in der Hinsicht wesentlich realistischer. In DA:O hat man beispielsweise einfach einen Fragen-Katalog abgearbeitet. Danach hat man Lothering verlassen - mit voller oder extrem hoher Zustimmung bei Sten, Leliana, Morrigan und Alistair, und das, obwohl man zusammen noch überhaupt nichts großartiges erlebt hat.
-----
Janus198 wrote...
Oder Freiheitskämpfer
Aber egal sein Vermächtnis wird ja in DA 3 beurteilt.
Und in "Asunder".
Modifié par Quatre04, 19 janvier 2012 - 05:06 .
#46
Posté 19 janvier 2012 - 05:10
Das sehe ich auch so. Ich fand DA2 in der Hinsicht wesentlich realistischer. In DA:O hat man beispielsweise einfach einen Fragen-Katalog abgearbeitet. Danach hat man Lothering verlassen - mit voller oder extrem hoher Zustimmung bei Sten, Leliana, Morrigan und Alistair, und das, obwohl man zusammen noch überhaupt nichts großartiges erlebt hat.
[/quote]
Mit diesen Festtags Geschenken kann man das noch beschleuigen, was es noch bescheuerter macht.
Man brauch nur eine Alistair Puppe (+50 Zustimmung) Morrigan schenken, dann kann man mit
ihr das "Lager teilen".
[quote]
Und in "Asunder".
[/quote]
Ich warte ja noch auf die deutsche Fassung, die irgendwann mal erscheinen wird.
[/quote]
#47
Guest_The_Loki_*
Posté 19 janvier 2012 - 05:18
Guest_The_Loki_*
Ich meine mal gelesen zu haben, dass das Kirchengebäude mit einer Art Kranken-/Waisenhaus verbaut gewesen sein soll, demnach sind bei der Kirchenexplosion nicht nur Elthina, etliche Templer und Gläubige (nimm das Sebastian!) sondern somit auch etliche Kranke und Kinder, von denen warscheinlich auch der Ein oder Andere mit Anders zu tun hatte bzw. auf die Welt geholt wurde gleich mitgesprengt und sowas ist Freiheit für Magier oder nicht, nicht vertretbar.
#48
Posté 19 janvier 2012 - 05:35
Da es mit Sebastian weiter geht, war er ohne Rekutierung wohl nicht in der Kirche.The_Loki wrote...
Ich meine mal gelesen zu haben, dass das Kirchengebäude mit einer Art Kranken-/Waisenhaus verbaut gewesen sein soll, demnach sind bei der Kirchenexplosion nicht nur Elthina, etliche Templer und Gläubige (nimm das Sebastian!)
Es war ein notwendiges Zeichen. Manchmal müssen halt ein paar Menschen sterben, damitvon denen warscheinlich auch der Ein oder Andere mit Anders zu tun hatte bzw. auf die Welt geholt wurde gleich mitgesprengt und sowas ist Freiheit für Magier oder nicht, nicht vertretbar.
sich was ändert. Anders/Gerechtigkeit/Rache hat eben auf die Probleme der Magier aufmerksam
gemacht. Es ist zwar tragisch (Elthina tut mir dabei überhaupt nicht leid), aber manchmal
sind sowelche Maßnahmen eben nötig um Aufmerksamkeit zu erregen. Mit Worten konnte man
ja nichts erreichen und die Magier werden weiterhin unterdrückt statt sie wie Menschen zu behandeln.
Ob aus Anders oder auch Adrians Aktion was Gutes entsteht, wird die Zukunft zeigen.
#49
Posté 19 janvier 2012 - 05:56
Janus198 wrote...
Da es mit Sebastian weiter geht, war er ohne Rekutierung wohl nicht in der Kirche.
Andraste sei dank. :innocent:
Ob aus [...] Adrians Aktion was Gutes entsteht, wird die Zukunft zeigen.
Wenn ich an den Schluss von "Asunder" denke - Hm, nein. Auch hier sterben wieder Unschuldige.
----
@Kirche mit Krankenlager: Hm, das wäre mir neu. Da würde mich die Quelle interessieren. Denkbar ist es auf jeden Fall. So oder so sterben genug Menschen bei Anders' Anschlag: Man denke an all die Archivare, Schwestern, Templer, Gläubige...
Modifié par Quatre04, 19 janvier 2012 - 05:59 .
#50
Posté 19 janvier 2012 - 07:01
Anders ist für mich einer vom Typ Che Guevara.
Jemand den man aufgrund seiner "Coolness" (ich rede nicht von mir) verklärt und seine Verbrechen als unbedeutend und/oder notwendig abtut.
Modifié par Porenferser, 19 janvier 2012 - 07:02 .





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