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Der schonungslose "wir mögen das Ende nicht"-Spoiler Thread


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28820 replies to this topic

#28801
mCmuFFeL

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Also gut ich kann ja mal meine kleine ME3 Geschichte erzählen.

Als ME3 im März 2012 erschien, war ich so heiß darauf, dass ich mir extra Urlaub genommen hatte. Ich hatte die ersten beiden Teile davor schon x-mal durchgespielt. Was ich dann folgte waren knapp 3 Tage in denen ich das Spiel quasi aufgesaugt habe. Ich habe es geliebt bis kurz vor Schluss.

 

Dann lese ich auch noch kurz vorm Ende beim Überfliegen einer Gaming-Seite: "Fans wütend über Story-Ende"
 
Da dachte ich schon, oh je aber so schlimm kann es ja nicht werden. Pustekuchen es wurde noch viel schlimmer als schlimm. Ich weiß noch genau ich das Spiel damals irgendwann um 2 Uhr nachts beendet hatte und noch 2-3 Stunden völlig fassungslos war was Bioware da für ein Ende abgeliefert hatte.
 
Mal ganz abgesehen davon das ich diesen Quatsch: Organische und synthetische Wesen bekriegen sich deshalb ich schicke ich die Reaper um alles auszulöschen
und verwandle jede Spezies in einen Reaper nur damit im nächsten Zyklus genau dasselbe passiert, für so unfassbar dumm halte.
 
Die Idee vom ursprünglichen Lead-Writer Drew Karpyshyn mit der dunklen Energie, die zwar von ihm wohl auch nie komplett zu Ende gedacht wurde finde ich da viel intelligenter. Dabei sollte es darum gehen das sich organische Wesen immer weiter entwickeln und immer mehr Biotik und dunkle Energie verwenden, was schlussendlich quasi in einem umgekehrten Urknall enden würde und die Galaxie quasi verschlingt. Wurde ja auch mit Haestrom in ME2 schon angedeutet.
Und dann gab es 2011 auch noch einen Leak nachdem die Story wohl auch nochmal geändert wurde. Ob dadurch das Ende besser geworden wäre werden wie leider nie erfahren.
 
Mein größtes Problem mit dem ursprünglichen Ende war aber eigentlich nicht dieses bescheuerte Möchtergern-Gottkind etc.
Es war einfach wie ein Schlag in die Fresse, als hätte ich irgend einen x-beliebigen 3rd Person Rette-die-Welt-Shooter gespielt.
Womit die Entwickler glaube ich einfach nicht gerechnet haben war das sich viele Leute, wie ich, über die Jahre so in diese Welt rein versetzt haben und sich selbst als Commander Shepard gefühlt haben.
Für mich war die ME-Reihe immer wie ein Film bei dem ich selbst die Hauptrolle spiele,wie ich es will. Klingt bescheuert aber ist so. Und dann bekommt man 3 Zwischensequenzen serviert nach denen man vorm Monitor sitzt und denkt: "Was ist hier gerade passiert??!!"
 
Ich habe mich dann damals in dem alten englischen Forum der RETAKE ME3 Bewegung angeschlossen und war im Endeffekt erstaunt das Bioware tatsächlich "eingeknickt" ist. Wo wir wieder beim Thema "nicht damit gerechnet" sind. Wozu wird dann das Gameplay-Feedback hochgeladen? Warum habe ich wohl Mass Effect 2 10mal durchgespielt? Weil die Ballerei soviel Spaß macht?
Der Extended-Cut der dann erschien erklärte dann einige Sachen, z.B. warum Garrus der eben noch an meiner Seite gekämpft hat plötzlich auf der Normandy ist etc. aber von einem für mich befriedigendem Ende noch weit entfernt war.
 
Einige Wochen später habe ich die ersten beiden Teile wieder durchgespielt, aber ME3 jetzt bis vor ein paar Tagen anderthalb Jahre nicht angerührt.
Sie hätten das Ende einfach so aufbauen sollen wie in ME2 nur im größeren Rahmen bzw. später auf der Erde wieder im kleineren Rahmen. Und dann einfach die Entscheidungen wieder einfließen lassen, welche dann den Tod für Crew-Mitglied XY oder Planet/Rasse XY zur Folgen haben.
 
Ich verstehe auch nicht wo das Problem eines Happy-Ends ist. In ME2 konnte Shepard wenn man alles verbockt hat sogar sterben, und wenn man alles richtig gemacht hat, überlebte jeder. So hätte man es auch in ME3 machen sollen hohe EMS -> Happy End / niedrige EMS -> Galaxy wird abgeerntet, oder logischer für Sequels es wird fast alles zerstört aber der Zyklus wird beendet.
 
Und genau nach diesem Happy-End hätte der Citadel-DLC wunderbar für die ganzen "bekloppten" Fanboys wie mich reingepasst. Ich hatte vom Citadel DLC zwar schon früh erfahren habe ihn aber wie gesagt jetzt erst gespielt. Und mir scheint den Entwicklern ist im Nachhinein wohl doch noch ein Licht aufgegangen warum viele die ME-Reihe so lieben. Der DLC beinhaltet eigentlich zu 100% nur Fan-Pleasing, da ist mit Sicherheit nicht von Kunst und Mac Walters berühmter Satz "lots of speculations for everyone" die Rede.
 
Dieser Satz war damals sowieso die Krönung, wenn ich spekulieren will gucke ich mir einen David Lynch Film an. Aber doch nicht bei einer Spiel-Trilogie in die man
Wochen seines Lebens investiert. Aber naja die Kunst muss ja akzeptiert werden...  :angry:
 
Ich glaube Bioware ist sogar sehr schnell klar geworden das sie Mist gebaut hatten, nur hat man das Ende wahrscheinlich nur nicht komplett umgeschrieben weil sonst nach jedem neuen Spiel mit dürftigem Ende der wütende Mob vor der Tür steht.
 
Ja zum Abschluss möchte ich nochmal sagen dass diese Trilogie bis zum Ende vom ME3 einfach nur genial ist und alles was ich je wollte waren kleine blaue Kinder und mir mit Garrus an der Bar die Birne zuschütten...  :P

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#28802
Autoola

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OT:

Wenn es absolute keine Missionen mehr gibt (oder nur noch Cronos-Station), triggern Squad Begegnungen/Mails nach verlassen/betreten des Appartements.
(Oder einem Armax Arena Spiel)

Außerdem gibt es ja auch noch den CEM Lite, der nur die Party hinter das Ende verlegt.

 

Ah, danke für die Info!



#28803
Autoola

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...

 

Ich habe gleich mit EC gespielt, es allerdings nicht gewusst. ;) Als ich es bemerkt habe, musste ich erstmal gucken, was genau durch den EC hinzugekommen ist. Manche Sachen sind dadurch nicht wirklich besser geworden. Aber ich nehme an für die Leute, die ohne EC das Ende kennengelernt haben, war es eine deutliche Verbesserung.

Ich habe die Theorie, dass das wahrgenommene Ende sehr davon abhängt, in welcher Reihenfolge man die Trilogie gespielt hat. Es gibt durchaus Spieler, die nur (ME3) oder (ME2 und 3) gespielt haben und ME1 entweder gar nicht oder erst danach. Das beeinflusst bestimmt die Erwartungshaltung. Wie gesagt Theorie, keinerlei Beweise. Aber für mich baut sich alles auf ME1 und den dort gemachten Erfahrungen auf (Reaper übergroßer Erzfeind, Cerberus böse, Allianz gut), ME2 war dann so etwas wie eine riesige (coole) Nebenquest (Reaper?, Kollektoren Feind, Cerberus notwendiges Übel), ME3 kam wieder zum Thema (Reaper übergroßer Erzfeind, Cerberus böse, Allianz gut) und beendete das ganze mit ÜBERRASCHUNG (niemand ist böse, alle wollen nur das beste, hör auf den Katalysator - auf wen? :huh: ). Wenn ich ME1 nicht gespielt hätte, würde das doch ganz anders aussehen -Theorie Anfang: In ME2 arbeite ich für Cerberus, bekämpfe irgendwelche Kollektoren, die für ominöse Reaper arbeiten. In ME3 arbeite ich für eine Allianz, Cerberus ist plötzlich böse, ich kämpfe gegen die und gegen die Reaper. Am Ende kommt noch ein anderer neuer Charakter hinzu (nach James und Kai Leng), wundere mich aber über gar nichts mehr und kann durchaus die Reaper als Marionetten und den Syn-Org-Konflikt als größtes Problem der raumfahrenden organischen Lebewesen sehen - Theorie Ende. Das ist natürlich nur das Storyproblem. Das an dem Ende ganz andere Sachen nicht stimmen, kommt noch hinzu. Und man muss Unterschiede zwischen DLC-Spielern und Nicht-DLC-Spielern machen (wegen der Informationen).

ME2-Ende, nur größer, das wäre was gewesen. In allen Punkten: Entscheidungen, Konsequenzen, Leben, Tod. Gibt doch bei ME2 Spieler, die absichtlich spielen, dass manche Squadis sterben, obwohl es möglich ist alle zu retten. Wieso sollte das für ME3 nicht funktionieren? :)

 

 

Ja zum Abschluss möchte ich nochmal sagen dass diese Trilogie bis zum Ende vom ME3 einfach nur genial ist und alles was ich je wollte waren kleine blaue Kinder und mir mit Garrus an der Bar die Birne zuschütten...  :P

 

Schön gesagt. :)


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#28804
Booth

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Ich habe die Theorie, dass das wahrgenommene Ende sehr davon abhängt, in welcher Reihenfolge man die Trilogie gespielt hat.

 

Also nach dem, was ich von vielen "Kritikern" gelesen habe, und auch wie ich es selbst erlebt habe, würde sagen: Nö ;)

Ich selber habe die Trilogie von Anfang an (also schön brav der Reihe nach) erlebt und jeden Teil intensiv durchgespielt - Teil 1 und 2 mittlerweile mehr als 10 mal, bei Teil 3 warens glaub ich 6 Spieldurchläufe. Beim ersten Durchspielen von ME3 (ohne Extended Cut) fand ich das Ende gar nicht schlimm, sogar irgendwie... hmmm... "interessant". Aber je öfters ich es spiele, desto... sorry, und mit Verlaub, aber... desto beschissener finde ich es.

 

Die Gründe haben mit den von Dir genannten "gut-böse-Cerberus-Reaper-Teil2alsNebenmission"-Gründen nicht das Geringste zu tun. Die Gründe für das Gefühl des schwachen Endes liegen zum einen in dem mangelnden Abschluß und der Unklarheit und zum anderen darin, daß diese unkonkrete Offenheit so überhaupt nicht zum Rest des Spiels (ALLE 3 Teile) passt. ME ist sicher kein billigster SciFi-Abklatsch, sondern ein ordentlich entworfenes Universum mit vielen interessanten Details. Aber genau das ist mein Punkt. Es gibt unglaublich viele konkrete Details. Es ist eben nicht von vornherein irgendwie "mystisch" verpackt. Es ist SEHR konkret. Es fühlt sich SEHR konkret an. Die Charaktäre sind SEHR konkret - die Rassen - die Probleme - die Konflikte... alles SEHR konkret. Shepard als Held ist SEHR konkret. Klar sind die Reaper eine in ME2+3 eher entfernte Gefahr, aber dennoch SEHR konkret. Sovereign + Saren sowie die Geth sind in Teil 1 SEHR konkret. Die Kollektoren ebenso - inklusive Auflösung wer die überhaupt sind, und woher die kommen.

 

Unglaublich viel ist schön durchdacht. Auch die ungewöhnliche Idee, Teil 2 moralisch etwas düsterer zu gestalten und mit Cerberus zusammenzusarbeiten und in den Terminus-Systemen unterwegs zu sein, fand ich eher klasse. Es machte das ME-Universum... naja... "dreckiger" und damit viel glaubwürdiger. In Teil 1 erfuhr man zwar in Gesprächen von den Terminus-Systemen, aber daß es dort SO krass zu geht... das durfte man in Teil 2 dann quasi live und in Farbe selber erleben.

 

Und dann kommt das Ende. Egal, welche Weg ich wähle... nix ist wirklich konkret. Das "Gott"-Ende mit Shepard als unendliches Wesen ist zudem dermassen überhöht, daß es mir schon beinahe physische Schmerzen bereitet. Auch die Herkunft der Reaper, die vor dem Leviathan-DLC überhaupt nicht ansatzweise konkretisiert wird, wird durch diesen DLC meines Erachtens nicht gut erklärt. Man zaubert sich halt schwupps ne gottähnliche Bio-Lebensform aus dem Hut. Na klar. Ne Bioform, die so hoch, wie ein Hochhaus ist, und krasse Fähigkeiten besitzt und allen anderen bekannten Bioformen haushoch ( ;) ) überlegen ist. Und die zig Millionen Jahre am Boden eines Ozeans rumhing... ääähhhhhh.... WTF?!

 

Ne - sorry. Man hat den Eindruck, daß Bioware sich bis kurz vor der Fertigstellung von ME3 nicht wirklich klar darüber war, wie das Ende selber, also der Abschluß, also die letzten 30 Minuten aussehen sollte. Also hat irgendeiner dieses Starchild reingeworfen und gut ist. Deus Ex Machina halt. In der Klassik ein dolles Theater-Thema... in der Moderne als ziemlich nervig empfunden. Der Zuschauer möchte als halbwegs intelligent angesehen werden und Dinge im Laufe einer Geschichte erfahren, die sich zum Schluß zusammenfügen. Nicht wesentliche Mosaik-Steinchen erst am Schluß mitgeteilt bekommen. Und die dann auch unkonkret und irgendwie unpassend. Und vor allem so, daß eine Fortsetzung irgendwie schlicht unmöglich wirkt, was den Eiertanz des ME4-Teams durchaus erklärt, die Grundzüge der Story nicht rausrücken zu wollen.

 

Mein Wunsch ist sogar, daß die mit dem nächsten ME-Teil das Ende von ME3 irgendwie... naja... umbiegen. Jedes der genannten Enden finde ich kacke. Shepard als Quasi-Gott mit den Reaper als seinen Techno-Engeln finde ich vollkommen absurd. Reaper kaputt macht durchaus Sinn, aber nicht mit dem Gefühl, daß die Galaxie keine Zukunft hat, weil dutzende oder gar hunderte von Mio von Jahren eine pervers hochentwickelte KI keine Lösung für den Konflikt zwischen Bioformen und KI-Wesen gefunden hat. Die "Synergie"-Lösung, wo alle quasi irgendwie Bio-Cyborgs werden sollen, klingt noch absurder, als die Shepard-Gott-Lösung. Von der Information, daß die Massenportale nun ausser in der Gott-Lösung quasi zerstört sind, ganz zu schweigen. Wasn das fürn destruktiver Murks? Die Zerstörung der Reaper bedeutet gleichermassen, daß ich die Galaxie quasi in die Steinzeit zurückbombe? WTF?

 

Ehrlich gesagt haben die drei möglichen Enden für mich den Wunsch beinahe zerstört, erfahren zu wollen, wie es mit "unserer" Galaxie weitergeht. Jede dort gemachte Andeutung fand ich kacke. Am übelsten fand ich aber, daß nur Andeutungen gemacht wurden, ein für mich dünner Deus-Ex-Machina-Mechanismus ins Spiel geschmissen wurde, die Herkunft der Reaper aus meiner Sicht ganz schlecht gelöst wurde, und am Schluß ein Illusive Man auf der Citadel steht, die tage-/wochenlang unter der Hoheit der Reaper stand, der Typ aber weiter davon faselt, er glaubt, alles im Griff zu haben und nicht indoktriniert zu sein.

 

Für mich ist es so, als wäre das Ende ein mißlungener Versuch einer Kombination aus einem mystischen 2001-Odysse-im-Weltall-Ende in Kombination mit Shakespearschen Tragödien Ende (alle tot, alles im Arsch)... und das obwohl die vorherige Story auf gutem Unterhaltungs-Soap-TV-Serien-Niveau stattfand. Weder Shakespear noch 2001 wären als Ende auch nur halbwegs passend für die vorangehenden Erlebnisse. Eine Kombination erst recht nicht.

 

Glücklicherweise macht das Ende vom Spiel nur einen minimaln Bruchteil aus. Ich fand z.B. von Matrix oder Zurück-in-die-Zukunft beide dritte Teile komplett schlecht. Trotzdem schaue ich mir Teile 1 und 2 beider Trilogien immer wieder gerne mal an. Und selten dann auch mal den dritten dazu. Ich spiele ME als Trilogie nach wie vor gerne durch. Aber... die Leviathan-Auflösung und insb. die letzten 20 Minuten... die finde ich schlicht und ergreifend schlecht und zu der Gesamttrilogie völlig unpassend und unangemssen.



#28805
mCmuFFeL

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Ah, danke für die Info!

 

Habe mir gerade mal dein Bild genauer angeschaut, besser kann man es nicht beschreiben wie ich mich gefühlt habe. Ich bereue es auch jetzt schon wieder das Ende gespielt zu haben. Eine schöne Mischung aus Trauer und Aggressivität.  :(  :angry:



#28806
Autoola

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Also nach dem, was ich von vielen "Kritikern" gelesen habe, und auch wie ich es selbst erlebt habe, würde sagen: Nö ;)

Naja, war ja nur Theorie. :) Man kann das Ende aus vielerlei Gründen nicht mögen, nicht nur wegen der absonderlichen Erklärungen. :) Aber die Reaperwahrnehmung beeinflusst es doch oder nicht? Das Gespräch in ME1 mit Sovereign ist etwas ganz besonderes. Wenn man das nicht erlebt hat (oder nach dem man erfahren hat, dass sie nur Marionetten sind) wirken die Reaper doch nicht so allmächtig, denke ich. Kann ich aber nur schlecht beurteilen, da ich es ja in der "richtigen" Reihenfolge gespielt habe.

Ich empfinde den Leviathan-DLC übrigens auch mehr als nachträgliche Rechtfertigung bzw. Festigung des Katalysators. Ich habe zwar gelesen, dass der Kat schon zu Beginn der Storyentwicklung von ME3 zur Diskussion stand (irgendwo im ME3explorer-Forum), aber das macht es nicht besser. Ungeplant blöd oder geplant blöd macht keinen Unterschied. Die können per Gedankenkraft einen Reaper vom Himmel hohlen und bleiben den Rest des Krieges auf ihrem verdammten Planeten? Und wie überhaupt hat dieses Kind den ersten Reaper erschaffen? Eine Maschine, die diese haushohen Telepathen sagt, sie sollen sich verflüssigen und in einen Reaper pressen?

 

Und dann kommt das Ende. Egal, welche Weg ich wähle... nix ist wirklich konkret.

Das ist halt auch ein Problem in der langen Liste.

Das Ende wirkt tatsächlich sehr stark entfremdet vom Rest der Spiele. Was mich richtig nervt: Diese undurchdachte Happy-End-Slide-Show für jedes (High-EMS-) Ende, wenn man sie denn wörtlich nimmt: Shep-Gott und die Techno-Engel (schöne Wortfindung übrigens) übernehmen die Galaxiewache und alle werden glücklich. Bei Synthese leben alle, der Mensch neben dem Husk, der Turianer neben dem Maraudeur, zufrieden und glücklich. Bei Zerstörung bauen sie alles wieder auf, noch besser und alle sind glücklich. Das ist so undifferenziert. Nach dem ganzen Elend von ME3, kommt eine rote/blaue/grüne Wolke und alles ist gut? (Das ist natürlich sehr vereinfacht dargestellt. Im Moment des Spielens fühlt sich ja nix wie Happy-End an. Wenn man die Genophage nicht heilt, sieht Tuchanka weiterhin wüst aus, aber da wird auch nicht näher drauf eingegangen.) Und allein die organischen Wesen haben 2 Rassen fast komplettt ausgerottet (Rachni, Kroganer) und da sieht das Kind echt den Syn-Org-Konflikt als lebensbedrohlich?

 

Unglaublich viel ist schön durchdacht. Auch die ungewöhnliche Idee, Teil 2 moralisch etwas düsterer zu gestalten und mit Cerberus zusammenzusarbeiten und in den Terminus-Systemen unterwegs zu sein, fand ich eher klasse. Es machte das ME-Universum... naja... "dreckiger" und damit viel glaubwürdiger. In Teil 1 erfuhr man zwar in Gesprächen von den Terminus-Systemen, aber daß es dort SO krass zu geht... das durfte man in Teil 2 dann quasi live und in Farbe selber erleben.

Ich habe nichts gegen die Story von ME2. Ich finde das Spiel total cool. Fand ich es vorher noch schade, dass ich nicht mit den Kameraden aus Teil 1 zusammen bin, haben mir beim Spielen die neuen Charaktere so gut gefallen, dass ich froh über ihre Einführung war. Die Musik, das Finale, alles wunderbar, die Loyalitätsmissionen, bei denen man den Crewmembern zeigen kann, dass sie einem wichtig sind, die Planeten, einfach herrlich.

 

Habe mir gerade mal dein Bild genauer angeschaut, besser kann man es nicht beschreiben wie ich mich gefühlt habe. Ich bereue es auch jetzt schon wieder das Ende gespielt zu haben. Eine schöne Mischung aus Trauer und Aggressivität.  :(  :angry:

Neben dem Wahrheitsgehalt soll es auch meine Intention verbildlichen, weswegen ich hier überhaupt angemeldet bin. ME-Universum ist wirklich etwas ganz besonderes für mich (kenne DA, BG, KOTOR etc nicht) und das Ende bzw. der 3.Teil ist so diskussionsbedürftig. ;) Weiß auch nicht, warum ich mir das Ende antue. Ich hoffe irgendwie immer noch auf einen Durchbruch im Verständnis. Tatsächlich bekomme ich bei der Evakuierungsszene immerhin schon einen Lachflash, nennen wir es mal einen Fortschritt. Vielleicht klappt das für den Rest auch noch.



#28807
Booth

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Aber die Reaperwahrnehmung beeinflusst es doch oder nicht? Das Gespräch in ME1 mit Sovereign ist etwas ganz besonderes.

 

Hmmm - das müsste man Leute fragen, die ME3 gespielt haben, ohne ME1 zu kennen. Ich vermute einfach mal, daß es sooo viele davon gar nicht gibt. Und letztlich sind die Reaper ja auch in ME2 ein ständiges Thema. Das beginnt ja schon beim Intro-Dialog zwischen Miranda und dem Unbekannten und der Schlußpunkt gegen einen Embryo-Reaper zu kämpfen ist jetzt auch nicht gerade ohne. Und der Punkt, daß man den Sovereign-Dialog erlebt hat, würde ich eher noch als Argument aufführen, daß man das Ende von ME3 als besonders schlimm empfindet. Denn ein erheblicher Teil, den Sovereign auf Virmire da vom Stapel lässt, ist schlicht gelogener Dünnpfiff ("kein Anfang, kein Ende" - "nicht nur eine forschrittliche KI" - "wir sind einfach" - blablabla - letztlich war es gelogen). Eine irre fortschrittliche Maschine, die billige Propaganda gegenüber (aus ihrer Sicht) Ameisen betreiben muss? Fehlt nur noch, daß unsere Biobauern sich vor ihre Hühner stellen und rufen "IIICCCCCCHHHH BIN GOOOOOTTTTTT!!!!!!!!" :D

 

Aber um Dir einfach mal entgegenzukommen: Es gibt garantiert auch Leute, die Deiner Theorie entsprechen. Aber ob es wirklich eine grössere Gruppe ist? Du könntest einen Soziologie-Studenten suchen, der noch ne lustige Studie für eine Semesterarbeit bauen muss :D - hmmm - oder eine Soziologie-Studentin. Da könnte man dann ja das angenehme mit dem nützlichen verbinden... oder so... aber ich schweife ab ;)

 

 

Ungeplant blöd oder geplant blöd macht keinen Unterschied.

 

Das kann ich nur dick unterstreichen. Der entscheidende Punkt ist aus meiner Sicht, daß die Planung NIRGENDS sichtbar wird, ausser im Leviathan-DLC und in den Spielbereichen, die anschließend extra deshalb etwas angepasst wurden. Das wirkt halt seltsam "geplant". Gerade als Autor macht es eigentlich großen Spass, Mosaik-Steinchen zu legen, die man erst am Ende richtig begreift. Wenn ein Autor aber quasi gar keine Mosaik-Steinchen zuvor hingelegt hat, bzw sogar Mosaik-Steinchen, welche die Auflösung unlogisch erscheinen lassen... dann hat der Autor ein seltsames Verständnis von Logik und sollte vielleicht doch besser Politiker werden oder so :D

 

Und das ist eben umso irritierender, als das zuvor die Logik relativ ordentlich war. Gerade hinsichtlich der Verzahnung diverser Biogafien von Gefährten gab es sogar recht tolle Logik-Momente. Zum Beispiel der Konflikt zwischen Jack und Miranda - fand ich toll. Oder die Entwicklung von Mordin. Oder die komplette Geth/Quarianer-Problematik. Lauter tolle Subgeschichten, die dem Spoiel eine gewisse historische Tiefe verpassen, die durchaus glaubwürdig erscheint. Klar gibts auch einige Details hier und da, die nicht so doll zusammenpassen. Aber insgesamt hab ich im kompletten Spiel eigentlich keinen so krassen "Bock" gefunden, wie das Ende. Und GERADE das Ende und somit die abschließende Auflösung so zu verhunzen... das wirkt... nahezu surreal. Das ist ja auch das, was viele Spieler nicht kapieren. Wie zum Geier können die ME-Autoren DAS übersehen haben? Und neben den Autoren gibts ja noch ein komplettes Entwickler-Team. Gabs da NIRGENDS einen der gesagt hat "ääähhhhh Leute... ich bin zwar Grafikdesigner... und bin ja kein ausgebildeter Autor... und hab ja nicht sooo viel Ahnung... aber... also... wenn ich ehrlich sein soll... das Ende... naja... es ist... ABSOLUT SCHEISSE!!!" ;)

 

 

Was mich richtig nervt: Diese undurchdachte Happy-End-Slide-Show für jedes (High-EMS-) Ende

 

Yep - auch son völlig unpassendes Ding. Auch wenn ME1 jetzt nicht so wirklich düster ist... dennoch sind ja vom ersten Moment an deutlich schwierige und schmerzhafte Untertöne dabei. Das fängt schon quasi ganz zu Anfang des ersten Einsatzes an, als ein Teammitglied stirbt. Mit Extended Cut kommt zwar immerhin ein Schnippsel mit dem Team vor der Gefallenen-Tafel hinzu... aber das rettet die SlideShow am Ende auch nicht. Und noch ein Punkt. Man könnte echt ne ganze Liste zusammenstellen - und die wär nicht gerad klein. Und das ist KEINEM Verantwortlichen im ME-Team aufgefallen? Sehr mysteriös.... ;)

 

 

Ich habe nichts gegen die Story von ME2. Ich finde das Spiel total cool.

 

Geht mir genauso. Im nachhinein fand ich ME2 sogar eigentlich am Besten, auch wenn es natürlich ebenso Dinge beinhaltet, die mir nicht passen. Ich fand den Schwenk hin zu mehr Shooter gut und vor allem die Stärkung der Gefährten. Vielleicht warens am Ende dann mit DLC doch ein paar Gefährten zuviel. Zaeed fand ich jetzt nicht so dolle. Wobei... äähhh... naja... ab dann fällt es mir schon schwer, zu sagen, auf wen ich verzichten soll. Samara finde ich auch nicht sooo wichtig - umgekehrt fand ich den Exkurs in Asari-Mystik wiederum EXTREM gelungen. ALLE Gefährten sind von ihrem Hintergrund einfach gut gelungen. Prinzipiell finde ich diese Art der Erzählung in einem Story-Spiel ideal. Keine zig Quests, die auf übliche MMO-Basis ablaufen, weil ein uninteressanter NPC eine völlig belanglose Hol&Bring- oder TöteXYZ-Quest vergibt, die man einfach abhakt. Sondern man hat einen Haufen von Gefährten, und viele Quests geben zusätzliche Einblicke in das Leben dieser Gefährten und GLEICHZEITIG über die Alien-Rassen bzw. die Historie der Welt. Wieso macht man das nicht in viel mehr Spielen so?

 

Ich hoffe SEHR, daß sich die ME-Nachfolger-Entwickler daran orientieren. Für mich ist "OpenWorld" nicht wirklich wichtig. Wobei auch das kann man sicher mit Gefährten gut hinbekommen. So könnte es trotz "OpenWorld" diverse Bereiche geben, wo man einen Gefährten unbedingt dabei haben soll, weil der World-Bereich direkt mit ihm zu tun hat. Da ließe sich bestimmt ne Menge Potential für einen Erzähler umsetzen. Umgekehrt... ist es sicher nicht leicht von der Umsetzung her. Trotzdem. Es ist doch viel interessanter, wenn der belanglose NPC, der einem die Quest gibt, irgendein Zeug für ihn aus der Pampa zu holen, ein ehemaliger Kumpel/Kollege/Feind/Familienangehöriger/was-auch-immer von einem der Gefährten ist. Dadurch gäbe es auch einen direkten Grund, wieso der Typ überhaupt mit einem spricht. Dieses RPG-Szenario "Quatsch-jeden-NPC-an-und-hol-Dir-lauter-Arbeit-ab" wirkt auf mich seit jeher unrealistisch. Ich sehe jedenfalls selten Leute durch die Stadt laufen, die jeden oder jeden zweiten Tyoen anquatschen, ob der zufällig ne Aufgabe für einen hat ;)

 

 

das Ende bzw. der 3.Teil ist so diskussionsbedürftig. ;) Weiß auch nicht, warum ich mir das Ende antue. Ich hoffe irgendwie immer noch auf einen Durchbruch im Verständnis. Tatsächlich bekomme ich bei der Evakuierungsszene immerhin schon einen Lachflash, nennen wir es mal einen Fortschritt. Vielleicht klappt das für den Rest auch noch.

 

Tja - ich wünsch Dir... äähhh.. ja was... hmmm.... "gute Besserung"? :D

 

Bei mir selber ist das Ende ja in meiner Bewertung immer schlechter geworden. Aber für mich ist die ME-Trilogie auch etwas besonderes. Unter einem Youtube-Video stand mal der knappe Kommentar "das ist der geilste Film, den ich je gespielt habe"... und so ungefähr fühlt es sich für mich auch an. Bis auf das Ende fühlt sich die Welt für mich quasi filmreif an. Sowohl die persönlichen Verflechtungen des Helden, als auch das Universum drumherum. Umgekehrt... gabs ziemlich unangenehme Dinge auch in großen Filmprojekten. Meine Schwierigkeiten mit den dritten Teilen von Matrix und Zurück-in-die-Zukunft hab ich ja schon erwähnt. Letztlich sind halt auch Autoren, Filme- oder Spielemacher, etc nur Menschen. Und eigentlich ist das Zeug ja "nur" Unterhaltung. Von daher muss ich es nicht sooo bierernst nehmen, und kann auch Bullshit hinnehmen, der gebaut wird. Ich hab in meinem Leben ja auch ne Menge Mist gebaut.

 

Von daher... das Leben geht weiter :)



#28808
Autoola

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Vorweg: Was habe ich beim Lesen gelacht. :D

 

Und der Punkt, daß man den Sovereign-Dialog erlebt hat, würde ich eher noch als Argument aufführen, daß man das Ende von ME3 als besonders schlimm empfindet.

So war das auch gemeint. ;)

 

Eine irre fortschrittliche Maschine, die billige Propaganda gegenüber (aus ihrer Sicht) Ameisen betreiben muss? Fehlt nur noch, daß unsere Biobauern sich vor ihre Hühner stellen und rufen "IIICCCCCCHHHH BIN GOOOOOTTTTTT!!!!!!!!" :D

Hammer! Wer weiß, ob sie es nicht schon längst tun. :ph34r:

Gönn den armen Reapern doch auch ein bisschen Spaß. Sie müssen den ganzen Tag nur Befehle befolgen. Vielleicht haben sie einen kleinen Wettbewerb laufen, wer den Ameisen am meisten Angst einjagen kann.

Sovy: "Hey, pass auf. Ich hab´so zu ihm gesagt: Wir haben keinen Anfang. Wir haben kein Ende. Ich bin jensseits Ihrer Vorstellungskraft."

Harby: "Das hast du nicht! Und das hat er dir geglaubt?"

Sovy: "Ey, den hättest du sehen müssen! Fast in die Hosen gepisst hat er sich vor Angst. Stand da mit seinen 2 Kollegen und starte mich an."

Harby: "Ja, okay. Die Runde geht an dich."

Sovy: "Aber sowas von. Alter, der Spruch mit den kosmischen Winden geht echt gar nicht."

Harby: "Halt die Klappe oder willst du, dass ich dich an das Lichtwölkchen verpfeife?"

Kat: "Hey, was macht ihr beide? Die Erntevorbereitungen laufen auf Hochtouren und ihr beide quatscht. Den nächsten, den ich erwische, darf nicht mit zurück in den Orkusnebel."

 

Meine Schwierigkeiten mit den dritten Teilen von Matrix und Zurück-in-die-Zukunft hab ich ja schon erwähnt.

ZidZ 3 habe ich gerade nicht so vor Augen, bei Matrix ist das schon anders. Offenbar sind 3.Teile besonders schwierig. Aber Filme gehen eben nur 2 Stunden und Spiele (oder zumindest ME) eher so um die 20 h. Ich möchte auch kein Spieleentwickler sein. Vermutlich ist es nur die Wahl, wie viele Leute man gegen sich haben möchte.



#28809
Treskalterion

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Ich habe die letzten Tage Teil 2 und 3 auch nochmal durchgespielt. Das Ende vom ME3 hat mich zwar nicht so fertig gemacht wie beim ersten Mal, aber es ist für mich immer noch schmerzhaft. 

 

Ich habe jetzt auch das erste Mal den Citadel DLC gespielt und ich muss sagen ich war total begeistert. Wäre eigentlich der ideale DLC nach einem Happy-End gewesen.

 

Gut da hier auf über 1000 Seiten wahrscheinlich sowieso schon alles geschrieben wurde was mir noch einfällt, sage ich mal wenn ich die Trilogie nochmal durchspiele, was in den nächsten Jahren bestimmt noch öfters passiert, werde ich einfach mit dem Citadel-DLC aufhören. :)

Genau das mach ich jedesmal ^^. Dieser DLC ist mein "wahres" Ende :)



#28810
mCmuFFeL

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Genau das mach ich jedesmal ^^. Dieser DLC ist mein "wahres" Ende :)

 

Ich bin gerade dabei ME3 nochmal mit den Mods MEHEM und CEM zu spielen, der den DLC an das Ende packt so wie es sein muss, plus natürlich das "Happy End".  :D


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#28811
Autoola

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Ich bin gerade dabei ME3 nochmal mit den Mods MEHEM und CEM zu spielen, der den DLC an das Ende packt so wie es sein muss, plus natürlich das "Happy End".  :D

Bist du damit inzwischen durch? Und wie sieht dein Urteil darüber aus? Macht es das Ende erträglicher für dich?



#28812
mCmuFFeL

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Bist du damit inzwischen durch? Und wie sieht dein Urteil darüber aus? Macht es das Ende erträglicher für dich?

Ja schon lange ;) in der Zwischenzeit schon wieder von vorne angefangen, bin jetzt gerade dabei mein Mass Effect Film Projekt fortzuführen bzw. wieder von vorn zu beginnen. Kannst ja mal reinschauen hier: https://www.youtube....YeT4yub8bUsxUuf und hier https://www.youtube....7075236DA2D23E8

 

Zu MEHEM und CEM:

Wunderschön, qualitativ ist es natürlich nicht perfekt, aber für eine Fan-Umsetzung einfach bombastisch. Wenn ich überlege wie schön es gewesen wäre wenn BioWare es genau so gemacht hätte, man hätte sich sehr sehr viel Ärger erspart. Das Problem, bei mir jedenfalls, ist das ich IMMER das Original Ende im Hinterkopf hatte und immer haben werde.

Der Citadel DLC nach dem Ende haut es dann aber vollkommen raus, weil einfach diese Lockerheit so schön passt. Der letzte Dialog war bei mir dann leider nicht lippensynchron weil natürlich was rausgeschnitten werden musste, aber ansonsten perfekt!

 

Absolute Empfehlung die beiden Mods!

 

Das ganze ist natürlich alles nur auf Englisch spielbar aber das mache ich sowieso immer bei ME. Wie siehts da bei dir aus?


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#28813
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Ich bin noch bei ME3 mit den beiden Mods. Leider empfange ich diese blöden Emails vom Katalysator. Das muss ich nach dem Durchgang noch mal ändern.

Ich stimme dir zu. Für ein Fanwerk ist es grandios und ich wünschte auch, ich könnte das Originalende vergessen. Aber angeblich soll das sogar passieren, wenn man lang genug MEHEM benutzt. Na, die Hoffnung stirbt zuletzt.  :)  Immerhin habe ich mir schon zurückerarbeitet, dass ich das Gespräch mit Sovy in ME1 wieder ernst nehmen kann.

Ich spiele noch auf Deutsch, aber Videos bei youtube gucke ich meist auf Englisch (gibt es auch einfach mehr von). Im englischen Spiel habe ich einfach zu viel Angst irgendwas wichtiges zu verpassen. Ich entdecke ständig neue Sachen. Und Kaidans deutsche Stimme gefällt mir besser. Deine Links habe ich überflogen und sie sehen ziemlich gut aus. Werde bei Gelegenheit mal mehr Zeit investieren. Sieht auf jeden Fall nach sehr viel Arbeit aus. Benutzt du da irgendwelche bestimmten Befehle, um das Dialograd auszublenden oder schneidest du zusammen (Szene vor und nach Dialograd) oder bastelst du das gar selbst zusammen (Cutszenedateien mit Audiodateien)? Ich fürchte, ich werde da etwas zu off-topic. Andererseits scheint hier ja kaum noch jemand zu sein, den das stören könnte. ;) (Entschuldigung an alle, die es doch stört.) Ich bin noch neu in diesem ganzen Modding-/Bearbeitungs-/whatever-Thema. Mass Effect hat mir wirklich eine ganz neue Welt eröffnet, von der ich vorher nicht mal was wusste. So viel zu lernen.

Um mit etwas abzuschließen, was in diesen Thread gehört: Einerseits hat ME3 an sich viele Schwächen, die mir ohne das Ende nicht aufgefallen wären. Ich hätte drüber hiweggesehen, wie bei den anderen beiden Teilen auch. Andererseits gucken viele gar nicht mehr auf den Rest, sondern haben mit dem Ende genug zu tun. Fluch und Segen gleichzeitig - wer hätte das gedacht?



#28814
mCmuFFeL

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Ich spiele noch auf Deutsch, aber Videos bei youtube gucke ich meist auf Englisch (gibt es auch einfach mehr von). Im englischen Spiel habe ich einfach zu viel Angst irgendwas wichtiges zu verpassen. Ich entdecke ständig neue Sachen. Und Kaidans deutsche Stimme gefällt mir besser.

 

Die ersten Durchgänge habe ich natürlich auch immer auf Deutsch gespielt, aber mit den Jahren sind die Kenntnisse natürlich besser geworden und man kennt irgendwann sowieso jeden Dialog auswendig  :lol:

Ich finde die deutsche Synchro eigentlich auch nicht schlecht, sie hat nur manchmal leichte bis totale Aussetzer: Wenn ich da so an ME1 und die "Geht" denke oder an ME2 wo "Shepard!" von der falschen Person gesagt wird etc. 

Ist natürlich oft nicht die Schuld der Synchro-Studios gerade bei ME1. Was leider gar nicht geht ist wenn Stimmen ausgetauscht werden, wobei dass meiner Meinung nach bei MaleShep ne gute Idee war.

 

Deine Links habe ich überflogen und sie sehen ziemlich gut aus. Werde bei Gelegenheit mal mehr Zeit investieren. Sieht auf jeden Fall nach sehr viel Arbeit aus. Benutzt du da irgendwelche bestimmten Befehle, um das Dialograd auszublenden oder schneidest du zusammen (Szene vor und nach Dialograd) oder bastelst du das gar selbst zusammen (Cutszenedateien mit Audiodateien)? 

 

Benutze  u.a. die "Clean Movie Mod" damit kann man das Dialograd ausblenden bis man einmal klickt. Und danach dann einfach das Dialograd weggeschnitten.

Das ist bei ME1 leider manchmal schwer weil die Musik in Cutscenes und anderen Situationen trotz 0% Volume abgespielt wird. Zumindest dieses Problem habe ich bei ME2 nicht. Dafür muss ich dort jede Musik im nachhinein selber einfügen was aber Spielraum für andere und manchmal bessere Musik lässt. Ist leider echt ne Menge Arbeit macht aber auf jeden Fall Spaß.

Achso mit der Mod kann man natürlich auch das komplette User-Interface ausblenden.

Nur bei der Ansprache von Kirrahe auf Virmire musste ich einmal die Audiodateien extra synchronisieren weil mich die Hintergrundmusik extrem gestört hat.

 

 

Um mit etwas abzuschließen, was in diesen Thread gehört: Einerseits hat ME3 an sich viele Schwächen, die mir ohne das Ende nicht aufgefallen wären. Ich hätte drüber hiweggesehen, wie bei den anderen beiden Teilen auch. Andererseits gucken viele gar nicht mehr auf den Rest, sondern haben mit dem Ende genug zu tun. Fluch und Segen gleichzeitig - wer hätte das gedacht?

 

Ich finde das Gameplay von ME3 eigentlich von allen drei Teilen am besten, das einzige was ein bisschen stört ist, dass die Dialoge zu sehr reduziert worden sind (zuviele automatische Dialoge) bzw. man zu oft dazu gezwungen wird entweder die Paragon oder Renegade Antwort zu wählen.



#28815
Autoola

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Die ersten Durchgänge habe ich natürlich auch immer auf Deutsch gespielt, aber mit den Jahren sind die Kenntnisse natürlich besser geworden und man kennt irgendwann sowieso jeden Dialog auswendig  :lol:

Wenn ich den Status erreicht habe, werde ich auch zu Englisch wechseln. Durchgängige Voiceactors, passende Lippenbewegungen und (hoffentlich) besser abgestimmte Sounds sind doch verlockend. Werde die "Geht" natürlich vermissen.  :)  Aber habe gerade die Jondum Bau-Quest gemacht und das ständig Sheps Antworten ausfaden, obwohl sie noch nicht mal beendet sind, nervt unfassbar. Bei der Heilung der Genophage überlappen die Kommentare von Eve/Wrex und meinen Squads. Lauter so Kleinigkeiten. Und am besten finde ich die Sequenz im Ninmah-Cluster: Shep und Squadis stehen rum und die Dialoge umschreiben einen Einsturz. Herrlich! Kann gar nicht glauben, dass sie da vergessen haben eine Cutszene einzubauen. Wenn du an der Stelle mit deinem Film bist, bin ich gespannt. ;)

Ich mag die erste Shepstimme allerdings. Die zweite ist auch gut, keine Frage, aber sie ist mir persönlich ein bisschen zu grob (mir fällt gerade kein passenderes Adjektiv ein).

Ich finde das Gameplay von ME3 eigentlich von allen drei Teilen am besten, das einzige was ein bisschen stört ist, dass die Dialoge zu sehr reduziert worden sind (zuviele automatische Dialoge) bzw. man zu oft dazu gezwungen wird entweder die Paragon oder Renegade Antwort zu wählen.
Also die Leertastenzigfachbelegung kommt mir leider nicht entgegen. Ansonsten bin ich da neutral. Habe mehr mit der Story an sich bzw. verschiedenen Details (natürlich erst nach genauerem Hinsehen, nicht beim 1.Durchgang) Probleme. Aber natürlich sind keine davon Grund genug, nicht trotzdem begeistert von der Geschichte zu sein. Einerseits sind die automat. Dialoge mehr geworden und es findet mehr Interaktion zwischen den Leuten statt, andererseits ist man selbst eingeschränkter und hat weniger Optionen. Letzteres finde ich auch schade. Gerade was die potentiellen LI betrifft, wünschte ich mir manchmal neben "Ich muss jetzt gehen. Lass mich in Ruhe" und "Ich liebe dich" ein "Du bist nett. Lass uns Freunde sein".


#28816
mCmuFFeL

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 Und am besten finde ich die Sequenz im Ninmah-Cluster: Shep und Squadis stehen rum und die Dialoge umschreiben einen Einsturz. Herrlich! Kann gar nicht glauben, dass sie da vergessen haben eine Cutszene einzubauen. Wenn du an der Stelle mit deinem Film bist, bin ich gespannt. ;)

 

Meinst du die Grunt/Rachni Mission? Ich kann mich auf jeden Fall erinnern diesen Bug auch schon mal gehabt zu haben aber beim letzten Mal habe ich den Einsturz gesehen da heißt es dann wohl wiederholen bis es klappt. Werde nach ME2 denke ich erstmal wieder ein Päuschen einlegen, auch wenn ich bei ME3 gerne mal versuchen würde ein Ende mit MEHEM zu schneiden und vllt. noch besser zu machen.



#28817
Prinz_EugenvonderZone

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Ich hab mir persönlich immer gedacht das Mass Effect mit dem Citadel DLC enden hätte sollen.

Bzw. Hätte ich immer gerne gewusst wo der Mann und der Junge sind und wer das ist.

#28818
Autoola

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Meinst du die Grunt/Rachni Mission? Ich kann mich auf jeden Fall erinnern diesen Bug auch schon mal gehabt zu haben aber beim letzten Mal habe ich den Einsturz gesehen da heißt es dann wohl wiederholen bis es klappt. Werde nach ME2 denke ich erstmal wieder ein Päuschen einlegen, auch wenn ich bei ME3 gerne mal versuchen würde ein Ende mit MEHEM zu schneiden und vllt. noch besser zu machen.

Wie, ein Bug? Ich spiel das schon zum (glaube) 4.Mal und ich habe da noch nie einen Einsturz gesehen. Muss ich die ganze Mission einfach wiederholen oder nur mal öfter neuladen oder wie löse ich das Problem? Habe bei Google jetzt nichts gefunden, außer dass es andere Leute auch betrifft.

 

 

Ich hab mir persönlich immer gedacht das Mass Effect mit dem Citadel DLC enden hätte sollen.

Bzw. Hätte ich immer gerne gewusst wo der Mann und der Junge sind und wer das ist.

Du meinst dieses Zusatzende nach den Credits? Das habe ich eh nicht ganz verstanden. Der Mann spricht von der Raumfahrt als wäre es irgendwas Tolles in ferner Zukunft, dabei ist sie doch bereits im Gange.



#28819
mCmuFFeL

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Wie, ein Bug? Ich spiel das schon zum (glaube) 4.Mal und ich habe da noch nie einen Einsturz gesehen. Muss ich die ganze Mission einfach wiederholen oder nur mal öfter neuladen oder wie löse ich das Problem? Habe bei Google jetzt nichts gefunden, außer dass es andere Leute auch betrifft.

Habe des Rätsels Lösung, den Bug gibts nur mit der deutschen Tonspur, warum auch immer.

Hier der Einsturz im Original http://youtu.be/C4EjHYacvVs?t=4m57s

Deswegen kam mir das auch bekannt vor.



#28820
Autoola

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Vielen Dank! Noch ein Grund auf Englisch zu spielen. :)



#28821
Antarius1987

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Ja schon lange ;) in der Zwischenzeit schon wieder von vorne angefangen, bin jetzt gerade dabei mein Mass Effect Film Projekt fortzuführen bzw. wieder von vorn zu beginnen. Kannst ja mal reinschauen hier: https://www.youtube....YeT4yub8bUsxUuf und hier https://www.youtube....7075236DA2D23E8

 

Zu MEHEM und CEM:

Wunderschön, qualitativ ist es natürlich nicht perfekt, aber für eine Fan-Umsetzung einfach bombastisch. Wenn ich überlege wie schön es gewesen wäre wenn BioWare es genau so gemacht hätte, man hätte sich sehr sehr viel Ärger erspart. Das Problem, bei mir jedenfalls, ist das ich IMMER das Original Ende im Hinterkopf hatte und immer haben werde.

Der Citadel DLC nach dem Ende haut es dann aber vollkommen raus, weil einfach diese Lockerheit so schön passt. Der letzte Dialog war bei mir dann leider nicht lippensynchron weil natürlich was rausgeschnitten werden musste, aber ansonsten perfekt!

 

Absolute Empfehlung die beiden Mods!

 

Das ganze ist natürlich alles nur auf Englisch spielbar aber das mache ich sowieso immer bei ME. Wie siehts da bei dir aus?

 

Habs mir gerade auf Youtube angesehen, echt nice. ^^

>.< dennoch wäre ich über German sub glücklich. xD

Und so lange es nicht canonen Ende wird werde ich Me3 nicht mal mehr mit ner Kneifzange anfassen.

Bin ja mal auf ME 4 gespannt welches der drei Enden sie dort nehmen werden. Soweit ich es verstanden hatte spielt es ja nach ME3.