Deschi wrote...
Morgen, wollte Euch mit etwas Frontpost versorgen.
www.ingame.de/playstation/165893/games-essen-seele-auf-mass-effect-3-wehret-den-enden/
Der Artikel ist auch eher kritisch, was die Fanreaktionen und die Forderugn nach einem neuen Ende angeht aber vor allem deswegen, weil befürchtet wird, dass dann irgendwann tatsächlich nur noch "Mainstreamstorys" mit "Mainstreamenden" veröffentlicht werden... irgendwie ja auch nicht falsch der Gedanke.
Denke ja inzwischen, dass das Ende von der mysteriösen und offen interpretierbaren Grundidee gar nicht so falsch ist... aber irgendwie bei Filmen/Serien wie Lost Highway, Mulholland Drive, Blade Runner, 2002, Twin Peaks hatte ich trotz der offenen Fragen das Gefühl, die Geschichte ist irgendwie zu Ende und alles lief auf dieses Ende zu. Das fehlt mir irgendwie bei ME3 auch nach erneutem durchspielen.
Irgendwie ist Spiel für so ein Ende nicht richtig "vorbereitet" gewesen und müsste, trotz des Stilbruches, sich besser ins Gesamtspiel einzügen und zumindest die nicht gewollten Plotholes schließen.
mein Kommentar dazu:
Ok zusammengefasst:
Alle die das haben wollen, was ihnen versprochen wurde, sind "arrogant, gierig, selbstgerecht, dreist und unverschämt"? sehr guter anfang, wirkt schonmal sehr proffesionell.
Es war von Anfang an klar, dass es nur eine "no-win" Option gibt? Nein, mir war überhaupt nicht klar, das es nur eine "no-win" option gibt. Genaugenommen wurde in dem spiel von Anfang bis Ende suggeriert, dass man die Galaxie auf seine Weise retten kann. Das die eigenen Aktionen irgendeinen Einfluss am Ende haben. Das wurde auch in diversen Interviews kurz vor release bekräftigt.
Wo ist das Spiel bitte Konsequent? Es war nie klar, dass Shepard am Ende sterben muss, zusammen mit dem ganzen Universum und allen Spezies, die man eigentlich retten wollte. Er war nie eine klassische tragische Figur, die sterben muss, damit die Geschichte und die Moral dahinter funktionieren kann. Das er an der Aufgabe scheitern kann, das kann passieren, aber es ist nich zwingend notwendig.
Das andere Spiele es auch nicht besser machen ist natürlich das beste Argument. Na, wenn andere Entwickler das auch nicht besser machen, dann haben wir ja keinen Grund uns aufzuregen. Um mal ein paar Beispiele rauszupicken, Half Life 2 konnte ruhig einen Cliffhanger am Ende haben, die Geschichte war nicht abgeschlossen und das machte höchstens Lust auf mehr. Das gilt auch für die Modern Warfare Reihe und deren dritter Teil schließt nicht auf nen Cliffhanger ab, sondern hat ein Ende was alles beantwortet. Bei Mass Effect weiß man, dass die Trilogie mit dem letzten Teil jetzt abgeschlossen ist, es kommen höchstens noch ein paar DLCs.
So Blockbuster wie "Kane and Lynch 2" haben natürlich im Vorfeld genausoviel Erwartung geweckt wie Mass Effect... nicht!
Bei Kane and Lynch wars mir dermaßen egal. Ich hab das Spiel durchgespielt und davor, dabei und danach nicht weiter drüber nachgedacht/nachdenken müssen. Mass Effect wird seit bald 6 Jahren gespielt und ist vom Gameplay her über hunderte Stunden darauf ausgelegt sich emotional an die Charaktäre zu binden, also was völlig anderes als Kane and Lynch.
Mass Effect hatte/hat die Chance, die SciFi Trilogie unserer Generation zu werden. Das "Star Wars" des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrtausends. Aber nicht ohne würdigen Abschluss. Star Wars wäre auch kein Erfolg gewesen, wenn der Abschluss eingeblendet worden wäre, nachdem Vader den Imperator diesen Schacht runtergeworfen hat.
Ich könnte alle ihre Beispiele so durchgehen, aber das solls erstmal gewesen sein. Schönen tach noch.