Das jetzt plötzlich so viele auf den künstlerische Freiheit Trip aufsteigen ist schon komisch.
Im großen und ganzen ist es ja sogar korrekt, natürlich darf ich als "Künstler" mein Lied, Buch, Film, Computerspiel enden lassen, indem ein Zauberpony aus einem Busch springt und sagt: "Ende, denk dir den Rest".
Allerdings muß der "Künstler", wenn er das Werk dann der Öffentlichkeit zugänglich macht mit der Kritik leben und dann auch zu seiner Entscheidung stehen und nicht nur irgendwelches wischi waschi von sich geben.
Oder eben das Werk überarbeiten (was uns hier in diesem Fall sicher allen lieber wäre).
Und wenn er seine Kunst nunmal millionenfach verkaufen möchte, muß er sich halt auch einfach nach dem Geschmack der Massen beugen.
Weil zu sagen, mein Werk ist Kunst und deshalb müsst ihr es kaufen klappt halt numal nicht, spätestens beim nächsten Produkt wird der Teil der Leute, denen die Werke nicht gefallen haben sie eben nicht mehr kaufen.
Als börsennotierte AG, wie EA/BW bei der es ja hauptsächlich um Gewinn geht, würd ich also nicht versuchen mich mit künstlerischer Freiheit rauszureden und u.U. mein Werk anzupassen, wenn ich auch das nächste Produkt wieder millionenfach verkaufen möchte.
Es ist ja nicht so, das es so etwas nicht schon immer geben hätte, viele z.B. Portraits die in Museen hängen und heute als große Kunst gelten, waren damals Auftragsarbeiten und wenn die dem Kunden nicht gepasst haben, wurden die eben geändert oder es gab kein Geld dafür.
Allerdings, egal was BW wichtiger ist (künstlerische Freiheit oder viele Verkäufe ihrer weiteren Produkte) sie sollen endlich mal dazu stehen und nicht drum herum reden.
Das ist noch viel nerviger als dieses Ende von ME3.