Nur mal so nebenbei...
In Bezug auf das Interview, wo Bioware seinen Unmut über die gemachte Kritik verleiht und anführt, daß man ja auch JK Rowling wegen Harry Potter nicht zu einem anderen Ende überreden könnte. Dies sei ein Kunstwerk und liege vollkommen in der Verantwortung des Künstlers.
Dazu möchte ich folgendes anmerken:
Ich selbst bin als Zeichner für Illustrationen und Grafiknovellen verantwortlich. Ich kriege einen Auftrag, der klar darlegt, was der Kunde haben will. Wenn ich nun etwas anderes mache als bestellt, oder meine Arbeit der Bestellung des Kunden nicht entspricht, krieg ich kein Geld und muss die Sache überarbeiten. Egal was ich denke, wie sehr ich meine Version schätze, ich muss das machen, was der Kunde bestellt hat, so wie er/sie es sich vorstellt. Ich kann nicht einfach einen Elf machen, obwohl der Kunde einen Zwerg bestellt hat.
Im übertragenden Sinne ist die Spielerkommunity, besonders die Bioware-community hier der Auftraggeber. Wir haben durch die Foren dargelegt, wie wir uns ME 3 wünschen und zwar bevor das Spiel erschien. Und unsere Bestellung ist nicht angenommen worden, bzw. verändert worden.
Das mag jetzt nicht für alle zutreffen, und auch nicht für das ganze Spiel, aber Tatsache ist, daß ein hoher Prozentsatz eben mit dem Ergebnis in Bezug auf die Enden unzufrieden ist. So gesehen wurde der Auftrag nicht erfüllt.
Wobei ich hier eine Einschränkung machen muss: für Bioware ist natürlich EA der Kunde, aber wir sind es für EA und damit auch letztlich für Bioware (nur zur Klarstellung).
Ich will hier auch nicht übertreiben. Ich möchte nur, daß Bioware die Reaktionen der Community versteht, wobei ich Ihnen recht gebe: Persönliche Beleidigungen sind echt die unterste Schublade und die betreffenden sollte echt die Klappe halten. So geht's nun wirklich nicht.
Kunst liegt im Auge des Betrachters und für viele von uns sind eben diese Enden keine Kunst.
Bleibt senkrecht alle zusammen