LillyRascal
danke euch freut mich immer wen meine Ideen wem gefallen ^^
Modifié par Knowing21, 12 mars 2012 - 03:46 .
Modifié par Knowing21, 12 mars 2012 - 03:46 .
Cloudsbrother wrote...
@Kulin
Du fragst also ob jemand ein Ende "sehen" möchte in dem ein Held alles gegeben hat und dem nun auch mal was schönes passiert?
Ja verdammt das will ich.
D.h. die sind zumindest etwas objektiver. Spielemagazine sind immer abhängig von den Spieleherstellern. Verscherz es dir mit einem Hersteller, und du bekommst von ihm aus vor dem Release kein Exemplar mehr zum Testen, was je nach Titel sicherlich die Kunden dazu bringen könnte andere Magazine zu kaufen. Was denkt ihr, wieso manche Magazine schon davon sprechen, dass Leute wie wir "Baby Patch 1.01" fordern? Abhängigkeit.LillyRascal wrote...
http://www.forbes.co...-mass-effect-3/
interessant, Wirtschaftsmagazin und sowas lesen die Aktionäre...
LillyRascal wrote...
http://www.forbes.co...-mass-effect-3/
interessant, Wirtschaftsmagazin und sowas lesen die Aktionäre...
Cloudsbrother wrote...
@Kulin
Du fragst also ob jemand ein Ende "sehen" möchte in dem ein Held alles gegeben hat und dem nun auch mal was schönes passiert?
Ja verdammt das will ich.
Was ich bei diesem kryptischen Diabolus Ex Machina Ende von
Mass Effect 3 problematisch finde ist die Tatsache, dass der Stil dieses
Endes nicht zum Rest der Trilogie passt und sogar in ein völlig anderes Genre
abdriftet (ab dem Moment, in dem Shepard mit der Plattform zum Catalyst
aufsteigt). Ich hoffe, euch schreckt der folgende Roman nicht ab, aber ich muss
das etwas ausarbeiten, um meinen Punkt deutlich zu machen.
Zuerst stellt sich mir die Frage: Was definiert, charakterisiert Mass
Effect (für mich)?
Die Mass Effect Trilogie war für mich persönlich, dass meine
Shepard mit meinen Entscheidungen das Schicksal dieser Galaxis
beeinflusst und bestimmt. Bioware betonte wieder und wieder, dass die
Entscheidungsvielfalt, die Freiheit, selbst zu bestimmen, was mit den Figuren,
den Spezies, der gesamten bekannten Galaxis passiert, das ist, was Mass Effect
ausmacht und so großartig macht.
Und das war bis zum Schluss von Mass Effect 3 auch absolut der Fall.
Ich war es, die Shepards Geschichte komplett beeinflussen konnte, die
bestimmen durfte, ob Shepard ein Ritter in weißer Rüstung, ein grausames
Monster, oder ein stinknormaler Mensch mit Gewissenskonflikten ist. Ich durfte
Sidequests ablehnen oder annehmen, Hilflosen helfen oder nachtreten, die
Bösewichte bestrafen oder mich von ihnen für mein Schweigen bzw. Nichtstun
großzügig bezahlen lassen, tolerant oder rassistisch sein, Shepard eine
geliebte Person an die Seite stellen oder alleine bleiben, tiefe Freundschaften
mit Loyalität bis in den Tod knüpfen oder meine Crewmitglieder beschimpfen und
zur Schnecke machen. Ich durfte die Allianz und Cerberus, den Citadelrat und
Politiker bewerten. Ich durfte bestimmen, ob Shepard lustig, frustriert,
wütend, verzweifelt, hoffnungsvoll oder hoffnungslos, verliebt ist. Ich konnte
beeinflussen, wer die beschwerliche Reise überlebt, wer von Shepard aus dem Weg
geräumt wird und wer sich aufopfern muss.
Und ich durfte die Antagonisten Saren, Sovereign, die Geth, Harbinger, die
Collectors und wenn es mir beliebte auch Cerberus und den Illusive Man besiegen
und mich mit meiner Crew erschöpft, aber siegreich zurücklehnen und sagen können:
"Wir haben es geschafft."
Und ich musste mit diesen getroffenen Entscheidungen leben. Und manche davon
waren ein notwendiges Übel, manche habe ich so sehr bereut, dass ich weindend
und schluchzend vor meinem Monitor saß. Aber selbst dann durfte ich Shepard
sagen lassen: "Es ist meine Schuld, dass sie tot ist." Andere
Entscheidungen haben lieb gewonnenen Figuren verloren geglaubte Hoffnung
zurückgegebe, das Leben gerettet, sogar ganze Spezies in jahrhundertelangem
Streit wieder zusammengeführt.
Mass Effect war meine Geschichte. Bioware hat mir die Möglichkeit
gegeben, das Schicksal einer ganzen Galaxis selbst zu formen.
Wie kommt dieser Faktor im Mass Effect 3 Ende zur Geltung?
Die schlichte Antwort lautet leider: So gut wie gar nicht.
Im Laufe des dritten Teils wirken sich die in Teil 1 und 2 getroffenen
Entscheidungen, sogar einzelne Dialogoptionen auf das komplette Mass Effect 3
aus, was so versprochen und so erwartet und so auch zufriedenstellend erfüllt
wurde. Aber das eigentliche Ende bleibt fast gänzlich unberührt.
Sicherlich spielt die effektive Stärke der War Assets eine Rolle, ob Shepard
oder Anderson am Ende überleben und auch meine Dialogauswahl beeinflusst, ob
sich der Illusive Man selbst das Leben nimmt oder ob Shepard ihn töten muss.
Aber keine einzige Entscheidung und auch nicht die War Assets beeinflussen in
irgendeiner Weise, was nach der Begegnung mit dem Catalyst geschieht.
In Teil 1 musste jeder Saren, Sovereign und die Geth bezwingen, in Teil
2 musste jeder von uns die Collector Base zerstören oder für den
Illusive Man intakt lassen, also ist es auch in Ordnung, dass wir uns in Teil 3
für die Zerstörung oder Kontrolle der Reaper entscheiden müssen oder die
Synthese wählen. Es besteht kein Bruch zu den beiden Vorgängern. Das Problem
besteht aber darin, dass jede dieser drei Optionen in ihrem Kern identisch
sind: bei jeder Option bleibt organisches Leben zurück (in welchem Ausmaß
wissen wir nicht, in einer Option ist es eine Mischung aus
organisch-synthetischem Leben), die Mass Relays vernichtet, die Normandy landet
auf einem nicht näher bekannten Dschungelplaneten, der Stargazer erzählt dem
Kind die Legende von Shepard. Was sich in den Optionen unterscheidet: die
Reaper gehen oder werden zerstört, Shepard und Anderson leben oder sterben bzw.
steigen zu einem transhumanen Wesen auf.
Und egal, wie ich mich entscheide: Was konkret mit Shepards Begleitern,
den diversen Spezies und der Galaxis im Detail passiert, bleibt im Dunkeln. All
das, was mich im Laufe dieser Trilogie maßgeblich interessiert und beschäftigt
hat, das, was die Trilogie so emotional, so dramatisch, so tragisch macht und
mich zum Lachen, Weinen und Fluchen gebracht hat, spielt plötzlich keine Rolle
mehr. Alle Entscheidungen, die ich getroffen habe, um diese Galaxis zu einer
besseren, stärkeren, friedlicheren zu machen, ist für die Katz. All die Leben
die ich gerettet habe, all die, die ich geopfert habe, besitzen keinerlei
Relevanz mehr. Völlig umsonst habe ich die Kroganer und Turianer bzw. die
Quarianer und Geth Frieden schließen lassen, denn von ihrer Heimat, der
Galaxis, ihrer Spezies bleibt kaum was übrig, egal wie ich mich entscheide.
Die Freiheit, die Entscheidungsvielfalt, die Bioware uns versprochen und
gegeben und die die gesamte Trilogie bis dato definiert hat, existiert im
Epilog nicht mehr. Der Stil ist gebrochen.
Zusammengefasst heißt das in meinen Augen:
Die Effect Trilogie ermöglicht es dem Spieler, die gesamte Geschichte
maßgeblich zu beinflussen, die Beziehungen und den sozialen Umgang zwischen Shepard
und den Figuren zu bestimmen, das politische Mit- und Gegeneinander der Spezies
zu prägen, das ganze Bild der Galaxis neu zu formen und zu bemalen und in
Teil 1 und 2 ein gutes Ende zu erreichen. Die Atmosphäre des Spiels wird
zwar mit jedem Teil zunehmend düsterer, hoffnungsloser, verzweifelter, aber
Shepard gelingt es stets, das Unmögliche zu schaffen. Der Grundton des Sci-Fi
ist realistisch.
In Mass Effect 3 dagegen driftet das Ende ab der Plattformsequenz zu einer
negativ behafteten, kryptischen-philosphischen Organics vs. Synthetics
Problematik auf, im Laufe derer man ähnlich wie in I Robot, Battlestar
Galactica oder Deux Ex mit einer KI darüber philosophieren darf, ob das, was
die Reaper tun, gerechtfertigt ist oder nicht. Sicherlich tritt diese Thematik
mit den Geth und EDI bereits vorher auf, allerdings ohne unrealistische
Space Magic.
Mass Effect war bisher ein realistisches Sci-Fi mit einigen
Fanservice-Elementen wie blauen Sexaliens oder der Deux Ex Materie Element
Zero, die all diese Technologie und Biotik überhaupt erst ermöglicht. Aber der
Grundton war Realismus und wurde auch physikalisch-chemisch realistisch
erklärt. Plötzlich aber darf Shepard sich in einen weißen Strahl werfen und
alles organische Leben mit synthetischem verschmelzen lassen (mir möge das
einer wissenschaftlich erklären!). Entscheidet man sich für die beiden anderen
Optionen, macht es keinen Sinn, wieso eine Superwaffe, die von den
Protheanern und ihren Vorgängern entwickelt wurde, in Kombination mit dem
Catalyst, der zu den Reapern gehört, mir die Möglichkeit gibt, alles
synthetische Leben zu zerstören und nicht nur die Reaper (denn für die und
nicht KI allgemein war das gedacht). Und dass die drei Entscheidungen in Form
von drei physikalischen Wegen mit zwei Maschinen bzw. einem Lichtstrahl am Ende
präsentiert werden ist auch ziemlich surreal.
Die Frage ist hierbei also: Wollten die Spieler so ein im Grundton und Stil
völlig anderes Ende oder wollten sie lieber ein klassisches Ende, in dem die
Reaper zerstört und alle glücklich werden oder die Reaper die gesamte Galaxis
abernten und keiner mehr übrig bleibt?
Mir bleibt daher nur eine einzige Interpretation: Entweder hat Bioware völlig
grundlos und enttäuschend den Grundstil der Mass Effect Trilogie und ihres Sci-Fis
geändert oder Shepard erlebt dieses Gespräch mit dem Catalyst nicht wirklich.
Ob es sich um einen Traum oder Indoktrinierung handelt sei hierbei
dahingestellt.
So oder so ist dieses Ende im Hinblick auf die oben erläuterten Charakteristika
von Mass Effect ein nicht passendes, fremdes Ende mit bitterem Beigeschmack.
Modifié par Matt_gekko88, 12 mars 2012 - 04:04 .
Matt_gekko88 wrote...
Klasse Beitrag (nicht von mir und aus einem anderen Forum). Bitte durchlesen:Was ich bei diesem kryptischen Diabolus Ex Machina Ende von
Mass Effect 3 problematisch finde ist die Tatsache, dass der Stil dieses
Endes nicht zum Rest der Trilogie passt und sogar in ein völlig anderes Genre
abdriftet (ab dem Moment, in dem Shepard mit der Plattform zum Catalyst
aufsteigt). Ich hoffe, euch schreckt der folgende Roman nicht ab, aber ich muss
das etwas ausarbeiten, um meinen Punkt deutlich zu machen.
Zuerst stellt sich mir die Frage: Was definiert, charakterisiert Mass
Effect (für mich)?
Die Mass Effect Trilogie war für mich persönlich, dass meine
Shepard mit meinen Entscheidungen das Schicksal dieser Galaxis
beeinflusst und bestimmt. Bioware betonte wieder und wieder, dass die
Entscheidungsvielfalt, die Freiheit, selbst zu bestimmen, was mit den Figuren,
den Spezies, der gesamten bekannten Galaxis passiert, das ist, was Mass Effect
ausmacht und so großartig macht.
Und das war bis zum Schluss von Mass Effect 3 auch absolut der Fall.
Ich war es, die Shepards Geschichte komplett beeinflussen konnte, die
bestimmen durfte, ob Shepard ein Ritter in weißer Rüstung, ein grausames
Monster, oder ein stinknormaler Mensch mit Gewissenskonflikten ist. Ich durfte
Sidequests ablehnen oder annehmen, Hilflosen helfen oder nachtreten, die
Bösewichte bestrafen oder mich von ihnen für mein Schweigen bzw. Nichtstun
großzügig bezahlen lassen, tolerant oder rassistisch sein, Shepard eine
geliebte Person an die Seite stellen oder alleine bleiben, tiefe Freundschaften
mit Loyalität bis in den Tod knüpfen oder meine Crewmitglieder beschimpfen und
zur Schnecke machen. Ich durfte die Allianz und Cerberus, den Citadelrat und
Politiker bewerten. Ich durfte bestimmen, ob Shepard lustig, frustriert,
wütend, verzweifelt, hoffnungsvoll oder hoffnungslos, verliebt ist. Ich konnte
beeinflussen, wer die beschwerliche Reise überlebt, wer von Shepard aus dem Weg
geräumt wird und wer sich aufopfern muss.
Und ich durfte die Antagonisten Saren, Sovereign, die Geth, Harbinger, die
Collectors und wenn es mir beliebte auch Cerberus und den Illusive Man besiegen
und mich mit meiner Crew erschöpft, aber siegreich zurücklehnen und sagen können:
"Wir haben es geschafft."
Und ich musste mit diesen getroffenen Entscheidungen leben. Und manche davon
waren ein notwendiges Übel, manche habe ich so sehr bereut, dass ich weindend
und schluchzend vor meinem Monitor saß. Aber selbst dann durfte ich Shepard
sagen lassen: "Es ist meine Schuld, dass sie tot ist." Andere
Entscheidungen haben lieb gewonnenen Figuren verloren geglaubte Hoffnung
zurückgegebe, das Leben gerettet, sogar ganze Spezies in jahrhundertelangem
Streit wieder zusammengeführt.
Mass Effect war meine Geschichte. Bioware hat mir die Möglichkeit
gegeben, das Schicksal einer ganzen Galaxis selbst zu formen.
Wie kommt dieser Faktor im Mass Effect 3 Ende zur Geltung?
Die schlichte Antwort lautet leider: So gut wie gar nicht.
Im Laufe des dritten Teils wirken sich die in Teil 1 und 2 getroffenen
Entscheidungen, sogar einzelne Dialogoptionen auf das komplette Mass Effect 3
aus, was so versprochen und so erwartet und so auch zufriedenstellend erfüllt
wurde. Aber das eigentliche Ende bleibt fast gänzlich unberührt.
Sicherlich spielt die effektive Stärke der War Assets eine Rolle, ob Shepard
oder Anderson am Ende überleben und auch meine Dialogauswahl beeinflusst, ob
sich der Illusive Man selbst das Leben nimmt oder ob Shepard ihn töten muss.
Aber keine einzige Entscheidung und auch nicht die War Assets beeinflussen in
irgendeiner Weise, was nach der Begegnung mit dem Catalyst geschieht.
In Teil 1 musste jeder Saren, Sovereign und die Geth bezwingen, in Teil
2 musste jeder von uns die Collector Base zerstören oder für den
Illusive Man intakt lassen, also ist es auch in Ordnung, dass wir uns in Teil 3
für die Zerstörung oder Kontrolle der Reaper entscheiden müssen oder die
Synthese wählen. Es besteht kein Bruch zu den beiden Vorgängern. Das Problem
besteht aber darin, dass jede dieser drei Optionen in ihrem Kern identisch
sind: bei jeder Option bleibt organisches Leben zurück (in welchem Ausmaß
wissen wir nicht, in einer Option ist es eine Mischung aus
organisch-synthetischem Leben), die Mass Relays vernichtet, die Normandy landet
auf einem nicht näher bekannten Dschungelplaneten, der Stargazer erzählt dem
Kind die Legende von Shepard. Was sich in den Optionen unterscheidet: die
Reaper gehen oder werden zerstört, Shepard und Anderson leben oder sterben bzw.
steigen zu einem transhumanen Wesen auf.
Und egal, wie ich mich entscheide: Was konkret mit Shepards Begleitern,
den diversen Spezies und der Galaxis im Detail passiert, bleibt im Dunkeln. All
das, was mich im Laufe dieser Trilogie maßgeblich interessiert und beschäftigt
hat, das, was die Trilogie so emotional, so dramatisch, so tragisch macht und
mich zum Lachen, Weinen und Fluchen gebracht hat, spielt plötzlich keine Rolle
mehr. Alle Entscheidungen, die ich getroffen habe, um diese Galaxis zu einer
besseren, stärkeren, friedlicheren zu machen, ist für die Katz. All die Leben
die ich gerettet habe, all die, die ich geopfert habe, besitzen keinerlei
Relevanz mehr. Völlig umsonst habe ich die Kroganer und Turianer bzw. die
Quarianer und Geth Frieden schließen lassen, denn von ihrer Heimat, der
Galaxis, ihrer Spezies bleibt kaum was übrig, egal wie ich mich entscheide.
Die Freiheit, die Entscheidungsvielfalt, die Bioware uns versprochen und
gegeben und die die gesamte Trilogie bis dato definiert hat, existiert im
Epilog nicht mehr. Der Stil ist gebrochen.
Zusammengefasst heißt das in meinen Augen:
Die Effect Trilogie ermöglicht es dem Spieler, die gesamte Geschichte
maßgeblich zu beinflussen, die Beziehungen und den sozialen Umgang zwischen Shepard
und den Figuren zu bestimmen, das politische Mit- und Gegeneinander der Spezies
zu prägen, das ganze Bild der Galaxis neu zu formen und zu bemalen und in
Teil 1 und 2 ein gutes Ende zu erreichen. Die Atmosphäre des Spiels wird
zwar mit jedem Teil zunehmend düsterer, hoffnungsloser, verzweifelter, aber
Shepard gelingt es stets, das Unmögliche zu schaffen. Der Grundton des Sci-Fi
ist realistisch.
In Mass Effect 3 dagegen driftet das Ende ab der Plattformsequenz zu einer
negativ behafteten, kryptischen-philosphischen Organics vs. Synthetics
Problematik auf, im Laufe derer man ähnlich wie in I Robot, Battlestar
Galactica oder Deux Ex mit einer KI darüber philosophieren darf, ob das, was
die Reaper tun, gerechtfertigt ist oder nicht. Sicherlich tritt diese Thematik
mit den Geth und EDI bereits vorher auf, allerdings ohne unrealistische
Space Magic.
Mass Effect war bisher ein realistisches Sci-Fi mit einigen
Fanservice-Elementen wie blauen Sexaliens oder der Deux Ex Materie Element
Zero, die all diese Technologie und Biotik überhaupt erst ermöglicht. Aber der
Grundton war Realismus und wurde auch physikalisch-chemisch realistisch
erklärt. Plötzlich aber darf Shepard sich in einen weißen Strahl werfen und
alles organische Leben mit synthetischem verschmelzen lassen (mir möge das
einer wissenschaftlich erklären!). Entscheidet man sich für die beiden anderen
Optionen, macht es keinen Sinn, wieso eine Superwaffe, die von den
Protheanern und ihren Vorgängern entwickelt wurde, in Kombination mit dem
Catalyst, der zu den Reapern gehört, mir die Möglichkeit gibt, alles
synthetische Leben zu zerstören und nicht nur die Reaper (denn für die und
nicht KI allgemein war das gedacht). Und dass die drei Entscheidungen in Form
von drei physikalischen Wegen mit zwei Maschinen bzw. einem Lichtstrahl am Ende
präsentiert werden ist auch ziemlich surreal.
Die Frage ist hierbei also: Wollten die Spieler so ein im Grundton und Stil
völlig anderes Ende oder wollten sie lieber ein klassisches Ende, in dem die
Reaper zerstört und alle glücklich werden oder die Reaper die gesamte Galaxis
abernten und keiner mehr übrig bleibt?
Mir bleibt daher nur eine einzige Interpretation: Entweder hat Bioware völlig
grundlos und enttäuschend den Grundstil der Mass Effect Trilogie und ihres Sci-Fis
geändert oder Shepard erlebt dieses Gespräch mit dem Catalyst nicht wirklich.
Ob es sich um einen Traum oder Indoktrinierung handelt sei hierbei
dahingestellt.
So oder so ist dieses Ende im Hinblick auf die oben erläuterten Charakteristika
von Mass Effect ein nicht passendes, fremdes Ende mit bitterem Beigeschmack.
Cloudsbrother wrote...
@Matt_Gekko
Ja der Beitrag is echt treffend.