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Der schonungslose "wir mögen das Ende nicht"-Spoiler Thread


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28820 réponses à ce sujet

#1376
Knowing21

Knowing21
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@Cloudsbrother / 
LillyRascal 

danke euch freut mich immer wen meine Ideen wem gefallen ^^

Modifié par Knowing21, 12 mars 2012 - 03:46 .


#1377
Jago360

Jago360
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Cloudsbrother wrote...

@Kulin

Du fragst also ob jemand ein Ende "sehen" möchte in dem ein Held alles gegeben hat und dem nun auch mal was schönes passiert?

Ja verdammt das will ich.


/ sign

#1378
Pain87

Pain87
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Habt ihr den Artikel im Wirtschaftsmagazin gelesen?:D Ich find den richtig gut.....

But since their partnership with EA, faith in their brand has steadily dropped as fans see them as being slowly corrupted by the “evil empire” and today far from the company they once were.

Hehe der Satz sit richtig gut:=)
Vor allem schreiben die in ihrem Bericht, das viele Spieler 95% des Spieles mögen:D

Though many players enjoy 95% of the title, there is a great deal of frustration with the end of the game. So much so, almost all fan forums devoted to Mass Effect are talking about what a letdown it was as players begin to finish the 30 hour epic.

Without giving too much away, the issue is that after 100 hours of story driven gameplay across three games, the end is split into three rather nonsensical choices, and picking each of them results in largely the same ending which is light on resolution and not what most fans were looking for from their beloved series. One fan aptly described it as if Star Wars was wrapped up with the final moments of 2001: A Space Odyssey.

Ziemlich treffend

#1379
Knowing21

Knowing21
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@Pain87

ziemlich treffen, ja das dachte ich mir auch als ich das gelesen hab !!

#1380
oh.Snake

oh.Snake
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LillyRascal wrote...

http://www.forbes.co...-mass-effect-3/

interessant, Wirtschaftsmagazin und sowas lesen die Aktionäre...

D.h. die sind zumindest etwas objektiver. Spielemagazine sind immer abhängig von den Spieleherstellern. Verscherz es dir mit einem Hersteller, und du bekommst von ihm aus vor dem Release kein Exemplar mehr zum Testen, was je nach Titel sicherlich die Kunden dazu bringen könnte andere Magazine zu kaufen. Was denkt ihr, wieso manche Magazine schon davon sprechen, dass Leute wie wir "Baby Patch 1.01" fordern? Abhängigkeit.

Ah und ganz ehrlich, lese ich irgendwann von Seitens Bioware oder irgendeines Magazines das ich regelmäßig kaufe, was auch in Richtung "viele Fordern BabyPatch 1.01", dann wird man mich endgültig als Kunden los sein. Leser und Kunden zu beleidigen, weil sie zu den 98% gehören denen das ME3-Ende so gar nicht zusagt, das ist ein NoGo. Wer das bringt bekommt kein Geld mehr von mir.. gut für gewisse US-Magazine, das ich kein Ami bin :P :D

#1381
Pain87

Pain87
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Kennt ihr die Folge von Southpark? Unfair to the 98% xD
Die Folge war zwar blöd, aber das passt grade:=)

#1382
Knowing21

Knowing21
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@oh.Snake ich hab ehrlich gesagt noch nie viel auf spiele Magazine gegeben die bewerten ein spiel meistens eher danach wer am meisten sponsert und nicht ob es gut ist ^^

#1383
Tyreira

Tyreira
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LillyRascal wrote...

http://www.forbes.co...-mass-effect-3/

interessant, Wirtschaftsmagazin und sowas lesen die Aktionäre...


Und ja, wir werden gehört! Zumindest von den Medien. Wäre schön, wenn es auch bei BW ankäme.

#1384
LillyRascal

LillyRascal
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Baby Patch? Ich glaub so wie uns unterstellt wird, das wir das Ende nicht verstehen, verstehen die nicht die Intentionen dahinter.

Fakt ist, 4-5 Jahre mit einem Charakter + dessen Freunden (und verdammt nochmal genau das sind Tali, Garrus und Liara) durch 3 Spiele.. gibt es sonst nicht, gabs auch noch nie in der Art, man trifft Entscheidungen (oder zumindest wird einem vorgegaukelt das man das tut) und noch viel wichtiger man bindet sich emotional.. ich habe schon Bücher nicht mehr weiter gelesen,weil ich mit dem was ich gelesen habe nicht einverstanden war.. und nun, nachdem ich mich nach 4 Jahren sowieso von meinem Charakter verabschieden muss..kann ich dies nicht einmal mit ein bisschen Würde und Würdigung und das ist es, was mich einfach so ankotzt..

#1385
Pain87

Pain87
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Nunja, denk nicht dass das Wirtschaftsmagazin au unserer Seite ist....aber so ein"entrüstungswelle" der spieler, ist für die ein gefundenes Fressen und wer weiß, welche Konkurenz von solchen,scheinbaren, Negativartikeln profitiert

#1386
Kulin

Kulin
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Cloudsbrother wrote...

@Kulin

Du fragst also ob jemand ein Ende "sehen" möchte in dem ein Held alles gegeben hat und dem nun auch mal was schönes passiert?

Ja verdammt das will ich.


Da hast du schon recht. Ob das was passiert nun rein schön oder schlecht ist, hängt von der eigenen Entscheidung ab. Aber etwas mehr darüber, wie es nun weiter geht, wäre schon nett.

Ich hab das Synthese-Ende gewählt und wäre froh, wenn Bioware hier noch einige offene Dinge klar macht. Nur weil ich nun eine Mensch-Maschine bin, heisst das ja nicht, dass diese neue Evolutionsstufe nicht nochmal das gleiche "Chaos" auslöst. Oder doch? Wenn ja: warum? Das würde ich gerne noch wissen.

Ich denke ein DLC, wo man in der Rolle von Joker die Konsequenzen der 3 Enden nochmal erlebt, würde mir gut gefallen. Wäre auch durchaus denkbar, da Joker ja im Prinzip die einzige Konstante in allen möglichen Enden ist. Denn er überlebt IMMER, wie es scheint, selbst wenn die Erde platt gemacht wird.

Sagen wir im Fall der Synthese erlebt man was es heisst eine Mensch-Maschine zu sein. Im Fall der Zerstörung der Reaper, was es bedeutet ganz alleine irgendwo gestrandet zu sein, um sich eine neue Zivilisation ohne allzuviel Technik aufzubauen(mit philosophischem Ausblick auf die nächsten 100.000 Jahre). Und im Fall der Kontrolle der Reaper, was dies in letzter Konsequenz bedeutet(z.B. erzwungener Friede durch Gewaltandrohung?).

#1387
Matt_gekko88

Matt_gekko88
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Klasse Beitrag (nicht von mir und aus einem anderen Forum). Bitte durchlesen:

Was ich bei diesem kryptischen Diabolus Ex Machina Ende von
Mass Effect 3 problematisch finde ist die Tatsache, dass der Stil dieses
Endes nicht zum Rest der Trilogie passt und sogar in ein völlig anderes Genre
abdriftet (ab dem Moment, in dem Shepard mit der Plattform zum Catalyst
aufsteigt). Ich hoffe, euch schreckt der folgende Roman nicht ab, aber ich muss
das etwas ausarbeiten, um meinen Punkt deutlich zu machen.

Zuerst stellt sich mir die Frage: Was definiert, charakterisiert Mass
Effect (für mich)?

Die Mass Effect Trilogie war für mich persönlich, dass meine
Shepard mit meinen Entscheidungen das Schicksal dieser Galaxis
beeinflusst und bestimmt. Bioware betonte wieder und wieder, dass die
Entscheidungsvielfalt, die Freiheit, selbst zu bestimmen, was mit den Figuren,
den Spezies, der gesamten bekannten Galaxis passiert, das ist, was Mass Effect
ausmacht und so großartig macht.

Und das war bis zum Schluss von Mass Effect 3 auch absolut der Fall.

Ich war es, die Shepards Geschichte komplett beeinflussen konnte, die
bestimmen durfte, ob Shepard ein Ritter in weißer Rüstung, ein grausames
Monster, oder ein stinknormaler Mensch mit Gewissenskonflikten ist. Ich durfte
Sidequests ablehnen oder annehmen, Hilflosen helfen oder nachtreten, die
Bösewichte bestrafen oder mich von ihnen für mein Schweigen bzw. Nichtstun
großzügig bezahlen lassen, tolerant oder rassistisch sein, Shepard eine
geliebte Person an die Seite stellen oder alleine bleiben, tiefe Freundschaften
mit Loyalität bis in den Tod knüpfen oder meine Crewmitglieder beschimpfen und
zur Schnecke machen. Ich durfte die Allianz und Cerberus, den Citadelrat und
Politiker bewerten. Ich durfte bestimmen, ob Shepard lustig, frustriert,
wütend, verzweifelt, hoffnungsvoll oder hoffnungslos, verliebt ist. Ich konnte
beeinflussen, wer die beschwerliche Reise überlebt, wer von Shepard aus dem Weg
geräumt wird und wer sich aufopfern muss.

Und ich durfte die Antagonisten Saren, Sovereign, die Geth, Harbinger, die
Collectors und wenn es mir beliebte auch Cerberus und den Illusive Man besiegen
und mich mit meiner Crew erschöpft, aber siegreich zurücklehnen und sagen können:
"Wir haben es geschafft."

Und ich musste mit diesen getroffenen Entscheidungen leben. Und manche davon
waren ein notwendiges Übel, manche habe ich so sehr bereut, dass ich weindend
und schluchzend vor meinem Monitor saß. Aber selbst dann durfte ich Shepard
sagen lassen: "Es ist meine Schuld, dass sie tot ist." Andere
Entscheidungen haben lieb gewonnenen Figuren verloren geglaubte Hoffnung
zurückgegebe, das Leben gerettet, sogar ganze Spezies in jahrhundertelangem
Streit wieder zusammengeführt.

Mass Effect war meine Geschichte. Bioware hat mir die Möglichkeit
gegeben, das Schicksal einer ganzen Galaxis selbst zu formen.

Wie kommt dieser Faktor im Mass Effect 3 Ende zur Geltung?

Die schlichte Antwort lautet leider: So gut wie gar nicht.

Im Laufe des dritten Teils wirken sich die in Teil 1 und 2 getroffenen
Entscheidungen, sogar einzelne Dialogoptionen auf das komplette Mass Effect 3
aus, was so versprochen und so erwartet und so auch zufriedenstellend erfüllt
wurde. Aber das eigentliche Ende bleibt fast gänzlich unberührt.
Sicherlich spielt die effektive Stärke der War Assets eine Rolle, ob Shepard
oder Anderson am Ende überleben und auch meine Dialogauswahl beeinflusst, ob
sich der Illusive Man selbst das Leben nimmt oder ob Shepard ihn töten muss.
Aber keine einzige Entscheidung und auch nicht die War Assets beeinflussen in
irgendeiner Weise, was nach der Begegnung mit dem Catalyst geschieht.

In Teil 1 musste jeder Saren, Sovereign und die Geth bezwingen, in Teil
2 musste jeder von uns die Collector Base zerstören oder für den
Illusive Man intakt lassen, also ist es auch in Ordnung, dass wir uns in Teil 3
für die Zerstörung oder Kontrolle der Reaper entscheiden müssen oder die
Synthese wählen. Es besteht kein Bruch zu den beiden Vorgängern. Das Problem
besteht aber darin, dass jede dieser drei Optionen in ihrem Kern identisch
sind: bei jeder Option bleibt organisches Leben zurück (in welchem Ausmaß
wissen wir nicht, in einer Option ist es eine Mischung aus
organisch-synthetischem Leben), die Mass Relays vernichtet, die Normandy landet
auf einem nicht näher bekannten Dschungelplaneten, der Stargazer erzählt dem
Kind die Legende von Shepard. Was sich in den Optionen unterscheidet: die
Reaper gehen oder werden zerstört, Shepard und Anderson leben oder sterben bzw.
steigen zu einem transhumanen Wesen auf.

Und egal, wie ich mich entscheide: Was konkret mit Shepards Begleitern,
den diversen Spezies und der Galaxis im Detail passiert, bleibt im Dunkeln. All
das, was mich im Laufe dieser Trilogie maßgeblich interessiert und beschäftigt
hat, das, was die Trilogie so emotional, so dramatisch, so tragisch macht und
mich zum Lachen, Weinen und Fluchen gebracht hat, spielt plötzlich keine Rolle
mehr. Alle Entscheidungen, die ich getroffen habe, um diese Galaxis zu einer
besseren, stärkeren, friedlicheren zu machen, ist für die Katz. All die Leben
die ich gerettet habe, all die, die ich geopfert habe, besitzen keinerlei
Relevanz mehr. Völlig umsonst habe ich die Kroganer und Turianer bzw. die
Quarianer und Geth Frieden schließen lassen, denn von ihrer Heimat, der
Galaxis, ihrer Spezies bleibt kaum was übrig, egal wie ich mich entscheide.

Die Freiheit, die Entscheidungsvielfalt, die Bioware uns versprochen und
gegeben und die die gesamte Trilogie bis dato definiert hat, existiert im
Epilog nicht mehr. Der Stil ist gebrochen.

Zusammengefasst heißt das in meinen Augen:

Die Effect Trilogie ermöglicht es dem Spieler, die gesamte Geschichte
maßgeblich zu beinflussen, die Beziehungen und den sozialen Umgang zwischen Shepard
und den Figuren zu bestimmen, das politische Mit- und Gegeneinander der Spezies
zu prägen, das ganze Bild der Galaxis neu zu formen und zu bemalen und in
Teil 1 und 2 ein gutes Ende zu erreichen
. Die Atmosphäre des Spiels wird
zwar mit jedem Teil zunehmend düsterer, hoffnungsloser, verzweifelter, aber
Shepard gelingt es stets, das Unmögliche zu schaffen. Der Grundton des Sci-Fi
ist realistisch.

In Mass Effect 3 dagegen driftet das Ende ab der Plattformsequenz zu einer
negativ behafteten, kryptischen-philosphischen Organics vs. Synthetics
Problematik auf, im Laufe derer man ähnlich wie in I Robot, Battlestar
Galactica oder Deux Ex mit einer KI darüber philosophieren darf, ob das, was
die Reaper tun, gerechtfertigt ist oder nicht. Sicherlich tritt diese Thematik
mit den Geth und EDI bereits vorher auf, allerdings ohne unrealistische
Space Magic
.

Mass Effect war bisher ein realistisches Sci-Fi mit einigen
Fanservice-Elementen wie blauen Sexaliens oder der Deux Ex Materie Element
Zero, die all diese Technologie und Biotik überhaupt erst ermöglicht. Aber der
Grundton war Realismus und wurde auch physikalisch-chemisch realistisch
erklärt. Plötzlich aber darf Shepard sich in einen weißen Strahl werfen und
alles organische Leben mit synthetischem verschmelzen lassen (mir möge das
einer wissenschaftlich erklären!). Entscheidet man sich für die beiden anderen
Optionen, macht es keinen Sinn, wieso eine Superwaffe, die von den
Protheanern und ihren Vorgängern entwickelt wurde
, in Kombination mit dem
Catalyst, der zu den Reapern gehört, mir die Möglichkeit gibt, alles
synthetische Leben
zu zerstören und nicht nur die Reaper (denn für die und
nicht KI allgemein war das gedacht). Und dass die drei Entscheidungen in Form
von drei physikalischen Wegen mit zwei Maschinen bzw. einem Lichtstrahl am Ende
präsentiert werden ist auch ziemlich surreal.

Die Frage ist hierbei also: Wollten die Spieler so ein im Grundton und Stil
völlig anderes Ende oder wollten sie lieber ein klassisches Ende, in dem die
Reaper zerstört und alle glücklich werden oder die Reaper die gesamte Galaxis
abernten und keiner mehr übrig bleibt?


Mir bleibt daher nur eine einzige Interpretation: Entweder hat Bioware völlig
grundlos und enttäuschend den Grundstil der Mass Effect Trilogie und ihres Sci-Fis
geändert oder Shepard erlebt dieses Gespräch mit dem Catalyst nicht wirklich.
Ob es sich um einen Traum oder Indoktrinierung handelt sei hierbei
dahingestellt.

So oder so ist dieses Ende im Hinblick auf die oben erläuterten Charakteristika
von Mass Effect ein nicht passendes, fremdes Ende mit bitterem Beigeschmack.


Modifié par Matt_gekko88, 12 mars 2012 - 04:04 .


#1388
affebinich

affebinich
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Matt_gekko88 wrote...

Klasse Beitrag (nicht von mir und aus einem anderen Forum). Bitte durchlesen:

Was ich bei diesem kryptischen Diabolus Ex Machina Ende von
Mass Effect 3 problematisch finde ist die Tatsache, dass der Stil dieses
Endes nicht zum Rest der Trilogie passt und sogar in ein völlig anderes Genre
abdriftet (ab dem Moment, in dem Shepard mit der Plattform zum Catalyst
aufsteigt). Ich hoffe, euch schreckt der folgende Roman nicht ab, aber ich muss
das etwas ausarbeiten, um meinen Punkt deutlich zu machen.

Zuerst stellt sich mir die Frage: Was definiert, charakterisiert Mass
Effect (für mich)?

Die Mass Effect Trilogie war für mich persönlich, dass meine
Shepard mit meinen Entscheidungen das Schicksal dieser Galaxis
beeinflusst und bestimmt. Bioware betonte wieder und wieder, dass die
Entscheidungsvielfalt, die Freiheit, selbst zu bestimmen, was mit den Figuren,
den Spezies, der gesamten bekannten Galaxis passiert, das ist, was Mass Effect
ausmacht und so großartig macht.

Und das war bis zum Schluss von Mass Effect 3 auch absolut der Fall.

Ich war es, die Shepards Geschichte komplett beeinflussen konnte, die
bestimmen durfte, ob Shepard ein Ritter in weißer Rüstung, ein grausames
Monster, oder ein stinknormaler Mensch mit Gewissenskonflikten ist. Ich durfte
Sidequests ablehnen oder annehmen, Hilflosen helfen oder nachtreten, die
Bösewichte bestrafen oder mich von ihnen für mein Schweigen bzw. Nichtstun
großzügig bezahlen lassen, tolerant oder rassistisch sein, Shepard eine
geliebte Person an die Seite stellen oder alleine bleiben, tiefe Freundschaften
mit Loyalität bis in den Tod knüpfen oder meine Crewmitglieder beschimpfen und
zur Schnecke machen. Ich durfte die Allianz und Cerberus, den Citadelrat und
Politiker bewerten. Ich durfte bestimmen, ob Shepard lustig, frustriert,
wütend, verzweifelt, hoffnungsvoll oder hoffnungslos, verliebt ist. Ich konnte
beeinflussen, wer die beschwerliche Reise überlebt, wer von Shepard aus dem Weg
geräumt wird und wer sich aufopfern muss.

Und ich durfte die Antagonisten Saren, Sovereign, die Geth, Harbinger, die
Collectors und wenn es mir beliebte auch Cerberus und den Illusive Man besiegen
und mich mit meiner Crew erschöpft, aber siegreich zurücklehnen und sagen können:
"Wir haben es geschafft."

Und ich musste mit diesen getroffenen Entscheidungen leben. Und manche davon
waren ein notwendiges Übel, manche habe ich so sehr bereut, dass ich weindend
und schluchzend vor meinem Monitor saß. Aber selbst dann durfte ich Shepard
sagen lassen: "Es ist meine Schuld, dass sie tot ist." Andere
Entscheidungen haben lieb gewonnenen Figuren verloren geglaubte Hoffnung
zurückgegebe, das Leben gerettet, sogar ganze Spezies in jahrhundertelangem
Streit wieder zusammengeführt.

Mass Effect war meine Geschichte. Bioware hat mir die Möglichkeit
gegeben, das Schicksal einer ganzen Galaxis selbst zu formen.

Wie kommt dieser Faktor im Mass Effect 3 Ende zur Geltung?

Die schlichte Antwort lautet leider: So gut wie gar nicht.

Im Laufe des dritten Teils wirken sich die in Teil 1 und 2 getroffenen
Entscheidungen, sogar einzelne Dialogoptionen auf das komplette Mass Effect 3
aus, was so versprochen und so erwartet und so auch zufriedenstellend erfüllt
wurde. Aber das eigentliche Ende bleibt fast gänzlich unberührt.
Sicherlich spielt die effektive Stärke der War Assets eine Rolle, ob Shepard
oder Anderson am Ende überleben und auch meine Dialogauswahl beeinflusst, ob
sich der Illusive Man selbst das Leben nimmt oder ob Shepard ihn töten muss.
Aber keine einzige Entscheidung und auch nicht die War Assets beeinflussen in
irgendeiner Weise, was nach der Begegnung mit dem Catalyst geschieht.

In Teil 1 musste jeder Saren, Sovereign und die Geth bezwingen, in Teil
2 musste jeder von uns die Collector Base zerstören oder für den
Illusive Man intakt lassen, also ist es auch in Ordnung, dass wir uns in Teil 3
für die Zerstörung oder Kontrolle der Reaper entscheiden müssen oder die
Synthese wählen. Es besteht kein Bruch zu den beiden Vorgängern. Das Problem
besteht aber darin, dass jede dieser drei Optionen in ihrem Kern identisch
sind: bei jeder Option bleibt organisches Leben zurück (in welchem Ausmaß
wissen wir nicht, in einer Option ist es eine Mischung aus
organisch-synthetischem Leben), die Mass Relays vernichtet, die Normandy landet
auf einem nicht näher bekannten Dschungelplaneten, der Stargazer erzählt dem
Kind die Legende von Shepard. Was sich in den Optionen unterscheidet: die
Reaper gehen oder werden zerstört, Shepard und Anderson leben oder sterben bzw.
steigen zu einem transhumanen Wesen auf.

Und egal, wie ich mich entscheide: Was konkret mit Shepards Begleitern,
den diversen Spezies und der Galaxis im Detail passiert, bleibt im Dunkeln. All
das, was mich im Laufe dieser Trilogie maßgeblich interessiert und beschäftigt
hat, das, was die Trilogie so emotional, so dramatisch, so tragisch macht und
mich zum Lachen, Weinen und Fluchen gebracht hat, spielt plötzlich keine Rolle
mehr. Alle Entscheidungen, die ich getroffen habe, um diese Galaxis zu einer
besseren, stärkeren, friedlicheren zu machen, ist für die Katz. All die Leben
die ich gerettet habe, all die, die ich geopfert habe, besitzen keinerlei
Relevanz mehr. Völlig umsonst habe ich die Kroganer und Turianer bzw. die
Quarianer und Geth Frieden schließen lassen, denn von ihrer Heimat, der
Galaxis, ihrer Spezies bleibt kaum was übrig, egal wie ich mich entscheide.

Die Freiheit, die Entscheidungsvielfalt, die Bioware uns versprochen und
gegeben und die die gesamte Trilogie bis dato definiert hat, existiert im
Epilog nicht mehr. Der Stil ist gebrochen.

Zusammengefasst heißt das in meinen Augen:

Die Effect Trilogie ermöglicht es dem Spieler, die gesamte Geschichte
maßgeblich zu beinflussen, die Beziehungen und den sozialen Umgang zwischen Shepard
und den Figuren zu bestimmen, das politische Mit- und Gegeneinander der Spezies
zu prägen, das ganze Bild der Galaxis neu zu formen und zu bemalen und in
Teil 1 und 2 ein gutes Ende zu erreichen
. Die Atmosphäre des Spiels wird
zwar mit jedem Teil zunehmend düsterer, hoffnungsloser, verzweifelter, aber
Shepard gelingt es stets, das Unmögliche zu schaffen. Der Grundton des Sci-Fi
ist realistisch.

In Mass Effect 3 dagegen driftet das Ende ab der Plattformsequenz zu einer
negativ behafteten, kryptischen-philosphischen Organics vs. Synthetics
Problematik auf, im Laufe derer man ähnlich wie in I Robot, Battlestar
Galactica oder Deux Ex mit einer KI darüber philosophieren darf, ob das, was
die Reaper tun, gerechtfertigt ist oder nicht. Sicherlich tritt diese Thematik
mit den Geth und EDI bereits vorher auf, allerdings ohne unrealistische
Space Magic
.

Mass Effect war bisher ein realistisches Sci-Fi mit einigen
Fanservice-Elementen wie blauen Sexaliens oder der Deux Ex Materie Element
Zero, die all diese Technologie und Biotik überhaupt erst ermöglicht. Aber der
Grundton war Realismus und wurde auch physikalisch-chemisch realistisch
erklärt. Plötzlich aber darf Shepard sich in einen weißen Strahl werfen und
alles organische Leben mit synthetischem verschmelzen lassen (mir möge das
einer wissenschaftlich erklären!). Entscheidet man sich für die beiden anderen
Optionen, macht es keinen Sinn, wieso eine Superwaffe, die von den
Protheanern und ihren Vorgängern entwickelt wurde
, in Kombination mit dem
Catalyst, der zu den Reapern gehört, mir die Möglichkeit gibt, alles
synthetische Leben
zu zerstören und nicht nur die Reaper (denn für die und
nicht KI allgemein war das gedacht). Und dass die drei Entscheidungen in Form
von drei physikalischen Wegen mit zwei Maschinen bzw. einem Lichtstrahl am Ende
präsentiert werden ist auch ziemlich surreal.

Die Frage ist hierbei also: Wollten die Spieler so ein im Grundton und Stil
völlig anderes Ende oder wollten sie lieber ein klassisches Ende, in dem die
Reaper zerstört und alle glücklich werden oder die Reaper die gesamte Galaxis
abernten und keiner mehr übrig bleibt?


Mir bleibt daher nur eine einzige Interpretation: Entweder hat Bioware völlig
grundlos und enttäuschend den Grundstil der Mass Effect Trilogie und ihres Sci-Fis
geändert oder Shepard erlebt dieses Gespräch mit dem Catalyst nicht wirklich.
Ob es sich um einen Traum oder Indoktrinierung handelt sei hierbei
dahingestellt.

So oder so ist dieses Ende im Hinblick auf die oben erläuterten Charakteristika
von Mass Effect ein nicht passendes, fremdes Ende mit bitterem Beigeschmack.


Deswegen finde ich, Spiele die eine "Epische Geschichte" erzählen, sind tausendmal besser als Blockbuster Filme. Weil der "Zuschauer" mit der Figur eins wird. Im Film, ist es nach dem Abspann vergessen. Hauptsache man wurde unterhalten. Aber eine Spiel figur, wo wie in ME Universum, hat eine VI Seele

Btw, nur als Nebenhieb. FF13-2 Ende (Original Ende) ist genauso. Da ackere ich mich Stunden auf, um die "Welt" zu retten. Und was ist? Alles umsonst, warum haste das Spiel überhaupt gespielt? Bleibt nur übrig

#1389
Cloudsbrother

Cloudsbrother
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@Matt_Gekko

Ja der Beitrag is echt treffend.

#1390
BratacTealcorg

BratacTealcorg
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Genau so seh ich das auch. 1000000% /sign

Es fehlen einfach Erklärungen und ein Worst-Case-Szenario (Reaper gewinnen, in dem fall würden dann auch die aufzeichnungen von Liara sinn machen) und ein Best-Case-Szenario=Happy End(wo man mit seiner Crew und das wichigste mit seinem/er LI zusammen ist vll haus baut usw . :-) und am besten noch die Massenportale nicht zerstört werden . )

#1391
ukartet

ukartet
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:D

Posted Image
http://knowyourmeme....dings-reception

Modifié par ukartet, 12 mars 2012 - 04:17 .


#1392
Gernbuster

Gernbuster
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Wirklich überragender Post, vielen Dank dafür.
Es trifft auf den Kern was ich mir denke, aber zu faul war es abzutippen.
Ich habe gelesen, dass das eigentliche geplante Ende vorzeitig geleakt ist und Bioware daraufhin überstürtzt ein neues entwickelt hat. Ich habe das geleakte Ende gegoogelt (andere Beweggründe der Reaper, andere Möglichkeiten, schlicht gänzlich anderer Storyverlauf. Ich empfehle jedem der unzufrieden ist dasselbe zu tun, denn selbst wenn es nur ein kreativer Fake ist, so ist es dennoch das was ich mit vorgestellt habe. Ich habe mich zurückgelehnt, Kopfkino angeworfen, es mir vorgestellt und konnte über das Ende lächeln. Denn so und nicht anderes hätte es sein sollen.

#1393
Zaphikiel

Zaphikiel
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Cloudsbrother wrote...

@Matt_Gekko

Ja der Beitrag is echt treffend.


Echt klasse und treffend geschrieben!

#1394
porsche2000

porsche2000
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 Ich habe alle 3 teile gespielt war auch zufrieden mit Me1 & Me2. Me3 war ich eingetlich auch zufrieden doch als ich dann am ende des spiels war habe ich einfach nur noch gedacht wer sich dieses ende ausgedacht hat 
vorallem weil von Bioware unedlich möglikeiten fürs ende versprocken wurden das ergebinssis ist mehr als enttäuschend weil alle vorheringen entscheidungen aus me1, me2 und me3 am ende überhaupt keine rolle mehr spielen.
Und dann noch das mit dem Opa und dem Kind am ende was soll das heißen das das etwa nur ne ausgedacht geschichte von nem alten herren ist oder was?
Im grunde ist alles was man ereicht hat zugrunde gegeangen
Massenportale Zerstört was heißt das alle rassen im bekanten cluster (erdsystem) gestarndet sind.
Was wiederum beteutet das die recourcen der Erde schnell zu neige gehn und das bedeutet Ja das Früher
oder Später sowieso alle rasen an hungersnot durst etc. Austerben.
Natürlich könte Bioware damit auch Klarmachen wollen das es keinen 4 teil mehr gibt.

#1395
Pain87

Pain87
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@ Bratac: Das Reaper gewinnen Ende, gab es laut Leak , aber das haben sie wohl aus dem Spiel genommen.

#1396
Pain87

Pain87
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@Porsche:
Neee als nächtes komt bestimmt ein Strategiespiel: "Mass Effect:Reaper War"

Du darfst, wie es eben bei den Strategiespielen üblich ist, aus vielen Rassen auswählen, Basen bauen usw.
Nur scheiße dass das kaum einer kaufen würde, weil das Ende so oder so gleich ausfällt:D

#1397
Knowing21

Knowing21
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ach ja die Diskussion über das miese ende, ob sie wohl jemals zum erliegen kommt ?
also ich hoffe ja mal nicht bevor auch ein besseres ende rauskommt ^^
aber wie eben ja nochmal gesagt wurde denke ich auch das das ende wohl wirklich nur so wurde weil Bioware das ganze hat müssen aus Zeitdruck noch so reinquetschen oder so, aber ich hoffe das die, nenne wir es vagen hinweiße auf die Traumtheorie Absicht waren um wirklich noch ein weiteres Ending rausbringen zu können!! Ich würde mir wirklich wirklich wünsche da sich Bioware hier einfach nur bissche Zeit herausschlage wollte ^^

#1398
Gernbuster

Gernbuster
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Ich habe den Post wiedergefunden und hoffe nur das ich mich damit nicht komplett zum Affen mache. ^^

http://www.minecraft...lers-obviously/

#1399
Vox Draco

Vox Draco
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Mein erster Beitrag hier im forum, und so ein trauriger Anlass...es ist auch mehr so ne Art Selbst-Therapie, dass ich hier ein wenig meinen Kummer von der Seele schreibe...hey, es geht eigentlich nur um einen fiktiven Character...und doch...verdammt...irgendwie ist shep uns allen ans Herz gewachsen...in meinem Fall Femshep...

Sie hat echt besseres verdient. 3 Spiele lang reißt sie sich den Arsch auf, um die Galaxis zu retten. Rettet unzähligen das Leben, kämpft und leidet und flucht und kämpft weiter. Macht alles, was die sturen Affenköpfe in der Galaxis von ihr wollen...und am Ende? Nichts...Wählen sie bitte ihre Todesart. Oh, und ein Großteil der  Galaxis geht auch mit drauf, egal was du bis dahin alles geleistet hast.

Aber egal wie sehr wir hier fluchen und zetern, ich glaube kaum, das Bioware das kümmern wird. Es ist ihr produkt, und mit "Terroristen" verhandelt man ja nicht und so...Naja...verstehen kann ich es ja auch irgendwie, denn kein Autor/Schreiber lässt sich gerne diktieren, was er zu schreiben hat...

Aber ich wünschte wirklich. es hätte hierfür mal Testscreenings wie in hollywood gegeben. Dann wäre uns DAS mit Sicherheit erspart geblieben...

Ein wenig Hoffnung habe ich dennoch...Hoffnung. Sheps Lieblingsthema. Sie gab allen Hoffnung, dass es doch weitergeht und so. Vielleicht wird Bioware ja doch ein Einsehen haben....

Meine momentane Lieblingsidee nach diversen Beiträgen von überall: Ein DLC (am Besten kostenlos wegen seelischer Grausamkeit) der nahtlos am Ende einsetzt, das man gewählt hat...

Alles ist dunkel...still...Shep hat sich entschieden, alles ist vorbei, friedlich, ruhig...

Eine Stimme, weit entfernt, vertraut: "Shep! LEbst du Shep? Verdammt!"

Andere Stimme: "Sie bewegt sich nicht! ****, was stimmt nicht mit ihr?"

"Vorige Stimme: "Es...es ist Harbinger! Er indoktriniert sie! Scheiße, in Deckung, los, los!"

Die Szene wird wieder Dunkel, und nun übernimmt man wieder die Kontrolle...einer jungen Shep, Kindheit oder Training. Man kämpft isch durch Szenen aus Sheps Vergangenheit, abhängig von den Hintergründen des Chars...Skyllian Blitz und so...und kämpft gegen Harbinger einen geistigen Kampf...

Am Ende gewinnt Shep, kann sich aus der geistigen Umklammerung befreien, und es geht doch noch "richtig" zur Citadel. Und dann wird abgerechnet. Abhängig von was man erreicht hat stribt Shep...oder entkommt in letzter Minute...

Seufz...Doppelseufz...Unwahrscheinlich, aber so viel schöner...

#1400
Pain87

Pain87
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Mal im Ernst, Bioware....Zeitdruck? Wie war das mit ToR? Der Relasetermin wurde x-mal verschoben. Die Fans hätten sich sicher nochmal4-5 Wochen mehr gedulden könnne.....ich weiß das wäre schwer egwesen, aber ich hätte das Opfer gebracht:D