Na ich hatte meine erste Ernüchterung als eine andere Rachnikönigin auftauchte. Da dachte ich "Was zum ... ?" ... hätten sie nicht alternativ mutierte Elcor als Geschützträger nehmen können wenn das Tierchen im ersten Teil aufgelöst wurde? Wäre wohl der Aufwand zu groß und ok verrückte Wissenschaftler gibts ja überall ... also weiter.
Das die Entscheidungen aus den Vorgängerspielen nicht dramatisch ausfallen werden und sich lediglich in Dialoge widerspiegeln, war mir eigentlich schon seit ME2 klar und so ist es ja auch geschehen, auch wenn ich etwas mehr erwartet hätte.
Aber beim Abschluß des Games hätte ich dann doch am liebsten den Monitor geschüttelt und dachte mir so "Das war alles? Das soll die Endsequenz sein? Hä...?¿?". Mir hat schon nicht eingeleuchtet warum lediglich die effektive militärische Stärke Einfluß auf das Ende hat. Müßte da nicht auch in gewisser weise die Verbesserungen und zusätzlichen Komponenten für den Tiegel mit hineinspielen?
Dann wird auch noch in den letzten Minuten eine über den Reapern stehende Macht aus dem Hut gezaubert. Das ist einfach schlechter Erzählstil, den ein guter Autor nie bringen würde, will er nicht das sein Werk von Kritikern zerissen wird.
Und dann steht man nun da und soll wählen wie man nun die Zukunft beeinflußt. Ist ja ein netter Gedanke aber voller Logikfehler und Lücken.
Kontrolle über die Reaper aber Shep stirbt? Da frag ich mich schon wie das dauerhaft funktionieren sollte. Irgendwo unlogisch das ein Toter die Reaper kontrolliert. Hätte man wenigstens angedeutet das Bewußtsein wird irgendwie abgelegt und dadurch die Kontrolle gesichert ... Aber so?
Synthese ist ja an sich auch ein netter Ansatz. Shep gibt allem eine neue DNA und seine Essenz wird über die ganze Galaxie verteilt, ein Teil von Shep ist also irgendwo in allem. Ein letztes Geschenk und ewige Erinnerung an Shep. Aber es wirft auch eine Menge Fragen auf. synthetische Kompnenten in alle Lebewesen und in der DNA? Ok könnte ja sein auch wenn ich es nicht nachvollziehen kann.
Und dann eben die Zerstörung von allen synthetischen Formen, EDI, Ghet, Reaper. Warum hängt auch hier der "letzte Atmer" in den Trümmern von der militärischen Stärke und vom eventuellem kurzzeitigem überleben Andersons ab? Nicht nachvollziehbar.
Die drei möglichen Enden ignorieren zudem alles was vorher im Spiel entschieden wurde und die Gesinnung Sheps. Und dann eben die Sache mit den Portalen, die Zerstörung vernichtet die Systeme in denen sie sich befindet, wurde ja mehrfach betont, im Kodex aufgeführt und so weiter. Was wäre denn da nun anders und wie geht es weiter? Die ganze vereinigte Flotte, falls nicht vernichtet, landet auf der Erde und was dann? Die anderen sind zunächst isoliert oder vernichtet und wie weiter?
Ich kann ja verstehen wenn man Teile der Zukunftsaussichten bewußt offen läßt für zukünftige Spiele, aber es ist doch etwas Mager und voller Fehler die sich schwer weg argumentieren lassen. Und dann meint Dr. Ray Muzyka er möchte die künstlerische Integrität des Spiels wahren. Ich verstehe ja das man sein Werk verteidigt, aber eine verschiedenfarbige Energiewelle und sonst nahezu gleiche Animationen und völliges Ausblenden von vorher getroffenen Entscheidungen ... bitte, das hat in meinen Augen viel mehr der künstlerischen Integrität geschadet und war wenig durchdacht.
Dr. Ray Muzyka meinte die Fankritik zum Ende des Games hätte BW vollkommen überrascht, ich denke es war absehbar das genau das passieren wird und BW war sich zu selbstsicher und hatte einen Höhenflug rund um den Hype zu ME. Willkomen zurück in der Realität ;-).
Magicane wrote...
Alle schimpfen über die hohen Kosten, aber (fast) jeder tankt regelmäßig nach.^^
Weil die meisten es müssen um ihren Lebensunterhalt zu sichern ...
Modifié par Eariel101, 02 avril 2012 - 11:26 .