Ja, eben! Dass ich das nicht früher gemerkt habe. Der entscheidende Punkt ist ja noch dazu, dass Starchild beim Destruction-Ending extra noch betont, dass Shepard sterben wird und das wäre ja nur logisch, wenn die Reaper nicht wollen, dass Shepard sie zerstört.
Er ist zwar sehr lang, aber ich hoffe, keiner hat was dagegen wenn ich meinen Post von GameStar hier noch mal reinstelle:
Ich kann Andrycha da nur zustimmen!
Der Unmut der Fans ist meiner Meinung nach mehr als nachvollziehbar. Nach drei Spielen, fünf Jahren und (für viele Leute) hunderten Spielstunden die man hineingesteckt hat, ist das eine unglaubliche Enttäuschung. Der Punkt ist ja, dass dem Spieler immer wieder die Entscheidungen trifft, er bestimmt, er kann die ganze Galaxis beeinflussen, er entscheidet, was geschieht. Wenn dann auch noch die Möglichkeit besteht, Spielstände von einem Spiel zum Nachfolger zu importieren, dann entsteht da natürlich ein sehr dichtes, glaubhaftes Universum, man taucht so in die Welt von Mass Effect ein, dass sie sich völlig real anfühlt und einem die Charaktere und ihr Schicksal sehr ans Herz wachsen. Mir ging es so, und kein Wunder, so etwas können die von BioWare wirklich gut, sie haben ein fantastisches fiktionales Universum geschaffen, da ziehe sogar ich als großer Star Wars Fan meinen Hut und muss sagen, dass das Mass Effect Universum da zum Teil sogar besser ist.
Besonders schlimm finde ich einfach, dass all die Versprechungen nicht gehalten wurden. Hier nur ein paar Beispiele:
“Experience the beginning, middle, and end of an emotional story unlike any other, where the decisions you make completely shape your experience and outcome.”
“[The presence of the Rachni] has huge consequences in Mass Effect 3. Even just in the
final battle with the Reapers.”
“I’m always leery of saying there are 'optimal' endings, because I think one of the things we do try to do is make different endings that are optimal for different people”
“And, to be honest, you [the fans] are crafting your Mass Effect story as much as we
are anyway.”
“There are many different endings. We wouldn’t do it any other way. How could you go through all three campaigns playing as your Shepard and then be forced into a bespoke ending that everyone gets? But I can’t say any more than that…”
“Every decision you've made will impact how things go. The player's also the architect of what happens."
“You'll get answers to everything. That was one of the key things. Regardless of how we did everything, we had to say, yes, we're going to provide some answers to these people.”
sämtliche Quellen sind hier verzeichnet:
http://www.1up.com/d...try?bId=9097672
Alle diese Versprechungen waren nun mal leider blanke Lügen. All die Entscheidungen die man über drei Spiele hinweg getroffen hat spielen letzten Endes kaum eine Rolle - alles, was höchstens einen gewissen Unterschied macht, ist die effektive Militärstärke die man am Ende hat, die entscheidet dann über das Vorhandensein oder nicht Vorhandensein von ein paar Szenen, das war es aber auch schon.
Der größte Witz ist, dass einmal gesagt wurde, man würde es auf keinen Fall so machen, dass man sich halt am Ende zwischen Ende A, B oder C entscheidet. Jedoch wurden eben grade genau DAS gemacht.
Gut vorstellbar also, wie sich viele Fans fühlen, wie alles, was auch sie selbst mit ihrem Shepard geschaffen haben in wenigen Sekunden zu Grunde geht, alles zerstört wird wofür man gekämpft hat. Schon allein deshalb haben die Fans unterschiedliche Theorien aufgestellt:
- Shepard befand sich unter der Kontrolle der Reaper und das momentane Ende spielte sich nur in seinem Kopf ab
- BioWare wurde von EA unter starken Zeitdruck gesetzt und konnte so nur schnell ein unbefriedigendes Ende zusammenschustern
- Alles was von Anfang an so geplant, dies ist nicht das tatsächliche Ende und da kommt noch was großes hinterher
u.ä.
Viele Fans sind verzweifelt und sehr deprimiert, da für sie quasi eine Welt zusammengebrochen ist. Mir ist schleierhaft, warum BioWare sich nicht denken konnte, wie die Reaktionen ausfallen werden, es war doch bei diesem Ende ziemlich klar, wie die Fans reagieren werden, war darauf niemand gefasst?
BioWare beruft sich oft auf die künsterliche Freiheit oder "künstlerische Vision" als Entschuldigung. Das finde ich aber nicht unbedingt fair. Natürlich ist ein Spiel eine Art Kunstwerk, jedoch grade bei den BioWare-Rollenspielen gestaltet der Spieler alles mit. Durch die vielen Entscheidungen und ihre Konsequenzen wird dem Spieler selbst eine Schöpfungskraft gegeben, ihm ist klar, dass das Ende von ihm abhängt, also erwartet er auch ein Ende, das seine Entscheidungen widerspiegelt! Wer ein Buch zu lesen beginnt, wer einen Film anschaut, der weiß, es gibt eben ein Ende, so wirds sein, man weiß nicht wie, aber man muss sich auch keine weiteren Gedanken darum machen, während wir alle beim Spielen von Mass Effect unsere Entscheidungen genau abgewogen haben, in dem Wissen, dass sie am großene Ende eine Rolle spielen werden - umsonst.
In ihrer Wut haben sich viele Fans in Protestorganisationen zusammengetan und verlangen ein neues Ende, schreiben Briefe, protestieren wo und wie sie nur können. BioWares Ankündigung, es werde im Sommer einen Extended Cut geben, konnte die meisten jedoch nicht zufrieden stellen, da in diesem Extended Cut die drei bestehenden (sich ohnehin wenig unterscheidenden) Enden lediglich näher erklärt werden sollen, es aber keine neuen Enden geben wird.
Soweit meine Zusammenfassung der Situation ...
Vielleicht also könnt ihr von GameStar dort mal nachfragen und euch erkundigen, ich bin sicher, BioWare würde einem renommierten Spielemagazin eher zuhören als den protestierenden Fans (die leider oft auch zu aggressiv werden). Klar, es ist gut möglich, dass man sich nur wieder herausredet, aber einen Versuch wäre es ja wert.
Übrigens kann ich die sehr guten Bewertungen der GameStar und anderer Zeitschriften für Mass Effect 3 gut nachvollziehen - das Spiel selbst war ja fantastisch, bis auf das Ende.