ich dachte mir ich wende mich auch mal an BW mit etwas konstruktiver Kritik und da ich momentan einen Sammler dazu vermisse und fast nur Diskussionen zum Ende finde erstelle ich meinen eigenen Thread, ich hoffe mal, dass das in Ordnung geht.
Also ab in's Geschehen:
a) Geschehen und Crew auf der Normandy
Ich muss sagen, ich bin was die Interaktionsmöglichkeiten auf der Normandy angeht sehr enttäuscht. Ich bin nach jeder Haupt und Nebenmission zu jedem meiner Crewmitglieder gegangen um mit ihnen zu reden. Allerdings gab es, außer wenn es von meiner fähigen Adjutantin neben der Sternenkarte angekündigt wurde, so gut wie keine Dialoge. Klar, die Figuren sagen nach den wichtigen Missionen ewas, allerdings geschieht das in allen Fällen ohne Dialoge. Das finde ich sehr schade, zumal ich es sehr gemocht habe, als man in ME2 wirklich Stränge zu den Crewmitgliedern geknüpft hat, indem man eben sehr oft in einem Dialog mit ihnen reden konnte.
Mir ist klar, dass ME2 auch viel mehr um die Crew herum aufgebaut war (Loyalitätsmissionen etc.) allerdings düfte es doch auch nicht schwierig sein ein paar Dialoge mit ein paar (ich rede ja nicht mal von allen) Crewmitgliedern nach Haupt bzw. Nebenmissionen einzuführen. Die Normady ist doch schon stark steril geworden. Weißt einen die Adjutantin nicht darauf hin, dass jemand was von einem möchte, braucht man auch mit niemand anderem reden. Sehr schade.
Gerade in ME2 gab es etliche Renegard bzw. Paragon Antwortmöglichkeiten in verschiedenen Dialogen. Die Folgen sich in vielen Fällen auch deutlich von den Standardantworen in Richtung gut/böse/neutral unerschieden. Desweiteren gab es diese Optionen auch bei Gesprächen innerhalb der Crew, bei Nebenmissionsn auch deutlich häufiger und alles in allem eben auch deutlich präsenter als in ME3.
Klar geben die "Standardantworten" jetzt auch Praragon oder Renegard Punkte, aber ich finde, dass es deutlich schöner anzusehen war (gerade im Vergleich wenn man mal neugeladen hat), wie stark sich die Renegard/Paragon Möglichkeiten unterschieden haben in Bezug auf die Standardantworten.
Auch waren die Mausklickentscheidungen deutlich häufiger und meiner Meinung nach "nachwirkender". Damit meine ich, dass die Entscheidung auf Omega dem Jungen die Waffe nicht wegzunehmen ihn das Leben gekostet hat etc. soetwas ist mir sogut wie gar nicht aufgefallen.
Klar der Tod von Tali/Legion und die Koversation am Ende mit dem Unbekannen sind überdeutliche Stellen wo die Entscheidung von Paragon und Renegard etwas ändern, aber im Großen und Ganzen nimmt die Anzahl dieser Auswirkungen stark ab.
c) Neutrale Antwortmöglichkeiten
In ME2 gab es beinahe immer eine neutrale Antwortmöglichkeit und gerade bei meinem ersten Playthrough als ich weder Paragon noch Rengard 100% spielen wollte, habe ich sie des öfteren benutzt. Natürlich ist das mit mehr Aufwand im Sinne von Vertonung usw. verbunden und mag eventuell nicht wirklich große Auswirkungen haben, aber konstant immer nur zwischen 2 Möglichkeiten wählen zu können beschneidet den Spielspaß doch wirklich ein wenig.
d) Automatische Antworten
Mir ist klar, dass BW das Spiel in eine Richtung lenken muss und verschiedene Entscheidungen nunmal genau so erfolgen müssen, wie sie es im Endeffekt vom Storyverlauf her vorgesehen haben. Allerdings fällt doch zunehmend auf, dass sehr viele Antworten automatisch gegeben werden und man leider nicht viel Einfluss darauf hat. Hier merkt man, dass die Dialoge doch stark beschnitten wurden und ganz grob und subjektiv kam es mir vor, als hätte Shepard 50% Text alleine gesagt.
Das enttäuscht mich wirklich, da ich gerade bei Mass Effect Entscheidungen treffen will und diese Möglichkeit mir einfach genommen wird. Auch wenn ich nach 2 Dialogen das gleiche Ergebnis steht wie bei einer automatischen Antwort, ich will nicht nur zuschauen, ich will das Gefühl haben ich kann etwas beeinflussen oder in dem Fall zumindest versuchen!
e) Schwierigkeitsgrad Insane
Ich spiele jedes Spiel auf dem höchstmöglichen Schwierigkeitsgrad und habe damit im Normalfall keine Probleme. In ME3 sterbe ich eben im Schnitt 3x pro Mission wenn ich nicht aufpasse, manchmal mehr, manchmal weniger.
Ich dachte mir, dass ich jedoch noch ein wenig aufliste, wo mir der Schwierigkeitsgrad schon beinahe die Lust genommen hat und ich mehr als 30 Minuen gebraucht habe diesen Abschnitt, warum auch immer, zu bewältigen.
Erstml vorneweg: Die KI der Begleiter (Liara und EDI bei mir als Soldat) hat einen nicht unerheblichen Anteil zu der Häufigkeit meines virtuellen Ablebens beigetragen und könnte wirklich, gerade in Puncto Reaktionsgeschwindigkeit und Reaktionen auf gefährliche Gegner wie z.B. Banshees deutlich verbessert werden.
Nun ein paar Punkte, an denen ich massive Schwierigkeiten hatte:
- Auf Mars nachdem man mit der "Bahn" ankommt und dort dann einige Gegner bei einem Panel rauskommen, bei dem man dann durch kommt, nachdem die Diebin mit dem Datensatz dort langgelaufen ist (hoffe mal, man weiß, wo ich meine^^). Dort war es ziemlich schwierig sich aus dem Wagen zu kämpfen und durch die außergewöhnliche Aggressivität der Gegner wurde man dort sehr oft eingekreist und getötet. Zugegeben, ich war da nicht wirklich sicher mit meinen Skills und es war ein Anfang von ME3 nach einer sehr langen ME Pause von daher evenuell nur ein Einzelfall.
- Bei der Verteidigung des Turianers zur Entschärfung der Bombe:
Ich hab keine Ahnung wie oft ich dort gestorben bin, weil meine Squadmates absolut nutzlos irgendwo rumgedümpelt sind und viele Gegner durchgelassen haben die dann anstatt auf den Turianer auf mich gegangen sind und 2 Bursts von hinten sind meistens gg
-Nach der Ankunft in London wenn man auf Das Shuttle springen muss. Ich bin unzählige Male kurz vor erreichen des Shuttels gestorben und auch wenn ich sehr defensiv oder sehr offensiv gespielt habe, war dies eine meiner frustrierensten Stellen im Spiel.
- Beim Start der Raketen um den Reaper anzugreifen in London.
Zum einen nachdem die linke Flanke fällt und zum anderen, bevor man die zweiten Raketen startet (3 Banshees, 5+ Dicke Viecher (wie heißen die nochmal
Außerdem gibt es dort einen Punkte an dem der Kreuzung am nähsten stehenden Fenster (aus der Richtung aus der mann kommt) an dem man auf der linken seite des fensters, nicht in den Raum mit Medigel/Munition/Granaten gelangen kann, obwohl nichts wirklich im Weg ist. Dort bin ich auf der Flucht von Banshees bestimmt 7x gestorben. Dies war mit Abstand der Kampf an dem ich das meiste Medigel verbraucht habe.
- Bei eine Nebenmission wo man die Zivilisten vor Cerberus evakuieren musste, welche auf der Multiplayer Map spielt. Erneut ist hier zum Großteil die schlechte Begleiter KI zu bemängeln, die mich einfach sehr oft unzureichend gedeckt hat, sodass 1 oder sogar 2 Gegner von hinten kommen konnten womit ich dann keine Chance hatte.
Abschließend muss ich jedoch BW definitiv ein großes Lob den Schwierigkeitsgrad betreffend zusprechen, da, von der Fülle der Missionen her zu urteilen wirklich wenig zu Bemängeln ist und der Rest nicht wirklich schwierig war, well done! I like! =)
f) Das Ende
Ich will mich hier relativ kurz fassen, sofern mir das möglich ist.
Ich bin damit auch unzufrieden und zwar aus drei wesentlichen Gründen:
a) Man hat keine Entscheidungsfreiheit! Man hat eine Dialogoption die eigentlich nichts bewirkt (am eigentlichen absoluten Ende) und die Entscheidungen die man trifft beeinflussen eigentlich nur die Farbe der Explosion und 1x, dass Shepard noch lebt, was aber in sofern egal ist, da man danach trotzdem wieder vor der Cerberus Basis ist.
Viel mehr jedoch haben die Entscheidungen am Ende und vor dem Ende (auf der Kollekorenbasis) riesiege Möglichkeiten gegeben individuelle Enden herebizuführen und den Eindruck gemacht, als würde jede Entscheidung wirklich abgewogen werden müssen um dann am Ende möglichst gut rauszukommen etc. Man hat konstant verschiedene Entscheidungen treffen mussten, die die Crew, die man liebte und eventuell auch hasste, wirklich stark beeinflusst hat. Davon ist in ME 3 absolut nichts zu spüren.
c) Lücken in der Erzählung
Ich hoffe mittlerweile auch auf die Indoktrinationstheorie, aber sollte sie nicht zutreffen ist gerade Jokersflucht einfach nur ein WTF-Moment gewesen, an dem ich einfach nur gedacht habe: WAS?! Sie würden mich NIEMALS allein lassen... was geht ab...? Umsomehr habe ich mich gewundert, als meine Romanzpartnerin aus der Normandy stieg, die davor noch mit mir zum Beam gelaufen ist. Das konnte schlichtweg nicht sein.
Ebenfalls die Kommunikation mit Anderson usw. das alles aufzuzählen würde den Rahmen sprengen und wurde zur Genüge gesagt.
BW hat ja bereits angekündigt dort noch Erklärungen zu liefern und solange hoffe ich auf eine Bestätigung der Indoktrinationstheorie, bzw andere logische Darstellungen seitens BW.
g) Romanze (mit Liara in meinem Fall)
Tut mir leid BW, aber so gut die Liebesszene im Endeffekt war (und das war sie in meinen Augen wirklich im Vergleich zu ME2 bzw z.B. Miranda in ME3
h) Kleine Dinge
- Das "verstecken" von Raketenwerfern etc. für knifflige Situationen ist eine sehr, sehr gute Idee, allerdings muss ich anmerken, dass, wenn man einen Raketenwerfer aufhebt, woanders hinlegt und dann eine Welle besiegt (nach der wird dann automatisch gespeichert) und an der darauffolgenden Welle dann stirbt, ist der Raketenwerfer dann weg. Gerade auf der Kreuzzung in London wo die linke Flanke fällt, bricht es einem beinahe das Genick.
- Deckungssystem: Ist meiner Meinug nach im Großen und Ganzen besser als in ME2, allerdings gibt es einige Stellen von denen man wirklich nicht mehr wegkommt, außer in dem man über offenes Feld läuft was auf insane meistens den schnellen Tod nach sich zieht, das Leveldesign wäre daraufhin nochmal zu überprüfen.
- UI: Hat gravierende Schwächen, gerade in Bezug auf den Status und der Ort der Nebenmissionen. Ich war mir oft nicht mehr sicher, ob ich die entsprechenden Missionen gemacht habe oder nicht und musste zusätzlich mehrmals googlen um zu wissen wo der zu scannende Planet denn nun genau liegt.
- Skallierung der Fähigkeiten von Liara und EDI: Erschein mir persönlich je länger das Spiel vorangeschritten ist immer stärler und gegen Ende abgesehen von den 2 Problemzonen weiter oben waren eigentlich gar keine Gegner auch nur ansatzweise problematisch.
- Speicherpunke: Auch wenn ich nie wirklich speichen wollte und wenn, meisens nicht konnte, gab es nur ein oder zwei nicht wirklich nennenswerte Zeitpunkte, an denen ich gerne eine "Abschnittsspeicherung" erlebt hätte. Sehr gut und soweit ich mich erinnere definitiv besser als in ME2.
- Es gibt einige Interkationsmöglichkeiten auf der Normandy die nicht nutzbar sind (beste Beispiel der Kartentisch) sehr schade darum, das hätte ein guter "Treffpunkt" für einige Member der Crew und viel Raum für Dialoge geben können, schade!
- Multiplayer:
a) Teilweise funktionieren die Leitern nicht und man bleibt oben hängen, Man wird zwar nach einiger Zeit nach unten teleportiert, jedoch stirbt man sehr häufig dadurch.
c) Es wäre wünschenswert, wenn man chatten könnte um sich abzusprechen (Sowohl in der Lobby, als auch auf der Map).
d) Es wäre wünschenswert, wenn die Spielerauswahl Regionsabhängig ist (zumindest teilweise) da man manchmal, je nach Hostlocation, wirklich extereme Lags hat.
Für's Erste war es das von meiner Seite aus, sollte mir noch etwas einfallen werde ich es dazu editieren. Ich würde mich wirklich sehr über eure Kommentare, Meinungen und eventuell ein paar Gedanken von Bioware freuen, sollte ich die Ehre bekommen
Viele Grüße und mit der Hoffnung auf ein passenderes Ende.
Modifié par Biebre, 21 mars 2012 - 08:04 .





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