Auch ich will mich mal zum Ende der Mass Effect Reihe äußern und mich zur Abwechslung mal auf die Seite der wenigen Spieler schlagen, die das Ende für durchaus angemessen halten...
Nach all der Story und allem was wir mit Shepard durchgemacht haben, um die Galaxie zu verteidigen kommt es zum letztlichen Schluss - Shepard muss sterben am Ende. Anders geht das doch garnicht. Als der ultimative Held und Retter der Galaxie opfert er sein eigenes Leben um den Frieden zu gewährleisten. Dass er nach dem Ende noch einen Atemzug tut (also noch lebt), wenn man es entsprechend anrichtet, finde ich schon fast zu blöd. Auch ich fand es zunächst schade, dass am Ende die Mass Relays zerstört wurden (Liara :/ ) , aber so ist das. Alles hängt nunmal zusammen....die Citadel, die Reaper und die Massenportale. Das ist nur logisch und war theoretisch absehbar, da Citadel udn Massenportale aus Reapertechnologie bestehen.
Ärgern tut mich allerdings schon, dass die Normandy mit erwischt wird...warum denn? sie ist nicht aus Reaper technologie und wir vernichten auf der CItadel auch nicht die "zentrale Stromversorgung für alles auf der Welt" oder senden einen Mega-EMP aus....wir schalten einfach nur die Zentrale Kontrolle für die Reaper aus. Genial wäre, wenn man am Ende nochmal die Normandy über die jubelnden Soldaten in London fliegen sehen würde... Und wüsste das seine Crew in SIcherheit ist.
Zum Kontroll-Ende: Hier war es wirklich ein Griff ins Klo....warum werden denn hier die Massenportale vernichtet?
Hier würde es einfach reichen, die Reaper davonfliegen zu sehen...Für mich macht dieses Ende wenig Sinn, was soll Shepard denn anfangen, wenn er die Reaper kontrolliert? Würde man die Massenportale stehen lassen, so hätte diese Lösung wenigstens den Sinn die Galaxie als Gemeinschaft aufrecht zu erhalten. Was danach passiert muss meiner Meinung nach garnicht geschildert werden. Es ist ein Ende das den Grips anregen soll, jeder kann sich in seiner Fantasie weiterdenken, wie es danach weiter geht. Ich finde das eigentlich besser als ein geschlossenes, unveränderbares Ende. Wie alles ausgeht war ja von vorneherein klar: Shepard beendet den Krieg! Was danach passiert, ist uns überlassen.
Zuletzt fehlt es der Aussage des Kindes, die erschaffenen Synthetischen würden immer die schöpferischen Organischen angreifen, an Grundlage...die Geth waren nur eine Minimale Bedrohung und ohne die Indoktrination durch die Reaper sogut wie harmlos. Das Kind hätte sagen sollen, die Reaper und der Zyklus bewahren die Organischen Zivilisationen davor, sich gegenseitig zu vernichten (was Bezug zur Realität und philosophischen Wert hätte, der Mensch ist das beste Beispiel dafür...).
Was das 3. Ende angeht, organisches und synthetisches Leben zu vereinen, so felt mir hier einfach ein tieferer Sinn dahinter...was soll das, wozu soll das gut sein? Zwei Enden sind doch genug; Man hat die Option die Idee des Unbekannten weiter zu führen oder die von Anderson.
Gank makellos kommt das Ende jetzt zwar nicht davon, aber ich finde bis auf die die letzten 2-3 Minuten (ab der Konversation mit dem Kind), ist es sehr gelungen und atmossphärisch als auch musikalisch sehr gut dargestellt; Der Soundtrack macht dem Spiel, wie bei seinen Vorgängern, mal wieder Ehre
Ich hoffe ich bin nicht der einzige der Mass Effect weiterhin als ein Meisterwerk mit fesselnder und berührender Story sieht, auch wenn in den letzten Minuten ein paar Verbesserungen möglich wären...aber dazu gibt es ja Fantasie
Gruß
Nero





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