Man sollte weiterhin abwarten wie das Ende nach dem DLC wirklich aussehen wird. Die Hoffnung, dass es doch noch Autoren gelingen könnte ein würdiges und plausibleres Ende aus den aktuellen Fragmenten zu zaubern, ist zwar sehr gering, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Falls Bioware jedoch glaubt die Fans wirklich mit ein paar Cutscenes zufrieden stellen zu können, die z.B. "erklären" warum Joker von der Erde flieht etc., beweisen sie nur ein letztes Mal, dass sie völlig an den Fans vorbei arbeiten.
Die Hauptkritik bestand stets darin, dass uns Mike Gamble und Casey Hudson wissentlich oder unwissentlich angelogen haben, als sie davon sprachen, dass es viele verschiedene Enden geben würde... dass man doch nicht ernsthaft den Fans drei Spiele lang so viele Optionen geben würde, nur damit man sich am Schluss zwischen Ende A, B oder C entscheiden müsste. Wo waren aber die 16 Enden, von "Optimal" bis "Katastrophal", die für nahezu jeden Spielertyp ein unterschiedliches Ende bieten sollten?
Laut Hr. Gamble sollten wir, anders als bei "Lost", auf alle Fragen am Ende eine Antwort erhalten. Was wir bekommen haben war ein enttäuschendes Ende mit mindestens so vielen, offenen Fragen wie bei "Lost".
Nach den beispiellosen Protesten der Fanbase über das Ende hat man uns zugesichert, dass man die Fans sehr wohl hört. Mit der Aussage, man würde erstmal mehr Fans die Möglichkeit geben wollen das Ende des Spiels zu erreichen und nebenbei intensiv die Informationen aus der Community sammeln, hat man versucht die Fans zu beschwichtigen.
Mir kann niemand erzählen, dass nicht auch Bioware die Versuche der Fans bemerkt hat das Ende mit der Indoktrinationstheorie plausibler zu machen. Anstatt jedoch frühzeitig zu reagieren und die IT zu dementieren, was zumindest falsche Hoffnungen rasch im Keim erstickt hätte, schwieg man noch rund einen Monat weiter. Und nun sieht es ganz danach aus, als bliebe alles beim alten. Bioware kommt den Fans nur soweit entgegen, dass man sich bis Sommer Zeit lassen will um ein paar Erklärungen zum Ende nachzureichen, ohne an den Kern-Kritikpunkten irgendetwas zu ändern.
Ich weiß nicht wie es euch dabei geht, aber für mich wäre es nur ein weiterer Tritt ins Gesicht seitens Bioware, wenn ich mir in 3 - 4 Monaten ein DLC laden würde, der zwar ein paar zusätzliche Szenen rund um die weitere Zukunft der Charaktere und Völker enthält, mich aber mit den Hauptfragen rund um die Space Magic und das Starchild weiterhin alleine zurücklässt.
Wenn das am Ende Kunst sein sollte, kann Bioware Mass Effect gerne im Museum ausstellen. Für die Marke 'Mass Effect' gebe ich dann ganz gewiss kein Geld mehr aus und schließe mich eher den Bioware-Boykott-Aufrufen an. Welche andere Möglichkeit hätten wir am Ende als Verbraucher denn sonst noch, um deutlich zu machen, dass es uns stinkt wie häufig uns Bioware in den letzten Monaten frech ins Gesicht gelogen hätte (auch wenn ich mehr Lust hätte mich in einen Flieger zu setzen um Mr. Gamble, Mr. Hudson und Mr. Walters meine Extended Edition gehörig gegen den Kopf zu pfeffern...)?
Mal schauen was die PAX heute bringt... zur Zeit bin ich eher pessimistisch und habe Mr. Gables Tweet im Kopf:
"Härteste. Tag. Überhaupt. Ernsthaft, wenn ihr etwas von den Dingen wüsstet, die wir planen, dann würdet ihr... nun, euer Exemplar von Mass Effect 3 für immer behalten."
@Bioware: Zu lange sollte man mit den Erwartungen der Fans nicht spielen, wenn man nicht wirklich ein Ass im Ärmel hat. Habt ihr dieses Ass nicht macht euch bitte erst gar nicht die Mühe einen "Wir erklären euch was wir uns beim Ende gedacht haben"-DLC die nächsten Monate zu programmieren. Schreibt eure Erklärungen auf eure Homepage, damit man so bald wie möglich mit ME abschließen kann.
Modifié par Wamillian, 06 avril 2012 - 07:45 .