Hey

Tut mir leid, dass ich gestern den Teil des Reports nicht gepostet habe. ^^' Gerade als ich es wollte, musste ich meinen Eltern helfen und das hatte länger gedauert als geplant, also bin ich gleich ins Bett. Aber nun hole ich es wie versprochen nach und ich werde auch versuche diese Woche weiter zu schreiben. Drückt die Daumen, dass die Muse mir hold ist

Die Community Lounge entpuppte sich als langer Flur mit einem Computer Tisch, vielen Türen, die vielleicht im Nichts verliefen, ich weiß es bis heute nicht, und schwarzen Sitzsäcken. Fragend ging ich hinein, blieb im Türrahmen stehen, holte tief Luft und ging zum Anmelde Tisch. Ich fragte nach Chris Priestly, Tully Ackland and Jessica Merizan von Bioware. Die erste Frage, die mir die zwei hübschen (was auch sonst? xD) und sehr freundlichen Mitarbeiterinnen stellten, war, ob ich einen Termin hätte.
Natürlich, antwortete ich und erklärte ihr, woher ich komme. Die Mitarbeiterin nickte und sah in ihren Terminkalendar, doch, oh Überraschung, ich war nicht eingetragen.
„Ein Interview?“, hakte sie vorsichtig nach und sah mich über die Ränder ihrer Brille an. Erneut nickte ich und sie bat mich Platz zu nehmen, während sie den Betreuer der Spiele suchte. Welche wären das nochmal genau?, fragte sie.
Gerade noch konnte ich einen gehässigen Kommentar unterdrücken. Sie konnte schließlich nichts dafür, dass ich mir bald eine Krawatte aus meinen Hut zaubern würde, damit ich dem Sprichwort „so eine Krawatte kriegen“ gerecht würde. Freundlich lächelnd setzte ich mich auf den einzigen freien Sitzsack und behalte die Türen stets im Blick. Wenn die Drei hier waren, so würden sie mir nicht entkommen.
Die Zeiger der Uhr rasten vorbei. Mittlerweile saß ich schon eine dreiviertel Stunde in dem Sitzsack und allmählich wurde er unbequem. Die Mitarbeiterin sah mich schon mitleidig an. Während die anderen Gäste erwartet wurden, saß ich da wie bestellt und nicht abgeholt. Ich fühlte mich gedemütigt und wurde mit jedem Moment wütender und unsicherer. Schließlich machte ich so etwas auch zum Ersten Mal und viele freuten sich schon auf das Interview. Was wenn ich sie enttäuschen würde? Mittlerweile hatte ich schon 10 weitere Tweets und eine PM versendet und endlich las ich eine Antwort von Jessica, die mich aber nicht erfreute.
„Upps, wir sind gar nicht mehr da. Sind ungefähr in einer Stunde zurück.“, war die Antwort und auch die Mitarbeiterin hatte mittlerweile herausgefunden, dass der Betreuer ebenfalls nicht da war. In diesem Moment wäre ich echt gerne explodiert, aber ich bedankte mich für die Info, lächelte und bat höflich, dass wenn die Community Manager zurückkämen, dass sie ihnen sagen sollten, dass ich um viertel vor 2 (also sogar noch eine Viertelstunde eher) wieder da sein würde und dann noch eine halbe Stunde warten würde.
Frustriert verließ ich die Lounge und fuhr die Rolltreppe wieder runter. Irgendwie erschien mir in diesem Moment der Reaper sogar erfreulicher, als die gegebene Situation. Dann hätte ich wenigstens einen Sündenbock gehabt anstatt Schweigen.
Mein Handyakku war mittlerweile (trotz voller Ladung) auf 45% runter und ich befürchtete, dass es nicht mehr lange gut gehen würde. Schnell rief ich Maike an und wir trafen uns um die halbe Stunde noch mit umhergehen zu nutzen.
Wir betraten also Halle Acht. Sie lag direkt gegenüber des Nordkongresses. Fast die gesamte Halle wurde von
League of Legends eingenommen und es war nicht ganz so laut wie in Halle 9, wo Bandai, Ubisoft und co waren.

Einige Zeit sahen wir der Vorentscheidung für die Europameisterschaft zu, doch obwohl ich Maike natürlich entertainen wollte, da wir und ja schließlich nur einmal im Jahr sehen, ging mir die ganze Situation nicht aus dem Kopf und ich kramte noch einmal mein treues Smartphone raus. Und als ich Twitter aktualisierte, wurde ich richtig
sauer.
Chris hatte doch ernsthaft getwittert, dass er nun was äße und dann sich mit französichen Fans treffen würde. Offensichtlich hatte ich wohl geknurrt, denn Maike sah ich fragend an und ich zeigte ihr den Tweet. Zum Glück hatte ich auch im Cyberspace meine Verbündeten. Mythlover, die Cocoordinatorin vom Thane Fanbook, hatte mich schon während meiner elendig langen Wartezeit zuvor gefragt ob sich mich versetzt hätten und war schon für mich eingesprungen und sie hatte gefragt, was denn mit den deutschen Fans wäre, die er hätte treffen sollen.
Chris schien verwirrt und antwortete, dass er um drei ja wieder zurück wäre. Ich drückte so fest den Antwortknopf, dass ich Angst hatte, mein Display würde zerbrechen und schrieb, dass ich Moira-chan von den SNN wäre und wir um 12.30 verabredet gewesen waren und ich nun wirklich enttäuscht war. Ich hoffte, dass die Mitleidstour ziehen würde. Wozu hat Frau schließlich den Dackelblick?

Und ach ja, die Geschenke erwähnte ich auch. Geschenke ziehen schließlich immer

Erst einmal kam aber keine Antwort und Maike schien zu spüren, wie angespannt ich kam, denn sie versuchte mich abzulenken mit Witzen, doch ich war wirklich wütend, verletzt, enttäuscht, so vieles. All das, was sich in letzter Zeit gegenüber Bioware an Gefühlen angestaut hatte, brodelte wie Lava in meinem Inneren und ihr kennt mich, das war nicht gerade wenig. Ich versuchte ruhig zu bleiben und ging wie gesagt um viertel vor Zwei zurück.
Diesmal war eine andere Dame am Empfang und ich erklärte ihr, dass ich bereits mit ihrer Vorgängerin gesprochen hätte und sagte ihr auch, dass ich versetzt worden war. Sie sah mich traurig an, murmelte nur ein: „Das ist ja mies“ und versprach ein wenig zu telefonieren. Also nahm ich meinen Platz wieder auf dem Sitzsack ein und wartete. Wütend twitterte ich, dass das ihre letzte Chance wäre. Eine halbe Stunde würde ich ihnen geben. Schließlich hatte Jess ja gesagt, sie wären in einer Stunde zurück. Noch einmal würde ich nicht wiederkommen. Ich hatte schließlich auch meinen Stolz.
Glaubt mir Leute, ich bin ja schon häufiger im Namen der SNN oder der LI Projekte bei Twitter aktiv, aber ich habe noch nie so viel getweetet wie an diesem Tag. Mein Handy Akku war nun mittlerweile auch down, sodass ich noch nicht mal mehr Bilder posten konnte für euch. Es war wirklich frustrierend. Die Empfangsdamen sahen mich immer wieder mitleidig an, während andere Besucher kamen und gingen, aktualisierte ich wie hypnotisiert alle 5 Sekunden Twitter. Während den Minuten, die zäh wie ausgelutschter Kaugummi waren, begann ich allmählich die Hoffnung zu verlieren. Wenn ich doch nur eine Telefonnummer hätte, aber nein, daran hatte ich natürlich nicht gedacht. Dummes Mädchen. An alles hattest du gedacht, nur daran nicht. Ich war wirklich kurz davor in das BSN zu posten, dass aus dem Interview nichts werden würde. Nur wegen euch probierte ich es ein letztes Mal. So schnell würde man eine SNN Reporterin nicht klein kriegen. Ich würde wie Shepard für dieses Interview kämpfen.
Dann endlich eine Nachricht von Chris. Er hätte den Zeitplan durcheinander geworfen und es täte ihm total leid, schrieb er. Ich solle ihm sagen, wie er es wieder gut machen könnte.
Originalnachricht: „I apologize. This was completely my fault for misscontrolling the schedule. Please let me know how I can make this up to.”
Meine Zunge hat geblutet, ich schwör es euch, so fest habe ich drauf gebissen, aber ich blieb relativ ruhig (denke ich zumindest) und schrieb, dass ich nun in der Lounge wäre und noch exakt 20 Minuten warten würde. Danach wär die Galgenfrist um. Ich müsse danach gehen, da ich arbeiten müsse. (Musste ich nicht, aber ich erzählte es einfach)

Manchmal muss man Tricks anwenden. Nicht, dass er mich nochmal vertröstete.
Direkt kam eine Antwort, er wäre auf dem Weg und würde mich dann abholen. Lieber schickte ich ihm nochmal die Zimmernummer des Raumes dem ich gegenüber saß, nicht dass er mich nicht finden würde. Also hieß es noch einmal: warten. Die Wut und Frustration brüllten in mir und ich schwor mir, dass auch nicht so schnell zu verzeihen auch wenn ich natürlich höflich bleiben würde.
Also wartete ich auch wenn ich es echt leid war. Schließlich wollte ich auch was von der Gamescom sehen, Spiele zocken, Präsentationen hören und Trailer sehen. Der Report sollte ja um die Gamescom allgemein gehen und nicht nur um das Interview. Tja, so ändern sich Pläne. Um halb 11 war ich am Morgen angekommen und nun war es viertel nach 2 und ich hatte quasi noch nichts gesehen von den Ausstellern.
Ich schickte noch eine SMS an Maike, dass er nun käme und ich mich melden würde, wenn wir fertig wäre und hockte dann weiterhin beinahe auf dem Boden- so sehr hatte mein Sitzsack sich schon durchgedrückt.
Wie lang genau ich noch gewartet habe, weiß ich nicht mehr, aber es fühlte sich wie eine Ewigkeit an, doch endlich, sah ich Chris durch die Tür hetzen. Schwer atmend betrat er den Raum, sah sich um. Ich stand auf und rief: „I’m here, Chris.“ Und ging zu ihm. Chris sah mich, verneigte sich leicht und entschuldigte sich noch einmal. Er bat mich, ihm auf die Sonnenterasse zu folgen. Die Mitarbeiterin hatte mir schon in all der Zeit gesagt, ich dürfte mich gern in der Lounge umsehen, die Spiele spielen und so weiter, doch ich hatte es nicht riskieren wollen, die Community Manager zu verpassen.
Während wir zu der Terrasse gingen, entschuldigte er sich noch einige Male. Er schien wirklich verlegen und ich hatte Chris sich noch nie so oft entschuldigen hören. Plötzlich war mein Ärger verflogen und ich musste gestehen, dass ich Chris als „Gegner“ nicht unterschätzen durfte. Er wusste wie man mit Fans umgeht und es würde schwer werden etwas aus ihm rauszukriegen. Chris konnte ganz gut manipulieren. Ich würde auf der Hut sein müssen, damit ich nicht zu schnell mit Floskeln indoktriniert werden würde

Er bot mir eine Cola an, doch ich verneinte. Ich seie durchaus ausgestattet für alles, erwiderte ich grinsend. Ich wollte es nicht riskieren, dass er mir ein „Blendungstrank“ gab

Ich wollte schließlich knallhart bleiben. So leicht würde mich Chris nach dieser Aktion nicht loswerden, das schwor ich mir. Er lächelte verlegen und führte ich hinaus. Mit den Gedanken: „Für die SNN!“, betrat ich mein persönliches Schlachtfeld: Die Sonnenterasse

Sie war groß, mit Parkett ausgelegt und mit mehreren Bänken ausgestattet. Chris deutete auf eine Bank unter einem Baum und wir nahmen Platz. Lautes Geschnatter weiterer EA Mitarbeiter umwarberte uns wie Nebel. Wie gut, dass mein Diktiergerät einen Geräuschfilter hat, dachte ich mir. Dass die Technik dennoch spinnen würde und ich deshalb eher eine Geschichte als ein Interview für die SNN schreiben würde, ahnte ich da noch nicht.
Ich nahm Platz und spürte, wie die Sonne mir auf den Kopf knallte. Ich dankte Maike innerlich, dass sie mich am Vortag überredet hatte den Hut zu kaufen. Der würde mein Lebensretter sein. Und somit begann das durchaus interessante Interview.
Soo das war es für heute

Ich hoffe der Bricht hat euch gefallen. Ich habe soweit das Interview schon angefangen experimentiere noch ein wenig am Style

Ich will nichts abliefern, von dem ich mich nicht wohl fühle.

ist so eine Schriftsteller Macke.
Ich versuche schnellst möglich den Nächsten Teil zu bringen, aber wie gesagt, steht in nächsten Monat viel an.

Alles Liebe,
Moira-chan
Modifié par Moira-chan, 29 septembre 2012 - 09:33 .