
Heute gibt es eine Sondersendung, da Grey aber noch einige Zeit beschäftigt ist und ihre Review wohl erst heute Abend fertig hat, ich aber meine bereits durchhabe
Meine Reise durch den Citadel DLC
Tür zu, check, Trinken und Essen stehen bereit, das Telefon ist ausgeschaltet und meine Eltern nicht da. Alle Störfaktoren sind eliminiert und ich kann mich somit auf meine Reise durch den letzten DLC der Mass Effect Reihe begeben. Ich muss zugeben, nach Omega war ich skeptisch und nun sollte gerade dieser DLC der Abschied von meiner liebsten Spielereihe ever werden. Die Erwartungen waren hoch und ich war nicht sicher, ob er diese erfüllen könnte.
Ich weiß schon längst nicht mehr wie viele Stunden ich in dem Universum von Mass Effect verbracht habe, ich habe längst aufgehört zu zählen, wie viel Zeit ich in Mira, Karin, Garett, Blaine und so viele weitere Shepards investiert habe. Nun sollte all die Zeit also quasi zu Ende gehen.Die erste Entscheidung stellte sich mir gleich zu Beginn meiner Reise. Mit welcher/welchem Shepard meiner vier liebsten Sheps sollte ich die Reise zunächst antreten? Da ich mich mit Grey darüber bereits unterhalten hatte und wir beschlossen hatten Citadel möglichst verschieden zu betrachten, beschloss ich Karin Shepard zu wählen. Mein einziger Renegon (75% zu 25%, Paragon in ME1, Renegade Me2 meistens) und Thanemancer. Es ging ja sowieso das Gerücht rum, dass er Content kriegen sollte, also wählte ich sie als Erstes?
Ich werde versuchen so spoilerfrei wie möglich zu bleiben, doch eines viel mir direkt ins Auge. Als ich das Apartment von Anderson betrat, schoss mir Augenblicklich durch den Kopf: Hatte Anderson im Buch nicht was vom kleinen Apartment auf der Citadell geschrieben? Na, wenn das klein ist, will ich nicht wissen, was ein Luxusapartment ist.
Nun wie dem auch sei, kommen wir zum ersten Teil und der, der eigentlich der Wichtigste sein soll bei einem DLC für einen Single Player:
Die Story. Ohne zu viel zu sagen, diese bedient echt ein gängiges Sci-Fi Klischee. Auch wenn der Gedanke dahinter von Bioware, nämlich zu zeigen, dass die Crew immer zu Shepard hält, egal was passiert, ist durchaus ehrbar, aber wirklich überraschend fand ich diese Plottwist (zwei an der Zahl) nicht. Die waren eher zu erwarten gewesen. Eine Sache war für mich ein wtf seriously? Moment (wer es gespielt hat, weiß was ich meine, ich will es aber nicht vorweg nehmen)
Aus Renegade Sicht kann ich sagen, diese ist wirklich gelungen. Es ist an den wichtigen Stellen das typische „Ich-hau-auf-den-Tisch“ Haltung, aber oft auch sehr amüsant, also probiert es durchaus aus. Zu Paragon wird euch dann Grey vielleicht Genaueres sagen.
Auch wenn es vielleicht nun so klingen mag, der DLC war nicht schlecht, im Gegenteil. Man merkt nur einfach deutlich, dass die Story als eine Art Ausrede genommen wurde, damit kein reiner Romance DLC kommt, das hatte schließlich Bioware immer stets verneint.Dieser DLC gehört Shepard und seiner/ihrer Crew und das ist gut gelungen. Ich habe sehr oft gelacht, während ich den DLC gespielt habe oder musste fassungslos den Kopf schütteln. (In der größten Krise bestellt Vega ne Pizza oder die Crew buhlt um Sheps Aufmerksamkeit)
Auch die Treffen mit allen Crewmitgliedern und die anschließende Party sind wirklich toll umgesetzt. Je nachdem, wie man wählt, wie die Stimmung sein soll, kommt es zu unterschiedlichsten Gesprächen und Situationen. Alte und neue Crew der Normandy vermischen sich, haben Spaß und unterhalten sich über die verschiedensten Sachen. Es erwärmt einen das Herz all die Charaktere wieder zu treffen, die man in ME3 selten in Gesicht bekam und die man schätzen gelernt hatte.
Endlich einmal ging es mal nicht um die Reaper, Cerberus oder sonst etwas, diese rücken für ungefähr 3 Stunden vollkommen in den Hintergrund. Dieser DLC gehört allein Shepard und seinen/ihren Freunden und das ist auch richtig so. Die Crewmitglieder kamen zeitweise etwas zu kurz und jeder, wirklich jeder ahtte seine Glanzmomente.
Nun zu der letzten Kompomente und für viele sicher ein wichtiger Anreiz:
Die Romanze.Da ich bisher nur als Thanemancer gespielt habe, was ja bekanntlich besondere Umstände sind, kann ich nur dazu etwas sagen. Bioware hat sich da wirklich bemüht allen Sihas etwas zu bieten, es ist zwar noch immer eine vollständige Romanze , aber es kommt nun zumindest ein wenig heran. Zugegeben, ich war erst etwas begeisterter, als ich dachte, dass nur Romances dieses Content kriegen, aber wie ich von Grey hörte, bekommen Freunde fast genau das gleiche außer eine Szene. Es wäre einfach schön das, was wir bekommen haben, im richtigen Spiel gehabt zu haben, denn es hätte die Romanze komplettiert, aber Fakt ist: mehr werden wir nicht kriegen, also entweder leben wir damit und versuchen es möglichst positiv zu sehen (was ganz gut geht) oder man wäre für immer frustriert und das eine Jahr hat mich schon all meine Kraft gekostet.Generell hab ich gehört, dass die Romanzen an sich gut sind, aber es gibt (wie so oft) doch deutliche Unterschiede.
Als Fazit sage ich: Trotz einiger Schwächen besonders in der Story, die teilweise doch recht vorhersehbar war, ist der DLC wirklich ein gelungener Abschluss der Mass Effect Reihe und gibt grad im Bereich Abschied von den Freunden und geschätzten Charakteren seine Glanzleistung.
Zwar bin ich nicht ganz so euphorisch und geflasht wie die allgemeine Meinung auf Twitter, da die Story dafür doch zu flach war (Story Fernatiker), aber es ist ein wirklich gelunger, schöner Abschluss.
Ich hoffe diese Review hilft euch ein wenig, falls ihr noch unentschlossen seid und seht mir bitte nach, dass ich noch nie eine professionelle Review geschrieben habe.Einen schönen Abend noch,Moira-chan
Bearbeitet von Moira-chan, 07 März 2013 - 06:13 .