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Super Awesome Stories: Aftershock, Sense of Smell, Bleeding Memories, Salvation etc.


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649 réponses à ce sujet

#276
Pain87

Pain87
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Sayst wrote...

Hier sind auf einmal soviele Liara Bilder >;/(ich mein die Ava´s) Big tu was !

btt: Auch ein Lob von mir elite wirklich klasse <3

@Paini ich setz mich heute Nacht an deine letzten Teile, auch wenn ich jetzt schon weiß das sie wieder klasse sind ;)



ja, meine  Reapermotivation steckt Biowares auch total in die Tasche....weil für jeden etwas dabei ist.

#277
elitedefender2

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So hier kommt der 3.

geniesst die Idylle noch ein wenig. Mit dem ende des 4. Kapitels gehts dann (voraussichtlich) ans eingemachte

Teil viel spass beim lesen^^

Kapitel 3
Es war nun 1 Woche her, seit sie ihren Eltern von ihrer Liebe zu Kiara erzählt hatte. Sie hatten es mittlerweile akzeptiert, auch wenn ihr Vater noch immer ziemlich kühl Kiara gegenüber wirkte. Die letzte Woche auf der Akademie war anders gewesen als bisher, Jenni hatte sich jeden Morgen darauf gefreut hin zu gehen und war immer beim ersten läuten ihres Weckers aufgestanden. Ihre eigentlich Motivation war Kiara, sie sah sie an der Akademie jeden Tag, das machte es viel angenehmer für sie dort hin zu gehen. Am Morgen begrüssten sich die beiden nun nicht mehr mit einer Umarmung sondern mit einem langen sinnlichen Kuss. Warreks Erstaunen bei ihrer ersten solchen Begrüssung war ihm anzusehen gewesen. Der Rest der Tage verlief kaum anders als zuvor. Am Mittag sassen sie zusammen in der Kantine und assen. Das Biotiktrainig war grundsätzlich auch das selbe, sie verstanden sich nun einfach wesentlich besser. Jenni war aufgefallen, je öfter sie zusammen waren desto stärker wurde das seltsame Kribbeln in ihr wen sie Kiara sah. Am Wochenende war Jenni bei Kiara gewesen. Nach dem sie gemeinsam zu abend gekocht hatten und mit essen fertig waren, hatten sie sich noch zwei Filme angesehen. Erst Vaenia und dann noch einen Horror Film. Der zweit Film war richtig unheimlich gewesen, Jenni hatte absichtlich einen Horrorfilm. Sie hatte damit gerechnet das sich Kiara gruseln würde und sich an ihr festhalten würde, tat sie auch, doch Jenni hatte den Film unterschätzt. So hielt sie anfangs Kiaras Hand um diese zu beruhigen, am ende des Film hielt sie sie jedoch auch fest um sich selbst zu beruhigen. Nach dem der Film zu ende war sassen sie noch eine Weile auf der Couch und unterhielten sich.
Kiaras Mutter hatte sie am nächsten Morgen geweckt, sie waren auf der Couch aneinander gelehnt eingeschlafen. Auch wenn Jenni sich dafür selbst hasste war sie wieder rot geworden als Kiaras Mutter ihr erzählt hat wie niedlich sie beide ausgesehen hätten. Den Rest des Sonntags waren sie einkaufen gewesen und am Abend waren sie mit Warrek etwas essen gegangen.

„Mist wie frage ich bloss am schlausten? Ich darf nichts falsch machen. Wenn er es mir verbieten will dann schleich ich mich einfach raus, das werde ich garantiert nicht verpassen.“
Sie atmete tief durch, Jenni trat in das Zimmer, ihr Vater sass am Schreibtisch und schielte über seiner Lesebrille zu ihr. „Dad hast du einen Moment Zeit?“ Er richtete sich ihr zu, „Ja, worum geht es?“ Jenni trat nervös von einem Fuss auf den anderen, wie sollte sie bloss fragen? „Ich...“ begann sie zögerlich „Kiara hat diesen Freitag Geburtstag, sie feiert eine Party, es ist ihr 100ster Geburtstag, es würde mir sehr viel bedeuten da hin zu gehen.“ Ein finsteres lächeln huschte über sein Gesicht, das machte Jenni nervös. „Warst du den in letzter Zeit ein braves Mädchen?“ Sie verdrehte die Augen. Als wäre sie noch ein kleines Kind „ja Dad ich habe meine Hausaufgaben gemacht und gute Noten geschrieben“ „Und nebst der Schule?“ Mit schrecken wurde ihr klar worauf er anspielte. Wen er sie jetzt an der Sache mit Kiara aufhängen wollte dann würde sie protestieren. „Was meinst du damit?“ „Was ich damit meine? Na warst du nett? Ehrlich?“ „Ja war ich“ sagte sie so freundlich sie konnte „jetzt
Spiel nicht mit mir, ich werde da hin gehen ob du es mir jetzt erlaubst oder nicht“ dachte sie sich. „Hm.... ich weiss nicht. Wen Kiara ja da nach Asari Massstäben erwachsen wird dann wird es doch da sicher Alkohol geben?“ „Vielleicht, ich könnte es mir vorstellen“ sie wusste genau das sie dort trinken würde, aber das wusste ihr Vater wohl auch. „Ach komm schon Dad, das ist mir sehr wichtig, das ist der wichtigste Geburtstag in Kiaras Leben, ich kann da nicht einfach nicht hingehen.“ Er wollte sie noch ein Bisschen schwitzen lassen, aber dazu würde er noch genug Möglichkeit haben. „Na also gut, ich lasse dich an die Party gehen, aber denk mal wieder daran wen du dich über deinen “blöden“ Dad ärgerst“ meinte er mit einem weisen lächeln auf den Lippen. „Danke Dad du bist der beste!“ sie umarmte ihn über den Schreibtisch hinweg und gab ihm einen Kuss auf die Wange. Kaum hatte sie ihn los gelassen tänzelte sie aus dem Zimmer, sie konnte es kaum erwarten die gute Nachricht an Kiara weiter zu geben. Sie freute sich richtig darauf zur Akademie zu gehen. Kiara würde sich garantiert riesig freuen. Aber sie musste morgen auch etwas wichtiges erledigen, schliesslich konnte sie ja nicht zu Kiaras wichtigstem Geburtstag ohne Geschenk gehen. Sie hatte das schon lange geplant und die Bestellung schon vor Wochen aufgegeben um sicher zu gehen das es rechtzeitig fertig sein würde.

„Hei Jenni“ Kiara legte ihre Arm um Jenni und küsste sie. Nach einem Moment trat Kiara einen Schritt zurück, „wie geht es dir?“ „Gut und dir?“ Kiaras Atem bildete kleine Wolken, es war in der letzten Woche markant kälter geworden. An diesem Mittwoch war es nur 3 Grad gewesen als Jenni aufgestanden war. Der Wolkenfreie Himmel und die aufgehende Sonne vermittelten einen freundlichen Eindruck, doch die Winter stand vor der Tür. In Sunset Bay waren die Winter kalt, -30°C waren keine Seltenheit. Es würde noch ein paar Wochen dauern bis der Erste Schnee fallen würde, doch es wurde bereits jetzt kälter und die Tage wurden auch rapide kürzer. „Ich hasse diese Kälte, lass uns nach drinnen gehen.“ „Ach und Kiara ich hab gute Neuigkeiten“ sie legte eine kurze pause ein „Ich habe mit meinem Vater geredet, er sagt ich darf an deine Party kommen!“ Kiara blieb sofort stehen und schaute Ihre Freundin strahlend an. „Echt“ Sie viel Jenni um den Hals „ich dachte schon die Party würde ein Flopp.“ Warrek trat neben die beiden, er rieb sich die Hände um sie zu wärmen, „Habe ich euch schon mal gesagt das Turianer keine Kälte mögen?“ „Ja ungefähr 10 Mal täglich“ antwortete Jenni lächelnd. Die Eingangshalle war noch voller als sonst, jetzt wo es draussen wieder kalt wurde wollten alle Studenten noch drinnen wo es warm war. Nach der Routinemässigen Trennung vor dem Unterricht folgten wieder die Standart Theoriefächer.

Als Jenni sich durch den dicht gedrängten Gang gekämpft hatte, schaffte sie es in die Kantine.
„Uff, ich wusste gar nicht das wir hier so viele sind.“ Kiara und Warrek warteten bereits am Tisch auf sie. Jenni setzte sich auf einen freien Stuhl, sie war von dem Trockenen Unterricht den ganzen Morgen geschafft. „Läuft heute irgend etwas spezielles im Biotiktraining?“ Kiara zuckte mit den Achseln „ich wüsste nichts“ sie wendete sich an Warrek „hast du dein Projekt mittlerweile fertig?“ „Schon fast, ich gebe ihm gerade den letzten Schliff. In 2 Wochen, an der Abschluss Ausstellung werden Alle unsere Projekte ausgestellt und bewertet, bis dahin will ich es perfekt haben.“ Er wirkte sichtlich stolz, er arbeitete jetzt schon fast 2 Monate an diesem Projekt. „Das Jahr hier ist viel zu schnell vorbei gegangen.“ „Ach noch ist es ja nicht vorbei.“ Antwortete Warrek. Kiara schien das Gesprächsthema zu bedrücken, sie wusste das Jenni sich für einen Posten in der Allianz bewerben wollte, während sie nach Thessia gehen wollte um zu studieren. Sie würden in Kontakt bleiben aber die gewaltige Distanz zwischen ihnen liese es nicht zu das sie sich regelmässig sehen würden. „Ach geniessen wir lieber die letzten paar Tage.“ Antwortete sie nachdenklich. Sie wollte das Thema wechseln ohne das jemand merken würde wie schlecht sie sich fühlte. Jenni hatte bisher nicht daran denken wollen, doch je näher der letzte Schultag kam desto schwerer war es die Gedanken daran zu verdrängen. Nach dem sie fertig gegessen hatten machten sich die Beiden Biotikerinnen auf den Weg zur Übungshalle. Als sie sich umgezogen hatten und die Halle betraten hatte ihre Ausbilderin einen Parkur vorbereitet. Alle Studenten mussten sich der Reihe nach anstellen und den Parkur so schnell wie möglich absolvieren. Die Erklärung der Ausbilderin war knapp und streng gewesen, irgend etwas war heute anders. Normalerweise war sie viel ruhiger und hatte ihnen alles exakt erklärt, sie schien irgendwie gestresst zu sein. Jenni war an der Reihe, sie atmete tief durch, „konzentrier dich“ sagte sie leise zu sich selbst, ein Blick über ihre Schulte zu der Ausbilderin. Diese hob die eine Hand „Los.“ Jenni rannte los, der Parkur war anspruchsvoll, als sie am ende ankam atmete sie schwer, sie war schnell gewesen aber mit ihrer eigenen Leistung nicht zu frieden. Nach dem der letzte Student den Parkur durchlaufen hatte lobte ihre Ausbilderin sie alle. „Das war grossartig, ihr alle hat euer bestes gegeben. Wie ihr alle wisst ist das Schuljahr bald zu ende, dies war unser voraussichtlich letztes Training im eigentlichen Sinne. Es hat mich gefreut mit euch zu arbeiten und ich hoffe es hat euch genauso viel Spass gemacht wie mir.“ Einer der anwesenden begann zu klatschen, sofort stiegen alle mit ein und applaudierten der Asari die sie unterrichtet hatte. Nach einer Weile kehrte Ruhe ein. „In der Tat, eure Leistung war beeindruckend, ich bin angenehm überrascht“ Die Stimme gehörte einem Mann, einem Menschen, das erkannte Jenni an der Art wie er sprach. Sie drehte sich um, und blieb wie versteinert stehen. Der Mann war nicht alleine, er wurde von vier andern begleitet, die Begleiter trugen Pistolen. Sie versteifte sich, auch wen Jenni noch nicht bei der Allianz wer so wusste sie doch was die Gelben Streifen auf dem Arm des Mannes bedeuteten, er war bei der Allianz. Jenni musterte ihn, er strahlte Würde und Stolz aus, wirkte aber auch hart und einschüchternd. Der Rest der Studenten schien nicht so recht zu wissen was sie tun sollten. Jenni handelte aus Reflex, sie war in einer Allianz Familie aufgewachsen, da hatte sie das gelernt. Sie stellte sich gerade auf beide Beine und Salutierte. Einige der Menschlichen Studenten taten es ihr gleich, sie wussten all das hier ein Ranghoher Soldat vor ihnen Stand. Jenni schaute sich das Zeichen auf seiner Schulter genau an, ihre Augen weiteten sich, der Vice-Admiral stand vor ihr. „Studenten... heute ist der wichtigste Tag in eurem Leben, die Entscheidung die ihr heute trefft wir den Rest eures Lebens beeinflussen.“ Er stellte sich vor die Gruppe die nun auf sie fixiert war. „Ich bin Vice-Admiral Gardner , ihr seid alle aus einem guten Grund hier, ihr seit die Talentiertesten Biotiker eurer Generation, und gemeinsam mit den Studenten von diversen anderen Universitäten bekommt ihr die Chance diese Gabe zu nutzten. Die Allianz macht euch allen ein Angebot“ Er winkte einen Seiner Begleiter zu sich. Dieser übergab ihm einen Stapel Kuverts. Es war äusserst ungewöhnlich Dokumente in Papierform zu benutzen, nur in den seltensten fällen kam so etwas vor. „Diese Umschläge enthalten alle weiteren Informationen, der Inhalt ist nur für euch bestimmt!“ Keiner der Studenten hätte es gewagt gegen diesen Befehl zu verstossen, der Ton des Vice-Admirals lies sie erschaudern. Jenni wollte sich gar nicht vorstellen was mit denen passieren würde die dagegen verstossen würden. „Darin ist ebenfalls ein Anmeldeformular enthalten, füllt es aus und gebt es an der Akademie ab, wir haben dort eine Verantwortliche Person.“ Einer der Begleiter begann die Kuverts zu verteilen, dazu rief er die Namen der Anwesenden auf und diese holten dann ihren Umschlag. „Bedenkt, das ihr diese Chance nur einmal habt, die Allianz stellt allen Teilnehmern diese Programms ein Studium zu Verfügung falls sie aus dem Programm austreten wollen.“ Er lies seinen Blick über die Gruppe Jugendlicher vor sich schweifen, Unsicherheit und Verwirrung stand den meisten ins Gesicht geschrieben. Jenni hatte ihren Umschlag kaum erhalten wollte sie ihn bereit öffnen. Der Vice-Admiral nickte kurz und drehte sich dann um, er verliess die Halle mit seinen Begleitern. Die Studenten standen noch einen Moment regungslos da bevor alle eifrig zu diskutieren begannen. Jenni ging sofort zu Kiara, diese sah sie skeptisch an. „Was denkst du? Worum geht es hier?“ „Ganz sicher um unsere Biotiken, entweder Forschung oder Rekrutierung“ meinte Kiara trocken. „Ok meine liebe da das Training jetzt vorbei ist würde ich sagen das ihr jetzt am besten nach hause geht, ich muss die Halle jetzt abschliessen.“ Die Studenten gingen zögernd und Redend zu den Umkleidekabinen. Jenni wollte den Umschlag erst sofort öffnen doch dann fiel ihr wieder ein das sie noch dringend weiter musste um Kiaras Geschenk zu holen. Sie duschte schnell und zog sich danach an. Kiara kam gerade dir Treppe hoch und schaute sie erstaunt an. „Das ging aber schnell“ meinte die Asari verwundert. „Ich muss noch etwas wichtiges erledigen, sehen wir uns morgen?“ Etwas enttäuscht das Jenni sie so plötzlich verliess antwortete sie „Morgen ist nur noch am Morgen Unterricht, und am Nachmittag besuchen wir Verwandte..... wir sehen uns wohl erst am Freitag wieder.“ Jenni trat zu ihrer Freundin legte ihre Arme um sie und zog sie an sich. Ihre Lippen berührten sich, Jenni schloss die Augen. Die Schritte die an ihnen vorbei gingen blendete sie einfach aus. Als sich Kiara von ihr löste sah sie ihre Freundin überrascht an, sie war überrascht das Jenni sich kein Bisschen um die Studenten kümmerte die an ihnen vorbei gingen und zu tuscheln begannen als sie das Paar sahen. „Ok bis dann, ich.... ich muss jetzt los“ sie drückte Kiara noch einmal kurz an sich und verliess dann das Gebäude.


„Verdammt Jenni wieso hast du es ihr nicht gesagt?“ fluchte sie leise als sie ausser Kiaras Hörweite war. „Ich liebe dich, so schwer ist das doch nicht“ am liebsten wäre sie noch einmal umgekehrt um es Kiara zu sagen aber sie musste sich beeilen, der Besuch des Vice-Admirals hatte sie schon etwas Zeit gekostet, sie musste schnell sein um den Termin noch einhalten zu können. Ihre Gedanken pendelten Zwischen ihrer Liebe und ihrer Neugier hin und her, sie musste an Kiara denken, sie hatte sie bei ihrem Kuss gar nicht mehr los lassen wollen, ein Teil von ihr wollte mehr als sie bloss küssen, der Rest von ihr wusste das sie es ruhig angehen sollte. Auf der anderen Seite stand ihre Neugier. „Nur schnell in den Umschlag schauen, das geht auch während dem gehen.“ die Stimme in ihrem Kopf klang verlockend doch sie würde am Abend noch genug Zeit dafür haben. Sie bog hastig in eine klein Strasse ab wo sich viele Geschäfte befanden. Das Geschäft das sie aufsuchte war ein Altes Haus, noch aus den Gründungszeiten der Kolonie. Es war restauriert worden und diente jetzt als Geschäft. Der Inhaber war ein älterer Mann, Jenni kannte ihn seit sie gehen konnte. Das klein Familienunternehmen existierte schon seit 30 Jahren. „Oh hallo Jenni, wie geht es dir?“ „Gut Mister Jenkins, und ihnen?“ „Auch gut, aber ich habe dir doch schon so oft gesagt du sollest mich mit meinem Vornahmen ansprechen“ Jenni erinnerte sich zurück, seit sie ihn das erste mal getroffen hatte nannte sie ihn so, das heisst seit sie sprechen konnte, am Anfang hatte sie nur etwas gebrabelt.
Sie musste lachen als sie daran dachte „Ich nenne sie jetzt schon seit Jahren so, ich kann das jetzt nicht einfach ändern, das wäre falsch“. Er lächelte und kramte etwas unter dem Tresen hervor, „du bist sicher wegen dem hier“ seine Stimme klang rauchig, er war schon über das Pensionsalter hinaus, aber es machte ihm Spass mit den Leuten zu arbeiten. Nachdenklich kratzte er sich am Kopf „Wo hab ich nur die Offerte hingelegt?“ Er begann in seinen Unterlagen zu wühlen. Jenni wusste was er vorhatte. „Ach da ist sie ja“ er holte ein Datenpad hervor, „1000 Credits.“ Jenni schaute ihn mit angehobenen Augenbrauen an „Sind sie sicher“ „Ja hier steht es ja“ er tippte auf das Datenpad. Jenni aktivierte ihr Universalwerkzeug und öffnete eine Datei. Die wirkliche Offerte erschien als Hologramm. 2500 Credits stand darauf. „Wo hast du die her?“ „Ich habe sie gebeten mir eine Kopie davon zu geben.“ Sichtlich ertappt begann er zu lächeln „früher war das noch einfacher gewesen.“ Jenni wusste noch genau das er ihr immer Kleinigkeiten geschenkt hatte. Sie hatte von ihm ein Paar Ohrringe geschenkt bekommen die sie bei einem Ausflug mit ihrer Mutter gesehen hatte aber nicht kaufen durfte. Mister Jenkins hatte sie immer als eine Art Tochter gesehen seit seine eigene mit 12 Jahren bei einem Unfall gestorben war. Sie war damals noch zu klein gewesen um zu verstehen wieso er damals so traurig war. Also hatte sie ihn jeden Tag besucht um mit ihm zu reden und zu spielen, sie hatte ihn aufheitern wollen. Als sie später erfuhr was geschehen war hatte sie das schockiert. „Ach Jenni, solange das mein Laden ist darf ich hier doch die Preise festlegen“ meinte er lächelnd als er das Geschenk auf den Tisch stellte. „Das kann ich aber zu dem Preis nicht annehmen. Wenn sie zu allen so grosszügig sind dann wird ihr Geschäft bald Konkurs gehen.“ Er schaute sie mit grossen Augen an. „Das tut es eh, mein Sohn ist Architekt, er wird das Geschäft nicht übernehmen, er hat mir versprochen dafür zu sorgen das es weiterbesteht, aber er wird es nicht selbst führen.“ Er schien etwas traurig zu sein das SEIN Geschäft nicht mehr weiter in Familienbesitz bleiben wird. „Ich kann das trotzdem nicht so annehmen“ sagte sie. Er packte es aus und zeigte es ihr. „Du solltest es dir erst mal ansehen, bevor du es kaufst“ meinte er lächelnd. Jenni strahlte, „das ist noch viel schöner als ich es in Erinnerung hatte.“ „Also was haben wir gesagt 1500 Cre....“ „Mister Jenkins!?“ „Nimm es doch einfach zu dem Preis mein Kind, du musstet dieses Geld hart ersparen“ Jenni trat näher zu ihm „Die Person für die es ist, sie ist mir mehr wert als alles Geld dieser Welt.“ Er schaute sie an und grinste „Ach die Liebe....“ Jenni hob ihr Universalwerkzeug und tippte etwas ein „Also 2500 Credits....“ Sie hatte Monatelang für diesen Betrag gespart. „Und ich gehe nicht bis sie es akzeptiert haben“ sagte sie und verschränkte die Arme. „Na gut, gegen eine Junge so durchsetzungsfähige Frau komme ich nicht an.“ antwortete er nach einem Moment des Zögerns, er tippte etwas auf dem Pad ein und es blinkte kurz. Er verpackte das Geschenk geschickt und machte mit einem Roten Samtband eine Schleife darum. Jenni nahm es in Beide Hände und Verstaute es in einer Einkaufstasche. Nach dem sie noch eine ganze Weile mit dem Alten Herrn gesprochen hatte machte sie sich auf den Heimweg, erst jetzt fiel ihr wieder ein das sie noch diesen Umschlag hatte. Sie hatte ihn vor lauter Erinnerungen die sie mit Mister Jenkins besprochen hatte völlig vergessen.

Als sie Zuhause ankam ging sie sofort in ihr Zimmer und öffnete den Umschlag vorsichtig und nahm das Dossier heraus. Ihre Augen überflogen den Text der ersten Seite, ihre Pupillen weiteten sich. Wie gebannt starrte sie auf das Blatt vor ihr, sie blätterte um und las weiter. Es war beschrieben worum es in dem Projekt ging, Kiara hatte recht gehabt, es ging um eine Einheit von Biotikern, vieles unterlag der Geheimhaltung und könne erst „nach Unterzeichnung der Geheimhaltungserklährung bekannt gegeben werden.“ Jenni wäre am liebsten jubelnd durch ihr Zimmer gesprungen, aber erst musst sie ihre Eltern dazu kriegen zu unterschreiben, da sie erst 17 war, sie wurde zwar nächsten Donnerstag 18 aber für die Anmeldung zu dem Programm brauchte sie die Unterschrift trotzdem. Die Allianz hatte dummerweise ein Prüfverfahren wo Anmeldungen von gerade erst 18 gewordenen Bewerbern überprüfte. Es gab immer wieder Versuche von Minderjährigen die sich aus irgendwelchen Gründen frühzeitig einschleichen wollten. Diese Überprüfung hätte 7 Tage gedauert, Anmeldeschluss war Sonntag nach ihrem Geburtstag, nur 3 Tage später. Und die Tatsache das ihr Vater schon lange bei der Allianz war würde im falle seiner Unterschrift sicher ihre Chancen erhöhen. Sie ging den Rest des Dokuments durch um sicher zu sein um was es da ging. Sie war total aufgeregt, genau nach so etwas hatte sie gesucht, sie wollte schon immer an der Front sein als Biotikerin. Das war ihr Traum, und jetzt schien sie die Gelegenheit zu bekommen ihn zu leben. Jenni musste es nur noch schaffen das ihre Eltern unterschrieben, zumindest ein Elternteil. Da sie wusste das ihre Mutter davon gar nicht erfreut sein würde musste sie sich an ihren Vater wenden, doch wie? Sollte sie ihn auf seine Eigene Laufbahn ansprechen und ihn daran erinnern das die Allianz sie positiv beeinflussen wird? Oder sollte sie ihn doch lieber einfach darum bitten? Jenni dachte noch eine ganze Weile darüber nach. Erst beim Abendessen kam ihr eine Idee, sie hasste sich dafür selbst den sie wusste das es leider wahr war. Sie würde ihn über Kiara kriegen. Der Gedanke daran tat weh, aber es war schon immer ihr Traum gewesen, diese Chance konnte sie nicht einfach verstreichen lassen. Ihr Vater hatte sich gewünscht das sie in die Allianz gehen würde und jetzt konnte er mit seiner Unterschrift auch noch bewirken das sie Kiara nicht mehr sehen würde. Auch wenn der Gedanke daran schmerzte, würde sie sich diese Variante als letzte Option offen halten. Er würde wohl kaum widerstehen können, 2 Fliegen mit einer Klappe, eine solche Chance hätte er nie wieder. Sie war angewidert an ihrer eigenen Art. Sie berechnete eiskalt, auch wen er es nie zugeben würde so würde er diese Option wohl wählen, er konnte sich selbst sagen das er ihr einen Gefallen getan hatte, was ja auch stimmte. Aber er hätte es auch geschafft das sie und Kiara nicht mehr zusammen wären, ohne sie dabei zu verletzen. Sie wäre ihm sogar noch dankbar, besser ging es für ihn nie wieder.

„Was ist den Jenni? Du hast ja noch gar nichts gegessen.“ Sie hatte in Gedanken versunken in ihrem Salat rumgestochert. „Ach mir ist der Appetit vergangen.“ „Wieso den? Schmeckt es dir nicht?“ Sie sah ihre Mutter mit einem erzwungenen Lächeln an „Nein ich musste nur gerade an etwas denken....“ sie zwang sich dazu ein Paar Bissen zu essen. Nach kurzem verzog sie sich wieder in ihr Zimmer um auf den richtigen Moment zu warten um ihren Vater anzusprechen. Er musste alleine sein und ihre Mutter musste beschäftigt sein damit sie auf keinen Fall dazwischen kam. Viertel vor acht sass ihr Vater in seinem Arbeitszimmer und war an der Buchhaltung während ihre Mutter Bügelte. „Besser wird’s wohl nicht mehr“ sagte sie sich selbst. Sie schlich sich durch die Wohnung und stoppte vor der Tür des Arbeitszimmers ihres Vaters. Nach dem Jenni noch einmal tief durchgeatmet hatte betrat sie das Zimmer langsam und schloss die Tür hinter sich wieder. Ihr Vater schaute sie überrascht an „Dad es gibt da etwas wirklich wichtiges worüber ich mit dir reden muss“ sagte sie vorsichtig. „Ist etwas passiert?“ „Ja, wir haben heute in der Schule Besuch bekommen....“ Er griff nach seiner Kaffeetasse „Die Polizei?“ er nahm einen Schluck von dem heissen Getränk. „Nein der Vice-Admiral“ Er hätte fast seinen Kaffee wieder ausgespuckt und begann zu husten als er dass hörte. „Was? Von der Allianz?“ Seine Augen waren fast so gross wie bei dem Abendessen als sie ihm gestanden hatte das sie und Kiara ein Paar seien. „Ja, es geht um ein spezielles Programm von Biotikern, eine Einsatztruppe für spezielle Einsätze.“ Sein Blick wurde sofort nachdenklich „Aha, ich nehme an du fragst mich was ich davon halte.“ „Mhm“ gab sie knapp zurück. „Ich weiss nicht, hasst du denn.....“ sie legte ihm das Dossier auf den Tisch. „Ok“ Jenni schaute ihn auffordernd an. Es dauerte fast 10 unerträgliche Minuten bis er es durchgelesen hatte, ohne ein Wort zu sagen. „Das....das ist eine ziemlich grosse Entscheidung Liebling, hast du dir das auch gut überlegt?“ „Ja Dad, du seist ja wie lange ich schon von so etwas träume, ich kriege so eine Chance bestimmt keine 2 Chance dafür“ Er nickte, das war ausnahmsweise etwas wo er mit ihr einig war, wenn sie in die Allianz wollte dann war jetzt der beste Zeitpunkt. „Da sollte deine Mutter aber auch mitreden können denkst du nicht?“ Jenni hatte genau das befürchtet, sie begann zu argumentieren, erst zählte sie ihm die Vorteile auf die eine Laufbahn in der Allianz für sie habe. Als es keine Wirkung zeigte versuchte sie ihn bei seinem Soldatenstolz zu packen doch sie scheiterte. Er wollte gerade auf stehen um ihre Mutter zu hohlen als sie sich entschied ihr letztes Ass auszuspielen. „Ich verstehe wenn es zu kurzfristig ist, ich verlange viel von euch. Wenn es nicht klappt habe ich wenigsten noch mehr Zeit mit Kiara, vielleicht kann ich sie dann nach Thessia begleiten.“ Sie hasste sich dafür das sie das gesagt hatte, es fühlte sich so falsch an, doch es zeigte Wirkung. Ihr Vater hielt kurz inne, er bewegte sich nach einem Moment weiter. Er wollte nicht das seine Tochter etwas davon mitbekam das ihr Worte Wirkung gezeigt hatten. „Weist du wass? Ich werde mich mit deiner Mutter darüber unterhalten, willst du gleich dabei sein oder soll ich zuerst mal alleine mit ihr reden?“ Sie wusste das er jetzt zu ihren Gunsten argumentieren würde, wen auch aus eigenen Motiven. „Mir wäre es lieber wen du zuerst einmal alleine mit ihr reden würdest.“ „Ok, ich.... ich kann dir nichts versprechen, du weist wie stur deine Mutter sein kann.“ sagte er grinsend. Sie ging wieder die Treppe hoch in ihr Zimmer während ihr Vater ins Wohnzimmer ging um mit seiner Frau zu reden.

Jenni konnte es kaum erwarten das Freitag war. Sie schob die Gedanken über Abschied und Trennung zur Seite und konzentrierte sich statt dessen auf die Party. „Was ziehe ich eigentlich am schlausten an?“ sie begann in ihrem Kleiderschrank zu wühlen, „Scheisse, ich muss morgen noch ein anständiges Kleid kaufen gehen“ sie holte ein altes Kleid heraus das ihr aber mittlerweile zu kurz war. Sie probierte es an, es reichte ihr nicht mal mehr zu den Knien. „Vielleicht aber auch ein unanständiges Kleid“ dachte sie sich lächelnd, wie hatte Kiara so schön gesagt „Ich will nicht verklemmt wirken“ sie musste grinsen. Sie zog das Kleid wieder aus und legte sich ins Bett. Gut das sie morgen Nachmittag frei hatten. Ihr Portemonnaie tat ihr aber leid, heute 2500 Credits und morgen gleich noch mal einkaufen.

Die Schule am Morgen war schnell vorbei, die meisten Lehrer freuten sich wohl schon auf die Ferien und zeigten Filme oder liessen die Schüler offene Diskussionsrunden führen bei denen sie meist ziemlich schnell vom Hauptthema abkamen. Am Mittag hatte sie noch mit Warrek zu mittag gegessen, Kiara hatte sich nur schnell von ihnen verabschiedet, da sie weiter musste. Warrek hatte Jenni danach noch sein Projekt gezeigt. Es war beeindruckend was er in den letzten Wochen geschaffen hatte. Sie verstand nur die Hälfte von dem was er ihr erklärte, doch sie sah das Resultat seiner Arbeit und das wirkte mehr als professionell. Nach der kleinen Demonstration trennten sie sich und Jenni nahm den Buss zum Einkaufszentrum in der Mitte der Kolonie.

Dort angekommen verbrachte sie die nächsten Stunden damit sich ein Kleid zu kaufen. Sie entschied sich für ein Türkisfarbenes, relativ enges Kleid. Die leuchtende Farbe und der enge Schnitt würden ihrer Figur schmeicheln hatte die Verkäuferin gesagt. Es lies ihren Rücken frei und war aus einem dünnen Stoff. Sie wusste jetzt schon das sie auf dem Weg zu Kiara frieren würde, und der Rock der ihr nur knapp bis zu den Knien reichte machte das auch nicht unbedingt besser. Sie hatte sich dazu noch gerade ein neues paar Schuhe gekauft. Jenni betrachtete sich selbst im Spiegel, sie trug nur selten solche Kleider. „Ich hoffe Kiara mag dein neues sexy ich“ sie grinste bei dem Gedanken. Sie ging wieder in die Umkleidekabine und zog sich wieder um. Der Einkauf war nicht gerade Billig, aber für irgend etwas musst sie ja das gesparte Geld ausgeben.

Es war Abend geworden bis sie wieder Zuhaus angekommen war. „Hallo, ich bin wieder da“ „Hallo Schatz“ Ihre Mutter kam ihr entgegen, „Ah, du warst einkaufen? Was hast du dir den gekauft?" “Seht ihr morgen abend" sagte sie mir einem schiefen grinsen im Gesicht. Nach dem Abendessen, als Jenni gerade in ihr Zimmer gehen wollte, sprach ihre Mutter sie an „Ähm Jenni.... dein Vater und ich möchten noch mit dir reden.“ Sie wusste sofort worum es ging. „Ja?“ Ihre Mutter schien die richtigen Worte nicht zu finden. „Es geht um diese.... Einladung der Allianz, ich wollte einmal mit dir darüber reden. Das ist eine grosse Entscheidung, hast du dir das gut überlegt?“ Jenni atmete tief durch „Ja hab ich, ich will diesen Weg schon lange gehen und jetzt wo ich die Chance dazu habe würde es mir viel bedeuten wenn ihr mich dabei unterstützt.“
Das Gespräch lief noch fast eine Stunde weiter, Jenni musste ihrer Mutter etwa 100 mal versprechen vorsichtig zu sein und ihnen regelmässig Nachrichten zu schreiben. Nach endlos scheinenden Gesprächen waren sie sich immer noch nicht einig und Jennis Mutter brach die Diskussion ab, sie würden Morgen weiter reden können. Enttäuscht ging ihre Tochter nach oben in ihr Zimmer. Als sie sich schon schlafen legen wollte klopfte es. Ihr Vater betrat das Zimmer und schloss die Tür eifrig hinter sich. „Jenni, ich habe mir Gedanken gemacht, du hast es dir gut überlegt, es wäre nicht richtig dir diese Chance zu nehmen. Er legte dass Dossier auf ihren Schreibtisch und unterschrieb. „Dad?“ Jenni war verwirrt. Sie richtete sich auf und schaute ihn verwundert an „Aber erzähl es nicht deiner Mutter.“ Jenni stand auf und umarmte ihren Vater „Danke Dad“ „So ich muss jetzt schnell wieder nach unten bevor sie etwas merkt.“ Er gab ihr einen Kuss auf die Wange und ging wieder nach unten. Jenni freute sich als sie dass Dossier in den Händen hielt, aber es schmerzte zu wissen wesshalb ihr Vater letzen Endes unterschrieben hatte. „Vielleicht hat er es ja wirklich nur dir zuliebe getan?“ sie versuchte ihr Gewissen damit zu beruhigen. Nach dem sie das Wichtige Dokument an einem Sicheren Ort gelegt hatte lies sie sich auf ihr Bett fallen, schnell übermannte sie der Schlaf.

„Nein nicht!“ Jenni fuhr ruckartig hoch, sie hatte einen Alptraum gehabt, sie war als kleines Kind mal in einem Shuttle geflogen und sie mussten Notlanden, seither hatte sie immer mal wieder Alpträume davon in einem Shuttle ab zu stürzen. Sie fasste sich an die Stirn, ihre Decke klebte förmlich an ihrem nass geschwitzten Körper. Jenni strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Der Blick auf den Wecker war Reflex, kurz vor Mittag. Sie setzte sich auf die Bettkante und rieb sich die Augen. „Das fängt ja toll an“ sagte sie sich leise. Ihr Blick wanderte aus dem Fenster, Regen. Für einen Moment überlegte sich Jenni sich wieder ins Bett zu legen, doch dann blieb ihr Blick an dem Geschenk das auf ihrem Tisch stand hängen. „Heute hat Kiara Geburtstag!“ sie stand auf und packte sich ein paar Hosen aus ihrem Schrank. „Erst mal duschen.“ Jenni warf ihre Unterwäsche in den Wäschekorb, stieg unter die Dusche und startete das Wasser. Es fühlte sich unglaublich erfrischend an, zusammen mit dem Schweiss lösten sich auch die Schlechten Erinnerungen und die Anspannung. Auch wen Jenni sich nicht sehr Mädchenhaft benahm legte sie doch Wert auf ihr Äusseres, nach dem Duschen Rasierte sie sich die Beine, um die wenigen ohnehin kaum auffallenden Härchen zu entfernen. Als ihre Mutter das Badezimmer betrat staunte sie nicht schlecht „Oha, da will sich jemand aber ganz besonders hübsch machen, du hast dir die Beine so gut wie nie Rasiert.“ sie erhielt ein breites grinsen als Antwort „Heute ist ja auch kein gewöhnlicher Tag.“ Bis die Sonne unterging schien es eine Ewigkeit zu dauern, Jenni hatte Kiara einen Gratulationsnachricht geschickt. „Kanns gar nicht erwarten dich wieder zu sehen <3“ hatte sie als Antwort erhalten. Sie wäre am liebsten sofort hin gegangen, aber die Party startete erst um 20:00 Uhr. Je näher der Abend kam desto ungeduldiger wurde Jenni. Sie kam sich vor wie früher als kleines Mädchen, wen sie am Weihnachtsabend vor den Paketen gegessen hatte und sie noch nicht auspacken durfte. Ihre Eltern warteten unten auf sie, sie hatte ihnen versprochen sich ihnen noch zu zeigen bevor sie ging. Eine letzte Kontrolle, Sass das Kleid? Die Frisur? Ein paar Spritzer Parfum und ein letzter prüfender Blick in den Spiegel. „Dann mal los“, Jenni trat die Treppe runter und ging in die Küche, sie musste sich erst wieder daran gewöhnen das ihre Schuhe Absätze hatten. Auch wenn sie nur 5 Cm hoch waren war sie es sich nicht mehr gewohnt, das letzte mal war schon eine ganze Weile her. „Und? Wie sehe ich aus?“ Ihre Eltern schauten sie mit offenem Mund an, sie waren wohl nicht auf etwas derart Freizügiges vorbereitet gewesen. „Mein Gott, du siehst umwerfend aus, wo ist bloss mein kleines Mädchen hin?“ meinte ihre Mutter. Ihr Vater hob die Augenbrauen, „Wow....“ er musterte sie „ Ich kann dich so kaum vor die Tür lassen, dieser Rock ist doch viiiel zu kurz“ sagte er grinsend. Sie sah ihn Vorwurfsvoll an. „Das war nur ein Scherz, du siehst hinreissend aus..... und da du ja jetzt eine “Freundin“ hast muss ich mir ja keine Sorgen machen das du etwas dummes anstellst oder?“ Jenni grinste verschmitzt „definiere dumm.“ „Jegliche Interaktion mit Männern egal welchen Alters und Spezies.“ „keine Sorge Dad die einzige die mich berühren darf ist Kiara.“ Erst war Jennis Vater erleichtert doch als er die Anspielung seiner Tochter verstand war er sich nicht mehr sicher ob er sich jetzt besser fühlen solle. „Hm“ grummelte er, „Du spielst mit deiner Erlaubnis zur Party zu gehen meine liebe“ Sie lächelte ihn unschuldig an. „So ich muss dann mal los, sonst komm ich zu spät“ Sie ging gerade auf die Haustür zu als sie ihren Vater hörte, „Ich kann dich fahren wenn du willst?“
Sie öffnete die Türe und wollte gerade hinaustreten „Danke Dad aber ich glaub das sch.....eisse ist das kalt“ sie hatte nicht auf das Thermometer gesehen, Ihr Kleid war definitiv nicht für 5 Grad geeignet. „Steht das Angebot mit dem hinfahren noch?“ Mit einem weisen lächeln verliess er die Küche.

„Wann soll ich dich wieder hohlen?“ „So um eins oder zwei“ Total überrascht über so eine klare Ansage zögerte er einen Moment. „Ich.... Wir werden wahrscheinlich bis dahin schlafen. Ok bis dann“ Jetzt verstand er das sie 2 Uhr Nachmittags meinte. „Ähm, von übernachten war eigentlich nie die Rede.“ „Ach das ist kein Problem, wie passen beide in Kiaras Bett“ sie grinste, gab ihrem Vater einen Kuss und stieg dann schnell aus dem Auto. „Bis morgen“ „Bis morgen“ antwortete er leicht deprimiert.

Kiaras Haus war hell erleuchtet und vom inneren war Musik zu hören. Jenni blickte auf ihre Uhr, es war 20:05, sie atmete tief durch und fasste in ihre Tasche, sie hatte ihr Geschenk nicht vergessen. Auch wen sie nichts von Handtaschen hielt trug sie diesmal eine. Jenni trat zur tür und klingelte. Es geschah einen Moment nichts, sie fror bereits und das schon nach wenigen Sekunden. Gerade als sie erneut klingeln wollte öffnete Kiara die Tür. Sie trug ein Weisse kleid, Es war ähnlich wie Jennis, es war von einer Asari Boutique. Es stand ihr super, ihr kurviger Körper füllte das Kleid perfekt aus. Jenni stand wortlos da und musterte sie von Kopf bis Fuss. Kiara ging es genau so, sie hatte noch nie gesehen das sich Jenni so sexy angezogen hatte. Nach einer weile überwand Kiara schliesslich ihr erstaunen „Du siehst... heiss aus“ antwortete sie total überrascht. „Das sagt gerade die richtige.“ „Komm herein, sonst erfrierst du noch“ Jenni trat ein und Kiara schloss die Tür. In dem Haus lief laute elektrisierende Musik und einen Dumpf hämmernden Bass. Kiara drehte sich zu ihrer Freundin „Hei meine Schöne“ Sie Küsste sie lange auf den Mund, Jenni legte ihre Hände an Kiaras Rücken, diese zuckte zusammen und wich ein wenig von Jenni zurück „Was ist?“ hatte sie etwas falsch gemacht? „Ach du hast nur kalte Hände. Komm, gehen wir zu den andern“ Die Asari griff sich Jennis Hand und zog sie ins Wohnzimmer, dort tanzten etwa 20 Leute, hauptsächlich aus ihrem Biotiktraining und Kiaras Klassen. Einige standen zusammen und redeten. Die Tisch und Möbel des Grossen Raumes waren an die Wände Geschoben so dass in der Mitte des Raumes ein Grosser , als Tanzfläche dienender freier Platz war. „Hei Jenni, das musst du unbedingt mal probieren“ Warrek Trat mit 2 Gläsern mit einer grünen Flüssigkeit darin zu ihr. Sie nahm eines der Gläser und legte den Arm um ihn, „Hei Warrek, was ist das?“ Er reichte Kiara das zweite Glas „Rincol, Vorsicht das Zeug haut rein“ er signalisierte ihnen zu warten und ging in die Küche. Jennis Blick wanderte durch den Raum, überall bewegten sich Körper zu den mitreissenden treibenden Rhythmen der Musik. Alle schienen ausgelassen zu feiern, Alkohol war auch ziemlich viel im Spiel, Jenni sah fast auf jedem Tisch die am Rande standen Gläser mit diversen Spirituosen. „Oh Kiara, ich habe hier noch etwas für dich“ Jenni griff in ihre Tasche und hohlte das kleine etwa Faustgrosse Schächtelchen das in buntes Papier gepackt und von einer Roten Samtschleife umwickelt war heraus. „Alles gute zum Geburtstag....“ „Nun sag es schon“ schoss es durch Jennis Kopf „Ich...ich hoffe es gefällt dir“ sagte sie stockend. „Verdammt wieso bist du nicht fähig diese 3 einfachen Worte zu sagen“ hallte es in ihrem Kopf. „Jenni, das währ doch nicht nötig gewesen.“ Sie nahm das kleine Geschenk in beide Hände und schaute Jenni strahlen an. „Doch das war es, das heute ist der Wichtigste Tag deines Lebens, da muss es auch etwas ganz besonderes sein.“ „Das grösste Geschenk das du mir machen konntest war es mich festzuhalten als ich weglaufen wollte, mir eine Chance zu geben." Jenni legte ihre Hände auf Kiaras Hüften und lächelte sie an „Das ist nicht genug, du verdienst weitaus mehr als dass.“ Sie küssten sich kurz. Kiaras Neugier übermannte sie, sie zog vorsichtig an dem Samtband und nahm das Papier ab. Die kleine Schachtel öffnete sich mit einem leisen Klicken das in der lauten Musik unterging. Kiara starrte wie Gebannt auf den Inhalt. Die Asari starrte Jenni an, dann wanderte ihr Blick wieder auf die Goldene Halskette und den daran befestigten Anhänger. „Jenni... ich...“ Sie nahm die Kette vorsichtig heraus und legte sie in ihre Handfläche. „Die ist wunderschön! Wo hast du die her?“ „Das ist nicht wichtig, wichtig ist nur ob sie dir gefällt“ „Klar tut sie dass, ich...ich“ Sie schlang ihre Arme um Jenni zog sie kräftig an sich und küsste sie. Kiara war dabei so stürmisch, sie drückte ihre Lippen fest gegen Jennis und lies diese erst wieder los als ihr Körper sie zwang wieder zu atmen. „Oh Jenni, wie soll ich dir dafür bloss danken?“ „Gar nicht, es ist ein Geschenk“ bekam sie von ihrer Lächelnden Freundin zurück. „Hier schau mal“ Jenni griff vorsichtig nach dem Anhänger und öffnete ihn. Im inneren war ein Kleines Foto von ihnen beiden auf dem Hügel auf dem sie sich das erste mal geküsst hatten. Sie waren mit Warrek einmal da hoch gegangen
und Jenni hatte ihn gebeten ein Foto von ihnen zu machen. Es war ein Bild wo sie nicht geschminkt waren, Jennis Haare waren zerzaust und sie standen einfach so da. Trotz all dieser kleinen Fehler fand Jenni dies eines der Schönsten Bilder von Ihnen beiden. „Jenni, diese Foto, du... das ist so süss“ Jenni legte ihr die Kette um den Hals. Sie zog Jenni erneut an sich, diese hob die Augenbrauen uns sah Kiara erschrocken an, als hätte sie Angst gleich wieder von ihr angefallen zu werden. Doch diesmal bewegte sie sich langsam auf sie zu und küsste sie ganz sanft. Jenni spürte das Kiara gerade dabei war ihren Mund während des Kusses langsam zu öffnen als Warrek wieder zu ihnen trat. „Oh ich wollte nicht stören...“ Kiara löste sich von ihrer überraschten Freundin, „Nein ist schon in Ortnung“ sagte sie mit einem lächeln, ihr war es wohl peinlich das Warrek sie erwischt hatte. „Also stossen wir an, auf Kiara die jetzt erwachsen ist, das ist deine Nacht.“ Er hob das Glass in Kiaras Richtung Jenni und Kiara stiessen mit ihm an. „Runter damit!“ bemerkte der Turianer, kippte sein Glas und schüttelte den Kopf kurz. Jenni setzte ihr Glas eben falls an und warf den Kopf in den Nacken. „Oha, das Zeug brennt ganz schön“ bemerkte sie und schaute erwartungsvoll an. Diese lächelte verlegen, setzte das Glas an und leerte es in einem Zug. Sie begann zu husten, sie war sich starke Spirituosen wohl nicht gewöhnt.

Jenni hatte einmal eine Flasche Whisky von ihrem Vater gestohlen und mit Warrek zu probieren wie er schmeckt. Sie hatten damals gehustet und beschlossen das auf später zu verschieben. „Na also“ Warrek klatschte als Kiara ihn wieder ansah. „Du bist tapfer“ Jenni klopfte ihr auf die Schulter. „Stell deine Tasche da in die Ecke, und lass uns tanzen“ meinte Kiara. Jenni stellte ihre Handtasche unter einen der Tische und drehte sich um. Die Asari die sie liebte stand da und lächelte sie an, sie sah wunderschön aus, wieder begann Jennis Körper zu kribbeln. „Das kann unmöglich der Alkohol sein, viel zu schnell“ dachte sie sich und ging langsam auf Kiara zu. „Kiara, ich bin keine sehr talentierte Tänzerin....“ „Nur keine Angst, das kümmert hier keinen. Hast du etwa Angst?“ „Nein, es ist nur.... einen Moment“ sie ging flink zu dem grossen Tisch der als Bar fungierte, dahinter stand ein Turianer der dabei war Drinks zu mixen. „Was darfs den sein?“ „Ich soll tanzen gehen.....und na ja....“ „verstehe, etwas gegen die Nervosität“ er nahm eine Flasche kippte einen grosszügigen Schluck von dem durchsichtigen Inhalt in ein Glas, ein paar weitere Zutaten folgten schnell und zu Schluss eine Hand voll Eiswürfel. Jenni bedankte sich und nippte auf dem Weg zurück zu Kiara an ihrem neuen Getränk, es schmeckte fruchtig und Süss. Eine gefährliche Mischung, der Alkohol war kaum zu schmecken, würde aber bei dem vielen Zucker sofort ins Blut gehen. Als sie wieder bei Kiara ankam ging diese zu Tanzfläche. „Verflucht Jenni wo schaust du hin?“ sagte eine Stimme in ihrem Kopf als sie bemerkte das Sie ihrer Freundin auf den Hintern starrte. Kiara begann sich zu bewegen, Ihr Körper bewegte sich zu Rhythmus hin und her, ihre Bewegungen wirkten flüssig und elegant. Sie drehte sich zu Jenni und winkte diese mit einem Finger zu sich hin. Jenni nahm noch einmal einen kräftigen Schluck von ihrem Drink und bewegte sich auf Kiara zu, das Kribeln wurde Stärker und ihr drängten sich Gedanken auf die sie bestenfalls als “unanständig“ hätte bezeichnen können. Sie schob all ihre Gedanken zur Seite und konzentrierte sich auf die Musik, lies sich von dem Rhythmus mitreissen und begann sich zu bewegen.

Seit sie eingetroffen war waren nun ein paar Stunden vergangen, Sie war inzwischen viel lockerer geworden, der Alkohol begann zu wirken. Die beiden machten gerade eine kleine Pause vom tanzen und standen an einem Tisch. Jenni war es seit Beginn der Party immer schwerer gefallen in Kiaras nähe logisch zu denken, ein teil steuerte zweifellos die Tatsache bei das sie bereits einiges getrunken hatte bei. Diese Süssen Fruchtdrinks hatten es ihr angetan, sie hatte gerade eben den vierten geleert. Kiara stand direkt vor ihr, es viel ihr immer schwerer Blickkontakt zu halten. Sie schaute immer wieder auf Kiaras schönen langen Bein oder ihren Ausschnitt. „Verdammt Jenni konzentriere dich, was tust du nur.“ In ihrem Kopf spukten Gedanken umher für die sich bis vor kurzem noch geschämt hätte. Kiara lächelte sie an „Ist irgend etwas?“ fragte sie höflich „Nein, es ist alle in Ortnung“ antwortete Jenni. Woher kam nur dieser Reiz, sie liebte Kiara und war schon eine ganze Weile mit ihr zusammen aber in letzter Zeit war da mehr als nur Liebe. Wen sie sich küssten wollte sie Kiara gar nicht mehr loslassen, eine Stimme in ihrem Kopf sagte ihr das dass Falsch seie aber ihr Körper schrie sie solle weiter machen.

„So es ist zeit für ein paar Spiele!“ rief der Turianer der an der Bar gestanden war. Er drehte sie Musik etwas leiser und alle versammelten sich um den Tisch. „Zuerst brauchen wir 2 Mutige Kandidaten.... wer traut sich was?“ Nach einer kurzen Pause meldete sich ein Junger Mann, „ich...“ „und Warrek“ rief jemand zweites. Warrek der total überrascht war wurde von den Leuten um ihn herum angefeuert. Schliesslich trat er nach vorne und alle applaudierte und jubelten. Der Turianer an der Bar nahm 2 kleine Schnapsgläser füllte sie mit einem Blauen Getränk und gab anschliessen vorsichtig einen Spritzer aus einer anderen Flasche dazu. Er stellte eine grosse Schüssel Wasser auf den Tisch. „Nur für den Fall der Fälle“ meinte er krinsen holte ein Feuerzeug heraus und zündete die Beiden Shots an. Die 2 Flüssigkeit die ober auf der Blauen schwamm brannte mit einer kleine Blauen Flamme. „Wie und das sollen wir jetzt so trinken?“ fragte Warrek entsetzt. „Jab na los! Aber nicht ausspucken, sonst fackelt ihr hier noch die Bude ab“ bemerkte er grinsend. Der junge Mann griff nach einem der beiden Gläser und Warrek schnappte sich das andere. Er hatte vorhin mit einer Asari geflirtet und die sah jetzt zu, da konnte er nicht kneifen. Er hob sein Glas zu prost in Richtung des Menschen, schluckte kurz lehr und kippte das Glas. Seine Augen standen weit offen und er schlug mit der Faust leicht auf den Tisch. Nach ein paar Sekunden schluckte er ein zweites mal. Der Mensch hatte sein Glas ebenfalls gelehrt, die Hand vor den Mund gehalten und gehustet, der Blaue Schnaps war definitiv hochprozentig. Warrek stellte sein Glas verkehrt auf den Tisch und drehte sich jubelnd um. Die neben ihm stehenden Turianer gaben ihm einen Handschlag. Während die anderen weiter Trinkspiele spielten gingen Jenni und Kiara zurück zu ihrem Tisch. „Wo ist eigentlich deine Mutter? Und wie hast du ihre Erlaubnis hierfür gekriegt?“ fragte Jenni. „Sie ist bei Verwanten, und wegen der Erlaubnis, das war leicht. Ich darf hier feiern muss aber alle Schäden selber bezahlen und Selber putzen.“ „sie lässt dich hier einfach so feiern?“ „Ja, sie sagt immer sich könne sich nach an ihre jungfräuliche Phase erinnert, da hätten sie ständig so gefeiert“ Kiara grinste und nahm einen weiteren Schluck von ihrem Glas, sie war bei Rincol geblieben. „Du hast echt Glück. Aber jetzt sag nicht das sie von dem Alkohol weiss!“ „Was denkst du woher ich den habe? Sie weiss nicht von allem, mehr als die Hälfte hat ein alter Freund für mich gekauft.“

„Kiara!“
Die beiden fuhren herum als sie hörten wie jemand ihren Namen rief. „Genau, unsere nun erwachsene Gastgeberin.“ Meinte der Turianer an der Bar und winke sie zu sich. Jenni ging mit ihr zu dem Tisch, sie schaffte es gerade so sich unter Kontrolle zu halten, ihr ganzer Körper kribbelte. „Also, dieses Spiel heisst “Feuer & Eis“ Auf dem Tisch standen 2 Gläser eines mit roter und eines mit blauer Flüssigkeit. „Mit wem willst du spielen Kiara, wähle weise, du solltest die Person gut kennen mit der du spielen willst.“ Kiara sah ihn verwundert an „Wie?“ fragte sie ihn. „Ich spiele mit ihr“ meldete sich Jenni, sie hätte sich am liebsten dafür in den Hintern getreten, ihr Mund war schneller gewesen als ihr Hirn. Sie hatte sich für etwas gemeldet wovon sie nicht mal wusste worum es sich handelte. „Das passt“ erwiederte der Turianer. „Die regeln sind ganz einfach, ihr müsst...“ er zeigte auf den Roten Shot „das Feuer...“ seine Hand wanderte zu dem anderen, Eisblauen Shot „und dass Eis mischen.“ Kiara wollte gerade nach den beiden Gläsern greifen als der Turianer mahnend den Finger hob, „Aber ihr dürft beide nur ein Glas berühren, es sind keine Hilfsmittel erlaubt.“ Ein grinsen ging durch die Runde der Zuschauer. Jenni wusste jetzt genau worum es bei diesem Spiel ging, bei den Menschen gab es genug solcher Trinkspiele. Kiara warf erst ihr dann dem Turianer einen verwirrten Blick zu. Jenni ergriff die Initiative und schnappte sich das Glas mit dem “Feuer“ und schob das andere zu Kiara. „Nicht runter schlucken“ sagte sie lächelnd. Als Kiara das Glas in die Hand nahm Kippte Jenni ihres und drehte sich zu ihrer Freundin. Diese kippte ihres ebenfalls und fand sich im nächsten Moment in Jennis Armen wieder. Diese drückte jetzt ihre Lippen auf Kiaras und öffnete den Mund, ihre Zunge wanderte zu Kiaras. Jetzt war jeder Versuch sich zu beherrschen sinnlos, Jenni lies es einfach geschehen. Die Asari die erst Perplex dastand hatte sich jetzt gefangen und begann sofort Jennis Zärtlichkeiten zu erwidern. Ihre Zungen umspielten sich und mischten dabei die beiden Spirituosen untereinander. Die Zuschauer Jubelten und pfiffen, sie waren alle schon ziemlich angeheitert. Nach etwa fünf Sekunden lösten sich die beiden voneinander und schluckten das Getränk. Erst Jetzt merkten sie weshalb es Feuer & Eis hiess, während der blaue Shot kühlte brannte der Rote im Hals. Sie sahen sich in die Augen, Kiara bewegte sich auf Jenni zu und küsste sie erneut. „Das nenne ich doch mal einen Kuss“ die Stimme gehörte Warrek. Kiara sah Jenni mit Funkelnden Augen an, packte sie an der Hand und ging zur Musikanlage „Bevor wir hier alle abstürzen, alle noch mal auf die Tanzfläche!“ Sie drückte ein paar Knöpfe und drehte die Lautstärke auf. Nach einigen Sekunden Begann wieder Elektronische Musik zu spielen, die schellen Rhythmen, eine Treibende Melodie und die dumpfen Schläge des Basses liessen Jennis Körper Zucken, irgend etwas lies sie Tanzen, sie begann einfach sich zu bewegen. Kiara stellte sich direkt vor sie und begann ebenfalls zu tanzen. Ihre Körper rieb sich an Jenni als sie näher zu ihr rückte. Erst hatte sie noch versucht sich dagegen zu wehren, doch dann hatte ihr Körper die Kontrolle übernommen, der Teil in ihr, ihr Verstand, der ihr sagte das was sie da tut falsch sei war weggesperrt, an einem Ort wo sie ihn nicht hören konnte. Sie legte ihre Hände an Kiaras Hüften, sie Tanzen eng beieinander, Kiaras Rücken berührte Jennis Brust, sie spürte ihre Wärme. Die beiden hatte nun alle Hemmungen fallen gelassen und Tanzten einfach zu der wilden Musik, egal was die andern davon hielten. Inzwischen hatten sich alle anwesenden um die Tanzfläche versammelt. „Oh mann!“ brach es aus dem jungen Mann heraus der mit Warrek getrunken hatte „du sagst es“ antwortete der Turianer neben ihm. „Packt eure Zungen wieder ein Jungs bevor euch jemand drauf tritt“ gab eine Junge Frau von sich die an den beiden vorbei zu Tanzfläche ging. Die Asari mir der Warrek geflirtet hatte trat zu ihm nahm ihn bei der Hand zu zog ihn ebenfalls auf die Tanzfläche. Innert kürzester Zeit waren alle Gäste am Tanzen, keinen kümmerte es ob er lächerlich aussah, den es kümmerte auch keinen wie die anderen aussahen. Sie wollten alle nur ihren Spass haben und Tanzten einfach. Mitten in der sich bewegenden Menge waren Kiara und Jenni. Es dauerte keine fünf Minuten war der Raum total aufgeheitzt und Jenni begann trotz Deo zu schwitzten. Es war jedoch nicht nur die Hitze, und die Anstrengung die ihr Blut in Wallung versetzte, auch die Berührungen von Kiara, die durchaus als intim beschrieben werden konnten, hatten sie kräftig angeheitzt. Als sie es nicht mehr aushielt beschloss sie den nächsten Schritt zu wagen. Diesmal würde sie den ersten Schritt machen. Sie küsste Kiara auf den Hals, diese drehte sich erstaunt zu ihrer Freundin um. Ihre Blicke trafen sich, da war auch in Kiaras Blick mehr als Liebe, auch sie hatte sich auch noch auf eine andere Weise zu Jenni hingezogen gefühlt. Jenni beugte sich nach vorne zu der Asari, flüsterte ihr etwas ins Ohr und zog sie von der Tanzfläche weg in den Hausgang.

„Was ist den?“ Jenni antwortete nicht auf ihre Frage und küsste sie statt dessen. Kiara die nun eine Zunge in ihrem Mund hatte die nicht ihr gehörte, stieg sofort darauf ein. Jenni drückte sie sanft gegen die Wand und begann mit ihren Küssen tiefer zu wandern. Sie küsste Kiara erst auf den Hals, dann auf das Schlüsselbein. „Jenni, was tust du da?“ fragte sie, ihre Worte sagten sie müsse aufhören aber ihr Körper bat sie weiterzumachen. „Etwas verbotenes“ antwortete Jenni. Kiara riss sich von ihr los, solange sie sich noch beherrschen konnte. „Das hier ist nicht der richtige Ort dafür.“ Gerade als Jenni enttäuscht zurückweichen wollte packte Kiara ihre Hand und führte sie zur Treppe. Sie verschwanden beide in Kiaras Zimmer, wo sie ungestört waren.

Jenni atmete tief durch als Kiara die Tür hinter ihr verschloss. „In dieser “ruhigen“ Sekunde flammte ein Gedanke in ihr auf. Das war ein grosser Schritt den sie da gehen wollte, sie war bereit dazu, sie war bereit sich einfach fallen zu lassen und ihrem Körper die Kontrolle zu überlassen, doch wie sah es mit Kiara aus? Sie wollte sie auf keinen Fall zu etwas drängen was sie nicht auch 100%ig wollte. Sie nahm sich vor sie zu fragen, doch die Gedanken waren wie weggewischt als sie Kiara vor sich sah. Diese ging lächelnd an Jenni vorbei auf den Balkon vor ihrem Zimmer zu. Sie öffnete die Gläserne Tür und trat nach draussen, Jenni folgte ihr. Kiara war auf der Tanzfläche gerade in fahrt gekommen, doch jetzt schien sie wieder ruhiger zu werden. Jenni wusste nicht wie sie ihre Freundin in die richtige Richtung lenken konnte ohne diese zu bedrängen, sie musst einfach bald handeln sonst wäre Kiara bereits zu sehr heruntergekommen. Jenni trat hinter Kiara welche die Sterne betrachtete und legte ihre Arme um sie. Seit sie hier angekommen war war es noch kälter geworden. Kiara zog Jenni an sich um sich warm zu halten. „Wie mach ich das bloss am besten?“ diese Frage hallte in Jennis Kopf. Sie küsste Kiara in den Nacken. In diesem Moment sah Jenni in ihrem Augenwinkel eine Bewegung in den Büschen am Rande des Gartens um Kiaras Haus. Ohne den Kopf zu drehen wendete sie ihren Blick dahin. Sie konnte einen Umriss erkennen, ihre Gedanken überschlugen sich „Bingo, das ist es.“ Das letzte Bisschen logischen Denkens das Jenni aufbringen konnte reichte noch um die Umstände zu kombinieren. Sie legte ihren Kopf auf Kiaras Schulter und flüsterte ihr leise ins Ohr „Kiara, schau mal ganz unauffällig in den Busch da drüben, wir werden beobachtet.“ Kiara drehte sich zu Jenni um und sah diese verwundert an. Jenni sah sie auffordernd an, und zog sie an sich. Kiara lies ihren Blick unauffällig zu der genannten Stelle schweifen. „Und hast du es gesehen?“ flüsterte Jenni leise
„Ja, das ist ein Junge der hier in der Nähe wohnt. Er hofft wohl darauf was unanständiges zu sehen“ sie lächelte Jenni an. „Mir kommt da eine lustige Idee“ antwortete Jenni leise und küsste Kiara auf den Hals „erlauben wir uns doch einen Scherz mit ihm“ „Das ist kindisch Jenni und ich bin jetzt erwachsen“ Jenni küsste Kiara auf den Mund und lies ihre Zunge auf Wanderschaft gehen. „Man ist nur so alt wie man sich fühlt“ sie legte ihre Hand hinter Kiaras
Knie, hob es zu ihrer Hüfte und lies ihre Hand langsam ihren Oberschenkel hoch wandern. „Wie fühlst du dich den jetzt?“ „Wie kleines Mädchen das etwas verbotenes tut.“ Kiara legte ihre Arme um Jenni und küsste sie stürmisch. Sie hielten den Kuss eine Weile. Jenni lies ihre Hand langsam weiter an Kiaras Bein entlang hoch wandern, als sie unter ihren Rock glitt schlug diese sanft dagegen um sie zu stoppen. „Hei!“ Jenni schaute sie unschuldig an und wollte ihre Hand gerade senken, aber Kiara hielt sie fest. „Ich habe nichts von aufhören gesagt“ meinte sie lächelnd. Jenni grinste und küsste sie auf den Hals. „Dem fallen bestimmt schon die Augen aus dem Kopf.“ „Gehen wir doch nach drinnen, mir ist kalt.“ Kiara nickte, sie löste sich von Jenni und ging nach drinnen zu ihrem Bett. Jenni trat ebenfalls nach drinnen und schloss die Tür hinter sich. Kiara lächelte sie an und lies sich auf die Matratze fallen. Jenni zog die Vorhänge zu und drehte sich wieder zu ihrer Freundin, mit einer flinken Handbewegung Streifte sie die Träger ihres Kleides ab und lies diese zu Boden fallen. Kiara hatte Schwierigkeiten den Blickkontakt zu Jenni zu halten, ihr Blick wanderte erfreulich oft an ihrem Körper entlang runter. Jenni ging zu Kiaras ans Bett und kletterte auf allen Vieren zu ihr. Die Asari lächelte sie an und legte ihre Arme um ihre Freundin. Nach einem langen und sinnlichen Kuss sank Jenni mit ihrem Gesicht tiefer, sie Küsste Kiara auf den Ausschnitt und machte sich daran ihr Kleid zu öffnen. Kiara biss sich auf die Lippe und zog Jenni nach einem Moment wieder zu sich hoch. „Jenni ich....ich will dich nicht vor den Kopf stossen, es ist nur.... ich möchte nichts überstürzen....“ Jenni lies sofort von ihr ab „Tut mir leid, ich will dich zu nichts drängen. Ich will dich nicht verletzten“ „Das hast du auch nicht!“ antwortete Kiara hastig „Ich will bei dir sein, ich möchte es nur etwas ruhiger angehen lassen, ok?“ Sie schaute Jenni fragen an, „Klar, ich will nur das du glücklich bist, ich....ich liebe dich.“ Endlich hatte sie es gesagt, Jenni war unglaublich erleichtert. „Ich liebe dich auch“ Antwortete Kiara sanft. Sie hielt Jenni fest, schaute ihr in die Augen und küsste sie sanft.

ich hoffe es hat euch gefallen,
wie immer Feetback hilft mir mich zu verbessern, also immer gleich melden^^

#278
Zerydal

Zerydal
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Gefällt mir wirklich sehr gut u freue mich schon auf deinen nächsten Teil. :)

#279
Sayst

Sayst
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*daumen hoch*

#280
elitedefender2

elitedefender2
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 So hier ist das 4. Kapitel, 
Ich hoffe es gefällt.
PS. Ich habe keine Ahnung wieso die Vormatierung hier so komisch ist oder wie ich das àndern könnte:huh: ich hoffe es stört nicht zu sehr

Kapitel 4

Die Wärme ihrer Liebsten, die neben ihr lag spendete Kiara                                                                                  ein schönes Gefühl von Geborgenheit. Kiara streichelte sanft über die Hand der
noch schlafenden Jenni und kuschelte sich an sie, sie spürte ihren warmen Atem
in ihrem Nacken. Jenni die hinter Kiara lag erwachte als diese sich enger an
sie kuschelte. Sie küsste Kiara sanft auf die Schulter und streichelte über
ihre Taille „Hei, wie geht’s meiner Süssen?“ „Herrlich, ich will nie wieder
aufstehen müssen“ antwortete Kiara. Jenni hob ihren Kopf und lies ihren Blick
durch das Zimmer wandern. Kiaras Kleid lag auf dem Boden genau wie ihr eigenes.
Sie waren am Vorabend nach einer Weile zu zweit noch einmal runter an die Party
gegangen. Jenni hatte erst gar nicht mehr aufstehen wollen. Kiara hatte ihr das
Kleid das neben der Balkontür lag zugeworfen und sie mit grossen Augen angesehen
und sie gebeten mit ihr zu kommen. Jenni hätte ihr diesen Wunsch unmöglich
ausschlagen können und hatte sich schliesslich aufgerafft und wieder angezogen.
Unten angekommen ernteten sie viel sagende Blicke, es war wohl doch mehr
aufgefallen als sie gedacht hatten. In diesem Moment war es den beiden aber
vollkommen egal gewesen was die anderen dachten. Es war kurz nach 4 Uhr morgens
gewesen als die meisten nach hause gingen. Warrek, der Turianer an der Bar und
ein Paar der andere Gäste die noch einigermassen gerade laufen konnten hatten
ihnen noch kurz geholfen die Möbel wieder in ihre ursprünglichen Positionen zu
rücken. Sie hatten, nach dem auch die letzten Gäste sich verabschiedet hatten,
noch schnell die Gläser in die Spülmaschine Gestellt. Als sie damit fertig
waren hatte Jenni sich Kiara die noch weiter aufräumen wollte geschnappt, sie
geküsst damit sie nicht widersprechen konnte und sie nach oben getragen. Jenni
hatte ihr Kleid ausgezogen und sich ins Bett gelegt. Kiara hatte ihr Kleid
ebenfalls abgelegt bevor sie zu ihrer Geliebten ins Bett gestiegen war. Es war
Jenni schwer gefallen sich zu beherrschen als sie Haut auf Haut nebeneinander
gelegen hatten und sich geküsst hatten, aber sie hatte Kiara versprochen es
langsam angehen zu lassen, also tat sie das auch. Nach viel Zärtlichkeit und
noch mehr Küssen waren sie schliesslich Eingeschlafen. Jenni legte ihren Kopf
wieder auf das Kopfkissen und küsste Kiara in den Nacken „Ok, von mir aus
gerne“ Plötzlich hörte sie ein klopfen an der Tür, einen Moment später öffnete
sie sich. Jenni zog reflexatig die Decke bis zu ihrem Kopf hoch. Kiaras Mutter
betrat das Zimmer „Hei Schlafmütze aufstehen..... Oh“ „Mam? Ich dachte du
kommst heute erst gegen Abend nach hause?“ Als Jenni ihre Stimme erkannte
konnte sie förmlich spüren wie sie Rot wurde. „Oh, ich wusste gar nicht
das....“ sagte Kiaras Mutter lächelnd als sie das 2 Kleid am Boden liegen sah.
„Ach Mist, jetzt ist es auch egal“ dachte sich Jenni und hob den Kopf unter der
Decke hervor „Guten Tag Miss Nesharis“ sagte sie lächelnd. Kiara hatte das ganz
recht gelassen genommen und sah ihre Mam nun fragen an. Diese ging zurück zu
Tür und drehte sich dann noch einmal zu den beiden um „Ach, es hat sich so
ergeben. Ich gehe jetzt einkaufen, bis später.“ Mit diesen Worten verliess sie
lächelnd das Zimmer. „Kiara drehte sich zu Jenni und sah diese grinsend an
„Wieso bist du so rot?“ fragte sie neckisch. „Weil ich das Gefühl habe das
deine Mutter immer genau dann zur Stelle ist wen ich was dummes mache oder
etwas mit ihrer Tochter mache“ erhielt sie als Antwort. „Was hast du denn mit
mir gemacht?“ Jenni begann zu grinsen „Ich habe dich sanft berührt, dich
gestreichelt, geküsst.....“ sie flüsterte die letzten „Worte leise in Kiaras
Ohr während ihre Hände sanft über deren Taille strichen. „Und dann....“ Kiara
war ganz angespannt „hab ich dich gekitzelt!“ Kiar begann sofort zu zappeln als
Jenni sie zu kitzeln begann, sie drehte sich zu ihrer Freundin und kam auf
allen Vieren über ihr zum stehen. Ihr Gesicht war genau über dem von Jenni
„Lass das, sonst....“ „Sonst was?“ antwortete Jenni neckisch. „Sonst stehe ich
gleich auf“ Kiara wollte sich gerade aufrichten als Jenni sie packte, zu sich
heran zog und Küsste „Das kann ich nicht zulassen“ meinte sie lächelnd und
rollte Kiara zur Seite, so das sie Position wechseln würden. Doch sie hatte
sich verschätzt und drohte nun über die Bettkante herunter zu stürzen. Kiara
konnte sich an der Matratze festhalten, doch Jenni hatte zu viel Schwung. Sie
viel aus dem Bett und landete auf dem Bauch. Das erste was sie hörte war Kiaras
lautes Lachen. „Das ist nicht komisch.“ Jenni richtete sich auf und machte sich
auf den Weg zu ihrem Kleid, das immer noch vom letzten Abend am Boden lag. „Hei
warte, das war doch nicht böse gemeint“ rief Kiara sofort mit trauriger Stimme.
„Das ist auch nicht deswegen, hast du schon mal auf die Uhr gesehen?“ Kiara
vergrub ihr Gesicht in ihrem Kopfkissen „Ich will es gar nicht wissen“. Nach
einem Moment sagt Jenni schliesslich „Es ist 3 Uhr Nachmittags“ Kiara drehte
sich zu ihr und sah sie mit grossen Augen an „lass und noch ein paar Minuten
liegen bleiben“ Jenni lächelte „Würde ich gerne aber ich muss nach hause, ich
muss mit packen anfangen.“ Noch im selben Moment in dem die letzte Silbe ihren
Mund verliess hätte sie sich am liebsten selbst dafür in den Hintern getreten.
Kiara stand auf und sah sie verwundert an „Packen?“ „Verdammte Scheisse, lüg
sie an Jenni, auch wenn es falsch ist, bring es ihr irgendwie schonend bei“
rief eine Stimme in ihrem Kopf. Doch Jenni konnte sie nicht anlügen, sie hatten
keine Geheimnisse voreinander. Jenni hätte ihr alles erzählt wen sie danach
gefragt hätte. „Kiara, du weist sicher noch von dem Dossier das wir von dem
Allianz Soldaten bekommen haben oder?“ Jenni griff nach Kiaras Hand „Ja?“ antwortete
diese zögernd. „Ich weiss nicht wie aber 
irgendwie habe ich es geschafft das mein Vater unterschrieben hat.“
Kiara schaute Jenni entsetzt an, auch wenn sie versuchte es zu verbergen
erkannte Jenni doch das sie traurig war. „Wa...wann gehst du?“ Kiara drehte
sich von ihr weg, sie atmete tief durch. „Dienstag in einer Woche“ antwortete
Jenni vorsichtig. Durch Kiaras Mund entwich ein Atemstoss. „Ich dachte du
würdest erst 3 Monate nach dem Schulschluss zur Allianz gehen“ hauchte sie. Es
war auch nicht so geplant gewesen, aber so eine Chance kommt nie wieder.“ Jenni
versuchte sich zu rechtfertigen, auch wenn sie es nicht merkte. Kiara drehte
sich schluchzend zu ihr um, ihre Augen waren voller Tränen. „Seit wann weist du
es?“ Sie hatte noch gar nicht die Möglichkeit gehabt zu antworten „Wieso hast
du es mir nicht gesagt?“ „Ich wollte dir an deinem Geburtstag nicht die
Stimmung verderben. Ich habe es dir sagen wollen aber als ich sah wie glücklich
du warst da konnte ich nicht.“ Kiara ging zu der Balkontür und sah nach
draussen. Jenni konnte in ihrem schwachen Spiegelbild Erkennen das Tränen über
ihr Gesicht strömten. „Ich glaube.... du solltest jetzt besser gehen.“ Jennis
Atem Stockte. Ihre Worte waren wie ein Stich ins Herz. „Was?“ „Du solltest
jetzt gehen“ sagte die Asari mit festerer Stimme. Jenni stand einfach nur da
und schaute zu Kiara. Diese verharrte noch immer vor der Tür, den Blick in die
Ferne gerichtet. Mit flehender Stimme wollte Jenni sich erklähren „Kiara
bitte.....“ Sie drehte sich zu ihr um und sah ihr in die Augen, nebst den
Tränen in Kiaras Augen war auch Wut zu sehen. „Jenni ich sagte du sollst gehen,
ich will dich nicht mehr sehen!“ Die Zeit schien Still zu stehen, Jenni rasten
Tausende Gedanken durch den Kopf. „Hatte sie ihre Beziehung zerstört? Sie hatte
schon kleiner Auseinandersetzungen gehabt, aber noch nie hatte sie Jenni
dermassen angefahren. „Wieso hast du es ihr nicht gesagt?“ Zu jedem anderen
Zeitpunkt wäre so ein Streit nicht weiter schlimm gewesen aber jetzt wo ihre
gemeinsame Zeit schon so extrem begrenzt war wollte sie nichts sehnlicher als
einfach an Kiaras Seite zu sein. Jenn hatte sich ohne es bemerkt zu haben in
Bewegung gesetzt, sie ging die Treppe runter und drehte sich bei der
Eingangstür noch einmal um. „Und nimm das hier gleich mit!“ Kiara warf ihr die
Kette zu die sie ihr geschenkt hatte Jenni fing den Kleinen Anhänger auf und
starrte das Glänzende Schmuckstück an. . Die Haustür wurde knapp vor ihr
zugeschlagen. Das war zu viel für Jenni, Sie brach in Tränen aus und lies sich
mit dem rücken gegen die Tür fallen und sank zu Boden. Es fühlte sich an als ob
ihr Herz herausgerissen worden wäre. Sollte es so enden? War es das gewesen?
Hatte sie für das Angebot der Allianz die einzige Person weggestossen die sie
liebte?“ Sie wollte über all die Fragen gar nicht nachdenken, sie hätte einfach
nur die Zeit zurückdrehen wollen und das blöde Dossier verbrennen. Was brachte
ihr die Stelle bei der Allianz wen sie das verlor was ihr am meisten bedeutete?
Jenni raffte sich langsam auf und biss auf die Zähne, sie konnte nicht einfach
so sitzen bleiben. Sich die Tränen aus den Augen zu wischen war ziemlich
sinnlos, da sofort neue nach strömten. Sie ging in einem strammen Tempo nach
hause und verzog sich ohne ein Wort zu ihren Eltern in ihr Zimmer und Schlug
die Tür zu. Sie lies sich auf ihr Bett fallen und vergrub ihr Gesicht in dem
Kissen darauf. Die Nächste stunde verbrachte sie damit sich selbst Vorwürfe zu
machen und sich für ihre Entscheidung zu hassen. Das Abendessen lies Jenni komplett
aus, sie hatte weder Appetit noch Lust mit ihren Eltern an einen Tisch zu
sitzen.

 

Ihre Augen brannten als sie am nächsten Morgen aufwachte.
Sie hatte sich in den Schlaf geheult. Das kleine Schmuckstück mit dem Bild von
ihr und Kiara hatte sie noch immer in der Hand gehalten als sie aufwachte. Ihre
Motivation war am Boden. Warreks Projekt wurde heute zusammen mit all den
Anderen Techprojekten ausgestellt und bewertet. Sie hatte ihm versprochen zu
kommen und sich die Demonstration anzusehen, also würde sie auch hingehen,
immerhin konnte er nichts dafür was zwischen ihr und Kiara passiert war. Sie
würde ihre Probleme nicht an ihm auslassen, das wäre nicht Fair. Sie richtete
sich auf und schaute auf ihren Wecker. Sie hatte noch etwas mehr als eine Stunde
Zeit bis zum Präsentationsbeginn. Nach dem sie sich angezogen hatte schaute sie
sich noch einmal in ihrem Zimmer um, es hingen Keine Bilder in ihrem Zimmer und
doch erinnerte sie vieles an den Abend wo sie ihren Eltern von ihrer Beziehung
erzählt hatte. „Reiss dich zusammen, ruf sie morgen einfach einmal an und rede
mit ihr, vielleicht hat sie sich ja bis dahin beruhigt“ meinte Jenni leise zu
sich selbst. Das gesamte Frühstück lang war sie den Blicken ihrer Eltern
ausgewichen und hatte kein Wort mit ihnen geredet ausser ihrer Mutter zu
versichern das es ihr gut gehe. Es war bewölkt und regnerisch draussen, das
Nasskalte Wetter motivierte nicht wirklich nach draussen zu gehen. Ein leichter
Bodennebel schob sich langsam übers Land. Jenni war den Weg zur Akademie in
Gedanken versunken gegangen. „Hei Jenni.... Wow, du siehst aber.... fertig aus“
er nahm seine Freundin kurz in den Arm. „Nachwirkungen der Party?“
„Wahrscheinlich schon“ antwortete sie mit einem erzwungenen lächeln. „Das wird
schon wieder, komm vorne sind noch Plätze frei.“ Warrek wirkte aufgeregt und
angespannt, er war nicht wirklich ein Entertainer, wenn er vor grossem Publikum
sprechen musste war er immer unglaublich nervös. Der Abteilungsleiter des
Techzweigs der Akademie hielt eine kleine Eröffnungsrede und begann dann die
Studenten die an der Präsentation teilnahmen einer nach dem anderen auf die
Bühne. Pro Klasse trat jeweils ein Student an, die Beste drei gesamten Reinold
Akademie könnten zu der Meisterschaft auf der Citadel antreten. Nach einer
Weile, nach fast einem duzend Präsentationen und viel Technischem Kauderwelsch
kam Warrek an dir Reihe. Jenni und viele andere Klatschte als er die Bühne
betrat, die Trauer die sie bedrückt hatte wurde langsam verdrängt. Warrek war
einer ihrer besten Freunde, sie freute sich für ihn, sie wollte dass er
gewinnt, und das lenkte sie ab. Warrek trat vor das Publikum nahm ein kleines
rundes Gerät aus der Tasche und legte es auf den Boden. Er trat einen Schritt
zurück und tippte ein Paar Befehle auf seinem Universalwerkzeug ein, Der kleine
Runde Körper begann zu Leuchten und surrte leise. Das Hologramm einer Jungen
Menschenfrau erschien über dem Körper und lächelte die Menge freundlich an.
„Wie sie sehen können habe ich eine VI programmiert, dabei habe ich besonderes
Augenmerk auf die Hardware gelegt, er drehte sich zu dem Hologramm „Das grösste
Problem bei den Meisten grösseren VIs war das sie wegen ihres grossen Hardware
Bedarfs immobil sind. Kleiner Bewegungen waren zwar möglich, aber nur in
Reichweite des Projektors. Um solche VIs für private Zwecke nutzen zu können
müsste man diese Reichweite vergrössern.“ Er trat ein paar Schritte von dem
Kleinen Apparat zurück, „VI komm bitte her.“ Das Kleine Gerät begann lauter zu
surren und schwebte knapp über dem Boden auf Warrek zu, das Hologramm ging
dabei mit eleganten Schritten auf ihn zu. Diejenigen im Publikum die sich mit
Tech auskannten begannen sofort zu tuscheln und die Juroren schauten ihn
aufmerksam an. „Die Inspiration mir für das Model meiner VI habe ich bei einer
Freundin Gefunden. Erst jetzt viel Jenni auf das die VI fast genau so aussah
wie sie. Für sie war die VI nicht anders als die anderen die sie bisher gesehen
hatte, doch sie bemerkte die gespannten Blicke der Juroren. Als Warrek noch die
Funktion und den Nutzen erklärt hatte verliess er die Bühne. Die Leute
klatschten, Jenni applaudierte als er zu ihr trat, auch wenn sie nur die Hälfte
verstanden hatte von dem was ihr Freund erzählt hatte. „Gut gemacht Warrek, du
hast schon so gut wie gewonnen.“ „Ach ich weiss nicht, die Konkurrenz ist
stark“ „Aber deren Projekte haben nicht so hübsch ausgesehen wie deins“ meinte
sie lächelnd. „Ich habe dich fragen wollen, war mir aber nicht sicher ob du
mich dann als Spinner ansehen würdest.“ „Das tu ich doch schon“ antwortete sie
grinsend. Die Rangverkündigung war ein paar Minuten später, Jenni hatte dadurch
genug Zeit sich etwas um zu sehen. Der Grosse Raum in dem sie waren war
Randvoll mit Studenten, Eltern und anderen Leuten. Jede der anwesenden Asari
hätte Kiara sein können. „Reiss dich zusammen Jenni, du kannst sie nachher anrufen!“
der Gedanke hing eine ganze Weile in ihrem Kopf herum. „Was wen sie gar nicht
reden will?“ Jenni schüttelte den Kopf, so durfte sie nicht denken.

 

„Wir kommen jetzt zu Rangverkündigung…. Auf dem dritten
Platz…. Ich bitte um einen kräftigen für Applaus für Dominic.“ Ein junger Mann
trat auf die Bühne und verbeugte sich zu Applaus leicht. Er bekam eine Bronzene
Medaille. „Auf dem zweiten Platz ist….. Warrek. Warrek ging auf die Bühne und
bekam eine Silbermedaille überreicht. Erster wurde ein Salarianer der eine Drohne
Gebaut und Programmiert hatte. Die drei Finalisten bekamen ein Ticket für die
Meisterschaft auf der Citadel.

 

„Gut gemacht Warrek, du bist eine Runde weiter.“ Jenni
versuchte so aufbauend wie möglich zu wirken, da Warrek enttäuscht zu sein
schien. „Ich habe ehrlich gekämpft und ehrlich verloren“ antwortete er leicht
niedergeschlagen. „Du hast nicht verloren, du bist eine Runde weiter, und bei
der Meisterschaft packst du dass dann schon.“ „Du hast recht, ich sollte mich
freuen, schliesslich wurde ich von einem Salarianer geschlagen, die bestehen ja
eh nur aus Hirn und Augen“ bemerkte er lachend. „Gehen wir noch was trinken
Jenni?“ „klar wieso nicht.“

 

Es läutete, schon zum fünften mal. „Nimm ab, bitte! Lass
mich jetzt nicht hängen.“

Das sechste mal klingelte es nun schon und Kiara meldete
sich immer noch nicht. Sie hatte ihren Kommunikator eigentlich immer dabei, das
hiess dass sie nicht mit Jenni reden wollte. „Verdammt“ fluchte sie und warf
das Gerät auf den kleinen Tisch neben ihrem Bett. Sie hatte sie jetzt schon zum
dritten mal an diesem Tag angerufen. Jenni drehte sich auf den Bauch, legte ihr
Gesicht auf das Kissen und schloss die Augen, vielleicht würde dieser Alptraum
ja morgen enden.

 

Die nächsten Tage verliefen in einer monotonen Routine.
Jenni stand jeden Morgen auf, frühstückte und tat dann ihr Möglichstes die Zeit
tot zu schlagen ohne an Kiara denken zu müssen. Sie hatte die Trauer
grösstenteils überwunden, aber an ihre verlorene Liebe zu denken tat immer noch
weh. Sie hatten Pläne gehabt was sie in ihrer restlichen gemeinsamen Zeit
hätten machen wollen. Sie hatten einen Ausflug zu den heissen Quellen geplant.
Doch das hatte sich jetzt alles erledigt. Stattdessen stand Jenni jetzt alleine
auf dem Hügel au dem sie sich kennen gelernt hatten. Die Erinnerungen an diesen
Tag liefen vor ihrem geistigen Auge ab. Damals hatte sie sich in Kiara
verliebt, obwohl sie nie gedacht hätte sich in ein Mädchen zu verlieben. Seither
waren sie unzertrennlich gewesen. „Dieses blöde Angebot hat meine Beziehung
zerstört, ich hätte es nie annehmen sollen.“ Noch bevor sie den Gedanken zu
Ende gedacht hatte wurde eine Stimme in ihr laut. „Nein, das war schon immer
dein Traum, du hast ihr von Anfang an gesagt dass du zur Allianz willst. Du
hast sie unterstützt als sie sagt das sie nach Thessia gehen und Studieren
wolle. Sie sollte dich auch unterstützen, sie sollte sich für dich freuen.
Stattdessen willst du deinen Traum aufgeben? Ihr liegt nichts an deinen
Träumen, sie hat dich gar nicht verdient.“ Die Trauer war nun der Wut gewichen.
Es war ja noch nicht mal ihre Schuld, sie hätte die Zeit mit Kiara lieber
genossen anstatt zu streiten. Sie biss sich auf die Lippe um nicht zu schreien.
All die Wut und der Ärger in ihr wollte rausgelassen werden. Sie entschloss
sich den Frust an ihrem Box sack raus zu lassen. Den gesamten Heimweg
verbrachte sie damit sich auszumalen was es alles für nette Typen an der
Akademie gegeben hatte, und das sie jeden davon hätte kriegen können. Zuhause
angekommen ging sie direkt in den Estrich und begann auf den Box Sack
einzudreschen. Ihre Knöchel schmerzten aber sie hatte jetzt nicht die Geduld
die fummeligen Handschuhe anzuziehen. Sie schlug immer fester zu, es fühlte
sich gut an ihren Gefühlen freien Lauf lassen zu können. Sei Spannte sich an
und biss sich auf die Zähne, mit einem Lauten Schrei schlug sie mit aller Kraft
zu. Ohne es zu bemerken setzte sie dabei ihre Biotik ein. Ihre von einem Blauen
Schleier umgebene Faust traf mit voller Wucht auf den schweren Sack, das
Biotische Feld setzte seine geballte Kraft schlagartig frei. Die Kette die Den
Box Sack an der Decke gehalten hatte spannte sich und riss die Schraube die sie
hielt aus der Decke. Mit einem dumpfen poltern fiel der Sack fast 5 Meter von
seinem Ursprünglichen Standort zu Boden. Schwer atmend ging Jenni die Treppe
runter. Ihre Eltern kamen ihr entgegen und blickten sie besorgt an. Sie hatten
einen Schrei gefolgt von einem Aufprall gehört. „Dad, wir brauchen eine neue
Schraube für den Box Sack, aber nimm diesmal eine die hält“ Bemerkte sie
trocken als sie an den beiden vorbei ging.

 

Es war Donnerstagabend, morgen war ihr 18er Geburtstag.
Jenni sass vor Ihrem PC. Auch wenn sie am Vortag wütend gewesen war hatte sie
es nicht übers Herz gebracht all die Fotos von Kiara zu löschen. Sie hatte es
erst gewollt, aber als die Frage „sind sie sicher? Diese Bilder werden für
immer gelöscht!“ auftauchte hatte sie es doch sein lassen. Diese Erinnerungen
waren alles was ihr geblieben war. Sie sah sie gerade durch. Ein Bild von Kiara
auf welchem sie gerade aus dem See stieg tauchte auf dem Bildschirm auf.
Auf  ihrer Blaue Haut rannen Wasserperlen
die in der Sonne glänzten. Jenni war in den letzten Tagen aufgefallen wie wenig
sie dankbar dafür gewesen war das Kiara da gewesen war. Sie hatte sie als
selbstverständlich gesehen. Doch wie so vieles im Leben fiel ihr dies erst auf
als es zu spät war. Ein weiteres Bild von Kiara tauchte auf dem Bildschirm auf,
diesmal war sie Arm in Arm mit Jenni zu sehen. Das Bild hatte Kiaras Mutter
aufgenommen, sie hatte damals mit ihrer Freundin geredet als sie plötzlich das
Zimmer betreten hatte und gesagt hatte sie sollen beide zusammen rücken weil
sie ein Foto von ihnen machen wolle. Jenni war damals total überrumpelt gewesen
weil sie noch nicht gewusst hatte das Kiara ihrer Mutter von ihrer Beziehung
erzählt hatte. Jenni wusste genau welches Bild als nächstes kommen würde. Sie
klickte auf das nächste Bild. Wie sie es in Erinnerung hatte kam das Bild wo
sie sich küssten. Kiaras Mam hatte dieses Foto gleich nach dem letzten
aufgenommen. „Küsst euch, das muss ins Familienalbum.“ Jenni war damals
ziemlich verlegen gewesen, Ihre Tochter zu küssen war eines, das sie es wusste
war auch nicht schlimm, aber vor ihren Augen fühlte es sich schon komisch an. Je
länger sie darüber nachdachte desto mehr schmerzte es wieder. So sehr

Jenni auch wusste das sie sich selber keinen Gefallen tat,
konnte sie nicht anders. Sie sass bis spät am Abend vor dem PC und schwelgte in
Erinnerungen, jedes der Bilder war ein kleiner Stich ins Herz. Als sie den PC
abschaltete hatte sie wieder Tränen in den Augen. „Verflucht, wieso hast du
nicht einfach aufgehört, du hättest die Bilder doch löschen sollen.“ Sie liess
sich auf ihr Bett fallen und zog die weiche Decke bis zu ihrem Kopf hoch.

 

„Wieso brennt in der Küche Licht?“ Sie war aufgestanden um
auf die Toilette zu gehen, hatte bei vorbeigehen aber gesehen das im inneren
des Raumes Licht brannte. Es war kurz nah zwei Uhr morgens. Als sie den Raum
betrat hätte sie beinahe Ihr Wasserglas fallen lassen. Ihre Tochter sass am
Esstisch, eine Flache Scotch stand neben ihr. Sofort eilte Jennis Mutter zu
ihrer Tochter und nah dieser das noch halb volle Glas aus der Hand. In der Flasche
fehlte bereits ein beachtlicher Teil, und das Sigel lag auf dem Tisch, Jenni
hatte die Flasche frisch geöffnet gehabt. Ihre Mutter sah sie besorgt an. Jenni
hatte schon vor langer Zeit einige der Schnaps Verstecke ihres Vaters gefunden,
sie aber immer in Ruhe gelassen. „Meine Güte Liebling was ist den passiert?“
Jenni drehte sich zu ihr und legte ihr Gesicht auf die Schulter ihrer Mutter.
„Ich bin so dumm, ich habe alles kaputt gemacht.“ Tränen rannen über ihre
Wangen, Jenni hatte bis vor kurzem in ihrem Bett gelegen und versucht zu
schlafen, doch die Bilder in ihrem Kopf erlaubten es ihr nicht. „Ich will dich
nicht mehr sehen! Und nimm das hier gleich mit!“ Sie hatte die wütenden letzten
Worte von Kiara immer wieder in ihrem Kopf hallen hören. Erst hatte sie
versucht mit leiser Musik die Stimme zu vertreiben, doch nach Stunden
fruchtloser Versuche wollte sie nur noch das es aufhörte. Sie hatte die im
Regal des Arbeitszimmers ihres Vaters versteckte Flasche geholt und begonnen zu
trinken. Auch wenn der Inhalt scheusslich schmeckte und im Hals brannte so
liess doch jeder Schluck die Stimmen leiser werden. Miss Parker war
verständlicherweise besorgt um ihre Tochter, sie roch nach Alkohol…. Viel
Alkohol. „Was ist den geschehen?“ fragte Jennis Mutter ihre Tochter vorsichtig,
sie hatte ihre Tochter noch nie so erlebt. „Ich war so dumm, es ist alles meine
Schuld“ gab diese Schluchzend zurück. Es würde keinen Sinn haben jetzt mit ihr
zu reden, bis sie wieder nüchtern war würdekein vernünftiges Gespräch zustande
kommen. „Du solltest dich jetzt besser hinlegen Jenni, dein Vater sollte dich
nicht so sehen.“ Jenni hatte ziemlich viel Alkohol im Blut, es aber noch nicht
gemerkt da sie die ganze Zeit gesessen war. Sie hatte Mühe das Gleichgewicht zu
halten als sie aufstand. Langsam schwankte sie zur Tür und murmelte etwas
Unverständliches. Nun stand auch ihre Mutter auf machte sich daran die Flasche
zu verschliessen und weg zu räumen. Bevor sie die Küche verliess kippte sie
schnell das noch halb volle Glas ihrer Tochter. Den kleine “Drink“ hatte sie
nach dem Schreck ihre Tochter so zu sehen gebrauchen können. Es würde für Jenni
morgen definitiv ein schönes erwachen werden.

 

„Gott sei Dank hat sie es für sich behalten“ schoss es
durch ihren Kopf als Jenni am Mittagstisch sass. Ihre Mutter hatte sie mit
einem strengen Blick angesehen aber kein Wort über den Vorfall der vergangenen
Nacht gesagt. Jenni konnte sich sowieso nur noch daran erinnern das sie sich
hingesetzt hatte und das erste Glas getrunken hatte. „Wie fühlt man sich den so
als Erwachsene?“ Ihr Vater, der von dem ganzen nichts mitbekommen hatte wusste
nicht wie miserabel das Timing für diese Frage gerade war. „Ich hätte es mir
anders vorgestellt“ gab seine Tochter mit einem bemühten lächeln zurück. „Es
fühlt sich nicht anders an als sonst, nur das du von jetzt an Steuern zahlen
musst.“ Ihr Vater war gut gelaunt, er lächelte und seine Stimme klang fröhlich.
Jenni hingegen war nicht so erfreut, ihr Kopf schmerzte und jedes Geräusch
schien ihr viel zu laut zu sein. Wenigstens hatte sie schlafen können, sie war
gestern kaum in ihrem Zimmer angekommen, lies sie sich schon auf ihr Bett
fallen und schlief nur Minuten später bereits. Nach dem Mittagessen holte Miss
Parker  einen Kuchen aus dem Kühlschrank.
Obwohl sich Jenni eigentlich zu alt fühlte für einen Geburtstagskuchen hatte
sie ihrer Mutter nie etwas gesagt, dafür schmeckten ihr die Kuchen ihrer Mutter
einfach zu gut. „Und hier haben wir noch etwas zu Dessert“ ihre Mam lächelte
als sie das Gebäck auf den  Tisch stellte.  „Oh Mam, das ist doch viel zu viel, wie
sollen wir das alles essen?“ „Deinen Vater hat bis her noch kein Kuchen
überlebt“ gab sie grinsend zurück. Jenni nahm das neben dem Kuchen liegende
Messer und schnitt drei gleich grosse Stücke aus dem herrlich duftenden Kuchen.
Der luftige, Knusprige Boden und die darauf liegende Creme schmeckten
fantastisch. „Um das hier wieder weg zu bekommen muss ich die nächsten Tage
fasten.“ Jenni grinste ihre Mutter bei dieser Bemerkung an. „Ach wo denn am
meisten? Du bist ja kein bisschen dick.“ „Wenn ich so weiter esse bin ich es
aber schon bald.“

In den nächsten Stunden unterhielten sich die Familie
lebhaft mit einander, es war das erste mal seit längerer Zeit das sie sich so
unterhielten. Der näher rückende Abschied brachte sie näher zusammen. Auch wenn
Jenni es nicht geglaubt hätte, fühlte sie doch dass sie ihre Eltern vermissen
würde. Sie hatte sich mit Kiara schon öfter über ihre Zukunft unterhalten. Wenn
Jenni nicht zur Allianz gekonnt hätte wäre sie mit Kiara nach Thessia gegangen.
Sie hatten sich Gedanken gemacht über
eine eigene Wohnung. Damals hatte sie nicht daran gedacht das sie ihre Eltern
vermissen würde, doch jetzt als der Abschied tatsächlich näher rückte genoss
sie die gemeinsame Zeit.

 

„Mam, hast du
meine Ohrringe gesehen?“ Jenni machte sich gerade hübsch für die Party. „Die
liegen hier auf dem Kühlschrank“ rief ihre Mutter aus der Küche. Sie trug das
selbe Kleid das sie auch auf Kiaras Party getragen hatte. Ihre Eltern hatten
ihr als Geschenk für den 18. Geburtstag die Miete und den Partyservice bezahlt.
Sie hatten einen kleinen Club in der Nähe gemietet, Jenni hatte sich wahnsinnig
gefreut als sie es vor einem halben Monat erfahren hatte. Anfangs hatte sie wie
Kiara bei sich zuhause feiern wollen, aber ihre Eltern waren mir dieser Idee
nicht so glücklich gewesen. Mit vorsichtigen Schritten trat sie die Treppe
herunter, sie wollte jetzt keinen Fehltritt riskieren, es gab schöneres als
seinen 18. Geburtstag im Krankenhaus zu verbringen. „Hier“ Ihre Mam streckte
ihr die Hand entgegen auf der die Ohrringe Lagen. Es waren immer noch dieselben
die sie von Mister Jenkins

Bekommen hatte.
„Wie sehe ich aus?“ „Wie eine junge Lady“ Jenni grinste ihre Mutter an „ach so
schlimm? Mist jetzt muss ich mich noch einmal umziehen.“ Sie erntete einen
vielsagenden Blick von ihrer Mutter. „Ich bin immer noch der Ansicht dass
dieser Rock zu kurz ist.“ Mit diesen Worten war auch ihr Vater in die Küche
getreten. „Du ärgerst dich doch nur das es zu deiner Zeit noch keine so kurzen
Röcke gegeben hat“ „Hei so alt bin ich nun auch wieder nicht. Du hättest mal
deine Mam sehen sollen als wir noch jung waren…..“ Seine Frau sah ihn ernst an
„Das ist glaube ich der falsche Zeitpunkt Henri.“ Sie wendete sich wieder an
ihre Tochter „Sollen wir dich fahren?  Es
ist wieder ziemlich kalt.“ „Danke, aber ich glaube das sollte ich schon
schaffen. Ich habe ja noch meinen Mantel.“ Jenni huschte zu den Kleiderhaken im
Gang und holte ihren langen Wintermantel. Sie zog ihn an und knöpfte ihn zu.
Ausser ihrem Kopf und ihren Füssen schaute kaum mehr etwas von ihr aus dem
dicken Wollgewand heraus. „Kommt Kiara dich denn nicht abholen?“ Jenni stockte
in ihrer Bewegung kurz „nein…. wir haben uns anders organisiert.“ Ihre Mutter
schaute sie fragend an, ihr war aufgefallen das Kiara kein einziges mal zu
Besuch gewesen war seit letzter Woche. Ein Teil von ihr wusste weshalb dem so
war und weshalb ihre Tochter so niedergeschlagen war, doch sie wollte sich
nicht in Jennis Probleme einmischen. Ihre Tochter wusste das sie Jeder Zeit zu
ihr kommen konnte, wen sie Hilfe wollte würde sie von selbst zu ihr kommen. „Bis
Morgen“ „Moment, kommst du nicht nach Hause?“ „Ich werde wahrscheinlich gleich
dort übernachten, es hat ja ein Schlafzimmer im ersten Stock.“ Ihr Vater wollte
gerade zum wiedersprechen als seine Tochter ihn unterbrach „Du brauchst gar
nicht erst anzufangen Dad, ich bin jetzt Erwachsen.“ Sie grinste breit, während
er sie mit einem frustrierten Blick ansah.  Sie gab den beiden einen kurzen Kuss und
verlies dann das Haus.

 

In dem Club
brannte Licht, es war 19:30 Uhr, es würde noch eine Weile dauern bis die
anderen Gäste ankommen würden. Der Barkeeper war gerade eingetroffen und
richtete sich ein. Als er Jenni sah lächelte er sie an und grüsste freundlich
„Hallo, du bist früh.“ Jenni kannte ihn bereits von anderen Partys weshalb sie
ihm auch den Job hier angeboten hatte. „Ich wollte mich nur vergewissern ob
hier alles in Ordnung ist.“ Er nickte kurz und machte sich daran weiter
Flaschen einzuräumen. Die Musikanlage stand bereits und die kleinen Tische am
Rande des Raumes waren ebenfalls aufgebaut. Jenni atmete tief durch, sie machte
sich noch schnell daran die Snacks zu überprüfen. Als sie damit fertig war
hängte sie ihren Mantel an den Kleiderständer neben der Tür. Der Raum war
angenehm Temperiert. Nach etwa 20 Minuten trafen die ersten Gäste ein, allen
voran Warrek. Er kam grinsend auf Jenni zu und nahm sie in die Arme „herzlichen
Glückwunsch zum Geburtstag Jenni.“ Er sah fröhlich aus, „Können wir rein gehen,
ich erfriere gleich“ „Klar, danke“ Jenni trat zusammen mit ihrem Freund nach
drinnen. „Oh bevor ich es vergesse….“ Er holte eine Kleine Schachtel unter
Seiner Jacke hervor „Hier ist noch eine Kleinigkeit für dich.“ „Danke, das wär
nicht nötig gewesen.“ „Da muss ich dir aber gleich doppelt wiedersprechen, 1.
Ist das hier der wichtigste Geburtstag deines Lebens und 2. Kann ich mich heute
auf deine Rechnung betrinken also….“ Er grinste breit als er diese Worte
aussprach. „Hei ich trage dich aber nicht nach Hause.“ Jenni öffnete das Kleine
Päckchen von Warrek, es enthielt eine glänzende verzierte Brosche. Sie war sehr
aufwendig gearbeitet, unten waren ein paar Worte in Turianischen Runen
eingraviert. „Ist das Turianisch?“ „Ja es ist ein alter Dialekt der heute kaum
mehr gesprochen wird.“ „Was heisst es denn?“ Warrek kratzte sich verlegen am
Kopf „Ähm… Wortwörtlich kann ich es dir nicht übersetzen, aber diese Broschen
werden traditionell an Junge Turianer vergeben welche sich der Armee
anschliessen. Sie dienen als Erinnerung daran das sie zurück kehren müssen, als
versprechen seine Freunde nicht sitzen zu lassen.“ Er zögerte einen Moment, es
schien als suche er nach den richtigen Worten. „Wen der Turianer zurückkommt
konnte er die Brosche als Zeichen der Freundschaft behalten…… Wen er nicht
zurückkehrte wurde die Brosche an die Jenige Person geschickt deren Namen
darauf eingraviert war. Sie diente dem zurückgebliebenen als Erinnerung. Es war
Tradition dass der Träger die Brosche selber bearbeitet hat, irgendetwas
Persönliches eingebracht hat, so dass ein Teil des Trägers nach seinem Tot
erhalten blieb. Diese Brosche gehörte meinem Urgrossvater, er bekam sie als er
in den Erstkontaktkrieg zog.“ Jenni wusste nicht so recht was sie sagen sollte,
„Ist er dabei…:“ „Nein, er hat die Brosche am Sterbebett an meinen Grossvater
weitergegeben. Mein Vater hat sie mir gegeben, er lebt noch und ist gesund,
konnte damit aber nichts anfangen….. Nimmst du sie an?“ „Klar, sie ist
wunderschön, danke Warrek.“ Sie nahm ihn fest in den Arm. „Damit gibst du aber
auch dein Versprechen…. Damit versprichst du mich nach deiner Zeit bei der
Allianz nicht sitzen zu lassen…. Als Freundin natürlich“ fügte er eilig an.
Erst mitten im Satz war ihm aufgefallen das dieser Spruch sehr nach einer
anderen Art von versprechen geklungen hatte. „Ok, ich werde sie stets tragen
damit ich nicht vergesse das irgendwo ein Turianer darauf wartet das ich ihn
besuchen gehe.“ Warrek grinste sie an „Ich will dieses Ding nie wieder sehen,
es sei denn zusammen mit dir klar? Es spasseshalber zu schicken ist nicht
lustig, ein bekannter meines Grossvater hat sich den Spass mal erlaubt und
wurde 5Tage später zu seiner eigenen Beerdigung eingeladen. Er fand es
bedeutend komischer als die anderen Trauergäste, bis er die Rechnung bekam.“ Sie
mussten beide lachen nach dem Warrek das erzählt hatte. Von dem Moment an
trafen die Gäste fast im Minutentackt ein. Von jedem eintreffenden Gast erhielt
Jenni eine Kleinigkeit, entweder ein kleines Schmuckstück, einen
Einkaufsgutschein oder andere nützliche Dinge. Je mehr Leute kamen desto besser
wurde die Stimmung. Kurz nach acht Uhr startete Jenni die Musik und die Party
begann. Es wurde getanzt und gefeiert. Einige der Gäste waren bereits um zehn
Uhr ziemlich angeheitert, Warrek hatte auch schon tüchtig zugelangt, war aber
noch nüchtern genug um jede Gelegenheit zu flirten zu nutzen. Obwohl Jenni
glücklich war und mit ihren Freunden lachte fehlte irgendetwas, der Abend war
schön aber es fehlte etwas damit er perfekt wäre.

 

„Hei Jenni, ich
muss dir etwas sagen“ Warrek kam in leichtem zickzack auf sie zu. „Du musst
unbedingt mit kommen“ sagte er laut um die Musik zu übertönen. „Was ist denn?“
„Verstehst du gleich“ Er packte sie am Arm und zog sie eilig von der Tanzfläche
zum Fenster neben der Tür. „Was siehst du?“ Jenni blickte aus dem Fenster, als
sie nichts entdeckte sah sie wieder zu Warrek. Sie zuckte mit den Achseln.
„Da!“ er zeigte auf eine kleine Sitzbank direkt vor dem Club. Jenni stockte
kurz „Wer könnte das wohl sein?“ „Kiara“ sagte Jenni leise, sie sah Warrek an
„Was macht sie hier?“ „Das wollte ich dich gerade fragen Jenni. Sieh sie dir
an, sieht sie so aus als ob sie feiern würde? Ich weiss zwar nicht was zwischen
euch vorgefallen ist aber du solltest mit ihr reden.“ Seine Stimme klang jetzt
sanft und vorsichtig. „Wieso?“ Warrek packte Jenni am Arm „Ich hab dich gekannt
bevor ihr zusammen wart, du bist richtig aufgeblüht seit ihr zusammen seid. Sie
hat dir gut getan, und selbst ein Blinder würde sehen dass dir etwas fehlt. Wenn
du jemanden wie sie aus egal welchem Grund auch immer fallen lässt dann bist du
der dümmste Mensch der je das Licht der Welt erblickt hat!“ Jenni riss sich
ruckartig von ihm los und warf ihm einen finsteren Blick zu. „Entweder sprichst
du mit ihr oder ich mache es, aber ich werde sie da draussen nicht einfach
sitzen lassen.“ Fügte er an. Jenni atmete tief durch, sie hätte alles getan um
wieder bei Kiara sein zu können, aber ein Teil von ihr blockierte sie. „Ok ich
rede mit ihr“ antwortete Jenni schliesslich.

 

Sie ging zum
Kleiderständer, zog ihren Mantel an und trat vor die Tür. Kiara sass noch immer
auf der Bank, das Gesicht in den Händen vergraben. Jenni setzte sich neben ihr
auf die Bank und fragte trocken „Was willst du hier?“ Kiara die sie nicht hatte
kommen hören hob langsam den Kopf und schaute sie erstaunt an, sie hatte Tränen
in den Augen. Als sie Jenni erkannte rieb sie sich kurz die Augen „Ich wollte
mit dir reden“ sagte sie leise. „Ach….. du hast dir viel Zeit gelassen.“
„Jenni, ich habe einen Fehler gemacht, es tut mir leid.“ „Du hast mich aus
deiner Wohnung geschmissen, mich eine Woche lang ignoriert und jetzt willst du
dass ich dir vergebe, einfach so!“ Jenni war während des Satzes aufgestanden.
„Ich verstehe wenn du mir nicht verzeihen kannst aber bitte hör mir wenigsten
zu.“ Ihre Stimme war voller Trauer, sie war den Tränen nahe. Jenni lehnte sich
an die Wand und sah Kiara auffordernd an. Die Asari war in einem Kleid da, es
war viel zu kalt um in einem solchen Outfit draussen zu sitzen, Jenni wusste
noch nicht einmal wie lange sie da gesessen hatte. Es tat weh sie so zu sehen
aber irgendetwas hinderte sie daran ihr einfach zu vergeben. „Ich war dumm,
ich…. Ich wollte dich nicht gehen lassen, du hast mir gesagt dass du nach dem
Abschluss der Zeit an der Akademie noch etwa drei Monate Zeit haben wirst bis
du zur Allianz gehst. Drei Monate sind wenig um sich von seiner wahren Liebe zu
verabschieden. Und dann kommst du plötzlich und sagst mir dass wir nur noch
eine Woche haben…. Ich hätte mich für dich freuen sollen, aber ich wollte dich
nicht verlieren. Ich war egoistisch und dumm, kannst du mir vergeben?“ Kiara
wäre auf die Knie gegangen wen es etwas genützt hätte. „Ist das alles?“ Jenni
drehte sich von Kiara weg, sie wollte nicht dass diese sieht das auch sie mit
den Tränen zu kämpfen hatte. „Kiara du hast mir sehr wehgetan, du hast mir mein
Herz gebrochen.“ Sie atmete kurz durch und sammelte sich bevor sie sich wieder
zurück drehte. Kiara rannen nun Tränen über die Wangen „Bitte Jenni“ sie war
verzweifelt und fühlte sich hilflos. Jenni trat zu ihr hin, ein kleiner
Hoffnungsschimmer? „Kiara, ich…“ sie holte die Kette heraus die sie ihr zum
Geburtstag geschenkt hatte und legte sie um Kiaras Hals. „Ich möchte dass du
das hier als Andenken behältst. Da drinnen ist meine Geburtstags Party….“ Kiara
brach nun in endgültig in Tränen aus, Sie sah wie ihre Beziehung zerbrach und
als Scherbenhaufen vor ihr lag. Sie drehte sich schluchzend um und wollte
weglaufen doch Jenni hielt sie an der Hand fest. Kiara drehte sich zu ihr und
sah sie erstaunt an. „ und ich möchte da zusammen mit dir hingehen. Kiara ich
liebe dich noch immer, und ich will dir vergeben, aber das geht nur wenn du
auch bereit bist dir selbst zu vergeben.“ Kiara brauchte einen Moment um zu
verstehen was Jenni ihr gerade gesagt hatte. Ihre Augen begannen zu funkeln,
sie machte einen Schritt auf Jenni zu und blieb dicht vor ihr stehen. Kiara
fror, sie zitterte und ihre Hände waren kalt. Die Asari griff nach Jennis
Händen und starrte sie wortlos an, Jenni wusste nicht ob Kiara noch die Tränen
von vorhin in den Augen hatte oder ob das jetzt schon Freudentränen waren. Sie
bewegten sich langsam auf einander zu. Zum ersten al seit einer Woche fühlte
Jenni tief in sich drin wieder diese warme Gefühl das sie zu ersten Mal gefühlt
hatte als sie sich küssten. Sie konnte Kiaras Duft riechen, sie hatte ein Parfum
benutzt. Jenni wischte mit ihrem Daumen die Tränen von Kiaras Wangen und sah
ihr in die Augen. Sie legte die Hand hinter ihren Kopf und zog sie sanft an
sich. Ihre Lippen berührten sich sanft, Jenni wollte sie nicht mehr los lassen,
sie wäre wahrscheinlich noch Minutenlang dagestanden wenn Kiara sich nicht von
ihr gelöst hätte. „Lass uns nach drinnen gehen, du frierst sicher“ Kiara nickte
ihr kurz zu „Mhm“ Sie drehten sich der Tür zu als Jenni Warrek durch das
Fenster jubeln sah. Als sie nach drinnen traten waren alle Augen auf sie
gerichtet. Es war Kiara unangenehm das sie alle anschauten, man konnte noch gut
erkennen das sie geweint hatte. Jenni zog sie an sich, als ob sie zeigen wollte
das Kiara zu ihr gehörte. Sie küsste die fröstelnde Asari auf den Mund, diesmal
war es ein leidenschaftlicher stürmischer Kuss. Kiara wurde plötzlich warm, sie
realisierte erst jetzt das duzende ihrer Freunde gerade beobachteten wie ihre
mit Jennis Zunge rang, doch sie wehrte sich nicht. Sie hielt ihre liebste fest,
zu frisch war noch die Angst sie verloren zu haben. Die anwesenden starrten sie
wortlos an als Warrek der schon ordentlich zu viel getrunken hatte plötzlich zu
klatsche anfing. Spontan stiegen die anderen Gäste darauf ein. Einige die wie
Warrek schon zu viel getrunken hatten pfiffen den beiden zu. Als Jenni den Kuss
beendete drehte sie sich zu den Zuschauern „Wer hat den die Musik ausgemacht? Hier
ist noch nicht Feierabend, jetzt geht es erstrichtig los!“ Jemand schaltete die
Musik wieder ein und Jenni ging mit Kiara im Arm zur Bar. „Sie braucht dringend
etwas zum Aufwärmen“ Der Barkeeper nickte und mixte ihr einen Drink. „Einmal
pepperspice, der wärmt auf und beflügelt die Sinne“ antwortete er mit einem
frechen grinsen. Kiara nahm einen grossen Schluck von dem rötlichen Getränk.
Sie hustete kurz und schaute den Barkeeper entsetzt an „Was ist denn da drin?“
„Pfeffer und Tequila wieso?“ „Das Zeug brennt im Hals wie Feuer“ Jenni lächelte
und packte ihre Hand „na dann wärmts dich wenigsten, komm, ich weiss wie wir
dich schneller warm bekommen.“ Mit schnellen Schritten ging sie zu den anderen
Tanzenden Gästen. Sie stellte sich vor Kiara und begann zu Tanzen, die Musik
war laut und die Leute ausgelassen. Als Kiara sich etwas zierte zu tanzen legte
Jenni ihr die Hände auf die Hüften und zog sie an sich so dass ihr Körper sich
an dem Ihrer Freundin rieb. Es dauerte nicht lange bis Kiara auch mittanzte,
die Kälte war schnell aus ihrem Körper verschwunden. Ihr Kreislauf war aber
nicht das einzige was angeheizt wurde, Kiara war angespannt. Sie war die letzte
Woche allein gewesen, ihr hatten Jennis kleine Zärtlichkeit gefehlt und jetzt
stand sie vor ihr. Sie lächelte Jenni an trat näher zu ihr, ihre Hände strichen
sanft über die Taille ihrer Freundin.

 

Sie hatten eine
ganze Weile getanzt bevor sie zu einem der Tische gegangen waren um einen  Moment zur Ruhe zu kommen. Es war
mittlerweile weit nach 12 Uhr. Einige der Gäste hatten sich bereits schwankend
auf den Heimweg gemacht. „Ach Jenni, ich habe dir auch noch ein
Geburtstagsgeschenk.“ Jenni schaute sie erstaunt an, „Was ist es denn?“ „Das
siehst du schon bald, ich kann es dir jetzt noch nicht geben“ „wieso denn
nicht?“ fragte Jenni neugierig nach. Kiara lächelte flüsterte ihr leise ins Ohr
„Du wirst es schon verstehen.“ Sie gab Jenni einen Kuss nahm ihre Hand und
schaute sie auffordernd an „Gehen wir zu dir?“ „Gut Idee, ich bin sowieso
müde.“ Jenni verabschiedete sich von den noch anwesenden Gästen und dem
Barkeeper. Als sie die Bar verliessen bemerkte Jenni sofort das es massiv
kälter geworden war. Jenni zog Kiara dich an sich und legte Ihren Mantel um sie
beide, es reichte zwar nicht um sie vollkommen abzudecken aber es schützte vor
dem eisigen Wind der mittlerweile aufgekommen war. Sie froren beide doch zu
wissen das die Liebste an ihrer Seite war lies die Kälte erträglicher werden.
Als sie bei Jennis Haus ankamen öffnete Jenni die Türe vorsichtig und
signalisierte Kiara leise zu sein, um ihre Eltern nicht zu wecken. Diese ging
leise hinter Jenni her die Treppe nach oben und in ihr Zimmer. Nach dem Jenni
die Tür hinter Kiara geschlossen hatte ging sie zu ihrem Bett und lies sich
bäuchlings auf die Matratze fallen. „ich bin so müde…..“ „Jetzt kannst du aber
noch nicht schlafen.“ Gab Kiara zurück. Als Jenni sich umdrehte hob sie die
Augenbrauen, Kiara stand in Unterwäsche vor ihr, sie hatte ihr Kleid über ihre
Schultern abgestreift. Jenni hatte sich gerade an der Bettkante aufgerichtet
als ihre Liebste sie wieder nach hinten umstiess und sich auf allen Vieren über
sie stellte. Kiara küsste sie stürmisch, Jenni war erstaunt darüber wie Wild
sie war.  Kiara richtete sich auf, ihre
Knie waren neben Jennis Becken abgestützt. Die Hände der Asari wanderten
langsam hinter ihren Rücken. „Tut sie das jetzt wirklich?“ schoss es durch
Jennis Kopf, sie spannte sich unwissentlich an. Kiara öffnete ihren BH mit
einer geschickten Handbewegung. Mit einem Schulterzucken rutschte das
Kleidungsstück über ihre Arme runter. Sie warf den BH neben dem Bett auf den
Boden und beugte sich wieder zu Jenni. Diese hatte versucht Blickkontakt zu
halten. War aber gescheitert, was Kiara mit einem Lächeln Quittierte. Während
ihrem Kuss legte Jenni ihre Hände an Kiaras Rippen doch sie wanderten nach
vorne und streichelten sanft über Kiaras Blösse. Jenni war über ihre eigene
Aktion erstaunt. Es war nun nicht mehr ihr Verstand der die Kontrolle hatte
sondern ihr Körper. „Zieh dein Kleid aus“ Kiaras Stimme klang liebevoll aber
auch angespannt. Sofort kam Jenni der Bitte ihrer Freundin nach. Als sie das
Kleid ausgezogen hatte kniete sich Kiara wieder über sie, einer ihrer Finger
wanderte langsam von Jennis Bauch nach oben. Mit einer schellen Bewegung
öffnete Kiara den BH ihrer Freundin der den Verschluss praktischer weise
zwischen den Körbchen hatte. Jenni war angespannt, noch nie war sie so erregt
gewesen. Der Anblick von Kiaras Körper, ihre sanften Berührungen und ihre
Stürmischen Küsse hatten sie an die Grenzen ihrer Beherrschung gebracht. „Es
wird Zeit für den ersten Teil deines Geschenkes“ hauchte Kiara in ihr Ohr. Ihre
Küsse wanderten Jennis Hals hinunter während ihre Hände den Störenden Stoff von
ihr entfernten. Jenni legte eine Hand an Kiaras Oberschenkel und die andere an
ihren Kopf als diese Begann ihre Brustwarze zu küssen. Ein Atemstoss entwich
aus Jennis Mund. Sie küsste Kiara auf die Stirn. Diese wanderte nach einem
Moment weiter nach unten. Als sie bei Jennis Bauchnabel angekommen war legte
Jenni ihr die Arme an die Schultern und Stoppte sie „Ich möchte nicht dass du
das nur tust um mir einen Gefallen zu tun, wir solltest das nur tun wenn du es
auch wirklich willst.“ Kiara kam wieder auf Augenhöhe und lächelte „benutz
deinen Mund für etwas schlaueres als meine Absichten zu hinterfragen“ meinte
sie. Noch bevor Jenni etwas sagen konnte küsste Kiara sie und liess ihre Hand Jennis
Körper entlang tiefer wandern. Jenni spannte sich an als die Hand ihrer
Freundin sanft über ihr Höschen strich. Kiara hielt den Kuss damit Jenni sie nicht
noch einmal unterbrach, was eigentlich nicht nötig gewesen wäre da Jenni im
Moment nichts ferner lag als sie zu unterbrechen. Einer von Kiaras Fingern hob
den Saum von Jennis weissem Höschen an bevor ihre Hand darunter glitt. Jenni
zuckte leicht als sie Kiaras Berührung spürte, noch nie hatte sie jemand ausser
ihr selbst da so angefasst. Es war Jennis erstes Mal, in ihrem Kopf schwirrten
Gedanken „Wie wird es sich anfühlen? Was muss ich machen?“ Sie wand sich unter
den Zärtlichen Berührungen der Asari. Kiara zog ihre Hand vorsichtig wieder aus
Jennis Höschen und löste ihren Kuss. Sie wanderte an ihr entlang herab und
küsste sie knapp unter den Bauchnabel. Sie legte ihre Hände an den Saum von
Jennis Höschen und begann es langsam runter zu ziehen. Jenni hob ihr Becken
kurz um es Kiara zu erleichtern sie auszuziehen. Als dies ihr das Höschen
ausgezogen hatte liess sie es ebenfalls zu Boden fallen. Jenni entspannte sich
und starrte in Erwartung der Ersten Berührung zu Decke. Der erste Kuss kam
innen auf ihren rechten Oberschenkel, der Zweite auf den Linken. Jenni biss
sich auf die Lippe und schaute an sich runter, Kiara lächelte ihr noch einmal
zu bevor sie sich Jennis Schoss zuwandte und begann ihre Freundin zu liebkosen.
Jenni spannte sich an und atmete tief ein und stossartig wieder aus. Sie
schluckte lehr und wollte etwas sagen doch erst beim zweiten Anlauf schaffte
sie es. „Kiara….Ooh“ hauchte sie nach Luft ringend. Sie krallte sich an der
Matratze fest, sie atmete bereits nach kurzem Flach und schnell. Ihr Verstand
schien nicht mehr zu funktionieren, sie war nicht mehr im Stande logisch zu
denken, geschweige denn einen Satz zu formulieren. Anfangs hatte sie noch
versucht Kiara zu sagen sie solle langsamer machen aber jedes Mal wenn sie den
Mund geöffnet hat war anstatt Worten ein Stöhnen herausgekommen. Sie traute
sich nicht mehr etwas zu sagen, sie wollte ihre Eltern ja nicht wecken. Sie
ballte eine Hand zur Faust und legte den Handrücken vor ihren Mund und grub die
Fingernägel der anderen in die Matratze. Sie begann sich anzuspannen, langsam
verlor sie jegliche Kontrolle über ihren Körper. Kurz bevor es soweit war scheiterte
jeder Versuch sich zu beherrschen, Jenni legte ihre Beine um Kiaras Oberkörper,
diese liess sich davon nicht stören und machte unbehelligt weiter. Jennis
Körper verkrampfte sich, sei biss sich auf die Lippe und kniff die Augen
zusammen. „Aaah“ Sie presste sofort ihre Hände auf ihren Mund um ihr lautes
Stöhnen zu dämpfen, sie konnte fühlen wie sich jeder der zuvor angespannten
Muskeln in ihrem Körper entspannte. Sie stöhnte noch ein zweites Mal auf bevor
ihr Körper erschlaffte und sie sich auf die Matratze sacken lies. Sie legte
schwer atmend den Kopf zurück und versuchte das Erlebte zu verarbeiten. Sie
spürte eine vertraute Wärme auf ihrer Haut und kurz darauf Kiaras Kuss auf
ihrem Hals. Sie sah ihre lächelnde Freundin an und gab ihr einen Kuss. „Das war
der Wahnsinn“ „Das habe ich gehört, hoffentlich haben deine Eltern einen
gesunden Schlaf.“

 

 

 „Henrie, Jenni nimmt geht nicht an ihren Kommunikator
ran, wir sollten mal nachsehen was los ist“ „ach sie schläft wahrscheinlich
gerade ihren Rausch aus.“ Jennifers Mutter machte sich sorgen da ihre Tochter
sich nicht meldete und es schon fast Mittag war. „Ich meine es ernst, du
solltest hingehen und nachsehen“ „Ich meine es auch ernst, sie hat bestimmt
noch mit den Nachwirkungen der Party zu kämpfen, ich gehe sie beim Club hole
sobald sie sich meldet.“ Seine Frau atmete tief durch „Ok du hast
wahrscheinlich recht. Kannst du mir dann schnell die Fenster öffnen, ich muss
den Boden nass aufwischen.“ Wie jedes Mal wenn sie die Böden aufwischte öffnete
sie alle Fenster, dadurch wurden die Böden schneller trocken und es kam frisch
Luft herein. Ihr Mann ging durch das Haus und öffnete alle Fenster, erst im
Erdgeschoss dann im ersten Stock. Als erstes Zimmer der oberen Etage war das
von Jenni dran, da es direkt neben der Treppe lag. Er öffnete die Tür des
vermeintlich leeren Zimmers und trat unbehelligt ein. Im selben Moment vielen
ihm die Kleider auf dem Fussboden auf, noch im ersten Augenblick erkannte er
das es sich um Unterwäsche handelte, das eine Höschen kannte er, es gehörte
seiner Tochter, es hatte seiner Frau beim Wäscheaufhängen schon oft genug
geholfen um die Unterwäsche aller Familienmitglieder zu kennen. Das zweite
hingegen war ihm fremd. Als ehr eine Bewegung im Augenwinkel sag drehte er den
Kopf reflexartig in diese Richtung. Seine Tochter schaute ihn entsetzt an, sie
sass auf der Matratze und bedeckte ihren Körper mit ihren Armen, gleich neben
ihr kniete Kiara welche die Bettdecke vor sich hielt um ihre Blösse zu
bedecken. „Scheisse, Dad raus hier!“ Er konnte gerade noch aus dem Zimmer und
die Tür schliessen bevor ein schweres Buch von Jennis Nachttisch dagegen flog.
Sofort ging ihr Vater die Treppe runter und in die Küche wo seine verdutzte
Frau ihn verwirrt ansah. Noch bevor sie etwas sagen konnte holte er die von
Jenni angefangene Schnapsflasche aus dem Schrank, öffnete sie und nahm einen
kräftigen Schluck davon. „Was ist den Passiert?“ „Du hattest recht, das nächste
Mal gehe ich direkt zu Club wenn du es sagst.“

 so das wars auch schon wieder, der Nächste teil kommt wahrscheinlich wieder nächstes Wochende.
Wi immer Kritick un feetback gleich hier posten
:D

Modifié par elitedefender2, 16 septembre 2012 - 03:30 .


#281
Pain87

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Böse Formatierung

#282
Zerydal

Zerydal
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Jaja das böse Buch :D

Sehr toll geschrieben wie immer gefällt mir und auch sehr autentisch rübergekommen

#283
Mister Ich

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sehr gut geschreiben, Handwerklich richtig gut. Du erzeugst sehr gute bilder im Kopfkino.
Mir ist die Sexszene zu explizit. Ich bin echt ned prüde oder so, ich lass bei solchen dingen nur lieber meine Fantasie spielen ;) Bevorzuge da eher den "james Bond - Schnitt" ;)
Ich weis auch ned genau welches Grene du einschlagen willst. mMn musst aufpassen das es ned in richtung "groschen Roman" abtriftet. Am besten hat mir die szene gefallen in der der turianer ihr die Brosche gegeben hat, eine sehr schöne Geste.
Ich wart immer noch drauf das ihnen Kugeln um die ohren fliegen :P ;)

#284
elitedefender2

elitedefender2
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Mister Ich wrote...

sehr gut geschreiben, Handwerklich richtig gut. Du erzeugst sehr gute bilder im Kopfkino.
Mir ist die Sexszene zu explizit. Ich bin echt ned prüde oder so, ich lass bei solchen dingen nur lieber meine Fantasie spielen ;) Bevorzuge da eher den "james Bond - Schnitt" ;)
Ich weis auch ned genau welches Grene du einschlagen willst. mMn musst aufpassen das es ned in richtung "groschen Roman" abtriftet. Am besten hat mir die szene gefallen in der der turianer ihr die Brosche gegeben hat, eine sehr schöne Geste.
Ich wart immer noch drauf das ihnen Kugeln um die ohren fliegen :P ;)


freut mich das es dir gefällt^^
Wegen der erotischen scene.... ich hab ja eigentlich nur umschrieben XD aber wen das zu doll war werd ich versuchen mich n bisschen zurück zu halten. Ich schreib halt manchmal etwas zu detailiert:D siehe:
http://social.biowar...ex/11503232/102  mein erster Fanfic.... 2. teil etw 5-10 Seiten weiter hinten.
Aber wie gesagt, ich versuche wie in ME selbst noch platzt für fantasie zu lassen......ein bisschen zumindest:P

und wegen der Kampfscenen..... mit dem eintritt in das Allianz Projekt gehts damit los, aber ich werdes immer mal wieder kurz auflockern.
na ich geb mir weiterhin mühe und hoffe es gefällt.        bis zum nächsten Kapitel heists dan wieder "HTL"^_^

#285
Mister Ich

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Ich hab ja auch schon weiter geschrieben .... mich schreckt eigentlich nur das formatieren ab den ganzen textwulst zu posten.....ich sollte mir mal wieder die zeit nehmen...(würd mich aber freuen wennst mir deine Meinung über Bleeding Memories um die ohren hauen würdest :)

Überstürz blos nix, das letzt was ich machen möchte ist dich zur Aktion zu drängen. bleib ruhig bei deinem unbekümmerten, behutsamen aufbau....es is gut so wie es ist.

#286
elitedefender2

elitedefender2
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So hier kommt der 5. Teil.... ich wollte eigentlich storymässig weiter kommen in diesem Kapitel aber es wäre dann zu lang geworden^^
so viel Spass beim lesen^^

Kapitel 5


„Morgen Mam,
morgen Dad“ Jenni grinste breit als sie ihre Eltern grüsste. Ihr Vater sah sie
mit einem eiskalten Blick an. Kiara gleich hinter Jenni den Raum betrat grüsste
Jennis Eltern ebenfalls aber sie wich den Blicken ihres Vaters aus, es war ihr
anscheinend sehr peinlich dass er sie erwischt hatte. Sie waren oben eng
aneinander gekuschelt gewesen und hatten geschlafen. Als Kiara erwachte lag ihr
Kopf auf Jennis Schulter und sie hatten beide nichts an. Bei ihrem Versuch
vorsichtig aufzustehen war Jenni auch aufgewacht und erschrak erst einmal als
sie bemerkte dass sie nackt war. Im nächsten Moment bemerkte sie jedoch das
Kiara die gerade dabei war an ihr vorbei zu krabbeln um ihre Kleider zu holen
auch nackt war. Der Schreck verflog schnell wieder als sie sich an ihr Erlebnis
von letzter Nacht erinnerte. Sie hatte Kiara die gerade an der Bettkante
angekommen war gepackt, vorsichtig auf die Matratze gelegt und sie geküsst.
Keine von ihnen hatte in dem Moment aufstehen wollen. Kiara hatte Jenni gesagt
das sie noch etwas Wichtiges erledigen müsse aber sie konnte sich nicht einfach
von ihrer Freundin losreisen als diese sie zärtlich auf den Hals küsste. Sie
hatten sich gerade aufgerichtet als die Türe aufging und ihr Vater in den Raum
trat. Danach waren sie beide noch etwa eine halbe Stunde in Jennis Zimmer
geblieben, sie hatten beide nicht das Bedürfnis verspürt jetzt an denselben
Frühstückstisch zu sitzen wie Jennis Vater. Nach einer Weile hatte Jenni sich
schliesslich überwunden und sich angezogen. Kiara hat es ihr gleich getan.
Jetzt sassen sie unten am Frühstückstisch zusammen mit Jennis Eltern. Jenni
versuchte sich zu konzentrieren das sie nicht grinsen musste wen sie ihre Vater
ansah, währen Kiara ihr möglichste tat seinen Blicken auszuweichen. Es schien
ihr ziemlich peinlich zu sein, obwohl die Eltern ihrer Freundin ja nicht
wussten was sie beide in der letzten Nacht gemacht hatten. Jedes Mal wenn ihr
Blick den von Jennis Vater streifte schaute sie sofort in ihren Teller, ihre
Wangen verfärbten sich leicht lila. Es war Jenni vorher nie aufgefallen aber
anscheinend lief Kiara lila an wen ihr etwas peinlich war. Sie würde sie bei
Gelegenheit darauf ansprechen. Nach dem sie mit Frühstück hatte sich Kiara
eilig verabschiedet und war nach Hause gegangen. Jenni begann in der Zeit die
ihr noch blieb die Sachen zusammen die sie am Montag brauchte, dem Dossier lag
ein Blatt bei auf welchem eine Liste mit benötigten dingen Stand. Jetzt bei
genauerem betrachten fiel ihr auf das da verdammt wenig drauf stand. Es waren
nur eine Hand voll Dinge aufgelistet, der Rest werde “zur Verfügung gestellt.“
Sie packte ihre persönlichen Sachen ein. Die Brosche von Warrek legte sie zum
Schluss dazu. Sie sah sich in ihrem Zimmer um, was könnte sie noch als
Erinnerung mitnehmen? Ihr Blick blieb an einem Kleinen Bild von Kiara hängen.
Sie hob es von ihrem Nachttisch hoch und strich sanft darüber. Nach einem
Moment innerlichem schwanken entschied sie sich dafür das Bild auch
einzupacken, sie würde Kiara schon so genug vermissen, da konnte ein Bild von
ihr nicht schaden. Jetzt wurde Jenni auch wieder bewusst was dieses Projekt für
sie bedeutete. Ein Traum ging in Erfüllung, doch dafür musste sie einen hohen
Preis zahlen, alle ihre Freund, ihre Eltern, ihr Zuhause und sogar ihre Liebe
musste sie zurück lassen. Doch jetzt gab es kein Zurück mehr. Nach dem Packen
verbrachte sie den Rest des Tages mit ihren Eltern, nur noch einen Tag trennte
sie vom Abschied, da wollte sie ihre Zeit nicht alleine verbringen.

 

Der Sonntag vor
dem einrücken war hart. Kiara war erst am Abend zu ihr gekommen, sie hatte
gesagt sie habe noch etwas erledigen müssen. Was war Jenni egal, sie wollte
jetzt nur mit ihr zusammen sein, weshalb sie den ganzen Abend einfach Seite an
Seite im Wintergarten gesessen haben und zusammen geredet, sich geküsst und die
Sterne am klaren Nachthimmel bewundert haben. Es fühlte sich schön an sich
einfach an Kiara zu lehnen und sie fest zu halten. Als es langsam Spät wurde
hatte sich Kiara von ihr verabschiedet. Jenni fand in dieser Nacht nicht viel
Schlaf, der nahende Abschied hing wie ein dunkler Schatten über ihr.

 

„Morgen
Schlafmütze, solltet du nicht langsam aufstehen?“ Jenni fuhr hoch als sie die
Stimme ihrer Mutter hörte. Sie durfte unter keinen Umständen zu spät kommen.
Hastig blickte sie auf ihren Wecker 7:00 Uhr. „Uff“ sie liess sich wieder auf
die Matratze fallen „Tut mir leid Jenni, ich wollte dich nicht erschrecken“
meinte ihre Mutter vorsichtig. „Kein Problem, ich dachte nur ich hätte
verschlafen.“ Sie richtete dich auf und kletterte aus ihrem Bett. Sie zog sich
rasch an, da sie nicht wusste was sie tragen soll zog sie einfach ihre
Schuluniform an. Nach einem herzhaften Frühstück machten sie sich mit dem
Skycar auf den Weg zur Akademie, der Treffpunkt war auf dem Grossen Platz vor
dem Gebäude. Als sie ankahmen war Jenni erstaunt, es waren fast 200 Leute
anwesend. Erst beim genaueren Hinsehen erkannte Jenni das es sich dabei nicht
nur um Studenten handelte sondern auch um deren Freunde und Familien. Eine
Drohne wies ihnen einen Landeplatz zu, auf Grund der vielen Autos mussten sie
fast 400 Meter zu Fuss gehe bis sie auf dem Platz ankamen. Jenni sah sich
nervös um „sie muss hier irgendwo sein, sie muss einfach“ murmelte sie leise. „Jenni!“
Kiara kam hastig auf sie zu und fiel ihr um den Hals. Einen langen stürmischen
Kuss später löste sie sich wieder von ihr. „Komm, hier steht wo du hin musst.“
Kiara zog sie zu einem Infohologramm. Darauf waren 3 Gruppen an je 15 Studenten
aufgelistet. Hinter dem Hologramm standen drei kleine Allianz Transporter,
jeder von 2 bewaffneten Wachen bewacht. „Hier bist du eingeteilt“ sie deutete
auf die Gruppe über der ein grosses B stand. Unter den Namen stand ein Hinweis
“der Flug zum Ausbildungslager wird 2 Stunden dauern, an Bord sind keine
Toiletten, organisieren sie sich!“ Sie grinste als sie das las. „Du solltest
dich anmelden, jeder anwesende muss sich bei dem entsprechenden Transporter
melden“ meinte Kiara lächelnd. „Ok“ antwortete Jenni knapp, sie fühlte sich
seltsam. Der Allianz Soldat aktivierte sein Universalwerkzeug als sie zu ihm
trat „Deinen Namen bitte“ fragte er höflich. „Jennifer Parker“ antwortete sie.
Nach ein paar schnellen Handbewegungen blinkte das Universalwerkzeug grün auf
und es erschien ein Bild von ihr. Der Soldat verglich ihr Gesicht kurz mit dem
auf dem Bild und meinte dann grinsend „Wenigsten sind wir Menschen leichter zu
unterscheiden als die Asari. Gut, du kannst einsteigen sobald der Entsprechende
Befehl kommt, du solltest dich jetzt verabschieden, wir starten in ca.10
Minuten.“ „Danke“ antwortete sie höflich und ging zurück zu ihren Freunden. Es
standen überall Taschen herum, Jennis Rucksack lag neben ihren Eltern am Boden.
Warrek stand mittlerweile auch da und lächelte sie an. Als sie all die Leute
vor sich stehen sah die sie verlassen würde war sich Jenni plötzlich nicht mehr
so sicher ob es eine gute Idee gewesen war sich zu melden. Sie nahm Warrek in
den Arm und schaute ihn an „Schön das du da bist Warrek.“ „Ich kann dich doch
nicht einfach so gehen lassen, jemand muss doch schauen das du nicht alles
vergisst.“ Jenni lächelte und drückte ihn noch einmal an sich „Ich werde dich
vermissen.“ „Ich dich auch Jenn machs gut“ er lächelte sie an und klopfte ihr
auf die Schulter. Jetzt drehte sie sich zu ihren Eltern nahm sie beide in den
Arm und gab beiden einen Kuss „Auf Wiedersehen Mam, auf Wiedersehen Dad“ „Mach
deinen alten Herrn stolz meine kleine“ sagte er, seine Stimme klang fast schon
ein Bisschen wehmütig. Sie stellte sich vor ihn und salutierte. Er erwiderte
den Gruss lächeln. „Pass auf dich auf Schatz, und vergiss nicht uns zu
schreiben ja?“ ihre Mutter hatte mit den Tränen zu kämpfen als ihr kleines
Mädchen sie verliess. „Keine Sorge Mam, ich passe schon auf mich auf“ Jenni
atmete tief durch bevor sie sich umdrehte. Kiara lächelte sie an. Jenni trat zu
ihr und küsste sie sanft, jetzt kamen auch in ihr die Gefühle hoch. „Ich liebe
dich Kiara“ flüsterte sie sanft zu ihrer Freundin. „Das macht mir Angst Jenni,
das sagen sie in den Filmen immer bevor etwas schlimmes passiert“ gab sie
lächeln zurück „Ich liebe dich auch Jenni“ Sie küssten sich erneut, doch
diesmal war es ein Leidenschaftlicher Kuss, sie hielten sich fest und blendeten
alles um sich herum aus, jetzt gab es nur noch sie beide. Nach einer gefühlten
Ewigkeit liessen sie sich los. Jenni legte ihren Kopf neben Kiaras und
flüsterte leise „Ich will dich nicht verlassen, ich…..“ Kiara machte einen
Schritt zurück und schaute ihrer Freundin ins Gesicht. „Hei Jenni, das ist dein
Traum, du musst da jetzt hin gehen, tus für mich….. Hei, Soldaten weinen nicht“
sagte sie tröstend und wischte eine Träne von Jennis Wange.“ Jenni schluckte
leer und nickte kurz. „Wan sehe ich dich wieder?“ „Schon bald.“ „Alle bereit
machen zum Einsteigen, wir gehen!“ Hastig zog Jenni Kiara noch einmal an sich
und küsste sie, sie versuchte so viel von ihrer Wärme in sich aufzunehmen wie
möglich, es würde wohlmöglich für sehr lange Zeit ihr Letzter Kuss sein. Sie
drehte sich um, schnappte sich ihren Rucksack, ging zum Transporter, stieg die
Rampe hoch und setzte sich auf einen der freien Plätze. Sie versuchte durch die
noch offen stehende Rampe einen letzten Blick auf ihre Liebste zu erhaschen aber
sie konnte sie nicht entdecken.

 

Mit laut
dröhnenden Triebwerken hoben die Transporter ab. Jenni schaute aus dem kleinen
Fenster hinter ihr und sah bereits kurz nach dem der Transporter abgehoben
hatte wie Sunset Bay als kleiner Punkt am Horizont verschwand. Sie drehte sich
wieder zurück zu den anderen Studenten die mit ihr zusammen in dem Frachtraum
sassen, sie konnte einige der Anwesenden erkennen, sie waren in derselben
Klasse im Biotiktraining gewesen. Einer der Soldaten die ebenfalls an Bord
waren stellte sich in die Mitte des Raumes „Wir werden auf militärischem
Gelände landen, diese Gebiet ist Sperrzone für Zivilisten und was sich darin
befindet ist geheim, ich muss euch also auffordern mir eure Kommunikatoren und
jegliche anderen elektronischen Geräte abzugeben. Ihr werdet sie
zurückerhalten, nach dem wir entsprechende Sicherheitsprogramme darauf
installiert haben die verhindern dass Geheime Daten nach aussen verschickt
werden. Wir werden eure Gespräche nicht abhören, diese Programme sorgen lediglich
dafür dass die Kommunikatoren den Allianz Standards entsprechen.“ Die Studenten
sahen sich kurz fragend an und begannen dann ihr Gepäck zu durchwühlen und die
verlangten Geräte abzugeben. „können wir dann immer noch Gespräche mit Leuten
ausserhalb des Stützpunktes führen?“ meldete sich ein junger Student. „Ja, es
wir einfach ein paar Sekunde dauern, da eine VI eine Suchraster dazwischen
schalten wird und den Datentransfer nach Anomalien durchsuchen und diese
auswerten wird. Wenn ihr grosse Datenmengen, Bilder oder Videos versendet wird
die VI überprüfen ob sie Inhalte enthalten die der Geheimhaltung unterliegen
und euch gegebenen falls informieren das diese Daten nicht versendet werden
können.“ Der Student nickte zufrieden, der Rest der Studenten hatte mittlerweile
die ganzen Geräte zusammen gesammelt. „Eure Universalwerkzeuge….. ihr bekommt
von der Allianz neue, die Daten von euren jetzigen werdet ihr auf die neuen
übertragen können. Ihr solltet die Universalwerkzeuge jetzt abschalten,
ansonsten kann es sein das private Daten verloren gehen, wir haben Störsender
bei der Basis aufgebaut.“

Eilig machten sich
alle daran ihre Universalwerkzeuge ab zu schalten. Jenni deaktivierte ihre
auch, sie wollte nicht all die Bilder die darauf waren verlieren. Es dauerte noch
eine ganze Weile bis sie die Meldung bekamen dass sie sich im Landeanflug
befänden. Eilig trat der Soldat wieder zu ihnen wir landen gleich, nach der
Landung folgt ihr mir alle, vergesst euer Gepäck nicht, die Transporter starten
nachher wieder. Ihr werdet noch genug Zeit haben die Landschaft zu bewundern
als Tempo.“ Seine Stimme klang jetzt weniger freundlich als während des Fluges,
er wirkte ernst und bestimmt. Jenni packte ihren Rucksack und zog ihn an.

 

Mit einem sanften
Ruck setzte der Transporter auf und die Rampe senkte sich, mit schnellen
Schritten trat der Soldat heraus und ging auf ein kleines Gebäude am Rande der
Landezone zu. Die Studenten folgten ihm eilig, Zeit sich umzusehen blieb kaum.
Direkt als sie ankamen wurden sie durch einen Scanner geführt, das Türrahmen
artige Gerät hatte ein bläulich leuchtendes Feld in der Mitte. Beim Passieren
wurde geprüft ob die angegebenen Personalien stimmen und ob die Passierenden Waffen
oder andere illegale Gegenstände bei sich trugen. Ihr Gepäck wurde gleich
daneben gescannt und Kontrolliert. Kaum war Gepäck und Student kontrolliert
wurden sie weiter geschickt zur nächsten Station, dort wurden ihnen
Kreditkarten artige Pässe ausgeteilt mit denen sie sich bei der Materialausgabe
ausweisen mussten. Danach traten sie alle wieder zu dem Soldaten der sie
hierher geführt hatte. Eilig zählte er die Studenten durch drehte sich dann um
und ging weiter, mit einem Winken signalisierte er seinen Schützlingen ihm zu
folgen. Sie traten auf einen Grossen Platz, eine Gruppe Studenten war schon da,
die letzte folgte ihnen gerade. Jenni hatte noch nicht einmal die Zeit gehabt
sich umzusehen trat bereits ihr Leiter vor sie und sprach sie an. „Zuhören,
gleich wird der Leitende Captain diese Stützpunktes wir euch gleich die wichtigsten
Infos übergeben, wir wollen ihm alle mit Respekt begegnen als werdet ihr alle
Salutieren wenn er dies auch tut, verstanden?“ Jenni folgte einem Reflex, sie
stellte sich gerade hin salutierte und erwiderte „Ja Sir.“ Einige andere taten
es ihr gleich, alles Studenten die in Allianzfamilien aufgewachsen waren. Der
Soldat grinste Jenni an „Gut, wie ich sehe sind hier die Grundkenntnisse schon
vorhanden, und für den Rest von euch, ihr habt`s gesehen, vermasselt es nicht.“
Einige Sekunden der Stille später Trat ein älterer Mann ans Rednerpult vor
ihnen. Jenni konnte nicht genau erkennen welches Rangabzeichen er trug aber die
vielen Orden an seiner Brust liessen darauf schliessen dass es sich um den
besagten Captain handelte.

 

„Soldaten!“ die
Stimme des Captains klang tief und laut, er trat sicher und souverän auf. Alle
Studenten salutierten wie ihnen befohlen, wenn auch nicht ganz synchron. „Rührt
euch“ antwortete der Redner auf die Geste seiner Zuhörer. Jenni stellte sich
bequem hin und schaute ihn erwartungsvoll an. „Ich heisse euch auf dem
Stützpunkte X-13 Willkommen. Mit der Entscheidung an diesem Projekt teil zu
nehmen habt ihr eine wichtige Entscheidung getroffen, dieser Abschnitt eures
Lebens wir euch prägen und stärken für den Rest eures Werdeganges.“ Er machte
eine kleine Pause um seine Worte wirken zu lassen. „Ihr werdet die nächsten 4
Wochen eine Grundausbildung durchlaufen, diese wird zeigen ob ihr dem
Physischen und Psychischen Stress der auf euch zukommt gewachsen seid. Aber wir
fangen besser vorne an….. Ihr habt bis zum jetzigen Zeitpunkt noch keine
Informationen über das Ziel und den Sinn dieses Projektes bekommen und das aus
gutem Grund. Alles was auf diesem Stützpunkt abläuft ist geheim, weshalb ihr
auch eine Geheimhaltungserklährung unterzeichnen musstet. Wie euch sicher schon
aufgefallen ist, ist es nicht normal das nicht Menschen in der Allianz
mitmachen. Das liegt daran das dieses Projekt in Zusammenarbeit mit den anderen
Ratsvölkern geleitet wird. Aber dazu bekommt ihr zu einem späteren Zeitpunkt
mehr Informationen. Bis zum definitiven Beitritt zu der Spezialeinheit deren
Bildung das Ziel dieses Projektes ist kann ich euch keine weiteren
Informationen geben.“ Er leis seinen Ernsten Blick über die Reihen der
Studenten schweifen, alle starrten ihn wie gebannt an. Ein Grinsen huschte über
sein Gesicht. „Kommen wir nun zu den wichtigsten Informationen. Dieser
Stützpunkt ist nun euer Zuhause, ihr werdet alle 4 Wochen ein Wochenende
ausserhalb verbringen können bis eure Ausbildung beendet ist. Ansonsten sind
sechs Tage Training und 1 Tag freies üben. Jede nicht Menschliche Spezies hat
einen Vertreter auf dem Stützpunkt, wenn es Speziesspezifische Fragen gibt
wendet euch an sie. Des Weitern werdet ihr eure Kleidung, Ausrüstung und eure
Zimmer nun beziehen können. Ihr werdet für die gesamte Dauer der
Grundausbildung in den Selben Gruppen eingeteilt sein wie jetzt. Das Training
startet morgen, nutzt die Zeit euch mit euren Team Kameraden vertraut zu
machen, der Zusammenhalt zwischen euch wird entscheiden ob ihr es schafft oder
nicht.“ Mit diesen Worten drehte sich der Captain um und trat von dem kleinen
Rednerpult weg und verschwand. „Ok, ihr habt es gehört, von jetzt an seid ihr
Soldaten. Folgt mir, ihr kriegt die Zimmer zugeteilt.“ Der Soldat der sie
hergeführt hatte brachte sie zu einem Kleinen Gebäude am Rande des Stützpunktes.
2 weiter identische Gebäude standen einige duzend Meter entfernt. Als sie das
Gebäude Betraten standen sie in einem kuren Gang, auf der rechten Seite war
eine Tür, der Soldat öffnete sie und trat hinein. Die Studenten folgten ihm,
beim Betreten des Raumes brach eifriges Geflüster unter ihnen aus. Der etwa 20
Meter lange und 6 Meter beriete Raum Beinhaltete 16 Betten. Neben jedem Bett
stand ein Schrank an der Wand. Es gab noch ein paar kleine Regale die an den
Wänden befestigt waren. „So das hier ist euer Nachtlager, bezieht eure Betten.“
„Entschuldigen sie Sir, aber wessen Raum ist das, der der Männer oder der
Frauen?“ fragte eine der Studentinnen. Der Soldat lachte laut und schaute sie
dann grinsend an „Na von beiden eben, sie haben doch keine Angst vor den Jungs
oder?“ fragte er mit sarkastischem Unterton. „Nein Sir, es ist nur ungewohnt.“
Er stellte sich vor die Gruppe hin und musterte sie. „Hört mal her…… wenn ihr
Hemmungen habt im selben Raum zu schlafen, wie wollt ihr einander dann euer
Leben anvertrauen?“ Jenni wusste das er Recht hatte, aber auch sie fühlte sich
komisch bei dem Gedanken. Normalerweise schlief sie in Unterwäsche, aber das
Wissen das 14 Augenpaare auf sie gerichtet sein würden machten den Gedanken
sich seiner Kleider zu entledigen nicht gerade Attraktiver. Spontan machte eine
Asari aus ihrer Gruppe den Anfang, sie ging zu einem der Betten und Stellte
ihre Tasche daneben. Jetzt wo jemand den ersten Schritt gemacht hatte folgten
die Andern. Jenni ging zu einem der noch freien Betten das etwa in der Mitte
des langen Raumes lag. Sie stellte ihre Tasche neben den Schrank und setzte
sich auf das Bett. Obwohl es Hart und ungemütlich aussah war es erstaunlich
weich. Die darauf liegende Decke schien ebenfalls ganz bequem zu sein. Als
Beleuchtung dienten LED artige Lampen an der Decke welche ein Helles weisses
Licht ausstrahlten. „Kommt, ihr müsst noch euer ganzes anderes Material holen.“
Der Soldat verliess das Zimmer wieder und stellte sich in den Gang. „Da drüben
sind die Duschen, Links die der Männer, rechts die der Frauen.“ Er schaute die
Gruppe mit ernstem Blick an „diese Einteilung wird eingehalten, verstanden?“
Ohne eine Antwort abzuwarten antwortete er mit Ernster und drohender Stimme
„Wer sich nicht daran hält darf einen extra Fitnesskurs besuchen!“ Diese
Drohung war eigentlich unnötig gewesen, der deutliche Tonfall und das
einschüchternde Auftreten des Soldaten hatten deutlich genug gemacht das es
keine gute Idee gewesen wäre diese Regeln zu verletzten. „Los jetzt, Bewegung
wir haben nicht den ganzen Tag Zeit.“ Sie verliessen gemeinsam das Gebäude und
machten sich auf den Weg zum Magazin, ein Grosses, Massiv gebautes Gebäude das
etwas versetzt zur Mitte des Stützpunktes lag. Dort mussten alle Studenten ihre
Karten die sie beim Betreten der Basis bekommen hatten abgeben und bekamen
dafür ein Universalwerkzeug von der Allianz. Sie bekamen eine Kurze Instruktion
was daran alles anders war als an ihren bisherigen, Hackprogramme sowie
„Universalklinge“ waren noch blockiert. Sie würden zu späteren Zeitpunkten mit
dem Umgang dieser Funktionen geschult. Bevor sie gross die Chance hatten sich
darüber Gedanken zu machen wurden sie bereits weiter geschickt. An der Nächsten
Station wurden ihnen Ein ganzer Stapel Kleider ausgeteilt. Sie hatten alle nur
das dabei was sie trugen. Die Frauen Hatten die Auswahl zwischen zwei Höschen
formen. „Nehmt die für euch bequemere, Sexy auszusehen bringt euch nichts, aber
bequeme Unterwäsche ist ziemlich viel wert.“ War ihnen gesagt worden. Nach
einer kurzen Anprobe entschied sich Jenni für den normalen Slip. BH, Socken,
Hosen, T-Shirt, Pull-over und Jacke bekamen sie zugeteilt. Sie verliessen das
Magazin mit einer ganzen Wochenration Kleidern. Es würde Täglich nach dem
Training ein Wagen in jeder Unterkunft stehen in den sie alle ihre dreckige
Wäsche werfen könnten. Diese würde dann täglich gewaschen. „In 5 Minuten wieder
hier, in neuem Outfit!“ hat es geheissen. Alle eilten zurück und begannen eilig
ihre Kleider zu verstauen. Jenni öffnete gerade ihre Hose als sie stockte,
„Mist!“ schoss es durch ihren Kopf, sie drehte sich um. Die meisten waren mit
sich selbst beschäftigt und trotzdem konnte sie die Blicke auf ihrem Hintern
schon fast spüren. „Egal, du darfst nicht schon am ersten Tag zu spät kommen.“
Mit diesem Gedanken öffnete sie ihre Hose und zog sie schnell aus und schlüpfte
sofort in die Neue, das Tarnmuster war ihr vertraut. Als sie den Hosenknopf
geschlossen hatte sah sie wieder auf. Alle Blicke waren auf sie gerichtet, erst
jetzt viel ihr auf das sie die einzige war die sich bisher umgezogen hatte…..
und alle hatten ihr dabei zugesehen. „Los los los, wir haben noch zwei
Minuten!“ sagte sie als die anderen sie nach einigen Sekunden immer noch
Regungslos anstarrten. Sofort drehten sich alle von ihr weg und begannen sich
selbst um zu ziehen. Nach wenigen Sekunden hatte sich Jenni komplett umgezogen
und marschierte zurück zum Treffpunkt.

 

Die Sonne die
mittlerweile hoch am Himmel stand schien wärmend auf sie herab, in den 2
Stunden Flug hatten sie die Grenze der Hemisphären überschritten. Es herrschten
angenehme 25 Grad. Die nächsten Stunden verbrachten sie mit einem Rundgang.
Erst besichtigten sie den angrenzenden Hindernissparkur. Bei der genaueren
Besichtigung viel Jenni auf wie anspruchsvoll die Übungen waren. Danach ging
der Rundgang weiter zum etwa einen Km entfernten Schiessstand. Dort wurde ihnen
erklärt dass sie ab der 2. Ausbildungswoche mit dem Schiesstraining mit den 5
Standard Allianzwaffen, der M8 Avenger, die M3 Predator, der M-23Katana, der
M-4 Shuriken und der M-92 Mantis anfangen würden. Zum Schluss kamen sie wieder
zurück zum Stützpunkt. „So jetzt könnt ihr erst mal etwas zu Essen holen, Die
Kantine ist da drüben“ er zeigte auf das Flacher Gebäude das am nächsten zu den
Unterkünften stand. „Den Rest des Tages habt ihr frei, ihr dürft euch frei auf
dem Stützpunkt bewegen, die Gefahrenzonen, Waffen und Munitionslager sowie
Schiessstand solltet ihr aber meiden, sonst habt ihr schnell mal einen
Zellenaufenthalt am Hals. Auf eurem Universalwerkzeug sind die Regelwerke der
Allianz drauf, alle die sie noch nicht kennen sollten sie unbedingt mal lesen.
Den egal zu welcher Spezies ihr gehört, Unwissenheit schützt vor Strafe
nicht!..... Sind noch Fragen?“ Ein Turianer meldete sich. „Wo sind eigentlich
die anderen Gruppen, ich habe sie heute seit der Einführung nicht mehr
gesehen?“ „Es läuft so ab das wir alle denselben Kreislauf durchlaufen aber
versetzt, um lange Wartezeiten zu vermeiden.“ Der Turianer nickte „Wie ist es
den mit Kontakt zwischen den Gruppen?“ Als er den fragenden Blick des
Ausbilders bemerkte fügte er schnell an „Ein guter Kumpel von mir ist in der
Einheit C, kann ich am Abend nach dem Training mit ihm Kartenspielen?“ Der
Soldat grinste verstohlen „Es ist natürlich erlaubt Kontakt zu den andern
Gruppen zu haben, aber besuche in den andern Unterkünften sind nur mit
Genehmigung erlaubt. Es ist Jedoch erlaubt in der Kantine auch neben den
Mahlzeiten zusammen Karten zu spielen, zu reden oder einander zu besuchen.“ An
dem Blick des Soldaten erkannte Jenni das er innerlich grinste. Sie war sich
sicher dass er sich ausmahlte wieso sie sich Gruppenübergreifend besuchen
wollten, es war nicht unwahrscheinlich dass sich ausser Jenni und Kiara noch
andere innerhalb der Anwesenden gefunden hatten. „Sind sonst noch
Fragen?....... nicht? Gut dann gehen wir jetzt zur Kantine.“   

 

„Wenigsten
schmeckt das Essen“ sagte der junge Mann neben ihr grinsend. Sie sassen alle an
einem Tisch, sie hatten sich alle hingesetzt, es hatten sich keine Gruppen
gebildet, sie waren gerade dabei sich kennen zu lernen. Jenni kannte 7 andere
Studenten aus ihrer Klasse, die anderen waren aus der Parallelgruppe. Diese war
ungefähr gleich weit im Ausbildungsstand wie ihre, sie waren aber getrennt
worden um ein individuelleres Training zu ermöglichen. Insgesamt waren sie zu
fünfzehnt, 4 Turianer, 3 Männer, 3Frauen sie selbst eingeschlossen und 5 Asari.
Es herrschte eine recht ausgelassene Stimmung, sie redeten alle miteinander und
tauschten Erwartungen an das Projekt aus. Sie hatten Speziesbezogen etwa alle
dasselbe Alter und somit auch etwa dieselben Interessen, was es leicht machte
ein Gesprächsthema zu finden. Der Soldat hatte ihnen vorher noch erklärt wann
sie am nächsten Morgen wo sein müssen und sich dann verabschiedet. Nach dem sie
fertig gegessen hatten redeten sie noch einen Moment. „Ich empfehle allen von
euch die die Allianzregeln noch nicht gelesen haben diese jetzt dann mal
durchzulesen, das ist ein ganzer Haufen Text. Wenn ihr sie nicht kennt könntet
ihr ganz schöne Probleme bekommen. Ich selbst werde sie jetzt jedenfalls noch
mal anschauen, kommt noch jemand sonst mit nach drüben?“ Jenni deutete in
Richtung der Unterkunft. „Ich komme auch mit“ antwortete eine der anderen
Frauen, „ich will morgen nicht unvorbereitet da stehen und in ein Fettnäpfchen
nach dem andern treten.“ Etwa die Hälfte der Anwesenden Studenten folgten ihr
in die Unterkunft. Die anderen blieben noch in der Kantine. Drüben angekommen
legte sich Jenni auf ihr Bett und öffnete die Datei mit den ganzen Reglementen.
Nach dem sie fast eine halbe Stunde gelesen hatte und der Text immer noch kein
Ende zu nehmen schien deaktivierte sie ihr Universalwerkzeug und richtete sich
auf. „Ich kann nicht mehr, ich hab jetzt 3 verschieden Reglemente durch. Gibt’s
eigentlich was das hier nicht geregelt ist?“ „Ich glaube zum Zähneputzen gibt’s
keine Regeln“ sagt der Junge man der ihr gegenüber ebenfalls am lesen war.
Jenni grinste „Hast du schon alles durch das du dir so sicher bist? Ich hab
keine Lust mehr zu lesen…… was hört ihr eigentlich so für Musik?“ Sie versuchte
wieder ein Gespräch anzufangen um die anderen noch etwas besser kennen zu
lernen. „Ich hab keine lieblings Band, ich mag viele verschiedene Richtungen“
gab die Asari neben ihr zurück. Schnell entstand eine eifrige Diskussion bei
der die Themen oft wechselten. Nach einigen Stunden begann es zu dämmern, Jenni
fühlte sich trotz dem das sie nicht sehr viel Körperlich gearbeitet hatte
bereits müde. Der riesen Berg an Informationen den sie bekommen hatte, all die
Veränderungen und die Aussicht auf den morgigen Tag weckten in ihr das
Bedürfnis zu schlafen. Bevor sie sich jedoch schlafen legen würde musste sie
noch etwas erledigen. Mit einer flinken Bewegung aktivierte sie ihr
Universalwerkzeug und wählte die Nachrichtenverfassung aus. „Hei meine Schöne,
wie geht’s dir?“ sie wählte Kiaras Adresse aus und schickte den kurzen Text.
Nach ein paar Minuten blinkte eine kleine Anzeige kurz auf, sie hatte geantwortet.
Sofort öffnete Jenni die Nachricht, „Gut aber einsam, vermisse dich!“ und ein
heulender Smiley. „Hei nimm es nicht so schwer, ich muss auch dauernd an dich
denken. Ich habe den Plan gekriegt, wir können uns nur einmal im Monat einen
Tag sehen. Das ist zum kotzen!!!“ Es dauerte wieder einen Moment bis die
Antwort kam. „Ich möchte am liebsten zu dir kommen. Ich muss dich wieder
sehen!“ Jenni schmerzte es dies zu lesen, sie hätte nichts lieber getan als
Kiara jetzt in den Arm zunehmen und sie zu Küssen. „Ich möchte dich auch am
liebsten besuchen, aber das geht nicht. Versprich mir das du nichts dummes
machst während ich weg bin ^^“ tippte sie auf der leuchtenden Tastatur ihres
Universalwerkzeuges ein. Ein breit grinsender Smiley gefolgt vom Text „Du kennst
mich doch“ bekam sie als Antwort zurück. Nach einigen weiteren Nachrichten
verabschiedete sie sich von Kiara „Hoffentlich bis bald…. ich liebe und
vermisse dich.“ Kiara erwiderte ihre Liebeserklärung. Jenni legte sich jetzt
deprimiert schlafen, bis jetzt hatte sie so viel Neues zu verarbeiten gehabt
das sie keine Zeit gehabt hatte an ihre Liebste zu denken. Doch jetzt in den
ruhigen Minuten traf es sie wieder, sie kramte in der Schublade des Schrankes
neben ihrem Bett herum. Als sie die Form des gesuchten Gegenstandes spürte
holte sie das kleine Bild heraus, Kiara lächelte ihr darauf entgegen. Eine
einzelne Träne rann über Jennis Wange, schnell wischte sie sie weg damit
niemand es sah. Jenni legte das Bild wieder zurück und drehte sich um, sie
musste jetzt schlafen, morgen würde sicher anstrengend und sie mussten um 6 Uhr
aufstehen. Nach einigen Minuten schmerzvoller Gedanken an all jene die sie
zurück lassen musste übermannte sie schliesslich der Schlaf.

 

„Los aufstehen, in
5 Minuten in der Kantine zu Frühstück melden!“ die Stimme des Ausbilders klang
streng und war viel zu laut, zumindest kam es Jenni so vor. Sie richtete sich
langsam auf und stieg aus dem Bett. Sofort machte sie sich daran ihre Hose und
ihr T-Shirt anzuziehen in der Hoffnung das all die anderen sie noch nicht sehen
würden, es fühlte sich immer noch seltsam an in Unterwäsche vor den anderen zu
stehen. Als sie sich umdrehte lagen einige von den anderen noch immer in den
Betten und kämpften mit der Müdigkeit. Jenni entschloss sich gleich mal die
Führung zu übernehmen, sie ging zu dem Turianer der ihr am nächsten lag und
schüttelte ihn leicht „Aufstehen, du willst dir doch nicht schon am ersten
Morgen deiner Ausbildung eine Standpauke einfangen?“ Er grunzte etwas
unverständliches und richtete sich auf. Einige andere die Jenni zugesehen
hatten machten es ihr jetzt nach und weckten Diejenigen die noch in ihren
Betten lagen. Nach wenigen Minuten waren sie alle unterwegs zur Kantine. Die
beiden anderen Klassen waren bereits da, es wurde kaum geredet, Jeder schien
sich bloss auf seinen Teller zu konzentrieren. Jenni starrte vor sich auf den
Boden, sie war absolut kein Morgenmensch. Ihr Kopf brummte und die Müdigkeit
liess sich nur mühsam aus den Augen wischen. Sie schnappte sich wie alle ein
Tablett und setzte sich an den nächsten freien Tisch. Alle hatten das Selbe zum
Frühstück, Brot, diverse Beilagen, Schinken, Käse und Orangensaft sowie Kaffee
und etwas was wie eine Cornflakes-Jogurt Mischung aussah. Da der Turianer neben
ihr ein andersfarbiges Tablett hatte wusste sie dass auf diese Tabletts ein für
Turianer verträgliches Frühstück stand, sie hatte sich schon gefragt wie sie es
regeln würden. Das Essen schmeckte gut, nur der Kaffee hätte etwas Zucker
vertragen können, sie trank ihn trotzdem, er weckte und das war alles was
zählte. Nach dem Sie fertig war mit essen stellte sie ihr Tablett auf den
Stapel neben der Tür und verliess die Kantine, ein Blick auf ihr
Universalwerkzeug verriet ihr das sie noch 10 Minuten hatte um sich
Trainingsbereit zu machen. Sie ging zurück in die Unterkunft um sich die Zähne
zu putzen. Nach einer anschliessenden Kontrolle der Kleidung sowie einem
erneuten Binden der hohen Militärstiefel stellte sie sich zu dem vereinbarten
Treffpunkt. Die Tatsache dass sie gleich neben den Hindernissparkur ihr
Training beginnen mussten lies Jenni nichts Gutes ahnen.

 

 Als sie vollzählig waren und der Ausbildner
auch eingetroffen war begannen sie mit dem Training. Mehrere Runden um den
Stützpunkt laufen immer wieder unterbrochen von Liegestützen, Hampelmänner und
Rumpfbeugen diente als Aufwärmung. Schwer atmend kam die Gruppe wieder an dem
Hindernissparkur an. Unterwegs hatte der Ausbilder ihnen gesagt das am Heutigen
Tag ihre Physischen grenzen ausgetestet würden, jetzt verstand sie was er damit
meinte. Er scheuchte sie alle durch den Hindernissparkur, wer nicht mehr konnte
und kurz vor nem Kollaps stand wurde kurz aus dem Parcours genommen und sofort
wieder hindurch geschickt wenn es ihm besser ging. Jenni hustete heftig, ihre
Beine schmerzten und sie hatte ein heftiges Stechen in der Seite. Sie stoppte
kurz und rang nach Luft schon wurde sie ermahnt weiter zu rennen. Sie versuchte
wieder los zu laufen, stoppt aber sie stoppte sofort wieder, sie beugte sich
nach vorne und würgte. Sie musste sich übergeben, der Ausbilder grinste finster
und wartete einen Moment, als sie sich wieder aufrichtete und auf den Boden
Spuckte um den ekligen Geschmack aus dem Mund zu bekommen. „Hier!“ er warf ihr
eine Wasserflasche zu. Jenni spülte sich schnell den Mund aus. „Und jetzt
weiter, die letzten 10 Minuten schaffst du noch!“ sie zwang sich dazu weiter zu
laufen und versuche die Schmerzen zu ignorieren. Nach einem weiteren endlos
scheinenden Durchgang schien der Ausbilder sie genug geschunden zu haben, sie
durften aufhören und sich für einen Moment ausruhen. Sie bekamen alle Flaschen
mit einem Getränk das stark nach Chemie roch, es soll den Mineralienverlust des
Körpers ausgleichen. Auch wenn es weit von lecker entfernt war lechzte ihr
Körper nach Wasser, sie hatte extrem viel geschwitzt, ihr Shirt war komplett
durchnässt. Nach dem sie sich wieder etwas erholt hatte mussten sie zur Basis
zurück rennen. Dort angekommen wurden sie zur Kantine zum essen geschickt, eine
der anderen Gruppen verlies diese gerade.

 

Der Rest des Tages
war eine Qual, die Anstrengungen liessen kaum nach. Als sie sich nach dem
Training in die Unterkunft schleppte Zog sie ihre Nassen, Schlammverschmierten
Klamotten aus und liess sich auf ihr Bett fallen. Es war ihr egal wer sie jetzt
sehen konnte, ihr tat alles weh und sie wollte einfach nur liegen bleiben. Die
meisten anderen taten es ihr gleich. Es war 6 Uhr Abends, sie hatten 12 Stunden
Trainiert, alle waren total erschöpft und am Boden. „Auf was haben wir uns da
bloss eingeladen? Wir gehen hier alle drauf!“ stöhnte die Asari neben ihr als
sie sich vorne über auf das Bett fallen liess. Jenni erwischte sich selbst
dabei das ihr auf ihren knackigen Hintern schaute, sofort drehte sie sich von
ihr ab. „Jenni! Was machst du da verdammt, nur weil Kiara einen Tag nicht hier
ist starrst du einer andern Asari auf den Hintern!?“ Sie legte ihr Gesicht in
ihre Hände und atmete tief durch. Als sie sich wieder zurückdrehte stand die
Asari neben ihrem Bett, sie hiess Shalera. Sie hatte ihre Hose ausgezogen und
ging nun in Unterwäsche mit einem Handtuch und Neuer Unterwäsche auf die
Zimmertür zu. „Ich geh unter die Dusch, ich klebe förmlich an der Matratze!“
„Gute Idee“ gab Jenni zurück. Sie Richtete sich auf und drehte sich zu ihrem
Schrank um ihr Handtuch und Ersatzunterwäsche zu holen. Sie warf einen
schnellen Blick über die Schulter, wieder blieben ihre Augen für einen Moment
an Shaleras Hintern hängen. Jenni schüttelte kurz den Kopf. Sie musste einen
Moment suchen bis sie ihre Sachen zusammen hatte. Als sie alles beisammen hatte
waren die meisten anderen bereits zu den Duschen gegangen, erstaunlicherweise
waren es fast ausschliesslich die Frauen die bisher gegangen waren, Jenni hätte
damit gerechnet das auch die Männer sofort gegangen wären. Sie verliess das
Zimmer und betrat die Dusch. Der kleine Vorraum war voller Dampf und es hingen
viele Handtücher an den dafür vorgesehenen Ständern. Jenni schloss die Tür
hinter sich und zog sich komplett aus. Sie legte sowohl gebrauchte als auch
neue Unterwäsche auf eine kleine noch freie Ablage. Voller Vorfreude auf eine
kühle Dusche trat sie in den nächsten Raum. Als sie den ersten Schritt um die Ecke
setzte zuckte sie zusammen. In dem Raum waren nicht wie erwartet Duschkabinen
sondern Gemeinschaftsduschen mehr als ein halbes Dutzend junger Frauen und
Asari waren gerade am duschen. Ohne es zu merken hatte Jenni ihre Hände
schützend vor ihren Körper gelegt. Shalera die Jenni am nächsten stand lächelte
sie an „Hei, ganz ruhig, da ist nichts was wir nicht schon gesehen hätten.“
Ihre Stimme klang ruhig, sie wollte Jenni beruhigen. Diese lies die Arme locker
an sich runter hängen und ging sofort zu einer der noch freien Duschen. Die
Situation war ihr schon peinlich genug ohne dass alle ihren Auftritt gesehen
hatten. Als sie an Shalera vorbei ging antwortete sie peinlich berührt „Es ist
nur ungewohnt, auf der waren die Duschen getrennt.“ Sie stellte sich unter den
Brausekopf. Ihr Blick war unweigerlich über die entblössten Körper ihrer
Kameradinnen geschweift, es war Jenni unangenehm. Nicht weil sie sich schämte,
im Gegenteil, es erregte sie und das war ihr unangenehm. Jenni konnte es sich
nicht erklären, auch wenn sie sich zu Kiara hingezogen fühlte und ihre
Berührungen sie erregt hatten so hatte sie nie etwas an anderen Frauen oder
Asari gefunden. Doch jetzt wirkten sie plötzlich ganz anders auf sie. Am
liebsten hätte sie ihren Körper dafür angeschrien was er sie da fühlen lies.
„Verdammt, behalte deine Augen bei dir Jenni und verhalte dich normal!“ Sie
begann sich so ruhig wie es ihr möglich war sich zu waschen. Auch wenn sie am
liebsten vor Scham im Boden versunken wäre fühlten sich ihre eigenen
Berührungen jetzt irgendwie anders an. Nach dem sie fertig geduscht hatte ging
sie wieder zu ihrem Handtuch und begann sich abzutrocknen, sie war angespannt,
in dem kleinen Raum waren ausser ihr noch 4 andere Studentinnen. Die
körperliche Nähe schien den anderen nichts aus zu machen, kein Wunder waren sie
auch nicht an dem eigenen Geschlecht interessiert. Shaleras schaute sie kurz an,
dann schwenkte ihr Blick kurz auf Jennis Brust. Mit einem leichten Grinsen
fragte sie „Zu kalt geduscht?“ Die andern Anwesenden schienen die Frage nicht
gehört zu haben, sie waren in ihre eigenen Gespräche verwickelt. Sofort schaute
Jenni an sich runter. „****!“ die Stimme in ihrem Kopf schrie schon fast, „Ok,
bleib ganz ruhig.“ Sie lächelte zurück und antwortete „Ja, ich dusche immer
kühl, das stärkt den Kreislauf und erfrischt.“ Eilig zog sie sich an, sie hatte
sich für heute genug blamiert. Als sie in den Gang trat folgte ihr Shalera
eilig „Wie heisst sie den?“ Jenni schaute sie verwundert an „was? Wer?“ „Na
deine Auserwählte.“ Jenni hielt an und blickte ihr Gegenüber fassungslos an.
„Was?“ „Komm schon, ich habe gesehen wie du die anderen angesehen hast.“ „Ich
weiss nicht was du meinst?“ Das Lächeln auf den Lippen der Asari wurde zu einem
breiten Grinsen. „Es ist offensichtlich. Du warst da drinnen so verspannt, du
bist dagestanden als hättest du nen Stock im Hintern. Du hast auch noch andere
Interessen als bloss Freundschaft bei anderen Frauen.“ Jenni konnte geradezu
fühlen wie sie Rot wurde, sie schaute sich nervös in dem Gang um, sie wollte
sehen ob jemand in Hörweite war. „War es so offensichtlich?“ „Wen man weiss
worauf man schauen muss“ Die Asari zuckte mit den Schultern „es ist ja nicht so
das du dich dessen schämen müsstest, für mein Volk ist das beispielsweise ganz
normal. Ich hab mir die anderen auch angesehen, bei uns ist das sogar Genetisch
gegeben das wir eher…. Gefallen an Frauen finden.“ Jennis Augen weiteten sich,
ein Gedanke drängte sich ihr auf „Flirtet sie mit mir?“ Als Shalera Jennis
Blick erkannte trat fügte sie an „Du weisst ja dass wir Asari uns auch schon
vor der Raumfahrt fortpflanzen mussten. Von daher ist das Interesse an anderen
Asari oder auch Menschlichen Frauen verständlich…… Du hast mir immer noch nicht
gesagt wie sie heisst.“ „Kiara“ meinte Jenni, sie fühlte sich ertappt. Die
Asari schien einen Moment nachzudenken und begann dann wieder breit zu grinsen.
„Woher hast du den gewusst dass ich bereits jemanden habe?“ „Geraten, aber du
hättest dich wohl kaum solange zurückgehalten wenn du nicht jemanden verletzten
würdest.“ Shalera ging an ihr vorbei, Jenni ging sofort hinter ihr her und
packte sie vorsichtig an der Schulter „Warte….lass das unter uns bleiben ja?“
„klar, aber wieso? Du hast eine Freundin, und wenn du nicht vorhast sie zu
betrügen wirst du wohl kaum etwas mit jemandem hier anfangen. Du solltest
lockerer werden, ansonsten wird das Duschen ne unangenehme Zeit für dich.“ Als
die Asari wieder losgehen wollte fragte Jenni sie „Um dass alles zu erkennen
muss man ziemlich genau hinsehen, wieso hast du mich den so genau angesehen?“
„Vielleicht hätte es ja noch keine Auserwählte gegeben“ erhielt sie neckisch
als Antwort.

 

Jenni hatte den
Rest des Abends auf ihrem Bett liegend verbracht, sie war total fertig. Sie
hatte über ihre Komischen Gefühle unter der Dusche nachgedacht. Hatte ihre
Mutter das gemeint als sie ihr gesagt hatte dass sie in einem schwierigen Alter
seie wo die Hormone verrücktspielen? Hatte sie damit wirklich gemeint das sie
der Anblick anderer Frauen erregte und das sie ihnen auf den Hintern schaut,
das sie Probleme hat sich zu beherrschen und plötzlich Gedanken hat für die
sich jedes anständige Mädchen schämen würde? Je länger sie darüber nachdacht
desto seltsamer fühlte sie sich. Ihr Magen knurrte, die viele körperliche
Anstrengung hatte eine Menge Energie verbraucht die ersetzt werden musste. Ein
Blick auf ihr Universalwerkzeug verriet ihr das es noch 20 Minuten dauerte bis
sie essen konnten. Sie nutzte die Zeit um ihren Eltern eine Nachricht zu
schicken, wie vereinbart sendete sie ihnen Jeden Abend eine Nachricht. Etwas
Später gingen sie alle in die Kantine rüber, es war schon fast 19:30 Uhr.
Plötzlich begann Jennis Universalwerkzeug zu blinken. Sie hatte eine Nachricht
erhalten:

 

Interne Nachricht

Gesendet: 19:28

Absender: Nicht
gespeicherter Kontackt,

Personalnummer
11362.K.N.1543

Soldatin Parker
bitte umgehend in der Unterkunft C melden!

 

Jenni schloss die
Nachricht wieder und stand auf „Ich bin gleich wieder da.“ Sie verliess die
Kantine und ging zu der Unterkunft auf deren Wand ein grosses C prangte. „Wieso
Unterkunft C?“ fragte sie sich selbst leise. Als sie den Gang betrat sah sie
das Licht in dem Schlafzimmer brannte, da es der einzige Raum mit Licht war
musste sie wohl dahin. Sie öffnete die Tür und trat entschlossen hinein.
„Hallo?“ es schien niemand anwesend zu sein. Jenni atmete leicht ein als
plötzlich ein Schock durchfuhr, jemand streichelte über ihre Hüften, sie hatte wehren
wollen aber etwas in ihr weigerte sich. Einen Moment später stockte ihr Herz,
die sanften Berührungen, der Geruch und die Warmen Lippen auf ihrem Nacken, das
konnte nicht sein. War es ein Traum so wollte sie weiterträumen, und doch
drehte sie sich Ruckartig um. Kiara stand direkt vor ihr und lächelte sie an
„Hi“ meinte sie verlegen. Jenni starrte sie mit offenem Mund an, ihr Puls raste
und ihr schossen 100te Gedanken durch den Kopf. „Kiara was….was machst du hier?
Wie bist du hier her gekommen?“ Kiara trat näher an Jenni heran und fasste sie
an den Händen „Ich bin hier um auf dich auf zu passen“ „Aber wie?“ Jennis
Stimme überschlug sich, sie freute sich wahnsinnig ihre Liebste zu sehen doch
verstand sie nicht wie es sein konnte. „Ich habe mich für das Projekt hier
gemeldet. Als ich am nächsten Morgen nach deiner Party nachhause gegangen bin
habe ich das Dossier ausgefüllt und abgegeben.“ Jenni konnte nicht glauben was
sie da hörte. „Was!? Das war das schwachsinnigste was du je getan hast, wie
konntest du nur so überstürzt handeln?“ Noch bevor Kiara antworten konnte
packte Jenni sie, zog sie an sich und küsste sie, dabei war sie so

Stürmisch das
beinahe ihre Zähne gegeneinander geschlagen wären. Nach einem Moment riss sie
sich wieder von Kiara los die noch immer etwas perplex war. „Ich habe dir noch
gesagt du sollst nichts dummes anstellen! Du wolltest doch nach Thessia gehen
und studieren?“ Sie presste ihr Lippen erneut gegen Kiaras, diese strauchelte
ein wenig und fiel rückwärts auf eines der Betten in dem Raum. Jenni warf sich
auf sie und stützte sich neben ihr auf der Matratze ab. „Du hast dein ganzes
Leben über Bord geworfen…. Nur für mich?“ Sie setzte erneut zu Kuss an, doch
entgegen Kiaras Erwartung war dieser ruhig und sanft. Die Asari Rollte sich auf
Jenni drauf, nachdem sie den Kuss noch einen Moment gehalten hatte richtete sie
sich auf. „Beruhig dich Jenni, was ist denn los mit dir?“ „Ich weiss nicht, in
letzter Zeit spinnt bei mir irgendetwas, aber darüber reden wir später, jetzt
musst du mir erst mal erklären wie du hierhergekommen bist.“ Kiara setzte sich
auf die Bettkante und begann zu erklären. „Als ich nachhause gegangen bin habe
ich sofort das Dossier ausgefüllt“ sie sah Jenni an und fuhr fort „ich liebe
dich, und ich konnte dich nicht einfach gehen lassen. Meine Mutter wollte nicht
das ich dahin gehe, aber ich bin ja erwachsen und kann das selbstständig
entscheiden.“ „Aber du bist erst gerade volljährig geworden, da brauchst du
doch ihre Bestätigung trotzdem.“ Warf Jenni ein, während sie sich neben sie
setzte. „Die Anmeldungen von Asair werden von der zuständigen Stelle der
Asariregierung geprüft, bei uns gibt es diese Frist nicht. Mit dem Tag an dem
wir 100 Werden haben wir alle Rechte die eine Asari hat, ohne Einschränkungen.“
Sie grinste als sie diese Worte sagte, Kiara musste an das Gesicht ihrer Mutter
denken als sie ihr gesagt hatte das sie zur Allianz gehen werde. Ihre Mutter
war schockiert gewesen, sie hatte damit gerechnet das ihre Tochter Studieren
würde und dann einen guten Job irgendwo auf Thessia annehmen würde. „Meine Mam
meinte du hättest einen schlechten Einfluss auf mich Jenni.“ „Da hat sie auch
recht, seit du mich kennst hast du so viele unüberlegte Dinge getan, ich schade
dir nur. Wieso hast du denn überhaupt das alles für mich aufgegeben? Du
könntest jemanden besseres finden, Jemanden der dich nicht einfach so alleine
sitzen lässt“ Gab Jenni zurück. „Sag so etwas nie wieder Jenni, du bist das
beste was mir bisher passiert ist, seit ich dich kenne fühle ich mich
lebendiger, ich habe jemanden zu dem ich immer gehen kann egal was auch
passiert. Du hast recht, mein Leben hat sich verändert seit ich dich kenne,
aber ich bin froh dass es sich so verändert hat…. Jedenfalls bekam ich die
Bestätigung am nächsten Mittag. Ich war mir nicht sicher ob ich es dir erzählen
soll, ich hatte Angst dass du es nicht verstehen würdest. Ich wollte dich
überraschen, also habe ich meine Tasche bei dem Treffpunkt vor der Akademie
etwas entfernt hingestellt damit du nichts merkst. Ich habe dich sofort wieder
von der Namensliste weggezerrt damit du nicht die Zeit hattest alles
durchzulesen…...“ „Ach deshalb habe ich dich nicht gesehen als ich nicht mehr
gesehen als ich aus dem Transporter gesehen habe.“ Jenni legte ihren Kopf auf
Kiaras Schulter, sie fühlte ihre Wärme und die Schmerzen aus ihren Muskeln
verschwanden. Sie fühlte sich geborgen und sie spürte wieder dieses warme
Gefühl das sie in Kiaras Nähe immer spürte. "Wieso hast du dich den nicht
schon gestern gemeldet?“ „Was denkst du wie schwer es mir gefallen ist nicht
sofort zu dir zu kommen, aber es ging nicht so einfach, ich durfte nicht in
eure Unterkunft und zudem ist es verboten eine Beziehung mit Kameraden
einzugehen wenn diese in derselben Einheit dienen.“ Jenni wusste das dies
stimmte, Verbrüderung war gegen die Regeln, es schade dem Objektiven denken.
Wenn sie entweder eine Datendisk mit wichtigen Informationen oder Kiara hätte
retten können hätte sie sich für Kiara entschieden, auch wenn dadurch andere
Menschen zu Schaden kommen würden.

Einen Kameraden zu
opfern um zwei zu retten war einfache Mathematik, aber wie viele Leben war die
grosse Liebe wert? Sie verstand nur zugut wieso die Allianz solche Beziehungen
verbot. „Wir müssen uns also etwas zurückhalten klar?“ „Zumindest wen wir nicht
alleine sind“ bei diesen Satz begann Jenni Kiara auf den Hals zu küssen. „Hei!“
Die Asari stand auf und sah sie mit empörtem Blick an. „Wir sollten jetzt
besser in die Kantine gehen, bevor du mich noch auffrisst.“ Jenni sprang sofort
auf und folgte Kiara, als sie sie einholte gab sie ihr einen zärtlichen Klaps
auf den Hintern „Glaub mir es gibt nichts was ich jetzt lieber täte“ säuselte
sie ihr grinsend ins Ohr. 

:Dso wie immer feetback hier posten und ich freue mich schon auf die Komentare und bis nächste Woche mit nem neuen Teil^^

#287
Zerydal

Zerydal
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Wie gewohnt von dir defender
1A Arbeit fängt sehr gut die Situation ein besonders die Ankunft im Lager erinnerte mich an meine Zeit beim Bund freue mich schon auf den nächsten Teil

#288
Zehealingman

Zehealingman
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Was ich mal nachfragen will, darf man hier in den Thread auch seinen eigenen Fanfic veröffentlichen?

Mir kribbelt es nämlich schon seit einiger Zeit einen eigenen Fanfic zu schreiben ;).

@Defender.

Ich finde deine Geschichte super! Freu mich schon auf den nächsten Teil!

#289
TopSun

TopSun
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@Mark Alarton:
Klar. Sende mir einfach den ersten Teil deiner Geschichte.^_^

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Modifié par Big-Boss687, 24 septembre 2012 - 03:26 .


#290
elitedefender2

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Und wie Jede Woche melde ich mich wieder zurück mit einem neuen Kapitel im Gepäck. :D

wie ihr merkt gehts langsam in Richtung Kämpfe..... diese Richtung werde ich vorerst beibehalten.
Ich hoffe euch gefällts^_^


„Was hättest du eigentlich gemacht wenn ich dich am ersten Tag bereits gesehen hätte?“ „Ich weiß auch nicht, ich habe gehofft dass es nicht soweit kommt. Glücklicher weise verlief alles recht stressig da hattest du keine Zeit mich zu suchen“ Sie waren gerade auf dem Weg von der Unterkunft zurück zur Kantine. „Du hast mir Nachrichten geschrieben und du warst in der Unterkunft gleich nebenan?“ „Ja, ich musste dafür sorgen dass du keinen Verdacht schöpfst.“ Jenni schaute sie mit angehobenen Augenbrauen an „es ist unheimlich wie kalt und berechnend du bist“ Kiara lächelte sie an „keine Sorge Jenni ich bin immer noch genauso zärtlich wie vorher.“ „Du machst es mir schwer dich bloß als Kameradin zu sehen.“ Sie betraten die Kantine, holten sich etwas zu essen und setzten sich dann an den Tisch an dem Jenni bereits vorher gesessen hatte. „So ich bin wieder da.“ „Ah und du hast jemanden mitgebracht…..“ Jennis Gedanken rotierten, was sollte sie am schlausten antworten. „Die die sie noch nicht kennen….das ist Kiara.“ Jenni lies ihren Blick unauffällig durch die Runde gleiten, keiner schien etwas bemerkt zu haben. Jennis blick blieb an Shalera hängen, sie grinste sie an. Erst nach einem Augenblick viel Jenni ein wieso. Sie wusste es, sie hatte es ihr ja selbst erzählt. Sie warf der Asari einen viel sagenden Blick zu und deren Grinsen wurde noch eine Spur breiter, sie nickte knapp. „Sie wird es niemandem erzählen, entspann dich.“ Wiederholte Jenni innerlich ein paar mal. Sie aßen gemütlich zu Abend, Jenni hatte es nicht eilig zurück in ihre Unterkunft zu gehen. Es war draußen bereits dunkel geworden und die meisten anderen Rekruten waren bereits zurückgegangen als die beiden Liebenden sich auch trennten. Im Schatten der Unterkunft verabschiedeten sie sich mit einem heimlichen, verbotenen Kuss. Später am Abend wechselten sie noch ein paar Worte per Textnachricht. An diesem Abend konnte Jenni gut schlafen, nicht nur wegen der Erschöpfung sondern auch weil sie wusste das Kiara in ihrer Nähe war. Sie machte sich Sorgen um ihre Freundin, Kiara hatte so ein Leben nie angestrebt und für sie machte sie jetzt trotzdem in diesem Projekt mit. „Hoffentlich hast du dir das gut überlegt Kiara“ sagte sie leise zu sich selbst ,bevor Jenni sich in ihr Kopfkissen kuschelte und einschlief.

Die nächsten Tage waren hart, sie wurden bis an ihre Körperlichen Grenzen getrieben. Sie hatten Psychotests Geschrieben und hatten Stresstests über sich ergehen lassen müssen. Einer davon bestand darin, dass sie in einen kleinen engen dunklen Raum gesperrt wurden. Sie mussten Gasmasken tragen ,da Tränengas hineingeleitet wurde. Zusätzlich, um das Klaustrophobische Gefühl auszulösen, wurde Wasserdampf hinein gepumpt, das machte das Atmen schwer und durch das Wasser das sich im Filter sammelte, hatte man das Gefühl zu ersticken oder zu ertrinken. Die in unregelmäßigen Abständen aufblitzenden Flutlichter und die schrillen Töne, die dauernd zu hören waren, ließen die 30 Minuten wie eine Ewigkeit erscheinen. Jemand hatte sich an Jenni gelehnt, bei dem Aufblitzen des gleißenden Lichts konnte sie erkennen, dass es eine Asari war, jedoch nicht wer. Sie hatte ,so laut es ihr durch die Maske möglich war , gefragt, bekam jedoch keine Antwort. Sie versuchte sich zu erinnern wer neben ihr saß. Es fiel ihr bei dieser Umgebung schwer klare Gedanken zu fassen. „Mir gegenüber sitzt Selak, einer der Turianer, links und rechts von ihm sind 2 Menschen. Links neben mir ist…… ihr Kopf schmerzte bei dem Versuch sich zu erinnern. Sie drehte sich zu der Asari deren Kopf auf ihrer Schulter lag. Sie legte die Arme auf ihre Schultern und sah sie an. Ein, durch die Maske gedämpftes, fast unhörbares Wimmern und Schluchzen drang zu Jenni durch. Sie legte ihre Hand an das von der Maske verdeckte Gesicht der Asari und drehte ihren Kopf zu ihr. Durch das beschlagene Glas konnte sie erkennen, dass Tränen über das Gesicht der Asari rannten als das Licht einmal mehr aufblitzte. Sie hatte braune Augen, es gab nur eine Asari in ihrer Gruppe, mit braunen Augen, Shalera. „Hei Shali, es wird alles gut, halt durch“ Jenni wusste nicht genau warum, aber sie nahm sie in den Arm und legte ihren Kopf an Shaleras. Diese hielt sich an ihr fest, sie zitterte. Erst nach diesem “Test“ erfuhr Jenni von ihr, dass sie unter schlimmer Platzangst litt. Jetzt verstand sie auch wieso sie da drin geweint hatte. Einen normalen Menschen brachte dieser Test an die Grenzen, aber für sie musste das die Hölle gewesen sein. Sie hatte am Abend, draußen vor der Unterkunft, noch mit ihr darüber geredet. 

„Du erzählst es doch keinem oder?“ ihre Stimme klang besorgt, sie hatte wohl Angst aus dem Projekt geworfen zu werden. „Was? Das du da drin deine schlimmsten Ängste überwunden hast? Wieso nicht? Das ist ein Beweis wahrer Stärke.“ Sie schaute verlegen zu Boden „Wie ein kleines Kind heulend in einer Ecke zu kauern…. Was hat das mit Stärke zu tun?“ sie sprach geradezu verachtend von sich selbst. „Du hast nicht aufgegeben, du hast durchgehalten, wobei andere zerbrochen wären.“ Jenni legte ihre Hand an Shaleras Arm. Diese sah sie an und lächelte verlegen „aber nur weil ich jemanden hatte, an dem ich mich festhalten konnte, jemanden der mich aus der Dunkelheit geholt hat.“ „Wir sind ein Team, eine Einheit, wir sind dafür da einander zu helfen….“ Jenni fühlte, dass etwas Seltsames in ihr vorging, sie hatte sich irgendwie für Shalera verantwortlich gefühlt, weniger als Soldatin mehr wie eine Schwester. Aber das war schwachsinnig, wieso gerade Shalera? „Ja aber es war nicht deine Pflicht mir zu helfen, nur weil ich zu schwach bin.“ Bei diesen Worten rann eine Träne über die Wange der Asari, sie schämte sich. Jenni wischte die Träne von Shaleras Gesicht und schaute sie an. „Hei, ich bin für dich da, wenn du mich brauchst…..“ In dem Moment wurde eine Stimme in Jennis Kopf laut. „Was tust du da? Kiara ist keine 50 Meter von hier entfernt, du darfst nicht mit Shalera flirten, ansonsten wird mindestens einer Person das Herz gebrochen.“ Shalera sah sie merkwürdig an und bewegte sich langsam auf Jenni zu. Jenni erkannte was diese wollte und fügte schnell an „als eine Kameradin und eine Freundin“ sie nahm sie kurz in den Arm. Jetzt merkte auch Shalera was sie gerade fast getan hätte und antwortete verlegen „klar…danke“ Als Jenni an ihr vorbei trat grinste sie. „Was ist so lustig?“ fragte Jenni neugierig. „Ach es ist nur….“ „Was? Sag schon“ Shalera trat neben Jenni und musterte sie „Wen du nicht schon vergeben wärst dürftest du mich heute Nacht wahrscheinlich wieder festhalten“ antwortete sie neckisch. Verblüfft über so eine direkte Ansage, fiel Jenni keine andere Reaktion ein,außer zu grinsen. Wieder drinnen angekommen, unterhielten sich die Studenten lauthals untereinander, sie waren in den letzten Tagen eng zusammen gewachsen, das harte Training und die Tatsache, dass sie den ganzen Tag zusammen unterwegs waren, förderte diese Entwicklung zusätzlich. Sie hatten sich kennen gelernt. Mittlerweile war es für sie auch ganz normal sich im selben Raum umzuziehen, nur zum wechseln der Unterwäsche wurden andere Räumlichkeiten aufgesucht. Das einzige was Jenni ärgerte war, dass sie fast keine Zeit mit Kiara verbringen konnte, sie sah sie nur am Abend im Aufenthaltsraum oder gelegentlich draußen. Sie hatten sich bereits gegenseitig einmal in der Unterkunft besucht, doch sie durften das nicht zu oft machen, ansonsten würde garantiert Verdacht geschöpft werden. 

„Jenni!“ Kiara fiel ihr um den Hals als sie sie erreichte. Es war Sonntag, die erste Ausbildungswoche war vorbei, sie hatten die Grundtests zur Einstufung des körperlichen und psychischen Zustandes hinter sich. Wer jetzt noch dabei war, galt als fähig eine Allianzausbildung zu absolvieren. Vier Studenten waren bereits ausgeschieden, aus diversen Gründen... körperliche Erschöpfung oder zu viel Stress. Vielleicht hatten sie auch einfach die Nase voll gehabt. Eine der Asari aus Jennis Gruppe war gegangen, weil sie nicht mehr konnte. Sie war nicht genug gut trainiert gewesen, hatte eine Muskelentzündung bekommen. Sie hätte zuerst einige Wochen trainieren müssen, um mithalten zu können, doch dafür hatte sie keine Zeit. Eine der Frauen, Jenni hatte sie bereits von der Akademie gekannt, war ebenfalls gegangen. Sie hatte gesagt, dass sie mit der psychischen Belastung nicht mehr fertig werde und musste einen der Stresstests abbrechen. Jenni konnte sie verstehen, die Tests waren schon an der Grenze zur Unmenschlichkeit gewesen, sie hatte selbst auch große Mühe gehabt. Bei den anderen wusste sie nicht wieso sie gegangen waren. „Hei Kiara, na wie geht es dir“ sie gab ihr einen kurzen Kuss auf die Wange, sie wollte kein Risiko eingehen. Die Asari die nun dicht vor ihr stand schaute ihr direkt in die Augen „jetzt wo ich wieder bei dir bin schon.“ Sie sahen sich einen Moment lang an, bevor sich Jenni zu einem richtigen Kuss hinreißen ließ. Sie legte ihre Hände an Kiaras Rücken und zog sie sanft an sich, auch wenn es verboten war eine Liebesbeziehung einzugehen, so fühlte sich dieser Kuss richtiger an als alles andere seit Ausbildungsbeginn. Ihre Lippen berührten sich sanft, nach einem Moment öffnete Kiara ihren Mund und ihre Zunge begann sich an Jennis zu reiben. Jenni löste sich nach einem Moment von Kiara, diese versuchte den Kuss zu halten als Jenni langsam zurück wich. Erst als sich Jenni weit zurück lehnte, löste sich Kiara von ihr. „Nur nicht so stürmisch, es könnte uns jemand zusehen.“ Kiara wich etwas verlegen zurück „wir sind nur gute Freunde…“ „wenn du so einer guten Freundin hallo sagst, dann will ich jetzt aber wissen wie du deine Liebste begrüßt“ gab Jenni grinsend zurück. Kiara beugte sich vor und flüsterte Jenni leise ins Ohr „Zu viele Leute hier…. und der Boden ist mir zu schmutzig.“ Jenni sah sie mit großen Augen an „Du musst gerade was von schmutzig sagen, und mit dem Mund küsst du mich?“ Kiara grinste sie neckisch an, sie sparte sich ihren Kommentar zu dieser Aussage. Sie gingen zu in die Kantine, dort war eine Bekanntgabe.

Als ein paar Minuten später alle Studenten anwesend waren, trat ein Soldat vor sie. Er war riesig, wahrscheinlich mehr als 2 Meter groß. Er war etwa 30-35 Jahre alt, hatte kurzgeschorenen dunkle Haare und einen Blick, der einem das Blut in den Adern gefrieren lies. Sein Körper entsprach dem eines Bodybuilders, nur das er an den Armen und dem Gesicht zu viele Narben hatte. Er sah auf die vor ihm sitzenden Rekruten herab und brach dann schließlich die Stille. „Rekruten! Ihr habt euch hier gemeldet, um zu einer Elitetruppe zu werden. Eure Biotik sollten aber nicht das einzige sein was euch qualifiziert. Ein wahrer Elitesoldat seit ihr erst dann, wenn ihr Auch ohne Biotik kämpfen könnt, wenn ihr sowohl mit als auch ohne Waffen und am besten auch noch ohne Rüstung gewinnt. Ich bin Colonel Reeston. Da ich mich selbst jedoch als Teil der Truppe sehe und nicht als derjenige der über euch steht und euch beobachtet werdet ihr mich mit Colonel Reeps ansprechen. Diesen Spitznamen hat mir mal ein mutiger Rekrut verpasst, seither nennen mich alle so. Ich werde für den Rest eurer Ausbildung euer Vorgesetzter sein, wenn ihr irgendein Problem habt, dann werdet ihr euch bei mir melden, verstanden?!“ Ein rasches Nicken ging durch die Runde. „Gut, da das jetzt geklärt ist, kommen wir zum eigentlichen Punkt. Er startete einen Projektor. Eine Grafik wurde an die Wand projiziert. Ihr alle habt die Grundausbildung also überlebt…“ ein grinsen huschte über sein Gesicht. „Ab dem morgigen Tag beginnt eure Gefechtsausbildung, das heißt ihr werdet heute und morgen einen Theorieblock zum Umgang mit Schusswaffen haben. Danach beginnt das praktische Schießtraining. Wer von euch hat schon mal ne Waffe abgefeuert?.... Ne echte Waffe?“ fügte er rasch hinzu. „Videospiele zählen nicht“ meinte er grinsend. Etwa ein Drittel der der anwesenden, vorwiegend Turianer und Männer hoben ihre Hände. Jenni hob ihre auch, sie war mit ihrem Vater, seit sie 16 war, ab und zu schießen gefahren. Er hatte ihr beigebracht, wie man schießt und wie man eine Waffe führt. Ihre Mutter war damals gar nicht erfreut gewesen, als sie erfuhr, dass ihre Tochter mit Waffen hantierte, anstatt mit einem Instrument,wie es für ihr Alter üblich gewesen wäre. „Na wenigstens einige, du da,moment… Parker! Was ist die wichtigste Regel, beim Umgang mit einer Waffe?“ Jenni, die gerade mit den Gedanken bei ihrer Freundin gewesen war, horchte sofort auf, als sie ihren Namen hörte. „Eine Waffe ist immer als geladen zu betrachten.“ Antwortete sie leicht unsicher. „Nicht schlecht, so stets im Regelbuch, aber meine erste Regel lautet: Waffen töten keine Menschen, Menschen töten Menschen!“ er sah sie einen Moment schweigend an und ergänzte dann „das zählt für jede Rasse. Wenn also irgendwer beim Schießen drauf geht gibt es einen Schuldigen oder eine Schuldige.“ Er brauchte den Gedanken nicht mehr weiter fort zu führen damit sie alle begriffen was er meinte. Reeps lies seine Worte einen Augenblick wirken bevor er fortfuhr. „Also gut, in 10 Minuten beginnt der Theorieblock zu Thema Sicherheit und Schusswaffen, dann seid ihr alle wieder hier und habt eure Universalwerkzeuge dabei. Ich gehe nicht davon aus, dass es euch stört am Sonntag weitere Theorieblöcke zu machen, denn ihr wisst ja wer aufhört besser zu werden, fällt zurück. Und wer zurückfällt, der krepiert auf dem Schlachtfeld.“ Die letzten Worte kamen mit einer Kälte über seine Lippen, die davon zeugte, dass er wusste wovon er sprach. Jenni war sich nicht sicher ob sie wissen wollte woher seine Narben stammten. Die Rekruten gingen zügig zu ihren Unterkünften, um ihr Material zu holen, denn keiner wollte Reeps herausfordern, auch wenn er locker wirkte, wusste er garantiert wie er einem das Leben zur Hölle machen konnte. 

„Was haltet ihr von diesem Reeps?“ fragte einer der Turianer. „Was meinst du? Er wirkt ganz locker, und er lässt uns endlich rumballern, der Typ gefällt mir“ Antwortete Shalera grinsend.Selak, der 2. Turianer der neben Shalera, ging rempelte diese vorsichtig an „Ich wusste gar nicht das du so ne Waffennarrin bist.“ „Behalte deine Fantasie im Griff, nur weil du bei Asari und Waffen die falschen Bilder im Kopf hast, heißt das noch lange nicht, dass das auch so sein muss“ erwiderte sie grinsend. „Ich fühle mich irgendwie unter Druck gesetzt, bei so vielen schießwütigen Frauen. Wie ists bei dir Jenn, wo hast du`s gelernt?“ Deni, der direkt neben ihr ging, schaute sie fragend an. „Von meinem Dad, er war auch bei der Allianz“ „So n Vater hätt ich auch gern gehabt, meiner ist Immobilienmakler und Pazifist.“ Die ganze Gruppe begann zu lachen, als er das erzählte. „Der wird sich aber sicher gefreut haben, als du ihm das hier erzählt hast“ prustete Ivana, die einzige andere Menschenfrau in Gruppe B außer Jenni. „Ich habs ihm noch nicht gesagt. Ich wollte erst sicher sein, dass ich bleiben kann, denn wenn ich es ihm erzähle, brauch ich eh n Bunker“ gab er lachen zurück. Die ganze Gruppe brach erneut in Gelächter aus.„ Das Gespräch musst du auf Lautsprecher legen, das muss ich hören“ meinte Jenni. 

„Also, ich halte nicht viel von Theorie und Fragebogen, deshalb sehen wir uns das ganze gleich mal an, Für jede Gruppe liegen 2 M-8 Avenger Sturmgewehre auf dem Tisch, diese sind deaktiviert und feuerunfähig. Es liegt eine Anleitung bei, zerlegt das Gewehr und benennt mir alle Einzelteile. Eine Liste der Teile liegt ebenfalls bei.“ Er begann zwischen den einzelnen Tischen hin und her zu gehen, während die Rekruten damit beschäftigt waren die Waffen zu zerlegen. Nach einiger Zeit trat er wieder vor sie und startete, den sich mittlerweile im Ruhemodus befindenden, Projektor . „Also, gehen wir es schnell durch, welches Teil ist das?“ Er deutete auf eines der Teile auf der Projektion. Die nächsten 2 Stunden sahen sie sich die grobe Funktionsweise der verschiedenen Waffen an und lernten die wichtigsten Grundkniffe der Wartung kennen. Er schickte sie alle mit “Hausaufgaben“ zurück in die Unterkunft. Sie mussten diverse Regeln zum Umgang mit Waffen auswendig lernen und die genauen Wartungsabläufe noch einmal umfassend ansehen. Jenni nutzte die Zeit aber lieber anderweitig, sie war mit Kiara auf einem Spaziergang durch den Wald, in der Nähe des Stützpunktes. Es war herrlich, sie konnten endlich mal eine Weile zu zweit sein, ohne gestört zu werden. Jenni genoss die Zeit, wenn sie Kiara küsste musste sie nicht gleich befürchten entlassen zu werden. Sich einander öffnen konnten sie jedoch trotzdem nicht wirklich, die Gefahr sich selbst und vor allem sein gegenüber aus dem Projekt zu befördern hing wie ein Schatten über ihnen.

„Na komm, tu es endlich!“ „Ich weiß nicht ob das so eine gute Idee ist“ „Ach komm schon, entspann dich, sei nicht so verklemmt“ „Ok ok, aber wenn ich euretwegen Ärger bekomme dürft ihr das für mich ausbaden!“ Deni wurde gerade von Jenni und den anderen dazu gedrängt seinen Vater anzurufen und ihm zu sagen, dass er in der Allianz ist. Dabei würde er den Anruf auf Lautsprecher schalten, damit alle andern mithören konnten. Sie saßen alle dicht um Deni herum um alles zu verstehen. „Na los, mach schon“ Shalera war ungeduldig. „Ich bin ja schon dabei“ Er wählte die Nummer seines Vaters, es begann zu läuten. „Das endet böse, das weiß ich jetzt schon“ bemerkte Deni besorgt. „wird schon schief gehen“ antwortete Selak ruhig. Jemand hob das Telefon am anderen ab, ein Mann meldete sich. „Hallo Deni“ seine Stimme klang verwundert „Wo bist du? Ich habe deine Freunde angerufen, sie sagten alle dass sie nicht wissen wo du seist, ist etwas geschehen?“ „Nein Dad, es ist alles in Ordnung…..“ „Dann komm sofort nachhause, deine Mutter ist schon ganz krank vor Sorge.“ „Dann wird sie sicher gleich komplett aus den Latschen kippen“ meinte Joshua. Er musste sich zurückhalten um bei dem Gedanken nicht lauthals zu lachen, dem Rest der Gruppe ging es genauso. Wenigstens hatte er es leise genug gesagt damit Dennis Vater es nicht hören konnte. „Das geht leider nicht, ich….“ „Oh Gott, bist du im Gefängnis?“ „Nein, ich….. ich bin bei der Allianz“ „Uff na dann bist du ja in Sicherheit, wann können sie dich hier absetzten? Oder sollen wir dich holen?“ Jenni stupste Deni an und formte Tonlos die Worte „Na los“ mit ihrem Mund. Deni hob die Augenbrauen und verdrehte die Augen, „Nein Dad ich bin da nicht gestrandet, ich bin ein Teil davon…. Ich bin der Allianz beigetreten.“ Alle Anwesenden außer Deni mussten kichern als einen Moment lang Stille herrschte. „Nein, das hast du nicht! Das ist nicht witzig, solche Späße sind nicht komisch Deni!“ „Das ist kein Witz, ich habe mich verpflichtet, ich bin jetzt Teil einer Spezialeinheit.“ „Verdammt du weißt genau das Waffen und Gewalt nur zu noch mehr Gewalt führen! Ich befehle dir sofort nachhause zu kommen!“ Selak prustete als er das hörte und fügte grinsend an Deni gerichtet an „Ja mein kleiner Junge, komm sofort nach Haus…“ Jenni hielt sich die Hand vor den Mund um nicht zu lachen. „Nein Dad, das ist der Weg den ich gewählt habe, und ich werde diesen Weg weiter gehen, es ist mein Leben und meine Entscheidung!“ Denis Vater begann hysterisch zu argumentieren, er schrie schon fast. Eine der anderen Asari nickte Jenni zu und nickte dann in Denis Richtung. Jenni sah sie verständnislos an. Diese deute Jenni nochmal an zu handeln. Als diese den Kopf schüttelte schaltete sich Shalera ein, sie rollte mit den Augen und legte ihre Hände auf Denis Schultern. Sie lehnte sich neben ihm durch näher an das Universalwerkzeug „Komm schon Deni gib mir meine Kleider zurück, mir ist kalt….“ Säuselte sie sanft. Deni sah sie regungslos und schockiert an, er schnappte das Universalwerkzeug und hielt es so weit wie möglich von der Asari neben ihm weg, als diese zur nächsten Äußerung ansetzte. Das Universalwerkzeug war jetzt unmittelbar vor Jennis Gesicht.Jetzt verstand sie auch, was die andere Asari hatte andeuten wollen. Nach einem Augenblick des Zögerns flüsterte sie schließlich mit lüsterner Stimme „Trink nicht zu viel Deni, wir brauchen dich hier noch einsatzfähig, sonst müssen wir schon mal ohne dich anfangen.“ Alle starrten sie an, sie selbst war auch erstaunt darüber was sie gerade gesagt hatte. Deni schaltete eilig das Mikrofon aus. Einen Augenblick später begannen alle laut zu lachen, Selak kippte nach hinten um und hielt sich den Bauch vor Lachen. „Scheiße das ist zu viel, dem sein Gesicht hätt ich sehen wollen!“ prustete Shalera als sie Jenni einen Handschlag gab. „Leute! Das ist sowas von kindisch!“ „Und Sau komisch ists auch!“ Rief einer der anderen jungen Männer in dem Raum nach Luft ringend. „Hei das war echt das letzte Mal das ich euch vertraut habe“ antwortete Deni genervt und schaltete das Mikro wieder ein. Er stand sofort auf und versuchte seinen nun vollends ausrastenden Vater zu beruhigen, während die anderen Tränen in den Augen hatten vor lauter lachen. Sie hörten die hysterischen Schreie von Denis Vater immer noch, obwohl Deni die Lautstärke drastisch reduziert hatte. „Wie seit ihr auf so n scheiß gekommen?“ fragte Joshua als er sich die langsam aufraffte. „Keine Ahnung, Shalera hat damit angefangen, meiner war spontan“ gab Jenni grinsend zurück. Deni trat schwer atmend zu ihnen zurück „Ok, er hat mich raus geworfen.“ Plötzlich war die Stimmung am Boden, alle sahen Deni entsetzt an „Hei, das tut mir echt leid, das wollte ich nicht, vielleicht kann ich deinem Vater erklären dass es nur ein Witz war.“ Shalera war aufgestanden und zu Deni heran getreten und hatte diesem die Hand auf die Schulter gelegt, sie fühlte sich mies. Es war wirklich nicht ihre Absicht gewesen das so etwas passiert. „Nein, schon in Ordnung, er hat eh nicht geglaubt, dass hier wirklich etwas läuft. Er hat mich immer in die Kirche geschleppt und versucht mich vor allen Sünden zu bewahren, wenn es nach ihm gegangen wäre, würde ich abstinent und enthaltsam leben.“ Ein breites Grinsen wanderte auf Denis Gesicht. „Wenn der wüsste“ „Spätestens wenn er dein Fornax Sammlung findet, tickt er aus.“ Jenni sah Joshua fragend an „Woher weißt du von seinen Magazinen?“ „Ich kenne den guten Deni schon lange….. bewahrst du die immer noch in deinem Schrank unter dem hinteren Kleiderstapel auf?“ „Wenn er meine Sachen raus schmeißen will, wird er sich freuen, ob er den Rincol wohl auch findet?.... Eigentlich sollte ich es ihm ja schreiben…..“ „Ne warte ich habe ne bessere Idee konterte Ivana.

„Noch ein Bisschen näher zusammen….. perfekt“ Ein kurzer Lichtblitz blendete Jenni. „Genial, das wird ihm sicher gefallen…“ Joshua gab Deni sein Universalwerkzeug zurück, er hatte ein Foto von seinem Freund gemacht, Jenni, Ivana, Shalera und die drei anderen Asari lagen und saßen darauf um Deni herum auf dessen Bett. „Sieht verdammt realistisch aus, man könnte fast meinen…..“ „Davon träumt ihr wohl“ antwortete Ivana auf Selaks Anspielung. „Ich nicht, aber Deni“ gab dieser grinsend zurück. Deni zeigte ihm ohne ihn anzusehen den Mittelfinger, er war gerade damit beschäftigt das Foto an seinen verärgerten Vater zu schicken. Nach dem Ivana das vorgeschlagen hatte war Deni sofort Feuer und Flamme gewesen für diese Idee. Er hatte Joshua sein Universalwerkzeug gegeben und der hatte das Foto geschossen. „So, mal sehen was er davon hält.“ Deni legte sich grinsend zurück, die anderen waren mittlerweile von seinem Bett aufgestanden. „Hei Deni, das Foto löschst du aber mal gleich wieder klar?“ „Niemals, das wird ich jetzt jedes Mal zeigen wen ich bei nem Saufabend mit Freunden angeben will“ meinte er grinsend. Kurz darauf blinkte sein Universalwerkzeug kurz auf „Also mein Dad meint dazu….. Du findest das wohl sau komisch, mal sehen ob du es immer noch so lustig findest, wenn du vor ner verschlossenen Tür stehst!“ „Oh das ist hart!“ „Ach wieso? Ich hab eh keine Lust hier so bald weg zu gehen, du siehst ja die Ladys lieben mich“ Deni hatte ein breites Grinsen auf dem Gesicht als er diese Worte aussprach, doch bereits im nächsten Moment kassierte er einen Klaps auf den Hinterkopf. „Immer schön Fantasie und Realität auseinanderhalten“ Shalera ging mit einem verschmitzten Lächeln an ihm vorbei. 

Der zweite Theorieblock war schnell abgeschlossen. Sie hatten noch einmal alle Sicherheitsregeln angesehen und die korrekte Reinigung der Waffe verinnerlicht. Danach waren sie auf den Schießstand gegangen. „ Wie ihr wisst, ist das Persönliche Training entscheidend ob ihr überlebt oder nicht. Aber auch der beste Soldat gewinnt keinen Krieg alleine, das Teamwork ist der entscheidende Faktor. Wenn ihr perfekt zusammenarbeitet, dann kann euch kein Feind besiegen, egal wie gut er ausgebildet ist. Diesen Level zu erreichen ist unser Ziel, denn wenn ihr es schafft, dass eure Bewegungen perfekt ineinander greifen, dann werdet ihr überleben.“ Er schritt vor den Rekruten auf und ab, „Also, damit ihr euch schon einmal aufeinander einspielen könnt, werdet ihr euch gegenseitig helfen. Ich werde euch Tipps geben und euch beobachten. Wer hat schon einmal geschossen?“ Jenni und einige der anderen hoben erneut die Hände. „Ok, dann legt euch an der Schießposition hin. Wollen wir doch mal sehen, ob ihr mit der M-8 Avenger was trefft.“ Er ging kurz zu jedem der Rekruten, schaute sich dessen Haltung an und legte dann ein Thermomagazin neben jeden Schützen. „So jetzt stellt sich ein weiterer Rekrut neben jeden Schützen und kontrolliert den Monitor, ihr sagt den Schützen an wo ihre Kugeln einschlagen. Die Schützen Justieren danach die Zieloptik. Diese Gewehre sind von nun an eure persönlichen Waffen, ihr seid dafür verantwortlich dass sie immer funktionstüchtig sind. Ihr werdet sie selbstständig warten und pflegen, ich werde auf einer Liste eintragen, wer welche Waffe trägt. Untersteht euch die Waffe eines andern Rekruten zu benutzen, ihr würdet euch ja auch nicht an der Freundin des anderen vergreifen.“ Die Rekruten schauten Colonel Reeps fragend an. „Als ich die Grundausbildung gemacht habe, mussten wir unseren Waffen noch Namen geben, von daher der Vergleich.“ „Sie haben ihren Waffen Namen gegeben?“ fragte eine der Asari irritiert „Ja, wenn die Waffe einen Namen hat, dann fördert das die Bindung des Soldaten zu ihr.“ „Hast du denn noch nie einen alten Kriegsfilm der Menschen gesehen?... Gibt’s das bei Turianern auch?“ Reeps schien die Antwort auch zu interessieren, er schaute Selak fragend an. Dieser dachte kurz nach und antwortete dann „Ja, das gibt es bei uns auch.“ „Ihr Männer seit irgendwie seltsam.“ „Zurück zum Thema. Schützen, neben euch liegt ein Thermomagazin, legt dieses nun in euer Gewehr ein.“ Mit einem leisen Klicken, gefolgt von einem kurzen zischen, rastete der kleine Metallzylinder in der dafür vorgesehenen Haltevorrichtung ein. Jenni atmete tief durch, sie begann sich zu konzentrieren. „Haben alle die Ohrenstöpsel drin?....Gut ,dann legt ihr jetzt die Gewehre an und erfasst das Ziel. Wenn ihr es erfasst habt, dann entsichert ihr und gebt einen Schuss ab. Jenni atmete tief durch, sie richtete den kleinen roten Punkt ihres Visieres auf die Zielscheibe und begann ihren Finger anzuspannen. Langsam gab der Abzug nach, ein größerer Widerstand war zu spüren, der Druckpunkt war erreicht. Als sie ihren Finger weiter anspannte sprang der Abzug nach hinten und mit einem Knall löste sich der Schuss. Der Rückschlag war erstaunlich gering. „Zu tief und etwas zu weit links, eine vier.“ Jenni schaute neben sich, Kiara kniete vor dem Monitor und schaute sie jetzt an. Jenni drehte sich wieder zurück und versuchte sich erneut auf das Ziel zu konzentrieren. Es war das erste Mal, dass die ganze Gruppe zusammen am trainieren war. Jenni hatte gar nicht gemerkt, dass sich ihre Freundin neben ihr positioniert hatte. Sie korrigierte, wie es in der Anleitung gestanden hatte, ein wenig, legte erneut an und gab einen zweiten Schuss ab. „Wo ist der gelandet?“ „Hm, immer noch zu tief aber mittig, korrigier noch etwa 5 Raster nach oben.“ Antwortete Kiara. Jenni korrigierte abermals und schoss erneut „Der war jetzt ziemlich zu hoch“ „Ich weiß, den hab ich verrissen.“ Jenni atmete erneut durch und gab noch 2 weiter Schüsse ab. „Gut, das Schussbild stimmt, kotrollier aber noch ,ob du den optischen Zoom auf 2x eingestellt hast.“ Diesmal war es die Stimme von Colonel Reeps die sie vernahm. Sie rollte sich leicht zur Seite und schaute über ihre Schulter nach hinten. Der Colonel stand hinter ihr und schaute ihr zu. Jenni folgte seinen Anweisungen und brachte sich erneut in Stellung. „Ok, konzentriere dich, zielen und feuern.“ Diesen Gedanken wiederholte Jenni innerlich immer wieder. Sie gab etwa ein halbes Dutzend Schuss hintereinander ab und schaute dann zu Kiara. Diese hob die Augenbrauen und schaute sie erstaunt an „beachtliche Leistung Jenni“ sie drehte den Monitor zu ihr, die Kugeln waren alle innerhalb der innersten 3 Ringe verteilt. „Na also Parker, geht doch!“ Der Colonel klopfte ihr auf die Schulter. „Schieß die letzten paar Kugeln noch in schneller abfolge, um ein Gefühl für die Waffe zu bekommen. Nach ein paar Minuten waren Jenni und die andern Schützen fertig, sie hatten alle die Thermomagazine ausgeworfen und die Waffen eingeklappt, in den dafür vorgesehenen Rechen gestellt. „Jetzt kommen die unerfahrenen Schützen dran, Anweiser und Schützen tauschen dazu ihre Position.“ Der Colonel schritt abermals die Reihe ab und verteilte die Gewehre und jeweils ein Thermomagazin. „Da ich nicht bei jedem von euch gleichzeitig sein kann, erwarte ich von den erfahreneren Schützen, dass sie ihren Kameraden helfen!“ er machte einen Moment Pause „Und auch wenn das hier nur Übungsmunition ist, fuchtelt mir hier keiner mit dem Gewehr rum. Ist das klar?!“ Jenni setzte sich neben Kiara vor den Monitor. Die Asari ging extrem behutsam mit der Waffe um. Sie fasste sie an, als würde sie jeden Moment explodieren. „Ganz ruhig Kiara nimm das Gewehr fest in die Hände und halt es gut fest. Sorg dafür, dass der Kolben fest an deiner Schulter sitzt und leg dich so hin, dass es bequem ist.“ Kiara tat was ihr geraten wurde und richtete sich ein. Etwas zögerlich gab sie den ersten Schuss ab. Das war das erste Mal, dass sie mit einer Waffe schoss, weshalb sie ziemlich nervös war. Es dauerte ein paar Minuten, bis sie die Kugeln ins Zentrum der Zielscheibe dirigierte. „Gut, jetzt hast dus.“ antwortete Jenni stolz, als Kiara den dritten Treffer landete. Den Rest des Vormittages verbrachten sie damit, liegend, kniend und stehen auf stehende und bewegliche Ziele zu schießen

„Wer will den Anfang machen?“ Reeps hielt ein M-92 Mantis Scharfschützengewehr in den Händen und schaute die Rekruten an. Als sich nach ein paar Sekunden noch niemand gemeldet hatte reichte er die Waffe Jenni. „Parker, du hast vorhin gut geschossen, das hier sollte da kein Problem sein. Überrascht griff Jenni nach dem Gewehr und nahm es entgegen. „Ok, worauf darf ich schießen?“ ein breites Grinsen wanderte auf Reeps Gesicht, „so gefällst du mir“ meinte er. Er trat zu einem der Schießstände und tippte etwas auf dem Monitor ein. Die relativ naheliegenden Zielscheiben wurden in den dafür vorgesehenen Spalten im Boden versenkt, stattdessen wurde eine Scheibe in fast einem Kilometer Entfernung hochgefahren. „Da“ antwortet der Colonel knapp als er auf den kleinen Punkt auf dem Hügel am Horizont zeigte. Jenni hob bei dem Anblick die Augenbrauen „DAS DA? Das ist aber verdammt weit weg.“ „Deshalb hat das Gewehr auch ein Zielfernrohr.“ Sie legte sich hin, richtete sich kurz ein und schob dann das erste Thermomagazin ein. Nach dem sie das Zielfernrohr eingestellt hatte und die Zweibeinstütze ausgeklappt hatte begann sie ihre Atmung zu verlangsamen und sich zu beruhigen. Ihr Blick richtete sich durch das Zielfernrohr auf die Zielscheibe, diese hatte einen Menschlichen Umriss als Form. Es war schwierig das Fadenkreuz auf dem Ziel zu halten, denn bereits kleinste Bewegungen ließen die Scheibe wild umhertanzen. Mit einem hohen, bellenden Knall, löste sich das Projektil und bahnte sich seinen Weg, Jenni verfehlte das Ziel knapp. „Macht nichts, versuchs noch mal.“ Jenni repetierte, dabei flog das glühende Thermomagazin aus der Waffe und landete ein paar Meter neben ihr aufm Boden. Sie versuchte das Getuschel hinter ihr auszublenden, sodass sie sich voll und ganz auf das Ziel konzentrieren konnte. Der nächste Schuss traf die Scheibe, allerdings nur knapp. „Verdammt!“ Jenni repetierte erneut, sie lud das letzte Thermomagazin und feuerte erneut. Diesmal traf der Schuss mitten auf die Brust des Ziels. Jenni drehte sich zu Reeps der neben ihr stand „Ich hatte mir das irgendwie anders vorgestellt, irgendwie brachialer!“ Der Colonel reagierte auf Jennis Anspielung „Warte einen Moment.“ Er stand auf und ging nach hinten zu einem der Gewehrständer, er begann damit an jeden der Rekruten, die bereits Schießerfahrung hatten, ein Gewehr zu verteilen. Er wies sie an sich in Stellung zu bringen und holte eine Tasche hervor. Jenni spähte über ihre Schulter und konnte erkennen, dass der Colonel etwas aus der Tasche holte und damit auf sie zuging. „Das ist eine M-98 Widow, Diana ist mein persönliches Gewehr. Er stockte als er einen Blick in die Runde warf, eine der Rekrutinnensah ihn mit großen Augen an. Als sie seinen Blick bemerkte, drehte sie sich sofort ab. Sie wurde rot im Gesicht und schaute verlegen zu Boden. Als ein junger Turianer erkannte, dass der Colonel die Rekrutin fragend ansah meinte er lachen „Sie fühlt sich nur geehrt, dass sie ihrem Gewehr denselben Namen gegeben haben, wie sie ihn hat .“ „Ach so….“ Er drehte sich zu Jenni die immer noch in Schießposition am Boden lag „Hier, das sollte jetzt brachial genug sein.“ Das Gewehr klappte sich aus. Es war wesentlich schwerer als das Mantis, und der Lauf war auch wesentlich breiter. Jenni war vom Ehrgeiz gepackt, sie legte das Gewehr satt an die Schulter an und atmete tief durch, das Zielfernrohr war wesentlich stärker als das des anderen Gewehres. Sie begann den Finger anzuspannen, diesmal war der Rückstoß um ein vielfaches stärker, als vorhin und anstelle eines hohen Knalles war diesmal ein dumpfes lautes Krachen zu hören. Der Rückstoß war wie ein Schlag gegen die Schulter und ließ Jenni, die überrascht aber vorbereitet auf eine solche Wucht, war kurz aufstöhnen. Sie Repetierte das Gewehr und stand auf. „Das Baby kickt doch mal ordentlich“ sagte sie,während sie die Schulter einmal kreisen lies. „Das ist der Kuss der Waffe.“ „Ok“ Jenni reichte ihm sein Gewehr wieder „Und wo kann ich so eine holen?“ „Bevor du eine Widow kriegst solltest du erst mal die Mantis beherrschen“ Jenni lehnte sich etwas zurück und verschränkte die Arme vor der Brust „Also ich bin mit dem Ergebnis eigentlich ganz zufrieden.“ Sie nickte in Richtung des Bildschirmes. Reeps hob die Augenbrauen und Trat neben Kiara die immer noch auf den Bildschirm konzentriert war. „HA!“ er drehte sich ruckartig zu Jenni um „Nicht schlecht Kleine, Respekt…. Aber putz dir dieses schmierige Grinsen aus dem Gesicht, das war Glück.“ 

Bis es am Abend zu dunkel wurde, schossen sie weiter mit den Scharfschützengewehren. Sie erfuhren, dass sie am nächsten Tag Schrotflinten- und Handfeuerwaffentraining haben werden. Dabei würde Pistolen- und Maschinenpistolentraining zusammengelegt werden, da diese Waffen fast identisch funktionieren. Das Training war so ausgelegt, dass sie nach dem Schießtraining noch genug Zeit hatten für die Nahkampfausbildung. Diese würde die kompletten nächsten 3 Tage in Anspruch nehmen. 

„Hei Jenni, woran denkst du?“ Joshua saß ihr gegenüber auf der Bettkante und schaute sie fragend an. Sie waren gerade eben vom Schießstand zurückgekehrt und machten sich gerade daran duschen zu gehen. Jenni hatte sich hingesetzt um ihre Kampfstiefel zu öffnen. Dabei war sie in Gedanken versunken, sie machte sich Sorgen. Bei dem Schießtraining hatte sie Kiara geholfen, sie war beim stehenden schießen mit dem Sturmgewehr hinter Kiara getreten und hatte ihre Arme außen an die ihrer Freundin gelegt. Kiara hatte Schwierigkeiten gehabt sich zu konzentrieren, sodass Jenni sie ermahnen musste, sich auf die Zielscheibe zu konzentrieren. Aber auch sie war nicht immun, Jenni hatte versucht sich zu konzentrierenDoch auch sie scheiterte, ihr Blick wanderte immer wieder zu Kiara. Jedes Mal, wenn diese etwas sagte, verlor sie ihre Konzentration. Es machte Jenni Sorgen, dass dies zu einem Problem werden könnte. Im Einsatz darf so etwas nicht passieren, abgelenkt zu sein könnte tödlich sein. „Ach ich hab nur über das Training nachgedacht, ich mach mir n bisschen Sorgen, wegen dem Nahkampftraining.“ „Wieso denn, prügelst du dich denn nicht gerne?“ Für diese Aussage erntete er einen finsteren Blick „Ich mache mir dabei weniger Sorgen um mich selbst“ „Wow aber lass uns am Leben…“ gab er lachend von sich. „Genau das ist es ja, was ist wen du im Eifer des Gefechts ausversehen deine Biotik einsetzt? Auch wenn du es nicht absichtlich machst, kann so ein Schlag schnell mal Tödlich sein. Ich habe vor ein paar Wochen den Boxsack auf unserem Estrich quer durch den Raum geschlagen, weil ich ausgerastet bin.“ Die Worte zeigten Wirkung, Joshua sah sie nachdenklich an. „Jenn, du brauchst dir keine Sorgen zu machen, die Ausbilder sind Profis, die wissen schon was sie tun.“ „Ich schätze du hast recht“ sie stand auf „komm, wir sollten duschen gehen, bevor hier noch jemand erstickt.“ Sie zog Hose und T-Shirt aus, schnappte sich neue Unterwäsche und ging in Richtung Dusche. Joshua und die anderen, die noch nicht geduscht hatten, folgten ihr. Sie hatten sich mittlerweile alle daran gewöhnt, halb nackt vor ihren Freunden herumzulaufen.

Die Sterne funkelten hell am wolkenlosen Himmel, Jenni und Kiara spazierten gerade am Zaun entlang . Ihre abendlichen Gespräche gehörten für Jenni zu den Höhepunkten der Tage. Es war warm, ihr Leben auf dem Stützpunkt hatte eine gewisse Routine erreicht. Das frühe aufstehen, der Aspekt, der Jenni am meisten widerstrebte, war mittlerweile auch erträglich geworden. „Und findest du immer noch, dass es eine gute Idee war mir hierher zu folgen?“ Jenni fragte ganz sanft, sie wollte Kiara nicht vor den Kopf stoßen „Ja, solange ich bei dir sein kann, ist das jede Mühe wert.“ Sie lächelten sich an „Ich kann aber nicht auf die Weise bei dir sein, wie ich es gern wäre.“ Kiara verstand Jennis Anspielung und fasste diese sanft bei der Hand. „Ich weiß, ich sehne mich auch nach etwas Zeit zu zweit, in der wir unsere Gefühle nicht verstecken müssen.“ Mit einem leisen kichern trat Jenni näher zu ihrer Liebsten „Das letzte Mal als wir diese Problem hatten, hat es geholfen, dass du bei mir geschlafen hast….“ „Ich wage zu bezweifeln, dass das dieses Mal etwas nützt. Glaub mir, wenn das nicht mit einem Rausschmiss für uns beide enden würde…- es gäbe nichts, was ich lieber tun würde.“ Jenni biss sich auf die Lippe, das seltsame Kribbeln in ihrem Körper begann wieder. Der Drang die Asari zu küssen wurde stärker, doch noch konnte sie sich widersetzen Sie gingen noch ein Stück und redeten miteinander, bis Kiara sich schließlich mit dem Rücken an den Maschendrahtzaun lehnte. Sie blickte Jenni tief in die Augen, ihre Körpersprache war so vertraut. Jennis Körper handelte, bevor ihr Verstand gegenlenken konnte. Sie stützte sich links und rechts von Kiara an dem Zaun ab und bewegte sich langsam auf sie zu. Kiara machte sich bereit, sie zu küssen und kam ihr entgegen. Die Zeit seit ihrem letzten Kuss hatte sich wie eine Ewigkeit angefühlt. Jenni konnte Kiaras weiche Lippen, ihren Atem und ihre Hand, die langsam durch Jennis Haar strich, spüren. Es tat gut sich ihren Zärtlichkeiten hinzugeben. „Na aber hallo!“ Die beiden jungen Frauen drehten sich erschrocken nach der Stimme um. Zwei der Wachen, die auf der Basis Patrouillierten, waren an sie herangetreten. Sie wussten genau, dass sie erwischt worden waren, weshalb es auch nichts gebracht hätte den erschrockenen Blick zu unterdrücken. „Was haben wir denn hier? Na ihr Hübschen…“ „Was ist denn?“ Die beiden stellten sich grinsend vor sie „Was macht ihr zwei denn so spät noch hier draußen?“ Die beiden verliebten hatten sich mittlerweile nebeneinander vor die beiden Soldaten gestellt. „Wir wollten den Tag bei einem schönen Spaziergang am Abend ausklingen lassen“ antwortete Kiara auf die Frage des Wachmannes. „Das sah aber nicht wie ein Spaziergang aus.“ „Ihr habt da wohl sowieso etwas falsch verstanden bei der Partnerwahl.“ Meldete sich der zweite Wachmann, der bisher geschwiegen hatte. „Warum? Soweit ich weiß, sind gleichgeschlechtliche Beziehungen erlaubt.“ Erwiderte Jenni. Sie merkte, dass die beiden Soldaten sie provozieren wollten, sie waren auf der Suche nach Streit. „Ach ihr Lesben braucht einfach mal einen Richtigen Mann, der euch glücklich macht.“ Noch bevor Jenni auf den herablassenden Ton des Soldaten reagieren konnte kam ihr Kiara zuvor. „Hattest du denn schon einmal etwas mit einem Typen?“ Nein! sicher nicht!“ antwortete der Wachmann. „Na also siehst du und schon sind wir der gleichen Meinung. Und zudem hat “lesbische“ Liebe einen Vorteil…“ Sie betonte das Wort absichtlich, denn für Asari gab es so etwas gar nicht, geschweige denn als Abwertung. Nach einer kurzen Pause fuhr sie fort „wir dürfen unter die selbe Dusche.“ Mit diesen Worten packte sie Jenni an der Schulter, sie ging an den verdutzten Wachleuten vorbei und zog Jenni mit. Als sie außer Hörweite waren, fragte Jenni schließlich „Was war denn das gerade eben?“ „Na, es ist doch so?.... und sag nicht, du hättest dir das nicht auch schon überlegt.“ „Was denn?“ „Na das mit der Dusche…“ Jenni musste sofort an ihre Unterhaltung mit Shalera denken, es war ihr peinlich. Da Jenni keine schlauen Worte einfielen, antwortete sie stattdessen mit einem Kuss. „Na also, dachte ich es mir doch“ antwortete Kiara zufrieden. Als sie bei den Unterkünften ankamen, stoppten sie. „Denkst du wir bekommen Ärger wegen denen?“ Die Verunsicherung in Kiaras Stimme zeigte, dass sie sich jetzt doch Sorgen wegen ihrer Aussage machte. „Wohl kaum, das sind normale Wachen, die erfreuen sich an den Bildern in ihrem Kopf, bei dem Gedanken an uns und das wars auch schon.“ Die beiden küssten sich erneut, Kiaras Hände wanderten Jennis Oberschenkel hoch, eng umschlungen standen sie da, ihre zärtlichen Berührungen brachten Jenni um den Verstand. Nach einem Wundervollen Moment, riss sich Jenni schließlich von Kiara los. „Wir sollten uns besser hinlegen bevor die Idioten zurückkommen.“ „Du hast recht, bis Morgen, gute Nacht“ „Gute Nacht“ Jenni schaute ihrer Liebsten noch einen Moment nach, sie wäre ihr am liebsten hinterhergelaufen und ihr ins Bett gefolgt, aber das ging nicht. Das Kribbeln in ihrem Körper war nun noch stärker als zuvor. Mit einem Ruck zwang sich Jenni dazu, hineinzugehen und sich hinzulegen. Sie erschrak vor sich selbst, als sie sich an diesem Abend dabei erwischte, wie sie sich in Gedanken bei Kiara selbst zu streicheln begann. Sofort ballte sie Ihre Hände zu Fäusten und legte sie neben sich auf die Matratze. Sie hatte auch schon Erfahrungen mit sich selbst gesammelt, aber nicht in dem Ausmaß. Jenni war sich sicher, dass daran die Hormone, die in ihr gerade verrückt spielten, schuld waren. Innerlich verfluchte sie die Natur dafür, dass sie ihr diese Last aufgebürdet hatte. 

Der rauchige Geruch der glühenden Thermomagazine, die Hitze, die ihr beim abfeuern der M-23 Katana ins Gesicht schlug und das Adrenalin in ihren Adern, löste bei Jenni eine Mischung aus Euphorie und Angst aus. Ihr Puls raste, Schweiß rann über ihr Gesicht, ihre ganze Rüstung und ihr Gesicht waren mit Dreck verschmiert. Schnell und flink rannten sie durch den Parcours. Die beiden Rekruten hinter Jenni waren die beiden erfahrensten Kämpfer ihrer Gruppe. „Kontaaaaakt!“ schrie einer der beiden. Jenni ließ sich in vollem Lauf nach hinten zu Boden fallen und schlitterte, über den vom Regen aufgeweichten und Schlammigen Boden, hinter eine kleine Mauer. Noch bevor sie zum stillstand kam, schoss sie bereits hoch, lehnte sich an die Mauer und sprang hinter der Mauer hervor. Mit einer schnellen Bewegung brachte sie ihre Schrotflinte in die richtige Position und drückte ab. Die Übungsgeschosse trafen die Drohne, die den Feind simulierte, mitten auf die Brust und warf sie von den Beinen. Jennis Begleiter stürmten weiter auf das Zielgebäude, am Ende des mit Hindernissen gesäumten Parcours, zu. Wenn sie es schaffen wollen dürften sie nie anhalten. Jenni Sprintete wieder los, um die beiden einzuholen. „Links, Marelok!“ Der Turianer drehte sich nach links und feuerte, die Schrapnellen der Schrotladung trafen die Drohne an der Schulter. Der Treffer deaktivierte diese nicht, da er nicht tödlich war ,doch für einen zweiten Schuss blieb keine Zeit, der Countdown lief unerbittlich weiter. Jenni preschte durch einen Graben, die Sicht reichte, aufgrund der vielen Hindernisse, nur wenige Meter weit. Doch das unwegsame Gelände durfte sie nicht aufhalten. Sie hatte den Sichtkontakt zu ihren Mitstreitern verloren. Sofort fuhr ihr ein Gedanke durch den Kopf „Wie weit sind die beiden schon? Bin ich schneller oder langsamer?“ Sofort schob sie die Gedanken zur Seite, sie durfte nicht zögern. Als sie die Rampe am Ende des Grabens hinaufstürmte, sah sie sich sofort nach den anderen um, sie lagen etwa 10 hinter ihr und waren weiter links. „Gleich geschafft!“ schwer atmend rannte sie an einem letzten Hindernis vorbei. Sie erkannte in ihrem Augenwinkel, dass auf dem Dach des Zielgebäudes, welches keine 20 Meter mehr entfernt war, ein Feind stand und sie ins Visier nahm. In diesem Moment brach die Hölle los, Kugeln zischten an Jenni vorbei und ließen beim Einschlag den Matsch vom Boden umherspritzen. Urplötzlich riss der Beschuss ab, ihre Freunde nahmen den Gegner unter Beschuss. Sie waren zu weit entfernt, um ihn effektiv zu bekämpfen. Sie konnten ihn durch Sperrfeuer in Deckung zwingen. Jenni stürmte in das Gebäude und rannte zur Treppe. Kaum war sie die ersten paar Stufen hoch gelaufen, sah sie den Kopf der Drohne und feuerte sofort. Sehr zu ihrem Ärger verfehlte die erste Ladung das Ziel. Bevor der Feind reagieren konnte, wurde er von einer zweiten Ladung niedergestreckt. Als die anderen beiden wenige Augenblicke später zu ihr stießen, stand Jenni immer noch schwer atmend neben der Tür in Deckung, sie war sofort wieder die Treppe runter gerannt und hatte sich auf mögliche Angreifer vorbereitet. Sie starrten alle auf das Universalwerkzeug von Jenni, nach einigen Atemlosen Sekunden erschien eine Zahl darauf. 1 Minute und 56 Sekunden. „JA man Jaaa!“ schrie der Turianer und riss dabei die Hände in die Luft. „Wuhuuu!“ Jenni packte die Asari die neben ihr stand und hob sie von den Füssen. Arsilia Jubelte ebenfalls laut, sie stützte sich an Jennis Schulter ab und hob triumphierend die Faust. „Eine Minute sechsundfünfzig verdammt wir haben es geschafft!“ Jubelnd und stolz gingen die drei zurück zum Startpunkt, all die andern Studenten warteten bereits auf sie. Der Colonel wartete auch schon auf sie. „Scheisse, ich hab selten jemanden so schnell rennen sehen, aber ich stehe zu meinem Wort, heute Abend geb ich euch einen aus.“ Sie hatten bereits den ganzen Nachmittag an diesen Parcours trainiert. Als sie am Mittag angefangen hatten war der Boden noch trocken und sauber gewesen doch der Regen der nach einigen Stunden begann verwandelte das Gebiet in einen Sumpf. Kurz vor fünf Uhr hatte Reeps bekanntgegeben, dass die Bestzeit, die eine Gruppe von Rekruten geschafft hatte bei zwei Minuten null sechs lag. Von dem Moment an war ein Wettkampf ausgebrochen, die Besten Rekruten hatten sich zu Dreiergruppen zusammengeschlossen um diese Zeit zu knacken. Zur zusätzlichen Motivation hatte der Colonel dem Team das es als erstes schaffte diese Zeit zu unterbieten eine Runde Bier versprochen, auf seine Rechnung. Die Anderen Studenten applaudierten, als ihre drei komplett verdreckten, schwer atmenden, aber euphorischen Kameraden zu ihnen traten. Alle klopften ihnen auf die Schultern und gratulierten ihnen. Jenni trat zu Kiara und nahm diese in den Arm, „Gratuliere, ich bin stolz auf dich“ antwortete dies auf Jennis Geste. 

„Bier wem Bier gebührt.“ Reeps trat mit einem Breiten grinsen an den Tisch heran. Er stellte den 3 Rekruten je ein Glas mit der goldenen schäumenden Flüssigkeit hin, eines der Gläser behielt er für sich. Einige andere Rekruten saßen ebenfalls an diesem Tisch, Kiara hatte sich neben Jenni gesetzt. Diese hatte sich gerade mit Arsilia unterhalten. Die Asari verfügte über sehr gute Kampfkenntnisse, ihre Mutter was Kommandokämpferin gewesen und hatte ihrer Tochter vieles beigebracht. Später am Abend, nachdem sie sich ausgiebig mit Reeps und den anderen Rekruten unterhalten hatten, trat der Colonel schliesslich nach vorne. Er räusperte sich laut, die Gespräche erstarben fast Augenblicklich. „Von jetzt an geht das Training in einen neue Phase, nach der 2 Tägigen Nahkampfausbildung, die morgen beginnt, werdet ihr mit dem Taktik Training beginnen. Dazu werdet ihr zu teils mehrtägigen Gefechtsübungen auf spezielle Trainingsgelände gebracht. Ihr werdet sowohl mit den anderen Teams, als auch gegen die anderen Teams antreten. Dazu müsst ihr eine interne Hierarchie festlegen. Ihr müsst einen Anführer wählen und jemanden der ihn vertritt.“ Getuschel brach unter den Rekruten aus. „Überlegt euch gut wen ihr wählt und mit wem ihr zusammenarbeiten wollt, diese Konstellation wird voraussichtlich bis zum Ende dieses Projekts beibehalten. „Nach ein paar weiteren Informationen trat der Colonel wieder zurück an den Tisch. Es brachen wieder eifrige Diskussionen unter den jungen Leuten aus. 

Jenni war in Gedanken versunken, in ihr rotierten die Gedanken. Es war inzwischen ruhiger geworden, viele der Rekruten waren bereits zurück in die Unterkünfte gegangen. Kiara war auch bereits nach drüben gegangen, sie sagte, sie müsse noch mit ihrer Mutter reden. Nach langem abwägen stand sie schließlich auf und ging aus der Kantine, ihr Ziel war das Hauptgebäude. Als sie an den beiden Wachen am Eingang vorbeiging, wurde sie nervös, wenn sie jetzt einen Fehler machen würde, wäre es das gewesen. Sie würde aus dem Projekt rausfliegen und hätte sich damit jede Chance auf einen Posten in der Allianz verbaut. Sie trat an den Schreibtisch heran der hinter der Eingangstür stand, eine junge Frau, in Allianz Uniform, saß dahinter und lächelte sie freundlich an. „Ich suche Colonel Reegar“ Jenni versuchte ihre Nervosität zu verbergen und möglichst freundlich zu klingen. Die junge Frau zeigte auf eine Treppe am Ende des Flures neben ihr. „Die Treppe rauf und dann die dritte Tür.“ Jenni nickte und verabschiedete sich freundlich. Auf dem kurzen Weg nach oben begann ihr Herz schneller zu schlagen. Zögerlich klopfte sie an die hölzerne Tür, an der ein Schild mit der Aufschrift Colonal A. Reegar hing. „Herein“ ertönte es von innen. Jenni betrat den Raum und schloss die Tür hinter sich wieder, der Colonel schaute sie fragend an. „Worum geht es Parker?“ Seine Frage kam direkt, er hatte wohl erkannt, dass Jenni Probleme hatte die Richtigen Worte für ihre Frage zu finden. „Ich möchte ein Gesuch stellen“ Ihr war heiß, sie fühlte sich, als wäre sie in einer Sauna. „Setz dich“ er zeigte auf einen Stuhl, gleich neben ihr. Jenni setzte sich und atmete tief durch „Ich möchte ein Gesuch zur Versetzung einreichen.“ Reeps blickte sie verwundert an „Ok…Wo möchten sie denn hin?“ „Nein….ich meine es geht bei der Versetzung nicht um mich.“ Das Erstaunen in Reeps blick wurde noch ein bisschen größer „Ich verstehe nicht ganz….“ „Da wir die Gruppen, denen wir zugewiesen wurden, für den Rest des Projektes beibehalten werden, wollte ich fragen, ob es ihnen möglich wäre eine Versetzung vorzunehmen.“ „Was hättest du dir den vorgestellt?“ „Nun da in den letzten Tagen 2 Leute aus Gruppe A und 2 Leute der Gruppe B das Projekt verlassen haben, dachte ich, dass es sinnvoll wäre, wenn die überzähligen Mitglieder der Gruppe C aufgeteilt werden, damit die Gruppen wieder dieselbe Größe hätten.“ Der Gesichtsausdruck des Colonels veränderte sich, ein leichtes lächeln legte sich auf sein Gesicht. „An wen hättest du den gedacht?“ Jenni lief es kalt den Rücken runter „Weiß er es?“ sie schüttelte den Gedanken sofort wieder ab. „Nun da in Gruppe C nur 2 Personen mehr sind, als in den anderen Gruppen, reicht es wenn eine Person versetzt wird. Ich hätte vorgeschlagen Rekrutin Nesharis zu versetzen.“ „Und wieso gerade sie?“ Jenni schaute kurz auf ihre Hände, ihre Finger zitterten, sie legte sie sofort auf den Tisch, damit der Colonel es nicht sehen konnte. „Ich kenne sie aus dem Training an der Akademie, sie scheint sich schnell an neue Situationen anpassen zu können und sich mit allen gut zu verstehen.“ Jenni war erstaunt, dass sie einen so logisch klingenden Satz zustande bekommen hatte. „Das klingt vernünftig, ich werde veranlassen sie in die Gruppe A zu versetzen, wäre das im Sinne ihres Gesuches?“ Er hatte ein Pokerface aufgesetzt ,grinste aber innerlich dreckig. Er hatte Jenni genau da, wo er sie haben wollte. Diese hatte gerade mit einem inneren Konflikt zu kämpfen, wenn sie nichts tat hätte sie ihre wahrscheinlich einzige Chance verspielt, aber wenn sie jetzt sagen würde , dass sie Kiara bei sich in der Gruppe haben will, dann würde er sofort merken, dass sie nicht nur berufliches Interesse an Kiara hatte. Sie würde einen verdammt guten Grund brauchen, weshalb er sie in ihre Gruppe einteilen sollte, hatte aber keine Zeit sie einen auszudenken. „Ähm…“ der Laut kam ungewollt über ihre Lippen. Der Colonel schaute sie mit angehobenen Augenbrauen an, sie musste sofort etwas tun. „Ich hatte eigentlich gedacht sie würden sie meiner Gruppe zuteilen…. Sie hatten ja erwähnt, dass Zusammenarbeit der Schlüssel zum Erfolg sei. Ich habe schon oft mit ihr zusammengearbeitet, daher würde ich es für sinnvoller halten, sie der Gruppe B zuzuteilen.“ Ihre Wortwahl bei diesem Satz war nicht wirklich so, wie Jenni es sich gewünscht hätte. Der Satz war auch sehr unsicher und stockend raus gekommen. Vor ihrem inneren Auge sah sie schon, wie er sie wegen Verbrüderung rauswarf. Doch der Colonel schien die Situation zu genießen. Er lehnte sich leicht zurück und sah sie an. „Ist das alles?“ Jenni wusste nicht wie sie reagieren sollte, doch ihr blieb auch gar keine Zeit. „Komm schon Parker für wie blind hältst du mich?“ Sehr zu Jennis Erleichterung erwartete er darauf keine Antwort. „Wir haben alle neuen Rekruten im Auge behalten. Ich glaube sofort, dass ihr ein eingespieltes Team seid, aber wohl weniger wegen dem Training an der Akademie.“ „Wie meinen sie das?“ sie versuchte möglichst unwissend zu klingen, obwohl sie genau wusste wovon er sprach. „Ach, ich habe da nur so was am Rande mitbekommen, wegen einem gemütlichen Spaziergang….“ Jennis Augen weiteten sich „Diese verdammten Bastarde!“ Sie schrie innerlich. Er wusste es, er spielte nur noch mit ihr. Er begann zu grinsen, als sie Rot wurde. „Parker, wie weit würden sie gehen um eines ihrer Teammitglieder zu retten?“ „Ich würde mein Leben für sie riskieren.“ „Dessen bin ich mir sicher…. und wie weit würdest du für Rekrutin Nesharis gehen?“ Sie zögerte einen Moment, sollte sie ihm die Wahrheit sagen? „Ich würde für sie durch die Hölle gehen.“ „Hm….das trifft sich gut, den das werden sie alle auch. Ist das dann alles?“ Er lächelte mit gespielter Freundlichkeit und stand auf „Du solltest dich jetzt hinlegen, morgen wird ein harter Tag.“ Jenni verließ das Büro des Colonels, sie war erleichtert, dass das Gespräch zu Ende war aber die Ungewissheit begann sofort an ihr zu nagen. Was würde nun geschehen, wäre das ihre letzte Nacht auf dem Stützpunkt? Wohin wurde Kiara nun versetzt? Was wenn sie damit Kiara in Schwierigkeiten gebracht hatte. Diese Fragen quälten Jenni die ganze Nacht, weshalb sie nur wenig Schlaf fand.

So ich hoffe es hat gefallen.... es wird wieder ne Woche dauern und dann kommt das nächste Kapitel..... und für alle Die sich nach Mord und Totschlag sehnen Im Nächsten Kapitel gibts auch mindesten einen Toten:P
Bis dahin Feetback und Konstruktive Kritik freuen mich immer^_^

Modifié par elitedefender2, 30 septembre 2012 - 06:44 .


#291
Zerydal

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Elite wie immer ist deine Geschichte super das einzige was mir irgendwie vorkommt ist das.der Colonel ein wenig zu freundlich Rüberkommt aber das is wahrscheinlich eh Absicht ansonsten warte ich schon gespannt auf den nächsten Teil und wenn du da sterben lässt.

#292
Zerydal

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BTW finde es echt toll wie deine Geschichte so in Fahrt kommt

#293
elitedefender2

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Thx ^^ freut mich zu hören.... und vom Colonel.....las dich überraschen, es wird noch die eine oder andere Überraschung geben^^

#294
Zerydal

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Gut zu hören ^^ äh frage Elite darf ich mir deine Geschichte Kopieren und Ausdrucken ?

#295
elitedefender2

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Zerydal wrote...

Gut zu hören ^^ äh frage Elite darf ich mir deine Geschichte Kopieren und Ausdrucken ?


hm.... wofür den? Ich hab grundsätzlich nichts dagegen, solange du sie nicht veröffentlichst/ als Buch rausbringst um damit Kohle zu machen:lol: tu dir keinen Zwang an. 

Wenn dus an andere weitergeben willst könteste ja mich als Autor hinzufügen, dan wär das für mich io^_^

#296
Zerydal

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Ne hab ich eh nicht vor ^^ weils einfach bequemer ist als dauernd vorm PC zu gameln
btw wenn mann es 1 zu 1 übernimmt ins Word sind es schon 70 Seiten :D

#297
elitedefender2

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Ich weis, und es werden warscheinlich noch mal 70 dazukommen^^

#298
NoIdeas00

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elitedefender2 wrote...

Ich weis, und es werden warscheinlich noch mal 70 dazukommen^^


Auweia,hört sich nach viel Arbeit an :?

#299
Pain87

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*verweist mal auf Fan Kreationen Teil im Forum* Da gibts auch was neues!

#300
elitedefender2

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Hi an alle Leser^^
Wie jede komme ich wieder um euch vom warten zu erlösen:D

Mit 7 Kapitel kommt jetzt etwas mehr Aktion in die Geschichte, aber ich wil nicht zu viel verraten, der Text spricht für sich selbst:O

Kapitel 7
„Stellt euch in einer
Reihe auf, ihr bekommt jetzt eure Schutzausrüstung. Behaltet diese während dem
Training immer an, es ist zu eurem besten.“ Es war früh am Morgen, der Tau hing
noch an den Grashalmen, die Wiese neben dem Stützpunkt sah aus, wie von einem silbern
glänzenden Tuch bedeckt. Das Training hatte wie jeden Morgen früh begonnen, die
kühle Luft war ganz klar und sauber, als sie sich mit einem Lauf durch den Wald
aufgewärmt hatten. Jenni war müde, die unruhige Nacht setzte ihr zu. Ihre
Gedanken waren immer um  Kiara und ihr
Gespräch mit Reeston gekreist. Sie war noch im Training, was sie als gutes
Zeichen ansah. Es könnte aber auch gut sein, dass sie heute nach dem Training
aufgefordert wird ihre Sachen zu packen. Sie wollte gar nicht daran denken,
dass sie rausfliegen könnte , sie hatte keinen Plan B. Einer der Ausbilder
verteilte Mundschütze. Sie waren alle in Plastikbeutel eingeschweißt und in
verschiedenen Größen zu haben. Es erstaunte Jenni, dass die Turianer keine
Schützer bekamen, ihre spitzen dünnen Zähne wirkten eher Bruchanfällig, als die
von Menschen. Die Rekruten wirkten etwas verunsichert, was für ein Training
würde sie erwarten, wofür sie sie solche Schutzmaßnahmen benötigten? Je 3
Rekruten waren einem Ausbilder zugeteilt, dies ermöglichte ein individuelles
Training. Jenni war mit zwei Menschen, Ivana und Joshua zugeteilt. Sie waren in
dieser Gruppe ausschließlich Menschen, was es leicht machte die Angriffspunkte
seines Gegners zu finden. „Also, wir werden euch hier einige Grundtechniken zur
Selbstverteidigung und zum effektiven ausschalten von Gegnern im Nahkampf
beibringen“. „Ich zeige euch die wichtigsten Grundschritte und Grundstellungen,
dann werdet ihr alle weiteren Techniken direkt miteinander üben können. Sie
übten den ganzen Tag Griffe, Würfe und Schläge. Die Theoretischen Teile, wurden
jeweils am Abend, zum Abschluss des Trainings, gemacht. Dort lernten sie
Druckpunkte kennen und übten die mentalen Aspekte. Als sie am Abend zurück im
Stützpunkt waren und Jenni gerade aus der Dusche hervorkam sah sie, dass ihr
Universalwerkzeug blinkte. Kiara hatte ihr drei Nachrichten geschrieben. „Muss
dich treffen, Kantine, dringend!“ lautete die letzte, sie war vor einer halben
Minute gesendet worden. Jenni Zog sich eilig an und ging zur Kantine. Außer ihr
waren kaum Leute anwesend. Kiara trat zu ihr „Jenni, ich glaube ich habe etwas
schlimmes getan.“ Aus ihrem Blick sprachen Unsicherheit und Sorge, Kiara war
nervös. Sie nahm Jenni am Arm und ging zielstrebig an einen abgelegenen Tisch.
„Was ist den geschehen?“ „Es geht um uns…. Ich glaube ich habe mich verraten.
Ich weiß nicht wieso, aber heute nach dem Training hat mich der Colonel zu sich
gerufen und mich Dinge gefragt und Anspielungen gemacht.“ Jenni wurde blass,
sie hatte es Kiara nicht erzählt, in der Hoffnung sie dadurch nicht noch
stärker zu belasten. Jetzt war der schlimmste Fall eingetreten. „Was hast du
ihm gesagt?“ Die Frage kam ziemlich harsch, Jenni wollte sich erst
entschuldigen, hatte aber nicht die Zeit dazu. „Ich habe versucht mir nichts
anmerken zu lassen, aber er schien mich irgendwie zu durchschauen, es tut mir
so leid.“ Sie legte ihre Hand beschämt vor ihr Gesicht. „Kiara, das ist nicht
deine Schuld, du hast nichts falsch gemacht. Ich habe…..“ „Parker! Komm mal
her.“ Jenni schnellte herum als sie ihren Namen hörte. Ein Soldat der Allianz
stand in der Tür und winkte sie zu sich. Jenni drehte sich zurück zu Kiara
„warte hier, ich erkläre dir gleich alles.“ Als sie zu der Tür hinaus trat, war
der Soldat nirgends zu sehen, stattdessen packte sie jemand an der Schulter.
Jenni fuhr sofort herum und packte die Hand des vermeintlichen Angreifers.
„Wow, ganz ruhig Parker.“ Der Colonel stand vor ihr und schaute sie überrascht
an „Na wenigstens scheint vom Training was hängengeblieben zu sein.“ Jenni ließ
seinen Arm sofort los und trat etwas zurück „Entschuldigen sie Sir, ich habe
nicht damit gerechnet sie hier zu treffen.“ Er deutete ihr mit einer Geste an
ihm zu folgen. „Ich habe über dein Gesuch nachgedacht….“ Jenni bebte innerlich
vor Anspannung, als der Colonel eine Pause machte. „Und weiter?“ fragte sie ihn
in ihrem Kopf. „Die Sache mit der Zusammenarbeit… du hast recht, Teamwork ist
wichtig, aber so etwas kann gefährlich sein.“ Jennis Atem stockte, sie sah ihn
mit großen Augen an. Er schien nach den passenden Worten zu suchen. Jenni war
davon überzeugt, dass er ihr jetzt sagen würde, dass es ihm leid tue, aber das
sie zu einem untragbaren Risiko geworden sei. „Niemand kämpft so entschlossen
für ein Teammitglied, wie derjenige der es liebt. Ich bin kein Freund sinnloser
Regeln, aber hier…..“ „Sir, ich….“ „Parker, ich habe es mir gründlich überlegt,
ich werde tatsächlich eine Versetzung vornehmen.“ Sie waren inzwischen einmal
um die Kantine gegangen, in diesem Moment blinkte Jennis Universalwerkzeug auf.
Sie schaltete es wieder in den Standby Modus und wendete sich wieder dem
Colonel zu. Dieser war an die Tür herangetreten. Jennis Blick wanderte durch
die Tür, sie konnte ihre Freundin nicht ausmachen. „Willst du dir die Nachricht
nicht ansehen?“ Die Frage des Colonel verwirrte Jenni ein wenig, zögernd hob
sie die Hand und öffnete die Nachricht. „Es tut mir leid, ich wurde abgeholt,
muss “meine Sachen packen, ich liebe dich“. Bei dem Absender stand Kiaras Name.
Die Zeit schien still zu stehen, „Nein, bitte nicht.“ Sie hätte die Worte
beinahe laut ausgesprochen. „Ich habe ja gesagt ich nehme “eine“ Versetzung
vor.“ Sie starrte noch immer fassungslos auf das Hologramm. Sie wollte
protestieren, fand aber die Worte nicht. „Wenn du dich beeilst erwischst du sie
noch“ Jenni marschierte sofort los, wenn sie schon getrennt würden, dann
spielte es jetzt auch keine Rolle mehr. Gerade als sie noch 20 Meter von der
Unterkunft entfernt war verlies ein Soldat das Gebäude, gefolgt von Kiara. Als
sich ihre Blicke trafen blieb Kiara stehen und starrte Jenni an, sie versuchte
ihre Trauer zu verstecken, aber Jenni kannte sie lange genug, um sie zu
durchschauen. Wenn das ihr letzter gemeinsamer Moment auf dem Stützpunkt wäre,
dann würde sie ihn auch nutzen. Sie wollte gerade einen Schritt nach vorne
machen, als sich der Soldat meldete. „Komm schon, du musst noch all deine
Sachen verstauen und dein Bett beziehen.“ Kiara schaute ihn ungläubig an, sie
glaubte nicht, was sie gerade gehört hatte. Auch Jennis verdutzter Blick haftete
auf dem Soldaten. In dem Moment kapierte Jenni was los war „Dieser miese Sack!“
fluchte sie innerlich, der Colonel hatte sie verarscht. Leicht entnervt sah der
Soldat die Asari an und winkte sie hinter sich her, die noch immer fassungslose
Kiara folgte ihm. Jenni drehte sich um, Reeps stand noch ein paar Meter von ihr
entfernt. Als er ihren fragenden Blick sah antwortete er „Jeder braucht eine
Motivation um wieder aufzustehen, wenn er am Boden liegt, jetzt hast du deine.
Und glaub mir, du wirst oft am Boden liegen. Ich habe dir heute einen Gefallen
getan, dafür will ich 100% Leistung und Konzentration beim Training,
verstanden?!“ Sie nickte eifrig „Ja, Sir!“ „Gut“ Sie salutierte und drehte sich
zu der Unterkunft. „Ach und bevor ich es vergesse, wenn es Ärger geben sollte,
erwarte kein Rückendeckung, ich weiß von euch beiden nichts. Das war nur zum
Ausgleich der Gruppengröße.“ Jenni drehte sich erneut zu ihm um und nickte, das
breite Grinsen in ihrem Gesicht konnte sie nicht verbergen.



Als Jenni den Raum betrat, herrschte ein Aufruhr, es wurde getuschelt und alle
Blicke ruhten auf Kiara. Sie war neu in dieser Gruppe, und dass sie von einem
Soldaten hergebracht wurde machte es noch interessanter. Jenni hatte
absichtlich noch ein paar Minuten gewartet, bevor sie hineingegangen war, sie
wollte es ja nicht allzu offensichtlich machen. Der Soldat verharrte einen
Moment neben Kiara und verließ dann das Gebäude. Kiara setzte sich auf ihr Bett
und blickte in die Runde, sie wurde von allen fragend angesehen, wusste aber
nicht was sie sagen sollte. „Bist du nicht Kiara?“ „Doch, hallo für alle die
mich nicht kennen.“ Sie winkte dabei Selak zu, er hatte gefragt, da er einer
Derjenigen war, die nicht mit ihr im Training gewesen war und sie von daher  nicht kannte. Als sie Jenni erkannte, begann
sie verlegen zu lächeln. „Und wieso bist du hierher versetzt worden?“ „Wenn ich
das wüsste“ sie zuckte mit den Schultern. „Wahrscheinlich zum Ausgleich der
Gruppengrößen“ erwiderte Jenni, sie war mittlerweile näher an Kiara herangetreten.
Diejenigen die Kiara noch nicht kannten, stellten sich kurz vor. Als Jenni zu
Shalera rüber sah, grinste diese sie an und schüttelte langsam und leicht den
Kopf. Da die Allgemeine Aufmerksamkeit immer noch bei Kiara lag, konnte sie
ungestört zu Shalera hingehen. „Ich weiß nicht wie du es geschafft hast, dass
der Colonel gerade sie hierher versetzt hat, und ich bin mir auch nicht sicher
ob ich es wissen will.“ „Ich kann es dir nicht sagen, ich weiß es selber
nicht.“ Nach kurzer Zeit kehrte wieder Ordnung ein, die neue Rekrutin wurde gut
aufgenommen, sie war ja auch nicht allen komplett fremd. Kaum war der normale
Rhythmus wieder eingekehrt, gingen bereits die ersten in die Kantine, um zu
essen, die körperliche Anstrengung des vergangenen Tages, hatte den Appetit
angeregt. Es dauerte nicht lange und Jenni war mit Kiara alleine. Unmittelbar
nach dem Joshua als letzter den Raum verlassen hatte, trat Jenni zu Kiara „Ich
kann dir das alles erklären.“ Sie setzte sich neben die Asari, die sie mit
fragendem Blick ansah. „Es war nicht deine Schuld, dass der Colonel dich zu
sich gerufen hatte, sondern meine. Ich habe ein Versetzungsgesuch beantragt,
mit dem Vorwand die Gruppen auszugleichen, ich wollte dich in meine Gruppe
holen. „Was? Wieso? Du hättest auffliegen können, dann hätten sie dich
rausgeworfen!“ Kiara sah Jenni besorgt und verwirrt an. „Das bin ich auch….
also aufgeflogen, Reeston wusste es bereits, er sagte, dass sie uns im Auge
beheilten, damit solche Informationen immer zu ihm weitergeleitet würden.“
„Wann wolltest du mir denn von dem ganzen erzählen? Ich hätte beinahe
losgeheult, als der Typ mich abgeholt hat “Komm mal mit, du musst deine Sachen
packen, Anweisung vom Colonel“, ich dachte schon das wars.“ „Es tut mir
unendlich leid, ich dachte nur, dass ich dich weniger in Schwierigkeiten
bringen würde, wenn du nichts davon weißt. Ich hätte es dir sagen sollen.“ „Und
was hättest du gemacht, wenn ich nicht hierher gewollt hätte?“ Jenni sah sie
mit offenem Mund an. „Ich habe mir solche Sorgen gemacht, ich dachte ich hätte
dich verloren, und es sei meine Schuld.“ Kiara fasste sie bei der Hand, Jenni
lächelte sie verlegen an, sie wollte ihre Liebste küssen, wusste aber nicht, ob
sie das auch wollte. Jenni bewegte sich langsam auf Kiara zu. Die Asari bemerkte
sofort was Jenni vorhatte, im nächsten Moment lag Jenni auf dem Rücken, Kiara
auf allen Vieren über ihr. Sie sahen sich tief in die Augen, für einen Moment
schien alles um sie herum unwichtig zu sein. Ihre Lippen berührten sich sanft,
all die Anspannung und die Sorgen verflogen. Jenni legte ihre Hände an Kiaras
Hüften und streichelte sie sanft. Nachdem sie den langen sinnlichen Kuss
beendeten, lächelte Jenni Kiara an „Du machst es mir aber schwer, mich nicht
von dir ablenken zu lassen.“ „Das war nur ein kleines Dankeschön dafür, dass du
mich zu dir geholt hast.“ Jenni rollte sich auf Kiara drauf „Dann sollte ich
mich mal dafür bedanken, dass du das ganze hier für mich durchmachst und zu mir
hältst.“ Sie küsste Kiara noch einmal, doch diesmal war es ein wesentlich
intensiverer Kuss, Kiara zog sie an sich während ihre Zungen sich umspielten.
Nach einigen Sekunden löste sich Jenni von ihr und küsste sie auf den Hals.
„Mmh, Jenni, das ist nicht der Richtige Moment, oder willst du schon am ersten
Abend, an dem ich hier bin, rausfliegen?“ Jenni richtete sich auf und grinste
Kiara an „Du hast recht, die heutige Nacht ist lang… kommst du zu mir oder soll
ich zu dir kommen?“ Kiara richtete sich auf und schaute ihre frech grinsende
Freundin an, „beherrsch dich, das würde böse enden.“ Sie standen auf „Und zudem
warst du das letzte Mal, als wir ungestört waren, nicht gerade zurückhaltend….“
„Erinnere mich jetzt nicht daran, sonst verpassen wir das Abendessen“



Es war Abend, die Ausbildung war vorüber, sie hatten den ganzen Tag ihre
Nahkampftechniken trainiert und Neue gelernt. Jenni war gerade dabei sich die
Beine etwas zu vertreten, sie hatten den ganzen Tag gestanden, da tat etwas
Bewegung ganz gut. „Lasst mich in Ruhe, ich melde das dem Colonel, wenn ihr
nicht sofort abhaut!“ Die Stimme drang aus dem Gebäude neben Jenni, die Tür am
Grunde einer Rampe, die in den Keller führte, stand einen Spalt offen. Jenni
ging auf die Quelle des Rufes zu, irgendetwas stimmte da nicht. Die Stimme, die
einer Frau gehörte, hatte verängstigt geklungen. Sie stellte sich an die Wand
und spähte durch den dünnen Spalt der Schiebetür hinein. Drinnen brannte Licht,
es war jedoch niemand zu sehen, der Gang der hinter der Tür lag bog nach links
ab. „Lass deine Pfoten von mir, sonst schreie ich!“ „Nur nicht so störrisch
Püppchen, es hört dich eh keiner.“ Jennis Augen weiteten sich, sie musste etwas
tun. Den Colonel zu holen dauerte zu lange da sie nicht wusste wo er war,
jemand anderes, der ihr helfen könnte sah sie nicht. „Mist“ fluchte sie leise
und schob die Tür vorsichtig auf. Kaum war der Spalt groß genug, zwängte sie
sich durch. Sie presste sich an die Wand und schaute, ob sie etwas in dem
Spiegelbild des Bilderrahmen, der gegenüber an der Wand hing, etwas erkennen
konnte. „Komm schon kleine, wehr dich nicht, dann müssen wir dir auch nicht
wehtun. Los halt sie fest!“ Jenni erkannte 3 Männer, die um eine Rekrutin herum
standen, das Spiegelbild war zu schwach um genaueres zu erkennen. „Nah dann
sehen wir doch mal, wo genau die “Azure“ liegt.“ Jennis Augen weiteten sich,
sie wusste das es nicht Kiara war, die grade in Not war aber trotzdem blitzte
das Bild vor ihr auf, bei dem ihre Freundin in dieser Situation war. Das
reichte, mit schnellen Schritten trat Jenni um die Ecke und überwand die kurze
Distanz zwischen ihr und den Männern innerhalb weniger Augenblicke. Sie stieß
den Soldaten, der gerade versuchte das Oberteil der zappelnden Asari zu öffnen,
zu Boden. Zwei weitere Soldaten hielten die Asari an den Armen fest. Jenni
packte den, der ihr näher war und warf ihn zu Boden. Die Asari reagierte
sofort, sie riss sich vom Griff des erstaunten Soldaten los und trat diesen
dahin, wo es richtig wehtat. Stöhnend ging der Soldat auf die Knie, während
sich seine beiden am Boden liegenden Kollegen wieder aufrichteten. „Los schnell
hau ab!“ Jenni lief der Asari nach, sie war einen Moment stehen geblieben, um
auf Nummer sicher zu gehen dass sie nicht verfolgt werden. Als sie um die Ecke
rannte, sah sie gerade noch wie die Asari draußen verschwand bevor jemand die
Tür zu schob. Einer der Männer musste draußen gewesen sein und sie jetzt
eingesperrt haben. Jenni drehte sich um, die anderen Soldaten waren ihr gefolgt
und traten nun langsam auf sie zu. „Da war nicht schlau von dir, jetzt bekommst
du Ärger!“ Jenni ballte die Fäuste und stellte sich mit einem Ausfallschritt
bereit, wie sie es im Nahkampftraining gelernt hatten. Die Angreifer verteilten
sich und versuchten sie einzukreisen, was in dem relativ schmalen Gang aber
fast unmöglich war. Mit einem Ruck formte sich ein blauer Schleier aus
Biotischer Energie um sie herum. Die Angreifer wichen einen Schritt zurück und
blickten ihren Anführer an, welcher unbehelligt weiter ging. „Was willst du
tun? Uns alle umbringen? Dann kommst du für immer in eine Einzelzelle ohne
Fenster…. oder du wirst gleich Exekutiert.“ „Nein, aber ich werde mich
verteidigen“ Der Soldat lachte, „verteidigen? Hier stehen 3 Soldaten, die von
einer durchgedrehten Rekrutin angegriffen wurden, was denkst du, wem sie
glauben werden?“ Erst jetzt wurde Jenni das ganze Ausmaß der Situation bewusst.
Der erste der Soldaten sprang nach vorne und wollte sie packen. Geschickt wich
sie ihm aus und stieß ihn zur Seite, sodass er zu Boden fiel. Jetzt ging alles
ganz schnell, die beiden anderen stürmten nun ebenfalls auf sie zu. Jenni
konnte den Zweiten Angreifer gerade noch abwehren, als ein stechender Schmerz
durch ihren Körper schoss, ihre Muskeln verkrampften sich. Jemand hatte ihr
einen Elektroschock verpasst. Sie konnte sich einen Moment nicht bewegen, das
reichte den Angreifern um sie zu packen. Zwei der Männer hielten sie fest wie
zuvor die Asari, der dritte trat vor sie „So, wollen wir die jetzt auch
auspacken?“ „Nein“ Der Soldat zu ihrer Rechten zeigte dem, der vor ihr stand
,an, seine Position zu übernehmen. „Nein, die hier wird anders bedient.“ Er
schlug sie in den Magen, Jenni lehnte sich nach vorne und atmete stoßartig aus.
Trotz Barriere schmerzte der Schlag immer noch. „Na hältst du es immer noch für
eine gute Idee, uns anzugreifen.“



Ivana atmete entsetzt ein und legte ihre Hände vor ihren Mund, „Mein Gott was
ist passiert?“ Jenni humpelte schweigend zu ihrem Bett, ihr linkes Auge war
zugeschwollen und ihr Ganzer Körper schmerzte. Sie setzte sich auf ihr Bett,
stützt ihre Ellenbogen auf ihre Knie und vergrub ihr Gesicht in ihren Händen.
Sofort gingen die anderen Rekruten zu ihr hin, allen voran Kiara. Sie setzte
sich neben Jenni und legte ihren Arm um sie „Hei Jenni, was ist passiert?“ ihre
Stimme war sanft und tröstend. Es dauerte eine Weile bis Jenni antwortete „Es
ist alles in Ordnung.“ „Nein ist es nicht, wer hat dir das angetan?“ „Wurdest
du….“ Kiara warf Joshua, der gerade fragen wollte, einen finsteren und
drohenden Blick zu. Sie signalisierte den anderen mit einer Handbewegung, den Raum
zu verlassen. Shalera nickte und führte die anderen nach draußen. Kiara kniete
sich nun vor ihrer Freundin hin und legte ihre Hände an deren Kopf. Langsam hob
sie Jennis Gesicht. Ihr Mund blieb offen stehen, als sie das zugeschwollene
Auge sah, Tränen rannen über Jennis Wangen. Kiara hatte sie noch nie so
gesehen, normalerweise hatte Jenni sich nie viel anmerken lassen, wenn es ihr
schlecht ging. Die Asari setzte sich neben sie auf die Bettkante und nahm sie
erneut in den Arm. „Sie waren zu dritt und wollten eine Rekrutin vergewaltigen,
ich wollte ihr helfen….“ Begann Jenni schließlich leise. „Sie haben mich
eingeschlossen und mich dann angegriffen“ „Wer?“ „Drei Soldaten…. Ich konnte
bloß erkennen, dass ihr Anführer Walker hieß, die aufgenähten Namen der anderen
konnte ich nicht lesen.“ Kiara schaute Jenni mit schmerzvollem Blick an, es tat
ihr weh ihre Freundin so zu sehen. „Wieso hast du denn nicht gekämpft?“ „Ich
habe mich verteidigt, aber sie waren zu dritt und der eine hatte einen
Elektroschocker“ „Aber deine Biotik….“ „Was hätte ich den machen sollen? Wen
ich sie umgebracht hätte, säße ich jetzt im Gefängnis! Mir hätte keiner
geglaubt, die Stimmen dreier Soldaten zählen mehr, als die Stimme einer
Rekrutin!“ „Schon gut, es ist ja vorbei“ sie streichelte Jenni durch die Haare.
„Sie haben mich getreten als ich am Boden lag, wenn nicht einer von ihnen
gekommen wäre und sie gewarnt hätte das jemand kommt…. Ich weiß nicht, ob ich
dann jetzt noch hier wäre.“ Jenni hatte sich noch nie so hilflos gefühlt. Sie legte
ihr Gesicht auf Kiaras Schulter, wenigstens war sie da, Jemand dem sie alles
erzählen konnte und der sie einfach festhielt.

„Du solltest zum Lazarett gehen, wegen deinem Auge“ Kiara hatte sich nach
einigen Minuten der Stille schließlich wieder gemeldet. „Und was soll ich da
sagen?“ „Sag ihnen du hättest mit uns noch einmal die Nahkampfübungen trainiert
und dabei einen Schlag abbekommen.“ Jenni sah sie an und nickte leicht, ok.“
Sie hatte sich mittlerweile beruhigt und ging jetzt wieder sicherer rüber ins
Lazarett. Kiara trat kurz nach ihr aus dem Gebäude, sie würde den anderen
Rekruten die Kurzfassung erzählen damit sie nicht alle Jenni löchern würden. Es
schien dieser nämlich unangenehm zu sein, darüber zu reden.





Als Jenni die Unterkunft zum zweiten Mal betrat war die Reaktion der anderen
Rekruten die gleiche wie beim ersten Mal. Alle starrten sie an, diesmal jedoch
nicht wegen ihrem Zustand sondern wegen dem Verband über ihrem Auge. „Arrr
Captain!“ Joshua salutierte locker zu diesen Worten, den Witz verstanden nur
die Menschlichen Rekruten. Jenni hatte sich auch gedacht, dass sie wie ein
Pirat aussah, doch sie musste den Verband tragen, damit das Medigel darunter
optimal wirken konnte und kein Schmutz in ihr geschwollenes Auge geriet. „Das
ist nicht halb so lustig, wie du denkst.“ Sie musste trotzdem grinsen, als sie
seine Grimasse sah, er meinte es ja schließlich nur gut und wollte sie
ablenken. „Also wie siehts mit dem Training morgen bei dir aus?“ „Na genau wie
bei euch, solange ich noch halbwegs am Leben bin, muss ich genau so wie zuvor
weiter trainieren.“ Jenni legte sich auf ihr Bett und entspannte sich, seit
Stunden war sie auf den Beinen. Zumindest Bildlich gesprochen, zwischendurch
hatte sie mal am Boden gelegen, doch da hatte sie andere Probleme gehabt, als
sich zu entspannen. Sie starrte zur Decke und versuchte das geschehene zu
verarbeiten. Plötzlich senkte sich die Matratze neben ihr ab, Kiara hatte sich
neben sie gesetzt. „Wie schlimm ist es denn? Was hat der Sanitäter gemeint?“
Jenni lächelte ihre Freundin an „Er meinte, wenn das alles vom Training sein
dann hätten wir`s uns aber richtig gegeben.“ Kiara sah sie besorgt an „Darf
ich?“ sie deutete auf Jennis T-Shirt. Jenni sah sich um, die Anderen waren
größtenteils mit sich selbst oder den anderen Rekruten beschäftigt. Sie nickte
leicht und richtete sich auf. Kiara half ihr das T-shirt auszuziehen und
schaute sich Jennis geschundenen Körper an. Es war nicht viel zu sehen, an
einigen Stellen waren schon leichte dunkle Verfärbungen zu erkennen , dort
würde sie morgen blaue Flecken haben. Kiara schaute Jenni an und ließ dann
vorsichtig ihre Finger über sie wandern, jedes Mal, wenn sie zusammenzuckte
wusste Kiara, dass sie wieder einen weiteren Punkt gefunden hatte. Sie hatte
etwas Medigel, das der Sanitäter Jenni mitgegeben hatte und verteilte es
vorsichtig auf den zuvor gefundenen verletzten Punkten. Das schmerzlindernde
Gel zog schnell ein, sie konnte sich bereits nach kurzem einwirken wieder
hinlegen. Jenni streichelte mit ihrem Daumen sanft über Kiaras Handrücken.
Diese schaute sie an, ihr Blick war voller unterdrückter Emotionen, die sie für
Jenni empfand. Nach einem kurzen Blick zur Absicherung, dass ihnen niemand
zusah, küsste sie Jenni auf die Stirn, bevor sie zu ihrem eigenen Bett ging.





„Heute findet der letzte Trainingsblock statt, dieser ist extrem gefährlich
also konzentriert euch!“ Er griff in die Kiste die neben ihm stand und holte
einen kleinen Metallzylinder heraus. Das hier ist eine M110 Granate, das ist
die Standard Handgranate, die in der Allianz verwendet wird, sie ist 320 Gramm
schwer und ist mit diversen Ladungen modifizierbar. Sie sind zum Beispiel mit
einem Splittermantel oder Termit Brandladungen Upgradebar und verfügen
standardmäßig über die Sprengkraft von 2 Kilo TNT. „Hier fang!“ er warf die
Granate einem der Rekruten zu, dieser erschrak schrecklich und fing die Granate
hektisch auf. Mit einem entsetzten Blick starrten alle auf den kleinen
Metallzylinder. „Macht euch nicht ins Hemd, das sind nur Übungskörper, die
Explodieren nicht, da ist kein Sprengstoff drin.“ Er hielt die Kiste in die
Mitte der Gruppe „nehmt euch alle eine heraus, bevor ich euch an die Scharfen
ran lasse ,üben wir das Ganze erst mal. Also, wie ihr vielleicht schon wisst….
Nein machen wir das anders, wer kann mir sagen wie diese Granaten
funktionieren?“ Einige der Rekruten hoben die Hände, Jenni wusste ungefähr wie,
hob die Hand aber nur halbwegs hoch. Der Colonel nickte einem fer Rekruten zu
„Erst den Splint ziehen damit die Abdeckklappe wegfliegt und dann den Knopf
drücken, sobald man ihn loslässt ist die Granate scharf und kann nicht mehr
entschärft werden, das Pfeifen signalisiert mir, dass sie gleich hochgeht und
ich das Ding besser loswerde.“ „Sehr gut, und wie lange hast du dazu Zeit?“
„Ich weiß nicht genau, ich glaube 4 oder 5 Sekunden….“ „Und schon bist du Tot!
Es sind 4 Sekunden, das heißt nach 3 Sekunden muss das Ding weg sein. Abzählen
würde ich euch nicht empfehlen, das hat schon mehr leben in den eigenen Reihen
gekostet, als in den feindlichen. Auf das Pfeifen könnt ihr euch auch nicht
verlassen, da euch die Referenz fehlt. Ein Freund von mir, er hätte schwören
können, dass er noch eine Sekunde mehr gehabt hätte, die Granate war da anderer
Meinung….. Booom.“ „Ist er…?“ „Nein, er hat nur seinen Arm, sein rechtes Auge,
seinen Unterschenkel und sein Gehör verloren, war nur ne Übungsgranate
gewesen.“ Das Grinsen des Colonels wirkte ein wenig gestört. Sie übten die
nächsten 3 Stunden die Sicherheitsregeln und das korrekte Werfen der Granaten.
Erst nach dem Mittagessen gingen sie zum Sprenggelände. Der “Bunker“, wie ihn
die Soldaten nannten, war ein hüfthoher Graben, mit einer kleinen Mauer an der
Kante. Ein etwa 3 auf 3 Meter großer “Raum“der Hinten und auf beiden Seiten von
2 Meter hohen Mauern umgeben war, diente als Wurfstelle. Die Mauern dienten als
Schutz, damit Granaten, die dem Werfer ausrutschten, nicht in die falsche
Richtung flogen. Die anderen warteten in einem tieferen Graben, neben dem Raum.
Reeston trat mit einer Kiste zu ihnen und öffnete sie. Das Schloss klickte, als
er die Zahlenkombination eingetippt hatte. Mit einem leisen zischen öffnete
sich der Deckel. Darin waren mindesten 30 Granaten aufgereiht. „Ok, ihr duckt
euch jetzt alle, keiner blickt über die Mauer…. Und das ist der Grund“ Er
zeigte auf ein fingerbreites Loch in der Mauer. „Das war ein Stein, der von der
Granate weggeschleudert wurde…. Ich glaube ich muss euch nicht erklären was
passiert, wenn euch so ein Geschoss trifft. Ihr bleibt genau hier,
verstanden?!“ Er drehte sich wieder zu der Kiste und nahm eine Granate heraus.
Mit einer schnellen Handbewegung knallte er den Deckel zu und trat in den Raum
nebenan. „Achtung Granate, Platz 2…. Granate!!“
Er rief die Worte so laut, dass ein Echo zu hören war. Jenni hörte gerade noch,
wie das leise pfeifen der Granate sich rasend schnell von ihnen entfernte. Nach
einer Sekunde der Stille, donnerte ein Ohrenbetäubender Knall über sie hinweg,
alle Rekruten zuckten zusammen. Trotz dem Schalldämpfenden Helm, den sie
trugen, war der Lärm noch so laut, dass sie alle zusammenfuhren. Der Colonel
trat aus dem Raum heraus und sah die Rekruten an, welche ihn mit großen Augen
anstarrten. „Also, jetzt wisst ihr, wie sich das Ganze anhört…. Und die war
weit weg. Wenn jetzt irgendjemand das Gefühl hat, das nicht zu schaffen oder es
jemandem zu viel ist, dann soll er oder sie das jetzt sagen, das ist keine
Schande! Es dient zu eurer Sicherheit, seht ihr euch alle im Stande, diese
Aufgabe genau nach den Vorschriften zu bewältigen?“ Alle nickten. „Ok, dann
stellt euch in einer Reihe auf, du kannst gerade anfangen“ Er winkte einen der
Turianer zu sich und nahm eine Granate aus der Kiste, er zögerte einen Moment
„Ich sage es noch einmal, das sind keine Übungsgranaten, auch ohne
Splittermantel liegt der tödliche Schadensradius bei 5 Metern, wenn sie euch
runter fällt, auch wenn ihr euch sicher seit, dass sie noch nicht scharf ist,
hebt ihr sie nicht auf, sondern rennt sofort aus dem Raum hier um die Ecke!“ Er
gab dem Turianer die Granate und begleitete ihn zum Eingang, blieb dann aber
draußen. „Granate Platz 3….Granate!“ die Stimme des Turianers klang sicher und
ernst, es war keine Spur Nervosität darin zu erkennen. Nach einem kurzen
Augenblick war ein weiterer Knall zu hören. Rekrut um Rekrut wurde aufgerufen und
warf seine Granate, Jenni blickte kurz zurück, als sie ganz vorne angekommen
war, etwa 15 Rekruten standen noch hinter ihr. Kiara war etwa 6 Plätze hinter
ihr. Sie nahm ihre Granate entgegen, ging in den Raum und warf die Granate mit
voller Wucht in Richtung des Feldes. Instinktiv duckte sie sich und lehnte sich
gegen die Wand des Grabens. Wieder war ein lauter Knall zu hören. Sie trat aus
dem Raum heraus und stellte sich zu den Anderen Rekruten, die bereits geworfen
hatten. Nach der Ersten Runde holte Reeston eine neue Kiste mit Granaten. Die
kurze Pause nutzten die Rekruten, um eifrig ihre Erlebnisse auszutauschen.
„Warst du denn nicht nervös Marosch?“ Die Frage galt dem Turianer, der als
erstes geworfen hatte. „Nein, bei sowas ist kein Platz für Nervosität, du musst
dich voll konzentrieren, ansonsten bringst du dich oder einen deiner Freunde in
Gefahr.“ Der Colonel trat wieder zu ihnen. „Diesmal werdet ihr versuchen, das
markierte Ziel zu treffen, verstanden?!“ „Ja Sir“ Marosch stand direkt vor
Jenni, die andern hatte sie vor geschickt. Marosch trat in den Raum, nachdem er
die Granate in Empfang genommen hatte. Eine der Asari hinter Jenni lehnte sich
an ihr vorbei, um zu sehen wie er die Granate warf. Marosch zog den Splint aus
der Granate, die Schutzkappe sprang weg. Er spannte den Arm an, einen 45°
Winkel angepeilt, drückte er den Knopf des Sprengkörpers und löste sich in
einer Wolke aus Fleischfetzen, Eingeweiden und Blut auf. Die Granate war sofort
Detoniert, als er den Knopf drückte und zerfetzte ihn. Die sich schlagartig
ausdehnenden Gase der Explosion, rissen das Fleisch von den Knochen des
Turianers, bevor sie diese in 1000 Splitter zerbersten ließen. Da die Granate
zu diesem Zeitpunkt tiefer gelegen war, als Maroschs Oberkörper, wurden Teile
der Gedärme und der inneren Organe, sowie ein Großteil der Hirnmasse, wie eine
Fontäne nach oben geschleudert. Der Rest seines Körper war als Fleischbrocken
und Blut gegen die Wände geklatscht oder nach vorne auf das Feld verteilt
worden. Die Rekruten draußen warfen sich sofort auf den Boden, die Schockwelle
war, als hätte ihnen Jemand auf die Brust geklopft. Jenni sah ungewollt nach
oben, als sie dort Bewegung sah, ein blauer Nebel aus feinen Bluttröpfchen
rieselte auf sie nieder. Die Asari, die sich an Jenni vorbeigelehnt hatte,
stand immer noch wie versteinert da, langsam drehte sie sich zitternd nach
oben. Sie hatte direkt gesehen, wie Marosch gestorben war. Ihr Mund stand vor
Schreck offen, in Kombination mit dem leichten Niederschlag, der auf sie
herabfiel... eine ganz schlechte Kombination. Jenni hielt sich sofort die Hand
vor den Mund, damit sie nichts von dem, was da herabfiel abbekam. Kiara wendete
sich mit schmerzvollem Blick, von dem grässlichen Anblick ab und legte die Hand
vor ihr Gesicht. Die Asari, die neben Jenni, stand realisierte erst jetzt, was
da auf sie herabfiel und ihr in den offenen Mund gefallen war, sie drehte sich
um und begann zu würgen. Sie übergab sich, hustete und spuckte. Der Colonel der
neben dem Eingang in den Raum stand schaute durch die Öffnung in den Raum,
drehte sich sofort davon weg und rannte zu den Rekruten. „Ihr werdet jetzt
sofort zurück zum Stützpunkt laufen, ihr werdet euch nicht umdrehen und keine
Fragen stellen, dort wird euch jemand erwarten. Keiner von euch hält an, bis
ihr nicht da seid, VERSTANDEN!?“ Er packte die Asari, die noch immer am husten
war an der Schulter und schüttelte sie „Verstanden?!“ sie nickte eifrig „Dann
Los!“ sofort begannen die  Rekruten  loszulaufen, wer nicht selbständig lief wurde
von seinen Kameraden hinterhergezerrt.



 

Als die Gruppe
Rekruten ein paar Minuten später am Stützpunkt ankam, wartete bereits eine
Gruppe Soldaten auf sie. Diese halfen ihnen eilig aus den blutverschmierten
Rüstungen und brachten diese weg. Sie wurden zur Kantine gebracht und bekamen
dort etwas zu trinken, Hunger hatte im Moment niemand von ihnen. Jenni setzte
sich schweigend an einen der Tische und starrte auf die Hölzerne Tischplatte,
Marosch war gerade gestorben. Sie hatte ihn nur flüchtig gekannt, aber es war
trotzdem hart. Jemand legte ihr die Hand auf die Schulter und setzte sich neben
sie. Kiara war auch noch immer schockiert. Nach einer ganzen Weile brach Jenni
schließlich die Stille „Er war direkt vor mir dran gewesen…. Wäre ich nur eine
Position weiter vorne gewesen, dann wäre ich jetzt….“ Kiara sah sie schockiert
an und drückte sie fest an sich „Bitte sag so etwas nicht!“ „Ich hatte einfach
nur Glück…. oder er hatte Pech…“ Kiara legte ihre Hand vorsichtig an Jennis
Wange und drehte den Kopf ihrer Freundin zu sich „Du lebst noch, und das ist
alles was zählt, ich will gar nicht daran denken, dass ich dich fast verloren
hätte.“ Kiara legte ihren Kopf auf Jennis Schulter und atmete tief durch, sie
war einfach nur froh, dass Jenni noch da war. Jetzt wo sie es erwähnt hatte,
stellte Kiara sich vor, wie es gewesen wäre wen Jenni bei dem Unfall gestorben
wäre und wie sie reagiert hätte. Alleine die Vorstellung daran ließ sie
erschaudern. Nach einer Weile gedämpfter Gespräche und allgemeiner
Fassungslosigkeit, trat der Colonel wieder vor sie. Er trug seine Uniform, die
Rüstung hatte er ebenfalls ausgezogen. „Rekruten, wir wurden gerade Zeugen
eines schrecklichen Unfalles. Ein defekt des Zündmechanismus hatte die
verfrühte Explosion ausgelöst. Unsere Psychologen werden ein Gutachten von
allen Betroffenen erstellen, daher wird das Training für den Rest des heutigen
und den kompletten morgigen Tag eingestellt. Falls sich jemand nicht mehr im
Stande fühlt, das Training fortzusetzen, kann er sich bei mir melden. Ich bin
mir aber sicher, dass Marosch gewollt hätte, das ihr weiter macht, sein ableben
wäre sonst noch sinnloser gewesen. Ihr werdet nun der Reihe nach aufgeboten, um
euch zum Gutachten zu melden. Folgt dazu einfach dem Soldaten, der euch abholen
wird.“ Reeston wirkte ebenfalls geknickt, der Verlust eines Rekruten unter
seinem Kommando war hart, auch wenn es nicht seine Schuld war, schien er sich
Vorwürfe zu machen. Und das er es der Familie von Marosch berichten musste, machte
es nicht besser.





Den Rest des Tages verbrachten die Rekruten schweigsam in den Unterkünften, es
wurde kaum gesprochen. Erst am nächsten Morgen kehrt wieder einigermaßen Leben
ein. Jenni hatte, wie zu erwarten, schlecht geschlafen. Die Stimmung am Morgen
war immer noch stark bedrückt. Es war Joshua, der als erstes versuchte die
Situation etwas zu lockern. Er versuchte so locker und fröhlich zu wirken, wie
möglich. Als er am Morgen unter die Dusche ging, konnten die anderen ihn
pfeifen hören. Deni ließ sich als erster von ihm anstecken, auch er richtete
sich auf und ging in Richtung  Dusche
„Leute, lasst die Köpfe nicht hängen, das macht die Situation auch nicht
besser“ meinte er vorsichtig. Ivana sah ihn fassungslos an „Was? Hast du schon
vergessen was gestern passiert ist? Marosch ist Tot, soll ich jetzt etwa
fröhlich sein!?“ Sie war ziemlich aufgebraust, sie hatte Marosch besser gekannt
als Deni. „Nein, aber er hätte sicher nicht gewollt, dass wir jetzt nur noch
hier herumsitzen und hier verschimmeln. Wir sollten die freie Zeit, die uns
bleibt, lieber nutzen. Wann hast du deinen Eltern zum letzten mal angerufen?
Jetzt hättest du Zeit dafür.“ Ivana sah Deni immer noch an, ihr Blick
veränderte sich, sie bemerkte, dass Deni es bloß gut gemeint hatte. „Hei, tut
mir leid Deni, ich bin nur grad n bisschen fertig mit den Nerven.“ Er nickte
ihr zu „kein Problem, ist verständlich.“ Er ging auch unter die Dusche, langsam
kamen auch die anderen Rekruten wieder in Gang. Nachdem sie gefrühstückt
hatten, gingen alle eigenen Beschäftigungen nach, manche gingen in die Kantine,
um mit ihren Freunden zu sprechen, andere legten sich draußen an die Sonne die
an diesem Vormittag herrlich schien. Jenni und Kiara lagen an dem Hang neben
dem Stützpunkt nebeneinander im Gras und schauten die Wolken an, die sich
langsam über den strahlend blauen Himmel schoben. Einige Vögel zwitscherten und
das Zirpen der Grillen war zu hören, alles schien so idyllisch zu sein. Die
geradezu perfekte Ruhe, welche sie normalerweise genossen hätten, wenn sie nahe
beieinander waren, schien sie jetzt zu erdrücken. Jenni drehte sich zu Kiara ,
diese sah immer noch zum Himmel. Jenni konnte sich nicht erinnern, wann sie
ihre Freundin das letzte mal richtig angesehen hatte. Kiara war für sie zu
etwas selbstverständlichem geworden, der Zwischenfall heute hatte ihr gezeigt,
wie schnell sie alles verlieren könnte und wie dankbar sie für alles sein
musste. Kiara lächelte und drehte sich zu Jenni, ihre Nähe half all das zu
vergessen, was gestern geschehen war. Kiaras smaragdgrüne Augen fixierten
Jennis. Die Zeit schien langsamer zu vergehen. Alle Gedanken in Jennis Kopf
verblassten, sie legte ihre Hand auf Kiaras Arm und streichelte langsam über
deren glatte, sanfte Haut. Kiara schob sich näher an Jenni heran und fuhr mit
der Hand erst über ihre Wange und dann behutsam durch ihre Haare. Genau diese
Momente der Zärtlichkeit, welche für Jenni normal und selbstverständlich
geworden waren, waren es nun die ihre am meisten bedeuteten. Sich einfach
fallen lassen zu können und aufgefangen zu werden. Jenni bewegte sich langsam
auf Kiara zu, welche sie mit einem Lächeln und strahlenden Augen ansah. „Ich
liebe dich“ flüsterte sie leise, als ob sie befürchtete jemand könnte es hören,
obwohl niemand weit und breit zu sehen war. „Ich liebe dich auch, und ich will
dich niemals verlieren.“ Als sie nur noch wenige Zentimeter voneinander
entfernt waren, schloss Jenni ihre Augen. Sie nahm Kiaras Geruch war und sie
konnte ihre Wärme schon spüren, bevor sie sich berührten. Es war wie ein
Stromstoß, der sie durchfuhr, als sich ihre Lippen berührten und alles um sie
herum verschwimmen und verblassen ließ. Jenni schob ihre Hand unter Kiaras
Körper, zog sie an sich und rollte sich zur Seite, sodass die Asari nun direkt
über ihr lag. Aus dem zärtlichen Kuss wurde schnell ein intensives Gemenge. Die
beiden wälzten sich im Gras, während ihre Zungen sich wild umspielten.
Schließlich kam Kiara auf dem Rücken zu liegen und lächelte Jenni verschmitzt
an, als sie ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht strich. Sie küssten sich
erneut. „Was ist denn das hier?!“ Die strenge Stimme kam von oben, keine 10
Meter von ihr entfernt. Auch wen Jenni wusste, dass dies vielleicht das Ende
ihrer Allianzkarriere war, war es ihr in diesem Moment egal. Sie war zusammen mit
Kiara und das war alles was sie im Moment wollte. Die beiden Liebenden sahen
den Hügel hinauf. Es war kein Soldat der da stand, sondern Ivana, mit
verschränkten Armen und einer angehobenen Augenbraue. Erleichtert ließ Jenni
den Kopf sinken. Kiara, die auf dem Rücken lag und noch immer zu Ivana hoch sah
bot ihren Hals grade zu an. Jenni küsste sie darauf und ließ dann von ihrer
Freundin ab. „Nahkampftraining, sieht man das nicht“ meinte Jenni als sie
aufstand und Kiara hoch half. „Na ja, von weiter weg sah es so aus, als ob ihr
euch umbringen würdet aber jetzt….“ Antwortete sie mit einem schiefen Grinsen.
„Wie lange hast du uns denn zugesehen?“ Es war Jenni peinlicher das Ivana so
nahe an sie herangekommen war, ohne dass sie es gemerkt hatte, als das sie sie
überhaupt gesehen hatte. „Naja, ich hab euch schon oben am Hang entdeckt, aber
ich hab euch nicht beobachtet. Es wurde eine Bekanntgabe angekündigt, wir
sollen zur Kantine gehen.“ Sie gingen zu dritt den Hang hoch, was durch das
hohe Gras recht anstrengend war. „Woher hast du gewusst wo wir sind?“ „Selak
hat euch in diese Richtung gehen sehen, er sagte mir, dass ihr wohl hier
irgendwo am rumturteln seid.“ Kiara seufzt genervt „Toll, es weiß wohl jeder
Bescheid.“ Ivana grinste „Nein, er schien es mehr als Scherz gemeint zu haben.“
„Du verpfeifst uns doch nicht oder?“ fügte die Asari nervös an. „Doch sicher,
ich melde das sofort….“ Nach einem Moment in dem die Beiden Ivana mit großen
Augen anstarrten, begann diese zu lachen. „Kommt schon Leute, das war ein Witz,
aber eure Gesichter waren unbezahlbar“ prustete sie. „Keine Sorge, ich verrate
euch schon nicht…. Wenn eine von euch meinetwegen nachhause geschickt wird,
müsste ich sowieso damit rechnen ein Messer in den Rücken zu bekommen.“



Der Raum war ziemlich still, nur wenige Gespräche waren zu hören. Nach einer
Weile trat Colonel Reeston vor sie. Er wirkte noch immer etwas geknickt, der
Zwischenfall schien ihn mehr zu belasten, als die Rekruten. „Rekruten…. Es
freut mich, dass so viele von euch sich entschieden haben weiterzumachen. 2
Rekruten haben das Projekt verlassen, ich mache ihnen deswegen keine Vorwürfe,
denn  so ein Erlebnis kann einen
zerbrechen. Da ihr euch bei dem Gutachten alle als weiterhin Tauglich erwiesen
habt und nicht gegangen seid, nehme ich an, das ihr bereit seit weiterhin zu
trainieren. Trotzdem werden wir das Training mit den Granaten auf nächste Woche
verschieben. Ihr werdet morgen mit der Ersten Feldübung beginnen. Dabei werdet
ihr als 3 Teams voneinander unabhängig agieren. Ziel ist es eine Basis in der
Mitte des Gebiets zu erobern und 20 Minuten zu halten. Dabei gilt jeder gegen
jeden. Da ihr aber Truppenmäßig als einzelne Gruppen unterlegen seid, ist es
jedoch ratsam, bis zu dem Zeitpunkt, wo ihr die Basis Sturmreif habt, zusammenzuarbeiten.
Doch Vorsicht, plötzlich könnten sich eure Verbündeten gegen euch wenden. Ihr
werdet euch morgen um 7 Uhr in Kampfmontur beim Arsenal melden. Ihr werdet
bewaffnet und ausgerüstet und zu den jeweiligen Startpunkten gebracht. Von dem
Moment an, an dem der erste Rekrut dass Shuttle verlässt, läuft die Zeit. Ihr
habt bis um Mitternacht Zeit die Basis zu erobern. Sind noch Fragen?“ Alle
Rekruten sahen ihn an, keiner schien etwas fragen zu wollen. „Also gut, dann
solltet ihr euch jetzt schlafen gehen, morgen wird ein harter Tag.



Wieder in der Unterkunft angekommen unterhielten sich die Rekruten eifrig. „Oh
man jetzt wird es interessant“ sagte Shalera laut, als sie sich auf ihr Bett
setzte. „Was denkt ihr, wen werden die Anderen als Anführer wählen?“ „Gruppe A
wird wahrscheinlich Arsilia wählen, sie ist eine gute Kämpferin, ihre Mutter
hat ihr viel beigebracht.“ Die meisten wussten, dass Arsilias Mutter bei der
Spezialeinheit der Asari gewesen ist. „Und Gruppe C?“ fragte Deni.
„Wahrscheinlich…. Mark, er scheint ein guter Anführer zu sein und er wirkt
autoritär.“ Für einen Moment lang herrschte Ruhe. „Wen wählen wir eigentlich?“
Joshua stellte schließlich die Frage, die allen im Kopf herumgeisterte. „Gute
Frage, meldet sich jemand freiwillig?“ Sofort war Stille eingekehrt. „Ich bin
für Jenni“, meldete sich Ivana schließlich. „Was?“ entgegnete diese. Sie war
nicht darauf vorbereitet gewesen, dass jemand sie als Anführerin wählte. „Ich
glaube nicht, dass das eine gute….“ „Ich bin auch für Jenni“ Kiara sah sie lächelnd
an. Bevor Jenni reagieren konnte meldete sich Shalera. „Stimmen wir ab, wer ist
dafür, das Jenni uns morgen anführt?“ Alle Anwesenden hoben die Hand. „Das ist
eindeutig, was sagst du Jenni, nimmst du an?“ Sie warf ihr einen kalten Blick
zu „Das ist unfair, ihr nötigt mich hier dazu, uns alle ins sichere Verderben
zu lenken.“ „Nein, ich vertraue dir“ Jenni erkannte, dass es Kiara war, die das
sagte. „Genau, wir vertrauen dir, und du hast es geschafft die Bestzeit im
Parcours zu brechen.“ „Ok ok, ich mache es, aber ich bin nicht Schuld wen wir
alle gekillt werden.“ „Doch natürlich, wenn irgendetwas schief geht, bist du
Schuld“ Joshua grinste als er das sagte. Nach ein paar kurzen Gesprächen legte
sich Jenni schließlich hin, um zu schlafen. „Hat man früher den Todgeweihten
nicht noch eine Henkersmahlzeit gegeben?“ bei dem Gedanken schaute sie zu
Kiara, die gerade ihre Hose auszog. „Oder wenigstens was zu naschen“ Es war
wieder einer der Gedanken, die sich ihr aufgedrängt hatten, bei denen sie sich
fragte woher sie kamen. Normalerweise hatte sie sich auch ihre Gedanken zu
Kiara gemacht, aber nie so schmutzige.“ Zumindest würde sie bei den Gedanken an
ihre heutigen Aktivitäten auf der Wiese gut schlafen können.

So ich hoffe es hat euch gefallen und freue mich auf feetback^_^
hoffentlich bis nächste Woche;)


 

Modifié par elitedefender2, 10 octobre 2012 - 05:39 .