Super Awesome Stories: Aftershock, Sense of Smell, Bleeding Memories, Salvation etc.
#301
Posté 06 octobre 2012 - 11:50
#302
Posté 07 octobre 2012 - 11:13
Aber vielleicht kann ich ja diese Geschicht an Bw weiterreichen als Story fur ME4^^
Dan krieg ich vielleicht ne beteiligung^^
Und zudem ist es doch besser wen ichs zu spass mache,sonst würd euch am ende noch jedes Kapitel was kosten
#303
Posté 08 octobre 2012 - 11:53
#304
Posté 08 octobre 2012 - 07:53
Da mir das schreiben Spass macht würd ich auch weiter machen wens keiner lesen würd aber solches feetback motiviert natürlich sich ins zeug zu legen^^
#305
Posté 12 octobre 2012 - 11:26
#306
Posté 12 octobre 2012 - 12:55
Felyrian wrote...
@elite: schöne geschichte! wann gehts weiter?
Vermutlich Sonntag ,aber hab Nachsicht,wenn evtl. 1 Woche nichts kommt,denn schließlich macht er es ja nur aus Spaß
#307
Posté 14 octobre 2012 - 06:17
Na ich hoffe ich kann euch den Tag wenigstens etwas versüssen mit nem neuen Kapitel^^
Ich will jetzt gar nicht mehr all zu viele Worte verlieren darum:
Viel Spass bei Lesen
Kapitel 8
Ein
Wassertropfen rann langsam über das Glas, er blieb für einen Moment stehen
bevor ein zweiter Tropfen ihn mit sich nach unten riss. In drei Gruppen standen
die Rekruten im Regen, es schüttete aus Strömen. Die Sicht reichte kaum 5 Meter
weit, kaum waren sie aufgestanden hatte es zu regnen begonnen. Es drang kaum
Sonnenlicht durch die Schwarzen Wolken, die den Himmel bedeckten. Das divuse
Licht, dass die Scheinwerfer über sie verteilten, ließ das ganze gespenstisch
und unheimlich wirken. Die Rüstungen die Sie Trugen waren Standardrüstungen der
Allianz. Aus ihnen noch unbekannten Gründen mussten sie ihre Atemmasken tragen,
dadurch waren die Rüstungen hermetisch dicht. Das Fehlen jeglicher Geräusche
verstärkte das beklemmende Gefühl noch. Jenni hatte die Audiotransmitter
abgeschaltet, welche die Geräusche der Umwelt innen am Helm wiedergaben.
Dadurch lief die ganze wie ein Stummfilm ab. Bis vor kurzem war Jennis Leben
immer fröhlich, bunt und glücklich gewesen, jetzt schien es ernst kalt und
hart. Die Leute die sie als feiernde, freundliche Kameraden in Erinnerung
hatte, standen nun stramm und regungslos wie echte Soldaten da. Die Rüstungen
machten es unmöglich jegliche Emotionen wahrzunehmen, die andern wirkten wie
Maschinen. Der Anblick erinnerte Jenni an die Szene ihres Lieblingsfilmes, dort
standen auch die Soldaten im Regen vor ihrem Anführer. Nach einer mitreißenden
Rede waren sie alle in die Schlacht gezogen, wo sie als Einheit kämpften und
alle starben. Gerade der letzte Teil hinterließ ein mulmiges Gefühl in ihrem
Bauch. Die Kälte kroch langsam ihren Körper hoch, ein Problem, dass sie für den
Rest des Tages nicht mehr haben würden. Sie hatten sich seit 5 Minuten nicht
bewegt und waren Regungslos dagestanden. Endlich tauchte der Colonel auf. Er
Stand genau wie sie in voller Kampfmontur da. Eilig schaltete Jenni die
Audiotransmitter wieder ein. „Rekruten, die Natur meint es gut mit euch, dieses
Wetter eignet sich perfekt um sich anzuschleichen. Ihr alle kennt die Regeln.
Keine Schüsse aus weniger als 3 Meter Distanz, Scharfschützen… keine Schüsse
ins Gesicht und keine Prügeleien, eure Universalwerkzeuge sind so eingestellt
das sie bei Kontakt mit dem Feind diesen sofort ausscheiden lassen. Sind noch
irgendwelche Fragen?“
Keiner der Rekruten meldete sich. „Dann los!“ Eilig traten die Rekruten in die
Shuttles die sie zum Einsatzort fliegen würden.
Drinnen angekommen zogen sie ihre Helme aus, es war erleichternd die Gesichter
der Kameraden zu sehen. „Also wie sieht unser Plan aus?“ Plötzlich waren alle
Augen auf Jenni gerichtet. „Was? ich?“ „Nun ja als unsere Anführerin liegt es
bei dir unsere Strategie zu bestimmen“ „Hm“ Jenni schaute nachdenklich auf die
Karte des Einsatzgebietes, das Gebiet war 4 Quadratkilometer gross und
Quadratisch. Die zu erstürmende Festung befand sich ziemlich in der Mitte.
„Also, wenn wir am äußeren Rand der Zone landen, müssen wir etwa 1Kilometer
Wald durchqueren, bevor wir zur Basis kommen. Ich wäre dafür diese Strecke so
schnell wie möglich zu durchqueren, damit wir uns Zeit lassen können die Wachen
zu beobachten und sehen können was die anderen Gruppen machen.“ „Denkst du
nicht; dass sie Fallen gelegt haben?“ „Doch, ich bin mir sogar sicher. Aber die
sollten wir umgehen können, haltet einfach die Augen offen.“ „Was machen wir,
wenn wir an die anderen Gruppen geraten?“ „Abstand halten, wir brauchen die
anderen, aber ich will nicht in den Rücken geschossen werden.“ Sie war einen
Blick in die Runde „noch Fragen?“ Selak trat an sie heran „In welcher
Reihenfolge rücken wir vor?“ „Zuerst die Sturmsoldaten, dann die Unterstützer
und zum Schluss die Sniper, wenn es schnell gehen muss und ansonsten 2 Soldaten
1 Sturmsoldat und 1Sniper links und rechts vorrücken und das Gebiet absichern,
bevor der Rest vorrückt.“ Selak nickte, er war, wie 8 Andere auch, Sturmsoldat.
Sie trugen eine Avenger und eine Shuriken. Dazu kamen 3 Unterstützer, die
Sturmgehwehre und Schrotflinten trugen und 2 Scharfschützen mit je einer Mantis
und einer Predator. „Zehn Minuten“ rief der Pilot zu ihnen nach hinten. „Ok,
konzentriert euch, gleich geht’s los, ihr kennt den Plan, Funk auf Kanal 3,
Verschlüsselung 1 3 5…. Test, könnt ihr mich hören?“. „Laut und
deutlich“,erwiderte Joshua etwas nervös. Alle Anwesenden nickten ebenfalls kurz und stellten sich dann schweigend hin.
Jenni atmete tief durch und versuchte ihre Gedanken zu ordnen, sie wurde
langsam nervös. Auch wenn es nur eine Übung war, fühlte sie sich doch unter
Druck gesetzt. Dass Shuttle stoppte ziemlich abrupt, die Türen öffneten sich.
Das Shuttle schwebte dicht am Waldrand einen halben Meter über den Boden.
„Masken auf und los!“ rief Jenni und sprang aus dem Shuttle. Kaum war der
letzte Rekrut aus dem Shuttle gesprungen, startete diese wieder. „Die Übung
beginnt….Jetzt!“ Die Stimme des Colonels war über Funk zu hören. Die Lichter an
ihren Waffen blinkten kurz auf, jetzt waren sie scharf. Es waren zwar nur
Übungswaffen, aber diese funktionierten genauso wie ihre echten Pendants. Die
Kugeln, die sie verschossen, bestanden aus einem harten Kunststoff, der
Aufschlag war etwa mit dem von Gummischrot zu vergleichen. Ohne Rüstungen
hätten solche Treffer ernsthaften Schaden anrichten können, mit waren sie
einfach nur ziemlich schmerzhaft. Mir nach, Joshua, Kiara an meine Flanken…
los!“ Eilig bewegte sich die Gruppe vorwärts, als sie den Wald erreichten,
bewegten sie sich leicht gefächert vorwärts. Durch den Regen war der Boden
aufgeweicht, dadurch konnte man sich fast geräuschlos vorwärts bewegen. Nach
etwas weniger als 400 Meter drosselte Jenni das Tempo „Langsam jetzt, Augen
offen halten, achtet auf Fallen und Feinde.“ Per Funk kamen die Bestätigungen
der Teammitglieder. Per Handzeichen zeigte Jenni den vorher erwähnten
Zweierteams, dass sie Vorrücken und das Gebiet absichern sollen. Selak, der
zusammen mit Shalera vorrückte, war unter einem Tarnnetz verborgen und kaum
auszumachen. Er rückte ein paar Dutzend Meter vor und robbte dort auf einen
Hügel. Nach einer Weile kam eine Funkmeldung „habe Kontakt, eine andere Gruppe
oder zumindest ein Teil davon, etwa 300 Meter südlich von uns. Sie bewegen sich
auf die Basis zu.“ Jenni lehnte sich an einen Baum und spähte in Richtung der
anderen Gruppe. Ohne Zoom war nichts auszumachen, der teils dichte Wald machte
es schwer die Bewegung von Soldaten von den Blättern, die vom Wind umhergeweht
werden , zu unterscheiden. „Befehle?“ „Warten, nicht schiessen, behalte
sie im Auge, wir rücken weiter vor, ich
will die Festung mal begutachten.“ Sie gab einem Teil der Gruppe zu verstehen
in geduckter Haltung vorwärts zu gehen, wen ihr Scharfschütze die Feinde sehen
konnte würde es umgekehrt wohl nicht anders sein. „Ivana wie sieht`s bei dir
aus?“ „Kein Kontakt“ kam die knappe Antwort. „Ok dann rück weiter vor.“ Langsam
näherten sie sich der Mitte des Einsatzgebietes. Als sie noch etwa 300 Meter
von der Lichtung entfernt waren, musste Selak nachrücken, er hatte die andere
Gruppe aus den Augen verloren. Per Fernglas konnte Jenni die Festung erkennen,
sie war wie ein Fort aufgebaut und gut bewacht, draußen vor der hohen Mauer
waren einige Deckungen aufgestellt, zwischen denen einige Soldaten
patrouillierten. Es würde einfach sein, diese per Scharfschützengewehr
auszuschalten, jedoch nahezu unmöglich sein die Basis einzunehmen, wenn sich
die Feinde verschanzen würden. Die Unterstützung der anderen Gruppen war
zwingend notwendig, um die Basis zu stürmen. Ihnen Deckung zu geben war aber
Riskant, da sie durchbrechen könnten und dann gewinnen würden. Sich selbst auf
die Unterstützung der anderen Gruppen zu verlassen war ebenfalls Selbstmord,
wer möchte schon gerne in den Rücken geschossen werden. Wenn sie alle
gleichzeitig vorrücken, würden gäbe es ein Massaker bei und in der Festung,
doch diese Version schien die einzige zu sein, bei der alle mitmachen würden.
Doch dazu war Kommunikation nötig und es war schwierig, mit einem bewaffneten
Feind zu sprechen, der jeden Moment losfeuern könnte. Dabei mit der eigenen
Waffe auf den anderen zu zielen machte es auch nicht gerade besser. „Wir müssen
irgendwie dafür sorgen, dass eine andere Gruppe das Feuer auf sich zieht oder
angreift, damit wir vorrücken können, aber wie?“ Jenni richtete die Frage an
Kiara. Diese zuckte mit den Schultern „reden ist ja wohl keine Option.“ „Ich
sehe keine andere Möglichkeit, suchen wir eine der anderen Gruppen, aber
vorsichtig.“ Sie schlichen zu Deni, der sich hinter einem Baumstamm verschanzt
hatte. „Hei Deni, wir suchen mal die anderen, du, ich und Kiara gehen vorneweg,
der Rest bleibt weiter zurück und hält Ausschau nach Bewegung.
Der Wald war hier nun viel dichter, sie hatten die Lichtung etwa zu einem
Viertel umrundet. Wie Jenni es befohlen hatte, waren Kiara,Deni und Sie mit
etwa 10 Metern Abstand unterwegs. Um die anderen Gruppen zu finden, würden die
beiden Scharfschützen Ihnen von weitem Deckung geben. Doch je weiter sie kamen,
desto dichter wurde der Wald, was den Nutzen der Scharfschützen praktisch auf
null reduzierte. Das Gelände wurde auch langsam steiler, es lagen immer öfter
immer größere Felsen herum. Als sie bei einem großen Felsbrocken ankamen,
sammelten sich die drei kurz. Jenni würde links lang gehen, Kiara rechts und
Deni würde den Felsen in einem weiten Bogen umkreisen. Jenni ging so nahe wie
möglich der Kannte des Felsens nach, jeden Moment mit Feindkontakt rechnend.
Plötzlich war ein Knall zu hören, Jenni zuckte sofort zusammen, er war von
Kiaras Seite des Felsens gekommen. Sie durfte jetzt nicht die Ruhe verlieren.
Mit strammem Tempo schritt sie um den Felsen herum, stehts auf die Umgebung fixiert.
Kiaras Statusleuchte war noch grün, sie war also nicht ausgeschieden. „Jenni,
ich hab hier was das du dir ansehen solltest.“ Der Felsen war größer als
gedacht, jede Sekunde rechnete sie damit unter Beschuss zu geraten, aber sie
durfte nicht überhastet vorgehen. Wenn es sich um einen Feind gehandelt hätte,
dann waren sicher noch mehr davon in der Nähe. Als sie um eine weiter Ecke des
Felsens bog, sah sie endlich Kiara dastehen. Vor ihr lag eine andere Rekrutin,
die die Hände in die Luft gehoben hatte. Als Kiara um eine Ecke des Felsens
getreten war, stand sie auf einmal vor einer anderen Rekrutin. Es hatte einen
Moment gedauert, bis sie reagieren konnte, diese Schrecksekunde hatte die
andere Rekrutin glücklicherweise auch gebraucht. Dank ihrer schnellen Reflexe
konnte Kiara die Waffe der Kontrahentin mit der Hand von sich wegschieben. Sie
ließ ihr eigenes Gewehr fallen, packte das der anderen Rekrutin, zog es an sich
vorbei und stieß die überraschte Gegnerin mit der Schulter zurück, dabei löste
sich ein Schuss. Als die andere Rekrutin zu Boden fiel, richtete Kiara bereits
ihre neu erlangte Waffe auf die nun hilflose Gegnerin. „Wieso schiesst du
nicht?“ fragte Joshua leicht gereizt, als er an die beiden herantrat. In
Erwartung der Schmerzen eines Schusses aus dieser Distanz, hob die am Boden
liegende die Hände schützend vor ihr Gesicht. „Weil sie unser Schlüssel zu der
anderen Gruppe ist!“ Jenni verstand was ihre Freundin damit meinte, jetzt
hatten sie einen Grund zu verhandeln. „Ok, wir werden nicht auf dich schießen,
wir brauchen eure Unterstützung…. noch, genauso wie ihr unsere braucht. Du
wirst uns jetzt sagen wo deine Gruppe ist, und dann arrangieren wir ein
Treffen, verstanden?“ Eilig nickte die Gefangene und raffte sich auf, als sie
dazu aufgefordert wurde. Jenni unterdrückte, mit Hilfe ihres
Universalwerkzeuges, die Kommunikation der Gefangenen zu ihrem Team. „Wir haben
eine Gefangene, Position halten, wir arrangieren ein Treffen zwischen den
Gruppen damit wir gemeinsam angreifen können. Sobald ein Treffpunkt festgelegt
ist werdet ihr euch in Position bringen um mir Deckung geben…..“ „Das ist keine
gute Idee Jenni.“ Kiara hatte sie mitten im Satz unterbrochen und schaute sie
an. Für einen Moment herrschte Stille da niemand genau zu wissen schien wer jetzt
sprechen würde. „Du bist unsere Anführerin, wir können es nicht riskieren dich
bei einem so gefährlichen Manöver zu verlieren, es muss jemand anderes gehen.“
„Und wer?“ noch bevor Jenni die Worte zu Ende ausgesprochen hatte, ärgerte sie
sich bereits dafür. Sie hatte Kiara eine perfekte Vorlage gegeben, um ihre Idee
umzusetzen. „Ich mache es“ meinte Kiara selbstsicher. Jenni wollte
widersprechen, doch sie kannte Kiara,
diese hätte sich nicht von ihrer Entscheidung abbringen lassen können. Jenni
nickte zögernd, es fühlte sich nicht gut an ihre Freundin gehen zu lassen. Auch
wenn es nur eine Übung war, hatte sie doch irgendwie ein merkwürdiges Gefühl
dabei. Nach kurzer Zeit hatte die Gefangene ohne große Gegenwehr mit ihrem
Universalwerkzeug eine Verbindung zu ihrer Gruppenführerin aufgebaut. „Wir
müssen uns treffen, alleine schaffen weder wir, noch ihr den Angriff auf die
Festung. Ich schicke die Koordinaten des Treffpunktes, in 15 Minuten da, dann
könnt ihr eure Soldatin wieder haben. Es werden sich 2 Boten treffen und die
Strategie abklären, danach ziehen wir uns alle zurück und fahren wie
beschlossen fort. Verstanden?“ Jenni hatte von ihrem Vater gelernt, dass man
bei Verhandlungen immer selbstsicher wirken muss und sein Gegenüber immer unter
Druck behalten muss. Nur wenn sie ihm keine Zeit gab es sich lange zu
überlegen, konnte man die für sich selbst optimale Situation herausholen.
„Verstanden?!“ „Ok ok, wir werden da sein“ die Verbindung wurde gekappt. Jenni
lief zum Rest der Gruppe, die etwa 50 Meter weiter hinten in Stellung lagen.
„Alle zuhören, wir haben ein Neues Ziel, der Treffpunkt liegt etwa einhundert
Meter in diese Richtung.“ Sie deutete in die grobe Richtung der Festung. „Wir
werden uns dort in 15Minuten mit der anderen Gruppe treffen, Kiara wird den
Boten machen, während wir auf sie aufpassen. Wir müssen und werden vor den
Anderen da sein, unser Weg ist kürzer, dafür habe ich gesorgt, also los! Und
keiner schießt ohne mein Kommando, klar!?“ Ihre Teammitglieder nickten und
bejahten. Eilig setzten sie sich in Bewegung.
Es war viel zu ruhig, nur noch 3 Minuten bis zur Deadline. Die Sonne war
mittlerweile gelegentlich zwischen den Wolken zu sehen, sofort begann das
Wasser, das in den Moosen, die sich vollgesogen hatten, zu verdunsten. Es sah
aus, als ob der gesamte Boden kochen würde, überall stiegen kleine
Nebelschwaden auf. An den Stellen, an der sie Sonne durch das Blätterdach
drang, glitzerte der Boden, die kleinen Tau Tröpfchen spiegelten das Licht.
Jenni schüttelte die Gedanken an den schönen Anblick ab und konzentrierte sich
wieder auf die Suche nach Gegnern. Noch 2 Minuten. „Bis du bereit?“ Jenni
wollte das eigentlich nicht wirklich, sie fragte nur in der Hoffnung, dass
Kiara verneinte. Doch es kam ein überzeugtes Nicken, Jenni signalisierte, dass
es losging und Kiara stand auf. Sie waren am Rande der Linie, an der sie sich
verschanzt hatten, damit sie den Gegnern keinen Hinweis auf den Aufenthaltsort
der Restlichen Rekruten geben würden. Kiara ging zusammen mit der Gefangenen
nach vorne, sie trug ihre beiden Waffen plus die beiden der Gefangenen. Es
vergingen einige Sekunden bis Selak schließlich Bewegung meldete. „Jenni,
Feindkontakt, 100 Meter geradeaus, sie schicken den Boten.“ „Ok, jeder sucht
sich einen von ihnen aus, wenn ich den Befehl gebe, schaltet ihr sie aus.
Selak, hast du ihre Scharfschützen gefunden?“ „Negativ, die sind genauso gut
getarnt wie ich.“ Jenni wartete auf Kiaras Funksignal, sie würde dem anderen
Boten mitteilen was Jenni ihr vorsagte. Das Treffen diente weniger der Kommunikation
selbst, mehr stellte sie sicher, dass beide Teams wussten wo das andere Team
war. Jenni erklärte ihren Plan kurz und Kiara gab ihn an den anderen Boten
weiter. Er bestand daraus, dass eine Gruppe einen Angriff starten würde, um den
Feind so abzulenken und das 2. Team einen Sturmangriff starten würde. Sobald
sie an den um die Festung platzierten Deckungen angekommen wären, würden die
Verteidiger sich auf sie konzentrieren und das zweite Team würde vorrücken
können. An dem Punkt würde ihre Zusammenarbeit enden, bei der Übernahme der
Festung würde wieder jeder gegen jeden kämpfen.
Die beiden Teamführer besprachen gerade über ihre Boten die letzten Details,
als plötzlich Schüsse fielen. Sofort hechteten die beiden Boten und die
Gefangene in Deckung. Die Schüsse schienen nicht ihnen gegolten zu haben. Eilig
überprüfte Jenni die Statusleuchten ihres Teams, sie waren alle noch grün. „Wo
kam das her?“ „Keine Ahnung, aber es kam weder von uns, noch von unseren
Freunden da drüben. Das muss die dritte Gruppe gewesen sein…. oder die
Verteidiger.“ Es waren noch mehr Schüsse zu hören, sie kamen aus der Richtung
der Festung. „Die dritte Gruppe startet einen Angriff! Los, das ist unsere
Ablenkung, bereit machen, wir stürmen gleich!“ Sie schaltete von Funk auf Lautsprecher
und schrie der anderen Gruppe zu “Planänderung, wir stürmen alle jetzt, ihr
geht 50 Meter nach Norden und stürmt von da, wir gehen nach Westen und stürmen
von da! LOS!“ Plötzlich herrschte ein heilloses Durcheinander, alle schienen
unkontrolliert durcheinander zu rennen. „Sniper, legt euch an den Waldrand und
knallt alle ab, die die Rübe aus der Festung strecken!“ Selak und Ivana
bestätigten und rannten auf die Lichtung zu. „Los mir nach!“ Jenni rannte los,
die Anderen würden ihr schon folgen. Nach etwa 50 Metern lehnte sie sich an
einen dicken Baum, der am Waldrand stand. Mit dem Fernglas sah sie, dass
tatsächlich die meisten Verteidiger auf der anderen Seite der Festung standen
und sich Feuergefechte mit der dritten Gruppe leisteten. „Bereit?“ Ein
Schweißtropfen rann über Jennis Gesicht, gleich würde die Hölle losbrechen. Bei
einem Blick über ihre Schulter erkannte sie, dass die meisten ihrer
Teammitglieder hinter ihr in Position waren. „Bereit!“ Selaks Stimme klang
angespannt, er lag irgendwo nördlich von ihnen, zusammen mit Ivana, in Position
und hatte wahrscheinlich schon jemanden im Visier. „Feuer!“ Kaum hatte Jenni
den Befehl erteilt, krachten auch schon zwei Schüsse. „Los! Angriff!“ Vor
lauter Hektik hatte Jenni vergessen, dass sie noch auf Funk gestellt hatte und
brüllte den Befehl in das Mikrofon. Zeit darüber nachzudenken blieb jedoch
nicht, nach einem kurzen Feuerstoß lief sie so schnell sie konnte auf die
Festung zu. Die 100 Meter freien Feldes wirkten jetzt plötzlich viel weiter,
als sie bei der Planung gewirkt hatten. Sie hatten noch nicht die Hälfte des
Weges geschafft, als sie bereits entdeckt worden waren und ihnen Kugeln um die
Köpfe pfiffen. Jenni bremste zwischendurch ab und gab Feuerstöße mit ihrem
Sturmgewehr auf die Verteidiger ab, um diese in Deckung zu drängen. „Scheiße,
ich muss mehr Sport treiben und schneller werden!“ keuchte Joshua per Funk.
Jenni hätte ihm gerne geantwortet, aber sie war zu sehr darauf konzentriert
schnellstmöglich in Deckung zu kommen. Bei einem flüchtigen Blick zur Seite,
sah sie die dritte Gruppe die ebenfalls gerade am Stürmen war, auch sie
gerieten unter Beschuss. „Aah!“ einer Der Rekruten neben ihr wurde in vollem
Lauf getroffen und von den Füssen geholt. Die Kugel eines
Scharfschützengewehres traf ihn auf der Brust und riss ihn nach hinten zu
Boden. Der Schrei war eine Mischung aus dem Schrecken des überraschenden
Treffers und dem daraus resultierenden Schmerz. Die rettenden Deckungen kamen
schnell näher, doch es waren bereits einige Statusleuchten ausgegangen. Dreck spritze Jenni gegen den Helm, als eine
Salve kurz vor ihr einschlug. Das Adrenalin rauschte durch ihre Adern, das
Geräusch ihres Herzschlages begann den Lärm um sie herum zu überdecken. Einer
der Verteidiger trat vor eine Schießscharte und legte an.Joshua,der sich gerade
hinter einen kleineren Fels werfen wollte,bekam von dem Verteidiger eine kleine
Salve in den Bauch und in das rechte Bein. „Ach was?!Das waren doch nur 3
Projektile!“beschwerte sich Joshua,dem die Schmerzen noch nicht aufgefallen
sind. „Ahh, das scheuert aber mächtig!“ fluchte er kurz darauf . Der
Schütze,der Joshua traf,bekam kurz darauf ein Projektil mitten ins Gesicht,das
ihn direkt nach hinten umwarf, sein Gewehr fiel außen an der Mauer zu Boden.
Irgendwo in dem ganzen Lärm, der um sie herum herrschte, hörte sie per Funk
Ivana jubeln.“ Mitten ins Gesicht, Boom! Nur etwas zu spät für Joshua...“ Noch
10 Meter bis zur Deckung, Jenni hatte einen Tunnelblick, das Einzige was jetzt
noch wichtig erschien, war in Deckung zu gelangen. Nach 3 weiteren Schritten
ließ sie sich nach hinten überfallen, um hinter die niedrige Mauer zu rutschen.
Auf dem nassen Grass war das grundsätzlich nicht schwer, aber Jenni hatte sich
verschätzt und blieb einen Meter vor der Mauer liegen. Sofort legte sie das
Gewehr an, um auf die Verteidiger, die sie sehen konnte, zu feuern. Obwohl der
Soldat nur etwa 20 Meter von ihr entfernt war, traf sie erst mit der zweiten
Salve, denn gemütlich auf eine Zielscheibe zu schießen und mitten im Gefecht
auf einen sich bewegenden Menschen zu schießen, waren 2 ganz andere Dinge, wie
Jenni jetzt feststellen musste. Jemand packte sie am Kragen und riss sie
ruckartig hinter die Mauer. Deni war ihr hinterhergelaufen und hatte gesehen,
dass sie auf freiem Feld liegen geblieben war, gerade noch rechtzeitig hatte er
reagieren können. Unmittelbar nach dem er sich und sie in Deckung gebracht
hatte, regneten bereits die ersten Geschosse auf sie herab. Eilig zog Jenni
ihre Füße an sich heran, die noch hinter der Deckung hervorragten. Jetzt wo sie
einen Moment Zeit hatte, schaute sie auf die Statusleuchten, sie waren nur noch
zu fünft Ivana und Selak nicht mitgerechnet. Die anderen lagen immer noch am
Boden, die Weisungen des Colonels waren deutlich gewesen. „Wenns euch erwischt,
bleibt liegen, bis nicht mehr in eure Richtung geballert wird, sonst fangt ihr
euch nur noch ein paar weiter Kugeln ein.“ Joshua nahm sich das eher weniger zu
Herzen und öffnete stattdessen direkt seine Eskortdrohne mit seinem
Universalwerkzeug,die ihn zur Landezone führen sollte. „EY, WAS SOLL DAS?“
brüllte Joshua los, als ihm ein Verteidiger zum Abschied noch ein Projektil in
den Allerwertesten schoss. Die Anderen würden wohl in Kürze aufstehen und
zurück zur Landezone gehen, da sie keine weitere Kugel zum Abschied wollten.
Jenni sah, wie Joshua verärgert über das Feld lief und dem Verteidiger noch
paar Gesten auf den Weg gab, jedoch war sie überhaupt nicht in der Stimmung zu
lachen. Sie schüttelte ihren Kopf „Wie viele sind es noch?“ die Frage war an
die beiden Scharfschützen gerichtet, da diese eine besser Übersicht hatten.
„Ganz schlechter Zeitpunkt, wir werden beschossen!“ Im Hintergrund war eine
wilde Schießerei zu hören. „Selak beweg deinen knöchrigen Arsch hierher, wir
ziehen uns zurück!“ Ivana schien ziemlich gestresst zu sein, ihre Stimme
überschlug sich beinahe. „Wir können im Moment keine Unterstützung geben, wir
melden uns, wenn wir wieder einsatzbereit sind!“ keuchte der Turianer, er
musste während des weglaufens funken. „Scheiße! Wir sind auf uns allein
gestellt, die Sniper können nicht helfen!“ Deni nickte und feuerte eine Salve
blind in die grobe Richtung, in der er Feinde vermutete. Wir müssen da
irgendwie rein, schnell!“ „Das Tor ist gleich da vorne, es ist nicht
verriegelt, so wie es aussieht.“ „Dann los, alle bereit machen, wir stürmen die
Festung! Auf mein Kommando rückt ihr alle zu der Mauer vor, legt euch so flach
wie möglich dran, damit ihr von oben nicht getroffen werden könnt.“ Jennis Herz
raste, es geschah so viel um sie herum, dass sie gar nicht alles mitbekam. Sie
hatte die 2. Gruppe vollkommen aus den Augen verloren und sie wusste nicht, wie
viele Verteidiger noch übrig waren. Sie lehnte sich hinter der Mauer hervor und
wollte auf einen der Verteidiger schießen, wich aber sofort wieder zurück, als
dieser auf sie anlegte. Einige Kugeln prallten gegen ihre Deckung. Jenni
fluchte und drehte sich zu Deni um „wo sind die anderen?“ „Zwei sind da drüben,
hinter einer der Barrikaden und jemand ist weiter links, ich weiß aber nicht
genau wo, ich hab ihn aus den Augen verloren.“ Jenni versuchte sich zu
beruhigen, doch es war angesichts ihrer Situation nicht einfach. Dauernd unter
Beschuss zu sein war doch nicht ganz so toll, wie sie es sich vorgestellt
hatte. Es war nervenaufreibend, aber auch angsteinflößend. Erst jetzt, wo sie
einen Moment aufatmen konnte, merkte sie, wie sehr ihre Hände zitterten. Den
anderen schien es jedoch nicht besser zu gehen, sie wirkten auch alle nervös
und angespannt. Jenni schluckte ihre Angst herunter und öffnete einen Funkkanal
zu allen Gruppenmitgliedern „Wenn wir hier bleiben dann scheitern wir, wir
müssen weiter vorrücken, während ich und Deni euch Deckung geben, rückt ihr
vor, wir folgen euch dann, ok?“ „Ok…. aber wer gibt euch Deckung?“ Jenni
ignorierte diese Frage gezielt, da sie keine Antwort darauf wusste.
„Achtung….Los!“ Kiara und die beiden Anderen sprangen hinter ihren Deckungen
hervor und rannten los, gleichzeitig lehnte sich Deni nach vorne und gab einen
Feuerstoß ab. Als die Wachen ihn unter Beschuss nahmen ,ging er in Deckung und
Jenni eröffnete das Feuer. Als die Anderen angekommen waren, rief Deni laut
„Jetzt du!“ als sie zögerte fügte er an „Ohne Deckung schaffst du es nicht und
wir brauchen den Teamführer noch, also los!“ Auch wenn es ihr nicht gefiel
einen Kameraden zurückzulassen, wusste sie doch, dass er Recht hatte. Gerade
als sie die Mauer erreicht hatte, hörte Jenni einen Schrei hinter sich, Deni
fiel zu Boden. „Verdammt!“ jetzt waren sie nur noch zu viert. „Ich und Kiara
gehen außen rum, wir stürmen das Tor von beiden Seiten.“ Das war das erste Mal,
dass sie und Kiara sich wieder direkt sahen, seitdem Kiara die Botin gespielt
hatte. Doch Zeit für Gefühle blieb ihnen nicht, vom Waldrand aus schlugen
bereits Kugeln neben ihnen ein. Mit einem Handzeichen signalisierte Jenni
Kiara, sich zu ducken, bevor sie losliefen.
Glücklicherweise war die Festung nicht allzu groß, wodurch sie die Umrundung
schnell abgeschlossen hatten. Erstaunlicherweise trafen sie auf keinen direkten
Widerstand, die andere Gruppe schien komplett ausgeschaltet zu sein. Wieder
beim Tor angekommen, warteten die anderen beiden bereits auf sie. Kiara stellte
sich gerade vor Jenni hin, als die sich beim Tor in Position bringen wollte.
„Ich gehe zuerst, damit es dich nicht als erstes erwischt, wir brauchen die
Teamleiterin noch.“ Jenni wollte protestieren, doch Kiara nickte ihr zu und gab
ihr zu verstehen, dass sie sich nicht überreden lassen würde. „Wir stürmen auf
3….Ok?…. 1…. 2…. 3!“ Kaum hatten sie den Innenhof der Festung betreten, rannten
sie in einen Kugelhagel. Die ersten Beiden, die hineingerannt waren, hatten
keine Chance. Kiara und Alex wurden förmlich niedergemäht. Jenni konnte gerade
noch zurück in Deckung hüpfen, bevor sie ebenfalls getroffen würde. Kiara fiel
hustend zu Boden, sie stöhnte vor Schmerzen auf, mindestens 7 Kugeln hatten sie
in Bauch, Brust und Beine getroffen. Alex ging es nicht besser, auch er wurde
sofort getroffen und fiel zu Boden. Jenni war starr vor Schreck, sie hatte sich
gerade noch so retten können. Unmittelbar hinter ihr waren Kugeln
eingeschlagen. Ihr letzter verbliebener Kamerad hatte sich ebenfalls mit einem
Sprung in Deckung gebracht, war dann aber noch in die Beine getroffen worden.
Innerhalb weniger Sekunden war sie plötzlich ganz alleine. Plötzlich fühlte sie
sich hilflos und überfordert. Jetzt war es ihr unmöglich die Festung zu
stürmen, und Rückendeckung hatte sie auch keine mehr. Eine lähmende Furcht
überkam sie, sie hatte versagt, ihr ganzes Team war weg und es war ihre Schuld.
Sie ging ein paar Schritte von der Tür weg und bereitete sich auf einen
Gegenangriff vor. Nach einer Weile, Jenni konnte nicht sagen wie lange es
gewesen war, stand sie auf, um sich zurückzuziehen. Noch bevor sie den ersten
Schritt machen konnte, knickte sie ein. Als hätte ihr jemand in die Rippen
geschlagen, kippte sie zu Seite und fiel zu Boden. Sofort begann ihre Seite zu
brennen, sie hielt sich die Seite und stand mit wackligen Beinen auf. Mit ihrem
Universalwerkzeug startete sie eine kleine Eskortdrohne, die sie zurück zum
Landefeld brachte und gleichzeitig Gegnern signalisierte, dass sie
ausgeschieden war. Sie kniff die Augen zusammen, als sie den ersten Schritt
machte, ihre Seite fühlte sich so an, als hätte sie sämtliche Muskeln gezerrt.
Mit zusammengebissenen Zähnen ging sie hinter der leuchtenden Kugel her.
Langsam verging der Schmerz, je länger sie ging, desto erträglicher wurde es.
Etwa auf halbem Weg hörte sie plötzlich ein rascheln hinter sich. Sofort fuhr
sie herum, würde sie gleich noch einmal unter Beschuss genommen werden? „Hi“
also ob man sie in kaltes Wasser geworfen hätte, fuhr ein Schock durch Jennis
Körper. Ihre Augen weiteten sich schlagartig und sie wäre beinahe rückwärts
umgefallen, als sie zurückwich. Ivana hatte sich ihr geräuschlos genähert und
war etwa einen halben Meter hinter ihr, als Jenni sich umgedreht hatte. „Willst
du mich umbringen?!“ entfuhr es Jenni erschrocken. „Nein, ich wollte nur
ausprobieren, ob ich mich an dich anschleichen könnte.“ „Mach das nie wieder,
verstanden?“ „Ach jetzt tu nicht so, war doch nur Spaß.“ Jenni hob die
Augenbrauen an und schaute sie fragend an. „Wie hatts dich erwischt?“ „Einer
vom anderen Team hat sich von hinten an uns geschlichen, Selak konnte noch
entkommen, aber mich hat er erwischt, und du?“ Jenni deutete auf ihre Seite
„Sniper“ antwortete sie leicht genervt. Die beiden machten sich weiter auf den
Weg zur Landezone, von welcher sie
zurück zur Basis fliegen würden. Als sie nach 20 Minuten schließlich ankamen,
sahen sie gerade noch wie ein Shuttle hinter den Baumwipfeln verschwand. Sie
traten zu dem Soldaten, der neben ein paar Kisten Stand und eine Zigarette
rauchte. „Dumm gelaufen, ihr habt gerade dass Shuttle verpasst, das nächste
fliegt wahrscheinlich erst in einer Stunde.“ „Verdammt, na dann warten wir
halt. Haben sie wenigstens was zu
trinken?“ „Naja, das was ich hätte, verträgt sich nicht mit einem nüchternen
Magen und ner hohen Blutzirkulation….“ Er schaute auf sein blinkendes
Universalwerkzeug „aber ihr habt Glück, gleich kommt ein Transportshuttle, ihr
könnt ja da mitfliegen.“ Die beiden jungen Frauen sahen sich fragend an. „Ist
das nicht gegen die Regeln?“ „Nur wenn es jemand erfährt, erzählts nicht groß
rum, der Pilot wird euch nicht verpfeifen, er ist in Ordnung.“ „Ok, danke“
Der Soldat nickte und setzte sich zufrieden auf eine der Kisten. Sein Job
schien nicht sehr interessant zu sein, er hatte ein Spiel auf seinem
Universalwerkzeug geöffnet und begann wieder zu spielen. Als das Shuttle nach
wenigen Minuten eintraf, mussten sie dem Piloten beim einladen der Kisten
helfen, durften dafür mitfliegen.
Der Laderaum war alles andere als gemütlich, die Luft war stickig, das Licht
gedämpft und der Lärm der Maschinen penetrant. Trotz all dieser Störfaktoren
versuchte Jenni sich zu entspannen, die letzten Stunden hatten sehr an ihr
gezehrt. Ihre Rippen schmerzten noch immer, jedoch weit weniger schlimm als
zuvor. Sie lehnte den Kopf zurück, an eine Kiste die hinter ihr stand und
atmete tief durch. Ihre Augen fielen zu und sie schlief kurz ein. „Hei Jenni,
kann ich dich was persönliches fragen?“ weckte Ivana sie wieder. „Mhm“
antwortete Jenni leise noch immer etwas schlaftrunken. „Versteh das jetzt bitte
nicht falsch, wir sind Freundinnen, aber…. Ich weiß nicht so recht wie ich es
formulieren soll.“ „Nur raus damit“ Die Junge schwarzhaarige Frau, die Jenni
gegenüber saß, nickte leicht. „Ok, du
und Kiara ihr seid ja zusammen, oder?“ Mit einem Schlag war Jenni wieder
hellwach. „Ja, wieso?“ Sie anzulügen wäre sinnlos gewesen, nachdem sie sie auf
der Wiese gesehen hatte. Ivana atmete tief durch. Habt ihr…. Na habt ihr schon
mal?“ „Was?“ Ivana wirkte sichtlich nervös, sie schien nach den richtigen
Worten zu suchen. „Ihr seit doch schon eine ganze Weile zusammen, da habt ihr
doch sicher schon mal…“ sie gestikulierte wild mit den Händen. „Ivana, du musst
ganze Sätze machen, ich kann deine Gedanken nicht lesen.“ Jenni wusste genau
was ihre Kameradin meinte, sie hoffte jedoch sich zu irren, auch wenn sie sich
bereits von der Akademie kannten, war das doch ein sehr privates Thema. „Ihr
habt es doch sicher schon einmal zusammen getan, wenn ihr alleine wart….
Ungestört…“ „Ach so, öhm….ähm….“definier
zusammen getan“ bitte etwas genauer.“ Jetzt wo das Eis gebrochen war,
wirkte Ivana wieder ruhiger, sie lächelte sogar ein wenig. „Naja, da ist doch
sicher schon mehr als küssen gelaufen…. Hat sie deine Brüste schon einmal
angefasst?“ „Ja“ antwortete Jenni ziemlich selbstsicher, wohlwissend, dass die
folgenden Fragen wohl wesentlich unangenehmer werden würden. „Hatte sie ihre
Hand schon einmal in deinem Höschen?“ Jetzt war das lächeln in Ivanas Gesicht
zu einem schiefen Grinsen geworden. „Ja…“ Diesmal kam die Antwort schon etwas
zögerlicher. „Hat sie…“ sie ließ ihre Zungenspitzte über ihre Oberlippe
gleiten, hob danach die Augenbrauen und sah Jenni fragend an. Diese lehnte sich
zurück, verschränkte die Arme vor der Brust und schaute Ivana entsetzt an.
„Wieso sollte ich dir sowas erzählen?“ „Ach komm schon, hat sie?“ Ivana wirkte
wie ein neugieriges kleines Mädchen das unbedingt die Antwort auf eine Frage
wissen wollte. „Vielleicht“ meinte Jenni mit einem unanständigen Grinsen im
Gesicht. „Also hat sie! Und wie war es?“ „Wie meinst du das?“ „Eine Freundin
von mir hat mit ihrem Freund geschlafen und gesagt es sei toll gewesen, wie ist
es denn mit einer anderen Frau?“ „Naja, mir fehlen da die Referenzwerte….“ „Hattest du etwa noch nie was mit nem Typen?“ Jenni schüttelte den Kopf, des
ernsteste was sie vor Kiara gehabt hatte, war eine kurze Beziehung mit einem
Jungen an der Schule, diese war jedoch nach ein paar Wochen zerbrochen. „Und
andere Frauen?“ „Auch nicht, Kiara war… sie war mein erstes mal….“ „Ooh, wie
süß, wie bist du eigentlich an sie gekommen?“ Jenni hatte gar nicht bemerkt,
wie lockerer sie geworden war. Anfangs hatte sie genau auf ihre Wortwahl
geachtet, um nicht zu viel zu verraten, aber jetzt redete sie einfach, als wäre
nichts dabei. „Lange Geschichte, die Kurzfassung. Sie hat sich in mich
verliebt, als wir noch normale Freundinnen waren. Eines Tages sind wir auf den
Hügel neben Sunset Bay spazieren gegangen und da hat sie mich geküsst. Nun, es
hatte gefunkt und von da an war es eigentlich schon ziemlich klar.“ „Das klingt
so süß!“ Jenni strich sich bei dem Gedanken durch die Haare „Glaub mir es war
nicht ganz so Romantisch. Ich habe bis dahin nie daran gedacht etwas mit einer
Frau anzufangen, ich war verwirrt. Irgendwie hatte es sich falsch angefühlt,
und meine Eltern konnte ich nicht fragen, weil sie durchgedreht wären. Ich habe
es ihnen erst vor kurzem erzählt, du hättest ihre Gesichter sehen sollen“ Jenni
musste lachen als sie an das Gesicht ihres Vatters denken musste, als sie ihnen
erzählt hatte, dass Sie und Kiara ein Paar seien. „Also hat sie dich Lesbisch
gemacht?“ fragte Ivana mit anspielendem Unterton. „Ja, so könnte man es sagen.“
Für einen Moment herrschte Stille. „Also wie war es? Wie war sie?“ „Sie war so unendlich zärtlich, ich….es ist schwer zu beschreiben, ich habe
mich gefühlt, als ob ich mich vollkommen fallen lassen könnte. Es war das
schönste Erlebnis meines Lebens.“ „Wow, das klingt…prickelnd, und dabei war das
jetzt sicher noch die anständige Version“ Jenni atmete mit gestelltem Entsetzen
ein. „Wenn du all die kleinen schmutzigen Details wissen willst, musst du mir
erst ne ganze Menge Alkohol geben“ meinte sie grinsend. Ivana musste lachen und
steckte Jenni damit an. Nach einem kurzen Moment wurde Ivana wieder ernster
„Und wie war die Vereinigung?“ „Oh, wir haben noch nicht, wir wollen es langsam
angehen.“ „Das verstehe ich“ Jenni zögerte einen Moment, bevor sie konterte.
„Wieso löcherst du mich denn eigentlich dermaßen über dieses Thema?“ „Aus
Neugier?“ kam die knappe Antwort. Jenni schaute Ivana an und versuchte deren
Gesichtsausdruck zu deuten. Da sie Jennis Blick auswich, schien es ihr unangenehm
zu sein. „Zeit den Spieß umzudrehen“ dachte Jenni sich und setzt an. „Das
glaube ich dir nicht.“ Sie erntete einen erschrockenen Blick „Vorher Infos
sammeln oder vergleichen?“ „Was?“ Jetzt hatte sie Ivana und konnte sie langsam
schmoren lassen. „Ach komm, glaubst du ich hätte nicht gesehen, wie du Shalera
auf den Hintern gestarrt hättest?“ Die Junge Frau sah sie entsetzt an und wurde
rot im Gesicht. „Volltreffer!“ dachte sich Jenni und jubelte innerlich, sie
hatte raten müssen in wen sich Ivana verguckt haben könnte. „Jenni, ich wurde
christlich erzogen!“ „Und?“ „Meine Religion verbietet mir sowas“ Jenni
schmunzelte „Ach du hast bloß Angst“ Ivana reagierte etwas gereizt „Angst?
Wovor?“ „Davor das es dir gefallen könnte“ Jenni blieb ganz ruhig, sie wusste genau
wovon sie sprach, schließlich war es ihr vor gar nicht allzu langer Zeit
genauso gegangen. „Nein! Meine Religion erlaubt das nicht, in der Bibel steht…“
„garantiert nichts von Asari, die sollten das Ding mal auf den neuesten Stand
der Dinge bringen. Du scheinst es sowieso nicht allzu ernst zu nehmen, oder?“
„Doch, wieso fragst du?“ Jenni entspannte sich und legte die Hände in ihren
Schoß. „Du machst hier eine Ausbildung in einer Spezialeinheit, du lernst hier
zu kämpfen und zu töten, inwiefern lässt sich das mit der Bibel vereinbaren?“
„Das ist nicht dasselbe“ Jenni lehnte sich nach vorne und schaute Ivana direkt
an, sodass diese ihrem Blick nicht mehr ausweichen konnte. „Gibs zu, der
Gedanke daran wie sie dich sanft streichelt, ihre Küsse überall auf deinem
Körper, ihr….“ „Ok ok, ist ja schon gut, Ja ich habe ihr auf den Hintern
geschaut und es war falsch.“ „Es war nicht falsch, es hat sich nur für einen
Teil von dir falsch angefühlt, mir ging es am Anfang genauso….“ Ivana sah sie
vertändnisslos an. „Solche Gedanken sind eine Sünde!“ Ein breites Grinsen
wanderte auf Jennis Gesicht. „Nein, Sünden sind nur die interssanten Dinge.“
„Du versautes Stück!“ entgegnete Ivana mit gespielt schockiertem lächeln. „So,
du stehst also auf Shalera?“ „Nein! ich habe nur kurz daran gedacht…“ Jenni
wusste genau was ablief und Ivana merkte das auch, als sie Jennis Blick sah.
„Hei, wenn das irgendjemand erfährt, dann lynch ich dich, klar!?“
Beschwichtigend hob sie die Hände „Keine
Sorge, du hast mich ja auch nicht verpfiffen.“
Das Shuttle landete im Stützpunkt, die Sonne ging gerade unter. Nach dem kurzen
und ungemütlichen Flug waren die beiden Frauen erleichtert, dass Shuttle
verlassen zu können. Als sich die Luke öffnete, traten sie eilig hinaus und
gingen zielstrebig in Richtung Ihrer Unterkunft. Sie sprachen immer noch über
dasselbe Thema, wie während des Fluges. „Ich rate dir, es ihr einfach zu sagen,
Shalera scheint sehr offen zu sein…“ Der Gedanke an das Gespräch mit der Asari
nach dem Psychotest, hatte das bestätigt. „Sie wird dich sicher nicht einfach
so vor den Kopf stoßen.“ „Das ist aber nicht ganz so einfach, oder warst du bei
Kiara auch so selbstsicher?“ „Nein, aber das wird schon.“
Sich einfach auf ihr Bett fallen lassen zu können, war nach einem so anstrengenden
Tag einfach nur himmlisch. Jedes Rüstungsteil, dass sie Ausgezogen hatte, war
eine Erleichterung gewesen, als hätte sie sich von einer alten, einengenden
Haut befreit, sie einfach abgestreift. Sie hatte gerade ihr nassgeschwitztes
Shirt ausgezogen. „Hei, verwandelst du dich jetzt etwa in eine Asari?“ Shaleras
neckische Frage bezog sich auf den mehr als faustgroßen blauen Fleck, unter
Jennis Rippen. Den Treffer des Scharfschützen hatte Jenni, unter den eifrigen
Diskussionen mit Ivana, fast vergessen. Im Moment tat nur direkte Berührung
weh. „Also wenn bei euch diese Verfärbung genauso schmerzhaft ist ,wie bei mir,
dann tut ihr mir aber echt leid.“ „So schlimm?“ die Frage kam von Kiara, welche
jetzt neben Jenni stand. Sie bewegte ihre Hand auf die Verletzung ihrer
Freundin zu, hielt aber kurz vor der Berührung inne und schaute Jenni an. Erst
als diese ihr kurz zunickte, ließ sie ihre Finger langsam über Jennis Rippen
gleiten. Als sie den blauen Fleck erreichte, atmete Jenni durch die zusammen
gebissenen Zähne ruckartig ein und zuckte zusammen. „Oh entschuldige…. Du
solltest das behandeln lassen, ansonsten wirst du morgen einen schmerzhaften
Tag haben.“ Jenni nickte, „Jetzt sagt aber nicht, ich bin die einzige, die
jetzt blaue Flecken hat, das würde ernsthaft an meinem Selbstvertrauen
kratzen.“ „Keine Sorge, ich glaube hier
hatts jeden erwischt, außer Selak, der rennt jetzt wahrscheinlich immer noch
durch den Wald.“ Meinte Ivana grinsend. Alex zog gerade seine Hose aus.
„Wenigstens hast du nur einen, ich bin praktisch komplett gepunktet.“
Tatsächlich waren auf seiner Brust 5 Abdrücke zu sehen, an seinen Beinen 3
weitere. „Ich gehe dann mal ins Lazarett, kommt sonst noch wer?“ Ein Teil der
Rekruten brachen in Richtung des entsprechenden Gebäudes auf. Das Medigel würde
die Heilung massiv beschleunigen. „Verdammt, wieso ist das Zeug eigentlich
immer so kalt? Bewahrt ihr es etwa im Kühlschrank auf?“ Der grinsende Sanitäter
schüttelte den Kopf. Deni, der gerade krampfhaft versuchte Medigel auf einem
blauen Fleck an seinem Rücken zu verteilen, drehte sich zu Ivana „Vielleicht,
bist du ja zu heiß“ meinte er Grinsend. „Vorsicht, sonst verwechsel ich dich in
der nächsten Übung plötzlich noch mit einem Gegner!“ antwortete sie mit
finsterem Blick. Deni hob die Hände beschwichtigend vor sich und wendete sich
wieder seinem blauen Fleck zu.
Es war ein lautes Poltern zu vernehmen. Die Tür wurde aufgestoßen und Selak kam
hereingetreten. Er hatte seine Rüstung gerade eben ausgezogen und schien
ziemlich fertig zu sein. „Ich weiß ja nicht was ihr jetzt macht, aber ich gehe
jetzt essen! Ich sterbe vor Hunger, die scheiß Energieriegel sind fürn Arsch.“
Er schmiss seine Sachen neben sein Bett
und Zog sich eilig um. „Willst du nicht vorher duschen?“ „Habt ihr denn schon
geduscht?“ Die Anwesenden schüttelten die Köpfe, als er seinen Blick durch die
Runde wandern lies. „Na dann….“ „Willst du die anderen vergasen?“ fragte
Joshua. „Ach, wenn wir alle stinken, ist das dann nicht schlimm“ meinte er
lächelnd. „Ich komme mit“ rief Deni, der am anderen Ende des Raumes stand. Es
dauerte ein paar Minuten, doch dann waren die anderen Anwesenden auch
überredet. „Was ist mit dir, Kiara?“ Shalera sah zu ihr herüber, als sie das
Shirt auszog. „Ich will zuerst duschen, ich bleibe kleben wenn ich an eine Wand
springe.“ „Bist du sicher?“ Kiara nickte eifrig „Ich kann so nicht essen gehen.“ Sie zog an einem ihrer
Hosenbeine welches an ihrer Haut klebte. „Geht schon mal, ich komme gleich“ Die
anderen verließen den Schlafraum und machten sich auf den Weg zur Kantine. Als
sie in den Gang traten, trennte sich Jenni von dem Rest der Gruppe „Ich gehe
noch schnell auf die Toilette.“
So ich hoffe es hatt euch gefallen Feetback wie immer gleich hier reinschreiben, ich versuche immer offen für Kritik zu sein und mich zu verbessern.
Bis zum nächsten Wochenende und danke schon mal im voraus fürs die Tolle Unterstützung^_^
Modifié par elitedefender2, 15 octobre 2012 - 06:20 .
#308
Posté 14 octobre 2012 - 08:31
Ich hab jetzt zwar nur einen kleinen Teil von deiner Geschichte gelesen, muss aber jetzt schon eingestehen, dass mir dein Erzählstil/Schreibstil extrem gut gefällt und Lust auf mehr macht. Hut ab und weiter so!
Werd mir gleich den Rest der Story ausdrucken, da mir das lesen per Bildschirm Kopfweh bereitet.
P.S.: Wie lange brauchst du eigentlich für ein Kapital?
Modifié par JeffTheBeast, 14 octobre 2012 - 08:33 .
#309
Posté 15 octobre 2012 - 11:03
Da du dir Feedback und Kritik wünschst, hier mal los: erstmal großes Lob für deine Geschichte. Ich zumindest verfolge sie mit Spannung.
Was ich ein bisschen schade finde, ist dein Umgang mit dem Thema Homosexualität bzw. lesbisch sein, zumal ja die Asari monogeschlechtlich sind und das insofern nicht so ganz passt, aber da ist okay, man muss mit der Sprache arbeiten, die man zur Verfügung hat. Nee, aber was schade ist, dass du Homosexualität als gesellschaftliches Tabu behandelst. Man kann sich darüber streiten, wie offen und tolerant die Gesellschaft heute ist etc. aber das im Jahr 2148 die Gesellschaft immer noch so zur Intoleranz neigt, find ich schade.
So viel erstmal von mir. Ich freu mich auf die Fortsetzung!
PS: Teilweise hast du auch arge Rechtschreibfehler drin, aber dafür hat man ja dann einen Lektor.
Modifié par Felyrian, 15 octobre 2012 - 11:04 .
#310
Posté 15 octobre 2012 - 01:49
Felyrian wrote...
@elite:
Da du dir Feedback und Kritik wünschst, hier mal los: erstmal großes Lob für deine Geschichte. Ich zumindest verfolge sie mit Spannung.
Was ich ein bisschen schade finde, ist dein Umgang mit dem Thema Homosexualität bzw. lesbisch sein, zumal ja die Asari monogeschlechtlich sind und das insofern nicht so ganz passt, aber da ist okay, man muss mit der Sprache arbeiten, die man zur Verfügung hat. Nee, aber was schade ist, dass du Homosexualität als gesellschaftliches Tabu behandelst. Man kann sich darüber streiten, wie offen und tolerant die Gesellschaft heute ist etc. aber das im Jahr 2148 die Gesellschaft immer noch so zur Intoleranz neigt, find ich schade.Da hätte ich mir einen unbesschwerteren Umgang gewünscht. Und wenn schon die Beziehungskonstellation als problematisch, gesellschaftlich tabuisiert zu behandeln, hätte ich den Fokus einfach auf die Konstellation Mensch-Außerirdischer gelegt. Da könnte man vielleicht auch ein spezielles zukünftiges Weltbild, religiöses Gefüge etc. entwickeln, aber das ist vielleicht auch ein bisschen viel. Du hast ja mal geschrieben, dass gerade Settings dir Schwierigkeiten machen und du daher einfach mit dem vom Mass Effect Universum vorgegebenen Gegebenheiten arbeitest.
So viel erstmal von mir. Ich freu mich auf die Fortsetzung!
PS: Teilweise hast du auch arge Rechtschreibfehler drin, aber dafür hat man ja dann einen Lektor.
Ja,über die Homosexualität im Jahre 2148 kann man sich streiten. Aber es hieß auch von Anfang an , dass es für die Menschen nicht üblich sei,deswegen ist es nicht gleich ein Tabu.
Für die Rechtschreibung war ich jetzt Schuld
Normalerweise kriege ich die Geschichte in 2 Parts zugeschickt,einmal während der Werktage und dann noch am WE .
Dieses mal gabs die volle Ladung am Samstag und ich hatte halt auch ein bisschen zu tun, also gibts noch ein Update für zukünftige Leser .
Aber da die Story ja oft packend ist, übersehe ich auch mal paar Fehler... wir sind ja schließlich bei keinem Verlag oder so
Rechtschreibung ist ohnehin nicht alles, denn solange man den Inhalt verstehen kann ,ist es in Ordnung .
Bin sowieso verblüfft ,dass liti Woche für Woche weitere Kapitel rausbringt und die auch noch gut sind
Nur weiter so liti,sag ich dir glaub ich zu Selten
Tja, man kann sich also schon auf weitere Kapitel freuen
Modifié par NoIdeas00, 15 octobre 2012 - 01:57 .
#311
Posté 15 octobre 2012 - 04:23
@Jeff, wie du warscheinlich bereits herausgefunden hast kommt nach möglichkeit jeden Samstag oder Sonntag ein Kapitel raus, wenn ich nich aus irgendwelchen Gründen schreibunfähig bin.
Wem mein Scheibstil Gefällt der Kann sich ja als Zeitvertreib mein Ende für ME 3 mal anschauen^^
http://social.biowar...32/102#14515191
Und wegen dem Thema zur Sexualität, ich binn dem Thema gegenüber total offen, ich wollte einfach eine etwas beklemmende Atmospäre schaffen, es ist ja viel spannender wenn ihre Beziehung etwas verbotenes ist, als wenn es alle einfach akzeptieren. Wenn du das schlecht findest, Dann kann ich das jetzt wohl kaum mehr ändern, da ich dann alles umschreiben müsste :\\
EDIT: Und Noideas, sorry das ich dir diese Woche den Teil so knapp geschikt habe war mein Fehler.
Modifié par elitedefender2, 15 octobre 2012 - 05:01 .
#312
Posté 15 octobre 2012 - 06:23
#313
Posté 15 octobre 2012 - 07:02
Das wichtigste ist ja der tolle Inhalt , und der kommt schließlich von dir
#314
Posté 15 octobre 2012 - 08:36
elitedefender2 wrote...
Und wegen dem Thema zur Sexualität, ich binn dem Thema gegenüber total offen, ich wollte einfach eine etwas beklemmende Atmospäre schaffen, es ist ja viel spannender wenn ihre Beziehung etwas verbotenes ist, als wenn es alle einfach akzeptieren. Wenn du das schlecht findest, Dann kann ich das jetzt wohl kaum mehr ändern, da ich dann alles umschreiben müsste :
Ich sagte ja nicht, das es schlecht ist oder das du nicht offen seist. wie gesagt, die beklemmende atmosphäre hättest du auch dadurch schaffen können, indem du die Mensch-Außerirdischen-Kiste thematisierst. ist auch egal. sollte nur ne anregung für evtl weitere geschichten werden oder für den fall dass du weiter an dem arbeitest (überarbeitest) was du hast.
Modifié par Felyrian, 15 octobre 2012 - 08:37 .
#315
Posté 21 octobre 2012 - 05:36
Hier kommt das nächste Kapitel, das 9.
Nächste Woche feiern wir ein kleines Jubiläum die 100ste Seite 12 Punkt Word.
Oh und bevor ich es vergesse Wichtige Info:
als guter Autor (wenn ich mich denn so nennen darf versuche ich immer auf das Feetback einzugehen. Da ich von einem Leser informiert wurde das ich mit der letzten Lustvollen/erotischen scene Grenzen überschritten habe, diese Scenen aber nicht weg lassen möchte da sie nun mal meinem Schreibstil entsprechen. Also habe ich eie andere Lösung gefunden, alles was kursiv geschrieben ist gehört zu der Intimen scene,(ja es gibt wieder eine ^^) und kann von denen die solche secenen nicht lesen möchten einfach ignoriert werden da sie keine Storynotwendigen infos enthalten. Obwohl ich es euch empfehle ist es nun eure Entscheidung.
So genug information, viel spass beim Lesen^^
Kapitel 9
Jenni war gerade
dabei sich die Hände zu waschen, als sie hörte wie die Dusche anging. Der Gang
war leer und es herrschte Stille in der Unterkunft. Als Jenni an dem Schlafraum
vorbeiging, war dieser ebenfalls leer. Sie biss sich auf die Lippe und drehte
sich nach kurzem Zögern schließlich um. Eine unwiederstehbare Kraft trieb sie
an vorwärts zu gehen, als wäre sie ferngesteuert und würde neben sich stehen. Obwohl die Stimme ihrer
Vernunft ihr sagte, dass dies unverantwortlich sei, konnte Jenni nicht anders
und sie wollte es auch nicht. Sich zu widersetzten war anstrengend und tat weh,
während sich diesem Drang hinzugeben einfach nur wunderbar war. Er riss sie
mit, ließ ihre Sorgen und Ängste jedoch zurück. Außer Stande sich zu
widersetzen, betrat sie vorsichtig den Vorraum der Dusche. Etwas schien ihren
Verstand zu blockieren, auch wenn sie noch logisch denken konnte, schienen alle
Argumente die dagegen sprachen unwichtig. Sie streifte ihre verschwitzten
Kleider ab und schaute in die Dusche hinein. Kiara stand mit dem Rücken zu ihr
da, das Gesicht zu Boden gerichtet, unter einem der Duschköpfe. Obwohl Jennis
ganzer Körper kribbelte, verharrte sie einen Moment und betrachtete ihre
Freundin. Sie ließ ihren Blick über deren nackten Körper wandern, einzelne Wassertropfen
und kleine Rinnsale rannen über ihre straffe, seidige Haut. Mit einem Lächeln
im Gesicht trat sie leise an sie heran. Jenni atmete ein und bewegte ihr
Gesicht auf Kiaras Nacken zu, sie hielt die Luft an, damit diese ihren Atem
nicht spürte. Vorsichtig küsste sie sie und legte dabei ihre Arme um sie. Erst
erschrak Kiara fürchterlich, sie zuckte zusammen und wollte sich sofort
umdrehen, erkannte dann aber sofort die Berührungen ihrer Freundin. „Hei meine
Schöne, wie geht es dir?“ flüsterte Jenni ihr ins Ohr. „Gut…. Hei, was machst
du da?“ Jennis Hände waren an Kiaras Beinen entlang nach unten gewandert und
streichelten nun langsam über ihre Oberschenkel. „Etwas, was ich schon lange
tun wollte.“ Kiara legte den Kopf zur Seite und exponierte dabei ihren Hals,
welchen Jenni sogleich zu küssen begann. „Was ist mit den anderen?“ fragte
Kiara sichtlich bemüht, die Beherrschung nicht zu verlieren. „Keine Sorge, wir
sind allein“ flüsterte Jenni, als sie ihre Hände über Kiaras schlanken Körper
nach oben wandern ließ. Ihre Fingerspitzen wanderten vorbei an Kiaras
Bauchnabel, hin zu ihrem Brustbein. Zärtlich begann sie die Brüste der Asari zu
streicheln. Diese wand sich geschickt aus Jennis Umarmung, trat einen Schritt
von ihr weg und drehte sich ihr zu. „Aber was ist wenn sie zurückkommen?“ „Tun
sie nicht, die sind jetzt mit essen beschäftigt…“ „Was du jetzt auch sein
solltest“ Jenni trat zu Kiara hin, legte einen Arm um sie und zog sie an sich,
während sie ihre andere Hand langsam innen an ihrem Oberschenkel entlang
hochwandern ließ. „Das wollte ich gerade, aber mein Essen versucht gerade
wegzulaufen.“ Sie Küsste Kiara stürmisch auf den Mund, je weiter ihre Hand nach
oben wanderte, desto angespannter wurde Kiara. Schließlich riss sie sich noch
einmal von Jenni los und sah sie mit einem flehenden Blick der „Hör bitte auf,
solange ich das auch noch will“ zu sagen schien an. Ihre Körpersprache sagte
jedoch genau das Gegenteil, sie Stand offen und selbstbewusst vor ihr, keine
Spur Scham, Verlegenheit oder gar Angst war in ihren Augen zu sehen. Der Raum
war gut geheizt, was Jenni sicher sein ließ, dass Kiara erregt und nicht
frierend war, als ihr Blick über deren Brüste wanderte. „Wieso bist du denn auf
einmal so stürmisch?“ „Ich hatte ein Gespräch mit Ivana, und dabei ist mir
wieder eingefallen, dass ich mich bei dir noch revanchieren muss und das will
ich jetzt tun.“ Jenni schob Kiara langsam und vorsichtig zu einer der Wände,
während sie sich küssten. Kiara stieß einen kurzen Schrei aus, als ihr Rücken
die Fliesen berührte „Ah, das ist kalt!“ Jetzt war auch Kiaras Gegenwehr
gebrochen, sie begann Jenni zu streicheln und zog sie an sich. Sie pressten
ihre Lippen gegeneinander und ließen ihre Zungen einander streicheln. Jenni
beendete den Kuss und begann Kiara erst auf ihr Schlüsselbein zu küssen und
sank dann langsam tiefer. Ihr nächster Kuss lag auf Kiaras Brust. Jenni ließ
ihre Zunge um ihre Brustwarze kreisen, was Ihre Liebste mit einem leisen
Stöhnen Quittierte. „Was tust du denn da?“ „Das was du mir geraten hast, ich
verwende meinen Mund für etwas schlaueres, als dir zu widersprechen.“ Kiara
lächelte Jenni an und küsste sie. Nach dem sie den Kuss einen Moment gehalten
hatten, legte Jenni ihren Kopf neben Kiaras und ließ ihre linke Hand, die
bisher an der linken Brust der Asari verweilt war, nun an ihrem Körper entlang
herabsinken. Sie fuhr mit einem Finger langsam erst über ihre Brust, dann über
ihren Bauch zu ihrem Bein, legte sie dann auf ihren Schoss und begann sie dort
zu streicheln. Bei der ersten zärtlichen Berührung, atmete Kiara ruckartig ein
und spannte sich an. „Bleib ganz locker, lass mich dich einfach verwöhnen.“
Jennis Berührungen wurden intensiver, Kiara biss sich auf die Lippe, um nicht
zu stöhnen. Als Jenni das sah, küsste sie sie auf den Hals und säuselte ihr
leise ins Ohr „lass es einfach geschehen. Du kannst dich einfach fallen lassen,
ich fange dich auf.“ Kiara versuchte sich zu entspannen, scheiterte aber, als
sich Jenni langsam auf die Knie sinken ließ und ihre Küsse sich ihrem Schoss
näherten. Schließlich auf den Knien angekommen, hielt Jenni kurz inne und
lächelte Kiara noch einmal an. Diese spannte sich in Erwartung der zärtlichen
Berührungen an und schloss die Augen. Jenni bewegte sich langsam auf sie zu,
sodass sie ihren Atem spüren konnte. Vorsichtig ließ Jenni ihre Zungenspitze
durch das kleine Grübchen, das an der Stelle lag, wo Oberschenkel und Becken
ineinander übergingen, gleiten. Kiara war nun bis zum zerreißen angespannt und
hatte die Hände zu Fäusten geballt. Jetzt hatte sie sie lange genug auf die
Folter gespannt, also erlöste Jenni sie schließlich. Sie wendete sich Kiaras
Schoss zu und begann sie zärtlich zu verwöhnen. Bereits nach kurzer Zeit war
die Atmung der Asari schnell und flach geworden. „Aah, langsam Jenni, sonst
explodier ich“ stöhnte sie. Jenni wich etwas zurück und wollte gerade
aufstehen, als Kiara ihr mit der Hand
durch die Haare fuhr. „Nicht aufhören“ gurrte sie. Ein leichtes Grinsen
wanderte über ihr Gesicht, Kiara stand in einem inneren Konflikt, auf der einen
Seite stand ihr Körper, der sie dazu drängte weiterzumachen, auf der anderen
Seite war ihr Verstand, der nicht zulassen wollte, dass sie sich fallen ließ.
Es schien jedoch so, als ob ihr Körper den Konflikt gewinnen würde. Jenni
setzte ihre Zärtlichkeiten fort, worauf Kiara mit einem wohligen Stöhnen
antwortete. Bereits nach ein paar Minuten begann sie sich immer fester
anzuspannen und ihre Atmung wurde schneller. Dem Höhepunkt nahe, glitten Kiaras
Hände hilflos, nach Halt suchend, über die nassen, glatten Fliesen. Schließlich
legte sie die eine Hand an Jennis Kopf und die andere an sich selbst, da sie
sonst keinen Halt fand. Normalerweise fühlte es sich irgendwie falsch an, sich
selbst zu streicheln, aber diesmal fühlte es sich für sie richtig an. Kiaras
Knie wurden weich und ihr Körper verkrampfte sich. „Ooh bei der Göttin...“ Sie
legte den Kopf zurück, atmete tief ein und hielt einen Augenblick inne. Der
Höhepunkt traf sie wie eine Welle, ihr ganzer Körper entspannte sich und sie
stöhnte laut auf. Als die zweite Welle sie traf, gaben ihre Knie nach und sie
rutschte langsam, erneut laut stöhnend, den Fliesen entlang zu Boden. Kiara
atmete schwer, nach einem kurzen Moment öffnete sie die Augen wieder. Jetzt
wieder auf Augenhöhe mit Kiara, beugte Jenni sich zu dieser vor und küsste sie
lange und sinnlich. „Bei der Göttin, das war der Wahnsinn“ „Das hat man gehört“
antwortete Jenni grinsend. Kiara legte ihre Arme um Jenni, zog sie an sich und
küsste sie erneut. „Ich liebe dich“ Flüsterte sie leise. „Ich liebe dich auch.“
Kiara streichelte sanft über Jennis Rücken, es war wundervoll ihre Wärme an
sich zu spüren. Jenni stand zögernd auf und reichte Kiara die Hand „Komm wir
sollten gehen, bevor die Anderen uns zu sehr vermissen“ „Deinetwegen muss ich
jetzt erst noch einmal duschen, und du solltest das auch gleich machen.“ Kiara
lächelte Jenni an lehnte sich an ihr Vorbei und schaltete die Dusche ein. Die
Asari sprang zur Seite und ein kalter Wasserstrahl traf Jenni auf den Rücken.
„Ahh, Scheiße“ fluchte sie laut und trat sofort unter dem Wasser hervor. „Du
mieses Biest“ meinte sie lächelnd, trat zu der bereits laufenden Dusche und
stellte das Wasser auf eine angenehme Temperatur ein, bevor sie sich darunter
stellte. Sie war gerade dabei sich die Haare einzuseifen, als plötzlich 2
weitere Hände an ihr lagen. Als Jenni einen Moment inne hielt, antwortete Kiara
fröhlich „Mach nur weiter, zu zweit sind wir schneller.“ Bereits nach wenigen
Sekunden wanderten Kiaras Hände von Jennis Rücken zu ihren Seiten und stetig
weiter nach vorne. Jenni bremste ihre Liebste, indem sie ihre Hände festhielt
und sie an sich zog. „Wenn du mich weiter so berührst, dann werden wir beide
heute hungrig schlafen gehen müssen…. möchtest du das denn?“ Mit einem schiefen
Grinsen antwortete Kiara „Lieber nicht.“
„Na los, komm schon!“ Kiara war gerade dabei sich anzuziehen, als Jenni sie ein
weiteres mal zur Eile aufforderte. „Ich komme ja schon!“ Schnell schlüpfte sie
in ein Shirt und huschte zu Jenni, welche sich gerade noch die Haare kämmte, da
sie vom trocknen noch ganz verwuschelt waren. Jenni legte den Kamm zur Seite
und drehte sich kurz einmal im Kreis „Geht das so?“ Kiara ließ ihren Blick über
Jennis Haare und ihr Gesicht wandern „Du siehst sexy aus“ Jenni schaute sie mit
verzweifeltem Blick an „Ok, nicht ganz das was ich erreichen wollte, aber das
muss so gehen, die Anderen sind schon fast eine halbe Stunde am essen“ Kiara
lächelte, trat näher zu Jenni und küsste diese auf den Hals. „Wir haben keine
Zeit hierfür…. Bitte.“ Auch wenn sie genau wusste, dass sie es tun sollte, so
stoppte sie Kiara nicht, viel zu zärtlich und wohltuend waren ihre Berührungen.
Auf Jennis Bitten hin beendete Kiara ihre Küsse ohnehin, sie wusste auch, dass
sie sich beeilen sollten, doch es fiel ihr schwer all die aufgestauten Gefühle
für Jenni zurückzuhalten, besonders nachdem, was gerade geschehen war. Mit
schnellen Schritten traten sie aus der Unterkunft heraus und gingen zur
Kantine. Jenni versuchte bereits sich eine gute Ausrede einfallen zu lassen,
wieso sie so lange weg war. Als sie die Kantine betraten, fühlten sie sich so,
als wären sie gegen eine Wand gelaufen, im Inneren des Raumes roch es wie in
einer schlecht gelüfteten Garderobe. Ein beißender Schweißgestank stieg ihnen
in die Nasen und ließ sie Stocken. Die anderen Rekruten saßen drinnen und
redeten ganz normal miteinander und aßen dazu gemütlich. „Oh man, ich glaub ich
gehe wieder nach drüben, ich glaub ich hab keinen Appetit mehr“ meinte Jenni
leicht angeekelt. „Bring mich nicht auf dumme Gedanken“ antwortet Kiara, welche
ebenfalls einen großen Schritt zurückgetreten war. „Und zudem hast du mich
gestresst, nur um hierher zu kommen, dann wird jetzt auch nicht mehr
gekniffen.“ Noch einmal atmeten die beiden tief durch, bevor sie in den Raum
traten. Trotz des Gestanks, stellten sie sich an ,um etwas zu essen zu holen.
Die Kantine war anders aufgebaut, als die in der Akademie, hier gab es einen
langen Büfettartigen Tisch, hinter welchem einige Köche standen und ihnen
jeweils einen Teil des Menüs austeilten. An diesem Tag stand ein Kartoffelpüree
mit Gemüse, Sauce und Fleischbällchen auf dem Speiseplan. Zum Dessert gab es
einen feinen Kuchen. Es erstaunte Jenni, dass sich die Köche dermaßen viel Mühe
gaben beim kochen, besonders da sie alle Speisen in 2 Varianten zubereiten
mussten, einmal für Menschen und Asari, und einmal für Turianer. Die beiden
bedankten sich bei den Köchen und machten sich auf den Weg zu ihren Kameraden.
„Hei, habt ihr es doch noch geschafft“ wurden sie von Selak begrüßt. „Du hast
aber lange gebraucht Jenni“ fügte er mit einem schiefen Blick an. „Ich habe auf
Kiara gewartet…..“ In dem Moment fiel ihr wieder ein, dass ihre Haare noch
nicht ganz trocken waren. Selak würde erkennen, dass sie mehr gemacht hatte,
als bloß auf Kiara zu warten. „Und habe dann auch gleich geduscht.“ „Ach, bist
du dir zu schade auch zu stinken?“ erwiderte Selak grinsend. „Hei, ich stinke
doch nicht, ich rieche nur männlich“ rief Joshua, der Selak gegenüber saß und
hob dabei den einen Arm in die Luft. Ivana die neben Joshua saß und Jenni
bisher mit einem tadelnden Blick angesehen hatte, lehnte sich jetzt von Joshuas
Achsel weg. „Wow, hier sind Zivilisten anwesend!“ mit einer schnellen Bewegung
packte sie seinen Arm und zog ihn runter. Ohne weitere Kommentare setzten sich
die beiden an den Tisch und begannen ihrerseits zu essen. Erstaunlicherweise
hatten sie sich nach ein paar Minuten an den Schweißgeruch gewöhnt. Als nach
einer Weile kein Gespräch mehr zu
vernehmen war, begann Jenni schließlich. „Wie ist es euch in der Übung Gelaufen?“
„Nicht schlecht, ich hab 3 Abschüsse, wurde aber dann selbst getroffen, einer
der anderen hat sich an mich angeschlichen.“ Ivana gestikulierte dabei mit den
Händen herum. Sie hätte dabei fast ihr Glas ausgeschüttet. „Ja, aber einer war
leider etwas zu spät…“ meinte Joshua grinsend. „Ich wurde gleich zweimal
gekillt, erst beim Ansturm und dann beim Weg zur Landezone, einer der
Scheißtypen hat mir in den Arsch geballert, als ich aufgestanden bin.“ Noch
bevor Joshua zum nächsten Wort kam, brachen die anderen Anwesenden in lautem
Gelächter aus. „Und wer darf dir denn den Hintern mit Medigel einreiben?“ „Du,
wenn du nicht gleich die Klappe hältst.“ Deni der gefragt hatte, machte ein
angewidertes Gesicht. „Eher entschärfe ich ne Mine mit nem Hammer!“ „Pha…. Du
warst ja auch nicht besser, sogar hinter der Deckung hats dich erwischt“
witzelte Joshua. „Wenigstens hab ich Jenni vorher den Hintern gerettet, gleich
2 Mal.“ „Das zweite mal aber gegen meinen Willen“ antwortete Jenni „Aber danke
trotzdem. Wär nur schön gewesen, wenns nicht umsonst gewesen wäre.“ „War es ja
auch nicht, wir haben bis zum letzten Mann…oder eben bis zur letzten Frau,
gekämpft. Wir haben unser Bestes gegeben“ warf Kiara ein. „Moment, willst du
damit sagen, dass ich eine Frau bin?“ Meldete sich Selak mit vollem Mund. Als
Kiara ihn fragen ansah, kaute er kurz und schluckte dann. „Na ich war ja der
letzte von uns, der gelebt hat.“ „Ich glaube sie sprach von denen, die gekämpft
haben, nicht von denen, die als Salat verkleidet weggerannt sind.“ Es war Alex,
der jetzt lachend das Wort ergriffen hatte.“ „Hei, es ist nun mal unser Job
versteckt zu agieren und auf Distanz zu bleiben.“ Warf Ivana eifrig ein. „und
zudem, einen Salat, der wie Selak aussieht, hab ich noch nie gesehen. Die
gibt’s wohl nur auf Tuchanka oder neben einer Chemiefabrik.“ Selak sah sie mit
schrägem Blick an, eine Mischung aus Enttäuschung und Ärger war in seinen Augen
zu sehen. „Nein nein, war nicht böse gemeint, du bist ein ganz toller und
hübscher Salat.“ Ein Grinsen huschte durch die Runde. „Na, ob ich mich jetzt
besser fühlen soll?“ „Ach komm schon, du bist doch jetzt nicht sauer oder?“
Ivanas Stimme klang besorgt. Ein breites Grinsen formte sich auf Selaks Gesicht
„Nein, dafür ist dein Gewissen viel zu leicht auszutricksen.“ Ivana gab einen
Laut der Empörung von sich und stieß Selak gegen die Schulter. Nachdem sie alle
noch eine Weile zusammen gesprochen hatten, kamen sie wieder darauf zu
sprechen, ob die Übung jetzt ein Erfolg war oder nicht. „Es spielt doch keine
Rolle, wichtig ist doch, dass wir zusammengearbeitet haben.“ Ja, das ist das
wichtigste dabei…. Oh und Kiara, wie war es ein Mädchen flach zu legen?“ Kiara
schaute Shalera mit großen Augen an. Erst nach einer Schrecksekunde bemerkte
Kiara, dass die Frage nicht auf sie und Jenni bezogen war. „Interessant, aber
auch aufregend.“ Antwortete sie mit einem neckischen Grinsen. Sofort kehrte
Stille ein und alle Augen waren auf Kiara gerichtet. „Was denn?“ Ivana und
Shalera, die von ihrer Beziehung wussten begannen breit zu grinsen. Alle
anderen schauten sie immer noch Wortlos an. „Ach, so eine bist du also….“
„Wieso denken eigentlich immer alle, das Asari alle brave Mädchen sind?“ fragte
Shalera Verständnislos. „Wahrscheinlich weil ihr so zerbrech...ähm
verführer...ähh... nett ausseht…. nicht falsch verstehen, ich mag nette
Mädchen.“ konterte Joshua, der etwas Rot wurde. Direkt brach Gelächter unter den männlichen
Rundenmitglieder aus, das aber durch die verständnislosen Blicke der Frauen
langsam verstummte „Also mir sind die Unartigen sympathischer“ meinte Jenni.
Erneut wurde es plötzlich still. „Das kann ich mir durchaus vorstellen, gleich
und gleich gesellt sich gern.“ Shalera konnte sich ein Lachen nicht verkneifen.
Jenni bemerkte erst jetzt, dass sie sich beinahe verraten hätte. Für sie war es
mittlerweile ganz normal, dass sie mit einer Asari zusammen war. Das die
anderen nichts von ihrer Beziehung wussten, wusste sie, aber das sie dadurch
auch nichts von ihrer Interesse an Frauen wusste, hatte sie beinahe vergessen. „Ich
gehe dann mal wieder rüber, und ihr solltet das auch tun, bevor sie wegen euch
noch den Giftgas-Alarm auslösen.“ Jenni stand auf sah die Anderen an. Nach
einem kurzen Moment des Zögerns, standen einige der Rekruten auf und folgten
ihr. Die anderen folgten mit einem kleinen Abstand dann auch noch.
Die letzten zwei Wochen waren schnell vorbeigegangen, sie hatten praktisch
jeden Tag Übungen gehabt. Die Ziele waren jedes mal ein wenig anders gewesen,
einmal hatten sie ein von Feinden besetztes Gebiet durchqueren müssen, einmal
hatten sie ein Fahrzeug eskortieren müssen und mehrere male hatten sie
Angriffs- oder Verteidigungsmissionen gehabt. Sie haben bei fast allen dieser
Übungen mit den anderen Gruppen zusammengearbeitet und gegen die Ausbilder
gekämpft. Dadurch war der Zusammenhalt der einzelnen Gruppen, sowie der unter
den einzelnen Gruppen, verstärkt worden. Mittlerweile waren sie mehr als bloß
Kameraden , je länger sie zusammen lebten und kämpften, desto mehr begannen sie
sich umeinander zu sorgen. An den Wochenenden, an denen sie den Stützpunkt
nicht verlassen durften, hatten sie oft zusammen gepokert, gegrillt oder
einfach zusammen geredet. Jeder konnte jedem vertrauen, auch wenn man nicht
jedes Geheimnis teilte, so wussten doch alle, dass sie es gekonnt hätten, ohne
sich Sorgen machen zu müssen. Genau wie Reeston gesagt hatte, sie hatten die
gröbsten Hemmungen voreinander verloren und konnten sich dadurch vertrauen.
Die Orange-roten Flammen züngelten in den finsteren Nachthimmel hinauf und
ließen Wolken aus glimmenden Funken aufsteigen. Es war ziemlich kühl an diesem
Abend, was die Rekruten aber nicht davon abhielt draußen zu sitzen. Die ersten
von ihnen hatten sich bereits unten am Fluss getroffen und dort ein Feuer
gemacht, der größte Teil von ihnen war noch auf dem Weg nach unten. Sie
feierten ihren letzten Abend auf dem Stützpunkt. Der Colonel hatte ihnen am Tag
zuvor mitgeteilt, dass sie in zwei Tagen verlegt würden. Wohin und für wie
lange hatte er ihnen nicht gesagt. Das einzige was sie wussten, war das der
Stützpunkt auf demselben Planeten lag. Der Colonel hatte sich überhaupt sehr
geheimnisvoll gehalten. „Genauere Details erfahrt ihr später.“ Hatte er knapp
geantwortet, wenn er etwas gefragt wurde. Aber das war im Moment auch
zweitrangig, jetzt zählte es nur gemeinsam die überstandene Grundausbildung zu
feiern. „Du bist dran. Wer würde bei dir noch so auf der Liste stehen Deni?“
Die Jungs saßen beieinander und unterhielten sich über ihre Traumfrauen, meist
pubertäre Wunschträume, so wurden diverse Stars aufgezählt. „Hm…. Die Sängerin
von Expel10.“ „Gute Wahl, die ist definitiv heiß“ antwortete Joshua. „Und du
Alex?“ Alex hob nachdenklich eine Augenbraue an und stocherte mit einem Stock
in der Glut. „Ähm…. Ich glaube…. Maria Ventis“ Als nach ein paar Sekunden noch
keine Reaktion, außer fragenden Blicken kam, fügte Alex an „Ihr wisst schon,
die hübsche Blonde aus Vaenia“ „Ach so, ich vergesse immer den Namen…. Jab auch
heiß, aber zu alt, die ist mittlerweile schon 29“ meinte Deni. „So Joshua, jetzt
bist du dran“ „Ok, ihr werdet lachen aber…. Samanta“ „Shepard?“ kam es
ungläubig zurück. „Jab“ Joshua grinste breit „Die würde dich einfach killen,
wenn du sie schlecht behandelst…. oder anfasst“ konterte Alex. „Ich stehe halt
auf gefährliche Frauen, die bösen sind eh immer die heißesten. Und egal wie
gefährlich die ist….“ Joshua zeichnete die Silhouette eines Frauenkörpers in
die Luft und pfiff leise. „Du spinnst doch.“ sagte Selak, der sich bis jetzt
noch kaum gemeldet hatte. „Ach und wen würde unser Turianer vorschlagen?“
„Shaira, die Konsortin auf der Citadel…. oder Aria“ für einen Moment herrschte
Stille, dann brachen die Anwesenden in Gelächter aus, „Und du willst mir sagen,
das Shepard zu gefährlich ist? Oh Mann, weißt du eigentlich was Aria mit lästigen
Verehrern macht? Die wandern durch die Luftschleuse!“ prustete Deni. Als sie
sich wieder etwas beruhigt hatten, lehnte sich Alex etwas vor und zeigte den
anderen an das auch zu tun. „Mal ehrlich, unsere Chancen bei denen sind gleich
Null, bleiben wir doch mal realistisch….“ „An wen denkst du dabei?“ Alex warf
einen flüchtigen Blick über die Schulter „Na von den Mädels hier.“ Erdrückendes
Schweigen senkte sich über alle Anwesenden. Es wurden nervöse und unangenehme
Blicke wurden ausgetauscht. „Etwas genauer bitte“ Alex sah sich erneut um, aber
diesmal gründlicher. „Ok…. Ähm…. Nehmen wir Ivana“ Es dauerte eine Weile, bis
einer der Anwesenden antwortete „Also ich finde sie ist ganz hübsch, aber sie
ist sehr schüchtern.“ Antwortete Deni etwas nervös. „Das finde ich süß an ihr….
Aber da sie von der Religion her vor der Ehe nich darf…..“ die anderen schauten
Joshua schräg an. „War ja klar…“ „Was denn? Sag bloß du hast da noch nie daran
gedacht Deni“ Der Angesprochene zuckte grinsend mit den Schultern. Nach einer
kurzen Diskussion wandten sich die drei jungen Männer Selak zu „Sag auch mal
was, du kannst mir nicht weiß machen, dass dich keines der Mädels anspricht.“
Der Turianer begann zu grinsen „Arsilia“ antwortete knapp. „Viel Glück, da hast
du dir aber was vorgenommen….“ warf Alex ein, der sich etwas zurückgelehnt
hatte und die Arme vor der Brust verschränkt hatte ein. „Ja aber schaut euch
mal ihr Gesicht und ihre Figur an.“ „Oha, da kommt ja Einer richtig ins
schwärmen…. Und ich dachte schon bei Turiannern sei das wie bei den
Salarianern.“ „Hei, jetzt bewegst du dich aber auf dünnem Eis“ meinte Selak mit
einer drohenden Handbewegung, ein Grinsen konnte er sich dennoch nicht
verkneifen. „Ich stehe nun mal einfach nicht auf Menschen.“
Jenni, welche das Feuer bereits von weitem
erkannt hatte, trat vorsichtig an die Gruppe heran. Noch war sie zu weit
entfernt, um zu verstehen, was sie sagten. Es waren noch ca. 15 Meter bis zu
der Gruppe. Leicht geduckt schlich sie sich hinter einen Busch. Noch immer
waren nur einzelne Wortfetzen zu verstehen. Jenni überlegte einen Moment und
trat dann hinter dem Busch hervor und ging ganz locker auf die Gruppe zu. Sie
hielt einen Finger vor ihren Mund, um zu signalisieren, dass die Anderen sich
nichts anmerken lassen sollen. Sie wollte Alex, der ihr den Rücken zukehrte
erschrecken. Selak, der ihm gegenüber saß, erkannte Jenni als sie näher kam, er
hätte sie beinahe gegrüßt, erkannte ihre Geste aber gerade noch rechtzeitig.
„Hei Alex, jetzt bist du dran, was hältst du von…. Jenni“ Die anderen beiden,
die Jenni ebenfalls erkannt hatten, mussten sich zusammenreißen, um nicht zu
lachen. „Wie, meinst du das jetzt ernst? Sie ist unsere Anführerin…“ „Klar“
Selak klang ganz ruhig, er hatte sich nahezu perfekt im Griff. „Ganz ehrlich?
Die ist heiß, aber ich hätte zu viel schiss mir die Finger an ihr zu
verbrennen.“ Joshua und Deni konnten sich kaum mehr zurückhalten, als Jenni die
Arme vor ihrer Brust verschränkte und lächelnd die Augenbrauen anhob, begannen
die beiden lauthals zu lachen. Sie fingen sich aber so schnell sie konnten
wieder. „Wieso lacht ihr mich aus, findet ihr sie etwa nicht heiß?“ Plötzlich
schwiegen die beiden verlegen. „Doch, sie ist ganz hübsch, aber wie gesagt, ich
kann das nicht so genau beurteilen.“ warf Selak hastig ein. Jenni, die sich
mittlerweile ein breites grinsen nicht kehr verkneifen, konnte trat vorsichtig
auf Alex zu. „Na ja, egal…. Was haltet ihr von Kiara?“ Jenni, welche nur noch
einen Schritt von ihm entfernt war, beugte sie sich zu diesem vor. „Die sieht
auch nicht schlecht aus, oder?“ Alex erschrak fürchterlich, er zuckte zusammen
und hätte fast geschrien. Nachdem er aufgesprungen war und sich zu ihr
umgedreht hatte, blieb er wie versteinert stehen und starrte die grinsende,
junge Frau, die vor ihm stand, an. Die anderen 3 Anwesenden fielen jetzt vor
lachen fast von den Steinen, auf denen sie saßen. „Ihr Scheißtypen habt sie
gesehen? Oh Scheiße…. Äh…hei Jenni, du weißt ja…. Das war nicht so gemeint….
Ich…. Ähm…. Ach ****!“ Er drehte sich von Jenni weg und legte die Hand vor sein
Gesicht. Er war total rot im Gesicht. „Ich nehme das einfach als Kompliment“
antwortete Jenni noch immer lächelnd. Mit einem erzwungenen Lächeln blickte er
sie an, wendete sich aber sofort wieder ab. Die drei anderen Jungs hatten sich
immer noch nicht erholt und hielten sich mittlerweile die Bäuche.
„Also Jungs, lasst euch von mir nicht stören, wo wart ihr gerade
stehengeblieben“ Jenni brach die Stille, die seit ihrer Ankunft herrschte. In
den 3 Minuten, seit sie angekommen war, hatte keiner mehr ein Wort gesagt. „Ich
fühle mich, als ob ich irgendwie nicht willkommen wäre….“ „Nein, es ist nur….
Das ist eher ein Jungs Thema“ antwortete Deni vorsichtig. „Ach kommt schon, wir
sind ein Team, da sollten wir uns schon etwas vertrauen….“ Einen Moment lang
sagte niemand etwas. „Ok, wir haben uns darüber unterhalten, wer von den
anderen Rekruten denn am besten aussieht.“ „Ach so…. also Alex’s Meinung kenne
ich ja jetzt, wie siehts bei euch aus?“ Wieder sagte niemand etwas. Alle wichen
ihrem Blick aus, außer Alex, der wurde wieder rot, als sie ihn ansah. Selak
zeichnete einige Linien mit einem Stock in den feinen Sand, während Joshua und
Deni auf ihre Füße starrten. „Wenn ihr euch nicht traut, dann fange ich an… für
mich ist es Kiara“ antwortete Jenni direkt. Mit großen Augen schauten die
anderen sie an. Jenni und Kiara hatten vorhin ausführlich miteinander darüber
gesprochen und waren sich einig geworden, dass sie ihren Kameraden anvertrauen
konnten, dass sie in einer Beziehung sind. Es geheim halten zu wollen machte es
nur unnötig schwerer für sie und früher oder später würden es eh alle
herausfinden. „Das ist….interessant“ antwortete Deni mit angehobenen
Augenbrauen. „Habt ihr eigentlich was zu trinken dabei?“ „Klar, hier!“ Alex
holte ein Bier aus einer Kiste, die hinter dem Stein, auf dem er saß, stand.
„Also, ihr schuldet mir immer noch eine Antwort Jungs…“ „Ähm…. Also….“ „Na los,
raus damit!“ Selak atmete tief durch „Nach meiner Sicht ist Arsilia die
hübscheste hier im Lager.“ Sofort wanderte Selaks Blick durch die Runde, nach
Reaktionen suchend. „Bei mir ist es Ivana“ gestand Deni. Nun ruhten alle Augen
auf Joshua. „Was? Ne… ähm... Ich brauche
keine , die kommen doch von alleine zu mir angelaufen“ meinte er mit einem
schiefen lächeln. Alex kam der erste Schluck Bier bei der Aussage direkt aus
der Nase geschossen, die Anderen konnten sich auch nicht mit dem lachen
zurückhalten. „Komm Joshua, fantasier nicht rum und erzähl schon“ sagte Jenni
grinsend „Dann würd ich sagen…. Nicole“ „Die Kleine aus Gruppe A? Die Blonde?“
Joshua nickte eifrig „Jab.“ Ein paar weitere Minuten vergingen. „Kommen die
anderen eigentlich noch?“ „Ja, sie sind bestimmt gleich hier“ versicherte
Jenni. Tatsächlich trafen nach ein paar Minuten die ersten anderen, Kiara Ivana
und eine andere junge Rekrutin, Tamara. „Hei, na also, ich dachte schon ihr
kommt nicht mehr.“ Einige der Rekruten schoben einen Baumstamm, der in der Nähe
lag, mit Hilfe ihrer Biotiken ans Feuer heran. Jenni und Kiara setzten sich
dicht nebeneinander, als sich ihre Blicke trafen wanderte ein lächeln auf
Kiaras Gesicht. Jenni legte ihren Arm um sie und schaute ihr tief in die Augen.
Joshua ,der die beiden anstarrte, stieß
Deni sofort mit dem Ellenbogen in die Seite. Deni schaute erst zu ihm,
folgte dann seinem Blick und blieb
seinerseits an den beiden hängen. Kiara bewegte sich langsam auf Jenni zu und
schloss die Augen. Die Blicke der anderen Rekruten waren auf ihnen fixiert,
doch das störte sie nicht. Nach einem langen und zärtlichen Kuss lösten sie
sich wider voneinander. Mit einem etwas verlegenen lächeln schauten die beiden
in die Runde. „Oh…. Jetzt verstehe ich“ meinte Deni. „Ich hab doch gesagt, dass
ich bei eurem „Jungs-Thema“ auch mitreden kann“ gab Jenni lächelnd zurück. „Hei
Alex, nicht traurig sein, das hätte niemand wissen können….“ Alex warf Selak
einen finsteren Blick zu und hob drohend die Faust.
Von dem großen Lagerfeuer war nur noch die Glut übrig, die ein diffuses Licht
in die Runde warf. Die Gruppe war schon eine ganze Weile komplett und sie
hatten sich in den letzten Stunden prächtig unterhalten. Die anfängliche
Anspannung war in jenes familiäre Gefühl gewichen, das sie jedes Mal verspürt
hatten, wenn sie alle zusammen waren.
Diese Gefühl schenkte einem Geborgenheit und Mut, egal wo sie waren, aber es
ließ einen auch offener werden und es schenkte Vertrauen. „Hei, hört mir mal
alle schnell zu. In der turianischen Armee gibt es so eine Tradition, ein jeder
junger Soldat, der eintritt, lässt etwas zu Hause zurück, etwas das zu ihm
gehört. Genauso lässt er auch etwas zurück, wenn er das Militär wieder
verlässt, doch er nimmt auch etwas mit. Ich bin dafür, dass wir diese Tradition
hier auch einhalten.“ Alle anwesenden Turianer nickten sofort, die anderen
stiegen etwas zögernd auch ein. „Es muss nichts materielles sein, aber es muss
etwas persönliches sein. Ich fange gleich an.“ Er griff in seine Tasche und
nahm ein kleines Bild hervor. Es war in einem kleinem Rahmen gefasst und zeigte
zwei Turianer im Kindesalter von 10 vielleicht 12 Jahren . „Das ist das Foto
von mir und meinem Bruder. Es wurde 1 Woche, bevor er bei einem Unfall starb,
aufgenommen.“ Ein beklemmendes Schweigen überkam alle. „Die Erinnerung an
seinen Tod, den ich damals leider mitansehen musste, verfolgt mich seither
ununterbrochen. Ich habe gelernt damit umzugehen, aber die Bilder verfolgen
mich noch immer.“ Er holte das Bild aus dem Rahmen und hielt es zwischen 2
Fingern. „Die Erinnerungen an ihn, als Freund, als Gefährten und als großer
Bruder, dem ich immer vertrauen konnte, wird mir nie jemand nehmen können. All
die glücklichen und schönen Erinnerungen an ihn werden für immer ein Teil von
mir sein, alle Anderen lasse ich hier auf diesem Stützpunkt zurück.“ Während er
die letzten Worte sprach warf er das kleine Bild in die Glut des Feuers, wo es
sofort in Flammen aufging. Der Reihe nach sagten alle was sie zurückließen, die
heitere Stimmung kehrte nach diesem Tiefpunkt schnell wieder zurück, da die
anderen Geschichten nicht so traurig waren. „Jetzt bist du dran Ivana, was bleibt
von dir hier?“ Ivana griff in ihr Shirt und holte eine Kette, an der ein Kreuz
hing, hervor. Sie streifte die Kette ab und legte sie in ihre Hand. „Meine
Religion…“ Sie schloss ihre Hand zur Faust und richtete ihren Blick in die
Runde. „Ich werfe sie nicht weg, ich schließe sie nur in eine Truhe ein, eine
Truhe die ich erst wieder öffnen werde, wenn ich die Allianz ein für alle Mal
verlasse. Und wer weiß, vielleicht will ich sie bis dahin gar nicht mehr
öffnen.“ „Darf ich fragen wieso du das tust?“ fragte Kiara vorsichtig. „Ich
habe mit einer Freundin darüber gesprochen und jetzt ist mir klar geworden, das
sie Recht hatte. Was ich hier tue, lässt sich nicht mit meiner Religion
vereinbaren und ich kann nicht verantworten, dass ich meiner Religion wegen hier
nicht 100% dabei bin.“ Kiara nickte leicht, es schien Ivana nicht leicht zu
fallen diesen Schritt zu tun. „Ach gibs zu, du willst doch einfach so richtig
die Sau raus lassen“ meinte Alex schmunzelnd. Als Antwort bekam er einen
vielsagenden Blick. Nach ein paar weiteren “Opfer“ war nun Kiara an der Reihe.
„Ich lasse hier nichts Materielles zurück, aber dafür etwas umso
persönlicheres….“ Alle schauten sie gespannt an. Kiara schien mit sich selbst
zu ringen, es fiel ihr schwer weiterzusprechen. Schließlich überwand sie ihre
Hemmungen und fuhr fort. „meine Jungfräulichkeit“ sagte sie grinsend. Jenni
konnte förmlich spüren, wie die Röte in ihr Gesicht schoss. Verlegen schaute
sie in die Glut. Alle starrten Kiara an, einigen stand sogar der Mund offen.
All die fragenden Blicke ruhten auf Kiara, doch diese wandte ihren Blick
lächelnd an Jenni. Schlagartig waren alle Blicke auf Jenni fixiert. Verlegen
lächelnd sah diese in die Runde. „Ach so, deshalb hat es neulich solange
gedauert, als du “auf der Toilette“ warst. Jenni begann zu grinsen und
entspannte sich langsam wieder, die anderen hatten das ganze mit Humor
aufgenommen und grinsten sie alle an. „Na dann wissen wir ja auch schon was du
hier lässt Jenni“ meinte Shalera. „Nein, meine Unschuld hab ich erst gar nicht hierher
mitgenommen.“ Erneut schauten sie alle an, aber diesmal nutzte Jenni das
gerade. „Nein, ich lasse hier etwas anderes zurück.“ Sie stand auf und zog die
Nadel die ihre Hochsteckfrisur hielt aus ihren Haaren, sodass diese offen
herunterhingen. Sie hatte ihre Haare, die ihr etwa bis zur Mitte ihre Oberarms
reichten gefärbt. Jetzt strahlen sie in einem leuchtenden Rot. „Ich lasse das
kleine ängstliche Mädchen, das ich bis vor kurzem war, hier zurück. Bis zu
meinem Beitritt zu diesem Projekt war ich immer sehr unsicher und habe viel zu
oft gezögert und mich vor Entscheidungen gedrückt. Jeder von uns hatte Ängste
in sich drin, die er mit sich trägt, aber wir dürfen nicht zulassen, dass sie
unser Leben bestimmen. Ich hatte bisher immer Angst bei einer Entscheidung die
falsche Wahl zu treffen und ließ mich dadurch lähmen. Aber jetzt bin ich, wenn
ihr es denn so wollt, eure Anführerin. Jetzt bedeutet zu zögern nicht einfach
eine persönliche Konsequenz, nein jetzt kann es den Tod eines Freundes
bedeuten.“ „Weise Worte…. wenn es nach mir geht, dann bleibst du unsere
Anführerin.“ Die meisten Anwesenden begannen zu nicken. „Wer ist dafür, dass
sie uns weiterhin in die Schlacht führt?!“ Alle Anwesenden hoben die Hand.
„Einstimmig, nimmst du die Wahl an?“ „Ja verdammt!“ Triumphierend hob Jenni die
Faust in die Luft „Zeigen wir den Typen was es bedeutet sich Biotiker nennen zu
dürfen!“ Jubelnd machten sie Jennis Geste nach, es war ein geradezu
berauschendes Gefühl, das Vertrauen all dieser Leute zu haben, die einem den
Rücken stärkten.
Nachdem sie noch eine Weile gefeiert hatten, brachen sie schließlich auf,
wieder zurück zum Stützpunkt. Jenni hatte sich zusammen mit Kiara etwas von der
Gruppe abgesetzt. „Wie bist du eigentlich genau auf diese Haarfarbe gekommen?“
„Ich wollte weg vom braven Mädchen, irgendetwas…“ „etwas Wildes, das dein Feuer
wiederspiegelt?“ Jenni nickte „Wieso fragst du, gefällt es dir nicht?“ „Ganz im
Gegenteil, du siehst verdammt sexy aus.“ Flüsterte die Asari Jenni ins Ohr.
„Ich würde zu gerne mal den Kontrast zu deiner Haut sehen“ antwortet Jenni
neckisch. Als Kiara begann sie auf den Hals zu küssen, trat Jenni einen Schritt
zur Seite. „Ich habe irgendwie das Gefühl, dass dir Spaß macht, all deine
Mitmenschen zu schockieren.“ „Ach wieso denn?“ „Naja, du warst da unten nicht
gerade…. Zurückhaltend.“ „Es war deine Idee es ihnen zu sagen.“ „Ja aber ich
meinte, dass wir zusammen sind, nicht wie weit wir Liebestechnisch schon sind.“
Kiara stellte sich vor sie, fasste Jenni an den Hüften und küsste sie. „Mir ist
nichts anderes eingefallen, was ich hätte hierlassen können….“ „Wenigstens
haben die Jungs jetzt ein Gesprächsthema…. Die beiden Mädels unter der Dusche…“
bei den letzten Worten musste sie lachen. „Ich hätte zu gerne sehen wollen, was
in deren Köpfen abgegangen ist, als du es erzählt hast.“ Kiara schaute sie
schräg an „bist du sicher?“
Als hätte sie
versucht ein schweres Metalltor aufzustemmen, versuchte sie ihre
Augenlider zu öffnen . Erst nach langem
Kampf gelang es ihr. Die Uhr auf dem kleinen Tischchen, das neben ihrem Bett
stand, zeigte 6:30 an. Ihre Augenlider fielen wieder zu und sie begann sich zu
entspannen. „Hei, lass es einfach, in 15 Minuten reichts auch noch“ flüsterte
eine Stimme in ihrem Kopf. Irgendetwas ließ dennoch nicht zu, dass sie sich
entspannte. „Es ist erst 6:30…. 6:30?“ Einen Moment brauchte ihr Gehirn, um die
richtigen Zusammenhänge zu finden. „****!“ Ruckartig fuhr Jenni hoch und war
hellwach. „Scheiße! Los alle aufstehen“ Sie sprang sofort aus dem Bett und zog
ihr Shirt hastig an. „Hei, alle aufwachen, wir müssen schnell zur Kantine oder
wollt ihr alle ohne Frühstück abreisen?!“ Die noch schlafenden Rekruten fuhren
hoch, als sie von Jennis Rufen aus dem Schlaf gerissen wurden. „Scheiße, wir
müssen in 30 Minuten abmarschbereit sein!“ Jenni zog ihre Socken an und machte
sich auf die Suche nach ihren Schuhen. „Hier!“ Kiara warf ihr ihre Schuhe zu
„Du hast sie im Gang nach dem Putzen liegen lassen.“ „Danke…. Na los, beeilt
euch. Alle die fertig sind gehen sofort in die Kantine“ sie warf einen nervösen
Blick auf die Uhr „In spätestens fünf Minuten seit ihr drüben!“ Jenni verließ
eilig den Raum und begab sich zur Kantine. Die anderen beiden Gruppen waren
bereits größtenteils anwesend. Jenni nahm sich ein Tablett mit Essen und setzte
sich schnell an einen der freien Tische. Der Rest ihres Team folgte kurz
darauf. Eilig frühstückten sie, um noch die Zeit zu haben das Nötigste zu
packen. 15 Minuten bevor sie abreisen würden, wollte Jenni die Kantine wieder
verlassen, um ihre Sachen zu packen. „Wo willst du denn hin Parker?“ Reeston
stand direkt neben der Tür, er hatte die Kantine gerade betreten. Jenni sah ihn
erstaunt an, sie hatte ihn außer bei den Übungen nie mehr direkt gesehen.
„Oh…äh…ich will meine Sachen packen, damit wir pünktlich abreisen können, Sir.“
„Das wird nicht nötig sein, das nötige Gepäck ist bereits vorbereitet“ meinte
der Colonel ernst. Jenni schaute ihn etwas verwirrt an, drehte sich aber
schließlich um, als der Blick des Colonels streng blieb. Etwas verwirrt ging
Jenni zurück zu ihrem Tisch. „Ok, Leute ihr braucht euch nicht zu beeilen,
unser Gepäck steht schon bereit….“ Jenni erntete ungläubige Blicke von den
Anderen. Sie zuckte mit den Schultern und deutete in die Richtung des Colonels,
der gerade nach vorne trat. Unaufgefordert richteten alle Rekruten ihre
Aufmerksamkeit auf den Colonel. Nach einem kurzen Räuspern erklärte er ihnen,
dass sie kein Gepäck mitnehmen dürften, außer ihrer jetzigen Kleidung. Da sie
jetzt auf einen streng geheimen Stützpunkt verlegt würden, müssten sie auch
alle technischen Geräte abgeben. Die Daten auf ihren Universalwerkzeugen würden
ihnen nach einer Überprüfung auf Viren und Spionagesoftware wieder ausgehändigt
werden. Universalwerkzeuge würden sie neue erhalten. Ohne weitere Erklärungen
verließ der Colonel die Kantine wieder. „Versteht einer von euch was das soll?“
keiner antwortete Ivana, jeder den sie ansah zuckte nur mit den Schultern. „Das
werden wir bald wissen, in 5 Minuten ist Abflug.“ Die Rekruten standen auf,
räumten ihre Tabletts weg und begaben sich nach draußen. Sofort brachen
Gespräche unter den Rekruten aus, eifrige Diskussionen wurden geführt. Nach
wenigen Minuten tauchten 3 mattschwarze Shuttles am Himmel auf. Als sie näher
kamen, ging ein Raunen durch die Menge, die Shuttles waren alle mit N7
beschriftet. Nur die Elite der Allianz bekam diesen Rang. Das N7-Projekt war
mit der Salarianischen STG oder den Asari Kommandokämpferinnen zu vergleichen.
Joshua sah Jenni grinsend an „Als der Colonel “Elite“ sagte habe ich an ein
Sonderkommando gedacht aber das…. Der Wahnsinn, die Anderen von der Akademie
werden ausrasten, wenn sie erfahren, dass wir nun zu N7 gehören.“ „Freu dich
nicht zu früh, vielleicht sind nur die Shuttles von N7.“ Joshua schüttelte den
Kopf „definitiv nicht, die würden keine Spezialshuttles schicken, nur um uns zu
imponieren.“ Jenni nickte, das klang logisch, aber ein Beitritt zu N7 war
normalerweise nur den Besten vergönnt. Auch wenn der Gedanke dämlich war,
fühlte sie sich irgendwie nicht würdig. Wenn man den Geschichten ihres Vaters
glauben konnte, dann wusste sie auch nicht, ob sie sich über diese Entwicklung
freue sollte. Ihr Vater hatte ihr immer erzählt, dass die N7-Ausbildung extrem
hart sei und nur Spinner sich dazu bereit erklären würden. Wie er wohl
reagieren würde, wenn sie ihm das erzählen würde. „Stellt euch in euren Gruppen
auf, in Zweierreihen.“ Rief einer der Soldaten, die neben den Rekruten standen.
Eine große Staubwolke wurde von den landenden Shuttles aufgewirbelt und
peitschte ihnen entgegen. Mit einem leisen Zischen öffneten sich die Luken der
Shuttles und je 2 Soldaten traten heraus. Der Colonel trat auf die Rampe der
mittleren Shuttles und drehte sich zu den drei Gruppen, die vor der Landezone
standen. „Worauf wartet ihr? Einsteigen meine Damen und Herren!“ sofort setzten
sie sich alle in Bewegung. Die Bänke an den Wänden des Laderaums waren nicht
sonderlich bequem, und Fenster suchte man vergebens. Mit einem Ruck hoben die
Shuttles ab und stiegen schnell der Wolkendecke entgegen. Von dem merkte man im
inneren aber, außer dass sie gegen die Bänke gedrückt wurden, kaum etwas. Die
sehr gute Dämpfung ließ kaum Motorengeräusche durch.
Der Flug hatte fast 2 Stunden gedauert. Die Rekruten hatten kaum miteinander
gesprochen, die beiden anderen Soldaten, die anwesend waren, wirkten sehr
einschüchternd. Sie standen einfach da und schwiegen. Jenni wollte sich an
Kiara anlehnen, traute sich aber nicht. Als die Shuttles endlich landeten und
sich die Rampen senkten, waren alle total angespannt. Was würde sie erwarten?
Als Jenni das Shuttle verließ schützte sie ihre Augen vor dem hellen
Sonnenlicht mit ihrer Hand. Sie waren im Innenhof eines riesigen
Gebäudekomplexes. Auf der einen Seite stand ein mindestens 6-Stöckiges, nach
oben leicht schmaler werdendes Gebäude, daran angrenzend standen mehrere
kleinere Gebäude. Die Soldaten, die sie bereits erwarteten, nahmen die Rekruten
in ihre Mitte und führten sie zügig zu einem der kleineren Gebäuden. Dort
angekommen wurden sie alle gründlich durchsucht und gescannt. Nachdem sie diese
Prozedur über sich hatten ergehen lassen, wurden sie weitergeleitet. Im
nächsten Raum warteten einige Leute in Allianzuniform auf sie, diese hatten
Kleiderstapel neben sich und verteilten diese an die hereinkommenden Rekruten.
Nachdem sie sich in den dafür vorgesehenen Kabinen umgezogen hatten, wurden sie
direkt in einen großen Raum weitergeleitet. Vor den vielen Stühlen, die darin
standen, war ein kleines Podest aufgebaut, im Hintergrund hing ein Projektor an
der Decke. Links und rechts von dem Rednerpult hingen zwei rote Flaggen. Auf
den Flaggen war ein Totenschädel, der mit weit aufgerissenen Mund nach unten
zeigte und von einer tropfenförmigen Wolke umgeben war, zu sehen. Hinter dem
Schädel war ein mit einer Faust, mit einer Art Klinge daran, gekreuztes Gewehr
zu sehen. Als alle Rekruten den Raum betreten hatten, wurden die Türen
geschlossen. Nach ein paar Minuten in denen viel getuschelt wurde, trat
schließlich Colonel Reeston an das Rednerpult. Sofort herrschte Stille, Jenni konnte
ihren eigenen Atem hören und sie spürte ihren Herzschlag. „Als erstes möchte
ich euch gratulieren, ihr alle seit heute hier, weil ihr euch bewährt habt. Ihr
alle habt es geschafft und gehört jetzt zur Allianz, als vollwertige
Mitglieder. Doch jetzt beginnt eure eigentliche Ausbildung erst wirklich.
Bisher hat man euch kaum Details genannt, worum es hier eigentlich geht oder
warum gerade ihr ausgewählt wurdet. Das werde ich jetzt ändern….“ Das Licht
wurde etwas gedämmt und der Projektor erwachte aus dem Standby. „Ihr wurdet
rekrutiert, um Teil einer Spezialeinheit zu werden, deren Zweck Angriffe tief
im Feindesland sind. Doch wieso braucht man dafür Biotiker? Bei einem Angriff
hinter den feindlichen Linien müssen die Kämpfer erst einmal dahin kommen. Bereits
da stieß man bei der Planung dieser Einheit auf Probleme.“ Der Projektor zeigte
ein Shuttle, das auf einen Planeten zuflog. Einige Kilometer über Boden hielt
das Bild an. „Bei einer Landung in feindlichem Luftraum gibt es zwei heiße
Phasen. Die erste ist es die Langstreckenluftabwehr zu überleben. Ist man erst
einmal tief genug angekommen, ist sie kein Problem mehr. Das Shuttle sank
tiefer, während der Colonel fortfuhr. „Durch modernste Tarntechologie ist dies
jedoch das kleinste Problem, kritischer wird es bei der Landung selbst. Dabei
muss das Shuttle extrem langsam und niedrig über dem Boden fliegen und ist dadurch eine Zielscheibe für jeden
Feind. Bei Angriffen in besetztem Gebiet sind die Überlebenschancen sehr
gering. Und wenn die Feinde nicht gleich das ganze Shuttle abschießen, dann
Rennen die Soldaten ins Sperrfeuer der Feinde.“ Auf dem Projektor liefen alte
schwarz-weiß Aufnahmen vom D-Day des zweiten Weltkrieges. „Solche Landungen
sind, wie ihr sehen könnt, keine gute Idee.“ Auf der Leinwand waren die
Aufnahmen eines Maschinengewehres zu sehen, das ein ganzes Bot voller Soldaten
niedermähte. Jenni lief beim Anblick des leichengesäumten Strandes ein kalter
Schauer den Rücken herunter . „Also entwickelte man andere Landetechniken, doch
auch da stand man schnell vor Problemen. Der Absprung mit Landekapseln aus dem
Orbit wurde schnell wieder aufgegeben. Die Kapseln sind für die Luftabwehr ein
Zielschießen, und die Landungen sind zu weit verstreut. Nur ein Drittel der
Soldaten würde überhaupt richtig aus den Kapseln rauskommen, ohne gleich
zersiebt zu werden. Beim Absprung per Fallschirm stellte sich genau das selbe
Problem…. Unsere schlauesten Köpfe verbrachten Jahre damit eine Lösung dafür zu
finden. Als das erste Biotikerprojekt mit Menschen ein Erfolg war, eröffneten
sich plötzlich viele neue Möglichkeiten. Vor etwa zwei Jahren kam dann
schließlich die Erleuchtung. Wenn das Bremsen des Sturzes die Soldaten zu einem
Ziel machte, dann musste man sie einfach nicht mehr bremsen. Frei nach dem
Motto: „Besser gut geklaut, als schlecht selbstgemacht“, fanden unsere
Wissenschaftler schließlich eine Lösung... bei den Geth.“ Eine weitere
Projektion begann zu laufen. Ein Geth Schiff flog über eine Basis voller
Feinde. Als das Schiff anhielt, wurden dutzende von Robotern einfach aus dem
Schiff geworfen und landeten mitten im feindlichen Gebiet. Die überrumpelten
Verteidiger wurden in Windeseile getötet. Nach einem Moment in dem alle
schwiegen, hob einer der Rekruten die Hand. „Ah, eine Frage….“ Der Colonel deutete
dem Rekruten an, seine Frage zu stellen. „Sir, aber ein solcher Absprung würde
einen Menschen töten, oder einen Turianer oder….“ „Das war uns auch bewusst,
weshalb wir uns gleich noch weiter bei den Geth bedienten. Kein Organisches
Wesen würde so eine Landung überleben, deshalb haben wir entschieden euch zu
Geth zu machen….“ Sofort ging ein Raunen durch die Anwesenden. „Wir werden euch
natürlich nicht einfach mit Implantaten vollstopfen, wie andere Organisationen
das zu tun pflegen, wir werden euch lediglich Geth beschichten…. in gewisser
Weise.“ Das 3 Dimensionale Abbild eines Geth erschien in voller Lebensgröße.
Schritt für Schritt wurde zuerst Panzerung, dann die Synthetische Muskulatur
und zum Schluss das tragende Skelett entfernt. Zurück blieb nur ein Haufen
Elektronik. Die übriggeblieben Teile verblassten, stattdessen tauchte ein
Mensch an derselben Stelle auf. In umgekehrter Reihenfolge wurde zuerst das
tragende Skelett, aus einer Titan-Keramik-Kohlenstofflegierung, an den Menschen
angelegt, dann die synthetischen Muskeln und zum Schluss die Panzerung.
Getuschel brach unter den Rekruten aus. „Meint der das Ernst?“ fragte Deni
leise „Total abgefahren“ antwortete Alex. „Sir… aber solche Exoskelette gab es
ja bereits, was ist denn daran so bahnbrechend?“ fragte Joshua direkt. „Hast du
schon mal so ein Exoskelett getragen? Damit bist du ungefähr noch so beweglich,
wie mit ner Zwangsjacke. Das hier ist eine völlig neue Funktionsweise, aber das
werdet ihr ja schon bald selbst sehen. Diese “Rüstungen“ können einen Teil der
Aufschlagsenergie aufnehmen, aber das alleine reicht noch nicht aus. Zusätzlich
haben wir zusammen mit den anderen Ratsvölkern eine eigene Landetechnik
erarbeitet. Dies ermöglicht es mit Hilfe von Biotiken, die Restliche Energie
gleich noch zu nutzen.“ Er ließ seine Worte einen Moment wirken. Die Rekruten
hingen geradezu an seinen Lippen. Etwa zögernd meldete sich eine junge Asari
„Wofür, oder besser, gegen wen werden wir den eingesetzt?“ Reeston nickte „eine
gute Frage. Offiziell existiert keine solche Einheit, inoffiziell seit ihr da,
um N7 Missionen zu erfüllen und gegen Terroristische Organisationen, wie
Cerberus, vorzugehen.“ Er senkte den Kopf und atmete tief durch. Mit einer
Handbewegung signalisierte er den Wachen den Raum zu verlassen. Als diese das
getan hatten und die Türen wieder verschlossen wurden, fuhr er fort. „Wollt ihr
die Wahrheit wissen? Wollt ihr sie wirklich wissen?“ Als sich nach einigen
Sekunden noch niemand gemeldet hatte, nickte er erneut. „Ok, wenn ich euch das
jetzt erzähle, verfügt ihr über Wissen, über das ihr nicht verfügen dürftet,
also hoffe ich bei eurem Leben, das ihr die Schnauze halten könnt.“ Die
Projektion eines Tintenfischförmigen Raumschiffes erschien in der Luft. Ein
Wort, dessen Klang das Blut in den Adern der Rekruten gefrieren ließ, kam über
Reestons Lippen. „Reaper“ Obwohl keiner von ihnen wusste, was es bedeutet ließ
es sie doch erschaudern. Vielleicht war es ja auch die Art, wie der Colonel es
aussprach, nicht mit Wut oder Hass sondern mit Besorgnis, mit Furcht. „Bisher
existierten nur Gerüchte und uralte Sagen über Jene geheimnisvollen Wesen. In
praktisch jeder Mythologie, bei jedem hochentwickelten Volk, ist von
irgendeinem Dämon oder Monster die Rede, das alles Leben auslöscht. Das einzige
was man bisher davon hörte, waren Gerüchte auf den Extranetseiten von
“Weltuntergangs Fanatikern“ ,die alle unglaubwürdig waren. Doch vor 2 Jahren
bekamen wir den unwiderlegbaren Beweis ihrer Existenz. Einige Bilder der
Sovereign erschienen. Ein Schiff, bis dahin unbekannter Herkunft, griff die
Citadel an und zerstörte dutzende Schlachtschiffe der Menschen und der
Turianer. Nur mit einer Übermacht von
20:1 konnte unsere Flotte mit großen Verlusten gewinnen. Kaum war der Reaper
tot, wurden alle Beweise eingesackt und verschwanden. Auch wenn es keiner
zugeben will, so wissen doch alle von ihrer Existenz. Deshalb jetzt aber im
großen Stil aufzurüsten, würde nur Chaos und Panik verursachen, weshalb die
Regierungen insgeheim Vorbereitungen treffen. Die STG hat in den letzten 2
Jahren fast das dreifache Budget erhalten, die Kommandoeinheiten der Asari
hatten einen Rekrutierungszuwachs von mehr als 200% und die Turianer habe eine
eigene Eingreiftruppe dafür geschaffen. Wie sehr sie sich fürchteten merkte ich
aber erst, als sie dieses Projekt lancierten. Wenn es wahr ist was manche
Politiker munkeln, dann wird euer Zweck sein, uns alle vor der kompletten
Ausrottung zu bewahren.“ Das Licht wurde wieder heller und der Projektor
schaltete sich wieder aus. Mit einem schiefen Grinsen trat der Colonel wieder
vor das Rednerpult. „Meinen Glückwunsch, ihr gehört jetzt zu den Besten, ihr
seid jetzt Teil der Biotic Drop Force. Willkommen bei N7…. Willkommen bei der
BDF.
So wie immer freu ich mich über feetback, und wünsch euch noch nen schönen Abend und bis nächste Woche:D
Edit: <_< die dofe seite zensiert meine Geschichte<_<
Modifié par elitedefender2, 22 octobre 2012 - 04:00 .
#316
Posté 23 octobre 2012 - 12:25
#317
Posté 23 octobre 2012 - 01:06
Nur das mit der BDF will mir irgendwie nicht rein gehen^^
#318
Posté 23 octobre 2012 - 04:19
Zerydal wrote...
Gefällt mir wie immer sehr gut.
Nur das mit der BDF will mir irgendwie nicht rein gehen^^
Ich hoffe auf grund mangelder Infos und nicht weil es dir nicht gefällt, den die BDF wird jetzt für ne ganze weile ne ziemlich wichtige Rolle spielen.
Natürlich werden die Emozionalen und zwischenmenschlichen Aspekte nicht zukurz kommen, den "je tiefer du durch die Hölle gehst desto näher kommst du denen die dich begleiten"
In den nächsten Kapitel wird sich dan einiges klähren^^
#319
Posté 27 octobre 2012 - 01:24
elitedefender2 wrote...
Zerydal wrote...
Gefällt mir wie immer sehr gut.
Nur das mit der BDF will mir irgendwie nicht rein gehen^^
Ich hoffe auf grund mangelder Infos und nicht weil es dir nicht gefällt, den die BDF wird jetzt für ne ganze weile ne ziemlich wichtige Rolle spielen.
Natürlich werden die Emozionalen und zwischenmenschlichen Aspekte nicht zukurz kommen, den "je tiefer du durch die Hölle gehst desto näher kommst du denen die dich begleiten"
In den nächsten Kapitel wird sich dan einiges klähren^^
1 aufgrund mangelnder info jop und weil ja eig schon n7 die elite der elite ist und jetzt gibts ne elite in der elite der elite ? wtf wie elitär kann es denn noch werden ?
#320
Posté 28 octobre 2012 - 03:34
Zerydal wrote...
elitedefender2 wrote...
Zerydal wrote...
Gefällt mir wie immer sehr gut.
Nur das mit der BDF will mir irgendwie nicht rein gehen^^
Ich hoffe auf grund mangelder Infos und nicht weil es dir nicht gefällt, den die BDF wird jetzt für ne ganze weile ne ziemlich wichtige Rolle spielen.
Natürlich werden die Emozionalen und zwischenmenschlichen Aspekte nicht zukurz kommen, den "je tiefer du durch die Hölle gehst desto näher kommst du denen die dich begleiten"
In den nächsten Kapitel wird sich dan einiges klähren^^
1 aufgrund mangelnder info jop und weil ja eig schon n7 die elite der elite ist und jetzt gibts ne elite in der elite der elite ? wtf wie elitär kann es denn noch werden ?
Öhm eigentlich war das auf N7 bezogen da sie jetzt zu N7 gehören gehören sie zu den Besten und da es bisher keine solche Biotiker Truppe gibt sind sie somit auch die beste Biotiktruppe der Allianz/ des Rats, war eigentlich so gemeint, vielleicht etwas ungünstig ausgedrückt.
#321
Posté 28 octobre 2012 - 03:55
#322
Posté 28 octobre 2012 - 04:29
heute abend, muss noch schnell was fixen ^^Zerydal wrote...
maybe aber wann kommt der nächste Teil ????
Modifié par elitedefender2, 28 octobre 2012 - 04:33 .
#323
Posté 28 octobre 2012 - 04:54
Diesmal ist es ein Jubiläums Kapitel: das 10. Kapitel mit der 100. Seite drin:O
Ich werd diesmal nicht all zu viel vorneweg reden und wünsch euch einfach mal viel Spass beim Lesen
Kapitel 10
Gleich nachdem der
Colonel den Raum verlassen hatte, wurden die neuen Soldaten herausgeleitet und
in mehrere Gruppen aufgeteilt. Danach wurden sie einzeln in einen kleinen Raum
gebracht, in dessen Mitte ein ringförmiges Konstrukt auf dem Boden lag, welches
an zwei vertikalen Trägern befestigt war. Jenni war etwas nervös, als sie
hereingeführt wurde.
Die Worte des Colonels hallten noch immer in ihrem Kopf „Wir werden euch Geth
beschichten….“ Auch wenn sie nun wusste, wie er es gemeint hatte, so war ihr
doch nicht ganz wohl bei der Sache. Außer ihr waren nur 2 weitere Frauen in dem
Raum, eine in einem weißen Laborkittel, die hinter einer Konsole stand und eine
weitere in Allianzuniform, die sie zu dem Konstrukt begleitete. Die Luft roch,
wie in einem Krankenhaus, nach Desinfektionsmittel und es schien kühler zu
sein, als in dem Warteraum, in dem sie die letzten 15 Minuten verbracht hatte.
Die Frau, die sie begleitete, legte ihre Hand auf ihre Schulter „Moment, bevor
sie den Scanner betreten, müssen sie das noch ausziehen.“ Die Frau deutete auf
ihre Hose und ihr Shirt. Jenni tat es,wie ihr befohlen. Als sie damit fertig
war, legte sie ihre Kleider auf einen Stuhl, der neben dem Scanner stand. „Den
Rest auch noch, bitte“ Jenni sah erst zu derjenigen, die sie aufgefordert hatte
sich ganz auszuziehen und dann zu der anderen, die hinter der Konsole in die
Anzeigen vertieft war. Etwas zögernd befolgte sie die Anweisung. Es war ein
seltsames, hilfloses Gefühl, völlig nackt in einem Raum gefangen, in dem
dutzende Kameras versteckt sein könnten, an einem unbekannten Ort, völlig der
Gnade der hier Herrschenden ausgeliefert. Als Jenni sich barfuß in den Ring
hinein stellte, schossen ihr unweigerlich Bilder aus Horrorfilmen durch den
Kopf, in denen Menschen von einem psychopatischen Wissenschaftler entführt und als
Versuchsobjekte missbraucht wurden. Einmal entführt, wurden sie gefesselt und
dann in eine große Maschine gesteckt, die sie dann aufs grausamste entstellte.
Ihnen wurden bei lebendigem Leib und ohne Narkose Organe herausgeschnitten und
durch Maschinenteile ersetzt. Was nicht mehr zusammenhielt, wurde mit Platten
festgenietet oder geschraubt. Unwillkürlich schossen ihr weitere verstörende
Gedanken durch den Kopf: „ Wie es sich wohl anfühlt, wenn sich einem eine große
rostige Schraube langsam durchs Fleisch bohrt?“. Der Gedanke brannte ihr unter
den Fingernägeln und sie zuckte zusammen, als das Gerät plötzlich ansprang und
zu surren begann. „Bleiben sie ganz ruhig, der Vorgang wird nicht wehtun. Sie
werden jetzt gescannt, dazu muss ich sie bitten so still wie möglich zu stehen
und die Arme etwas von ihrem Oberkörper entfernt zu halten. Sind sie bereit?“
Jenni atmete tief durch und nickte der Frau am Kontrollpult zu. „Ok, dann bitte
still halten.“ Jenni hörte wie das Surren lauter wurde und der Ring langsam begann aufzusteigen, gleichzeitig
schaltete sich ein Laser am inneren ein, der ihren Körper ausmaß. An der
Stelle, an der die grüne Lichtlinie ihre Haut berührte, fühlte sie eine leichte
Wärme. Als der Ring einmal bis nach oben und wieder runtergefahren war, durfte
sie den Scanner verlassen und sich wieder anziehen. Im nächsten Raum
angekommen, wurde sie auf einen Stuhl, der direkt vor einem anderen Gerät
stand, gesetzt. Jenni wurde gesagt, dass es sich dabei um einen Retinascann
handle. Wozu der gut sein sollte, wusste sie zwar noch nicht, aber sich zu
weigern wäre nicht sehr schlau gewesen. Als sie auch das hinter sich hatte,
musste sie sich noch eine Blutprobe entnehmen lassen, bevor sie sich wieder in
einem Warteraum wiederfand. Nachdem die restlichen Rekruten auch wieder bei ihr
angekommen waren, bekamen sie alle einen Kommunikator ausgeteilt. Eine Ärztin
trat zu ihnen in den Raum. „Ich bitte um eure Aufmerksamkeit…. Wenn ihr noch
irgendwelche Anrufe machen wollt, dann macht das am besten jetzt, in der nächsten
Woche werdet ihr nicht mehr die Möglichkeit dazu haben….“ Shalera schaute die
Ärztin besorgt an. „Moment, wieso werden wir nicht mehr die Möglichkeit haben?“
fragte sie vorsichtig. „Eure alten Implantate werden gegen neue und
fortschrittlichere ausgetauscht. Ihr werdet solange ihr im Spital seit keine
Anrufe tätigen können.“ „Und wie lange werden wir hier bleiben müssen?“ harkte
sie nach. „Wenn alles gut läuft... eine Woche, aber freut euch lieber, sobald
euer Training beginnt, werdet ihr euch wünschen wieder hierher kommen zu
dürfen.“ Die Jungen Soldaten tauschten besorgte Blicke aus, Jenni trat zu Kiara
hin, wenn sie schon eine ganze Woche von ihr getrennt sein würde, dann musste
sie ihr wenigstens einen Abschiedskuss geben. Als sie zu ihrer Freundin trat,
warf ihr diese einen besorgten Blick zu. Es schien, als ob Kiara dieselben
Sorgen quälen würden wie sie. Es brauchte keine Worte zwischen ihnen, damit sie
verstanden was die andere empfand. Ihre Blicke trafen sich erneut, als Jenni
noch etwas näher getreten war. Kiara schien dasselbe im Sinne zu haben wie
Jenni, sie legte ihre Hände an deren Hüften und sah ihr tief in die Augen. Nach
einem kurzen prüfenden Blick über die Schulter, zur Bestätigung ,dass nicht
alle Augen auf sie gerichtet waren, zog sie Kiara dicht an sich. Sanft legte
sie ihre Lippen auf die ihrer Liebsten. Etwas an diesem Kuss war anders, Jenni
wusste nicht genau ob es Kiaras Berührungen oder bloß ihre eigene Nervosität
war, aber etwas war anders. Dieser Kuss war kein normaler “Ich liebe dich“
Kuss, es war mehr ein “versprich mir, dass du zurückkommst, du darfst mich
jetzt nicht alleine lassen.“ Als sie sich wieder voneinander lösten, trafen
sich ihre Blicke wieder. „Ok meine lieben, die ersten 8 von euch können mit mir
kommen. Ich werde der Einfachheit halber den Gruppen nach durchgehen, Ok?“ Die
Anwesenden nickten. Der Reihe nach wurden die ersten 8 aufgerufen und
verschwanden mit der Ärztin hinter einer automatischen Tür am Ende des Raumes.
Von dem Moment an, wo sich die Tür geschlossen hatte, schien die Zeit kriechend
zu vergehen. Das Fehlen einer Uhr raubte ihnen jegliches Zeitgefühl. Nach
gefühlten Dekaden meldete sich Joshua zu Wort. Er hatte bisher in einem
Medizinmagazin gelesen. „Hei Leute, hier steht, dass ca. jede 6. solche
Operation zu “Komplikationen“ führt.“ Er betonte das Wort extra deutlich. „Und
einer von 20 Patienten hat danach schwere Körperliche Behinderungen…“
„Wirklich?“ Tanias Stimme klang besorgt, seit sie erfahren hatten, dass sie
operiert werden würden,wirkte sie ungewöhnlich nervös und angespannt. „Nein, er
will dich nur verscheißern!“ antwortete Arsilia mit leichtem Kopfschütteln.
„Hei Deni, das erinnert mich an diesen Film, wo eine Gruppe Leute wegen einer
Seuche ins Krankenhaus müssen und dann von diesem gestörten Krankenpfleger
massakriert werden….“ „Meinst du den mit der Knochensäge, wo sie einem der
Patienten bei lebendigem Leibe die Augen….“ „Leute! Könnt ihr nicht einfach die
Schnauze halten, ich bin schon ohne eure kranken Unterhaltungen nervös genug“
fuhr Tania die beiden ziemlich gereizt an. „Ganz ruhig, das war nur ein Witz.“
Tania stützte ihre Ellenbogen auf ihre Knie und legte ihr Gesicht auf ihre
Hände. Deni warf Joshua einen Finsteren Blick zu und nickte in Tanias Richtung.
Etwas zögernd trat Joshua zu ihr und setzte sich neben sie. „Hei, es tut mir
leid, ich weiß das war nicht komisch, aber du brauchst dir keine Sorgen zu
machen, diese Operation ist nichts großes. Ich musste das bereits zweimal
machen. Das erste Mal, weil eine neue Generation Implantate auf den Markt kam,
die weniger anfällig für Störungen war und das zweite Mal, weil mein Körper
einige der Implantate abstoßen wollte. Es ist beide Male gut gegangen, du
brauchst dir keine Sorgen zu machen.“ Sie nickte leicht „Ok.“ Sie wischte sich
eine Träne aus den Augen und schaute zu Decke. „Ist alles in Ordnung?“ Sie
nickte erneut „Ja, alles in Ordnung.“ Nach einigen Sekunden, gerade als Joshua
aufstehen wollte, lehnte sich Tania an ihn und legte ihren Kopf auf seine
Schulter. Etwas verwirrt schaute Joshua zuerst auf Tania und dann zu Deni.
Dieser sah ihn mit großen Augen an und deute ihm mit einer hektischen
Handbewegung an weiter zu machen. Vorsichtig und etwas zögernd legte Joshua
seinen Arm um Tania. Endlich trat die Ärztin wieder zu ihnen, um die nächsten 8
zu holen. Jetzt waren die restlichen der Gruppe A dran, da noch zwei Plätze
frei waren, durften Deni und Selak bereits vor ihren anderen Gruppenmitgliedern
gehen. Diese mussten erneut fast 90 Minuten warten. Dann endlich wurden sie in
einen Gang mit 8 Türen, vier auf jeder Seite, gebracht. Dort wurden sie einzeln
in einen Vorraum gebracht, wo sie einen weißen Kittel anziehen mussten. Der
Operationsraum selbst war ziemlich klein und in der Mitte war ein
Operationstisch, direkt darüber war ein Kraken-artiger Roboter mit vielen
Armen, welche alle jeweils ein Operationswerkzeug hielten. „Ehm…. Wo sind denn
die Ärzte, die die Operation durchführen?“ fragte Jenni besorgt. „Die sind in
einem Raum nebenan und steuern den Roboter.“ Jenni sah ihre Begleiterin
entsetzt an „Was? Und was ist wenn das Ding ne Fehlfunktion hat?“ „Machen sie
sich keine Sorgen, diese Roboter sind absolut sicher, und genauer als jeder
Chirurg. Sie schluckte leer und ging auf den OP-Tisch zu. Trotz des Tuches, das
darauf lag, war der Tisch noch ziemlich kalt. „Ok, jetzt müssen sie ihren
Kittel ausziehen.“ Jenni tat was die Ärztin sagte und entledigte sich ihrer
Kleidung. „Ok, das wird jetzt ein bisschen schmerzhaft.“ Die Stimme kam aus
einem Lautsprecher über ihr. Das Monströs anmutende Gerät über ihr begann sich
zu bewegen. Einer der Arme senkte sich zu ihr herab und injizierte ihr ein
Narkosepräparat. Jenni spürte wie ihr Arm taub wurde und das Gefühl kletterte
langsam ihren Arm hoch. Als es die Schulter erreichte, überlegte sie sich noch
welchen Tag sie heute hatten, im nächsten Moment fielen ihre Augen zu.
Draußen schien die Sonne und der Himmel war wolkenlos. Drinnen im Krankenhaus
war die Temperatur angenehm, aber die Luft war ziemlich trocken. Jenni griff
nach ihrem Wasserglas. Sie war vor einigen Stunden aufgewacht, einen Tag nach
der Operation. Sie konnte sich an nichts mehr erinnern, seit sie unter Narkose
gesetzt worden war. Es war Morgen gewesen, als sie aufgewacht war, Schmerzen
hatte sie keine, was wohl an den Schmerzmitteln lag, die man ihr verabreicht
hatte. Wenn sie sich versuchte aufzurichten, wurde ihr schwindlig, die
Nachwirkungen der Narkose waren noch deutlich spürbar. Bereits wenige Minuten,
nachdem sie erwacht war, hatte sie sich nach dem Status der anderen erkundigt.
Als die Schwester ihr nichts erzählen wollte, kamen in ihr sofort Bilder hoch,
wie ihre Kameraden verkrüppelt und zuckend auf einen Krankenbett liegen oder
steif und bleich in einen schwarzen Sack gepackt werden. Sie hatten ein
striktes Verbot das Zimmer zu verlassen. Erst zwei Tage nach der Operation war
es ihnen gestattet, sich innerhalb des dafür vorgesehenen Bereiches zu bewegen.
Also blieben Jenni und Shalera, die im selben Zimmer eingeteilt waren, nichts
anderes übrig, als den ganzen Tag rumzusitzen und Fernzusehen.
„So früh schon auf den Beinen?“ die Krankenschwester sah sie verwirrt an. Es
war sechs Uhr morgens und Jenni war bereits wach. „Ja, ich konnte nicht mehr
schlafen. Kann ich irgendwo etwas frische Luft schnappen, mir fällt hier
drinnen die Decke auf den Kopf.“ Mit etwas skeptischem Blick deutete die
Pflegerin auf eine Tür am anderen Ende des Raumes. „Soll ich sie begleiten? Sie
dürften von der Operation noch immer etwas geschwächt sein….“ „Danke, aber ich
glaube das sollte ich alleine schaffen.“ Auch wenn sie es nicht zugeben wollte,
spürte sie doch, dass sie noch nicht wieder voll bei Kräften war, die Wunden
aus der Operation waren noch nicht vollständig verheilt. Als sie die Tür
erreicht hatte, kam sie auf eine kleine Terrasse. Der Ausblick war herrlich,
die Nebelschwaden, die langsam über den Boden krochen, die Sonne, die gerade
hinter den Bergen aufging und den Himmel rot färbte wirkten unglaublich
idyllisch. Die warme Brise, die Jenni spürte, tat richtig gut. Nach 3Tagen in einem
Gebäude, war es schön mal wieder draußen zu sein. Auf dem Stützpunkt herrschte
kaum Aktivität, nur einige Shuttles starteten und landeten. Nach einer Weile
begab sich Jenni wieder nach drinnen. Es war immer noch vor sieben Uhr. Ein
Gedanken den sie zur Seite geschoben hatte, drängte sich zurück in ihren Kopf.
„Wie geht es den Anderen?“ Außer mit Shalera, hatte sie noch mit niemand
anderem geredet, seitdem sie
operiert wurden. „Entschuldigen sie, wie
geht es eigentlich den Anderen Patienten?“ fragte sie die junge Frau die hinter
einem Tisch saß und etwas an einem Computer eintippte. „Welche meinen sie?“ „Na
die andern Biotiker, die auch operiert wurden.“ Nachdem sie kurz etwas
eingetippt hatte, sah sie Jenni wieder an. „Tut mir leid, aber diese Informationen
darf ich nicht herausgeben.“ Etwas verdutzt blickte Jenni sie an „Wie? Aber das
ist schwachsinnig, wir gehören zu selben Einheit!“ „Es tut mir leid, aber ich
darf ihnen diese Information trotzdem nicht geben“ sichtlich generft trat Jenni einen Schritt von dem Tisch weg „Hören
sie, ich will nur wissen, ob es ihnen gut geht!“ Jetzt schien auch die
Angestellte langsam die Nase voll zu haben „Wie bereits gesagt, ich kann ihnen
nicht helfen“ meinte sie höflich aber bestimmt. Jenni seufzte und drehte sich
von dem Tisch weg. Diskutieren würde keinen Sinn haben. Gerade als sie wieder
auf ihr Zimmer gehen wollte, sah sie wie eines der Krankenbetten aus einem der
Zimmer gerollt wurde. Sie verlangsamte ihren Gang erst und stoppte dann ganz.
Normalerweise wurden die Betten doch nicht aus den Zimmern gerollt, es sei
denn…. Eilig trat sie auf den Pfleger zu, der das Bett schob, wurde aber von
einer Schwester abgefangen. „Wer ist das? Stimmt etwas nicht?“ Die Schwester
stellte sich vor Jenni hin. „Bleiben sie ganz ruhig, es ist alles in Ordnung.“
„Wessen Bett ist das?“ Die Frau schaute kurz in ihre Unterlagen „Kiara
Nesharis, ich versichere ihnen….“ „Was ist mit ihr?“ Jennis Frage klang
ziemlich harsch. „Nichts, ihr geht es gut, aber ihr Bett ist kaputt, die Steuerung
funktioniert nicht mehr, deshalb tauschen wir es aus.“ Die Krankenschwester
wirkte etwas verängstigt. „Ok, tut mir leid, ich dachte nur…“ „Nur was?“ Jenni
fuhr herum, Kiara stand lächelnd hinter ihr. Jenni seufzte erleichtert
„Ich…ach, ich wollte nur wissen….“ „Du hast dir Sorgen gemacht, stimmts?“ Jenni
schaute kurz über ihre Schulter, um zu prüfen ob niemand in Hörweite war „Ja,
ich habe mir Sorgen gemacht. Mir sind all die Bilder, die Joshua erwähnt hatte,
durch den Kopf gegangen. Ich musste daran denken, dass du ….“ Jenni stoppt als
sie Kiara in die Augen sah. „Es ist süß, dass du dir Sorgen gemacht hast, aber
du musst keine Angst haben, ich kann schon auf mich aufpassen.“ Jenni lächelte
sie an, es tat gut wieder in ihrer Nähe zu sein. „Wo warst du denn, wenn da
dein Bett war?“ „Ich konnte nicht schlafen, also wollte ich etwas lesen, aber
als ich mein Bett etwas aufrichten wollte, passierte nichts. Ich bin dann
aufgestanden, um mir etwas die Beine zu vertreten. Ich habe einer Pflegerin
gesagt, dass mein Bett einen Defekt habe und bin dann hier draußen auf eines
der Sofas gesessen und habe hier gelesen. Ich muss eingeschlafen sein, aber bei
deiner Unterhaltung mit der Schwester bin ich dann aufgewacht.“ Sie gingen zu
einem der Sofas und setzten sich. Wieder kam dieses komische kribbelnde Gefühl
in ihr hoch. In letzter Zeit hatte sie sich immer im Griff gehabt und das
Gefühl ignorieren können, doch diesmal hatte es sie überrumpelt. Je länger sie
Kiara ansah desto schlimmer wurde es. Schließlich gab sie sich dem Drang, Kiara
zu küssen, hin. Vorsichtig legte sie ihren Arm um ihre Liebste und ließ die
andere langsam über deren Bein wandern. Kiara legte die Broschüre in der sie
gelesen hatte zur Seite und schaute Jenni entsetzt an. „Wir sind hier Mitten in
der Öffentlichkeit“ flüsterte sie. „Woran du gleich wieder denkst… ich wollte
dich etwas näher bei mir haben…“ mit einem Ruck zog Jenni die Asari an sich und
ließ sich nach hinten auf das Sofa fallen. Kiara lag nun fast auf ihr und war
mit ihrem Gesicht ganz nahe bei Jennis. Ehe sie reagieren konnte, hatte Kiara
bereits damit begonnen sie zu küssen. Obwohl sie wusste, dass sie aufpassen
mussten wer sie dabei sehen würde, konnte Jenni sich jetzt auf nichts anderes
konzentrieren, als auf ihre Freundin. Ihre weiche Haut, ihre sanften
Berührungen und ihr betörender Duft, all das hatte ihr irgendwie gefehlt. Nach
einer Weile wich Kiara etwas zurück und richtete sich wieder auf. „Wenn du dich
nicht etwas zurückhältst, dann geschieht noch ein Unglück….“ „Ich?“ entgegnete
Jenni verwirrt „Deine Zunge ist doch gerade bei mir zu Besuch gekommen.“ „Ja,
aber du hast damit angefangen“ Jenni richtete sich auch wieder auf und ließ
ihren Zeigefinger über Kiaras Schulter wandern. „Was denn für ein Unglück?
Eines der unanständigen Sorte? Das musst du mir jetzt etwas genauer erklären.“
„Ich will dich ja nicht schockieren.“ Jenni hob die Augenbrauen und lächelte
Kiara überrascht an.
„Hei Deni, komm schnell raus, das musst du dir ansehen.“ Der Angesprochen war
gerade dabei sein Shirt anzuziehen. „Was, machen die Krankenschwestern
miteinander rum?!“ er sprang auf und ging eilig zur Tür. „Ne, aber fast so
gut…“ Joshua winkte Deni hinterher und signalisierte ihm leise zu sein. „Ist
das nicht herzallerliebst?“ flüsterte er grinsend. Deni begann ebenfalls zu
grinsen, als er die beiden sah. Kiara saß auf dem Sofa und schlief, Jenni war
an sie gelehnt ebenfalls am Schlafen. „Scheiße, wir sollten echt ein Foto davon
machen, aber ich hab kein Universalwerkzeug.“ „Ach Mist, das hätten wir ihnen Senden
können, als Überraschung.“ „Weiß Alex schon davon?“ Deni sah Joshua fragend an.
„Nein, aber wir wollen ja unser Leben auch nicht riskieren, wenn sie was davon
merken sind wir tot….na ja, eher nicht. Komm wir wecken sie“ Deni nickte etwas
zögernd. „Hei, was machst du da? Ich dachte du willst sie aufwecken?“. „Joshua
ging zur Blumenvase und nahm die Blumen raus. „ Sie aufwecken? Stell du dich
schon mal bei ihnen auf, ich komme gleich“. „Ok...“ antwortete Deni und ging
verwirrt aus dem Raum.
„Da bist du ja und
was hast du... oh nein...“ flüsterte Deni verzweifelt. „Oh doch!“ Bevor noch
irgendwas gesagt werden konnte, positionierte sich Joshua über dem Pärchen und
goss das Wasser aus der Blumenvase über sie.
Jenni und Kiara zuckten zusammen und wälzten sich beide entsetzt auf dem
Sofa. „LAUF!“ „Du Idiot! Wir dürfen doch noch gar nicht laufen!“
„Scheiße....setzen wir halt zum Power walking an!“ „Wir?! Was?! Ähh...“, Deni
schaute kurz zu Jenni und Kiara rüber,
„Guten Morgen, äh... wir sehen uns beim Frühstück und ich hatte damit nichts zu
tun...ehrlich!“ Der wutentbrannte Blick Jennis sagte alles: „Wenn wir hier
draußen sind...dann seit ihr dran!“ sagte sie leise. „Aber... ich hab doch
nichts...Joshua! Warte auf mich!“ stammelte Deni schockiert, der zu einem
merkwürdigen Gang ansetzte. Weiter hinten sah man schon eine Krankenschwester
,die verdutzt zusah ,wie Joshua mit einem beachtlichen Tempo durch den Gang, in
Richtung Kantine wandelte. Gleich darauf folgte
Deni ,dessen Gesichtsausdruck so aussah,als ob er eine Leiche gefunden
hätte.
Die Krankenschwester ging grinsend auf Jenni
und Kiara zu : „Verstehe. Ich hol euch mal neue Klamotten“ . „Danke“ erwiderten
beide schon fast synchron.
Beim Frühstück in der
Kantine waren Jenni und Kiara erleichtert, als sie all ihre Kameraden wohlauf
wiederfanden. Joshua und Deni ernteten böse Blicke als die beiden Frauen an
ihnen vorbei gingen. Sie nahmen sich ein Tablett und setzten sich zu ihren
Gruppenmitgliedern.
„Das hier sind eure Schlafplätze, packt
euer Gepäck hierhin, richtet euch ein und meldet euch dann wieder draußen auf
dem Hauptplatz, ihr habt 10 Minuten.“ Sie verteilten sich auf die Betten in dem
Raum und stellten ihre Kleider in die dafür vorgesehenen Regale. Nach den 5
Tagen im Krankenhaus, wurden sie recht unsanft zurück ins Training genommen .
Der Colonel hatte am frühen Morgen der Reihe nach an die Tür jedes Zimmer
gehämmert und auf dem Gang ziemlich lautstark verkündet, dass sie sich in 15 Minuten unten auf dem Hauptplatz melden
müssen. Von dort aus waren sie hierher geschickt worden. „Oh, mein Magen knurrt
jetzt schon“ murrte Alex, als er seine Kleider ziemlich demotiviert in den
Schrank, neben seinem Bett, stopfte. Kaum waren sie fertig, gingen sie zurück
auf den Hauptplatz, wo Colonel Reesston bereits auf sie wartete. „Guten Morgen
Soldaten, ist heute nicht ein herrlicher Tag?“ Etwas verwirrt warfen die Jungen
Soldaten ihm fragende Blicke zu. „Ich heiße euch noch einmal in der Ausbildung
zur BDF Eliteeinheit willkommen . Ihr werdet hier das beste und härteste
Training der Allianz erfahren. Bis eure neuen Rüstungen fertig sind, wird es
ein oder zwei Wochen dauern, da diese erst jetzt gebaut werden, direkt auf eure
Körper maßgeschneidert. Bis dahin werde ich euch körperlich in Bestform
bringen, denn jetzt ist hier Schluss mit dem Weicheiergetue. Dieser Zirkus bei
der Grundausbildung war ja wohl für gar nichts. Nur das wir uns richtig
verstehen, was da abgelaufen ist, war nicht mein Plan, ich musste tun was mir
befohlen war. Aber jetzt habe ich keinen vorgegebenen Plan mehr, ich muss
einfach dafür sorgen, dass ihr am Ende dieser Ausbildung kampfbereit seid, aber
davon seit ihr noch Lichtjahre entfernt. Wenn ich meinen Job richtig mache,
dann werdet ihr mich hassen, aber so schwachsinnig das jetzt auch klingen mag,
ihr werdet mir später dafür danken….. genug geredet, jetzt machen wir erst mal
etwas Frühsport. Mir nach, wenn einer den Anschluss verliert oder umkippt, dann
dürft ihr Ihn oder Sie für den Rest der Strecke tragen!“ Der Colonel joggte an
ihnen vorbei in Richtung eines nahe gelegenen Waldes. Die Soldaten folgten ihm
etwas widerwillig. Sobald sich die Gruppe hinter ihm gesammelt hatte, begann
der Colonel das Tempo anzuziehen. Schon bald fielen die ersten etwas zurück,
die meisten der Soldaten atmeten bereits schwer. „Kommt schon, die ersten
Kilometer sind die schlimmsten, danach wird es besser!“ Jenni schwitzte
bereits, als der Colonel plötzlich anhielt. „Um das Ganze noch etwas lustiger
zu gestalten, machen wir zwischendurch immer mal wieder ein paar
Auflockerungsübungen. Wir fangen mit 50 Liegestütze gefolgt von 50 Rumpfbeugen
an, Los!“ Jenni wollte protestieren, wusste aber, dass Sie sowieso keinen Erfolg haben würde und
sparte sich ihren Atem. Zu ihrem erstaunen machte der Colonel die Übungen selbst
auch. Trotz seines fortgeschrittenen Alters, schien er prima in Form zu sein.
Er war als erster mit den Übungen fertig und begann danach zu patrouillieren
und seine Sprösslinge zu überwachen. „Schneller, wir haben hier nicht den
ganzen Tag Zeit! Wenn ihr auf dem Sch…… Was soll das denn!“ Seine Stimme klang
gereizt. Jenni hatte sich vor ihren Vorgesetzten bisher noch nie gefürchtet,
aber Reeston wollte sie nicht wütend erleben. „Soldatin, was zur Hölle treiben
sie da?!“ Von normalem reden konnte keine Rede mehr sein, der Colonel brüllte
nun schon fast. Jenni hatte bisher gedacht, dass die schreienden und fluchenden
Drillinstructors nur in Filmen existieren würden, und sie wünschte sich es wäre
wirklich so gewesen. „Ich mache Liegestütze Sir“ keuchte sie.“ Er beugte sich
zu ihr runter „Was sie da machen, ist im besten Fall Scheiße! Denkst du etwa es
gibt auch Frauenfeinde, die sich weniger wehren?!“ Sie zuckte zusammen als er
diese Worte rief. Reeston richtete sich auf „Wenn noch einmal einer von euch es
wagt, mir die “Frauen Liegstütze“ als Liegestütze zu verkaufen, dann nimmt mich
derjenige für den Rest diese Ausfluges huckepack ,ist das Klar?!“ „Ja, Sir“
erwiderten die Soldaten. „Scheiße was war das den für ein Gewinsel, wie war
das?!“ „Ja Sir!“ riefen diesmal alle im Chor. „Gut, dann bewegt mal eure
Ärsche!“ sobald die Soldaten die Übungen
beendet hatten, mussten sie gleich weiter rennen. „Ok, jetzt wird der Ausbilder
Miller die Führung übernehmen, ich werde nun hinter euch weiterlaufen und jedem
in den Arsch treten, der zu langsam ist!“ Nach dem sie dem Ausbilder eine
gefühlte Ewigkeit hinterher gelaufen waren, wurde erneut eine kleine „Spaß
Pause“ wie der Colonel sie nannte, eingelegt. Diesmal durften sie Hampelmänner
und Klimmzüge an dafür vorbereiteten Stangen machen. „Los los los, Beeilung, es
sind nur noch 2 Kilometer bis zum Frühstück und ich habe Hunger, also bewegt
euch!“ Nach einer weiteren Minute joggen, konnte Jenni in der Ferne den
Stützpunkt ausmachen. Ihr Puls Raste und das Stechen in ihrer Lunge war schier
unerträglich, aber sie hatte keine Zeit sich auszuruhen. Jeder Schritt brannte
in den Beinen, doch den Anderen schien es noch schlechter zu gehen. Einige
keuchten schwer und knickten immer wieder beinahe ein. Der Colonel hatte wieder
hinter ihnen Position bezogen, als sie den letzten Kilometer erreichten.
Plötzlich begann Arsilia heftig zu husten und hielt an. Sie beugte sich nach
vorne und atmete schwer. „Was soll das? Wir sind noch nicht da verdammt!“ „Ich
kann nicht mehr… sie hustete erneut heftig und krümmte sich. „Du läufst jetzt
sofort weiter, oder wir drehen alle um und gehen den selben Weg wieder zurück,
den wir gekommen sind, inklusive Spaß-Pausen!“ Die Asari richtete sich auf und
begann wieder zu laufen, stoppte jedoch sofort wieder und begann zu würgen. Sie
übergab sich an dem Wegrand und spuckte danach noch ein paar Mal aus. Grinsend
trat der Colonel zu ihr, packte sie an der Schulter zog sie hoch schüttet ihr
einen Schluck Wasser aus seiner Flasche in den Mund, welchen sie sofort wieder
ausspuckte um den ekelhaften Geschmack aus dem Mund zu bekommen. „So und jetzt
läufst du weiter verstanden!“ sie nickte kurz begann wieder zu laufen.
„Endspurt, wer nicht mithalten kann darf ne Extrarunde machen!“ Als sie den
Stützpunkte erreicht hatten und der Colonel endlich anhielt schien ihre Tortur
endlich ein Ende zu haben. „Einen gesegneten Appetit wünsche ich.“ Meinte er
mit einem dreckigen Grinsen im Gesicht, auch er war ins Schwitzen gekommen und
hatte schwerer zu atmen begonnen, aber im vergleich zu den Neuen, ging es ihm
noch blendend. „Und auch wenn euch jetzt schlecht ist oder ihr keinen Hunger
mehr habt, haut rein, ansonsten werdet ihr den restlichen Tag nicht mehr
überstehen!“
In der Kantine angekommen sackten die meisten förmlich auf den Bänken zusammen.
Da die meisten noch immer keuchten, wurde kaum geredet. „Er macht seine Arbeit
gut, ich hasse ihn jetzt schon!“ stieß Alex heraus, als er sein Tablett
abstellte und sich auf die Bank fallen ließ. „Der Typ wird uns noch umbringen,
ich glaube es war ne Scheißidee.“ Keuchte Ivana zwischen dem trinken von dem,
stark nach Chemie riechenden, Getränk, das sie bekommen haben. Jenni zwang sich
dazu einen Bissen von dem Kartoffelbrei auf ihrem Teller zu essen. Für ihren
randalierenden Magen war der Brei geradezu himmlisch, und gut schmeckte er auch
noch. „Für einen mit Steroiden vollgepumpten Spinner mag sowas ja witzig sein,
aber ich find das abartig.“ fluchte Arsilia, als sie wieder etwas zu Atem
gekommen war. Selak, der Jenni genau gegenüber saß hatte gerade einenen Bissen
von dem Brot auf seinem Tablett genommen, als er plötzlich aufstand und zu
einem der Mülleimer rannte, um sich in selbigen lautstark zu übergeben. Nach
dem er kurz auf der Toilette gewesen war und sich den Mund ausgespült hatte,
setzte er sich wieder an den Tisch und zwang sich dazu weiterzuessen. Kiara,
die neben Jenni saß, hatte noch kein Wort gesagt. Jenni wendete sich zu ihr und
sah sie besorgt an. „Lebst du noch?“ „Ja, aber wenn ich jetzt so darüber
nachdenke, dann wäre eine Universität auf Thessia ein verdammt verlockendes
Angebot!“ Sie schob ihren Teller zur Seite und legte ihren Kopf auf den Tisch. Jennis
Beine schmerzten und ihr verschwitzt Shirt klebte an ihr. „Na ich habe mir das
Ganze auch irgendwie witziger vorgestellt, aber wir müssen jetzt die Zähne
zusammenbeissen, wir haben es jetzt schon zu weit geschafft um jetzt zu
scheitern.“ „Jenni, wir haben noch nicht einmal die Hälfte des ersten Tages
geschafft!“ erwiderte Deni leicht gereizt.
Kaum hatten sie fertig gegessen trat der Colonel auch schon wieder zu ihnen
herein. „Los, wir haben noch eine ganze Menge Arbeit vor uns, in 2 Minuten
draussen!“ Unter heftigem Gegrummel und Gefluche richteten sie sich auf und
gingen nach draussen. „Also wir werden jetzt erst mal zu dem Parcours Joggen
der hier in der Nähe liegt, dort werden wir eure Kraft und euren
Druchhaltewille testen.“ Er drehte sich um, verharrte einen Moment und schaute
dann noch einmal zurück zu den Soldaten. „Ach und da ich gesehen habe das
einige von euch nicht oder kaum gegessen haben, habe ich Sanitäter
bereitstellen lassen.“ Ohne weitere Kommentare lief der Colonel los, die
verdutzten Soldaten folgten ihm mit etwas Verzögerung. Sehr zum Erstaunen der Soldaten
war der Parcours wirklich in der Nähe des Stützpunktes. Als sie näher kamen
lief es ihnen jedoch kalt den Rücken runter, der Parcours war riesig und er sah
höllisch anstrengend aus. Der Colonel stellte sich vor die Gruppe hin und
begann ihnen zu erklären wo sie welche Übungen machen mussten. „Hier ist eines
meiner Lieblingshindernisse, ihr werdet es bestimmt mögen. Wie ihr seht müsst
ihr hier zuerst einer Leiter entlang hangeln und dann direkt zu einem Seil
wechseln und daran hochklettern um dann an einer zweiten Leiter den Rest der
Strecke zu hangeln.“ Die Freude der Soldaten beschränkte sich auf entsetzte
Blicke, denn die Wassergrube unter der Hindernis war etwa 2 Meter tief und das
Wasser darin war grünlich und roch übel. Der Rest des Parcours war nicht
weniger unangenehm als das Hinderniss das ihnen gerade erklärt worden war. Sie
wurden wieder an den Start des Parcours gebracht. Also, ich werde die erste
Runde anführen, bleibt an mir dran, wer zu langsam ist darf ne extrarunde
machen!“ Mit beachtlichem Tempo bahnte sich Reeston seinen Weg durch den
Parcours, er hatte schon viel Zeit an diesen Übungen verbracht, seine Technik
war nahezu perfekt ausgereift. Scheinbar mühelos überwand er die ersten Mauern an
welchen die Soldaten bereits Probleme hatten, schliesslich waren sie fast 2
Meter hoch. „Los los los, bewegt euch ihr Säcke!“ Jenni liess sich von der
letzten Mauer runterfallen, ihr Herz schlug ihr bereits bis zum Hals. „Hei,
hast du Angst dich schmutzig zumachen?“ fragte Shalera die gerade neben Ivana
ankam als Jenni zu ihnen stiess. Nun standen sie alle vor dem Nächsten Hindernis,
ein Netz aus Stacheldraht war etwa 20 Zentimeter über dem Boden Gespannt, der
einzige Weg führte unten durch. Doch unter dem Gitter war eine tiefe Morast
Pfütze. Von Oben her rieselte dauernd Wasser auf den Schlammigen Untergrund um
zu verhindern dass er austrocknete. „Vielleicht mag ich es ja Schmutzig“
antwortet Ivana neckisch, sie schien immer noch Interesse an Shalera zu haben.
„Bitte Mädels ich versuche mich hier zu konzentrieren“ schnaufte Alex als er zu
ihnen trat. Ohne sich zu einer Antwort hinreisen zu lassen warf sich Jenni auf
den Boden und begann unter das Netzt zu robben. Bereits nach wenigen Metern
steckten ihre Arme fast bis zu den Ellenbogen in dem kalten Schlamm. „Scheisse
ist das tief!“ fluchte sie laut, als sie sich langsam vorankämpfte. Von hinten
konnte sie Alex lachen hören, bei einem Blick zurück konnte sie sehen das er
noch vor dem Hinderniss stand und ihnen zusah. „Hei Alex, nur vom uns auf den
Hintern Starren kommst du nicht auf die andere Seite, beeil dich bevor der
Colonel dich beim rumstehen erwischt!“ rief sie ihm zu. Jeder Meter war eine
Qual sofort waren ihre Kleider mit Matsch und dem kalten Wasser das auf sie
herabregnete vollgesogen. 20 höllisch anstrengende Meter später hatte sie
wieder festen Boden unter sich, mühsam richtete sie sich auf. Der Colonel war
bereits mehrere Hindernisse weiter. Schwer atmend zwang sie sich dazu weiter zu
rennen.
„Herzlichen Glückwunsch, ihr habt jetzt die erste Runde fertig, jetzt
trinkt erst mal jeder von euch etwas und dann geht’s weiter! Den einmal ist
keinmal und solange selbst so ein alter Sack wie ich noch schneller bin als ihr
habt ihr das Training noch bitter nötig!“ Die geschundenen Soldaten sanken
schwer atmend zu Boden als sie von den Ausbildern je eine Flasche zu trinken
ausgeteilt bekamen. Auch wenn das Getränk nicht sonderlich gut schmeckte tranken
die meisten gierig, zu gut fühlte es sich an wenn das kühle Getränk den
ausgetrockneten Hals herunter ran. Zeit dieses Gefühl zu geniessen blieb ihnen
jedoch nicht, nach kaum fünf Minuten wurden sie bereits ein weiters Mal durch
den Parcours gescheucht.
Jeder Meter schmerzte doch die Ausbilder und der Colonel kannten keine
Gnade, wer sich übergeben musste wurde kurz aus dem Parcours genommen und bekam
einen Vitalcheck bevor er weiter machen musste. Irgendwo in der dritten Runde
zwischen zwei Hindernissen knickte Jenni ein, vor ihren Augen verschwamm alles,
bevor alles um sie herum dunkel wurde. „Ist sie ok?“ Die Stimme klang ganz
dumpf und sie konnte nicht erkenne wer mit ihr sprach da ihr immer noch schwarz
vor Augen war. „Ja, alles in Ordnung, sie ist nur Ohnmächtig, ihr Kreislauf hat
wohl schlapp gemacht, bis in ein paar Minuten kann sie weiter machen.“ Als
Jenni das hörte brach sie jeden Versuch ihre Augen zu öffne ab, zu verlockend
war es einfach liegen zu bleiben. Plötzlich vernahm sie einen durchdringenden
stechenden Geruch der ihr den Atem nahm. Hustend drehte sie sich zu Seite
langsam klarte ihr Blick wieder auf. „Alles in Ordnung, du bist bald wieder auf
den Beinen.“ Jenni kannte die Stimme nicht die zu ihr sprach also schaute sie
über ihre Schulter. Ein Sanitäter kniete hinter ihr und überprüfte sie mit
seinem Universaalwerkzeug. „Was haben sie da gemacht?“ Verwirrt sah der
Sanitäter sie an „Was…. ach dass, das ist Riechsalz, ziemlich hässlich aber
effektiv.“ Jenni richtete sich mit zittrigen Armen langsam auf. Die anderen
Soldaten die an ihr vorbeirannten schauten sie alle an, wer jedoch versuchte
anzuhalten wurde von einem Ausbilder in der Nähe sofort lautstark aufgefordert
weiter zu rennen. „Hier iss das, dann wird’s dir besser gehen“ er reichte ihr
einen Energieriegel und danach eine Flasche Wasser. Gerade als Jenni den ersten bissen von dem
zähen Riegel genommen hatte sah sie Kiara vorbeilaufen, diese sah sie mit
schmerzvollem Blick an. Sie hielt sich die Seite, wahrscheinlich hatte sie
nicht richtig geatmet. Kiara schien sich sorgen um Jenni zu machen da sie abbremste
als sie ihre Freundin, die noch immer halb am Boden lag, sah. Plötzlich fühlte
es sich falsch an liegen zu bleiben während ihre Freunde weiter rennen mussten.
Nach einem grossen Schluck Wasser richtete sich Jenni noch etwas wacklig auf.
„Wow, Vorsicht“ meinte der Sanitäter als er sich aufrichtete und Jenni an derer
Schulter festhielt. „Alles in Ordnung.“ „Bist du sicher?“ er wirkte etwas
besorgt. „Nein, aber es muss reichen“ antwortete sie löste sich von ihrem Griff
und setzte sich langsam in Bewegung. „Gute Einstellung, aber kipp nich wieder
um sonst muss ich wieder zu dir rennen?“ rief er ihr nach. Unter Schmerzen und
stärker werdendem Brechreiz schleppte sie sich durch den Rest des Parcours. Als
sie endlich wieder am Anfangspunkt ankam wartete der Colonel dort bereits grinsend
auf sie. Eine weitere Runde würde weder
Jenni noch Irgendjemand der Restlichen Soldaten schaffen, aber das würde der
Colonel wahrscheinlich selbst sehen. Einige andere Soldaten waren auch bereits
angekommen und sassen auf dem Boden. Bei der Gruppe angekommen gaben Jennis
Beine nach und sie sackte zu Boden. „Nicht hinlegen, liegen könnt ihr noch
genug wenn ihr Tot seid“ Jenni war ihm einen Finsteren Blick zu lies ihre
Gedanken jedoch unausgesprochen.
„Ihr habt euch eine Pause verdient, ich will ja nicht dass mir einer von
euch abkratzt“ meinte er lachend und ging von der Gruppe weg. Die Soldaten
blieb die ganze Pause lang sitzen oder liegen und bewegten sich erst wieder als
der Colonel zurückkam. „Wir werden jetzt zurück zum Stützpunkt gehen damit wir
etwas essen können, ihr werdet die Energie noch brauchen!“ Die Angesprochenen
richteten sich auf, die Aussicht auf etwas zu essen und eine Bank zum sitzen
war in dem Moment sehr Motivierend.
In der Basis angekommen traten die Soldaten direkt in die Kantine, der
Hunger und die Aussicht auf etwas zu essen liessen die schmerzenden Beine
wieder erträglich scheinen
Die Köche schauten sie etwas angeekelt an als sie mit ihren
Schlammverschmierten Kleidern hereintraten. Ihr erstes Ziel war jedoch nicht
das Essen zu holen sondern ihre bis zu den Ellenbogen verdreckten Hände zu
waschen. Als Jenni nach kurzem anstehen um sich die Hände zu waschen und
anschliessendem warten auf ihr Essen endlich setzten konnte stürzte sie sich
förmlich auf das Steak das auf ihrem Teller war. Die enormen Anstrengungen
hatten ihren Körper ausgezehrt und dieser forderte nun einen Energienachschub
ein. Den Anderen schien es genauso zu gehen, es wurde kaum geredet da alle mit
essenbeschäftigt waren. Erst nach dem sie ihr zweites Teller geholt hatte
meinte Ivana mit einem müden Lächeln im Gesicht „na wenigsten muss ich mir
keine Sorgen um meine Figur machen bei der Schinderei.“ „Siehst du, anderswo
müsstest du einen Haufen Geld für so ein Training bezahlen, und hier kriegst du
es gratis. Immer Optimistisch denken, das hilft“ sagte Arsilia kauend.
Den Rest des Tages verbrachten die Soldaten mit der sogenannten
„Individuellen Förderung“, dafür durften sie in einem Fitnessstudioähnlichem
Raum unter Betreuung trainieren. Die Betreuer schienen aber von Beruf eher
Foltermeister zu sein, sie trieben die Soldaten bis an ihre Grenzen. Arsilia,
die vorher noch Optimistisch geklungen hatte, hatte sich ziemlich schnell um entschieden,
ihr Betreuer hatte ihr gesagt, sie solle sich auf die Hantelbank legen, damit
er mal sehen könne wie viel sie stemmen kann. Nach einigen Wiederholungen, mit
der für sie “optimalen“ Hantel, begannen ihre Arme zu zittern. Anstatt ihr zu
helfen und ihr die Hantel abzunehmen, legte er nur seine Hände daran, um zu
verhindern, dass sie ihr auf den Hals fiel. „Komm, eine schaffst du noch“
feuerte er sie an. Unter großer Anstrengung schaffte sie es, das Gewicht ein
weiteres Mal hochzustemmen „Ich kann nicht mehr, nehmen sie sie!“ keuchte sie.
„Ach was, eine ist doch noch drin….“ Die Arme der Asari gaben nach, der
Betreuer fing die Hantel auf ,bevor sie auf ihr landete, hob sie hoch und
stellte sie ins Gestell. „Ich hab gesagt, dass ich sie nicht mehr halten kann!“
fuhr Arsilia den Betreuer an als sie aufgestanden war. „Und ich habe dir
gesagt, dass ich die Hantel halten werde, wenn sie dir runterfällt und das hab
ich auch gemacht.“ Die Asari verkniff sich einen Kommentar und setzte sich
stattdessen auf einen Stuhl, um sich kurz auszuruhen. „Hei, nicht Pause machen,
wir müssen weiter trainieren“ die Stimme des Betreuers klang geradezu fröhlich,
er schien es zu genießen sie zu quälen. „Ich habe kein Gefühl mehr in meinen
Armen! Ich kann nicht mehr trainieren!“ zischte sie leicht verzweifelt. „Ach,
es gibt genug Übungen, wo du deine Arme nicht brauchst, wir können gleich mit
der Beinmuskulatur weitermachen“ kam die Antwort. „Verfluchter Sadist“
grummelte sie, als er sie zu sich winkte. „Ich bin kein Sadist, und spätestens
wenn du im Einsatz mal mit einem verwundeten Kameraden auf dem Rücken um euer
beider Leben rennen musst, dann weißt du, was der Sinn dieser Übungen war“
konterte er. Seufzend ging Arsilia zu dem Betreuer, sich zu wiedersetzen hätte
keinen Sinn gehabt.
„Bevor ihr jetzt alle rüber
geht, werden wir euch helfen eure Muskeln zu dehnen, macht besser gut mit,
ansonsten werdet ihr morgen viel Schmerzen haben.“ Rief einer der Betreuer als
sich der Trainingstag langsam dem Ende zu neigte. Jeweils einer der Betreuer
erklärte vier der Soldaten, welche Übungen sie zu machen haben und
kontrollierte dann, ob sie richtig gemacht wurden. Nach etwa 15 Minuten durften
die jungen Soldaten den Trainingsraum dann verlassen, um Duschen und
anschliessend essen zu gehen.
Nach dem sie den Rest des
Tages Im “Folterkeller“ ,wie der Trainingsraum von den Soldaten genannt wurde,
verbracht hatten, wurden sie am Abend in ihr Zimmer entlassen. Jenni hätte sich
am liebsten in der Dusche auf den Boden gesetzt, um ihre schmerzenden Beine zu
entlasten. Den Schweiß und den Schmutz des ganzen Tages abzuwaschen tat richtig
gut. Nach der Dusche ließ sie sich entkräftet auf ihr Bett fallen. „Hoffentlich
wird es morgen nicht genauso anstrengend wie heute“
WIe immer Feetback und Kritik gleich hier hineinschreiben, und ich hoffe es hat euch gefallen und das ihr auch nächste Woche wieder reinschaut um das nächste Kapitel zu lesen^_^
#324
Posté 28 octobre 2012 - 10:10
#325
Posté 29 octobre 2012 - 04:51





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