Aller au contenu

Photo

Super Awesome Stories: Aftershock, Sense of Smell, Bleeding Memories, Salvation etc.


  • Veuillez vous connecter pour répondre
649 réponses à ce sujet

#326
elitedefender2

elitedefender2
  • Members
  • 1 712 messages
 Sonntagabend Storytime:)

Hier ist das nächste Kapitel, ich hoffe es gefällt und macht lust aufs nächste:D denn da kommt mal wieder etwas abwechslung ins triste Soldatenleben..... aber ich will ja nicht zu viel verraten:P

Viel Spass

Kapitel 11


Jenni lag in ihrem Bett , als
sie plötzlich eine Hand spürte, die sanft über ihre Schulter streichelte.
Langsam glitten die fremden, aber dennoch vertrauten Finger, über ihre Haut,
sie erkannte Kiaras Berührungen und ließ sie vorerst gewähren. Langsam wanderte
die Hand über ihren Körper, sie wanderte langsam über ihren Hals und dann über
ihr Schlüsselbein nach unten. Jenni spannte sich an, als die Hand ihrer
Freundin sich langsam unter ihren BH schob. „Doch nicht hier, was wenn jemand
aufwacht?“ flüsterte Jenni leise. Doch als Kiara begann sie fester zu
streicheln, wollte Jenni sich umdrehen. Noch bevor sie ihre Augen öffnen
konnte, wurde sie durch ein ohrenbetäubendes metallisches Scheppern geweckt.
Sofort fuhr Jenni ruckartig hoch. Einer der Ausbilder, die sie am gestrigen
Abend trainiert hatte, stand mitten im Zimmer und schlug wie ein Bekloppter mit
dem Deckel eines Blechmülleimers gegen den dazugehörigen Eimer. Alle Rekruten
waren sofort aufgeschreckt,  aus den
Betten gesprungen oder gefallen. Aufstehen! In 2 Minuten auf dem Hauptplatz,
Zeit für den Frühsport!“ rief der Ausbilder mit ernster Stimme. Nachdem die
gerade Geweckten ihren Schock verarbeitet hatten, machte sich sofort Unmut über
die Weckmethode breit. In dem 2. Zimmer, in dem die andere Hälfte der Rekruten
schlief, war anscheinend dasselbe passiert. Die anderen Rekruten schienen
ebenfalls genervt zu sein, als sie aus ihrem Zimmer traten. Jenni war gerade
dabei ihre Schuhe zu binden, als ihr die Erinnerungsfetzten ihres Traumes noch
einmal durch den Kopf gingen. Sie hatte seit Ausbildungsbeginn öfters von Kiara
geträumt, anfangs waren ihr ihre unanständigen Träume noch unangenehm gewesen,
doch mittlerweile hatte sie sich daran gewöhnt. Auch wenn sie es nicht
zugegeben hätte, hatte sie sogar etwas Gefallen daran gefunden. Doch Zeit um
weiter darüber nachzudenken blieb ihr nicht mehr, sie musste sich beeilen.
Unten auf dem Platz angekommen, erwarteten sie der Colonel und einige andere
Ausbilder bereits. Sehr zu Leidwesen der jungen Soldaten, durften sie denselben
Kurs, wie am Tag zuvor, laufen und sich wieder an den “Spaßpausen“ erfreuen.
Die motivierenden Zwischenrufe des Colonel wie „Macht schon, ihr müden Säcke!“
und „Verdammt, bewegt eure Ärsche, wir sind hier nicht beim
Sonntagsspaziergang!“ trugen auch unglaublich zur Stimmung der Rekruten bei.
Nach ihrem äußerst anstrengenden Ausflug, durften sie wieder Frühstücken. Der
Appetit hielt sich jedoch wieder in Grenzen, die Meisten mussten sich zum essen
zwingen.



„Wenn ich mir euch so ansehe, dann glaube ich, es wäre besser, dass wir uns
heute eurer Biotischen Ausbildung zuwenden, denn die Meisten von euch sehen
noch ziemlich fertig aus. Ich bin ja kein Unmensch, also lassen wir das
Fitnesstraining heute sein.“ Erstaunt über die Milde des Colonels, tauschten
die Soldaten erfreute Blicke aus. „Wir treffen uns in 10 Minuten auf dem
Trainingsgelände, den Weg werdet ihr zu Fuß schon schaffen.“ Kaum hatte er den
Raum verlassen, brachen unter den Soldaten eifrige Gespräche aus. „Da ist
garantiert irgendwo ein Haken, ich kann mir nicht vorstellen, dass er aus purer
Nettigkeit auf das Fitnesstraining verzichtet“ meinte Ivana misstrauisch.
„Klar, erinnerst du dich noch an das Training an der Akademie? Weißt du noch
wie kaputt wir nach einem Nachmittag des Trainings waren? Was denkst du wie die
uns hier rannehmen.“ Selak schaute sie besorgt an „Ich bin mir gar nicht
sicher, ob es wirklich ein Grund zum jubeln ist, dass wir unsere Biotiken trainieren,
anstatt der körperlichen Fitness. Dieser Tag hat gerade erst begonnen, und ich
habe jetzt schon ein ganz mieses Gefühl.“ „Ach du bist ein Pessimist, Selak,
schlimmer als Gestern kanns ja kaum werden“ antwortete Joshua, er schien recht
fröhlich zu sein. Er lächelte zufrieden und schaufelte bergeweise Cornflakes in
sich hinein. „Hast du heute Morgen in der Lotterie gewonnen oder warum bist du
so fröhlich?“ Denis fragender Blick ruhte auf seinem Freund. Dieser antwortete
ihm mit vollem Mund „Nichts, ich bin einfach nur gut gelaunt.“ „Hei, nach dem
erwachen heute Morgen würd ich es verstehen, wenn du jeden anschreien würdest,
der dich anspricht, aber nicht das du hier grinsend dasitzt und dich einfach so
freust“ antwortete Deni. „Du musst immer versuchen positiv zu denken, es könnte
schlimmer sein…. Stell dir vor du würdest so aussehen wie Alex.“ Ein Grinsen
ging durch die Runde, Joshuas gute Laune schien die Anderen ebenfalls
aufzuheitern. „Aua!“ Alex hatte Joshua unter dem Tisch gegen das Schienbein getreten.
„Hei bevor ihr euch hier Gegenseitig verstümmelt, sollten wir besser gehen, ich
glaube der Colonel reagiert nicht so gut auf Verspätungen“ meinte Kiara, sie
war bereits aufgestanden und hatte ihr Tablett weggeräumt. Die restlichen
Soldaten taten es ihr nun gleich und machten sich auf den Weg zu dem etwas mehr
als 500 Meter vom Stützpunkt entfernten Trainingsgelände. Das Areal, das mit
“Biotik-Trainingsplatz“ beschrieben war, lag mitten auf einer Lichtung im Wald.
Der 100x100 Meter große Trainingsbereich war von einem zwei Meter hohen
Maschendrahtzaun, mit Stacheldraht am oberen Ende, umgeben. Im inneren der
Abzäunung waren einige Mauern, sowie diverse Übungsziele zu sehen. Das
Eingangstor stand offen, also traten die Soldaten ins Innere des Geländes, der
Colonel und einige Ausbilder warteten bereits auf sie.



„Das hier wird unser neuer Spielplatz, wir werden hier viel Spaß haben“ rief
der Colonel mit lauter Stimme. Jenni sah sich um, auf der rechten Seite von ihr
waren einige Mauern, sie dienten der Simulation eines Häuserkampfes. Auf der
anderen Seite hingen, an einem Gerüst befestigte, Boxsäcke. Die frische Luft
und die aufgehende Sonne vermittelten ein sommerliches Gefühl. „Ihr alle habt
auf der Akademie gelernt, wie ihr eure Biotiken einsetzten müsst, das ist ja
schön und Recht, aber das meiste davon könnt ihr gleich wieder vergessen, weil
es nutzloser Müll ist! Euch wurde beigebracht eure Biotiken vorsichtig zu
gebrauchen und nie mit voller Wucht, diese Barriere müssen wir gleich mal
wieder einreißen. Wenn ihr eine Biotik einsetzt, dann ist euer Ziel nicht den
Feind zu streicheln, sondern ihn zu zerfetzten!“ Der Colonel begann auf dem
staubigen Boden vor den jungen Soldaten auf und ab zu gehen. „In der Armee ist
das Allgemeine Vorurteil verbreitet, dass wir Biotiker nichts einstecken können
und empfindlich seien. Das ist kompletter Bull****! Im Gegensatz zu anderen
Soldaten und Technikern, verlässt sich ein Biotiker nicht nur auf seine
Schilde, seine Rüstung und seine technischen Spielereien. Wir sind auch ohne
Gewehr niemals unbewaffnet, wir können auch ohne Rüstung und Schild einiges
einstecken! Und nur deshalb, weil wir uns zu 100 Prozent auf unsere Körper
verlassen müssen, ist es ein Muss, dass wir stets in Bestform sind. Ein gut
trainierter Biotiker kann auch nackt ein dutzend kugeln einstecken, ohne
draufzugehen, alle Anderen würden bei dem Versuch den Löffel abgeben. Versagt
jedoch eure Barriere, euch geht die Kraft aus oder ihr werdet unachtsam, seit
ihr am Arsch! Ihr versteht was ich meine, egal was ihr falsch macht, es wird
tödliche Konsequenzen haben, für euch oder eure Kameraden!“ Während der letzten
Worte hatte er sich wieder vor sie gestellt und seinen Blick durch die Runde
schweifen lassen. Die jungen Soldaten schienen etwas nervös zu sein, die
meisten traten von einem Fuß auf den anderen. Keiner von ihnen wusste, wie sie
jetzt trainiert werden würden und  was
sie lernen würden. „Also, fangen wir an. Zuerst werden wir gleich mal testen
wie stark ihr seid.“ Die Ausbilder traten auf sie zu und nahmen jeweils vier
der Biotiker zu sich. „Da drüben sind Zielscheiben, ich will dass ihr alle ein
Wurffeld darauf schießt. Gebt alles, setzt eure ganze Kraft ein.“ Jeweils einer
der vier Biotiker trat nach vorne und attackierte das Ziel, wie von ihnen verlangt.
Nach einigen Runden, in denen ihre Ausbilder sie korrigierten und ihnen
technische Ratschläge gaben, machte der Colonel eine Runde und schaute sich die
Bemühungen seiner Schützlinge an. Als er die Runde beendet hatte stellte er
sich wieder vor die Gruppe und schaute sie mit verzweifeltem Blick an. „Ich
darf doch davon ausgehen, dass ihr euch jetzt gerade ins Zeug gelegt habt,
oder?“ Ein nicken ging durch die Gruppe. „Verdammt, und ich hatte gehofft ihr
hättet mich bloß veralbert. Das ist ja grausam, das ist die erbärmlichste
Scheiße, die sich jemals jemand traute Biotik zu nennen, die ich je gesehen
habe! Das ist noch weniger als Scheiße, das ist Abfall, was zur Hölle habt ihr
denn auf der Akademie gelernt, etwa diesen Mist?!“ Gott verdammt, was soll ich
bloß mit euch machen, wenn ihr die besten Biotiker eures Jahrgangs seid, dann
geht’s mit der Galaxie aber verdammt steil bergab!“ Der Colonel schrie schon
fast, er schien maßlos enttäuscht. Die angehenden Biotiker schienen sich zu
schämen. Jenni war erstaunt gewesen, wie heftig der Einschlag ihrer Geschosse
gewesen war, die neuen Implantate schienen wesentlich besser zu sein, als ihre
Alten. Doch nach dieser vernichtenden Kritik fühlte sie sich direkt nutzlos.
Nachdem er tief durchgeatmet hatte, stellte sich der Colonel vor eines der
Ziele und schaute nach einem kurzen Blick zu Boden wieder die restlichen
Anwesenden an. „Ok, na wenigsten haben wir noch viel Steigerungspotenzial und
genug Zeit, um euren gigantischen Übungsbedarf zu decken.“ Nun wendete er sich
dem Boxsack zu, der ihm am nächsten war. Ein blauer Schleier bildete sich um
seinen Körper herum, bei einem ruckartigen Schritt nach vorne schleuderte er
mit einem lauten Schrei ein blau schimmerndes biotisches Geschoss auf das Ziel.
Die Wirkung war drastisch, die Verankerung des mehrere dutzend Kilo schweren
Sackes, wurden aus dem Balken, an dem sie hingen, gerissen und der Sack wurde
mehrere Meter durch die Luft geschleudert, bevor er auf dem Boden aufschlug.
„So sollte das aussehen, und ihr habt noch wesentlich mehr potenzial als ich,
da ihr bereits früher gefördert wurdet.“ „Sie sind Biotiker?!“ platzte es aus
Jenni heraus. „Ja, wie sollte ich euch denn sonst trainieren? Ich wurde als
einer der Testkandidaten für das BDF Projekt ausgewählt, bin aufgrund meines
Alters jetzt aber bereits zu alt, um noch weitere Missionen zu machen. Deshalb
wurdet ihr Rekrutiert, damit ihr direkt mit der neuen Technik zusammen das
Training durchläuft. Jedenfalls werdet ihr jetzt erstmal weiter üben!“ Jenni
war peinlich, dass die Frage einfach aus ihr herausgeplatzt war. Doch die
Anderen schienen ebenfalls zu erstaunt zu sein, um sich auf sie zu
konzentrieren. „Also los, weitermachen!“ warf der Ausbilder ihnen entgegen.
Jetzt motiviert trat Jenni nach vorne, sie hatte gesehen, was sie alles
erreichen konnte und wie stark ihre Biotiken werden könnten. Ein biotisches
Feld baute sich um sie herum auf und sie schleuderte mit aller Kraft ein
Geschoss auf das Ziel. „Du sollst das Ziel wegkicken und nicht kitzeln, also
noch einmal und diesmal richtig!“ Etwas verärgert darüber, dass der Ausbilder
zu ignorieren schien, welche Mühe sie sich gab, versuchte sie es erneut. Mit
jedem Versuch, der mit einer abwertenden Aussage kommentiert wurde, wurde Jenni
wütender. Nach einigen dutzend Versuchen, konnte Jenni spüren, wie ihre Arme
langsam taub wurden, doch sie zwang sich weiterzumachen. Der Rest ihres Teams
zeigte auch erste Ermüdungserscheinungen, die meisten begannen schwerer zu
atmen und die Angriffe wurden immer schwächer. Nach einer Weile griff der
Colonel ein „Das ist ja nicht mehr zum mitansehen, los alle hier rüber!“
Reeston stellte sich vor die ganze Gruppe hin und strich sich über die Stirn.
„Ok, wir lassen das mit den Angriffen mal sein und konzentrieren uns erst mal
auf was Allgemeineres. Welche Techniken habt ihr auf der Akademie denn
gelernt?“ Erst mal meldete sich niemand, aber nach einer Weile war es Selak,
der das Schweigen brach. „Na ja, also Singularitäten, Wurf, Zug und Hubfelder,
sowie grundlegende Barriere und Spähren.“ „Hm….Ok“ antwortete Reeston
nachdenklich. „Diese Techniken können im Kampf zwar auch nützlich sein, richten
aber kaum Schaden an. Es gibt aber noch andere Techniken, diese sind jedoch für
Privatpersonen verboten und werden nur im Militär oder in privaten
Spezialfirmen gelehrt. Diese sind bei richtiger Anwendung tödlich und zielen
auch darauf ab, dem Feind möglichst großen Schaden oder Schmerzen zuzufügen. So
zerreißt ein Warp oder Aufspaltungsfeld den Gegner langsam auf molekularer
Ebene oder ein Stasefeld blockiert sämtliche Bewegungen. Mit einem biotischen
Sturmangriff könnt ihr schnell die Distanz zwischen euch und dem Feind auf null
bringen und ihn gleichzeitig noch brutalst umhauen. Wir werden euch diese
Techniken in den nächsten Wochen beibringen .



„Lehnt euch jeweils etwas nach hinten und springt dann mit
voller Kraft nach vorne. Konzentriert euch dabei auf eure Biotik, blendet den
Rest um euch herum einfach aus. Es spielt noch keine Rolle wie weit ihr kommt,
wichtig ist nur, dass es ein Kontrollierter Sprung wird!“ Jenni, Kiara, Ivana
und Arsilia hatten sich zusammengeschlossen und an einen der Ausbilder gewandt.
Dieser hatte ihnen erklärt, wie ein biotischer Sturmangriff funktioniert und
was sie dabei alles beachten müssen. Jenni konzentrierte sich, sie atmete tief
durch, die Erklärung des Ausbilders hatte ganz einfach geklungen….
zurücklehnen, konzentrieren, nach vorne springen und sich mittels seiner Biotik
nach vorne katapultieren. Doch in der Praxis war das ganze wesentlich
komplizierter, sich auf so viele Dinge auf einmal zu konzentrieren war gar
nicht so einfach. Sie waren bereits seit einigen Stunden am trainieren, bis vor
wenigen Minuten hatten sie versucht einen Warp-Angriff zu schaffen, vergebens.
Entweder kam ein normales Wurffeld heraus oder der Warp zerfiel sofort wieder.
Um den Körper etwas anders zu belasten, hatten sie nun Technik gewechselt. Ein
Schleier aus biotischer Energie bildete sich um Jennis Körper. Mit einem Satz
sprang sie nach vorne, ein biotisches Feld baute sich um sie herum auf und riss
sie nach vorne. Erschrocken durch die Wucht des Schubes, verkrampfte sich Jenni
und das Feld brach sofort zusammen. Stolpernd fiel Jenni wieder zu Boden. Jeder
Versuch das Gleichgewicht zu halten war vergebens, sie fiel flach nach vorne
auf den Bauch. Der Boden war hart, eine kleine Staubwolke wurde durch ihre
Bauchlandung aufgewirbelt. „Das sah ja elegant aus!“ Rief Selak, der in ein
paar dutzend Metern Entfernung stand. „Alles in Ordnung?“ erkundigte sich der
Ausbilder besorgt. „Ja, nichts passiert, das war etwas unerwartet“ antwortete
Jenni, als sie sich aufrichtet, während sie Selak den Mittelfinger zeigte.
„Verdammt, ich habe kontrolliert gesagt, du kannst froh sein, dass deine
Biotiken noch dermaßen erbärmlich sind, ansonsten hättest du jetzt vielleicht
ernsthafte Probleme“ tadelte er sie. „Bei einem Sturmangriff könnt ihr bis zu
einhundert Sachen drauf bekommen, wenn ihr euch selbst da nicht komplett
vertraut, kann das hässlich enden. Ich meine, wenn eure Barriere oder das Feld
um euch herum versagt, knallt ihr mit hundert gegen einen Mauer, da seid ihr
mausetot. Wisst ihr, was das für einen Papierkrieg gibt, wenn mir eine von euch
verreckt? Verflucht, von jetzt an passt ihr besser auf, klar?!“ „Ja Sir“
antworteten die Soldaten synchron. Jetzt war der Ehrgeiz der ganzen Gruppe
geweckt, ein Wettkampf brach aus. Innerhalb einer Stunde schafften sie alle
einige Meter, einen richtigen Angriff schaffte aber keiner, dafür war die Angst
noch zu groß. Das Gefühl von einer unsichtbaren Kraft nach vorne gerissen zu
werden und zu sehen wie der Boden unter einem durchraste, war sehr
nervenaufreibend und brauchte viel Mut. Wenn das Feld zusammenbrach, landete
man ungebremst auf dem Boden, was bei vollem Tempo tödlich sein würde. Der
Reflex die Augen beim Sprung zu schließen war ebenfalls hinderlich, denn das
einzige was noch schlimmer war als einen solchen Sprung zu machen, war ihn mit
geschlossenen Augen zu machen. „Wow, langsam Mädels, bevor ihr hier zu große
Sprünge macht, solltet ihr vielleicht noch schnell die Landung üben. Es gibt 2
Möglichkeiten, erstens; die Gezielte Landung, das heißt ihr zielt vor dem
Sprung auf einen Gegner und trefft den mit voller Wucht. Dabei wird eure
gesamte Bewegungsenergie auf den Gegner übertragen…. Vorausgesetzt er ist
selbst kein Biotiker und perfekt auf diese Situation vorbereitet, was etwa
einmal unter einer Milliarde Fälle der Fall sein wird, ist er am Arsch. Dann
rechnet selbst, Masse mal Beschleunigung, mit voller Ausrüstung werdet ihr etwa
einhundert Kilo wiegen, mal einhundert KM/h….“ Die Soldatinnen tauschten kurz
erstaunte Blicke aus. Die aus einem solchen Angriff resultierende Kraft war
gewaltig. „Die zweite Methode ist der Abbruch, dabei müsst ihr aber sehr viel
Kraft aufbringen, deshalb empfehle ich euch das nur im Notfall zu tun,
ansonsten werdet ihr schnell aus der Puste sein. Und wenn ihr dabei was falsch
macht, dann wird’s euch grausam auf die Fresse hauen, einen ehemaligen Kollegen
hatts mal so verstrichen….“ „Ehemalig? Ist er….“ „Nein, aber er hatte danach 3
Monate Spitalaufenthalt und den Rest seines Lebens Schmerzen…. Ich glaube ihr
wisst, was ich euch damit zeigen will.“ Eilig nickten die jungen Frauen. Der
Gedanke daran dasselbe Schicksal zu erleiden, machte es nicht gerade leichter
sich zu überwinden mit voller Kraft zu springen. Aber das war jetzt ja auch
gerade nicht nötig, da sie jetzt die Landungen übten. Dafür mussten sie nur
einen kurzen Sprung machen, damit sie langsam anfangen konnten. Die ersten
Angriffe waren noch etwas zögerlich und schwach, manche gingen auch schief und
die Soldaten wurden zurückgeschleudert oder krachten ungeschützt gegen den
Sandsack. Nach kurzer Zeit atmeten sie bereits schwer, der Sturmangriff war
eine der anstrengendsten Techniken. Doch ungeachtet der Anstrengungen machten
sie alle weiter, es war nun nicht mehr der Ausbilder der sie antrieb, sondern
der Wille immer besser zu werden und immer härter angreifen zu können. Schritt
für Schritt steigerten sie Distanz und Geschwindigkeit.





Der Mittag war gerade vorbeigegangen, als die Soldaten die Kantine verließen,
das Training ging nun weiter, obwohl sie noch alle müde waren, freuten sich die
meisten der Studenten auf das Training. Trotz der militärischen Strenge, war es
toll sich weiterentwickeln zu können. Es herrschten eifrige Gespräche, alle
diskutierten über das gelernte und das noch angestrebte. Eine schwüle Brise
wehte und der Himmel war von einigen Wolken bedeckt, es würde wahrscheinlich
bald  regnen . „Was muss ich eigentlich
machen, um einen Warp zu Stande zu bekommen?“ fragte Alex die anderen
Anwesenden. „Hm…. keine Ahnung, ich habe selbst noch keinen geschafft. Ich
denke du brauchst einfach etwas Übung“ kam es von Shalera, die neben ihm
herging. Sofort schalteten sich einige Andere auch noch in das Gespräch ein.
Jenni ging neben Kiara her, sie redeten über ihre Freunde von der Akademie,
besonders Warrek. Er war in dem Moment auf der Citadel an dem Tech-Wettkampf
und würde morgen seinen 20 Geburtstag feiern. Bei Turianern wurde man erst mit
20 als Volljährig erklärt. „Was denkst du, wie geht es ihm im Moment?“ Kiara
warf Jenni einen fragenden Blick zu, sie gingen gerade den letzten Hügel vor
dem Trainingsareal hoch. „Ich bin mir sicher es geht ihm gut, wir können ihn ja
heute Abend anrufen…. Was willst du ihm eigentlich schenken?“ Jenni hatte sich
bereits Gedanken gemacht und hoffte, dass Kiara noch nichts für ihn hatte, ihre
Idee für ein Geschenk war nur zu zweit umsetzbar. Gespannt wartete sie auf die
Antwort ihrer Freundin. „Ich weiß es noch nicht, ich habe das ganze etwas
verpasst, aber wir können es ihm ja eh nicht geben, ein Flug zur Citadel ist
nicht gerade billig….“ „Ich hätte da eine Idee, damit ließe sich das Problem
mit dem Transport umgehen und es wäre relativ leicht zu beschaffen. Ich brauche
aber dafür deine Hilfe….“ Kiara schaute sie neugierig an „Worum geht es denn?“
Nach einem kurzen Blick in die Runde sagte sie mit etwas gesenkter Stimme „Sag
ich dir nachher, es ist ein wenig kompliziert zu erklären.“ Ein verwirrter
Blick von Kiara kam Jenni entgegen. „Ok….“ Als sie den höchsten Punkt des
Hügels erklommen hatten, wurde der Blick auf das Trainingsgelände frei, es war
noch niemand anwesend. Etwas verwirrt gingen die Soldaten weiter, nach einigen
prüfenden Blicken auf die Uhren ihrer Universalwerkzeuge fragte Joshua
schließlich „Sind wir hier richtig, es ist definitiv 12:45 Uhr. Wo ist der
Colonel?“ Schulterzuckend gingen sie weiter, das Tor stand offen, also gingen
sie zurück zu ihren vorherigen Übungsplätzen. Bereits aus 30 Metern Entfernung
setzte Kiara ohne Vorwarnung zum Sprung an. Innerhalb weniger
Sekundenbruchteile hatte sie die Distanz überwunden und donnerte gegen den
Sandsack. Dieser wurde wuchtig nach hinten weggeschleudert. Etwas ungläubig
blieb Kiara stehen, sie drehte sich zu der Gruppe und schaute Jenni an, als ob
sie noch nicht ganz verstehen würde was gerade passiert war. „Wow, was war das
denn?!“ entfuhr es Deni. „Glück, ich habe nicht gedacht, dass es wirklich
klappt. Ich…. Wow, das ist ein Wahnsinnsgefühl, alles kribbelt, das ist wie
fliegen.“ „Gratuliere, das war großartig, was hast du denn anders gemacht als
am Vormittag?“ „Na ja, ich habe gar nicht weiter darüber nachgedacht, sondern
einfach gehandelt.“ Jenni legte ihre Hand auf Kiaras Schulter und schüttelte
sie leicht, als diese wieder zu ihr trat. „Kommt, wir sollten einfach schon mal
anfangen mit dem Üben, bis die Anderen auftauchen.“ Die restlichen Anwesenden
pflichteten ihr bei und sie begannen wieder mit dem Training. Nach einigen
Minuten traten die Ausbilder und der Colonel wieder auf den Platz und musterten
das geschäftige Treiben der Jungen Soldaten. Der Colonel befahl den Ausbildern
sich wieder um die trainierenden zu kümmern und begann dann wieder mit seiner
Patrouille. Als er seine Runde abgeschlossen hatte, schickte er einen der
Ausbilder weg, dieser tauchte nach einiger Zeit mit einer großen Kiste zurück.
„Ok, kommt allemal her!“ Er winkte sie zu sich heran und begann aus der Kiste
Mundschütze an die Anwesenden zu verteilen. „Wie ihr ja schon mitbekommen habt,
sind die Biotiken, die ihr hier geübt habt, 
ziemlich effektiv, aber es gibt noch wesentlich effektivere Techniken.
Wenn ihr einen Wurfangriff auf 10 Meter Distanz wirkt, dann ist die Wirkung
bereits ziemlich groß, aber wenn ihr dieselbe Technik mit einem Schlag kombiniert,
wird der Schaden noch wesentlich höher. Deshalb werden wir euch intensiv im
Nahkampf schulen. Nach eurem Absprung da, werdet ihr in unmittelbarer Nähe zum
Gegner sein, und da müsst ihr euch behaupten können. Ihr werdet, außer den
Scharfschützen, sowieso am besten die Distanz zwischen euch und dem Feind
möglichst gering halten.



„Also, wer will anfangen?“ Verwirrt blickten ihn die Soldaten an. „Na los, ich
will sehen was ihr drauf habt, einer von euch wird mich angreifen und die
anderen sehen zu. Los jetzt, du fängst an!“ er zeigte auf Alex. Dieser trat
etwas zögerlich vor und hob die Fäuste. Der Colonel zog sich Handschuhe an, die
dünne Polster auf der Außenseite hatten, um ernsthaften Verletzungen
vorzubeugen. „Mit Biotiken?“ „Ja, aber keine der “tödlichen“ Techniken, die ihr
heute gelernt habt!“ Alex atmete tief durch und nickte dem Colonel zu, als
Zeichen, dass es losgehen konnte. Kaum hatte er das getan, hob der Colonel
seine Fäuste und begab sich in Kampfhaltung. Alexs erster Angriff war etwas
zögerlich, und dafür wurde er auch gleich bestraft. Reeston wehrte seinen
Schlag ab und konterte. Seine Faust traf Alex in den Magen und ließ diesen
husten. Der Colonel wich etwas zurück und ging erneut in Kampfhaltung. „Na los
doch, ein richtiger Mann wird mit diesem bisschen Schmerzen schon fertig
werden. Greif noch mal an, aber diesmal richtig!“ Nach einigen Sekunden, in
denen sich Alex den Bauch gehalten hatte hob er die Fäuste wieder und richtete
sich auf. Diesmal war der Angriff wesentlich schneller und entschlossener, doch
er war immer noch zu langsam. Reeston wich dem ersten Schlag aus, blockte den
zweiten und konterte mit einem linken Hacken. Dieser traf Alex seitlich am
Kopf, ließ ihn erst zur Seite stolpern und dann zu Boden fallen. Schockiert über
die Härte des Colonels, starrten die jungen Soldaten abwechselnd Alex und ihn
an. Als sich der geschlagene nach einigen Sekunden aufzurappeln begann, meinte
sein Gegner knapp. „Durch solche Schmerzen lernt ihr: das bringt euch nicht um,
aber es macht euch härter. Der nächste!“ Als sich wieder niemand meldete,
deutete er auf Ivana. Zögernd trat diese nach vorne, die Angst stand ihr ins
Gesicht geschrieben. Sehr vorsichtig ging sie auf ihr Gegenüber zu. Als sie
noch etwa zwei Schritte von dem Colonel entfernt war, täuschte dieser
urplötzlich einen Sprung nach vorne und einen Schlag an und schrie Ivana dazu
laut an. Diese erschrak fürchterlich, fuhr zusammen und hob ihre Hände
schützend vor ihr Gesicht. Diese Zeit nutzte Reeston, um einen weiteren Schritt
nach vorne zu machen und erneut , begleitet von einem Kampfschrei, einen Schlag
anzutäuschen. Ivana fuhr erneut zusammen und versuchte sich vor dem
vermeintlichen Angriff zu schützen. Doch anstatt zuzuschlagen, brach der
Colonel ab und stellte ich vor Ivana hin. „Du bist erbärmlich¨! Stell dich
gefälligst wieder hinten an, so etwas will ich hier nie wieder sehen! Du bist
eine Schande für diese ganze Einheit!“ er schrie sie förmlich an und zeigte auf
die Anderen, die gerade zugesehen hatten. Total verängstigt trat Ivana das
Gesicht zu Boden gewandt hinter die restlichen Soldaten. „Nächster!“ „Nächste“
korrigierte Arsilia ihn. „Eine Freiwillige? Gut, dann los!“ Sofort ging Arsilia
in Stellung und griff ohne Verzögerung an. Ihre Mutter hatte ihr
Selbstverteidigung beigebracht, und dieses Training würde sie ohne Gnade
nutzen. Mit erheblicher Mühe sich zu verteidigen, musste sich Reeston erst an
das neue Tempo gewöhnen. Anders als die Anderen bisher, nutzte Arsilia auch
ihre Beine zum Angriff. Ihr erster Tritt verfehlte den Kopf des Colonels nur
knapp. Etwas erschrocken wich der Colonel einen Schritt zurück. Arsilia rückte
sofort nach um ihn unter Druck zu behalten, verschätzte sich aber. Ihr Gegner
nutzt eine kleine Unachtsamkeit und verpasste ihr einen Hieb auf die Brust. Die
Asari sprang etwas zurück und rang nach Luft. Doch der Colonel ließ ihr keine
Zeit zum verschnaufen, genau wie sie es vorgehabt hatte, behielt er sie unter
Druck. Auf seinen Angriff reagierte sie mit einem Konter, sie versuchte ihn aus
der Drehung ins Gesicht zu treten. Jede Bewegung auf dem staubigen Boden
wirbelte kleine Wolken aus vertrocknetem Humus auf. Arsilias Strategie hätte
fast geklappt, doch der Colonel bekam sie am Fußgelenk zu fassen, hackte mit
seinem eigenen Fuß hinter Arsilias Standbein ein und zog es ihr unter dem
Körper weg. Als sie zu Boden fiel, versuchte sie sich sofort zur Seite zu
rollen, um wieder auf die Beine zu kommen. Plötzlich wurde sie zu Boden
gedrückt, Reeston kniete mit einem Knie auf ihrem Rücken. Er packte ihren Kopf
an der Stirn und dem Hinterkopf und drehte ihn vorsichtig etwas zur Seite,
bevor er ihr ins Ohr flüsterte „Jetzt ist dein Genick gebrochen“ halblaut fügte
er an „Du bist Tot, der Nächste“ Er wartete einige Sekunden und zeigte dann auf
die Gruppe „Du, du bist dran“ „Ich?“ fragte Deni besorgt. „Nein, ich meinte
Nesharis“ Jennis Atem stockte, ihr Vorgesetzter war gerade im Begriff ihre
Freundin zu schlagen. Wie versteinert blieb Kiara mit entsetztem Blick stehen.
Nach einigen Sekunden trat sie schließlich vor. Jenni ballte die Hände zu
Fäusten, sie wollte nicht mit ansehen, was gleich passieren würde. Bei einer
Schlägerei würde sie jeden ohne Gnade angreifen, der Kiara anfassen würde, aber
diesmal durfte sie das nicht. Kaum hatte der Kampf begonnen kassierte die junge
Asari bereits den ersten Schlag. Auch wenn Kiara schnell war so fehlte ihr doch
die Technik. Der Colonel hatte sie seitlich in dir Rippen getroffen. Etwas
zusammen gekrümmt hielt sie sich die schmerzende Seite. „Weiter, na los!“ Sie
biss die Zähne zusammen und versuchte es erneut. Nach einem kurzen Handgemenge
erlangte Reeston die Oberhand. Er wich einem von Kiaras Schlägen aus und trat
ihr seitlich gegen den Oberschenkel. Die Asari klappte mit dem getroffenen Bein
ein und wurde durch einen Treffer, der linken Faust des Colonels, im Gesicht zu
Boden geworfen. Sie drehte sich zur Seite und hielt sich Wange und Auge. Jenni
wollte gerade vortreten um Reeston aufzuhalten, wie wusste sie nicht, aber sie
wollte eingreifen. Doch Shalera hielt ihr den Arm vor und schaute sie
zurechtweisend an. Mit einem enorm schlechten Gefühl im Bauch, stellte sich
Jenni wieder normal hin und atmete tief durch. „Bleib einfach liegen, lass es
sein“ betete Jenni innerlich. Langsam rappelte sich Kiara wieder auf, sie blinzelte
mit ihrem rechten Auge, um wieder klare Sicht zu bekommen. Als sie wieder
stand, hob sie ihre Fäuste wieder. „Kampfgeist, das gefällt mir“ meinte Reeston
mit einem finsteren Lächeln im Gesicht. Als Kiara einen Schritt nach vorne
machte und zum Schlag ausholte, wich Reeston mit erstaunlicher Schnelle zur
Seite aus

und hob sie mit einer brutalen Armschelle von den Füßen. Kiara landete auf den
Rücken und begann sofort zu röcheln und nach Luft zu ringen. Sie krümmte sich
zusammen um den stechenden Schmerz zu lindern. „Nutzlos….“ „Reeston!“ Jemand
schrie seinen Namen, der Colonel wollte sich gerade Umdrehen, als ihn etwas
packte. Jenni war nach vorne gesprungen, als sie sah wie er Kiara zu Boden
schlug. Die Stimme ihrer Vernunft hatte ihr gesagt, dass sie ihren Vorgesetzten
nicht angreifen durfte und dass sie ihrer Liebsten nicht helfen könne. Doch die
Stimme ihres Herzens hatte ihr befohlen es zu versuchen. Sie hatte paar
Schritte Distanz innerhalb weniger Augenblicke überwunden. Mit einem Zug Feld
riss sie den Colonel in ihre Richtung. Überrascht von dem plötzlichen Ruck,
musste Reeston einen Ausfallschritt machen, um nicht hinzufallen. Noch während
seiner Vorwärtsbewegung traf ihn Jennis Schlag auf die Brust. Diese war auf ihn
zu gelaufen und donnerte ihm aus vollem Lauf ihre Faust mit aller Kraft auf die
Brust. Ein blaues Feld aus biotischer Energie umschloss sie, der Schlag wurde
dadurch noch verstärkt. Der Colonel wurde von den Beinen gehoben und landete
einen Meter hinter Jenni mit dem Rücken auf dem Boden. Jenni verharrte in der
Stellung nach ihrem Schlag. Erst jetzt realisierte sie, was sie gerade getan
hatte. Total erschrocken drehte sie sich um. Das letzte was sie sah war die
Stiefelsohle von Reeston. Sie schlug hart auf dem Boden auf, als sie etwa einen
halben Meter weiter hinten landete. Plötzlich konnte sie die Wolken am Himmel
sehen, jedoch nur verschwommen. Der Geschmack von Blut breitete sich in ihrem
Mund aus und ihr Gesicht schmerzte. Jenni wollte sich bewegen, konnte aber
nicht. Plötzlich tauchte das Gesicht von Reeston über ihr auf, er war neben ihr
in die Hocke gegangen. „Guter Angriff Parker, aber an der Defensive musst du
noch arbeiten…. Und lasse niemals deinen Feind aus den Augen bevor er nicht
garantiert tot ist.“ Er richtete sich wieder auf, vor Jennis Augen wurde es
dunkel. Sie konnte die Stimme des Colonels nur noch dumpf hören „Die ist
hinüber, Sani, bring sie ins Lazarett. Sie hat ne gebrochenen Nase und ist
bewusstlos.“ Plötzlich war sie in kompletter Dunkelheit gehüllt und um sie herum herrschte
Stille.



„Oh, sie wacht auf.“ Als Jenni ihre Augen blinzelnd öffnete, lag sie auf einer
Art Tisch, das letzte woran sie sich erinnern konnte, waren die Worte des
Colonels. „Wo bin ich?“ fragte sie vorsichtig. „Du bist wieder im Stützpunkt….
Wenn du das nächste Mal eine Schlägerei mit Reeston anfängst, sorg wenigstens
dafür, dass du noch selbstständig hierher kommst. Ich musste dich den ganzen
Weg tragen.“ Meinte der Sanitäter, der neben ihr stand. Er lächelte sie schräg
an, schien auf eine Antwort zu warten. „Besser mich als den Colonel“ antwortete
sie, während sie sich die Stirn rieb, ihr Gesicht schmerzte nun wieder. „Ha, da
hast du wohl recht…. Übrigens ich bin Marcel.“ „freut mich, ich bin Jenni….
Ah!“ Sie hatte versucht sich an ihrer Nase zu kratzen. „Sie hat ne gebrochene
Nase…“ jetzt erinnerte Jenni sich wieder an die Worte des Colonels. Sie
richtete sich auf und wollte aufstehen, doch Marcel hielt ihr bereits entgegen,
was sie suchen wollte. Ein kleiner Spiegel, damit sie sehen konnte wie ihre
Nase aussah. „Man sieht kaum etwas, du solltest in den nächsten paar Tagen aber
etwas vorsichtig sein…. Das Haltepflaster kannst du die nächsten zwei drei Tage
drauf lassen, damit deine Nase nicht krumm wieder zusammenwächst. Erst bei der
vorsichtigen Berührung ihrer Nase merkte Jenni, dass dort ein durchsichtiges
Pflaster klebte. Man musste schon sehr genau hinsehen, damit man es erkennen
konnte. „Danke, ich dachte schon….“ Jenni stockte, erst jetzt fiel ihr auf,
dass sie ein anderes Shirt trug. Etwas erschrocken fuhr sie über ihre Schulter,
um zu ertasten ob sie ihren BH noch trug. „Gott sei Dank….“ seufzte eine Stimme
in ihrem Kopf erleichtert, als sie das klein Stoffband spürte. „Hast du….“ Sie
fand die richtigen Worte nicht, also zog sie einfach am Ärmel ihres Shirts.
„Nein, das darf ich gar nicht, jedenfalls nicht solange es nicht um Leben und
Tot geht, das war eine Schwester. Dein altes war voller Blut.“ „Wie schlimm war
es denn?“ Auf das schlimmste gefasst, spannte sich Jenni an. Du hast ziemlich
strak geblutet, zumindest für eine Verletzung dieser Art. Dein Shirt war total
versaut, das wurde gleich entsorgt.“ Jenni streckte sich, sie lag wohl in einer
unkomfortablen Position. „Wie lange war ich denn weg?“ Marcel kratzte sich am
Hinterkopf und strich sich durch die kurz geschorenen Haare. „Etwa eine
Stunde.“ Jenni war erleichtert, sie fühlte sich, als hätte sie einen halben Tag
verpasst. „Dann sollte ich mich vielleicht besser auf den Weg zurück machen,
die Anderen trainieren bestimmt noch. „Ähm… das lässt du vielleicht besser, der
Colonel schien über deine Aktion nicht gerade erfreut, du wartest besser bis
morgen.“ Nun wo Marcel das Thema wieder angesprochen hatte, keimten wieder all
die Vorwürfe in ihr auf. „Wieso hast du das getan? Was hat das für
Konsequenzen? Hast du damit vielleicht deine Chance verspielt und verlässt
jetzt die Einheit?“ all diese Fragen hallten in ihrem Kopf. Jenni setzte sich
wieder auf die Liege, auf der sie aufgewacht war und strich sich eine
Haarsträhne aus dem Gesicht. Gerade als sie sich wieder hinlegen wollte hörte
sie Schritte im Gang.





„Ist sie hier drin?!“ „Nein, halt sie können doch nicht einfach…“ Die Tür ging
auf und Kiara trat, gefolgt von einer hysterischen Schwester in den Raum. „Es
tut mir leid, ich konnte sie nicht zurückhalten“ rief die Schwester Marcel
entgegen. „Jenni!“ Kiara rannte zu ihrer Freundin hin und nahm sie in den Arm.
„Ist alles in Ordnung? Ich habe mir Sorgen um dich gemacht.“ Marcel legte der
Schwester, die noch immer aufgebracht war, die Hand auf die Schulter „Kommen
sie, ich glaube unsere Patientin ist in guten Händen.“ Die beiden verließen den
Raum und schlossen die Tür hinter sich. Jenni, die noch immer etwas überrascht
war, dass Kiara plötzlich hier aufgetaucht war, schaute ihre Freundin etwas
verwirrt an. Kiara nahm sie fest in die Arme und drückte sie an sich. „Ich habe
mir solche Sorgen gemacht…. Als ich mich umdrehte, weil ich jemanden schreien
hörte habe ich noch gerade gesehen wie Reeston dir ins Gesicht getreten hat und
du zusammengesackt bist. Ich dachte erst du seist tot.“ Kiara legte ihren Kopf
auf Jennis Schulter. Jenni konnte an ihrer Stimme erkennen, dass sie den Tränen
nahe war. „Hei alles in Ordnung, mir geht’s gut.“ Antwortete sie und begann
Kiara sanft zu streicheln um sie zu beruhigen. „Ja, aber das wusste ich nicht,
ich hatte Angst, du lagst einfach reglos am Boden und hast geblutet…. Und ich
konnte dir nicht helfen.“ „Es ist schon gut, du kannst da nichts dafür.“ Jenni
legte ihre Hände an Kiaras Schultern und schaute ihr in die Augen. Kiara strich
sich eine Träne aus den Augen. „Ja, aber ich hätte wenigstens versuchen sollen
dir zu helfen. Du hast das ja auch nur getan, um mir zu helfen“ „Nein, du
siehst was passiert ist, als ich versucht habe dir zu helfen, es war richtig,
dass du nichts getan hast.“ Kiara schaute sie etwas verwirrt an. „Was? Willst
du damit sagen, dass es in Ordnung ist sich für mich einzusetzen, aber ich
nicht das Recht habe dasselbe für dich zu tun?“ Kiaras Stimme klang etwas
enttäuscht. „Nein, ich will damit sagen, dass es schon falsch von mir war so zu
reagieren, du weißt du bedeutest mir alles, aber wenn ich mich nicht besser
kontrollieren kann, bringe ich uns nur beide in Schwierigkeiten. Und desshalb
will ich nicht, dass du denselben Fehler machst wie ich!“ Kiara trat etwas
zurück und musterte ihre Liebste „Jenni, ich liebe dich, ich werde dir immer
helfen, egal was passiert…“ „Nein, das sollst du nicht tun, du darfst dein
Leben und deine Zukunft nicht meinetwegen aufs Spiel setzen, nicht noch mehr als
du es bereits getan hast. Ich habe einen Fehler begangen, und ich will nicht
dass die Konsequenzen jetzt dich auch treffen. Ich brauche niemanden, der für
meine Dummheit den Kopf hinhält.“ Bei diesen Worten sah Jenni Kiara mit
bittendem Blick an. Diese senkte den Blick zu Boden und drehte sich um. „Ich
sehe, es ist dir ernst, du brauchst niemanden“ flüsterte sie niedergeschlagen
als sie den Raum verließ. Jenni vergrub ihr Gesicht in ihren Händen, was hatte
sie gerade bloß getan. „****!“ sie stand auf und trat gegen eines der Betten.
Sie musste sich auf die Lippe beißen, um ihre Wut auf sich selbst nicht heraus
zu schreien. Jede Sekunde die sie wartete, verstärkte sich das Gefühl gerade,
das Wichtigste in ihrem Leben verloren zu haben. Sie ballte die Hand zur Faust,
sie wusste nicht was tun. Schließlich setzte sie sich in Bewegung, sie durfte
nicht zulassen, dass es so endete. Das sie und Kiara sich trennten, weil sie
einen Fehler gemacht hatte und ihre Freundin, als sie ihr helfen wollte, dann
auch noch vor den Kopf gestoßen hatte. Sie stieß die Tür auf und rannte den
Gang runter. Den Weg nach draußen kannte sie nur noch verschwommen von dem Plan
des Stützpunktes, den sie einmal am Abend angeschaut hatte. Als sie um eine
Ecke bog, hätte sie Marcel beinahe über den Haufen gerannt. „Danke für die
Hilfe, ich schulde dir was“ rief sie ihm zu, als sie an ihm vorbeirannte. Er
antwortete irgendetwas darauf, doch Jenni verstand nicht mehr was es war.
Nachdem sie eines der Treppenhäuser hinuntergestürmt war, konnte sie gerade
noch sehen wie Kiara das Gebäude durch den Haupteingang verließ, eilig rannte
sie ihr hinterher. „Kiara warte!“ Sie rannte ihrer Freundin hinterher und holte
sie schnell auf. „Kiara, bitte, hör mir zu“ Jenni versuchte die Worte so sanft
wie möglich auszusprechen. Die Asari sah sie mit traurigem Blick an, als Jenni
ihr die Hand auf die Schulter legte. „Kiara, ich habe mich vorhin blöd
verhalten, ich habe mir einfach Sorgen gemacht…“ „Nein, du hattest Recht, du
hast so gehandelt, weil du mich liebst und du hast damit deine Zukunft
riskiert. Ich weiß nicht, ob ich fähig wäre meine Pflicht über meine Gefühle
für dich zu setzen, also gibt es nur einen Weg.“ Jennis Herz stockte „Bitte tu
das nicht!“ schrie die Stimme in ihrem Kopf. „Ich will nicht, dass du
meinetwegen hier rausfliegst, also werde ich gehen.“ Sie starrte Kiara
fassungslos an, es dauerte einige Sekunden bis sie verarbeitet hatte, was ihr
da gerade gesagt wurde. „Nein, bitte tu das nicht…. Ich weiß nicht wie ich das
ohne dich durchstehen soll. Ich schaffe das nicht alleine.“ Kiara schloss die
Augen und drehte sich von Jenni ab, in ihrem Gesicht war deutlich zu sehen, wie
sehr es ihr weh tat das Jenni zu sagen. „Doch und wahrscheinlich besser als mit
mir. Wenn der einzige weg wie du dieses Leben leben kannst ohne mich ist, dann
werde….“ „Ich auch gehen“ fiel Jenni ihr ins Wort. „Wenn ich mich entscheiden
muss, dann wähle ich dich, denn ohne dich ist diese Leben nichts wert.“
„Aber….Nein…. Das hier ist doch dein Traum….“ Jenni nahm Kiaras Hände und
schaute ihr in die Augen. „Richtig, das ist das Leben von dem ich geträumt
habe, aber das Leben mit dir ist das Leben, welches  ich leben will.“ Für einen Moment herrschte
Stille. Kiara biss sich auf die Lippe, nachdem sie einen Moment dagegen angekämpft
hatte, nahm sie Jenni in den Arm und legte ihren Kopf neben den ihrer Freundin.
Jenni konnte hören, dass Kiara schluchzte, und auch wenn sie es versuchte,
konnte sie selbst auch nicht gegen die Tränen ankämpfen. Nach dem sie ihre
Umarmung wieder gelöst hatten, wischte sich Jenni schnell die Tränen von den
Wangen und legte ihre Hände an Kiaras Hüften. Als sich ihre Blicke trafen,
durchfuhr ein Stromstoß ihren Körper. Kiara zog Jenni um die Hausecke neben
ihnen, drückte sie vorsichtig gegen die Wand und küsste sie stürmisch. Jenni
wollte Kiara festhalten, doch diese schnappte sich ihre Hände und drückte sie
neben ihr an die Wand. Als die Asari sich langsam begann zurückzuschieben,
folgte Jenni ihrer Bewegung, um den Kuss nicht zu beenden. Schließlich konnte
Jenni ihr nicht mehr weiter folgen und löste sich gezwungenermaßen von ihr.
Kiara begann zu lächeln „Nur nicht so stürmisch“ flüsterte sie leise. „Halt
mich besser gut fest, sonst mach ich vielleicht noch etwas Dummes.“ Antwortete
Jenni mit lüsternem Blick. Kiara bewegte sich langsam auf sie zu, wich aber
immer wieder etwas zurück wenn Jenni sie küssen wollte. Bei dem vierten Versuch
erlöste sie Jenni schließlich und küsste sie. Diese biss ihr sanft in die
Unterlippe und bewegte sich dann langsam zurück. Ohne wiederstand zu leisten,
folgte Kiara ihr. Als Jenni wieder mit dem Rücken an der Wand stand ließ sie
die Lippe ihrer Freundin los. Die Asari lockerte ihren Griff um Jennis Hände
und diese befreite sich sofort. Den einen Arm legte sie um Kiaras Taille, den
anderen hinter ihren Kopf. Ihre Zungen begannen miteinander zu tanzen und sie
schmiegten sich eng aneinander.



„Diese Scheiß Patrouille ist doch Mist, hier kommt doch eh niemand vorbei, ich
meine wer ist blöd genug in eine Militärbasis einzubrechen, in der N7 Biotiker
ausgebildet werden.“ „Ich habe keine Ahnung, aber es ist mir auch lieber mich
hier zu langweilen, als wenn dann wirklich mal was passiert.“ Sven und Ivan
waren wie fast jeden Abend auf ihrer Patrouille am Rande der Basis entlang und
wie immer ärgerte sich Sven darüber, dass nie etwas passierte. Wenn meine Route
wenigstens neben der Frauendusche durchführen würde…. Seit die Neuen hier sind
hatts da einige scharfe Geräte dabei….“ Mit einem schiefen Grinsen sah Ivan zu
seinem Kameraden rüber „Das sind alles Biotikerinnen, die würden dir den Arsch
aufreißen.“ Meinte er grinsend. „Das Risiko wärs wert“ gab Sven zurück. „Egal,
ich muss jetzt hier rechts, viel Spaß noch.“ Mit einem müden Lächeln ging Sven
weiter. Der Rundgang war immer derselbe, er musste 2 Stunden lang den Zaun
abschreiten, um nach Eindringlingen Ausschau zu halten. Ziemlich demotiviert
ging er weiter, sein Blick ruhte in der ferne. Als er gerade an dem
Nebengebäude vorbeitrat erstarrte er. Keine 10 Meter neben ihm waren ein junge
Frau und eine Asari dabei miteinander rumzumachen. Sie schienen ihn nicht
gesehen zu haben, also blieb er für einen Moment stehen und starrte sie an.
Erst nach einigen Sekunden reagierte er. Sofort trat er hinter die Ecke und
machte sich rasch denselben Weg zurück wie er gekommen war. „Scheiße, das wird
Ivan mir nicht glauben.



„Ich glaube da war jemand“ flüsterte Kiara leise in Jennis Ohr. „Dann sollten
wir besser gehen“ stimmte Jenni zu. Zögerlich lösten sich die beiden
voneinander und machten sich auf den Weg zur Unterkunft. „Wie bist du
eigentlich so schnell zu mir gekommen?“ „Nachdem wir alle einmal gegen den
Colonel angetreten waren, haben wir das Training beendet, da die meisten von
uns danach nicht mehr Kampffähig waren.“ „Wie geht es dir eigentlich? Ich kann
nichts erkennen.“ „Es tut noch ein bisschen weh, aber es ist nicht schlimm….
Zumindest nicht so schlimm wie bei dir.“ „Ach Marcel hat gesagt, dass sei nicht
so schlimm, bis in einigen Tagen sei es wieder heil.“ Sie gingen gerade an
einer Garage vorbei, als Jenni Kiara packte und sie zurückzog. Kiara, die
plötzlich direkt an Jenni gedrückt dastand, schaute ihre Freundin mit einem
unanständigen grinsen an „Doch nicht hier“ flüsterte sie. Jenni schaute sie
erstaunt an „Da drüben steht Joshua…. Hast du dein Universalwerkzeug hier? Ich
habe meins noch im Lazarett.“ flüsterte Jenni. „Und dass deine Gedanken so
unanständig sind schockiert mich“ fügte sie leise an. „Ja aber wieso?“ „Er ist
da nicht alleine, ich habe eine Idee.“   

Und auch diese Woche freue ich mich auf Feetback und wünsch euch noch nen schönen Abend und bis zum nächsten Kapitel^_^ 

Modifié par elitedefender2, 04 novembre 2012 - 04:42 .


#327
Zerydal

Zerydal
  • Members
  • 519 messages
As allways good stuff good stuff

well done elite freue mich schon auf den nächsten Teil wird nur dadurch getrübt das ich bis dahin 2 Schularbeiten schreiben muss -.- da kannst aber du nix für :D

#328
elitedefender2

elitedefender2
  • Members
  • 1 712 messages
 Etwas später als sonst melde ich mich wieder mit einem neuen Kapitel

Ich fass mich kurz, ich bin Inhaltlich nicht so weit gekommen wie geplant, bin aber auf gutem wege.
ich wünsch euch allen viel spass und einen Schönen Abend :lol:

Kapitel 12



„Ok, ich glaube das reicht, jetzt müssen wir nur noch schnell warten.“ Jenni
und Kiara standen noch immer hinter der Mauer der Garage, sie hatten mit Kiaras
Universalwerkzeug gefilmt, wie Joshua und Tanja zusammen geredet hatten und
sich auch mehrmals geküsst hatten. Damit die beiden nichts mitbekamen, hatten
sie alle Systeme des Universalwerkzeuges, außer der Kamera, abschalten müssen,
um das orange Leuchten zu unterdrücken. Warrek hatte ihnen zwar einmal gezeigt
wie sie das separat ansteuern könnten, aber Jenni hatte es bereits damals nicht
verstanden. Tech war nicht so ihr Ding. Sie hatten einen Moment gebraucht, bis
sie es zustande brachten, aber glücklicherweise hatten Joshua und Tanja es ja
nicht allzu eilig. „Was willst du jetzt eigentlich mit den Aufnahmen?“ fragte
Kiara leise. „Wir werden uns damit für seine Nettigkeit im Krankenhaus
revanchieren“ ein breites Grinsen wanderte auf Jennis Gesicht. Nachdem sie
einige Minuten gewartet hatten, war Tanja immer noch bei Joshua. Langsam verlor
Jenni die Geduld „Können die sich nicht mal beeilen?“ flüsterte sie leicht
gereizt. „Hei, ich kann mich an ein Mädchen erinnern, das Stundenlang mit mir
rumgeturtelt hat, du solltest ihnen die Zeit lassen.“ „Ja, aber bei uns ist das
auch was anderes…“ „Genau“ meinte Kiara mit sarkastischem Unterton. Nach
einigen weiteren Minuten stand Jenni schließlich auf und half Kiara ebenfalls
auf die Beine. „Los komm, wir müssen heute noch etwas anderes machen.“ Etwas
verwirrt stand Kiara auf und folgte Jenni. Etwa 20 Meter von ihrer vorherigen
Position entfernt, drehte sich Jenni wieder um „Wir müssen etwas Lärm machen,
sodass die Beiden hören, dass wir kommen. Wenn alles gut läuft, gehen sie
unterschiedliche Wege, damit es nicht auffällt.“ „Und wenn sie einfach beide
abhauen?“ dann sehen wir Joshua spätestens beim Abendessen wieder. Mit einem
leichten Nicken bestätigte Kiara und sie setzten sich in Richtung Joshua in
Bewegung. Dabei traten sie hart auf und wechselten einige Worte ziemlich
lautstark. Jennis plan schien aufzugehen, als sie um die Ecke traten, kam
Joshua ihnen alleine entgegen. Auf ihre Frage was er den hier mache, antwortete
er wie aus der Pistole geschossen „Ich sehe mich mal in der Basis um, wir
hatten seit unserer Ankunft ja keine Möglichkeit dazu.“ Kiara und Jenni ließen
sich nichts anmerken, sie wollten Joshua erst noch etwas schwitzen lassen.
„Ach…. Und was hast du denn so gefunden?“ „Bis jetzt noch nichts Besonderes,
wieso?“ fragte er leicht nervös. „Nur so aus Neugier“ meinte Kiara lächelnd.
Joshua versuchte das Thema zu wechseln, da er sich wohl erwischt fühlte. „Was
macht ihr beide denn hier?“ „Kiara hat mich gerade vom Lazarett abgeholt“
antwortete Jenni, sie musste sich zusammenreißen um nicht laut zu lachen. „Du
Joshua, mal ganz unter uns, die Sache mit der Blumenvase….“ „Ich weiß, das war
gemein und es tut mir leid“ fiel er ihr ins Wort. „Ach das ist doch schon eine
ganze Weile her. Aber mal schnell ne andere Frage, kennst du Tanja eigentlich
gut?“ Sichtlich erschrocken und etwas blass um die Nase, sah Joshua die beiden
jungen Frauen an. „Na ja, nicht wirklich, ihr kennt sie wahrscheinlich besser
als ich, warum fragst du?“ „Wir dachten nur du würdest sie vielleicht kennen,
ihr schient euch nahe zu sein, so was vor der Operation gelaufen ist.“ „Oh,
das? Das war nichts, sie hat mir auch schon kurz nach der Operation darauf
angesprochen. Das sei nur wegen der Aufregung gewesen.“ „Wissen denn die Jungs,
dass der große Frauenheld, dem alle Mädels zu Füßen liegen, verliebt ist?“
fragte Jenni neckisch. Nun vollends überrumpelt, starrte Joshua sie mit offenem
Mund an „Was? Aber ich bin doch gar nicht….“ „Oh, du bist also nicht in Tanja
verliebt? Dann macht es doch sicher nichts, wenn wir das hier Alex, Deni,
Warrek und den anderen Jungs zeigen…“ fügte Kiara grinsend an und zeigte Joshua
die Aufnahme von ihm und Tanja. „Nein!“ rief Joshua schneller als ihm lieb war.
„Tut dass nicht, es wäre sicher nicht gerade schön für Tanja, wenn alle denken,
ich hätte sie abgeschleppt.“ Joshuas Antwort erstaunte die beiden, anstatt sich
rausreden zu wollen, wie sie es von ihrem eher unreifen Freund erwartet hatte,
war er direkt und offen. „Wow, das ist ziemlich selbstlos, das macht deutlich,
dass sie dir viel bedeutet, wenn du dir zuerst Sorgen um sie machst, bevor du
an dich selbst denkst. Aber ich glaube, dass sie sich ganz gut selbst zu
verteidigen weiß.“ „Hei kommt schon, das könnt ihr doch nicht machen….“ Die
beiden schauten sich an und begannen zu grinsen. „Wieso denn nicht, du konntest
uns ja auch wecken…“ Kiara und Jenni drehten sich von Joshua weg und gingen
langsam los. „Wartet, was wollt ihr? Ihr hättet mich nicht darauf angesprochen,
wenn ihr es den anderen einfach hättet zeigen wollen. Also was wollt ihr von
mir?“ Mit einem triumphierenden Gesichtsausdruck drehten sich die beiden jungen
Frauen zu ihm zurück. „Wollen? Wofür, dafür das wir schweigen?“ fragte Kiara.
Eilig nickte Joshua. „Nichts“ antwortete Jenni und fügte nach kurzem schweigen
an „Wer hat denn gesagt, dass wir verhandeln?“ Mit ansteigender Verzweiflung
ging Joshua hinter den beiden her „Kommt schon, tut mir das nicht an, was muss
ich machen, damit ihr nichts sagt und diese Aufnahme löscht?“ Als keine der
beiden nicht reagierte, harkte er nach „Bitte, für Tanja, sie wird mich hassen,
wenn sie denkt ich hätte es verraten.“ Da Joshua nun schon fast bettelte,
ließen sich die beiden schließlich erweichen. „Dir scheint wirklich etwas an
ihr zu liegen? Also, wir können dir nichts garantieren, aber vielleicht, wenn
du unsere Stiefel…. Sagen wir…. 2 Wochen lang putzt, dann erhöht das deine
Chancen, dass wir es für uns behalten.“ Sichtlich erleichtert, aber immer noch
genervt, dass sie ihn und Tanja erwischt hatten, nickte er. „Danke, aber dafür
müsst ihr diese Aufnahme löschen!“ „Erst wenn die 2 Wochen um sind, ansonsten
weigerst du dich einfach. Und in der Lage Forderungen zu stellen bist du auch
nicht.“ Gab Kiara grinsend zurück. Grummelnd willigte er ein. Da es ihm
unangenehm zu sein schien in Kiara und Jennis Nähe zu sein, trennte sich Joshua
bei der ersten Gelegenheit von den Beiden.



Als Kiara und Jenni Joshua nicht mehr sehen konnten, fragte Kiara neugierig
„Was ist denn jetzt mit Warreks Geschenk? Du hast gesagt, du hättest da noch so
eine Idee“ „Stimmt…. Welche Uhrzeit haben wir denn?“ Kiara schaute rasch auf
ihr Universalwerkzeug „Halb sechs“ antwortete sie knapp. „Erst? Dann habt ihr
aber heute früh aufgehört mit dem Training?“ Jenni war etwas verwirrt,
normalerweise waren sie erst um diese Zeit zum Stützpunkt zurückgekehrt. „Ja,
der Colonel hat uns alle ziemlich fertig gemacht beim Nahkampf, danach waren
die meisten nicht mehr Trainingsfähig, wegen der Schmerzen.“ Mit einem
schmerzlichen lächeln schaute Jenni zu ihr rüber, sie fühlte sich nicht gerade
gut dabei, dass sie vor den anderen mit dem Training aufgehört hat, auch wenn
sie es nicht freiwillig gemacht hatte. „Ok, Warrek wird ja 20, also nach
turianischen Maßstäben volljährig. Und er ist ein Techfreak, er würde bestimmt
ausrasten, wenn er hier mal einen Blick in die Datenbanken werfen könnte…. Aber
da das nicht geht, dachte ich wir könnten ihm stattdessen ein anderes Geschenk
machen, an dem er seine Freude haben wird…..“ „Wovon redest du? Rück endlich
raus mit der Sprache.“ „Warrek verpasst immer wieder Termine, also dachte ich
mir, wir helfen ihm sich diese besser merken zu können. Dafür habe ich mir
gedacht, dass wir doch…“



„Niemals, vergiss es!“ meinte Kiara kopfschüttelnd und mit
ungläubiger Stimme. „Ach komm schon, ich glaube du hast mich falsch
verstanden.“ warf Jenni eilig ein. „Du spinnst doch, wieso denkst du überhaupt,
dass ich da mitmachen würde?“ „Weil du, genauso wie ich, Warreks Freundin bist
und ich weiß, dass es dir sicher gefallen würde.“ Kiara verschränkte die Arme
und schaute ihre Freundin mit großen Augen an. „Ach, und wie kommst du denn
darauf?“ fragte Kiara, während sie an Jenni vorbei ging, die sich vor sie
gestellt hatte, um sich zu erklären. Mit einem flinken Schritt nach vorne
stellte sich Jenni hinter Kiara, legte Ihre Hände an deren Taille und zog sie
an sich. „Na ja, ich kenne dich….“ Kiara konnte den Atem ihrer Freundin in
ihrem Nacken spüren. Zärtlich küsste Jenni ihre Liebste auf den Hals. „Und du
bist nicht halb so anständig oder verklemmt, wie du alle glauben lassen
willst.“ Mit einem großen Schritt nach vorne entzog sich Kiara Jennis Griff,
drehte sich zu dieser um, stützte ihre Hände auf ihre Hüfte und schaute sie
empört an. „Was soll denn das jetzt heißen?!“ Erneut trat Jenni zu ihrer
Freundin hin, doch diese hielt ihren strengen fragenden Blick, auch als sie ihr
in die Augen schaute. Jenni bewegte ihr Gesicht langsam auf das ihrer Freundin
zu und jetzt schien Kiaras Ärger doch zu verfliegen. Je näher Jenni ihr kam,
umso mehr schien sich die Asari zu entspannen. Als sie nur noch wenige
Zentimeter voneinander entfernt waren, schloss Kiara die Augen und kam Jenni
entgegen. Doch diese wich ihr zur Seite aus du flüsterte ihr ins Ohr „Das soll
heißen, dass du es dir ja noch einmal überlegen kannst.“ Noch bevor die
enttäuscht über Jennis Reaktion wirkende Kiara etwas sagen konnte, lehnte sich
Jenni etwas zurück und drückte dann ihre Lippen gegen Kiaras. Alle ihre
Kameraden wussten von ihrer Beziehung weshalb sie sich wegen ihres Kusses im Gag
der Unterkunft keine Sorgen zu machen brauchten. Kiara strich mit ihrer Hand
durch Jennis Haare und legte sie hinter deren Kopf. Nach einigen Sekunden trat
Alex aus dem Zimmer, er trug nur seine Unterhose und ein Handtuch unter dem
Arm, was den Gedanken nahe legte, dass er zur Dusche unterwegs war. „Mh,
lecker“ meinte er beim passieren der Beiden. Etwas verlegen lockerte Kiara
ihren Griff um Jenni. „Ach du bist doch nur eifersüchtig, weil du nicht kannst“
rief Jenni ihm nach. Kaum hatte sie den Satz zu Ende gesprochen, sah sie sich
dem gespielt traurigen Blick von Kiara gegenüber. „Ich werde dich aber mit
niemandem teilen“ meinte Kiara lächelnd. „Das will ich auch hoffen“ antwortete
Jenni mit einem neckischen Grinsen.

Die beiden gingen in den Schlafsaal, um ihre Duschsachen zu holen. Einige der
anderen machten sich auch gerade zum Duschen bereit. Nach einer sich herrlich
anfühlenden Dusche war Jenni gerade dabei sich abzutrocknen, als ihr Blick
zufällig beim durch die Runde schweifen an Ivana hängen blieb.



Ivanas Blick sprang immer zwischen dem Boden und Shalera hin und her.
Zwischendurch blieb sie länger bei Shaleras Körper hängen, sie hatte eine tolle
Figur. Erst seit Jenni mit Kiara zusammen war ,nahm sie die kleinen
Unterschiede zwischen den einzelnen Asari wahr, vorher hatten sie Jenni alle
ähnlich ausgesehen. Doch jetzt nahm sie viele kleine Unterschiede zwischen ihr
und Kiara wahr. Shalera hatte durchaus auch ihren Reiz, aber in Jennis Augen
war Kiara die Schönste aller Asari. Sie musste sich ein Kichern verkneifen, als
sie sah wie Ivana Shalera gerade 
fixierte, es nach ein paar Sekunden aber merkte und sich sofort nervös
umsah. Die anderen Frauen waren damit beschäftig sich abzutrocknen und nahmen
Ivanas Blicke gar nicht wahr. Shalera selbst schien ebenfalls nichts zu
bemerken, oder sie hatte es längst bemerkt und spielte nur mit Ivana, was Jenni
aber für unwahrscheinlich hielt. Jenni machte extra langsam und beobachtete
Ivana noch ein wenig. Als Shalera und die meisten anderen bereits gegangen waren
machte Jenni einen Schritt auf Ivana zu und schaute sie mit einem schiefen
Grinsen an. Als diese ihren Blick schließlich erwiderte, meinte Jenni „Na du
kleiner Lustmolch?“ „Was?“ antwortete Ivana erschrocken. „Da sind jemandem ja
fast die Augen aus dem Kopf gefallen…“ „Ich weiß gar…. Schau mich nicht so an!“
Jenni hatte, kaum als Ivana angefangen hatte zu widersprechen, einen wissenden
Blick aufgesetzt und ein breites Grinsen war ihr auf das Gesicht gewandert.
„Also, entweder musst du von nun an von Shalera getrennt duschen gehen, oder du
riskierst, dass dir jemand auf die Zunge tritt.“ Jenni konnte es sich nicht
verkneifen zu lachen, als sie sich ihre Bemerkung bildlich vorstellte. „Hei, so
schlimm war es jetzt auch nicht, was willst du überhaupt? Bist du nur noch hier
um dich über mich lustig zu machen?“ „Nein, ich wollte mich nur mal erkundigen,
ob du irgendwann auch noch vor hast meinen Rat zu befolgen.“ Jenni konnte an
Ivanas Gesichtsausdruck erkennen, dass diese sich zu erinnern versuchte, was
Jenni damit meinte. Nach einigen Sekunden schien es ihr wieder einzufallen
„Nun, ich wollte damit eigentlich noch etwas….“ „Warten?“ fuhr Jenni ihr
dazwischen. „Tu das nicht, wenn du zu lange wartest wirst du dich später nur
darüber ärgern.“ Ivana seufzte „Aber das ist nicht so einfach…. Wie soll ich es
ihr den Sagen? Ich…. Ich habe richtige Angst davor mich zu blamieren, Jenni.“
„Die brauchst du nicht zu haben, Shalera ist deine Freundin, sie wird dich
deswegen garantiert nicht auslachen oder so und weitererzählen wird sie es auch
nicht. Du solltest einfach zu ihr hingehen und ihr sagen, dass sie für dich
etwas Besonderes ist, und du gerne mehr als nur mit ihr befreundet wärst.“
Jenni hatte Ivana nun die Hand auf die Schulter gelegt und schaute sie
auffordernd an. „Du kannst das so einfach sagen….“ gab Ivana zurück. „Wieso?“
„Na du bist ja mit Kiara auch schon zusammen und es sind bei weitem nicht alle
mit Führungsqualitäten geboren….“ „Soll ich dir mal was erzählen? Rate mal wer
bei uns den ersten Schritt gemacht hat.“ Jenni wartete einen Moment, antwortete
aber bevor Ivana dazu kam „Genau, es war Kiara. Sie hat mich bei einem Ausflug
plötzlich geküsst, einfach so, ohne Vorwarnung. Ich war weder darauf gefasst,
noch hatte ich je daran gedacht, dass sie in mich verliebt sein könnte. Und ich
habe bis dahin noch nicht einmal gewusst, dass ich Interesse an Frauen hatte.“
„Was?!“ Ivana wirkte ungläubig „und dann?“ Jenni lehnte sich etwas zurück und
starrte zur Decke, die Bilder in ihrem Kopf durchforstend. „Dann ist sie weggelaufen,
weil sie sich dafür geschämt hatte und dachte ich würde ausrasten.“ „Ja und?“
drängte Ivana ungeduldig. „Ich bin ihr hinterhergelaufen, um mit ihr zu reden.
Als ich sie einholte habe ich sie geküsst, ich weiß nicht mehr wieso, aber es
fühlte sich einfach richtig an. Und seit diesem Tag sind wir zusammen. Aber in
unserer Beziehung hat meistens sie die entscheidenden Schritte gemacht und ich
ärgere mich bereits jetzt darüber, dass ich ihr nicht mehr entgegengekommen
bin.“ „Und inwiefern hilft mir das?“ „Na Kiara hat es mit einem Kuss geschafft
mir den Kopf zu verdrehen, und das obwohl ich bis dahin nichts von anderen
Mädchen wollte. Und du hast Angst eine Asari anzusprechen, obwohl es für sie
normal ist Interesse an Frauen zu haben? Deine Gefühle für sie waren stark
genug, dass du deine Religion abgelegt hast, weil sie dir eine Beziehung
verboten hätte. Wenn du dich jetzt nicht bald überwindest, dann wird dich das
innerlich zerfressen.“ „Ok ok, ich werde es ihr sagen.“ Zufrieden lächeln
begann Jenni sich anzuziehen. Gerade als sie den Raum verlassen wollte, meldete
sich Ivana noch einmal.

„Hei Jenni, kannst du mir einen Gefallen tun?“ „Klar… solange du nicht willst,
dass ich sie für dich frage.“ „Nein, aber…. Es ist mir jetzt fast ein bisschen
peinlich aber, können wir das Ganze mal durchspielen?“ Etwas erstaunt schaute
Jenni sie an „Ok“ antwortete sie etwas zögerlich. „Gut, ok, dann los.“ „Wie
sprichst du Shalera an?“ „kommt darauf an in welcher Situation wir gerade
sind.“ „Am Abend nach dem Essen.“ „Drinnen oder draußen?“ „Egal, weich nicht
aus, versuch es einfach.“ Ivana atmete tief durch „Hei, wie geht’s?“ Jenni nahm
sich zusammen um möglichst realitätsnahe zu wirken. „Hei, nicht schlecht, ich
spüre immer noch das Training, willst du mich nicht massieren….“ „Jenni!
Bitte!“ Lachend hob Jenni die Hände „Tut mir leid, ich reiß mich zusammen“
„Gut, danke, dir?“ „Auch. Ähm…. Ich wollte mit dir reden.“ Ivana wirkte noch
ziemlich unsicher, sie suchte nach den richtigen Worten. Mit gespielt
unsicherer Stimme fragte Jenni nach einer kurzen Pause „Worüber?“ „Nun,
vielleicht hast du ja bemerkt, dass ich….“ Sie stockte. Mit einer Handbewegung
deutete Jenni ihrer Freundin an weiterzumachen, doch diese fand die richtigen
Worte nicht. „Zu dir hingezogen?“ schlug Jenni vor. „Mich zu dir hingezogen
fühle und ich wollte wissen, ob es dir vielleicht genauso geht.“ „Wie meinst du
das?“ „Ich…. Seit einigen Wochen habe ich begonnen in dir mehr als eine
Freundin zu sehen, und auch wenn ich nicht genau verstehe wieso, will…. Möchte
ich, dass zwischen uns beiden mehr ist, als nur Freundschaft.“ „Meinst du
damit…?“ Etwas überfordert wich Ivana Jennis fragendem Blick aus und schaute
auf ihre Füße. „Pst, nicht wegschauen, in dem Moment musst du handeln“
flüsterte Jenni. „Und wie?“ „Tritt auf sie zu, sieh ihr in die Augen und sag
ihr was du für sie empfindest. Oder, wenn du merkst, dass du das nicht
schaffst, ohne in Ohnmacht zu fallen, dann küss sie einfach…. Aber nicht
einfach so ein Küsschen auf die Wange, sondern richtig.“ „Du meinst wie du und
Kiara auf der Wiese?“ „Öhm…. Das ist vielleicht schon etwas fortgeschritten,
küss sie einfach auf den Mund und halte den Kuss einen Augenblick, dann
brauchst du nur zu schauen wie sie reagiert.“ „Oh Gott, und was mache ich, wenn
sie Schreiend davonläuft oder mir eine klebt?“ „Das wird beides nicht
passieren, vertrau mir“ Jennis Versuch sie zu beruhigen fruchtete nur begrenzt,
Ivana schien immer noch sehr nervös zu sein. „Ok, du hast recht, aber die
Chancen, das unser Gespräch genau so läuft wie das hier, sind gleich null, ich
glaub ich werde total rot werden.“ Jenni musste daran denken, wie sie Kiara das
erste Mal geküsst hatte und von Miss Nesharis dabei erwischt worden war. „Du
musst nicht versuchen das Gespräch zu kontrollieren und auch wenn es kitschig
klingt, tu was dein Herz dir sagt, handle instinktiv.“ Jenni drehte sich von
Ivana weg. „Was machst du, wenn sie sich nachdem du das Gespräch angefangen
hast und ihr gesagt hast was du fühlst, von dir wegdreht?“ Nach einigen
Sekunden Stille, spürte Jenni eine Hand auf der Schulter, welche sie sanft zu
drehen versuchte. Ruckartig drehte sich Jenni um und trat direkt vor Ivana hin.
Diese wollte etwas zurückweichen doch Jenni war schneller und legte ihr die
Hände auf die Hüften und schaute ihr tief in die Augen. „Und was machst du
jetzt?“ „Wenn ich das tue, was mein Körper mir sagt, bringt Kiara mich um.“
Grinsend trat Jenni einen Schritt zurück und schaute Ivana an, die noch immer
wie versteinert dastand. „Gut, so klappt das mit Shalera sicher“ Sie nickte
„Danke“ Gerade als Jenni in den Gang trat, wollte Kiara die Tür zum Vorraum
öffnen. „Wo bleibt ihr beiden Tratschen denn, ich verhungere gleich!“ Jenni
stellte sich neben Kiara und fasste ihr grinsend an den Hintern. Kiara schlug
ihr vorsichtig auf die Hand „Finger weg, hier ist definitiv der falsche Ort“
zischte sie leise. Jenni gab ihr einen Kuss auf den Hals „Ich dachte du hast
Appetit.“ Kiara ließ ihren Zeigefinger Jennis Oberschenkel hoch wandern „Am
Appetit mangelts nicht, aber am Platz und der Zeit, zumindest im Moment.“ Jenni
warf einen schiefen Blick zu ihrer, nun verschmitzt lächelnden, Freundin. „Gehen
wir erst essen, sonst beißt du mich noch.“



Nach einem kurzen Klopfen an der schweren Holztür öffnete sich diese. „Colonel
Reeston Sir“ ein Mann mittleren Alters betrat den Raum. Der Colonel schaute von
seinem Schreibtisch auf, legte das Datenpad, das er gerade in den Händen hielt,
zur Seite und bot dem Gast einen Stuhl an. Freundlich verneinend trat der Mann
an Reestons Schreibtisch heran „Sir, ich habe gerade Meldung über einen
Zwischenfall unter ihren Soldaten erfahren.“ Etwas erstaunt lehnte sich Reeston
zurück, er versuchte sich sein Erstaunen nicht ansehen zu lassen. „Ach? Worum
geht es denn?“ „Es handelt sich um einen sexuellen Zwischenfall.“ Für einen
Moment herrschte Stille „Eine Wache hat zwei der Soldatinnen dabei gesehen, wie
sie miteinander rumgewacht haben. Das war bereits der dritte Zwischenfall seit
dem Beginn der Grundausbildung. „Hm“ stieß der Colonel hervor und richtete sich
auf. Er ließ seinen Blick aus dem Fenster schweifen und hielt einen Moment
inne. „Was ist nur mit den Leuten von Heute los. Wie lange dauert ihre
Ausbildung jetzt schon? Einen Monat? Und es gab erst drei Zwischenfälle?“ Die
Stimme des Colonels klang etwas ungläubig. „Zu meiner Zeit hatten wir mehr
Zwischenfälle wegen Belästigungen und Alkoholexzessen in einer Woche und das
ganz ohne Frauen im selben Zimmer. Als ich erfahren habe, dass ich eine Horde
hormongesteuerter Teenager, deren primäres Augenmerk darauf liegt, sich
gegenseitig zu bespringen, kommandieren soll, habe ich gedacht das sei ein
Witz. Und als ich erfahren habe, dass die Zimmer auch noch
gemischtgeschlechtlich eingeteilt sind, war ich mir sicher, dass die mich
verarschen wollen. Entweder sind die schlau genug sich nicht erwischen zu
lassen oder es stimmt etwas nicht, zumindest mit den Jungs. Ich hätte die
Selbstbeherrschung nicht gehabt, wenn ein dutzend heißer Mädels im selben
Zimmer gelegen hätten…. also damals“ fügte er eilig an. „Wie haben sie das
Ganze überhaupt erfahren? Und wer war es, der erwischt wurde?“ Die letztere
Frage war eigentlich überflüssig. Reeston war sich ziemlich sicher um wen es
ging. Jenni und Kiara waren das einzige Paar von dem er wusste. Erstaunt über
die Aussage des Colonels zögerte der Gast einen Moment bevor er Antwortete „Die
Wache die sie gesehen hat, hat uns Meldung erstattet.“ Der Colonel schüttelte
den Kopf und drehte sich wieder zu seinem Gesprächspartner. „Was? Wir hätten
uns damals darum geprügelt, wer ihnen zusehen dürfte, und der rennt zu seinem
Vorgesetzten?“ „Es gibt auch Soldaten, die sich nicht dermaßen durch ihren
Sexualtrieb steuern lassen.“ Grinsend nickte der Colonel „Sie sind aber
bestimmt nicht nur hierhergekommen, um mich darüber aufzuklären, dass sich zwei
der Soldatinnen geküsst haben oder?“ „Nein, ich bin eigentlich aus einem
anderen Grund hier, es geht um die Ausbildung der Soldaten. Ich hatte gerade
ein Gespräch mit dem Allianzoberkommando, sie sind besorgt, dass wir den
Zeitplan nicht einhalten können, da wir bereits einen Tag hinterherhinken.“
Etwas betrübt nickte der Colonel, er kannte den Ausbildungsstand, den sie haben
sollten, und er wusste dass er ihn noch nicht erreicht hatte und in der
vorgesehenen Zeit voraussichtlich auch nicht erreichen wird. „Ich verstehe, das
ist in der Tat ein Problem. Ich kann sie nicht dazu zwingen Spaß an der
Ausbildung zu haben, aber ohne Motivation von ihrer Seite werden wir nicht
schnell genug fertig.“ „Wir können das Projekt jetzt nicht einfach fallen
lassen, die anderen Ratsvölker haben bereits einen ziemlichen Batzen Geld hier
rein investiert!“ „Keine Sorge, ich werde das Projekt nicht abbrechen, dafür
haben die Kandidaten schon viel zu viel geopfert, wir schulden es ihnen. Sie
haben andere Chancen, die sie gehabt hätten, nicht angenommen, weil wir ihnen
ein Angebot gemacht haben, das können wir jetzt nicht einfach zurückziehen.“
Nachdenklich begann der Colonel auf und ab zu gehen. „Ich wüsste einen Weg….“
Ungeduldig bohrte Reestons Gesprächspartner nach „Und der wäre?“ „Vertrauen sie
mir?“ „Ja….“ Antwortete er etwas überrumpelt „Aber…“ „Gut, ich werde den
Zeitplan einhalten können, am letzten Tag der Ausbildung werden sie bereit
sein.“ „Und wie wollen sie das schaffen?“ „Ist das wichtig? Sie vertrauen mir,
dann ist das wie doch nebensächlich.“ Über die Antwort genervt nickte er und
verabschiedete sich vom Colonel. Kaum war er wieder alleine, holte Reeston
einen Flachmann aus der Schublade und trank einen kräftigen Schluck davon. „Na
das kann ja heiter werden, enttäuscht mich jetzt einfach nicht, ich will hier
nicht meine Karriere verspielen“ flüsterte er mit einem Blick auf die Liste der
Soldaten des BDF Programms.





„Oh, ich glaub ich platze“ Stöhnte Deni, als sie die Kantine verließen. „Selber
schuld, es hat dich niemand gezwungen drei randvolle Teller reinzuschaufeln“
antwortete Arsilia, die einige Meter vor ihm ging. „Was kann ich denn dafür
,dass die so gut kochen?“ Kopfschüttelnd wandte sich die Asari von ihm ab. „Du
spinnst doch!“ Die gutgelaunten und jetzt auch satten Soldaten, waren gerade
dabei ihre Unterkunft zu beziehen, als Alex nach kurzem kramen in seiner
Hosentasche einen Stapel Spielkarten heraus. „Hei, was haltet ihr von einer
Runde Poker, ganz altmodisch ohne Universalwerkzeuge, nur mit Karten und einem
Tisch.“ „Cool, ich bin dabei! Wo hast du die her? Die Kosten heute bestimmt ne
ganze Menge, die werden kaum mehr hergestellt.“ Lächelnd drehte sich Alex zu
Joshua, der interessiert auf den Stapel Karten in Alexs Hand starrte. Die sind
von meinem Großvater, die stammen noch aus der Zeit vor dem Erstkontaktkrieg,
ein kleines Stückchen Erde“ „Die stammen von der Erde?“ fragte Joshua erstaunt.
„Ja, sie sind das Einzige was ich bisher von der Erde gesehen habe, also außer
Aufnahmen und Bilder.“ Alex streckte den Stapel in Joshuas Richtung. Geradezu
ehrfürchtig nahm dieser ihn entgegen und betrachtete die Bilder und Zahlen
darauf. „Wow, die sind wunderschön, ich weiß nicht, willst du die wirklich zum
Spielen brauchen?“ „Ja, ihr seid meine Freunde, wenn ich mit ihnen spielen
werde, dann mit euch.“ Joshua händigte die Karten wieder ihrem ursprünglichen
Besitzer aus. „Also los, dann lasst uns rein gehen und ne Runde spielen.“ Nach
einigen Sekunden fragte Ivana „Wo sind eigentlich Jenni und Kiara?“ Alle sahen
sich kurz um. „Ich weiß nicht, aber die werden schon wieder auftauchen,
wahrscheinlich wollen sie gerade ungestört sein.





„Oh man, ich kann gar nicht glauben, dass ich mich dazu habe überreden lassen.“
flüsterte Kiara leise. „Ach komm, es wird bestimmt lustig.“ „Wo willst du das
Ganze überhaupt machen?“ Jenni deutete auf einen kleinen etwas abgegrenzten
Teil der Basis. „Da, in der Werkstatt. Erst wollte ich lieber in die Garage,
aber da ist zu viel los und zudem könnten wir richtig ärger bekommen, wenn wir
da was Fotografieren.“ Leicht nickend folgte Kiara ihrer Freundin quer über den
Platz der vor ihnen lag. Bei dem Eingang zur Werkstatt angekommen schauten sich
die Beiden kurz um ob sie jemand sehen konnte bevor sie schnell in das Gebäude
hineinschlüpften. „Was machen wir wen jemand hier ist?“ flüsterte Kiara fast
unhörbar. Wir sagen einfach dein Universalwerkzeug funktioniere nicht.“ „Aha“
Kiara klang von der Idee nicht gerade sehr überzeugt. Der Raum war etwa zehn
auf zwanzig Meter groß, gute 4 Meter hoch und vollgestellt mit Tischen und
Kisten. An den Wänden standen Werkbänke und am einen Ende des Raumes war ein
Mako geparkt. Eine kleine Sparlampe, auf einem der Werkbänke, spendete etwas
Licht und ließ den Raum unheimlich und düster erscheinen. Eilig trat Jenni an
die Tür, die zu einem abgetrennten Büroraum führte und schaute durch das darin
eingelassene Fenster. Im Inneren des Raumes brannte kein Licht und die   Jalousie nach draußen waren heruntergelassen.
„Gut, es ist niemand da und von draußen kann uns keiner sehen, hilf mir den
Lichtschalter zu suchen.“ Nach einigen Momenten der Suche fand Kiara
schließlich den Schalter und betätigte ihn. Nach einem kurzen Surren,
erleuchteten an der Decke befestigte Lampen den Raum mit einem hellen angenehmen
Licht. „Ok, was willst du jetzt hier genau?“ „Wie gesagt, Warrek wird morgen 20
und somit nach Turianermaßstäben erwachsen. Unser Warrek ist aber auch super
vergesslich und da er sein Universalwerkzeug eh immer dabei hat dachte ich mir
dass wir ihm einen Kalender dafür machen könnten, damit er sich seine Termine
einschreiben kann. Und damit er nicht dauernd vergisst auf seinen Kalender zu
schauen, könnten wir ja ein paar schöne Bilder in den Hintergrund packen.“
Jenni versuchte an Kiaras Gesichtsausdruck deren Reaktion vorherzusehen. „Das
ist doch verrückt, ich sehe jetzt schon, das endet böse.“ „Ach was, komm mach
dich etwas locker, wer geht den bitte um die Zeit in die Werkstatt, hm?“
„Beeilen wir uns trotzdem, ich habe ein ungutes Gefühl bei der Sache.“ Jenni
schaltete ihr Universalwerkzeug ein und aktivierte die Kamera. „Und was jetzt?“
„Stell dir einfach vor, du würdest ein Foto von dir selbst machen, für mich,
wenn du sexy aussehen willst, wie würdest du das machen?“ „Das…. Das ist eine
blöde Frage, ich weiß nicht.“ Jenni kratzte sich am Hinterkopf und schaute sich
kurz um. „Genau, setzt dich auf einen der Werkbänke und sei ganz locker.“ Wie
ihr befohlen ging Kiara zu den Werkbänken und schaute sie kurz an. Die meisten
waren mit Werkzeugen und irgendwelchen Geräten bedeckt. Vorsichtig schob die
Asari den Krempel zur Seite und setzte sich auf die Tischkante. „Gut, und
jetzt…. Versuch selbstbewusst und offen zu wirken….“ „Und wie? Im Moment bin
ich eher nervös und verunsichert.“ „Ok, warte, ich fange sonst an, dann kannst
du die ersten Fotos machen, ok?“ Sofort sprang Kiara auf und trippelte zu Jenni
„Ok“ meinte sie lächelnd. Jenni ging zu einem Stapel Kisten in der Nähe und zog
ihre dünne Jacke aus, darunter trug sie ein Standard Allianz-Shirt. Nach einem
tiefen Atemzug drehte sie sich um, lehnte sich an die Kisten und schaute
verspielt zu Kiara, die mit dem orangen Universalwerkzeug rüber. „Gut, das ist
sehr gut“ eine Lampe an Kiaras Arm leuchtete kurz auf und erlosch gleich
wieder. „Hei, das ist gut geworden.“ Jenni trat zu Kiara hin und schaute auf
das Bild, das von dem Universalwerkzeug in die Luft projiziert wurde. „Gut,
aber dafür schaut er ja nicht auf den Kalender….“ Jenni trat wieder zu den
Kisten. Als sie begann ihre Hose zu öffnen wurden Kiaras Augen größer, als
Jenni einen flüchtigen Blick zu ihr warf, stand sie mit leicht geöffnetem Mund
und fassungslosem Blick da. „Was denn, ich trage ja noch was drunter.“ Kaum
hatte Jenni den Reißverschluss offen, ließ sie ihre Hose zu Boden fallen und
darunter kamen die knielangen Laufhosen, die sie zum trainieren trugen, zum
Vorschein. „Was hast du denn gedacht?!“ fragte sie ihre immer noch etwas
verblüffte Freundin. Diese antwortete jedoch nicht und schaute sie weiterhin
skeptisch an. Jetzt begann Jenni damit die Hosenbeine ihrer relativ satt
anliegenden Hose nach innen hoch zu falten. Als sie damit fertig war, trug sie
improvisierte Hotpants und machte sich nun an ihr T-Shirt. Mit etwas Mühe
gelang es ihr, den Saum unten nach innen zu falten und dann hochzuschieben. Als
sie mit ihrem Outfit zufrieden war, lehnte sie sich wieder an die Kisten und
warf einen lüsternen Blick zu Kiara. Diese verstand erst nach einen Moment,
dass dieser für das Foto und nicht für sie gedacht war. Eilig richtete sie das
Universalwerk auf ihre Freundin und drückte ab. „Wow“ meinte Kiara leise und
pfiff zwischen ihren Zähnen durch, als sie auf das Foto schaute. Jenni
antwortete ihr mit einem Lächeln. „Ok, lass uns noch eins machen“ meinte Kiara
einen Augenblick später. Nach kurzem Überlegen legte Jenni eine ihrer Hände
hinter ihren Kopf, schaute zur Decke und schloss die Augen, als würde sie am
Strand an einer Palme lehnen und sich von der strahlenden Sonne wärmen lassen.
„Jetzt du….hm, ah ich hab ne Idee.“ Mit flinken Schritten trat sie zu dem
parkierten Marko hin. „Komm, leg dich einfach vorne drauf, als ob dich dort
Sonnen würdest.“ „Mhm“ Kiara kletterte die Leiter an der Seite des Fahrzeuges
hoch und ging vorsichtig bis nach vorne zu der “Nase“ des Fahrzeugs. Sie legte
sich hin und schien sich zu entspannen. „Gut….aber, irgendwie sieht das komisch
aus mit langen Hosen und Jacke. Kannst du sie ausziehen?“ „Die Jacke?“ „Ja“
antwortete Jenni und fügte leise an „Und die Hose und das Shirt.“ „Was!?“ kam
es prompt wie aus der Pistole geschossen. „Na ja, auch in langer Hose und
T-Shirt ist sich Sonnen noch seltsam.“ „Nein!“ meinte Kiara empört. „Ach komm
schon, Warrek hat uns doch beide schon oft im Bikini gesehen, wo ist denn hier
der Unterschied?“ „Das ist nicht das Gleiche…. Das hier ist ein Foto, darauf
kann ich mich nicht einfach anziehen, wenn mich jemand anstarrt von dem ich
nicht will, dass er mich so sieht.“ „Ok, schon gut, ich will dich hier zu
nichts zwingen, wenn du nicht möchtest, dann musst du nicht, dann machst du das
Bild und ich leg mich hin.“ Erst reagierte Kiara nicht, begann dann aber ihr
Shirt auszuziehen. „Ich hasse dich dafür, du und deine scheiß Psychospielchen“
warf sie Jenni lächelnd zu. „Was? Nein, ich habe das ernst gemeint, du musst
das nicht machen!“ „Klar und am Ende siehts dann so aus, als wär ich total
verklemmt.“ „Ich will nicht, dass du dich gezwungen fühlst, vielleicht sollten
wir das ganze auch sein lassen…“ „Sei nicht weich, jetzt haben wir angefangen,
also machen wir es auch fertig…. Du hast doch eh nur Angst, weil du dann deine
Hose und dein Shirt auch ausziehen musst“ antwortete die Asari mit einem
neckischen Grinsen. „Hei, das soll kein Wettbewerb sein.“ Als Kiara ihr ****
los war, machte sie sich an ihre Hose. „Wenn jetzt einer der Soldaten reinkommt,
dann sind wir am Arsch.“ Meinte sie leise, als sie dabei war ihre Hose und ihre
Schuhe auszuziehen. „Ach, der würds sicher super finden“ gab Jenni grinsend
zurück. Nach kurzem hatte Kiara auch ihre Hose ausgezogen und legte sich wieder
hin. „Verflucht, mach schnell, das ist scheiß kalt!“ Jenni bewegte sich ein
paar Schritte, um einen optimalen Winkel zu erhalten. „Sehr gut, kannst du noch
in die Kamera lächeln“ Wie aufgefordert, drehte sich Kiara zu ihr, sah sie
auffordernd an und lächelte sie an. „Wow, das ist super….“ „Komm, hier ist noch
viel Platz, machen wir eins wo wir beide drauf sind.“ „Das wird aber schwer,
wer macht dann das Foto?“ „Stimmt, aber wir sollten schon ein paar Bilder haben
auf denen wir beide drauf sind…. Wirf mir schnell meine Kleider wieder rauf,
meine Hose ist runtergefallen.“ Kiara zeigte neben dem Marko auf den Boden.
Jenni stieg von der Werkbank, auf der sie gestanden hatte, um das Foto zu
machen, herunter. „Eigentlich könnte ich jetzt einfach mit deinen Kleidern
abhauen….“ „Wag es nicht!“ rief Kiara zu ihr herunter. „Ganz ruhig, ich bleib
hier. Und ich habe eine Idee wie wir das mit dem Foto hinbekommen.“ Jenni warf
ihrer Freundin ihre Kleider zu und schaltete ihr Universalwerkzeug ein. „Was
hast du vor?“ hörte sie von oben etwas besorgt. „Ich weiß wer uns helfen
könnte.“ Kiara lehnte sich über den Rand des Fahrzeuges heraus und schaute
Jenni skeptisch an. „Wen?“ „Shalera, sie ist für jeden Blödsinn zu haben…. Und
wenn sie mitmacht, hilft Ivana sicher auch“ „Moment, du willst, dass sie uns
fotografiert?“ „Ja“ Kiara seufzte leise, und nickte dann. „Wieso denkst du,
dass Ivana dann auch kommt? Sie wirkt eher schüchtern“ „Ja, aber sie würde sich
wohl kaum die Chance entgehen lassen mit Shalera zusammen zu sein….“ Das
Grinsen auf Jennis Gesicht sagte genug aus, das Kiara verstand „Ach so….wie
hast du das denn erfahren?“ „Wir hatten ein Gespräch vor ner Weile.“



„Hei, wem gehört das UW da drüben?“ fragte Selak und zeigte auf ein blinkendes
Universalwerkzeug, das auf einem Bett lag „der oder die hat ne Nachricht.“ Alle
drehten sich erst zu Selak und folgten dann mit ihren Blicken seinem Arm. „Das
ist meins“ meinte Shalera und erhob sich. Ihre Pokerkarten nahm sie gleich mit,
auch wenn sie um nichts spielten, waren alle ziemlich verbissen dabei. Sie hob
das Gerät auf und öffnete die Nachricht. Ihre Augen folgten den Zeilen, ein
Lächeln schlich sich auf ihr Gesicht. Je weiter sie las, desto breiter wurde
ihr Grinsen. Sie schloss die Nachricht und legte das Universalwerkzeug wieder
auf ich Bett. Sie ging wieder zurück zu der Runde und legte ihre Karten hin.
„Ich hab für den Moment genug gespielt, ich setzt für ne weile aus.“ Sie drehte
sich um und scannte den Raum. Ivana saß etwas abseits auf ihrem Bett und las in
einem kleinen Buch. Shalera trat zu ich hin „Hei, was ließt du da?“ „Oh, ein
Reglement, nicht sehr spannend.“ Antwortete Ivana und legte das kleine Buch zur
Seite. „Hei, Jenni hat mir eine Nachricht geschickt, wir sollen sie bei der
Werkstatt treffen.“ „Was? Wieso?“ Shalera deutete ihr mit einer Handbewegung an
leise zu sprechen. „Ich erklärs dir, also, die Kurzfassung….“



„Bist du sicher, dass sie kommt?“ „Nein, aber ich hoffe es.“ Kiara ging in der
Werkstatt nervös auf und ab. Sie warteten bereits seit 10 Minuten auf Shalera
und Ivana. „Was hast du ihr eigentlich geschrieben?“ fragte Kiara schliesslich.
„Ich habe ihr geschrieben, dass Warrek Geburtstag hat und was wir ihm schenken
wollen und das wir dabei ihre Hilfe brauchen könnten.“ Kiara trat an eines der
Fenster und versuchte etwas zu erkennen. „Ich glaube da kommt jemand“ flüsterte
sie leise. Eilig drängte sich Jenni neben sie und versuchte auch etwas zu
erkennen. „Ja, ich glaube das sind sie.“ Nach wenigen Sekunden klopfte es kurz
an der Tür. Jenni öffnete sie und Shalera und Ivana betraten das Gebäude. „Ich
dachte schon ihr kommt nicht mehr“ sagte Jenni lächelnd. „Doch, aber ich musste
erst noch Ivana überreden“ antwortete Shalera, die sich neugierig umsah.
„Wieso, wollte sie erst kneifen?“ „Hei, nicht alle sind so verrückt wie ihr“
konterte Ivana empört. Für einen Augenblick kehrte eine beklemmende Stille ein.
„Habt ihr denn schon ein paar Bilder gemacht?“ „Ja, Kiara trat zu Shalera hin
und zeigte ihr die Fotos auf ihrem Universalwerkzeug. „Hm, Sexy, ich hätte
nicht gedacht, dass ihr so offene Fotos macht…. Da wird sich Warrek aber
freuen.“ Sie grinste Kiara an und schaute sich noch einmal um. Unaufgefordert
zog Shalera ihre Hose aus und die Laufhose, die sie mitgenommen hatte an, genau
wie Jenni auf dem ersten Bild krempelte auch sie nun erst die Hosenbeine und
dann das T-Shirt innen hoch. Kaum war sie damit fertig, ging sie zu einem der
Werkbänke und setzte sich drauf. „Also, wer macht das Foto?“ fragte sie direkt.
„Na das nenn ich doch mal Einsatz“ sagte Jenni und huschte grinsend zu Shalera,
die auf der Tischkante saß und mit den Ellenbogen auf ihren Knien abstützte.
Sie setzte sich vor dem Tisch an den Boden lehnte sich gegen das Tischbein.
Langsam kam die Sache ins Rollen, auch Kiara wurde nun lockerer und begann nun
selbstständig zu posieren. Nur Ivana wirkte noch sehr verschlossen. „Komm schon
Ivana, jetzt machen wir noch eins von dir.“ Als sie weiterhin zögerte trat
Jenni auf sie zu und reichte ihr die Hand „Komm, es wird dir sicher Spaß
machen.“ Etwas zögerlich griff sie nach Jennis Hand. „Ok, aber ich habe keine
Laufhose hier.“ „Kein Problem, ich weiß wie wir das lösen“ Antwortete Shalera.
Sie ging zu Ivana hin „leg dich hier drauf“ sie deutete auf eine flache Kiste.
„Zieh aber vorher deine Hose aus“ „Ähm…“ „Vertrau mir“ Ivana seufzte und
streifte ihre Hose ab. Als sie sich hingelegt hatte, kniete sich Shalera mit
dem Rücken zu Ivana gedreht vor sie hin. „So sieht man deine Beine und deinen
Oberkörper, aber es sieht niemand, dass du keine Hosen trägst.“ „Ok“ Jenni
stellte sich mit dem UW vor sie und schaute sie an „Ok, und jetzt versucht sexy
zu wirken.“ Shalera legte ihre Hände hinter ihren Kopf und lächelte zu Jenni.
Ivana stützte sich mit einem Arm auf der Kiste ab und legte die andere an ihren
Oberschenkel. „Genau“ sagte Jenni lächelnd. Kiara trat hinter dem Marko hervor
und trug etwas in den Händen „Hei Ivana, das ist doch was für dich.“ Sie hielt
ihrer Freundin ein Mantis Scharfschützengewehr entgegen. „Wo hast du das her?“
„Das lag da hinten auf dem Tisch, ist wahrscheinlich in Reperatur“ antwortete
Kiara. „Dann solltest du es besser da liegen lassen.“ „Ach wieso? Ich hätte da
ne gute Idee, die meisten Männer stehen doch auf Waffen, dann ist ne schöne
Frau mit ner Waffe doch noch besser.“ „Woher weißt du denn so genau was Männer
mögen?“ fragte Shalera neckisch. „Schau doch mal ins Extranet, praktisch jede
Waffenfirma wirbt mit halbnackten Frauen in ihren Katalogen.“ „Na gut“ Ivana
nahm das Gewehr und stellte es mit dem Schaft auf den Boden und kniete sich
dahinter auf den Boden. „Oh warte, ich weiß noch was“ Shalera nahm ihre Jacke
und ging damit zu Ivana „Zieh bitte dein Shirt aus und stattdessen die Jacke
an.“ Mit einem etwas verwirrten Blick zog Ivana sich schnell um. Kaum war sie
damit fertig trat Shalera noch etwas näher zu ihr heran „Darf ich?“ sie legte
ihre Hände an den Reisverschluss ihrer Jacke und zog ihn zu. Mit einigen
geschickten Bewegungen und etwas Kraft, löste sie die beiden Seiten der Jacke
unten nun wieder voneinander und öffnete sie so wieder etwas. Der Schlitten war
nun der einzige Punkt, der die beiden Teile der Jacke noch zusammenhielt. Mit
etwas Mühe schob sie den Schlitten auf die Höhe von Ivanas Brust, sodass er den
Verbindungsstreifen von Ivanas BH verdeckte. Jenni musste sich ein Grinsen
verkneifen, als sie sah, wie Ivana verzweifelt versuchte ruhig zu bleiben, als
Shalera ihr direkt vor ihren Brüsten herumwerkelte. „Ok, bleib so“



„Denkst du sie lassen uns die Bilder auch mal sehen?“ „Ich weiß nicht Fred,
fragen wir sie doch morgen einfach.“ „Hm, wer die Bilder wohl bekommen soll?“
„Ich nehme an ihre Freunde“ „Die haben aber echt Glück.“ „Konzentrier dich
jetzt lieber, du bist am Zug“



„Wo wart ihr denn so lange“ fragte Denin als die vier den Raum wieder betraten.
Sofort waren alle Augen auf sie gerichtet. „Wir waren noch etwas die Basis
anschauen, und in der Kantine was trinken.“ Etwas Skeptisch sah Joshua sie an.
„Ok….“ Antwortete er etwas skeptisch. Jenni, Kiara, Ivana und Shalera setzten
sich auf Jennis Bett, um die Fotos noch einzufügen. Das Grundprogramm für den
Kalender hatte sie bereits auf ihrem Universalwerkzeug bereitgelegt, jetzt
mussten sie nur noch die besten Bilder auswählen und einfügen. Nach einigen
Minuten waren sie damit fertig und betrachteten das Werk ihrer Arbeit.
„Schicken?“ fragte Kiara schliesslich. „Ja, ich denke schon“ antwortete Jenni
und fügte das ganze Programm in eine Nachricht ein, adressierte sie und sendete
sie. „Ich bin gespannt, wie er drauf reagiert.“ „Oh ja, ich auch.“ „Na das
werden wir in Kürze erfahren.“ „Ich glaube eher nicht, auf der Citadel ist
jetzt Nacht, soviel ich weiß, sind die uns 5 Stunden voraus.“ „Na dann halt
morgen“ antwortete Jenni. Die Ivana und Shalera standen auf und gingen zu den
anderen die eifrig am diskutieren waren. Kiara blieb bei Jenni und lehnte sich
an sie. „Was machst du da?“ fragte sie, als Jenni etwas an ihrem
Universalwerkzeug herumzutippen begann. „Ich schau grad, ob ich irgendwelche
Nachrichten verpasst habe.“ Mit einigen schnellen Handbewegungen öffnete sie
ihre Mailbox und da war tatsächlich eine Nachricht drin, die sie noch nicht
geöffnet hatte. „Hei da ist eine Nachricht von meinen Eltern.“ „Hm“ Kiara
richtete sich auf und schaute auf die Anzeige.



Nachricht erhalten:

Externene Nachricht

Absender: Henry Parker

Empfänger: 11345.J.P 1529



Hallo Schatz,

 wir haben uns Sorgen um dich gemacht, du
hast uns seit 3 Tagen keine Nachricht mehr geschickt. Ist denn etwas Passiert?
Deine Mutter möchte wissen, ob sie dich einmal besuchen kann. Ich hoffe es geht
dir gut.



Liebe Grüße deine Eltern.



Erstaunt schloss Jenni die Nachricht und schaute in Liste ihrer gesendeten
Nachrichten. „Das kann doch nicht….“ Sie hob die Augenbrauen als sie die Liste
sah. Jenni hätte schwören können, das sie ihnen erst gerade eine Nachricht
geschrieben hatte. Doch anscheinend hatte sie ihr seit ihrem letzten Tag in dem
alten Stützpunkt keine Nachricht mehr geschickt. Sie hatte sich hier eingelebt
und ihre Kameraden waren praktisch zu ihrer Familie geworden. „Sag ihnen, dass
wir in 3 Wochen ein verlängertes Wochenende haben und dann wieder nach Hause
kommen können.“ „Willst du dein Wochenende denn wirklich mit ihnen verbringen?“
fragt Jenni vorsichtig. „Deine Eltern können ja mit meiner Mutter reden und
irgendetwas zusammen organisieren.“ „Ich weiß gar nicht, ob ich dann überhaupt
Zeit für meine Eltern haben werde. Immerhin sind das seit Wochen die ersten
zwei Tage ,an denen unsere Liebe nicht verboten ist und ich weiß nicht, ob ich
mich da zurückhalten will…“ während sie diese Worte flüsterte, streichelte sie
über Kiaras Oberschenkel. Diese warf ihr einen vielsagenden Blick zu und
flüsterte ihr leise ins Ohr. „Das schwierige wird nur sein, bis dahin zu
warten“

Und wie immer hoff ich auf Feetback und mach mich dan auch gleich an den nächsten Teil^^

PS (Ich weiss es zwar nicht mit Sicherheit, hoffe aber doch das es mehr als nur die 2-3 Leute die mir regelmässig mal n Komentar reinschreiben, gibt die Meine Geschichte lesen. Ich fänds nice wenn sich mal noch n paar andere melden, auch Kritik ist nicht verboten. Solange ich etwas daraus Lernen kann tragt ihr damit zu verbesserung der Geschichte bei) Und an alle die mir Regelmässig Feetback geben THX das Motiviert weiter zu machen.^_^

#329
Zerydal

Zerydal
  • Members
  • 519 messages
ok Kritik hör nicht mit nem Cliffhänger auf :P ansonsten sehr gut wie immer

#330
elitedefender2

elitedefender2
  • Members
  • 1 712 messages

Zerydal wrote...

ok Kritik hör nicht mit nem Cliffhänger auf :P ansonsten sehr gut wie immer


na du hättest mal den ersten erleben sollen, hab dem Testleser bis genau zu dem Punkt geschickt wo Kiara jenn bei Jennis 18 fragt ob sie ihr vergeben kann und die dann mit nein antwortet^^:D

#331
Zerydal

Zerydal
  • Members
  • 519 messages
^^

#332
elitedefender2

elitedefender2
  • Members
  • 1 712 messages
Ein weiteres Kapitel ist bereit, diesmal etwas kürzer, :unsure::unsure: muss noch ne Schularbeit gleichzeitig schreiben. Hoffe es gefällt trotzdem:P

Kapitel
13





Verschlafen blinzelte Jenni als sie erwachte,
es war weder ein Mülleimer, der  durch
den Raum geflogen ist, noch hatte jemand die Tür aufgeschlagen und etwas
reingebrüllt. Sie rieb sich die Augen und griff nach ihrem Universalwerkzeug.
Als sie es aktivierte und auf dem Display mit einiger Mühe die Uhrzeit ablesen
konnte, fuhr sie vor Schreck hoch. Nur mit Mühe konnte sie sich verkneifen laut
zu fluchen. Erst als sie schon aus dem Bett gesprungen war, bemerkte sie, dass
die Anderen noch in ihren Betten lagen. Verwirrt trat sie an eines der Fenster,
die Sonne war bereits aufgegangen und stand relativ hoch am Himmel. Jenni
setzte sich wieder auf ihr Bett und schaute noch einmal die Einstellungen ihres
UW´s durch. Die Zeitzone war richtig und auch sonst schien alles zu stimmen.
„Das kann doch nicht sein“ flüsterte sie leise. „Aufwachen Leute, irgendetwas
stimmt hier nicht!“ Sie sprach die Worte in normaler Zimmerlautstärke aus, aber
das reichte bereits um einige der Anderen zu wecken. „Was ist denn los?“ fragte
Shalera schläfrig. Sie streckte sich und richtete sich erst mal auf. Jenni
konnte am Wandel ihres Gesichtsausdrucks erkennen, dass auch sie realisierte,
das etwas nicht stimmte. Als sie Jenni ansah, zeigte diese ihr mit einer Geste,
dass sie auf ihr Universalwerkzeug schauen solle. Als Shalera Jennis Geste
nachkam, musste sie zweimal hinsehen, um sich zu überzeugen „Neun Uhr?“ meinte
sie ungläubig. „Kommt schon, alle aufstehen, wir haben ein Problem!“ diesmal
sprach Jenni etwas lauter, sodass alle die noch schliefen erwachten. „Was ist
los? Ich hatte gerade so gut geschlafen.“ grummelte Joshua genervt unter seiner
Bettdecke hervor. „Genau das ist das Problem, es ist neun Uhr, entweder hat man
uns vergessen oder das ist ein Test, den wir bereits alle versaut haben.“ „Ach,
wenn die uns vergessen, ist das doch nicht unser Problem…“ „Doch Joshua, denn
wir sind die, die trainiert werden sollten und so wird nichts aus dem Projekt. Alle
aufstehen, wir gehen jetzt mal raus und schauen was los ist.“



Als die ganze Gruppe einige Minuten später unten auf dem Platz war, war dort
niemand der sie erwartete. „Ok, wartet schnell hier, ich gehe schnell in die
Kantine, Selak du gehst zum Hauptgebäude und fragst, ob Reeston hier irgendwo
ist. Vielleicht musste er den Stützpunkt kurzfristig verlassen.“ Der Turianer
nickte und ging eilig in Richtung Hauptgebäude los während Jenni sich auf den
Weg zur Kantine machte. „Ach und einer von euch soll noch schnell auf sein UW
schauen, vielleicht hat er ja ne Nachricht hinterlassen“ rief sie der Gruppe
schulterzuckend zu, bevor sie sich wieder in Richtung ihre Zieles wandte. Sie
fühlt sich schuldig, weil sie verschlafen hatte, obwohl sie genau wusste, dass dies
nicht ihre Schuld war. Mit eiligen Schritten brachte sie den staubigen Platz
hinter sich. „Irgendwo muss er doch sein, oder ist das bloß wieder einer seiner
Tests?“ Sie hielt einen Moment inne, bevor sie den Raum betrat, innerlich
hoffte sie ihn dort zu finden, nicht weil sie das erfreut hätte, aber weil sie
damit dann wenigstens Gewissheit hätte was los war. In der Kantine war kaum
jemand da, nur einige Wachen, die jetzt wahrscheinlich Dienstschluss hatten,
vom Colonel fehlte jede Spur. „Verdammt“ entfuhr es Jenni. Sie drehte sich
wieder zurück und verließ die Kantine. „Und?“ Kiara rief ihr die Frage zu, kaum
hatte sie das Gebäude verlassen. „Nichts“ antwortete sie kopfschüttelnd,
„Irgendwelche Nachrichten?“ „Nein, auch nicht.“ Gerade als Jenni neue Anweisungen
geben wollte, kam Selak eilig zu ihnen getreten „Leute, ich weiß wo der Colonel
ist“ er zögerte kurz „laut Angabe seiner Sekretärin ist er zum Training
gegangen, er muss also auf dem Trainingsplatz sein….“ „Ok, dann gehen wir hin…“
„Und zu welchem Deni?“ Deni, der zuvor noch gerade gesprochen hatte, stockte
nun und sah Jenni erwartungsvoll an. „Ich weiß nicht, gestern hatten wir
Biotiktraining, aber er hat gesagt, dass wir immer wechseln. Das heißt wir
müssten eigentlich wieder beim Hindernisparcours Training haben.“ „Ok, dann
gehen wir dahin“ antwortete Kiara. Die anderen nickten und machten sich auf den
Weg zum Trainingsplatz. Jenni war erst jetzt wieder aufgefallen, dass sich alle
nach ihren “Befehlen“ richteten, und das obwohl sie noch nicht einmal einen
anderen Rang bekleidete oder gar die Befehlsgewalt über sie besaß. Auch jetzt
in diesem Moment folgten sie ihr alle. Ihre Gefühle waren zwiegespalten, auch
wenn sie einerseits glücklich war, dass alle ihre Freunde ihr vertrauten, war
es doch auch eine Last. Bei jeder Entscheidung musste sie nun nicht nur an ihr
Schicksal, sondern auch noch das all derer denken, die ihr unterstanden. „Was
machen wir eigentlich, wenn er nicht hier ist?“ fragte Arsilia vorsichtig. „Ich
weiß nicht, ich verlasse mich jetzt ziemlich darauf, dass Selak recht hat, denn
falls nicht, habe ich keine Ahnung was ich machen soll.“ Die Anspannung in
Jenni wuchs je näher sie dem Hindernisparcours kamen, Kiara schien das zu
bemerken und trat zu ihr hin. „Hei, bleib ganz locker, auch wenn er nicht da
ist, dann gehen wir einfach wieder zurück zum Stützpunkt und schauen da weiter,
ok.“ Die Stimme ihrer Freundin holte Jenni aus ihren Gedanken „Ja….du hast
Recht.“ „Mach dich nicht selbst verrückt, das hier ist weder deine Schuld, noch
hättest du es ändern können.“ Es tat gut das zu hören, im Stress der letzten
Tage hatte Jenni ganz vergessen wie wichtig die mentale Unterstützung ihrer
Freunde war. Zu wissen, dass all diese Leute hinter ihr standen, gab ihr Kraft
die Verantwortung zu tragen. „Ok…. Danke“ sie hätte Kiara am liebsten einen
Kuss gegeben, widerstand jedoch der Versuchung, ein sehnsüchtiger Blick war
alles was sie ihr im Moment geben konnte. Kiara bedankte sich mit einem Lächeln
und wandte sich wieder nach vorne. Sie hatten gleich die Kuppe des letzten
Hügels erreicht, der zwischen ihnen und dem Parcours lag. Die Aussicht war
wunderschön und beklemmend zugleich, die vom Tau, in der aufgehenden
Morgensonne, silbern schimmernden Wiesen und die Nebelschwaden, die in der
Ferne zu sehen waren, rundeten das Panorama 
perfekt ab. Doch in der Mitte all dieser Schönheit lag dieser
vermaledeite Spießrutenlauf, der schon beim Gedanken daran ihn wieder laufen zu
müssen die Glieder der Soldaten schmerzen ließ. „Da… da ist Reeston“ rief
Shalera aufgeregt. Alle Blicke folgten ihrer Hand und tatsächlich war der
Colonel unten im Parcours gerade daran selbigen in gemächlichem Tempo zu
absolvieren. Er hatte sie anscheinend noch nicht bemerkt oder er ignorierte
sie. „Ok, gehen wir hin, ich bin gespannt wieso er uns hat sitzen lassen!“
sagte Jenni und winkte ihre Kameraden hinter sich her.



Das Tor zum Trainingsgelände stand offen, als sie den Zaun erreichten.
Entschlossen trat Jenni hinein und ging auf den Colonel zu, sie würde ihn
bestimmt aber höflich fragen wieso man sie heute Morgen nicht geweckt habe. Als
der Colonel die Gruppe auf ihn zu kommen sah, trat er vor sie hin „Seit ihr
bereit zu trainieren?“ Seine Stimme klang weder gereizt noch enttäuscht. „Ja,
Sir….“ Begann Jenni vorsichtig, doch bevor sie weitermachen konnte, fiel ihr
Reeston ins Wort. „Gut, dann lasst uns loslegen.“ Ohne weiteren Kommentar
drehte er sich um und begann loszujoggen. Die Soldaten warfen sich fragende
Blick zu und begannen ihm zu folgen. Nach mehreren Runden um den Parcours hielt
er schließlich an und drehte sich zu ihnen um. „Also, ihr kennt den Parcours ja
bereits….“ „Ähm… Sir, ich habe eine Frage….“ „Wollen sie eine Pause machen?“
„Nein, ich möchte“ „Na dann los!“ Verärgert begab sich Jenni zum Anfang des
Parcours und begann diesen zu durchlaufen. Die Augen der Ausbilder und des
Colonels waren stets wachsam auf sie gerichtet. „Irgendwas stimmt hier nicht,
Reeston hat uns noch gar nicht gedroht uns seinen Stiefel in den Arsch zu
rammen, und die Ausbilder sind auch alle zu freundlich.“ keuchte Mike, ein
junger Mann, der in Gruppe A gewesen war, jetzt aber wie alle am gleichen Ort
trainierte. „Es ist sowieso etwas faul, aber er weicht meinen Fragen aus. Ich
raste aus, wenn er mich noch einmal einfach stehen lässt!“ „Genau, niet ihn
noch einmal um, letztes Mal hatts super ausgesehen“ meldete sich Joshua, als er
schnaufend zu ihnen aufschloss. Plötzlich bremste Jenni abrupt ab, was sie sah
konnte nicht sein. Einer der Soldaten stand am Rande des Parcours und hielt
sich die Seite, wahrscheinlich hatte er Seitenstechen, weil er nicht richtig
geatmet hatte. Reeston stand neben ihm und unterhielt sich mit ihm. Die Beiden
waren zu weit entfernt um verstehen zu können was sie sagten, aber anhand der
Gesten entnahm Jenni, dass der Soldat nach einer Pause fragte, um schnell
durchatmen zu können. Und anstatt ihn wie gewöhnlich anzuschreien, blieb der
Colonel ganz ruhig und schien ihm die Pause sogar zu gewähren. „Das reicht,
jetzt will ich wissen was hier los ist“ schoss es durch Jennis Kopf. Sie trat
auf den Colonel zu und blieb einen Meter vor ihm stehen. „Reeston, Sir, ich
muss jetzt wissen was hier los ist.“ „Was meinst du damit?“ „Wieso wurden wir
heute Morgen nicht geweckt?“ „Reeston drehte sich von ihr weg in Richtung des
Parcours „Ich will ehrlich zu dir sein, wir haben einen strengen Zeitplan, wir
sind noch nicht mal nahe dran ihn einhalten zu können. Wir könnten euch jetzt
so hart rannehmen, dass wir es rechtzeitig schaffen würden, aber dann würden
die meisten das Projekt verlassen, weil sie daran zerbrechen würden. Um den
Zeitplan einhalten zu können, müssen wir noch wesentlich härter trainieren als
bisher, aber das geht nur, wenn ihr das freiwillig tut. Wir könnten euch dazu
zwingen, aber das hätte keinen Sinn, wir wollen euch trainieren und nicht zu
Grunde richten…“ Nun verstand Jenni und jetzt fühlte sie sich schuldig. Sie war
sauer gewesen, weil er ihr keinen Grund genannt hatte, doch jetzt verstand sie
weshalb. „Ich weiß nicht genau wieso, aber die anderen scheinen dir zu folgen.
Offiziell gibt es keinen Anführer oder Anführerin in eurer Gruppe, aber du
wurdest ganz offensichtlich als solchige gewählt…. Oder hast du dich selbst
ernannt?“ Jenni zögerte einige Sekunden, da sie sich nicht sicher war, ob er
auf diese Frage wirklich eine Antwort erwartete oder ob die Frage rhetorisch
gemeint war. Nachdem er keine Antwort erhielt schaute er sie über die Schulter
an „Hm?“ „Ich habe mich nicht einmal selbst vorgeschlagen…. Ich glaube nach wie
vor nicht, dass ich als Anführerin tauge“ gestand Jenni. „Du solltest etwas
mehr Selbstvertrauen haben, wenn deine Freunde dich als Anführerin immer noch
akzeptieren und deine Befehle befolgen, machst du deinen Job wohl nicht allzu
schlecht.“ „Im Training ist das auch kein Problem, aber im Einsatz… Werden sie
dir genauso folgen!“ er zögerte einen Moment und legte ihr anschließend die
Hand auf die Schulter. „Lass mich dir was erzählen Parker, du unterschätzt dich
selbst. Als ich erfahren habe, dass du mit Nesharis eine Beziehung hast, habe
ich geschwiegen, das habe ich nicht aus Freundlichkeit oder Sympathie getan.
Ich sah in dir eine Anführerin, eine Leiterin die das Team akzeptierte, dich
rauszuschmeißen hätte einen ganzen Haufen Aufwand bedeutet und dich zu ersetzen
hätte gedauert. Es war reine Mathematik, dein Nutzen ist größer, als der Ärger
den du machst…. Versteh mich nicht falsch, ihr alle bedeutet mir viel,
wahrscheinlich mehr als du dir vorstellen kannst. Ihr Seid meine Nachfolger,
mein Vermächtnis. Vor einigen Jahren war ich genau wie ihr, und genau deshalb
will ich, dass dieses Projekt Erfolg hat, ich weiß wie ihr euch fühlt.“ Jenni
stand einfach nur neben dem Colonel und lauschte seinen fast schon wehmütig
klingenden Worten. „Ich verstehe, aber weshalb erzählen sie mir das?“ „Weil es
nun an dir liegt…. Das sind deine Leute, führ sie an, auf deine Befehle werden
sie hören.“ Sie nickte, was sie gerade erfahren hatte, war ein großer Ansporn
gewesen, aber auch eine weitere Bürde, die sie zu tragen hatte. Was wenn sie es
nicht schaffte ihren Freunden beizubringen, dass sie das hier für sich selbst
taten? Würde das Projekt einfach geschlossen werden und sie alle in die
jeweiligen Militärs aufgeteilt werden? Was würde ein Scheitern für sie und
Kiara bedeuten? Bei diesem Gedanken krampfte sich ihr Magen zusammen. Den Job
bei der Allianz zu verlieren wäre eines, einen langweiligen Bürojob machen zu
müssen wäre auch erträglich, aber Kiara zu verlieren, sie nie wieder zu sehen,
das konnte und wollte sie sich nicht vorstellen. Versagen war keine Option. Als
sie den Parcours wieder erreicht hatte, begann sie wieder zu laufen, auch als
ihre Beine zu schmerzen begannen, machte sie weiter, die Worte von Reeston
hallten noch immer in ihrem Kopf. Sie hatte sich hier freiwillig gemeldet, sie
selbst war nun ihr Gegner. Nach kurzem holte sie Joshua ein, er joggte
gemütlich von Hindernis zu Hindernis. „Na los, komm schon, beeil dich mal ein
wenig!“ „Wieso? Das ist das erste Mal, dass mich hier keiner anschreit, ich
genieße gerade die Ruhe.“ „Und inwiefern bringt dich das weiter? Wir sind hier
um zu trainieren, wenn du dich jetzt nicht ins Zeug legst, dann wirst du im
Einsatz den Preis dafür zahlen, und ich will niemanden verlieren. Nicht wenn
ich es hätte verhindern können. Also los, beweg dich.“ „Aber“ „Beweg dich!“ die
letzten Worte waren keine Bitte mehr, sondern ein Befehl. Ohne Widerspruch
heftete sich Joshua an ihre Fersen. Nach wenigen Minuten hatte Jenni ein halbes
Dutzend ihrer Freunde eingeholt und mal freundlich und manchmal etwas strenger
dazu gebracht, an ihr dranzubleiben. Je größer die Gruppe wurde, desto leichter
war es die anderen mitzuziehen. Die meisten folgten ihr bereits, ohne dass sie
etwas sagen musste. Einfach gemütlich weiter zu joggen, während die besten
Freunde einen überholten, war ein schlechtes Gefühl. Jedes Mal, wenn jemand
zurückzufallen drohte, stachelten die Anderen ihn oder sie wieder an
weiterzumachen. Nach einer Runde waren alle in einer Gruppe unterwegs, doch
nach der 2. Runde drohte die Gruppe auseinander zu fallen, da viele erschöpft
waren und immer wieder zurückfielen. „Kommt schon, eine letzte noch, und wenn
ihr nicht mehr könnt, dann denkt an all eure Freunde, die euch jetzt tragen
müssten. Wollt ihr, dass sie euretwegen noch mehr leiden müssen? Geht an eure
Grenzen, wenn ihr merkt, dass es nicht mehr geht dann hört auf, aber geht so
weit ihr könnt!“ rief sie nach Atem ringend. „Leck mich!“ rief Selak von
hinten, doch auch er machte weiter. Mit jedem Hindernis wurde die Gruppe
langsamer Jennis Kleider waren schweissdurchnässt und ihr Herz schlug ihr bis
zum Hals. Jeder Schritt tat weh und bei jedem Atemzug fühlte sie sich, als ob
sie sich übergeben müsse. Den Anderen schien es nicht besser zu gehen, Alex,
Deni, Ivana und Joshua waren total rot im Gesicht, allen tropfte der Schweiß von
den Gesichtern und sie keuchten. Nach der Hälfte der Runde brachen die ersten
ab. Einer nach dem anderen hielt an, sackte zu Boden und blieb schwer atmend
sitzen oder liegen. Jenni achtete nicht mehr auf sie, sie hatte allen gesagt,
dass es an ihnen liegt mitzumachen, also vertraute sie darauf, dass sie es auch
taten. „Nur noch zwei Hindernisse!“ wiederholte sie immer wieder in ihrem Kopf.
Nachdem sie eine Wassergrube hangelnd an einer Leiter überwunden hatte und sich
wieder auf den Boden fallen ließ, stolperte sie beinahe, sie konnte sich gerade
noch fangen. Für einen Moment hielt sie inne und atmete einmal tief durch, ein
Fehler. Sie begann zu husten und hätte sich beinahe übergeben. Als sie sich
wieder etwas erholt hatte, drehte sie sich zu dem Hindernis, es waren nur noch
eine Hand voll anderer Soldaten unterwegs. Von Rennen konnte keine Rede mehr
sein, sie hatten gerade noch Schritttempo drauf. Jenni sah das letzte Hindernis
bereits vor sich. Ihr Blick begann zu verschwimmen. Sie begann zu torkeln und
konnte sich gerade noch am Pfosten des letzten Hindernisses festhalten. „Weiter
geht nicht mehr“ hauchte sie leise. Total entkräftet lehnte sie sich Rücklings
gegen den Pfosten und sank daran herunter. Am Boden angekommen legte sie den
Kopf zurück und schaute zum Himmel. Einige wenige Wolken schoben sich langsam
über den blauen Sommerhimmel. In ihrem Magen begann sich alles zu drehen, eilig
schaute sie zu Boden und versuchte sich zu konzentrieren. Jemand kam auf sie
zu. Arsilia schleppte sich die letzten Meter zu Jenni hin, zwei Schritte von
ihr entfernt sank sie auf alle Viere runter und ließ sich dann zur Seite
kippen. „Ich…. hasse….dich!“ Stieß sie zwischen ihren heftigen Atemstößen
hervor. „Ich mich auch“ antwortete Jenni leise.



„Ich bin dafür, dass wir Jenni lynchen“ stöhnte Deni, als er sich auf sein Bett
fallen ließ. „Gerecht wärs“ antwortete Shalera, die gerade dabei war ihre
Schuhe auszuziehen. „Wer sie anfasst, kriegt es mit mir zu tun…“ warf Kiara ein
„Ich bin die einzige, die sie dafür quälen darf, was sie heute mit uns
angestellt hat.“ Jenni die Kiara gerade hatte danken wollen, sah sie
vorwurfsvoll an. „Dürfen wir eigentlich noch den Grund erfahren, warum du das
plötzliche Bedürfnis verspürt hast uns alle zu Grunde zu richten?“ die Frage
kam von Mike, er war gerade erst hereingekommen. Sie hatte nach einer Pause und
anschließendem Training draußen erst in der Kantine gegessen und dann im
“Folterkeller“ trainiert. „Ok, hört mal alle zu! Der Colonel hat mit mir
gesprochen. Es gibt einen Zeitplan den Reeston einhalten muss, dieser Plan
schreibt ihm vor wann wir was lernen und können müssen. Wir haben bereits jetzt
einen Rückstand darauf. Wenn wir diesen Plan nicht einhalten können dann….“ Als
sie eine kleine Pause machten, wurden die Gesichtsausdrücke ihrer Kameraden
entsetzt. „Ich weiß nicht ob das Projekt dann abgebrochen wird und wir alle auf
die Straße gesetzt werden oder ob wir einfach auf unsere jeweiligen Militärs
verteilt werden. Das ist aber auch kein Thema, denn wir werden nicht versagen! Ich
kenne euch alle nun schon lange, die meisten bereits bevor wir zu diesem
Projekt gekommen sind und ich weiß, dass ihr nicht aufgeben werdet. Wir werden
das hier alle gemeinsam durchstehen, ich will keinen von euch zu Grunde
richten, aber ich weiß, dass ihr stärker seit als ihr glaubt. Wir werden alle
an unsere Grenzen und darüber hinausgehen müssen, um diese Prüfung hier zu
bestehen. Das ist die vielleicht größte und härteste Prüfung unseres gesamten
Lebens, also werden wir alles geben und sie bestehen. Oder will einer von euch
aufgeben? Wenn jemand von euch nicht bereit ist das zu leisten, dann soll er
oder sie es jetzt sagen, vor all seinen Freunden. Ich bin mir sicher, dass
keiner von ihnen euch verachten wird, wenn ihr zu schwach dafür seid. Aber sie
werden euch verachten, wenn ihr es gar nicht erst versucht. Also, was werden
wir morgen tun, wenn Reeston uns weckt? Werden wir jammern und kneifen oder
werden wir uns selbst überwinden und einen Schritt in Richtung BDF machen?“
„Wenn das hier unsere Bestimmung sein sollte, dann ist es unsere Pflicht sie zu
erfüllen. Wenn nicht für uns, dann für all die, die sich auf uns verlassen.“
Selak war aufgestanden als er das sagte. Für Turianer war es eher eines der
höchsten Güter, und jetzt aufzugeben wäre unehrenhaft gewesen. „Ich weiß nicht,
das klingt verdammt anstrengend….“ Weiter kam Joshua nicht, denn er wurde  bereits von dutzenden finsteren Blicken
unterbrochen. „Hei, das war n Witz!“ ziemlich rasch standen alle anderen auf.
„Wir stehen hinter dir, du hast uns bisher gut angeführt, also vertrauen wir
dir hierbei.“ meinte Kiara lächelnd. „zumindest vorerst“ rief Joshua lachend
aus dem Gang, er war bereits unterwegs unter die Dusche. „Vielleicht sollten
wir es dem Idioten erstmals gleichtun und duschen gehen, bevor wir uns über die
Zukunft unterhalten.



„Da drüben sitzen sie, wir sollten sie fragen…“ „Nein, warte noch bis sie
alleine sind oder hier vorbeikommen Arnold.“ Freds Blick wanderte wieder von
seinem Gesprächspartner auf eine Gruppe junger Frauen, die eifrig redend und
essend einige Tische von ihnen entfernt saßen. Die Beiden hatten sie bereits
beim hereinkommen gesehen, hatten sich jedoch nichts anmerken lassen. Sie aßen
nicht sondern spielten wie jeden Abend Schach.



„Hat sich Warrek eigentlich schon gemeldet?“ fragte Kiara neugierig. „Hmpf“
Jenni hatte den Mund voll und konnte nichts Verständliches sagen. „Sehr
hilfreich“ prustete Shalera. Jenni rollte mit den Augen und holte ihr UW
hervor. Mit einigen schnellen Handbewegungen öffnete sie ihre Mailbox. „Ja, da
ist was, er hat ne Videodatei geschickt….“ „Die müssen wir uns unbedingt
ansehen“ meinte Ivana sofort. „Ganz ruhig, die Datei läuft uns nicht davon.“
„Ja, und ich bin noch am essen!“ rief Kiara verständnislos. „Dann iss
schneller, ich will wissen was er uns geschickt hat“ gab Ivana zurück. Nach
einigen Minuten hatte die Asari fertig gegessen und die Gruppe stand auf , um
zurück in die Unterkunft zu gehen. Auf dem Weg zum Ausgang kamen sie an einem
Tisch vorbei, an dem zwei ältere Männer saßen. Jenni hätte sie beide um die 60
eingeschätzt. Der eine hatte kurze graue Haare und eine Brille, der andere
hatte eine Glatze. Gerade als sie an ihnen vorbeigehen wollten, sprach einer
der Beiden Jenni an. „Junge Dame, haben sie einen Moment Zeit?“ Erstaunt über
die ungewohnte Anrede blieb Jenni stehen und sah denjenigen, der sie
angesprochen hatte, fragend an. „Entschuldigt bitte, ich bin Fred und das ist
Arnold. Ich will euch nicht lange aufhalten, ich habe nur eine kurze Frage.“
„Klar, kein Problem, schießen sie los.“ Sie stellte sich neben den Tisch, die
anderen standen hinter ihr. „Kann es sein, dass ihr neulich an unseren
Arbeitsplätzen wart?“ Spontan fiel Jenni nicht ein was er gemeint haben könnte.
„Tut mir leid, aber ich weiß nicht, wo arbeiten sie denn?“ .Jetzt ergriff der
andere der Beiden das Wort. „Wir sind Mechaniker, habt ihr die kleine Werkstatt
am Ende des Platzes gesehen? Wir reparieren da so ziemlich alles was hier
kaputtgeht.“ Jenni war wie in Stase, sie konnte sich nicht bewegen. Die Bilder
von ihrem kleinen Shooting rauschten durch ihren Kopf. Auch wenn sie versuchte
ruhig zu bleiben, stand sie doch total steif da und starrte Arnold an. Jenni
konnte förmlich fühlen, wie ihr die Röte ins Gesicht stieg. „Verdammt!“ fluchte
sie innerlich, ihre Gedanken überschlugen sich. Verzweifelt nach einer Ausrede
suchend, schaute sie zu den Anderen. Ivana fiel ihr als erstes auf. Sie war
ebenfalls Rot angelaufen und starrte den älteren Mann ebenfalls ungläubig an.
Kiara und Shalera sahen beschämt zu Boden, die Wangen der beiden Asari hatten
einen leichten lilanen Stich. Jenni wusste noch vom Essen mit Kiara und ihren
Eltern nach ihrem achtzehnten Geburtstag, was das bedeutete. „Ähm…. also wir
sind… mal hineingegangen, um uns umzusehen…“ begann Jenni unsicher und
zögerlich „Man hat uns den Teil der Basis bisher nicht gezeigt, und die Tür war
offen also dachten wir es sei in Ordnung. War das falsch?“ die Frage sprach sie
nun ziemlich selbstsicher aus. „Nein, das war kein Problem„ fuhr Fred jetzt
weiter „Ihr habt ja alles wieder dahin gelegt, wo es war und gefehlt hat auch
nichts. Aber was mich fast mehr interessiert ist, ob ihr die Überwachungskamera
über dem Garagentor denn nicht gesehen habt? Oder ob ihr sie einfach ignoriert
habt.“ Ein Schauer lief über Jennis Rücken und ihre Nackenhaare stellten sich
ihr auf. „Überwachungskamera?“ stieß sie ungläubig hervor. Jemand hinter ihr
atmete erschrocken ein. Fred und Arnold begannen schief zu lächeln, als sie die
Reaktion der jungen Frauen sahen. Jenni wäre vor Scham am liebsten im Boden
versunken, als sie realisierte, dass die beiden nicht nur wussten, dass sie mit
dem “umsehen“ geschwindelt hatten, sondern auch wussten, was sie stattdessen
gemacht hatten. Fred aktivierte sein UW und startete eine Aufzeichnung. Darauf waren
die vier jungen Frauen zu sehen, Jenni saß auf einer Kiste, rechts lehnte
Kiara, links Shalera an ihr während Ivana ein Foto machte. Kaum war das Foto
aufgenommen, traten die Anderen zu ihr, um das Ergebnis zu betrachten. Nervös
sah Jenni sich um, da sie auf der Aufnahme nur wenig Kleidung trug. „Könnten
sie das bitte abschalten?“ fragte sie unangenehm berührt. „Aber wieso denn, für
so einen schönen Körper braucht man sich doch nicht zu schämen“ antwortete
Arnold. Wie gebeten beendete Fred die Aufnahme. „Keine Sorge, diese
Überwachungskamera ist nicht mit dem Zentralserver verbunden, Arnold und ich
haben die selbst montiert. Auch wenn wir hier alle zusammenarbeiten, kam es
doch immer wieder vor, dass sich Soldaten Werkzeug ausborgten, wenn wir mal gerade
nicht da waren und dann vergaßen es zurückzubringen. Wir haben die Kamera mal
aus dem Müll gefischt, als sie kaputt war und haben sie wieder flott gemacht
und montiert. Die Aufnahmen werden direkt an unsere Universalwerkzeuge
gesendet, ein Livestream. Die Aufnahmen werden normalerweise nicht
gespeichert.“ Jenni war nun ziemlich nervös, die beiden hatten etwas gegen sie
in der Hand, doch sie schienen nicht daran interessiert zu sein sie zu
erpressen. „Ist hier noch Platz frei?“ Einfach davon zu laufen wäre jetzt keine
gute Idee, sie musste erst mit den beiden reden. „Klar, für ein paar hübsche
junge Damen haben wir immer einen Platz frei.“ Antwortete er und deutete ihr an
sich zu setzten. Jenni und Kiara setzten sich neben Fred, Shalera und Ivana
neben Arnold. „Danke, aber nennen sie mich doch Jenni, “junge Dame“ passt wohl
nicht ganz. Damen trinken Tee und rennen nicht mit Stiefeln durch den Schlamm
und schießen mit Gewehren“ antwortete Jenni. Die beiden Mechaniker mussten
beide lachen, als Jenni das sagte. „Wahrscheinlich hast du Recht“ Sagte Arnold
lachend. „Für wen habt ihr denn die Fotos gemacht, wenn ich fragen darf?“ „Für
einen Freund, er wurde gerade volljährig und da wollten wir ihm einen
Terminkalender machen, damit er sich seine Termine etwas besser merken kann“
antwortete Shalera. „Ach, die Fotos waren nicht für eure Freunde?“ er schien
etwas erstaunt. „Nein, wir haben keine “Freunde“ in dem Sinne.“ „Wie kann es
denn sein, dass so eine hübsche junge Frau alleine ist?“ „Nun, sie ist
vergeben, nur…eben nicht an einen Mann“ schaltete sich Kiara ein. „Oh, ich
verstehe“ antwortete Fred und lächelte verträumt . Nachdem ein Moment Stille,
herrschte meldete sich Arnold mit einem Schnippen schließlich wieder zu Wort.
„Hey, Fred, aufwachen“. Freds Tagtraum schien zu zerplatzen: „ Wäre es möglich,
dass wir die Fotos vielleicht sehen könnten?“ erstaunt sah Jenni zu Shalera,
die nach kurzem nickte, Kiara nickte ebenfalls und Ivana zuckte mit den
Schultern und nickte auch. „Ok, wieso nicht.“ Die beiden älteren Herren schoben
ihr Schachspiel zur Seite und stellten ihre Becher an den Rand des Tisches.
„Das bleibt aber unter uns.“ warf Jenni bestimmt ein. „Klar, wir löschen die
Aufnahme hier jetzt, da wir ja jetzt wissen, wer die mysteriösen Schönheiten
waren, die unsere Werkstatt genutzt haben.“ Es war Jenni fast ein wenig
peinlich, den Beiden ihre ziemlich freizügigen Fotos zu zeigen, obwohl sie
genau wusste, dass sie sie auf ihrer Aufzeichnung bereits gesehen hatten. Ihr
UW begann orange zu leuchten und Jenni öffnete den Ordner, in dem sie die
Bilder gespeichert hatte. Nach einem prüfenden Blick über die Schulter war sich
Jenni sicher, dass ihnen niemand zusah, das erste Bild wurde angezeigt. Nach
einigen Minuten waren sie fast durch mit den Bildern. „Oh, das würde Ed sicher
gerne sehen, ich bin mir sicher   er
würde sein Gewehr danach mit anderen Augen anschauen“ meinte Arnold grinsend,
als das Bild von Ivana auftauchte. Diese wurde sofort verlegen und wendete sich
ab. Jenni konnte sich ein Lachen nicht verkneifen, als sie das sah. „Ich danke
euch, das ist nicht selbstverständlich, aber ihr habt uns damit eine Freude
gemacht. Wenn ihr mal irgendetwas braucht oder reparieren müsst, dann könnt ihr
euch jederzeit melden.“ Sagte Fred, als sie alle Bilder durch hatten. Die jungen
Frauen nickten und verabschiedeten sich höflich. Bevor Jenni den Raum verließ
drehte sie sich noch einmal zu ihnen um „Ich wäre ihnen dankbar, wen sie diese
Sache nicht weiter melden würden.“ Sofort nickten die Beiden „Kein Problem.“



„Mann, ich habe euch gesagt, dass das keine gute Idee ist, aber auf mich hört
ja keiner!“ Ivana fuchtelte hysterisch mit den Armen, ihre Stimme klang
ziemlich verärgert. „Ach komm schon, es ist ja kein Problem, die Beiden werden
uns sicherlich nicht verraten.“ versuchte Kiara sie zu beruhigen. „Klar!“ gab
Ivana mit sarkastischem Unterton zurück „Und in ein paar Tagen sind wir das
Gesprächsthema aller Soldaten. “Die versauten Soldatinnen.“ Und jeder von denen
wird sich das Video ansehen und uns….“ „Beruhig dich erst mal“ sagte Shalera
ernst, als sie vor Ivana trat und dieser die Hände auf die Schultern legte.
„Selbst wenn das passieren würde, wo läge das Problem? Du warst ja nicht nackt,
man konnte da nicht mehr sehen als wenn du dich normal gesonnt hättest. Zudem,
was ist denn so schlimm daran? Ist es denn nicht gut, wenn dich alle für
begehrenswert halten?“ Ivanas Gesichtsausdruck veränderte sich, meinte Shalera
das jetzt nur ganz allgemein oder auch auf sich selbst bezogen? Ivana sah ihr
in die Augen und versuchte ihren Blick zu deuten. Plötzlich war die Aufregung,
durch die Nervosität, gewichen, Ivana wusste nicht genau wie sie reagieren
sollte, also nickte sie einfach leicht. „Ok? Alles wieder in Ordnung?“ Jenni
musste sich beherrschen, um nicht zu lachen, da sie wusste was los war,
erkannte sie wie angespannt Ivana war. Sie stand ganz gerade da und hielt sich
an ihren Hosenbeinen fest, als hätte sie Angst, dass ihre Hände etwas Dummes
tun könnten, wenn sie sie einfach machen ließe. Wahrscheinlich spürte sie genau
dasselbe Kribbeln, das Jenni spürte, wenn sie in Kiaras Nähe war. Aber auch an
Shalera fielen ihr Dinge auf, sie war sich nicht sicher, ob es unbeabsichtigt
war, aber Shalera schien den Kontakt zu Ivana zu suchen. Sie fasste sie an,
wenn sie mit ihr redete und schaute ihr in die Augen. Vielleicht war es
Einbildung, aber Jenni glaubte, dass da etwas war, ihre Körpersprache, ihre
Stimme. Irgendetwas sagte ihr, dass Ivanas Interesse an Shalera von dieser auch
erwidert wurden. „Ihr könnt drüben weiterflirten, ich will jetzt aber erst mal
wissen, was Warrek uns geschrieben hat“ rief Jenni den beiden aus einigen
Metern Entfernung zu.



„Einen Moment Soldaten!“ die Strenge Stimme gehörte Reeston. Er war etwas zwei
dutzend Meter hinter ihnen, als sie gerade die Unterkunft betreten wollten.
„Sofort hielten sie inne und drehten sich zu ihm um. Jenni hatte bereits an der
Art wie er die Worte ausgesprochen hatte gemerkt, dass sich da Ärger anbahnte.
„Herrgott, komme ich heute auch noch einmal dazu Warreks Nachricht anzusehen“
schoss es durch ihren Kopf. Reeston trat zu ihnen und ließ seinen strengen
Blick durch die Runde gleiten. „Mir ist da etwas zu Ohren gekommen, habt ihr in
letzter Zeit irgendwelche Dateien versendet?“ „Ja, wieso?“ „Unsere
Filtersoftware hat das auch mitbekommen, das versenden großer Mengen an
Bilddateien erregt einige Aufmerksamkeit!“ Jetzt wussten sie alle worum es
ging. „Ich bin mir nicht sicher, aber die Bilder die ihr versendet habt sahen
nicht nach Grußkarten aus….“ Ein Schock durchfuhr Jennis Körper, der Colonel
hatte die Bilder gesehen. „Ich dachte unsere Mitteilungen wären Privat!“
entgegnete Ivana entsetzt. „Das sind sie auch, aber sobald sie die Sicherheit
und die Geheimhaltung der Basis betreffen, nehmen unsere Experten Einsicht. Mir
wurde danach gemeldet, dass auf diese Fotos Technische Geräte zu sehen seien.
Ich war nicht wirklich darauf gefasst, was wirklich darauf war. Ich war mir
nicht sicher, ob ich euch dafür, das ihr unerlaubt Fotos von der Werkstatt
gemacht habt, direkt bestrafen soll oder ob ich einfach die Fotos per Zufall
auf einem Tisch liegen lassen sollte.“ Sein finsteres lächeln wurde zu einem
breiten Grinsen. „Weshalb sagen sie uns das? Wenn sie uns bestrafen wollen,
dann spielt es doch gar keine Rolle was unsere Meinung dazu ist.“ Jenni war nun
etwas gereizt, sie wollte endlich die Antwort von Warrek ansehen. „Ich dachte,
dass ihr vielleicht etwas dazu zu sagen hättet.“ „Wieso? Die Nachricht ist doch
selbsterklärend“ warf Kiara ein. „Hm“ antwortete der Colonel sichtlich
enttäuscht über die gelassene Reaktion der Soldaten. „Wenn das in Ordnung ist,
würden wir jetzt gerne in unsere Unterkunft gehen und uns ausruhen.“ Für diese
Frage erntete sie einen Eiskalten Blick des Colonels.



„Und was hat Warrek geschrieben?“ „Nicht viel, er hat ne Videonachricht
geschickt, er hat sich ganz herzlich bedankt und grinsend angefügt, dass er
bereits die Einstellungen seines UWs so verändert hat, das er sich alle Bilder
ansehen konnte… an dich hat er sich noch erinnert Shalera, aber er fragt wer
denn die “Schönheit mit dem Gewehr“ sei. Ich hab ihm gesagt ,das sei Ivana.“
Sie sagte die letzten Worte laut genug, damit Ivana sie hören konnte. „Jaja,
sehr witzig!“ rief sie zurück. „Kiara, Warrek fragt ob wir ihn mal besuchen
können.“ Kiara war gerade unter der Dusche hervorgekommen und zog gerade ihre
Sachen an. „Ich weiß nicht, das freie Wochenende verbringen wir zu Hause, und
da will ich eigentlich lieber ungestört sein mit dir“ flüsterte die Asari ihr
ins Ohr. „Du bist eine Sadistin, du weißt genau wie schwer mir das Warten
fällt, und trotzdem machst du es mir noch schwerer.“ sanft küsste Kiara, die
neben Jenni stand, ihre Liebste erst auf den Hals und dann auf die Schulter.
Jennis Körper begann wieder zu kribbeln. Sie legte ihre Hände an Kiaras Hüften,
setzte sie seitlich auf ihren Schoß und schaute ihr in die Augen. Sie hatte den
ganzen Tag keine Zeit für Kiara gehabt. Die Asari lächelte und bewegte sich auf
Jenni zu, diese kam ihr entgegen. Kaum hatten sie begonnen sich zu küssen, rief
Alex auch schon durch den ganzen Raum „mit Zunge!“ Ohne sich zu ihm umzudrehen
oder von Jenni abzulassen, zeigte Kiara ihm den Mittelfinger. „Was denn?“ Nur
widerwillig ließ Kiara zu, dass Jenni sich von ihr löste „Hei Alex, das hier
ist privat, dreh dich gefälligst um oder schau aus dem Fenster.“ Sie wandte
sich wieder Kiara zu „Wo waren wir stehen geblieben?“ Die Asari legte ihre Arme
um sie und zog sie an sich „Hier“ flüsterte sie leise bevor sie ihre Freundin
erneut küsste, sie beherzigte diesmal auch Alexs Aufruf.



Ein Blick auf seine Uhr verriet dem Colonel, dass es 4:59 Uhr war. „bereit?“
Der andere Ausbilder nickte ihm zu. „Ok, dann Los!“ Der Colonel öffnete die Tür
zum einen der Zimmer vorsichtig auf und trat leise hinein. Er durchquerte den
Raum und ging zum Fenster, das der Tür gegenüber lag. Er öffnete es und sah
nach draußen, das Fenster war vom Innenhof des Stützpunktes abgewandt. Ein
weiterer Blick auf seine Uhr. Noch 10 Sekunden. Er holte die Pistole aus seinem
Gürtel und entsicherte sie. Den Lauf leicht nach oben gerichtet zielte er
heraus. Als der Zeiger seiner Uhr auf fünf Uhr sprang, drückte er ab, mit einem
lauten Knall löste sich der Schuss. Sofort fuhren alle der schlafenden Soldaten
hoch, manche schrien vor Schreck auf. Als sich nach ein paar Sekunden das Durcheinander
ein wenig beruhigt hatte, rief er mit lauter Stimme „In 5 Minuten auf dem
Hauptplatz, jetzt ist hier Schluss mit dem Kuscheltraining, ihr wollt eine
Spezialeinheit werden, dann trainieren wir jetzt auch wie eine!“ Auf dem Weg
nach draußen trat er zu Jenni „Ich hoffe du hast ihnen klar gemacht, dass sie
freiwillig hier sind und alles geben müssen, um bei der BDF bestehen zu
können.“



Die Nächsten Tage waren die Hölle, sie wurden fünf Uhr morgens geweckt, und
kamen nie vor acht Uhr abends zurück. Das Training wurde nur zum Essen
unterbrochen, Pausen gab es nur, wenn sie total am Ende waren. Das einige von
ihnen unter der Belastung zusammenbrachen, war keine Besonderheit.
Kreislaufkollapse und Sonnenstiche waren an der Tagesordnung. Dementsprechend hoch
waren auch die psychischen Belastungen, wenn die Schmerzen zu groß oder die
Herausforderung nicht zu bewältigen war und die Ausbilder trotz dem keine Gnade
zeigten, war das extrem beklemmend. Tränen, Verzweiflung und Wut waren das
Resultat. Sie wurden bis an ihre Grenzen gebracht, doch sie gaben ihr Bestes,
und wenn einer drohte aufzugeben oder zu zerbrechen, dann stellten ihn die
Anderen wieder auf und begannen ihn wieder mitzuziehen und zu motivieren.


Die Sonne war gerade dabei aufzugehen, als sie vom Frühstück kamen.
Mittlerweile waren sie schon in der 2. Trainingswoche. Die Soldaten waren von
der anstrengenden Woche ziemlich fertig und fieberten dem Sonntag entgegen,
dann hatten sie endlich einen Tag Zeit sich auszuruhen. Der “Frühsport“ dauerte
nun von fünf bis sechs Uhr. Anschließend an eine halben Stunde Frühstück wurde
das Training fortgesetzt. Seit sie den neuen Zeitplan einhalten mussten, aß der
Colonel mit ihnen, vorher hatte er immer vor ihnen gefrühstückt. „Ok, heute
gehen wir auf ein neues Trainingsgelände, ihr habt heute das Vergnügen eine
neue Technik kennenzulernen.“ eifriges Getuschel brach unter den Soldaten aus.
Kiara sah Jenni fragend an, doch diese konnte auch nur mit den Schultern
zucken. Nach einem 10 minütigen Marsch, kamen sie zu einem Übungsgebiet,
welches den anderen ähnelte,bis auf die viele Türme in verschiedenen Höhen.
Kaum waren sie angekommen, ging der Colonel zielstrebig auf einen der Türme zu
und kletterte die Leiter hoch. Die wacklig wirkende Holzkonstruktion war etwas mehr
als fünf Meter hoch und hatte oben eine kleine Plattform drauf. Je höher
Reeston stieg, desto stärker schwankte der Turm. „Was hat er vor?“ fragte Selak
verwirrt. „Ich habe da so eine Ahnung, aber ich hoffe, dass ich falsch liege“
antwortete Arsilia die neben ihm stand. Als der Colonel oben angekommen war,
stieg ein zweiter Ausbilder ebenfalls die Leiter hoch, oben angekommen
wechselte er ein paar Worte mit dem Colonel und trat dann an die Kante der
Plattform. „Verflucht, ich hatte recht!“ zischte Arsilia. Auch alle anderen
schienen nun zu verstehen was los war. Jenni spannte sich an, der staubige
Boden unter dem Turm war kein bisschen gepolstert, ein Sturz aus dieser Höhe
würde ihm die Beine brechen. Der Ausbilder holte einen Schritt Anlauf und sprang.
Sofort bildete sich ein blauer Schleier um seinen Körper, anstatt wie ein Stein
runterzufallen, sank er stattdessen sanft zu Boden. „Das ist die
Standardtechnik einen Sturz zu bremsen, das habt ihr bestimmt schon auf der
Akademie geübt. Wie ihr alle wisst, werdet ihr als Landetruppen eingesetzt, für
den Absprung in Feindgebiet ist diese Technik aber nicht geeignet. Ihr wärt
tot, bevor ihr den Boden berührt. Vor Jahrhunderten kam irgendein Clown auf die
Idee, dass man auf Fallschirmspringer nicht schießen darf, er nannte das ein
Kriegsgesetz. Nach meiner Meinung der schlechteste Witz in der Geschichte des
Militärs. Welchen Grund habe ich als Infanterist NICHT auf einen
Fallschirmspringer zu feuern, der nach seiner Landung sofort das Feuer auf mich
eröffnen wird? Fakt ist, im Einsatz hält sich keine Sau daran. Deshalb müsst
ihr so schnell wie möglich runter kommen!“ rief Reeston von dem Turm zu der
Gruppe herab. Mit zwei schnellen Schritten Anlauf sprang der Colonel von der
Plattform. Auch um ihn bildete sich ein biotisches Feld, doch er raste
ungebremst auf den Baden zu. Als er aufschlug schien eine art Schockwelle von
ihm auszugehen und wirbelte eine Staubwolke auf. „Oh Gott!“ entfuhr es Ivana
„Uh, das sah aber nicht gesund aus!“ raunte Joshua mit schmerzlicher Stimme.
Jenni sah bereits das Bild eines total verkrüppelten Colonels vor sich, obwohl
sie genau wusste, dass er nicht gesprungen wäre, wenn er nicht wüsste was er
tat. Als sich die Staubwolke wieder legte, wurden die Augen der Soldaten
größer. Reeston stand unbeschadet da. „Das war eine Nova-Landung, ihr werdet
heute lernen, wie ihr so eine Landung ausführen müsst, damit ihr euch nicht
verletzt. Später wird euch eure Rüstung hierbei unterstützen, aber bei
niedrigen Sprüngen bis 10 Meter, geht das auch ohne. 

Das wars auch schon wieder fürn Moment:P hoffe es war gut geschrieben und wünsche euch noch n schönen Sonntagabend und ne gute Woche^_^

PS. Im nächstn Kapitel darf man sich auf den Eisatz der neuen Ausrüstung und nem..... "Ausflug" freuen:O

#333
NoIdeas00

NoIdeas00
  • Members
  • 1 967 messages
Gut,nur weiter so Monsiuer Cliffhanger :lol:

#334
Zerydal

Zerydal
  • Members
  • 519 messages

NoIdeas00 wrote...

Gut,nur weiter so Monsiuer Cliffhanger :lol:



Image IPB

Modifié par Zerydal, 18 novembre 2012 - 09:37 .


#335
maximus20

maximus20
  • Members
  • 42 messages
sehr geil was du geschrieben hast möcht gran ned wissen wie lang du für das gebraucht hast

#336
elitedefender2

elitedefender2
  • Members
  • 1 712 messages

maximus20 wrote...

sehr geil was du geschrieben hast möcht gran ned wissen wie lang du für das gebraucht hast


bis hierher:huh: hm, denke mal so um die 50 Stunden warens sicher, eher 70 oder so^_^
Aber ich schreib gerne, und wenn ich damit noch jemandem ne freude machen kann dan ist das doch super^^ 
hoffe du bleibst an der Geschichte dran:P

#337
maximus20

maximus20
  • Members
  • 42 messages
sicher doch das is meine leiblingsspielereihe ohne mass effect geht nix

#338
elitedefender2

elitedefender2
  • Members
  • 1 712 messages
Hei leute ich freue mich das ihr alle so zuverlässig an meiner Geschicht dran bleibt und desshalb sollt ihr heute mal belohnt werden.
Manche von euch warten sicher schon darauf das mal richtig dir post abgeht in der Geschichte. Wie ihr vieleicht schon bemerkt habt komme ich nicht so schell voran wie ich gern möchte, eigentlich hätte ich bereits im letzten Kapitel bis zu dem Ausflug kommen wollen. Da ich aber nichteinfach etwas überspringen will gibts heute abend schon mal n preview was euch im späteren Verlauf der Geschichte erwartet.

#339
Zerydal

Zerydal
  • Members
  • 519 messages
Wir waaaaaaaaaaaaaarten :D

#340
elitedefender2

elitedefender2
  • Members
  • 1 712 messages
Etwas spät aber noch heute^^ dafür sind auch mehr als 1000 Worte^^
Viel Spass

 ME Preview

Shalera schlug mit aller Kraft zu, die Klinge ihres
Schwertes durchschnitt die Luft blitzschnell. Ihre überraschte Kontrahentin, ein
Phantom konnte gerade noch seinerseits das Schwert hochreissen. Fatalerweise
trafen sich die Klingen Genau über dem Kopf des Phantoms. In Erwartung eines harten
Aufschlags spannte Shalera sich an. Ihr lauter Angriffsschrei war noch nicht
verklungen als sie einen Wiederstand spürte, nur Sekundenbruchteile Später gab
er jedoch nach und ihr Hieb ging weiter. Fast schon erstaunt wäre sie beinahe vorne
übergefallen. Die Asari konnte sich gerade noch halten. Ein schrecklicher
Gedanke schoss ihr durch den Kopf als sie wieder aufsah. Ihr Arm war nach hinten
ausgestreckt. Die Klinge das Phantoms war noch an einem Stück das musste
bedeuten…. „Verflucht“ schoss es durch ihre Gedanken. Mit einem hastigen Blick
aus dem Augenwinkel versuchte sie zu erkennen wie es um ihr Schwer stand. Sie konnte
nichts erkennen, sich bewegen konnte sie aber auch nicht, sie war wie erstarrt.
Ihr verstand schrie sie an endlich anzugreifen aber sie konnte nicht. In dem
Moment war ein helles metallisches klimpern zu hören. Der obere Teil ihres
Schwerts viel hinter dem Phantom zu Boden. Doch auch das Phantom schien wie
erstarrt. Nach einer endlos scheinenden Sekunde schien die Zeit wieder weiter
zu laufen. Das Phantom begann zu zucken, ihr Schwert fiel aus ihrer immer noch
erhobenen Hand. Ein halbes Dutzend Blutrinnsale schienen grundlos aus der Brust
des Phantoms auszutreten. Erst jetzt begriff Shalera was geschehen war. Als ihr
schwer direkt über dem Kopf des Phantoms zerbrach, hatte sie sie mit dem
Klingenstumpf trotzdem noch getroffen. In diesem Moment erlangte die Asari die
Kontrolle über ihren Körper zurück. Mit einem Ruck trat Shalera nach vorn und
kickte dem Phantom gegen die linke Schulter. Die Haarfeine Klinge ihres
Schwertes hatte die Panzerung des Phantoms durchschnitten, doch die Wunde war
noch zusammengehalten worden. Durch den Schlag wurde die vom linken Schlüsselbein
bis zum rechten Becken reichende fast zehn Zentimeter tiefe Schnittwunde
aufgerissen.  Ein Schwall Blut schwappte
heraus klatschte auf den Boden und tropfte von der Rüstung der Schockierten
Gegnerin. Aus der aufgerissenen Magengrube traten einige Gedärme aus und hingen
los baumelnd an dem nun würgenden und hustenden Menschen herunter. Durch den
Tritt zurückgeworfen viel das Phantom nun nach hinten um. Der Schnitt hatte
wohl auch die Lunge verletzt den jetzt wurde das Würgen schlimmer wahrscheinlich
erstickte sie gerade an ihrem eigenen Blut und ihren Innereien. Verzweifelt mit
zitternden Händen versuchte sie ihre Därme in ihrem Bauch zu halten und ihre
Wunde zuzudrücken. Obwohl sie keine Gefahr mehr darstellte entschloss sich die
Asari dazu die Cerberus Soldatin zu erlösen. Sie trat nach vorne, hob ihren
Fuss mit der Sohle über den Helm ihrer Kontrahentin. Die Stahlplatte unten an
ihrem schweren Stiefel donnerte mit voller Wucht gegen die Gesichtsmaske des
Phantoms. Shalera hatte mit aller Kraft zu gestampft. Durch die Verstärkung des
Anzugs und ihrer Biotik war der Aufschlag hart genug um das Metall des Helmes zu
verbiegen. Nach einem kurzen Ächzen des Materials war ein lautes Krachen zu
hören. Der Helm wurde fast bis zu Hälfte eingedrückt, das Gesicht und der
Schädel des Phantoms wurden zertrümmert. Ein blutiger Schleim spritzte aus den
Bruchstellen des Helms. Gerade als Shalera ihren Fuss aus dem Gesicht der Toten
nahm hörte sie das Knattern einer Maschinenpistole. Sie spannte sich bereits
an, doch der Aufschlag und der Schmerz blieben aus. Stattdessen schlugen die
Kugeln einige Meter neben ihr in die Wand ein. Ein Sturmschütze stand ein
Dutzend Meter von ihr entfernt oben an einer kleinen Treppe. Er hatte den Tod
des Phantoms mit angesehen, der Tot einer Elitekämpferin die ihm Ausbildungsmässig
und Waffenmässig überlegen war. „Bleib von mir weg!“ Schrie er, seine Stimme
klang hysterisch und…. Jung. Wahrscheinlich war er keine 20 Jahre alt. Er
schien total verängstigt zu sein, seine Stimme zitterte und er schlotterte am
ganzen Körper so stark das Shalera das Wackeln seiner Waffe aus dieser Distanz
sehen konnte. Sie drehte sich in seine Richtung. Sofort begann er wild um sich
zu feuern, er schaute dabei zur Seite. Shalera war sich sicher dass er dazu
sogar noch die Augen schloss, wahrscheinlich hatte er das erste Mal eine Waffe
in den Händen. Bereits nach weniger als einer Sekunde war das leise Piepen der
Waffe zu hören weil das Thermomagazin verbraucht war. Anstatt zu repetieren
warf er sie weg und versuchte davon zu rennen. Mit einer schnellen Handbewegung
setzte Shalera ihn in Stase. Vorsichtig hob sie das Schwert des Phantoms auf
und begann langsam in die Richtung des Sturmschützen zu gehen. Stufe für Stufe
stieg sie in seine Richtung hoch. Das schlimme an der Stase ist das man bei
vollem Bewusstsein ist, man hört, sieht, und fühlt alles das geschieht. Shalera
musterte die Klinge ihres neunen Schwertes, an einer Stelle war eine tiefe
Kerbe zu sehen, die klinge war zu drei Viertel durchtrennt. „Hierfür reicht es
noch“ dachte sie sich und trat die letzten paar Schritte nach vorne. Das
Stasefeld brach zusammen und der junge Mann fiel nach vorne über. Kaum war er
wieder frei sprang er auf und wollte losrennen. In dem Moment in dem er den
ersten Schritt machen wollte ging ein Ruck durch seinen Körper. Als er trotz
verzweifelter Versuche seine Beine und Arme nicht bewegen konnte schaute er
langsam an sich runter. Shaleras Klinge ragte fast 40 Zentimeter aus seiner
Brust. Sie hatte einen seiner Rückenwirbel der Länge nach gespalten. Mit einem
Ruck drehte sie das Schwert um 90° und zertrümmerte damit den Wirbel komplett
und durchtrennte sämtliche Nervenbahnen. Gelähmt sank der Junge Mann
schluchzend auf die Knie. Shalera legte ihren Kopf neben seinen und flüsterte
ihm leise ins Ohr „Es tut mir leid.“ Sie legte die eine Hand an sein Gesicht
die andere an seinen Hinterkopf. Mit voller Kraft riss sie seinen Kopf herum.
Nach einem lauten Knacken sackte er regungslos zu Boden. Sie hatte ihm den Kopf
wohl fast abgerissene, er war fast um 180° verdreht und baumelte  etwas herunter, als wäre sein Hals aus Gummi.
„Verdammt!“ „Shalera, was ist passiert?“ „Mein Schwert ist kaputt verflucht,
das ist jetzt schon das zweite!“   

Sämtlich Anregungen, Kritik oder Komentare gleich hier posten^_^
 schönen Abend wünsch ich noch

#341
Zerydal

Zerydal
  • Members
  • 519 messages
Interessanter Wechsel^^

#342
Kieferbruch

Kieferbruch
  • Members
  • 1 234 messages
Was führt wohl dazu, dass sie derartig gefühllos wird?
Wir werden es erfahren!!! Und lass dir ruhig Zeit. Wäre doof, wenn eine 1A Geschichte aufgrund von Hektik zu Gruunde gerichtete wird.
;)
Mach weiter so

#343
NoIdeas00

NoIdeas00
  • Members
  • 1 967 messages
Ja genau, elite! Und wo bleibt der nächste Teil? ;)

Modifié par NoIdeas00, 25 novembre 2012 - 06:09 .


#344
Pain87

Pain87
  • Members
  • 5 794 messages
*unschuldig Pfeif* Ohne Elite die Leser klauen zu wollen^^ Da dieser Thread immernoch für jede Geschichte ist:D Möchte ich auch die wenigen Leute hier, auf die interaktive Geschichte hinweisen:D

#345
NoIdeas00

NoIdeas00
  • Members
  • 1 967 messages
Als ob man nich mehrere Geschichten gleichzeitig lesen kann ^^

Aber ja,deine Geschichte ist nun wirklich mal empfehlenswert, muss abgesehen davon heute Abend noch den neusten Teil lesen *vorfreude*:lol:

Modifié par NoIdeas00, 25 novembre 2012 - 06:32 .


#346
elitedefender2

elitedefender2
  • Members
  • 1 712 messages
 ich sage das nur ungern aber wir feiern heute eine traurige Premiere, das erste Mal das ichs am Sonntag nicht schaffe das nächste Kapitel rein zu stellen, Ich habs versucht, bin aber nicht fertig geworden. desshalb muss ich euch bitten bis Morgen Geduld zu haben:crying:
Die Projektarbeit der Schule hatt mehr zeit in anspruch genommen als gedacht:unsure:
Tut mir leid:pinched: aber dann halt morgen

#347
maximus20

maximus20
  • Members
  • 42 messages
jop bleib dran

#348
NoIdeas00

NoIdeas00
  • Members
  • 1 967 messages
Das werden wir ja mal sehen ;)

#349
Kieferbruch

Kieferbruch
  • Members
  • 1 234 messages
Lass dir Zeit elite!!!
Wir warten!;)

Modifié par Kieferbruch, 25 novembre 2012 - 07:35 .


#350
Zerydal

Zerydal
  • Members
  • 519 messages
neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnn