Super Awesome Stories: Aftershock, Sense of Smell, Bleeding Memories, Salvation etc.
#376
Posté 23 décembre 2012 - 11:30
#377
Posté 24 décembre 2012 - 12:38
und weil ich so nett bin darfst dir die Gottheit aussuchen^^
#378
Posté 24 décembre 2012 - 10:41
Zerydal wrote...
Kiefer ich werde dich den Dunklen Göttern opfern^^
und weil ich so nett bin darfst dir die Gottheit aussuchen^^
Ich nehme diese Gottheit;)
#379
Posté 24 décembre 2012 - 08:22
Pünktlich zum Heiligabend melde ich mich wieder, ich habe zwar keinen Roten Mantel an und auch keinen Bart (*verweise auf: http://social.biowar.../index/15166625)
aber ich habe trotzdem ein Geschenk dabei. Zumindest für die die schön artig waren:D..... ok für die anderen auch:P
das 18. Kapitel mit 40% mehr inhalt 14 Seiten diesmal, bevor ich zuweit abschweife fangen wie jetzt auch gleich an.
Oh, aber jetzt noch schnell was anderes. In diesem Kapitel gibts eine Scene die für Leser die ein Problem mit Intimen Scenen haben nicht ratsam wären, diese sind Kursiv geschrieben diese sind für die Story nicht essentiell, wer sie nicht lesen möchte muss das dementsprechend auch nicht tun um die Story zu verstehen, es würde aber der Atmospähre der Geschichte schaden diese auszulassen. Ich als Autor würde mich natürlich freuen wenn ihr alles lesen würdet da das die Version wär wie ich sie vorgesehen hätte:unsure:
Jetzt aber los^_^
Kapitel 18
Als Dominic die Tür aufstieß, schien eine Kältewelle durch Jennis Rüstung zu gehen, obwohl diese nahezu perfekt isoliert war. Dominic legte wie gewohnt ein strammes Tempo vor, Jenni folgte ihm, die Sicht war miserabel und der Wind zerrte kräftig an ihr. Sie hätte beinahe das Gleichgewicht verloren, als eine Böe sie erfasste. Beeilt euch, dicht zusammen bleiben, es hat in den letzten zwei Stunden gut einen Meter geschneit.“ Sie waren noch keine fünfzig Meter von der Unterkunft entfernt, da konnten sie diese bereits nicht mehr erkennen. Die ersten Minuten waren ganz erträglich, ihr Führer lenkte sie nur geradeaus oder leicht den Hang hinab. Der hohe Schnee und der tobende Schneesturm machten jedoch schon so das Vorankommen anstrengend. Die ganze Szenerie kam Jenni geradezu unwirklich vor, aufgrund der Abriegelung zur Außenwelt durch die Panzerung war noch keine Kälte zu spüren und das Rauschen des Windes fehlte auch. Nur die Kleinen Schneekristalle, die sich bereits auf dem Visier von Jennis Helm gebildet hatten, zeugten von der eisigen Kälte. Nach fast 20 Minuten in denen sie praktisch Blind durch den Schnee gestöbert waren, tauchte eine Felswand vor ihnen auf. Das kahle Gestein ragte mindesten zwanzig Meter senkrecht in die Höhe. „Sollen wir da etwa hoch?“ fragte Jenni per Funk. „Wo hoch?“ die Frage kam von Joshua, dieser ging relativ weit hinten und konnte die Felswand wahrscheinlich noch gar nicht sehen. „Nein, wir können durch einen Spalt in der Felswand gehen, es ist zwar etwas eng, sollte aber gehen.“ Als die Gruppe sich der Wand näherte, erkannte Jenni was Dominic damit gemeint hatte. In der massiven Felswand klaffte ein Spalt, er war kaum zwei Meter breit und schien noch enger zu werden. „Sammelt euch hier, Alena bisher sind noch alle da, oder?“ „Ja, eigentlich müssten noch alle hier sein.“ Es dauerte keine Minute von dem Moment, wo Jenni angehalten hatte ,bis alle neben ihr standen. „Wir müssen da durch, geht langsam und bewegt euch vorsichtig. Wenn ihr irgendwo hängen bleibt, versucht langsam etwas zurück zu gehen, ihr dürft nicht in Panik geraten, das wäre Fatal. Wenn ihr euch an diese Regeln haltet ist es praktisch unmöglich, dass ihr stecken bleibt.“ Dominic wandte sich der Schlucht zu und ging los. „Shalera, komm, du hinter mir“ meldete Jenni per Funk. „Ok“ antwortete die Asari etwas zögerlich. Die Gruppe setzte sich in Bewegung, Einer nach dem Anderen verschwand in der Spalte. „Wenn euer Filter hier ausfällt, dann atmet so langsam wie möglich, -25 Grad sind schlecht für eure Lunge, wenn ihr hyperventiliert“ meldete Alena. Bereits nach 30 Meter wurde die Spalte merklich enger. „Nicht ganz so schnell bitte“ meldete Shalera per Funk, sie hatte den Kanal gewechselt, sodass nur Jenni sie hören konnte. „Ok, geht’s noch?“ „Ja, ich fühl mich nur ein bisschen eingeengt“ Jenni sah in Shaleras Richtung, die Asari versuchte sich möglichst schmal zu machen. „Wenigstens liegt hier nicht so viel Schnee, da geht das vorwärtskommen noch einigermaßen“ stöhnte Jenni angestrengt, sie musste sich gerade an einer besonders engen Stelle durchzwängen, die vordere Felswand war keine 30 Zentimeter von Jennis Gesicht entfernt. „Ok, hier wird’s ein wenig unangenehm, aber das schaffst du, geh einfach ganz langsam.“ Shaleras Atemfrequenz stieg, sie schien nervös zu werden. „Und was ist, wenn ich stecken bleibe?“ „Das wirst du nicht, du bist nicht größer als ich, und ich passe hier auch durch.“ „Wo bleibt ihr denn?“ fragte Dominic via Funk. „Moment, wir kommen gleich, es ist hier nur ein wenig eng.“ Shalera begann sich langsam durch den Spalt zu schieben, als sie gerade mitten in der engen Passage stand, war ein leises knacken zu hören. „Was war das?“ fragte Shalera sofort. „Wahrscheinlich nur der Schnee, der über uns liegt.“ Gerade als Shalera einen weiteren Schritt machen wollte, war ein zweites lauteres Knacken zu hören, eine Sekunde später prasselten faustgroße Schneeklumpen auf Jenni und Shalera herab. Die Asari schrie erschrocken auf riss die Arme hoch ,um sich vor den auf sie herabstürzenden Klumpen zu schützen. Jenni konnte Shalera hektisch atmen hören. „Bleib ganz ruhig, ich helfe dir.“ Jenni ging ein paar Schritte zurück in Shaleras Richtung. „Hier nimm meine Hand.“ Sofort packte sie Jennis Hand und hielt klammerte sich an ihr fest. Diese zog an Shaleras Hand, langsam rutschte die Asari in Jennis Richtung. Mit einem Ruck sprang sie nach vorne, als die Spalte wieder etwas breiter wurde. „Danke“ keuchte sie, als sie sich an Jenni festhielt. „Kein Problem, aber jetzt müssen wir weiter, ok?“ Erst jetzt bemerkte Shalera, dass sie sich förmlich an Jenni festgeklammert hatte, sie ließ ihre Freundin los und wich etwas zurück. Sie war noch immer nervös und schaute beschämt zu Boden „Klar, ich folge dir“ antwortete sie kleinlaut. Die Gruppe, die sich hinter dem Engpass gesammelt hatte, begann sich nun wieder in Bewegung zu setzten. „Was hat denn da so lange gedauert?“ fragte Dominic ,als Jenni und Kiara neben ihn traten. „Shalera hatte etwas Schwierigkeiten, ich habe ihr schnell geholfen.“ Dominic schien etwas genervt, er schien schnell weitergehen zu wollen.
„Ihr müsst euch zusammenseilen, hier herrschen Orkanwinde. Wenn einer von euch das Gleichgewicht verliert, dann müsst ihr diese Person halten, ansonsten ist sie verloren. Wenn ihr hier mal ins Rutschen kommt, dann kommt ihr erst wieder am Fuß des Berges zum stehen. Sie hatten die Spalte hinter sich gelassen, nach der Schlucht hatten sie fast zwei Stunden lang Geröllhalden und Tiefschneehänge erklimmen müssen. Nach einer längeren Pause in einer kleinen Höhle hatten sie den Marsch zum Gipfel angetreten. Nun waren sie auf den letzten paar hundert Metern zum Gipfel. Der Kamm, auf dem sie sich im Moment bewegten, war hüfthoch mit Schnee bedeckt. Die ganze Gruppe war mit einem Seil verbunden. Jeder Meter war anstrengend, sogar Dominic, der sich bisher kaum etwas hat anmerken lassen, atmete bereits schwer. „Nicht ganz so schnell, ich komme kaum noch mit“ keuchte Ivana, da sie mittlerweile mehrmals Position gewechselt hatten, ging sie nun fast ganz vorne mit. „Ok, aber macht nicht zu langsam, hier ist nicht der Richtige Ort zum trödeln. Auch wenn eure Rüstungen ziemlich gut isoliert sind, werdet ihr hier auskühlen.“ „Auskühlen?“ schoss es Jenni durch den Kopf,während ihr eine Schweißperle über die Schläfe rann. Der Hang war nicht mehr ganz so steil wie noch vor ein paar Minuten, aber die dünne Luft machte Jenni zu schaffen. Die letzten Stunden waren extrem anstrengend gewesen, auch die Pause hatte nur kurzfristig geholfen. Ganz oben auf dem Berg würde sie eine Überraschung erwarten, hatte Dominic ihnen jedenfalls gesagt. „Aah, verdammt“ ein leichter Ruck erfasste Jenni, sie lehnte sich gegen das Gewicht und sah über die Schulter zurück. Kiara war bei einem Schritt abgerutscht, sie hatte sich zwar noch halten können, aber sie schien doch sichtlich erleichtert zu sein, dass sie gesichert war. „Seid vorsichtig verdammt, ich will nicht so kurz vor dem Ziel noch in den Tod gerissen werden“ funkte Mark schwer atmend. Scheinbar in unerreichbarer Ferne tauchte der Umriss eines Berggipfels auf. Mit jedem Schritt kam das Ziel ihrer Reise und damit das vermeidliche Ende dieser Tortur näher. Erst als sie nur noch etwa zwanzig Meter von dem Gipfel entfernt waren, konnte Jenni erkennen, dass dort ein kleines Betonfundament stand, aus dem eine Stange ragte. Jenni verkniff sich die dumme Frage was es damit auf sich hatte, da Dominic es ihnen wahrscheinlich sowieso jeden Moment verraten würde. Die letzten paar Meter konnten sie auf einer Steinernen, zugeschneiten Treppe gehen. „Weiß jemand von euch was das hier ist?“ „Eine Fahnenstange?“ meldete sich Joshua. „Ich meinte das ganze hier“ gab Dominic zurück. Als sich nach einer weile niemand mehr meldete fuhr er fort. „Das hier ist eine Gedenkstätte, hier sind die Namen all jener Soldaten eingemeißelt, welche bei dem Schutz dieser Kolonie vor dem Terroristischen Anschlag der “Proximin Larkus“ ihr Leben gelassen hatten…. Für die von euch, die nicht wissen worum es dabei ging, die Proximin Larkus war ein Transportschiff. Eine fanatisch religiöse Terroristengruppe hatte das Schiff gekapert und mit hochtoxischen und radioaktiven Stoffen beladen. Sie wollte es über Sunset Bay sprengen, damit die Stoffe in der Atmosphäre verteilt werden, der daraus resultierende Niederschlag hätte die gesamte Bevölkerung getötet. Eine Gruppe von zehn Soldaten gelang es an Bord zu gelangen, doch als sie das Schiff wieder unter Kontrolle gebracht hatten, war es bereits zu spät. Die Terroristen hatten das gesamte Schiff mit Sprengladungen zugepflastert, die Steuerung zerstört und die Antriebskerne vom System getrennt. Das Schiff würde die Kolonie mit voller Geschwindigkeit treffen und die Reaktoren würden bei dem Absturz explodieren. Sie taten das einzig mögliche, sie überlasteten die Reaktoren und sprengten damit das Schiff. Aus den letzten live Übertragungen ging hervor, dass die ganze Gruppe den Reaktorraum stürmte. Die Überlebenden Terroristen hatten sich dort verschanzt und erwarteten die Soldaten bereits. Die Soldaten liefen mitten ins Kreuzfeuer, sie überlebten keine 5 Sekunden. Der letzte von ihnen konnteaber noch eine Granate im Reaktorgehäuse versenken, im Nachhinein betrachtet ein 10 Millionen Credits Wurf. Quer durch den ganzen Raum in eine kopfgroße Öffnung.“ Während Dominc erzählte, spielte er eine Aufnahme auf seinem UW ab ,die den Angriff der Soldaten auf den Reaktorraum aus der Sicht einer Helmkamera zeigte. „Woher sind denn diese Aufnahmen, wenn diese Soldaten doch alle in die Luft geflogen sind?“ fragte Arsilia vorsichtig. „Die Soldaten wussten von dem Moment an, als sie das demolierte cockpit sahen ,das es keine Rückkehr von dieser Mission mehr geben würde. Einer von ihnen hat mittels seines UWs eine Direktübertragung zur Kolonie gestartet.“ Die Aufnahme erlosch in dem Moment, als der mehrfach getroffene Soldat auf die Knie sank und mit den Worten „Melissa ich komme“ in einer vom Reaktor ausgehenden weißglühenden Lichtkugel verschwand. „Melissa war seine Tochter, die einige Wochen zuvor zusammen mit seiner Frau gestorben war“ fügte Dominic mit gesenktem Kopf an. „Wieso steht denn dieses Denkmal so abgelegen“ die Frage kam von Tanja. „Die ganze Sache wurde totgeschwiegen, die Allianz wollte eine Massenpanik verhindern und Schwächen in ihrem Verteidigungsnetz verschleiern. Die Soldaten sollten trotzdem geehrt werden, also hat man hier, auf dem höchsten Berg dieses Gebirges, ein Denkmal errichtet. Nur wer sich ihrer als würdig erweist und den Weg hier hoch schafft, erfährt wem er sein Leben zu verdanken hat, schließlich hat die Wahrheit ihren Preis.“ Dominic zog an der Schnur, die am Mast hing, ganz oben flatterte noch ein zerrissener Stofffetzen. „Das ist die Fahne der letzten Gruppe, die den Weg hier rauf geschafft hat…. Oder zumindest was davon noch übrig ist.“ Er holte aus einer Tasche an seiner Rüstung einen kleinen roten Gegenstand. Vorsichtig entfaltete er die Flagge, Feuerrot mit dem Motiv der BDF drauf. Mit etwas Mühe schaffte er es den wild im Wind zappelnden Stoff an der Schnur zu befestigen. Als der die Flagge an der Schnur befestigt hatte ,hisste er sie wieder. Der stürmische Wind zerrte heftig an der Fahne und ließ sie heftig flattern. „Ihr könnt alle stolz auf euch sein, noch nicht viele haben diesen Weg beschritten.“ Dominic ließ die Worte einen Moment lang wirken „Aber denkt nicht, dass ihr es damit geschafft hättet, es liegt noch ein langer Weg vor euch. Ihr seid noch weit davon entfernt euch echte N7 Soldaten nennen zu können, dazu fehlt euch Erfahrung, Training und noch viel wichtiger: Die Entschlossenheit. Das sind alles Dinge, die ihr noch lernen oder erlangen müsst. Ihr habt einen verdammt steinigen Weg gewählt, den ihr gehen wollt, aber wir werden alles daran setzen euch auf diesem Weg zu unterstützen.“ Alena trat neben Dominic und ließ ihren Blick durch die Runde gleiten „Wenn ich mir euch so ansehe, dann habt ihr allen Grund stolz zu sein. Als ihr hier angefangen habt beim BDF-Projekt, da wart ihr verängstigt, unsicher und schwach. Doch ihr habt gelernt zusammenzuhalten, euren Freunden zu vertrauen und zu kämpfen. Ihr seid als Gruppe gewachsen, und genau das ist es, was euch Kraft geben sollte. Ihr habt immer jemanden der euch Deckung gibt, jemanden der euch vertraut.“ Die Worte ihrer Ausbilder schienen Wirkung zu zeigen, die Soldaten wirkten nun nicht mehr geschwächt und erschöpft, sondern Stolz und aufrecht. Die Wanderung hatte ihnen schon vieles abverlangt, aber der Wille durchzuhalten war nun stärker als die Müdigkeit. „Ich glaube nicht,dass das Wetter so bald wieder besser wird, damit wir die Aussicht genießen könnten. Wir sollten uns auf den Rückweg machen, sonst wird’s ne Nachtwanderung…“ Alena erntete fragende Blicke. Schließlich sprach Sarjka aus, was alle dachten. „Wieso? Wir hatten doch nur vier Stunden für den Weg hier hoch benötigt und runter geht’s garantiert noch schneller.“ „Wir werden aber nicht denselben Weg zurücknehmen können, die steilen Hänge runter zu gehen ist zu gefährlich, wenn auch nur einer runter fällt, kann der ganze Hang ins Rutschen kommen. Es gibt einen Alternativweg, wir werden auf der anderen Seite des Gipfels absteigen müssen, etwas weiter unten gibt es eine sichere Route. Dafür müssen wir ein ordentliches Stück des Hanges wieder hoch, um wieder auf die andere Seite des Berges zu kommen.“ Mit ernster, jedoch nicht harscher Stimme „Dann sollten wir jetzt aufbrechen, ich werd langsam hungrig.“ „Jemand soll ein Foto machen, das können wir dem Colonel dann schenken, als Erinnerung an die beste Einheit, die er je ausgebildet hat!“ rief Joshua aufgedreht. „Ja, er soll sehen, dass wir keine Studenten mehr sind, sondern Soldaten.“ fügte Kiara an. „Ok, er wird sich sicher freuen.“ Dominics Worte strotzten vor Sarkasmus. Er trat ein paar Meter von ihnen weg, drehte sich ihnen zu und aktivierte sein UW. Nach einem kurzen Lichtblitz winkte er sie zu sich „Jetzt aber los, ich will nicht im Dunkeln nach Hause irren.“
„Wie weit ist es denn noch?“ „Nicht mehr weit, gleich auf der anderen Seite des Hügels.“ antwortete Shalera leicht genervt. „Das hast du schon vor einer Stunde gesagt“ erwiderte Ivana. „Weil du mich alle fünf Minuten fragst, wie weit es noch ist!“ Shalera war gereizt, sie waren nun schon fast fünf Stunden vom Gipfel her unterwegs in Richtung Unterkunft. Der Abstieg war relativ einfach gewesen, bereits nach weniger als 30 Minuten waren sie auf der “Route“ ,die Dominic erwähnt hatte, angekommen. Die nächsten Stunden hatten sie auf einem schmalen, oft mehr als kniehoch, zugeschneiten Weg verbracht. Dass sie fast den ganzen Berg auf Höhe der Unterkunft umrunden mussten, war dieser Weg beträchtlich weiter, als der auf dem sie aufgestiegen waren. Wenigsten hatte es aufgehört zu schneien, das machte das wandern schon wesentlich angenehmer. Nun waren sie am Aufstieg, um wieder auf die Seite der Unterkunft zu gelangen. „Ich glaube mein Magen verdaut sich selbst“ stöhnte Tanja leise, sie hatte nur wenig Platz gehabt, um Essen mit sich zu tragen, also gab es für sie nur
Energieriegel und Nährpaste. „Was denkt ihr gibts zum Abendessen? Schnitzel und Pommes? Teigwaren mit Hackfleischsoße…“ „Rohen Turianer am Spieß, wenn du nicht sofort die Klappe hältst!“ rief Deni Selak zu, der angefangen hatte aufzuzählen. „Gar nichts, wenn wir uns nicht beeilen, los jetzt wir haben es gleich geschafft.“ Jenni zog das Tempo etwas an, ihre Beine schmerzten, aber als Anführerin musste sie ihre Gruppe anführen und sie motivieren. Unweigerlich zog die ganze Gruppe das Tempo an ,um mit ihr mithalten zu können. Der Schnee lag kniehoch und der Hang war relativ steil, was das vorankommen anstrengend machte. „Warte“ keuchte Kiara „Was ist denn in dich gefahren?“ „Wenn wir an solchen Herausforderungen wachsen wollen, dann müssen wir an unsere Grenzen gehen, noch sind wir nicht an unsere Grenzen gestoßen, also muss ich dafür sorgen ,dass sich das noch ändert.“ Schwer atmend kam die Gruppe auf dem Kamm des Berges an. „Ist der Hang hier sicher?“ fragte Jenni, als Dominic neben sie trat. „Ja, aber ihr solltet….“ Während Dominic die ersten Worte aussprach, hatte Jenni bereits zwei Schritte Anlauf geholt. „Sturmangriff, der letzte der bei der Hütte ist, muss einen ausgeben!“ rief sie während ihres Anlaufs. Dominic, der gerade abrupt unterbrochen wurde, konnte nicht mehr reagieren. Jenni sprang über den Rand des Hanges weit nach vorne. Sie landete einige Meter weiter unten auf den Füßen, sich mit einer Hand am Hügel vor dem umfallen absicherte, rutschte sie den Hügel hinunter. „Vorsichtig sein“ ergänzte Dominic nun. Nach einem Moment des zögerns war Arsilia die Erste, die reagierte. Sie sprang ebenfalls nach vorne. Es war unglaublich schwierig das Gleichgewicht zu halten, Jenni musste ihr Gewicht immer wieder verlagern, um nicht zu stürzen und den Hang hinunter zu rollen. Der Schnee unter ihren Füssen gab nicht immer gleichmäßig nach. Als Jenni nach ein paar Sekunden im flacheren Teil des Hangs ankam, in dem der Schnee wieder tiefer lag, kam sie zum Stehen. Bei einem eiligen Blick über die Schulter sah sie, dass sie nun alle ihrer Kameraden hinter ihr her stürmten. Mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht drehte sich Jenni wieder um und rannte einen Moment später los. Das wissen, dass ihre Freunde sie nicht hatten hängen lassen, sondern ihr vertrauten und folgten. Es war bereits anstrengend in normalem Tempo voranzukommen, aber so entriss der hohe Schnee den Muskeln auch noch das letzte bisschen Kraft.
„Ganz schön furchteinflössend sie so zu sehen, das würde man diesen zarten Mädchen gar nicht zutrauen.“ Miguel saß neben Reeston und schaute aus dem Fenster auf die nahenden Soldaten. „Die haben es faustdick hinter den Ohren, du solltest sie nicht bloß nach ihrem äußeren beurteilen. Ich bin mir sicher, dass da einiges unter der schönen unschuldigen Oberfläche steckt, was man nicht erwarten würde.“ „Das glaube ich dir gerne, aber bei so einer Oberfläche ist es schwer sich auf die inneren Werte zu konzentrieren“ antwortete Miguel grinsend. „Mach keinen Blödsinn, die sind alle viel zu jung für dich!“ Der Colonel nippte an seinem Kaffee, sie beobachteten die Gruppe schon seit sie auf dem Kamm angekommen waren, Alena hatte ihm gemeldet, dass sie jeden Moment ankommen würden. „Ach, normalerweise sind die Frauen an denen du interessiert bist doch auch nicht älter?“ „Hei, ich wusste damals nicht, dass sie erst achtzehn ist und zudem war ich damals auch noch jünger!“ konterte der Colonel zurechtweisend. „32 ist jünger? Du bist und bleibst genauso ein Typ wie ich es auch bin. Und Typen denken sich nun mal ihre Sache, wenn sie von jungen, hübschen Frauen umgeben sind.“ Reeston sah den grinsenden Miguel mit gespieltem Entsetzen an, gerade als er etwas sagen wollte, kam ihm der Koch zuvor. „Sag bloß du hättest dich noch nie gefragt, was da in der Dusche so läuft“ „Was?!“ „jetzt tu nicht so Reeston, ich kenne dich schon lange genug, sei ehrlich“ Miguel schaute noch immer aus dem Fenster, er hatte sich nicht umgedreht, als er sprach. „Ich bin ihr Vorgesetzter, ich kann mir solche Gedanken gar nicht leisten!“ Nach einem Moment stille warf Miguel Reeston einen schiefen Blick zu „Es gab Zeiten, da hat dich das auch nicht aufgehalten…“ Sofort erhielt er einen strafenden Blick als Antwort. Miguel wusste, dass er ein Thema angeschnitten hatte, das er ruhen lassen sollte, er wandte sich wieder dem Fenster zu, das Gespräch war
augenblicklich beendet.
Jennis Herz hämmerte schnell in ihrer Brust, ihre Atmung war schnell und Schweiß perlte über ihr Gesicht. Sie hatten fast die fast die ganze Strecke geschafft. Anfangs waren es fast 500 Meter gewesen, jetzt waren sie noch knappe hundert Meter von der Unterkunft entfernt. Einige der Soldaten hatten Jenni fast eingeholt, Arsilia war ihr dicht auf den Fersen. Jenni schnappte sich ihre Avenger, zog sie sich von ihrem Rücken und aktivierte sie. „Bereit machen zum Stürmen!“ Nur Sekunden später blinkten die Bestätigungslichter nacheinander auf. Das Haus war noch zwanzig Meter entfernt. Erst jetzt fiel Jenni auf, dass sie ja von der anderen Seite auf die Unterkunft zuliefen, hier war das Geländer, dass die Terrasse vom normalen Boden trennte noch vorhanden war. „Achtung!“ für eine Präzisierung der Warnung blieb ihr keine Zeit mehr. Das Geländer war schneebehangen und daher kaum von dem Schneebedeckten Boden zu unterscheiden. Sie ließ sich nach hinten fallen und rutschte unter dem Geländer durch. „Mist!“ Kiara hatte das Geländer auch nicht gesehen, erst nach Jennis Warnung war es ihr aufgefallen. Sie sprang hoch, stützte sich mit einer Hand auf dem Geländer ab und schwang ihre Beine darüber. Die Asari hätte beinahe das Gleichgewicht verloren, sie hatte das Geländer in vollem Lauf überwunden. Auf der Terrasse lag eine rutschige Schneeschicht, die ihr dabei fast zum Verhängnis geworden wäre. Sie hatten in der Grundausbildung als Rekruten gelernt, wie man einen Raum stürmt, schwer atmend brachten sich die vordersten 3 in Position. Jenni lehnte sich links an die Tür, Kiara rechts. Arsilia trat vor die Tür und gab Jenni ein Zeichen, diese drückte die Türklinke nach unten und Arsilia konnte die Tür auftreten. Normalerweise hätte sie die Tür mittels ihrer Biotik einfach aufgebrochen, aber diesmal durfte sie nicht beschädigt werden. Die anderen Soldaten waren nun ebenfalls angekommen und sicherten das Gebiet draußen ab. Schnell betraten sie alle das Gebäude. Raxon ,der als letzter hineintrat, schloss die Türe hinter sich. „Ich hasse dich!“ keuchte Selak, als er neben Jenni durch ging. Sie waren in den Schlafraum getreten, um etwas Platz zu haben. „Wieso bist du mir dann nachgerannt?“ erwiderte Jenni hustend. Sie stand vorne übergebeugt da und stützte sich mit den Armen auf
ihren Knien ab, sie versuchte wieder etwas zu Atem zu kommen. Kiara stützte sich auf ihr ab und hatte ihren Kopf auf Jennis Schulter gelegt. „Ich weiß deinen Einsatz ja zu schätzen, und ich verstehe auch warum du das tust ,aber ich wäre dir dankbar, wenn du solche Manöver in Zukunft sein lassen würdest, ok?“ flüsterte die junge Asari ihrer Freundin zu. „Ich kann für nichts garantieren“ antwortete diese. Die anderen Soldaten standen ebenfalls noch im Raum und versuchten sich zu beruhigen. Als Jenni ihren Helm absetzte, bildete ihr erster Atemstoß eine kleine Wolke. Irritiert sah sie auf ihren Nachttisch, der Becher der darauf stand war etwas bis zur Hälfte mit Wasser gefüllt. Als sie ihn hochhob, bewahrheiteten sich ihre Befürchtungen. „Reeston!“ Sie schrie den Namen schon fast. „Ja Mam“ kam sofort die Antwort. Jenni fuhr zusammen, als sie die Antwort auf ihren Ausruf vernahm, sie stand wie erstarrt da. Langsam drehte sie sich um, der Raum war totenstill. Reeston stand salutierend keine zwei Meter von ihr entfernt da. Mit weit aufgerissenen Augen starrte Jenni ihn an, die Schamesröte schoss ihr ins Gesicht. „Reeston…Colonel, Sir ich wusste nicht, dass sie hier sind, ich bitte um Verzeihung“ brachte sie stocken heraus. „Das hoffe ich doch, das letzte mal das mich jemand so gerufen hat, ist schon eine ganze Weile her. Meine Exfrau klang, wenn sie verärgert war, genau wie du Parker….. na ja, zurück zum Grund wieso ich hier bin. Wie ihr vielleicht schon gemerkt habt“ er griff nach dem Becher, den Jenni noch immer in den Händen hielt. Als er ihn umdrehte viel kein Wasser heraus, stattdessen blieb es am Boden des Bechers. Erst als Reeston heftig auf die Rückseite des Bechers schlug viel der Inhalt als Eisklumpen zu Boden. „Ist es hier etwas kalt, die Heizung hat den Geist aufgegeben, Techniker die das Reparieren können werden erst morgen hierher kommen, die heutige Nacht dürfte also etwas kühler werden.“ Fassungslose Blicke hafteten an ihm. „Da ihr eher wieder hier seit als ich erwartet habe, ist Miguel mit Essen machen noch nicht fertig, es wird wohl noch ein paar Stunden dauern, bis dahin werdet ihr euch selbst beschäftigen müssen.“ Mit diesen Worten drehte sich der Colonel um und verließ den Raum. „Das war ein Witz oder? Der erwartet jetzt aber nicht wirklich, dass wir bei der Temperatur hier pennen oder?“ platzte es aus Shalera heraus. „Ich fürchte schon, aber jetzt will ich erst Mal duschen.“ Jenni hatte nun die Kontrolle über ihren Körper wieder erlangt und meldete sich wieder zu Wort. „Gute Idee Alex, wir sollten erst mal aus den Rüstungen raus und duschen, bevor wir uns schon Sorgen um die Nacht machen.“ „Du weist aber wie kalt das wird, von der Dusche bis zum Kleiderschrank?“ erwiderte Ivana. „Die andere Option wäre, dass du den Kleiderschrank zur Dusche runterträgst.“ Ivana warf Joshua einen viel sagenden Blick zu, für seine schlaue Bemerkung. Jenni machte sich daran alle Kleider ,die sie nach dem Duschen anziehen wollte, zusammenzupacken, sie würde ihre Rüstung im Gang ausziehen, um dann direkt in die Dusche gehen zu können.
„Und was haltet ihr von unseren Ausbildern?“ „Alena und Dominic?“ wendete sich Tanja fragend an Miriam. „Ja, ich finde Alena ist ganz gemütlich, aber Dominic ist mir irgendwie unsympathisch.“ „Ich bin mir nicht sicher was ich von ihm halten soll, einerseits wirkt er kompetent, andererseits ist er irgendwie kalt, ich weiß auch nicht.“ Shalera ging an Ivana, die gerade sprach vorbei, sie trat einen Schritt zurück, dass sie direkt hinter Ivana stand. Vorsichtig ließ sie ihre Hand über Ivanas Oberschenkel streicheln. „Wäre es dir denn lieber wenn er heiß wäre?“ Ivana zuckte etwas zusammen als Shalera sie berührte. „Nein, sonst würdest du wohlmöglich noch eifersüchtig werden.“ Shalera lächelte sie verschmitzt an und ging aus dem Vorraum in die Dusche. „Habe ich da was verpasst?“ fragte Tanja, sie sah Ivana fragend an. „Die beiden sind zusammen“ meinte Jenni grinsend. Sie wusste genau ,dass Ivana versuchte es geheim zu halten. „Jenni!“ zischte diese. „Was denn? Die Asari wissen es eh schon alle, und ich denke sogar einige der Jungs dürften herausgefunden haben, dass da was
zwischen euch läuft.“ Mit großen Augen sah Ivana Jenni an. Einen Moment später drehte sie sich zu der Dusche und ging zügig hinein. „Kannst du mir schnell helfen?“ Die Frage war an Jenni gerichtet. Kiara hatte ihr die Hand auf die Schulter gelegt und sah sie an. Jenni erwiderte ihren Blick „Klar....“ „Halt mal“ Kiara versuchte ihre Strumpfhosen ähnliche Thermowäsche auszuziehen. Diese waren jedoch verschwitzt und klebten schon fast an der Haut der Asari. „Jenni ging vor Kiara auf ein Knie herunter und griff vorsichtig nach dem elastischen Stoff. Da dieser satt an der Haut lag, musste sie ihn zwischen Kiaras Zehen packen, um daran zu ziehen. Mühsam rutschte der Stoff langsam über Kiaras Bein nach unten. „Seht euch das an, unsere große Anführerin Jennifer Parker, auf Knien vor einer einzelnen Asari, die Jungs werden das sicher super amüsant finden“ rief Arsilia laut, als sie den Vorraum der Dusche betrat. „Alles eine Frage der Taktik“ antwortete Jenni grinsend, als sie sich daran machte ihrer Freundin aus dem zweiten Hosenbein zu helfen. Als dieses schon fast komplett abgestreift war, legte Jenni ihre eine Hand an Kiaras Kniekehle, stand auf und machte dabei einen kleinen Schritt nach vorne. Nun stand sie, wenige Zentimeter von Kiara entfernt, da und hielt deren Knie neben ihrer eigenen Hüfte. Kiara hatte ihre Arme um Jennis Hals gelegt, um nicht nach hinten umzufallen. Ihre Gesichter waren nur wenige Zentimeter auseinander, Kiara biss sich auf die Unterlippe, es fiel ihr sichtlich schwer sich zu beherrschen. Jenni sah das und ließ langsam von ihr ab, sie trat etwas zurück und ließ das Bein ihrer Freundin vorsichtig nach unten gleiten. „Siehst du, so schnell habe ich die Situation wieder unter Kontrolle, alles Taktik“ „Hm, das ist eine interessante Taktik, aber was machst du bei zwei Kontrahenten?“ antwortete Arsilia grinsend. „Ich feier ne Party und füll sie beide ab, den Rest kannst du Shalera fragen“ konterte Jenni. Arsilia schüttelte den Kopf leicht und trat in die Dusche. Von dort war Ivanas Stimme zu hören. „Ich habe dich doch gebeten es niemandem zu erzählen.“ „Ja, ich habe es ja niemandem gesagt, zumindest anfangs. Ich war nervös, ich wusste nicht was ich wie angehen soll, da ich noch nie mit einer menschlichen Frau eine Beziehung hatte, also hab ich Kiara gefragt. Sie ist ja mit Jenni zusammen, also dachte ich, dass sie mir vielleicht ein paar Tipps geben könnte.“ Shalera klang aufgeregt, es war ihr unangenehm, dass sie es weitererzählt hatte. „Ist dir denn nicht in den Sinn gekommen, dass Kiara es Jenni weitersagen könnte?“ fragte Ivana. „Sie wusste es eh schon, sie hat uns damals draußen hinter der Unterkunft im Stützpunkt gesehen, ich habe mir nichts anmerken lassen, damit du nicht sofort von mir wegspringst. Aber du musst mich verstehen, ich habe mich irgendwie hilflos gefühlt, ich wollte nichts Falsches machen oder sagen.“ „Was hättest du denn falsch machen sollen?“ „Für uns ist es normal die Sache etwas langsamer anzugehen“ begann die Asari. „Weil wir ja viel Zeit haben, ich wusste nicht wie schnell ich es angehen sollte, ich wollte dich ja weder erschrecken noch zurückweisen. Als ich also mit Kiara geredet habe, hat uns Arsilia gehört, sie war auch interessiert und so saßen schnell einige Asari zusammen.“ „Wie weit du gehen darfst siehst du einem Menschen an, wie reagiert sie auf deine Anwesenheit? Ist sie angespannt wenn ihr alleine seid? …. Steht sie nackt vor dir und hat Mühe Blickkontakt zu halten?“ rief Jenni aus dem Vorraum in die Dusche hinein. Mittlerweile hatte Kiara ihren BH und ihren Slip ausgezogen, sie ging an Jenni vorbei und ließ dabei ihre Finger von deren Rücken her über ihre Hüfte gleiten. Sofort war Jenni total angespannt, das war wahrscheinlich die Revanche für ihren „Taktischen Angriff“ von gerade eben. Sie spielten immer ein wenig miteinander, um ihre Grenzen kennenzulernen. „Jenni!“ rief Ivana, als diese die Dusche betrat. „Du hast uns beobachtet?!“ „Himmel nein, ich bin raus gegangen um nachzusehen wo ihr seid, als ich gesehen habe, dass ihr beschäftigt seid, bin ich sofort wieder gegangen.“ Antwortete Jenni beschwichtigend. Shalera trat an sie heran und legte ihr die Hände auf die Schultern. „Ganz ruhig, es ist ja nichts passiert, wir sind ja alle deine Freunde, es gibt keinen Grund sich deshalb zu ärgern…. Oder ist es dir etwa peinlich?“ Ivana drehte sich um und sah Shalera mit großen Augen an „Nein, aber ich habe mich die ganze Zeit angestrengt zu verhindern, dass es jemand rausfindet. Wenn ich gewusst hätte, dass es bereits alle wissen, dann wäre ich viel offener zu dir gewesen.“ Ivana stand unmittelbar vor Shalera und sah sie an. „Was meinst du mit offener?“ Ivana trat noch etwas näher an Shalera heran und lächelte „Das werde ich dir am Wochenende zeigen“ flüsterte sie ihr ins Ohr. „Ou, interessant“ erwiderte die Asari, ihre Hand wanderte in Ivanas Richtung. Diese versuchte angestrengt Blickkontakt zu halten, als sie plötzlich ein Schock durchfuhr. Obwohl sie es nicht absichtlich tat und auch keinen Grund gesehen hätte es zu tun, schrie sie laut auf und sprang von Shalera weg. „Verdammte Scheiße, was soll das?!“ Total erschrocken sah die Asari sie an. Shalera hatte die Dusche angeschaltet, damit Ivana nass würde aber irgendetwas musste schief gelaufen sein. Als die Wassertropfen auch sie trafen, bemerkte sie was. Das Wasser war nur in der ersten Sekunde mit Druck aus dem Duschkopf gespritzt, jetzt tropfte es nur noch heraus. „Verflucht ist das Kalt“ zischte die Asari. „Es tut mir so leid Ivana, ich wusste nicht, dass es kalt sein würde, ich schwöre es“ fügte sie sofort besorgt an. „Hier ist dasselbe, auch kein Wasser, oder zumindest kaum, und das ist dann scheiss kalt“ Meldete sich Tanja. „Wahrscheinlich sind die Leitungen zugefroren, ohne Heizung kann ich mir das gut vorstellen.“ „Jenni ging der Reihe nach durch uns startete alle Duschen, das Wasser tropfte nur heraus. „Ich fürchte Kiara hat recht, hier geht nichts mehr.“ Shalera war zu Ivana getreten, die immer noch total schockiert dastand. „Und was jetzt?“ fragte sie. „Ich weiß nicht, wir könnten warten und dann die andere Dusche benutzen, wir haben ja genug Zeit.“ Tanja warf den Vorschlag einfach mal in den Raum. „Geht die denn noch?“ fragte Miriam. „Ich nehme an schon, bisher hat noch keiner von ihnen geschrien und die liegt zum größten Teil im Berg drin, das Haus hier ist etwas ins Gestein eingelassen, da sind die Chancen größer.“ „Das größere Problem ist ja das dort im Moment gerade noch geduscht wird“ warf Kiara ein. „Wir könnten sie doch einfach bitten sich zu beeilen“ meinte Ivana fröstelnd, in der Dusche war es kalt, etwas wärmer als im Schlafzimmer, aber immer noch kalt. „Dann würden sie bestimmt extra langsam machen, um uns zu ärgern“ erwiderte Jenni nachdenklich. Tanja sah sie schief an „Ich glaube eher, dass sie uns sagen würden, dass wir doch einfach mit ihnen duschen sollen.“ Nach einem kurzen Moment der Stille meinte Arsilia schließlich nüchtern „Ist wahrscheinlich gar nicht die dümmste Idee.“ Sofort herrschte Stille in dem Raum und das Grinsen in den Gesichtern der Anderen war verschwunden. „Sag mir ,dass das ein Witz war.“ meinte Ivana mit befehlender Stimme. „Nein, ganz ernsthaft. Die Jungs werden sich wohl kaum beeilen, wesshalb sollten sie auch, wir haben ja unsere eigene Dusche. Ab acht Uhr gibt’s hier kein warmes Wasser mehr, vorausgesetzt die Leitungen sind bis dahin nicht schon eingefroren, müssten wir kalt duschen, denn wärmer wird’s hier garantiert nicht mehr.“ „Na dann viel Spaß!“ antwortete Tanja grinsend. „Alleine garantiert nicht, aber die anderen Frauen kommen bestimmt auch gleich, wenn wir da zu sechst oder zu siebt reingehen, werden sie bestimmt nichts dummes machen“ „Willst du ernsthaft von einem dutzend Typen sabbernd angestarrt werden?“ warf Tanja ein. „Ich glaube nicht, dass sie sich trauen würden uns so offen anzustarren, ihre Anführerin schon gar nicht…. Überlegt euch mal, ich habe einen Teil meines Lebens auf Thessia verbracht. Dort gab es anfangs in allen öffentlichen Einrichtungen nur Unisexduschen und Toiletten. Als nach einiger Zeit im Citadelrat schließlich die ersten “Aliens“ auf unserem Planeten studieren durften, gab es ein ziemliches Chaos. Wo sollten die Turianer und Salarianer duschen? Wer duschen wollte, musste die Gemeinschaftsduschen nutzen, die einzige andere Option war gar nicht zu duschen. Die feigen Turianer haben gewartet, bis eine der Duschen frei war und haben dann da geduscht, die lockern haben angeklopft und gefragt, ob sie auch duschen dürfen. Die Asari die das nicht wollten, konnten Kabine wechseln, die anderen konnten ganz normal weiterduschen. Natürlich wurde das eiligst behoben, aber das dauerte einige Wochen, und es hat niemanden umgebracht.“ „Ja, aber das ist nicht ganz dasselbe…“ „Stimmt Tanja, das hier sind unsere Kameraden, wir vertrauen ihnen im Einsatz unsere Leben an. Wir kennen sie alle gut und ich bin mir absolut sicher es gibt hier nichts, was sie nicht schon zig mal im Extranet gesucht und sich angesehen hätten“ zu diesen Worten zeigte sie auf ihren Körper. „Und Jenni lassen wir ja hier auch noch rein, obwohl sie uns mit anderen Augen und Gedanken ansieht…“ Jenni warf Arsilia einen vielsagenden Blick zu. „Nur eine, nur eine sehe ich so an“ konterte diese. „Ne, ich mach da nicht mit“ sagte Tanja Kopfschüttelnd. „Ich wär dabei“ antwortete Jenni schliesslich nach einigen Augenblicken der Stille. „Und wer Hemmungen hat, kann ja in Unterwäsche duschen, wobei ihr dann wohl noch dümmer angestarrt werden würdet.“ „Ich machs auch“ meinte Kiara „Jemand muss ja aufpassen, dass du keinen Blödsinn machst.“ Jenni warf ihrer Freundin einen vielsagenden Blick zu. „Sonst noch wer?“
„Hei, könnt ihr euch etwas beeilen? Unsere Duschen funktionieren nicht, die Leitungen sind zugefroren. Wie lange braucht ihr denn noch?“ Es dauerte einen Moment bis eine Reaktion kam. „Also, so herrlich warm wie das hier ist, würd ich sagen dauerts noch ne Weile….“ Erklang es von drinnen. „Ich würd so schätzen noch…. Sicher bis fünf vor acht“ Gelächter war von drinnen zu hören. „Kommt schon, seid ihr die letzten die noch duschen müssen?“ „Ne, da kommen noch n paar, aber ihr könnt ja gerne mitduschen, wir rücken auch etwas zusammen, damit ihr Platz habt“ erneut war lautes Gelächter zu hören. Was Joshua, der geredet hatte nicht wusste, war das vor der Tür nicht nur Arsilia, die gefragt hatte, sondern auch Jenni, Kiara, Shalera, Ivana, Nemira und Miriam standen. Letztere zu überreden war nicht ganz einfach gewesen. Sie trugen alle Unterwäsche und hatten ihre neuen Sachen dabei. „Ok“ sagte Arsilia leise und schaute die anderen an „Schockieren wir sie mal ein wenig.“ Vorsichtig öffnete sie die Tür, im Vorraum war niemand zu sehen. Sie traten alle eilig hinein. „Das ist ne sau blöde Idee“ flüsterte Miriam leise. Als Antwort erhielt sie ein breites Grinsen „Noch kannst du gehen.“ Arsilia wandte sich Jenni zu und sah sie fragend an. Als diese nickte, atmete sie kurz durch und trat dann um die Ecke. In der Gemeinschaftsdusche waren zwölf Duschköpfe vorhanden, je sechs an den beiden Seitenwänden des rechteckigen Raumes. Auf den ersten Blick konnte Jenni acht junge Männer und Turianer im Raum erkennen. Sofort kam der Reflex umzudrehen, aber jetzt konnte sie Arsilia nicht einfach im Stich lassen. Ihr Blick ruhte auf der Asari, die vor ihr ging, sie wollte die Blicke die jeden Moment auf ihr ruhen würden gar nicht erwidern. Arsilia trat vor den Duschkopf, der in der hinteren Rechten Ecke des Raumes angebracht war. Sie stellte sich mit dem Gesicht gegen die Wand gewandt hin und drehte das Wasser auf. Jenni trat unter den Duschkopf neben Arsilia, sie war angespannt, plötzlich fühlte sich Arsilias Idee nicht mehr ganz so einleuchtend an, wie noch vor wenigen Sekunden. Als sie einen flüchtigen Blick über die Schulter warf, sah sie, dass einige der Soldaten sie fassungslos ansahen, Andere hatten sich von ihnen abgewandt und warfen nun flüchtige Blick über ihre Schultern. Wenn Ihre Blicke die von Jenni streiften, wandten sie sich sofort ab. Joshua stand keine zwei Meter neben Jenni und starrte sie perplex an. „Rutsch mal rüber, hier gibt es noch Andere, die Duschen wollen“ meinte Jenni, als sie ihn ansah. „Was?“ Joshua hielt Blickkontakt mit ihr, auch wenn ihm das sichtlich schwer fiel. „Du sagtest doch ihr würdet etwas zusammenrutschen, also nun rutsch mal etwas, ich will auch duschen können“ sagte Kiara ,die neben Joshua getreten war. Eilig trat er unter Dusche hervor und ging auf die andere Seite des Raumes unter eine der dortigen Duschen. Alle Frauen waren auf eine Seite der Dusche, die Männer auf der anderen. Sich komplett zu entspannen war ihr nicht möglich, zu seltsam war das Gefühl beobachtet zu werden, doch ließ die anfängliche Anspannung etwas nach. Sie blieb der Wand zugewandt, während sie sich wusch, erst als sie fertig war, drehte sie sich um. Sie trat unter dem Wasserstrahl hervor und machte sich auf den Weg in den Vorraum. Dort stand Deni, der gerade dabei war sich abzutrocknen. Jennis Blick wanderte beiläufig über ihn, sie begann zu grinsen und warf ihm einen schiefen Blick zu. Als Deni merkte weshalb, zog er eilig seine Unterhose an und sah sie verständnisslos an „Sieh es doch einfach als Kompliment“ meinte er peinlich berührt.
Ein leises knurren ließ Jenni ihren Kopf von der Tischplatte heben. Kiara, die ihr gegenüber saß, sah erstaunt an sich runter. „Da hat aber jemand Hunger“ meinte Selak grinsend, er saß direkt neben ihr. „Das hoffe ich doch, schließlich habe ich mir beim Kochen ja auch Mühe gegeben.“ „Das merkt man, das riecht ja verführerisch, was ist das, Miguel? “ Curry-Reis mit Poulet…. Das für die Turianer ist….. etwa dasselbe, ich weiß nur nicht wie es bei euch heißt“ erwiderte Miguel. „Wahrscheinlich Pheiros mit Kaliri“ erwiederte Selak. „Ihr könnt mir schnell helfen, von jedem Tisch können zwei von euch die Pfannen holen kommen.“ Nach wenigen Minuten waren alle am essen, der harte Tag und die nur unzureichende Verpflegung hatten die Soldaten hungrig werden lassen. Gemütlich plaudernd saßen sie alle da und genossen den Abend, niemand von ihnen war besonders erpicht darauf nach drüben in den eisig kalten Aufenthaltsraum zu gehen. „Hei, das muss ich jetzt einfach fragen, wer von euch hatte denn die Idee mit der Dusche?“ Alex hatte sich nach vorne gebeugt und mit etwas gesenkter Stimme gesprochen. „Rate mal“ erwiderte Shalera. „Jenni“ antwortete Joshua direkt. „Wieso denkst du da direkt an mich? Das Ganze war nämlich Arsilias Idee.“ Die Blicke wanderten zu der Asari. „Was denn? Ich wollt mir da den Arsch doch nicht abfrieren, zu Tode gestarrt wurde noch niemand, erfroren sind schon einige.“ Ein Grinsen huschte durch die Runde. „Weshalb bist du eigentlich so offen? Woher kommt das?“ Tanja sah sie fragend an. „Ihr müsst mir aber versprechen nicht zu lachen…. Bevor ich die Einladung zu diesem Projekt gekriegt habe, wollte ich eigentlich was ganz anderes machen. Ich wollte eine Karriere als Unterwäschemodel starten.“ Manche der Soldaten begannen zu grinsen, sie auszulachen wagte aber keiner. „Ich glaube das hättest du durchaus machen können, die richtige Einstellung und die Figur dazu hast du jedenfalls“ antwortete Jenni. Die Asari sah ihre Kameradin lächelnd an. „Dir glaube ich das sogar, deine Sichtweise auf Frauen ist ja sehr….objektiv.“ Alle Anwesenden begannen zu lachen, auch Jenni konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.
Einige Zeit und Gespräche später spürte Jenni eine sanfte Berührung an ihrem Bein. Sie konnte nicht genau sagen, was da langsam ihren Unterschenkel hochwanderte, die Berührung war warm und weich, fremd, aber trotzdem vertraut. Als sie sich etwas zurück lehnte, um nachzusehen ,verschwand die Berührung urplötzlich. Verwirrt lehnte sie sich wieder nach vorne, um noch einen Löffel von dem fruchtigen Pudding auf ihrem Teller zu essen. Gerade als sie den Löffel zu ihrem Mund führen wollte, fühlte sie wieder die seltsame Berührung an ihrem Bein. Gerade als sie wieder nachsehen wollte, erkannte sie den lüsternen Blick von Kiara. Jetzt war ihr auch klar, was sie spürte. Kiaras Fuß streichelte sanft über die innen Seite von Jennis Bein. Nun erwiderte Jenni Kiaras Blick. Die Asari wusste, dass ihre Berührungen Wirkung zeigten. Jenni sah sie mit flehendem Blick an, als ihre Zehen langsam über Jennis Oberschenkel wanderten. Kiara lächelte ihre Freundin an, diese kämpfte mit sich selbst. Einerseits fühlten sich Kiaras Zärtlichkeiten wunderbar an, andererseits war ein solches Verhalten als Anführerin untragbar. „Ich hol mir noch eine Tasse Tee, will sonst noch jemand etwas?“ „Kannst du mir auch einen bringen?“ fragte Kiara freundlich. „Klar, was möchtest du denn für einen?“ „Was gibt’s alles?“ Jenni ging nach vorne zu dem kleinen Tisch vor der Küche. „Hm, Kräutertee, irgendwelche Waldbeeren….“ „Ich würde dir einen Gewürztee vorschlagen, der wärmt von innen und regt die Durchblutung an.“ Miguel stand in der Küche und hielt ihr einen kleinen Beutel entgegen. „Selbst gemacht“ fügte er stolz an. „Danke…. Mmh, der riecht gut, was ist denn da alles drin?“ „Diverse Kräuter und Gewürze, das genau Rezept ist natürlich geheim“ meinte er grinsend. Jenni lächelte und trat zurück an den Tisch. „Hier, ein Gewürztee, Miguel hat ihn selber gemacht.“ Kiara nahm die Tasse lächelnd entgegen und nippte vorsichtig daran. „Mh, der schmeckt gut….Uh und er wärmt ziemlich.“ Sie atmete kurz durch den Mund durch ein. Jenni setzte sich ebenfalls hin, sie erwartete bereits, dass Kiaras Fuß gleich wieder über ihr Bein wandern würde, aber dem war nicht so. Auf eine seltsame Weise war Jenni fast enttäuscht darüber. Später am Abend wechselten die ersten Soldaten ,trotz dortiger Kälte, rüber in den Aufenthaltsraum.
Das leise knistern des trockenen Holzes und der Geruch von Harz hing in der Luft. Die kleinen zügelnden Flammen erwärmten den Raum nur langsam und spärlich. „Heizt schneller, sonst erfrieren wir hier noch!“ rief Sarjka, als sie den Raum betrat. „Schneller geht im Moment nicht, und zudem haben wir kaum Holz. Das Holz das wir hier oben haben reicht nicht für mehr als ein dekoratives Feuer.“ Antwortete Alex, der gerade dabei war durch pusten in die Glut das Feuer anzufachen. Die meisten anderen saßen in Winterkleider am Tisch und spielten Karten oder redeten zusammen. Jenni saß neben Kiara auf dem Sofa, sie hatten sich wieder das Fell unter den Nagel gerissen und saßen aneinander gekuschelt da. Kiaras Hände wanderten immer wieder zu Jenni, sie hatte offensichtlich große Mühe sich zu beherrschen. „Hei, ganz langsam, behalte deine Finger mal
ein wenig bei dir, du bist ganz schön unanständig.“ Sie lächelte Kiara dabei an und ließ ihrerseits die Hände über Kiaras Bein wandern. „Das liegt an deinem Tee, manche Gewürze regen nicht nur die Durchblutung an.“ Jenni ließ sich zu einem Kuss hinreissen. Kiara legte ihren Arm um Jenni und hielt sie fest. Kiara zog Jenni fest an sich und küsste sie Stürmisch, ihre Zunge wanderte zu Jennis. „Nur nicht so stürmisch, ich laufe dir nicht davon“ flüsterte Jenni ihrer Liebsten zu. „Es tut mir leid, ich weiß selbst nicht was mit mir los ist. Ich glaube ich sollte wo anders hin gehen….“ „Nein“ warf Jenni sofort ein „Bleib bitte hier, ich möchte nicht, dass du weggehst.“ Kiara sah sie mit gequältem Blick an „Aber ich habe Angst etwas Dummes zu machen.“ „Keine Angst, ich werde das Schlimmste verhindern und den Rest über mich ergehen lassen“ antwortete Jenni lächelnd. Kiara schmiegte sich eng an Jenni und küsste sie auf den Hals. „Danke“ säuselte sie leise. Jenni musste sich zurückhalten, um Kiaras momentane Gemütslage nicht auszunutzen, sie war selbst bereits extrem angespannt. Kiaras Berührungen und ihre Nähe hatten sie selbst auch erregt. Sie erwischte sich dabei wie sie ihre Freundin streichelte. Jenni richtete sich nach einer Weile auf. „Wollen wir noch eine Runde Pokern?“ „Können wir machen, das lenkt etwas ab“ antwortete Kiara. „Wovon denn?“ „Das ist zu unanständig, um es hier zu erläutern“ flüsterte Kiara.
„Verdammt, ist das kalt, da friert man sich ja was ab“ zischte Sarjka, als sie sich in ihr Bett legte, die Decken die sie hatten waren viel zu dünn für solche Temperaturen. „Wir werden hier erfrieren“ platzte es aus Mark heraus. Jenni lag erst gerade fünf Minuten da und sie zitterte bereits. „So wird das nichts, ich zieh meine Wintersachen an!“ Joshua stand auf und begann in seinem Schrank zu wühlen. „Das klappt nicht, du hast es wärmer, wenn du ohne Kleider im Bett liegst“ antwortete Jenni. Und was sollen wir dann machen? Hier drin herrschen unter null Grad.“ Jenni richtete sich auf „All zu viele Möglichkeiten haben wir nicht, wir können unsere Kleider unter die Decke nehmen, damit wir zusätzliche Polster haben, aber das nützt nicht gerade viel. Die einzige andere Möglichkeit ist kognitive Körperwärmung…“ „Hä?“ „Kuscheln! Wenn sich immer zwei ein Bett teilen, haben wir jeweils zwei Decken zu Verfügung und wir können uns gegenseitig wärmen.“ Alle Blicke waren auf Jenni gerichtet. „Zusätzlich können wir alle Oben schlafen, Wärme steigt.“ „Gute Idee“ meinte Shalera. Jenni richtete sich auf, sie packte ihre Decke und ihr Kopfkissen warf sie zu Kiara rauf und kletterte anschliessend selbst zu ihr hoch. „Hei schöne Frau, ist hier noch Platz für mich?“ „Nur zu gerne“ flüsterte Kiara lächelnd. Jenni rutschte unter die Decke und breitete ihre Eigene darüber aus. Sie war noch nicht einmal richtig damit fertig, als Kiara bereits ihre Arme um sie legte und an sich zog. „Ah! Du hast kalte Hände“ keuchte Jenni. „Und du bist schön warm, du musst mich aufwärmen.“ Jenni drehte sich auf den Rücken und legte einen Arm um Kiara und kuschelte sich an sie. „Reibung erzeugt wärme!“ rief Alex ihnen durch den Raum zu. „Gleichfalls“ antwortete Jenni. Alex, der Rücken an Rücken mit Selak lag, sah diesen schief an. „Denk nicht mal dran, so kalt kann es hier drin gar nicht werden.“ „Dafür bist du eh zu knöchrig, das klappt nur mit ner hübschen, sanften Frau.“ „Du meinst einer fetten Frau, da gibt’s mehr Oberfläche an der du dich reiben kannst“ erwiderte Deni. „Wieso ist hier immer nur von Frauen die Rede? Funktioniert das mit Männern denn nicht?“ fragte Ivana schnippisch. „Doch ,aber bei zwei Männern ist das leicht schwul.“ Gab Deni zurück. "Und bei zwei Frauen…“ „Da ist es heiß“ fiel Joshua Ivana ins Wort. Nach einigen Wortwechseln richtete sich Alex etwas auf und sah in Jennis Richtig. „Kiara ist plötzlich so still und Jenni auch….“ „Wahrscheinlich fischt sie gerade mit ihrer Zunge nach Kiaras.“ „Jenni lag eng umschlungen mit Kiara da, sie hielten gerade einen intensiven Kuss. Als Kiara sich langsam von Jenni löste, sah diese sie lächelnd an. „Wir konzentrieren uns nur darauf uns zu wärmen, und im Gegensatz zu euch haben wir es hier schön gemütlich“ rief die Asari Alex zu. Kiaras Knie lag zwischen denen von Jenni und sie ließ ihre Hand über deren Hüfte streicheln. Jennis Lippen formten tonlos die Worte „Ich liebe dich.“ „Gute Nacht“ wünschte Jenni den Anderen noch, bevor sie sich nach einem weiteren Kuss umdrehte,um zu schlafen.
Jenni kniff ihre Augen zusammen, so sehr sie sich auch anstrengte, der Schlaf übermannte sie einfach nicht. Wieder zuckte ihr Körper zusammen. Sie lag nun schon fast eine Stunde wach in ihrem Bett. Sie öffnete ihre Augen wieder, der Raum war immer noch genauso dunkel, wie er das letzte Mal gewesen war, als sie die Augen geöffnet hatte. Ein Schauer lief über Jennis Rücken, ihre Nackenhärchen stellten sich auf. Jeder Atemstoß von Kiara ,die hinter ihre liegend zu schlafen schien, jagte einen Schauer über Jennis Körper. Die Frau die sie liebte lag an ihrer Seite und doch fand sie keinen Schlaf. Sie hatte sich bereits überlegt etwas von Kiara wegzurutschen oder sie sanft zu drehen, aber das hätte nichts genützt. Sie wollte Kiaras Nähe spüren, sie wollte sie im Arm halten, doch sie konnte diese Gefühle nicht richtig ausleben, solange die Allianz sie einschränkte. Es war nicht Kiaras Atem der sie Wachhielt, sondern die unbändige Lust, die seit Kiaras Berührungen beim Abendessen in ihr kochte. Sie hatte sich bereits überlegt auf die Toilette zu gehen und sich selbst von ihrer Erregung zu erlösen, aber bereits der Gedanke daran sich selbst zu streicheln fühlte sich falsch an. Erneut schloss sie die Augen und hoffte einzuschlafen, damit das Wochenende endlich näher kam. Diesmal war es nicht Kiaras Atem der sie zusammenfahren ließ sondern ein vertrautes Gefühl. Die sanften Berührungen von schlanken Fingern, die über ihre Rippen glitten. Jenni wollte nachsehen, doch sie hatte Angst, dass da nichts sein würde und sie sich das alles nur einbildete. Als die Berührungen stärker wurden, wurde das Kribbeln in Jennis Körper unerträglich. Sie ließ ihre Hand zu der Stelle wandern, an der Kiaras zu liegen schien. Nichts, sie spürte nur ihre eigene Haut. Verzweifelt drehte sie sich um. Vorsichtig bewegte sie ihr Gesicht auf das ihrer Liebsten zu. Sie küsste sie ganz sanft, sodass sich ihre Lippen nur ganz knapp berührten. Kiara kam ihr entgegen und als sie etwas zurückwich, stockte sie, bevor sie langsam die Augen öffnete. Jenni rutschte unter der Decke hervor, signalisierte Kiara ihr zu folgen und ließ sich anschliessend langsam von dem Bett runter sinken.
„Jenni?“ Kiara war die vorsichtig die Treppe zu den Duschen runter getreten. „Jenni wo bist du?“ Als sie die letzte Stufe hinter sich ließ, packte sie jemand und zog sie in die Dunkelheit. Noch ehe sie reagieren konnte, fand sie sich in Jennis Armen wieder, während sie stürmisch geküsst wurde. „Wieso bist du hier unten?“ fragte sie erstaunt. „Aus dem selben Grund, aus dem du mich vorhin gestreichelt hast und mir hierher gefolgt bist“ antwortete Jenni. Etwas an Kiaras Haltung veränderte sich als Jenni diese Worte sprach. Sie trat an Jenni heran, zog sie fest an sich und küsste sie stürmisch und wild. Jenni hatte sich nicht geirrt, Kiara war genauso erregt gewesen wie sie. „In der Dusche?“ „Nein, zu ungemütlich.“ erwidere Jenni. Sie nahm Kiara an der Hand und lenkte sie durch den Gang in Richtung der hintersten Tür. An der Tür hing ein Vorhängeschloss in dem der Schlüssel steckte. „Die Arrest Zelle?“ „Mhm“ Jenni versuchte das Schloss zu öffnen, doch bevor sie es offen hatte, wurde sie bereits von Kiara an die Wand gedrückt und geküsst. Die Hände der Asari wanderten rasch und zielstrebig an ihre Brüste. Jennis Herz raste förmlich, ihr Körper schien zu kochen. Sie legte eine Hand hinter Kiaras Kopf und die andere an ihren Hintern. Mit einem Ruck stieß sich Jenni von der Wand ab, sie ließ Kiara dabei nicht los. Erst eine Sekunde später trennte sie sich von ihr, eiligst öffnete sie das Schloss und anschließend die Tür. Kiara trat in den Raum und Jenni folgte ihr sofort „Ganz schön frisch hier, ich friere jetzt
schon“ meinte die Asari. Jenni schloss die Tür hinter sich und hängte das Vorhängeschloss so innen an die Tür, dass diese sich nicht selbstständig öffnen konnte.
Teil 2 kommt gleich
Modifié par elitedefender2, 25 décembre 2012 - 03:17 .
#380
Posté 24 décembre 2012 - 08:27
Es war noch keine halbe Stunde vergangen, seitdem sie aufgestanden waren, von der Kälte spürten die beiden längst nichts mehr. Kiara saß rittlings über Jennis Schos, nach vorne gelehnt um ihre Liebste zu küssen. „Oh, bei der Göttin, Jenni…“ Sie hatten sich in den letzten Minuten mal sanft, mal intensiver gegenseitig verwöhnt, nun lag Jennis Hand an Kiaras Schos. Die Atmung der jungen Asari war flach und schnell, ihre Worte klangen abgehackt und wurden immer wieder von teils lautem stöhnen unterbrochen. Kiara richtete sich auf und mit dem letzten bisschen Kontrolle über ihren Körper hauchte sie leise „umarme die Ewigkeit.“ Ein Stromstoß ging durch Kiaras und Jennis Körper, als sich deren Augen schwarz verfärbten. Plötzlich schien alles um sie herum zu verschwimmen und zu verblassen. „Der Raum, ihre Körper, all die Reize: Kiaras Geruch, ihre Wärme und ihr Haut, die sich sanft an Jennis rieb, das alles war plötzlich verschwunden. In einem leeren Raum ohne Wände, Boden oder Decke, schien nur noch Jennis Verstand zu existieren und doch fühlte sie eine merkwürdige, vertraute Präsenz. Kiaras Stimme schien direkt aus Jennis Verstand zu kommen. „Ganz ruhig, entspann dich, ich hab dich, du kannst dich einfach fallen lassen.“ Jenni war etwas nervös, das ganze wirkte etwas beängstigend. Als sie fragen wollte wo sie sei, konnte sie nicht sprechen, aber Kiara antwortete trotzdem „Es gibt hier kein wo, wir sind jetzt eins, deine Gedanken sind auch meine. Willst du dich mir voll und ganz öffnen?“ klang Kiaras Stimme sanft. Jenni vertraute Kiara voll und ganz, also ließ sie alles mit sich geschehen. „Ja, das will ich mehr als alles andere.“ Sekundenbruchteile später wurde Jenni von einer Welle an Emotionen, Erinnerungen, Gedanken und Empfindungen überflutet. Jede Pore ihrer Existenz wurde mit einer wunderbaren Wärme erfüllt. Im ersten Moment schienen hunderte Stimmen durcheinander zu reden und zu rufen, doch schnell ordnete sich alles wieder. Nun konnte Jenni all die Gefühle von Kiara selbst fühlen, Bilder, Gerüche und Emotionen von Erinnerungen aus Kiaras Leben zogen an ihr vorbei. „Hier, das ist das persönlichste was ich besitze, es steht dir frei“ hörte sie Kiaras fröhliche Stimme. Der Geruch von Blumen stieg Jenni in die Nase, sie konnte ein helles Lachen hören. Es war seltsam, sie erlebte die Szene gleichzeitig als Zuschauer, wie auch als Person selbst. „Kiara komm her. Komm, wir gehen an den See.“ Die Stimme war vertraut und doch auch nicht. Ohne Kontrolle über ihr Handeln zu haben, drehte sie sich um, eine freundlich lächelnde Asari kniete in einigen Metern Entfernung vor ihr, um sie herum standen Gras und Blumen. Lachend rannte Sie auf die Asari zu. Jenni konnte das kitzeln der Grashalme gleichzeitig fühlen, als wären es ihre eigenen Beine. die durch die Wiese liefen, doch sah sie auch von oben auf die ganze Szene herab. „Das ist auf Thessia, da war ich gerade mal 7. Ich war mit meiner Mom und meinem Dad auf dem Weg zum See. Ein Salarianer, der ihr freundlich die Hand entgegen streckte und sie anlächelte tauchte neben Kiaras Mutter auf. „Das ist mein Dad, er war zwar oft etwas verwirrt und sprunghaft, wie Salarianer eben sind, aber er war ein liebevoller Vater.“ Langsam verschwamm die Erinnerung wider. „Was ist das hier?“ fragte Kiara, ein lautes rauschen, unterbrochen durch einige laute, grollende Knalle, erfüllte die Luft. Eine seltsame Kälte überkam Jenni. Als sie ihre Augen öffnete, saß sie als kleines Mädchen in einem leeren Shuttle. Ihre Beine an sich gezogen umklammerte sie ihre Knie und vergrub ihr Gesicht in ihren Armen. Ein leises Schluchzen und wimmern war zu hören. „Das war…. Als ich noch klein war, bin ich mal beinahe in einem Shuttle abgestürtzt. Tja, das ist der Stoff aus dem die Alpträume eines kleinen Mädchens gemacht sind“ antwortete Jenni, die Erinnerung so lebendig wieder zu erleben tat weh. „Könnten wir…“ Jenni wischte die Erinnerung zur Seite „Ich möchte meine Zeit mit dir lieber für etwas schönes verwenden.“ „Natürlich, tut mir leid“ Ein weiteres Bild tauchte auf, ein schöner Frühlingsabend auf einem Grünen Hügel, auf dem große Bäume mit saftig grünen Blättern standen. Zwei junge Frauen lagen darunter und unterhielten sich über die Aussicht. Jetzt spürte Jenni Kiaras Nähe wieder „Erinnerst du dich noch?“ fragte Jenni. „Klar, der glücklichste Tag meines Lebens“ antwortete Kiara.
Nach einigen Momenten, Jenni konnte nicht sagen wie lange es gewesen war, es hätten Minuten aber auch Stunden sein können. Die Verbindung löste sich und alles um sie herum kehrte wieder zurück, als die beiden wieder in die körperliche Ebene zurücksanken. Wie eine Welle schwappte die Erregung und die Anspannung wieder in sie zurück. Es war als wäre sie nie weg gewesen, aber etwas war trotzdem anders. Auf physiologischer Ebene war die Verbindung noch da, sie konnte ihre eigenen Berührungen an Kiaras Körper spüren, als würde sie sich selbst berühren, gleichzeitig fühlten sich ihre Hände auch fremd an, als würde Kiara sie lenken. Und das gleiche galt auch umgekehrt. Kiaras Hände auf ihrem Körper fühlten sich vertraut an, gleichzeitig war es auch als wäre ihr eigener Körper der, den sie streicheln würde. Währen ihr Verstand versuchte zu erfassen was gerade um sie herum geschah, wurde Jenni von einer Wellemitgerissen. All die Lust, die Erregung und die Befriedigung die Kiara empfand,fühlte nun auch Jenni. Nicht auf solch eine Reizflut vorbereitet, wurde Jenni voll davon getroffen. Ihr Höhepunkt ließ ihren sich anspannen, sie richtete sich unter lautem Stöhnen ein wenig auf, bevor ihre Muskeln sich zu entspannen begannen. Kiara verkrampfte sich ebenfalls, Jennis Höhepunkt traf auch sie und löste damit ihren eigenen aus. Ein Zweiter noch heftigerer Impuls durchfuhr Jenni. Kiara, wie auch Jenni stöhnten erneut laut auf ,bevor sie schwer atmend auf die Matratze sanken. Kiara lag schwer atmend auf Jennis Brust, ihr heißer Atem traf Jenni stoßweise am Hals. „Wow, das war unglaublich“ keuchte Jenni. „Tut mir leid, wenn es etwas Chaotisch war, das war mein erstes Mal und wenn wir erst etwas aufeinander eingespielt sind, geht es bestimmt besser. Vorsichtig legte Jenni ihre Hand an Kiaras Nacken und streichelte sie „Das war das Schönste, was ich bisher erleben durfte. Ich weiß nicht was du da noch besser machen möchtest.“ „Kiara rollte sich von ihr runter und sah sie lächelnd an. „Ich liebe dich so sehr“ flüsterte sie leise. „Ich liebe dich auch“ antwortete Jenni, auch sie lächelte. Noch nie hatte sie sich so geborgen und geliebt gefühlt wie jetzt. Kiara hatte die Verbindung ganz schön mitgenommen, sie schlief bereits nach wenigen Minuten ein. Jenni sah sie lächelnd an, sie sah so friedlich aus. Langsam fand die Kälte ihren Weg zurück zu ihnen. Jenni löste sich ganz vorsichtig von ihr. Sie zog sich leise an und sammelte Kiaras Unterwäsche ein und ging zu ihr zurück. Ganz vorsichtig legte sie ihr den BH um, sie legte ihn ihr nicht korrekt an nur so, dass er am richtigen Ort blieb. Anschliessend zog sie ihr ihren Slip wieder an. Kiara schlief bereits fest, da sie nicht erwachte. Ganz behutsam hob Jenni sie hoch und trug sie die Treppe hoch ins Schlafzimmer. Ein blauer Schleier flammte um sie herum auf, langsam hob sie Kiara mit einem biotischen Feld hoch und legte sie auf die Matratze. Sie kletterte selbst nun auch hoch und legte sich neben sie, deckte sie zu und kuschelte sich an sie. Sie spürte nun wieder Kiaras Nähe und ihren Atem, Kiara hatte sich an sie geschmiegt. Doch diesmal fühlte Jenni sich geborgen und sie spürte eine wunderbare Wärme tief in sich drin, als sie ihre Augen schloss und einschlief.
Ich hoffe es hat euch gefallen, den das wars jetzt auch schon wieder^_^
Hoffentlich seit ihr auch nächste WOche wieder da um das nächste Kapitel zu lesen, den das wird warscheinlich nächstes Jahr erscheinen wegen das ganzen Festtagsstresses;)
Ich wünsch euch allen noch einen schönen Abend und eine schöne Weihnacht:D
Modifié par elitedefender2, 22 janvier 2013 - 05:01 .
#381
Posté 24 décembre 2012 - 08:42
#382
Posté 24 décembre 2012 - 11:58
#383
Posté 25 décembre 2012 - 12:31
^^
#384
Posté 25 décembre 2012 - 03:30
Pain87 wrote...
Mhh wieso formatierst du den Text eigentlich nie:?
So jetzt hab ichs formatiert, mehr als ne Stunde gedauert weil ich es manuell machen musste, jede Zeile einzeln zusammenfügen:pinched:
Wie formatierst du denn deine Texte? also hier im Forum:huh:
#385
Posté 25 décembre 2012 - 07:25
#386
Posté 06 janvier 2013 - 08:14
Ich hoffe wie immer das es euch es euch gefällt und die längere wartezeit wert war.
PS. formatiert wirds am 7.1.2012, ich bin noch vom Wochenede ziemlich fertig und geh nun früh schlafen.
Kapitel 19
Nach einer herrlichen Nacht in der Kiara tief und fest geschlafen hatte, erwachte sie nun langsam. Nach dem sie sich mittels ertasten vergewissert hatte, dass Jenni noch neben ihr lag, kuschelte Kiara sich an sie, nur Sekundenbruchteile später erschrak sie und zuckte zusammen. Sie war eingeschlafen, in der Arrestzelle, nackt. Als sie die Augen schlagartig öffnete, erschrak sie noch viel mehr und fuhr regelrecht zusammen, sie lag nicht mehr in dem erwarteten Raum, sondern im Schlafraum. Instinktiv tastete sie ihren Körper ab. Erleichtert seufzte sie, als sie spürte, dass ihre Unterwäsche noch an ihrem Platz war, wenn auch etwas verschoben und verrutscht. „Hei Dornröschen, schon wach?“ säuselte Jenni leise. „Tut mir leid wenn ich dich geweckt habe, das wollte ich nicht, ich habe mich nur erschrocken.“ Als Jenni sie anlächelte fügte die Asari an „Das kann vorkommen, wenn man nicht mehr da aufwacht, wo man sich hingelegt hat.“ „Oder wenn einem mit Schrecken wieder einfällt ,dass man am letzten Abend nicht alleine ins Bett gegangen ist.“ „Sag so etwas bitte nicht, du weißt, dass ich dich über alles liebe und das gestern Abend wollte ich genauso wie du.“ „Ich habe doch nur Spaß gemacht, ich bin dir unendlich dankbar für dieses wunderbare Erlebnis.“ Kiara küsste Jenni auf den Mund. „Wie spät ist es denn?“ „Kurz vor acht glaube ich“ Kiara richtete sich auf und sah sie schockiert an „Was?“ „Pssst, die Andern schlafen noch, das war ein Witz, es ist jetzt…“ Jenni aktivierte ihr UW, sie hatte sich angewöhnt es nur noch zum Duschen auszuziehen „Fünf vor halb sechs“ antwortete sie. „Hör gefälligst auf mich zu erschrecken…“ Kiara begann Jenni zu kitzeln. „Lass das“ entfuhr es Jenni lauter als ihr lieb war. „Ich stehe gleich auf, wenn du nicht sofort….“ Weiter kam Jenni nicht mehr. Kiara packte sie an den Handgelenken, drückte sie vorsichtig auf die Matratze und küsste sie stürmisch. Jenni erwiderte ihre Zärtlichkeiten, ihre Zungen streichelten sich. Als die Asari langsam zurückweichen wollte, klemmte Jenni Kiaras Zunge sanft zwischen ihren Lippen ein ,um sie zurück zu halten. Kiara verstand die Geste und gewährte Jenni noch einen weiteren Kuss, bevor sie sich aufrichtete. „Wir müssen sowieso gleich aufstehen, also lass uns das jetzt gleich hinter uns bringen.“ „Mhm“ grummelte Jenni wenig begeistert. Mühsam richtete sie sich auf und stieg von dem oberen Bett herunter. Kiara folgte ihr mit etwas Verzögerung, sie hatte vorher noch ihren BH richten müssen. Kaum unten angekommen machte Jenni sich bereits daran sich anzuziehen, der Raum war bitterkalt. „Hei Leute, alle mal aufstehen, wir müssen gleich rüber, um zu frühstücken.“ Die noch verschlafenen Soldaten meldeten sich nur zögerlich durch genervtes Stöhnen und Grummeln. „Ja, ich mag euch auch alle, aber wenn ihr jetzt nicht aufsteht, dann wird euch gleich der Colonel bitten aufzustehen. Ich glaube nicht, dass er so freundlich sein wird wie ich, also los.“ Jenni musste während der letzten Worte selbst gähnen, sie hatte nach ihrer nächtlichen Aktion nur noch etwa fünf Stunden Schlaf bekommen. „Darf man fragen wieso du schon so munter bist?“ fragte Ivana verschlafen blinzelnd. „Na heute ist der letzte Tag vor dem freien Wochenende, morgen können wir endlich mal wieder ausschlafen und die Seele baumeln lassen.“ „Ich bin mir nicht sicher, ob das die Strapazen des heutigen Tages auszugleichen vermag“ stöhnte Shalera leise. Nach ein paar Minuten waren alle Soldaten aufgestanden und hatten sich angezogen. Gerade als Jenni von der Toilette zurück kam, öffnete Reeston die Tür unsanft. Er schien genervt, aber erstaunt. „Schon alle wach? Scheint als ob wir länger trainieren müssen, da ihr noch Kapazitäten frei habt.“ Schockierte Blicke hafteten auf dem Colonel. Eilig schritt Jenni ein „Das ist doch nicht nötig, wir wollten nur rechtzeitig aufstehen, um zu frühstücken, damit wir ohne Verzögerung loslegen können, schließlich ist heute ja der letzte Tag vor dem Wochenende.“ Der Colonel sah sie schief an „Du vergisst, dass in Sunset Bay jetzt bereits fast Mittag ist. Wenn ihr morgen zu Hause sein wollt, dann müssen wir schon bald los…“ Nach einem kurzen Moment des Nachdenkens fiel Jenni wieder ein, dass sie noch eine Tageszeitverschiebung hatten. „Was bedeutet das für uns, Sir?“ „Dass das Frühstück heute flach fällt, ihr fangt besser an zu packen. Je eher ihr damit fertig seid, desto eher können wir diesen Berg hinter uns lassen, es liegt an euch.“ „Ok, dann fangen wir an, jeder packt seine eigenen Sachen zusammen, wer fertig ist hilft den Anderen.“ Jenni trat zu ihrem eigenen Schrank, sie begann alle ihre Kleider zusammenzupacken. Erst die schmutzige, dann die saubere Wäsche. Erst jetzt fiel ihr auf, dass sie keine Taschen oder Rucksäcke hatten, um ihre Kleider zu transportieren, da sie nur ihre Rüstungen getragen hatten, als sie zu der Unterkunft heraufgeklettert waren. „Sir, wohin sollen wir unsere Kleider denn hinpacken?“ Der Colonel, der breit grinsend in der Eingangstür stand, deutete in Richtung eines Fensters. „Seht ihr die Rucksäcke da drüben? Da drüben an dem Hang? Ich würde sagen die passen doch perfekt.“ Jenni sah ihn skeptisch an, irgendetwas stimmte nicht. „Wie sind die denn da hingekommen?“ fragte sie vorsichtig. „Der Pilot, der sie hier raufgeflogen hat, hielt es für zu riskant hier zu landen, also hat er sie da drüben ausgeladen“ antwortete der Colonel selbstzufrieden. Jenni nickte leicht „Ok, macht euch bereit, wir müssen unsere Rucksäcke erst holen, also zieht euch schnell ne Jacke an, es ist ja nicht weit….“ „Ich würde die Rüstungen anziehen, es ist schweinekalt und die Rüstungen schützen euch vor Unfällen. Es hat ordentlich geschneit, da ist die Lawinengefahr ziemlich hoch“ unterbrach Reeston sie. Nun sahen ihn alle skeptisch an, jeder wusste, dass etwas nicht stimmte. „Wie sie meinen, alle Rüstungen montieren, in fünf Minuten wollen wir los.“ Die Soldaten folgten Jennis Aufforderung und machten sich eilig daran ihre Ausrüstung aus dem Gang zu holen und sich anzuziehen. „Was denkst du, was hat er diesmal für uns vorbereitet?“ fragte Joshua, als er beim Vorbeigehen kurz neben Jenni innehielt. „Ich weiß es nicht, wahrscheinlich irgendeinen Hinterhalt“ antwortete Jenni schulterzuckend. „Ne Lawinensprengung, Minen oder ein Luftangriff würde eher zu ihm passen“ flüsterte Alex beim vorbeigehen. „Hoffen wir, dass er falsch liegt“ antwortete sie, als Joshua sie mit großen Augen ansah.
„Alle bereit?“ Jenni warf einen Blick in die Runde. Alle nickten, die Helme hatten sie noch nicht aufgesetzt. Der Colonel war wieder nach drüben gegangen, nachdem er ihnen die Anweisung zum Anlegen der Rüstung gegeben hatte. „Ok, bevor wir hier raus gehen, kontrolliert jeder seine Waffe, geladen und gesichert.“ Jenni setzte ihren Helm auf schaltete den Funk ein und wartete auf die Bestätigungsmeldungen, welche auch wenig später kamen. Jenni atmete noch einmal tief durch. Sie öffnete die Tür und trat heraus, die Rucksäcke waren etwa 500 Meter entfernt, jedoch war das die Luftlinie. Die effektive Strecke war etwas länger, da sie durch eine große Senke mussten. „Wir sind Zielscheiben, von dem Kamm des Berges aus hat man uns voll im Visier.“ Die Nachricht kam von Selak, er ließ seinen Blick immer wieder über den Bergkamm schwenken. „Behaltet die Umgebung gut im Auge, dann kommen wir auch alle heil hier raus“ antwortete Jenni. Die ganze Gruppe rückte in geschlossener Formation vor, der hohe Schnee machte das Vorankommen schwierig. Am tiefsten Punkt der Senke angekommen, rückten sie in zwei Reihen vor. Ein unangenehmes Gefühl, als würden sie beobachtet werden, kroch in Jenni hoch. Auch alle Anderen schienen nervös, sie sahen sich alle unablässig um. „Wir sind nicht allein“ meldete sich Selak schließlich, er hatte zu Jenni aufgeschlossen und sprach direkt zu ihr. Das war nur üblich, wenn man davon ausgehen musste, das der Feind den Funkverkehr abhört. „Wie meinst du das?“ „Sieh mal ganz unauffällig da drüben zu dem Kamm hoch, das ist kein Schneebrocken, wir werden beobachtet.“ Jenni hielt inne und drehte sich zu der Gruppe um, als würde sie darauf warten, dass sie sich sammelten. Ihr Blick war dabei jedoch auf die von Selak beschriebene Stelle gerichtet. Erst nach einigen Sekunden erkannte sie was der Turianer gemeint hatte. Auf dem Kamm, neben diversen wirklichen Schneeklumpen, lag eine Silhouette. Ein Mensch, von oben bis unten weiß gekleidet und mit weißer Maske. Die weißen Stoffstreifen, an deren Enden kleine Gewichte befestigt waren, lagen auf dem Schnee auf und ließen den Späher fast makellos mit der Umgebung verschmelzen. „Wie hast du den Typen gefunden? Der ist ja kaum zu sehen“ „Sniper-Blick, ich hab nen Fünffachzoom in meinen Augen eingebaut“ meinte er grinsend. „Ne, das war Glück, er hat sich bewegt, ich weiß nicht genau wieso, aber ich hab dann per Zufall gerade dahin gesehen, es war Glück.“ „Oder ein sechster Sinn, wir werden also erwartet“ sie schaltete das Funkgerät wieder ein. „Leute wir werden beobachtet, lasst euch nichts anmerken, wir gehen weiter, haltet einfach euer Waffen bereit, es könnt bald ziemlich stressig werden.“ Kiara stand direkt hinter Jenni und sah sie an, auch wenn Jenni durch Kiaras Visier nichts erkennen konnte, wusste sie, dass ihre Freundin sie besorgt ansah. Ungeachtet dessen drehte sie sich wieder den Rucksäcken zu, diese waren noch etwa 250 Meter von ihnen entfernt. „Waffen ziehen, mal sehen ob sie nervös werden“ Jenni packte die Avenger an ihrem Rücken und aktivierte sie. Sofort folgten alle anderen ihrem Befehl. Sie pokerten hoch, einen Angriff zu provozieren war nicht gerade das taktisch Beste in Anbetracht ihrer Position. Weiter vorzurücken war jedoch auch nicht ratsam ,solange man die Position des Feindes nicht kannte und somit riskierte ihm ins Kreuzfeuer zu laufen. Als nach einigen Sekunden noch keine Schüsse fielen, gab Jenni den Befehl weiter vorzurücken. „Barrieren“ zischte sie und hielt dabei inne. Sofort flackerte eine bläulich schimmernde, kaum sichtbare Hülle um sie herum auf. „Was ist?“ fragte Kiara nervös, sie war näher zu Jenni getreten, damit sie nicht funken musste. „Da ist jemand auf dem Kamm, keine hundert Meter von hier, bereithalten, jemand soll vorrücken und sich den ersten Rucksack schnappen“ Nach einer Sekunde des Schweigens meldete sich Mark, er stand hinter Kiara und trat nun an Jenni vorbei. „Wir geben dir Deckung, konzentrier dich auf deine Barriere.“ Vorsichtig trat Mark in Richtung der Rucksäcke, er zielte dabei stets auf den Bergkamm, der nun nur noch 50 Meter von ihm entfernt war . Marks Schritte hinterließen tiefe Abdrücke in dem pulvrigen Schnee, er trat zu dem ersten der Rucksäcke und griff danach. In dem Moment, in dem seine Hand den Rucksack erreichte, fuhr er zusammen und schnellte herum, sein Gewehr war auf den Kamm gerichtet, von dem einige kleine Schneeklümpchen herunter rollten. Erleichtert seufzte er und griff erneut nach dem Rucksack. Ein stechender Schmerz schoss durch seinen Körper, als sich seine Muskeln verkrampften und er zuckend zu Boden fiel. Ein schmerzverzerrtes Stöhnen war durch den Funk zu hören. „Beschuss“ sofort warfen sich die Soldaten auf den Boden und nahmen jede Bewegung am Bergkamm unter Beschuss. Zu Jennis Erstaunen waren es jedoch nicht nur Alena und Dominic, sondern auch noch andere, mindestens ein dutzend Gegner. „Kampfstellung!“ schrie Jenni in ihr Funkgerät und richtete sich auf. Sie hatten diese Stellung im Kampftraining zu ihrer Rekrutenzeit selbst entworfen. Dabei stellten sich drei Soldaten im Halbkreis vorne auf, der mittlere liegend die beiden links und rechts kniend, sie alle waren für den Angriff zuständig und hielten ihre Gewehre im Anschlag. In der Mitte dieser Formation kniete eine Person, die ebenfalls ein Gewehr zum angriff hielt, jedoch hauptsächlich zur Unterstützung des Barrierenträgers diente. Dieser stand direkt hinter ihm, seine einzige Aufgabe war es die ein sphärische Barriere um alle Mitglieder herum aufrecht zu halten. War diese Person erschöpft, sprang der Unterstützer ein und die anderen tauschten Position. Die genauen Wechselabfolgen hatten sie oft geübt. Sofort trat Kiara hinter sie und baute die Barrieren Sphäre um sie herum auf. Selak, Alex und Sarjka traten zu ihnen und gingen in Kampfstellung. „Mindestens ein dutzend Gegner“ rief Alex zwischen zwei Feuerstößen. „Diese Mistkerle haben sich Unterstützung geholt. Na schön, sie wollen einen schmutzigen Krieg, den können sie haben! Selak, Ivana, Valea, bewegt euch sofort auf den Seitenhügel und nehmt sie von daher unter Beschuss, ich vertraue auf eure Fähigkeiten als Sniper. Kiara, Shalera und Tanja ihr bewegt euch rasch den Kamm entlang, fallt ihnen in den Rücken. Der Rest folgt mir, Ansturm auf den Kamm. Alex du gehst als Erster, bau sofort die Sphäre auf wenn du ankommst , wir folgen dir unmittelbar. Wenn Alex ausfällt, mach ich die Sphäre, alle anderen… knallt die scheiß Typen ab! Benutzt den biotischen Ansturm um schneller voranzukommen! LOS!“ Kiara ließ die Barriere zusammenfallen, in dem Moment als Alex zum Sprung ansetzte. Die Anderen Formationen hatten ebenfalls einen Soldaten ausgewählt, der vorstürmte. Eine halbe Sekunde nach Alex folgten die Anderen. Sie mussten extrem aufpassen, dass sie nicht zusammenprallten, da sie auf wenigen Quadratmetern anhalten mussten, ohne Alex oder sich gegenseitig zu treffen. Alex kam gerade zum stehen, als er bemerkte, dass um ihn herum fast ein dutzend Soldaten standen. Sofort baute er die Sphäre auf. Er musste dabei
darauf achten, dass die feindlichen Soldaten außerhalb waren, da in der Sphäre drin abgefeuerte Kugeln nicht gestoppt wurden. Nur Sekundenbruchteile später kamen Jenni und Sarjka in seiner unmittelbaren Nähe zum stehen. Sofort eröffneten die beiden das Feuer. Die verblüfften Soldaten die um sie herum standen, hatten keine Zeit zu reagieren. Sie wurden gleichzeitig von den Scharfschützen, die in etwa 200 Metern Entfernung lagen, den Soldaten die gerade eben mitten in ihre Reihen gesprungen waren und der Gruppe, die sie nun von hinten unter Beschuss nahm angegriffen. Die anderen Gruppen hatte sich fast gleichzeitig mit Jenni in Position gebracht. Überall schossen kleine, durch Kugeln, die ihr Ziel verfehlten, ausgelöste Schneefontänen in die Höhe. Nach wenigen Sekunden tosendem Lärm verstummten die Gewehre der Angreifer. Ein einzelner Schrei war noch zu hören, Shalera war zusammen mit Kiara und Tanja von hinten an die Feindstellung herangerückt. Plötzlich spürte Shalera einen Widerstand beim auftreten, einen Augenblick später bewegte sich der Boden unter ihr. Alena hatte, mit Schnee zugedeckt, dagelegen und bewegungslos verharrt. Als die junge Asari unwissentlich auf sie drauf trat, fuhr die Ausbilderin herum und packte sie an dem Bein . Aus Reflex trat Shalera noch während sie hinfiel gegen den Helm der Angreiferin. Diese wurde zurückgeworfen, versuchte sich aber sofort wieder aufzurichten. Entsetzt über den plötzlichen schlag auf die Brust und den brennenden, stechenden Schmerz der durch ihren Körper raste, schrie Alena auf und ließ sich zu Boden fallen. Shalera hatte ihre Avenger auf Alena gerichtet und gefeuert. Ein einzelner Schuss hatte die Ausbilderin getroffen, jedoch aus kaum einem Meter Distanz. Mit weit aufgerissenen Augen und durch den Adrenalinkick rasenden Puls, sah Shalera sie an. Erst einen Moment später realisierte sie, was sie gerade getan hatte. Sofort richtete sie sich auf und kniete sich vor ihre Ausbilderin hin „Scheiße, Alena, alles in Ordnung? Verdammt, das wollte ich nicht.“ Die sich noch immer vor Schmerzen krümmende Ausbilderin stieß sie mit einer Hand weg und wandte sich von ihr ab. „Tut mir leid, das wollte ich wirklich nicht“ flüsterte Shalera ,während sie Alena mit ihrem UW scannte. Es wurden keine ernsthaften Verletzungen aufgezeigt, was Shalera ein wenig beruhigte. „Was ist passiert?“ fragte Jenni besorgt, sie lief auf die kleine Gruppe, die um ihre Ausbilderin herumstand zu. Shalera hatte vergessen ihr Funkgerät auszuschalten, wodurch die Anderen mitbekommen hatten was geschehen war. „Ich habe sie angeschossen, das war ein Reflex, ich wollte nicht aus der Distanz auf sie schießen.“ Jenni kniete sich neben ihre Freundin, die noch immer leicht panisch wirkte „Hei, du hast richtig gehandelt, du wurdest angegriffen und hast dich verteidigt. Das ist genau das was dir beigebracht wurde. Wir können ihr kein Medigel verabreichen, ohne ihre Panzerung zu öffnen, also müssen wir sie mitnehmen. Setzt sie in Stase und tragt sie dann zu den Rucksäcken.“ Jenni stand auf und winkte die anderen zu sich „Alex, Joshua helft ihnen mal, der Rest schnappt euch die Rucksäcke, ich will von hier weg, bevor der Colonel noch auf weitere blöde Ideen kommt…..“ „Schon zu spät, schau mal was der Colonel uns als Geschenk hiergelassen hat.“ Mit einer schrecklichen Vorahnung rannte Jenni zu den Rucksäcken zurück. „Was ist los?“ „Wieso dachten wir überhaupt er könnte nett sein? Und die Nachricht hier war auch noch dabei“ Deni reichte ihr ein Datenpad, darauf war Reestons Gesicht zu sehen, sie spielte die Nachricht ab. „Wie ich sehe habt ihr den Angriff überlebt, zumindest einige von euch“ ein finsteres Grinsen wanderte über Reestons Gesicht und ein dreckiges lachen überkam seine Lippen. „Das Holz in den Rucksäcken könnt ihr gleich mit zur Unterkunft nehmen, dann kann die nächste Gruppe sich auch wieder an einem prasselnden Feuerchen erfreuen. Oh und fast hätte ich es vergessen, eure Feinde verwenden Phasenprojektile, diese sind elektrisch geladen und lähmen eure Muskeln für gut eine Stunde. Vom Zeitpunkt wo diese Nachricht hier abgespielt wird, habt ihr genau 30 Minuten Zeit das ganze Gepäck inklusive eurer Verletzten wieder in die Unterkunft zu schaffen, dann wird ein feindliches Shuttle zu Aufklärung hier durchfliegen und alle die nicht in Deckung sind unter Beschuss nehmen, viel Glück.“ Die Aufnahme verstummte und das Datenpad wurde dunkel, nur noch zwei kleine Schaltflächen blieben erleuchtet: Erneut abspielen und Restzeit. „Wir sollten uns vielleicht beeilen“ meinte Deni und tippte auf die Schaltfläche für Restzeit. Ein Countdown erschien: 28 Minuten und 30 Sekunden. „Scheiße, Alena und Mark müssen wir auch noch transportieren…. Jeweils fünf schnappen sich einen der Verwundeten und bringen sie direkt rüber, die Anderen stellen sich auf, wir geben die Rucksäcke mittels Biotik weiter, die wiegen alle mindestens 25Kilo…. Los jetzt wir haben keine Zeit zu verlieren!“ Schnell hatten sich die Gruppen gebildet, die Verletzten wurden in Stase gesetzt und in Richtung der Unterkunft getragen. Der hohe Schnee machte das nicht gerade einfach, dazu kam noch das Gefälle des Hanges. Währenddessen stellten sich die restlichen Soldaten in einer Linie auf, jeweils einer musste ein biotisches Feld aufbauen, das denRucksack einige Zentimeter über dem Boden schweben ließ, die Schwerkrafterledigte den Rest, zumindest auf dem ersten Teil der Strecke. Dementsprechend schnell hatten sie alle Rucksäcke zum tiefsten Punkt der Strecke gebracht. Doch dort fing die eigentliche Arbeit erst an. „Verdammt, das Teil ist ja wohl mit Steinen vollgepackt“ stöhnte Selak. „Wir haben es ja bald geschafft, hoffe ich, ansonsten breche ich zusammen“ „Das lässt du gefälligst Ivana, sonst müssen wir dich auch noch schleppen!“ rief Jenni ihrer Freundin zu.
„Los, schnappt euch die Rucksäcke die noch unten sind, wir haben sie schon mal ein wenig den Hang hochgeschleppt“ „Ok, wie viel Zeit haben wir denn noch?“ fragte Kiara etwas besorgt. „Noch 15 Minuten, das sollte locker reichen, aber beeilt euch trotzdem, ich bezweifle, dass der Colonel sich an die Zeit hält.“ antwortete Jenni schwer atmend und fügte Sekunden später noch an „Wenn ich lebend oben ankomme, dann helfe ich dir.“ „Danke, ich hoffe, dass es nicht nötig sein wird.“ Die letzten Meter waren ein Kampf, ihre Beine fühlten sich an, als würden sie in Flammen stehen. Jeder Schritt war eine Qual. „Ich fall tot um, das ist doch Folter!“ platzte es aus Joshua heraus, als er sich erschöpft auf die Stufen vor der Unterkunft sinken ließ. Nach weiteren 15 Minuten trafen auch die Anderen mit ihren Rucksäcken wieder ein. „Los ,stellt sie nach drinnen, damit wir das Holz entladen können und uns endlich ans packen machen können.“ Mühsam erhoben sich die Soldaten und folgten dem Befehl ihrer Anführerin.
„Habt ihr alles gepackt? Wenn ihr was hier oben was vergesst, dürft ihr den ganzen Weg hier rauf noch einmal zu Fuß machen!“ Eilig machten sich die Soldaten daran gedanklich noch einmal daran alles was sie gepackt hatten zu kontrollieren. Nach einigen Momenten der Stille fuhr der Colonel schließlich fort. „Also, ich nehme euer Schweigen als ja, die Shuttles werden in ein paar Minuten hier sein, ihr steigt ein und setzt euch. Wir werden etwa 7 bis 8 Uhr
abends Ortszeit ankommen. Danach werdet ihr frei verfügen können. Ich erwarte, dass ihr euch abmarschbereit macht, morgen startet der Flieger um 7 Uhr Morgens, wer ihn verpasst muss laufen oder hierbleiben.“ Nach einer Pause fügte er zögerlich an „Wenn ihr feiern wollt, dann benutzt dafür die Kantine, letztes mal musste ich vernehmen, dass sich einige Soldaten unerlaubt vom Stützpunkt entfernt hatten, falls das noch einmal vorkommen sollte, wird das Sanktionen zur Folge haben, verstanden?“ „Ja Sir!“ Der ganze Zug antwortete synchron. Sie erinnerten sich alle noch an den Abend, was sie damals beschlossen und zurückgelassen hatten. Jenni war erfüllt von Stolz bei dem Blick zurück und dem was sich bisher getan hatte. Mit jedem Tag wurden sie mehr zu Soldaten. Ihr Gefühl der Verbundenheit gegenüber ihrer Einheit war stetig stärker geworden, sie fühlte für die Anderen wie Brüder oder Schwestern.
Als das erste Shuttle vor der Terrasse in die Schwebe ging, machten sich die ersten der Soldaten daran einzusteigen. Jenni blieb noch sitzen, sie ließ den Anderen den Vortritt. Die Meisten ihrer Freunden unterhielten sich lautstark. Jenni setzte sich direkt neben Ivana und sah sie schief an. Als diese den Blick ihrer Freundin bemerkte, drehte sie sich zu ihr um und sah sie ebenfalls schief an. „Was ist denn? Habe ich was im Gesicht oder stellst du dir mich gerade in Unterwäsche vor?“ fragte sie Jenni neckisch. „Nein, das überlasse ich Shalera. Ich hab mir nur gerade was überlegt, erinnerst du dich noch an den Schuttelflug? Ich könnte dir nun eine deiner Fragen von damals beantworten, sofern du die Antwort nicht schon lange selbst gefunden hast“ antwortet Jenni mit etwas gesenkter Stimme. Ivana hob eine Augenbraue an und sah ihre Freundin verwirrt an. Ihrem Gesichtsausdruck war deutlich zu entnehmen, dass sie versuchte sich zu erinnern, wovon Jenni sprach. Nach einigen Sekunden angestrengten nachdenkens wurden Ivanas Augen größer „Meinst du etwa….?“ „Psst, du darfst das aber niemandem erzählen, ok? Du musst es mir versprechen.“ „Ok ok, ich verspreche es, aber jetzt erzähl“ Ivana wirkte plötzlich wieder ganz aufgeregt und nervös, wie damals in dem Shuttle. „Mal ganz nebenbei, ist zwischen euch denn schon was gelaufen?“ „Jenni, das ist unfair…. Nein, wir warten bis zum Wochenende“ Jenni nickte leicht, so hatte ihr Plan auch einmal ausgesehen. „Also was ist jetzt?“ drängte Ivana weiter. „Hm, es ist schwer zu beschreiben, einerseits ist es Aufregend und etwas beängstigend jemand anderem all sein intimsten Geheimnisse und Ängste anzuvertrauen, aber wenn du dich einmal verbunden hast, dann ist es unglaublich befreiend und wunderschön. Du weißt in diesem Moment, dass dir dein Gegenüber komplett vertraut, sich dir gegenüber vollkommen fallen lässt und…. Es ist unglaublich schwer so etwas zu beschreiben, da ich bisher nichts vergleichbares erlebt habe…. Es war das schönste was ich bisher je erlebt habe, und ich glaube es gibt nichts womit sich dieses Erlebnis vergleichen ließe.“ „Wow, du kommst ja gar nicht mehr aus dem Schwärmen heraus, da hat dir wohl jemand ziemlich den Kopf verdreht.“ Jenni lächelte verlegen und sah zu Boden. Nach einem leisen seufzen sah sie wieder zu ihrer grinsenden Freundin „Du wirst verstehen was ich meine“ antwortete sie knapp, bevor sie sich wieder aufrichtete. Kiara trat von der Unterkunft wieder nach draußen. Jenni ging ihr entgegen und setzte sich so auf die Bank neben der Eingangstür, das Kiara neben ihr Platz nehmen konnte. In dem Moment ging das zweite Shuttle in Position, sodass der nächste Teil der Gruppe einsteigen konnte. Jennis Blick wanderte von dem Shuttle zu Kiara „Freust du dich schon?“ „Auf das Wochenende? Klar, endlich mal ausschlafen, am Morgen einfach liegen bleiben und mich an dich kuscheln dürfen, ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen. Ich frage mich was unsere Eltern geplant haben.“ „Gute frage, hat dir deine Mutter nichts gesagt? Meine Eltern schweigen erbittert, wenn ich sie zu dem Thema befrage.“ Kiara schüttelte den Kopf „Nein, sie sagt nichts dazu, das macht mir irgendwie Sorgen.“ „Ach wird schon schief gehen“
„Hei Kleine, wie geht’s dir?“ „Ich bin nicht mehr klein, ich bin dreizehneinhalb.“ „Oh, tut mir leid junge Dame… wie geht’s meiner Cousine?“ „Ich kann mich nicht beschweren, die Schule nervt mich immer noch, aber wir haben ja bald Urlaub. Wie sieht`s bei dir aus Jenni? Hast du jetzt nen Job beim Militär?“ Jenni saß gerade im Shuttle zurück zu ihrem Stützpunkt und redete mit ihrer Cousine via UW. Das Mädchen am anderen Ende der Leitung hatte blonde
Schulterlange Haare, die ihr, zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, herabhingen. „Ja, schau mal“ Jenni hatte einen Bildanruf zu ihr gestartet und schwenkte nun ihr UW, sodass ihre Cousine das innere des Shuttles sehen konnte. Diejenigen ihrer Kameraden die mitbekommen hatten was Jenni machte, winkten ihrem UW entgegen. „Dann sind das wohl deine Kameraden? Sie machen einen ganz netten Eindruck.“ Jenni grinste, als sie auf ihr UW sah „Wenn du mit solchen Leuten zusammen wärst ,müsste sich deine Mutter Sorgen machen, die wirken nur freundlich.“ Alex saß Jenni gegenüber und sah sie schief an „Danke, wir mögen dich auch alle“ antwortete er lachend. Jennis Cousine kratzte sich kurz am Hinterkopf „Kommst du denn an unseren Familienabend?“ fragte sie schließlich erwartungsvoll. Jenni sah mit betrübtem Blick zu Boden. „Och mann…. Das heißt dann wohl nein oder?“ die Enttäuschung in der Stimme des kleinen Mädchens war nicht zu überhören. „Ich kann nicht, es tut mir leid, ich wäre so gerne dabei gewesen“ antwortete Jenni tröstend. „Was macht ihr denn, das so wichtig wäre, als das du diesen einen Abend mit der Familie verbringen könntest.“ „Das darf ich dir nicht sagen, das ist geheim…“ „Du Angeberin! Du hast zu viele Filme gesehen“ rief Jennis Cousine. „Nein, das ist wirklich geheim, ich darf das niemandem erzählen, noch nicht einmal meinen Eltern“ antwortete Jenni ernst. Nach dem sie ihre Cousine mit großen Augen angesehen hatte, hob die Kleine die Schultern „Behandelt man euch wenigstens gut?“ „Ja, das Training ist zwar hart und die Tage lang, aber das Essen schmeckt gut und ich habe schon einen ganzen Haufen guter Freunde gefunden.“ „Apropos Freunde, ist Kiara jetzt bei dir? Ich will sie unbedingt mal kennenlernen.“ „Ja, sie ist hier, aber wieso willst du sie unbedingt kennenlernen?“ Kiara grinste breit, als sie den fragenden Gesichtsausdruck ihrer Freundin sah. „Du hast sie ,seit du an der Akademie bist, jedes Mal, wenn wir geredet haben erwähnt. Du hast….“ Eilig schaltete Jenni den Lautsprecher ihres UW´s ab und schaltete auf den Kopfhörer um, den sie an ihr Ohr steckte. „Hast du deiner Cousine eigentlich gesagt, dass ihr….“ Jenni zeigte Deni demonstrativ den Mittelfinger. „Pausenlos von ihr geredet, dann muss sie ja eine ganz besondere Frau sein.“ Mit nachdenklichem Gesichtsausdruck drehte sich Jenni zu Kiara, diese grinste sie an und griff nach dem Universalwerkzeug ihrer Freundin. Kiara nahm den Kopfhörer von Jenni und hielt ihn sich an ihr Ohr. „Hallo“ grüßte sie freundlich als sie das leuchtende Gerät so drehte, dass Jennis Cousine sie sehen konnte. „Ich bin Kiara“ Jennis Cousine sah sie mit großen Augen an. „Du bist ja Blau… ähm ich meine eine Asari…“ die Kleine sah beschämt über ihre Aussage zur Seite. Kiara ließ sich nichts anmerken und lächelte freundlich. „Ja, ich bin ein “Tintenfisch“ “ antwortete sie. Auch wenn die Menschen jetzt schon eine ganze Weile mit den Ratsvölkern in Kontakt standen, gab es immer noch gewisse Differenzen. Spitznamen wie diese waren dabei natürlich auch dabei. Auf Kiaras Antwort konnte sich Jennis Cousine ein Kichern nicht verkneifen. „Ich bin Laura, schön dich kennenzulernen.“ „Du scheinst recht erstaunt zu sein, dass ich eine Asari bin, hat dir Jenni denn nie gesagt ,dass ich kein Mensch bin?“ Laura sah sie lächelnd an „Nein, sie hat immer nur davon gesprochen, dass du nett, freundlich und hilfsbereit seist.“ „Solange sie nichts schlechtes über mich erzählt hat ist ja alles in Ordnung“ antwortete die junge Asari lachend. „So, das ist also deine geheimnisvolle Freundin, sie scheint ganz nett zu sein.“ Jenni suchte in Lauras Gesicht nach Anzeichen, sie wollte wissen ob ihre Cousine etwas ahnte. Sie wollte ihr nicht erzählen, dass sie mit Kiara zusammen war. Laura war noch etwas zu jung, um mit ihr über dieses Thema zu reden, fand Jenni. „Also, du hast mir ja gar nie gesagt ,dass du Gefallen an Aliens gefunden hast.“ „Du solltest anderen Spezies gegenüber keine Vorurteile haben, die meisten sind freundlich und kaum anders als wir“ antwortete Jenni. „Ja, hab ich auch nicht, bei uns gibt es nur fast keine, unsere Kolonie ist fast ausschließlich von Menschen besiedelt. Aber ich habe eigentlich auch kein solches Interesse gemeint.“ Jenni sah sie fassungslos an, war es so offensichtlich? „Sieh mich nicht so an, ich meine, du hast in letzter Zeit so oft über sie geredet oder geschrieben und von ihr erzählt. Kein gesunder Mensch hat so ein Interesse an jemand anderem, wenn da keine Gefühle im Spiel sind.“ Jenni legte ihre Hand vor ihr Gesicht „Langsam glaube ich, dass es mir ins Gesicht geschrieben steht, wenn sogar meine 13-jährige Cousine es sieht.“ Laura begann zu lachen und zeigte auf Jenni „Du solltest dein Gesicht jetzt sehen können… So auffällig war es nun auch wieder nicht. Ich habe es nicht von Anfang an gewusst, erst seit ein oder zwei Monaten, mit der Zeit ist es mit klar geworden. Du bist selber schuld, wenn du so oft von ihr schwärmst.“ „Ok, ok, schon gut…. Das braucht aber nicht jeder deiner Klasse zu wissen, ok?“ Jenni kam sich ziemlich dumm vor, rückblickend betrachtet war es eine blöde Idee gewesen ihrer Cousine von Kiara zu erzählen. Doch als sie frisch mit Kiara zusammen gekommen war, hatte sie es irgendjemandem erzählen müssen. Laura lebte in einer anderen Kolonie, dort kannte sie niemand, selbst wenn ihre Cousine es dort jedem erzählt hätte, was hätte schon groß passieren können? „Schon gut, ich behalte es für mich…. Aber so etwas hat seinen Preis….“ „Oh!“ stieß Jenni empört hervor „Wie kannst du nur!“ Lachend antwortete Laura „Das war ein Witz, ganz ruhig.“ „Na das hoffe ich doch, sonst hätte ich dich übers Knie legen müssen“ meinte Jenni grinsend. „Willst du eigentlich immer noch in einem Krankenhaus arbeiten, wenn du mal älter bist?“ „Ich weiß nicht, irgendwie wäre die Arbeit auf einem Lazarettschiff sicherlich interessant, aber ich glaube ich möchte doch lieber etwas in Richtung Restaurant machen, ein kleines Café wäre toll…. Oder ich gehe auch zur Allianz ,um Bösewichten in den Hintern zu treten, genau wie du.“ „Überleg dir das gut, die Arbeit ist hart und sehr gefährlich, wenn du das möchtest stelle ich mich dir nicht in den Weg….deine Eltern werden das wahrscheinlich anders sehen.“ Sie sah Jenni mit strahlenden Augen an. „Du kannst mir ja mal zeigen was ihr so gelernt habt, das wird sicher ganz toll.“ Jenni sah viel von sich selbst in ihrer Cousine, wenn sie zurück sah war sie auch einmal ein kleines Mädchen gewesen, dass ihren Vater mit Fragen über die Allianz gelöchert hatte. Sie konnte sich noch gut erinnern, wie er ihr Geschichten beim Abendessen erzählt hatte und später, wenn Jennis Mam nicht da war, auch solche ,die seine Frau ihm verboten hatte seiner Tochter zu erzählen. Als sie das erste mal mit ihm hatte schießen gehen dürfen ,war sie total aufgeregt gewesen. Als sie die Waffe dann in den Händen hielt, war sie jedoch froh gewesen, dass ihr Vater da gewesen war und sie festgehalten hatte. „Ich weiß nicht, ob deine Eltern das auch so toll fänden….“ Die kleine setzte einen Hundeblick auf und sah Jenni bittend an. „Verflucht, mit den eigenen Waffen geschlagen! Ok, ich werde dir ein paar Dinge zeigen können, aber das mit dem niedlichen Mädchen wird nicht mehr lange klappen, aus dem Alter bist du schon bald raus, dann musst du dir was neues einfallen lassen.“ „Ach schon bald tuts ein kurzer Rock oder ein entsprechender Ausschnitt auch, damit lassen sich die meisten Männer schnell um den Finger wickeln.“ „Du machst mir Sorgen….“ meinte Jenni mit angehobenen Augenbrauen „Wieso? Weil ich dafür noch zu jung bin?“ „Nein, weil du genauso denkst wie ich damals.“ Laura begann zu lachen „Ich kann mir das nur zu gut vorstellen ,dass du so gedacht hast.“ Sie drehte sich kurz um und nickte dann. „Du Jenni, wir müssen ein andermal weiter reden, ich muss essen gehen. Man hört sich.“ „Bis dann Laura.“
„Du hast mir ja gar nicht erzählt, dass du eine kleine Cousine hast.“ Kiara hatte sich an Jenni gewandt kaum hatte diese den Anruf beendet. „Ich weiß, ich sehe sie nur dreimal pro Jahr, da habe ich nicht daran gedacht dir von ihr zu
erzählen.“ „Sie ist ganz niedlich, sie erinnert mich irgendwie an dich, also auf den Kinderfotos.“ „Sie kann manchmal ne ganz schöne Nervensäge sein.“ Lächelnd stupste Kiara ihre Freundin mit der Schulter an „Das warst du damals
sicher auch. Jenni sah Kiara an und flüsterte leise „Wir können ja meine Kindertage am Wochenende mal gemeinsam anschauen.“ Kiara antwortete mit einem Lächeln. „Das können wir machen, ich will sowieso noch ein paar Dinge über dich erfahren“ antwortete Kiara lüstern. Sie küssten sich kurz, bevor Jenni sich wieder ihrem UW zuwendete.
Mit einem leichten Ruck setzte das Shuttle auf der Landefläche auf. Die Soldaten waren nun 2 Stunden in den Shuttles unterwegs gewesen, sie traten eilig aus dem Shuttle heraus. Nach so langem sitzen auf den unangenehmen Bänken war etwas Bewegung geradezu herrlich. Die ganze Gruppe trat heraus und machte sich wie aufgefordert daran ihre Ausrüstung in die Unterkunft zu bringen. Der beachtliche Berg an schmutziger Wäsche, der danach im Gang der Unterkunft lag verbreitete einen unangenehmen beißenden Schweißgeruch. Anschließend an eine lange gemütliche Dusche machten sich alle direkt auf den Weg zur Kantine, sie hatten seit fast acht Stunden nichts mehr gegessen. Für sie waren seit ihres aufstehens acht Stunden vergangen, aufgrund der langen zurückgelegten Strecke war jetzt bereits Abend Vorort. „Ich hoffe es gibt was richtiges zu essen, ich bin am verhungern.“ „Du bekommst sicher genug zu essen, sie haben so gut wie immer Brotreste von vor einigen Tagen.“ Selak schaute Arsilia schräg an. „Weißt du was? Im Moment würde ich auch altes Brot essen.“ Die ganze Gruppe trat in die Kantine, einige Soldaten saßen bereits in der Kantine und sahen die Neuankömmlinge kurz an. Jenni stellte sich in die Schlange, die sich vor der Theke gebildet hatte. „Was gibt es denn heute zum essen?“ „Ravioli mit Tomatensoße, Gemüse und Karotten Salat. Das turianische Menü besteht aus Teigtaschen mit einer Gewürzsoße und Keritakwurzeln, zum Dessert gibt es
Fruchtsalat.“ Oh man, im Moment klingt alles lecker. Ich hätte gerne eine große Portion von allem“ meinte Joshua ungeduldig. „Hat man euch nichts zu essen gegeben? Ihr tut ja gerade so, als hättet ihr den ganzen Tag noch nichts
gegessen….“ „Haben wir auch nicht“ fiel Shalera der Köchin ins Wort, „Unser Frühstück wurde “aus Zeitgründen Gestrichen.“ „Na dann haut rein, mit leerem Magen kann man nicht kämpfen.“ Nach einigen Minuten hatten sich alle bedient und an die freien Tische gesetzt. Mit vollem Mund fragte Ivana nach einigen Minuten. „Was macht ihr jetzt eigentlich noch? Ich meine wir haben jetzt nach ne ganze Weile Zeit und ich bin noch nicht müde.“ Die Soldaten sahen sich fragend an, von ihnen hatte sich noch niemand Gedanken gemacht, wie sie den Abend verbringen wollten. „Ich habe die Nase voll von Poker und all den Kartenspielen, hat wer ne Idee was man sonst machen könnte.“ „Na Feiern würde ich sagen, jetzt wo ihr eure Gebirgsausbildung überlebt habt.“ Der Kommentar kam von einem der Soldaten, der neben ihnen in der Kantine saß. Die Soldaten drehten sich zu demjenigen der gesprochen hatte, ein jüngerer Mann der ein T-Shirt der Allianz trug. „Ich bin Eric“ grüßte er freundlich. „Hallo, du klingst als ob du aus Erfahrung sprechen würdest, habt ihr auch da trainiert?“ Er nickte und trat etwas näher an den Tisch der BDF heran. „Ja, wir haben auch schon da oben Trainiert, wie geht’s Dominic und Alena? Sind die beiden immer noch fit genug um euch zu stressen?“ „Ja, sie scheuchen einem immer noch den ganzen Tag den Berg hoch und runter“ antwortete Shalera. „Ihr habt auch da oben trainiert, also seit bei N7?“ „Ja wir sind bereits seit 2 Jahren dabei, unsere Ausbildung ist schon eine ganze Weile her, damals war alles noch etwas anders.“ „Besser?“ fragte Jenni Skeptisch. „Das weiß ich nicht, aber härter.“ Jenni drehte sich um, sodass sie Eric zugewandt auf der Bank saß. „Inwiefern?“ „Na ja, wir sind damals noch härter rangenommen worden, wir wurden ganz hoch auf die Gipfel geschickt.“ Mit einer Handbewegung aktivierte Jenni ihr UW und kramte kurz in der Fotogalerie. Nach einigen Handbewegungen tauchte das Bild ihrer Gruppe vor dem Flaggenmast auf dem Gipfel auf. „Meinst du da rauf?“ konterte sie neckisch. „Respekt, nicht viele kommen da hoch, schon gar nicht bei dem Wetter.“ Die ganze Gruppe schmunzelte zufrieden. Die beiden Gruppen
kamen relativ bald ins Gespräch, Eric hatte sich zu ihnen an den Tisch gesetzt, als sie mit Essen fertig waren.
„Also wieso ist deine Einheit hierher verlegt worden?“ „Ihr habt ein paar neue Spielkameraden bekommen, wir werden euch trainieren.“ Gemischte Gefühle stiegen in Jenni hoch, einerseits freute sie sich darauf mit Elitesoldaten zu trainieren, andererseits machte sie sich auch etwas Sorgen darüber nach all dem, was sie über die N7 Soldaten erfahren hatte. Den Anderen schien es genauso zu gehen, in ihren Gesichtern spiegelte sich die Unsicherheit. „Keine Sorge, wir werden euch anfangs etwas schonen.“ Ach und ich dachte ihr wollt uns hart rannehmen, wieso diese Rücksicht?“ Eric hob die Schultern „Ich kann doch nicht grob zu nem Mädchen sein“ antwortete er frech grinsend. „Hei aufpassen, diese Rosen haben Dornen“ warf Arsilia ein. „Die haben es faustdick hinter den Ohren, du solltest sie nicht unterschätzen“ pflichtete Selak der Asari bei. „War ja auch bloß ein Witz, ich nehme nicht an, dass sich ein Haufen Prinzessinnen für so ein Projekt melden, es ist nur ungewohnt. Normalerweise haben wir unter zwanzig Soldaten eine Frau. Und jetzt sitzt hier ein ganze Gruppe junger, teils exotischer Schönheiten.“ Eric wirkte etwas verlegen für seinen Spruch, sein Mund war wohl schneller gewesen als sein Hirn. „Du solltest dich nicht von dem zerbrechlichen Äußeren täuschen lassen, sowas kann im Kampf tödlich sein.“ „Gut das ich das weiß, dann kann ich ein Auge auf dich haben.“ Ivana sah ihn schräg an und konterte nach einer Sekunde des Schweigens. „Redest du jetzt noch von Taktik oder versuchst du mich anzumachen?“ Erschrocken über die nüchterne Frage hob Eric beschwichtigend die Hände „Ich wollte nur nett sein.“ Die Gespräche kamen etwas ins stocken, Eric hatte wohl Sorgen wieder etwas zu freundlich zu
sein. Schließlich meldete sich Jenni bei Eric „Was ist denn eigentlich eure Aufgabe bei N7?“ „Wir sind ein Sonderkommando um Situationen mit Zivilen Involvierten zu klären. Unser Einsatzgebiet ist in stark bewohnten Gebieten. Natürlich haben wir auch mal Standardeinsätze wie Eskorten oder Gebietssicherungen, aber meistens sind wir wie gesagt in ziviler Umgebung unterwegs.“ „Das erstaunt mich jetzt etwas, das klingt mehr nach einem Polizeikommando“ warf Joshua ein. „Ja, aber da es in letzter Zeit vermehrt zu Unruhen in den äußeren Kolonien gekommen ist, sind die meisten Standard-Polizeieinheiten überfordert.“ Joshua nickte, seit den Angriffen auf die Kolonien war es oft zu Unruhen gekommen. Commander Shepard hatte die Kollektoren, die hinter den Angriffen steckten zwar vernichtet, aber die Unruhen besserten sich nur langsam. „Was erwartet uns denn bei N7 alles?“
„Wieso fragst du? Ihr seid doch schon bei N7….naja, zumindest fast.“ „Wieso nur fast?“ fragte Deni neugierig. „Es gibt da noch so ein Ritual, das ist nicht offiziell, aber du gehörst halt einfach erst dazu wenn ihr das hinter euch habt.“ „Worum geht es dabei?“ fragten Deni und Kiara fast synchron. „Das werden wir euch noch erzählen, aber nicht jetzt. Mich interessiert mehr was ihr in der Ausbildung schon alles erlebt habt. Von eurem Verlust habe ich schon gehört,
das tut mir aufrichtig leid, so etwas hat niemand verdient.“ Seine Stimme war gesenkt und die Anderen seiner Gruppe schienen ebenfalls bedrückt. „Wo sollen wir anfangen, da gab es einiges…“ wollte Jenni gerade beginnen ,als Alex sie
unterbrach „Jenni hat den Colonel im Nahkampftraining umgenietet, als er ihre Freundin geschlagen hat.“ „Was!?“ platzte es aus einem der Soldaten von Erics Gruppe heraus. „Das musst du mir unbedingt erzählen, du hast den Colonel umgehauen?“ Jenni lächelte verlegen „Nun es war so….“
„Hei Jenni, du musst unbedingt mitkommen, und ihr Anderen auch!“ Joshua wirkte ganz aufgeregt, als er in die Unterkunft trat. „Na los, beeilt euch.“ Die Soldaten die sich bereits in die Unterkunft begeben hatten, erhoben sich von
den Betten oder Stühlen und folgten Joshua, Selak und Mark neugierig. „Was ist denn?“ fragte Jenni schließlich, als sie das Gebäude verließen. „Erinnerst du dich noch an das Ritual, das die Typen vorhin erwähnt hatten? Wir haben uns noch etwas mit ihnen unterhalten, nach ein paar Drinks haben wir sie schließlich dazu gebracht uns zu erzählen was sich hinter dem Ritual verbirgt.“ „Und?“ drängte Ivana neugierig. „Seht es euch selber an.“ Antwortete Mark als
sie in die Unterkunft nebenan traten. „Das ist jetzt aber nicht euer ernst oder? Ne das mach ich nicht!“ „Ach komm schon, du bist unsere Anführerin, du musst!“ „Jenni drehte sich zu Selak der geredet hatte. „Du spinnst doch, ich
glaube das ist meine Entscheidung.“ „Wollt ihr zu N7 dazugehören oder nicht?“
Das wars auch leider schon wieder, ich hoffe das ihr euch bis nächste Woche Gedulden könnt:P
Jedenfalls wünsch ich euch noch nen schönen Abend und bis spätestens Sonntag^_^
Modifié par elitedefender2, 07 janvier 2013 - 07:22 .
#387
Posté 06 janvier 2013 - 08:44
#388
Posté 06 janvier 2013 - 10:48
#389
Posté 06 janvier 2013 - 11:08
#390
Posté 07 janvier 2013 - 12:01
#391
Posté 07 janvier 2013 - 08:18
#392
Posté 07 janvier 2013 - 06:30
Not_Zero wrote...
Ha ha ^^ ich meine welches Thema hat die Geschichte?
Also das Hauptthema ist eigentlicgh die Geschichte von Jenni und Kiara.
Ihren Werdegang von einfachen Studenten zu der BDF. Was die BDF genau ist? Eine Spezialeinheit die später N/ Rang hat. All zu genau möchte ich aber nicht spoilern, ich empfehle dir einfach mal nen Blich ins erste Kapitel zu werfen wär seite 10. Am Anfang ist es eher Ruhig und Romantisch, doch nach und nach wird die Geschichte düsterer werden, jetzt ist noch relativ ruhig, aber die Geschichte ist ja auch noch nicht grad fertig^^
Ich hoffe ich konnte es dir etwas schmackhaft machen, falls noch weiter fragen sind Verständniss, inhaltlich, oder Kritik, ungeniert gleich hier posten^_^
#393
Posté 07 janvier 2013 - 08:22
Kleine Anmerkung meinerseits. In meinem Feedback, werde ich mich direkt und indirekt auf das 19. und womöglich auf vorangegangene Kapitel beziehen. Aus diesem Grunde, würde ich allen Lesern, welche Kapitel 19 und / oder die ganze Geschichte noch nicht gelesen haben, zwei Dinge empfehlen:
1. Lest das Kapitel / die ganze Geschichte, es lohnt sich!!!
2. Lest mein Feedback, erst wenn ihr Empfehlung 1 erfüllt habt
Hi elite,
Ich muss dir leider sagen, dass dieses Feedback anders als die bisherigen wird.
Ich sage es sofort am Anfang, damit du dir keine falschen Hoffnungen machst. Es tut mir sehr Leid, aber ich kann dir nicht sagen, dass mir dieses Kapitel, gefiel. Tut mir leid! Trotzdem möchte ich dir gerne ein Feedback geben.
Also wie bereits gesagt, kann ich nicht sagen, dass es mir gefiel, denn das wäre wohl eine der größten UNTERTREIBUNGEN des Jahres =D
Ich kann dir aber sagen, dass es megageil war, dass es super war, dass es fantastisch war, dass es wunderbar war und dass es exzellent war!!!
Wie gerne hätte ich deine Reaktion gesehen, aber das Beste ist, dass du mir nicht mal sauer sein kannst. Sieh es als Rache, weil ich so lange warten musste
Bevor du mir aber vor Neugierde platzt, hier das was du lesen möchtest.
Viel Spaß
Der Anfang gelang dir wieder mal sehr schön. Du setzt nahtlos an und ziehst den Leser sofort wieder mit in die Geschichte. Das Kiara erst einmal Panik bekam, fand ich exzellent dargestellt. Ist ja auch blöd, wenn man woanders aufwacht, wo man einschlief und in Erinnerung auch noch nackt ist.
Der kleine Witz von Jenni dann lockert die Atmosphäre schön auf. Erinnert mich an Kiaras Vorstellung, bei den Eltern. Jenni hat einfach gefallen daran, andere zu schocken. Kann ich ihr nachempfinden. =D
Das Auftreten und die Einschätzung des Colonels waren fantastisch. Sollte man mit einem Hinterhalt rechnen? Nein!!! Rechne mit einem Luftangriff, einer Lawine und ein paar Minen. Dann weißt du wie der Colonel drauf ist.
Kriegt man ein paar Rucksäcke? Nein!!! Holt sie euch!
Eine wunderbare Stelle. Der Colonel hat wirklich schöne Ideen. Das hat er wohl von dir
Das Einsatzgebiet und die damit verbundene taktische Vorgehensweise waren sehr gut. Es verlieh noch einmal ungemein viel Tiefe und merkte, dass du auf die Details achtest. Sehr gut!
Die Gruppe wird mehr und mehr zu Soldaten. Sie entwickeln ein Gespür für Probleme und Gefahren. Wie sie sich dann vorbereite haben und wie Jenni dann einen Angriff erzwingen wollte, fand ich wundervoll. Sie ist eine Anführerin. Sie trifft die Entscheidung und sie weiß: „Es gibt nur Entscheidungen. Keine guten oder schlechten.“ Was Jenni sagt, wird getan. Wird Zeit für ihre Beförderung
Die Kampfszene an sich, war auch super dargestellt und beschrieben. Es gab schöne Manöver und sinnvolle Ideen. Sehr gut! Vor allem als Shalera dann auf Alena trat. Diese Stelle zeigte sehr schön, wie Reflex gesteuert sie bereits sind. Nicht nachdenken! Handeln und später denken. Auch wenn die Feinmotorik bei den Reflexen noch etwas fehlt.
Aber Shalera ist ja NOCH Rekrut.
Die Idee mit dem Holz war auch schön. Der Colonel weiß einfach wie er die Gruppe in jeder Situation trainiert. Dabei war vor allem die Idee mit der Muskellähmung sehr gut. Immer unter Druck halten.
Die Brücke zu der letzten Feier fand ich sehr gut. Man merkt, dass du ein Gerüst hast. Die synchrone Antwort zum Colonel fand ich hier fantastisch. Wie du bereits geschrieben hast, merkt man, dass sie eine Einheit, ein Team, eine Familie sind. Wunderbar!!!
Dass du ein Gerüst hast, merkt man auch an dem kurzen Gespräche mit Ivana. Schön wie du auf die noch offene Frage eingegangen bist und sie ihr beantwortet hast. Jetzt ist sie bestimmt neugierig. Allerdings bin ich mir nicht ganz so sicher, ob man bei der Verschmelzung automatisch alles sieht, oder ob es gezeigt wird, wenn man es möchte. Andere FanFiktions vertreten diese Ansicht und sie wird meines Erachtens auch im Spiel gestützt. Shepard kennt ja nicht Liaras Erinnerungen. Erst als sie sie bewusst, in London zeigt. Ich teile eher die Ansicht, dass man Erinnerungen zeigen KANN und dass sich sonst, die sexuelle Wahrnehmung steigert.
Aber weiter.
Bin gespannt was die Eltern geplant haben und warum die so geheimnisvoll sind. Hoffe nur, dass die nicht planen, Jenni und Kiara zu trennen!
Das kurze Gespräch mit der Cousine war sehr schön und hat die Atmosphäre noch schön untermauert. Es gibt mehr als die Geschichte. Um die Geschichte herum, gibt es eine ganze Galaxie. Sehr gut gemacht!!!
Das Gespräch an sich war auch sehr amüsant und vor allem die Reaktionen von Jenni und dem Team. Besonders süß fand ich wie Laura auf Kiara reagiert hat. „Du bist ja blau!“ Ich habe fett gegrinst =D
Weiterhin fand ich aber auch super, wie Jenni erkannt, dass Laura nach ihr kommt und vergleichbare Gedanken verfolgt. Sehr schön
Der kurze Bezug auf den „Rassismus“ war gut platziert und ist eine gute Brücke zur Realität. Leider! Schade das es soviel Rassismus und Homophobien gibt *Kopf schütteln*
War aber dennoch eine sehr gut Passage mit einem schönen Realitätsbezug.
Das Treffen mit ihrem neuen Ausbilder, war auch sehr nett. Mal sehen ob er weiche Schale und einen harten Kern hat. Bisher ist er ja ganz sympathisch. Zwar nicht so Wortgewandt, aber trotzdem sympathisch. Irgendwie!
Die beste Brücke, zu vorangegangenen Kapiteln war aber als Alex vom Nahkampf Training sprach. Eine super Stelle damals und eine super Stelle jetzt! =D
Auch war der kurze Ausblick auf die N7 Tätigkeiten sehr interessant, auch wenn ich denke, dass die BDF etwas heiklere Missionen angeht.
Der Abschluss gelang dir wieder einmal verflucht super gut. Er war super gut. Er hält die Spannung oben und macht gespannt. Aber ich verfluche, dass ich nicht weiß, was das Aufnahmeritual ist. Es wird irgendetwas sein, dass alle anderen sehr lustig finden. Ich weiß nur nicht was!!! Aber ich freue mich darauf.
Einzig mit der Verschmelzung, bin ich etwas zweifelhaft, aber trotzdem ist es ein wirklich sehr gutes Kapitel, auf das sich das Warten lohnte und ich bin bereit, dieses Feedback auch im Theard zu posten, falls du einverstanden bist.
Schöne Grüße Kieferbruch
Modifié par Kieferbruch, 07 janvier 2013 - 08:32 .
#394
Posté 07 janvier 2013 - 09:23
Zuallerserst, mich zu erschrecken war echt fies^^ ich dachte schon^^
WIe immer sehr ausführlich, ich sehe daran das du dich wirklich für die Geschichte interessierst und dir die Mühe machst die einzelnen Standpunkte zu verstehen.
Wegen der Verschmelzung, ich weiss das ist ein heikler und verdammt komplizierter Punkt, versuch mal etwas so abstraktes zu beschreiben, gar nicht so leicht.:b
Ich bin mal davon ausgegangen das (wie Liara im Game schon sagt) sich die Asari im Genetischen Bauplan des anderen "mal umsehen" um die wichtigsten Fragmente davon mitzunehmen. Ich habe mir gedacht das es mit Erinnerungen wohl auch so ist. Ich habe mir überlegt das dem Partner gezielt Erinnerungen gezeigt werden können, es aber auch möglich ist den Geist des anderen zu erkunden, gewissermassen darin zu "stöbern" wenn die andere Person das den zulässt. (Kiara sagt Jenni ja das sie ihr alle ihren Geheimnisse preis gibt, totales Vertrauen)
Ich bin ja auch kurz darauf eingegangen das es noch chaotisch war weil sie beide noch keinerlei Erfahrung damit hatten, wahrscheinlich hätte ich das etwas deutlicher hervorheben sollen.
#395
Posté 13 janvier 2013 - 09:16
Das 20. Kapitel ist bereit gepostet zu werden und da will ich euch nicht mehr länger warten lassen.
Ich hoffe es gefällt^^
PS. ich werd das ganze am Montag formatieren, für alle die es erst formatiert lesen möchten.
Kapitel
20
Ein stechender Schmerz raste durch Jennis Rücken, ihre Schulter schmerzte. Mit schmerzlichem Gesichtsausdruck drehte sich Jenni zur Seite; sie lag im Bett, der letzte Abend hatte länger gedauert als erwartet. Sie hatten mit ihren neuen Freunden noch gepokert und den einen oder anderen “Drink“ zu sich genommen. Als sie sich, noch etwas schlaftrunken, aufrichtete begann ihr Wecker zu läuten. „Mmh“ grunzte sie ärgerlich, das schrille Piepen wirkte viel zu laut und die Tonlage war geradezu penetrant. Mit müdem Blick sah sie auf die Uhr, viertel nach Sechs. Sie streckte sich gähnend, ihre Finger wanderten über ihre schmerzende Schulter. „Du siehst immer noch ein wenig zerknittert aus, haste unglücklich gelegen?“ Jenni drehte sich zu Joshua um der sich gerade den Schlaf aus den Augen rieb. „Nicht nur, ihr Idioten habt mir viel zu viel zu trinken gegeben, wegen euch hab ich jetzt einen Kater“, antwortete sie. Sie senkte ihre Stimme dazu nicht, die anderen mussten eh auch aufstehen, ansonsten würden sie den Flug verpassen. „Du hättest ja nicht alles trinken müssen was dir eingeschenkt wurde“, entgegnete Joshua lächelnd. „Auch ein Argument, hättest du mir das nicht gestern Abend sagen können?“ „Ich dachte du wolltest Eric beeindrucken, da wollt ich dir nicht in den Weg treten.“ „Der Typ war doch eh schon total überfordert, ich glaub wenn Jenni noch mit ihm geflirtet hätte wären dem die Sicherungen durchgebrannt“ warf Ivana ein. „Nicht jeder hat das Glück seine Freundin gleich hier zu haben, und wenn man einen Haufen Männer zu lange nur unter anderen Männern hält dann reagieren sie etwas euphorisch auf junge Frauen“, antwortete Joshua der mittlerweile aufgestanden war und sich gerade eine Hose anzog. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht trat Jenni zu Kiara ans Bett und legte dieser die Hand auf die Schulter. Sie schüttelte sie sanft „aufstehen, es ist Morgen.“ Verschlafen blinzelnd sah die Asari sie an, als sie erkannte das Jenni vor ihr stand begann sie zu lächeln. Jenni lächelte zurück und richtete sich auf „Ihr solltet jetzt alle aufstehen, ich glaube nicht, dass ihr hier bleiben wollt“, ihre Stimme war in normaler Zimmerlautstärke, sie wollte ihre Kameraden nicht anschreien. Die meisten erwachten, als sie sie erneut etwas lauter zu aufstehen aufforderte. Anschließend wandte sie sich ihrem Schrank zu und trat darauf zu. „Was müssen oder dürfen wir denn eigentlich anziehen? Haben wir sowas wie ne Ausgangsuniform erhalten?“ Jenni konnte sich nicht mehr erinnern ob sie eine spezielle Uniform erhalten hatten, um in den Ausgang zu gehen. „Ja, warte einen Moment… die hier“, Joshua hielt ein graues Jackett in die Luft. „Stimmt… wo hab ich das hingelegt?“, nach kurzem suchen fand Jenni schließlich die entsprechenden Kleider. Sie zog ihre Sachen an und sah sich selbst im Spiegel an. Ihre Haare waren etwas zerzaust und sie hatte leichte Ringe unter den Augen. Nach dem sie ihre Frisur kurz etwas zurecht gerückt hatte, setzte sie sich noch einmal auf die Bettkante und rieb sich die Augen noch einmal. Die letzte Nacht war viel zu kurz gewesen. „Kommst du? Oder willst du erst zuhause etwas essen?“ Kiara war zu ihr getreten
und streckte ihr auffordernd die Hand entgegen.
„Wer von euch ist den jetzt in Sunsetbay dieses Wochenende? Wir könnten doch am Abend mal ein Treffen organisieren? Mit all den anderen von der Akademie, mal sehen wie es ihnen so ergangen ist.“ Selak warf einen fragenden Blick in die Runde. „Kannst du da was organisieren?“, erwiderte Shalera. „Ja, sollte gehen, ich schau mal wen ich alles erreiche.“
Kaum hatten sie mit dem Frühstück angefangen betrat der Colonel den Raum. „Soldaten!“ Sofort stellten sich die Soldaten neben die Tische und Salutierten. „Rührt euch. Soldaten, vor euch liegt ein freies Wochenende, ihr seit da zwar nicht im Dienst aber es gelten dennoch bestimmte Regeln für euch. Auch wenn das eure Freizeit ist, wird Drogenkonsum geahndet, denn solche Stoffe sind bis zu 2 Jahre Nachweisbar. Mit dem Alkohol ist es da auch so eine Sache… dafür brauche ich meistens noch nicht einmal einen Test, ein Blick genügt meistens schon um herauszufinden, wer es mit dem Feiern übertrieben hat. Es ist eure Entscheidung, am Montag geht hier einfach das Training weiter, wer noch verkatert ist rennt trotzdem. Des weiteren geltet ihr auch da als Soldaten der Allianz, also benehmt euch auch entsprechend.“ Als der Colonel Luft holte um weiter zu fahren, ertönte ein Ausruf aus der Gruppe „Aber ich dachte sie hätten uns gerade gesagt, wir sollen nicht zu viel saufen?“ Ein Grinsen wanderte durch die Gruppe. Während die Soldaten versuchten ihre Gesichtsmuskeln zu kontrollieren und nicht lauthals zu lachen, warf der Colonel einen strengen Blick in die Runde. „Des Weiteren, will ich keine Meldungen über Schlägereien die durch meine Soldaten verursacht wurden, verstanden?!“ „Verstanden!“, antworteten die Soldaten im Chor. „Gut, und falls ihr in eine Schlägerei verwickelt werden solltet, habt ihr diese gefälligst zu gewinnen klar? Aber bedenkt, ihr seid Biotiker und im Nahkampf ausgebildet, wen ihr jemanden killt oder verkrüppelt, dann gilt für euch das Militärgesetz“. Wieder bejahten die Soldaten als der Colonel seinen Satz beendete. „Gut, wegtreten, euer Flug geht in einer Viertelstunde, macht euch rechtzeitig abflugbereit.“ Reeston drehte sich auf seinem Absatz um und verließ den Raum, kaum war er nicht mehr in Hörweite brach die ganze Gruppe in Gelächter aus. „Du Idiot, willst du das wir alle Arrest bekommen?!“, prustete Arsilia. Es dauerte einen Moment bis sich alle wieder gefangen hatten „Ok, macht euch alle abmarschbereit… und keinen Blödsinn jetzt, klar!“ Jenni ging in Richtung der Toilette, sie wollte nicht während des 2 stündigen Fluges pinkeln müssen.
„Und gleich geht das Geschreie und Geküsse los, meine Mutter schreit bestimmt gleich los wenn ich den Transporter verlasse“, stöhnte Alex etwas genervt. „Ach komm, freu dich lieber, dass du deine ganze Familie sehen kannst, meine Schwester ist nicht da, ich sehe sie vielleicht erst nächstes Jahr wieder“ warf Sarjka ein und klopfte ihm auf die Schulter. „Wenn ich damals nicht diese “dumme“ Entscheidung getroffen hätte, würden wir uns heute das erste Mal wieder sehen Jenni, denkst du immer noch das es eine so unüberlegte Handlung war?“ Nur zu gut konnte sich Jenni an den Tag ihrer Abreise erinnern. Ihr ging aber auch die Erinnerung an Shaleras Anmache durch den Kopf. „Wenn du nicht schon vergeben wärst dürftest du mich heute Nacht wahrscheinlich wieder festhalten.“ Auch wenn sich der Gedanke so falsch anfühlte wie sich nur irgendetwas anfühlen konnte wusste Jenni, dass sie, wenn Kiara nicht da gewesen wäre, wahrscheinlich nicht hätte widerstehen können. Sie fühlte sich bereits beim Gedanken daran schuldig, aber damals war ihre Beziehung noch viel weniger tief gewesen. Heute würde sie sie für Keine und Keinen verlassen. „Ich glaube da wäre ich längst abgehauen und hätte dich überrascht.“ Ein leichter Ruck ging durch den Transporter als er auf dem Platz vor der Akademie aufsetzte. Nach einer Sekunde in der nichts geschah, öffnete sich die Klappe am Heck des Transporters und die Soldaten traten aus dem Transporter. Die Sonne schien blendend hell vom Himmel und verwandelte die ganze, mit einer wenige Zentimeter dicken Schneeschicht bedeckte Landschaft, in ein gleißendes, frostiges Wintermärchen. Das Gefühl wieder zuhause zu sein, wieder auf bekanntem Boden zu stehen und der unerwartete, überwältigende Anblick ließen Jenni einen Moment inne halten bevor sie aus dem Transporter trat. Der Riesige Eichen-artige Baum auf dem Platz sah aus als wäre er mit einer dünnen Kristallschicht überzogen, an manchen Ästen hingen handlange Eiszapfen, die im Sonnenlicht golden funkelten. Bei diesem Anblick erinnerte sich Jenni an das letzte Weihnachtsfest, damals hatte sie Kiara erst als Schulfreundin und Warrek erst am Rande. Die Gärtner der Akademie hatten die fast 40 Meter hohe Tarkezie mit Weihnachtskugeln und Lichterketten geschmückt. Davon hatte sie noch immer ein Bild auf ihrem PC. Bereits als sie einige Schritte aus dem Schiff gestiegen war, erkannte Jenni ihren Vater, er stand in seiner Sonntagsuniform stramm da und lächelte sie an. Erstaunt war sie darüber, dass ihre Eltern und Kiaras Mutter direkt beieinander standen, ihr Vater schien sich etwas daran gewöhnt zu haben und seinen Argwohn gegenüber den Asari etwas abgelegt zu haben. „Mein kleines Mädchen!“ rief ihr Mutter schliesslich als Jenni noch einige Schritte von ihr entfernt war. Sie konnte sich nicht mehr zurückhalten und ging eilig auf sie zu, nahm sie in den Arm und gab ich einen Kuss. „Hei Mam“ antwortete die Anführerin der BDF. Kiara trat inzwischen zu ihrer Mutter „Hei Mama, schön dich zu sehen.“ Auch sie nahmen sich in den Arm. Miss Nesharis trug einen Wintermantel, ein Asari Produkt wie Jenni annahm, der Schnitt und die Verarbeitung deuteten darauf hin. „Ich nehme an du hast mir vergeben, sonst wärst du jetzt nicht hier oder?“ „Wir alle hatten solche Trotzideen gehabt als wir jung waren.“ Erwiderte die ältere Asari grinsend und drückte ihre Tochter fest an sich. „Soldat, stehen sie gerade“ meinte Jenni grinsend als sie vor ihren Vater trat und salutierte. Er erwiderte den Militärgrus und sah seine Tochter regungslos an. Nach einigen Sekunden in denen sie sich gegenübergestanden waren brach es schliesslich aus Jenni heraus „Dady“ sie trat eilig zu ihm und nahm ihn in die Arme. „Na doch noch meine kleine?“ „Ja, für dieses Wochenende schon“ meinte Jenni lächelnd. Anschliessend trat Jenni zu Kiaras Mutter und nahm auch sie in den Arm. „Hallo Miss Nes….“ Sie sah Jenni tadelnd an. „Selara, tut mir leid“ erwiederte diese. Kiara war zu Miss Parker getreten und wurde von ihr in die Arme genommen. „Hallo Kiara, schön dich auch gesund wieder zu sehen.“ „Danke, ich bin auch froh Sie wieder zu sehen“, antwortete Kiara. „Zu Jennis entsetzen ging Kiara anschließend zu ihrem Vater und nahm diesen auch in den Arm. Erstaunt dass dieser nicht wegrannte richtete sich Jenni an ihre Mutter „Du hast ihn ganz schön in die Mangel genommen, hm?“ „Ich musste ihn ganz schön in den Hintern treten, bis er das erste mal ein Treffen mit Selara organisiert hat. Aber anscheinend hat`s was gebracht.“ Lächelnd nahm er Kiara in den Arm und musterte sie. „Immer noch etwas ungewohnt eine Asari in Allianzoutfit zu sehen.“ „Ach hör gar nicht hin, du siehst toll aus, das ist nur sein Soldatenstolz. Ihr seht beide aus wie richtige Soldatinnen…. Wo ist nur das kleine Mädchen hin, das ich damals habe gehen lassen?“ fragte sie an Jenni gerichtet. „Das ist irgendwo in der Grundausbildung auf der Strecke geblieben“ antwortete ihre Tochter lächelnd. „Ooh“, seufzte Miss Parker enttäuscht „Aber doch nicht mein kleines Mädchen…. du wirst immer meine kleine sein.“ „Lasst uns rein gehen, hier draussen ist es bitterkalt.“ Kiaras Mutter trat zu einem Skycar. Die Anderen folgten ihr dorthin und stiegen ebenfalls ein. „Selara war so nett frischen Kaffee und Kuchen zu machen“ warf Rebecca Parker ein. „Ganz alles habe ich nicht gemacht, deine Mutter hat auch gebacken Jenni, ich werde hier für Dinge gelobt für die ich gar nicht verantwortlich bin.“ Das Skycar glitt leise surrend in einigen duzend Metern Höhe über den Boden. Die schneebedeckten Dächer die draußen an ihnen vorbeirauschten, waren Jenni bekannt, doch nachdem sie mehr als einen Monat weg von zuhause gewesen war, kam es ihr doch irgendwie fremd vor. Den Weg zu Kiaras Zuhause kannte sie jedoch noch bestens. „Ist hier etwas Besonderes passiert in letzter Zeit?“, brach Kiara schließlich das Schweigen. „Eigentlich nichts besonderes, ihr habt nichts verpasst. Mister Jenkins musste ins Krankenhaus, weil er hingefallen war und sich den Arm gebrochen hatte, mittlerweile ist er aber wieder draußen, und wir haben einen ganzen Haufen Benachrichtigungen von Versicherungen, Banken und all dem erhalten, das du jetzt bei der Allianz seist und jetzt alles anderes geregelt wird“, antwortete Henry Parker.
Das Gespräch am Tisch mit ihren Eltern war gut verlaufen, sie hatten über ihre Zeit bei der Rekrutierung gesprochen und was sie alles so gemacht hatten in der Grundausbildung. In Detail gegangen waren sie dabei noch nicht, da Jennis Eltern noch “Etwas erledigen mussten“. Nach etwas mehr als dreißig Minuten waren sie bereits wieder gegangen. Ihre Mutter hatte sich zigmal bei ihr entschuldigt dass sie bereits wieder weg mussten, was sie jedoch noch erledigen mussten hatten sie ihr noch nicht erzählt. Kiaras Mutter hatte sie mit dem Skycar nachhause gebracht, so das Jenni und Kiara alleine waren. „Wow, es fühlt sich großartig an wieder zuhause zu sein“ bemerkte Kiara. „Wieder in den eigenen vier Wänden, ungestört…“ „Ich weiss worauf du hinaus willst Jenni, aber meine Mutter wird wahrscheinlich nicht sehr lange brauchen um deine Eltern nachhause zu bringen und wenn ich mich so zurückbesinne, dann bist du schon fast umgekippt, als sie uns nur beim Küssen gesehen hatte….“ Sie hatte anfangs einen kurzen Blick zu ihrer Freundin geworfen, sich dann aber der Obstschale auf dem Tisch vor sich zugewendet. Mit geschickten Fingern pflückte sie eine der Trauben daraus. Gerade als sie sie in ihren Mund stecken wollte, spürte sie Jennis warmen Atem in ihrem Nacken, nur Sekundenbruchteile bevor diese sie dort küsste. Die eine von Jennis Händen wanderte auf Kiaras Hüfte, die andere glitt langsam ihr Bein hoch. Sanft strichen die Fingerspitzen der jungen Frau über den festen Stoff der Militäruniform. Kiara liess sie gewähren und bot ihr ihren Hals an indem sie ihren Kopf von Jenni weg lehnte. „Willst du wirklich von meiner Mom erwischt werden? Sie ist nicht überall so locker wie es scheint“ säuselte Kiara leise während sie sich streckte. „Wir könnten ja in dein Zimmer gehen…“ „Das ist zu schlecht isoliert, das würde sie trotzdem hören…. Und außerdem werden wir heute Abend noch genug Zeit haben, nur keine Angst.“ Kiara stoppte Jennis Hand die immer noch ihr Bein Streichelte. Während eines weiteren Kusses wanderte Jennis andere Hand zu Kiaras Hosenknopf, öffnete ihn und sank danach vorsichtig in den Slip der Asari. „Wir haben nur zwei Tage, da dürfen wir keine Zeit verschwenden, deine Mutter braucht bestimmt noch mindestens zehn Minuten….“ Als Jennis Fingerkuppen über die Weiche Haut der Asari strichen und sie sanft massierten entwich dieser ein Atemstoß. Mit einem Ruck löste sich Kiara aus Jennis Umarmung, drehte sich zu ihrer Freundin um und griff nach deren Hand die gerade noch in ihrer Unterwäsche gewesen war. Zärtlich umschloss sie das vorderste Fingerglied von Jennis Mittelfinger mit ihren Lippen und zog es langsam aus ihrem Mund heraus. „Auch wenn der Gedanke daran mich extrem anmacht, möchte nicht unter Zeitdruck… im Wohnzimmer wo uns alle Nachbarn sehen können.“ Jenni biss sich auf die Unterlippe, sie war total angespannt. Sie Spürte ein leichtes ziehen in ihrem Höschen, die Berührungen ihrer liebsten und die Tatsache das sie jetzt nicht mehr unter der Aufsicht der Allianz standen hatten sie total aufgeheizt. „Dann ist das aber wenig hilfreich, ich fall gleich über dich her“ meinte Jenni, ihr Blick wanderte immer wieder über Kiaras Körper. Das wirst du mal schön lassen, kapiert?“, ihre Stimme klang neckisch. Sie küssten sich lange und sinnlich bevor sich Kiara auf einen Sessel fallen lies und durch das große Fenster nach draußen sah. Nachdem sie einige Sekunden das Panorama betrachtet hatte, fragte sie Jenni ein wenig geistesabwesend „Hast du dir schon mal überlegt, wie alles gekommen wäre, wenn wir nie auf den Hügel gegangen wären?“ Etwas erschrocken sah Jenni zu Kiara und trat zu dem Sessel. „Nein, ich bin dankbar dafür, dass es so gekommen ist wie es jetzt ist. Ich hoffe du blickst nicht reumütig auf diese Entscheidung zurück.“ Nachdem Jenni geendet hatte, dauerte es einen Moment, bis Kiara verstand was sie meinte. Sofort richtete sie sich auf und sah Jenni mit großen Augen an. „Nein, natürlich nicht! Das war nicht so gemeint, ich finde es nur interessant mir zu überlegen, was für mich dann alles anderes gelaufen wäre. Hätte ich dir nie meine Gefühle
gestanden, wärst du trotzdem zu dem Projekt gegangen. Ich wäre dann nach Thessia geflogen um dort zu studieren und später einen guten Job zu lernen. Wir hätten uns vielleicht noch einmal im Jahr sehen können. Meine Mutter hätte ich wahrscheinlich auch eine ganze Weile nicht mehr gesehen, von den Leuten der Akademie ganz zu schweigen.“ Nach den nachdenklichen Worten ihrer Freundin überlegte auch Jenni kurz. „Hm, ich wäre zu dem Projekt gegangen, das Geschenk für Warrek…. Ich weiß nicht ob ich mutig genug gewesen wäre, einfach so auf Shalera und Ivana zuzugehen. Wenn ich dich nicht gehabt hätte wäre wahrscheinlich einiges anders gelaufen.“ „Zum Beispiel?“ „Ich hätte meinen Vater niemals so schön schocken können beim Abendessen. Und das schönste Erlebnis meines bisherigen Lebens hätte ich auch nicht gehabt ohne dich.“ Kiara schloss kurz die Augen und lies das damals erlebte Revue passieren. Nach einem kurzen Seufzen öffnete Kiara ihre Augen wieder, Jenni stand direkt vor ihr. „Dann hätte ich dieses Erlebnis auch nicht gehabt, und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich es mit jemand anderes so hätte genießen können, wie mit dir.“ Die junge Parker beugte sich zu Kiara vor und küsste sie auf den Mund. Ihre Zungenspitzen begannen sich zu berühren und die Junge Asari legte ihre Unterschenkel seitlich an Jennis Hüften. Einmal begonnen, wollten die Beiden nicht mehr voneinander ablassen. „Ich bin wieder da….hei Jenni, wir haben einen ganzen Haufen zu essen hier falls du Hunger hast, nicht das du mir meine Tochter noch auffrisst.“ Die beiden jungen Frauen zuckten erschrocken zusammen. Jenni hatte sich von Kiara gelöst und verharrte nun in ihrer Position direkt vor ihr. Sie spannte sich an und versuchte die Schamröte zu unterdrücken, sie scheiterte jedoch. Sofort begann Kiara zu grinsen, Jenni richtete sich auf und sah zu Selara, diese war in die Küche gegangen. „Keine Sorge, ich bin ja schliesslich verantwortlich für alle Soldaten meines Trupps.“ „Ich hoffe du behandelst nicht alle so zärtlich wie mich“ flüsterte Kiara leise. „Nein, und du bist auch die einzige von der ich zwischendurch nasche…“ Jenni küsste sie auf den Hals und deutete mit ihren Zähnen vorsichtig einen Biss an. „Ah, lass das“ stieß ihre Freundin leise hervor. Als Jenni sich nach dem Kuss wieder aufrichtete, stand Selara beim Eingang zu der Küche und sah Jenni an. Diese wurde sofort noch röter und lächelte verlegen. „Ich will Kiara sowieso nicht noch länger in Beschlag nehmen, es gibt sicher eine ganze Menge die Sie mit ihr bereden möchten. Meine Eltern würden sich bestimmt auch freuen wenn ich noch ein wenig mit ihnen rede“ meinte Jenni. „Das hättest du früher sagen sollen, dann hätte ich dich gleich mitnehmen können.“ Miss Nesharis wollte sich gerade auf den Weg machen, die Schlüssel führ ihr Skycar zu holen warf Jenni ein „Sie müssen mich nicht fahren, ich gehe ganz gerne mal wieder etwas zu Fuss durch die Heimat. Den alten Mister Jenkins werde ich sowieso noch einmal schnell besuchen gehen. Er wird sich sicher auch freuen.“ „Ich will dich nicht von hier verscheuchen, so war das nicht gemeint“ entgegnete Selara Nesharis eilig. Kiara erhob sich nun auch von dem Sessel, sie umarmte Jenni und gab ihr noch einmal einen langen Kuss „bis nachher“ flüsterte sie leise. „Bis nachher“, antwortete Jenni ebenfalls mit gedämpfter Stimme „Ich weiss, das tun sie auch nicht. Ich denke wir werden uns spätestens morgen sehen.“ „Wahrscheinlich“ antwortete Kiaras Mutter lächelnd. Jenni zog das Jackett, das sie an den Kleiderständer im Gang gestellt hatte wieder an drehte sich noch einmal um und verabschiedete sich höflich von Kiara und ihrer Mutter.
Abgesehen von ein paar Wolken, die gemächlich über den Himmel krochen, war das Wetter wunderbar. Die Sonne spendete ein Wenig Wärme, es herrschten eisige Temperaturen. Jennis Atem bildete kleine Wolken und sie konnte spüren, wie ihre Nasenspitze langsam taub wurde. Mister Jenkins kleiner Laden war nur ein kleiner Umweg auf ihrem Spaziergang nachhause. Die schneebedeckten Gehsteige waren von zahlreichen Spuren gezeichnet, große, kleine, schlurfende und hüpfende Leute waren hier entlang gegangen. Jenni konnte auch die Spuren eines Turianers erkennen. In Gedanken, über die Spuren und die Leute, die sie hinterließen, versunken kam Jenni bei dem kleinen Geschäft an und trat hinein. Die kleine Glocke oben an der Tür bimmelte wie immer. Mister Jenkins war nicht zu sehen also wartete Jenni einen Moment, ihr Blick wanderte durch den Raum. Überall waren die Regale leer, auch in den Schaufenstern standen nur noch vereinzelte Stücke. „Ah, Jenni, schön dich zu sehen. Oder muss ich salutieren vor so eine Würdevollen Soldatin?“ Er war durch die Tür hinter dem Tresen getreten und hatte die Kundin sofort erkannt. „Mister Jenkins, schön sie wieder zu sehen.“ Sie nahm den alten Mann vorsichtig in den Arm. „Wie geht es dir mein Kind?“ Sie lächelte ihn an „Gut, müde, aber gut… ich habe gehört sie hätten einen Unfall gehabt.“ Er nickte und zeigte auf seinen linken Unterarm der in einem Dünnen Stabilisationsgips steckte. „Nichts großes, ich wollte nur schnell den Schnee vor der Eingangstür etwas wegfegen und bin ausgerutscht. Ich bin einfach nicht mehr ganz so stabil wie früher“ antwortete er grinsend.
Sofort kamen sie ins Gespräch, er lud sie auf einen Tee ein, sie setzten sich an einen Tisch und sprachen über ihre Ausbildung, sein Geschäft und vieles anderes. Ehe sie sich versah, waren zwei Stunden vergangen.
„Ach ja, die gute alte Zeit“ schwärmte Mister Jenkins. Er hatte ihr von seiner Zeit bei der Allinaz erzählt, noch vor dem ersten Massenportalsprung der Menschheit. Jenni war von seinen Geschichten schon immer fasziniert gewesen, als kleines Mädchen war sie manchmal nach der Schule zu ihm gegangen und hat ihn Stundenlang ausgefragt. „Schön dass sich wenigsten jemand für die Geschichten eines alten Mannes interessiert“ hatte er immer gesagt. „Apropos Zeit, ich habe dich schon viel zu lange aufgehalten, du hattest bestimmt noch viele andere Dinge vor als nur meinen nostalgischen Erinnerungen zu lauschen.“ „Nicht doch, ich freue mich wie eh und je über ihre Geschichten, ich wünschte sie wären unser Geschichtslehrer gewesen, bei ihnen sind all diese Geschichten so lebendig und aufregend.“ Jenni hatte den Geschichtsunterricht gehasst, auch wenn sie das Thema an sich interessiert hatte. Ihr Lehrer hatte Bücher anscheinen geliebt, sie hatten fast Jeden Tag aus alten Berichten vorgelesen oder einer Vorlesung gelauscht. „Ich glaube kaum, dass ich dazu das nötige Wissen hätte, das sind schließlich nur die Erinnerungen eines unbedeutenden Soldaten, ich habe nicht die Geschichte geschrieben…“. „Vielleicht nicht, aber Sie haben dafür gesorgt, dass sie richtig abläuft“ unterbrach Jenni ihn. Sie standen beide auf und gingen zurück ins Geschäft. „Oh, und ich habe noch etwas für dich, einen Moment. Er ging zurück in seine Wohnung und erschien einige Minuten später wieder. Er trug ein kleines Kästchen bei sich. „Eigentlich wollte ich dir das bei unserem letzten Treffen schenken, aber ich bin mittlerweile alt und du bist in der Allianz, wir sehen uns vielleicht nur noch einmal im Monat und ich weiß nicht, ob ich nächsten Monat noch hier bin. In jedem Fall will ich aber, dass ich es dir persönlich überreichen kann.“ Er übergab Jenni das Kästchen und sah sie lächelnd an. Sie wollte ihm widersprechen doch sie wusste, dass er recht hatte. „Ich…. ich weiß nicht wie ich ihnen dafür danken soll…“ „Du hast bereits viel für mich getan, auch wenn du das vielleicht noch nicht verstehst.“ Jenni sah erst sein lächelndes Gesicht an und dann das kleine Kästchen. Vorsichtig machte sie sich daran es zu öffnen. Der Deckel des kleinen Kästchens öffnete sich, Jenni starrte mit offenem Mund auf den Inhalt. Ihre Pupillen Weiteten sich. „Das kann ich unmöglich annehmen. Die haben bestimmt ein Vermögen gekostet.“ „Das ist doch nicht wichtig, du sollst sie haben.“ „Mister Jenkins, ich habe wahrscheinlich nicht einmal genug Geld auf der Bank um die zu bezahlen.“ „Du sollst sie auch nicht bezahlen mein Kind. Die sind ein Geschenk.“ Er legte Jenni die Hand auf die Schulter und sah sie auffordernd an. „Schau dich mal um, mein Geschäft schließt nächste Woche, ich habe kaum mehr was hier. Alles was ich konnte habe ich verkauft.“ „Ja,
aber…“ „Junge Dame, man widerspricht nicht, wenn man ein Geschenk bekommt, das ist unhöflich. Tu mir bitte den Gefallen und nimm sie.“ Jenni sah die beiden glänzenden Ringe Noch einmal an. Sie waren beide Golden und poliert. Jeweils auf der Mitte des Ringes prangte ein kleiner aber wunderschöner Edelstein. „Eine schöne junge Frau wie du wird bestimmt keine Probleme haben den Richtigen zu finden, die Männer müssten bei dir ja eigentlich Schlange stehen.“ Jenni antwortet mit einem freundlichen Lächeln. Dass sie nicht auf der Suche nach einem Mann war musste er nicht wissen, die meisten Leute aus seiner Generation hatten die Alienrassen noch im Erstkontaktkrieg kennen gelernt. Deshalb standen sie einer Beziehung zwischen Mensch und Aliens meistens nicht so offen gegenüber. „Danke vielmals, ich weiß nicht, wie ich mich dafür bedanken soll.“ Sie nahm ihn fest in den Arm „Danke“. „Vorsicht, nicht so stürmisch, mein Arm." Sofort schreckte Jenni zurück „Tut mir leid, das wollte ich nicht.“ Sie trat noch einmal zu ihm und nahm ihn noch einmal sanfte in den Arm. „Ich hoffe wir sehen uns bald wieder Mister Jenkins.“ „Das hoffe ich auch Jenni. Auf Wiedersehen.“ „Auf Wiedersehen Mister Jenkins.“
„Du bist hier? Ich dachte du wärst bei Kiara“ fragte Jennis Mutter überrascht als ihr Tochter in Küche trat. „Ja, ich war gerade noch bei Mister Jenkins, er hat sich gefreut mich zu sehen. Wir haben über die Allianz gesprochen.“ „Schön dass wir mal wieder als eine Familie essen können, setz dich, ich habe nicht allzu viel gekocht, ich bin immer noch satt vom Kuchen.“
Jenni saß auf ihrem Stuhl, sie war gerade daran mit ihrem UW eine Nachricht an Selak zu schicken. Er hatte ihr geschrieben, wo das Treffen mit den anderen von der Akademie ablaufen würde, wenn er genug Leute organisieren kann. Sie hatte mit ihren Eltern gesprochen und gegessen. Anschließend war sie ins Wohnzimmer gegangen, um sich hinzulegen und sich etwas zu entspannen. Nach einer Weile war sie auf dem Sofa eingeschlafen, das harte Training hatte sie ziemlich mitgenommen. In den letzten Wochen hatten sie selten genug Schlaf bekommen, das bekam sie jetzt zu spüren. Als sie wieder aufwachte, waren bereits einige Stunden vergangen. Ihre Mutter sah sie lächelnd an, als sie in die Küche trat. „Es ist lange her seit du das letzte mal ein Mittagsschläfchen gemacht hast. Sie lächelte etwas verschlafen. „Damals war ein Mittagsschläfen doof und zu kindisch, heute würde ich manchmal einen ganzen Haufen dafür geben.“ Ein Fenster auf ihrem PC blinkte auf, Warrek hatte ihr eine Nachricht geschrieben. „Wollen wir quatschen?“ war der kurze Inhalt. Jenni tippte kurz auf der holografischen Tastatur etwas ein und sendete ihrem Freund einen nickenden Smiley. Einige Sekunden später ertönte ein Piepen und die Meldung, dass sie jemand anrief. Eilig klickte Jenni auf die Entsprechende Schaltfläche, um den Anruf anzunehmen. Das Bild von Warreks Gesicht erschien auf dem Bildschirm. „Hei Jenni, wie geht’s dir?“ „Hi Warrek, gut und dir?“ Der Turianer begann zu grinsen „Gut, die STG Basis ist relativ abgelegen, die frische Luft tut gut.Wobei ich die meiste Zeit unterirdisch oder in Labors verbringe.“ „Ich dachte, das gefällt dir, den ganzen Tag zusammen mit Anderen, die dich verstehen und dir auch folgen können an irgendwelchen Techsachen tüfteln. Nächtelang mit Pizza und koffeinhaltigen Getränken am PC sitzen, war doch schon immer dein Ding.“ Warrek begann zu lachen, als er das hörte „Ja, aber nicht so wie hier, die Nächte haben wir mit Onlinegames verbracht und nicht mit dem Lösen Trigangularer-Matrixberechnungen eines Energiesystems, zur Kristall-Anregung einer Reaktivpanzerung.“ „Danke, jetzt fühle ich mich dämlich, bitte noch einmal für die dummen in diesem Gespräch.“ „Hei es können nicht alle schlau sein, du bist dafür hübsch….“ Er lachte erneut laut auf und sah Jenni, die ihn ernst anblickte an. „Wenn ich dich das nächste Mal sehe trete ich dir in den Hintern.“ „Nein, nur Spaß. Jetzt weißt du, wie ich mich fühle wenn ich mich mit einem der Techspezialisten hier unterhalte. Die Salarianer sind ein wenig kompliziert, wenn man sie nicht kennt wirken sie sehr sprunghaft. Alle anderen Spezies wirken wohl etwas zurückgeblieben auf sie. Jedes Mal wenn ich ihnen sagen muss sie sollen mir etwas noch einmal erklären und ein wenig langsamer machen, sehen sie mich an als wäre ich ein Idiot.“ „Na wenigstens werdet ich nicht um sechs Uhr morgens geweckt, indem man euch einen Blecheimer durchs Schlafzimmer wirft und anschließend werdet ihr eine Stunde durch den Wald gescheucht bis einige vor Erschöpfung an den Boden Kotzen. Danach wird gefrühstückt und dann fängt das Training an.“ Entsetzt sah Warrek seine Freundin an „Was?! Und sowas tust du dir freiwillig an?“ „Naja, man gewöhnt sich daran und außerdem gibt es ja auch gemütliche Momente….“ Meinte Jenni lächelnd. „Ah, du meinst solche wo ihr euch in Unterwäsche ablichtet?“ „Unter anderem…. Benutzt du den Kalender eigentlich?“ Er aktivierte sein Universaalwerkzeug und zeigte Jenni eines der Bilder das sie aufgenommen hatte. „Klar, ich bin nur immer etwas abgelenkt wenn ich mir meine Termine ansehen will“ antwortete er grinsend. „Ach übrigens, was ist den mit deinen Haaren geschehen?“ Jenni griff nach hinten, löste das Haargummi mit dem sie ihre Haare zusammengebunden hatte und schüttelte ihren Kopf. Ihre Haare waren immer noch leuchtend rot. „Wow, interessant. Hast du sonst noch andere Veränderungen an dir vorgenommen?“ Jenni dachte kurz nach „Ja, da gibt es wirklich etwas, Moment.“
„Das ist nicht dein Ernst oder?!“ „Doch, Alkohol und Stolz sind eine schlechte Mischung. Zusammen mit jugendlichem Übermut ergibt sich sowas daraus.“ Er sah sie mit großen Augen an. „Du bist jetzt erst etwas mehr als einen Monat in der Allianz und schon bei N7?“ „Nicht wirklich“ antwortete sie mit einem breiten Lächeln. „Wir sind ein N7 Projekt, Geheimhaltung und so, aber wir sind noch weit von N7 entfernt.“ „Was macht ihr denn eigentlich jetzt?“ Jenni legte die Stirn in Falten „Wir dürfen nichts genaues bekanntgeben, Die Biotic Drop Force ist eine Einheit aus Biotikern die hinter den gegnerischen Linien abspringt. Genaueres darf ich wegen der Geheimhaltung nicht erzählen.“ „Klar, verstehe ich, ich hab hier auch den ersten Tag damit verbracht eine Million solcher Erklärungen zu unterzeichnen“ antwortete der Turianer. „Ich würde eh kein Wort verstehen.“ Nachdem sie eine Weile in der sie sich über diverse Themen unterhalten hatten, kamen sie auf ihre Zeit an der Akademie zu sprechen. „Wo hast du denn eigentlich Kiara gelassen? Ich dachte nach einem ganzen Monat strenger Ordnung und Kontrolle würdet ihr nun gegenseitig an euch rumknabbern.“ „Das haben wir in der Nacht vom Donnerstag auf den Freitag schon mal vorgeholt“ antwortete Jenni.
„Jenni?“ Ihre Mutter klopfte an die Tür und öffnete sie einen Moment später. Jenni die noch immer mit Warrek am Reden war sah sie fragen an „Ja?“ „Du solltest dich bereit machen, wir gehen schon bald.“ Verständnislos starrte Jenni ihre Mutter an „Wohin?“ Ihre Mutter begann zu grinsen „Das wirst du noch früh genug erfahren, aber du solltest dich dafür hübsch machen.“ Jenni deutete ihrer Mutter an einen Moment zu warten. „Hei Warrek, ich muss los, wir sprechen uns ein andermal wieder ok?“ „Ok, kein Problem“ Sie beendete den Anruf und wandte sich wieder ihrer Mutter zu. „Also, wann gehen wir und was soll ich dafür anziehen?“ „In einer Stunde, ich habe dir bereits Kleider bereitgelegt.“ Etwas verwirrt stand Jenni auf, schaltete den Computer ab und machte sich auf ihrer Mutter zu folgen. „Eigentlich hatte ich gehofft heute Abend hier zuhause sein zu können. Um mich mal ein wenig zurück lehnen zu können und die Seele baumeln zu lassen.“ „Ach komm, ich bin mir sicher dass es dir gefallen wird, Kiara wird auch da sein.“ Sofort horchte Jenni auf „wo denn?“ „Du erwischst mich nicht, das erfährst du noch früh genug Jenni. Nur nicht so neugierig.“ Widerwillig unterdrückte Jenni den Drang ihre Mutter auszufragen. „Ok, wo hast du denn die Kleider bereitgelegt?“ Ihre Mutter deutete in Richtung des Badezimmers „Es sollte alles dort sein was du brauchst“ antwortete sie. „Danke“ erwiderte ihre Tochter etwas Skeptisch. Als sie das Badezimmer betrat, kam ihr ein Schwall warmer, feuchter Luft entgegen. Jemand hatte vor kurzem geduscht und den Raum nicht gelüftet. Jenni sah sich nach einem Kleiderstapel um, als sie die von ihrer Mutter bereitgestellten Kleider sah traf sie ein Schock. „Oh nein, das geht ja wohl gar nicht“ stöhnte sie entsetzt. Vor ihr lag das Kleid das sie an ihrem achtzehnten Geburtstag getragen hatte. „Verdammt, das…“ sie hielt das Kleid an sich und warf einen Blick über ihre Schulter „Verdammt, man wird es sehen.“ Sie legte das Kleid wieder hin aktivierte ihr UW und schickte Kiara eine Nachricht „Hast du davon gewusst? Das mit dem Kleid geht ja wohl gar nicht.“ Anschließend legte sie ihr Universalwerkzeug ab und zog sich aus. Ganz alleine zu duschen war mittlerweile etwas ungewohnt. Gerade als sie die Dusche betreten wollte hörte sie ein piepen, Kiara hatte ihr geantwortet. „Nein, ich habs auch gerade erfahren! Wieso passt es etwa nicht mehr?“ „Sie hat es wirklich schon vergessen?“ ging es Jenni durch den Kopf eilig tippte sie die Worte „Doch, aber du hast wohl was vergessen….N7.“ Das würde reichen um ihrer Erinnerung auf die Sprünge zu helfen. Nach dem sie geduscht hatte rasierte Jenni sich Beine und unter den Achseln, auch wenn die dünnen Härchen kaum sichtbar waren störten sie Jenni trotzdem besonders bei einem Ärmellosen Kleid. „****! Hast du es ihnen schon gesagt?“ hatte Kiara geantwortet. „Nein, bist du irre? Meine Mutter wird mich killen!“ anschließend an die Nachricht fügte Jenni noch ein Smiley mit Kreuzchen in den Augen an. Sie zog neue Unterwäsche und das Kleid an. Als sie sich im Spiegel betrachtete strich sie sich über die Stirn. „Verflucht, wie löse ich das bloss.“ In Gedanken versunken machte sie sich daran ihre Haare zu kämmen und ihre Frisur zu Recht zu rücken. Gerade als sie damit fertig war sich zu schminken erhielt sie eine weitere Nachricht. Sie hatte nur etwas Lidschatten und Lippenstift aufgetragen. „Elegante Lösung, es ist ja kalt, da fällt es nicht auf.“ Kiara hatte sich ein Halstuch um den Hals und die Schultern gelegt und Jenni ein Foto von sich geschickt. „Geniale Idee, mach ich auch!“ antwortete Jenni ihr. Sie hatte sich das Bild zweimal ansehen müssen, da sie das erste Mal nicht auf Kiaras Kleider sondern auf den Schlanken Eleganten Körper ihrer Freundin der von einem relativ engen Kleid mit kurzem Rock bedeckt wurde. Vorsichtig schaute Jenni aus dem Badezimmer in den Gang, als sie ihre Mutter nirgends sehen konnte trat sie eilig heraus und huschte die Treppe hoch in ihr Zimmer. Nach kurzem Suchen fand Jenni was sie suchte, ein Jackett das farblich zu ihrem Kleid passte. Sie zog es an und machte sich auf den Weg nach unten. Sie trug auch ihre Ohrringe, die sie von Mister Jenkins bekommen hatte und eine dünne Halskette.
„Du siehst blendend aus“ antwortete Rebecca als ihre Tochter sie fragend ansah. Jenni hatte gerade eben die Küche betreten. Ihre Eltern warteten bereits auf sie. „Was denkst du Dad?“ „Du siehst bezaubernd aus Schatz“ antwortete er seine Tochter musternd. Henry trug einen Noblen Anzug, wahrscheinlich noch von seiner Zeit bei der Allianz. Ihre Mutter trug auch ein Kleid, ein nicht ganz so gewagtes wie ihre Tochter aber auch ein nobles. „Irgendwie fühle ich mich in diesem Kleid irgendwie fehl am Platz, ihr tragt Abendkleidung und ich…. nun ja.“ „Schatz du siehst toll aus und zudem, hättest du denn überhaupt Abendkleider?“ „Ok stimmt, aber wenn ihr mir von Anfang an gesagt hättet dass wir weg gehen hätte ich…“ „Noch Geld für etwas ausgegeben das du nur ein einziges Mal brauchst? Das ist doch nicht nötig“ unterbrach ihre Mutter sie. Ihr Vater sah auf seine Uhr und trat anschließend zu seiner Frau. „Schatz wir sollten gehen, wir wollen die Anderen doch sicherlich nicht warten lassen.“ Sie nickte und die ganze Familie machte ich auf den Weg. Draußen war es eisig kalt und es schneite leicht, Jenni war nun doppelt froh über ihr Jackett. „Darf ich jetzt endlich erfahren wo wir hingehen?“ fragte Jenni ungeduldig als ihr Vater das Skycar startet. „Noch nicht.“ Antwortete ihr Vater knapp. Jenni verschränkte die Arme und sah beleidigt aus dem Fenster. Ihr wisst das ich es hasse zu warten!“ Sie erhielt keine Antwort. Nach einigen Minuten setzte das Skycar vor der Wohnung von Kiara und ihrer Mutter auf. Die Beiden Asari traten aus der Wohnung und gingen eilig auf das Skycar zu. Jenni öffnete ihnen die Tür, Ihre Freundin stieg neben ihr ein und nahm Jenni in die Arme. „Es ist ja schweinekalt!“ meinte sie fröstelnd. Jenni kuschelte sich an sie um sie aufzuwärmen. Selara stieg ebenfalls in das Skycar, beide Asari trugen ein relativ offenherziges Kleid. „Hallo Selara“ grüßte Jenni sie. „Haben dir deine Eltern erzählt wohin wir gehen, meine Mam stellt sich stur.“ Fragte Kiara ihre Freundin. „Ich hatte auch keinen Erfolg, meine Eltern machen auch ein riesen Geheimnis daraus“ erwiderte diese. Es dauerte noch einen Moment bevor das Skycar erneut landete. Als Jenni aus dem Fenster sah glaubte sie erst ihren Augen nicht mehr trauen zu können. Sie standen direkt vor dem Eingang des “Goldenen Schlüssel“ einem der vornehmsten Restaurants der ganzen Kolonie. „Ihr wollt mich doch veralbern, wir gehen hier hin? Leute, die lassen mich in dem Outfit da doch gar nicht rein. In solchen nobelschuppen gehen doch nur Snobs, die sind alle viel zu verklemmt.“ „Ich glaube kaum wo es so schlimm sein wird“ erwiderte Kiaras Mutter. „Mam, du hättest mir auch was sagen können.“ Protestierte Kiara. Henry Parker öffnete die Tür des Skycars und trat hinaus. „Kommt schon, ihr könnt euch drinnen weiter beschweren“ meinte er grinsend. Die Anderen stiegen ebenfalls aus und folgten ihm. Henry gab eine ihm entgegenkommenden Pagen die Autoschlüssel damit dieser seinen Wagen parken konnte. Als sie die Eingangstür erreichten hielt ihnen ein Junger Mann selbige auf und wünschte ihnen einen guten Abend. Die Eingangshalle war pompös eingerichtet und sehr geräumig. Die Rezeption war fast zwanzig Meter vom Eingang entfernt auf der anderen Seite des Raumes. Jenni ließ ihren Blick durch den Raum wandern. An den Wänden hingen alt und teuer aussehende Gemälde. Marmorsäulen standen neben den dem Eingang. An der Decke hingen zwei große Kronleuchter, die in einem warmen Licht verbreiteten. „Guten Tag, haben sie einen Wunsch?“ Die junge Frau an der Rezeption lächelte sie an, als sie näher traten. „Wir haben eine Reservation auf den Namen Parker“ erwiderte Henry. Nach kurzem suchen fand sie die Reservation. „Würden sie mir bitte folgen?“ fragte sie höflich und ging auf die Gaststube zu. Die Anderen folgten ihr und traten in den Nebenraum. Ein großer Raum in dem zahlreiche Tische standen. Die meisten waren mit Tischdecken, die fast bis zum Boden reichten und darauf stehenden Kerzenständern gedeckt. „Bitte nehmen sie Platz, wünschen sie irgendwelche Kleider an die Garderobe abzugeben?“ „Du kannst ja dein Jackett abgeben Jenni“ meinte Rebecca Parker. „Ähm, ich bin mir nicht sicher, ob das gut ist, ich würde es lieber hier behalten.“ „Keine Sorge, falls sie ihr Jackett wieder haben möchten, werden wir es Ihnen jederzeit holen“ sagte die Rezeptionistin freundlich. „Du kannst hier nicht einfach wie zu Hause die Kleider über den Stuhl hängen“ meinte Henry. Widerwillig trennte sich Jenni von ihrem Jackett. Sie setzte sich sofort hin, in der Hoffnung, dass niemand es
bemerken würde.
Schnell war das Kapitel wieder vorbei, nicht?
Nächsten Sonntag gehts dan ja weiter. Bis dahin wünsch ich euch noch eine schöne Woche falls man sich nicht mehr hört.
Ich würd mich natürlich wieder über Feetback freuen.
Modifié par elitedefender2, 14 janvier 2013 - 05:11 .
#396
Posté 14 janvier 2013 - 04:48
#397
Posté 14 janvier 2013 - 04:57
maximus20 wrote...
Da bin ich mal nicht on und du hast schon das nächste kapitel geschrieben coole story habs grad durchgelesen bioware is schon in phase des konzeptenwicklungs von mass effect 4
Na dan stubs sie doch mal auf die Geschichte hier an^^ ich fänds ja saugeil wenn ich n Mail von denen bekommen würde das sie meine Geschichte als Vorlage nutzen wollten^^
Modifié par elitedefender2, 14 janvier 2013 - 04:57 .
#398
Posté 14 janvier 2013 - 11:04
#399
Posté 15 janvier 2013 - 08:27
#400
Posté 15 janvier 2013 - 06:00
maximus20 wrote...
Ich kann nicht so gut storys schreiben leider
Du solltest es auf jeden fall probieren, was hast du den zu verlieren?
Wenn du ein Gutedgrundkonzept hast dann überleg dir ein paar Eckpunkte und fang einfach mal an, zum anfangen kannste ja etwas kürzeres nehmen als ich jetzt hier.
Falls du mal ne Geschichte zu schreiben beginnst würd ich sie auf jedenfall gerne lesen:lol:





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