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Super Awesome Stories: Aftershock, Sense of Smell, Bleeding Memories, Salvation etc.


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649 réponses à ce sujet

#401
Kieferbruch

Kieferbruch
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maximus20 wrote...

Ich kann nicht so gut storys schreiben leider


Fang mit einem Grundgedanken an. Der Rest kommt von alleine.
Bei meiner komplett eigenen Geschichte, habe ich mit dem Gedanken an einen Kampf, gegen Batarianer angefangen. Nach und nach kamen dann mehr Gedanken und jetzt habe ich kanpp über 21 DinA 4 Seiten (handschriftlich) voll mit Stichpunkten. Also fang einfach mal an und der Rest läuft so. Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich glaube nicht, dass Elite, sofort, von jetzt auf gleich seine komplette Geschichte vor Augen hatte. Er begann mit dem Grundgerüst (zwei Liebende bei der Allianz Ausbildung und später im Reaperkrieg) der Rest kam nach und nach dazu. So glaube ich zumindest. Elite, habe ich Recht oder hattest du wirklich sofort jedes Detail vor Augen? Außerdem entwickelt man sich. Man beginnt seinen Wortschatz zu erweitern, erinnert sich und nutzt Forumlierungen, welche einem gut gefielen, oder die sich besser und gehobener anhören, als andere Worte.

Also nur Mut und du schreibst ja für dich. Das ist dass schöne. Niemand zwingt dich, es irgendjemandem zu zeigen. Schreib deine Gedanken auf und dann sieh weiter. ;)

Modifié par Kieferbruch, 20 janvier 2013 - 06:40 .


#402
elitedefender2

elitedefender2
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Moin zusammen. Ich wollte mich für die späte Veröffentlichung grad mal entschuldigen, mein Zeitmanagemen ist fatal.

Schnell zu deiner Aussage Kiefer: 
Ich habe auch mit einer eizigen Idee angefangen und mich dann nach und nach erweitert. 
Bei diesem Kapitel wusste ich bis zu dem punkt wo Kiara und Jenni das Restaurant verlassen nicht wie es weitergeht.

Also hier haben wir jedenfalls mal das nächste Kapitel. 

Kapitel 21

 

Sie hatten sich noch keine fünf Minuten gesetzt, als bereits ein Kellner zu ihnen trat. Er trug einen Anzug und einige
in schwarzen Samt eingefasste Speisekarten. Das Restaurant war sehr traditionell. Anstatt, wie andere Restaurants mit Hilfe von Holografischen Kerzen und speziell gedimmten Leuchten für eine gemütliche Atmosphäre zu sorgen, standen hier echte, alte Wachskerzen auf den Tischen. Die Musik kam nicht aus Lautsprechern, sondern von einer kleinen Gruppe Musiker, die mit klassischen Instrumenten auf einer kleinen etwas angehobenen Bühne gedämpft
spielten. Auch wenn Klassik gar nicht Jennis Musikgeschmack entsprach, empfand sie die Hintergrundmusik nicht als störend. „Möchten sie ein Glas Wein? Wir haben einen hervorragenden Bouvaré, 79er Jahrgang, den ich ihnen empfehlen könnte“ meldete sich der Kellner, als er neben den Tisch trat. Die Gruppe tauschte kurz ein paar fragende Blicke aus. „Ich denke heute ist ein besonderer Tag, da sollten wir anstoßen oder?“ meinte Henry. Die anderen stimmten nickend zu. Sehr gerne, ich werde ihnen eine Flasche bringen, wenn das in Ordnung ist.“ „Gerne“ bestätigte Jennis Vater lächelnd. Sie sahen sich alle neugierig in dem Raum um, als sich der Kellner wieder etwas entfernt hatte. Als sie sich umgesehen hatte, wandte Jenni sich wieder der Speisekarte zu. Das Meiste darauf klang seltsam und schien geschmacklich nicht zueinander zu passen, fast alles war jedoch frisch zubereitet und hausgemacht. „Schatz, willst du nicht dein Halstuch ausziehen, hier drin ist es doch warm genug“ Kiara sah ihre Mutter skeptisch an „Ok“ antwortete sie etwas zögerlich. Sie wollte keinen Verdacht erregen. Sie streifte ihr Halstuch ab und legte es zwischen sich und die Rückenlehne des Stuhles. Sie lehnte sich mit dem Rücken gegen selbige und sah zu Jenni, welche sie verschmitzt angrinste. Der Kellner trat bereits mit der bestellten Flasche wieder zu dem Tisch. Er öffnete die Flasche direkt am Tisch und schenkte Jennis Vater einen kleinen Schluck ein. Dieser Roch erst an dem Wein und nippte dann an seinem Glas. „Mh, der schmeckt vorzüglich“ antwortete er nach kurzem Nippen am Glas. Sofort machte sich der junge Mann daran ihre Gläser zu füllen. Nachdem er damit fertig war, stellte er die Flasche auf den Tisch und warf einen Blick in die Runde „Möchten sie bereits eine Vorspeise bestellen?“ „Ich hätte gerne den Sarpini-Salat mit Kräutersoße“ begann Miss Nesharis. „Sehr gerne“ „Ich nehme den gemischten grünen Salat mit Maroki-Flusskrebsen“ fuhr Jennis Mutter fort. Danach kam noch ihr Vater, eine spezielle Pilzsuppe mit heimischen Pilzen, die aus einem beheizten Treibhaus in der Nähe kamen. „Was wünschen die jungen Damen?“ wandte sich der Kellner an Kiara und Jenni. „Ich würde gerne die gedünsteten Urapi-Gemüsebällchen mit Lauch und Kräutersosse probieren.“ „Sehr gute Wahl, die schmecken hervorragend“ der Kellner wendete sich nun an Jenni „Ich nehme gerne die Saison Fleisch- und Gemüserollen.“ „Vielen Dank, wünschen sie dazu noch etwas zu trinken?“ Nach kurzem waren alle Bestellungen aufgegeben und der Kellner verschwand in Richtung der Küche. „Wow, er hat sich nichts notiert, ich bin gespannt ob wir alle das Richtige zu essen bekommen“ meinte Rebecca Parker, als der junge Mann außer Hörweite war. „Ich denke die Leute hier sind Profis und entsprechend darauf trainiert sich solche Dinge merken zu können“ antwortet Selara lächelnd. 




Also, stoßen wir an auf unsere Töchter, auf das sie erfolgreich seien und zu guten Soldaten werden“ „Auf das sie beide gesund bleiben“ fügte Jennis Mutter an den Toast ihres Mannes an. Sie alle hoben die kristallenen Gläser, die vor ihnen standen  und stießen an. Jenni lehnte sich zu Kiara und gab ihr einen Kuss. Früher hatten ihre Eltern das
immer gemacht und jetzt hatte sie auch jemanden dafür. Erst einen Moment später bemerkte sie wie blöd das gewesen war. Als sie sich vor gelehnt und zu Kiara gedreht hatte, war ihre Schulter dem Blick ihrer Mutter exponiert. Empört rang diese nach Luft, „JENNI!“ sie rief den Namen so laut, dass sich einige Leute an den benachbarten Tischen verstohlen zu ihnen rüber sahen. „Jennifer Parker, was ist das da auf deinem Rücken?!“ Erschrocken sah Henry seine verärgerte Frau an und versuchte sie zu beruhigen. „Jenni! Sag mir, dass das kein Tattoo ist!“ „Rebecca, bitte beruhig dich, sprich etwas leiser, was ist denn los?“ fragte Jennis Vater verwirrt. „Nein, das ist keines“ antwortete Jenni unschuldig, sie war sofort auf ihren Stuhl zurückgesprungen und hatte ihren Rücken gegen die Rückenlehne gedrückt. „Junge Dame, lüg mich nicht an! Was hast du da?“ Jenni seufzte lange bevor sie den Blick ihrer Mutter erwiderte. „Ok, du musst mir aber versprechen ,dass du kein Drama machst, ok Mama?“ Sie sprach ihre Mutter gezielt so an, um sie etwas wach zu rütteln. Nun hafteten alle Blicke auf ihr. „Wie Dad dir sicher bestätigen wird, gibt es in der Allianz das eine oder andere dumme Ritual. Auch wir waren vor solchen Ritualen nicht gefeit. Nun, ich hab nach nem bunten Abend und dem einen oder anderen Getränk schließlich das hier verpasst bekommen. Das ist nicht gegen meinen Willen passiert, nur das wir das gleich geklärt hätten.“ Jenni hielt kurz inne, auch ihr Vater und Kiaras Mutter sahen sie überrascht und gespannt an. „Na ja, das ist mein Zeichen der Zugehörigkeit“ Sie stand auf, drehte sich um und schob den Rechten Träger ihres Kleides etwas über ihre Schulter zur Seite. Auf ihrer Schulter prangte das Tattoo, das sie zu verheimlichen versucht hatte. Es war ziemlich groß, Jenni hätte beide Hände gebraucht, um es komplett abzudecken. Auf ihrem Rücken prangte ein nach unten gerichteter Totenschädel, der mit weit aufgerissenem Kiefer, in eine tropfenförmige lodernde Flamme eingeschlossen nach unten zu stürzen schien. Auf der Stirn des Schädels prangte das N7 Logo, hinter dem ganzen waren eine Schrotflinte des Typs M-11Wraith und ein Omniblade gekreuzt. Die drei Buchstabend BDF standen der Kontur des Schädels angepasst unter selbigem. Das ganze war sehr genau und Exakt gearbeitet, die Konturen waren Scharf, nur eine kleine Rötung an Jennis Haut war noch zu sehen. Rebecca Parker starrte mit offenem Mund auf den Rücken ihrer Tochter „Was soll diese Abscheulichkeit denn darstellen?“ raunte sie entsetzt. Jenni sah ihre Mutter mit großen Augen über ihre Schulter an „Das ist das Emblem unserer Einheit, der BDF“ antwortete Jenni etwas verärgert. Ihre Mutter ließ sich gerade über die Einheit aus die praktisch schon ihre Familie geworden war. „Aber du kannst doch nicht einfach deinen Körper mit solchen Verunstaltungen verschandeln, was sollen denn all die Leute denken?“ „Mam, das ist mein Zeichen, das ich mich der Allianz verschrieben habe. Ich bin stolz auf meine Einheit, meine Kameraden und meine Zeichnung. Wen es stört, der soll sich abwenden. Ich sehe keinen Grund mich zu verstecken, nur weil Andere über mich richten könnten.“ Jenni sprach die Worte nicht tadelnd, sie versuchte den Standpunkt ihrer Mutter zu verstehen. Ihre Mutter schien noch immer außer sich zu sein. Ihr Vater hingegen schien amüsiert, er lächelte sie an und sah immer wieder vorsichtig zu seiner Frau. Kiaras Mutter ließ sich nichts anmerken, sie wirkte nachdenklich. „Bitte sag mir wenigstens, dass es eines ist ,das nach einer Weile verschwindet“ fragte Jennis Mutter hoffnungsvoll. „Ich könnte, aber dann würd ich lügen wenn ich das behaupten würde… und ich glaube es haben hier noch Andere etwas zu beichten.“ Kiara sah sie mit entsetztem Blick an, sie deutete einen Laut der Empörung an. „Kiara…?“ Selara richtete sich an ihre Tochter. Diese antwortete mit einem Schulterzucken und einem unschuldigen Blick. Nach einem Augenblick des Zögerns stand sie auf und begann ihr Halstuch abzulegen. „Du auch?“ platzt es aus Rebecca heraus. Lächelnd drehte sich die junge Asari um und legte ihr Halstuch ab. Darunter kam an derselben Stelle dasselbe Tattoo zum Vorschein. „Das ist ja allerhand, hast du dazu etwas zu sagen?“ fragte Selara schmunzelnd. „Nein, eine Einheit, eine Zeichnung, keine Ausnahmen“ antwortete Kiara lächelnd. „Ihr habt euch aber ordentlich was vorgenommen, wenn ihr bis zu N7 kommen wollt, das ist ein harter Brocken Arbeit“ warf Henry Parker ein, nachdem sich Kiara wieder gesetzt hatte. Jenni sah ihn überrascht an, erst nach einigen Sekunden bemerkte sie wieso er zu dieser Aussage gekommen war. Er musste das N7 Logo auf dem Tattoo gesehen haben. „Ähm Dad….“ Sie griff nach der dünnen Kette die um ihren Hals hing und zog daran. Rasch kam die unter ihrem Kleid verborgene Hundemarke zum Vorschein. Auf der einen waren Jennis voller Namen ihre Dienstnummer, Blutgruppe, Geburtsdatum und in welchem Trupp sie war eingraviert. In die Zweite Metallplakette war das N7 Logo eingraviert. Ihrem Vater wäre beinahe die Gabel aus der Hand gefallen. Er starrt wortlos auf ihre Hundemarke. „Zeig mal her!“ raunte er, nachdem er den Schluck Wein, an dem er sich beinahe verschluckt hätte, runtergewürgt hatte. Jenni zog sie aus und händigte sie ihrem Vater aus, seine Augen scannten die kleinen Metallplatten. Nach einem Moment warf er seiner Tochter einen fragenden Blick zu. „Das glaub ich jetzt aber nicht, du veralberst mich doch! Normalerweise braucht man Monate, manchmal sogar Jahre um da hin zu kommen und du willst mir sagen, dass du es bereits nach einem Monat geschafft hast? Das ist unmöglich.“ „Was ist denn so besonders an N7?“ fiel Miss Nesharis ihm ins Wort. „Verwundert schaute er die Asari an. Sie hatte zwar schon von dieser Einheit gehört, sich aber nie genauer informiert. „Das ist nicht mehr als die beste Einheit der Menschen, sie wären am ehesten etwa mit den Kommandokämpferinnen der Asari zu vergleichen….. Kiara?“ Er hatte sich ruckartig der Asari, die neben Jenni saß zugewandt. „Hast du auch eine Hundemarke bekommen?“ „Ja Mister Parker, hier“. Sichtlich stolz händigte sie ihm ihre Kette aus. Leise klimpernd hingen die beiden Mettalplatten leicht pendelnd vor Jennis Vater in der Luft. „Unglaublich…. Damit dürftest du zu den ersten nicht Menschen gehören, denen die Ehre zuteil wird unter N7 dienen zu dürfen.“ „Ich bin Stolz Teil dieser Einheit zu sein, und das verdanke ich Jenni“ sie lehnte sich zu ihrer Freundin und gab ihr einen Kuss. „Als du anfangs einfach plötzlich in die Allianz gehen wolltest, wusste ich, dass du dich mit Jenni wieder versöhnt hattest nach eurem Streit. Ich dachte das sei ein übereilter Entschluss den du nur getroffen hattest ,um bei ihr sein zu können, aber anscheinend ist es dir ernst. Das ganze scheint dir auch gut zu tun, du wirkst bereits jetzt souverän und erwachsen. Ich bin stolz auf dich Kiara, und das weißt du hoffentlich.“ „Danke Mam“ Kiara nahm erst ihre Mutter in den Arm und anschließend ihre Hundemarke wieder entgegen. „Moment, N7, sind das etwa diese Soldaten die für die extrem riskanten Missionen eingesetzt werden?“ Jennis Mutter wusste genau worum es bei N7 ging, aber sie wollte von Henry hören, dass sie richtig lag. „Ja, bei uns normalen Soldaten heißt es gemeinhin, dass nur Spinner und Irre sich für diese Truppe melden würden. Das sei reiner Selbstm…. Mist!“ Als er den schockierten Gesichtsausdruck seiner Frau sah, bemerkte Mister Parker, dass sein Witz sein Ziel deutlich verfehlt hatte. Jennis Mutter machte sich schon so genug Sorgen. „Ganz so schlimm ist es nicht Mam, die Ausbilder schauen gut auf uns“ warf Jenni beruhigend ein. Kiaras Mutter beugte sich etwas vor und stellte nach einem kleinen Schluck Wein das Glas zur Seite „Was macht ihr denn? Meine Kleine ist ziemlich Wortkarg abgezogen, außer das sie bei der Allianz ist weiß ich eigentlich nichts“ fragte sie mit neugierigem Blick. „Hm, bis jetzt ne ganze Menge, wo soll ich anfangen….“ Kiara zögerte kurz und überlegt. „Also die ersten Wochen waren pure Schinderei, wir wurden den ganzen Tag durch einen Hindernisparcours gescheucht, bis einige zusammenklappten oder wir mussten unsere Biotiken trainieren, in jedem Fall wurden wir bis an unsere Grenzen belastet.“ „Entschuldige, aber wo fand dieses Training denn statt?“ unterbrach ihre Mutter Kiara. „Ich weiß nicht wo genau die Basis lag, wir wurden an unserem ersten Tag ja mit Transportern abgeholt, erinnerst du dich? Danach sind wir etwa 2 Stunden geflogen und anschließend in einer kleinen Basis irgendwo im Nirgendwo gelandet. Die Basis war klein und wirkte ziemlich alt. Jedenfalls, als wir angekommen sind, wurden uns Zimmer und Ausrüstung zugeteilt. Am nächsten Tag begann das Training, Ausdauer und Kraft wurden getestet und trainiert. Im Verlauf der ersten Woche wurden auch noch Psychotests gemacht und all das.“ Jennis Vater lauschte den Worten der  jungen Asari aufmerksam , als sie kurz innehielt schritt er ein „Du hast vorhin Psychotests erwähnt, sind das immer noch diese Fragebogen und Stressbewältigung? Sich in einem dunkeln Raum unter Zeitdruck orientieren?“
„Nein, eher mit ner Gasmaske in ner stockfinsteren Dampfgrotte mit Blitzlichtern und haarsträubendem gequietsche eingeschlossen werden. Atemnot, Platzangst und andere schöne Dinge.“ Sichtlich überrascht sahen die drei Erwachsenen ihre Töchter an. „Das klingt ziemlich hart, ihr tut mir leid“ antwortete Selara mit besorgtem Blick. „Ach richtig interessant wurde es erst, als sie angefangen haben auf uns zu schießen“ warf Jenni grinsend ein. „Was,
eure Ausbilder schießen auf euch?“ fragte Jennis Mutter entsetzt.



Der Kellner hatte ihnen ihr Essen gebracht und ihnen zusätzlich etwas zu trinken eingeschenkt. Nun warteten sie auf den Hauptgang, den sie vor einigen Minuten bestellt hatten. Bis gerade eben hatten die beiden Soldatinnen ihren Eltern von ihrer Grundausbildung erzählt und ihnen detailliert erklärt, wie sie trainiert worden waren. Wie sich herausstellte hatten ihre Eltern ihre Ausbildung wesentlich unterschätzt. Besonders seit ihrem Umzug, das Training
unter N7 war um einiges härter, als das was man in den Videos der Allianz sah und die Sitten waren wesentlich rauer. Mister Parker war gerade als letzter mit seiner Suppe fertig geworden und schob den Teller etwas näher zur Mitte des
Tisches. „Na ja, wir haben jedenfalls die letzte Woche auf dem Gipfel irgendeines Berges verbracht. „Dieser Reeston ist doch wahnsinnig, diese Lawine hätte euch umbringen können.“ „Ja, hätte sie auch fast, aber wir leben ja noch alle“ versuchte Jenni ihre Mutter zu beruhigen. „Die meiste Zeit haben wir damit verbracht draußen zu trainieren und dem Gelände entsprechende Techniken zu lernen“ fuhr Kiara fort. „Wo habt ihr denn übernachtet und gewohnt?“ „Wir hatten ein kleines Haus da oben. Es war ganz gemütlich….“ „Zumindest wenn die Heizung funktionierte“ unterbrach Jenni sie. „Ja, einmal ist die Heizung ausgefallen, als wir am Abend vom Training nach Hause gekommen sind, war das
Wasser, das auf meinem Nachttisch stand, gefroren. In Kombination mit den relativ dünnen Decken sah es recht schlecht aus.“ „Was habt ihr dann gemacht? Ich meine ihr konntet ja nicht einfach die ganze Nacht frierend da liegen“ fragte Selara schließlich. „Wir haben das einzig vernünftige getan, jeweils zwei in ein Bett, so hatten wir jeweils zwei Decken und die gegenseitige Körperwärme.“ „Ich hoffe du hast keinen dieser Hormongesteuerten Typen zu dir ins Bett gelassen“ antwortete ihr Vater mit angehobenen Augenbrauen. Jenni wusste, dass er nur Spass machte. „Keine Sorge Dad, ich war mit Kiara im Bett“ erhielt er als neckische Antwort. „Ich weiß nicht ob mich das jetzt wirklich beruhigt.“ „Du solltest dir weniger Sorgen um das Mädchen, mit dem ich im selben Bett geschlafen habe, machen, als um die Typen mit denen wir in der selben Dusche geduscht haben.“ Diese Aussage war wohl etwas zu viel gewesen, sofort war Stille eingekehrt. Alle, sowohl ihre eigenen Eltern ,wie auch Kiaras Mutter sahen sie verblüfft und entsetzt an. Jenni konnte sich ein Grinsen nicht mehr verkneifen. „Also, das kam nur zustande weil die Heizung ausgefallen war. Da das Haus den ganzen Tag nicht geheizt war, sind dir Wasserleitungen in der Frauendusche eingefroren. Wir hatten den ganzen Tag trainiert und wollten duschen gehen, aber die paar Tropfen Wasser, die noch aus der Leitung gekommen sind, waren eiskalt“ Meldete sich Kiara eilig. Sie wollte die Situation entschärfen, bevor ihre Eltern reagiern würden. „Die Wasserheizung lief nur bis acht Uhr abends, wir konnten nicht warten bis die Jungs fertig waren mit
duschen, sonst hätten wir nur noch kaltes Wasser gehabt. Also haben wir uns halt eine Gemeinschaftsdusche geteilt“ fuhr sie hektisch fort. Kiara schien damit zu rechnen, dass jeden Moment ihre Mutter oder Jennis Eltern explodieren
würden. Als diese jedoch nach einigen Sekunden immer noch nicht reagierten, wurde Kiara immer nervöser. Sie sah Jenni besorgt an, doch diese lächelte sie an und legte ihre Hand auf Kiaras Bein. Sie schien sich über das Entsetzen ihrer Eltern zu amüsieren. „Möchten sie noch etwas trinken? Ein Glas Wein?“ Der Kellner war wieder an ihren Tisch getreten. „Etwas zu trinken wäre sehr gut, könnten sie eine Flasche Wasser bringen?“ „Sehr gerne….“ Er sah die anderen der Runde fragend an, diese hatten sich bei seinem Auftauchen aus ihrer Starre gelöst. Rebecca war die erste die reagierte „Danke, ich glaube das sollte vorerst reichen.“ „Interessant…“ meinte Jennis Vater nach einem Moment, in dem alle geschwiegen hatten. „Kiara, diese Frage betrifft auch sie Selara, Asari haben ein aus menschlicher Sicht extrem langes Leben, wie sieht es denn bei euch mit Militär aus? Ich meine bei uns herrscht Militärpflicht für junge Männer, wie ist das bei euch geregelt?“ Es war offensichtlich, das er das Thema wechseln wollte, er wollte die Zeit, die sie alle gemeinsam verbringen konnten, nicht streiten. Kiara nahm die Möglichkeit ein neues Gespräch anzufangen gerne an. „Bei uns gibt es keine Militärpflicht, jedenfalls nicht so wie bei den Menschen. Bei uns herrscht ein freiwilliges System. Wir haben keine Armee wie ihr, wir haben kleine Eliteteams, die von der jeweiligen lokalen Regierung organisiert werden.“ „Waren sie jemals Teil einer solchen Einheit Selara?“ Die Asari nickte „Ja, ich habe auch mal gedient, das ist jedoch schon ne ganze Weile her, und ich habe das auch nicht lange gemacht, zehn oder fünfzehn Jahre.“ „Fünfzehn Jahre? Kaum ein Menschlicher Soldat ist so lange im aktiven Dienst“ meinte Henry respektvoll. „Einige Asari die sich ihrer Einheit voll und ganz verschreiben, bleiben hunderte Jahre in Dienst. Diese Einheiten welche hundert Jahre hartes Training und ein perfektes Gespür für die Kameraden verbindet, sind die Besten, die unser Volk zu bieten hat.“ „Ihr habt ja keine Militärpflicht, bekommt ihr denn da überhaupt genug Leute zusammen?“ fragte Jennis Mutter verwundert. „Nun, in jungen Jahren sind Asari sehr impulsiv und der Drang zu entdecken und einem Abenteuer hinterher zu jagen ist schier grenzenlos…. Nicht wahr Kiara.“ Die junge Asari sah ihre Mutter lächelnd an. „Falls sie das schon wissen, bitte sagen sie es, ich will sie hier nicht mit Wiederholungen langweilen…“ begann Kiara etwas zögerlich. Als ihr niemand widersprach fuhr sie fort. „Im Leben einer Asari gibt es ja 3 Phasen; Die jungfräuliche Phase ist die erste, sie dauert etwa bis zum 300. Lebensjahr. In dieser Phase wollen fast alle jungen Asari Abenteuer erleben und die Galaxie entdecken. Danach kommt die matronale-Phase, dann tritt das gründen einer Familie in den Vordergrund. In der letzten Phase, der matriarchalen-Phase, werden die Asari zu Anführerinnen und leiten ihr Volk.“ Sie machte eine kurze Pause, um Jennis Eltern einen Moment Zeit zu geben. „Viele Asari, die in ihrer ersten Phase nach einem Abenteuer suchen, melden sich bei den Spezialeinheiten. Wir haben seit langem keinen richtigen Krieg mehr gehabt, aber für unsere Zwecke reicht unsere “Armee“ vollkommen aus.“ „Verstehe, es ist interessant so etwas zu erfahren. Ich hätte nicht gedacht, dass eine so einflussreiche Spezies ohne staatlich organisierte Armee auskommt, diese ist ja nicht nur da um Kriege zu führen.“ Jennis Vater schien seine Vorurteile tatsächlich losgeworden zu sein, oder er unterdrückte sie zumindest ihr zuliebe. Selara und ihre Tochter lächelten, nicht alle Menschen waren verständnisvoll anderen Spezies gegenüber. „Du bist jetzt noch in deiner ersten Lebensphase, hast du dir schon Gedanken über die späteren gemacht?“ „Bisher noch nicht, ich befinde mich noch mitten in meiner…“ „Nicht mehr ganz“ warf Jenni dazwischen. „jungfr….“ Kiara hatte gerade weiter sprechen wollen, als sie bemerkte worauf Jenni hinaus wollte. „Das hat nichts damit zu tun“ sagte sie zu ihrer Freundin nach einem kurzen Seufzen. „Was?“ fragte Kiaras Mutter verwirrt, sie hatte nicht verstanden was Jenni damit gemeint hatte. „Ich meinte, dass die jungfräuliche Phase nichts mit der Vereinigung zu tun hat. Jungfräulichkeit in dem Sinne hat nichts mit der ersten Lebensphase zu tun.“ „Ach so….“ als Selara verstand was ihre Tochter meinte, hob sie die Augebrauen an. Sie hatte nicht gewusst, dass Jenni und Kiara bereits intim geworden waren. Plötzlich erstarb das lächeln in ihrem Gesicht und sie starrte Kiara ernst an. „Warte, Jenni dachte das mit der Vereinigung die erste Phase…. Und sie sagte “nicht mehr ganz“?....“ Die Pupillen der älteren Asari weiteten sich „Hast du etwa?!... Habt ihr etwa?!“ ihr Blick wanderte zu Jenni. Diese verstand nun, weshalb Kiaras Mutter dermaßen aufgebracht war. Sie hatte wie kaum jemand anderes von ihrer Vereinigung gewusst. Kiara schien sich selbst für ihre Aussage Ohrfeigen zu wollen, sie sah zu Boden und biss sich auf die Unterlippe. „Oh! OH! Das kann doch nicht dein Ernst sein…“ ihre Stimme klang empört und Selaras Gesichtsausdruck sprach Bände. „Mam….Mam, Jenni ist mein Bindungspartnerin und ich bin stolz darauf diese Verbindung mit ihr eingegangen zu sein.“ „Wir haben hundert mal über dieses Thema gesprochen, du kannst doch nicht einfach…. Diese Verbindung ist mehr als bloß Sex…“ Kiara unterbrach sie, bevor sie weiterreden konnte „Jenni ist auch mehr, als bloß eine Freundin. Es gibt niemanden, den ich mehr liebe als sie.“
Ihre Mutter sah sie bittend an „Aber ihr seid doch gerade mal ein halbes Jahr zusammen? Als ich mich das erste mal mit jemandem vereinigt hatte, war ich bereits viel älter als du, und ich hatte war seit einigen Jahren in dieser Beziehung. Ich verstehe ja, dass ihr euch Körperlich zueinander hingezogen fühlt und das ist auch in Ordnung, aber diese Verbindung ist das intimste, was es in deinem Leben gibt.“ Kiara sah ihre Mutter an und legte ihr die Hand auf die Schulter. „Mam, ich habe mir das gut überlegt, ich will mit Jenni Zusammen sein, egal was auch kommen mag. Ich liebe sie und es gibt niemanden mit dem ich diesen Moment mehr hätte genießen können.“ Sie hatte sich zu Jenni gedreht, diese sah sie lächelnd an, Kiaras Aussagen waren geradezu rührend gewesen. Sie küssten sich zärtlich auf den Mund. Selara schien immer noch überrumpelt und verärgert, sie stand auf und lächelte bemüht „Ich muss schnell auf die Toilette.“ Eilig verließ sie den Raum. Die zurückgebliebenen tauschten verwirrte Blicke aus. Als Jennis Mutter Kiara einen langen fragenden Blick zuwarf, begann diese zu erklären „Ich nehme an das die “Vereinigung“ euch nichts sagt, oder?“ Sie schüttelte den Kopf und sah zu ihrem Mann, welcher sie auch fragend anblickte. „Asari können ihr Nervensystem mit dem ihres Partners mittels Hautkontakt verbinden, dadurch können Erinnerungen und Gefühle ausgetauscht werden…. es ist ziemlich schwer das zu erklären.“ Jenni legte ihre Hand auf Kiaras Oberschenkel „Nein, es ist nicht schwer sondern unmöglich. Es ist als würden 1000 Eindrücke auf einmal durch dein Gehirn geblasen. Sowas kann man nicht beschreiben“ meinte sie lächelnd. „Jedenfalls ist diese Verbindung etwas ganz besonderes, Asari überlegen sich sehr gut mit wem sie diese Verbindung eingehen wollen. Dadurch wird ein Teil der eigenen Person an die andere weitergegeben und umgekehrt“ fuhr Kiara fort. „Meine Mutter findet wohl, dass ich etwas vorschnell gehandelt habe, aber manchmal entscheidet das Herz bevor der Verstand widersprechen kann und dann würde der Widerspruch auch nichts nützen.“ Nach ein paar Minuten kam Selara wieder zurück, ihr Gesichtsausdruck hatte sich verändert. Ihr Lächeln wirkte diesmal aufrichtig. Als sie sich setzte, wich sie den Blicken der Anwesenden aus, es war ihr wohl peinlich, dass sie derart aufgebraust war. Jenni wollte sie gerade ansprechen um sich zu erklären ,kam jedoch nicht dazu. „Jenni, bevor du etwas sagst möchte ich mich entschuldigen, bei dir und auch bei dir Kiara. Was ich gerade gesagt habe war nicht richtig, ich kann mir nicht das Recht herausnehmen über euch zu urteilen. Ihr liebt euch und dann spielt es keine Rolle wie lange ihr zusammen seid. Ich hätte nicht so über dich reden dürfen Jenni, du hast Kiara immer gut behandelt. Auch wenn es aus meiner Sicht früh ist für deine erste Vereinigung, so stehe ich hinter dir Kiara.“ Kiara lächelte ihrer Mutter entgegen, sie war sichtlich erleichtert, dass sie ihre Meinung geändert hatte. „Danke Mama“ sie nahm ihre Mutter in den Arm und gab ihr einen Kuss auf die Wange. Sie sprachen anschließend noch eine Weile weiter bevor ihr Essen kam.



Nach mehreren Gängen und vielen Gesprächen standen sie schließlich auf um zu gehen. Es war bereits nach zehn Uhr, die Stunden im Restaurant waren schnell vergangen. Je näher sie der Heimreise gekommen waren, desto unerträglicher war der Drang Kiara zu berühren geworden. Sie hatten miteinander gespielt, Jenni hatte Kiara die Hand auf ihren Oberschenkel gelegt und begonnen sie sanft zu streicheln. Damit war der Startschuss gefallen, sie hatten sich gegenseitig immer wieder angemacht und angefasst, um die Andere an ihre Grenzen zu bringen. Bevor aber etwas passiert wäre, haben sie stets aufgehört. Nun waren sie auf dem Weg nach draußen. Das Essen war herrlich gewesen und die Höhe der Rechnung wollten Jenni und Kiara gar nicht wissen. Der Page hatte ihr Skycar bereits vor
dem Haus parkiert und wartete bei selbigem auf sie. „Ich hoffe sie haben den Aufenthalt bei uns genossen und beehren uns bald wieder.“ Meinte er freundlich, als er Jennis Vater die Schlüssel übergab. „Wenn mein Geldbeutel es mal wieder verkraftet, dann gerne“ antwortet er. Der Page blieb beim Skycar stehen, bis alle eingestiegen waren und trat dann zum Eingang des Restaurants zurück. In dem Skycar war es kalt, es hatte jetzt mehrere Stunden bei eisigen Temperaturen draußen in der Kälte gestanden. „Ich erfriere…. Dad, schalt die Heizung ein“ , fluchte Jenni bereits nach wenigen Sekunden. Das Skycar hob leise surrend ab und das hell erleuchtete Hotel wurde schnell kleiner. Im inneren des Skycars war es relativ dunkel, da kein Tageslicht mehr herrschte und um Spiegelungen in der Windschutzscheibe zu vermeiden im inneren kein Licht brannte. Kiara und Jenni saßen dicht beieinander, um sich gegenseitig zu wärmen. Nach kaum einer Minute hielt Jenni es nicht mehr aus, sie ließ ihre Hand langsam über das Bein ihrer Freundin hoch wandern. Sofort sah Kiara sie aus dem Augenwinkel zu ihr. Sie drehte sich ihr zu „Ist dir kalt?“ fragte sie unschuldig und wendete ihren Körper dem ihrer Liebsten zu, sodass ihre Mutter, die neben ihr saß, nicht zu Jenni sah. Die schlanken Finger der Asari wanderten von Jennis Bauch her langsam nach oben. „Meine Mutter sitzt keinen Meter von uns entfernt, du schmutziges Stück“ flüsterte die junge Asari kaum hörbar. Jenni sah an sich runter, Kiaras Hand war über ihre Brust nach unten gewandert und verschwand nun gerade unter ihrem Rock. „Das scheint dich ja nicht zu stören“ antwortete Jenni genauso leise. Als Antwort erhielt sie einen Kuss, plötzlich öffnete Kiara ihren Mund und begann mit ihrer Zungenspitze die von Jenni reiben. Nach einigen Sekunden löste sich die Asari von ihr und setzte sich wieder hin. Das Shuttle bog in eine sanfte Linkskurve ein „Ich setze euch zwei schnell ab“ meinte Henry gähnend. Jenni hatte gerade fragen wollen, ob Selara noch zu ihnen gehe, als sie begriff, dass er damit Kiara und ihre Mutter meinte. Er wusste noch gar nicht das Jenni bei ihr bleiben würde, konnte er auch nicht, da sie das gerade eben beschlossen hatte. „Ich danke für den schönen Abend und wünsche euch alles Gute.“ bedankte sich Selara bei Mister und Miss Parker. „Ich danke ebenfalls, der Abend war toll…. Jenni, begleitest du mich noch zur Tür?“ Kiara schien wohl das selbe geplant zu haben, wie ihre Freundin. „Ok“ Die beiden Asari und Jenni verließen das Skycar. Selara ging eilig zur Tür, die anderen beiden ließen sich etwas mehr Zeit. Bei der Türschwelle angekommen sah Kiara ihrer Liebsten in die Augen. „Du darfst jetzt nicht nach Hause gehen“ säuselte sie leise. „Ich habe gehofft, dass du das sagst“ antwortete Jenni lächelnd. Sie drehte sich zu ihren wartenden Eltern und sah sie an. „Kommst du?“ fragte Rebecca. „Ich darf nicht, Kiara hat es mir verboten!“ „Wieso wusste ich nur, dass das passiert?“ fragte Henry seine Frau grinsend „Ok, dann bis morgen, schlaf gut“ rief er danach seiner Tochter zu. Noch bevor sich die Tür des Skycars ganz geschlossen hatte, wurde Jenni, die noch zu ihren Eltern sah, am Handgelenk nach drinnen gezerrt und gegen die Wand gedrückt. Kiara presste ihren Körper gegen Jennis, welche nun ein Zunge im Mund hatte, die nicht ihre eigene war. Jenni legte ihre Hände auf Kiaras Oberschenkel und schob sie unter Kiaras Rock hoch zu ihrem Hintern. „Ich will dich, jetzt sofort“ hauchte die junge Asari in Jennis Ohr. Dieser stellten sich die Nackenhaare auf „Wow, so hab ich dich ja noch nie erlebt.“ Kiara griff nach Jennis Handgelenk und zog sie hinter sich her in Richtung des Schlafzimmers. Gerade als Selara mit ihrer Tochter reden wollte, sah sie wie diese mit Jenni an der Hand nach oben ging. Sie hatte nicht gewusst das Jenni hier geblieben war. Sie verstand was los war und störte sie nicht. Stattdessen ging sie ins Wohnzimmer, schaltete den Fernseher ein und drehte ihn auf Zimmerlautstärke.



Als Jenni gerade zu Kiara trat, stieß diese die Zimmertür auf zog sie hinein und verriegelte die Türe hinter sich. „So jetzt kannst du mir nicht mehr entkommen“ flüsterte sie lüstern und stieß Jenni auf ihr Bett. Sie biss sich erwartungsvoll auf die Lippe, als sie ihr Kleid abstreifte. „Das wolltest du doch schon das erst mal hier machen, nicht wahr?“ meinte Kiara. Sie setzte sich rittlings auf Jennis Schoss und sah diese lächelnd an. „Du bist ja ein richtiges Tier, so kenne ich dich gar nicht“ antwortete Jenni mit gespieltem entsetzen und fügte hinzu „Und ja, ich hatte das erste Mal so was im Sinne, aber ich habe dir damals versprochen es langsam angehen zu lassen.“ Kiara lächelte, sie streifte die Schulterbügel ihres BHs ab und küsste Jenni. Diese legte ihre Hände an den Rücken der Asari, öffnete den Verschluss des BHs. Als Kiara, deren Brüste nun entblößt waren, sich wieder aufrichtete, glitten Jennis Hände zu deren Hüften. Dort verweilten sie jedoch nicht lange, Kiara lenkte sie weiter zu ihrem Slip und begann sich mit Jennis Hand selbst zu reiben. Jenni übernahm die Bewegungen die ihre Freundin ihr vorgegeben hatte. Sie sah, dass Kiara sich kaum noch im Griff hatte und ging nun selbst in die Offensive. Sie richtete sich auf und begann Kiara auf den Hals zu küssen. Mit der einen Hand hielt sie die Asari fest, damit diese nicht nach hinten umfiel, Kiara reagierte äußerst positiv auf Jennis offensives vorgehen. Mit einem leisen Stöhnen legte sie ihre Hände an Jennis Kopf und fuhr langsam mit ihren Fingern durch Jennis Haare. Ein Atemstoß entwich durch Kiara Mund, als sie begann sich an ihren Brüsten zu vergnügen. „Mmmh…. Zieh dich aus…. bitte“ hauchte die junge Asari in das Ohr der jungen Frau, die sie gerade liebkoste.



Ein herrliches, wohliges Gefühl, dass sich in ihr breitgemacht hatte nachdem, sie sich, nach ein paar Stunden mit Kiara, schliesslich erschöpft auf die Matratze hat sinken lassen, war das letzte woran sie sich vom gestrigen Abend
noch erinnern konnte. Sie konnte sich noch gut an den letzten Abend erinnern, bereits als sie sich diese Erinnerungen noch einmal durch den Kopf gehen ließ, begann ihr Körper zu kribbeln. Sie war in letzter Zeit sowieso immer total
geladen gewesen, wenn sie in Kiaras Nähe gewesen war, jetzt konnten sie all die unterdrückten Emotionen ausleben. Als Kiara ihre Augen öffnete, war das erste was sie sah Jennis Kopf, der auf ihrer Schulter lag. Sie hatten sich am
Vorabend nicht mehr die Mühe gemacht sich wieder anzuziehen und lagen von daher nun nackt, eng aneinander gekuschelt da. Es fühlte sich herrlich an einfach da liegen zu können, die Geborgenheit eines Zuhauses und die Wärme ihrer Geliebten zu genießen. Sie legte ihre Arme um Jennis Körper und hielt diese fest. Nach einigen Minuten erwachte auch Jenni, sie bewegte sich, noch im Halbschlaf etwas, als sie die Augen öffnete und erkannte in welcher Position sie lag, entspannte sie sich. „Guten Morgen meine Schöne, ich habe dich doch nicht etwa geweckt, oder?“ „Nein, ich bin von selbst erwacht, meine innere Uhr ist auf Dienst gestellt, das ist total nervig.“ „Ich weiß, mir geht’s genauso. Du musst es positiv sehen, so haben wir mehr von unserem freien Tag“ gurrte Jenni zwischen zwei küssen auf Kiaras Schlüsselbein. Diese durchfuhr ein leichter Schauer, Jennis Körper berührte ihren, sie lagen aneinander geschmiegt da, es würde nicht viel brauchen, um sie wieder in Fahrt zu bringen. „Gut, ich würde zwar gerne noch stundenlang hier liegen bleiben, aber ich habe langsam Hunger, noch so eine blöde Angewohnheit aus dem Training, mir fehlt das Frühstück.“ „Dann lass uns aufstehen, wenn du jetzt anfängst mich anzuknabbern, dann können wir wieder für einige Stunden nicht mehr aus dem Zimmer kommen.“ Kiara lächelte und richtete sich auf „Ok, komm, bevor meine Mutter sich Sorgen macht und hier die Tür eintritt.“ Lachend richtete sich Jenni auf und  machte sich daran ihre Unterwäsche aufzusammeln. „Lass die liegen, du kannst welche von mir haben.“ Kiara hielt ihr einen Slip und einen BH entgegen. Jenni nahm die ihr gebotenen Kleider entgegen. Erst jetzt bemerkte sie, dass es keine normale Unterwäsche war, die mit filigranen Stickereien verzierten Körbchen des BHs waren nicht durchgehend aus Stoff, an einigen Stellen bestanden sie nur aus selbigen Stickereien. Ähnlich war auch das Höschen gearbeitet. Jenni hielt den BH vor sich und versuchte Kiara hindurch zu erkennen. „Reizwäsche?“ fragte sie grinsend. „Ja, die habe ich mir mal gekauft, um dir eine Freude zu machen“ antwortete Kiara. Sie trat näher zu Jenni „Ganz schön gewagt, meinst du nicht?“ Kiara gab ihrer Freundin einen Kuss „Nackt wärst du mir zwar lieber aber ich glaube das würde meine Mam nicht verkraften….“ „Deinen Nachbarn würde es aber sicher freuen.“ Kiara legte ihre Hand auf Jennis intimste Stelle und ließ sie langsam an ihr hoch wandern „Mich auch“ erwiderte sie neckisch. „Willst du noch etwas frühstücken? Falls ja, müssen wir jetzt schnell runter gehen, ansonsten schaffen wir es heute nicht mehr.“ „Benimm dich gefälligst, meine Mutter ist da unten“ erwiderte Kiara. Genau desshalb müssen wir schnell runter, in ihrer Gegenwart traue ich mir eher zu mich zu beherrschen.“ Kiara schlüpfte schnell in ihre Unterwäsche „Willst du dein Kleid noch anziehen oder gleich so kommen?“ Kiara versuchte einen unschuldigen Blick aufzusetzen, musste aber grinsen. „In Reizwäsche, total geladen mit der Mutter der Frau, mit der man gerade eine äußerst überwältigende Nacht verbracht hat und selbiger Frau frühstücken? Ich glaube das wäre der neue Platz eins auf meiner Liste der peinlichsten Momente.“ Lachend verließ Kiara das Zimmer, Jenni dachte sie würde bloß Spass machen, bis sie die erste Treppenstufe erreichte. „Kiara warte, komm zurück, du kannst doch nicht in Unterwäsche frühstücken!“ rief sie entsetzt. Jenni rannte hinter ihr her, blieb aber oberhalb der Treppe stehen. Kiara war bereits etwa bis zu Hälfte der Treppe gegangen und drehte sich nun zu ihr um „Wieso denn nicht, das ist ja mein Zuhause.“ „Ja aber….“ Kiara grinste breit und ging weiter. Für einen Moment war Jenni hin und her gerissen, einerseits wollte sie keinesfalls in der Reizwäsche von Kiara am selben Tisch Frühstücken wie deren Mutter. Andererseits käme sie sich auch dämlich vor, wenn sie in ihrem Kleid dasäße ,während Kiara nur Unterwäsche trug. Diese Entscheidung hatte Kiara ihr schon abgenommen. Als sie zurück ins Zimmer lief, war sowohl ihr Kleid, als auch das ihrer Freundin nicht mehr da. „Verflucht“ schoss es durch Jennis Kopf, „Sie hat sie mitgenommen.“ Eilig trat Jenni wieder aus dem Zimmer heraus und lief Kiara hinterher. „Warte“ Jenni wollte rufen ,traute sich aber nicht recht, sie wollte Kiaras Mutter nicht wecken, falls diese noch schlief. Kiara stand bereits mitten im Gang, der zum Esszimmer und der Küche führte. „Kommst du doch noch?“ die Befriedigung Jenni ins Schwitzen zu bringen war ihr direkt anzusehen. „Ja…. so du hattest deinen Spass, kann ich jetzt mein Kleid wieder haben?“ „Ach komm schon, nur nicht so spießig. Unsere Kleider sind in der Wäsche, ich hab sie in den Wäschekorb geworfen.“ Für einen Moment war Jenni in Versuchung ihr Kleid dort wieder herauszuholen, entschied sich dann aber Kiaras Spielchen mitzumachen. Sie ging hinter Kiara her in Richtung Küche. Als sie sie einholte, küsste sie der Asari auf den Hals. „Was tust du denn da, hier ist nicht der richtige Ort dafür.“ „Lieber auf dem Esstisch?“ fragte Jenni grinsend. „Ich weiß nicht, ob ich deinen Humor jetzt heiss oder beängstigend finden sollte“ antwortete Kiara lachend. Sie löste sich von Jenni und begann dieser diverse Esswaren vorzubereiten. Sie gab Jenni einen angeschnittenen Brotlaib ,zwei Gläser und Besteck. Jenni trug das ganze zu Tisch. Als sie wieder in die Küche gehen wollte, trat ihr Kiara mit einigen Gläsern in denen Jenni Konfitüre vermutet, einer Kanne Milch und einer kleinen Platte mit Käse und Fleisch drauf entgegen. „Setzt dich“ meinte sie lächelnd.



Sie hatten gerade mit essen angefangen, als Jenni hinter sich Schritte hörte. Unweigerlich verkrampfte sich etwas in Jennis Magen „Oh ****“ schoss es durch Jennis Kopf. Einen Moment später war die Stimme von Selara zu hören „Oh, jetzt fühle ich mich irgendwie fehl am Platz mit meinen Klamotten.“ Jenni ging ein Schauer durch den Körper, sie lief wieder rot an und verfluchte sich innerlich dafür. Sie drehte sich um und sah die Asari lächelnd an. Kiaras Mutter trug
normale Hosen und ein T-Shirt. „Ach wir haben gedacht du würdest noch schlafen, deshalb haben wir uns nicht extra angezogen.“ „Schon in Ordnung Schatz, ich habe nur nicht damit gerechnet, dass ihr in Unterwäsche frühstückt, wenn ich störe kann ich gerne etwas später essen“ meinte sie an Kiara gerichtet. „Nein, das ist kein Problem“ antwortete Jenni. Im nächsten Moment hätte sie sich dafür am liebsten eine Ohrfeige gegeben. Nun würde sich Kiaras Mutter zu ihnen setzten und sie wird vor Scham sterben. Lächelnd holte Selara sich in der Küche Besteck und Teller. Kaum war sie nicht mehr im selben Raum, sah Jenni Kiara verzweifelt an. Hätte sie gekonnt ,wäre sie einfach im Boden versunken. „Ganz ruhig, sie wird dich nicht fressen“ sagte Kiara, als sie sah ,dass Jenni Rot wurde. „Ich komm mir so dämlich vor“ flüsterte diese. Einen Moment später trat Kiaras Mutter wieder aus der Küche heraus und setzte sich zu ihnen. Das Lächeln auf ihrem Gesicht beunruhigte Jenni etwas. „Wieso seit ihr denn schon wach? Normalerweise seid ihr doch selten vorm Mittag aufgestanden?“ fragte Selara . „Wir sind jetzt vom Militär darauf gedrillt früh aufzustehen, ich schätze unsere innere Uhr lässt sich nicht einfach abschalten“ erwiderte Kiara. Für ein paar Minuten aßen alle schweigend, Jenni saß wie auf Nadeln, sie rechnete ständig damit, dass Kiaras Mutter sie etwas fragen würde. „Ist für heute denn schon etwas geplant?“ „Nichts großes, Jennis Eltern haben mich zu einem Kaffee eingeladen, euch natürlich auch“ „Wann wäre das?“ fragte Jenni vorsichtig. „Elf Uhr bei Familie Parker“ antwortete Kiaras Mutter freundlich. „Ich denke wir kommen auch, oder was meinst du?“ die Frage war an Jenni gerichtet. „Ich denke schon“ antwortete diese auf Kiaras Frage. „Wollen wir nachher noch einen Spaziergang machen? Schau mal das Wetter ist herrlich“ Kiara deutete nach draußen. Tatsächlich schien die Sonne und es war keine Wolke am Himmel zu sehen, nur der Schnee und die Eiszapfen, die an manchen Dächern hingen zeugten von der Kälte, die draußen herrschte. „Ok, aber dann brauche ich noch andere Klamotten, ansonsten wird’s etwas kalt.“ „Du kannst welche von mir haben, die sollten dir ja eigentlich passen.“ Kiara stand auf um etwas aus der Küche zu holen, sie lächelte Jenni an als sie an ihr vorbeiging. Nun war Jenni mit Kiaras Mutter alleine. Etwas nervös warf sie einen Blick zu dieser. Sie deutete auf Jenni, konnte aber noch nicht reden, da sie noch gerade den Mund voll hatte. „Ist das deiner?“ meinte sie schließlich, als sie mit kauen fertig war. „Nein, der gehört Kiara“ antwortet Jenni, die Rede war von ihrem BH. „Ach so, ich dacht nur, weil er von einer Asari Boutique stammt. Wobei das ja nichts heißen muss, manche Menschenfrauen tragen ja Asarikleider.“ „Jenni, willst du auch noch etwas Kaffee?“ Jenni lehnte sich nach hinten und sah zur Küche. Kiara sah sie fragend an und hielt eine Tasse in die Luft. „Ja gerne“ antwortete Jenni, ihr Blick blieb für einen Moment an Kiaras Hintern hängen, als diese etwas aus dem Kühlschrank holte. Ein schrecklicher Gedanke drängte sich Jenni auf, sofort wandte sie sich von ihrer Freundin ab und schaute in ihren Teller. „Du bist auch nicht besser als all die Typen, die anderen Frauen auf den Arsch gaffen“ dachte sie sich. „Und das ganze während ihre Mutter neben dir am Tisch sitzt.“ Sie traute sich kaum Kiaras Mutter anzusehen, es war klar, dass sie es bemerkt hatte. Schließlich brannte der Gedanke an dem bohrenden Blick, der auf ihr ruhte, zu sehr unter den Fingernägeln und sie drehte sich zu der Asari.

Diese sah sie mit einem Blick an der „Jaja, ich weiß es schon“ zu sagen schien an. Jenni wollte wegschauen, konnte aber nicht. Die Hitze die durch ihr Gesicht raste, zeugte davon, dass sie total rot war. Jenni fuhr innerlich zusammen, als sie sah, das Kiaras Mutter den Mund öffnete. Der Schreck verflog aber sofort wieder, als sie sah ,dass sie nur gähnte. „Hast du zu lange Fern gesehen?“ fragte Kiara, die gerade aus der Küche zurückkam. „Nein, ich hab nur kurz
ferngesehen….“ Sie sah ihre Tochter lächelnd an. „Du bist halt nicht mehr ganz die Jüngste, du verträgst das lange Aufbleiben wohl nicht mehr so gut“ witzelte diese. Die Retourkutsche kam sofort. „Kann schon sein, aber ich hab eh nicht viel verstanden, ihr wart nicht gerade leise.“  

ich hoffe es hat euch gefallen und freue mich auf feetback.
Bis nächste woche, einen schönen abend noch

Modifié par elitedefender2, 22 janvier 2013 - 04:58 .


#403
Kieferbruch

Kieferbruch
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Feedback zu Kapitel 21

Kleine Anmerkung meinerseits. In meinem Feedback, werde ich mich direkt und indirekt auf das 21. und vorangegangene Kapitel beziehen. Aus diesem Grunde, würde ich allen Leuten, welche Kapitel 21 und oder die vorherige Geschichte noch nicht gelesen haben, zwei Dinge empfehlen:
1. Lest das Kapitel / die ganze Geschichte, es lohnt sich!!!
2. Lest mein Feedback, erst wenn ihr Empfehlung 1 erfüllt habt ;)

FEEDBACK




Hi Elite, 

weißt du, was das Doofe an diesem Kapitel ist? Es hat ein
Ende! Das bedeutete wiederum, dass ich warten muss, um diese absolute megageile
Geschichte weiter zu lesen :(

Aber es tröstet sehr, dass du es immer und immer wieder
schaffst, wahre Glanzleistungen zu vollbringen. Ein wirklich bemerkenswertes
Kapitel. Sehr schön dargestellt und es gibt nur ein Kritikpunkt. Diesen nenne
ich sofort am Anfang, um ihn nicht zu vergessen.

Die Erkennungsmarken (Hundemarken) sind immer in doppelter
Ausführung dar. Zwei Marken, mit der identischen Information, um im Todesfall,
eine Marke mitzunehmen und die andere an der Leiche zu lassen. Du schriebst,
dass Jenni und Kiara nur eine Marke mit Informationen hatten und die andere
bloß das N7 Logo ziert. Ich würde empfehlen, es etwas abzuändern, sodass das N7
Logo, auf beiden Marken, auf der Rückseite ist und auf der Vorderseite sind
halt die Informationen, wie Name, Dienstgrad, Dienstnummer etc. Es ist nur ein
Detail, aber es fiel mir auf. Im gesamten Kontext, ist es aber nur, um es mit
den Worten des Vorboten zu sagen: „Wie Staub, der kosmischen Winden trotzt.“ Es
ist also wirklich minimal, aber sonst gibt es ja nie etwas zu kritisieren,
außer mal ein Wort, das man, persönlich, nicht so gerne mag. ;)


Aber fange ich mal an:

Das Restaurante, hast du sehr schön in Szene gesetzt und man
konnte es sich gut vorstellen. Der genaue Bezug, auf die echten Kerzen und die
Live Musik, verstärkten die Atmosphäre sehr gut und ließen ein angenehmes Bild
im Kopf entstehen. Auch das Detail mit dem Weinnamen, untermauerte diese Stelle
sehr gut und verleit dem Ort, aber vor allem Jennis Vater mehr Tiefe. Eine
wunderbare Leistung!

Der Bezug zum Tattoo, begann sehr gut. Es fing schön langsam
an und baute sich auf, da Kiara ihr Halstuch abnehmen musste. Man wusste schon,
das geht nicht gut. Nicht bei beiden. =D Und es ging ja auch nicht gut. Aber
dazu gleich mehr.

Was mir noch sehr gut gefiel, waren die Gerichte, die sie
bestellten, oder, dass sie verwundert waren, dass der Kellner nichts notiert
hatte. Es war sehr detailgetreu und hat die Atmosphäre noch weiter unterstütz.
Man merkte, dass du dir Zeit lässt und wirklich auf die Zeit der beiden
eingehst. Du springst nicht von Action zu Sex und dann wieder zu Action. Du
schreibst ihr Leben auf, die schönen Momente, die Schlechten und die
Besonderen. Das gefällt mir sehr gut, weil die Geschichte dadurch sehr
glaubwürdig wird. Meine Gratulation.

Kommen wir nun zum Tattoo. Im Voraus schon mal: Es war eine
mördergeile Stelle. =D Die Sorgen von Jennis Mutter, kamen an sehr vielen
Stellen, wunderbar zur Geltung, wie zum Beispiel bei ihrer Ergänzung zu dem
Toast. ;) Wie Jenni, ihren Eltern mit dem Kuss nacheifern wollte, fand ich
super. Erinnert mich zum Teil an Erziehungswissenschaften. Jenni möchte ihre
Eltern etwas nachahmen und gleichzeitig bei ihrer Liebe sein. Nur leider
vergisst sie dabei etwas. Es war eine wunderbare Stelle, wie Jenni ihr Tattoo
offenbarte. Ich habe mich vor Lachen weggeschmissen. :D Jennis Mutter kam
brillant rüber und auch wie Jenni sich dann erklärte. Einfach nur großartig!!!
Die Beschreibung des Tattoos ist dir ebenfalls sehr gut gelungen. Ich konnte es
mir sehr gut vorstellen und die Vorstellung fand ich wunderbar!!! Auch wie
Jenni, die Aufmerksamkeit dann auf Kiara lenkte, gefiel mir sehr gut. Sie sind
ein Paar und stehen das gemeinsam durch.

Das Jenni, nach dem Ausfall ihrer Mutter, ihre Einheit
verteidigt, war exzellent. Man merkte wundervoll, wie viel ihr ihre Kameraden
bedeuten. Sie steht zu ihnen, egal wer gegen sie ist. Weiterhin hat man den
Wandel von Jenni wunderbar gemerkt. Damals war sie jung und etwas
zurückhaltender, doch jetzt ist sie erwachsen. Sie hat das kleine Mädchen
zurückgelassen, so wie alle etwas zurückließen, als sie einst am Feuer saßen.
Eine wunderbare, aber auch dezente Brücke zum vorherigen Geschichtsverlauf.

Das Jennis Vater, es noch nicht wusste, dass seine Tochter
keine gewöhnliche Soldaten ist, war fantastisch. Ich hoffte auf solch eine
Stelle und bin dankbar, dass du es ähnlich sahst. Deine Beschreibung, wie er
ungläubig guckte und seine Gabel fast fallen ließ, war hervorragend. Ich hatte
sein Gesicht vor Augen und habe mich kaputt gelacht. :D

Die kurze Beschreibung zu N7 war dann auch sehr willkommen.
Auch der Vergleich zu den Asari Kommandokämpferinnen war sehr gut gewählt und
sehr passend. Dadurch konnte sich Kiaras Mutter, besser etwas vorstellen.
Schönes Detail. Auch würde ich mal annehmen, dass Kiara sehr, in den Augen von
Jennis Vater, an Respekt gewonnen hat. Wie er ja selbst sagt, es ist eine große
Ehre.

Als Jennis Vater dann den Mist machte, dass N7 Selbstmord
sei, konnte ich mich nicht mehr halten. Die arme Rebecca. :D Gut gefiel mir
hier auch, dass sie ganz sicher sein sollte, dass sie über das N7 sprachen,
welches sie befürchtete. =D

Der kurze Exkurs, zu ihrer Ausbildung, war schön gesetzt und
rief einige schöne Erinnerungen wach. *schwärm* Reeston kommt richtig zur
Geltung und man merkt, dass die Eltern, eine falsche Ansicht bezüglich der
Ausbildung haben. Brillant!!! Der gesamte Exkurs war großartig dargestellt.
Sowohl von der Schreibweise, den ausgewählten Informationen (duschen bei den
Männern), als auch den Reaktionen der Eltern. Super!

Der Einblick bei den Asari, im Anschluss war auch super.
Jennis Vater hat einen guten Wandel durchlebt und du benennst noch einmal ein
paar schöne Informationen zu den Asari, wobei mir aber Jennis Reinruf am besten
gefiel. Ich habe mich auch hier kaputt gelacht. Eine sehr schöne Stelle. Dass
Kiaras Mutter, dann geschockt reagierte, was super dargestellt war, war eine
schöne Wandlung und vertiefte ihren Charakter sehr gut. Für sie ist auch nicht
jedes Thema locker. Sie reagierte über, zwar aus Sorge, was sehr gut rüber kam,
doch es hob die Spannung schön an. Glücklicherweise artete es nicht in einen
längeren Konflikt aus, was mich sehr freute, da Kiara ja nur auf ihr Herz
hörte. Sie schämt sich nicht für die Vereinigung und steht zu Jenni. Man merkt,
dass sie einander viel bedeuten, in Verbindung mit der Einsicht, bei Kiaras
Mutter, machte mich, diese Stelle, sehr glücklich, da ich gerade eher so auf
Happy End und Romantik / Liebe gebürstet bin. Und ja, ich weiß, dass meine
Hoffnungen nicht unbedingt in dein Schema passen ;) Aber ich weiß, dass du mich
nicht enttäuschen wirst, egal wie die Geschichte endete, sie wird großartig
enden. Aber bis zum Ende ist noch viel, viel, VIEL Zeit. ;D

Die Beschreibung der Verschmelzung war sehr passend und
schön gesetzt. Sehr gut gemacht, außerdem merkt man, dass Jennis Eltern nicht
soviel von Asari wissen. Schön dass sie bereit sind, dies nun, nach und nach zu
ändern.

Wie Jenni und Kiara, im Skycar nicht von sich lassen konnten
war großartig. Vor allem der Dialog, die sehr gute Wortwahl in diesem und die
genaue Beschreibung, waren fantastisch und zeugten einfach nur hervorragend von
ihrem Verlangen, welchem sie sich ja auch hingaben. Zumindest etwas später. =D

Das Jenni bei Kiara blieb, war eine sehr nette Entwicklung.
Es freute mich, dass ihre Eltern nichts dagegen hatten. Kiaras Verlangen, wurde
dann sehr deutlich. Es war super, wie du sie beschriebst und man merkte
wunderbar, dass sie nicht mehr warten konnte. Ebenso wenig wie Jenni, auch wenn
diese es etwas besser verbarg. ;) Selara, ist wieder die aufgeschlossene Mutter
und lässt zwei Leibende gewähren. Sie hat einen sehr sympathischen und offenen
Charakter, welchen du sehr gut betonst, mittels vieler schöner Details. :D

Die Intime Szene, hast du nett eingeläutet, auch wenn es bei
einer Einläutung blieb, war es eine brillante Beschreibung und Darstellung.

Das Aufwachen war sehr gut in Szene gesetzt und die Aussagen
der beiden, brachten so ein manches Schmunzeln auf meine Lippen. Wieder eine
sehr gut Wortwahl bei den Dialogen und es wurde deutlich, dass ein Wochenende
nicht ausreichte, um alles nachzuholen. :D

Das Mitreinnehmen der angewöhnten Aufstehzeit, war sehr gut
und ein schönes Detail, welches zeigte, dass sie sich verändert haben. Toll!!!

Wie die beiden dann runter zum frühstücken gingen, gefiel
mir sehr. Kiara ist völlig unbefangen und Jenni hat keine andere Chance, als
mitzukommen. Noch dazu in solch schöner Unterwäsche ;) Was ich in diesem
Zusammenhang aber noch ändern würde, wäre das Wort „Unterhose“. An der
Textstelle hast du es genutzt, aber ich finde, dass das Wort etwas auf die super
Atmosphäre drückt. Ich weiß! Mir kann man es nie recht machen. Zumindest würde
ich das Wort gegen Slip, Tanga, etc. eintauschen. Aber das würde ich tun. Wenn
du das Wort für angebrachter hältst, so habe ich nichts gesagt. :)

Wie Kiara, dann Jenni zwang, in Unterwäsche mit runter zu
kommen, war eine exzellente Idee und sorgte für ein Lächeln. =D Ebenso die
Frage: „Lieber auf dem Esstisch?“ Ich habe mich weggeschmissen. Einfach
großartig!!!

Das Salere dann bei ihnen saß, fand ich megageil. Arme
Jenni. :D Das auch Kiaras Mutter, auffiel, dass sie recht früh sind, war ein
sehr gutes Detail und zeigt, dass die Charakter Tiefe besitzen. Dass Jennis
Begierde noch immer nicht gestillt ist, merkte man sehr schön, ebenso wie sie
sich dafür schämte. Sie möchte Kiara eine gute Freundin sein, weshalb sie auf
ihrem 100sten Geburtstag auch ihr Verlangen kontrollierte. Eine sehr gute
Brücke übrigens ;)

Der Schluss gelang dir wie so oft, super und mit einem
schönen Höhepunkt. ;)

Eine schöne Erwiderung von Salere und ich kann mir schon
denken, wie rot Jenni wird.


Das wäre es auch schon wieder. Wieder einmal eine
beeindruckende und wunderbare Leistung, für welche ich mich bedanke.

Sollte ich in einem der Feedbacks, mal einen Punkt
übersehen, zu welchem du jedoch gerne meine Meinung hättest, oder solltest du
Rückfragen / Kritik haben so teil es mir bitte mit.

Mit diesen Worten sage ich noch einmal „Vielen, vielen
Danke“ und ich bitte dich, so weiter zumachen, wie bisher, denn diese
Geschichte ist mir echt ans Herz gewachsen.

Schöne Grüße, Kieferbruch 
 

Modifié par Kieferbruch, 21 janvier 2013 - 04:26 .


#404
elitedefender2

elitedefender2
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 Ich bedanke mich schon mal im Voraus für das tolle feetback und dafür das du dir wieder die Mühe gemacht hast und die Zeit genommen hast mir selbiges zu schreiben.
Der Mit den Hundemarken war ja eigentlich logisch *sich schäm" änder ich sofort, danke dafür.(eigentlich hätte ichs ja wissen sollen, von all den Kriegsfilmen....) 
Versteh mich nicht falsch, es ist ja nicht so das ich mit Happy und so nichts anfangen kann, aber eine glückliche Scene wirkt viel besser in einem Bedrückenden Umfeld. Die Geschichte soll einen Wandel ins düsterere nehmen, damit die Leser nebst der Botschaft das Liebe stärker ist als vieles andere auch die das "Krieg einem verändert" erfährt (dazu habe ich schon eine Sau geile Idee, kanns kaum erwarten die umzusetzen ^.^ Aber es wird immer wieder heitere Schöne und emotionale Momente geben.
"Die Intime Szene, hast du nett eingeläutet, auch wenn es bei einer Einläutung blieb, war es eine brillante Beschreibung und Darstellung." 
Ich musste mich selbst beherrschen, im letzten kapitel die Vereinigung, und jetzt schon wieder.....Ich will ganz klar zeigen das sie noch immer Teenager sind und dementsprechend halt nur das eine im Kopf haben (wer kanns ihnen verübeln bei den Partnerinnen^^) Das es kein Leseporno werden soll hab ich ja schon durch die dezente Schreibweise gesichert, aber ich weiss auch das ein Knall viel lauter klingt wenn vorher stille herrschte. Was ich damit sage will Würze ist gut aber nur in kleinen Mengen. (schliesslich hat ja jeder( in dieser Hinsicht Männer besonders XD) ein Kopfkino das den "fehlenden" Rest erledigt.... bei dir weiss ich sogar das das blenden funktioniert * auf deinen Fanfic hinweis^^* dazu noch ne zusammenhangslos erscheinende Frage: Hast du mal Dragon Age gespielt?" falls ja erklähre ich dir in welchem Zusammenhang das mit deiner Geschichte steht XD.
Ok, ich finde es toll das du mir deine Meinung sagst, ich werde "Unterhose" ändernin... rate mal was^^
So damit wär ich durch, ich hoffe du verkraftest eine Weitere Woche Wartezeit, damit verabschiede ich mich vorerst und danke nochmal für das Umfassende Feetback

LG Elite ^^

Modifié par elitedefender2, 21 janvier 2013 - 08:25 .


#405
maximus20

maximus20
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Deine geschichte ist so geil bioware soll sich die durchlesen bin auch grad am überlegen was ich scheib und danke fürs aufbauen und motivieren

#406
elitedefender2

elitedefender2
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maximus20 wrote...

Deine geschichte ist so geil bioware soll sich die durchlesen bin auch grad am überlegen was ich scheib und danke fürs aufbauen und motivieren


Ich wünsch dir viel Erfolg bei der Themenfindung und hoffe vielleivht schon bald erste Resultate lesen zu dürfen^^

#407
Kieferbruch

Kieferbruch
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maximus20 wrote...

Deine geschichte ist so geil bioware soll sich die durchlesen bin auch grad am überlegen was ich scheib und danke fürs aufbauen und motivieren



Wünsche dir ebenfalls viel Erfolg und würde es gerne irgendwann mal lesen, wenn ich darf und du fertig bist ^_^
Aber ich warne schonmal vor: "Wenn ich anfange ein Feedback zu schreiben, so kann das schon mal etwas genauer werden." Das ist keine Drohung, sondern ein Versprechen. Frag Elite :D
Aber keine Sorge. Meistens bin ich nett :innocent:

Und wenn dir kein Thema einfällt, schreibe doch einfach auf, wie du dir die Rettung von Shepard gewünscht hättest, oder wie deine Lieblingscharakter, nach dem Krieg, weiterleben. So fing ich auch an, weil man so schonmal ein gewisses Gerüst hat, an dem man sich oritieren kann. Ist nur ein Gedankenanstoß. Wünsch dir zumindest, wie bereits erwähnt, viel Erfolg und Spaß;)

Modifié par Kieferbruch, 22 janvier 2013 - 05:44 .


#408
NoIdeas00

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Immer eine Freude deine Feedbacks zu lesen Kiefer... :)
Wünschte ich hätte auch Lust dazu immer detaillierte Feedbacks zu jedem Kapitel abzugeben :(

#409
elitedefender2

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NoIdeas00 wrote...

Immer eine Freude deine Feedbacks zu lesen Kiefer... :)
Wünschte ich hätte auch Lust dazu immer detaillierte Feedbacks zu jedem Kapitel abzugeben :(


na dann nimm dir doch einfach mal zeit, es müssen ja nicht gleich 2 oder 3 Seiten sein, auch n kurzes Feetback macht freude
^^

#410
maximus20

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Kein ding ich werde mir mühen geben

#411
fatdude

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Da ist ja einer fleißig:)

#412
maximus20

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neia ich bin am überlegen

#413
elitedefender2

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Sorry das ich mich so knapp melde, aber ich dachte ich könnte es trotz skiferien noh schaffen die Geschichte zu tippen, hat nicht gereicht wird Montagabend oder schlimmstenfalls dienstag.
Tut mir echt leid das ich es so lange verschwitzt habe es zu melden ( ._.)

#414
NoIdeas00

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Da macht dir niemand Vorwürfe,genieß den Urlaub  ;)

#415
elitedefender2

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So mit etwas Verspätung kommt jetzt das 22. Kapitel doch noch. 
Hier ist das Kapitel, ich hoffe es gefällt.

(Formatierung folgt am nächsten Tag)

Kapitel 22

Jenni sah Kiaras Mutter an, als hätte sie ihr gerade Krebs diagnostiziert. Die Aussage der Asari hatte ernst und nicht wie ein Witz geklungen, hatte sie sie wirklich gehört? Das konnte doch gar nicht sein. Sie wusste zwar, dass sie Kiara wohl an einem besonderen Punkt getroffen hatte, da diese entsprechend heftig darauf reagiert hatte, aber das konnt  Selara doch unmöglich gehört haben. Sie durfte sie nicht gehört haben! Jenni war wie erstarrt und starrte noch immer fassungslos zu Kiaras Mutter. Kiara selbst schien auch ziemlich geschockt, auch ihr Blick ruhte auf Miss Nesharis welch  zufrieden lächelte. „Was?“ platzte es schließlich aus Kiara heraus. Kiaras Mutter sah ihre Tochter nur vielsagend an, da sie genau wusste ,dass ihre Tochter sie verstanden hatte. Anschließend drehte sie sich zu Jenni, deren Herz begann schneller zu schlagen. „Ich hoffe doch sehr, dass du meiner Tochter nicht wehgetan hast“ meinte sie lächelnd. Auch wenn Selara es nur als Spaß gemeint hatte, war Jenni sprachlos. „Nein, das hat sie nicht!“ schritt Kiara sofort ein „Und das würde ich auch niemals“ fügte Jenni eilig an. „Wie kannst du so etwas sagen Mam?!“ fragte Kiara empört. „Ganz ruhig, ich wollte Jenni nur etwas erschrecken, als Revanche für den Schrecken den ihr mir gestern beim essen eingejagt habt“ antwortete diese. Immer noch etwas skeptisch sah ihre Tochter sie an, Kiara schien den Scherz ihrer Mutter nicht so witzig zu finden. Jenni hatte sich langsam von ihrem Schreck erholt und saß nun wieder etwas entspannter da. „Willst du dich nicht setzen? Ich sag auch nichts dummes mehr.“ Auf die Aufforderung ihrer Mutter setzte sich Kiara wieder an den Tisch. Sie hatte, nachdem sie aus der Küche gekommen war, gestanden, der Schreck hatte sie etwas aus dem Konzept gebracht. Die nächsten Minuten herrschte stille, sie aßen und tranken noch eine Weile, bevor sie aufstanden und sich auf den Weg machten. Sie hatten noch ein paar Worte mit Kiaras Mutter geredet, bevor sie wieder nach oben gegangen waren. Die Gespräche waren etwas harzig, da sich beide  jungen Frauen noch immer schämten, dass Kiaras Mutter sie gehört hatte. Kaum hatten sie ihr Geschirr in die Küche gebracht, drängte Jenni Kiara nach oben in deren Zimmer. „Was ist denn?“ fragte  die junge Asari verwirrt, während sie die letzten Stufen hoch schritt. Jenni schob sie in ihr Zimmer und schloss die Tür hinter sich. „Bist du wahnsinnig?! Ich habe genau gewusst, dass es ne blöde Idee war in Unterwäsche da runter zu gehen. Hätten wir uns angezogen, wäre das alles nicht passiert.“ Jenni wirkte nervös und sie war immer noch rot im Gesicht. „Wovon redest du?“ Kiara verstand nicht was Jenni meinte, es war ja nichts schlimmes passiert. „Wovon ich rede? Ich wär da unten gerade eben fast gestorben! Erst taucht deine Mutter auf und jagt mir n riesen Schrecken ein, dann setzt sie sich neben uns, weil ich zu höflich war sie wegzuschicken. Aber als wäre das nicht schon genug, musst du sie auch noch zu der Aussage bewegen, dass sie uns gehört hat…. Ich war so kurz vor nem Herzinfarkt!“ Jenni zeigte mit ihren Fingern einen kleinen Abstand an. Kiara begann zu lachen, als sie Jennis Gesichtsausdruck sah „Ach komm, du fandst es auch sau komisch, als ich mich geschämt habe, weil dein Dad reingekommen ist ,als wir bei dir gerade ein paar Zärtlichkeiten austauschen wollten. Kiara sprach die letzten Worte ganz leise, fast schon gehaucht in Jennis Ohr, sodass diese erschauderte. „Das ist nicht dasselbe“ antwortete Jenni und begann Kiara zu kitzeln. Dieser entfuhr ein heiserer Schrei „Nicht!“ zappelnd sprang sie von Jenni weg, diese folgte ihr jedoch sofort. Erneut kreischend sprang die Asari auf ihr Bett, sie drehte sich zu Jenni,  um sich mit Händen und Füssen gegen ihre Freundin wehren zu können. Jenni trat eilig zu ihr, diesmal jedoch nicht um Kiara weiter zu kitzeln. Kiara erwartete sie bereits und streckte ihr alle Viere entgegen, um sie abzufangen. Geschickt wich Jenni aus, sie wand sich an Kiaras Abwehr vorbei und kam über ihr zum stehen. Auf Händen und Knien abgestützt, stand sie über Kiara und blickte dieser in die Augen. Sofort würde die Gegenwehr zu etwas anderem, anstatt Jenni wegzuschieben, legte Kiara ihre  Beine um Jennis Hüften und begann zu lächeln. Die beiden jungen Frauen verharrten einen Moment lächelnd in dieser Pose, bevor Jenni ihr Gesicht langsam zu Kiaras Gesicht hinbewegte. In dem Moment klopfte jemand an die Tür. Kiara, die auf dem Rücken lag, legte den Kopf in den Nacken ,um zur Tür zu sehen. Jenni ergriff die Chance sofort und küsste sie auf den Hals. „Ja?“ fragte Kiara, bemüht Jenni daran zu hindern mit ihren Küssen tiefer zu wandern. „Alles in Ordnung? Ich habe gehört das jemand geschrien hat.“ Kiara rollte sich zur Seite, sodass Jenni nun unter ihr lag. Sie packte ihre Freundin an den Handgelenken und drückte selbige auf die Matratze um sich etwas Raum zu verschaffen. „Ja, es ist alles in Ordnung.“ „Ich habe hier noch einige gewaschene Kleider, kann ich reinkommen?“ „Nein…. leg sie einfach vor die Tür, wir….“ Jenni Biss genau an der Verbindungsstelle der beiden Körbchen  in Kiaras BH, und versuchte ihrer Freundin selbigen herunter zu ziehen. „Lass das…. Wir sind…..“ erneut haschte Jenni nach dem BH, erwischte ihn jedoch nicht. Sie richtete sich soweit auf wie sie,  trotz Kiaras Versuch sie festzuhalten, konnte und küsste sie auf ihr Brustbein. Nun sah Kiara sie ernst an „Jenni! Du kannst doch nicht….“ Jenni hatte angefangen
außen an Kiaras Hüfte mit ihren Zehen am Saum von deren Slip herumzuspielen. Nun hatte die Asari genug, sie packte Jenni an der Kniekehle und hielt sie fest, während sie die junge Frau stürmisch auf den Mund küsste. Ihre Zungenspitze glitt in Jennis Mund und begann dort die Zunge ihrer Freundin zu massieren. „Mmh“ Jenni hatte gerade etwas sagen wollen, sie kam jedoch nicht mehr dazu. „Verstehe, ich bin dann mal unten falls was ist.“



„Ich habs dir ja gesagt, dass die beiden lesbisch sind, aber du hast mir ja nicht geglaubt“ „Wieso hätte ich dir auch glauben sollen, wenn du mir erzählst, dass ne heiße Asari mit nem genauso heißen Mädchen auf dem Balkon vor deiner Bude rummachen? Da geh ich davon aus, dass du Realität und Extranet verwechselst.“ „Hei, ich habe dir schon gesagt, dass ich sie am Geburtstag der Asari zusammen gesehen habe, aber damals haben sie die Vorhänge gezogen…. Diesmal hat es wohl nicht mehr gereicht.“ „Ach ja genau, damals als du Spanner sie aus nem Busch heraus beobachtet hast.“ „Wenn ich deswegen ein Spanner bin, macht dich das dann  jetzt nicht auch zu einem? Du beobachtest sie doch jetzt auch?“ „Ja schon gut… ach nein, sie ziehen sich wieder an, so n Scheiß…. Du hast echt Schwein, wenn sie mal wieder was machen, films und schick mir das Video. ok?“



Kiara hatte sich gerade wieder von Jenni gelöst und aufgerichtet, als diese schon protestieren wollte. „Nein, wir gehen jetzt spazieren, wie wir es vorhin geplant hatten, und nachher werden wir mit deinen Eltern und meiner Mam zusammen bei Kaffee und Kuchen gemütlich plaudern.“ Jenni sah sie mit großen Augen an „Müssen wir? Ich würd lieber hier bleiben“ erwiderte sie. „Ja müssen wir…. Wir können doch nicht den ganzen Tag hier drinnen rumsitzen“ antwortete Kiara und erhob sich von ihrem Bett. Jenni tat es ihr gleich, trat zu ihr und legte ihre Arme um ihre Freundin „Kann das nicht warten?“ fragte sie neckisch. „Nein, sonst kommen wir heute nicht mehr hier raus und das weißt du.“ Jenni grummelte etwas Unverständliches und machte sich dann daran die Kleider, die Kiara ihr gegeben hatte, anzuziehen. Die Asari tat es ihr gleich, nach einigen Minuten trugen sie beide warme Sportklamotten und machten sich auf den Weg nach unten. „Ok, wir gehen dann mal. Bis später!“ „Bis nachher“ verabschiedeten sich die beiden von Kiaras Mutter. „Nicht vergessen, um elf Uhr bei Jenni“ rief Selara von drinnen. „******, wir schauen, dass wir da sind“ antwortete Selara.



Draußen war es kalt. Kaum waren sie draußen, bildeten ihre Atemstöße kleine Wolken. Die Straße funkelte im Sonnenlicht, sie war von einer dünnen Eisschicht überzogen, der Nebel der sich am Morgen langsam durch die Kolonie geschoben hatte, war beim Kontakt mit dem kalten Boden gefroren. „Achtung, es wird wahrscheinlich ziemlich rutschig sein….“ „Was? Du denkst, dass wir auf den Straßen spazieren? Komm mit, ich kenne einen besseren Weg.“ Kiara ging um die Hausecke durch ihren Garten nach hinten, sie stützte sich auf dem Gartenzaun ab und schwang sich darüber. Jenni sprang über den Zaun und folgte ihrer Freundin. „Wo willst du hin?“ fragte sie etwas erstaunt über Kiaras seltsame Routenwahl. „Es gibt hier einen ganz besonderen Platz, sind etwa zwanzig Minuten zu Fuß vor hier. Das sollten wir noch so knapp schaffen“ antwortete sie grinsend. Gemütlich schlenderten sie über eine zugeschneite Wiese, der Schnee lag etwa 20 Zentimeter hoch und war ganz pulverig. Jenni sah Kiara an, sie strahlte förmlich, die Unbeschwertheit war ihren Bewegungen direkt anzusehen. Sie lächelte auch immerzu, wenn sie ihre Freundin ansah. Jenni konnte gut verstehen, warum es ihr so ging, sie selbst fühlte sich auch viel entspannter. Bald näherten sie sich dem Rand eines kleinen Waldes. Sie redeten über die Leute von der Akademie, rätselten was wohl aus ihnen geworden war. Warrek wurde auch zum Gesprächsthema. „Hei, Selak hat geschrieben…. “Treffen uns heute im Club, ca. 18:00 ,pack vorher! 20:00 geht unser Taxi zurück zum Stützpunkt“ las Jenni vor. „Na dann, ich bin gespannt wer alles kommt“ fügte sie an. „Ich auch“ antwortete Kiara fröhlich. Nachdem sie etwa zehn Minuten durch den Wald gegangen waren, kamen sie zu einem Maschendrahtzaun, der mindestens 2 Meter in die Höhe ragte. Kiara sah sich kurz um, sie fand schnell wonach sie suchte. Ein umgestürzter Baum hatte den Zaun an einer Stelle zu Boden gerissen und die Pfosten ,die ihn aufrecht gehalten hatten, verbogen. „Ähm denkst du nicht, dass dieser Zaun dafür gedacht wäre, das man hier draußen bleibt?“ fragte Jenni ,als Kiara auf den Stamm des Baumes trat und auf diesem in das abgesperrte Gelände balancierte. „Ach komm, so feige kenne ich dich gar nicht“ die Asari winkte Jenni zu sich. Jenni sah sich noch einmal um, bevor sie langsam auf den Zaun zuging „Kiara?“ Ihre Freundin war verschwunden, auch als sie erneut nach ihr  rief, kam keine Antwort. „Kiara?“ Sorge mischte sich in Jennis Stimme. Sofort sprang sie auf den Baumstamm und lief eilig darüber. Sie wäre beinahe ausgerutscht, da das Holz rutschig und mit Schnee bedeckt war. Als sie von dem Baumstamm runtersprang erschrak sie fürchterlich, weil sie jemand von hinten packte. Sie kreischte kurz, hielt sich aber sofort den Mund zu und fuhr herum. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht stand Kiara direkt vor ihr. Gerade als sie etwas sagen wollte, zog Kiara sie an sich und küsste sie. Den Schrecken noch immer nicht ganz hinter sich, stand Jenni perplex da, erst nach ein paar Sekunden reagierte sie auf die Aktion. „Bist du wahnsinnig, ich hätte mich fast zu Tode erschrocken!“ rief Jenni noch immer etwas aufgebracht. „Tut mir leid“ meinte diese unschuldig und sah Jenni mit großen Augen an. „Ich habe mir Sorgen um dich gemacht, als du einfach plötzlich verschwunden warst.“ Kiara küsste Jenni auf deren Nasenspitze und meinte lächelnd „Ich wollte dich nur dazu bewegen nicht allzu lange nachzudenken.“ Kiara nahm Jenni an der Hand und führte sie noch einige dutzend Meter ins Innere der abgesperrten Zone. Der Anblick, der sich Jenni dort bot, raubte ihr den Atem.



Aus einer kleine Öffnung in dem Hügel, auf dem der Wald stand ,ragte ein durch massive Gitterstäbe verschlossenes Rohr. Durch die Zwischenräume zwischen den Stangen rann Wasser, das große Dampfwolken abgab. Das Wasser floss durch einen etwa 3 Meter langen offenen Kanal und verschwand dann wieder im Boden. Die Bäume, die in unmittelbarer Nähe des Rohres standen, waren praktisch von einer Eisschicht umgeben und glitzerten wie funkelnde Kristalle. Eine Rokanie, ein Baum der Trauerweiden, so ähnlich aussah und Blätterbehangene Zweige fast bis  zum Boden hatte, stand gleich neben dem Rohr. Seine Zweige waren mit feinen Eiskristallen übersät und sahen aus wie diamantbesetzte Ketten. Die Sonne, die gerade zwischen den Wolken durchschien, ließ den Baum in allen Farben glitzern. „Wow“ entfuhr es Jenni. „Woher wusstest du von diesem Ort?“ „Eine Freundin von der Akademie hatte es mir erzählt und mir ein Bild gezeigt. Ich hatte es komplett vergessen“ Kiaras Stimme klang ein wenig abwesend. „Das hier erinnert mich an ein Fest auf Thessia…. Bei uns, also den Asari, feiern wir traditionell das Fest „Gnadengabe“. Mitten im Winter, also nach unserem Kalender, wird diese Fest gefeiert. Es ist ein Dank an unsere Göttin, die vor tausenden von Jahren an diesem Tag der ersten Asari auf Thessia das Leben rettete. Mitten im Winter war eine Gruppe Siedlerinnen auf dem Weg an die Küste, sie gründeten später L`Granica Tuxeno, eine der wichtigsten Städte in der Religion der Asari. Also, das heißt in der Religion, die ich gelehrt wurde, es gibt auch bei den Asari viele Religionen. Jedenfalls hatte sie gesehen, dass die Siedlerinnen den Winter nicht überleben würden, da ihnen die Vorräte ausgingen und sie noch weit von der Küste entfernt waren. Die Siedlerinnen wussten das auch und so beteten sie zu Athame ,dass sie sie verschonen möge, sie würden ihr zu ehren auch eine ganze Stadt erbauen. Athame zeigte sich gnädig, nicht wegen der versprochenen Stadt, sondern aus Barmherzigkeit. Sie ließ den Winter in jenem Jahr früher enden, sodass die Siedlerinnen überlebten und bei ihrer Ankunft am Meer fruchtbares Land und fischreiche Gewässer antrafen. Die Siedlerinnen hielten Wort und bauten dort die Stadt L`Granica Tuxeno.“ Kiara ging während sie erzählte zwischen den hunderten Zweigen, die neben ihnen herunterhingen, hindurch und streichelte mit ihren Fingerspitzen über selbige. Winzige Eiskristalle rieselten auf sie herab, doch das schien sie nicht zu stören. Jenni folgte ihr, sie blieb dicht hinter ihr. „Was ist dann passiert?“ fragte Jenni interessiert. „Die Stadt, sie wurde immer als “Die goldene Stadt“ bezeichnet, da sie allen ihrer Bewohnern Schutz, Wohlstand und ein langes Leben bescherte. Sie blühte und florierte 1000 Jahre lang. Doch dann begann der Glaube der Bewohner an Athame zu bröckeln und sie zerstritten sich. Die Stadt war ,genau wie ihre Bewohner, zwiegespalten und so kam es, dass immer mehr Bewohner die Stadt verließen. Nach nicht einmal einer Generation war nur noch eine Geisterstadt übrig…“ Kiaras Stimme hörte sich ein wenig wehmütig an. „Die Natur holte sich zurück, was ihr schon immer gehört hatte und nach einigen Jahrzehnten waren nur noch abgebrochene Ruinen übrig. Noch heute ist das Gebiet eine Schutzzone und wird von vielen Asari besucht. Archäologen bergen noch immer Artefakte aus der Zeit, als die Stadt in voller Blüte war.“ Jenni hatte sich bisher kaum für Religion interessiert, doch sie fand es faszinierend die Unterschiede zu erfahren, die zwischen den Asari und den menschlichen Religionen herrschten. „Auf Thessia haben wir im Park immer glänzende Bänder, auf die wir einen Wunsch oder eine Bitte an unsere Göttin geschrieben hatten und über die Äste und Zweige der Bäume geworfen. Nach einigen Tagen hatten sich die biologisch abbaubaren Bänder aufgelöst und waren verschwunden, man sagte immer “Wenn dein Band weg ist, hat die Göttin es geholt ,um deinen Wunsch zu erfüllen.“ Alle Bäume in diesem Park sahen dann so aus, wie der hier.“ Jenni trat zu Kiara hin und nahm diese an der Hand. Die Asari war total in Gedanken und Erinnerungen versunken. „Das musst du mir unbedingt mal zeigen“ flüsterte Jenni ihr leise zu. „Mhm“ antwortete Kiara und sah sie strahlend an, es war noch immer neu für Kiara, dass sie nun Jemanden hatte, mit dem sie all diese Erinnerungen teilen konnte. Nach einigen Sekunden meldete sich Jenni wieder „Wir haben bei uns auch einen ganz lustigen Brauch, an Heiligabend küsst man sich unter einem Mistelzweig, das soll Glück bringen.“ Bei diesen Worten trat Jenni näher zu Kiara heran. „Das hier sind aber keine Misteln und Heiligabend  ist es auch nicht“ antwortete Kiara. Jenni bewegte sich langsam auf Kiara zu und küsste sie zärtlich auf den Mund. Sie hielten den Kuss einige Sekunden und umarmten sich gegenseitig, bevor sie sich wieder losliessen. „Komm, lass uns noch schnell auf den Hügel gehen, etwas die alten Erinnerungen wieder aufleben lassen“ meinte Kiara. Jenni nickte „Du hast mir noch gar nicht erzählt, warum hier heißes Wasser durch den Wald fließt?“ „Ich glaube meine Freundin hat gesagt, das sei zur Kühlung, damit es in den Fluss hier in der Nähe geleitet werden kann, ohne dessen Ökosystem zu zerstören.“



Ein Poltern war aus dem Gang zu vernehmen. „Ah, das werden sie wohl sein“ meinte Jennis Mutter lächelnd. Sie stand vor dem Tisch im Wohnzimmer auf und machte sich auf den Weg in den Gang. Von dort war gestresstes Gerede zu hören. Als sie nach draußen trat, sah sie wie Jenni und Kiara gerade eiligst dabei waren ihre Winterklamotten auszuziehen.“Tut mir leid Mam, wir waren gerade noch auf dem Hügel neben der Kolonie, wir haben etwas zu lange gebraucht für den Rückweg.“ „Ist nicht schlimm, es sind ja nur 20 Minuten…. Seit ihr etwa gerannt?“ Kiara atmete noch ziemlich schwer, und Jenni wischte sich mit dem Ärmel ihres Pullovers einige Schweißtropfen von der Stirn. „Nur gejoggt“ meinte die Asari lächelnd und streckte ihr die Hand entgegen „Hallo Rebecca.“ „Hallo Kiara“ erwiderte Miss Parker und nahm die Asari kurz in den Arm. Als ihr Blick auf ihre eigene Tochter wechselte, stutzte Rebecca .



„Oh Gott Jenni, was ist passiert?“ raunte Miss Parker. Jenni hatte gerade ihren Pullover ausgezogen, dabei war ihr Shrit hochgerutscht. Ihre Mutter hatte die Kratzspuren auf Jennis Rücken gesehen. Über beide ihrer Schultern liefen jeweils vier rote Spuren, die Haut war nicht aufgerissen aber gereitzt. „Ach das, das ist nichts…“ Ihre Mutter sah sie tadelnd an. „Ich bin von einem wilden Tier angefallen worden“ antwortete Jenni nach einem Moment des Schweigens. Ihre Mutter sah sie erstaunt an „Was? Ein wildes Tier? Was gibt es denn hier bitte für wilde Tiere?“ Kiaras Pupillen weiteten sich vor Schreck, sofort sah sie auf ihre Füße und tat eilig so, als würde sie etwas suchen. Jenni konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, jetzt würde sie sich für das peinliche Frühstück revanchieren können. „Hm, ich weiß nicht…“ sie sah grinsend zu Kiara. Jennis Mutter folgte dem Blick ihrer Tochter, als sie Kiara sah, die sie unschuldig anlächelte verstand sie. Kiaras Wangen hatten eine deutliche Lila Färbung angenommen. „Oh…“ die Sitation schien nun auch Jennis Mutter etwas unangenehm zu sein.

Das Jenni die Kratzer auf ihrem Rücken erst seit ihrem kleinen Zwischenstopp bei Kiara vor wenigen Minuten hatte, erwähnte Jenni nicht. Sie hatten den ganzen Weg bis zum Hügel über die gemeinsamen Erinnerungen, die sie hatten, gesprochen. Eben all die Erinnerungen, die sie einander noch zeigen wollten. Je länger sie darüber geredet hatten, desto schwerer war es Jenni gefallen sich zu beherrschen. Als sie dann auf dem Hügel waren, auf dem sie sich das erste mal geküsst hatten, schienen diese Erinnerungen so lebendig und so real. Die Gedanken beider kreisten schon lange um ihre letzte Vereinigung. Als sie sich schließlich küssten, war es geschehen. Sie waren schnurstracks zu Kiara nach Hause gegangen. Kiara hatte ihre Freundin sofort zu dem Sessel im Wohnzimmer geführt und die Storen heruntergelassen. Als Kiara die Verbindung wieder getrennt hatte und sie sich wieder angezogen hatten, war es bereits 11 Uhr 12. Sie hatten sich eiligst auf den Weg gemacht, um nicht allzu verspätet aufzutauchen.  „Na… kommt rein, wir habe bereits auf euch gewartet.“ Kaum war Rebecca wieder nach drinnen getreten, schlug Kiara Jenni sanft auf die Schulter. „Dafür sollte ich dich den ganzen Tag ignorieren.“ „Wofür?“ erwiderte Jenni sofort. „Dafür das du es nicht lassen konntest mich bloß zu stellen.“ „Heißt das ich muss nachher alleine Duschen?“



„Wo ist Jenni den jetzt schon wieder, vor ein paar Minuten war sie noch hier?“ Rebecca sah ihn Schulterzuckend an „Sind sie noch unter der Dusche? Sie haben vorhin gesagt, dass sie noch schnell duschen gehen wollen. Geh besser nicht in ihr  Zimmer, falls sie nirgendwo anders sind, wahrscheinlich haben sie immer noch Nachholbedarf.“ Kiaras Mutterwar vor einer halben Stunde gegangen, nach dem sie ein ganze weile zusammengesessem und diskutiert hatten. Etwas grummelnd, was sie nicht verstand, trat Jennis Vater aus dem Zimmer. Kiaras Mutter war vor einer halben Stunde nach Hause gegangen. Er war gerade auf dem Weg zur Toilette, als er einen Schrei, gefolgt von einen  dumpfen Aufschlag hörte. Der Lärm war aus dem Wohnzimmer gekommen. Obwohl er sich sicher war, dass er nicht wirklich wissen wollte, was hinter der Tür auf ihn wartete, öffnete er sie zaghaft. Entgegen seiner Befürchtungen, trugen sowohl seine Tochter, als auch deren Freundin noch alle Kleider. Jenni hatte auf einem der Stühle, Kiara ihr zugewandt, auf ihrem Schoß gesessen. Die beiden waren samt Stuhl nach hinten umgekippt, als Kiara ihre Freundin hatte küssen wollen. Nun lagen sie beide lachend auf dem Tepichbedeckten Boden. Kiara begann Jenni auf den Hals zu Küssen. „Hilfe, ein Alien will mich fressen!“ rief Jenni lachend. „Wehr dich nicht, du kannst mir nicht entkommen“ antwortete Kiara ebenfalls lachend. „Ich habe auch nicht vor zu entkommen, ich gehe selbst zum Angriff über….“ Jenni legte ihre Arme um Kiara und streichelte über deren Hüften. „Benehmt euch, die Vorhänge sind noch offen“ meldete sich Jennis Vater, er konnte es sich nicht verkneifen ebenfalls zu grinsen. „Keine Sorge Dad, ein klein wenig habe ich mich schon noch im Griff“ antwortete Jenni grinsend. „Und Kiara auch, dessen bin ich mir sicher“ fügte sie an. „Wir können in einer halben Stunde essen, geht also nicht mehr zu weit .“



„Hei, wie geht’s euch beiden, ihr seht gut aus.“ Tanja stand gleich neben der Eingangstür des Clubs, in dem sie sich trafen. Tanja hatte gerade ihren Mantel an den Kleiderständer gehängt, sie war wohl auch gerade erst gekommen. „Danke, gleichfalls“ antwortete Kiara freundlich. Nachdem auch Jenni und Kiara ihre Winterkleider ebenfalls an den Kleiderständer gehängt hatten, traten sie zu den Anderen, die sich im ganzen Raum in kleinen Gruppen gesammelt hatten. Sofort erkannten diese sie und begrüßten sie herzlich. „Hei Sarjka, wie geht es dir?“ „Super, das Wochenende war super entspannend. Wie ist es bei euch beiden?“ „Auch super, endlich mal ein wenig Zeit all das verpasste nachzuholen, wie ausschlafen, faulenzen, mit der Familie reden….“ „All die unanständigen Dinge, die sie jetzt nicht sagen will“ fügt Joshua nahtlos an. Er war von hinten an sie herangetreten und hatte Jenni die Hände auf die Schultern gelegt. „Unglaublich, du bist noch keine 3 Sekunden hier und schon weiß ich wieder weshalb ich dich nicht vermisst habe“ antwortete Jenni grinsend. „Oh, das verletzt mich jetzt aber echt“ stieß er enttäuscht hervor, drehte sich um und ging, den Kopf hängen lassend in Richtung der Bar. „Ach komm, du verstehst keinen Humor du Memme“. Jenni trat hastig hinter ihn, legte ihre Arme um ihn und drückte ihn fest. „Oh, ok ok schon gut, ich nehms dir nicht übel, aber lass mich am leben“ stöhnte Joshua, als würde er zerdrückt werden. Jenni ließ ihn los und sah ihn grinsend an. Sie mochte Joshua, seine lockere Art und die kleinen neckischen Dialoge, die sie immer wieder hatten. Auch wenn Joshua sie immer wieder auf den Arm nahm und manchmal ziemlich nervig war, kannte er doch die Grenzen und respektierte diese. „Und?“ Jenni sah ihn erstaunt an „Was und?“ „Wart ihr unanständig?“ Jenni warf ihm für seine Frage einen tadelnden Blick zu. Gerade als sie etwas sagen wollte, nahm Kiara, die hinter ihr stand, sie in den Arm und legte ihren Kopf neben den ihrer Freundin. „Ja das waren wir, aber Details gibt’s keine, sonst kannst du dich tagelang nicht mehr konzentrieren“ meinte Kiara lächelnd. „Ou, so schmutzig?“ Jenni sah ihre Freundin lächelnd an „Ich weiß ja nicht ob es besser ist, wenn er sich einfach alles in seiner Fantasie bildlich vorstellt…“ „Wissen wie ihr nackt ausseht tut er ja…“ es war Shalera, die nun gesprochen hatte. „Das trifft für dich aber auch zu“ konterte Jenni. Sie trat zu der Asari ran und nah sie kurz in den Arm. In derzeit hatte Kiara Joshua begrüßt „Wie sieht es denn eigentlich bei dir aus Joshua? Du redest hier immer über die unaständigen Dinge ,die wir gemacht haben, warst du denn auch bei jemand ganz bestimmtem?“ Joshua sah sie fragend an, er schien vergessen zu haben, dass Jenni wie auch Kiara wussten, dass er in einer Beziehung war. „Willst du es mir nicht sagen? Soll ich Tanja gleich selbst fragen?“ Jetzt begriff Joshua worum es ging, sofort warf er Kiara einen zurechtweisenden Blick zu. „Das geht dich ja eigentlich nichts an, aber ja, ich war bei ihr.“ „Oh, wird unser großer Frauenheld jetzt plötzlich schwach?“ harkte Kiara neckisch nach. „Nein“ antwortete Joshua sofort „Wir, wir haben uns Zeit gelassen, keiner von uns wollte den Anderen zu etwas drängen….“ „Das ist ja richtig niedlich“ meinte die Asari lächelnd und drehte sich wieder Jenni zu „Das Problem haben wir ja glücklicherweise nicht“ nach diesen Worten küsste sie Jenni auf den Mund. Kaum hatte sie sich von einander gelöst, grinsten sie beide Joshua an. „Hei, ich bin halt ein Gentleman“ erwiderte dieser ebenfalls grinsend. Kiara wandte sich nun zu Shalera und nahm diese kurz in den Arm. „Hallo, tut mir leid, dass ich dich grad so ignoriert habe. Wo hast du denn Ivana gelassen?“ „Hier“ rief die erwähnte und trat aus einigen Schritten Entfernung zu ihnen. Auch sie wurde herzlich begrüßt. „Also, wie war das Wochenende bei euch?“ „Gemütlich, mal ganz ohne einen schreienden Colonel, der einen am Morgen weckt und dann ewig lange durch den Wald scheucht“ antwortete Ivana auf Jennis Frage. „Ich hab lange betteln müssen, bis mich Ivana zu sich nach Hause mitgenommen hatte.“ „Ah, du warst bei ihr zu Hause? Erzähl!“ Kiaras Stimme klang ganz ungeduldig. Sie war sehr neugierig, Jenni hatte sie oft damit aufgezogen. „Da gibt es nicht viel zu erzählen… wir haben mit meinen Eltern gegessen, ich habe ihnen erzählt, dass ich mit Shalera zusammen bin, meine Mutter ist ausgerastet… nichts besonderes.“ „Deine Mam ist ausgerastet?“ fragte Kiara nach. „Ja, als ich Shalera geküsst habe, ist bei ihr wohl ne Sicherung durchgebrannt. Sie hat mich ins Nebenzimmer geschleift und mich aufklären wollen, wie das ganze mit Männlein und Weiblein funktioniert. Es ist ja nicht so, dass wir das in der sechsten Klasse schon gehabt hätten.“ „Oh, erzähl ihnen was du ihr geantwortet hast“ drängte Shalera. Als Ivana ihrer Aufforderung nach einigen Sekunden nicht nachkam, übernahm sie das selbst. „Ihr werdet es nicht glauben was unser braves Mädchen hier ihrer Mutter geantwortet hat. Sie hat ihr gesagt, dass sie mich genau deshalb mit zu sich genommen habe, um herauszufinden ,ob sie denn in Sachen Sex richtig informiert sei.“ Die drei begannen laut zu lachen, nur Ivana wirkte etwas unsicher, sie lächelte verlegen. „Als ganz so direkt habe ich es ihr nicht gesagt“ rechtfertigte sie sich. „Und wie hat sie darauf reagiert?“ „Nicht so toll, sie sagte zwar mehrmals, dass es für sie kein Problem sei, dass ich in einer Inter-Spezies Beziehung bin, aber sie wirkte dennoch etwas überfordert.“ Jenni kannte diese Situation, ihre Eltern hatten auch ganz schön zu kauen gehabt an der Nachricht, dass sie und Kiara ein Paar waren. „Warst du denn richtig informiert?“ platzte es schließlich aus Jenni heraus. „Jenni, das ist privat, ich frage dich ja auch nicht nach deinem Liebesleben“ antwortete Ivana. „Also, es gab doch mal so einen Flug mit nem Shuttle…“ „Pst, erstens geht das niemanden etwas an und zweitens war das nur ein einziges Mal“ fuhr Ivana Jenni energisch ins Wort. „War da nicht noch…“ „Jenni!“ „Ok ok, ich hör ja auf“ antwortete Jenni lachend. Es war sowieso unnötig weiter zu fragen, Shaleras Grinsen und ihr vielsagender Blick sprachen Bände. Bald hatte sich der Club gefüllt, Jenni erkannte  viele bekannte Gesichter, aber auch Leute, die sie schon lange nicht mehr gesehen hatte. Nach und nach kamen alle miteinander ins Gespräch, es herrschte eine heitere ausgelassene Stimmung. Obwohl alle wussten, dass sie am nächsten Morgen wieder trainiert werden würden, wurde das eine oder andere alkoholische Getränk konsumiert. Die Anwesenden achteten jedoch darauf verhältnismäßig vernünftig zu trinken. Auch Jenni und Kiara tranken etwas, schließlich gehörte das ja dazu. „Leute, kommt mal alle her! Alle Mitglieder der BDF, kommt mal zu mir.“ Jenni erkannte Alexs Stimme, er stand mitten im Raum und winkte die Anderen zu sich. Kiara nickte Jenni zu und deutete ihr an zu ihm zu gehen. Jenni nickte lächelnd und ging zusammen mit ihrer Freundin zu der Gruppe, die sich in der Mitte des Raumes sammelte. „Für alle die es noch nicht wissen oder mitbekommen haben, wir wurden zu einem Allianz-Projekt für Biotiker eingeladen. Alle mit denen ich heute hier stehen darf, haben angenommen. Ich bin froh mich auch so entschieden zu haben. Ich möchte anstoßen, auf das wir alle, alle Anwesenden, eine erfolgreiche Zukunft vor uns haben… und auf unsere Anführerin. Auch wenn man es ihr auf den ersten Blick vielleicht nicht ansieht, so ist sie doch eine hervorragende Soldatin und eine Anführerin, der man blind vertrauen kann.“ Plötzlich herrschte Stille und alle Augen waren auf Jenni gerichtet. Diese sah Alex entsetzt an, sie hatte nicht damit gerechnet, dass er sie in so eine Situation bringen würde. „Ähm…also… ich habe nicht damit gerechnet ,dass ich her eine Rede halten soll…“ begann sie stockend. „Aber wenn wir schon mal alle hier sind, dann möchte ich euch allen, für euer kurzfristiges kommen, danken. Da wir nur jeden Monat zwei Tage haben, die wir außerhalb des Stützpunktes verbringen können, freut es mich wahnsinnig, dass ihr es alle  einrichten konntet heute hier zu sein. Ich will euch hier jetzt nicht mit Details aus unserer Ausbildung langweilen, dürfte ich auch gar nicht, da das der Geheimhaltung unterliegt. Zuerst möchte ich mich bei meiner Einheit bedanken, sie haben immer hinter mir gestanden, auch wenn ich manchmal ziemlich unangenehm war.“ Jenni ließ ihren Blick über die Gesichter ihrer Freunde schweifen. „Und ich möchte allen, egal wie euer weiterer Weg aussieht, viel Glück wünschen. Mögt ihr alle genauso zuverlässige Gefährten finden wie ich.“ Nachdem sie geendet hatte, begann jemand zu klatschen, eilig stiegen die restliche Zuhörer ein. „Gut gemacht Jenni“ meinte Alex, als er neben sie trat. „Du hättest mich auch vorwarnen können“ antwortete Jenni lächelnd.



In den nächsten Minuten war Jenni damit beschäftigt vielen ehemaligen Klassenkameraden zu erklären, wie sie zur Anführerin der Einheit geworden war und was sie so taten. Es war schon halb acht, wie Jenni beim Blick auf ihr UW feststellte, die Zeit war wie im Flug vergangen. „Wer von euch kennt dieses Spiel hier noch?“ Selak rief die Frage in den Raum, doch Jenni beachtete diese kaum, da sie dachte sie wäre an jemand anderes gerichtet. Erst als Kiara laut „Hier ich“ rief, horchte Jenni auf. Als sie sich umdrehte, winkte ihre Freundin sie zu sich heran. „Worum geht es?“ fragte sie erstaunt, den Blick zwischen Selak und Kiara hin und her pendelnd. „Hier“ der Turianer reichte ihr ein kleines Gläschen mit einer Roten Flüssigkeit darin. Als Jenni sich etwas verwirrt zu ihrer Freundin umdrehte, diese gerade ihr leeres Glas auf den Tresen stellte und sich langsam auf sie zubewegte wusste Jenni worum es ging. „Feuer und Eis“ schoss es ihr durch den Kopf. Eilig kippte sie ihr Glas auch, behielt den Inhalt jedoch im Mund. Nahezu sofort spürte sie wie ihr Mund heiß wurde, das “Feuer“ begann  zu brennen. Sie legte ihre Hände an Kiaras Hüften und bewegte sich rasch auf sie zu. Sofort küsste sie diese, das “Eis“ würde die Hitze in ihrem Mund lindern. Kiara legte eine ihrer Hände an Jennis Hinterkopf und hielt sie fest. Nach einigen Sekunden lösten sich die beiden wieder von einander. Lächelnd wandten sie sich Selak zu „Noch besser als beim ersten Mal“ erwiderte Selak grinsend. „Wie wärs, wenn es noch zwei Andere probieren würden?“ fragte Kiara fröhlich. Als sich nach einigen Sekunden niemand meldete, rief Ivana laut „Deni, du könntest doch?“ Sofort sah dieser Ivana mit großen Augen an. „Mit wem denn?“ fragte er. „Marcel sieht liebesbedürftig aus…“ „Da müsst ihr mir vorher aber einen ganzen Kessel von dem Zeug einflößen, sonst wird das nichts.“ Wieder herrschte Stille. „Ihr seit sowas von spießig, hei Sarjka komm schon.“ Die angesprochene Asari zögerte etwas, ließ sich dann jedoch von ihren Kameradinnen und Kameraden, die sie anfeuerten, überreden. Sie trat zu Arsilia, die sie gerufen hatte und sah diese fragend an. Diese begann zu grinsen und sah zu den Leuten, die sie ansahen. „Behaltet die Zungen drin, sonst tret ich euch drauf… das geht besonders euch Typen an“ rief Arsilia in den Raum. Sie drehte sich wieder Sarjka zu, sie kippten ihre Gläser und küssten sich. Jenni erkannte, dass es kein Kuss aus Liebe war, trotzdem war er ziemlich offenherzig. Nach einem Moment, in dem sie den Kuss gehalten hatten, lösten sich die Beiden von einander. Noch immer ruhte alle Blicke auf ihnen. Lächelnd gingen die beiden zu der Gruppe, mit der sie vorhin gesprochen hatten. „Wieso wirkt auf euch Männer eigentlich der Anblick von zwei Asari, die sich küssen, so verdammt fesselnd?“ Die frage kam von Shalera und war an Marcel, Alex und Joshua gerichtet. „Also, Asari kommen der Vorstellung von Weiblichkeit, wie sie bei uns Menschen gilt, verflucht nahe. Die meisten Asari verfügen über Traummaße und die ganzen Gerüchte und das Getuschel über ihre Fortpflanzung, sprich die Vereinigung, lassen sie irgendwie geheimnisvoll wirken. Das macht dann natürlich neugierig.“ „Heißt das wenn jetzt ich mit Shalera und Jenni mit Ivana rummachen würden, dann würdet ihr eher zu mir und Shalera sehen? Also rein hypothetisch.“ Für einen Moment herrschte entsetztes Schweigen unter den Männern, wie auch unter den Frauen, niemand hätte mit so einer direkten Frage gerechnet, vor allem nicht von Kiara. „Also Alex nicht… aua“ Joshua hatte sich an den Abend am Lagerfeuer erinnert und spontan ausgesprochen, was er dachte. Dieser hatte ihm als Dank einen Klaps auf den Hinterkopf verpasst. „Schwer zu sagen, macht doch mal, dann können wir es ja gleich herausfinden“ meinte Marcel grinsend. Er erntete finstere Blicke, von Ivana einen hochgehaltenen Mittelfinger. „Was er damit wahrscheinlich sagen wollte ist, dass das auf den jeweiligen Geschmack ankommt. Nicht jeder sieht das gleich. Ich würde sagen, je nachdem welche Frauen oder eben Asari es wären“ meinte Alex beschwichtigend. „Wow, das war ja richtig tiefsinnig“ antwortet Jenni neckisch. „Zwischendurch soll es sogar Momente geben, in denen Männer tatsächlich mit dem Kopf denken“ gab Marcel zurück. Die Gespräche gingen noch einige Minuten weiter, bevor sie sich alle auf den Weg machten, um ihren Flug, der auf dem Platz vor der Akademie startete, zu erwischen. Sie verabschiedeten sich herzlich von denen, die nicht zur BDF gehörten und machten sich lauthals redend und diskutierend auf den Weg zum Abholpunkt.



„Aufstehen, das Training beginnt in 4 Minuten! Bewegung!“ Die Stimme von Eric war eine wesentlich unangenehmere Art geweckt zu werden, als Kiaras zärtliche Berührungen. Es war knapp vor fünf Uhr morgens. Am letzten Abend waren sie zurück zum Stützpunkt geflogen und anschließend durchsucht worden, damit niemand etwas einschmuggeln konnte. Danach hatten sie sich alle hingelegt. Der nächste morgen war hart, Jenni hätte sich durchaus an das gemütliche Klima gewöhnen können. Eilig standen alle auf und zogen sich an, anschließend ging es im Laufschritt runter auf den Hauptplatz. Dort erwarteten Eric und sein gesamtes Team sie bereits. „Ok, alle mir nach, wir werden uns jetzt etwas aufwärmen.“ Wie bereits beim Frühsport mit dem Colonel, machten sie eine Tour  durch den Wald, sie nahmen jedoch eine andere Route. Trotz der Tatsache, dass die BDF Soldaten bereits seit mehreren Wochen hart trainierten, hatten sie doch noch erhebliche Probleme mit Eric und seinen Leuten mitzuhalten. „Los los los, nicht schlapp machen. Ihr werdet in dieser Ausbildung noch verdammt viel rennen müssen, also haltet euch rann, es wird euch das Leben erleichtern.“ Der weiche Waldboden unter Jennis Füßen gab bei jedem Schritt, jedes mal wenn sie auftrat, etwas nach. Der Tau ,der sich über die Nacht an den Blättern gesammelt hatte, hing noch immer silbern in der Morgensonne, glänzend an den Farnen, die den dünnen Weg an beiden Seiten flankierten. Die Trainingshosen der Soldaten waren schnell nass, aber sie hatten keine Zeit sich darüber Sorgen zu machen, Eric legte ein ordentliches Tempo vor und trieb seine Leute gehörig an. „Los, alle runter und 40 Liegestütze!“ Auch wenn Eric als Anführer da stand, war er genau wie Jenni ein Teil der Gruppe, er gab nicht bloß Befehle ,sondern führte sie auch selbst aus. Kaum hatten sie die Übungen abgeschlossen, wurden sie sofort weitergetrieben. Total erschöpft schleppten sie sich nach fast einer Stunde zurück in den Stützpunkt. „Ok, heute ist Nahkampftraining angesagt, zieht eure Ausrüstung an und meldet euch in 20 Minuten auf dem Übungsgelände C… wegtreten!“ Die ganzen Soldaten, auch die von Erics Team, begaben sich in die Kantine, um zu Frühstücken. Gerade als Jenni einen Schluck von dem Fruchtsaft aus ihrem Becher nehmen wollte, setzte sich Kiara neben sie und flüsterte leise „Nicht mehr ganz so entspannend wie das Frühstück bei mir, hm?“ Hustend stellte Jenni ihren Becher wieder auf den Tisch. Fast wäre ihr das Getränk aus der Nase gekommen. „Erinnere mich bloß nicht daran, ich werde deine Mam nie wieder ansehen können, ohne im Boden zu versinken“ antwortete Jenni. Die anderen Anwesenden wussten zwar nicht wovon Kiara und Jenni sprachen, aber beim Anblick ihrer Anführerin, die damit zu kämpfen hatte ihren Fruchtsaft nicht herauszuspucken, mussten sie doch lachen. „Wieso denn?“ fragte Tanja auf Jennis Kommentar bezogen. „Ach, es gab da nur n ziemlich peinlichen Zwischenfall beim Frühstücken mit Kiaras Mutter“ antwortete Jenni. „Ähm Leute mal was ganz anderes, wir haben gar keine normale Rüstung mehr, weiß Eric, dass 20 Minuten nicht einmal reichen um unsere Ausrüstung anzuziehen?“ „Ich glaube nicht, der wird ganz schön erstaunt sein, wenn er mit uns in den Nahkampf gehen will“ meinte Arsilia grinsend. „WO sind unsere Rüstungen eigentlich? Sind die noch immer unten bei den Eierköpfen?“ „Das heißt Wissenschaftler“ korrigierte Sarjka Selak grinsend. „Egal, ich habe keinen Türcode, um da reinzukommen, ihr etwa?“ Die ganze Gruppe tauschte fragende Blicke aus. „Ok, ich frage den Colonel, ich bin gleich wieder daaaaa!“ Jenni schrie ungewollt auf, als sie sich umdrehte und der Colonel einen halben Meter vor ihr stand. Ihre Freunde hatten nicht mehr die Zeit gehabt sie vorzuwarnen, dass er hinter sie getreten war. Er hatte wohl ihre Unterhaltung gehört, als er den Raum betreten hatte. „Ich schätze es dauert nicht ganz so lange… esst auf und meldet euch danach unten, ich werde veranlassen ,dass die Tür offen ist.“ Sagte der Colonel grinsend. Er sah Jenni, die noch immer erstarrt vor Schreck da stand, an. Sie salutierte etwas hölzern und setzte sich danach wieder. „Du bist ja ganz bleich, hast du einen Geist gesehen?“ fragte Denni lachend. „Nein ,aber was fast so grusliges… konntet ihr mir nicht sagen, dass er hinter mir steht?“ „Tut mir leid, aber dafür gings zu schnell“ antwortete Selak, der Jenni gegenüber saß. „Auch wenn man es ihm nicht ansieht, der Colonel ist noch verdammt schnell“ pflichtete Marcel ihm bei. Eilig aßen die Soldaten fertig und machten sich auf den Weg nach unten.



„Bevor ihr euch umzieht, geht noch einmal alle auf die Toilette, die Zeit solltet ihr euch nehmen. Denn jetzt zehn Minuten Verzögerung sind besser, als später eine Stunde, um die Rüstung aus- und wieder anzuziehen.“ Die Gruppe folgte dem Rat des Technikers, der sie in dem Raum, in dem sie ihre Rüstungen das erste Mal hatten probieren können, empfangen hatte. Nachdem sich die Gruppe auf den ganzen Stützpunkt verteilt hatte, da nirgends genug Toiletten an einem Ort vorhanden waren, trafen sie sich wieder unten in dem Montageraum. „Ok, jetzt solltet ihr die Sensoranzüge anziehen, die dafür vorgesehenen Räumlichkeiten kennt ihr ja bereits“ fuhr er fort. Die Gruppe teilte sich Geschlechterweise auf, Jenni ging zügig in Richtung der Tür. Der Raum war kühl und sah nicht sehr angenehm aus. Boden, Wände und Decke waren aus gehärtetem Stahlbeton. Dieser war zwar verputzt, wirkte aber dennoch kalt und unfreundlich. Die einzigen Lichtquellen waren mehrere Reihen Neonröhren, die ein kaltes weißes Licht verströmten. Als sie in den kleinen Seitenraum traten, lagen ihre entsprechenden Sensoranzüge dort bereits bereit. Sie waren jeweils mit einer Nummer gekennzeichnet, die mit den letzten beiden Ziffern der Dienstnummer der jeweiligen Soldatin übereinstimmten. Nun folgten wieder einige Minuten, teils akrobatischer Verrenkungen, um die engen Anzüge anzuziehen. Sie halfen sich gegenseitig, wodurch sie schnell vorankamen. Auch wenn Jenni genau wusste, dass ihr Gegenüber es nicht persönlich nehmen würde, war es ihr etwas unangenehm, als sie Arsilia half ihren hautengen Anzug zu schließen und ihr deswegen direkt an ihren relativ üppigen Brüsten herumwerkeln musste. 



Als sie alle damit fertig waren und alle angezogen waren, gingen sie wieder in den Hauptraum zurück. „Ich wette Eric hätte seine helle Freude daran uns so zu trainieren“ flüsterte Kiara. „Ich hätte da auch nichts dagegen“ antwortete Jenni. „Du weißt aber, dass wir jetzt wieder im Dienst sind?“ „Ja, aber man wird doch noch träumen dürfen“ Kiara stieß sie sanft gegen die Schulter und schüttelte den Kopf leicht. „Gut, wir werden jetzt die Rüstung anziehen, dabei werdet ihr euch anfangs gegenseitig helfen müssen, mit der Zeit werdet ihr das aber auch selber schaffen. Es ist einfach eine Sache der Übung…. Also, fangen wir an.“



„Wo zur Hölle bleiben die?! Sie sollten sich besser eine verdammt gute Ausrede einfallen lassen, ansonsten setzt es was!“ rief Eric ärgerlich. Er hatte seit zehn Minuten auf dem Hauptplatz gewartet. Als nach zehn Minuten immer noch niemand gekommen war, hatte er sich daran gemacht sie zu suchen. Seine Leute warteten immer noch draußen auf dem Platz. Er warf einen Blick auf sein UW, 25 Minuten zu spät. „Die sind Tot rief er wütend“ die Frau an der Reception sah ihn erschrocken an, als er durch den Gang Richtung Treppe stapfte. Als er durch die Tür zu Reestons Büro polterte, sah ihn dieser erstaunt an. „Was ist denn los Eric?“ „Sir, ihre Soldaten legen ein unertragbares Benehmen an den Tag, der Trainingsbeginn verspätet sich bereits um 25 Minuten, da sie nicht erscheinen, ich kann sie nirgends auf dem Stützpunkt finden.“ Er musste sich beherrschen, um nicht zu schreinen. „Ganz ruhig bleiben Soldat, sie sind noch im Techkomplex, um ihre Ausrüstung zu empfangen, sie kennen ja die Techexperten, bei denen dauert alles ein wenig länger, ich bin mir sicher sie werden bald auftauchen“ antwortete Reeston mit ruhiger Stimme. Eric versuchte sich zu  beruhigen „Tut mir leid, das wusste ich nicht, ich dachte es könnte sich um eine spezielle Situation handeln, verzeihen sie Sir.“ Er drehte sich um und verließ den Raum. Innerlich kochte er vor Wut darüber, dass der Colonel ihn nicht informiert hatte. Er schloss die massive Holztür zum Büro des Colonels und trat die Treppe runter. Gerade als er wieder nach draußen treten wollte, kam Eric einer seiner Soldaten entgegen. „Eric, ich glaube wir müssen den Traingsplan ändern….“ „Ja ich weiß, die Neulinge beziehen noch Ausrüstung.“ fiel Eric ihm genervt ins Wort. „Nein, aber ich glaube Nahkampf ist keine so schlaue Idee“ erwiderte der Soldat gerade, als sie aus dem Gebäude traten.

Ich hoffe das es wieder gefallen hatt und freue mich auf feetback. :D

Modifié par elitedefender2, 01 février 2013 - 04:44 .


#416
Zerydal

Zerydal
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Indeed Nahkampf könnte spannend werden
btw für Elite bin lvl 34 ^^

#417
elitedefender2

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Zerydal wrote...

Indeed Nahkampf könnte spannend werden
btw für Elite bin lvl 34 ^^


Suchti^^:P

#418
Zerydal

Zerydal
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:P
Aber immer wieder schön deine Story zu lesen

#419
Kieferbruch

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Feedback zu Kapitel 22

Kleine Anmerkung meinerseits. In meinem Feedback, werde ich mich direkt und indirekt auf das 22. und vorangegangene Kapitel beziehen. Aus diesem Grunde, würde ich allen Leuten, welche Kapitel 22 und oder die vorherige Geschichte noch nicht gelesen haben, zwei Dinge empfehlen:
1. Lest das Kapitel / die ganze Geschichte, es lohnt sich!!!
2. Lest mein Feedback, erst wenn ihr Empfehlung 1 erfüllt habt ;)

FEEDBACK

Moin Elite,
ich hoffe, dass du gerade das Leben genießt ;)
und ich hoffe weiterhin, dass ich es dir mit dieser Nachricht noch etwas mehr versüßen kann. :D

Wieder einmal ist es dir super gelungen. Immer wieder eine Reisenfreude dieses Geschichte zu verfolgen. Vielen Dank :)
Aber ich fang mal an.
Du setzt schön an das letzte Kapitel an und hast die Spannung somit schon sehr weit oben ;)
Kiara und Jenni kommen fantastisch rüber. Salere ist wirklich nicht zurückhaltend. :D
Ich habe mich zumindest kaputt gelacht und die schöne und passende Beschreibung vervollständigte ein super Kopfkino. Arme Jenni! Vor allem als Salere noch eins draufsetzte, da Kiara so laut schrie, musst ich tierisch lachen. Die weiß was man sagen muss =D

Die Wut von Kiara an dieser Stelle, über die Frage bezüglich des Verletzten, war verständlich und zeugt wie sehr sie Jenni doch liebt. Sie verteidigt ihre Liebe und weist dafür sogar ihre Mutter zurecht. Schön gemacht. Dass die Stimmung danach aber unten ist, kann ich verstehen. Ein tolles Darstellen der Atmosphäre, gespickt mit vielen schönen Details. Wie zum Beispiel der Bezug auf das Abendessen und Jennis und Kiaras Verschmelzung. ;) Übrigens eine 1A Brücke. :D

Was ich besonders loben möchte, sind die unterschiedlichen Charakterzüge der beiden. Beide geraten in peinliche Situationen und sind besonders bei den Eltern der anderen, sehr empfindlich. Ich fand es zumindest super, da es zeigt, dass beide ihre „Schwächen“ haben. Sie kommen auf diese Weise wesentlich glaubwürdiger rüber und ihre Charaktere erhalten mehr Tiefe. Fantastisch!!!

Wie Jenni ihre emotionale und körperliche Lage dann vom Essen beschreibt, war wundervoll und verdeutlicht, dass auch sie ihre Schwachpunkte hat, selbst wenn es nur solche Kleinigkeiten sind. Man merkt dass sie noch immer Teenager sind, weshalb ich dich dafür loben möchte :)

Dass Jenni dann noch meinte, dass es bei ihrem Vater und Kiaras Mutter nicht das Selbe sei, zeugt ein Weiteres Mal von ihrem Charakter. Sie hat ein gutes Selbstvertrauen und sieht die Welt daher sehr aus ihren Augen. (Als sie und Kiara, nach Jennis Nasenbruch, ihre beiden Kameraden zufällig belauschten, meinte Jenni ja auch: „Das ist nicht das Selbe.“) Kiara ist dabei etwas anders und somit ein schöner Ausgleich zu Jennis Ansichten. Eine wundervolle Darstellung, welche sehr für die Charaktere spricht. ;)

Wie beide dann im Nachhinein wieder übereinander herfielen, war super. Eine sehr schöne und Ansprechende Formulierung und schöne Ideen. =D
Salere ist zumindest eine sehr offene Mutter und sie kommt sehr sympathisch rüber.

Die beiden Spanner werden hoffentlich noch ihr Fett wegkriegen =D
Man spannt nicht. Erst Recht nicht, bei Soldatinnen, die einen fertig machen können. Die Jungs wissen es zwar nicht, aber ihre Aktion ist nicht nur unanständig, sondern auch selbstmörderisch. ;)
Es ist aber eine brillante Brücke und sehr gut in die Geschichte eingebettet. Mal sehen was für einen Part die noch übernehmen. Sollte der Typ es wirklich filmen, so wird er einen schnellen Tod erleiden oder zumindest jeden einzelnen Knochen gebrochen haben.

Das Sträuben vor dem Aufstehen, war schön dargestellt und zeugt super davon, dass Jenni jede Sekunde so nah wie möglich bei Kiara verbringen möchte. Sehr schön dargestellt und ich kann sie verstehen =D Wer wäre nicht gerne bei einer heißen Asari ;)

Die Beschreibung des Winters und der Umgebung, als sie draußen waren gelang dir super. Ich würde auch gerne mal einen Winter mit blauem Himmel erleben. Bei uns bedeutet Winter entweder Schnee oder Regen, aber immer dicke und undurchlässige graue Wolken :(
Ich hoffe mal du hast besseres Wetter. Obwohl heute sah ich den blauen Himmel. :D Zumindest kurz ;)

Aber zurück zur Geschichte. Kiaras besonderer Platz war super. Auch diesen hast du wundervoll dargestellt und ich sah dieses wunderbare Naturereignis vor meinem Auge. Die Erklärung mit dem Wasserdampf war super und logisch, weshalb eine hohe Glaubwürdigkeit und Realismus entstanden. Exzellent!!!

Auch wie Jenni etwas Angst hatte, über den Zaun zu steigen, zeigt super wie stark der Unterschied zwischen dem Militärdienst und der Freizeit ist. Beide trennen diese Zeiten und ihre Persönlichkeiten spiegeln es wieder. Super! Besonders gefiel mir hier, dass Kiara Jenni rüberlockte. Man erkannt einmal, dass Jenni sehr viel für Kiara empfindet aber gleichzeitig, sieht man dass Kiara und Jenni keine klare Rollen in der Beziehung vergeben haben. Sie necken sich beide gegenseitig und bringen helfen einander, das Leben voll auszukosten. Fantastisch!!!

Die Idee mit der Tradition auf Thessia war super. Es gibt der Asari Kultur noch etwas mehr Tiefe und verstärkt auf diese Weise super die allgemeine Glaubwürdigkeit und die Tiefe von Kiaras Charakter, da sie es erlebt hatte. Eine wirklich sehr schöne Idee und ich hoffe ehrlich gesagt, dass Jenni und Kiara, dieses Fest einmal gemeinsam erleben würden. Aber weiter im Text. All die Details und die Geschichte zu diesem Fest, waren exzellent gewählt und sehr schön umgesetzt. Eine wundervolle Stelle, welche Achtung verdient. =D
(Ich frage mich ob Liara auch schon in der Stadt war… :D)

Die Stelle mit den Kratzern war göttlich. Ich habe mich kaputt gelacht. Eine brillante Wortwahl und eine fantastische Idee. Einfach nur super. Die neckische Anspielung auf das Raubtier, war sehr gut gewählt und ebenso war Kiaras Verhalten super. Beide necken einander auf wunderbare Weise, aber keine überschreitet die Grenze, dass es zu weit geht. Zumindest noch nicht, mal sehen wie es sich noch entwickelt. =D

Die Aussage bezüglich des „alleine duschen“ war super und eröffnete ein leichtes Kopfkino. Erinnerte mich irgendwie an Wasser und schmutzige Gedanken, die alle gezeigt werden sollten (Na verstehst du die Anspielung? =D) Was ich aber noch begrüßen würde, wäre wenn du im Nachfolgenden Abschnitt noch eine kurze Zeitangabe oder der Gleichen integriert hättest. Mir war nicht ganz klar, ob sie sofort duschen gingen oder erst nach einiger Zeit. Ich gehe vom zweiten aus, aber dennoch würde ich dieses kleine Detail noch ergänzen. Mein ich nicht böse und es wäre auch nicht schlimm, wenn nicht aber ich wollte dir gerne jede Art von Gedanken offenbaren ;)

Jennis Vater hat eine schöne Entwicklung durchlebt und man merkt sehr gut den Unterschied zu seinen ersten Auftritten. Er wurde toleranter und freut sich für seine Tochter, was man super an vielen Details bemerkt, zum Beispiel das er ebenfalls grinsen muss und scherzt, dass beide nicht zu weit gehen sollen, da es bald Essen gäbe. Eine schöne Entwicklung, welche ihm einen sympathischeren Charakter verleiht.

Das Treffen im Klub war dann ein schöner Sprung. Sie kehren zu ihrer anderen Familie (ihre Kameraden) zurück und unterhalten sich sofort. Der genauere Exkurs zu Joshua war sehr willkommen und unterstreicht den Gruppenzusammenhalt sehr gut. Joshua ist der offenen und der der die Moral oben hält. Dies verdeutlichst du durch seine Ausdrucksweise und seine unbekümmerte Art super.
Lobend erwähnen möchte ich aber hier auch, dass er zwei Seiten hat, einmal die bereits genannt und zum anderen die des jungen Mannes, der verliebt ist. Ein schöner Konterangriff von Kiara und eine 1A Brücke zu dem vorherigen Kapiteln. ;)
Ebenso wie das wieder aufgreifen der Duschszene, als die Frauenduschen nicht funktionierten. Du hast ein super Geflecht in deinen Geschichten und es ist immer wieder eine Freude, solch wunderbare Brücken zu lesen. =D

Ivana gefiel mir in diesem Kapitel besonders gut. Man merkt, dass sie noch viel Potenzial hat und ich bin sehr auf ihre Entwicklung gespannt. Sie ist offensiver geworden und dies zeigst du in einer so geilen Aussage, dass ich fast umgefallen wäre =D
Ein mördergeile Stelle, die ich wohl noch so manches Mal lesen werde. SUPER TOLL!!!

Die Reaktion von Ivanas Mutter tat mir aber Leid, doch es zeugte super von dem Rassismus, der leider auch in unserer Welt, bewusst oder unbewusst, existiert. Eine super Brücke, welche der Geschichte noch Ansatzpunkte, für eigene Gefühle gibt.

Ivana ist zwar offensiver, aber noch immer etwas schüchtern. Man merkt dies exzellent, als sie nichts erzählt, ob sie richtig aufgeklärt gewesen wäre. Ihre Argumentation war hervorragend. Jenni hat phänomenal reagiert und ich musst wieder loslachen =D
Sehr schöne Brücken zu den vorherigen Kapiteln, welche zeigen, dass Jenni sehr viel für ihre Freunde tut, aber selbst keine gleichwertige Gegenleistung fordert. Sie hätte Ivana ja auch in die Ecke drängen können, wenn sie es gewollt hätte. Allerdings reichte ja Shaleras Blick und die Tatsache, das Jenni sehr vorbildlich ist. Eine wundervolle Stelle.

Jennis Rolle in der Einheit hast du noch einmal schön hervorgehoben, als sie die Rede hielt. Es zeichnet sie aus, dass sie damit nicht angab und sich selbst einfach als Teil der Einheit und nicht als deren Spitze sah. Sehr gutes Detail! ;)

Auch Alex kam so schön zur Geltung. Er steht loyal hinter ihr und vertraut ihr, da er ihr wohl sonst nicht folgen würde, oder sie gar auf dieses Weise loben würde. Weiterhin ist er auch jemand, der immer eine gute Stimmung verbreitet. =D

An der Rede gefiel mir besonders, wie Jenni auch darauf einging, dass sich manchmal wirklich unausstehlich ist, wenn sie ihr Team hin und her scheucht. Eine schöne Stelle, die erneut ihren vorbildlichen und selbstkritischen Charakter unterstreicht.

Das Spiel gefiel mir dann, wie auch beim ersten Mal super. :D Es ist eine schöne Entwicklung, dass diesmal Kiara die Führung übernahm. Sie sind gleichwertige Partner, die einander in nichts nachstehen und einander über alles lieben. Fantastisch!!!

Die kurze Brücke zu Alex gefiel mir dann auch super. Es ist sehr nett, dass du auf die Männer noch einmal eingehst. Männern sind in dieser Sache ja nicht allzu komplex ;)
Aber ich fand es einfach super, wie du die Lagerfeuerstelle integriert hast. Ich habe sie erst letztens noch einmal gelesen und ich finde sie megageil. Es freut mich sehr, dass dein Handlungsgeflecht derartig umfassend ist. Eine Hochachtung!!!

Der Witz auf die Kosten der Männer, seitens Alex war sehr gut gesetzt und brachte ein fettes Grinsen auf meine Lippen. Ein sehr schöner Abschnitt =D

Dass das Training wieder losgeht, hast du schön eingeläutet und der Vergleich zu Kiaras Weckmethode war fantastisch. Ich kann Jenni verstehen. :D Es passt gut, dass auch Erik sie nicht schont und so wie der Colonel die Übungen mitmacht. Die Beschreibung der Umgebung hast du super getroffen und ich konnte mir gut vorstellen, wie es wohl ablief. ;)

Das Frühstück hast du dann wieder einmal schön umgesetzt und die vielen Details machen es immer wieder schön, diese Stellen zu lesen. Diesmal verweise ich nur auf Kiaras Anmerkung oder Jennis Treffen mit dem Colonel. =D

Der Colonel ist mir, wie letztens bereits erwähnt, sehr sympathisch!

Bezüglich des Salutierens in geschlossen Räumen, habe ich echt keine Ahnung. Ich habe es noch einmal gegoogelt und gefunden, dass es erlaubt sei, dann aber wieder nicht. Ich muss noch andere Quellen anzapfen. Sobald ich was Konkretes weiß, sag ich dir Bescheid.

Die Szene mit den Rüstungen, war sehr gut. Es ist ein Geheimprojekt, weshalb nur wenige etwas Genaues wissen. Erik weiß es zum Beispiel nicht. :D

Der Ankleidraum besaß etwas sehr düsteres / unangenehmes. Es deutet schon an, dass es mit diesen Rüstungen keinen Frieden geben wird. So langsam nähern sie sich dem Krieg und ich bin gespannt, wie sie sich in diesem entwickeln.

Zum Schluss kam auch noch einmal schön zur Geltung, wie viel Jenni für Kiara empfindet. Es ist ihr unangenehm, dass sie Arsilia zwischen den Brüsten helfen muss. Sie liebt Kiara und meine Hoffnung / Befürchtung auf einen Ausrutscher schwindet zunehmend ;)

Was mir aber sehr gut gefiel, war, dass Jenni Schwierigkeiten hat, Freizeit und Militär richtig zu trennen. Noch keinen Tag zurück und schon wieder heiß. Mal sehen ob sie bis zum nächsten freien Wochenende warten kann. Ich bezweifle es. =D

Wie so oft endest du exzellent. Erik kommt sehr wütend rüber und man merkt, dass er noch ein hohes Temperament hat. Er ist wütend auf die Rekruten und wütend auf den Colonel, ich bin gespannt wie sich das noch entwickelt. Zumindest war das Schluss Wort super und ich bin sehr auf Eriks Reaktion gespannt und wie das Training von nun an aussieht.

Das wäre es auch schon wieder. Es ist wieder einmal eine wundervolle Leistung, auf welche du echt stolz sein kannst. Ich bedanke mich ganz herzlich, dass du diese Geschichte schreibst und sie veröffentlichst, damit andere und ich sie lesen und erwartungsvoll verfolgen können.
Vielen lieben Dank!!!

Schöne Grüße Kieferbruch

FEEDBACK ENDE

#420
TopSun

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Zerydal wrote...

Indeed Nahkampf könnte spannend werden
btw für Elite bin lvl 34 ^^

Lvl 34? Könnte mich bitte jemand aufklären.

#421
elitedefender2

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 @ KieferIch danke für das ausführliche Feedback, es freut mich das es dir gefallen hat. Ich hoffe auch das dir die noch kommenden gefallen werden und gebe mir weiterhin Mühe. Wegen der fehlenden Zeitangabe, darum werde ich mich sofort kümmern^^. Ich danke das du mich auf dieses Versäumnis hingewiesen hast.

Ob LIara die Stadt schon gesehen hat? weis ich nicht muss ich wohl fragen wenn ich sie mal sehe XD


Des weitern möchte ich mich ich allgemeinen bedanken das du dir so viel Mühe machst, du darfst ruhig auch mal kritisch sein, und brauchst dich dafür nicht zu entschuldigen:P

Noch einmal vielen Dank, ich wünsche dir viel erfolg bei deinen Geschichten und freue mich auf jeden weiteren Teil den ich bekomme.

@alle Leser

Ich habe diese Woche bereits verzögert mit dem Schreiben angefangen und habe im Moment n bisschen einen Durchhänger, ich nehme an das ich mir mal eine Woche Pause gönnen werde;) 
Aber nicht traurig sein:crying:, das ist noch nicht festgelegt und falls es so kommen wird gehts ja in der darauffolgenden Woche wieder weiter:D

BIs dahin wünsche ich euch allen eine Gute Zeit und freue mich auf weiteres Feedback:whistle:

#422
elitedefender2

elitedefender2
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 So nach längerer Pause melde ich mich nun wieder. Im Gepäck hab ich n Dackeschön an die Leser die hoffentlich trotz der längeren Wartezeit treu geblieben sind und sich jetzt an einem neuen Teil erfreuen dürfen.
Zusätzlich habe ich 15 Seiten meiner (Spannenden) Geschichte dabei die ich euch nun gerne präsentieren würde. 

Desshalb quatsch ich jetzt auch nicht mehr länger.

PS. Der teil kommt in 2 Abschnittenwärzu lang für einen Post^^


Kapitel 23

„Wieso? Hast du Angst, dass dich die Mädchen verhauen? Wir haben lange genug trainiert, um gegen sie locker bestehen zu können.“ Der Soldat wollte gerade etwas sagen, er sparte es sich jedoch, Eric würde eh gleich verstehen was er meinte. Mit erwartungsvollem Blick sah er Eric an, seine Reaktion folgte sogleich. Als er aus dem Gebäude trat, fühlte er sich wie im falschen Film. Im ersten Moment konnte er, aufgrund der Sonne, die ihm gegnüber aufging, nicht erkennen, wer vor ihm stand. Er erkannte nur Umrisse…große Umrisse. Blinzelnd hob er die Hand, um sich vor dem grellen Licht zu schützen. Er ging noch ein paar Schritte weiter, sodass der Haupttrakt der Basis ihn von dem goldenen, durch die Wolken glitzernden, Sonnenlicht abschirmte. Als er die Hand senkte, stockte er. Von den zierlichen Frauen, die er erwartet hatte, war nichts zu sehen. Stattdessen stand er nun vor mehr als drei dutzend, in respekteinflößende Rüstungen gehüllte, Soldaten vor ihm. Durch die von außen undurchsichtigen, leicht spiegelnden Visiere, waren keinerlei Emotionen erkennbar. Wie Maschinen wirkten die Bewegungslos dastehenden Soldaten; leblos, kalt, beunruhigend. Eric konnte nicht sagen, ob ihn nun alle anblickten oder nicht, dazu kam noch, das kein Geräusch zu hören war, keine Gespräche, kein atmen noch nicht einmal ein kleines rascheln der Kleider in der leichten, warmen Brise, die über den Platz wehte. Erics Blick wanderte über die Soldaten, die vor ihm standen, er hatte noch nie zuvor solche Rüstungen gesehen. Nervosität machte sich langsam unter Erics Leuten breit. „Soldaten!“ rief Eric schließlich, als er sich etwas auf den ungwohnten Anblick eingestellt hatte. Er fuhr zusammen, als die vor ihm stehenden Gestalten mit einem Ruck zum Leben erwachten. Fast perfekt Synchron salutierte die ganz Gruppe schlagartig. „Gruselig“ flüsterte einer der Soldaten. „Nehmt die Helme ab, ich will eure Gesichter sehen“ fuhr Eric fort. Wie ihnen gesagt, nahmen die Soldaten die Masken von ihren Helmen ab. Jenni, die an der Spitze der Formation stand, grinste Eric breit an. Die ganze Gruppe hatte per Funk miteinander geredet und ihre Bewegungen abgesprochen. „Es gab eine Planänderung, das Nahkampftraining wurde verschoben, wir werden das ein anderes mal machen. Der Colonel hatte mich nicht informiert, dass ihr neue Ausrüstung bekommen habt, das macht das ganze jetzt etwas kompliziert…“ Er kratzte sich am Hinterkopf und sah sich die Gruppe noch einmal an. „Kann mich jemand von euch informieren was es damit auf sich hat?“ er deutete auf Jenni Rüstung. „Ich weiß nicht ob wir dazu die Berechtigung haben, schließlich unterliegt das hier der Geheimhaltung“ antwortete Jenni. „Ich brauche keine Techdetails zu wissen, ich brauch nur ne kurze Übersicht.“ „Ok… die Rüstungen hier sind dafür da hohe Sprünge bzw. Stürze abzufedern und unsere Bewegungen mit synthetischen Muskeln zu verstärken. Dazu kommt natürlich die Schutzfunktion einer jeden Rüstung. Wir haben ein Funknetz, das uns alle verbindet, Kommunikation und visuelle Markierungen laufen über eine Retinasteuerung.“ Er nickte mit angehobenen Augenbrauen „Nicht schlecht, ich frage mich wieso ausgerechnet eine Gruppe Neulinge damit ausgerüstet wird?“ Seine Stimme hatte nun einen abschätzigen Unterton, es schien ihn zu ärgern, dass nicht er, sonder eine Gruppe “Amateure“ solche Ausrüstung erhielten, obwohl sie es sich hart erarbeitet hatten hier zu sein. „Darum“ antwortete Jenni schneidend, die Luft um sie herum begann zu knistern und zu flimmern, ein blauer Schleier bildete sich um sie herum. Auch die Anderen bauten nun ein Biotisches Feld um sich herum auf. „Wir sind alle Biotiker, ein Muss für solche Absprünge wie wir sie machen werden. Sprünge aus mehr als 20 Metern sind selbst mit Anzug extrem belastend, die Nova-Landetechnik macht einen Großteil der Energieableitung aus.“ „Aha“ kam es genervt zurück. „Habt ihr in dieser Ausrüstung schon trainiert?“ „Nein, noch nicht, wir haben….“ „Ok“ unterbrach Eric Jenni, er atmete ein und seufzte langezogen. „Dann gehen wir doch mal auf das Trainingsgelände, damit ihr eure neuen Spielzeuge ausprobieren könnt“ meinte er schließlich. Er machte sich keine Mühe den Ärger und die Enttäuschungen darüber, dass sie noch einmal Grundlagen neu erarbeiten müssten und dadurch Zeit verlieren, zu verbergen. Die ganze Gruppe machte sich auf den Weg in Richtung des Trainingsgeländes. Während des Gehens setzte Jenni ihre Maske wieder auf und forderte die anderen per Funk auch dazu auf. „Eric scheint ziemlich angepisst zu sein, weil wir Top Ausrüstung für dieses Projekt erhalten. Was auch immer ihr Tut, ärgert ihn nicht, er ist immer noch ein Vorgesetzter. Vermeidet Provokationen, er sollte zwar ein Profi sein, aber niemand hat sich perfekt unter Kontrolle, nicht immer.“ Sie bewegte ihre Augen, ein kleines halbtransparentes Menü wurde aufgerufen. Darauf waren rote Rechtecke zu sehen, jedes war mit dem Namen eines Einheitsmitgliedes versehen. „Wir werden das hier professionell angehen, Zeit für Faxen werden wir später noch genug haben. Verstanden?“ Sofort blinkten die ersten der Rechtecke grün auf, jedes Teammitglied konnte so bestätigen, dass es den Befehl verstanden hatte, besonders beim planen umfangreicherer Manöver würde diese Funktion extrem nützlich sein. Plötzlich tauchte eine Markierung auf dem HUD von Jenni auf. Etwas verwirrt drehte sie sich um, das Wegsymbol war einige Meter hinter ihr mitten auf der Straße gesetzt. Noch bevor sie dazu kam zu fragen, wer die Markierung gesetzt hatte, verschwand diese auch schon wieder. „Sorry, mein Fehler, ich probier nur grade etwas aus, was hier alles möglich ist“ antwortete Deni per Funk. Es blinkten noch weiter Markierungen auf, als Jenni plötzlich Denis Stimme hörte. „Hei, das war ich nicht, ich schwör`s!“ Verwirrt drehte sich Jenni um, alle schienen sie anzusehen, was jedoch schwer zu beurteilen war, da sie die Gesichter ihrer Freunde nicht sehen konnte. „Ist ja geil, die Markierungen lassen sich an sich bewegende Objekte anheften?“ fragte Selak erstaunt. „Objekte?“ fragte Arsilia, sie musste dabei lachen. „Ich wollte die Spannung nicht ruinieren“ gab der Turianer zurück. „Worum geht es hier eigentlich?“ fragte Jenni immer noch verwirrt. Sie konnte erkennen, dass sich eine Markierung in Unmittelbarer Nähe zu ihr befinden musste, konnte selbige aber nicht ausmachen. Als sie sich erneut drehte brachen die anderen, die Männer allen voran, in Gelächter aus. „Was ist denn so witzig?“ „Jemand hat deinen Hintern als neues Ziel markiert“ antwortete Kiara auf Jennis Frage, sie tat dies jedoch auf einem Kanal, den nur Jenni hören konnte. Anders als bei vielen älteren Funkgeräten, musste sie dafür nicht wirklich Kanal wechseln, sie konnte dazu Jenni einfach mit einer Augenbewegung markieren. „Jungs, jetzt mal echt, wie alt seit ihr?“ „Wieso wir? Ich hab nichts gemacht!“ gerade als alle ihre Unschuld beteuern wollten, meldete sich Garonn, einer der Turianer. „Man kann einblenden wer die Markierung gesetzt hat“, sagte er ruhig. Alle drehten sich zu dem sonst ziemlich schweigsamen Turianer um. „Ihr müsst sie nur anwählen und dann auf Infos“ fuhr er fort. Sofort tat Jenni was er sagte. Gerade noch konnte sie den Namen lesen, bevor die Markierung verschwand. „Sarjka?“ fragte sie ungläubig. Für einen Moment herrschte Stille im Funk. „Du scheinst nicht nur auf Männer anziehend zu wirken, ob das an deiner Einstellung Frauen gegenüber liegt?“ prustete Alex. „Ich wollte das nicht, zumindest nicht so… Ach ihr seid doch alles Idioten! Entschuldige Jenni, ich wollte die Markierung nicht dahin setzen, ich habe versucht, ob ich dir einen “folgen“ Wegpunkt anhängen kann. Der hätte aber dich als Person und nicht bloß deinen Hintern betreffen sollen. Sie stieß Joshua in die Seite, als dieser zu lachen begann. „Behalt deine Fantasie im Kopf ,du Spinner. Nur weil du beim Gedanken an zwei Frauen immer gleich an die Kurzfilmchen, die du dir im Extranet ansiehst, denkst, heißt das noch lange nicht, dass es in der Realität auch so ist.“ „Ich hab doch gar nichts gesagt!“ protestierte Joshua eilig. „Ach wir kennen dich einfach“ erwiderte Shalera. „Moment, wenn du als erstes auch gleich an solche Videos denkst, kennst du dich damit sicher aus, hm?“ „Ja genau“ antwortete sie sarkastisch. „Wieso stellst du das so abwegig da? Es gibt durchaus auch Frauen die sich solche Videos ansehen“ warf Deni ein. „Ich weiß du kannst mein Gesicht jetzt nicht sehen, aber ich schaue dich gerade skeptisch an, nur damit du es weißt.“ „Welche Frau schaut sich denn bitte solche Filme an?“ fragte Ivana nun. „Leute, unterhalten wir uns jetzt echt gerade über Pornos?“ Tanja klang etwas entsetzt. „Wilkommen in der Armee“ meinte Alex grinsend. „Du musst da sowieso Unterschiede machen, es gibt zum Beispiel Magazine, wie den Playboy, na ja, heute nicht mehr, aber die Art ist das worum es geht. Diese Magazine stellen Frauen, also menschliche oder eben auch Asari oder Turianerinnen erotisch und begehrenswert dar. Andere hingegen stellen sie billig und nuttig dar. Das ist nach meiner Sicht ein ziemlicher Unterschied“ begann Deni sich zu rechtfertigen. „Du sagtest doch mal du hättest zu Hause Fornax Magazine…“ „Die sind schon an der Grenze, aber nach meiner Sicht noch auf der richtigen Seite“ fiel er Tanja ins Wort. „Machen wir es doch nicht komplizierter als es ist, wer hat sich schon mal ein Filmchen oder ein solches Magazin angesehen?“ fragte Shalera schließlich. Fast augenblicklich kam die Bestätigungsmeldung von jedem Mann und Turianer. Einen Moment lang passierte nichts, doch dann kam auch die Meldung von Shalera, Arsilia, Jenni und einigen wenigen anderen weiblichen Mitgliedern der Einheit. „Shalera?“ fragte Ivana etwas erstaunt. „Was denn? Als ich erfahren habe, dass wir in eine gemischtrassige Kolonie ziehen, habe ich mich etwas informiert… sag bloß du hast dich mit mir eingelassen, ohne vorher in Erfahrung zu bringen was dich erwartet?“ sie drehte sich zu ihrer Freundin. „Ich habe im Extranet gesucht, auf normalen und wissenschaftlichen Seiten, um genaueres über die Biologie der Asari zu lernen.“ „Ach komm, das kauf ich dir nicht ab, du hast mich im Shuttle bereits gelöchert, du hast bestimmt noch mehr gesucht, als nur Biologieberichte“ meinte Jenni grinsend. „Ok, ich hab auch das eine oder andere Bild gesucht…“ „Hatten die Asari darauf Kleider an?“ harkte die Anführerin der BDF nach. „Nicht immer, ok, ich hab mich ja auch mit Bildern informiert, aber ich glaube nicht, dass man das hierzu zählen kann.“ Ivana klang etwas verlegen. „Wie siehts denn bei dir aus Jenni?“ „Ich habe mich auch schon informiert. Bevor ich mit Kiara zusammen kam über Männer meiner Spezies. Als ich dann jedoch mit Kiara zusammen gekommen bin, habe ich mein Augenmerk auf die Asari gerichtet. Ich habe mir einige Bilder angesehen, später auch mal ein oder zwei Videos, allerdings wie Deni bereits erwähnt hat ist Video nicht gleich Video.“ Kiara trat etwas näher an Jenni, die ganze Gruppe folgte immer noch Eric in Richtung des Übungsareals. „Du hast dir Asari angesehen?“ fragte sie neugierig. „Für mich war das alles ganz neu, ich habe mich nie darum gekümmert wie das ganze zwischen zwei Frauen abläuft, da kann etwas Vorwissen nicht schaden“ antwortete  Jenni lächelnd.



„Also, fangen wir an, probiert erst mal ein wenig die Bewegungen aus.“ Jenni
stellte sich an den Anfang einer kurzen Strecke mit einigen Hindernissen.
„Bleibt mit der Unterstützung aber erst mal noch bei  0%, steigert dann langsam, wir wollen uns ja
nicht selbst umbringen, oder?“ Erneut kamen die Bestätigungsmeldungen von den
anderen Gruppenmitgliedern. Nach einigen Sekunden der Konzentration rannte
Jenni los, sie schwang sich über die erste etwa hüfthohe Mauer. Auch die
folgenden Hindernisse überwand sie gefühlt viel zu leicht, in Anbetracht dessen
,dass sie 75 Kilo Zusatzgewicht an sich trug. Die Strecke war nicht als
Hindernisparcours gedacht, weshalb sie viel zu schnell am anderen Ende des
Parcours ankam. „Hei Eric, können wir rüber zum Hindernisparcours wechseln? Um
die Anzüge mal voll auszuspielen?“ Jenni hatte die Lautsprecher an ihrer
Rüstung angeschaltet „Na gut, verschiebt euch dahin, ihr kennt ja den Weg“ er
wirkte sichtlich verärgert. Sein ganzer Trainingsplan war durcheinander
gekommen. Es war sehr schwer einigermaßen sinnvoll zu trainieren, wenn die
meisten von ihnen ihre Ausrüstung noch nicht unter Kontrolle hatten. „Alle mir
nach, steigert die Unterstützung langsam, wenn einer gegen einen Baum knallt,
ist er selber schuld!“ Sie begann langsam loszulaufen, ein gemütliches Tempo
zum Joggen. Als sie das Trainingsgelände verlassen hatten begann Jenni langsam
die Unterstützung hochzufahren. Das Rennen wurde nicht weniger anstrengend, die
Belastung schien gleich zu bleiben, das Tempo jedoch stieg. Je höher sie die
Unterstützung schaltete, desto schneller begann die Umgebung an ihr
vorbeizuziehen. „Fühlt sich irgendwie unheimlich an, es geht immer schneller
und das obwohl ich mich immer gleich stark abstoße“ schnaufte Kiara. Jenni
begann zu lächeln, das Gefühl gefiel ihr, nicht mehr an die Grenzen des eigenen
Körpers gebunden zu sein. Nun war es die Technik, die die Grenzen setzte.
Bereits bei 30% Unterstützung konnten sie sich merklich schneller bewegen. Ab
50 % Unterstützung wurden sie nicht mehr schneller, von dem Punkt an wurde die
Belastung für die eigenen Beine reduziert. „Jetzt kommt die Beweglichkeit ins
Spiel, versucht nicht langsamer zu werden“ rief Jenni, als sie noch einige
Meter vom Waldrand entfernt waren. Jennis Herz schlug bereits schnell,
erstaunlicherweise schwitzte sie nicht so stark, wie sie vermutet hatte. Im
innere das Anzugs herrschte eine angenehme Temperatur. Vor dem Wald stand ein
kleiner Zaun, Hüfthoch und bestehend aus einem einfachen Draht mit kleinen
Dornen dran. Die ganze Gruppe hatte die 400 Meter bis zum Wald in Windeseile
überwunden. Mit einem Satz überwanden die Soldaten den Zaun und bahnten sich
einen Weg durch den Wald. Jenni war aufgefallen, dass sie Schwierigkeiten hatte
mit dem Timing, sie wäre einige Male beinahe hingefallen, weil sie zu spät über
einen Baumstumpf oder eine Wurzel springen wollte. Den anderen schien es jedoch
genauso zu gehen, einige fluchten laut, als sie nur knapp einem Zusammenstoß
entgingen.



Der Feuchte Waldboden gab unter den harten Sohlen der gepanzerten Stiefel nach.
Mit großen Schritten rauschten die Biotiker an den Bäumen vorbei, der
eigentlich relativ weite Weg wirkte wesentlich kürzer. Trotz Unterstützung
ihrer Rüstungen, atmeten sie alle schwer, als sie ankamen. „Verflucht, die
Dinger sind ja Hammer, nach so einem Sprint legste dich normalerweise erstmal
hin“ keuchte Garonn. „Jab, aber ich muss mich erst an das neue Tempo gewöhnen,
ich verpasse immer den Absprung“ antwortete Ivana. „Wir machen gleich weiter.
Los einer nach dem anderen durch den Parcours.“ Die Soldaten stellten sich in
einer Reihe auf und machten sich auf den Weg durch den Parcours. Diesmal
schlossen sie ihn wesentlich schneller 
als bisher ab. Manche Hindernisse ließen sich ganz anders überwinden als
bisher. Gräben die sie bisher mit hangeln überwinden mussten, ließen sich jetzt
mit etwas Anlauf, ordentlich Mut und einem beherzten Sprung überwinden. Andere
wie das Stacheldrahtgitter, unter dem man durchkriechen musste, ließen sich
schnell überwinden. Es kostete einen Haufen Überwindung sich bei vollem Lauf
einfach nach hinten über fallen zu lassen und unter dem Drahtnetz
durchzurutschen. Die Bewegungen der Soldaten wurden jedoch rasch flüssiger, sie
stellten sich schnell auf die neuen Rüstungen ein.



„Also, wir müssen den Nahkampf etwas anders gestalten, habt ihr mit diesen
Rüstungen schon irgendwelche Kampferfahrungen gesammelt?“ „Nein, wir haben
heute das erste mal damit trainiert“ antwortete Jenni auf Erics Frage. Sie
waren gerade mit dem Mittagessen fertig geworden. Einige der Ausbilder hatte
das Essen auf den Traingsplatz gebracht, damit sie nicht in voller Montur in
der Kantine sitzen mussten. „Dann testen wir das doch mal, wie siehts im Hand zu
Hand Kampf aus? Wer meldet sich freiwillig?“ „Ich“ meldete sich Arsilia sofort.
Sie trat vor und wartete auf weitere Anweisungen. „Wie gesagt, provozier ihn
nicht… und bring ihn nicht um“ funkte Jenni ihr zu, Sekundenbruchteile später
kam die Bestätigungsmeldung der Asari. „Also, testen wir erst mal ein paar
grundlegende Techniken….“ Er nahm zwei Polster für seine Hände von einem
Betonwürfel neben ihm und zog sie über die Handschuhe seiner Rüstung an. „Ok“
versuch die Polster mittig zu treffen“ befahl Eric. Arsilia wusste, dass ihr
fragender Blick bei Eric nicht ankommen würde, weshalb sie neben den
Betonwürfel trat und seitlich gegen die Ecke des Würfels schlug. Der Schlag war
ziemlich wuchtig, als die als Schlagring dienende Metallplatte gegen den Beton krachte,
hinterließ sie dort eine anschauliche Kerbe. „Bist du sicher?“ Eric nickte
unbeeindruckt und hob die Hände in Kampfstellung, Arsilia tat es ihm gleich.
„Los“ auf das Kommando ihres Vorgesetzten begann Arsilia abwechselnd mit
leichten Schlägen die beiden Polster anzugreifen. Nach kurzem ging Eric bereits
wesentlich aggressiver auf Arsilia zu, er ging selbst zum Angriff über. „Komm
schon, greif mal richtig an, das ist doch nicht alles oder?“ Die Asari schlug
härter zu, die Unterstützung des Anzuges hatte sie jedoch auf null
zurückgestellt, sie wollte nicht gleich übers Ziel hinausschießen. „Schlag
ruhig richtig zu“ forderte er sie auf. Arsilia wusste, dass er sie provozieren
wollte, sie setzte die Unterstützung auf 30% und legte sich mit ihrem gesamten
Gewicht in den nächsten Schlag. Ihre Faust traf mit voller Wucht auf die
gepolsterte Hand von Eric. Sein Arm wurde nach hinten geschleudert, schockiert
über die Wucht des Treffers fuhr er zusammen. Im nächsten Moment konnte Arsilia
richtig erkennen, wie der Nervenimpuls sein Hirn erreichte, er verzog das
Gesicht und hielt sich die getroffene Hand. „Verdammt… Scheiße, ok für das
Nahkampftraining brauchen wir eine Alternativlösung, so gibt es nur Verletzte“
meinte er schmerzlich. „Alles in Ordnung?“ fragte Arsilia sofort als sie die
Auswirkungen ihres Schlages sah. Die Metallplatte hatte eine kleine
Aufschlagsfläche und dadurch konzentrierte sich die Schlagenergie auf einen
viel kleineren Punkt. Das Polster und der Handschuh hatten einiges des
Aufschlages abgefangen, die Reaktion von Eric ließ aber darauf schließen, dass
es immer noch weh tat. „Schon ok, es war vielleicht nur nicht die schlaueste
Idee das ganze so zu testen, wir werden wohl eine andere Methode finden müssen,
um zu trainieren.“ „Jenni trat neben Arsilia, die noch immer etwas nervös
dastand. „Vielleicht sollten wir das Nahkampftraining für heute sein lassen“
meinte sie freundlich. „Und wie sollen wir dann jetzt trainieren? Da der
Colonel es verpasst hat mir zu sagen, dass ihr diese Ausrüstung habt, konnte
ich nichts vorbereiten.“ „Wir können ja unsere Biotiken trainieren, dazu
brauchen wir kaum Trainingsgerät.“ Alex hatte diesen Vorschlag ausgesprochen.
„Hm“ grunzte Eric, er schien von der Idee nicht gerade begeistert zu sein. „Nun
gut, meinetwegen. Von uns ist niemand Biotiker, wir können euch also nicht
helfen. Ich gehe zurück zur Basis und informiere die entsprechenden Ausbilder.
Bis ich wieder hier bin bist du für das Wohl deiner Leute verantwortlich,
verstanden?!“ Er sah Jenni an, welche Salutierte „Jawohl“ Eric drehte sich um
und machte sich auf den Weg zurück zum Stützpunkt, seine Männer folgten ihm.
„Also, wir teilen uns auf, jeder von euch weiß selbst am besten wo seine
Schwächen liegen, übt also dementsprechend. Haltet genug Abstand zueinander,
damit ihr euch nicht gegenseitig verletzt.“ Sie trat ein wenig von der Gruppe
weg, baute ihre Barriere auf und atmete tief durch. Ein wabberndes Feld aus
blau schimmernder Energie baute sich um sie herum auf und umhüllte sie. Mit
einer Bewegung ihres Arms erzeugte sie in einigen Metern zu sich selbst eine
Singularität. Die kleine Sphäre erzeugte chaotische Wirbel und einen starken
Sog um sich herum. Ziele ohne Schild und Panzerung waren der Wirkung Gnadenlos
ausgesetzt, wurden von den Füßen gehoben und durch die Luft gewirbelt. Diese
Technik war besonders im Kampf gegen große Gegnergruppen effektiv, jedoch sehr
anstrengend. In einer Singularität steckt sehr viel Kraft, je mehr Kraft in
einer Biotik steckt, desto anstrengender ist sie für den Biotiker . Eine
Singularität wird mit Biotischer Energie gespiesen,
was die Aufrechterhaltung unglaublich anstrengend machte. „Was versuchst du?“
fragte Kiara, als sie neben ihre Freundin trat. „Ausdauertraining, die ersten
10 Sekunden sind noch nicht so schlimm, aber danach wird’s höllisch
anstrengend“ antwortete sie. Kiara blieb neben ihr stehen und schaute ihr zu.
Nach einigen Sekunden begann Jenni ihr Gesicht zu verziehen, ihre Arme begannen
zu zittern. „Nicht aufgeben“ feuerte Kiara sie an. „Leichter gesagt als getan“
presste Jenni hervor, sie hatte sich komplett angespannt. Seit sie den kleinen
Wirbel entfacht hatte, waren nun schon fast 15 Sekunden vergangen. Eine
Schweißperle rann über ihr Gesicht, Ihre Muskeln begannen zu brennen, als hätte
jemand sie in Brand gesteckt. „Ah“ stöhnte sie erschöpft und unter Schmerzen
auf. „Ein paar Sekunden schaffst du noch, komm schon!“ rief Kiara, sie schien
richtig mit Jenni mit zu fiebern. Nach weiteren drei Sekunden brach der Vortex
zusammen und Jenni sackte auf die Knie. Schwer atmend stützte sie sich mit
ihren Händen leicht vorne übergebeut auf ihren Oberschenkeln ab. „Wow, du hast
es ganz schön lange ausgehalten, gut gemacht“meinte Kiara lobend und streckte
ihr die Hand helfend entgegen. „Es wird langsam, aber ich bin danach total
fertig, sowas darf mir im Kampf nicht passieren.“Jenni packte die Hand von
Kiara und zog sich daran hoch. „Geht’s wieder?“ Die Erschöpfung nach dem
Einsatz einer Biotik war nicht die gleiche wie nach einem Sprint oder einem
anstrengenden Kampf. Die Erschöpfung war zwar genauso intensiv, man erholte
sich jedoch viel schneller wieder davon. „Ja“ Jenni atmete einmal tief durch
und nickte dann „Alles in Ordnung, ich hab mich gleich wieder.“ Jenni sah sich
kurz um, die anderen waren ebenfalls fleißig am trainieren. Einige übten mit
ihren Barrieren und Barrierensphären, andere übten Angriffsbiotiken wie Wurf
und Warpfelder. Einige übten den Biotischen Ansturm, das Zusatzgewicht der
Panzerung machte ihnen etwas zu schaffen. In den meisten Fällen mussten sie den
Ansturm abbrechen und kamen nach einigen Metern stolpernd zum stehen. „Ich will
mal ein wenig an meiner Barriere arbeiten, machst du mal ein paar Angriffe?“
„Ok“ Jenni hatte sich mittlerweile wieder etwas gefangen und machte sich
bereit, sie stand in einigen Metern Entfernungen zu Kiara hin und wartete auf
das Zeichen ihrer Freundin. Deren Körper wurde nun von einem bläulich
leuchtenden Schleier umgeben. Eine schnell expandierende Sphäre baute sich um
sie herum auf. Als die Sphäre etwa 6 Meter Durchmesser hatte, stellte sich die
Ausbreitung ein. „Bereit?“ Kiara nickte und bestätigte. „Ok“ mit einer
ruckartigen Bewegung ihres Armes schleuderte Jenni ein Wurffeld gegen Kiaras
Barriere. Diese war wie eine stehende Flüssigkeit relativ ruhig, bis etwas dagegenprallte.
Als der Biotische Angriff einschlug, gingen vom Einschlagspunkt aus kleine
Wellen über die Spähre. Ein zweiter Einschlag an einer anderen Stelle löste
erneut kleine Wellen aus. „Du kannst dich auf den Einschlag vorbereiten, das
ist schlecht, im Einsatz siehst du die Kugeln auch nicht kommen.“ Jenni
unterbrach ihr Sprechen für einen weiteren Angriff. „Schließ die Augen.“ Kiara
sah sie verwundert an „Was?“ „Komm schon, du kannst mir vertrauen“ funkte
Jenni. Nach einem kurzen Moment antwortete Kiara schließlich „Ok, aber sei
nett.“ „Bereit?“ Als die Bestätigung von Kiara kam, startete Jenni einen
weiteren Angriff. Diesmal traf das Wurffeld seitlich auf die Barriere der
Asari. Diese musste einen Ausfallschritt zur Seite machen, um nicht um zu kippen.
„Ah, da fühlt man sich so hilflos. Ich habe keine Chance vorher zu sehen wann
ich getroffen werde.“ „Genau das ist ja der Sinn der Sache…“ Jenni begann
langsam im Kreis um sie zu gehen und startete immer wieder einige kleine
Angriffe, mal fester, mal weniger fest. Als sie etwa eine halbe Runde um sie
gegangen war trat sie an den Rand der Sphäre heran. Kiara hatte bereits etwas
Mühe die Sphäre aufrecht zu erhalten. Jenni Schlug mit ihrer Faust gegen die
Sphäre und wurde abrupt gestoppt. Kiara stöhnte auf unter der Anstrengung.
„Behalt sie aufrecht, nicht kleiner werden“ meinte Jenni neckisch, als sie
bemerkte ,dass die Sphäre langsam zu schrumpfen begann. „Leichter gesagt als
getan“ zischte diese. Um die Belastung noch etwas zu steigern, trat Jenni diesmal
mit voller Kraft gegen die bläulich schimmernde Wand vor ihr. Kiara knickte ein
und sank mit einem Knie auf den Boden. Unter heftigen Anstrengungen richtete
sie sich jedoch wieder auf. Jenni konnte sehen, dass ihre Beine zitterten, sie
konnte kaum mehr stehen doch sie gab nicht auf. „Einen schaffst du noch“
feuerte Jenni sie an. „Ich kann nicht mehr…. Bitte“ „Doch, komm ,diesen einen
schaffst du noch“ diesmal rief Jenni die Worte via Lautsprecher. Kiara konnte
so orten, wo sie in etwa stand. Sie würde sich darauf einstellen, dass der
Angriff von dieser Seite kommen würde, doch Jenni hatte anderes geplant. Sie
trat einige Schritte von der Sphäre weg und setzte zum nächsten Angriff an.
Dieser kam nun jedoch von der ihr gegenüberliegenden Seite. Kiara war auf
Jennis List hereingefallen, sie hatte sich in Richtung ihrer Freundin gelehnt,
um dem zu erwartenden Einschlag standhalten zu können. Als dieser nun jedoch
von der anderen Seite kam, stolperte sie nach vorne. Jenni war, nachdem sie das
biotische Geschoss auf den Weg geschickt hatte, auf die Sphäre zugelaufen.
Diese brach beim Aufschlag des Angriffes zusammen und Jenni kam gerade noch
rechtzeitig bei Kiara an, um zu verhindern, dass diese auf den Boden fiel.
Gerade als die Asari umkippte, konnte Jenni ihren Arm um ihre Brust legen und
sie auffangen. „Alles in Ordnung?“ „Nein, ich habe gesagt du solltest
freundlich sein, nennst du das etwa freundlich?“ „Ja, ich habe dich
aufgefangen… und deine Feinde werden wohl kaum freundlicher sein.“ Kiara zog
sich an ihrer Freundin hoch und sah sie an „Ich habe dabei eigentlich eher an
Freundlichkeit im Rahmen des Wochenendes gedacht…“ säuselte sie. „Aber doch
nicht hier!“ antwortete Jenni mit gespieltem Entsetzen. Und dazu müssten wir
die Rüstungen ausziehen.“ Kiara stiess sie gegen die Schulter „Nicht so! Dazu
müssten wir mal wieder alleine in der Dusche sein“ antwortete Kiara lächelnd.
„Komm, wir trainieren noch ein paar Sturmangriffe, die andere scheinen damit
ziemlich Mühe zu haben.

Modifié par elitedefender2, 14 février 2013 - 08:12 .


#423
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Teil 2

„Was ist denn hier los?!“ Die Stimme gehörte
einem der Ausbilder, er rief die Worte laut, als er auf die Gruppe zu trat. Sie
waren alle auf ein freies Feld gegangen ,nachdem sie einige Zeit trainiert
hatten. Sie hatten sich in zwei Gruppen aufgeteilt, ein Spielfeld abgesteckt
und anschließend einen der Soldaten in die Unterkunft geschickt, um den
Football, den er von Zuhause mitgenommen hatte,   zu holen. Die Soldaten schienen ihn nicht
gehört zu haben, da sie ohne ihn zu beachten weiter machten. Es standen sich
zwei Teams zu etwa 18 Leuten gegenüber. Die Runde war gerade losgegangen, die
beiden Teams verteilten sich auf dem Feld. Ein Turianer stellte sich auf, er
holte einige Schritte aus und trat kräftig gegen den Ball, kleine Erdklumpen
flogen durch die Luft, als die Sohle des Turianers die Wiese streifte. Sofort
rannten die beiden Teams los, um den in hohem Bogen fliegenden Ball zu
ergattern. „Den hab ich“ rief Alex den Blick auf den Ball, der auf ihn zu flog,
gerichtet. „Ich glaube nicht“ waren die letzten Worte die er noch hörte, bevor
er zu Boden geschleudert wurde. Arsilia war hinter ihm hergelaufen und hatte
ihn nun in vollem Lauf angesprungen. Sie hatte ihn mit der Schulter gegen seine
Brust getackelt und ihn so unsanft zu Boden geworfen. Hustend und am Boden
liegend musste der Mensch mit ansehen, wie die Asari den Ball, welchen er zu
fangen versucht hatte, schnappte und loslief. Sie hatten die Unterstützung
ihrer Anzüge vorsichtshalber auf null zurückgeschraubt, um niemanden zu
verletzen. Zusätzlich hatten sie alle eine persönliche Barriere aufgebaut, um
Schäden am Anzug zu verhindern. Diese Schutzmaßnahmen waren aber auch bitter
nötig, da niemand sonderlich zimperlich zu sein schien. Niemand von ihnen hätte
einen Kameraden absichtlich verletzt, sie waren jedoch alles Elitekämpfer und
durften von daher schließlich keine Memmen sein. Arsilia rannte auf das hintere
Ende des gegnerischen Feldes zu, als sie Alex auf sich zurennen sah. Mit einem
Sprung zur Seite konnte sie  gerade noch
ausweichen. Die Freude währte jedoch nur kurz, einen Augenblick später wurde
sie von Joshua, der hinter Alex gelaufen war, zu Boden gerissen. Mit einem
dumpfen Stöhnen landete sie auf dem Rücken und Joshua auf ihr. „Oah, geh von
mir runter“, stöhnte sie nach Atem ringend. „Sorry, lebst du noch?“ als er aufstand,
zog er sie hoch. Sie hielt sich die Seite und beugte sich vor. „Ich weiß nicht,
fühlt sich nich so an“ sie sprach die Worte lächelnd. Es schmerzte zwar, war
jedoch nicht so tragisch. „Schon gut, ich werds überleben.“ Inzwischen war
Jenni mit dem Ball unterwegs in Richtung des gegnerischen Feldendes. Sie rannte
so schnell sie konnte und schaffte es gerade noch Deni auszuweichen, als er sie
zu Boden reissen wollte. Ihr letzter Kontrahent der noch zwischen ihr und dem
Feldende lag. Kiara zögerte einen Moment, bevor sie ihrer Freundin entgegen
lief, um besser abschätzen zu können, wo diese lang wollte. Mit einigen
schnellen Schritten überwand sie die Distanz zwischen sich und ihr. Sie rannten
beide genau aufeinander zu, Jenni wusste, dass sie aufgrund ihres höheren
Tempos und der schwereren Panzerung wahrscheinlich weniger abbekommen würde.
Sie bereitete sich auf einen harten Zusammenstoß vor, zu dem es aber nicht kam.
Kiara duckte sich vor dem Zusammenprall und traf Jenni mit der Schulter etwa
auf Hüfthöhe und hob sie von den Füßen. Diese wurde durch den Aufprall nach
vorne über geschleudert, flog einige Meter durch die Luft, bevor sie hart auf
dem Rücken landete. Nachdem harten Aufprall blieb sie erst regungslos liegen.
Da sie bis vor kurzem den nun über den Boden kullernden Ball gehabt hatte, war
sie der Mittelpunkt der Aufmerksameit und jeder hatte ihren Sturz gesehen. Das
Spiel endete abrupt, als sie sich nach einigen Sekunden noch immer nicht
bewegte. Während die einen fassungslos dastanden, rannten Kiara und einige
Andere, die den Ernst der Situation erkannt hatten los, um ihrer möglicherweise
verletzten Kameradin zu helfen. „Oh Gott, Jenni! Lebst du noch? Alles in
Ordnung?“ Kiara war sofort zu ihrer Liebsten geeilt, als sie gesehen hatte,
dass etwas nicht stimmte . Mit zittriger Hand griff Jenni nach dem Visier ihrer
Maske und nahm dieses ab. Sie hustete und rang nach Atem. „Es tut mir so leid,
das wollte ich nicht! Bitte… es tut mir so leid. Jenni drehte sich mühsam auf
die Seite und krümmte sich, noch immer keuchend versuchte sie zu antworten.
„Sch….“ Beim versuch Worte zu formen unterbrach sie ihr Husten immer wieder.
Sie war mit voller Geschwindigkeit aus fast eineinhalb Meter Höhe auf den Boden
gefallen und konnte kaum atmen. „Es ist ok“ hauchte sie, nach kurzem, mühsamem
Schlucken richtete sie sich langsam auf „Alles in Ordnung, ich lebe noch….  halbwegs“ stöhnte sie. „Du solltest zu den
Sanis, die sollen dich mal anschauen“ riet Ivana ihr. „Ich dachte schon Kiara
hätte dich gekillt“ rief Joshua mit angehobenen Augenbrauen. „Es tut mir
unglaublich leid, ich wollte das ni….“ „Schon ok, es ist ja ein Spiel, du hast
so gehandelt wie du musstest“ unterbrach Jenni ihre Freundin, die sich eifrig
entschuldigen wollte. Sie legte Kiara die Hand auf die Schulter und lächelte
diese, trotz schmerzenden Rückens, an. „Jemand muss für mich einspringen, ich
bleib wahrscheinlich für ein paar Minuten auf der Bank. Ich fühl mich so, als
hätte mich jemand überfahren.“ Sie wollte sich gerade in Richtung des
Trainingsgeländes drehen, um sich dort einen Moment lang hinzusetzen und etwas
zu Atem zu kommen, als sie den Soldaten sah ,der nun mit strammen Schritten auf
sie zu trat. „Was ist denn hier los?! Wisst ihr eigentlich was ihr hier alles
aufs Spiel setzt?! Ihr riskiert hier nicht nur eure Gesundheit, ihr hantiert
auch leichtsinnig mit Ausrüstung rum, die Eigentum der Allianz ist und bei
weitem mehr kostet, als ihr in eurem ganzen Leben je verdienen werdet!“ Die
Stimme des Soldaten klang rau und wütend. Jenni hatte angehalten und trat nun
auf den Soldaten zu. „Sir, ich weiß nicht wer sie sind, aber auf jeden Fall
müssen sie sich mit ihren Beschwerden an mich richten. Ich bin die Anführerin
dieser Einheit weshalb ich für unser tun hier verantwortlich bin.“ Sie sprach
die Worte bestimmt aber auch freundlich. „Sie sollten sich bewusst sein, wie
leichtsinnig sie ihre Gesundheit hier aufs Spiel gesetzt haben, ihre Ausrüstung
ist kein Spielzeug, diese Rüstungen sind entwickelt und gebaut worden, um zu
kämpfen und zu töten. Sie habe gerade am eigenen Leib erfahren was ich meine!
Und vor allem, was zur Hölle soll das ganze überhaupt?! Ihr hattet den Auftrag
zu trainieren!“ Der noch immer aufgebrauste Ausbilder rief die Worte laut
genug, dass man sie aus dutzenden Metern Entfernung noch gehört hätte. „Sir,
Mannschaftssportarten wie diese fördern nicht nur Ausdauer und Kraft ,sondern
auch den Teamgeist und die Zusammenarbeit, sowie das Taktische-Denken. Ich habe
gedacht, dass dies als Auflockerung nach dem Biotiktraining eine gute Abwechslung
wäre. Zudem war kein Vorgesetzter anwesend, den wir nach weiteren
Trainingsaufträgen hätten fragen können.“ „Jetzt sind ihre Ausbilder hier, das
heißt sie sind auf dem Trainingsgelände und warten dort auf euch, also bewegt
euch!“


Mit einem lauten Poltern traten die Soldaten die Treppe zu der schweren
Metalltür im Keller der Basis hinunter. Mit den Rüstungen ließ sich die Tür via
Codeabfrage öffnen, damit die Soldaten im Störungsfall hinunter konnten, um sie
dort von Technikern reparieren zu lassen. „Ah, ich wusste gar nicht, dass es
Biotikübungen, gibt die dem Anwender mehr Schmerzen zufügen, als dem Ziel!“
fluchte Sarjka laut, als sie den düsteren Raum betraten. „Das liegt nicht an
der Technik, sondern an der Quantität der Ausführungen, weder Menschen,
Turianer noch Asari sind dafür geschaffen so lange, konstante biotische
Angriffe auszuführen. Ich weiß ja nicht was die für Vorstellungen von Krieg
haben, aber der wird heutzutage zu 95 im Weltall gewonnen, hast du die
Herrschaft im Orbit, kannst du so lange Dauerfeuer auf den Planeten legen, bis
sich nichts mehr bewegt.“ Alexs Ansicht von Krieg war zwar sehr kalt, aber
leider korrekt. Nachdem ein Planet abgeschnitten ist, konnte durch
Orbitalbeschuss die Infrastruktur gezielt zerstört und anschließend die
Bevölkerung ausgehungert werden. „Ja, aber es braucht immer noch Frontschweine
wie uns, um die richtig dreckige Arbeit zu machen“ erwiderte Arsilia
schließlich. „Ich kann mir gut vorstellen, dass du es schmutzig magst“ meinte
Selak grinsend.







„Vielleicht liegst du da gar nicht so falsch“
antwortete sie neckisch. „Uh, mehr Detail bitte“ harkt Selak nach. „Besser
nicht, ansonsten wird es dir in deiner Rüstung noch zu eng“ bekam er als
Antwort, bevor sie sich daran machte ihre Rüstung zu demontieren. Es waren
keine Techniker da im Moment, doch sie hatten bereits alle einmal ihre Rüstung
demontiert und wussten von daher ungefähr wie sie vorgehen mussten. Das
Zerlegen der schweren Rüstung war ziemlich schwierig, da sie vorher
ausgeschaltet werden musste. Die Reihenfolge war gegeben, erst Helm, dann Arme,
Brust und zum Schluss die Beine. Damit die schwere Rüstung einem nicht zu Boden
riss, wurden beim Zerlegen Beine und Unterkörper versteift. Anschließend
konnten die Handschuhe und die Unterarmpanzerungen problemlos demontiert
werden. Erst bei den Oberarmen und den Schultern wurde es schwierig. Das
Schnellbausystem vereinfachte das ganze ordentlich, doch es dauerte immer noch
einige Zeit. Die Demontage der Brustpanzerung war der kritischste Punkt und war
fast nur zu zweit möglich. Oder alleine auf dem Rücken liegend, doch diese
Methode war nicht nur unangenehm, sondern dauerte auch wesentlich länger. Und
die Brust und Rückenplatte wogen zusammen 30 Kilo, sie wurden auf der Seite
zusammengefügt. Wenn sie getrennt wurden, mussten sie aufpassen, dass keine der
beiden Seiten auf den Boden fiel. Anschließend waren die Beinpanzerungen ohne
Energie und dadurch unbeweglich. Die letzten Schritte waren nun relativ
einfach, die Beinpanzerungen konnten von oben nach unten geöffnet werden. Es
dauerte aufgrund mangelnder Übung unter den Soldaten noch mehr als eine
Viertelstunde, bis sie alle ihre Rüstungen ausgezogen hatten. Als sie alle
Rüstungsteile zur Kontrolle in den entsprechenden Scanner gestellt hatten und
diesen die Funktionstüchtigkeit der Rüstung überprüfen lassen hatten. Konnten
sie in den Nebenraum gehen, um sich umzuziehen. Sowohl Rüstung als auch
Sensoranzug wurden von dem entsprechenden Personal gereinigt und für den
nächsten Tag bereitgestellt.



„Sir?“ Philip Simons, ein Biotik-Ausbilder, trat durch die Tür in Reestons
Büro. „Ah Lieutenant Simons, was verschafft mir die Freude?“ Der Lieutenant
trat auf Reeston zu und wollte gerade salutieren, als der Colonel ihn
unterbrach. „Nicht doch, nicht in meinem Büro.“ Der Lieutenant brach den
Salutierversuch ab und stellte sich bequem vor seinen Vorgesetzten. „Sir, ich
bin hier um ihnen zu melden, dass ihre Rek… Soldaten ein unmögliches Benehmen
an den Tag legen, sie haben heute sowohl ihre Gesundheit, als auch die Ausrüstung
leichtsinnig in Gefahr gebracht.“ Der Colonel, der hinter seinem
Eichenholztisch stand, weil der Lieutenant in den Raum getreten war,  setzte sich nun wieder in seinen gemütlich
aussehenden Sessel. „Ich schätze sie erzählen mir gleich wie?“ „Sie haben das
Trainingsgelände ohne Erlaubnis verlassen und anstatt an ihren Biotiken zu
arbeiten, haben sie Football gespielt. Dabei sind sie erhebliche
Verletzungsrisiken eingegangen und haben dadurch auch ihre Rüstungen
gefährdet.“ Der Colonel sah ihn nachdenklich an und rieb sich sein nicht
rasiertes Kinn, die kleinen Bartstoppeln kratzten in wenig. „Ok… das unerlaubte
entfernen vom Trainingsgebiet ist ein Problem, wo haben sie sie denn gefunden?“
fragte Reeston. Der Lieutenant begann mit den Händen zu gestikulieren, er
zeigte die Lage des Trainingsgeländes und die Position an der er sie gefunden
hatte. „Wenn das Trainingsgebiet hier liegt, waren sie etwa 300 Meter nördlich
auf einer Wiese.“ Der Colonel sah ihn lächelnd an. „Solange sie noch in
Sichtweite waren, ist das nicht so gravierend, ich werde trotzdem entsprechende
Disziplinarmaßnahmen ergreifen.“ „Sir, ich möchte nicht unhöflich sein, aber
ich finde “nicht so gravierend“ etwas untertrieben. Sie wissen wie teuer die
Rüstungen waren und wie eng das Auswahlfeld an Kandidaten ist.“ „Also wenn die
Anzüge bereits Schäden bei einem Football Spiel nehmen, dann kann ich es ja
nicht verantworten meine Soldaten darin an die Front zu schicken. Die Rüstungen
werden im Ernstfall ein Vielfaches mehr aushalten“ antwortete der Colonel. „Und
wegen der Gefahr für Leib und Leben… sie werden eng zusammen arbeiten, da
müssen sie ein Gespür für ihre Kraft entwickeln, wir brauchen keine
stumpfsinnigen Kampfmaschinen, wir brauchen Elitesoldaten, die ihr Hirn
einsetzten, dazu gehört auch gesunder Menschenverstand. Wenn sie sich hätten
umbringen wollen, wäre das wohl kein Problem gewesen. Sie sind bereits jetzt
Allianzsoldaten und wenn sie die Ausbildung überleben wollen, dann müssen sie
hart im nehmen sein.“ Er grinste, als er die letzten Worte sprach. Der
Lieutenant sah ihn skeptisch an, nickte jedoch. „Jawohl Sir“ antwortete er.
„Ach und sie werden morgen wieder die anderen N7-Biotiker trainieren können,
der heutige Tag war bloß ein Übergang. Ab Morgen startet ein neuer Teil der Ausbildung.“



„Hei, Warrek hat versucht anzurufen“ meinte Jenni freudig, als sie sich
erschöpft auf die Bank in der Kantine sinken ließ. Sie kamen gerade aus den
Duschen und hatte, seit sie am Morgen die Rüstungen angezogen hatte, das erste
Mal an diesem Tag normale Kleider an. Sie waren alle sichtlich erschöpft und
freuten sich auf den Abend, da sie wenigstens ein wenig Zeit hatten, in der sie
zumindest teilweise ihr Leben leben konnten. „Wann denn?“ fragte Kiara, sie saß
Jenni gegenüber und hatte, wie alle Soldaten, ein Tablett mit einem deftigen
Abendessen vor sich. Zu beginn des Trainings hatten sie etwas Probleme gehabt,
da ihnen das große Frühstück in der Nacht schwer auf dem Magen gelegen hatte.
Doch bereits nach einigen Tagen hatte der Hunger entschieden, dass sie trotzdem
ordentlich zuschlagen. Das Essen schmeckte zu gut und ihr Körper brauchte die
Energie zu dringend. Als ob sie die Menüs, die sie serviert bekamen, verschmäht
hätten. „Vor etwas mehr als zehn Minuten, ich war da wohl grad unter der Dusche“
antwortete Jenni laut, in der Kantine herrschte ein hoher Lärmpegel, da alle
angeregt über die Erlebnisse des Tages redeten. Jennis “Sturz“ war ein häufiges
Thema. Die Atmosphäre war heiter und locker, alle schienen sich wohl zu fühlen
und die Anstrengungen des Tages schienen vergessen. „Ich werde ihn zurückrufen,
sobald wir wieder drüben sind, er hat ne Nachricht hinterlassen… “Muss mit dir
reden, wirst mir nicht glauben.“ Das klingt doch mal spannend.“ Jenni aß eine
weitere Gabel der Teigwaren, die auf ihrem Teller lagen. „Was läuft jetzt
eigentlich? Das heute war ja wohl mehr als unorganisiert. Mit wem trainieren
wir jetzt?“ fragte Marcel. „Wahrscheinlich wieder unsere Ausbilder, die selben
wie bisher“ antwortete Garonn schulterzuckend. „Und wie? Die schaffen uns doch
so niemals im Zweikampf“ warf Tanja ein. „Ich nehme an, dass wir entweder ohne
Rüstungen in den Nahkampf müssen oder das wir Übungsgegner bekommen, die auch
gut gepanzert sind“ sagte Jenni nachdenklich. „Ohne Rüstungen zu trainieren wäre
dumm, die Bewegungen sind anders, besonders bei voller Unterstützung.
Rüstungsloses Training wäre da sinnlos“ erwiderte Sarjka. „Das werden wir
morgen ja erfahren“ stöhnte Deni, als er sich gähnend streckte. „Vorher haben
wir aber noch ein Hühnchen zu rupfen.“ Reeston war in den Raum getreten, sein
Gesicht war alles andere als von freundlichen Emotionen gezeichnet, er sah
verärgert aus. „Mir ist zu Ohren gekommen, dass ihr heute gegen die Regeln
verstoßen habt.“ „Sir, ich gehe davon aus, dass sie damit unser kleines
Footballmatch meinen, nicht wahr?“ Er nickte schweigend und sah Jenni streng
an. Diese war aufgestanden, als er sie angesprochen hatte und sie den Blick des
Colonels gesehen hatte. „Wir waren einige Zeit auf dem Trainingsgelände gewesen
und hatten trainiert, Eric und seine Leute waren bereits vor einer ganzen Weile
zur Basis zurückgegangen, um die für den Biotikteil der Ausbildung
verantwortlichen Ausbilder zu uns zu schicken. Als nach 2 Stunden noch niemand
gekommen war, habe ich mir gedacht, dass wir vielleicht vergessen wurden. Also
habe ich mich entschieden, dass ein Spiel zur Auflockerung gut wäre. Dadurch
wurden die Ausdauer und das Teamplay ja auch gefördert. Nach einer Weile
tauchte dann einer unserer Ausbilder auf und hat uns nach einer ordentlichen
Standpauke wieder auf das Trainingsareal zurückgeschickt und uns trainiert. Es
war nicht gerade schwer seinen Unmut über die Situation zu spüren.“ Der
Unterton in Jennis Stimme machte deutlich, dass sie letzteres nicht als Witz
meinte. Ihre Ausbilder hatten sie bis an ihre Grenzen getrieben und da
angesetzt, wo es wehtat. Auch wenn Jenni die Gesichter der anderen während des
Trainings nicht gesehen hatte, konnte sie sich gut vorstellen, dass die eine
oder andere Träne aus Schmerz oder Verzweiflung geflossen war. „Das hier ist
nichts persönliches, wir haben zu meiner Zeit auch viele solcher Dummheiten
gemacht, aber wir mussten dafür geradestehen. Ihr werdet das ebenfalls tun
müssen. Rüber in die Unterkunft, in fünf Minuten seit ihr alle in Sportkleidern
bereit, wir… also ihr, werdet noch einen Abendspaziergang unternehmen! Los!“ Es
war kein aggressives bellendes Gebrüll, wie man es von einem Vorgesetzten in
der Armee bei einer Zurechtweisung erwartete, die Stimme des Colonels war zwar
laut, harsch und todernst, jedoch im angemessenen Rahmen.



Als die ganze Gruppe dem Colonel nach draußen folgte, trat Joshua zu Jenni und
stieß sie vorsichtig an. „Hei, ich finde es echt nicht ok, dass du die ganze
Schuld auf dich nimmst. Die Idee kam noch nicht einmal von dir. Ich und Selak
hatten die Idee zu diesem Spiel gehabt, dann liegt es auch bei uns dafür
geradezustehen. Ich will nicht, dass du uns für Feiglinge hältst, wir hatten
nur keine Zeit gehabt uns zu melden.“ „Als Anführerin dieser Einheit bin ich
dafür verantwortlich was wir tun, ich habe eurem Vorschlag zugestimmt und damit
die Verantwortung für die Folgen übernommen. Ich hätte eh nicht zulassen
können, dass ihr alleine bestraft werdet, schließlich haben wir als eine
Einheit Scheiße gebaut, also baden wir das hier auch gemeinsam aus. Ich halte
euch nicht für Feiglinge, ich weiß dass ihr für das hier die Strafe auf euch
nehmen würdet, aber welche Freunde würden euch dabei hängen lassen?“ Joshua sah
sie fragend an. „Aber…. Ich schätze ich sollte eher dankbar sein, als dir zu
widersprechen. Einen großen Anführer oder eine große Anführerin, erkennt man
dadurch, dass sie dich auf dem Feld zu glorreichen Siegen führt, aber eine
wahre Kameradin erkennt man daran, dass sie auch in schlechten Zeiten zu dir
hält. Das ist es, was wahre Größe ausmacht.“ Lächelnd sah Jenni ihn an „Das ist
ja richtig rührend, wenn ich nicht auf Mädchen stehen würde, bekämst du dafür
vielleicht sogar einen Kuss“ witzelte Jenni. Sie begann breit zu grinsen und
stieß ihn freundschaftlich gegen die Schulter „Dein Gesicht gerade eben war
köstlich… Ich bin froh, dass du das ganze so siehst, denn eine Anführerin ist
nur so stark, wie die Leute, die hinter ihr stehen.“ Mittlerweile hatten sie
den Hauptplatz hinter sich gelassen und standen am Eingang der Basis. „Alle
herhören, ihr werdet jetzt die Wache etwas unterstützen, dazu werdet ihr die
Basis umrunden, um sicher zu gehen, dass niemand da ist, der hier einbrechen
will. Da wir das ganze natürlich gründlich machen wollen, werdet ihr zehn
Runden machen. Vergesst jedoch nicht, dass ihr morgen früh aufstehen müsst,
jetzt haben wir es acht Uhr. Wenn ihr euch beeilt, seid ihr vor neun Uhr
fertig. Pro Runde habt ihr drei Minuten Zeit. Für jede Minute, die ihr länger
braucht, macht ihr am Ende noch eine Extrarunde, verstanden?!“ „Ja Sir“
antwortete die ganze Gruppe mit zackigem Salut. Drei Minuten waren nicht sehr
großzügig, zumindest nicht, wenn man zehn Runden hintereinander dieses Tempo
halten musste. Mit eiligen Schritten machten sich die Soldaten auf ihrem Rundkurs
auf den Weg. Der Colonel lehnte sich derweilen an das kleine Gebäude am Eingang
der Basis, er zündete sich eine Zigarette an und betrachtete den klaren
Nachthimmel. Die Sonne war noch nicht lange untergegangen, doch abseits der
Stadt und ihrer vielen Lichter waren bereits früh hunderte Sterne zu sehen.



Ihre nassen Haare hingen vorne über ihre Stirn herab, als Jenni sich in der
Dusche nach vorne beugte, um ihre Haare zu trocknen. Sie waren gerade von ihrem
“Spaziergang“ zurückgekommen und waren sofort unter die Dusche gegangen. „Kann
ich schnell…“ Tanja trat neben Jenni durch, um den kleinen Vorraum der Dusche
zu verlassen. „Klar, sorry“ meinte Jenni und machte ihr Platz. Sie trocknete
ihre Haare mit einem Föhn und trat, nachdem sie sich Unterwäsche angezogen
hatte, in den Schlafraum. Kiara war gerade dabei ihre Klamotten für den
nächsten Morgen vorzubereiten. Eine weitere Lektion, die das Leben in der Armee
sie gelehrt hatte. Sie mussten am Morgen schnell aufstehen und hatten keine
Zeit noch nach ihren Kleidern zu suchen. „Also, dann schauen wir mal was Warrek
von uns wollte“ meinte sie lächelnd und setzte sich auf ihr Bett. Kiara warf
einen Blick über ihre Schulter zu ihrer Freundin, legte ihren Kleiderstapel
bereit und setzte sich anschließend neben sie. Die Augen der Asari wechselten
immer zwischen Jennis Universalwerkzeug und deren Beinen hin und her. Auch wenn
es ihr schwer fiel ihre Finger still zu halten, bemühte sie sich nichts
anmerken zu lassen. Mit einigen Handbewegungen öffnete Jenni die Nachricht, die
Warrek ihr zuvor geschickt hatte. Außer dem bereits gelesenen Text, standen
keine weiteren Hinweise darin worüber Warrek reden wollte, doch das war auch
nicht der Grund weshalb Jenni die Nachricht erneut geöffnet hatte. Ihre
Aufmerksamkeit galt den Zusätzlichen Angaben der Nachricht, darin war nicht nur
Absender und Zeitpunkt des Empfangens der Nachricht enthalten, sondern auch
noch die Absendezeit auf dem jeweiligen Planeten. Jenni rechnete kurz im Kopf
aus, welche Tageszeit bei Warrek wohl gerade herrschte. Er hatte die Nachricht
am Vormittag geschickt, das heißt er hätte jetzt Nachmittag. „Ich rufe ihn mal
an, vielleicht hat er ja grade Pause“ meinte Jenni schulterzuckend und wählte
die Adresse des Turianers an. Nach einigen Sekunden hörte sie Warreks Stimme,
die Bildübertragung blieb jedoch aus. „Hi, wie geht’s? Ich dachte schon du
meldest dich nicht mehr.“ Seine Stimme klang glücklich, aber müde. „Hei Warrek“
grüßten die beiden ebenfalls gut gelaunt ihren Freund zu hören. „Weißt du, es
gibt Leute die zwischendurch auch mal arbeiten müssen… wir mussten aufgrund
einer “Verfehlung der Regeln“ gerade noch ein Paar Extrarunden um die Basis
laufen. Aber jetzt geht es uns gut“ fuhr Jenni fort. „Schön zu hören… also das
es euch gut geht, das andere, na ja... Ich hätte mir Sorgen gemacht, wenn ihr
keinen Blödsinn angestellt hättet“ prustete Selak. „Das gehört schließlich
dazu“ meinte Kiara. „Also, du wolltest mit mir reden?“ „Moment, ich muss
schnell an einen anderen Ort, die Salarianer mögen keine Privatgespräche in den
Labors“ einige eilige Schritte und diverse andere Stimmen die vorbeizogen waren
zu hören. Nachdem zweimaligen zischen einer Tür, die sich vermutlich erst
öffnete und dann hinter dem Turianer wieder schloss, erschien Warreks Bild. Er
sah sich kurz um und richtete dann seine Aufmerksamkeit auf die Beiden jungen
Frauen. „Also was ich… ähm, tragt ihr jetzt gerade Kleidung?“ Die beiden sahen
ich mit großen Augen an und Jenni schwenkte die Kamera ihres
Universalwerkzeuges so, das Warrek sie ganz sehen konnte. „Was soll denn das
für eine Frage sein?“ fragte Kiara schließlich entsetzt. „Tut mir leid, ich
habe nur gerade Jennis Schultern noch so knapp gesehen und... ach lassen wir
das. Also ich weiß ich darf nicht erzählen was ich hier mache ,aber das muss
ich jetzt einfach erzählen. Ich gebe ja keine sensiblen Details weiter. Ich
darf einige der führenden Techniker auf einen Einsatz begleiten. Das heißt,
Einsatz lässt bei euch wohl falsche Bilder aufkommen, ein Einsatz in dem Sinne
ist es nicht. Wir werden ein STG-Projekt auf einem anderen Planeten
unterstützen. Ich werde zwar wahrscheinlich nur Handlanger sein, da wir alle
noch immer als ziemlich unfähig eingestuft werden, aber ich freue mich
trotzdem.“ „Wie hast du denn das geschaft?“ „Was meinst du?“fragte Warrek. „Wie
hast du dich denn dafür qualifizier?“ präzisierte Kiara.“ „Ach so. Das war
nicht gerade schwer, bei nur einem Teilnehmer ,beziehungsweise nur einem
Freiwilligen. Die Anderen “Neulinge“ hatten keine Lust auf einen Außeneinsatz,
ziemliche Spießer. Die Salarianer sind allgemein nicht gerade die Spaßkanonen,
sie sind meist relativ ernst und arbeiten gerne in ihren Labors. Sie sind  zwar immer nett und ich komme mit den meisten
super zurecht, man kann sich auch wirklich gut unterhalten. Ok, einige sind
etwas sprunghaft, da gabs schon einige witzige Missverständnisse, aber eben das
ist die Seltenheit.“ Warrek kratzte sich am Hinterkopf und sah sie fragend an
„Wie läufts denn so bei euch?“ „Eigentlich ganz gut, wir werden jeden Tag in
diversen Disziplinen ausgebildet, das Training ist hart und die Tage lang, aber
solange ich sie an meiner Seite habe ist das kein Problem“ antwortete Kiara,
legte ihren Arm um Jenni und gab ihr einen Kuss auf die Wange. „Kann ich mir
vorstellen, wo seit ihr denn gerade? Also Rangmäßig?“ fragte der Turianer. Bei
Turianern waren militärische Ränge, ähnlich wie ihre Ehre, sehr wichtig und
hoch angesehn. „Immer noch normale Soldaten in der Reihenfolge, aber wir haben
ne neue Hundemarke bekommen“ gab Jenni grinsend zurück. Sie hob die dünne Kette
auf ihrem Nachttisch auf und zeigte sie Warrek, dabei deutete sie auf das N7
Symbol. „Wow, nicht schlecht. Wusst ich doch, dass ihr es weit bringen würdet…“
Warreks Blick schien irgendwie an Jenni vorbeizugehen, er versuchte wahrscheinlich
etwas im Hintergrund zu erkennen. „Ähm Jenni kannst du kurz etwas…“ er deutete
zur Seite. Verwirrt lehnte sich Jenni zur Seite und sah nach hinten. Sie
erkannte sofort was Warrek gesehen hatte. Arsilia stand in Unterwäsche mit dem
Rücken zu ihnen gewandt vor ihrem Bett. Sie hielt sich an dem Rand des oberen
Bettes fest und Sprach mit Sarjka, die auf dem unteren Bett lag. Mit gespielt
empörtem Gesichtsausdruck sah Jenni ihn an, als sie zwischen ihn und Arsilia
rutschte. Sofort wechselte sein Blick zu Jenni. „Was denn?“ fragte er
unschuldig. „Wir haben hier in der Basis kaum Frauen und schon gar nicht so
leicht bekleidete.“ „Schämst du dich denn gar nicht?“ fragte sie tadelnd,
konnte sich dabei aber ein breites Grinsen nicht verkneifen. Er schüttelte den
Kopf „Nein, ich kann nichts dafür, dass meine Natur so programmiert ist, dass
ich Frauen ansehe. Das ist in den Urinstinkten eines Mannes verankert“ „Auf der
ganzen Basis gibt es keine Frauen?“ fragte Kiara etwas ungläubig. Für sie als
Asari war es normal gleichgeschlechtliche Personen in der Umgebung zu haben, da
sie bisher nur an Orten gewesen war, wo andere Asari waren. „Nicht keine,
insgesamt haben wir…“ er schien im Kopf etwas aufzuzählen „3 Asari hier. Sie
wollen sich in Tech ausbilden lassen, um bei den Kommandotrupps die Rolle der
Kampftechniker zu übernehmen.“ „Das wars? Drei Frauen? Was für ne sexistische
Bude“ schnaubte Kiara verärgert. Es hatte sie schon immer sehr verärgert, dass
Frauen bei manchen Kulturen bevormundet oder benachteiligt wurden. „Na ja,
Salarianerinnen sieht man hier nicht, sie dürfen nicht zur STG gehen, aber
ehrlich gesagt hätte ich an denen auch weniger Freude, als an so was knackigem
hinter euch.“ Jenni drehte sich zu ihrer Kameradin um „Hei Arsilia, du kennst
doch noch Warrek oder?“ Sofort nahm sein Gesicht entsetzte Züge an „Jenni halt
bloß die Klappe, ich leg sofort auf und rede nie wieder mit dir“ zischte er
sofort. „Ja, wieso?“ rief Arsilia ihr zu. „Jenni!“ fluchte der Turianer laut.
„Er findet du hast nen knackigen Hintern“ meinte Jenni breit grinsend. Es
dauerte ein paar Sekunden bis die Asari reagierte. „Ich weiß nicht weshalb ich
mich mehr wundern sollte, woher er weiß wie mein Hintern aussieht oder das du
dich mit ihm darüber unterhältst!“ Nun musste Jenni laut lachen und Kiara
konnte sich beim Anblick von Warreks entsetztem Gesicht auch nicht mehr
zurückhalten und brach in Gelächter aus. „Also damit du nichts falsches denkst,
das war so…“



„Hast du mich jetzt genug gedemütigt?“ fragte Warrek genervt, als Jenni sich
wieder zu ihm wandte ,nachdem sie Arsilia über den Hintergrund ihrer Frage
aufgeklärt hatte. „Ach komm schon, sei nicht so miesepetrig, sie hatts ja mit
Humor genommen. Wieso frisst dich das überhaupt so an?“ „Weil ich mal auf sie…“ Er hätte sich für seine
vorschnelle Aussage am liebsten geohrfeigt. „Vergiss einfach was ich gesagt
habe!“ Jenni strahlte nun förmlich, sie hatte Warrek oft gefragt, ob er sich
nicht in jemanden verguckt habe, als sie noch auf der Akademie gewesen sind.
Sie hatte ihm angeboten Informationen für ihn zu sammeln, da sie als Frau
leichter mit den anderen Frauen ins Gespräch gekommen wäre. Doch er hatte nie
auch nur ein Wort darüber verloren. So sehr sie und Kiara sich auch bemüht
hatten, sie hatten nichts aus ihm rausbekommen ,außer das es keine von ihnen
beiden seie. Er hatte ihnen gestanden, dass auch sie durchaus ihre Reize
hätten, aber er hatte ihnen versichert, dass er keiner von ihnen
nachschmachtet. „DU hast mal….“ Jenni begann breit zu grinsen und sah sich um.
„Wenn du das tust, wandern all deine privaten Daten ins Extranet und eine
abgeänderte Version deines Lebenslaufes oder deiner Gesundheitsdaten zu deinem
Vorgesetzten!“ seine Stimme klang nun todernst. Jenni wusste, dass sie eine
Grenze erreicht hatte, die sie nicht überschreiten durfte. „Keine Sorge, das
mach ich nicht. Aber wenn du mit ihr reden möchtest, sie wäre jetzt gerade hier
und Single… und sie trägt nur Unterwäsche…“ fügte Jenni grinsend an. Kiara
grinste ebenfalls, sie saß neben Jenni und beobachtete die Gesichtsregungen des
Turianers. „Verlockend, aber ich glaube das würde kein gutes Ende nehmen, sie
ist ne Elitesoldatin und könnte mir alle Knochen brechen, ohne mich auch nur zu
berühren. Dazu käme noch die Distanz, weder ich ,noch sie, können einfach so den
Stützpunkt verlassen. Ich glaube wir lassen das besser.“ „Hast du denn eine der
drei Asari schon einmal angesprochen?“ fragte Kiara nun direkt. „Nein“
antwortete Warrek eilig. „Du hast es dir aber sicher schon einmal überlegt
oder?“ Die beiden sahen ihn fragend an. Etwas peinlich berührt sah Warrek sich
um. „Nun ja, ich hab mir schon mal Gedanken gemacht, aber niemals ernsthaft“
antwortete Warrek. „Wieso denn nicht? Wenn die Salarianer total unromantisch
sind, dann müssten sie doch förmlich dahinschmelzen ,wenn du sie auf einen
romantischen Spaziergang einlädst“ riet Kiara ihm. „Oha, ich wüsste nicht wie
ich sie darauf ansprechen sollte. Ich bin im Umgang mit Frauen nicht ganz so
geschickt.“ Jenni musste lachen, sie hatte das Problem anfangs auch gehabt, sie
hatte nicht gewusst wie sie auf Kiara zugehen sollte. „Ich meine, was gefällt
einer Asari an einem Turianer? Was gefällt euch Frauen?“ Als er sich Jenni
wandte, hob diese die Hände „mich musst du nicht ansehen, ich bin  keine Asari noch finde ich gefallen an Turianern.“
Vorsichtig griff Kiara nach Jennis UW und drehte es so, dass sie von der Kamera
komplett erfasst wurde. „Also ich kann dir keinen Generaltipp geben, aber ein
guter Weg, um ins Gespräch zu kommen ist, wenn du ihnen hilfst, wenn sie ein
Problem haben. Du musst herausfinden was sie mögen. Man kann das nicht generell
zählen, aber in 99% der Fälle kannst du bei einem Spaziergang nichts falsch
machen… Natürlich nur wenn der Planet dazu einlädt.“ Eilig nickte Warrek, als
Kiara zu sprechen aufhörte. „Es ist zwar etwas schwül draußen, aber der Wald
ist schön und die Fauna und Flora freundlich. „Such dir einen netten Weg, merk
dir die Route und geh dann ganz zufällig an einem Busch mit einigen hübschen
Blumen vorbei, pflück eine und schenk sie ihr. Alle Mädchen stehen auf Blumen“
meinte Jenni lächelnd. „Ok, das ist gut, aber wie bekomme ich sie überhaupt
dazu, dass sie mit mir spazieren geht?“ fragte Warrek neugierig. „Hm, die
meisten Asari sind anderen Spezies gegenüber sehr offen, geh einfach auf sie zu.
Sei aber nicht zu direkt, lass dir und vor allem ihr Zeit. Sprich sie nicht
direkt auf deine Gefühle an, zeig ihr einfach deine Zuneigung. Rede in einer
Pause mal mit ihr. Nach einigen Gesprächen lädst du sie am Abend mal auf einen
Spaziergang ein. Mach das zu etwas ganz natürlichem, wenn ihr das jeden Abend
macht, könnt ihr viel Zeit miteinander verbringen. Wenn du dann eine Weile mit
ihr “zusammen“ bist, dann lade sie mal zum Essen ein.“ Warrek tippte etwas auf
seinem UW herum, auf Kiaras fragenden Blick hin erwiderte er „Ich mache mir
Notizen, du weißt ja, dass ich nicht der beste bin mir solche Dinge zu merken.“
Schmunzelnd rückte Jenni etwas näher zu Kiara und sah Warrek an „Falls du nicht
kochen kannst, frag einen der Köche nach Hilfe, die bereiten dir sicher was zu
Essen vor.“ „Nein! Du darfst sie nicht anlügen, hol dir Tipps und ein gutes
Rezept. Halt dir jedoch einen Plan B offen, frag vielleicht in der Küche nach,
ob sie dir etwas später am Abend noch zwei Menüs zubereiten könnten. Es ist die
Absicht die zählt. Wenn du nicht gerade das ganze Gebäude in flammen setzt,
wird sie es wahrscheinlich sogar süß finden, dass du dir ihretwegen die Mühe
gemacht hast, auch wenn du gescheitert bist.“ „Ok, danke, das ist echt nett von
euch. Ich werde versuchen mich an die Tipps zu halten.“ „Oh noch was, wenn du
ein Gesprächsthema suchst, sprich sie auf ihre Zeit als Kommandokämpferinnen
an, da haben sie sicher viel zu erzählen“ riet Jenni ihm. „Ok, danke, ich werds
versuchen. Jetzt muss ich aber zurück an die Arbeit. Wir hören uns mal wieder.“
„Auf jeden Fall“ antwortete Jenni „Bis dann“ verabschiedete sich auch Kiara.
Nachdem sie aufgelegt hatten, sahen sich die beiden jungen Frauen an, Jenni
legte ihre Hand auf Kiaras Bein und lächelte. Nach einem Wochenende, an dem sie
ihre Gefühle voll hatten ausleben können, fiel es ihnen  schwer sich nun wieder zu beherrschen. Jennis
ganzer Körper kribbelte, sie ließ ihren Blick über Kiaras Körper wandern und
biss sich auf die Unterlippe. Kiara streichelte Jennis Handrücken und lächelte
sie an „Das geht jetzt nicht, du musst dich etwas gedulden“ flüsterte sie leise
und stand auf. Sie kletterte hoch in ihr Bett und legte sich hin „Gute Nacht“
Alle die Kiara gehört hatten, erwiderten den Abschied.



Zärtliche Berührungen wanderten langsam ihren Rücken hoch. Lippen, so warm und
samtig, berührten ihren Nacken, ein heißer Atemstoß lies sie erschauern. Als
sie sich zu bewegen begann, legte ihr jemand die Arme um die Taille und zog sie
an sich. Sie konnte spüren, wie sich jemand an sie schmiegte, ihr ein Bein
seitlich an ihres legte. Sie konnte spüren, wie einige Haarsträhnen sie
kitzelten und die Brüste der anderen Frau an ihrem Rücken spüren. Erst hatte
Kiara versucht die offensichtlich eingebildeten Empfindungen auszublenden, doch
nun fühlten sie sich einfach zu real an, um sie zu ignorieren. Kiara öffnete
ihre Augen und drehte sich um, da lag sie, die Frau die sie über alles liebte.
Sie trug nur die Allianzunterwäsche und sah sie mit lustvollem Blick an. Auch
wenn jede Faser in Kiaras Körper sie drängte ihrer Lust und ihrem Verlangen
nachzugeben ,stoppte ihr Verstand sie. „Was tust du da Jenni, das darfst du
nicht, nicht hier! Die Andern können uns hören und sehen!“ zischte sie leise.
Jenni lächelte sie an und bewegte sich auf sie zu, um sie zu küssen. „Tu das
nicht“ rief eine Stimme in Kiaras Kopf, doch sie konnte nicht anders, sie ließ
sich zu einem Kuss hinreißen. Es war der erste richtige Kuss, seit sie wieder
hier waren und der fühlte sich himmlisch an. „Was tue ich hier bloß“ fragte
Kiara sich innerlich. Sie war keine von den Frauen, die so was taten, aber
Jennis Berührungen schienen jede Vernunft in ihr zu unterbinden. Sie ließ ihre
Hände an Jenni hochwandern, unbewusst, aber zielstrebig wanderten ihre Hände zu
den Brüsten ihrer Freundin. Auch Jennis Hände begannen nun auf Wanderschaft zu
gehen. Ihre Küsse wanderten an Kiaras Körper herab. Sie spannte sich an und
legte Jenni die Hand auf den Kopf, um sie zu bremsen, doch ihr Körper drängte
sie dazu weiterzumachen. Als Jenni sie auf ihren Schoß küsste ,zuckte sie
zusammen. Die Asari fuhr hoch und atmete stoßartig aus. Sie war alleine in
ihrem Bett und der Raum war dunkel. Sie rieb sich eilig die Augen und sah sich
um, alle außer ihr schliefen. Sie lehnte sich über die Bettkante und sah nach
Jenni. Diese lag, die Decke bis zur Nase hochgezogen da und schlief friedlich.
„Verflucht, was lässt du dir bloss durch den Kopf gehen“ flüsterte sie tonlos.
Sie fühlte sich seltsam, sie war total erregt, musste aber dringend
weiterschlafen. Sie ignorierte das ziehen in ihrem Schritt und legte sich hin.
Nach einer Weile, in der sie verzweifelt versuchte einzuschlafen, übermannte
sie schließlich der Schlaf.



Der Morgenspaziergang war wieder hart gewesen, sie wurden bereits schneller und
hatten weniger zu kämpfen, doch die Ausbilder passten den Kurs dauernd an.
Kiara hatte Jenni nichts von ihrem Traum erzählt, auch wenn sie es nicht
verstand, wieso sie sich dafür schämte . Sie waren alle beim Frühstück, es
wurde wie immer viel geredet und die Stimmung war nicht schlecht, sie waren
zwar noch alle müde, aber das gute Essen heiterte auf. „Was denkt ihr, was
werden wir heute machen?“ fragte Alex kauend. „Vielleicht haben Eric und seine
Leute sich Kissen besorgt, die sie in ihre Rüstungen stopfen, damit sie den
Hintern nicht ganz so versohlt kriegen.“ Die Gruppe begann zu lachen, sie
hatten bereits am letzten Abend darüber gewitzelt und sich schief gelacht. Nach
dem sie mit essen fertig waren, traten sie wie ihnen befohlen worden war nach
draußen auf den Hauptplatz der Basis. Der Colonel erwartete sie bereits und sah
sie ernst an. „Folgt mir“ meinte er knapp, als die Ersten zu ihm traten. Sie
gingen auf das massiv und äußerst stabil aussehende Arsenal der Basis zu. Am
Eingang standen zwei Wachen, die die Dienstnummer jedes Soldaten einzeln
überprüften. Nach einigen Minuten waren alle durch die Kontrollen durch und den
Metalldetektor hatten sie ebenfalls alle durchschritten. Sie passierten eine
Tür, sie war dick und aus Metall. Sie war der einzige Weg, der ins Innere des
Arsenals führte. Nun standen sie in einem großen Raum, in dem dutzende Kisten
standen und an dessen Wänden Waffenständer standen. Jenni konnte erkennen, dass
hier ausschließlich Avenger-Sturmgewehre, Katana-Schrotflinten,
Predator-Pistolen, Shurikan-Maschinenpistolen und Mantis-Scharfschützengewehre
standen. In den Kisten drum herum befanden sich hunderte  Thermomagzine. „Hier wird die
Standardausrüstung aufbewahrt, ein Satz Waffen ist für jeden Soldaten bereitgestellt“
meinte der Colonel immer noch ernst. Er signalisierte den Soldaten ihm zu
folgen. Am anderen Ende des Raumes war ein, durch einen vom Boden bis zur Decke
reichenden Maschendrahtzaun, abgeriegelter Bereich. Dort standen einige Regale,
in denen andere Waffen lagerten, Jenni kannte bereits einige  aus dem Extranet . Sie konnte auch einige
M98-Widow Präzisionsgewehre erkennen. Der Colonel trat zu der kleinen Öffnung
in dem Zaun, hinter der ein Schreibtisch stand und ein Soldat saß. Er wirkte
sichtlich gelangweilt und rührte lustlos in seinem Kaffee, während er eine
Liste studierte. Als er den Colonel auf sich zutreten sah, stand er auf und
salutierte. „Sir, wie kann ich ihnen helfen?“ „Ich müsste sie bitten die Tür zu
öffnen“ erwiderte der Colonel höflich. Etwas erstaunt sah der Soldat den
Colonel an und wartete einen Moment. Jetzt bemerkte Reeston, was er vergessen
hatte. Er legte dem Soldaten seinen Ausweis auf den Tisch. Dieser hob ihn hoch
und hielt ihn an den Scanner der Tür, die ihn und den Colonel voneinander
trennten. Nach einer Sekunde leuchtete eine grüne Leuchte an dem Scanner auf
und die Tür wurde entriegelt. Nachdem die ganze Gruppe hindurchgetreten war,
verschloss der Soldat die Tür wieder. „Ich brauche ihre Hilfe hier hinten,
schnell“ rief der Colonel, der eilig ans hintere Ende des Raumes getreten war.
Nun sah der Soldat, der hier arbeitete, ihn mit großen Augen an. Etwas
ungläubig trat er zu dem Colonel, der hinter dem letzten Regal stand. Erst als
Jenni etwas näher zu den beiden trat, erkannte sie, dass dort noch eine weitere
Tür war. „Wow, seht euch mal all den coolen Scheiß hier an!“ raunte Garonn.
„Das sind aber keine Standardwaffen der Allianz, das meiste davon ist noch
nicht einmal von Menschen geschaffen, die Raptor da drüben enstammt
turianischen Werken“ antwortete Arsilia. Jennis Aufmerksamkeit galt jedoch
immer noch dem Colonel und dem Soldaten, die sich gedämpft vor der Tür
unterhielten. Sie konnte nur Wortfetzten verstehen. „Sind sie sicher? Ich
brauche dafür eine Genehmigung“ Der Colonel holte ein Blatt Papier aus seiner
Brusttasche. Der Soldat überflog es kurz, seine Augen blieben am unteren Ende
des Blattes hängen. Anschließend sah er den Colonel an und dann die Gruppe
junger Soldaten, die in dem Raum standen und all die Waffen beäugten. „Wow,
eine Disciple, ich dachte die bekämen nur Justikarinnen?“ fragte Shalera.
Sofort trat Arsilia zu ihr uns sah die Waffe ungläubig an. „Eigentlich schon“
antwortete diese und sah den Colonel schräg an. Dieser nickte dem Soldaten vor
ihm zu und drehte sich zu der BDF um. „Also, das hier ist die Abteilung für
spezialisierte Waffen, hier sind auch nichtmenschliche Waffen vorhanden,
zumindest alle die, für den der Handel freigegeben ist. Die Disciple die ihr da
gerade gesehen, habt ist eine der Ersten, die offen gehandelt wurde, die Asari
haben erst vor kurzem beschlossen diese Waffe für den Rest der Galaxie
zugänglich zu machen.“ Er winkte sie zu sich heran. „Ihr werdet jetzt neue
Ausrüstung erhalten, aber nicht die hier!“ Manche der Soldaten, die sich schon
riesig auf das Schießen mit den Waffen gefreut hatten, seufzten enttäuscht.
„Eure sind einen Raum weiter unten“ warf der Colonel ein und grinste breit, als
sich ein großer Aufzug hinter ihm öffnete. „Die ersten 20 können mitkommen, der
Rest wartet hier, verstanden?!“ „Ja Sir!“ erwiderten alle zackig. Der Colonel
nickte und trat in den Lift. Jenni und etwa die Hälfte der Gruppe folgten ihm.
Als sich die schweren, gepanzerten Türen schlossen, setzte sich der Lift mit
einem Ruck in Bewegung. Keiner sprach ein Wort, außer dem leisen Surren der
Motoren, die den Lift bewegten, war kein Geräusch zu hören. Nach etwa zwei
Stockwerken, so hätte Jenni es zumindest eingeschätzt, hielt der Lift an und
die schweren Türen öffneten sich.

So das wars auch schon wieder, ich hoffe es hatt euch gefallen. Ich freue mich auf feedback und mach mich dann mal dran den nächsten Teil zu schreiben.:P

Modifié par elitedefender2, 10 février 2013 - 07:32 .


#424
elitedefender2

elitedefender2
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 Es ist Sonntag abend und ich melde mich wieder wie immer....naja fast. 
WIe ihr vielleicht wisst bin ich Schweizer und lebe dementsprechend auch da. An diesem Wochende war da "Fasnacht" also Fasching. Nun ich war auch an ner Fete und naja. Ich hatte sowohl Samstag als auch Sonntag dh. heute kaum Zeit zum schreiben (Samstag bereits am Nachmittag gegangen, Sonntag Hangover:whistle:) desshalb wir der Releas auf Dienstag verschoben. Solche verspätungen sind in letzter zeit öfter vorgekommen, ich weiss und ich entschuldige mich dafür auch, ich versuche das ales wieder einigermassen in einen Rihmus zu kriegen.

einen zweiten Punkt den ich ansprechen möchte ist das ich neugierig bin. Es würde mich interessieren wie viele Leser ich habe. Ich schreibe hier jetzt schon ne ganze Weile und habe noch nie richtig erfahren wie viele Leute diese Geschichte lesen. :huh:

Ich fänd echt toll wenn jeder der die geschichte verfolgt (jedes Wochenende oder halt jeden Montag (diese Woche dienstag:() das neueste Kapitel liest) mal schnell nen Komentar abgeben würde.
Worüber?:huh: egal. N gruss n danke ne Kritik  spielt keine Rolle.

Ich hoffe das ich am Dienstag ne ganze Liste namen im Treat habe und verabschiede mich hiermit auch für einen Moment.

(ps. alle Leser die nicht registriert sind. Wenn ihr Origin habt könnt ihr euch mit der dabei verwendeten Email addy anmelden und ansonsten sich anzumelden ist gar nicht all zu kompliziert^^)

#425
Kieferbruch

Kieferbruch
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Ich bin Nummer 1!!!  =D
Tja, was soll ich sagen. Es gibt viele gute Geschichten, doch an deine reichen meines Erachtens sehr sehr sehr wenige heran. Mir ist nur eine weitere bekannt, aber diese ist nicht wie deine, eine komplett eigenständige Geschichte. Von den komplett eigenständigen schriftlichen Werken, bist du meine unangefochtene Nummer 1. Bei allen Geschichten die ich je las oder noch lese, bist du ebenfalls die Nummer 1, gemeinsam mit einer anderen wirklich sehr guten Geschichte. Allerdings hält sich diese andere verstärkt an die Mass Effect Vorlage. Das ist nicht schlimm, bei weitem nicht, doch es ist halt eine komplett andere Ausrichtung, welche in keinster Weise schlechter ist, aber einen Vergleich von deinem und seinem Werk nicht zulässt. Sei nicht traurig, ich konnte mich echt nicht entscheiden, welche mir besser gefällt und zu zweit auf dem ersten Platz (in der Kategorie "Gesamt Wertung", ist etwas, was außer einer alle anderen Geschichten, in meiner Wetung, nicht schafften

Aus diesem Grunde bitte ich dich... Nein! Ich FORDERE von dir, dass du stolz auf deine Leistung bist. Jeden Sonntag freu ich mich auf die Geschichte und sobald es zeitlich wieder passt, werde ich auch wieder mehr als nur kurze Rückmeldungen reinreichen. Freu mich auf noch viele Kapitel und wundervolle Momente. 

Die Geschichte ist einfach super. Schön emotional, viele schöne Momente und Ereignisse. Eine stetige und glaubhafte Entwicklung und super Chraktere mit einem jeweils sehr tiefen und weundervollem Charakter, vor einer 1A Atmosphäre, die ganzen Kapitel über.

Meine eigenen Geschichten gefallen mir zwar auch, aber deine Leistung... Da muss ich ersteinmal hinkommen!
Auch wenn ich auf meine bisherige Leistung sehr stolz bin und meine Geschichten am meisten mag. Aber so ist wohl jeder der selber schreibt. Ich freue mich schon, wenn ich solch eine Leistung erreicht habe wie du in dieser Geschichte. ^^

Mit den Verspätungen, gleicht es sich immer mehr als nur vollkommen aus, da ich noch nie enttäuscht war und sich ein Warten immer gelohnt hat. Sogar mehr als das.

Was ich dir auch hoch anrechnen möchte, ist die Tatsache, dass du auf deine Leser eingehst. Dafür bedanke ich mich und freue mich auf noch viele, viele, viele wundervolle und interessante Kapitel.

Schöne Grüße Kieferbruch

Modifié par Kieferbruch, 16 mars 2013 - 01:19 .