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Super Awesome Stories: Aftershock, Sense of Smell, Bleeding Memories, Salvation etc.


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649 réponses à ce sujet

#426
NoIdeas00

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Ich muss gestehen , dass ich deine Geschichte verfolge.. ich weiß,hättest du nie gedacht,aber na ja ^^

Schönen Abend noch und lass dir ruhig Zeit ^^

Modifié par NoIdeas00, 17 février 2013 - 08:19 .


#427
Rabenkopf

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hi No-I, long time no see...in Pain's Story ^^

#428
alphathurse

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 Ich hier, dein größter Fan! Nein, Scherz. Ich hab neulich erst angefangen deine Geschichte zu lesen. Bin noch nicht sehr weit, stecke bis zur Hüfte in der Schei..äh Arbeit und die Zeit ist in letzter dieser alles  andere als mein Freund.
Ich war aber von der ersten Zeile an hell begeistert und versuche, so gut es geht hinterher zu kommen. Du leistest wirklich großartige Arbeit. Deine Geschichte ist, bis jetzt, so liebevoll und harmonisch, zwar hier und dort etwas vor Klischees strotzend, aber dennoch einfach großes Kino!
Und ich hoffe dass du auch so schnell nicht damit aufhörst. Weißt du was, heuer mich doch einfach als bodyguard an, um ganz sicher zu gehen XD.

#429
elitedefender2

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Also ich möchte mich erstmal bedanken für die Meldung und hoffe die Geschichte gefällt dir auch weiterhin^^


[quote]alphathurse wrote...

"zwar hier und dort etwas vor Klischees strotzend"

Das ist jetzt nicht böse gemeint oder so aber das macht mich neugierig. Wo strotzt die Geschichte vor Klischees? Und hast du das als schlecht empfunden? 

#430
alphathurse

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[quote]elitedefender2 wrote...

Also ich möchte mich erstmal bedanken für die Meldung und hoffe die Geschichte gefällt dir auch weiterhin^^


[quote]alphathurse wrote...

"zwar hier und dort etwas vor Klischees strotzend"

Das ist jetzt nicht böse gemeint oder so aber das macht mich neugierig. Wo strotzt die Geschichte vor Klischees? Und hast du das als schlecht empfunden? 

[/quote]Nein, ich finds sogar immer wieder ganz erheiternd. Es sind die kleinen Details, speziell in der Beziehung von Jenni und Kiara, wo ich mir immer wieder denke "Wo habe ich das schonmal gesehen?" aber auch immer mit einem breiten Lächeln währenddessen. Das gibt der Geschichte und mir immer wieder einen kleinen Stoß, wobei ich mir das Grinsen einfch nicht verkneifen kann. Und denk jetzt ja nicht, dass ich glaube deine Ideen wären geklaut. Selbst wenn du für die ein oder andere Szene etwas Inspiration aus nem anderen Film, Buch oder Spiel hattest, wen juckts? Es ergibt einfach ein gutes Gesamtbild und ich sag nur, mach weiter so!

#431
elitedefender2

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^^ Ach so. na ich hab tatsächlich die eine oder andere Idee aus einem Film oder einem Buch gehabt und dann in angepasster form hier eingesetzt. Du bist jedoch der erste dem das aufgefallen ist. Zumindest hätte sich noch nie vorher jemand damit gemeldet. Es freut mich das es gut ankommt und das es dir überhaupt aufgefallen ist zeigt das du das ganze sehr aufmerksam liest. Ich freue mich über das feedback und danke noch einmal.

#432
NoIdeas00

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elitedefender2 wrote...

^^ Ach so. na ich hab tatsächlich die eine oder andere Idee aus einem Film oder einem Buch gehabt und dann in angepasster form hier eingesetzt. Du bist jedoch der erste dem das aufgefallen ist. Zumindest hätte sich noch nie vorher jemand damit gemeldet. Es freut mich das es gut ankommt und das es dir überhaupt aufgefallen ist zeigt das du das ganze sehr aufmerksam liest. Ich freue mich über das feedback und danke noch einmal.


Soso... das mit den Klischees hatte ich dir doch schon bei der Szene mit dem ersten Kuss und an der Stelle mit DEM schlimmsten Cliffhanger überhaupt gesagt ... ahhh bin ich da abgedreht :lol:

Der Cliffhanger grenzte schon an Verbrechen,  du Ganove  :D

#433
Kieferbruch

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@ elite: Wehe, du bist traurig. Wehe! Die Wenigsten kommen so einer Aufforderung, wie deiner nach. Ich weiß zwar nicht, was so schwer daran ist, kurz zu schreiben: "Hey Leute, die Geschichte find ich super." Aber bei manchen Leuten sieht das wohl anders aus.

Ich nehme an, dass jeder von denen, die hier geantwortete haben, für 50 bis 100 Personen stehen, die nicht geantwortet haben. Glaub mir! Dazu kommen auch noch die Fans auf FanFiktion.de.
Kleine Info, falls du sie noch nicht kanntest. Geh mal auf der Seite mal auf Stats, wenn du angemeldet bist und überprüf mal wie oft die Geschichte als Favorit gekennzeichnet ist und wie oft sie bereits angeklickt wurde. Ich rechne mit einer großen Zahl, plus die Revieweinträge. ;)

Du beglückst mit dieser Geschichte viele, viele Leute und ich finde es schade, dass nicht alle eine kurze Antwort senden können. (Wenn du ein Leser bist und diese Zeilen gerade liest, aber nicht auf elites Bitte reagiert hast, so darfst du dich jetzt angesprochen fühlen). Die Geschichte hat in meinen Augen alles. Drama, Humor, Liebe, Action, Glaubwürdigkeit, eine gute Formulierung, keine nennenswerten Schwächen (vielleicht mal ein Wort vergessen) und eine interessante Thematik. Alles was sie braucht um großartig zu sein.

Viele Leute lesen diese Geschichte im Moment und viele weitere werden es noch in der Zukunft tun. Ich weiß das. Du weißt das. Und alle Leute, die deiner Bitte nicht nachkamen, wissen es auch. (Du darfst dich wieder angesprochen fühlen, wenn du elites Bitte nicht nachkamst.)

Also behalt ja den Kopf oben!!!
;)
Das wärs noch! Elite hört auf zu schreiben. Grausame Vorstellung!!!

Modifié par Kieferbruch, 19 février 2013 - 05:56 .


#434
elitedefender2

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NoIdeas00 wrote...

elitedefender2 wrote...

^^ Ach so. na ich hab tatsächlich die eine oder andere Idee aus einem Film oder einem Buch gehabt und dann in angepasster form hier eingesetzt. Du bist jedoch der erste dem das aufgefallen ist. Zumindest hätte sich noch nie vorher jemand damit gemeldet. Es freut mich das es gut ankommt und das es dir überhaupt aufgefallen ist zeigt das du das ganze sehr aufmerksam liest. Ich freue mich über das feedback und danke noch einmal.


Soso... das mit den Klischees hatte ich dir doch schon bei der Szene mit dem ersten Kuss und an der Stelle mit DEM schlimmsten Cliffhanger überhaupt gesagt ... ahhh bin ich da abgedreht :lol:

Der Cliffhanger grenzte schon an Verbrechen,  du Ganove  :D



^^ ich muss mich bei dir entschuldigen, aber von den Skypegesprächen können die Leute hier ja nichts wissen^^
Und die Aussage war hier auf die Leser die ich aussschlisslich aus dem Treat kenne bezogen:P

#435
elitedefender2

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Kieferbruch wrote...

@ elite: Wehe, du bist traurig. Wehe! Die Wenigsten kommen so einer Aufforderung, wie deiner nach. Ich weiß zwar nicht, was so schwer daran ist, kurz zu schreiben: "Hey Leute, die Geschichte find ich super." Aber bei manchen Leuten sieht das wohl anders aus.

Ich nehme an, dass jeder von denen, die hier geantwortete haben, für 50 bis 100 Personen stehen, die nicht geantwortet haben. Glaub mir! Dazu kommen auch noch die Fans auf FanFiktion.de.
Kleine Info, falls du sie noch nicht kanntest. Geh mal auf der Seite mal auf Stats, wenn du angemeldet bist und überprüf mal wie oft die Geschichte als Favorit gekennzeichnet ist und wie oft sie bereits angeklickt wurde. Ich rechne mit einer großen Zahl, plus die Revieweinträge. ;)

Du beglückst mit dieser Geschichte viele, viele Leute und ich finde es schade, dass nicht alle eine kurze Antwort senden können. (Wenn du ein Leser bist und diese Zeilen gerade liest, aber nicht auf elites Bitte reagiert hast, so darfst du dich jetzt angesprochen fühlen). Die Geschichte hat in meinen Augen alles. Drama, Humor, Liebe, Action, Glaubwürdigkeit, eine gute Formulierung, keine nennenswerten Schwächen (vielleicht mal ein Wort vergessen) und eine interessante Thematik. Alles was sie braucht um großartig zu sein.

Viele Leute lesen diese Geschichte im Moment und viele weitere werden es noch in der Zukunft tun. Ich weiß das. Du weißt das. Und alle Leute, die deiner Bitte nicht nachkamen, wissen es auch. (Du darfst dich wieder angesprochen fühlen, wenn du elites Bitte nicht nachkamst.)

Also behalt ja den Kopf oben!!!
;)
Das wärs noch elite hört auf zu schreiben. Grausame Vorstellung!!!


0.0 ...... XD na da danki ich dir doch gleich noch einmal für die Unterstützung, aber ich hab ja ur mal aus Neugier gefragt. Und selbst wenn ich nur ne Hand voll leser hätte wär mir das egal, schlislich schreibe ich weils mir Spass macht. Wer kein Feedback schreiben will muss ja nicht, ich will ja neimanden dazu zwingen.

#436
NoIdeas00

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elitedefender2 wrote...


^^ ich muss mich bei dir entschuldigen, aber von den Skypegesprächen können die Leute hier ja nichts wissen^^
Und die Aussage war hier auf die Leser die ich aussschlisslich aus dem Treat kenne bezogen:P


Nix zu Entschuldigen ,wusste ja nicht worauf du das beziehst :lol: 

Nach wie vor bleibst du Monsieur Cliffhanger... :?

#437
Kieferbruch

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@ elite: Das ist die richtige Einstellung!!! Dennoch bin ich froh, dass du nicht nur schreibst, sondern es auch veröffentlichst ^^
Aber du hast viele Fans und wie schön ein Feedback ist, habe ich selbst auch erst gemerkt, nachdem ich selbst schrieb und mir Feedbacks erhoffte. Sobald ich Zeit habe, wirst du auch wieder ein Feedback kriegen, welches sich über mehr als bloß zehn Zeilen erstreckt und somit mehr als bloß eine kurze Rückmeldung ist. ;) 

Modifié par Kieferbruch, 19 février 2013 - 05:54 .


#438
NoIdeas00

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Ganz deiner Meinung

Was die Fans angeht ist das ja so eine Sache... man kann sie sich ja vorstellen,würde aber schon so einen mentalen Boost geben,wenn paar vielleicht nur mal kurz reinschreiben , dass sie die Geschichte verfolgen. Ist ja wohl nicht zu viel verlangt und dem "Künstler" tuts auch seelisch gut :)

Na ja...hoffentlich outen sich noch paar Leute :P

#439
Kieferbruch

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Wird schon. Wir müssen nur noch etwas für das schlechte Gewissen sorgen :D

#440
alphathurse

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 Jeder, der elite's Geschichte liest und sie ihm gefällt, aber kein fedback geschrieben hat, ja der hat einen kleinen Schwanz! 
So vielleicht?:huh:

#441
Rabenkopf

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habt ihr hier auch Probs mit Feedback? Scheint ja eine Massenbewegung hier im Forum zu sein ^^

@alphathurse die Drohung wirkt aber nur auf Männer und selbst da nur bedingt ^^

#442
Kieferbruch

Kieferbruch
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Stimmt, außerdem kann es als Beleidigung ausgelegt werden, aber was wäre hier mit:
Der arme Elite tippt sich für uns die Finger wund und erwartet nur, dass einem die Geschichte gefällt. Wäre eine kurze Rückmeldung, dass dieses Ziel erreicht wurde, den so viel?

P.S. Was heißt Probs?

#443
Kieferbruch

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Leute ich sage dann mal gute Nacht. Wünsche euch noch einen schönen Abend und wundervolle Träume. Bis dann

#444
Rabenkopf

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Probs = Probleme ^^ oder eher problems :)

Gut Nacht und lass dich nicht von der Bettlaus stechen :-)

#445
elitedefender2

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 Dienstag, etwas später als sonst aber hoffentlich trotzdem gut.

Ich will gar nicht mehr zu viele Worte verlieren, darum viel Spass beim lesen.



Kapitel 24

 
Voller Erwartung spannte sich Jenni an. Sie wusste nicht genau was sie erwartet hatte, aber bei dem Anblick, der sich ihr bot, war sie doch etwas enttäuscht. Vor dem Lift war nur ein kleiner Raum zu sehen, kaum zwanzig Quadratmeter groß, erleuchtet durch zwei Leuchtstofflampen. Die Wände waren Massiv und verputzt, der Raum wirkte kühl und beklemmend. Etwas stach jedoch sofort ins Auge. In der ihnen gegenüberliegenden Wand war ein Metalltor eingelassen, zwei Meter breit, vom Boden bis zur Decke reichend und wahrscheinlich auch ziemlich dick. Die Soldaten traten schweigend und angespannt aus dem Lift und tauschten nervöse Blicke aus. Der Colonel blieb im Lift stehen und fuhr kommentarlos wieder nach oben. Nahezu sofort machte sich Nervosität breit, wie würden sie hier wieder rauskommen wollen? Sie waren von Meterdickem Stahlbeton umgeben, hinter ihnen war ein Liftschacht, der blockiert war und vor ihnen ein schwer gepanzertes Sicherheitstor. „Und jetzt?“ fragte Shalera, sie war etwas nervös, sie spielte mit ihren Fingern an dem Saum ihres T-Shirts herum. „Warten“ antwortete Jenni gelassen „Wahrscheinlich holt er nur die anderen runter.“ Es dauerte etwa zwei Minuten, bis sich die Türen des Liftes wieder öffneten. Diesmal trat der Colonel zuerst aus dem Lift, er bahnte sich sich einen Weg durch die vor dem Tor stehenden Soldaten und trat zu der Konsole. „Das hier ist der wahrscheinlich sicherste Raum dieser Basis, nur wenige Wissen überhaupt was hier unten lagert. “Das schwarze Arsenal“, hier werden die Waffen gelagert, die ihr nur im Krieg oder als ganz üble Burschen zu sehen bekommt. Er ließ einen Gesichtsscann durchlaufen, nach einigen Sekunden war ein lautes grollen, gefolgt von einem dumpfen Klacken zu hören. Das Tor setzte sich langsam in Bewegung. Die beiden Hälften der, aus fast 30 Zentimeter dickem Stahl bestehenden Pforte, verschwanden langsam in Boden und Decke. Dahinter gingen flackernd einige Lampen an, sie verströmten ein kaltes, weißes Licht und erhellten einen großen Raum. Im Inneren standen vier Stützpfeiler, mehrere Tische und etwa zwei dutzend Palette mit Koffern drauf. Jenni kannte die Form der Koffer von den Schießständen, auf denen sie mit ihrem Vater gewesen war, diese hier waren jedoch anders. Sie sahen wesentlich stabiler und schwerer aus und waren dazu mit einem elektronischen Schloss verriegelt. Sie traten in den Raum und sahen sich um, außer den Koffern, welche in verschiedenen Größen vorhanden waren, gab es in dem Raum nichts, was von Interesse gewesen wäre. Der Colonel trat vor die Soldaten und grinste sie an „Das hier ist ein weiterer Beitrag der STG, sie haben uns einige interessante Geschenke zukommen lassen. Sie haben alles an Waffentechnologie aufgetrieben, das es in der Galaxie zu finden gibt. Damit meine ich wirklich alles, von manchen dieser Waffen wissen nur sehr wenige Leute.“ Er trat zu einer der Paletten, nahm einen der Koffer und legte ihn auf den daneben liegenden Tisch. Nach kurzem Tippen auf seinem UW und dem Zahlenschloss, öffneten sich die beiden Verriegelungen mit einem leisen zischen. Er öffnete den Koffer und holte dessen Inhalt vorsichtig heraus. Die noch inaktive Waffe war blitzblank und wahrscheinlich frisch von der Fabrik, einige Teile glänzten wie frisch poliert. „Das hier ist eine M-11 Wraith Schrotflinte, ein äußerst effizientes Modell. Meiner Meinung nach eine der besten Schrotflinten, die bisher gebaut wurden. Sie ist leider im Citadellgebiet verboten, da sie eine sogenannte “Schnellzieh-Schrotflinte“ ist.“ „Ähm das verstehe ich nicht ganz, was ist denn besonders an einer “Schnellzieh-Schrotflinte“?“ Die Frage kam von Sarjka. Der Colonel lächelte an und nahm die Waffe an ihrem Griff und hielt sie hinter seinen Rücken, als wäre sie dort an der entsprechenden Stelle seiner Rüstung montiert. Schlagartig riss er die Schrotflinte nach vorne, noch bevor einer der Anwesenden reagieren konnte, hatte sich die Schrotflinte aktiviert und entklappt. Der Lauf der Schrotflinte war nun auf die Asari gerichtet, die die Waffe entsetzt anstarrte. „Deshalb“ antwortete Reeston grinsend „Ich weiß zwar nicht wieso  die Schrotflinte deshalb verboten ist, denn eine Sekunde beim Ziehen macht nun auch nicht so viel aus. Na ja, jedenfalls werdet ihr den heutigen Tag damit verbringen ein paar neue Spielzeuge zu testen. Wenn ihr eine Waffe ansehen wollt, schnappt ihr euch den Koffer und legt ihn auf einen der Tische. Um den Koffer zu öffnen, werdet ihr eure Dienstnummer eingeben, anschließend könnt ihr mit eurem UW bestätigen ,dass es wirklich ihr seid und den Koffer dann öffnen. Die Waffe läuft dann so lange auf euren Namen, bis ihr sie wieder in den Koffer zurückgesteckt habt und diesen verschlossen habt. Solange seit ihr für alles verantwortlich, was mit dieser Waffe geschieht! Das müsst ihr euch verdammt nochmal gut merken, denn das meiste hier kostet ein verdammtes Vermögen. Eine einzelne Wraith kostet umgerechnet eine Viertelmillion Credits, es lohnt sich nicht sie zu verlieren! Wenn sie beim Training oder im Kampf kaputt geht, dann ist das nicht halb so schlimm. Seht euch mal um und tragt in die Liste ein, welche Waffen ihr testen wollt und holt dann eure Rüstungen. Ich sorge dafür, dass die Waffen auf den Schießplatz gebracht werden. Wenn ihr eure Rüstungen habt, dann meldet euch auf dem Hauptplatz, dort wird euch erklärt was ihr weiter zu tun habt. Verstanden?“ „Ja Sir“ antworteten die Soldaten eilig, sie waren alle bereits gespannt, was ihnen alles als Ausrüstung zur Verfügung gestellt wurde. Allen voran Arsilia, sie schien schon ganz ungeduldig zu sein.



„Is ja Hammer, jetzt kommt doch mal etwas Bewegung in die Sache.“ Arsilia wirkte richtig fröhlich, als sie sich ihren Sensoranzug anzog. Grinsend sah Jenni sie an „Du bist ja eine richtige Waffennärrin“ meinte sie. „Ja und? Ist das falsch?“ fragte sie schulterzuckend. „Während andere Mädchen sich Kleider gekauft und von ihrem Märchenprinzen geträumt haben, bin ich schießen gegangen. Meine Mom war Kommandokämpferin. Sie hatte mich unterstützt, als ich mich für ihren Job interessiert habe und sie hatte mich mal zum schießen mitgenommen, seither war es um mich geschehen. Ich habe einen Schützenkurs gemacht und mir, als ich alt genug war, ein eigenes Gewehr gekauft. Während andere ein Instrument gespielt haben oder irgendein anderes Hobby ausgelebt haben, war ich schießen. Seit einem Jahr war ich einmal die Woche im Schießstand.“ „Wenn man dem weitverbreiteten Gerücht  glauben darf, dass Männer auf Frauen und Waffen stehen, müssten sie dir ja in Scharen hinterherlaufen“ meinte Ivana. „Es hatte wohl ein wenig abschreckend gewirkt, wenn eine junge zierliche Frau alleine in den Schießstand tritt, ihr eigenes Gewehr auspackt und dann besser schießt, als die meisten anderen. Die Männer haben mich zwar immer äußerst interessiert “angesehen“, haben sich aber meist nicht getraut mich anzusprechen. War durchaus witzig sie zu beobachten, wie sie mit sich selbst rangen, ob sie mich ansprechen sollten oder nicht. Wenn ich mich mal als unerfahrenes, unsicheres Mädchen ausgegeben habe, waren immer sofort haufenweise hilfsbereiter Männer und manchmal sogar auch Frauen...  “ sie sah grinsend zu Jenni „...da, um mir zu helfen. Dem entnehme ich, das die Männerwelt sehr zurückhaltend auf selbstsicher auftretende Frauen reagiert.“ Tanja war gerade dabei die Ärmel ihres Anzuges überzustreifen, als sie Arsilia lachend zustimmte „Ja, die meisten sind wesentlich schüchterner, als sie sich geben, wenn sie eine Frau ansprechen sollten, die sie nicht kennen, wenn diese selbstsicher und souverän wirken.“ „Das müssen wir unbedingt mal testen!“ warf Shalera ein. Sie versuchte gerade die kleinen Häkchen einzuklinken, doch sie tat sich etwas schwer, als sie knapp unter ihren Brüsten angekommen war. Ivana trat zu ihr, um ihr zur Hand zu gehen. Shalera schien der Hilfe ihrer ganz besonderen Freundin gegenüber nicht abgeneigt zu sein, sie sah sie interessiert an. Jenni wusste wie schwer es die beiden haben, sie hatte auch immer Mühe sich zu beherrschen, wenn Kiara sie berührte. Innerlich musste sie grinsen, als sie den beiden einen Moment zusah. „Himmel, nun küss sie schon, sonst fällt Shalera noch in Ohnmacht vor lauter Anspannung“ brach es schließlich lachend aus Jenni heraus. Die beiden sahen ihre Anführerin sprachlos und erschrocken an. „Kommt schon, außer uns ist niemand hier und wir verpfeifen euch schon nicht.“ Die angesprochene Asari begann zu lächeln und sah zu Ivana, deren Hände noch immer an Shaleras Anzug ruhten. Als Ivana bemerkte, dass ihre Freundin sie ansah, wandte sie sich ihr zu. Sie erkannte schnell was sich hinter dem Grinsen der Asari verbarg und drehte sich noch einmal zu den umstehenden, die sie nun alle ansahen. „Dreht euch alle um, das hier ist privat“ meinte sie lachend, einen Moment später drehte sie sich wieder zu Shalera und gab ihr einen Kuss auf den Mund. Als sie sich wieder von Shalera trennen wollte, legte diese eilig die Arme um sie und hielt sie fest. Erst nach einigen weiteren Sekunden ließ Ivana los. Die Beiden lächelten, als ihre Blicke durch die Runde wanderten „Ihr habt euch ja gar nicht umgedreht!“ schimpfte Ivana schließlich lachend. „Los jetzt, lassen wir die Ausbilder nicht länger warten“ Sarjka, die ihren Anzug bereits angezogen hatte, stand bei der Tür und sah sie die anderen erwartungsvoll an.



Der Himmel war Wolken behangen und ein leichter Wind war aufgekommen, als sie nach draußen traten. Sehr zu ihrem Erstaunen, erwarteten nicht nur einige Ausbilder sie, sondern gleich eine ganze Gruppe Männer, Frauen, Asari, Salarianer und Turianer. Colonel Reeston stand zu forderst und sah seine Soldaten sichtlich stolz an. Als sie vor die fremden Personen traten, salutierte Jenni. Sie wusste nicht welchen Ranges die Leute, die vor ihr standen, angehörten. Ihre Reaktion schien ihr jedoch richtig. Der Colonel erwiderte den Gruß und deutete ihnen an sich zu demaskieren. Die Soldaten  taten, wie ihnen gesagt und nahmen ihre Masken ab. „Soldaten, das hier sind die Leiter der einzelnen, an diesem Projekt beteiligten, Rassen. Sie werden euch ausbilden und trainieren. Sie werden euch auf die Hitze der Schlacht vorbereiten“ sprach Reeston und ließ seinen Blick durch die Reihen seiner Schützlinge wandern. „Ich schlage vor ihr stellt euch gleich selbst vor“ sprach er,  an die bisher unbekannten Gäste gerichtet. Einer der Turianer trat vor, er wirkte für Turianermaßstäbe ziemlich stämmig und war etwa mittleren Alters. „Ich bin Colonel Terikat, Leiter der turianischen Abteilung dieses Projektes. Ich und meine Leute werden euch vor allem im Kampf und Umgang mit Schusswaffen schulen.“ „Ich bin Colonel Seltaris, ich bin die Leiterin der Asari-Abteilung, meine Leute werden euch vor allem in Biotiken ausbilden“ die Asari sah sie lächelnd an. Anschließend trat einer der Salarianer nach vorne „Ich bin Colonel Maransch, wir sind von der STG hier und sind für eure Ausrüstung und eure Kampf-Tech zuständig. Wir werden euch im Umgang mit euren Rüstungen schulen und unauffällige Personalisierungen durchführen.“ Nachdem der Salarianer geendet hatte, wandte sich Reeston wieder zu den Soldaten. „Mich kennt ihr ja bereits, die Allianzsoldaten werden euch im Kampftraining gegenübertreten. Wir werden die anderen Spezies unterstützen, falls sie das wünschen… Also ihr werdet nun auf den Schießplatz 2 gehen, dort erwarten euch die entsprechenden Ausbilder und eure Waffen, die ihr zuvor ausgewählt habt. Verstanden?!“ Erneut salutierte die Gruppe der gepanzerten Gestalten. Jenni ging voran, wie sie es fast immer tat, wenn sie als eine Gruppe irgendwohin marschierten. Als sie den Hauptplatz verlassen hatten und außer Hörweite ihrer Vorgesetzten waren fragte Shalera „Was war das den gerade? Wenn ich mich nicht ganz gewaltig irre, dann gibt es bei uns gar keine Colonel.“ „Bei uns eigentlich auch nicht“ bestätigte Garonn. „Das ist wahrscheinlich nur ein förmlicher Akt, sie werden so gleichgesetzt und dadurch
werden Streitigkeiten, wer denn nun das Sagen hat, ganz einfach geklärt“ Antwortete Kiara. „Das klingt logisch, immerhin sind ja alle Völker an diesem Projekt beteiligt“ stimmte Jenni ihr zu. Sie waren gerade auf einem schmalen Weg unterwegs, zu dem einige hundert Meter von der Basis entfernten Schießstand.  



Als die BDF bei dem Schiessstand ankam, warteten dort zwei Menschen und 4 Turianer auf sie. „Wow, das nenn ich doch mal einen Sonntagsanzug“ meinte einer der Turianer und pfiff leise durch die Zähne. Die Blicke der Ausbilder hafteten an Jenni und den anderen Soldaten, welche mit den Rüstungen ziemlich bedrohlich wirkten. „Sir, BDF meldet sich zum Dienst“ raportierte Jenni knapp. „Angenehm sie kennen zu lernen Miss….“ „Jennifer Parker“ antwortete sie freundlich, die Turianer, wie auch die Menschen, starrten sie neugierig an. „Also, wir haben erfahren, dass ihr bereits eine kleine Auswahl an Spielzeug getroffen habt… bevor ich es aber vergesse, wir sind Waffenmeister und Schießlehrer der turianischen 26. Armiger-Legion und dies sind meine Kollegen Tacus und Uleras, mein Name ist Tankin.“ Der Turianer trat näher an Jenni heran und musterte ihren Anzug genauer. Nach einem Moment trat er wieder etwas zurück „Wie gesagt, ihr habt euch einige nette Waffen ausgesucht, ich hätte nicht gedacht einige davon in den Händen eines Alianzsoldaten zu sehen, geschweige denn ihn damit auszubilden“ meinte er lachend. „Schnappt euch eure Ausrüstung und stellt euch auf, wir wollen keine Zeit verlieren“ Wie Reeston es ihnen erklärt hatte, öffneten sie die Kisten und holten ihre neuen Gewehre heraus. Jenni hatte sich für ein Sturmgewehr des Typs N7-Valkyre entschieden. Sie öffnete den Koffer und nahm die inaktive Waffe heraus, trat zu dem Schiessstand und aktivierte sie. Jenni sah sich um, ihr Blick huschte hastig über die Leute um sie herum. Erst als sie Kiara sah, hielt sie inne. Ihre Freundin hatte noch keine so grosse Erfahrung mit Schusswaffen, sie hatte alles gelernt was ihnen in der Grundausbildung beigebracht worden war, hatte jedoch noch immer großen Respekt vor dem schießen. Das war wahrscheinlich auch der Grund, wesshalb sie etwas vorsichtiger einstieg und sich zum Anfang eine Pistole ausgesucht hatte. Jenni kannte das Modell nicht. Als sie den Koffer, aus dem Kiara ihre Waffe geholt hatte, genauer betrachtete, erkannte sie, dass es sich um eine N7-Eagle handelte. Selak trat mit einem riesig anmutenden Scharfschützengewehr an den Schiessstand, die Form ähnelte einer M98-Widow, es war jedoch ein anderes Modell und sah etwas dunkler aus. „Na, was ist das denn für ein Spielzeug?“ fragte er neckisch, als Marcel mit einer N7-Hurricane neben ihn trat. „Entgegen der allgemeinen Meinung kommt es nicht auf die Größe, sondern auf die Technik an“ erwiderte dieser grinsend. Mittlerweile hatten sich alle in Position gebracht. Die Ausbilder kontrollierten, ob sie alle die Waffen richtig hielten und schauten, dass niemand falsch stand. Schliesslich gaben sie den Schießplatz frei und die Behälter neben ihnen wurden durch das UW von Tankin entriegelt. „Masken auf“ befahl Jenni. Die Soldaten folgten ihrem Befehl und legten die Masken an. In dieser Situation diente die Maske nicht der Abgrenzung von den Ausbildern, sondern dem eigenen Schutz. Querschläger und Splitter könnten einen treffen, verbrennende Pulverrückstände gab es bei dem Waffenprinzip ja nicht mehr. Jenni griff nach einem der Thermomagazine in der Box neben ihr und lud ihr Gewehr durch. Mit einem leisen zischen rastete das Thermomagazin ein. Nach einigen Sekunden vernahm Jenni die Stimme von Tankin „Feuer frei!“ Noch bevor Jenni eine der hochklappenden Zielscheiben anvisieren konnte, eröffnete bereits jemand von ihnen das Feuer. Das schnelle relativ leise rattern eines Gewehres war zu hören. Arsilia hatte sofort das Feuer eröffnet, ihr Training half ihr bei dem Umgang mit ihrem Gewehr. Sie verwendete einen Cerberus-Harrier. Jetzt spannte auch Jenni ihren Finger an, sie spürte einen kleinen Widerstand, bevor sich mit lautem Krachen 2 Schüsse lösten. Eine ca. 100 Meter von ihr entfernte Zielscheibe kippte um, Jenni erfasste sofort das nächste Ziel und feuerte zwei weitere Salven ab. Die anderen hatten ebenfalls unmittelbar nach Arsilia zu feuern begonnen. Hunderte Kugeln prasselten auf die Zielscheiben. Kiara feuerte nun auch „Wow“ stieß sie überrascht hervor als sie den Abzug nach hinten zog und ihre Pistole automatisch zu feuern begann. Ein gewaltiger Knall gefolgt von einen dumpfen Grollen übertönte das Getöse, anschließend verstummten die Mündungen der anderen Waffen. Die Soldaten drehten sich alle zu Selak um und sahen ihn schweigend an. Mit einem weitern gewaltigen Schlag feuert der Turianer einen zweiten Schuss ab. „Oh verdammt, das Teil gefällt mir! Ist einfach nur sauschwer zum tragen“ raunte er begeistert. Nach einem dritten Schuss sah er die Soldaten, die in anschauten, an. Einen Moment später war erst ein brummendes, höher werdendes Geräusch zu hören, das in einem lauten klacken, gefolgt von einem Zischen endete. Ein türkisfarbener, weißglühender Strahl aus verdampfendem Metall durchschnitt die Luft und schlug in einigen hundert Metern Entfernung in eine der Zielscheiben ein. Doch anstatt die Zielscheibe zu treffen und sie zum umkippen zu bringen,, durchschlug er sie und wurde erst von einem Erdwall am hinteren Ende des Schießtandes gestoppt. Mit grossen Augen sah Selak zu Ivana, die in etwa 2 Metern Abstand neben ihm lag. „Siehst du, lauter ist nicht unbedingt besser“ lachte sie überrascht. Ivana hatte nicht gewusst was sie erwartet, weshalb sie selbst erstaunt über die Wirkung ihrer eigenen Waffe war. Sie repetierte, wobei das rotglühende Thermomagazin ausgeworfen wurde. Sie richtete sich auf und sicherte ihre Waffe. Mit fragenden Blick drehte sie sich zu einem der Turianer um „Das hier ist keine normale Sniper oder? Also sie verwendet nicht das normale Funktionsprinzip oder?“ der Turianer aktivierte sein UW und projizierte einen 3D Plan der Javelin in die Luft. Ein kleiner Teil im hinteren Bereich der Waffe blinkte auf „Das ist die Munitionskammer, ähnlich wie bei den anderen Waffen auch, wird hier mit hilfe eines E-Zero Feldes ein Eisenprojektil beschleunigt und zwar stärker als bei jeder anderen bekannten tragbaren Waffe. Hier besteht das Projektil jedoch aus flüssigem Metall, dieses schneidet sich ähnlich wie ein Wasserstrahlschneider durch festes Material durch. Durch die extreme Hitze, welche durch die Luftreibung und die spezielle Mischung des Metalles entsteht, hat das Projektil etwa die Wirkung eines Plasamschneiders oder einer Sauerstofflanze. Damit lassen sich praktisch alle Panzerungen durchschlagen und je nach Munition gleich mehrere Feinde Hintereinander töten. Doch Vorsicht, manchmal können Freund und Feind auf dem Schlachtfeld ziemlich nahe beieinander sein, ihr müsst also auch immer sicher sein, dass ihr nicht ausversehen einen eigenen Soldaten trefft. Die dafür nötige Kraft hat jedoch ihren Preis, denn die Javelin ist das schwerste Scharfschützengewehr in unserem Arsenal…“ „Und ihre Kurven sind fast so scharf wie die der Schützin“ funkte Shalera ihrer Freundin zu. Diese hätte sich am liebsten zu ihrer Freundin umgedreht um ihr einen vielsagenden Blick zuzuwerfen, aber da niemand außer ihr sie gehört hatte, wäre das ein wenig auffällig gewesen und aufgrund der Maske ziemlich schwierig geworden. Stattdessen konzentrierte sie sich auf die Erklärung des Turianers. „Sie stammt eigentlich aus dem Arsenal der Geth. Unsere Techniker gehen davon aus, dass sie ähnlich wie die Spitfire zum Kampf gegen andere Geth gedacht war. Die Javelin ist für Schüsse aus großen Distanzen gedacht, denn der Schweif des Projektils verrät eure Position, weshalb ihr nach dem ersten Schuss fast garantiert entdeckt werdet. Dank einer effektiven Reichweite von über 4 Kilometern, nützt das Wissen wo ihr seit dem Feind aber wenig, da kaum eine andere Waffe auf diese Distanz eingesetzt werden kann. Dank der Optiktechnologie der Geth verfügt diese Waffe über ein Zielfernrohr, das Gegner auch hinter dünner bis mittlerer Deckung anzeigen kann.“ „Wow, das ist erstaunlich, das einzige was mich etwas irritiert sind die seltsamen Geräusche die ich höre, wenn ich am Zielen bin. Es ist als würden Stimmen durcheinander reden, man versteht kein Wort“ Ivana sah die anderen prüfend an, sie erwartete jeden Moment einen Spruch darüber, dass sie wohl halluzinierte. Stattdessen meldete sich Uleras, der sie zuvor bereits über ihr Gewehr informiert hatte „Das wissen selbst unsere Techniker nicht, sie wissen auch nicht was genau die Geräusche verursacht oder was sie bewirken sollten. Das einzige was uns bekannt ist, ist, dass es in der Sprache der Geth ist, was aber eigentlich ziemlich nahe liegt.



Das Training dauerte nun bereits seit einigen Stunden an und die BDF-Soldaten ermüdeten allmählich. Sie waren bereits den ganzen Tag auf dem Schießplatz, sie hatten sich mit allen der N7-Waffen vertraut gemacht und bereits einige persönliche Favoriten gefunden. Das Schießen machte zwar Spaß, aber langsam schmerzten die Arme, trotz Unterstützung der Panzerung und der Rückstoßdämpfenden synthetischen Muskelschicht. Jenni hatte gerade mit Shalera ein Wettschiessen begonnen. Sie hatten  beide einen Cerberus-Harrier in den Händen. Sie hatten bereits einige Runden mit verschiedenen Waffen gemacht. Einer ihrer Freunde stand hinter ihnen und gab das Startsignal. „Achtung, fertig, Feuer!“ Sofort eröffneten beide das Feuer, es waren 10 Ziele zu eliminieren, die nach und nach hochgeklappt wurden. Die Waffe feuerte relativ schnell und stark, hatte aber kein sehr grosses Magazin. Nach etwa zwanzig Sekunden legten die beiden ihre Gewehre wieder zur Seite. Sie sahen beide zu Kiara, diese hatte einerseits das Startsignal gegeben und diente nun als Schiedsrichter. „Und? Wer war schneller?“ fragte Jenni neugierig. Kiaras Blick sprang zwischen den beiden hin und her. „Das ist verdammt schwer zu sagen, ihr wart fast genau gleich schnell, aber ich würde sagen das Shalera etwas schneller gewesen ist.“ Jenni trat zu Shalera und klopfte ihr auf die Schulter „Gut gemacht, du bist talentiert. Wenn wir das nächste Mal trainieren, verlange ich eine Revanche“ Shalera begann zu grinsen „Ok gerne, aber nicht das du mir dann depressiv wirst“ witzelte sie. Die drei drehten sich um und traten zu den gestapelten Koffern, holten die entsprechenden davon hervor und legten ihre Waffen zurück. Nachdem sie die Verriegelungen wieder geschlossen hatten, blinkten ihre Universalwerkzeuge kurz auf. „Was machen wir jetzt?“ fragte Jenni Tankin freundlich. „Es ist schon spät, ihr habt euch gut geschlagen. Ich weiß nur noch eines was zu tun ist... die Waffen zu putzen.“ Jenni legte ihre Stirn in Falten, das war der Teil des Schießens, der ihr schon immer widerstrebt hatte.
 

Mit einem Tuch war er dabei die Flächen der Waffe zu säubern. Joshua hatte eine Crusader Schrotflinte ausprobiert und war nun dabei Staub und Rückstände zu entfernen. „Kann ich das Tuch schnell benutzen?“ fragte Tanja ihn freundlich. Sie stand neben ihm und sah ihn an. „Natürlich, hier“ er reichte ihr den Stofffetzen und lächelte sie an. Sie griff nach dem Tuch und streichelte dabei sanft über seinen Handrücken. Ihre Blicke blieben für einen Moment aneinander hängen, bevor sie sich wieder ihren Waffen zuwandten. Nach nicht einmal einer Minute sahen sie immer wieder zu einander rüber, wichen jedoch den Blicken des anderen aus. Nach kurzer Zeit war Tanja an dem Punkt gekommen, an dem sie den Lauf ihres Gewehrs reinigen musste. Sie tat sich etwas schwer dabei, da sich die dafür vorgesehene Bürste gerne verkantete. Joshua trat zu ihr und griff nach ihrer Waffe. Er umschloss den Lauf fest mit seinen Händen und sah sie erwartungsvoll an. „Schieb“ forderte er seine Freundin auf. Diese merkte nun was er vorhatte und lehnte sich in seine Richtung. Mühsam schob sich die Bürste durch den Lauf. Nach einigen Wiederholungen zog Tanja die Bürste aus dem Lauf und legte sie zur Seite. Als sie den Lauf von Joshua nehmen wollte, stand sie plötzlich direkt vor ihm. Für einen Moment schien der Stress, die Anstrengung und der Drill verflogen zu sein. Nur für diesen einen Moment schien ihr Leben ganz normal zu sein. Tanja wäre am liebsten näher an Joshua herangetreten, hätte ihn umarmt und geküsst, doch als einer der Ausbilder an ihnen vorbei trat, wurde sie aus ihrer Starre gerissen. Eilig nahm sie ihm den Lauf ab und machte sich daran ihr Gewehr wieder zusammenzubauen, jedoch nicht ohne sich noch einmal einen sehnsüchtigen Blick zuzuwerfen. Jenni musste lächeln, während sie die ganze Szene aus einigen Metern Distanz betrachtete. Es tat gut zu sehen, dass sie trotz des abstumpfenden Trainings noch immer Menschen waren und diese Menschlichkeit sich in solchen Szenen zeigte. Sie dachte an all die Zeit, die sie mit Kiara verbracht hatte und an all die Zeit, die sie nicht mit ihr verbringen konnte. Es war nicht fair, sie dienten der Allianz, um der Galaxie einen Dienst zu erweisen und als Lohn durften sie ihre Gefühle füreinander nicht ausleben. „Jenni?“ sie fuhr herum und sah Garonn vor sich stehen. „Ja?“ fragte sie überrascht. Mit fragendem Blick sah er sie an „Also kann ich jetzt die Laufbürste schnell haben?“ „Was? Welche…? Ach so.“ sie griff nach der Laufbürste, die vor ihr auf dem Tisch lag und händigte sie dem Turianer aus. „Du musst ziemlich in Gedanken versunken gewesen sein, wenn du meine erste Frage nicht gehört hast“ meinte er lächelnd. „Ja, ich habe gerade daran gedacht was alles anders wäre, wenn ich mich nicht für dieses Projekt gemeldet hätte. Nicht dass ich es bereuen würde, es war halt nur ein Gedankenspiel.“ „Ich weiß was du meinst, das haben ich und wahrscheinlich auch alle anderen hier auch schon gemacht. Es ist verständlich, dass wir uns fragen, ob wir alles richtig gemacht haben und was anders hätte laufen können“ meinte der Turianer und nahm die Bürste, die Jenni ihm entgegenhielt. Jenni hatte ihr Gewehr gerade fertig geputzt und legte es nun zurück in den Koffer. „Ich geh dann mal duschen“ meinte sie schliesslich.  "Warte, ich komme auch gleich“ antwortete Kiara, sie war ebenfalls mit putzen fertig und legte gerade ihre Pistole zurück in den Koffer.
 

„Ich will ja kein Spielverderber sein, aber ich würde auch gerne duschen, darf ich jetzt schon kommen oder soll ich warten?“ fragte Shalera nekisch. „Kommt ganz drauf an was du da willst“, konterte Jenni grinsend. Kiara stieß sie mit dem Ellenbogen in die Seite „Ich weiß nicht was du von uns hältst, aber wir sind keine Tiere“ warf Kiara ein und sah Shalera schräg an. „Schon gut, ich wollte euch nur etwas auf den Arm nehmen.“  


Die Nacht war viel zu kurz gewesen, zumindest kam es ihnen allen so vor, als sie um fünf Uhr in der Frühe geweckt und durch den Wald gescheucht wurden. Kiara hatte diesmal eine wesentlich ruhigere Nacht gehabt. Ihre Träume hatten sich im normalen Rahmen bewegt. Sie hatten sich alle  am Abend nach dem Schießtraining noch eine Weile unterhalten, bevor sie schlafen gegangen waren, ein schwerer Fehler wie sich nun zeigte. Etwas an diesem Tag war anders. Sie hatten einen längeren Lauf gemacht als sonst, zum Frühstücken war ihnen kaum Zeit gegeben worden. Sie hatten alle eine normale N7 Rüstung bekommen und waren sofort weitergeschickt worden. Man hatte sie durch den Hindernisparcours gescheucht. Es regnete immer noch in Strömen und ein kühler Wind peitschte über die Wiese. Es war, als wäre alles über Nacht ausgetauscht worden. Die Ausbilder waren Streng und zeigten kein Mitleid, wer Fehler machte wurde gerügt oder angeschrien. Das Schreien war aber nicht als Bestrafung gedacht, der Wind und der Regen machten einfach zu viel Krach, als ob man sich in normaler Lautstärke hätte unterhalten können. Jennis Stiefel gruben sich tief in den schlammigen Boden, als sie den zum letzten der Hindernisse rannte. Das Training mit Anzug war ganz anders gewesen als das hier, nicht weniger anstrengend, aber wesentlich schneller. Sie hatte sich bereits durch beinahe den ganzen Parcours gekämpft und stand nun vor der letzten Herausforderung, bei diesem Hindernis mussten sie mit Anlauf an ein Seil springen und sich anschließend an selbigem zu einer Waagrecht über dem Hindernis liegenden Leiter hochziehen und an der Leiter über den Rest des Beckens unter ihnen hangeln. Jennis Herz raste und sie spürte ein Stechen in ihrer Seite. Nun waren es noch 10 Meter bis zum Rande des etwa drei Meter tiefen Beckens, welches zur Hälfte mit Wasser gefüllt war. Mit voller Kraft stieß Jenni sich ab, als sie am Rand des Beckens angekommen war. Ihre Hände erreichten das Seil knapp unter dessen Hälfte. Durch den Regen und den Matsch, der von den Handschuhen der Soldaten, die vor ihr an diesem Hindernis waren, an dem Seil klebten, war dieses extrem rutschig. Obwohl sie noch versucht hatte sich festzuklammern, war sie trotzdem abgerutscht und hatte sich nicht mehr halten können. Mit Entsetzen musste sie mit ansehen, wie das Seil durch ihre Hände glitt und an ihr vorbeizog. Ihr Körper spannte sich an, weil ein Teil von ihr wusste, was nun passieren würde. Obwohl sie nicht wollte, schrie sie erst auf und hielt anschließend die Luft an. Das war insofern unnötig, weil die Panzerung Luftdicht war, es war jedoch ein Reflex. Sekundenbruchteile später krachte sie rücklings auf die Wasseroberfläche. Ihr Atem stockte, da sich der Aufschlag, trotz Rüstung, wie ein Tritt in den Rücken anfühlte. Sie begann wild zu rudern, um nicht unterzugehen, doch sie sank ab wie ein Stein. Die Panzerung wog einiges und durch den Schwung ihres Falles wurde sie nach unten gedrückt. Als ihr Rücken den Boden berührte, hatte sie schon fast Panik, über ihr lag nun mehr als ein Meter Wasser und sie konnte nicht schwimmen in der Rüstung. Mit Mühe schaffte sie es sich zu beruhigen. Jenni richtete sich so ruhig sie konnte auf, erst normal in die Hocke, dann aufstehen. Als sie sich aufrichtete, erreichte ihr Kopf wieder die Wasseroberfläche. Sie atmete erleichtert auf, als sie den Himmel wieder sah. Die Filter ihres Anzuges schalteten auf Außenbelüftung, als der Kontakt mit dem Wasser abbrach. Mit Mühe kämpfte sie sich zu der Leiter am einen Ende des Beckens und erklomm diese. Entkräftet holte sie erneut Anlauf, um an das Seil zu springen. Mit einem Satz erreichte sie das Seil erneut, auch diesmal begann sie abzurutschen, konnte sich jedoch halten. Ihre Finger schmerzten, da sie sich mit aller Kraft an dem Seil festklammerte. Ihre Arme fühlten sich schwer und taub an. Sie konnte sich gerade noch bis zu der Leiter hochziehen. Sie hangelte sich zum Ende des Hindernisses und ließ sich zu Boden fallen. Alles an ihrem Körper schmerzte, ihre Arme brannten und ihre Beine spürte sie kaum mehr. Sie stand wieder auf und machte sich auf den Weg zum Ziel. Es war mehr ein Trotten, als ein Rennen. Ihr fehlte einfach die Kraft. Einer ihrer Ausbilder schrie ihr mit bellender Stimme von der Seite des Parcours zu „Beweg dich, das Ziel ist nicht mehr weit!“ Mit ziemlichen Problemen konnte sie sich ins Ziel schleppen. Die Soldaten, die bereits dort waren, schienen genauso fertig zu sein wie sie. Erst nachdem sie zusammengesackt war und sich nach einigen Minuten wieder aufgerichtet hatte, bemerkte sie, dass nicht alle ihrer Kameraden, die vorher gestartet waren, auch hier waren. Arsilia saß, die Beine angezogen, die Arme auf die Knie gelegt und den Kopf darauf abgestützt neben ihr. „Hei Arsilia, wo sind denn Kiara und Selak?“ fragte Jenni schwer atmend. „Einige haben es wohl nicht bis ins Ziel geschafft und wurden vorher rausgenommen“ stöhnte Arsilia erschöpft. „Wie rausgenommen?“ harkte Jenni erstaunt nach. „Na sie wurden eben aus dem Parcours genommen, hast du noch nicht gemerkt, dass das hier ein Test ist?“ „Wofür denn? Wir wurden doch schon auf dutzende Wege getestet?“ „Ich weiß nicht warum, aber wir werden es sicher bald erfahren.“ Noch immer prasselten schwere Regentropfen auf sie herab und der Wind brauste um sie herum. Durch die isolierende Rüstung wurden sie weder Nass, noch froren sie. Der Sturm schien einfach an ihnen vorbeizugehen. Nach einigen Minuten waren die Letzten angekommen. Fünf Minuten nachdem das geschehen war, stand bereits einer der Ausbilder vor ihnen und schickte sie weiter zu einem anderen Übungsgelände.  


Der Weg war keine 300 Meter gewesen und nur geradeaus gegangen. Die BDF kam nach ein paar Minuten an. Dort erwarteten sie einige Asari, die in Kampfmontur dastanden und sie interessiert musterten. „Ou wow, so ein Ausblick macht Lust ins Asarimilitär einzutreten“ raunte Marcel Alex zu. „Freut euch nicht zu früh, das Training bei uns ist hart“ antwortete Sarjka, die neben ihnen herging. „Teilt euch auf, jeder zu einer Ausbilderin, wir testen nun eure Biotiken, macht euch bereit.“ Ohne weitere Erklärungen stellten sich die Ausbilderinnen auf und warteten darauf, dass sich die Soldaten unter ihnen verteilten. „Bewegung, wir haben nicht den ganzen Tag Zeit!“ befahl die Anführerin der Asari in harschem Ton. Eilig stellten die Soldaten sich auf. „Ne, die Anführerin darfst du haben, Chef gegen Chef“, meinte Joshua, als er an Jenni vorbeitrat, zu einer der noch freien Ausbilderinnen. Etwas erstaunt stockte Jenni und drehte sich um, die Anführerin der Asari sah sie genervt an „Können wir heute noch anfangen?“, schnauzte sie streng. „Klar, ich bin bereit“ erwiderte Jenni, nachdem sie zu ihr gerannt war und sich in Position gebracht hatte. „Das glaube ich nicht… Ok, beginnen wir. Baut eine Barrierensphäre auf, 3 Meter Durchmesser, jetzt!“ Jenni hob ihre Fäuste vor ihre Brust und streckte schlagartig ihre Arme zur Seite aus. Schlagartig bildete sich eine Halbkugel um sie herum. Der blaue Schleier, der sich um sie herum formte, brachte die Luft zum knistern. Jennis Herz begann schneller zu schlagen, gleich würde es losgehen. „Haltet diese Barriere um jeden Preis aufrecht“ begann die Anführerin der Asari. Die Ausbilderinnen holten die Predator-Pistolen von ihren Gürteln. „Wir werden nun auf euch feuern, 3 Magazine. Ihr habt so lange Zeit zu verschnaufen, wie wir  zum nachzuladen benötigen. Es wird ein Schuss mehr abgefeuert, als eure Barriere stoppen kann, also überlegt euch ob ihr schlapp machen wollt. Das hier sind Übungsgeschosse, nicht das sich hier noch jemand anpisst. Es geht Los!“ die letzten Worte schrie sie förmlich. Sie riss die Pistole hoch und zielte genau in Jennis Richtung. Diese fuhr zusammen und sah die Asari entsetzt an. Die Ausbilderinnen hatten einen Kreis gebildet und standen mit dem Rücken zu dessen Zentrum. Die Soldaten waren rings um sie herum verteilt, damit niemand aus verstehen getroffen werden konnte. „Feuer!“ hallte der Befehl durch die Luft. Sekundenbruchteile später begann das Sperrfeuer. Die Ausbilderin, die auf Jenni schoss, begann mit kleinen Pausen zwischen den Schüssen, gab sie jedoch immer schneller und dichter hintereinander ab. Sie streute die Schüsse so, dass Jennis Sphäre überall getroffen wurde. Anders als bei Schilden, war das schlimmer als konzentrierter Beschuss. Ein Biotiker konnte seine Barriere an einem Punkt verstärken, indem er mehr Energie auf diesen Punkt bündelte. Durch den großflächigen Beschuss war dies jedoch unmöglich. Bereits nach einigen Schüssen begannen Jennis Arme zu kribbeln, die Pistolenprojektile hatten große Wucht. Das Magazin schien kein Ende zu nehmen, Jenni hatte anfangs mitgezählt, das aber schnell wieder aufgegeben. Nach endlosscheinenden 15 Schuss hatte sie einen Moment zum verschnaufen. Dieser reichte ihr jedoch gerade mal,  um sich wieder in eine etwas angenehmere Position zu bringen, bevor bereits das nächste Projektil auf ihre Barriere traf. Diesmal feuerte die Ausbilderin schnell hintereinander, sodass Jenni kaum Zeit hatte die einzelnen Treffer zu realisieren. Das einzige was sie spürte, waren die Aufschläge, die sich wie Nadelstiche in ihren Armen anfühlten. Der einzige Vorteil daran, dass die Ausbilderin schnell feuerte, war, dass das Magazin auch schnell überhitzte und sie nachladen musste. Jenni hatte gegen den Reflex angekämpft die Augen zuzukneifen, da sie wissen wollte wo ihre Kontrahentin war und was sie tat. Plötzlich war ein leises piepen zu hören. Erleichtert wollte Jenni sich wieder in Position bringen, doch die Zeit blieb ihr nicht. Ihre Ausbilderin hatte in Windeseile das alte Rotglühende Thermomagazin ausgeworfen und ein neues nachgeschoben. „Bei so einer lächerlichen Waffe brauchst du doch nicht schon eine Pause?“ fragte sie herablassend. In dem Moment wurde Jenni wieder klar, was ihre Eltern damit gemeint hatten, dass sie manchmal besser den Mund halten würde. Sie hatten ihr immer gesagt, dass sie nicht wisse wann sie schweigen sollte. „Was, hat das Training schon angefangen?“ fragte sie vorlaut. Sofort trafen drei Kugeln ihre Barriere. Nun waren die Einschläge nicht mehr bloß Nadelstiche. Sie fühlten sich eher an, als würde man ihr ein Messer in den Körper stecken würde. Dazu kam noch die Erschöpfung, dass sie die Sphäre schon eine Weile aufrecht halten musste. Mit einem finsteren Grinsen im Gesicht feuerte die Ausbilderin weiter. Nun konnte Jenni den Reflex die Augen vor Anstrengung zuzukneifen nicht mehr unterdrücken. Eine Schweißperle tropfte von ihrer Nase auf ihr Visir, als sie ihren Blick zu Boden wandte.



Still, der Beschuss hatte aufgehört. War ihr die Munition ausgegangen? Wartete sie nur darauf das Jenni nachließ? Mühsam sah Jenni auf und erstarrte. Direkt vor ihr Stand die Asari, die sie Ausbildete und zielte auf sie. Die Mündung der Predator war keine zehn Zentimeter von ihrer Barrierensphäre entfernt. Bevor sie reagieren konnte, wurde sie von einem Schlag zurückgeworfen. Sie konnte den Schlag abfangen, ohne umzufallen, jedoch nur mit großer Mühe. Geradezu göttlich fühlte es sich an, als Jenni das piepen der Waffe hörte. Sie hatte die drei Magazine überstanden und konnte einen Moment verschnaufen. Als sie ihre Sphäre kollabieren ließ und sich nach vorne über fallen ließ, prasselte sofort wieder Regen auf sie herab. „Gar nicht so erbärmlich wie ich erwartet hatte.“ Schnaufte die Ausbilderin verächtlich, als sie sich umdrehte und zurück zu ihrer Anfangsposition ging. „Leck mich, du Schlampe“, fluchte Jenni leise als sie sich wieder aufrichtete. Nach einigen erholsamen Sekunden begannen die Schüsse abzunehmen, anscheinend schienen die Anderen es auch bald geschafft zu haben. Als sie nach gefühlt viel zu kurzer Zeit bereits alle durch waren, meldete sich die Ausbilderin wieder zu Wort. „Das Aufwärmtraining ist jetzt vorbei, jetzt geht’s ans Eingemachte!“ Die Asari holten aus einigen Kisten die  Avenger-Sturmgewehre und luden diese durch. „Bitte nicht!“ platzte es aus Ivana heraus, sie stand einige Meter neben Jenni. „****!“ schoss es auch der Anführerin der BDF durch den Kopf. „Willkommen bei der Grundausbildung! Das hier ist Level 2, mal sehen wer ihn schafft. Es geht los!“ Jenni bereitete sich vor so gut sie konnte, ihre Arme waren noch immer etwas Taub und ein Sturmgewehr war doch schon ein ganz anderes Level, als eine Pistole. „Feuer!“ Sofort wurde Jenni von einer Welle aus Anstrengung, begleitet mit Schmerz, überrollt. Die Ausbilderin hielt wohl nicht sehr viel von schonenden Maßnahmen, sie feuerte sofort im Automatikmodus los. Dutzende Kugeln trafen Jennis Barrierensphäre und brachten diese zum wabern und  flackern. Ihr Blick begann bereits zu verschwimmen, als der Beschuss abrupt aufhörte. Ihr Körper verweigerte den Dienst und Jennis Knie gaben nach. Nachdem sie das alte Thermomagazin ausgeworfen hatte, meinte die Ausbilderin „Bau deine Barriere wieder auf, es geht weiter!“ Jenni versuchte eine Barriere aufzubauen, doch bereits beim ersten Schuss brach diese wieder zusammen. „Schaffst du es noch einmal?“ „Nein….“ Ohne zum Ende des Satzes zu kommen wurde sie nach hinten umgeworfen und ihre Brust begann zu schmerzen. Die Ausbilderin hatte ihr eine Kugel verpasst und trat nun auf Jenni zu. Diese war zu Boden gefallen und hatte die Arme vor ihre schmerzende Brust gelegt. Nun konnte Jenni hören das auch andere Ihrer Einheit aufschriehen als sie getroffen wurden „Erstaunlich, dass du überhaupt ein Magazin ausgehalten hast“ spottete sie, als sie Jenni die Hand entgegenstreckte, um sie hochzuziehen. „Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sie mich nicht sonderlich mögen“ sagte Jenni mit schmerzerfüllter Stimme, als sie wieder auf den Beinen war. „Nein, ich sehe nur, dass ihr Menschen euch meinen Respekt noch nicht verdient habt. Sieh dich an, du wärst von einem einfachen Soldaten besiegt und getötet worden.“ „Feindliche Soldaten darf ich auch in den Arsch treten“ erwiderte Jenni. „Möchtest du mir in den Arsch treten? Sei ehrlich….“ Sie trat näher zu Jenni „Gib mir einen Grund dich fertig zu machen und ich werde ihn nutzen.“ „Nein Mam“ antwortet Jenni kalt, ihre Befürchtung hatte sich bestätigt. Rassismus gab es eben nicht nur in den Reihen der Menschen.



Nach einigen weiteren Übungen Im Biotikbereich hatten sie schnell in einem Notdürftig aufgestellten Zelt Platz nehmen können, um kurz etwas zu Mittag essen zu können. Einige hatten sich während des Trainings übergeben, doch es aßen alle, keiner wusste was sie noch erwarten würde. Nach dem Mittagessen war ein kleiner Transporter in ihrer Nähe gelandet und hatte sie aufgeladen. Im Inneren hatte Reeston sie bereits erwartet. „So, nach all dem was ihr jetzt bereits geschafft habt, kommt euer größter Test. Er wird nur wenige Sekunden dauern, aber über euer ganzes weiteres Leben entscheiden. Ihr habt bisher dutzende Nova-Absprünge gemacht und euch darin bewährt. Ihr seid auch ohne eure Rüstungen bereits von hohen Türmen gesprungen und ihr habt das im Training immer wieder geübt. Wie werden nun zu einer vorbereiteten Bahn fliegen, dort werdet ihr alle einer nach dem anderen abspringen und eine perfekte Nova-Landung hinlegen. Wenn sich irgendjemand von euch dazu nicht in der Lage fühlt, egal warum, dann verlangen weder ich, noch eure Teamkameraden, dass ihr springt. Dann wartet ihr und sammelt euch noch einmal. Wir können so viele Anflüge machen wie nötig, wenn ihr aber einmal draußen seid, dann geht’s abwärts, da kennt die Schwerkraft kein Pardon. Wer nicht beim ersten Mal springt, wird deswegen auch nicht gleich entlassen. Ich will nur sicher gehen, denn fünfzehn Meter sind verdammt hoch!“ „Fünfzehn Meter?!“ fragte Deni erschrocken. „Ja, fünfzehn Meter sind durchaus machbar, auch ohne Rüstung. Ihr trainiert das heute ohne Panzerung, weil ihr es auch so können müsst. Sich auf die Panzerung zu verlassen ist Selbstmord. Auch wenn ich genau weiß, dass unsere Techniker zu den Besten der gesamten Galaxie zählen, kann Technik immer versagen. Wenn ihr diese Technik jedoch im Blut habt und sie perfekt beherrscht, dann bringt euch ein solcher Ausfall nicht gleich um… oder ihr könnt euch danach wenigsten sagen “Wenigstens habe ich mein Bestes getan“ wenn euch das Rückgrat aus dem Schädel ragt. Also...wer springt als erstes?“. Beklemmende Stille legte sich über sie. Nach einigen Sekunden meldete sich Garonn. „Ich mach es, dann hab ichs hinter mir.“ „Gott behüte, dass sie tatsächlich gebraucht werden, aber wenn etwas passieren sollte, dann bleibt ruhig, am Rand der Piste stehen Sanitäter bereit. Ruft sie einfach und sie werden sofort zu euch kommen. Alle, die zu dem Zeitpunkt noch nicht gesprungen sein sollten, müssen das ausblenden, denn wenn einer abstürzt, dürft ihr euch davon nicht ablenken lassen, ansonsten verstreichts euch auch. Garonn trat neben den Colonel und sah ihn schräg an „Nichts gegen sie Sir, aber mit solchen Angaben wie “Wenn euch das Rückgrat aus dem Schädel ragt“ sollten sie bis nach dem Absprung warten, das verbessert das Klima unter denen, die springen sollten und unter der Reinigungsmannschaft, wenn ich mich anpisse, dann müssen die das putzen.“ Laut lachend klopfte Reeston dem Turianer auf die Schulter „Glaub mir, wenn du wüstest was ich weiß, würde es dir noch viel schlimmer gehen“ antwortete er. Schockierte Blicke von allen Soldaten hafteten an ihm. „Also, wir sind da, sobald das grüne Licht hier angeht“ er tippte auf eine Lampe neben der hochgeklappten Rampe, die neben ihm war „geht die Tür hier auf und ihr werdet einer nach dem anderen springen, bis alle draußen sind oder die Lampe auf Rot wechselt. Sobald ihr unten seit, verlasst ihr sofort die Bahn und sammelt euch bei der Flagge. Dort werdet ihr neue Befehle oder Rollstühle erhalten, falls nötig.“ Reeston schien es saukomisch zu finden ihnen Angst einzujagen. „Noch Fragen?“ „Nein Sir“ kam die Antwort der Soldaten. Sie tauschten nervöse Blicke aus. Die Leuchte sprang auf grün und die Tür öffnete sich. 

Man soll ja immer dan aufhören wenns am schönsten ist also....^^ ich hoffe das es euch gefallen hat und mache mich dan mal ans nächste Kapitel^_^

Modifié par elitedefender2, 23 février 2013 - 02:17 .


#446
Kieferbruch

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Not_Zero wrote...

habt ihr hier auch Probs mit Feedback? Scheint ja eine Massenbewegung hier im Forum zu sein ^^


Ersteinmal vielen Dank für die Erklärung =D
Mit dem Probelm, kann ich nur für mich sprechen. Mein Problem ist zu wenig Zeit, um ein außführliches Feedback zu schreiben. Daher muss sich elite leider mit kurzen Rückmeldungen zufrieden geben. 

@elite: Das bleibt nicht ewig so. Du kriegst wieder deine Feedbacks ;D

#447
NoIdeas00

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Ich könnte auch immer ausführliches Feedback geben,aber da müsste ich ja Tagsüber lesen.

Aber ich les das ja immer im Bett,bevor ich schlafen gehe und dann lass ich das so sacken.
Am nächsten Tag ist die Begeisterung wieder weg und dazu auch noch einige Kritikpunkte, welche im Traum liegen gelassen wurden ^^

Und es ist immer das gleiche ,wenn ich Feedback schreiben möchte : "Mhm...doch keine Lust"
Bei elite ist es nicht so schlimm,dem kann ich ja hin und wieder mündlich Feedback geben und wenn ich mal nichts sage,geht er davon aus , dass alles gut ist ( hat er auch recht) 

Das tut mir dann irgendwie für die Autoren leid,mit denen man privat nichts zu tun hat... und wenn dann noch alle anderen auch kein Feedback schreiben,dann ist es ja umso schlimmer(aber spätestens dann würd ich eins machen,wenn eine gute Geschichte versauert)

Gibt ja so viele Geschichten ( z.B. auch die von Pain) wo ich mir nachts so denke : "Hm...das ist jetzt nicht so gut gelungen" und am nächsten Tag erscheint mir das nicht mehr wichtig ...


Da kommen wir wieder zu der Schleichwerbung, dass auch bisher unbekannte Leute mal ruhig ein Feedback abgeben könnten, da ich ein schrecklicher Unmensch bin , der irgendwie nie ein Feedback in schriftlicher Form abgibt
Und wenn nicht Feedback,dann vllt ein Lob ^_^


Und nun ärger ich mich , dass ich mit der Textlänge weit übers Ziel hinausgeschossen bin... <_<

#448
Rabenkopf

Rabenkopf
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vll kannst du ja beim nächsten Kapitel von Pain (wo ja wieder Main Quest vorkommt) das Feedback schreiben, statt das ich das tue ^^
Was hälst du davon? :-)

#449
NoIdeas00

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Mhm,also die Kapitel kommen ja meist abends raus...wobei,auch wenn es mittags kommt lese ich es abends... ^^

Bei Pain ist es auch nicht so drastisch,du gibst ihm ja schon sicherlich einen Moral-Boost , aber fürs erste kannst du wie üblich dein Feedback schreiben und ich füge da ggf. noch paar Sachen an ^^

#450
Rabenkopf

Rabenkopf
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ich denke darüber nach ;-)