Super Awesome Stories: Aftershock, Sense of Smell, Bleeding Memories, Salvation etc.
#451
Posté 20 février 2013 - 06:01
#452
Posté 20 février 2013 - 06:03
#453
Posté 22 février 2013 - 08:54
Kleine Anmerkung meinerseits. In meinem Feedback, werde ich mich direkt und indirekt auf das 24. und womöglich auf vorangegangene Kapitel beziehen. Aus diesem Grunde, würde ich allen Lesern, welche Kapitel 24 und / oder alle vorherigen Kapitel, noch nicht gelesen haben, zwei Dinge empfehlen:
1. Lest das Kapitel / alle bisherigen Kapitel, es lohnt sich!!!
2. Lest mein Feedback, erst wenn ihr Empfehlung 1 erfüllt habt
Hi elite,
nicht nur du hast mal Verspätungen ^^ aber ich hoffe du kannst es mir verzeihen
Es ist kürzer, da mir leider die Zeit fehlt, um ein ausführliches Feedback zu verfassen, doch es wird wiederkommen.
Also los gehts.
Ein super Kapitel der Auftritt von Cassandra und Jenni war sehr willkommen =D (Insider zwischen elite und mir)
Dass die Javlin deine Lieblingswaffe ist, merkt man. Die Waffen und das Schießtraining hast du auf jeden Fall super in Szene gesetzt. Hinzu kommt auch noch dass du viele Waffen benannt hast, so merkte man sehr schön, dass die BDF nach anderen Regeln spielt. Die Emotionen hast du wie so oft schön getroffen, an dieser Stelle gefiel mir besonders die Stelle zwischen Joshua und Tanja. Sehr gute Wortwahl, mit einer exzellenten Formulierung. Beim Schießtraining, gefiel besonders, dass Jenni gegen Shalera "verlor". Auf diese Weise, wirkt sie nicht überlebensgroß, sondern noch immer wie das was sie ist, eine gute Soldatin, aber von ihrem wahren Potenzial noch weit entfernt.
Die Ausbildung mit der Asari, war 1A. Der Rassismus war gut herauszulesen und ich hoffe, dass Jenni dieser Asari noch zeigt, wo der Hammer hängt. Und zwar richtig!!! =D
An dieser Stelle wurde auch der Drill des Trainings sehr gut deutlich. Dies wurde auch deutlich, als Jenni durch den Parcour gehetzt wurde. Eine sehr schöne Stelle, die sehr unangenehm gewirkt hat. Die Wahl des Wetters unterstrich dies hervorragend.
Enden tust du wie so oft, sehr spannend, auch wenn ich es hier begrüßt hätte, wenn Jenni, als Anführerin, vorgetreten wäre. Allerdings ist es so auch nicht vom Nachteil, da Jenni so nicht übertrieben erscheint. Kommt halt auf das eigene Empfinden an, also nicht falsch verstehen
Reeston hast du wieder super getroffen. Ich mag ihn. Er ist mir sehr sympatisch
Ich bin sehr auf den weiteren Verlauf gespannt, doch ich hätte noch eine Frage: Kiara ist ja beim Parcour herausgenomen worden. Kam sie nachher bei den Biotikübungen wieder dazu? Oder hat sie ein anderes Training in der Zeit?
Auch hätte ich noch zwei Anmerkungen.
1. Einmal hast du das Wort "Rasse" genutzt. Ich persönlich schneide mich nicht daran, doch andere womöglich, da dieses Wort gerade in Deutschland sehr negativ behaftete ist. Ich will dich damit nicht kritiesieren oder dir gar etwas vorwerfen, ich wollte dich nur drauf aufmerksam machen, dass einigen Leser, das Wort "Spezies" besser gefallen könnte. Das meine ich wirklich nicht böse.
2. Die fehlenden Namen bei den neuen Ausbildern, haben kurzzeitig die Atmosphäre gedrückt. Ich weiß wie schwer es ist, die passenden Namen zu finden, doch es wäre ganz schön gewesen. Versteh mich jetzt nicht falsch! Im Gesamtkontext ist das völlig unwichtig und beeinträchtigt die Geschichte nicht im Geringsten, doch ich kann bei dir halt nur Einzelheiten kritisieren. Mehr gibst du mir ja nie!!!
=D
Es ist wieder einmal ein super Kapitel geworden und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.
Ich bedanke mich sehr für diese fabelhafte Leistung und für die Freundlichkeit, diese Geschichte mit uns allen, mich eingeschlossen, zu teilen.
Vielen lieben Dank. Sei stolz auf diese Leistung und ich hoffe noch auf viele wundervolle Kapitel. Wie du wundervolle Kapitel schreiben kannst? Bleib wie bisher und es ist mehr als nur wundervoll!!!
Schöne Grüße Kieferbruch
Modifié par Kieferbruch, 22 février 2013 - 08:56 .
#454
Posté 22 février 2013 - 10:32
Ich bedanke mich für das Lob.
Für deine Kritik bedanke ich mich auch sehr, ohne deine Frage wäre es mir gar nicht aufgefallen das ich da wolmöglich was vergessen habe.
Also zu der Frage wegen Kiara. Ja, da waren alle Dabei, am Anfang waren es ja 3 mal 15 Soldaten einer ist in die Luft geflogen und einige sind danach gegangen. Es waren etwa 40 Ausbilderinnen, das geht ziemlich auf. Nicht falsch verstehen, so sah das ganze in meinem Kopf aus, wenn da was unlogisch erscheint kann das durchaus sein. Ich werde mir das ganze sonst noch einmal anschauen und anpassen falls mir eine passender Formulierung gelingt.
1. Also soweit habe ich (Schweizer ^^) gar nicht gedacht. Ich werde mich achten und das Wort sonst ersetzten, ich will ja niemandem zu nahe treten. Obwohl ich der Meinung bin das man die Vergangenheit langsam ruhen lassen sollte. Daraus zulernen ist wichtig, aber anderen aus der Vergangenheit einen Strick zu drehen oder darauf rum zureiten finde ich falsch. Auch das ist nur meine Meinung mit der ich weder dir noch sonst jemandem auf die Zehen treten möchte.
2. (Fehler behebung) Ich habe jetzt erst (SCHANDE ÜBER MICH¨!
Danke noch mal^_^
Modifié par elitedefender2, 23 février 2013 - 02:24 .
#455
Posté 23 février 2013 - 02:29
Wobei viele Länder immer noch genug Leute haben,die es nicht ruhen lassen wollen.
Merk ich ab und zu bei Xbox live , wo ich nach spektakulären Siegen in einen Spiel erstmal als Naz* angeschrieben werde oder auch wenn ich verliere,damit sie mir das nochmal unter die Nase reiben können .
Direkt mal Deutschland aus dem Profil rausgenommen und schon beleidigen die Deppen normal ( auch nicht wirklich Grund zur Freude
Und für die Meinung muss man auch kein Schweizer sein
Modifié par NoIdeas00, 23 février 2013 - 02:30 .
#456
Posté 24 février 2013 - 03:38
P.S. @elite: Damit solche Kleinigkeiten wie mit den Namen auffallen, sind kurze Rückmeldungen da ^^
#457
Posté 24 février 2013 - 05:58
#458
Posté 24 février 2013 - 06:35
Wünsche dir eine gute Besserung und du solltest dir viel Ruhe gönnen.
Dein Körper braucht sie.
Also alles Gute und keine Bange. Wir werden warten!
#459
Posté 24 février 2013 - 06:54
elitedefender2 wrote...
Ich melde mich mit einer unangenehmen Botschaft. Ich wollte eigentlich heute die Geschichte posten hab mir aber ne Grippe mit 39 Grad Fieber eingefangen. Dadurch war ich heute nicht in der Lage das Kapitel abzuschliessen. Ich bitte um Verständniss
Gute Besserung, der Thread läuft schon nicht weg
#460
Posté 24 février 2013 - 08:11
#461
Posté 24 février 2013 - 08:23
No-I wie geht es Zery?
#462
Posté 24 février 2013 - 08:31
#463
Posté 24 février 2013 - 08:37
und willste mitabstimmen?
#464
Posté 24 février 2013 - 08:43
Aber ich denke, dass ich das heute Abend noch lesen werde : )
So,genug ot
Modifié par NoIdeas00, 24 février 2013 - 08:44 .
#465
Posté 24 février 2013 - 09:08
Modifié par Big-Boss687, 24 février 2013 - 09:19 .
#466
Posté 25 février 2013 - 09:16
Draco Ordinis wrote...
Gute Besserung, der Thread läuft schon nicht wegTop was ich bisher gelesen habe!
Danke, das freut mich zu hören.
Big-Boss687 wrote...
Ähm, Elite, - wenn ich fragen darf - wie weit wird sich deine kleine Geschichte denn noch ungefähr erstrecken?
Phu, schwer zu sagen da sie sich laufend verändert. Mir kommen immer mal wieder neue Ideen die ich einbauen könnte. Eine Grobe Schäzung: Ich wür sagen 40 Kapitel, die bereits veröffentlichten mitgezählt werden schon sein. (angaben ohne Gewähr)
#467
Posté 26 février 2013 - 04:41
Ich will gar nicht lange um den heissen Brei rumlabern darum bitteschön.
Kapitel 25
Draußen fiel immer noch massig Regen und der Fahrtwind ließ es aussehen, als ob sie in einen tobenden Sturm hinausspringen sollten. Unweigerlich verkrampfte sich etwas in Jennis Magen bei dem Gedanken, dass sie da rausspringen sollte. Selbst als sie aufstand, um einen Blick über die Kante zu werfen, konnte sie den Boden nicht erkennen, obwohl es noch hell war. Der Himmel war von den Wolken verdunkelt, doch sie konnte die Wälder um sie herum noch erkennen. Erst in beunruhigender ferne tauchte die Landebahn, auf der sie landen sollten, auf. Garonn trat zum Colonel an den Ausgang und sah vorsichtig aus dem Transporter. „Oha, ich dachte sie sagten 15 und nicht 150 Meter“ meinte er erschrocken. „Das hier sind 15 Meter“ antwortete Reeston ernst „Konzentrier dich, wenn du springen willst musst du das jetzt tun ansonsten soll der oder die Nächste hier hin treten.“ „Nein Sir, nicht nötig. Ich brauche nur ne Sekunde.“ Der Turianer atmete einmal tief durch und holte einen Schritt Anlauf. Ein blauer Schleier formte sich um ihn herum. „Oh ****“ waren die letzten Worte, die seine Kameraden von ihm hörten. Mit einem kleinen Sprung verschwand er draußen im Regen. Sofort forderte der Colonel den nächsten auf abzuspringen. Einer nach dem anderen trat an die Rampe und sprang nach draußen. Viele mussten erst noch einmal durchatmen oder sich eine Sekunde lang sammeln. Je näher ihr eigener Absprung kam, desto nervöser wurde Jenni. In ihrem Kopf begannen Gedanken herumzuschwirren, die sie gar nicht in ihrem Kopf haben wollte. „Was ist, wenn etwas schief geht? Was ist, wenn ich mich nicht auffangen kann? Werden es alle schaffen? Was ist wenn Kiara etwas zustößt?“ Sofort stockte Jenni. Sie drehte sich zu ihrer Freundin, welche drei Sitze neben ihr saß um. Verzweifelt suchte Jenni Blickkontakt. „Nächster!“ rief Reeston im Hintergrund. Nun endlich bemerkte Kiara Jennis Blick und erwiderte ihn. Also ob sie spüren würde, was ihre Freundin fühlte, fing sie um diese zu beruhigen an zu lächeln. Jenni lächelte ebenfalls verlegen, in ihr drin entbrannte nun ein Konflikt. „Mach dir keine Sorgen, sie ist genauso gut wie du, ihr werdet das beide schaffen.“ „Und was ist wenn sie stirbt? Was wäre das letzte, was du zu ihr gesagt hast?“ „Sowas darfst du gar nicht erst denken!“ In ihrem Kopf überschlugen sich die Stimmen. „Der Nächste“ rief Reeston wieder. „Wir sehen uns unten Chef“ riss Marcel sie aus ihren Gedanken. Er war der letzte der vor ihr stand und ging nun zur Rampe. Jenni spürte ihr Herz in ihrem Hals, Adrenalin schoss durch ihre Adern. Sie begann instinktiv alles um sich herum auszublenden und fokussierte sich auf das, was ihnen beigebracht worden war.
„Konzentriert euch, ihr müsst perfekt vorbereitet sein, wenn ihr einen solchen Sprung aus einer größeren Höhe überleben wollt. Also, ihr ladet eure Barriere so stark auf, wie ihr nur könnt und nachdem ihr abgesprungen seid, sofort wenn ihr keinen Kontakt mehr mit dem Schiff habt konzentriert ihr eure gesamte Barriere auf den Bereich unter euch. Der nächste Schritt ist schwer, ihr müsst durch ein biotisches Feld eure eigene Masse zu reduzieren versuchen, das wird einige Übung brauchen aber euch besonders bei hohen Absprüngen helfen. Ihr dürft euch nicht verkrampfen solange ihr fallt. Bleibt locker, bis kurz vor dem Aufschlag, dann spannt euch an und leitet die Aufprallenergie, die durch eure Barriere schießt, nach oben weiter in euren Arm und nutzt sie um eine Nova zu entfachen. Wenn euer Timing hier nicht perfekt passt, dann werdet ihr das zu spüren bekommen… und wir reden hier nicht von Verstauchungen und Prellungen, wir reden hier von zersplitterten Knochen, zerquetschten Organen, inneren Blutungen, Querschnittslähmung oder einem grausamen schmerzhaften Tod vor den Augen eurer Freunde.“ Der Colonel wartete einen Moment um die Worte wirken zu lassen. „Ihr werdet genug Zeit haben das hier zu lernen, Angst zu haben ist natürlich, Angst macht euch Menschlich, im übertragenen Sinne. Doch eure Angst zu überwinden macht euch zu dem, was ihr werden könnt. Soldaten, Kriegern und vielleicht sogar Helden. Doch bevor das soweit ist, gibt es noch viel zu lernen.“ Jenni hatte damals höllisch Angst gehabt, sie hatten bereits einige Mal geübt, aber sechs Meter auf einen mit Kieselsteinen bedeckten Platz waren verdammt hoch, wenn man denn einmal auf dem Turm stand. Sie hatte einige Zeit mit sich gerungen, bevor sie schließlich sprang. Das Gefühl des freien Falles war mehr als unangenehm gewesen und sie hätte am liebsten laut aufgeschrien, hatte sich aber beherrscht, um sich nicht zu blamieren. Sie wollte nicht mehr das kleine Mädchen sein, das rumkreischte. Als sie den Boden auf sich zu rasen sah, ging alles ganz schnell. Ihr Körper tat, was ihm hunderte Male gezeigt und eingetrichtert worden war. Eine biotische Schockwelle breitete sich um sie herum aus und schleuderte die Kieselsteine, welche auf dem Boden gelegen hatten, wie kleine Geschosse durch die Luft. Als Jenni sich wieder aufrichtete, prasselten die kleinen Steine in einigen Metern Entfernung zu Boden. Erleichtert und glücklich es Überstanden zu haben, trat sie zurück zu der Gruppe. Reeston sah sie an und meinte zufrieden „Nicht schlecht Parker…“
„Parker, los jetzt!“ Jenni wurde aus ihrer Konzentration gerissen. Sie saß noch immer auf ihrem Sitz. Erst jetzt bemerkte sie dass Marcel bereits weg war. Alle sahen sie an. Eilig sprang sie auf und ging zackig zu Reeston. Nach einem letzten Blick zurück in den Transporter trat sie an die Rampe und warf einen Blick nach unten was sie auch sogleich wieder bereute. Der Boden schien ewig weit entfernt zu sein. Sie konnte die kleinen kraterähnlichen Flecken auf der Landebahn erkennen. Dort waren ihre Freunde gelandet und ihre Nova- Schockwellen hatten den Kies von der Bahn gefegt. „Bereit?“ fragte Reeston und sah sie an. Jenni nickte, holte einen Schritt Anlauf und atmete tief durch. Sie baute ihre Barriere auf und steckte all ihre Kraft hinein. Ein pulsierender blauer Schleier bildete sich um sie herum. Mit zwei schnellen Schritten erreichte sie die Kante, jetzt gab es kein Zurück mehr. Sofort spürte Jenni, wie ein starker Luftzug sie erfasste und an ihr rüttelte. Für einen ganz kurzen Moment schienen die Regentropfen still zu stehen, wie kleine schimmernde Perlen in der Luft zu schweben. Im nächsten Moment streckte die Schwerkraft ihre gnadenlosen Pranken nach Jenni aus. Die kleinen Wassertropfen flogen an ihr vorbei nach oben und Jennis Magen schien in ihren Schädel hoch zu rasen. Das Blut pochte durch ihren Körper, sie wollte schreien, doch es ging nicht. „Mach jetzt keinen Fehler!“ war der einzige Gedanke, der ihr durch den Kopf schoss. Immer schneller schien der Boden auf sie zuzurasen, doch der Fall dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Sie hob ihren rechten Arm um die Nova auszulösen, plötzlich spürte sie einen Widerstand. Es ging zu schnell als sie genau realisieren konnte was geschah. Das Donnern einer Biotischen Entladung und der herumspritzende Matsch und die Kieselsteine waren das erste was sie nach ihrer Landung vernahm. Sofort richtete sie sich auf und kontrollierte ob noch alles an ihr dran war. Sie hatte keine Schmerzen, ganz im Gegenteil. Ihre Beine fühlten sich zwar etwas wacklig an und sie zitterte am ganzen Körper doch das Adrenalin sorgte für ein absolutes Hochgefühl. Sie spürte wie ihr ganzer Körper kribbelte und in ihren Händen pochte das Blut. Ihr Atem war schnell, der Puls raste und ein kalter Schauer durchfuhr sie, als sie sah wie hoch der Transporter war. Der Adrenalinrausch war stärker als jeder andere Kick zuvor, einerseits geradezu unbeschreiblich, andererseits auch unheimlich. Noch immer durcheinander nahm sie ein schwaches blaues leuchten am Himmel war. Einer ihrer Kameraden war gesprungen. Der Anblick fesselte sie, die Umrisse des Menschen waren nur schwach zu erkennen. Die erst Runde Barriere um seinen Körper wurde schnell nach oben hin gezogen und verlief spitzer werdend nach oben, ähnlich einem Regentropfen. Je schneller der Körper wurde, desto wilder und stürmischer wurden die erst kleinen, dann schlagartig wachsenden Wirbel auf der Barriere. Es sah aus, als ob ein, in einem blau lodernden Inferno, eingeschlossener Mensch vom Himmel fallen würde. In einem heftigen Aufschlag wurde Schlamm und Stein umhergeschleudert. Obwohl Jenni fast zehn Meter von dem Landepunkt entfernt war, trafen sie Schlammspritzer. Aus Reflex hob sie ihre Hand, um sich zu schützen. In ihrem Kopf setzten sich die Bilder ihrer eigenen Landung zusammen. Sie hatte gar nicht mitbekommen, wie heftig ihr eigener Aufprall gewesen war. Gerade als sie sich umdrehen wollte und zur Flagge zu gehen stellten sich ihr die Nackenhärchen auf und ein kalter Schauer rann über ihren Rücken. Ein markerschütternder Schmerzensschrei hallte durch ihren Helm. Sofort fuhr Jenni herum und sah sich um. Der nach ihr gelandete Soldat war nicht aufgestanden, etwas stimmte nicht. Ohne weiter nachzudenken rannte sie los in Richtung ihres Kameraden. Weiter entfernt am Himmel sprang der nächste Soldat. Der regen prasselte gegen ihr Visier, als sie die Zehn Meter zu ihrem Kameraden überwand. „Aaaaaah!“ Entsetzt blieb Jenni stehen, ein neuer Adrenalinschwall ergoss sich in ihren Kreislauf. Jeremy, ein junger Mann, den sie bereits einige Male auf der Akademie gesehen hattebevor sie beide zur BDF gegangen waren, lag am Boden und hielt sich unter Qalen schreiend das rechte Bein. Der Anblick war grässlich, das Material zwischen der unter und Oberschenkelpanzerplatte war zerrissen und da wo eigentlich das Knie sein müsste, ragte gut eine Handbreite der Unterschenkelknochen des jungen Mannes heraus. Die Kniescheibe hing noch nach an einer dünnen Sehne herunterbaumelnd an seinem Oberschenkelknochen. Ein Teil des Gelenkes war abgesplittert und aus den aufgerissenen Muskeln quoll ein ganzer Schwall Blut. „****! Jeremy bleib ruhig, nicht bewegen, die Sanitäter sind gleich hier!“ Der junge Mann schien sie gar nicht gehört zu haben, er schrie noch immer wie am Spieß. Sein Gesicht war ganz bleich und er zitterte. Es brannte Jenni unter den Fingernägeln ihren Kameraden so zu sehen. Sie hatte Jeremy nie sehr gut gekannt, aber er gehörte auch zur Einheit und damit irgendwie auch zur Familie. Endlich kam ein Sanitäter angerannt. Sofort beugte er sich über Jeremys Wunde „Oh Scheisse!“ fluchte er laut, eilig holte er ein Beruhigungsmittel aus seiner Tasche und verabreichte es Jeremy. Dieser schien noch immer in Panik. Jenni beugte sich über ihn, um ihn zu beruhigen. „Jeremy, alles wird gut ok, die Sanitäter helfen dir gleich…“ Als der Sanitäter Jeremys Bein etwas bewegte schrie dieser auf und packte Jennis Unterarm. Diese erschrak ordentlich und zuckte zusammen. Ein blauer Schleier begann um seinen Körper herum aufzuflackern. „Jeremy...Aah!“ Er drückte seine Hand immer fester zu, aus Sorge was passieren könnte, griff Jenni ein. Mit einem gezielten ordentlichen Schlag gegen das Visier seines Helmes knockte Jenni den bereits etwas weggetretenen Jeremy aus. „WAS SOLL DIE SCHEIßE VERDAMMT?! Willst du ihn umbringen?!“ fluchte der Sanitäter laut, inzwischen eilte ein Zweiter herbei. „Nein, aber seine Biotik hatte ihnen ein Bein ausreissen können, in solcher Panik könnte er einen von uns verletzten oder töten, wenn auch nicht aus Absicht!“ schrie Jenni zurück. Sie hatte gesehen wie eine Asari in Training an der Akademie schwer gestürzt war und sich den Arm gebrochen hatte. Als ihr eine Mitschülerin helfen wollte, reagierte ihr Körpe schneller als ihr Verstand und verteidigte sich gegen den Vermeintlichen Angreifer. Ohne es zu wollen schleuderte sie die Asari zurück und warf sie zu Boden. Dabei passierte dieser glücklicherweise nichts. „Los halt sein Bein fest, wir müssen den Knochen wieder reinschieben, bevor sich der Hohlraum mit Blut füllt!“ Der zweite Sanitäter packte den Unterschenkel des bewusstlosen Jeremy und hielt ihn mit beiden Armen fest. „Kleine, halt seinen Oberschenkel, aber halt ihn gut fest, da machst du nichts kaputt!“ Normalerweise hätte Jenni ihm dafür eine geklebt, dass er sie so angesprochen hatte, sie konnte es nicht leiden so genannt zu werden, aber diese Situation war anders. Sie tat wie ihr gesagt wurde und hielt das Bein ihres Kameraden fest. Was folgte war ein Akt der Gewalt, nur mit viel Kraft konnte der Sanitäter den Knochen zurück schieben, sodass dieser nicht mehr in den Masse herausragte und wieder da war, wo er sein sollte. Das dabei entstehende Geräusch war so abartig, das Jenni mit ihrem Würgereflex zu kämpfen hatte. Es hörte sich an, als ob man eine knorplige schleimige Fleischmasse zusammendrückt und knetet. Es war nicht nur so, das Jenni sich nicht neben der offenen Wunde eines Kameraden übergeben wollte, sie hätte auch gar nicht gekonnt. In einem Luftdichten Anzug mit geschlossenem Helm war es nicht gerade ratsam zu kotzen. Mit Mühe konnte sie verhindern sich zu übergeben, aus Vorsicht zog Jenni jedoch mit einem Ruck ihren Helm aus und warf ihn neben sich zu Boden. Jetzt war ihr verletzter Freund wichtiger, als ihre Körperbeherrschung. „Ich denke, den Rest sollten wir alleine schaffen“ meinte einer der beiden Sanitäter. Jenni stockte etwas, es widerstrebte jeder Faser ihres Körpers einen Verwundeten Kameraden zurückzulassen. „Na los, wir müssen die Blutung stoppen…. Mist, der Scheiß Regen spült das Medigel weg, spann ein Tuch oder sowas…“ Jenni wollte antworten, doch aus Sorge abgewiesen zu werden handelte sie lieber. Mit einer schnellen Bewegung ihrer Arme erzeugte sie eine Barrierensphäre um sie herum. Die Sphäre hatte gerade einmal 3 Meter Durchmesser. Zuerst sah der Sanitäter sie entsetzt an, als er den blauen Schleier um ihren Körper herum sah. Doch dann realisierte er, das nun kein Regen mehr auf sie herunterfiel. Er nickte ihr knapp zu und wandte sich wieder dem Verletzten zu. Jeremy hatte bereits ordentlich Blut verloren. Der Schlamm unter ihm hatte sich rötlich verfärbt und die Hosen der Sanitäter waren bereits verschmiert mit dem Blut ihres Kameraden. Es tat weh einen Freund so hilflos zu sehen. Fragend starrte Jenni den Sanitäter, der zuerst hier gewesen war an. Als er ihren Blick bemerkte sah er erst sie und dann Jeremy an. „Keine Sorge, er wird’s überleben. Ob er jedoch wieder Kämpfen kann wage ich zu bezweifeln.“ Obwohl sich das ganze wie ein Stich ins Herz anfühlte, wusste Jenni, dass es besser war einen Freund an den Zwangsruhestand zu verlieren, als an den Tod. „Mhm“ murmelte die Anführerin der BDF. „Geht’s mit der Barriere? Wir sind gleich fertig“ „Ja, kein Problem antwortete sie. Nach weniger als einer Minute hatten die beiden Sanitäter Jeremys Bein geschient und stabilisiert. „Ein Shuttle trifft hier gleich ein, du kannst dich zu deiner Einheit begeben… na geh schon, du kannst uns vertrauen, wir kümmern uns um deinen Kameraden hier.“ Widerwillig ließ Jenni die Barriere zusammenfallen und hob ihren Helm auf. Sie warf noch einmal einen Blick zurück zu dem leblos daliegenden Jeremy. Von ihrem Glücksgefühl nach der Landung war nun nur noch der bittere Nachgeschmack da. Jenni ließ den Kopf hängen und trottete langsam zu ihren Kameraden, die sie bereits neugierig erwarteten.
„Was ist geschehen?“ fragte Kiara sofort, als ihre Freundin halbwegs in Hörweite war. Als Jenni näher trat, sahen alle sie besorgt an. Kiara trat zu ihr und nahm sie in den Arm. „Ich dachte schon du seist verletzt oder schlimmeres“ seufzte sie erleichtert. Was ist denn geschehen?“ „Es ist Jeremy, er… ich weiß nicht was schief gegangen ist, aber er hat sich schwer verletzt und muss in eine Krankenstation gebracht werden. Sein Bein… es ist… Sein Unterschenkelknochen hat aus seinem Knie herausgeragt. Es…“ sie begann zu husten, konnte sich aber noch einmal fangen. „Es sieht nicht so aus, als ob er bald wieder auf den Beinen ist.“ Sie ließ ihren besorgten Blick durch die Runde wandern, den Anderen schien die Situation genauso unrecht zu sein wie ihr. „Ansonsten sind alle wohl auf? Alles noch dran?“ „Ja, alles ok“ antwortete Selak, die anderen pflichteten ihm bei. „Ok, hat irgendjemand hier weitere Informationen gefunden?“ Jenni musste laut sprechen, um das Heulen des Windes und das Rauschen des Regens zu übertönen. „Ja hier ich. Garonn, der als erster gesprungen war, war auch als erster bei der Flagge angekommen. Ich habe eine Drohne gefunden, Militärstandard. Sie hat die Befehle an mein UW geschickt und sich dann selbst gelöscht.“ Der Turianer holte sein UW hervor und aktivierte selbiges. „Und wie lautet die nächste Tortur?“ Wir müssen zu Fuß zurück zu Basis und uns dort zum Rapport melden.“ „Ok, bringen wir es hinter uns. Zwei Reihen, Marschtempo, mir nach…los!“ Jenni war im Moment weder nach Gesprächen, noch nach Witzen, sie wollte jetzt zurück in die Basis. Sie wollte wissen was mit Jeremy ist und sie wollte antworten auf die Fragen, die sie seit dem Morgen beschäftigten. Wieso wurden sie heute getestet? Was passiert jetzt? Und wieso hat man sie nicht informiert?“ Mit eiligen Schritten machte sich Jenni auf den Weg, ihre Freunde folgten ihr. „Was wird jetzt aus Jeremy?“ fragte Sarjka von etwas weiter hinten. „Die Sanitäter bringen ihn in eine Krankenstation, ich weiß nicht ob die auf dem Stützpunkt dafür ausreicht. Wir werden es sicher erfahren, wenn wir wieder da sind.“ Ihre Stimme war streng, im Moment zählte nur zurück auf den Stützpunkt zu kommen. In weiter Ferne war zu sehen, wie die Sonne langsam mit dem Horizont verschmolz. Die dichten Wolken und der starke Regen ließen jedoch nur ein diffuses Licht von ihr durch scheinen. „Los Leute, es wird gleich dunkel, wir müssen uns beeilen, wir joggen jetzt zurück zum Stützpunkt. Ich weiß ihr seid alle müde, aber je eher wir da sind, desto schneller können wir uns ausruhen.“ Mit geradezu überwältigender Freude wurde ihr Befehl angenommen. Stöhnend und fluchend beschleunigten die Soldaten ihren Lauf. Das schreckliche Wetter und der starke Wind machten das Vorankommen noch mühsamer.
Als sie nach einigen Minuten des Laufens auf eine Lichtung kamen, erhellte ein weißer Lichtschein den Himmel. In dieses seltsame Licht getaucht sah die Wiese für einen Moment aus, als würden sich tausende silbern glänzende Halme im wild brausenden Wind wiegen. Als das grelle Licht wieder erlosch, folgte ein gewaltiger Knall. Nachdem sie Soldaten zusammen gefahren waren, galt die Aufmerksamkeit Jenni, die angehalten hatte. „Überquert die Wiese schnell und mit genügend Abstand, ich glaube nicht, dass einer von euch das Bedürfnis hat Blitzableiter zu spielen!“ Sie verteilten sich etwas und marschierten in zügigem Laufschritt los. Kiara ging einige Meter neben Jenni her. Auch wenn sie so gerne mit ihr gesprochen hätte, musste sie doch professionell bleiben, sie hatte versprochen sich nicht von ihren Gefühlen ablenken zu lassen. Nach einigen Minuten erreichten sie den Eingang der Basis, entkräftet durch den strengen Tag, traten die Soldaten in ihre Unterkunft. Der Rapport würde nach dem Umziehen und duschen stattfinden. Mit schweren Schritten schleppte Arsilia sich in den Gang. „Ich falle gleich tot um“ stöhnte sie erschöpft, als sie begann ihre Rüstung auszuziehen. „Aber bitte so, dass du niemandem im Weg liegst, ja?“ bekam sie von Alex als Antwort. Der junge Mann klopfte ihr auf die Schulter und grinste breit. „Danke für so viel Mitgefühl“ antwortete sie mit sarkastischem Unterton. Jenni trat an den Anderen vorbei in das Zimmer. Noch in voller Rüstung ging sie zu ihrem Schrank, schnappte sich neue Unterwäsche und machte sich auf den Weg zur Dusche. Im Gang angekommen machte sie sich eilig daran Arm und Beinplatten abzulegen, gefolgt von der Brustpanzerung. Als sie fertig war, ging sie zur Dusche. Kiara hatte Mühe mit ihrem Tempo Schritt zu halten. Ihr war aufgefallen, dass mit Jenni etwas nicht stimmte, also lief sie ihr eilig nach. Sie hatte gerade das letzte Panzerungsteil abgelegt, als Jenni in der Dusche verschwand.
Ihr T-Shirt war ganz nass und es klebte förmlich an ihrem Körper. Als sie den Helm auf dem Landeplatz abgelegt hatte, hatte es in selbigen und in ihre Panzerung reingeregnet. Ihre Harre waren ebenfalls ganz nass geworden. Als sie den Helm wieder aufsetzte war ein Teil des Wassers unter ihre Panzerung gelaufen. Sie war gerade damit beschäftigt aus ihrer Hose zu steigen, als plötzlich von vorne zwei blaue Hände an ihren Seiten entlang zu ihren Brüsten hochwanderten und sanft über selbige streichelten. Die Fingerspitzen der Asari strichen sanft über den nassen Stoff der auf der Haut ihrer Freundin klebte. Diese durchlief ein leichter Schauer. Sie konnte jede Berührung, die Wärme von Kiaras Finger und das leichte kitzeln ihrer Fingernägel auf ihrer Haut spüren. „Kalt?“ fragte Kiara unschuldig, als ihre Fingerspitzen langsam Jennis hinauf wanderten. Ein wohliger Schauer durchlief sie, während Kiara sich mehr und mehr den empfindlichen Gipfeln ihrer Brüste näherte und begann sanft über diese zu streicheln. Jenni sah nun auf, Kiara stand ganz dicht vor ihr und ihre Hände waren an Jennis Seiten gelegt. „Im Moment eher heiß“ antwortete diese lächelnd. Sie zog die Asari an sich so dass ihre Körper sich berührten. „Iih, das ist ja total kalt… das erklärt warum du so… angespannt bist. Kiara ließ ihren Blick zu Jennis Ausschnitt wandern. An dem grauen Allianz T-Shirt zeichneten sich alle Einzelheiten des Körpers ihrer Freundin ab. Es kostete Kiara eine Menge Selbstbeherrschung nichts Unüberlegtes zu tun. „Und jetzt?“ fragte Jenni neckisch, als Kiara sie ein paar Sekunden Regungslos ansah. „Jetzt kommt der spaßige Teil“ säuselte Kiara leise und küsste Jenni lange und zärtlich auf den Mund. Plötzlich spürte Jenni eine vertraute Wärme auf ihrer Haut. Etwas warmes, weiches schob sich langsam unter ihrem kalten nassen T-Shirt nach oben. Unweigerlich spannte sich Jenni an, als sie spürte wie Kiara alle zehn Finger ihrer beiden Hände abspreizte und sie alle mit leichtem Druck über ihre Haut wandern ließ. „Was…?“ „Das Auspacken macht schon fast so viel Spaß, wie das spielen selbst, nicht wahr?“ Mit großen Augen sah Jenni ihre sonst immer so brave Freundin an. Diese gab ihr einen zweiten Kuss und ließ ihre Hände knapp unter Jennis Brüsten halten. In dem sie ihre Ellenbogen etwas von Jennis Körper weg drückte brachte sie das T-Shirt zum hochrutschen. Mit etwas Mühe begann sie es ihrer Freundin auszuziehen. Als Jenni ihre Arme hochgehoben hatte und Kiara ihr das T-Shirt halbwegs nach oben ausgezogen hatte, ließ Kiara selbiges los und machte sich stattdessen daran den BH ihrer Freundin zu öffnen. Das tat sie nach Gefühl während sie sich umsah. Als sie sich vergewissert hatte, dass niemand im Begriff war die Dusche zu betreten, schob sie ihrer noch immer hilflosen Freundin den BH hoch. Vorsichtig schloss sie Jennis Knospe zwischen ihre Lippen und lies ihre Zungenspitze darüberstreichen, bevor sie wieder von ihr abließ. Jenni hatte gerade fragen wollen was Kiara mache, als sie bemerkt hatte dass diese ihren BH öffnete. „Kiara…“ weiter war sie nicht gekommen, schon hatte sie die sanfte Berührung an ihrer linken Brust gespürt. Bis zu diesem Punkt hatte sie versucht das T-Shirt loszuwerden, doch nun hielt sie für einen Moment inne. Plötzlich zog jemand das T-Shirt weiter hoch. Als der Stoff ihr Sichtfeld wieder freigab stand eine breit grinsende Asari vor Jenni. „Was sollte denn das gerade?“ fragte Jenni lächelnd. „Ich wollte dich etwas vom tristen Alltag ablenken“ antwortete Kiara noch immer grinsend. Jenni seufzte leise und musterte Kiara. Sie brauchte Kiara nicht zu sagen, wie willkommen ihr eine solche Ablenkung jetzt gewesen wäre. „Und wieso hast du aufgehört?“ „Weil wir sonst gesehen werden“ antwortete Kiara mit gespieltem Entsetzen. „Na du bist mir eine, mir erst Hoffnungen machen und dann doch kneifen. Jetzt werde ich bestimmt rot, wenn ich die anderen unter der Dusche sehe… na ja, wenigsten sieht man es mir nicht ganz so gut an, wie den Jungs, dass ich “angespannt“ bin.“ Kiara kicherte leise und sah Jenni an „Dann solltest du aber besser schnell aus deinem Höschen raus“ meinte sie. Jenni sah eilig an sich runter, ihr Slip war auch nass. „Hei, das ist vom Regen“ antwortete Jenni entschieden. „Jaja“ antwortete Kiara grinsend. „Wirklich!.... Oh, das war wirklich vom Regen der in meine Rüstung gelaufen ist“ begann Jenni sich zu rechtfertigen. „Ich kenne deinen Körper fast so gut wie du selbst, du hast keinen Grund dich zu schämen….“ „Kiara“ brach es entsetzt aus Jenni heraus. „Ich hätte dir jetzt am liebsten gesagt du sollest herkommen und dich selbst überzeugen, aber damit würde ich dir nur einen Gefallen tun.“ Als Antwort erhielt sie ein lächeln. Die öffnete sich und Shalera wollte gerade in den Raum traten als sie die beiden erkannte. „Ich störe hoffentlich nicht“ meinte sie grinsend als sie eintrat. „Nein, wir würden ja niemals mitten in der Dusche was unanständiges tun“ antwortete Jenni so ernst sie konnte. Als ihr Blick den von Kiara streifte liefen deren Wangen lila an.
„Beeilt euch, wir wollen zum Rapport ja nicht zu spät kommen!“ Sie waren gerade alle mit duschen fertig geworden und waren nun daran sich anzuziehen. Jenni forderte sie ununterbrochen zur Eile auf, da sie in 5 Minuten in dem entsprechenden Raum im Stockwerk über der Kantine sein mussten. Sie selbst war bereits fertig angezogen, da sie als eine der ersten mit Dusche fertig gewesen war. Sie hatte ständig zu Kiara sehen müssen und dabei hatte sie sich vorgenommen seriös und vorbildlich zu wirken. „Ok, ich bin soweit“ Ivana war die letzte gewesen, die zum duschen gegangen war. Nun waren alle wieder angezogen und bereit sich zu verschieben. „Dann los“ Die gesamte Gruppe setzte sich in Bewegung. Nach kurzer Zeit waren sie in dem Besprechungsraum, in den sie beordert worden waren. Von allen Ausbildungsgattungen waren jeweils 2 Ausbilder anwesend. Ebenfalls dabei waren Reeston und Eric. „Da wir nun vollzählig sind, können wir ja anfangen. Ihr wurdet heute einer Reihe von Tests unterzogen“ begann der Colonel. „Dies hat einen guten Grund, den werdet ihr aber erst Morgen erfahren. Fest steht jedoch, dass wir die erhaltenen Daten ausgewertet haben. Die jeweiligen Ausbilder werden auch nun kurz Bescheid sagen, was die Auswertung ergeben hat.“ Er trat etwas zurück und einer der Turianer, Tankin trat vor. Neben ihm stand Uleras. „Die Fähigkeiten im Umgang mit Schusswaffen sind dem Ausbildungstand entsprechend. Das einfache Schießen aus dem Stand auf immobile Ziele klappt bereits ganz gut, aber die wahre Kunst ist es auch in der Hektik des Kampfes noch genau zu treffen. Dies werden wir auf jeden Fall noch üben müssen.“ Als Nächstes trat Eric und einer seinerKameraden vor. „Der körperliche Fortschritt den ihr seit eurer Rekrutierung gemacht habt ist markant. Ihr werdet immer belastbarer und immer stärker. Eure Nahkampf Fähigkeiten haben sich auch bereits deutlich verbessert. Es besteht jedoch immer noch Optimierungsbedarf. Ich würde jedoch sagen, dass wir auf gutem Kurs sind.“ Eric lächelte bei den letzten Worten. Nun trat die Asari-Ausbilderin, die Jenni betreut hatte nach vorne. Sie sah Jenni finster an, bevor sie ihren Blick durch die Runde gleiten lies. „Für die, die es nicht wissen, mein Name ist Nikaree“ begann die Asari „Bei der Biotik sieht es leider nicht ganz so berauschend aus. Wir werden dort vorerst den Schwerpunkt setzen müssen. Ihr beherrscht zwar die Grundlegenden Techniken, seit jedoch noch viel zu schwach. Ich bin aber zuversichtlich, dass es innerhalb der vorgegebenen Zeit möglich ist euch angemessen vorzubereiten.“ Nun waren alle Ausbilder mit ihren Rückmeldungen durch. Die Stimmung war ziemlich bedrückt, die Rückmeldungen waren ziemlich ernüchternd gewesen. „Also, morgen werdet ihr das Training fortsetzen, solch Rapporte wir es nun jede Woche geben. Damit werden wir klären wo wir stehen und was wir noch erreichen müssen. Es ist jedoch auch eure Chance euch zu melden, wenn ihr das Gefühl habt, dass ihr noch mehr Training in einem Fachgebiet braucht. Also nutzt diese Chance.“ Reeston trat auf die Soldaten zu und signalisierte ihnen ihm zu folgen. Als sie den Raum verlassen hatten, meldete sich Reeston wieder zu Wort. „Dieses Projekt dürfte noch ziemlich interessant werden. Besonders für euch, jede Spezies meint das sie diejenigen sind, die den größten Teil dazu beitragen und deshalb am meisten zu sagen haben sollten. Ich freue mich schon auf das Durcheinander und die Diskussionen. Jedenfalls ist es so, dass die Allianz für euer körperliches Wohl zuständig ist. Wenn jemand etwas von euch erwartet, dass euer Leben oder eure Gesundheit massiv in Gefahr bringt, solltet ihr den Befehl verweigern. Wenn es um eure Gesundheit geht, sind wir verantwortlich und dementsprechend haben auch wir das letzte Wort.“ „Verstanden“ erwiderte Jenni einige Sekunden Später fügte sie an „Sir, ich habe eine Frage.“ „Nur raus damit“ Nach kurzem durchatmen fragte Jenni ihn „Sir, hier ist so oft die Rede von einem Zeitfenster oder einem Zeitplan, was meinen sie damit? Wieso gibt es einen Termin, an dem wir ausgebildet sein müssen?“ Er zögerte einen Moment bevor er antwortete „Wie ihr wisst ist dieses Projekt von verschiedenen Ratsspezies organisiert worden. Diese erwarten nun Resultate. Wenn wir nicht innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens fertig werden, könnte es sein, dass wir keine Unterstützung der anderen Spezies mehr erhalten. Damit gingen nicht nur hunderte Millionen Credits verloren, sondern auch die Chance an einem Projekt, wo tatsächlich mal mehrere Spezies an einem Strick ziehen, zu arbeiten.“ „Ich verstehe. Wir sind also auch gleichzeitig noch ein Knotenpunkt der Politik.“ „Ich weiß, zu wissen, dass so viele Dinge von einem Abhängen macht es nicht gerade einfacher, aber darüber solltet ihr euch nicht zu viele Gedanken machen. Ihr seid hier, weil ihr Soldaten seid. Die Politik braucht euch nicht zu interessieren.“ Nach einigen Schritten, die sie alle schweigend gegangen waren, hielt Reeston an. „Ihr solltet jetzt besser was essen gehen, nach einem Tag wie diesem wird euch das sicher gut tun.“ „Jawohl Sir“ antwortete Jenni und salutierte kurz. „Ok, kommt wir gehen was essen, bevor die Kantine schliesst.“
Das essen hatte herrlich geschmeckt, es hatte Fischfilets und Reis gegeben. Dazu frisches Gemüse und Salat. Sie hatte das erste Mal an diesem Tag richtig Zeit gehabt über das erlebte zu sprechen. Dabei war der Unmut gegenüber bestimmten Ausbildern, sowie der Absprung aus dem Transporter Hauptthema gewesen. Auch Jeremys Unfall war zur Sprache gekommen. Sie hatte dem Zwischenfall gar noch nicht nachgehen können, da sie nach der Ankunft auf dem Stützpunkt direkt hatten Duschen müssen, um noch rechtzeitig zum Rapport zu kommen. Nun waren sie direkt zum Essen geschickt worden. Jenni war geradezu mit Fragen bombardiert worden. Jeder wollte wissen was geschehen war und was sie gemacht hatte. Erst nachdem sie es etwa dreimal erzählt hatte, schienen es alle gehört zu haben. „Wisst ihr was? Ich bin ja eh fertig mit essen, also gehe ich jetzt mal nach Jeremy sehen.“ „Warte schnell Jenni, ich komme mit“ warf Marcel eilig ein. „Ich kenne Jeremy von der Akademie her länger“ fügte er an. „Ok, er wird sich sicher freuen.“ Sie standen beide auf und stellten ihre Tabletts in den dafür vorgesehenen Wagen. Ihre Freunde blieben noch einen Moment sitzen, um sich zu unterhalten. „Jetzt mal ganz ehrlich, ich verstehe wenn du das nicht vor allen anderen sagen wolltest, aber wie siehts aus? Wird er wieder auf die Beine kommen?“ Jenni warf Marcel einen unsicheren Blick zu. „Ich weiß nicht so recht, sein Bein sah wirklich übel aus und der Sanitäter hat gesagt, dass er vielleicht nie wieder kämpfen könne.“ Nachdenklich sah Marcel zu Boden „Mhm“ antwortete er schließlich. Den Rest des Weges zur Krankenstation gingen die beiden schweigend. Erst als sie vor der Krankenstation an den kleinen, als Empfang dienenden Tisch traten, sprach Jenni wieder. „Egal was wir gleich erfahren, sag den anderen noch nichts, bis das hier nicht wirklich geklärt ist ok?“ „Klar“ Jenni betätigte die kleine Klingel auf dem Tisch. Nach etwas mehr als einer Minute trat eine Frau mittleren Alters aus der Tür neben dem Tisch und begrüßte die Beiden. „Gut Tag, wie kann ich ihnen helfen?“ „Wir würden gerne einen Kameraden besuchen, er ist heute hier eingeliefert worden…“ „Ah, sie meinen sicher den jungen Mann mit dem Kaputten Bein, oder?“ unterbrach sie Jenni. „Ja genau, können wir ihn besuchen?“ fragte Marcel direkt. „Ja, er wird sich sicher freuen. Folgen sie mir bitte.“ Die Krankenpflegerin trat durch dieselbe Türe wieder nach hinten und deutete ihnen an ihr zu folgen. Hinter der Tür war ein kleiner Raum mit Schränken und medizinischem Material. Ohne anzuhalten durchquerten sie den kleinen Raum und gelangten so in ein Patientenzimmer. Darin waren vier Bette, wovon zwei Besetzt waren. Auf dem einen lag ein Soldat, den sie nicht kannten. Er sah zu den beiden neuen Gästen und winkte ihnen mit seinem gesunden Arm zu. Der andere war geschient, an seiner Stirn hatte er eine Platzwunde gehabt, die nun verbunden war. „Hi“ meinte der Soldat lächelnd. „Hallo“ erwiderte Jenni freundlich. Marcel grüßte den Soldaten ebenfalls und warf ihm einen Fragenden Blick zu, gefolgt von einer Geste. Der Soldat verstand diese richtig und hob seinen geschienten Arm. „Bin heute bei ner Übung gestolpert und n Hügel runtergefallen. Ich hab mit meinem Helm den einzigen Stein weit und breit getroffen. Ein gebrochener Arm und eine Hirnerschütterung. Aber hei, es könnte schlimmer sein.“ „Tut mir trotzdem leid für dich, gute Besserung“ „Danke“ Marcel verabschiedete sich von dem Soldaten und trat zu Jenni, welche gerade neben Jeremys Bett getreten war. „Hei Jerry, wie geht’s dir?“ Jeremy lag auf dem Rücken, sein rechtes Bein war mit mehreren dicken Schienen fixiert, das linke lose unter der Decke liegend. „Hei hei hei, diesmal schlägst du mich aber nicht oder?“ Jenni seufzte und sah ihn vorwurfsvoll an. Einen Moment später nahm sie ihn kurz in den Arm. „Du weißt noch, dass ich dich ausgeknockt habe?“ „Ja, und ich danke dir dafür. Ich hätte nie gedacht, dass irgendetwas einem solche Schmerzen zufügen kann.“ „Ich wünschte es wäre nicht nötig gewesen sowas überhaupt zu machen.“ Er lächelte verlegen und begrüßte auch Marcel. „Ich bin ja selber Schuld, hätte ich alles richtig gemacht wäre ich jetzt nicht hier“ meinte er mit wehmütigem Blick aus dem Fenster. „Jeder macht Fehler, du solltest dir nicht alle Schuld selber zuschreiben. Du hattest einfach Pech, dass es dich gerade hier erwischt hat.“ Jenni setzte sich auf den Stuhl neben dem Bett und Marcel lehnte sich an die Wand neben ihr. „Tja, was geschehen ist ist geschehen. Ich kann es nicht mehr ändern.“ „Marcel sah Jeremy an, sein Blick wirkte betrübt. „Was ist denn genau passiert?“ „Ich weiß nicht genau, es ging viel zu schnell. Ich bin gesprungen, wurde von einer Windböe erfasst und geriet in Seitenlage. Ich habs noch geschafft zu korrigieren, war dadurch aber abgelenkt und habe die Landung verpasst. Die Nova ist zwar noch gekommen, aber mein Bein war da schon hin. Aber ich hätte genauso gut tot sein können.“ „Was hast du denn genau?“ fragte Marcel neugierig nach. „Mein Unterschenkelknochen wurde durch den Aufschlag teilweise aus meinem Bein herausgeschoben. Meine Kniescheibe wurde beinahe Abgerissen und so ziemlich jede Sehne und jedes Band an meinem Gelenk sind gerissen. Dazu sind noch an beiden Knochen Teile abgesplittert. Mein Knie muss generalüberholt werden.“ Er lächelte sogar ein wenig, als er das sagte. „Und um deine nächste Frage schon mal vorneweg zu beantworten, ich bin mindestens 2 Monate Gefechtsuntauglich und somit schon mal sicherlich raus aus dem Projekt. Meine Muskulatur reicht danach bei weitem nicht mehr aus und meine im rechten Bein geschwächten Knochen werden sich wohl nie wieder ganz erholen.“ Sofort herrschte Stille in dem Raum. Jenni konnte spüren, wie etwas in ihr hochkam. Sie war normalerweise nicht so emotional, aber diese Nachricht und vor allem wie Jeremy sie aufgenommen hatte, bedrückte sie doch stark. Sie nahm ihren Kameraden fest in den Arm und legte ihren Kopf auf seine Schulter. „Es tut mir so leid für dich.“ Etwas verwundert über die Reaktion seiner Anführerin stockte Jeremy. „Hei, schon in Ordnung, da kannst du ja nichts für.“
„Ja aber es tut weh einen Kameraden so zu sehen verdammt!“ „Naja, vielleicht ist es ja besser so. Besser jetzt, als auf dem Schlachtfeld. Ich meine, ich bin am Leben, ich werde wieder laufen können ,ich werde einen normalen Job annehmen und ein normales Leben führen können. Das ist mehr als einigen anderen Menschen vergönnt ist. Zudem ist das ganze ja noch nicht ganz gelaufen für mich. Ich werde nicht mehr Seite an Seite mit euch kämpfen können, aber ich werde euch immer noch helfen können. Reeston hat sich bereits bei mir gemeldet und mir gesagt, dass ich aus dem aktiven Einsatz raus bin, aber er gab mir eine Alternative. Er hat mir gesagt, dass ich im Informationsapparat mitarbeiten kann.“ Als die beiden ihn fragen ansahen, erklärte er sich. „Vor jeder Mission gibt es eine Einsatzbesprechung. Dabei werden euch so viele Infos und Details wie möglich über Gelände, Truppenstärke und so zur Verfügung gestellt. Ich kann jetzt dort helfen diese Informationen zu beschaffen und für euch auszuwerten. Dadurch kann ich meinen Freunden das Leben wenigstens so ein bisschen leichter machen.“ Jenni hatte sich nun wieder etwas beruhigt und sah ihn lächelnd an „Willst du denn wirklich einen Bürojob?“ Er verzog die Miene „Wollen ist das falsche Wort. Ich habe keine außergewöhnlichen Qualifikationen, ich habe voll auf eine Karriere bei der Allianz hingearbeitet, und jetzt habe ichs versaut. Ich habe gar keine große Wahl. Für nen Job mit großer physischer Belastung engagiert mich keiner aus Sorge, dass ich mich verletzte, wenn sie die medizinischen Berichte lesen. Und für nen Theoretiker-Beruf bin ich zu dumm.“ Jeremy war nun nachdenklich und ernst geworden. „Aber du bist doch nicht zu dumm für einen theoretischen Beruf. Ich bin mir sicher, dass du was finden würdest“ warf Marcel ein. „Ja, aber das hier ist ein super Angebot, der Lohn stimmt, die ganze Anmeldung und alles ist schon erledigt und ich kann nahtlos hinüberwechseln. Bis ihr euren ersten Einsatz habt, habe ich mich schon eingearbeitet und kann mich nützlich machen.“ Jenni stand auf und klopfte ihm auf die Schulter. „Wenn das der Weg ist den du gehen willst, dann freue ich mich darüber, dass du damit einen Weg gefunden hast, der dir gefällt. Ich hoffe sehr, dass wir uns trotzdem ab und zu mal sehen.“ „Klar, ich lass doch meine Kameraden nicht einfach hängen. Wenn ihr mal Zeit habt, würd ich gerne ein Bier mit euch trinken gehen.“ Sie nahm ihn noch einmal kurz in den Arm und trat dann einen Schritt von dem Bett weg. „Na dann, wir werden dich morgen wieder besuchen, die Anderen werden auch immer mal wieder vorbeischauen.“ „Ok, schön zu wissen, dass ihr mich nicht vergesst.“ „Niemals, dafür wird uns deine Abwesenheit viel zu sehr auffallen“ antwortete Marcel grinsend. „Scharmant, wie ein Schlag in die Fresse, nicht wahr Mac?“ „Aber immer doch“ entgegnete Marcel und gab Jeremy einen Handschlag. Als sich die beiden gerade umdrehen wollten, meldete sich Jeremy noch einmal. „Ach und hey Marcel, kannst du die Krankenschwester zu mir schicken?“ „Wieso? Fehlt dir was?“ Der verletzte Soldat begann zu grinsen „Nichts, aber die Schwester ist heiß.“ „Die die uns reingebracht hat?“ fragte Marcel erstaunt. „Nein, sie haben hier noch eine zweite jüngere.“ „Und was soll ich ihr sagen?“ Jeremys Grinsen wurde noch ein Stück breiter „Ach schick sie einfach rein, ich werd mir was einfallen lassen.“ Marcel nickte grinsend und wandte sich der Tür zu, bei welcher Jenni stand und die Augen verdrehte. „Hei und du sagst ihr nichts davon ok?“ diese Frage von Jeremy war an den anderen Verletzten Soldaten gerichtet. „Wieso sollte ich, wenn sie sich zu dir bückt, kann ich ihr auf den Hintern schauen.“ „Ihr Männer seit echt unmöglich“ meinte Jenni, als sie den Raum verließ. „Wieso denn? Wir sind uns schnell und diskret einig geworden.“ Konterte Marcel. Als sie den Raum durchschritten hatten der zwischen der Reception und dem Patientenzimmer lag sah Marcel sich um. Nach kurzem suchen fand er wonach er suchte. Eine junge blonde Frau, wahrscheinlich etwa 25 trat gerade aus dem anderen Patientenzimmer. „Entschuldigen sie, Jeremy hat gesagt ich solle sie zu ihm schicken.“ „Ok, ich werde gleich vorbeischauen“ antwortete die Angesprochene mit charmantem Lächeln.
„Was ist jetzt eigentlich? Willst du es den anderen sagen?“ Marcel sah Jenni erwartungsvoll an. „Ich weiß nicht, eigentlich sollte ich, aber andererseits hätte ich Jeremy zuerst fragen sollen…“ „Er scheint es relativ gut aufgenommen zu haben. Ich glaube nicht, dass er ein Problem damit hätte, dass wir es den anderen sagen… und ich glaube wir schulden es unsere Freunden.“ Jenny sah nachdenklich auf ihre Füße. „Du hast wohl recht“ antwortete sie schließlich und seufzte „Ich hasse es schlechte Nachrichten zu überbringen.“ Der Weg zurück in die Kantine war schnell zurückgelegt. Sehr zu Jennis erstaunen waren die meisten ihrer Kameraden bereits gegangen. Sie trat zu denen die noch hier waren und erzählte, ihnen dass sie mit rüber kommen sollen. In ihrem Kopf versuchte sie das ganze vernünftig zu formulieren, was ihr aber schwer fiel. „Also, es gibt schlechte Neuigkeiten“ begann sie, als alle von ihrer Einheit anwesend waren. „Wir haben Jeremy besucht und… er ist mehrere Wochen außer Gefecht. Dadurch kann er den Trainingsplan nicht mehr einhalten, er ist raus aus dem Projekt.“ Nach den schweren Worten pausierte Jenni einen Moment. „Er verlässt die Allianz jedoch nicht ganz, er wechselt zu einem Bürojob, dessen Belastungen sein geschwächtes Bein gewachsen ist. Er wird nun dafür sorgen, dass wir genug Infos erhalten, bevor wir zu einem Einsatz aufbrechen.“ Bedrückende Stille senkte sich über die Soldaten. Nach einer Weile ergriff schliesslich Sarjka das Wort „Dann ist er ja wenigstens in guten Händen. Ich bin froh, dass er wieder auf die Beine kommen wird.“ „Wir sollten uns jetzt ausruhen, morgen wird bestimmt wieder ein harter Tag.“ Niedergeschlagen von dem Erfahrenen und erschöpft von dem harten Tag, ging Jenni zu ihrem Bett und ließ sich auf dessen Matratze fallen. Nach einigen Sekunden spürte sie wie die Matratze an einer Stelle nachgab, jemand hatte sich daraufgesetzt. „Geht es dir gut? Du wirkst so bedrückt?“ Jenni erkannte die Stimme ihrer Freundin sofort. „Es macht mich fertig, das Jerry einfach so weg vom Fenster ist“ antwortete Jenni. Sie richtete sich auf und setzte sich neben Kiara. Diese legte ihren Arm um sie „Das ist nicht deine Schuld, du kannst da nichts für.“ „Ich weiß, aber es ärgert mich trotzdem“ meinte Jenni leise, als sie ihren Kopf auf Kiaras Schulter legte. Nach einigen Sekunden begann Kiara mit einer ihrer Hände Jennis Nacken zu massieren. „Entspann dich ein wenig. Ich bin mir sicher, dass es dir danach besser gehen wird“ meinte sie lächelnd. „Ok“ erhielt die Asari als Antwort, bevor sich Jenni auf den Bauch legte und die Augen schloss. „Das erinnert mich an früher…“ meinte sie nach einigen Minute neckisch. „So lange ist das nun auch nicht her“ antwortete Kiara lächelnd. „Aber es fühlt sich so an“ erwiderte Jenni und streichelte sanft über Kiaras Bein. „Hei, Finger weg von der Ware, du weißt, dass ich Probleme damit habe mich zu beherrschen, wenn du sowas tust“ flüsterte Kiara in Jennis Ohr. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht drehte Jenni sich auf den Rücken „Das würde mich aber garantiert ablenken.“ Ein leises Piepen lies Jenni aufhorchen. Sie sah auf ihren Nachttisch. Ihr Universalwerkzeug blinkte, jemand hatte ihr eine Nachricht geschickt. Als Jenni sich aufrichten wollte, hinderte Kiara sie daran, indem sie ihr die Hand auf die Schulter legte und sie sanft gegen die Matratze drückte. Sie stand selbst auf und holte das Gerät. „Warrek hat geschrieben… er beginnt morgen mit seinem STG Projekt. Er fliege in etwa 8 Stunden los. Er scheint sich schon wie wild zu freuen.“ Sie zeigte ihrer Freundin die Nachricht, am Ende der Nachricht war ein Smiley, der mit einem breiten Grinsen herumhüpfte, zu sehen. „Ich freue mich, dass es ihm soviel Freude bereitet bei der STG zu arbeiten. Kiara legte das UW wieder zur Seite und sah Jenni an „Ich lege mich dann mal schlafen, und das solltest du jetzt auch tun.
„Aufstehen! Meldet euch in 20 Minuten auf dem Hauptplatz.“ „In voller Ausrüstung“ fügte der Ausbilder einen Moment später an. Sofort machten sich die Soldaten daran sich anzuziehen und sich in den unterirdischen Raum in dem sich ihre Rüstungen befanden zu verschieben. „20 Minuten sind ja wohl ein Witz, wie oft müssen wir das denen noch sagen.“ „Ich weiß auch nicht, ich bin mir sicher sie wissen, dass die Zeit nicht reicht, aber so haben sie wenigstens einen Grund uns anzubrüllen“ antwortete Selak auf Joshuas Frage. „Also los, beeilen wir uns lieber, wir wollen sie nicht länger warten lassen als nötig“ orderte Jenni an. Wie gewohnt teilte sich die Gruppe Geschlechterweise auf und machte sich daran den Sensoranzug anzuziehen. Das gelang mittlerweile relativ schnell, da sie eine gewisse Technik entwickelt hatten. „Was denkt ihr, weshalb fällt der Frühsport heute aus?“ fragte Arsilia nach einer Weile. „Keine Ahnung, vielleicht gibt’s ja wieder so ein Überraschungsprogramm wie gestern“ antwortete Tanja mit nachdenklichem Unterton. „Hoffen wirs nicht, das gestern hat mir ehrlich gesagt gereicht.“ Kiara war bereits fertig damit sich anzuziehen und half nun Jenni deren Anzug zu schliessen. Als die Beiden Gruppen nach etwa vier Minuten wieder in den Hauptraum traten, fiel ihnen etwas auf, was sie vorhin noch gar nicht bemerkt hatten. „Wo sind denn die ganzen Techniker?“ brach es aus Deni heraus. „Das soll dann wohl heißen, dass wir es alleine machen müssen“ Jenni trat zu dem ersten Montageplatz auf dem ihre Rüstung in Einzelteilen lag. „Kann mir jemand schnell helfen?“ „Klar“ antwortete Sarjka auf ihre Frage und trat zu ihr. „Der Rest von euch soll sich auch gegenseitig helfen, es können Theoretisch immer sechs Leute pro Station beim Anlegen der Rüstung helfen. Ich glaube aber, dass das ein wenig zu viel wäre, zwei sollten reichen. Die Restlichen sollen zwischen den Stationen mit dem Anziehen beginnen.“ Wie beordert machten sich die Soldaten daran ihre Rüstungen anzulegen. Die Reihenfolge der Teile war relativ einfach, aber diese dann wirklich anzulegen war komplizierter, als es nach außen wirkte. Bis sie alle ihre Rüstungen anhatten, dauerte es fast 45 Minuten. „Scheiße, der Colonel wird uns den Arsch aufreißen“ fluchte Ivana, als sie sich auf den Weg nach oben machten. „Bei dem Versuch würde er sich den Arm brechen, jetzt hab ich nen Arsch aus Stahl“ rief Alex und tätschelte dabei die Panzerplatte über seinem Steißbein. „Ich hoffe, das ist nicht deine einzige Kompetenz“ prustete Marcel. Die Gruppe trat aus dem Gebäude auf den Hauptplatz, wo Reeston und einige weitere Ausbilder sie bereits erwarteten. „Soldaten!“ reife er knapp und in strengem Ton. „Ja Sir“ antwortete die Gruppe synchron. „Wie euch bestimmt schon aufgefallen ist, habt ihr nicht alle dieselbe Rüstung. Das hat einen guten Grund. Ihr habt alle unterschiedliche Stärken und Schwächen hierher mitgebracht. Dementsprechend werdet ihr auch für unterschiedliche Tätigkeiten eingesetzt. Deshalb wurde gestern auch dieser Test durchgeführt. Bereits in der Grundausbildung begann man euch zu beobachten. Dieser Test diente lediglich dazu diese Erkenntnisse zu bestätigen. Die BDF wird als eine Einheit agieren, doch um effizient zu sein brauchen wir auch hier eine Rollenteilung. Es wird drei Untergruppen geben.“ Reeston trat vor ihnen auf und ab. Nun richtete er seinen Blick auf Jenni. Nach einem Moment ließ er ihn weiter wandern. „Die erste und kleinste Gruppe ist “Schwert“, sie wird aus sechs Leuten bestehen und als Unterstützung dienen. Sie werden als Scharfschützen eingesetzt. Dafür wurden diejenigen von euch, die am besten schießen können und auch unter Stress zuverlässig geschossen haben, ausgewählt. Die zweite Gruppe wird “Dolch“ sein. Sie wird aus 8 Leuten bestehen und besonders für Angriffe von Hinten und schnelle Vorstöße über die Flanken eingesetzt. Hierfür ist besonders Schnelligkeit und Geschick erforderlich. Die dritte und grösste Gruppe wird “Hammer“ sein. Sie werden als Frontkämpfer eingesetzt. Ihre Hauptaufgabe ist es nach der Landung sofort anzugreifen und den Feind sofort zurückzudrängen. Geschwindigkeit wird bei euren Einsätzen eine essentielle Rolle spielen, da ihr meist in Unterzahl seid. Für Hammer ist es besonders wichtig eine große Ausdauer und starke Biotiken zu haben.“ Erneut pausierte er kurz. Er winkte einen der anderen Ausbilder zu sich und fuhr dann fort. „Da ihr Teil von N7 seid, gelten für euch die Standartränge des Militärs nicht im selben Maße. Dennoch freut es mich heute diese Beförderung vornehmen zu können.“ Er holte ein kleines Abzeichen aus dem Kästchen, welches der andere Ausbilder ihm übergeben hatte. „Soldatin Parker, vortreten.“ Jenni tat wie ihr befohlen und trat einen Schritt auf Reeston zu. Er befestigte das magnetische Abzeichen an ihrer Brustplatte und trat einen Schritt zurück. „Ich gratuliere Zugführerin Parker“ Reeston salutierte und Jenni tat es ihm gleich. Ihre Kameraden klatschten kurz und beglückwünschten sie per Funk. „Also kommen wir nun zur Einteilung…“
Damit sind wir leider auch schon wieder durch. Das Nächste Kapitel kommt, wenn ichs denn schaffe am Sonntag:P. Ich hoffe jetzt mal das mir diesmal nicht wieder was dazwischenkommt. So, dan freue ich mich mal auf Feedback und wünsch euch ne gute Woche
Modifié par elitedefender2, 01 avril 2013 - 01:01 .
#468
Posté 26 février 2013 - 05:12
Modifié par elitedefender2, 26 février 2013 - 05:17 .
#469
Posté 26 février 2013 - 05:45
#470
Posté 01 mars 2013 - 08:15
Kleine Anmerkung meinerseits. In meinem Feedback, werde ich mich direkt und indirekt auf das akuelle und womöglich auf vorangegangene Kapitel beziehen. Aus diesem Grunde, würde ich allen Lesern, welche das aktuelle Kapitel und / oder alle vorherigen Kapitel, noch nicht gelesen haben, zwei Dinge empfehlen:
1. Lest das Kapitel / alle bisherigen Kapitel, es lohnt sich!!!
2. Lest mein Feedback, erst wenn ihr Empfehlung 1 erfüllt habt
Hi elite,
wie so oft, ein 1A Kapitel. Ein sehr schöne Einstieg mit dem Wetter und Jennis Gedanken. Ihre Sorge und ihre Liebe zu Kiara werden an dieser Stelle sehr schön deutlich. Die Landung war spannend, aber was war der Widerstand, denn sie spürte? Das erschloss sich mir nicht ganz. Die Sache mit Jeremy war dann hart. Aus medizinischer Sicht, kann ich über das Verhalten nur der Sanitäter nur den Kopf auf den Tisch schlagen, aber aus Leser Sicht, bin ich begeistert ^^. Solche Szenen sind zwar niemals nachzumachen (NIE eine Gliedmaße, Gehirnmasse oder Gelenke wieder einrenken, außer ihr seid Ärzte / dafür ausgebildetes Personal.) aber die Stelle war auf jeden Fall sehr spannend und die Idee mit der Kuppel, war sehr nett. Da es Biotik ist, ist es auch verständlich, warum nichts durch die Kuppel hindurch kommt. (Die Schilde sind nach dem zweiten Buch so konzipiert, dass sie nur bei einer gewissen Geschwindigkeit aktiv werden und Schutz bitten, wie zum Beispiel bei einem Projektil.) Es war auf jeden Fall eine sehr schöne Stelle. Auch wie Jenni sich Sorgen machte und sich relativ weit in ihre Gedanken zurück zog fand ich sehr schön. Allerdings hättest du dies noch durch ein zwei Sätze etwas mehr hervorheben können. Jenni begann recht schnell auf Kiara einzugehen und scheint das Vorgefallene und ihre Stimmung danach etwas außer Acht zu lassen. Solltest du auf dies im späteren Verlauf noch eingehen, so habe ich nichts gesagt.
Zumindest kam an dieser Stelle die Begierde der beiden schön zu Geltung. Sie können nicht von sich lassen ^^
Die kurze Rückmeldung zum aktuellen Stand war sehr nett und vertiefte die Ausbildung noch weiter, da man erkannte, wie weit der Weg noch ist. Freu mich schon aufs Biotik Training.
Jennis Besuch bei Jeremy war ebenfalls fantastisch! Ihr Handeln dort bestärkt mich in der Annahme, dass du auf ihre Gefühle noch eingehen wirst und diese durchaus noch eine Rolle spielen werden. Vielleicht in Verbindung mit ihren eigenen Erinnerungen. Sie erlebte schließlich auch einen Shuttelabsturz mit und Jeremy sprang schließlich aus einem Shuttel ich freu mich!!!
Die Natur des Mannes kam hierbei auch wieder einmal schön zur Geltung. Wer möchte nicht von einer heißen Krankenschwester umsorgt werden? ^^
Es erfreut mich aber auch sehr, dass man in Zukunft noch etwas von Jeremy hören wird. Ich denke, dass er dort wo er nun hingeht noch eine Rolle spielen wird =D
Ebenso wie Warrek. Du würdest die Verbindung zu ihm nicht pflegen, wenn es irrelevant wäre.
Der Zwiespalt, ob die Kameraden es erfahren sollten, war hier sehr schön und gab den Charakteren mehr Menschlichkeit und Tiefe. SUPER!!!
Die Entwicklung zu den Untergruppen gefällt mir sehr und ich bin verflucht gespannt, in welche wer kommt =D und ob damit alle zufrieden sind. (Verweis auf Jenni und Kiara, wenn sie in getrennte Gruppen kommen) ^^
Die Namen der Gruppe hätten meines Erachtens etwas kreativer ausfallen können, da „Schwert“ und „Hammer“ bereits aus Mass Effect 3 bekannt ist. Damit will ich dich nicht angreifen oder verletzten, es ist bloß meine Ansicht dazu.
Das es eine Beförderung gab, gefiel mir sehr *freu*
Bin gespannt wie weit die Soldaten noch aufsteigen. Wenigstens hat Jenni erstmal ihr höhere Stellung sicher und ich wette, von Joshua und so kommen noch einige Sprüche und übertriebenes, aber dennoch freundschaftliches Verhalten Jenni gegenüber. =D
Wieder eine Glanzleistung, auf die du stolz sein kannst und solltest
Ich bedanke mich herzlich bei dir. Und freu mich wie immer auf die Fortsetzung dieser wundervollen Geschichte.
Schöne Grüße Kieferbruch
Modifié par Kieferbruch, 02 mars 2013 - 08:07 .
#471
Posté 01 mars 2013 - 10:21
Mit dem Wiederstand habe ich den Boden gemeint. Eigentlich das Auftreffen ihrer Barriere auf dem Boden.
Das sie danach relativ schnell wieder bei Laune waren klang vielleicht etwas komisch, aber ich habe selbst schon erlebt das manche Leute wenn sie was krasses erleben das erstmal verdrängen.
Die Bezeichnungen der Gruppen wollte ich möglichst einfach halten. Desshalb hab ich sie dem Jeweiligen Stil angepasst. Schwert, präzise und tödliche Schläge, Dolch Schnelle Stiche an den Empfindlichen Punkten. Hammer geballte Kraft und zerstörerische Schläge.
Danke noch einmal für das Feetback und wünsche dir noch einen schönen Abend^^
#472
Posté 03 mars 2013 - 09:42
Ich werde das Kapitel im Laufe der nächsten Woche hochladen, da ich aber noch einmal 2 Abende nothilfe kurs habe wird es wohl erst in der 2. Wochenhälfte sein.
Ich weiss das ist nicht optimal aber ich werde währed der Frühlingsferien dafür viel Zeit zum schreiben haben. Bis dahin wünsch ich nen schönen Abend und ne gute Woche
#473
Posté 05 mars 2013 - 05:56
Sonntag schaffst du bestimmt und wenn nicht : hey,ist dir ja niemand böse :-)
#474
Posté 10 mars 2013 - 04:53
Zur Geschichte selbst bleibt mir gar nicht all zu viel zu sagen. Ausser das ich von jetzt an etwas grössere Schritte machen werde damit nicht all zu viel Langeweile beim Trainingsalltag aufkommt. Falls das jemanden stören sollte, ist das kein Prblem, meldet euch einfach.
So jetzt wünsch ich jedenfalls viel Spass
Kapitel 26
Reeston rief eine Liste auf seinem UW auf. Darauf waren die Namen aller Mitglieder der BDF aufgelistet. Gespannt wartete Jenni darauf, dass ihr Name aufgerufen wurde. Selak und Ivana waren bereits aufgerufen worden, sie waren wie zu erwarten gewesen war bei den Scharfschützen eingeteilt worden. „Kommen wir nun zur Dolch Einheit: Tanja Rainers, Shalera E`nsila, Kiara Nesharis, Jana Berger, Alina Rainors, Nerina Nelveres, Myleria L'asera, Thomas Benner. Meldet euch auf Trainingsplatz 3, ihr werdet dort erwartet.“ „Alle die jetzt noch nicht aufgerufen wurden werden zu Hammer gehören. Ich lese jetzt noch alle Namen die auf der Liste stehen durch, falls ihr nun auch hier nicht aufgerufen werden solltet, meldet das bitte sofort. Dann wärt ihr nämlich nicht in der Liste eingetragen und somit nicht im System eingeteilt. Ihr würdet also keine Ausrüstung erhalten und Sold gäbs auch keinen.“ Nach kurzem waren auch die restlichen Namen verlesen und die Gruppe machte sich auf den Weg in die “Techräume“. Diese waren wohl neu, da sie bis gestern noch keine solchen Räume gesehen hatten. „Was wollen wir den bitte in den Techräumen? Ich dachte wir hätten unsere Ausrüstung schon…“ meinte Deni fragend. „Vielleicht gibt’s noch mehr so geiles Spielzeug.“ Antwortete Joshua grinsend. „Oder sie wollen einen IQ Test machen, um diejenigen, die zu doof sind, als Putzpersonal umzukrempeln. „Hei, ich weiß genau, dass du das auf mich bezogen hast! Nur das du es weist, ich bin halb so blöd wie du denkst“ blaffte Joshua Arsilia an, die ihn mit ihrer Aussage etwas provozieren wollte. „Nur ruhig, wir wissen alle, dass du nicht hier wärst, wenn du ein Idiot wärst“ rechtfertigte sich die Asari beschwichtigend. Der Hauptplatz war noch immer etwas nass vom Regen, der gefallen war. Die Grashalme, die sich außerhalb des Maschendrahtzaunes, in der sanften Morgenbrise wiegten, glänzten golden im Licht der aufgehenden Sonne. Es war noch früh und relativ frisch. In den tiefer gelegenen Regionen welche sie in der Ferne sehen konnten ,lag noch dichter Nebel. Zeit den Anblick zu genießen blieb ihnen jedoch nicht, sie waren zu den Techräumen beordert worden und mussten sich dort nun unverzüglich melden.
„Wirst du Jenni denn nicht vermissen?“ fragte Nerina Kiara provokant. Sie wollte sie aus der Reserve locken, die beiden hatten schon ein paar mal hitzige Gespräche wegen Kiaras Beziehung gehabt. „Nein, ein wenig Abstand schadet manchmal gar nicht, zumindest wenn man das verpasste am Abend nachholen könnte“ entgegnete Kiara frech. Nerina sah sie finster an, was Kiara aufgrund der Maske jedoch nicht mitbekam. „Du würdest also hier auf dem Stützpunkt mit ihr…?“ Die Diskussionen mit Nerina wurden Kiara nun zu blöd, weshalb sie entschied das Gespräch zu beenden „Wieso willst du das wissen? Eifersüchtig?“ Das hatte gesessen, sie wusste, dass Nerina schon seit einer ganzen Weile auf der Suche nach einem Partner war und Jenni ungemein Attraktiv fand. Diese kleinen Zickereien waren zwar nicht professionell, aber sie gehörten genauso, wie die kleinen Machtkämpfe der Jungs, halt dazu. Schließlich waren sie alle noch praktisch Jugendliche. Die Tatsache, dass sie auf dem Papier nun erwachsen waren, änderte nichts daran. Verächtlich schnaubend drehte Nerina sich von Kiara weg und ging schweigend weiter. Von den Anderen schien niemand etwas mitbekommen zu haben, ein weiterer Vorteil des neuen Funksystems. „Wow Leute, hab ich n Knick in der Optik oder steht da wirklich was ich sehe?!“ rief Thomas laut, noch immer vergaßen sie zwischendurch, dass sie nicht zu rufen brauchten, sondern bequem funken konnten. „Was siehst…. Scheiße, ist das jetzt ein Witz oder schon eine Aufgabe?“ fragte Shalera nervös. Die Gruppe stoppte in einigem dutzend Metern Entfernung vor dem Trainingsgelände. „Wartet, greift nicht an, Reeston hat gesagt, dass man uns erwarte und das ist nun mal die einzige Person die uns zu erwarten scheint“ warf Kiara eilig ein. Mit einer unhöflichen Geste deutete Alina an, dass diese Idee schwachsinnig sei. „Ihr wollt da jetzt aber nicht wirklich einfach so hingehen oder?“ „Naja, wir sind acht Biotiker gegen einen Gegner, selbst wenn sie uns angreifen würde, könnten wir sie mühelos töten, auch ohne Waffen.“ Jana ließ einen blauen Schleier um ihren rechten Arm aufflackern. „Bleiben wir erst mal freundlich, aber skeptisch. Ich glaube nicht, dass der Colonel uns so etwas als Falle stellen würde“ meinte Kiara und ging vorsichtig weiter. Langsam näherten sie sich dem vermeintlichen Feind. Die Weibliche grazile Gestalt blieb jedoch unbeeindruckt stehen. Sie schaute von ihnen weg, die Form der Rüstung und das Schwert auf dem Rücken hat es jedoch unmöglich gemacht sie zu verkennen. Bis auf einige Kleinigkeiten sah sie genauso aus wie ihnen die mysteriösen “Phantome“ beschrieben worden waren. Unglaublich schnell, agil, leise und tödlich sollen die Elitekämpferinnen der Cerberus Organisation sein. Keine der Soldaten hatte je ein echtes Phantom gesehen und es verspürte auch keine von ihnen den Drang dies in näherer Zeit zu ändern. Doch nun schien ihnen genau dieser Gegner gegenüber zu stehen. Nicht nur, dass ihre berüchtigten Schwertangriffe extrem gefährlich sein sollen, ihre Technik solle sogar Schilde und Barrieren durchdringen können. Dazu kommt noch, dass ihre Phasendisruptoren auch auf mittlere Distanzen noch viel Schaden anrichten konnten. Das machte sie zu ernstzunehmenden Gegnern, und wenn sie mal unterlegen sein sollten, konnten sie mit Hilfe ihrer Tarnung fliehen oder den Gegnern in den Rücken fallen. Als die Soldaten bis auf einige Meter an ihr Gegenüber herangetreten waren und sich diese immer noch nicht bewegt hatte wurde Kiara langsam unruhig „Hallo?“ fragte sie vorsichtig. Plötzlich ploppten mehrere Markierungen vor den Soldaten auf. Sie waren genau wie diejenigen, die sie selber setzen konnten, nur im HUD ihrer Helme gesehen werden. „Ihr seit noch viel zu laut und zu unvorsichtig, ich konnte euch alle nur anhand eurer Schritte orten, und das ohne euch zu sehen. Ihr müsst darauf achten wo und wie ihr auftretet, auch wenn eure Rüstung schwerfällig und unbeholfen wirkt, ist sie doch genau dafür geschaffen. Experten haben viel Zeit investiert um die entsprechenden Eigenschaften zu optimieren.“ Sie drehte sich um und sah nun die acht Soldaten an, die vor ihr standen. Die Stimme der Frau klang etwas fremd, es war nahezu unmöglich ihr Alter anhand ihrer Stimme einzuordnen und ihr Helm machte es unmöglich ihr Gesicht zu erkennen. „Und sie sind?“ fragte Nerina etwas vorlaut. „Eure neue Ausbilderin in Sachen Nahkampf. Ich werde euch beibringen wie ihr zu Kämpfen habt, um effizient und schnell zu sein.“ Das Erstaunen in den Gesichtern der Soldaten war groß, sie hatten mit vielem gerechnet, aber nicht damit. Erwartungsvoll sahen sie sich gegenseitig an, alle schienen darauf zu warten, dass jemand anderes etwas sagen würde. „In dem Fall ist es uns eine Ehre, Miss….?“ „Ihr könnt mich Nacira nennen und die Ehre ist ganz meinerseits.“ Sie ließ ihren Blick langsam über einzelnen Soldaten vor sich gleiten. „Lasst uns keine Zeit verlieren und gleich anfangen, stellt euch in einem Kreis auf, sodass ihr genügend Bewegungsfreiheit habt…“ Sie streckte ihre Arme zu beiden Seiten aus und bewegte sie etwas. „Macht eure Muskeln warm, sonst holt ihr euch eine Zerrung oder schlimmstenfalls einen Muskelriss.“
Mit einem leisen Zischen ging die Tür auf und gab den Blick ins Innere der Techräume frei. Was Sie dort erblickte erstaunte Jenni und wahrscheinlich auch jeden anderen ihrer Gruppe. Im innere standen mindestens ein halbes dutzend Salarianer und der Lärmpegel glich einen überfüllten Bazar. Erst nach ein paar Sekunden erkannten die Salarianer, dass jemand die Tür geöffnet hatte. Plötzlich war alles Still und Jenni betrat langsam den Raum. „Guten Tag“ grüßte sie freundlich. Die Salarianer hatten sofort von ihren Arbeiten abgelassen und beäugten neugierig die Neuankömmlinge, welche sich in dem Raum verteilten. „Mein Name ist Krinik, ich bin der Leiter der STG-Abteilung hier. Wir sind für die Tech dieses Projektes zuständig“ stellte sich einer der Salarianer vor. „Angenehm, freut mich sie kennenzulernen, ich bin Jennifer Parker.“ Der Anführer der Salarianer trat auf Jenni zu und reichte ihr die Hand. „Wie ich sehe haben sie sich bereits an ihre Rüstungen gewöhnt, die Bewegungen wirken sehr flüssig. Ich hoffe die Rüstung arbeitet so, wie sie sollte.“ Jenni bewegte ihre Arme und Hände ein wenig „Ja, bis jetzt läuft alles sehr gut, ich kann mich nicht beschweren, jemand von euch?“ Fragte sie ihre Kameraden neugierig. Nach einigen verneinenden Antworten begann der Salarianer zu lächeln. „Sehr gut, dann können wir heute ja die restliche Tech davon aktivieren, oder?“ Die neugierige Blicke kamen diesmal von den Soldaten. „Da ist noch inaktives Zeug an unseren Panzerungen?“ fragte Joshua sofort, er war was sowas anging immer sehr neugierig. „Ja, wenn sie mit diesem “Zeug“ sowas hier meinen?“ Einer der Salarianer trat vor, hob seinen Arm vor seinen Kopf. Ohne Vorwarnung schoss eine Zweispitzige Klinge zwischen deren dünnen, konisch zulaufenden Enden, kleine Lichtbogen hin und her sprangen aus seinem Universalwerkzeug heraus. „****, krigen wir alle sowas?“ fragte Joshua sofort hell begeistert. „Das ist eine Universalklinge, eine normalerweise gesperrte Funktion des Universalwerkzeugs. Die Klinge besteht ähnlich wie das Interface des normalen UWs aus Kohlenstoffatomen, diese hier sind jedoch durch ein Energiefeld in Form gehalten und untereinander verbunden, dadurch sind diese Klingen praktisch unzerbrechlich, jedoch nicht dauerhaft…“ Während er das erzählte, verschwand die Klinge wieder und nach ein paar Sekunden aktivierte er sie wieder. „Sie sind aber auch nicht gedacht um zu fechten oder so, sie sind gedacht um im Nahkampf schnell und tödlich agieren zu können.“ Die Tür, durch die sie bereits hineingetreten waren, öffnete sich erneut. Ein Turianer, der eine große Kiste trug, trat hinein und ging zu einem der Salarianer. Er stellte die Kiste vor ihm auf den Tisch und fragte ihn etwas, das Jenni nicht verstehen konnte. Der Salarianer sagte einige Worte zu ihm und zeigte dann auf die Soldaten. Als der Turianer sich umdrehte, um der Hand des Salarianers zu folgen, erkannte Jenni sein Gesicht. Sofort grinste Jenni über das ganze Gesicht. Sie schaltete den Funk ein und wählte in Windeseile alle Soldaten an, die sich in weniger als 20 Metern Umkreis befanden. „Hei, keiner von euch sagt etwas zu Warrek, verhaltet euch unauffällig, ich will ihn überraschen.“ „Warrek?“ fragte Arsilia sofort neugierig. Mit einer Augenbewegung markierte Jenni ihn als “Interessanten Punkt“. Sofort war das Gelächter einiger der Soldaten, die ihn kannten, per Funk zu hören. „Was macht der denn hier? Ist der jetzt etwa bei der STG? Er ist doch ziemlich Kampfuntauglich?“ „Ja, aber er hat mehr Grütze in der Birne, als die meisten von uns“ konterte Arsilia, noch bevor Jenni etwas sagen konnte. „Warrek trat zum ersten der Gruppe, Marcel hin „Einen Moment bitte, ich hebe die Beschränkungen auf ihrem Universalwerkzeug auf, damit sie alle Funktionen in vollem Umfang nutzen können“ meinte er vorsichtig. Marcel nickte schweigend, sie hatten alle ihre Helme mitsamt Masken auf. Sofort machte Warrek sich daran die nötigen Programmcodes zu entfernen. „Also sobald unser Praktikant hier ihre UWs entriegelt hat, können wir eure Klingen testen und sie auf euch persönlich abstimmen.“ Warrek ging der Reihe nach durch, für ein einzelnes UW brauchte er keine 20 Sekunden. Bald war er bei Jenni angelangt, es kostete sie einiges an Beherrschung sich nichts anmerken zu lassen. Warrek konnte sie nicht erkennen und ging, nachdem er ihr UW bearbeitet hatte, direkt zum nächsten Soldaten. „Wir gehen besser in den Testraum nebenan, dort habt ihr etwas mehr Platz, ansonsten wird noch jemand verletzt“ schlug der Leiter der STG Abteilung vor und trat in den besagten Raum. Dort angekommen erklärte er den Soldaten kurz wie sie die Klinge ausfahren können und wie sie sie wieder deaktivieren können. Mit einem Ruck aktivierte sich das Universalwerkzeug an Jennis rechtem Arm. Sie ballte die Hand zur Faust und aktivierte die Klinge, welche nur Sekundenbruchteile später ausfuhr. Neugierig sah Jenni sich das erhaltene Werkzeug an, die Klinge schien absolut nichts zu wiegen. „Nichts anfassen!“ zischte der Salarianer. Deni hatte versucht die Spitze der Klinge vorsichtig mit dem Finger zu berühren. „Die ist mehrere tausend Grad heiß! Dein Handschuh und deine Hand würden davon ernsthafte Schäden davontragen!“ mahnte er den jungen Mann streng. „Also, dies ist die eine Klinge, an eurem anderen Arm befindet sich eine zweite, testet sie auch einmal aus, die Form der Klinge können wir später noch anpassen, doch dafür solltet ihr erst etwas Kampferfahrung damit sammeln.“ Nachdem jeder seine Nahkampfwaffen ausprobiert und der Salarianer sie kontrolliert hatten, wurden sie wieder zurück in den ersten Raum geleitet. Nun würden ihre Interfaces optimal auf sie angepasst werden. Jeder konnte kleiner Personalisierungen vornehmen lassen, um die Bedienung komfortabler zu machen. Der ganze Vorgang hatte bei Jenni etwa 10 Minuten in Anspruch genommen. Nachdem sie damit fertig war, trat sie zu Warrek, der etwas an einem anderen UW am programmieren war. „Turianer, wie heißt du?“ fragte sie mit tiefer und ernster Stimme, als sie in voller Größe vor ihn trat. „Warrek“ antwortete er sichtlich nervös. „Du siehst etwas blass aus um die Nase“ fügte sie an, sie hätte beinahe laut losgelacht. „Wie meinen sie das?“ fragte er verwirrt. Nun nahm Jenni die Maske ab und grinste ihn an „Na so wie ichs gesagt habe natürlich.“ Die Reaktion des Turianers war äußerst amüsant. Im
ersten Moment als er das Gesicht seiner Freundin erkannte, wirkte er erleichtert, sofort kamen jedoch Zweifel in ihm hoch. „Wie konnte es sein, dass Jenni bei einer Einheit war, welche unter solch einer Geheimhaltung stand.
„Jenni?“ stammelte Warrek ungläubig und trat langsam auf Jenni zu. „Wer denn sonst?“ Sie nahm ihn kurz in den Arm und musterte ihn „Was machst du hier?“ „Genau das was ich dir gesagt habe, bei einem STG-Projekt helfen, ich bin hier Assistent und unterstütze unsere Wissenschaftler. Was mich aber mehr interessiert ist, was DU hier machst“ antwortete Warrek. Er wusste zwar das sie bei N7 war aber die Chance das sie genau in der Einheit war die er unterstützen sollte war einfach winzig gewesen. Jenni grinste breit und stellte sich mit offenen Armen vor ihn. „Ich bin die Anführerin der BDF, ich arbeite hier.“
„Ou, das sieht schmerzhaft aus“ meinte Thomas und verzog das Gesicht. Sie hatten mit normalen Aufwärmübungen angefangen, um so ihre Muskeln auf Betriebstemperatur zu bringen und nun sollte ihre Beweglichkeit verbessert werden. „Wenn ihr Steif und verkrampft seid, werdet ihr niemals schnell und leise vorgehen können. Also, werdet locker und versucht mir die folgenden Übungen nachzumachen.“ Nacira hatte sich ebenfalls aufgewärmt, wenn auch mit etwas anderen Übungen. Um zu unterstreichen was sie mit Beweglichkeit meinte hatte, sie sich auf ein Bein gestellt und das andere in einem 180° Winkel dazu noch oben gestreckt. „Das muss ich aber nicht können oder? Ich glaube das geht bei mir gar nicht ohne Knochenbrüche.“ Ein kleines Lachen entwich Nacira und sie drehte sich zu Thomas. „Du solltest deinen Körper nicht unterschätzen, du bist zu einigem fähig, dass du dir nicht zutrauen würdest.“ Sie ging langsam einmal um ihn herum und musterte ihn von oben bis unten. „Wenn sie meinen, aber ich kann den Spagat noch nicht einmal normal.“ „Na dann wird es Zeit, dass sie ihn üben“ meinte Nacira lächelnd und forderte Thomas und die anderen auf dies gleich einmal zu probieren. Myleria tat sich am besten daran, die Asari kam ohne große Schwierigkeiten in den Spagat runter. „Woher kannst du das denn?“ fragte Shalera neugierig. „Ich habe bereits als Kind viel so geübt, ich war damals in einem Turnverein“ bekam sie als Antwort. Nacira half den Soldaten, die sich etwas schwer taten mit Tipps und Tricks, wenn jemand etwas nicht verstand, zeigte sie immer gleich vor was gemeint war. Nach Kiaras Bauchgefühl war sie viel zu nett für eine Ausbilderin und etwas schien auch sonst nicht zu stimmen mit ihr. Es war so ein seltsames Gefühl in ihrer Magengegend. „Was ist? Du wirkst so in Gedanken versunken.“ Kiara fuhr zusammen, die Stimme gehörte Nacira, sie stand direkt hinter. Wie hatte sie das gemerkt? Kiara sah über ihre Schulter nach hinten, ihre Ausbilderin stand da und schien auf eine Antwort zu warten. „Tut mir leid Mam, ich bin gerade etwas weggetreten.“ „Konzentrier dich, das hier ist nicht nur zum Vergnügen verstanden?“ Die Stimme ihrer Ausbilderin klang streng aber freundlich. „Jawohl Mam“ antwortete Kiara, der Schreck steckte ihr immer noch in den Knochen, wie hatte Nacira gemerkt, dass sie in Gedanken wo anders war? Sie hatte kein Wort gesagt und sich auch nicht auffällig bewegt. Immer wieder ließ die Asari den Blick zu ihrer Ausbilderin schwenken, um sicher zu gehen, dass diese sich nicht wieder von hinten an sie heranschleichen würde. Nach etwas mehr als einer Stunde hatten sie diesen Teil des Trainings hinter sich. Nacira forderte sie auf sich auf dem Kiesbedeckten Platz zu verteilen. Sie trat zu einer Kiste die am Rande des Platzes standen und machte sich daran diese zu öffnen. „Kommen wir nun zum eigentlichen Nahkampf, geht vorsichtig damit um, die sind verdammt scharf“ rief ihre Ausbilderin ihnen zu. Nach dem sie die Kiste geöffnet hatte begann sie die darin enthaltenen Schwerter an die jeweiligen Soldaten zu verteilen. Sie erntete skeptische Blicke, als die Soldaten die Schwerter ausgehändigt bekamen. „Entschuldigen sie, aber Schwerter? Wir haben längst Schusswaffen, wieso werden wir denn noch im Umgang mit Schwertern ausgebildet?“ fragte Alina verwirrt. Nacira stellte sich vor die Soldaten und zog ihr Schwert. Mit spielender Leichtigkeit konnte sie mit der Klinge umgehen. Die aufgehende Sonne ließ die hauchdünne Schneide des Schwertes glänzen. Nacira die vorhin noch so ruhig und locker gewesen war, schien nun angespannt und total fokussiert zu sein. Ihre Bewegungen waren fließend und blitzschnell, als würde sie mit dem Schwert tanzen. Alle Blicke waren auf sie gerichtet, wortlos folgten die Soldaten den Bewegungen von Nacira. Nach einigen Sekunden packte sie ihr Schwert, sodass
dessen Schneide in dieselbe Richtung gerichtet war, wie ihr Unterarm. Ihre Füße waren breit auseinander auf den Boden gestellt und sie stand, leicht in der Hocke, den Arm mit dem Schwert zur Seite ausgestreckt, den anderen vor dem Körper in Position, da. Nach einer Sekunde in Kampfstellung richtete sie sich wieder auf und sah die Soldaten an. „Das ist durchaus eine berechtigte Frage. Wie ihr wisst wird eure Aufgabe daraus bestehen dem Feind in den Rücken zu fallen, dafür müsst ihr schnell sein und vor allem leise. Und eine Klinge ist leiser als jede Schusswaffe. Zudem ist das hier ja nicht eure Hauptwaffe, Schusswaffen und Biotiken sind nach wie vor eure Primärwaffen. Das Training hier soll euch darauf vorbereiten, dass ihr im Nahkampf bestehen könnt und heimlich in Feindlichem Gebiet agieren könnt, ohne entdeckt zu werden. Denn auch wenn sie veraltet sein mögen, mit einem Schwert richtest du im Nahkampf wesentlich mehr Schaden an, als von Hand. Nehmt eure mal aus der Scheide und seht euch die Klinge an.“ Wie ihnen befohlen zogen die Biotiker ihre Schwerter, die Klingen waren Grau und glänzte nicht, eine eigentliche Schneide war nicht zu sehen. Der Griff lag gut in der Hand und die Klinge selbst wog nur wenig. „Die Klinge ist aus einer Keramik-Titan-Kohlenstofflegierung gesintert, dadurch ist die Schneide extrem dünn ist. Jedenfalls wird sie wird mithilfe von Magnet und Energiefeldern direkt in dieser Form gesintert, weshalb kein Schleifen Notwendig ist. Dass sie nicht glänzt verhindert, dass jemand die Reflexionen der Klinge sehen kann. Damit könnt ihr die meisten bekannten Rüstungen durchstoßen, ich rate euch jedoch auf die Schwachpunkte zu zielen.“ Nerina sah das Schwert in ihren Händen skeptisch an „Damit soll ich die Panzerplatte einer Rüstung spalten können?“ „Klar, die Brustplatte eines Zenturios werdet ich damit wahrscheinlich nicht entzweien können, die ist mehrere Zentimeter dick, aber mit genügend Kraft und der nötigen Präzision trefft ihr genau die Punkte, an denen die Klingen durchkommen. Zwischen den einzelnen Platten, im Halsbereich und besonders am Rückgrat liegen die wichtigsten Angriffspunkte.“ Schweigend standen die Soldaten einige Sekunden lang regungslos da, bis Kiara schließlich die Frage stellte, die allen durch den Kopf ging. „Ist ein Zenturio ein Cerberus Soldat?“ Mit einem leisen Seufzen sah die Ausbilderin zu Kiara, nun schien sie zu bereuen, was sie gesagt hatte. „Ja, Zenturios sind gut gepanzerte Cerberus Soldaten… und um die nächste Frage gleich vorneweg zu beantworten, ja ich habe diese Informationen aus eigener Erfahrung.“ Sie atmete tief durch und aktivierte ihr UW. Ein lebensgroßes Abbild eines Sturmsoldaten erschien „Jeder Gegner hat andere Schwachpunkte, wenn ihr einmal gut genug mit der Mono-Klinge umgehen könnt, spielt es jedoch keine Rolle mehr wo die liegen. Also, wir werden direkt mit dem Training anfangen. Benutzt euer UW und startet damit eine Drohne, das entsprechende Programm ist mit “Nahkampftraining“ angeschrieben.“
Warrek saß nun schon fast 30 Minuten in der Kantine und wartete noch immer. Er hatte sich bei seinem kurzen Gespräch mit Jenni darauf geeinigt, dass sie sich hier treffen würden. Auch wenn sie gesagt hatte, dass sie wohl möglich länger trainieren müssten, war er nervös. Sie sollte längst hier sein, eine halbe Stunde war schon sehr viel Verspätung. War etwas passiert? Hatte sie ihn vergessen? Er schüttelte den Kopf, sie würde bestimmt bald auftauchen. Kiara hatte er noch nicht gesehen, aber sie war auch hier irgendwo. Jenni hatte ihm eine euphorische Nachricht geschickt, als sie erfahren hatte, dass ihre Freundin auch bei dem Projekt dabei sein würde. Er hatte es bereits vor Jenni gewusst, Kiara hatte es ihm erzählt und sich bereits vorher von ihm verabschiedet. Beim Gedanken daran, dass sie nun genau hier waren, sie trotz der astronomisch kleinen Wahrscheinlichkeit sich wieder zu treffen, nun wieder am gleichen Projekt arbeiteten, musste er grinsen. „Euch werde ich wohl nicht so leicht los“ murmelte er leise, während er mit einem kleinen Stein, der ihm im Schuh gesteckt hatte, rumspielte. Die Bemerkung war, wie er wusste, jedoch sinnlos, da er in zwei Tagen wieder abreisen würde. Der Gedanke daran war bedrückend. Er kannte auf der STG-Basis mittlerweile einige der Salarianer auf freundschaftlicher Ebene und er hatte sogar schon einen Spaziergang mit der Asari gemacht, in die er sich verguckt hatte. „Wir mussten den ganzen Tag unsere Biotiken und unsere Ausdauer trainieren, ein Warp auf der einen Seite des Trainingsplatzes, rüber auf die andere Seite Rennen, dort eine Schockwelle auf das Ziel, wieder zurück rennen und das Ganze noch einmal von vorne. Bis zum Zusammenbruch, diese Asari ist ein echtes Miststück, wenn wir das erste mal eine Kampfübung haben, reiß ich ihr den Arsch auf!“ „Na wir durften den ganzen Tag herumturnen wie die bekloppten, wir wurden von… ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, dass sie ein Phantom ist, ausgebildet. Wir mussten uns verrecken, um “beweglicher“ zu werden und anschließend hat uns die Irre mit nem Stock verprügelt. Hier habt ihr Übungsschwerter, greift mich an… sehr witzig wenn sie dich danach wie ne Furie anspringt. Jana war die einzige, die auch nur annähernd eine Chance hatte, weil sie von früher noch ein wenig mit Schwertern umgehen konnte.“ Warrek kannte die beiden Stimmen, die sich von draußen näherten. „Na und? Wir durften uns im Wald 2 Stunden lang verstecken. Die Ausbilder sind dann durch das abgesperrte Gebiet patrouilliert, wenn sie wen gefunden haben, wurde auf den geschossen. Du konntest dich entweder treffen lassen oder wegrennen, wenn du schnell genug warst, konntest du dich irgendwo verstecken, bevor sie dich erwischt haben, aber diese Rüstungen sind nicht gerade unauffällig.“ Warrek sah zur Tür, nach einigen Sekunden trat Kiara gefolgt von Jenni und Ivana ein. Sie sahen sich kurz um und erkannten Warrek schließlich sofort und machten sie sich auf den Weg zu ihm. Er stand auf, als sie sich ihm näherten. „Hei, siehst also doch noch aus wie früher“ meinte der Turianer lächelnd, als Jenni zu ihm trat und ihn kurz in den Arm nahm. „Wieso? Steht mir die Rüstung etwa nicht? Sehe ich darin etwa dick aus?“ fragte sie mit gespieltem Entsetzten. Warrek klopfte ihr lachend auf die Schulter und begrüßte als nächstes die beiden anderen junge Frauen die zu ihm traten. „Hei schön euch gesund und munter wieder zu sehen.“ „Danke, schön auch dich wieder zu sehen Warrek.“ Er nahm Kiara kurz in den Arm und wandte sich dann zu Ivana. „Ähm …. Ivana oder?“ Schmunzelnd nickte die Schwarzhaarige „Mhm.“ Warrek zögerte einen Moment nahm dann aber auch sie in den Arm. „Also, was macht ihr hier? Die BDF ist doch ein N7 Programm, da können doch nur Elitesoldaten mitmachen?“ „Was soll das denn heißen? Wir sind Elitesoldaten… zwar noch in Ausbildung, aber das ist nicht so wichtig“ protestierte Jenni lautstark. „Oh Verzeihung, das habe ich nicht gewusst“ antwortete der Turianer grinsend. „Wie geht’s euch denn eigentlich? Also wie ist das Leben hier und wie werdet ihr trainiert?“ „Phu“ Ivana strich sich durch die Haare „Schwer zu sagen, wir sind gerade heute aufgeteilt worden und werden nun in den einzelnen Schwerpunkten geschult. Das Einzige was ich mit Sicherheit sagen kann ist, das das Training hart ist. Einige mussten bereits abbrechen, weil sie es nicht durchgestanden haben.“ „Im groben kannst du es so sehen, es gibt vier Haupttrainingsgebiete: Körperliche Fitness, Biotiken, Nahkampf und Schießen. Jeder wird in allem ausgebildet, jedoch nicht im gleichen Maße“ fügte Jenni an. Sofort kamen die Gespräche ins rollen. Nach einigen Minuten kam auch Shalera noch hinzu, als sie sah, dass Warrek in die Gespräche vertieft war, trat sie vorsichtig von hinten an ihn heran. „Na wie geht’s? Ich hoffe du kannst dir deine Termine jetzt merken, bei so einem tollen Kalender.“ Der Turianer war zusammengezuckt, als sie ihm auf die Schulter geklopft hatte, bevor sie zu sprechen begonnen hatte. „Ich hab grad n Herzinfarkt, aber ansonsten geht’s mir gut. Das mit dem Kalender ist da so ne Sache, ich verwende ihn ja, aber sobald ich ihn öffne vergesse ich weshalb ich ihn geöffnet habe…“ „Das nehme ich einfach als Kompliment“ unterbrach die Asari ihn. „So war es auch gemeint“ bekam sie als Antwort. Die Gespräche liefen noch ein paar Minuten weiter, bis Kiara ein Thema anschnitt, welches sie aus Warreks Sicht besser nicht erwähnt hätte. „Also wie läuft das Ganze jetzt zwischen dir und deiner Maus auf der STG-Basis? Bist du mit ihr spazieren gegangen?“ fragte sie neugierig. Warrek sah sie erschrocken an und blockte ab. „Ja, aber das ist ja… können wir nicht über was anderes reden?“ Das Interesse der anderen beiden Frauen war sofort geweckt. „Was denn für eine Maus? Sag bloß du bist verliebt?“ Warrek seufzte langezogen, als er bemerkte, dass er nun nicht mehr um ein Gespräch herumkam. „Also, ich habe auf der STG Basis ein Mädchen… oder eine Frau würde wohl eher zutreffen, kennengelernt.“ „Dabei ist noch wichtig zu sagen, dass sie nur drei Frauen in der gesamten Basis haben“ warf Jenni ein, als Warrek für einen Moment Pause machte. „Nun ja, sie ist hübsch, intelligent und witzig, und da führte halt eines zum anderen.“ „Oh, da ist aber jemand schwer verknallt. Und hast du es ihr schon gesagt?“ „Nein“ antwortete er entschlossen „Wir haben uns gerade erst kennengelernt, ich bin erst einmal mit ihr spazieren gegangen. Aber was erzähle ich da überhaupt, das ist eigentlich privat.“ Jenni legte ihren Freund die Hand auf die Schulter „Du solltest besser weiterreden, wann sind denn schon so viele Asari in der Nähe, die dir helfen könnten? Eine bessere Informationsquelle wirst du wohl kaum finden.“ „Was? Wieso?“ platzte es sofort aus Shalera raus. „Weil sie eine Asari ist und er hier kein besonders erfahrener Romantiker.“ „Ach sooo, ok ich geh schnell rüber und hole die anderen Mädels…“ „Nein! Bitte nicht, ich versinke schon so fast im Boden, wenn wir hier über meine Beziehung reden, bei noch mehr Frauen krieg ich n Kollaps.“ „Ok, dann halt nicht… also, du willst sie erobern oder? Wie ist sie denn so?“ Warrek sah Shalera schief an „Hm, wie meinst du das? Wie gesagt ich kenne sie noch nicht sehr lange.“ Shalera rutschte etwas näher an Warrek heran „Na wie ist sie so, wenn ihr zusammen redet? Spricht sie viel? Ist sie eher schüchtern?“ Warrek lehnte sich etwas zurück und kratzte sich am Hinterkopf. „Also, als wir spazieren gegangen sind, war es etwas schwierig, sie scheint eher zurückhaltend zu sein, aber sie ist wahrscheinlich auch nicht die erfahrenste in Sachen flirten. Sie ist schnell mal lila angelaufen, wenn ich sie etwas gefragt habe.“
Das Gespräch lief noch eine Weile weiter, erst als einige der anderen Soldaten eintrafen, brach das Gespräch ab. Alle die Warrek kannten traten zu ihm und begrüßten ihn freundlich.“ Die Soldaten waren alle hungrig, das Abendessen hatte sich etwas verzögert und war nun angerichtet. Eilig bildete sich eine Schlange vor dem Tresen der Kantine. Die nächsten Minuten vergingen schweigend, jeder der etwas zu essen hatte setzte sich hin und begann freudig zu essen. Die Köche waren definitiv talentiert. Jenni hatte Warrek aufgefordert sich auch anzustellen, er war zwar nicht ein Soldat der BDF, aber das spielte nicht wirklich eine Rolle, gekocht wurde eh immer mehr als genug. Die Stimmung war wie fast jeden Abend heiter. Eifrig wurde diskutiert und geredet. Die Themen reichten von den Ausbildungsarten, bis hin zu Filmen über das ganze Spektrum. Auch Warrek konnte sich in viele Gespräche eingliedern, schließlich kannten einige der Soldaten ihn noch von der Akademie. Der Abend zog schnell dahin und schon bald war es draußen dunkel geworden. Auch wenn Jenni nicht sonderlich erpicht darauf war, musste sie sich jetzt vorerst von Warrek verabschieden. Sie richtete sich auf und stellte ihr Tablett in den kleinen Wagen neben dem Tresen und ging zurück zu dem Tisch an dem sie gesessen hatte. „Hei Warrek, wir müssen morgen wieder früh auf, deshalb muss ich jetzt rüber gehen und mich hinlegen. Wir sehen uns ja morgen sicher wieder.“ „Sicher, um die gleiche Zeit hier?“ „Ok, gute Nacht“ Sie verabschiedete sich auch noch schnell von den anderen und machte sich dann auf den Weg rüber in die Unterkunft.
„Los los los, die Zeit ist gleich abgelaufen!“ Mit schnellen Schritten durchquerten die drei Soldaten das Gebäude. Jeder hatte eine selbstgewählte Waffe in den Händen und die volle Kampfmontur an. „Zwanzig Sekunden!“ mahnte der Ausbilder streng. „Los, wir haben keine Zeit mehr, Ivana, du deckst die linke, ich nehme die Mitte und Jana du schaust rechts, los!“ Die Gruppe beschleunigte ihr Vorrücken nun erheblich, doch es war bereits zu viel Zeit verstrichen. Als sie das Gebäude, das sie durchquerten, verließen, ertönte bereits die zehn Sekunden-Warnung. Kaum hatten sie das Gebäude verlassen eröffneten bereits 2 Widersacher das Feuer. Die Geschosse prallten von den Deckungen vor ihnen oder gruben sich in den Boden neben ihnen. „Los Deckungsfeuer, Ivana, leg auf einen von beiden an und knall den dann ab! Jetzt!“ Jana und Alex eröffneten das Feuer auf die Beiden Drohnen die die Feinde mimten. Sofort gingen die künstlichen Gegner in Deckung, als die Kugeln ihnen um den Kopf schwirrten. Nach ein paar Sekunden stoppten die beiden den Beschuss um Nachzuladen. Kaum war der letzte Schuss gefallen gingen die beiden Ziele zu Gegenangriff über. Für die eine der beiden Drohnen endete der Angriff jedoch sofort. Ivana hatte sie bereits erwartet. Die zweite brach einen Moment später zusammen, als Alex sie mit einem gezielten Schuss aus seiner Crusader erwischte. „Zeit ist um!“ rief der Ausbilder der auf einer Plattform neben dem Parcours stand und die Soldaten beobachtet hatte. „Ihr seit gerade mal bis zur Hälfte gekommen, wenn ihr das innerhalb der Zeit schaffen wollt, dann müsst ihr aber noch viel schneller werden! Zurück zum Trainingsgelände. Die nächsten sollen sich bereit machen!“ Nun waren Jenni, Shalera und Selak dran. Sie hatten nun seit der Einteilung in die drei Gruppen bereits einen Monat trainiert. Ihre Fähigkeiten waren schon beträchtlich besser geworden. Das Training war hart und anstrengend gewesen. Es hatte sich ein Monotoner Rhythmus eingependelt. Jeden Tag um dieselbe Zeit aufstehen, Frühsport, Frühstück und anschließendes Training bis spät abends. Nur selten waren sie vor Einbruch der Dämmerung zurück in der Basis gewesen. Die einzige Abwechslung waren die gelegentlichen Überraschungsübungen, bei welchen sie mitten in der Nacht aufgeweckt wurden und Alarmmäßig losrennen mussten, um sofort ihre Rüstungen anzuziehen. Kaum waren sie damit fertig, durften sie sie auch schon wieder ausziehen. Danach wurde ihnen die Zeit gezeigt, die sie gebraucht hatten um Einsatzbereit zu sein. Damit einher ging eine meist vernichtende Kritik. „Bevor auch nur einer von euch seine Rüstung an hätte, wärt ihr bereit alle umgebracht oder gefangen und vergewaltigt worden!“ zählte dabei noch zu den freundlicheren Auswertungen. Nach solch einer erbaulichen Meldung durften sie dann noch einmal für ein paar Stunden schlafen gehen, bevor es am nächsten Tag wieder wie gehabt weiter ging. Der immer gleiche Tagesablauf hatte nicht nur das Training Monoton wirken lassen, sondern Jenni auch anderweitig zugesetzt. Wenn sie nicht gerade alle zusammen trainierten, sah sie Kiara nur morgens und Abends kurz. Morgens fehlte ihnen jedoch die Zeit und Abends die Kraft, um groß miteinander zu reden. Meist hatten sie sich nach der abendlichen Dusche direkt zum Schlafen hingelegt. Gelegentlich hatten sie am Abend noch gekuschelt, bis einmal nach einem harten Tag aneinander geschmiegt eingeschlafen waren. Glücklicherweise war Kiara aufgewacht, bevor sie geweckt worden waren. Ein leichtes grinsen wanderte über Jennis Wangen, als sie daran dachte. „Bereit?“ Augenblicklich aus ihren Gedanken gerissen sah Jenni sich um. Die anderen beiden hatten sich neben ihr aufgestellt und sahen sie beide an. Eilig überprüfte Jenni ob ihr Cerberus-Harrier geladen war, ihre Hurricane MP hatte sie bereits kontrolliert und nachgeladen, nachdem sie das erste Mal angetreten waren. „Ja, bereit“ antwortete sie via Lautsprecher. „Ihr habt fünf Minuten, um den gesamten Parcours hinter euch zu bringen. Der Einsatz von Biotiken ist wie bereits im ersten Durchlauf verboten, wer einmal getroffen wird scheidet aus. Verstanden?“ Die drei Soldaten nickten, sie waren bereits dabei ihre Taktik über Funk zu besprechen. „Selak, du bleibst etwas weiter hinten und gibst von da aus Deckung. Verschwende keine Zeit damit dir eine schöne Position zu suchen, schieß sobald du was ins Visier bekommst.“ „Verstanden, ich werd an euch dran bleiben“ „Shalera, du übernimmst die linke Seite, wir rücken schnell und aggressiv vor. Lasst euch nicht festnageln, das kostet zu viel Zeit.“ Shalera bestätigte den Befehl und auf Jennis HUD blinkte eine grüne Bestätigungsmeldung auf. „Achtung, bereitmachen!“ Der Ausbilder der auf der Plattform stand, brüllte den Befehl zu der Gruppe herunter und richtete seine Pistole in den Himmel. Einen Letzten Moment ging Jenni in sich und sammelte sich. Im nächsten Moment zerriss ein Schuss die Stille. Mit voller Kraft stieß sie sich vom Boden in Richtung des Parcours ab. Sie hatte sich mittlerweile daran gewöhnt auf der maximalen freigeschalteten Unterstützungsstufe zu trainieren. Sofort preschte die ganze Gruppe auf das ihnen am nächsten liegende Gebäude zu, unter den kraftvollen Schritten wurde der weiche Boden eingedrückt. Die Fußabdrücke der vorherigen Gruppen waren noch gut zu erkennen. Jenni blendete alles um sich herum aus, was nicht mit der jetzigen Mission zu tun hatte. Ihnen war beigebracht worden alle Gedanken und Gefühle auszublenden, die nicht zur Erfüllung der Mission beitragen würden. Mit einer Augenbewegung markierte Jenni die Beiden Fenster im Erdgeschoss des ersten Hauses. „Aber die Tür…“ „Keine Zeit für Türen!“ unterbrach Jenni Selak, als dieser gerade protestieren wollte. Die ersten 50 Meter des Parcours waren einfach und schnell überwunden, da es dort noch keinen Widerstand gab. Im Inneren des Hauses würde es wesentlich schwerer werden, da sie dort wahrscheinlich erwartet wurden. Adrenalin schoss durch die Adern der drei Soldaten, auch wenn es nur eine Übung war, nahm es sie immer noch mit. Schließlich waren die Schmerzen eines Treffers ja auch real und somit genug Motivation sich nicht treffen zu lassen. „Ich säuber“ funkte Shalera hektisch. Sie griff an die Halterung an ihrer Seite und holte eine Übungsgranate heraus. Diese deaktivierten mittels eines Impulses in einem bestimmten Umkreis alle Drohnen. Sie verlangsamte etwas und warf die Granate durch eines der beiden Fenster. Um nicht selbst getroffen zu werden, warf Jenni sich neben dem Fenster an die Wand und verharrte einen Moment. Sie war zuvorderst gelaufen, um die Gruppe anzuführen. Einen Moment, nachdem sie die Wand erreicht hatte, erschütterte ein lautes Krachen die Mauer. „Achtung!“ Jenni konnte gerade noch inne halten, als Shalera neben ihr durch sprang. Die Asari hatte das Tempo etwas gedrosselt, um nicht anhalten zu müssen. Nun war sie mit Anlauf auf das Fenster zu gerannt und hindurchgesprungen. Dabei hatte sie sich mit der linken Hand auf dem Fensterrahmen abgestützt und war mit den Beinen voran, das Gewehr feuerbereit in der anderen, in den Raum gesprungen. Sofort folgten Jenni und Selak. Einige Schüsse waren zu hören, sofort verkrampfte sich etwas in Jennis Magengegend. Ohne weiter darüber nachzudenken rannte sie in die Richtung, aus der die Schüsse gekommen waren. Hinter der ersten Mauer wäre sie beinahe in Shalera hineingelaufen, die neben einer deaktivierten Drohne stand. „Scheiße, ich hab die hier fast übern Haufen gerannt. Sie ist grad hier um die Ecke gekommen, als ich in die andere Richtung abgebogen bin.“ Die Stimme von Shalera überschlug sich förmlich, sie musste sich höllisch erschreckt haben. „Gut gemacht, eine weniger“ funkte Jenni ihr und klopfte ihr beim Vorbeigehen auf die Schulter. „Los weiter“ fügte sie eine Sekunde später an. Vorsichtig aber zügig rückten sie weiter vor. „Jetzt wird’s brenzlig, ich gehe zuerst, ihr folgt sofort.“ Die drei Standen vor einer Tür die nach draußen führe, Fenster waren auf dieser Seite des Gebäudes nicht vorhanden. Keiner von ihnen wusste was sie draußen erwartete, was das Manöver sehr riskant machte. Erst in dieser Sekunde der Stille bemerkte Jenni, wie sehr ihr Herz raste. Ihr Puls war hoch und sie spürte das Pochen bis hoch in ihre Schläfen. „Ok, 3…2…1…Jetzt!“ Mit einem kräftigen Tritt sprang die Tür auf und das Helle licht der untergehenden Sonne strahlte ihnen entgegen. Das Visier der Panzerung stelle sich sofort darauf ein und verdunkelte sich an der Stelle an, der die Sonne stand. Sie alle rechneten damit von einem Kugelhagel empfangen zu werden, und es widerstrebte jeder Faser in den Körpern der Biotiker ohne Barriere in so eine Lage zu marschieren, doch sie hatten keine Wahl. Direkt erstaunt über die Stille, die sie empfing ging Jenni eilig die ersten Schritte nach vorn um hinter einem Container in Deckung zu gehen. Ein dumpfer lauter Knall ließ sie zusammenfahren, ungewollt warf sie einen Blick über ihre Schulter zu ihren Kameraden. Selak hatte mit seiner Black Widow gefeuert. „Hab einen“ meinte er knapp und machte sich daran weiter vorzurücken. Das Gelände hatte sich verändert, sie waren nun auf einem mit Containern überstellten Platz, Sicht selten weiter als 20 Meter. „Aufteilen, seit vorsichtig“ orderte sie an. Die Gruppe teilte sich auf, jeder rückte in einem der Gänge zwischen den Containern vor. Es waren Schritte zu hören, die nicht ihren Freunden gehören konnten. Mit jeder Sekunde wurde die Anspannung in Jenni größer. Die enge Gasse öffnete sich vor ihr und mündete auf einem größeren Platz. Wieder waren Schritte zu hören, diesmal nur wenige Meter entfernt. Die Geräusche waren von links gekommen, Jenni legte ihr Gewehr an und trat vorsichtig um die Ecke. Ihr Blick war in die Richtung aus der die Geräusche gekommen waren gerichtet. Ein Umriss verschwand genau in dem Moment hinter einem Container, in dem Jenni ihn erblickte. Sie wollte dem vermeintlichen Ziel folgen bemerkte jedoch eine Bewegung in ihrem Augenwinkel. Schockiert musste sie feststellen, dass eine Drohne keine 2 Meter hinter ihr Stand und sich in ihre Richtung umdrehte. Augenblicklich riss Jenni ihre Waffe herum um auf die Drohne zu feuern. Sie war mit dem Rücken einem der Container entlang gegangen um nach hinten abgesichert zu sein. Als sie den Umriss gesehen hatte, hatte sie sich so sehr darauf konzentriert, dass sie nicht gesehen hatte, das der Container hinter ihr zu ende war. Sie war der Drohne, die glücklicherweise in die andere Richtung gesehen hatte, praktisch direkt vor die Nase gelatscht.
„Jenni?“ Shalera hatte gerade einen Schuss vernommen der nicht zu Selaks Gewehr gehören konnte. Die Antwort blieb aus und die Statusmeldung ihrer Kameradin wechselte eine Sekunde später von grün zu grau. „Verdammt, Jenni hatts erwischt!“ fluchte Selak laut. „Wir müssen weiter, wir haben keine Zeit.“ Für einen Moment herrschte Stille, doch diese wurde abrupt zerrissen. Automatische Waffen wurden in Selaks Nähe abgefeuert, doch die Schüsse galten nicht ihm. „Bin unter Beschuss, hilf mir mal ich bin festgenagelt!“ Innerlich fluchen konnte Jenni nichts anderes tun, als dem ganzen Treiben zuzuhören, sie war etwas zu langsam gewesen und von der Drohne getroffen worden. Am meisten ärgerte sie jedoch nicht, dass sie getroffen worden war ,sondern die Tatsache, dass ihre Barriere ohne Probleme lange genug gehalten hätte, um die Drohne selbst abzuschießen, ihr hatten ja nur Sekundenbruchteile gefehlt. Verärgert schaltete die den Funk ab und ging die letzten paar Meter zurück zum Startpunkt. Einer der Ausbilder erwartete sie dort bereits. „Weißt du was dein Fehler war?“ Seine Stimme klang ruhig, der Tankin war meist eher ruhig, ruhig aber streng. „Ich war zu langsam, ich hätte ein wenig schneller reagieren müssen.“ Jenni war genervt und machte sich nicht die Mühe das zu verstecken. „Nein, du hättest anders reagieren sollen. Anstatt dich ganz umzudrehen und zu schießen hättest du den Feind besser im Nahkampf angegriffen. Du warst so nahe dran, dass du seine Waffe hättest packen können oder deine eigene benutzen…“ Er streckte seine Hand auffordernd in ihre Richtung. Jenni händigte ihm ihr Gewehr aus und legte ihren Helm ab. Auch wenn sie sich daran gewöhnt hatten einen Helm zu tragen, war es doch irgendwie ein befreiendes Gefühl diesen abzulegen und den leichten Wind im Gesicht zu spüren. „Dieses Gewehr ist ziemlich schwer und hart ist es auch. Es gibt für die meisten Waffen sogar Nahkampfaufsätze: Bajonette, Elektroschocker und sogar Universalklingen. Ziert euch nicht die Waffen auch so einzusetzen, wenn ihr sie kaputt machen solltet, ist das zwar Scheiße, aber verzeihbar. Besser ne kaputte Waffe, als in ner Kiste nachhause getragen zu werden… aber ich muss zugeben, bis dahin sah es schon echt gut aus.“ „Danke Sir“ Diskutieren hätte nichts gebracht und nur lange gedauert. Sie hatte keine Lust mehr sich noch länger hier aufzuhalten, also nahm sie die Kritik einfach hin. „Kann ich die Waffen zurück ins Arsenal bringen?“ fragte sie schließlich. Tankin sah sie erst schief an und blickte dann auf sein UW. „Na gut, bis hierhin habt ihr gut gearbeitet, ich lasse euch ausnahmsweise etwas früher gehen.“ Jenni salutierte zackig, ihr Groll verzog sich langsam in Anbetracht dessen, dass sich der letzte Trainingstag vor einem freien Wochenende nun dem Ende näherte. Nach kurzer Zeit traten Shalera und Selak ebenfalls zu Jenni. Sie bekamen ebenfalls noch eine kurze Kritik für ihren Einsatz. „Und wie ist es gelaufen“ fragte Jenni, als die anderen beiden mit reden fertig waren. „Nicht so toll, wir sind steckengeblieben. Nachdem du rausgeflogen bist haben wir noch ein paar dutzend Meter gutmachen können, doch dann wurden wir festgenagelt.“ „Wir sind ins Kreuzfeuer geraten und dann ist uns die Zeit ausgegangen.“ Jenni sah die beiden unangenehm berührt an. „Tut mir leid, ich hätte vorsichtiger sein sollen, aber es ist auch scheiße ,dass wir unsere Barrieren nicht einsetzten dürfen.“ „He, du musst dich nicht entschuldigen, das hätte jedem von uns passieren können.“ „Ärgerlich ist es trotzdem“ meinte Jenni seufzend. „Na wer wird denn hier gleich Trübsal blasen, schließlich haben wir jetzt wieder Wochenende. Da solltest du dich eher freuen“ meinte Selak und klopfte Jenni auf die Schulter. „Stimmt, schließlich haben wir uns diese Pause jetzt redlich verdient.“
Nachdem sie ihre Gewehre in die Koffer zurückgelegt hatten und diese wieder ins Arsenal gebracht hatten, konnten sie in den entsprechenden Räumen ihre Rüstungen ablegen. Nach einer langen und entspannenden Dusche zog Jenni sich neue Kleider an und setzte sich auf den Bettrand. Mit Hilfe ihres Universalwerkzeuges schrieb sie Kiara eine Nachricht. Sie hatten sich bereits seit dem ersten Tag nach dem letzten Wochenende auf dieses Wochenende gefreut. In den letzten Tagen war ihre Beziehung, die etwas eingerostet war, über die Tage des harten Trainings wieder ordentlich in Fahrt gekommen. Jenni hatte nie ihre Gefühle oder gar das Interesse an Kiara verloren. Ihnen hatte einfach die Zeit gefehlt. Jede frei Minute hatten sie genutzt um zusammen zu sein, doch eben jene Minuten waren rar. Dazu kam noch die Erschöpfung, die sie fast jeden Abend früh ins Bett trieb. Doch nun hatten sie wieder die Aussicht auf ein paar erholsame Tage und ungestörte Zweisamkeit. „Oh, ich muss noch Warrek auf seine Nachricht antworten“, flüsterte sie leise in Gedanken versunken. Sie öffnete eine neue Nachricht und adressierte sie an Warrek. Er war nach drei Tagen zusammen mit der gesamten STG-Besatzung wieder abgezogen. Sie hatte sich noch einige Male mit ihm via UW unterhalten oder immer mal wieder Nachrichten ausgetauscht. Er hatte ein Date mit seiner Flamme gehabt und war ihr anscheinend näher gekommen, er war am nächsten Morgen total aufgedreht gewesen. Sie musste lächeln beim Gedanken daran, dass er nun auch jemanden gefunden hatte, dem er hinterherschmachten konnte. Nach kurzer Zeit hatte sie ihm eine kleine Nachricht verfasst. Ihre Gedanken waren jedoch ganz wo anders. Sie hatte etwas für Kiara organisiert an diesem Wochenende. Ihre Gedanken blieben an ihrer Freundin hängen, hatte sie schon geantwortete? “Bin gleich da“ stand in der kurzen Nachricht, die sie erhalten hatte. Erleichtert ließ Jenni sich auf die Matratze fallen. Ihre Augenlieder waren schwer, sie hatte Mühe die Augen offen zu halten. Schließlich erlag sie der Müdigkeit, die entspannende warme Dusche und das weiche Bett forderten ihren Tribut.
Etwas streifte ihr Bein, erschrocken öffnete Jenni die Augen. „Du willst doch nicht etwa das Wochenende verschlafen oder?“ Kiara lag neben ihr auf der Matratze und musterte sie. An einigen Stellen zwischen ihren Haartentakeln waren noch einige kleine Wassertropfen zu sehen, was darauf schließen ließ, dass sie gerade geduscht hatte. „Nein, ich bin nur kurz eingenickt“ erwiderte Jenni hastig. „Wie lange bist du denn schon hier?“ „Nur ein paar Minuten“ antwortete Kiara lächelnd. Sie strich sanft über Jennis Oberschenkel und lächelte sie an. „Und freust du dich schon auf das Wochenende?“ Jenni legte ihre Hand an Kiaras Wange und strich sanft mit dem Daumen darüber. „Oh ja, ich freue mich schon seit Wochen darauf wieder für wenigstens ein paar Tage bei dir sein zu dürfen.“ Sie gab Kiara einen zärtlichen Kuss auf den Mund. Die sanften Lippen ihrer Liebsten berührten die ihren, Jenni wollte diesen Moment nicht verstreichen lassen. Das erste Mal seit Tagen schien einfach alles in Ordnung zu sein. Mit einem Ruck rollte Kiara sich auf Jenni und lächelte sie keck an. „Das einzig schwierige wird sein, mich bis morgen früh im Griff zu haben.“ Jenni begann zu grinsen und ließ ihre Hände die Beine ihrer Freundin hochwandern „Du kennst meine Ansicht der Dinge. Wenn du willst, können wir gerne irgendwo hingehen, wo uns niemand sieht und…“ „Damit du was dummes anstellen kannst? Besser nicht. Ich schätze ich werde mich wohl gedulden müssen. Sie küsste Jenni erneut, diesmal jedoch wesentlich sinnlicher. Jenni konnte fühlen, wie sich etwa in ihr veränderte. Sie war seit einigen Tagen nicht mehr so nahe mit Kiara zusammen gewesen, jedenfalls nicht auf die Weise. Ihr Körper begann wieder zu kribbeln, wie er es sonst nur tat, wenn sie während des Trainings an Kiara denken musste und ihre Gedanken auf Abwege gerieten. Die Erinnerungen an ihr letztes gemeinsames Wochenende flammten wieder in ihr auf. Ein ziehen in ihrem Schoss ließ sie auf die Unterlippe beißen, als sie sich von Kiara löste. Sie zog ihre Beine vorsichtig zwischen Kiaras Knien zu sich hoch und legte sie seitlich an die Hüften ihrer Freundin. „Ich bin immer noch die Anführerin dieser Einheit, soll ich die anderen rausschicken, dann brauchst du nicht mehr zu warten…“ „Gleich hier und jetzt“ meinte Kiara mit einem schiefen lächeln und einem fragenden Blick. „Soweit kommt es noch, am Ende werden wir deinetwegen noch rausgeworfen.“ Sie richtete sich auf und schlug Jenni sanft auf die Finger ,als diese begann an ihrem T-Shirt herumzuspielen. Auf den Schlag reagierte Jenni mit einem unschuldigen Bick „Ist wahrscheinlich besser so, sonst sabbern die Jungs noch ihre ganzen Betten voll!“ Als Kiara einen Blick über ihre Schulter warf ,fiel ihr auf, dass außer ihnen in dem Raum auch noch einige andere Leute der BDF waren. Die Jungs wandten sofort die Blicke ab, als sie sahen, dass sich die Asari in ihre Richtung drehte. „Na wenn ihr euch hier schon so verhaltet, dann ist die Vorstellung was ihr bei euch zu Hause macht ziemlich interessant“ meinte Joshua schulterzuckend. Kiara stieg von Jennis Matratze runter und richtete sich auf. „Das wüsstest du wohl gerne“ antwortete Kiara auf die provokante Anspielung ihres Kameraden. Er erwiderte bloß ein breites Grinsen. „Los, lass uns rüber gehen, ich habe Hunger.“ Jenni sprang ebenfalls von ihrem Bett auf „Gerne, ich brauch dringend was zu essen“ sie folgte Kiara und fügte leise an „Wenn ich dich schon nicht vernaschen darf“ ,als sie neben ihr stand.
„Sieht so aus als hätten wir es wieder geschafft uns in ein freies Wochenende zu retten.“ „Noch nicht ganz, ich sehe das erst so, wenn wir von dieser Basis weg sind“ erwiderte Alex auf Janas Aussage. „Ach komm, wenn wir es bis hier hin geschafft haben, dann werden wir nicht jetzt noch so kurz vor dem Ziel aufgeben“ spornte Deni seinen Kameraden an. Jenni saß am einen Ende des Tisches, sie hatte sich absichtlich etwas an den Rand gesetzt, um nicht ganz so eingekesselt zu sein. So konnte sie mit Kiara reden, ohne dass gleich alle mithören konnten. Seit sie mit dem Essen angefangen hatten, beschränkte sich ihre Kommunikation jedoch größtenteils auf viel sagende Blicke. Sie hatten beide Mühe sich zu beherrschen, und mit jeder Minute, die das Erlösende Wochenende näher rückte, wurde es schwerer. Jedes Mal wenn sich ihre Beine berührten, ging ein leichter Schauer durch Jennis Körper. „Ich bin schnell auf der Toilette.“ Jenni ging durch die Kantine, ihr Blick wanderte über die Soldaten, die an den Tischen saßen und sich lautstark unterhielten. Sie wirkten alle zufrieden und ausgelassen. Einige waren bereits mit essen fertig, andere saßen noch vor vollen Tellern. Die Besprechung dieser Woche war deutlich positiver ausgefallen, als auch ohnehin schon. Sie wurden immer mehr zu einer Einheit zusammengeschweißt. Mit einem Lächeln auf den Lippen trat sie durch die Türe zur Toilette. Nun konnte sie einen Moment abkühlen und sich wieder etwas beruhigen. „Tief durchatmen, es ist nur noch ein Abend“ innerlich wiederholte sie den Satz ein paar Male und stellte sich vor das Lavabo. Ihr Spiegelbild sah sie an, unter ihren Augen hatten sich dunkle Ringe abgezeichnet. Sie hatte nicht übermäßig viel geschlafen in den vergangenen Wochen. Sie mustere ihr eigenes Gesicht, von der Verletzung an ihrer Nase war schon lange nichts mehr zu sehen. Gerade als sie sich umdrehen wollte, um zu gehen, sah sie das Spiegelbild einer Asari ,die hinter ihr durchging. Ihr wurde kurz eine Hand auf die Schulter gelegt. Kiara ging hinter ihr durch und streichelte kurz über ihre Schulter und ihren Rücken. „Du spielst mit dem Feuer, hier sieht uns niemand, da könnte ich schnell in Versuchung kommen.“ „Beherrsch dich, ich muss nur auf die Toilette“ antwortete Kiara. Jenni ging zu der Tür und trat hinaus, zurück in die Kantine. Auf dem Weg zurück wurde sie von einigen Soldaten angesprochen, sie kam jedoch nicht mehr dazu zu antworten. „Soldaten alle herhören, es gab eine Planänderung.“ Augenblicklich herrschte Stille, alle Soldaten starrten Eric an. Er war vor die Tische getreten, seine Stimme war laut und klang ernst. „Ihr werdet nicht morgen sondern bereits heute Abend den Stützpunkt verlassen dürfen. Dies wurde von den Verantwortlichen des BDF Projekts so entschieden. Die Weisung wurde aufgrund eurer guten Leistungen in den letzten Wochen ausgegeben. Ihr solltet jedoch Reeston dafür danken, denn letzten Endes hat er das alles veranlasst. Nur so als kleiner Hinweis.“ Noch immer herrschte Stille, alle schienen darauf zu warten, dass noch ein Harken kommen würde. Nach ein paar Sekunden, in denen Eric schwieg, fragte jemand von der BDF „Echt jetzt? Wir können heute schon gehen?“ „Ja, genau, das habe ich gerade gesagt.“ Getuschel machte die Runde. „Verstanden, danke“ meldete sich Jenni nun. Sie lächelte Eric an, der noch immer vor den Tischen stand und die Soldaten musterte. Er nickte kurz „Gut, wegtreten“. Er verließ die Kantine und ließ die nun aufgeregt diskutierenden Soldaten alleine. „Ist ja Hammer, wir sollten Reeston echt mal auf ein Bier einladen!“ rief Marcel laut. „Kiara wird sich bestimmt freuen“ schoss es durch Jennis Kopf.
„Was?“ Kiara sah Jenni erstaunt an. „Du sollst dich anders anziehen, der Rückflug nach Sunset Bay startet gleich, oder willst du hier bleiben?“ Kiara war gerade wieder von der Toilette zurückgekommen, als Jenni sie mit nach drüben genommen hatte. Sie hatte ihr nicht erklärt wieso, nur das sie sich beeilen müsse. Die gesamte BDF hatte die Kantine schlagartig verlassen. Alle machten sich eilig daran sich umzuziehen, keiner wollte den Flug verpassen. „Aber der, wir können doch erst…“ „Nein, es hat eine Planänderung gegeben, da wir gut gearbeitet haben dürfen wir schon heute gehen.“ Jenni strahlte förmlich, sie lächelte Kiara an und hielt ihr einen Stapel Klamotten hin. Kiara, die nun verstand was das bedeutete, schnappte sich die Kleider und zog sich eilig um, genau wie alle anderen in dem Raum. Gerade als sie ihre neue Hose zu machen wollte, spürte sie wie Jenni ihre Hände an ihre Hüften legte und sie in den Nacken küsste. Für einen Moment hielt die Asari inne. Mit einem Blick über die Schulter sah sie Jenni, die hinter ihr stand und sie anlächelte. Sie drehte sich ganz zu ihrer Freundin um und half dieser ihr Jackett zuzuknöpfen. Kiara küsste Jenni dabei zärtlich auf den Hals. Als sie sich wieder von ihrer Freundin löste, lächelte die sie mit lüsternem Blick an.
„Was machen wir eigentlich wenn wir wieder in Sunset Bay sind? Meine Eltern wissen nicht das wir bereits heute nachhause kommen“ „Meine Mutter auch nicht, wie sollte sie denn auch, ich weiß es selbst ja auch erst seit einigen Minuten.“ Mit einer Handbewegung aktivierte Jenni ihr Universalwerkzeug „Ich sag mal schnell Bescheid, dass wir heute schon kommen… das heißt wenn du denn zu mir kommen möchtest.“ „Wenn du mich denn bei dir haben möchtest“, meinte Kiara unschuldig lächelnd. Jenni gab ihr einen kurzen Kuss und löste sich dann von ihr „Lass uns gehen, wir wollen ja nicht unseren Flug verpassen.“ Kiara warf ihr Jackett über und folgte Jenni dann nach draußen. Auf dem Hauptplatz warteten einige Soldaten auf sie. Sie wurden, wie jedes Mal wenn sie den Stützpunkt außerdienstlich verließen kontrolliert, damit sie nichts schmuggelten. Nachdem sie kontrolliert worden waren, setzten sich jeweils 8 Soldaten in ein Shuttle und machten sich auf den Weg nach Sunset Bay.
Diesmal gab es etwas mehr zu lesen, ich hoffe dass es der Wartezeit gerecht wurde und freue mich auf feedback:whistle:
Von d
Modifié par elitedefender2, 14 mars 2013 - 03:43 .
#475
Posté 13 mars 2013 - 04:51
Kleine Anmerkung meinerseits. In meinem Feedback, werde ich mich direkt und indirekt auf das aktuelle und womöglich auf vorangegangene Kapitel beziehen. Aus diesem Grunde, würde ich allen Lesern, welche das aktuelle Kapitel und / oder alle vorherigen Kapitel, noch nicht gelesen haben, zwei Dinge empfehlen:
1. Lest das Kapitel / alle bisherigen Kapitel, es lohnt sich!!!
2. Lest mein Feedback, erst wenn ihr Empfehlung 1 erfüllt habt
FEEDBACK
Ich lese nur 1 bis 2 Seiten...
... dachte ich mir zumindest, als ich mich gestern Abend ins Bett legte und zu mir sagte: "Kieferbruch du bist müde, aber elites Werk reizt und wartete auf dich. Fang an zu lesen. Nach 1 oder 2 Seiten legst du es vorerst weg und schläfst. Aus 1 oder 2 Seiten wurde das gesamte Kapitel am Stück und ich habe es nicht bereut. Eine wundervolle Leistung!!!
Hi elite,
wie so oft bin ich hellauf begeistert. Ein schönes Kapitel, das das Tempo schön anzieht. Aber es gleichzeitig nicht übertriebt. Die Einteilung in die Gruppen war sehr schön und es wird noch eine Rolle spielen, dass Jenni und Kiara nicht in einem Team sind. Sollte Kiara mal eingekesselt sein, wird Jenni Himmel und Hölle bewegen um zu ihr zu kommen.
Die kurze Benennung von Kiaras Rivalin (Nerina) war sehr schön und lässt vermuten, dass es noch zu so mancher Spannung zwischen ihnen kommt. Mal sehen ob Nerina ihr Ziel erreicht. Zumindest eine Zeitlang *unschuldig pfeifen*
Das Gespräch war auf jeden Fall sehr schön geschrieben und unterstrich, dass sie noch immer Jugendliche sind. Sehr schön!!!
Die neue Ausbilderin reizt mich und ich frage mich, ob sie vielleicht Reapertech im Schädel hat und ihre Schüler angreift, wenn die Reaper ankommen. Wäre eine durchaus interessante Szene. ^^
Die Phantome hast du auf jeden Fall schön beschrieben. Solange draufhalten, bis sie tot in der Ecke liegen und bloß viel Abstand halten.
An dieser Stelle kam das Können der Ausbilderin, durch die geschärften Sinne schön zur Geltung.
Warreks Auftritt war super. Wusste ich doch, dass du ihn nicht grundlos in der Geschichte hältst. Eine schöne Stelle, mit einer super Reaktion von Jenni.
TOLL gemacht!
Allerdings wollte ich an diesem Punkt noch etwas anmerken. Du schriebst in Kapitel 23, dass Warrek mit Jenni bereits telefonierte und sie ihm ihr Tattoo zeigte. Im Anschluss daran, erklärte Jenni, dass sie, ich zitiere: „„Wir sind ein N7 Projekt, Geheimhaltung und so, aber wir sind noch weit von N7 entfernt.““ Aus diesem Grund verstehe ich zwar Warreks Überraschung über das Treffen mit Jenni, doch die Verbindung von N7 ist bereits gegeben. Möglicherweise habe ich dich aber auch nicht ganz korrekt verstanden. In dem Fall würde ich dich um eine kleine Aufklärung bitten. Das meine ich nicht böse, ich wollte es nur anmerken, damit du, falls nötig eine Überarbeitung durchführen kannst.
Aber weiter im Text. Die Austeilung der Universalklingen war sehr nett und sehr willkommen. Das wird noch einigen Gegnern den Tag versauen. ^^ Es passt, dass diese Technik von den Salarianern überwacht und ausgegeben wird. Die sind ja sehr Technik visiert.
Kommen wir nun zur zweiten Anmerkung. Jenni und einige andere sahen ja bereits eine Universalklinge, als sie auf dem berg trainiert hatten. Da Joshua sehr begeistert und unwissend wirkt, nehme ich an, dass es er es entweder nicht sah, oder nie gehört hatte, was die Ausbilderin einigen gezeigt hatte. Ich würde zumindest vorschlagen, dies in einem kurzen Satz noch zu ergänzen, damit es nicht zu Verwunderungen kommt. Das war auch meine letzte Anmerkung, also Kopf hoch!
Die Flexibilität der Dolch-Ausbilderin und das diese notwendig ist, gefiel mir sehr.
Die Schwerte sind auf jeden Fall elegante Waffen und werden so manchem Cerberussoldaten oder Reaper noch ein EINSCHNEIDENDES Erlebnis verpassen =D Eine schöne Stelle, die sehr gut hervorhebt, dass „Dolch“ eher aus den Schatten agiert.
Die Erläuterung zu den Schwertern war hier eine schöne Information, die die Atmosphäre wunderbar hervorhob und vertiefte. Auch die Infos zu Cerberus und die Notwendigkeit von präzisen Schnitten waren super platziert und wunderbar in die Thematik eingearbeitet. Der Charakter der Ausbilderin wurde gleichzeitig vertieft und geheimnisvoller. Irgendwie mag ich sie, glaube aber auch, dass sie nicht nett bleibt. Freu mich auf die Fortsetzung. =D
Das Treffen mit Warrek war dann sehr angenehm. Sie reden und er wird in die Gruppe integriert. Hier gefiel mir besonders folgende Aussage: „… Bis zum Zusammenbruch, diese Asari ist ein echtes Miststück, wenn wir das erste mal eine Kampfübung haben, reiß ich ihr den Arsch auf!““ Ich hoffe so sehr, dass Jenni und ihrer Ausbildung entweder richtig gute Freundinnen werden oder sie ihr so was von zeigt, was es heißt einen Warp im Gesicht zu haben *freu*
Das Aufgreifen von Warreks Freundin war hier gut eingebettet und sorgte dank der super Formulierung für ein Grinsen in meinem Gesicht. Man merkt, dass er unerfahren ist. Aber ist man wirklich irgendwann einmal erfahren?
Nach dem Abend, hast du mit dem Schlafengehen einen schönen Punkt gesetzt, an dem du einen Zeitsprung durchführtest. Jetzt geht es langsam in die Offensive. Die Trainingssituationen waren sehr schön dargestellt und vermittelten einen schönen Einblick in ihren Alltag.
Das Training wird offensiver und die Erläuterung des Terrains war durchweg gut und vorstellbar. Schön gemacht
Das Scheitern zeigt wieder einmal, dass sie nach wie vor Rekruten sind. Ich bezweifele aber, dass sie das noch lange bleiben dürfen.
Die Kritik passte gut zum Training und war schön gewählt. Super!!!
Reeston hast du wieder schön, wenn auch sehr kurz, mit rein gebracht. Ich mag ihn immer noch^^
Ebenso war es nett wie Jenni und Kiara nicht von sich lassen können ein paar Tage länger und Jenni würde die anderen wirklich rausschmeißen. =D Es ist schön, dass ihre Liebe trotz des harten und oftmals getrennten Trainings nicht geschmälert wurde. Fantastisch!!! Freu mich auf das Wochenende. Die Tatsache, dass dies früher kommt sagt mir auch sehr schön und untermalt Reestons Charakter, auch wenn mir Erik irgendwie unsympathisch wird. Auf Darstellerischer Ebene ist er gut, aber auf persönlicher… na ja. ^^ (Mein ich nicht böse)
Mit dem Wochenende befürchte ich aber, dass es noch einen anderen Grund hat, warum es früher losgeht. Vielleicht die Ruhe vor dem Sturm…? Wir werden sehen und ich freu mich drauf.
Freu mich sehr auf das Wochenende und wie sich noch alles entwickeln wird. Sei stolz auf deine Leistung und ich fiebere dem Sonntag bereits entgegen.
Danke, elite. Vielen Dank
Schöne Grüße Kieferbruch
P.S. Der Witz als Jenni Warrek fragt ob sie in der Panzerung dick aussehe, war genial!!! Hab mich weggeschmissen und zeichnete Jennis Charakter wundervoll aus
P.S.S. Wie immer kannst du mir widersprechen, wenn ich irgendwo falsch liege.
Freu mich auf deine Antwort
Modifié par Kieferbruch, 13 mars 2013 - 04:55 .





Retour en haut




