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Super Awesome Stories: Aftershock, Sense of Smell, Bleeding Memories, Salvation etc.


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#551
elitedefender2

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 Vor lauter Ferien und Tippen hab ich fast vergessen zu posten:P. 

Hier kommt das 30. Kapitel, ich wünsche viel Spass beim Lesen.
Kapitel 30



„Bei der Göttin, Jenni was ist passiert?!“ Kiara war die Erste, die in die Unterkunft stürmte. Jenni war gerade in der Unterkunft angekommen. Sie hatte die Strecke zur Basis in strammem Tempo zur zurückgelegt und war dort sofort nach drinnen gegangen. Ihr Gesicht schmerzte noch immer sehr und die Wunde an ihrem Kiefer blutete auch noch. Sie war nach drinnen gegangen um sich schnell den Mund auszuspülen. Ihre Freundin sah sie entsetzt und besorgt an, auf dem Boden im Gang waren einige Bluttropfen zu sehen, weil sie hatte husten müssen. Auch draußen waren im Gras kleine Blutflecken zu sehen, sie hatte das nachströmende Blut ausgespuckt. Kiara musste vom schlimmsten ausgegangen sein. Einige Soldaten der BDF hatten ihre Anführerin eilig den Platz verlassen sehen. Das Tirana den Platz ebenfalls, aber in eine andere Richtung, verließ, ließ wohl einige skeptisch werden. Jennis Schrei ,als ihr der Zahn ausgeschlagen wurde, hatte viele Blicke nach sich gezogen, einige dürften sogar den folgenden Kampf gesehen haben. Die Mund zu Mund Propaganda hatte anscheinen gut funktioniert. Sie war Kiara weder begegnet ,noch hatte Kiara sie gesehen, da sie einen weniger direkten Weg genommen hatte. Einige andere waren ihr gefolgt und standen nun ebenfalls im Raum. „Diese Schlampe hat mir einen Zahn ausgeschlagen!“ fluchte Jenni energisch. „Was, wieso?“ harkte Kiara nach, sie war zu Jenni getreten und sah sie besorgt an. „Wir hatten Nahkampftraining und Tirana hat mich erwischt. Das ist nichts großes, ich geh jetzt schnell zur Krankenstation… Ich hoffe, dass ihr jetzt nicht meinetwegen aus dem Training davongelatscht seid. Ansonsten solltet ihr euch schnell wieder da melden.“ Sie wollte jetzt nicht darüber reden, weshalb sie an ihren Freunden vorbeiging und sich auf den Weg zur Krankenstation machte. Die Wortkarg stehen gelassenen Soldaten warfen sich fragende Blicke zu, Jenni aufzuhalten versuchte jedoch niemand, sie würden noch genug Zeit haben das später mit ihr zu besprechen. „Wer von euch hat gesehen was passiert ist? Ich habe nur gesehen, wie Tirana geknickt von dem Platz weg getrottet ist. Was ist da genau gelaufen?“ fragte Deni, er war etwas nach Kiara hineingetreten. „Was? Ich habe von all dem gar nichts mitbekommen, bis Jana mich eingeholt hat und mir gesagt hatte, dass mit Jenni was nicht stimme und sie gerade unterwegs zu Unterkunft sei.“ Etwas zögerlich begann Arsilia „Ich… Tirana scheint Jenni ja nicht gerade zu mögen, ich weiß nicht wieso ,aber die zwei vertragen sich ungefähr so gut wie Sprengstoff und offenes Feuer. Tirana nutzt dabei ihre Position aus, um Jenni fertig zu machen, es war ja klar, dass die irgendwann die Schnauze voll hat. Heute ist sie aber einen Schritt zu weit gegangen, sie hat Jenni einen Zahn ausgeschlagen… Jenni hatte dann wohl alle Hemmungen fallen gelassen und ihr Knie in Tiranas Brust gerammt. Das ganze sah Sau schmerzhaft aus.“ Nun sagte niemand mehr etwas, die Erklärung war einleuchtend, jedoch nicht unbedingt beruhigend. „Es gab aber noch einen anderen Grund, weshalb Jenni ihr beinahe die Fresse eingeschlagen hätte…und darüber müssen wir noch reden…“  


„Wow, was ist denn da passiert?“ Jenni stand vor der Rezeption der Krankenstation und hielt dieser als Antwort auf ihren fragenden Blick ihren ausgeschlagenen Zahn entgegen. „Kleiner Ausrutscher im Nahkampftraining“ fügte sie mit erzwungenem lächeln an. „Na dann komm mal schnell mit, du hast Glück, im Moment ist hier grad nicht viel los, da hat sicher gleich jemand Zeit für dich.“ Sie begleitete sie in einen zweiten Raum, in dessen Mitte ein Liege lag und zahlreiche medizinische Instrumente standen, von denen Jenni nicht einmal die Hälfte hätte benennen können. „Ich melde, dass sie hier warten, es wird sich gleich jemand melden“. Die Schwester verließ den Raum wieder und schloss die Tür hinter sich. Jetzt wo Stille einkehrte, konnte sie ihre eigenen Gedanken wieder besser hören „Was wenn sie mich rausschmeißt?... Nein, Tirana ist zwar ein Miststück, aber das hier reicht nicht um mich rauszuschmeissen, es war ja Nahkampftraining, ich bin lediglich ein bisschen übers Ziel
hinausgeschossen. Versuchen wird sie es zwar wahrscheinlich, aber dafür bräuchte sie…mehr.“ Bei diesem Gedanken stockte Jenni „…Und das könnte sie auch haben... Sie scheint misstrauisch zu sein wegen mir und Kiara, aber wieso hat sie es noch nicht gemeldet? Fehlen ihr die Beweise? Falls ja muss ich jetzt verdammt vorsichtig sein. Vielleicht will sie mich einfach schikanieren, bis ich sie mich verpfeifen will, um mich dann rauszuschmeissen…“ Solche Gedanken machten es nicht unbedingt einfacher das Ganze zu vergessen. Mit einem leisen zischen öffnete sich die Tür. Noch ehe Jenni sich umdrehen konnte hörte sie die Stimme von Marcel hören. „Ach schon wieder hier? Diesmal ist es aber nicht die Nase, oder?“ Jenni erkannte ihn erst, als sie sich zu ihm umdrehte. „Nein, diesmal ein Zahn“ antwortete sie, das Lächeln blieb jedoch aus, denn als sie es
versucht hatte, war ein Schmerz, wie ein Nadelstich, durch den Oberkiefer gerast. „Mann, wieso tust du dir das an? Nicht viele Soldaten sind so oft hier. Du solltest dich ein bisschen weniger doll prügeln… oder gewinnen…“ „Ich habe nicht verloren“ antwortete sie, diesmal musste sie trotz Schmerzen grinsen. „Ach so… hat das zufälligerweise was mit der Asariausbilderin die heute von einer Kiste runtergefallen ist und dabei unglücklich gelandet ist?“ Marcels fragender Blick sagte bereits viel aus. „Sie ist vor ein paar Minuten hierhergekommen.“ Als Antwort grinste Jenni nur. „Es war nichts gebrochen, nur geprellt und gequetscht… eigentlich schade um ihren schönen Körper…“ Er holte ein Zahnbürsten ähnliches Instrument und eine Spritze hervor. „Also, ich werde die Wunde säubern, und den Zahn wieder einsetzen und die Blutung stoppen. Du hast Glück, die Wurzel scheint intakt. Anschließend werde ich dafür sorgen, dass der Zahn auch da bleibt, dafür werde ich ein Brücke anbringen, die deinen losen Zahn mit den zwei benachbarten verbindet… Eine junge Lady wie du sollte nicht mit anderen raufen...“ „Das gehört nun mal zum Job und eine Lady bin ich wahrscheinlich auch nicht, dafür fehlen mir Geduld und Stil… und die Manieren“ fügte sie schmunzelnd an. „Vielleicht… aber es wäre schade, wenn du dein hübsches Gesicht verunstalten würdest.“ Er deutete ihr an sich zu setzen und den Mund aufzumachen. Mit einem kleinen, aber ordentlich schmerzhaften Stich injizierte er ein Betäubungsmittel in ihr Zahnfleisch. Als sie wieder sprechen konnte fragte sie nach „Hübsch? Bin ich denn Hübsch?“ Sichtlich verlegen war er ihr einen flüchtigen Blick zu „Auf jeden Fall, du siehst…blendend aus.“ Nach kurzem Zögern fügte er an „Nicht falsch verstehen, es ist nur, man sieht hier selten Soldatinnen bei N7, geschweige denn so junge und… ähm… adrette.“ Jenni wusste, dass ihre Maße durchaus für sich sprachen und viele ihr Gesicht als sehr hübsch empfanden, sie hatte sich jedoch oft selbst als nichts besonderes angesehen. Ihr waren eher die kleinen Fehler aufgefallen. Jetzt wollte sie es jedoch genau wissen. „Hm, ich weiß nicht, ich finde meine Nase ist zu groß und meine Ohren gefallen mir irgendwie auch nicht…“ „Was? Wieso denn? Deine Nase passt doch hervorragend zu deinem Gesicht, sie sieht toll aus“ er wusste dass er sich in eine blöde Situation manövrierte, aber es war bereits zu spät. „Ich fände es schade, wenn du dir dein charmantes Lächeln kaputt schlagen lassen würdest.“



Mit lahmem Gesicht kehrte Jenni in die Unterkunft zurück. Marcel hatte ihr den Zahn wieder eingesetzt und befestigt, dank der Medikamente und des Medigels, dass er ihr mitgegeben hatte ,sollte ihr Zahn im Laufe der nächsten Woche wieder anwachsen. Sie hatte gefragt wie lange sie nicht auf den Zahn beißen dürfte. „Das wirst du schnell selber spüren“ hatte Marcel ihr grinsend geantwortet. Im Moment konnte sie jedoch noch gar nichts spüren, die örtliche Betäubung wirkte noch immer. „Wenigstens kann ich jetzt unter die Dusche“ dachte sie sich, als sie den Gang betrat. Diese Hoffnung verflog jedoch schnell wieder, als sie in den Schlafraum trat. Es waren nicht alle anwesend, jene die da waren sahen sie jedoch alle besorgt an. Arsilia, Kiara, Alex, Deni, Selak, Shalera und Ivana standen in dem Raum. Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch trat Jenni auf ihren Schrank zu, es war offensichtlich, dass sie etwas von ihr wollten, und innerlich wartete sie nur auf den Moment ,in dem sie angesprochen würde. „Jenni…“ Wie sie erwartet hatte dauerte es nicht lange bis ihr Name fiel. Sie zog noch ihr neues Shirt fertig an und drehte sich anschließend zu ihren Freunden um „Ja?“ fragte sie neugierig. „Jenni, es… es gibt da etwas über das wir reden müssen.“ begann Shalera zögerlich. „Das klingt nicht gerade gut… wollt ihr mich als Anführerin absägen?“ „Nein“ antwortete die Asari sofort. „Nein, das ist es nicht, es geht um etwas ganz anderes… du wurdest heute bereits das zweite Mal im Training verletzt…“ Sie schien nach den richtigen Worten zu suchen. Schließlich kam Arsilia ihr zuvor. „Es ist ja so das wir von deiner Beziehung mit Kiara wissen und von uns würde dir deshalb niemand jemals etwas vorhalten, geschweige denn ein Problem damit haben, aber ich glaube es könnte zu einem Problem werden. Nicht unsererseits, aber deinerseits.“ Sichtlich verwirrt lehnte Jenni sich seitlich an einen der Bettpfosten und sah ihre Kameradin verwundert an „Das verstehe ich jetzt nicht ganz.“ „Du willst Kiara beschützen, das ist verständlich und ich würde bestimmt auch so handeln, wenn jemand den ich liebe angegriffen wird. Es ist nur so… ich habe mir heute ernsthaft Sorgen gemacht, dass du Tirana umbringen würdest, man sieht einem jemandem an, wenn er wütend ist, auch wenn er eine Maske aufhat Jenni. Sie hat mit Kiara gekämpft und sie gnadenlos fertig gemacht. Es war schwer das einfach mitansehen zu müssen, für dich sicher noch mehr, als für alle anderen. Ja, Tirana ist ein Miststück und ja, sie hatte es verdient, dass du ihr mal richtig aufs Maul gehauen hast, aber dadurch hast du es dir selbst nur noch viel schwerer gemacht. Du warst schon vorher immer ihr Ziel und jetzt wird sie dich bestimmt noch mehr fertig machen.“ „Sie versucht mich zu zerbrechen und sie wird genauso daran scheitern, wie jeder Andere und jede Andere, die das zuvor versucht habt“ antwortete sie entschlossen. Jenni fand es rührend, dass sich die anderen Sorgen um sie machten, aber es war nicht nötig. Sie hatte bereits so vieles durchgemacht, sie würde jetzt nicht an einer einfachen Ausbilderin scheitern. „Ja, aber wir möchten nur, dass du nicht denkst, dass du diesen Kampf alleine gewinnen musst. Wir sind eine Einheit, wir sind Freunde. Sie wird versuchen deine Gefühle zu mir auszunutzen, um dich so fertig machen zu können. Sie wird darauf abzielen, dass du nicht nur deine eigenen Hürden nehmen musst, sondern auch noch die nehmen willst, die sie mir in den Weg stellt. Ich verstehe ,dass du bereit bist hier alles zu geben, aber es wird einen Punkt geben, an dem du das nicht mehr alles allein schaffen kannst und zusammenbrichst unter der Last, die du dir selber auferlegt hast. Ich möchte dich davor bewahren. Du vertraust mir doch oder?“ Kiara wartete einen Moment, jedoch nicht lange genug ,dass Jenni hätte antworten können. „Du musst mir vertrauen, dass ich meine Hürden selber schaffe, ansonsten bin ich hier fehl am Platz und bringe nur mich und euch in Gefahr. Wenn mir der Druck zu viel wird, dann werde ich es dir sagen, vertrau mir. Ich möchte aber auch ,dass du um Hilfe bittest, wenn du sie brauchst. Du bist unsere Anführerin, und das aus gutem Grund, aber das heißt nicht, dass du alles alleine durchstehen musst.“ „Es ja rührend ,dass ihr auch Sorgen um mich macht, aber ich passe schon auf mich auf.“ Sie war nicht zu stolz um den Rat anzunehmen, sie wusste, dass sie um Hilfe fragen konnte bei ihren Freunden, es war nur einfach nicht richtig bei jeder kleinen Auseinandersetzung gleich um Hilfe zu rufen. „Bitte, Jenni“ Kiara trat nun auf ihre Freundin zu und stellte sich vor sie. „Ich will, dass du mir versprichst, dass du dich meinetwegen nicht wieder in Schwierigkeiten begibst… Ich bitte dich als Freundin darum, versprich es mir bitte“ In ihren smaragdgrünen Augen spiegelten sich Sorge und Angst, es fiel Jenni schwer Blickkontakt zu halten, ihre Freundin so zu sehen war ihr unangenehm, dafür verantwortlich zu sein, dass sie sich so fühlt war noch schlimmer. „Ok, ich verspreche es dir, aber wenn ihr mir jetzt schon ins Gewissen redet, dann macht selbst diesen Fehler nicht auch… Besonders nicht du, ich weiß ,dass du genauso stur sein kannst wie ich“ flüsterte Jenni ihrer Freundin , die ganz dicht vor ihr stand, ins Ohr. Kiara stupste vorsichtig mit ihrer Wange gegen die von Jenni. Diese sah sie an, Kiara bewegte sich auf sie zu und schloss die Augen. Sanft berührten sich die Lippen der beiden jungen Frauen. Nach ein paar Sekunden lösten sie sich wieder voneinander. „Wir sollten jetzt essen gehen, bevor sie das Essen wegpacken“ meldete sich Alex ein paar Sekunden später. „Gute Idee, ich sterbe vor Hunger“ antwortete Ivana. „Ich muss zuerst noch duschen, so verschwitzt will ich nicht am Tisch sitzen“ warf Jenni ein.“ Aber diesmal nehmen wir Kiara mit. Nicht das sie “noch schnell zur Toilette muss“ konterte Selak grinsend.



Das heutige Menü hatte Jenni nicht so geschmeckt, sie mochte Bohnen nicht wirklich. Vom Chili con Carne hatte sie trotzdem gegessen, wenn auch nicht sehr viel und nur zögerlich, ihr Zahnfleisch war mittlerweile aus der Narkose erwacht und schmerzte beim zubeißen sehr. Glücklicherweise gab es meistens auch Salat und Suppe, wobei sich Jenni hauptsächlich an Zweiteres hielt. Das Hauptgesprächsthema war, sehr zu Jennis missfallen, ihre “Schlägerei“ mit Tirana. Sie wollte das Ganze bloß schnell vergessen, damit sie sich nicht zu viele Gedanken über die Folgen machen würde. Diese trafen jedoch schneller ein als erwartet. Sie waren noch nicht einmal mit Essen fertig, da trat bereits ein Allianz Soldat zu ihnen und forderte sie auf mit ihm zu kommen. Sie folgte der Aufforderung, der Geruch von Bohnen und der schmerzende Zahn drückten ihr sowieso auf den Appetit.



„Wo bleib sie bloß?“ „Wahrscheinlich hat sie irgend ne blöde Strafarbeit bekommen, die sie erledigen muss“ entgegnete Garon auf Kiaras Frage. „Oder ne Nacht in der Arrestzelle, soll ja auch ganz beliebt sein bei Ausbildern.“ Marcel kam gerade von der Toilette zurück, als er diese Bemerkung von sich gab. Kiara schien nicht sehr amüsiert zu sein, sie warf ihm einen finsteren Blick zu. „Keine Sorge, sie kommt sicher bald, es ist ja erst acht Uhr“ meinte Arsilia mit ruhiger Stimme. Erst nach gefühlten Ewigkeiten kam sie schließlich in die Unterkunft, Jenni wirkte sichtlich geschafft. „Was ist passiert?“ Müde ließ sich die Anführerin der BDF auf ihr Bett fallen und antwortete, das Gesicht auf dem Kopfkissen ruhend „Ich musste in der Kantine putzen helfen. Tirana konnte mir nichts schwerwiegendes anhängen, weil sie mich aufgefordert hatte sie anzugreifen und es im Nahkampftraining war. Hätte ich sie weiter angegriffen, als sie bereits am Boden gelegen hatte, wäre ich in den Knast gewandert ,aber so…. Dafür hat sie mich überall eingeteilt, wo noch irgendwie ein Platz frei war. Ich darf in der Kantine helfen, den Kasernenplatz putzen und wahrscheinlich noch viele andere lustige Aktivitäten machen.“ Sie drehte
sich auf den Rücken und entspannte sich. „Ich hab sie noch nie gemocht, aber diese Frau macht es einem einfach zu leicht sie zu hassen“ Fügte sie an. Kiara setzte sich neben sie und streichelte sanft über Jennis Unterarm „Wieso musst du auch sowas dummes machen?“ fragte sie ihre Liebste, die neben ihr mit geschlossenen Augen lag. Diese sah sie erst an, in Kiaras Augen spiegelten sich Mitgefühl und auch ein wenig Trauer. Einen Moment später richtete Jenni sich auf und streichelte sanft mit dem Daumen über die Wange der Asari „Weil du mir den Kopf verdreht hast“ antwortete sie lächelnd. „Und dabei habe ich am Anfang Angst gehabt, dass ich diejenige sein werde, die sich nicht zurückhalten könne… dreh dich bitte auf den Bauch, du bist bestimmt ganz verspannt.“ Kiara deutete Jenni an sich zu drehen. Als diese ihrer Bitte nachkam, legte sie ihre Hände an den Nacken ihrer Freundin und begann sie sanft zu massieren. „Mh, das musst du von jetzt an jeden Abend machen…“ seufzte Jenni. Kiara reagierte sofort darauf „Und wer massiert mich?“ fragte sie vorwurfsvoll. „Na ich, aber du zuerst, das ist himmlisch“



Die Berührungen ihrer Freundin wanderten über Kiaras Körper, sanft und elegant. Als würde sie diese Hände schon immer gekannt haben, so vertraut und doch fremd. Als würden die Fingerspitzen eine heiße Spur auf ihrer Haut hinterlassen. Kiara drehte sich um, nun lag sie auf dem Rücken, Jenni vor ihr kniend. Ihre Freundin beugte sich zu ihr vor, um sie zu küssen. Ihre langen roten Haare hingen neben Kiaras Kopf herunter und kitzelten sie ein wenig. Sie Schlang ihre Arme fest um ihre Liebste, um sie an sich zu ziehen, als sich alles auflöste. Es hatte sich so real angefühlt und jetzt war es weg. Ein Schock durchfuhr ihren Körper, als sie einen Ohrenbetäubenden Knall hörte. Sofort fuhr sie hoch, dabei war sie so schnell, dass ihr momentan ruhiger Kreislauf  nicht ganz mitkam. Für einen Moment wurde ihr schwindlig und ihr Sichtfeld engte sich etwas ein. Doch um sich darüber Gedanken zu machen blieb keine Zeit, ein zweiter Knall erschütterte den Raum. Auch die anderen Soldaten waren aufgeschreckt und waren teilweise beinahe aus dem Bett gesprungen. Sofort sahen sich alle um, von draußen waren Lichtblitze und Schüsse zu hören, einen Augenblick später setzte auch der Alarm ein. Die Sirenen brüllten sofort in schrillen Tönen um sich und ließen alle zusammenfahren. Das Geräusch war so unangenehm, dass Jenni glaubte es in ihrem verletzten Zahn zu spüren. Noch ehe jemand reagieren konnte sprang sie auf und schrie so laut sie konnte „Alarm, sofort rüber zum Hauptgebäude, der kürzeste Weg geht über den Hauptplatz. Barrieren!“ Die Anderen wusste sofort woran sie waren, das Ganze war eine Gefechtssituation und ihre Anführerin hatte ihnen Befehle gegeben. Die ganze Gruppe stürmte in Unterwäsche Richtung Ausgang. Ihre Rüstungen waren im Untergeschoss des Haupttraktes, dort waren auch ihre normalen Rüstungen, aber im Falle eines Angriffes dauerte es eh zu lange die normalen Rüstungen anzuziehen, rüber zu rennen, die Rüstungen wieder auszuziehen und sich dann gleich wieder anzuziehen. Sie waren ja nicht alleine, solange noch einige andere Soldaten da waren, konnten die ihnen Feuerschutz geben ,bis sie im Hauptteil waren. Ihre Barrieren würden sie zusätzlich schützen. Wenn der Feind bereits soweit vorgerückt wäre, dass bereits alle Verbündeten tot wären, dann hätten sie sowieso nicht mehr die Zeit auch nur eine Normale Rüstung anzuziehen. Niemand von der BDF wusste was los war, wer sie angriff oder wie die Lage draußen wohl wäre. „Scheiße Mann, was geht hier ab? Cerberus?!“ „Nie, die wissen ,dass ein offener Krieg Selbstmord wäre!“ Der kurze Wortwechsel von Marcel und Sarjka wurde abrupt unterbrochen ,als sie die Ausgangstür erreichten. Der Gang war ,bis auf die roten Lichter der rotierenden Alarmlichter, dunkel und kalt, draußen herrschte immer noch ein riesen Aufruhr und es waren Schüsse aus automatischen Waffen zu hören. Zusätzlich war da noch das Dröhnen des Alarms, das alles überdeckte und sogar die eigenen Gedanken zu übertönen schien. „Barrieren überprüfen und dann los! Mir nach!“ Die Anführerin der BDF brüllte die Worte so laut sie konnte, damit auch die hintersten sie verstehen würden. Einen Moment später öffnete sie die Tür und trat nach draußen. Auf den ersten Blick war nicht viel zu erkennen, es herrschte ein großer Aufruhr. Die meisten Soldaten waren Eingangsseitig verschanzt und lieferten sich Feuergefechte mit Angreifern, die sich im nahen Wald verschanzt hatten. Ohne weiter auf diese zu achten rannte Jenni los, ihr Herz schlug ihr bereits bis zum Hals, Adrenalin schoss durch ihre Adern. Einige Kugeln schlugen in ihrer Nähe ein, doch sie hatten keine Zeit sich davon ablenken zu lassen. Nach wenigen Sekunden hatte Jenni die Eingangstür des Hauptgebäudes erreicht. Um nicht anhalten zu müssen, schlug sie selbige mit einem biotischen Feld auf. Dass sie dabei fast unter Beschuss geraten wäre, bemerkte sie erst einen Augenblick später. Im inneren des Eingangsraumes hatten sich einige Soldaten postiert, um von drinnen Unterstützung zu liefern. Eine kleine Gruppe hatte die Tür bewacht, als die gesamte BDF nun hereinstürmte hätte selbige Gruppe beinahe das Feuer eröffnet. Stattdessen sahen sie nun alle verdutzt an, ein fast 40 Soldaten umfassender Zug nur in Unterwäsche gehüllter Menschen, Asari und Turianer rannten durch den Raum zu der Treppe, die nach unten führte. „Acht ziehen ne normale Rüstung an und verteidigen den Eingang, bis dahin müssen ein paar ohne Rüstung die Stellung halten. Sobald die ersten Verteidiger mit Ausrüstung bereit sind, kommt der Rest zu den Montagestationen und hilft!“ „Ich mache die erste Verteidigung, wer noch?“ Alex meldete sich sofort, nachdem Jenni geendet hatte. Sofort meldeten sich einige der anderen Soldaten auch noch. „Ich werd auch helfen…“ wollte Jenni gerade anfangen, als sie unterbrochen wurde. „Sicher nicht, du bist unsere Anführerin, du wirst sofort mit dem anlegen deiner Kampfausrüstung anfangen. Wir brauchen dich so schnell wie möglich einsatzbereit!“ rief Arsilia, die etwas hinter Jenni stand. Diese war dabei die schwere Panzertür zu öffnen. Ihr UW war das einzige was sie mitgenommen hatte, als sie die Unterkunft verlassen hatte. Nach ein Paar
Sekunden begann sich die Tür zu öffnen. „Ich dachte ich gebe hier die Befehle?“ antwortete sie Arsilia fragend. „Ja, aber denk doch mal nach…“ Kaum hatte sich die Tür fertig geöffnet ,traten alle eilig hindurch. „Der Code für die Waffenschränke?“ Damit meinte Alex die zwei kleinen Schränke ,die sich, in der Wand eingelassen, im inneren des Raumes befanden. „Probier den Notfallcode, ansonsten reiß die Tür raus, wofür hast du den Biotiken…“ Jenni hielt einen Moment inne und drehte sich zu denen, die beim Eingang blieben um „Verschließt die Tür soweit, dass nur noch eine Schießscharte offen bleibt, wir helfen euch gleich!“ Kiara packte sie am Arm und zog sie in Richtung des Umziehraumes. Zieht den Sensoranzug unter die normale Rüstung an, dann könnt ihr euch das nachher sparen. LOS!“ Die Nervosität war allen anzusehen, in der Frauen “Umkleide“ herrschte ein großes Durcheinander. „Fang!“ Sarjka warf Jenni ihren Anzug zu, als diese den Raum betrat. Diese erschrak gehörig, konnte das Kleidungsstück jedoch fangen. „Danke“ antwortete sie beiläufig, sofort streifte sie ihre Unterwäsche ab und machte sich daran sich in das enge Neopren, Latex ähnliche Gewand zu zwängen. Ihr Blick wanderte für einen Moment durch die Runde, erst jetzt fiel ihr auf, dass sie gar nicht durchgezählt hatte. „Sind wir alle? Hat es irgendjemand nicht geschafft?“ die Frage kam wesentlich kälter als beabsichtigt. Nach einem Moment der Stille in der jede der Anwesenden nachzuzählen schien ,antwortete Tanja „Ich glaube schon, von uns hier zumindest sind alle anwesend.“ Erleichtert seufzte sie auf, als Anführerin war sie verantwortlich dafür, dass alle lebend aus so einer Situation wieder herauskamen. Ohne es zu beabsichtigen wanderte ihr Blick zu Kiara. Diese war gerade neben ihr dabei die kleinen Häkchen einzuklinken, um ihren Sensoranzug zu schließen. „Das letzte mal mit so nem Anzug war wesentlich gemütlicher“ meinte Jenni, in ihrem Kopf flackerten Bilder des Vergangenen Wochenendes und Kiara in ihrem Catsuit auf. „Weniger reden und schneller anziehen…“ konterte ihre Freundin neckisch „Und ja, es war gemütlicher…kannst du schnell helfen?“



„Was machst du da?“ „Ich versuche gerade mich in die Sicherheitskonsole der Überwachungskamera zu hacken“ Es waren etwa 3 Minuten vergangen, seit sie sich in dem Raum verbarrikadiert hatten und die Ablösung für die ersten Verteidiger war gekommen. Die Standartrüstungen schützten zwar nicht so gut wie ihre Kampfrüstung, jedoch deutlich besser als die Allianzunterwäsche, welche die erste Gruppe, die verteidigte, getragen hatte. Deni hatte sich hinter einer Mauerecke hingesetzt und tippte auf seinem UW herum. „Kannst du das denn überhaupt? Soviel ich weiß ist das ganz schön schwer…“ Selak stand neben ihm und zielte durch die dünne Spalte zwischen den beiden, sich horizontal öffnenden Türhälften durch. „Wenn ich ehrlich bin habe ich keine Ahnung wie das Ganze funktioniert, ich lasse die Hacksoftware der Salarianer drüber laufen und hoffe, dass es klappt. Wenn es nicht klappt haben wir nichts verloren, oder?“ Der Turianer legte den Kopf schief und zuckte mit den Schultern „Stimmt… Wie weit seit ihr dahinten?“ „Sind dabei, dauert noch n Moment.“ Bisher schien es viel zu ruhig, entweder konnten ihre Kameraden die Feinde gut zurückhalten oder sie würden eine böse Überraschung erleben. „Hei, es klappt!… zumindest ein wenig. Ich kann auf manche der Kameras Zugreifen. Also dass muss man den Salarianern lassen, mit Tech können sie umgehen… ****, das sieht nicht gut aus, die Angreifer rücken vor, 15 bis 20 Minuten, wenn unsere Leute sich gut halten.“ „Wo sind sie im Moment?“ Selak trat näher zu Deni um auch sehen zu können was dessen UW anzeigte. Sie sind bereits bis zum Rand der Basis vorgerückt.“ „Mist“  



Schüsse im Inneren des Hauses ließen die Soldaten zusammenfahren. „Was passiert da oben?“ „Egal, hier wird’s gleich ungemütlich… Scheiße, sie haben die Kameras deaktiviert, ich kann nichts mehr sehen.“ Die Verteidiger machten sich bereit auf Widerstand zu treffen. „Die Kavallerie ist da, geht nach hinten und helft den Anderen, wir halten hier die Stellung, beeilt euch!“ Die ersten beiden Achtergruppen hatten ihre Kampfausrüstung montiert und traten nun zu der zu sichernden Tür. „Danke, viel Glück“ erwiderte Selak auf Jennis Befehl hin und trat um die Mauer herum zu den Montageplätzen. Plötzlich herrschte Stille. Nach kurzem war ein metallisches klimpern zu hören, ein kleiner zylindrischer Körper flog im Treppenhaus gegen eine Wand und purzelte die Treppe runter. „Granate!“ schoss es Jenni sofort durch den Kopf. Gerade als sie reagieren wollte, wurde der kleine Zylinder von einer blauen Kugel getroffen und wieder hinaufgeschleudert. Anstelle eines ohrenbetäubenden Knalles war nur ein leises ploppen zu hören, gefolgt von einem Zischen. Nach wenigen Sekunden begannen dicke Rauchschwaden den Gang hinunter zu sinken. „Scheiße, Schockwelle um den Gang zu sichern, danach rücken wir vor, Verschließt die Tür hinter euch, wir müssen uns mehr Platz zum manövrieren schaffen.“ Jenni gab die Meldung über den internen verschlüsselten Funk weiter, so brauchte sie nicht laut zu schreien und der Feind wusste nicht was ihn erwartete. Wie angeordnet donnerten zwei Schockwellen das Treppenhaus hoch, die Wucht der biotischen Explosionen, die sich ihren Weg durch den Rauch bahnten, war dabei groß genug ,um die Stufen zu beschädigen und beträchtliche Stücke des Wandverputzes zu zerschlagen und abzureißen. Shalera öffnete die schwere Tür vor sich mit ihrem UW, ein Teil der Soldaten trat sofort nach draußen, die anderen folgten etwas versetzt. Bei der ersten Wende der Treppe stoppen sie kurz. Niemand hatte ein Waffe mit Thermalvisier, es war also unmöglich genau zu erkennen was vor ihnen lag. Es war extrem unangenehm blind vorgehen zu müssen, das einzige Hilfsmittel war der Plan des Gebäudes, sie konnte durch die Echtzeiteinblendung erkennen wo sie sich etwa befanden. „Zweiter Teil sichern…“ Sie sah kurz über ihre Schulter der direkt hinter ihr stehende Umriss gehörte anscheinend Marcel und war auch mit seinem Namen angeschrieben. Dank der Kommunikation zwischen den einzelnen Anzügen war es möglich immer die Umrisse von selbigen eingeblendet zu sehen, was das agieren unglaublich vereinfachte. „Marcel, Singularität auf mein Kommando.“ Sie markierte einen Punkt, da wo sie das obere Ende des Treppenhauses vermutete und machte sich bereit. Ihre Barrieren waren aufgeladen, mit rasendem Puls sprang Jenni um die Ecke startete ihre Schockwelle und ging sofort wieder in Deckung. Einige Schüsse waren zu hören,mindesten zwei verfehlten sie nur knapp und bohrten sich keinen halben Meter neben ihr in die Wand. Unmittelbar nach dem dumpfen donnern der zweiten Explosion war ein lautes Krachen gefolgt von einem metallischen scheppern zu hören. Irgendetwas oder Jemanden hatte Jenni erwischt. Das Licht war auch ausgegangen, die Lampe die im Treppenhaus gehangen hatte schien den Angriff ebenfalls nicht überstanden zu haben. Mit einer Augenbewegung ließ sie die Markierung grün aufleuchten, was für Marcel der Befehl war seine Singularität einzusetzen. Diesem Befehl kam er auch gleich nach. „Los wir stürmen!“ „WAS?! Aber meine Singularität...?“ „Barrieren oben halten, jetzt erwarten sie uns garantiert nicht!“ Mit einer Handbewegung deutete sie ihren Kameraden an ihr zu folgen und setzte sich in Bewegung, kaum um die Ecke getreten schleuderte sie ein Wurffeld in Richtung der Singularität um eventuell darin gefangene Feinde aus dem Weg zu räumen. Die resultierende Detonation zweier entsprechender Biotiken konnte gewaltige Kräfte aufbringen. Sie wusste nicht genau ob und wenn ja, wo in dem Strudel der Singularität sich ein Gegner befinden würde. Relativ unerwartet kam deshalb auch die Druckwelle selbiger Detonation. Von den Wänden des Treppenhauses und der Decke darüber platzen abermals Verputzstücke ab und fielen auf die BDF herab. Jenni rannte nun gefolgt von ihren Kameraden die Treppe hoch, der sog der Singularität war deutlich spürbar, ihre Barriere schützte sie jedoch davor von den Füßen gehoben zu werden. Etwas strauchelnd kamen die Soldaten aus der Rauchwolke geschossen. Der Eingangsraum war kaum beschädigt, wie Jenni im ersten Moment auffiel. Es sah gar nicht aus, als ob hier ein Kampf gewütet hätte. Zeit für weitere Gedanken blieb nicht, es waren Feinde in dem Raum zu sehen. Weder Cerberussoldaten, noch Aliens, bewaffnete Drohnen, wie sie auch von diversen Polizei und Sicherheitskräften eingesetzt wurden, richteten nun ihre Waffen nach ihnen aus. Aus Reaktion feuerte sie auf eine vor ihr stehende Drohnen, Zeit zu zielen blieb ihr nicht, einen weiteren mechanischer Feind direkt neben ihr drohte sie aufs Korn zu nehmen. Sie schnellte herum und schlug der Drohne den Schaft ihres Gewehres ins Gesicht. Diese wurde etwas zurückgeworfen, schien aber noch keinen Schaden davongetragen zu haben. Jenni setzte nach, bei einem zweiten schlag mit der Unterseite des Laufes stolperte die Drohne vor eines der Fenster. Dieses war bis zu jenem Zeitpunkt noch intakt gewesen, was Jenni äußerst seltsam vorkam, da das Gebäude doch massiv beschossen worden sein müsste. Hinter ihr war ein riesen Radau zu hören, automatische Waffen wurden abgefeuert, Glas zerbrach und ein Biotische Detonation den Raum erschütterte. Ein blauer Schleier flammte um sie herum auf, mit einem Biotisch verstärkten Schlag drosch sie den Mechanischen Körper durch das Fenster nach draußen auf den Hauptplatz. Hinter ihrem Rücken waren keine Schüsse mehr zu hören. Die Luft war immer noch erfüllt von dem Qualm der Rauchgranate, jedoch nicht im Maße, sodass man nicht mehr hindurchsehen könnte. Der Raum sah nun ziemlich anders aus, als noch vor wenigen Sekunden. Manche Scheiben waren zerbrochen, einige der Drohnen lagen übel verkrümmt und verdreht am Boden. Dort wo Garon mit seinem biotischen Sturmangriff einen Feind mit voller Wucht gegen ein der Wände gerammt hatte, war ein kleiner Abdruck zu sehen. Auch sonst waren die Wände fleißig dekoriert, überall waren die kleinen Farbspritzer von Übungsmunition zu sehen. Drei der Ursprünglich vier Lampen waren noch an stelle, ein flackerte jedoch nur noch, im Treppenhaus waren gar keine Lampen mehr vorhanden. Im Augenblick herrschte Ruhe, die Gruppe stand ziemlich verwirrt da und sah sich um, etwas stimmte nicht. „Wo sind die Verteidiger hin? Und wieso sind unsere Waffen mit ÜBUNGSMUNITION geladen?“ Garons Frage jagte Jenni einen kalten Schauer über den Rücken „Weil das ne Übung ist! Verdammt!“ Verärgert darüber, dass sie es nicht eher bemerkt hatte, trat sie wütend gegen einen der umgekippten Stühle. „Ach Scheiße, Reeston wird sich garantiert freuen, wenn er das hier sieht, sieht für mich nach ner nötigen Renovierung aus, was meinst du?“ Denis Frage war an Joshua gerichtet, der neben ihm stand. „Ich glaub eher drei Monate Sonntagswache…“ Vom Hauptplatz her waren Schritte zu hören. Da niemand so genau wusste was vor sich ging, blieben sie vorsichtig, jeder der von den Waffenschränken unten ein Gewehr hatte, zielte auf die Haupttür, die anderen bauten eine Barriere um sich und ihre Kameraden herum auf. Als Reeston die Tür aufstieß weiteten sich seine Pupillen, sein besorgter Gesichtsausdruck wich blankem Schrecken. „Waffen runter!“ befahl Jenni sofort, als sie erkannte, dass es sich bei dem vermeidlichen Feind um einen Vorgesetzten handelte. Der Gesichtsausdruck des Colonels änderte sich aber nur begrenzt, lediglich ein wenig Verständnislosigkeit mischte sich dazu. „Was zu Hölle ist denn hier geschehen!? Was soll dieser Scheiß!?“ polterte er los. „Sir, wir wurden offensichtlich angegriffen und sind wie geübt vorgegangen, wir haben uns sofort ins Unt…“ „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass das Zerlegen der Inneneinrichtung meines Stützpunktes zum Standardvorgehen im falle eines Angriffes gehört, schon gar nicht bei einem simulierten!“ „Wir waren nicht darüber informiert worden, dass es sich hierbei um eine Übung handelt, wir sind bis vor wenigen Augenblicken von einem Ernstfall ausgegangen.“ „Was denkt ihr warum wir euch nur ÜBUNGSMUNITION geladen hatte?!“ Er schien immer noch sehr aufgebracht zu sein, sein Ton hatte sich jedoch verändert, er klang nun nicht mehr tadelnd sondern eher verständnislos. „Die Situation erforderte es, um ein minimales Risiko für meine Einheit zu
garantieren, Biotiken einzusetzen. Dabei sind halt gewisse Schäden entstanden. Aber Material ist ersetzbar, das Leben von Soldaten nicht.“ Mit nachdenklichem Blick begann Reeston durch den Raum zu gehen, wahrscheinlich um die entstandenen Schäden zu begutachten. „Ich muss zugeben, dass diese Aussage nur allzu wahr ist… aber habt ihr eine Ahnung wie ich das der Versicherung erzählen soll?“ Er konnte sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen. Plötzlich hielt er inne und bewegte sein Gesicht mit prüfendem Blick näher an die Wand. Von draußen waren weitere Bewegungen zu erkennen. Eric und einige andere N7 Soldaten waren vor das Fenster getreten. Als sie sahen was drinnen vor sich ging, hielten sie sich sofort prustend die Hände vor den Mund und verschwanden Augenblicklich wieder. „Jenni, was ist da oben los, ist das ganze schon vorbei?“ fragte jemand per Funk. Die Stimme gehörte Selak, er hatte gerade seine Panzerung fertig montiert und trat zusammen mit den restlichen Soldaten nach oben. „Schlechter Zeitpunkt, erklär ich euch gleich. Wir haben grad ziemlichen Mist gebaut, ist besser ihr redet gerade  nicht.“ Reeston ,der den Abdruck im Verputz einen Moment lang genauer betrachtet hatte, wandte sich nun wieder den Soldaten zu. Mit fragendem Blick sah er die Soldaten kommentarlos an. Betreffendes Schweigen herrschte in dem Raum. „Ist das hier das was ich denke? Wie ist das bitte entstanden?“ „Das ist mein Verschulden“ meldete sich Garon. „Das ist wohl entstanden, als bei meinem Sturmangriff das Kontrollmodul der Drohne zwischen meine Schulter und die Wand geraten ist…“ „Auch wenn du versuchst es nett zu formulieren, hast du den Schädel einer 100.000 Credits Übungsdrohne gegen eine Wand geschlagen… so, dass man ihre Seriennummer beinahe lesen könnte.“ „Wenn ihn das freut wird er beim Treppenhaus nen Herzinfarkt kriegen“ funkte Kiara lachend. „Egal, das ganze können wir gleich bei der Einsatzbesprechung weiter ausführen, meldet euch bei den anderen in der Kantine, ich komme auch gleich.“ „Ja Sir“ Antwortete die ganze Gruppe und trat nach draußen. „Beeilt euch, bevor er einen Bli…“ „Oh, Ooh!“ das wütende Schnauben von Reeston ertönte ,kaum als die letzten den Raum verlassen hatten. „ck ins Treppenhaus wirft.“ Die Gruppe schritt hastig über den Platz zu der Kantine, der durch das innere des Gebäudes wäre zwar näher gewesen, aber ein wenig Frischluft war nun auch nicht schlecht.  



Im Inneren der Kantine waren laute Gerede und noch viel lauteres Gelächter zu hören. Es fühlte sich zwar etwas seltsam an in voller Kampfmontur um halb vier Uhr morgens in die Kantine zu gehen, aber nach der Aufregung der letzten halben Stunde machte das auch keinen Unterschied mehr. Als sie in den hell erleuchteten Raum traten, war dieser ziemlich gut gefüllt. Die Biotikausbilderinnen der Asari, Eric und seine Einheit, sowie ein Haufen anderer Soldaten saßen an den Tischen und diskutierten eifrig. Jennis Augenmerk fiel besonders auf den Trupp von Eric, deren Anführer gerade dabei war wild mit den Händen gestikulierend etwas zu erzählen. Einige der Zuhörer hielten sich vor lachen den Bauch und hatten bereits rote Gesichter. Nun war ihre Neugier geweckt, sie trat auf Eric zu, dieser bemerkte sie jedoch nicht, zu sehr war er in seine Erzählung vertieft. „Und wir kommen gerade vom Haupttor zurück ,da sehen wir Reeps mit nem Gesicht, rot wie ne Signalfackel in Richtung Hauptgebäude stapfen. Und als er noch etwa 20 Me… Met…“ Eric musste kurz unterbrechen, er konnte kaum mehr reden, da er krampfhaft versuchte nicht zu lachen „Er war also noch 20 Meter von der Tür weg, als ihm durchs Fenster eine der Übungsdrohen entgegenfliegt und ihn nur um ein paar Meter verfehlt.“ Die ganze Gruppe brach erneut in schallendem Gelächter aus. Eric hielt sich einen Finger vor den Mund, um den anderen zu signalisieren ruhig zu sein. Als sich seine Kameraden nach ein paar Sekunden wieder gefangen hatten führe er fort. „Es wird noch besser. Der Colonel dreht also schon im roten Bereich, wir gehen natürlich hin, um zu sehen was los ist, die Übung ist da ja schon beendet worden. Als wir bei dem Gebäude ankommen, stehen da die Neulinge drin und haben ihm die komplette Bude verwüstet. Und Reeston steht einfach da und versucht sich krampfhaft zu beherrschen. Da hätt nicht mehr viel gefehlt und der wär hochgegangen…“ „Wie damals bei Higgins…“ Bei dieser Bemerkung lachten die meisten wieder laut heraus. Der Soldat der Eric gegenüber saß erkannte nun ,dass Jenni und ein Teil der BDF hinter selbigem standen und das wohl schon einen Moment lang, weshalb er nun vor Lachen beinahe von der Bank gefallen wäre. Eric bemerkte im nächsten Moment auch gleich wieso. Jenni legte ihm die Hand auf die Schulter und sagte grinsend „Da konnten wir aber nichts dafür, uns hat niemand gesagt, dass es eine Übung ist… ist hier noch Platz?“ Der N7 Soldat der vor ihr saß erschrak gehörig, als er sie erkannte stand er sofort auf und klopfte ihr auf die Schulter. „Respekt, ich glaub nicht , dass ich mich getraut hätte da drinnen dermaßen zu randalieren.“ Respektvoll klatschte er und seine Kameraden kurz, bevor er ihnen mit einer Geste andeutete Platz zunehmen. „Klar könnt ihr euch setzen, wir rutschen noch ein wenig zusammen, dann sollten wir hier drinnen genug Platz für alle haben.“ Die BDF hatte mittlerweile schon ein paarmal mit der Einheit von Eric trainiert und so verstanden sie sich bereits ein wenig besser, auch wenn sie sich immer noch so fühlte, als würden die Blicke der Soldaten sich langsam durch ihre Brustpanzerung bohren. „Es ist ja verständlich, dass ihr von dem Ganzen nichts gewusst habt, eine Überraschungsübung wäre ja auch ziemlich sinnlos, wenn man sie ankündigt.“ Bereits auf dem Weg nach hier drüben hatten sie die Masken abgenommen, Nun legten diejenigen, die das nicht auch schon auf dem Weg gemacht hatten, auch noch ihre Helme ab. Jenni strich sich durch die Haare, um die Strähnen die vor ihrem Gesicht hingen von da weg zu bekommen. „Schon klar, aber sowas wie “Übungsbiotiken“ gibt es nun mal nicht, wir können zwar variieren mit wie viel Kraft wir eine Biotik wirken, aber das klappt nicht bei allen Techniken. Eine Schockwelle zum Beispiel kommt immer mit ner ordentlichen Wucht daher. Das Resultat habt ihr ja gesehen.“ Schulterzuckend sah sie die breit grinsenden N7 Soldaten an. „Na wenn das ein versehen war, dann will ich mal sehen was passiert, wenn ihr den Raum wirklich zerlegen wollt“ meinte einer der anderen Soldaten. „Habt ihr denn Bescheid gewusst?“ Fragte Shalera nach einigen Sekunden neugierig. „Mehr oder weniger, ich, wir haben es erst erfahren ,als wir bereits angefangen hatten auf die “Angreifer“ zu ballern. Die Leute die zu dem Zeitpunkt Wache hatten haben uns gesagt, dass es ne Übung ist, nicht damit wir irgendwo plötzlich scharfe Munition und Granaten benutzen.“ „Habt ihr den auch gegen Drohnen gekämpft?“ fragte Jenni. „Nein, wir durften uns mit Asari Kommandos rumschlagen, euch haben sie die Drohnen auf den Hals gehetzt, da du das letzte mal gesagt hast, dass sonst Leute sterben würden.“ Sie warf Eric einen gespielt vorwurfsvollen Blick zu „Hei, also ich habs nicht ganz so krass formuliert.“ „Stimmt, aber ich denke ich weiß jetzt was du damit gemeint hast.“ Nach kurzem Schweigen ergriff Ivana das Wort. „Ihr habt vorhin etwas von Higgins erwähnt und das Reeston da ausgerastet sei…“ „Stimmt, das könnt ihr ja
gar nicht wissen…“ begann der Soldat der Eric gegenüber saß. „Also es ist… hm… ach spielt ja nicht so ne Rolle, sagen wir einfach es ist mindestens ein Jahr her, damals waren einige von uns selbst noch Grünschnäbel gewesen. Jedenfalls hatte Reeston da wohl Stress mit seiner Alten gehabt. Nur so nebenbei, sie sieht nicht schlecht aus und ist auch ganz nett, aber wenn sie wütend ist… Ich würd lieber n halbes dutzend Kroganer im Nahkampf bekämpfen, als sie. Die Beiden hatten jedenfalls mal wieder Streit, dementsprechend war Reeston suuuper gelaunt. Einige von uns…“ er sah Eric und eine anderen Soldaten ernst an „konnten es dennoch nicht lassen blöde Witze zu machen und Scheiße zu bauen. Den guten Higgins hat es dann ziemlich unschuldig erwischt.“ „Meine Waffe hatte Ladehemmungen, ich hab sie nach mehrmaligem versuchen immer noch nicht wieder in Gang bekommen. Plötzlich steht der Colonel neben mir und schreit mich an, was der Scheiß Affenzirkus denn eigentlich soll. Dass ich weder etwas dafür konnte, noch irgendetwas falsch gemacht hatte, war ihm in dem Moment ziemlich egal. Er hat mir das Gewehr weggenommen und es ziemlich energisch selbst versucht. Natürlich hat es bei ihm in dem Moment auch nicht funktioniert. Mein armes Gewehr musste die Konsequenzen tragen, er hat es zweimal gegen die Kante des Schießstandes geschlagen, sich dabei irgendwo, und ich dann mir bis heute beim besten Willen nicht vorstellen wo, den Finger eingeklemmt. Also hatt er mein Gewehr in den Abfallbehälter für leere Thermomagazine geworfen und mir gesagt, ich solle Steine werfen oder mir eine andere “weniger behinderte“ Waffe holen.“ Die Soldaten der BDF mussten nun genauso grinsen ,wie die von Erics Trupp. Higgins` Gesten und Grimassen trugen dazu auch erheblich bei. „Das war aber ziemlich asozial, hat er sich danach wenigstens entschuldigt?“ „Bist du irre?“ konterte Higgins auf Shaleras Frage. „Das wäre wahrscheinlich gegen jeden Stolz von Reeston gegangen, er hat mir am Abend unauffällig ein Bier hingestellt, das Ganze lief ohne Worte und ohne Aufsehen ab, aber er zeigte, dass es ihm leid tat…auf eine spezielle Weise halt.  


Die Gespräche liefen etwa noch fünf Minuten weiter, sie verstanden sich gut, und es war interessant zu erfahren wie  der „Angriff“ für die Anderen gerade eben gewesen war. „Also haben sie euch den Befehl gegeben die Waffen nieder zu strecken, weil sie sonst nicht durchgekommen wären?“ fragte Arsilia neugierig. „Ja, die Kommandos bissen sich ganz schön die Zähne an uns aus. Wenn sie ihre Biotiken nicht einsetzten können und nur mit den Gewehren agieren müssen, dann können sie mit uns nicht mehr mithalten.“ „Das dürfte daran liegen, dass der Umgang mit Schusswaffen bedeutend weniger Gewicht hat, als die biotische Ausbildung.“ Eric wandte sich nun Arsilia zu, die am anderen Ende des Tisches saß . „Ja, das stimmt, aber du musst auch sehen, dass die Ausbildung mancher Kommandos länger dauert, als unser ganzes Leben. Was ich damit sagen will ist, es hat einen guten Grund warum ihr so viel Schießtraining habt. Ihr sollt die Stärken beider Einheiten vereinen… das ist ne gewaltige Herausforderung und bestimmt auch eine große Last. Alle Ratsspezies sehen auf dieses Projekt und erwarten, dass es ein Erfolg wird.“ „Naja, es hatt auch gute Seiten, so neben dem harten Training ,den brutalen Ausbildern, der kaum vorhandenen Freizeit und dem nur begrenzten Lohn… ok, vielleicht hat es doch nicht so viele Vorteile.“ Nach einem Augenblick des Schweigens begann Jenni zu grinsen „Nein Spaß beiseite, ich bin froh, dass ich angenommen habe. Ich hätte wohl kaum jemanden von meiner jetzigen Einheit so gut kennengelernt, wie jetzt. Und von euch hätte ich auch nie jemanden kennengelernt. Ich wollte schon immer mal n paar N7 als Freunde haben, auch wenn ich nie gedacht hätte dann selbst auch eine zu sein.“ Die meisten Anwesenden mussten schmunzeln. „Dein Spruch von vorhin finde ich aber jetzt schon ziemlich gemein… “brutale Ausbilder“ ich bin ja auch zu einem gewissen Grad euer Ausbilder. War ich wirklich schon mal brutal zu euch?“ „Nein, aber das ist auch gesünder, du weißt ja was Jenni mit Ausbildern macht, die ihre Leute schlecht behandeln…“ antwortete Joshua. „Ihnen ins Gesicht treten?“ entfuhr es Eric lachend. „Oder gleich n Knie in die Brust“ fuhr der BDF Soldat fort. Nun sahen ihn diejenigen, die nicht zu Jennis Einheit gehörten, fragend an, sie hatten das von Tirana noch gar nicht mitbekommen. „Danke ,dass du das ganze so diskret behandelst!“ meinte Jenni etwas missmutig. Sofort wurde Joshua sein Fehler bewusst und er errötete. „Oh Mist, hei tut mir echt leid Jenni, ich wollte nicht…“ „Was er damit gemeint hat ist ein kleiner Ausrutscher beim Nahkampftraining“ unterbrach Jenni ihren Kameraden. „Ich musste gegen eine der Asari Ausbilderinnen antreten, sie hat einige meiner Leute wie Dreck behandelt und mir nen Zahn ausgeschlagen, da hab ich zurückgeschlagen. Ich hab ihr mit dem Knie gegens Brustbein getreten, außer nem keuchen und leisem fluchen, während sie zusammengekauert am Boden lag, habe ich in den nächsten Stunden nicht mehr viel von ihr gehört… aber wie gesagt, das war ein Ausrutscher.“ „Von wegen Ausrutscher, jeder Wrestler hätte sich von dem Move ne Scheibe abschneiden können.“ warf Alex ein. Er machte mit einer Geste Jenni Angriff nach und grinste Breit. „Oh mann, mit denen würd ich auch gerne mal trainieren“ meinte einer von Erics Leuten und hob die Hände, als würde er sich bereit machen Schlage abzublocken. Aus seiner Stimme ließ sich deutlich heraushören, dass er dabei Hintergedanken hatte. Als er sich nach links drehte und ihm wieder ins Gedächtnis gerufen wurde, dass er sich mit mehreren Asari am selben Tisch befand ,sah er sofort peinlich berührt und mit leichter Rotfärbung im Gesicht vor sich auf den Tisch. „Bist du sicher? Die meisten von denen sind richtige Tiere, wenns ums Kämpfen geht und zimperlich sind sie auch nicht gerade.“ Eric nickte leicht und starrte für einen Moment nachdenklich auf die Tischplatte. „Ich hätte trotzdem gerne auch die Begabung“ er begann mit den Händen zu Gestikulieren „das Talent, ein Biotiker zu sein, auch wenn man hart trainieren muss.“ „Ich muss dich warnen, Biotiker zu sein heißt nicht nur, dass du dinge rumschweben lassen kannst und im Dunkeln wie na Lavalampe leuchtest, wenn du es willst. Das bedeutet auch, dass du als Kind alleine spielst, weil die anderen Eltern ihren Kindern verbieten mit dir zu spielen, weil sie Angst haben, dass du aus versehen jemandem einen Arm oder ein Bein brechen könntest. Es bedeutet auch, dass du nach der Schule nicht mit den Freunden, die du hast, Fußball spielen kannst, sondern in einer Halle trainierst, um niemanden mit deinen Fähigkeiten zu verletzen. Und du nie zu einer Party eingeladen wirst, weil du der Freak bist, der nie Zeit hat um mal raus zu gehen… und die Tatsache, dass du ne Frau ausziehen kannst ohne sie zu berühren, kommt bei weitem nicht bei allen Mädels gut an… Au!“ Tanja, die neben Deni saß, hatte ihm für seinen Spruch gegen die Schulter geschlagen. „Siehst du, sogar hier werde ich gemobbt, weil ich Biotiker bin“ fügte er mit verzweifelter Mine an. „Nein, sondern weil du ein Spinner bist.“ Meinte die junge Frau, die ihm gerade einen freundschaftlichen Hieb verpasst hatte. „Das war gerade ein wenig übertrieben was Deni gesagt hat, aber es stimmt schon, Biotiker zu sein bringt mehr Pflichten und Verantwortungen als Vorteile, zumindest während der Kindheit. Das ist die Schattenseite, die viele vergessen… außer die Sache mit dem Leuchten…“ meinte Tanja. „Das ist doch ein Witz oder?“ platzte es aus einem der Soldaten heraus. „Nein, wenn du im Dunkeln was suchst ist das echt nützlich…“ nachdem sie sich einen Moment an den langen Gesichtern der Soldaten erfreut hatten, brachen die Biotiker in Gelächter aus. „Sorry, aber mit dem Spruch kriegt man einfach alle dran, die sich nicht auskennen“ meinte Tanja einen Moment später, als sie ihr Lachen wieder im Griff hatte. „Ich würde es trotzdem gerne mal erleben, bei dem Projekt dabei sein zu können bedeutet etwas leisten zu können, etwas bewegen zu können.“  „Falls dich das tröstet Eric, ich bin mir sicher du wärst ein guter Biotiker, du hast Disziplin und Ehrgeiz das ist viel wert“ meinte Jenni mit einem freundlichen Schulterklopfen. „Danke“ antwortete er lächelnd. „Ich hab da mal ne Frage, wie ist das denn eigentlich so wenn an ne Biotik wirkt? Wir sehen da immer nur dieses blaue Leuchten, aber wie fühlt sich das ganze denn an?“ fragte einer der Soldaten. Nachdenkliche Blicke wurden unter den Biotikern ausgetauscht. „Das ist schwer zu beschreiben, versuch mal nem blinden Farben zu beschreiben.“ Versuchte Shalera sich zu erklären da es wirklich schwer war so etwas zu umschreiben. „Es kribbelt und ist unglaublich anstrengend, es sieht zwar leicht aus, aber macht einem tierisch fertig“ fügte sie an. „Wenn das einem aber dermassen schlaucht, ist dann eine so fette Rüstung nicht ziemlich eine schlechte Idee?“ „Schwer vorstellbar aber mit denen zu kämpfen fühlt sich an als würde man gar nichts tragen. Ziemlich unheimlich manchmal.“ Nach seiner Antwort auf die Frage des Soldaten bewegte Deni die Finger seiner Hand, ballte die Faust und entspannte sie wieder. „Das ganze Teil wiegt also nichts? Das kann aber nicht sein bei der Panzerung“ „Die Synthetischen Muskeln tragen das Gewicht selber, wenn man sich erst mal an den Sensoranzüge gewöhnt hat dann fühlt es sich tatsächlich fast an als würde man nichts tragen.“ Bevor sie weiter sprechen konnten wurden sie von Reeston unterbrochen. Dieser war in den Raum getreten und hatte sich vor den Tischen hingestellt. „Soldaten, hört mal alle her, wir werden jetzt die gerade stattgefundene Übung besprechen. Als erstes werden die “Angreifer“ ihre Kritik anbringen.“ In der kurzen Pause in der Tirana nach vorne trat stiess Eric Jenni an den Arm und flüsterte leise. „Hei der Colonel hat mir heute noch was erzählt, es geht um das Training nächste Woche. Ich solls zwar nicht weiter erzählen aber ich denke das könnte dich durchaus intressieren.“ 


Ich werde natürlich versuchen nächste Woche genauso spannend weiter zu machen wie ich jetzt aufgehört habe.^_^ Bis dahin wünsch ich viel Spass und ne gute Zeit.

Modifié par elitedefender2, 11 mai 2013 - 04:53 .


#552
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 ALso nach dem ich mich jetzt durch die Wahre Feedback flut hier im Treat gekämpft habe:P *sarkasmus mode off* habe ich hier auch schon das nächste Kapitel im Gepäck.


Kapitel 31



„Die äußere Verteidigung war sehr gut, sie haben unseren Angriffen ausgezeichnet
standgehalten. Wie gut sie hätten standhalten können, wenn wir unsere Biotiken
hätten einsetzten dürfen weiß ich nicht, aber sie haben ihren Teil der
Aufgabe sehr gut erfüllt. Zur Leistung der BDF kann ich nichts sagen, da wir
aus Sicherheitsgründen nicht selbst gegen sie antreten durften. Die Simulation
mit Drohnen ist da ebenfalls keine wirkliche Alternative.“ Nach dem Tirana
gesprochen hatte, trat der Colonel selbst wieder nach vorne und brachte seine
Kritik an. Er hatte das ganze über die Kameras beobachtet und war sowohl mit
den Angreifern, als auch mit den instruierten Wachen in Funkkontakt gestanden.
Jennis Aufmerksamkeit galt jedoch nicht ihm oder seiner Kritik, Erics Aussage
hatte ihre Neugier geweckt. „Was meinst du damit? Das Training nächste Woche?
Was ist denn nächste Woche?“ fragte sie nach. „Erzähl ich dir nachher“ bekam
sie als knappe Antwort. Reestons Kritik zog sich in die Länge, die erste Hälfte
bezog sich ausschließlich auf Erics Gruppe. Alles in allem schien er mit beiden
Gruppen zufrieden zu sein, auch wenn er die Verwüstung des Eingangsraumes
ausführlich thematisiert hatte. Kaum war er weggetreten, richtete Jenni sich
sofort wieder zu Eric „Also, was ist denn jetzt?“ Nach einen vorsichtigen Blick
über die Schulter beugte er sich etwas zu ihr herüber und flüsterte leise
„Reeston hat ne Bemerkung fallen lassen, die darauf deutet, dass wir in
nächster Zeit, wahrscheinlich nächste Woche, eine große Übung haben werden. Die
wird wahrscheinlich mehrere Tage dauern und unsere beiden Gruppen betreffen. Ob
mit- oder gegeneinander weiß ich noch nicht, aber jedenfalls sollen es zwei oder
drei Tag am Stück sein, sodass wir auch gleich da übernachten werden.“ „Was?
Ist ja der Wahnsinn! Wobei… Scheiße, das wird tierisch unangenehm, du kannst
dir ja vorstellen das pinkeln in den Anzügen hier ziemlich umständlich ist.“
Nach einem kurzem Moment in dem Eric wohl nicht gewusst hatte, ob er lachen
oder ihr zustimmen soll, begann er zu grinsen. „Also hat so ne Rüstung doch
nicht nur Vorteile.“ „Nein, definitiv nicht. Das macht mir doch ziemlich
Sorgen. Die an- bzw. wieder auszuziehen dauert relativ lange, wenn wir also
angegriffen werden, während jemand die Rüstung nicht trägt, dann ist das
ziemlich Scheiße.“ Er lächelte sie schief an „Dann zieht normale Tarnklamotten
drunter an, damit man euch nicht sieht.“ „Das wär ja ne nette Idee, aber leider
geht das nicht. Damit das Ganze funktioniert ist ein Sensoranzug nötig, der ist
hauteng und schwarz, ich weiß nicht wie gut es wäre den einzufärben und etwas
anderes darüber anzuziehen geht auch nicht, die Rüstung liegt ziemlich direkt
auf.“ Eric war förmlich anzusehen, dass er sich das Ganze bildlich vorstellt
und in Gedanken eine Rüstungsschicht nach der anderen ausblendete. Nach einigen
Sekunden sah er sie iritiert an. Anscheinend war das Bild, welches dabei
herausgekommen war, seltsam gewesen. „Stell es dir vor wie einen Taucheranzug,
nur dünner.“ „Ach so… ja das eignet sich nicht unbedingt, um darin zu kämpfen.
Aber da findet ihr garantiert noch eine Lösung. Das Ganze ist auch nicht
garantiert, vielleicht findet die Übung auch erst später statt oder es wird
noch was geändert.“ „Na wir werden ja sehen, trotzdem danke.“ Die Soldaten
sprachen noch eine Weile, nach so viel Aufregung und Adrenalin war ihnen nicht
unbedingt nach schlafen. Schließlich als die Ausbilder die Kantine langsam
verließen, meldete sich eine der Asari Kommandos. „Wollt ihr nicht schlafen
gehen? Morgen wird wieder ein harter Tag.“ Es dauerte nicht lange, als auch
schon die Antwort kam. „So viel Adrenalin wie ich grad noch im Blut hatte, kann
ich eh nicht schlafen, ich bin im Moment top fit.“ Die Ausbilderin stand vor
dem Tisch und musterte Marcel der geantwortet hatte. Nach einem verführerischen
Blick, den sie ihm zugeworfen hatte, meinte sie „Na dann kannst du mir sicher
noch schnell helfen, ich brauche noch einen starken Mann, der mir zur Hand
gehen kann.“ Sofort herrschte Stille an dem Tisch und alle starrten zuerst die
Asari an, danach Marcel. Von den Jungs erntete er Blicke die „Wenn du das jetzt
nicht machst, bist du tot“ zu sagen schienen. Nach einer Sekunde, die er
gebraucht hatte, um zu schalten stand er etwas zögerlich auf und ging ein paar
Schritte auf die Ausbilderin zu. „Komm mit“ meinte diese lächelnd und verließ, gefolgt
von Marcel, der seinen Kameraden noch einmal ein breites Grinsen zuwarf, den
Raum. Nach einer Weile, die bei Schritttempo gereicht hätte um außer Hörweite
zu kommen, platzte es schließlich aus Alex raus „Habt ihr grad eben den
Schlafzimmerblick gesehen?“ Unter den Männern brach Getuschel aus, die Frauen
warfen Alex vielsagende Blicke zu. „Oh man, soviel Schwein muss man auch mal
haben… was sie wohl mit “zur Hand gehen gemeint hat?“ war es von einem Soldaten
aus Erics Trupp zu hören.



Nur wenig begeistert davon schon sehr bald wieder aufstehen zu müssen, begaben
sich die Soldaten schließlich wieder in ihre Unterkunft. Als Marcel bereits ein
halbe Stunde weg war, wurden die Diskussionen unter den Männern wieder lauter.
„Was denkt ihr? Läuft da wirklich was?“ „Unwahrscheinlich, sie ist ne
Ausbilderin, die können sich doch sowas gar nicht leisten. Das könnte sie ihren
Job kosten.“ „Andererseits, weshalb sollte sie sonst gefragt haben. Wer weiß,
ich könnte mir gut vorstellen, dass das Leben als Kommando ganz schön einsam
ist was liebe anbelangt.“ „Leute, die Frage ist doch nur, ob wir uns irren.
Falls ja, was macht sie mit ihm? Falls nein, sehen wir den vor morgen früh
wieder?“ Jenni konnte nicht zuordnen wer was sagte, sie kniete gerade auf ihrer
Matratze und war dabei Kiara den Rücken zu massieren. Bevor die Diskussion
etwas weiter vorne im Raum wieder angefangen hatte, war sie selbst in einem
Gespräch vertieft gewesen. „Du hast heute ganz schön sexy ausgesehen in dem
Sensoranzug…“ hatte sie Kiara zugeflüstert, als Antwort hatte sie von dieser
ein verführerisches Lächeln er halten. „Verwechsle nicht Arbeit und Freizeit,
die hier sind für andere Aktivitäten gedacht“ hatte sie nachträglich angefügt.
Doch jetzt horchte Jenni die Gespräche der Männergruppe mit. „Leute wenn eure
Vorstellungen und Fantasien auch nur halb so schmutzig und verdorben wären, wie
sie jetzt sind, dürfte man sie immer noch nicht im Fernsehen zeigen“ rief die
Anführerin der BDF ihren Kameraden zu. Diese sahen sie sofort verwundert an,
Joshua war der erste der darauf reagierte. „Was soll denn das jetzt heißen? Das
ist eine Unterstellung, das ist Sexismus, das ist… wahrscheinlich wahr.“ Die
Müdigkeit fand nun schnell wieder Einzug, die aufputschende Wirkung der Hormone
hatte nachgelassen und ihre Körper begannen der Uhrzeit entsprechend nun
Schlafhormone auszuschütten. Die meisten lagen bereits, halbwegs dösend in
ihren Betten, als im Gang Schritte zu hören waren. Mit einem Ruck öffnete sich
die Tür und Marcel trat hinein. Sichtlich erschöpft, verschwitzt und mit zerzauster
Frisur schleppte er sich in Richtung Bett. An schlafen konnte er jedoch jetzt
noch nicht denken, sofort waren alle seine Kameraden aufgesprungen und auf ihn
zugegangen. Er winkte jedoch bereits ab und stöhnte müde „Ich war noch nie so
kaputt.“ „Ihr habt euch aber ganz schön Zeit gelassen…“ wollte Selak gerade
beginnen, als der angesprochene ihn bereits wieder Unterbrach. „Von wegen, ich
hatte tierischen Stress und musste Schwerstarbeit verrichten!“ Nun schienen
auch einige der Frauen neugierig zu werden. „Ok… dann ist also…“ „Hätte ich
gewusst, dass da noch zwei andere Ausbilderinnen sind, denen ich “zur Hand
gehen sollte“ ,dann hätt ich nein gesagt.“ Die ihn umringenden Kameraden
starrten ihn wortlos an. „Bevor hier einer von euch nen Herzinfarkt kriegt, wir
sprechen nicht vom selben. Ich musste ihr oder besser ihnen beim Einräumen der
Waffenkisten ins Arsenal helfen, ihnen beim Tragen dieser scheiß schweren
Kisten “zur Hand gehen.“ „Ist das dein Ernst?“ fragte Joshua verwundert. „Nein,
sie hat mich in ihr Zimmer geschliffen, wo sie dann zu dritt über mich
hergefallen sind und dann haben wir es 
ne halbe Stunde lang miteinander getrieben…. Natürlich ist das mein
Ernst. Was denkst du denn? Es war von Anfang an klar, dass da nichts laufen
würde, sowas passiert nur in Games oder Filmen.“ Von beinahe alle im Zimmer
ertönte nun schallendes Gelächter. „Ja ja, lacht ihr nur! Ich hab von der
Ausbilderin den Tipp bekommen auf meinen Verstand zu hören, alles andere sei zu
leicht täuschbar.“



Außer der leisen rhythmischen Musik im Hintergrund herrschte in dem Zimmer
Stille. Von der Decke hing eine kleine Lampe herab, die ein erstaunlich warmes
wohliges Licht verströmte. Dass das Zimmer einige Stockwerke unter der Erde lag
fiel gar nicht weiter auf. Ein hauchdünner Monitor an der Wand zeigte die
Aufnahmen einer Kamera an der Oberfläche. Die Qualität war dabei so hochwertig,
dass es kaum möglich war zu unterscheiden was Aufnahme und was echt war. Das
einzige was die Illusion drückte war Warreks Wissen, dass es bloß eine Aufnahme
war. Sein Wecker hatte ihn aus den Träumen gerissen. Dieser war programmiert
langsam lauter werdende Musik abzuspielen, so wurde er langsam geweckt. Die
dafür nötige Software hatte er selbst geschrieben, die hiesigen Wecker hatte
geradezu penetrante Wecktöne gehabt. Es war sechs Uhr morgens, Zeit um
aufzustehen. Die Anderen würden nun auch aufstehen, das Frühstück war immer von
viertel nach Sechs bis viertel vor sieben. Mit schläfrigem Blick versuchte er
seinen Wecker zu erreichen, dieser war jedoch knapp außer Reichweite seines
Armes. „Wecker ausschalten“ sagte der Turianer mit verschlafener Stimme. Der
Wecker schaltete die Musik aus und meldete mit freundlicher Stimme „Guten Morgen,
heute steht ein besonderes Ereignis an, Notiz: Abendessen.“ „Mh… wieso kann
nicht schon Abend sein?“ meinte er, als er sich streckte und am Kopf kratzte.
Die nächsten Minuten waren mittlerweile Routine geworden. Aufstehen, anziehen,
schnell das Gesicht waschen und dann rüber in den Essraum. Das Essen schmeckte
nicht schlecht, er hatte nicht wirklich große Auswahl. Es gab jeweils Brot,
Käse, Schinken und einige Aufstriche. Zu trinken gab es Tee und Kaffee. Die
anderen beiden temporären “Gäste“ setzten sich nach einigen Minuten zu ihm. Er
hatte einige der hier arbeitenden Salarianer besser kennengelernt, sie waren
ganz nett aber auch ziemlich seltsam. Er fühlte sich unter so vielen Salarianer
als einziger Turianer, trotz allem, etwas alleine. Er unterhielt sich ein wenig
mit den anderen beiden Praktikanten die einige Monate mit ihm hier arbeiteten.
Bevor er sich auf den Weg in das Techlabor, in dem er am Tag zuvor gearbeitet
hatte. Sie waren dabei einen Teil einer Umgehungssoftware zu schreiben. Diese
“einfache“ Aufgabe hatte man ihm zugeteilt. Einfach bedeutete hier jedoch bloß,
dass sich der Programmcode nicht laufend Mutieren musste und sich lediglich
statisch an Veränderungen anpassen musste. Komplexere Programmstrukturen, wie
sie für VI´s nötig waren, überstiegen seine Fähigkeiten noch um weites. Er
hatte eine kleine VI programmiert, als er auf der Akademie gewesen war, doch
diese war nur sehr beschränkt gewesen und nach den Kriterien, die für VI´s der
STG galten, höchstens ein Programm. Die Beiden anderen “Neulinge“ waren zwar im
selben Labor, jedoch bei anderen Projekten oder unter anderen Vorgesetzten.
Außer über das technische wurde kaum gesprochen, nicht nur weil die
Vorgesetzten das gar nicht gerne sahen, sondern auch, weil die Salarianer, die
hier arbeiteten, eine sehr gute Arbeitsmoral hatten. Oft fanden sich größere
Gruppen zusammen, um über gewisse Probleme zu diskutieren. Die Arbeit war
meistens sehr spannend und auch fordernd, aber heute konnte er sich nicht so
recht konzentrieren. Immer wieder machte er sich Gedanken über das was ihn am
heutigen Abend erwarten würde. Immer wenn seine Gedanken abzuschweifen
begannen, versuchte er sie wieder zu fangen und weiter zu arbeiten, aber es
gelang ihm nie wirklich. Das schien auch seinem Ausbilder aufgefallen zu sein.
Während Warrek an dem Teil der Software arbeitete, kümmerte sich dieser um den
Rest. Er hatte dem Turianer eine Weile zugesehen. Dieser hatte immer einige
Zeilen getippt, war konstant langsamer geworden und schlussendlich mit
abwesendem Blick dagesessen. Nach kurzem war er zusammengezuckt, hatte sich
kurz die Stirn gerieben und sich wieder daran gemacht weiter zu programmieren.
Der ganze Zyklus begann nach ein paar Minuten wieder von vorne. „Die Menschliche Spezies
hat ein Sprichwort,  welches besagt, dass
ein Koch die Suppe versalzt, wenn er verliebt ist. Du scheinst gerade das
Programm hier ziemlich zu “versalzen“, etwa aus demselben Grund?“ „Was, wieso
versalzen?“ „Also erstens: Weil du gerade den selben Befehl zweimal geschrieben
hast und zweitens: Weil der dem Befehl davor widerspricht.“ Überrascht und
erschrocken sah er erst den Salarianer und anschließend seinen Bildschirm an.
„Tut mir leid, ich bin etwas in Gedanken versunken gewesen, ich werde versuchen
mich besser zu konzentrieren…“ gerade als er damit beginnen wollte den
fehlerhaften Befehl zu löschen, hob der Salarianer die Hand, um ihn zu bremsen.
„Warte einen Moment, wenn du durch etwas abgelenkt bist, das dir wichtig ist,
dann nützt sich zu konzentrieren nur wenig, du wirst wieder daran denken. Das
ist jetzt nicht so gemeint, weil du hier noch neu bist, das ist bei allen so.
Man kann trainieren das einem sowas nur noch ein klein wenig ausbremst, aber
wenn dich etwas wirklich beschäftigt, dann wirst du niemals voll leistungsfähig
sein. Es gibt aber einen Trick, wie du trotzdem arbeiten kannst. Setzt dir ein
kleines Ziel, das Programmsegment zu beenden, danach gönnst du dir ein paar
Sekunden, um über das andere nachzudenken. Schweif nicht ab, nur gerade einen
kurzen Gedanken, danach arbeitest du wieder weiter bis du das nächste Ziel
erreicht hast.“ Warrek brauchte einen Moment, um das Ganze genau zu verstehen.
„Ok, ich werde es versuchen, danke Iralec“ Der Salarianer lächelte kurz, sah
ihn aber weiter fragend an. „Du hast mir noch nicht gesagt, ob es bei dir der
selbe Grund ist, wie bei dem Koch“ meinte Iralec, als er sah, dass Warrek nicht
wusste wieso er ihn ansah. „Oh… ich weiß es nicht so recht. Ich habe… es geht
um eine Frau, aber ich weiß nicht ob Liebe das richtige Wort ist, ich bin
einfach etwas nervös.“ „Das wird schon“ meinte sein Betreuer und klopfte ihm
auf die Schulter. „Na hoffen wir´s“ hallte es im Kopf des Turianers, während er
sich wieder seinem Bildschirm zuwandte.



Nach einigen Stunden war er fertig mit dem Programmieren seiner Arbeit, der
Trick seines Betreuers hatte tatsächlich funktioniert. Warrek hatte zwar nicht
so schnell gearbeitet wie sonst, aber wenigstens hatte er sich einigermaßen
konzentrieren können. Nun musste er einige Hardwarekomponenten aus einem
anderen Labor holen. Solche kleinen “Hol mal schnell…“ Aufträge endeten nicht selten
darin, dass er manchmal mehrerer Stunden zwischen der verschiedenen Laboren hin
und her ging und allerhand Material vom einen zum anderen Labor trug. Es störte
ihn jedoch nicht weiter, auf diesem Wege erfuhr man viel Neues und lernte so
manchen interessanten Mitarbeiter kennen. Und man musste dabei nicht allzu viel
denken, was bedeutete, dass er sich gedanklich anderen Dingen widmen konnte.
Heute lief es jedoch anders, fast schon ein wenig enttäuschend, wie Warrek
fand. Im anderen Labor angekommen drückte ihm der verantwortliche Salarianer
die verlangten Komponenten in die Hände, gefolgt vom obligatorischen “Lass das
nicht fallen, das ist teuer und empfindlich“ hinweis. Keiner schien einen
weiteren Auftrag zu haben oder ihm noch etwas anderes mitgeben zu wollen. Der
Weg zurück führte ihn durch einen langen relativ schmalen und sehr schmucklosen
Gang. Die Salarianer waren zwar geniale Techniker, aber was die
Inneneinrichtung anging gab es noch Verbesserungspotential. In der ganzen Basis
hatte Warrek keine einzige Zimmerpflanze gesehen, außer den Pflanzen, die für
manche Forschungen gebraucht wurden. Zweckmäßiges Design hatte Iralec das ganze
genannt. In dem Lift am Ende des Ganges angekommen, wählte er die D-Ebene an.
Die Ebenen die weiter unten lagen, setzten eine Freigabe voraus, die er nicht
hatte. Auch wenn jede Anfrage sofort abgewiesen wurde und anscheinend keiner
darüber Bescheid wusste, waren auf den untersten Ebenen wahrscheinlich
Biolabore. Was genau erforscht wurde konnte er nicht sagen. Da es sich um eine
Basis der STG handelte wahrscheinlich auch biologische Kampfstoffe und Gifte.
Granaten die betäuben oder unsichtbare giftige Gase freisetzten, die lautlos
töteten. Vielleicht auch nicht zuletzt ähnliches wie die Genophage, das wohl
bekannteste und meist kritisierte Erzeugnis eines solchen Labores. Bevor er die
Gedanken weiter spinnen konnte, öffnete sich die Fahrstuhltür auch schon
wieder. Ein paar Salarianer warteten vor der Tür, weshalb Warrek eilig
hinaustrat. Er ging zurück an seinen Arbeitsplatz und reichte Iralec die
benötigten Komponenten. „Ok, danke, kannst du jetzt die Software da raufladen?“

 

„Endlich“ seufzte der Turianer erleichtert, als das grüne Häkchen auf seinem
Bildschirm auftauchte. Warrek hatte die letzten zweieinhalb Stunden damit
verbracht sein Universalwerkzeug davon zu überzeugen, dass die neuen
Softwarekomponenten kein Virus sind und gefahrlos installiert werden können.
„Na also, siehst du, mit etwas Geduld bekommt man es hin, auch wenn in deinem
Fall jetzt sehr sehr viel Geduld nötig war.“ Iralec hatte ihn bereits etwa
viermal gefragt, wann er denn fertig sei. „Tut mir leid, es hat nur so lange
gedauert, weil sich das interne Sicherheitssystem unbedingt vehement weigern
musste das Programm zu akzeptieren. Ich musste jedes der 86 Codefragmente
einzeln zulassen, und die dafür nötigen Schlüsselstellen, öffnen, ändern und
ergänzen.“ „Hm…“ Der Salarianer sah kurz nachdenklich auf den Bildschirm, ehe
er sein UW aktivierte. „Du hast einen ziemlich umständlichen Weg gewählt. Es
wäre schneller gewesen die Softwarealgorithmen anzupassen und das Ganze in die
Betriebssystem Binärsegmente zu integrieren.“ „Darf ich denn solche Eingriffe
in die Ursprungssoftware überhaupt vornehmen?“ „Solange du nichts ins Netzwerk
einspeißt ist das kein Problem, das Backup ist ja auf dem Server gespeichert.“
„Ok, das wusste ich nicht, danke.“



Fluchend stürmte Warrek in sein Zimmer, obwohl er sich fest vorgenommen hatte
pünktlich aufzuhören, damit er keinen Stress hatte. Nun lag er aber fast eine
halbe Stunde hinter dem Zeitplan. „****!“ eilig warf er alle seine Klamotten
auf sein Bett und trat unter die Dusche. „Ich hätte einfach gehen sollen, ich
bin so ein Idiot!“ Er war mit zwei STG Jungs, mit denen er sich gut verstand,
noch einen Moment im Labor gewesen. Den Beiden war wohl langweilig gewesen
weshalb sie eine Software geschrieben hatten, mit der sich bestimmte
Sicherheitsbeschränkungen umgehen ließen. Sie hatten sich via Extranet auf
einer Spieleseite eingeloggt und dort die Accounterstellung “bearbeitet“ ,wie
die beiden es nannten. Resultat: Einen kostenlosen Account für die Spiele
,welche auf dieser Extranetseite verfügbar war. Sowas war zwar ziemlich
illegal, und konnte schwer geahndet werden, aber der Vorteil an hochstehenden
Computerkenntnissen war, dass sich damit auch die Spuren eines solchen
Eingriffes verwischen ließen.“ Sie hatten sich kurz etwas amüsiert, bevor
Warrek bemerkte, dass er eigentlich bereits wo anders sein sollte und sich
eilig verabschiedet hatte. Nach dem Duschen trat er eilig wieder in sein
Zimmer, öffnete seinen Kleiderschrank und holte etwas passendes heraus. Ein
Blick auf seinen Wecker ließ ihn erneut fluchen, er musste noch kochen gehen.
Es hatte ihn viel Überwindung gekostet den Küchenchef zu fragen, ob er hier
selbst etwas kochen dürfe. Nachdem er ihm die verständliche Frage „Wieso?“
beantwortet hatte, hatte dieser jedoch erstaunlich schnell eingewilligt. Auch
wenn bei Salarianer der Paarungstrieb verkümmert war, kannte sie doch auch
Gefühle und sie verstanden meistens auch die von anderen Spezies. Gestresst und
unter Zeitdruck kam er in der Kantine an. Der Küchenchef winkte ihn zu sich
heran und meinte grinsend „Du bist ein wenig spät dran, du kannst nach hinten
kommen. Es ist gerade viel los, also pass ein bisschen auf, dass dich niemand
übern Haufen rennt. Zudem solltest du gut acht geben, dass du nichts Falsches
erwischst. Es könnte sein, dass die Gewürze manchmal ziemlich nahe beieinander
stehen.“ Er führte den Turianer der von den anderen Köchen neugierig beäugt
wurde zu einer kleinen freien Station. Hier wird normalerweise mit
Dextro-Lebensmitteln gekocht, von daher dürfte das kein Problem sein.“ „Danke
vielmals, dass ich hier selbst kochen darf und vielen Dank, dass sie mir die
nötigen Mittel zur Verfügung stellen“ Warrek fühlte sich doch sehr beobachtet,
jeder in dem Raum schien ihn anzustarren. „Kein Problem, man sieht nicht oft, dass
hier jemand für eine andere Person kocht.“ Der Küchenchef trat wieder an seinen
Arbeitsplatz und machte sich dort wieder daran weiter zu kochen. Der Turianer
versuchte indessen die Selbstsicherheit wieder zu finden, die er bis zum
betreten der Küche noch gehabt hatte. Nach ein paar Sekunden sah er sich kurz um,
es schien alles da zu sein was er brauchte. Da er das Rezept nicht auswendig
kannte, aktivierte er sein UW um nachzulesen was er machen musste. Hinter
seinem Rücken konnte er hören, wie einige der Köche tuschelten und leise
lachten. Derjenige, der neben ihm dabei war mit beängstigender Geschwindigkeit
Gemüse zu schneiden, sah kurz zu ihm rüber und schmunzelte anschließend. „Was
willst du denn kochen?“ fragte er nach einigen Sekunden. „Ein Surnica mit
Gemüse“ „Einmal mit und einmal ohne Dexto DNA? Dann würde ich zuerst das ohne
machen, danach solltest du aber die Hände waschen... und alles gut abwaschen. „Stimmt, danke“ Er
las kurz den ersten Teil des Rezeptes un wusch sich die Hände „Nur als Tipp, in den meisten Rezepten steht ein Fehler, fang
mit der Beilage an, die braucht am längsten bis sie gar ist.“ Warrek nickte und
stellte ein Pfanne mit Wasser auf den Herd. Das Reisähnliche Getreide, dass er
darin sieden wollte, stellte er daneben. Als nächstes würde er mit der Soße
weitermachen. Diese war mit Pilzen und mit einem scharfen Messer machte er sich
daran selbige zu zerkleinern. Warrek stellte sich zu seinem eigenen Erstaunen
gar nicht so schlecht an, wie er vermutet hatte. Es lief alles relativ gut,
einmal wäre ihm beinahe das Wasser übergekocht und ein paar andere Male hatte
ihn der Salarianer neben ihm davor bewahrt Fehler zu machen. Letzten Endes
hatte er Zwei Portionen Surnica, die erfreulich gut rochen und aussahen. Wie
gut sie schmeckten wusste er nicht genau, sein eigenes hatte er zwar probieren
können, aber das ohne Dextro-DNA nicht. Dort hatte er sich auf die Erfahrung
der anderen Köche verlassen müssen, die ihm beim Würzen genaue Tipps gegeben
hatten. Abwaschen musste er an einem anderen Tag, da er jetzt keine Zeit hatte.
Der Küchenchef war so freundlich gewesen ihn gehen zu lassen, dafür würde er
morgen helfen gehen. Auf Warrek wartete nun die wahrscheinlich angespannteste
Liftfahrt seines Lebens. Mit zwei Tellern in den Händen und einem Gefühl dabei
wie ein Clown auszusehen, trat er langsam aus dem Aufzug, als dieser auf der
obersten Etage anhielt. Er hatte sich mit Larina, der Kommandokämpferin, die
gerade einen Tech-Kurs hatte, verabredet. Sie hatte vorgeschlagen, dass sie
sich auf der oberen Terrasse treffen, um noch etwas an der Sonne sein zu
können. Warrek hatte sofort zugestimmt, nicht nur weil er wollte, dass sie sich
wohl fühlte, sondern auch, weil er selbst ganz gerne mal ein wenig an die
frische Luft wollte. Kaum war er draußen, begannen bereits die Zweifel an ihm
zu nagen. „Sie hat doch gesagt, dass sie hier sein wird, wieso ist sie dann
nicht da? War das Ganze nur ein Scherz auf meine Kosten?“



Nach etwa einer Minute, in der er ein wenig hilflos wirkend dagestanden hatte,
öffnete sich der Lift hinter ihm. „Tut mir leid Warrek, ich habe ein wenig die
Zeit vergessen, entschuldige.“ „Kein Problem, das Essen ist ja noch warm, ich
bin selbst erst gerade hier angekommen.“ Die Asari nahm ihn kurz in den Arm und
schnupperte vorsichtig an den beiden Tellern. „Mh, das riecht ja zauberhaft…“
Innerlich immer noch zweifelnd über seine Kochkünste sah er sie lächelnd an.
Sie sah sich kurz um, ein paar Salarianer saßen vorne bei den Tischen und
unterhielten sich entspannt. „Komm mit, ich kenne noch einen bessern Platz als
hier.“ Sie lächelte ihn an und trat zum hinteren Rand der Terrasse. Die Basis
war an einen leichten Hügel gebaut und stand am Rande einer großen Lichtung. An
dem vorderen Ende ragte die Terrasse ein wenig über den abfallenden Boden
hinaus. Der sichtbare Teil der Basis beschränkte sich auf eben jene Terrasse,
auf welcher ein paar Tische und Stühle standen und einen kleinen Eingangsraum.
In diesem fanden die Eingangskontrollen statt und dort waren auch permanent Wachen
stationiert. Außer der Rückwand waren die Seiten offen, damit die Aussicht
nicht eingeschränkt wurde. Über all dem hing eine massive Stahlbeton Decke,
welche dicke Pfeilern hielten. Larina war zu der Mauer auf der Rückseite
getreten und stieg nach kurzem umsehen über die etwa hüfthohe Mauer nach
draußen. Der Boden dort war mit dürren Blättern bedeckt, auf dieser Seite
reichten die Bäume bis an das Gebäude heran. „Komm mit“ meinte sie lächelnd und
trat um die Mauer herum. Warrek ,der sie nun nicht mehr sehen konnte, hatte
protestieren wollen, da ihm gesagt worden war ,dass es verboten sei sich
außerhalb der markierten Wege zu bewegen. „Larina warte…“ er stieg vorsichtig
über die Mauer, damit ihm nicht das Essen von den Tellern fiel. Die Asari
wartete direkt  hinter der Ecke auf ihn.
Sie lehnte an der Mauer und lächelte ihn an. Sie trug ein Shirt und normale
Hosen, aber ihre elegante Figur war gut zu erkennen. „Larina, wir dürfen hier
nicht einfach rumspazieren“ flüsterte Warrek leise und sah sie dabei bittend
an. „Vertrau mir, es lohnt sich.“ Fröhlich grinsend trat sie zu einem Baum ,der
nahe an dem Gebäude stand. Ein Ast ,der schon vor langer Zeit abgebrochen war,
hatte einen kleinen Stumpf am Stamm des Baumes hinterlassen, der Larina nun als
Stufe diente. Ohne Mühe konnte sie auf einen großen Ast des Baumes steigen und
sich darauf setzen. „Gib mir schnell die Teller hoch“, meinte sie und streckte
Warrek die Hände entgegen. Dieser tat wie ihm befohlen und übergab ihr die
beiden Teller. Er ahnte was sie vorhaben könnte, hoffte jedoch sich zu irren.
Sofort richtete sich die Asari auf und balancierte über den Ast auf das
Flachdach des Gebäudes. Dort stellte sie die Teller ab und trat zurück an die
Kante des Daches. „Komm hoch, es ist ganz leicht.“ „Lara bitte, das ist
verboten, komm da runter ,bevor dich jemand sieht“ er nannte sie bei ihrem
Kosenamen, sie hatten sich schon viele Male unterhalten und kannten sich schon
relativ gut. „Komm schon Warrek, sei kein Spielverderber.“ Er sah zur Ecke von
der er gekommen war und dann wieder zu der Asari, die ihn mit großen Augen
ansah „Bitte“ meinte diese, als sie sah, dass Warrek zögerte. Von einem inneren
Konflikt gelähmt brauchte er eine Sekunde, bis er sich wieder bewegen konnte.
„Ok, schon gut, ich komme“ antwortet er ,während er denselben Weg nahm, wie
Larina. Kaum war er oben, trat die Asari mit den beiden Tellern nach vorne zum
vorderen Teil  der Terrasse, wo sie sich
hinsetzte. „Und was meinst du?“ Die Aussicht war ein wenig besser als unten,
eine sanfte Brise wehte und die Sonne schien wohlig wärmend vom Himmel. Was
jedoch das wichtigste und wahrscheinlich auch maßgebende für ihre Aktion
war,war, dass sie hier ungestört waren. „Es ist wirklich schön hier, und so
herrlich sonnig. Ich glaube das ist das beste an dem Platz hier… gleich nach
meiner Gesellschaft.“ „Wow, das war jetzt aber echt gut“ beglückwünschte er
sich selbst innerlich für seinen Spruch. „Charmeur“ antwortete Larina lächelnd
und griff nach den Tellern. „Vielleicht sollten wir essen, bevor es kalt wird…
welches ist für mich?“ „Das mit den Kräutern drauf, du hast ja mal gesagt ,dass
du “Wrentas“ magst… ich hoffe es ist genießbar.“ Sie sah ihn etwas erstaunt und
zugleich skeptisch an. „Hast du das gekocht?“ Ihre Frage klang etwas ungläubig.
„Ja, ich habs versucht, ich hoffe das Resultat ist essbar.“ „Du hast
meinetwegen selbst gekocht, das wär doch nicht nötig gewesen.“ Die Dankbarkeit
und auch die Freude in ihren Augen schien aufrichtig und es freute Warrek, dass
es ihr etwas bedeutete, auch wenn er sich Sorgen machte, dass sie beim ersten
Bissen gleich wieder alles ausspucken könnte. „Na ja, die salarianischen Köche
haben mir einige Tipps gegeben, um schlimmeres zu verhindern.“ Nun wurden
Larinas Augen noch größer. „Was? Du hast das in der Hauptküche gemacht? Du hast
dir meinetwegen all die Mühe gemacht? Das ist so süß!“ Sie drückte ihn kurz an
sich und gab ihm einen Kuss auf die Wange. Der Turianer wusste nun nicht genau
wie er reagieren sollte, es war ihm etwas peinlich, dass er so nervös war, also
versuchte er einfach weiterzumachen. „Hier ist noch Besteck, wir wollen ja
nicht mit den Händen essen.“ Aus seiner Tasche holte er zwei in eine Serviette
gewickelte Gabeln und die dazugehörigen Messer heraus. Larina nahm das ihr
angebotenen Besteck lächelnd entgegen und machte sich gleich daran zu
probieren. Den ersten Bissen probierte sie vorsichtig, Warrek musterte ihren
Gesichtsausdruck gespannt. „Mh, das schmeckt gut…“ „Bitte, wenn es nicht
schmeckt, iss es nicht einfach aus Höflichkeit weiter. Ich verstehe es, wenn es
nicht schmeckt.“ „Wieso zweifelst du dauernd an dir selbst? Es schmeckt
wirklich gut.“ Er lächelte verlegen und wandte sich seinem eigenen Essen zu.
Während des Essens wechselten sie immer mal wieder ein paar Worte, richtige
Gespräche blieben jedoch aus, bis sie mit dem Essen fertig waren. Als sie, nach
dem Essen noch eine Weile gesprochen hatten, beschloss Warrek Klarheit zu
schaffen. Er empfand definitv etwas für Larina, die Frage war nur, ob es ihr
auch so erging. Ihrem Handeln zu urteilen mochte sie ihn auch, aber auf welche
Weise? „Wie soll ich anfangen?“ fragte er sich innerlich selbst. „Lara?...“
begann er zögerlich. Er hasste sich in dem Moment selbst dafür, denn jetzt gab
es kein Zurück mehr. „Ja?“ erwiderte die Asari neugierig. „Ich… das hier… heute
war sehr schön, ich bin froh, dass wir das gemacht haben…“ Er stockte, sein
Kopf war ein wenig zu langsam, um die Worte, die er sagen wollte, zu ordnen.
„Ja, ich auch, es ist schön, wenn man derartig verwöhnt wird“ antwortete sie
und deutete auf ihren leeren Teller.“ „Ja, genau darum geht es mir… wie du dir
vielleicht vorstellen kannst, mag ich dich wirklich. Ich habe mich auf den
Heutigen Abend gefreut und ich genieße die Zeit die ich in deiner Nähe
verbringen kann, denn… ich empfinde viel für dich.“ Larina sah ihn nun
schweigend an, nach ein paar Sekunden sah sie vor sich zu Boden. „Ich… das
kommt jetzt etwas plötzlich… und ich hatte befürchtet, dass so etwas passieren
würde. Ich empfinde durchaus auch etwas für dich, und genau da liegt das
Problem. Es tut mir weh und ich will dich jetzt auch nicht vor den Kopf stoßen
aber es würde nicht funktionieren. Ich muss in vier Wochen zurück nach Thessia
und wenn ich mich jetzt mit dir auf eine Beziehung einlasse, dann wird es nur
noch schmerzhafter.“ Sie warf ihm einen flüchtigen Blick zu, anscheinend
schmerzte es sie wirklich sehr ihn abzuweisen. Sie sah sofort wieder zu Boden
und wischte sich eine Träne aus den Augen „Ich bin ja auch nicht für immer
hier, wir könnten uns ja nachher wiedersehen?“ meinte Warrek ruhig. „Leider
nicht. Ich bin eine Kommandokämpferin, ich werde viel unterwegs sein und es ist
nie klar, ob ich den Tag überlebe. Es ist nicht so ,dass ich dich nicht
schätzen würde, ich bin schon lange bei den Kommandos und es gab bis heute kaum
jemanden, der mich so nett behandelt hat wie du. Ich möchte weiterhin mit dir
befreundet sein und die Zeit die ich noch hier bin mit dir zusammen genießen
können.“ Auch wenn Warrek sich in dem Moment selbst ziemlich schlecht fühlte,
nahm er Larina trotzdem in den Arm ,um sie zu trösten. Es war seltsam, aber
auch wenn er gerade abgeblitzt war, wollte er nicht, dass sie sich schlecht
fühlte. „Hei, ist schon in Ordnung, ich verstehe dich.“ Sie legte ihren Kopf
auf seine Schulter und seufzte leise. „Danke“ flüsterte sie schließlich „Und
tut mir leid, dass ich gerade so Emotional war.“ „Kein Ding, schon in Ordnung.“
Die beiden saßen noch eine Weile auf dem Dach, bis die Sonne sich langsam
hinter den Horizont zu schieben begann. Es war kühler geworden und einige
Wolken begannen langsam von weit her über den Himmel zu kriechen. Der Himmel
über ihnen färbte sich mehr und mehr Lila, mit jeder Minute wurde es ein wenig
dunkler und bereits nach kurzem waren tausende von Sternen zu sehen. Sie waren
hier weit von der nächsten Stadt oder dem nächsten Ort entfernt, weshalb es
keine Lichtverschmutzung gab. Der nächtliche Himmel war beeindruckend, er
wirkte so unendlich und trotzdem war es mittels der Massenportale möglich
innerhalb eines Tages möglich in nahezu jeden Teil der Galaxie zu gelangen.
Warreks Gedanken kreisten immer noch um Larina und seine Gefühle, die gerade
arg gelitten hatten, als ihn ein anderer Gedanke erfasste. „Auf irgendeinem der
Planeten ,der um einen dieser Sterne kreist ist jetzt Jenni sicher gerade dabei
im Schlamm robbend irgendwelche Soldaten 
abzuknallen oder mit ihrer Biotik durch die Gegend zu schmeißen… ich
sollte mal wieder fragen wie es läuft.“



Die BDF saß gerade in einigen Shuttles und war unterwegs. Die Woche war wie
eigentlich fast immer unglaublich anstrengend gewesen. Das Training begann sich
mehr und mehr zu verändern, je größer ihr Fortschritt wurde, desto selbstständiger
mussten sie agieren. Die Ausbilder hatten sie anfangs bei jedem Schritt
überwacht, fast schon wie im Schulunterricht an der Grundschule wurde ihnen
alles genau vorgeschrieben was sie machen müssten. Nun waren sie beinahe
komplett selbst verantwortlich. Die Ausbilder waren immer noch da und
beobachteten genauso jeden ihrer Schritte, sie meldeten sich jedoch nur noch
,wenn Fehler begangen wurden oder Fragen offen waren. Der Druck war aber
deshalb nicht minder geworden. Sie wurden immer angetrieben schneller zu
werden, härter anzugreifen und länger durchzuhalten. Besonders das
Biotiktraining hatte noch einmal einen Zahn zugelegt. In Sachen Nahkampf wurden
sie meist noch immer ohne Rüstungen geschult, trainierten jedoch dann in voller
Montur. Was daran lag, dass Angriffe die mit voller Wucht ausgeführt wurden,
noch verstärkt durch die synthetischen Muskeln, zu gefährlich gewesen wären, um
sie an anderen Verbündeten zu testen, da sie darauf abzielten mit tödlicher
Präzision oder brachialer Gewalt größtmöglichen Schaden oder Schmerzen
anzurichten. Techniken, die zur Überwältigung ohne körperlichen Schaden
anzurichten dienten, trainierten sie auch mit ihren Ausbildern oder
untereinander. Letzteres Training gestaltete sich immer äußerst unterhaltsam
,da sie dort zwar streng überwacht, aber unter sich waren. In den vergangenen
Tagen hatten sie auch vermehrt Absprünge geübt. Wobei sich die Höhe und
Geschwindigkeit der Shuttles immer mehr steigerte. Doch all das lag nun hinter
ihnen, die nächste Woche war noch weit entfernt und die Sorgen darüber
vergessen. Es war Samstagabend, sie hatten das letzte Training dieser Woche
hinter sich und nach Essen und Dusche beschlossen mal ein wenig feiern zu
gehen. Erstaunlicherweise hatten sie sogar die Genehmigung dafür erhalten. Dass
sie Reeston und nicht einen anderen Vorgesetzten nach der Genehmigung gefragt
hatten war dabei kein Zufall gewesen. Vier Shuttles waren nun unterwegs nach
Dastru, eine kleine Stadt, etwas mehr als tausend Einwohner umfassend. Dieser war
der nächstgelegenste Ort an der Basis und dort würde es garantiert eine Bar
geben. „Seit ihr sicher ,dass das ne gute Idee ist? Ich kenne die meisten von
hier gut genug ,um sagen zu können, dass der Umgang mit Alkohol nicht eure
Stärke ist“ meinte Sarjka nachdenklich. „Ach komm, das letzte mal haben wir ja
auch alle überlebt und manche von uns hatten sogar ein schönes erwachen… nicht
wahr Jenni?“ Joshuas Stimme klang aus dem UW der angesprochenen. Sie hatten
sich alle in Verbindung gesetzt, sodass in jedem Shuttle mindestens ein UW
aktiv war. „Auch wenn nichts gelaufen ist, ist das eine Situation von der du
nur träumen kannst“ konterte sie geschickt. „Autsch. Weißt du, sowas verletzt
echt meine Gefühle, Jenni, weißt du das?“ „Ach komm, auch mit der Mitleidsnummer
kriegst du sie nicht dazu dich zu küssen“ rief Alex ,der mit Joshua im selben
Shuttle saß, diesem zu. „Halt du gefälligst den Rand, ich bin ja nicht der, der
beim ersten Abendausflug gesagt hat ,dass er…. „Lass das gefälligst aus dem
Spiel ja!? Das ist schon ne ganze Weile her!“ unterbrach Alex ihn hastig, bevor
es unangenehm für ihn wurde. „Hast du etwa innerhalb von den paar Monaten deine
Sexualität komplett umgestellt?“ Die Frage kam von Arsilia, sie saß im dritten
der Shuttles. „WAS?! Moment, erstens: Woher weißt du davon? Und zweitens: Nein,
ich bin nicht schwul geworden, falls du das meinst…“ „Wieso denn gleich so
aufgebracht? War doch nur eine Frage?“ war von der lachenden Asari zu
vernehmen. „Ja, aber…. Ach das lässt sich nicht ganz vergleichen, n Typ der
auch was von Männern will ist schwul und mit dem möchte man sich nicht
unbedingt die Dusche teilen, wenn eine Frau an beiden Geschlechtern
interessiert ist, dann ist das… nun ja, heiß“ die Männer des Zuges nickten
zustimmend und tauschten Blicke aus. „Moment, du willst also sagen, dass das
nicht das gleiche ist...?“ Sofort merkte Jenni ,dass das Gesprächsthema gleich
sie tangieren würde und der Gedanke daran war nicht gerade entspannend. „Du
behauptest also, dass es für Männer unangenehm ist mit einem Homosexuellen Mann
in der selben Dusche zu Duschen und für uns Frauen nicht?“ Jenni wollte gerade
die Hand heben und Ivana, die zwei Plätze neben ihr saß, unterbrechen, diese
war jedoch schon ziemlich energisch dabei Alexs Aussage zu kritisieren, also
kam es wie es kommen musste. „Woher willst du wissen, dass es für uns nicht
auch unangenehm ist, wenn eine bisexuelle oder lesbische Frau mit uns duscht?
Jenni hat eine andere Sichtweise auf Frauen, vielleicht belastet das uns ja
auch.“ Deprimiert darüber mit ihrer Befürchtung richtig gelegen zu haben, ließ
Jenni den Kopf hängen und gratulierte Ivana, welche erst jetzt realisierte was
sie gerade gesagt hatte, mit angehobenem Daumen zu ihrer diplomatischen
Meisterleistung. „Du hättest mir auch einfach sagen können, dass du nicht mit
mir in der selben dusche sein möchtest… zum Beispiel: Hei Jenni, ich will
nicht, dass du ekelhafte abartige Person mit mir in der selben Dusche bist und
dir beim Anblick meines Körpers kranke, abartige und perverse Fantasie ausmalst.
Bitte dusch woanders, du ekelst mich an.“ Sie hatte es geschafft den Satz sehr
emotionslos auszusprechen, das Ganze war bloß ein Witz, aber Ivana schien sich
nun fürchterlich zu fühlen. „Nein, so habe ich das nicht gemeint! Das war nur
ein Beispiel… ach komm schon, du weißt doch, dass das nicht ernst gemeint war.
Verdammt Jenni, jetzt tu doch nicht so, es tut mir ja leid.“ „So, du hast also
kein Problem damit, wenn ich mit dir im selben Raum dusche?“ „Nein, hab ich
nicht“ bestätigte Ivana schnell, sie fühlte sich immer noch mies ,weil sie ihre
Kameradin einfach so als Beispiel genommen hatte.“ „Dann stört es dich also
auch nicht, wenn ich mir meine abartigen, kranken, perversen Sexfantasien
ausmale, während ich dir beim Duschen zusehe?“ Jenni musste mit sich kämpfen um
nicht laut loszulachen. „Nei…. machst du so etwas etwa wirklich?“ fragte sie
total entgeistert und baff. Genau auf den fassungslosen Gesichtsausdruck hatte
Jenni gewartet. Sie hatte die Kamera ihres UWs aktiviert und Ivana bei dieser Aussage
aufgenommen. Nun konnte sie sich nicht mehr halten und lachte lauthals los.
Auch von den anderen Shuttles war Gelächter zu hören. „Nein, natürlich nicht!
Wofür hältst du mich?... Aber was das anbelangt gibt es wirklich einen
Unterschied zwischen Männern und Frauen, wir denken nicht dauernd nur an Sex.“
Nach einem Moment des Schweigens war von Selak zu hören „Sagt diejenige ,die
ihre Freundin eiskalt in der Dusche vernascht hat, während wir kein 50 Meter
entfernt alle gegessen habe.“ „Ok, Punkt für dich“ antwortete sie mit
unschuldigem Lächeln. „Aber wir denken nicht permanent an sowas, ihr macht den
ganzen Tag ja nichts anderes ,als euch solche Fantasien auszumalen.“ Kiara
beteiligte sich nun auch an dem Gespräch. „Und es gibt noch einen weiteren Unterschied
Ivana, wir Asari duschen ja mit euch zusammen. Wenn man es genau nimmt, dann
haben für uns Geschlechter ja keine Bedeutung, somit duscht ihr jedes Mal mit
mehr als einem dutzend potenziell bisexueller “Frauen“ zusammen.“ Erneut
herrschte für einen Moment Stille. Nur das leise Surren der Motoren war zu
hören. „Oh nein, Deni, hör auf zu sabbern und nimm deine Hände wieder
hoch,sodass ich sie sehen kann. Wo waren wir nochmal? Also wir Männer denken
kaum an Sex“, kam es von Joshua  „Was?
Ach halt die Schnauze du Arsch!“ Sofort ertönte lautes Geraschel und ein lautes
Lachen war zu hören. Anscheinend befand sich Deni gerade im Gerangel mit
Joshua, der sich einen Witz auf seine Kosten erlaubt hatte. „Also echt, wieso
habe wir den Asi überhaupt mitgenommen? Können wir den nicht einfach
rausschmeißen?“



Als die Shuttles landeten, war es draußen bereits dunkel geworden, der Flug
hatte etwas mehr als eine Stunde gedauert, trotz Stratosphärenflug. Dabei
stiegen die Shuttles bis in die selbige auf und reisten dann dort, dadurch
konnte man viel schneller fliegen, weil es dort kaum Luftreibung gab. Nun waren
sie auf einem Parkplatz gelandet, sie hatten auf einer digitalen Karte
nachgesehen wo es Bars gab. Sie hatten sich für „Will´s Lucky Bar“ entschieden.
Diese hatte auf den Fotos ganz nett ausgesehen und hatte einen Parkplatz, der
groß genug war, damit sie landen konnten in der Nähe. „Ok, wir landen jetzt, es
regnet übrigens, vielleicht solltet ihr Schirme benutzen“ meinte der Pilot, der
sie geflogen hatte. „Wenn wir denn welche hätten“ flüsterte Ivana mit
sarkastischem Unterton. „Wofür sollten wir die brauchen?“ Jenni ließ einen
blauen Schleier aus biotischer Energie um sich herum entstehen und grinste ihre
Kameradin an. Mit einem leichten Ruck setzte das Shuttle auf. Als sich die
seitlichen Türen öffneten, war von draußen ein vertrautes rauschen zu hören.
Das diffuse von den Straßenlampen ausgehende Licht spiegelte sich in dem
Wasserfilm, der den Boden bedeckte. Auf den größeren Pfützen tanzten die
Lichtpunkte nervös hin und her, da jeder Tropfen Wellen warf. Es war merklich
kühler als es noch beim Einsteigen gewesen war und es herrschte ein
ordentlicher Wind. „Iih, sieht ja aus wie im Herbst“ meinte Kiara und verzog
eine Mine. Jenni lächelte sie an und trat aus dem Shuttle. Sie baute eine
biotische Sphäre über sich auf, sodass sie nicht nass wurde. Die anderen aus
dem Shuttle traten nahe an sie heran, damit auch sie vor dem Regen geschützt
waren. „Boah, ist ja ätzend hier!“ zischte jetzt auch Garon. „Na dann ist es
drinnen dafür umso gemütlicher“ erwiderte Shalera bemüht fröhlich. Der Weg bis
zum ersten Unterstand, einem Laden, der einen überdachten Eingangsbereich
hatte, war nicht weit, weshalb sie ihn schnell zurückgelegt hatten. Jenni ließ
die biotische Sphäre zusammenfallen und trat ebenfalls schnell unter den
Vorstand. „Wo ist die Bar jetzt nochmal?“ „Hier, dem Unterstand entlang und
dann gleich um die Ecke.“ Tanja hatte ihr UW aktiviert und noch einmal auf der
Karte nachgesehen. Als die anderen Gruppen sich von den Shuttles ebenfalls zum
Unterstand verschoben hatten, ging Jenni wieder voraus. Das letzte Stück, dass
sie durch den Regen mussten, war etwa zwanzig Meter lang, weshalb sie es ohne
“biotischen Regenschirm“ zurücklegten. In einer Kolonne eilten sie eilig zum
Eingang und traten sofort hinein. Alle Bargäste sahen sie merkwürdig an, das
Etablissement wurde praktisch gestürmt. Es befanden sich gut ein dutzend Gäste
im inneren, einige weitere waren etwas versteckt an den Tischen verteilt. Eine
kleine Gruppe,  vier Männern mittleren
Alters, die am Tresen saßen ,musterten die Ersten der neuen Gäste. Jenni fiel
auf, dass die Männer wohl schon ordentlich getrunken hatten, ihre Haltung
sprach sehr dafür. „Oh, guten Abend, es ist lange her, seitdem wir das letzte
mal Allianzsoldaten hier zu Gast hatten“ grüßte der Wirt der Bar. Er war eher
schmächtig und relativ jung, sie hätte ihn etwa dreißig geschätzt. Das Innere
der Bar war nett eingerichtet. Sie war erstaunlich groß und geräumig. Neben
vielen Tischen war auch ein Billardtisch und eine Dartscheibe vorhanden.
Anscheinend handelte es sich hier um eine sehr traditionelles Lokal, denn
obwohl es eigentlich nicht mehr üblich war, wurde hier drinnen auch geraucht.
Dementsprechend roch es nach Tabak, jedoch im erträglichen Maße. Weiter hing
auch der Geruch von Bier im Raum. Es waren noch nicht einmal die Hälfte der
Soldaten in das Lokal eingetreten, als einer der Männer laut ausrief „Pha, da
leck mich doch einer am Arsch, es muss schon verdammt lange her sein, seit ich
bei der Allianz gewesen bin. Zu meiner Zeit hätten sie solche Hackfressen noch
nicht eingestellt! Ich dachte die Allianz sei da, um die zu bekämpfen und nicht
um sie zu rekrutieren.“ Der Spruch war offensichtlich auf Selak, den ersten
Turianer, der das Lokal betreten hatte, bezogen. Sie trugen alle eine
Allianzuniform, die für die Turianer war einfach speziell angefertigt worden.
Jenni warf dem Mann einen finsteren Blick zu, kümmerte sich jedoch nicht weiter
um ihn. „Oh, und so viele heiße Feger. Ha! Euch hätten wir höchsten auf dem
Stützpunkt gelassen, um uns zu amüsieren.“

Einer
seiner Kameraden sah Jenni an und fügte dann ebenfalls lallend an „Je rostiger
das Dach desto feuchter der Keller! „Ignoriert die Idioten
einfach, die sind es nicht wert“ meinte Joshua, als er neben Jenni trat. „Oha,
seit wann hat denn der Milchbubi hier auch was zu melden?!“ Nun war die Gruppe
Männer aufgestanden. Joshua sah Jenni fragend an, diese warf ihm einen Blick
zu. Sie vertraute ihm, hielt ihn, als er auf die Männer zutreten wollte, aber
trotzdem noch mal am Arm fest. „Aber bau keinen Scheiß“ schien ihr Blick
diesmal zu sagen. Er verstand was sie sagen wollte und nickte knapp. „Also, der
“Milchbubi“ hatt da eine Idee, wir sind hier alle zivilisiert ,darum können wir
das Problem hier auch zivilisiert lösen.“ Er trat vor den Tisch der ihnen am
nächsten stand und stützte seinen Ellenbogen auf das Tischblatt. „Armdrücken,
wenn ich gewinne, dann haltet ihr alle den Rand.“ „Und wenn ich gewinne?“
fragte der Mann, der sie bereits angepöbelt hatte. „Dann gehen wir“ antwortete
Joshua. „Nein, dann werdet ihr erst unsere Rechnung übernehmen und dann geht
ihr!“ „Abgemacht!“ Joshua wusste, dass seine Freunde hinter ihm standen und ihn
unterstützten. Was die anderen nicht wussten ist, dass Joshua zu einem der
körperlich stärksten der Gruppe gehörte. Auch wenn man es ihm nicht ansah. Der
Kontrahent schien sehr siegessicher, der Alkohol trug dazu wohl auch etwas bei.
Selbstbewusst trat der andere Gast an den Tisch heran, stellte seinen
Ellenbogen auf dem Tisch auf und griff nach Joshuas Hand. Sein Händedruck war
fest, er wollte Joshua wohl imponieren, dieser blieb jedoch ganz ruhig.
„Bereit?“ fragte er höflich. „Ja, aber nicht das du danach heulst!“ Jenni trat
neben die beiden und sah beide an „Bereit? Achtung, fertig, los!“ Sofort
spannten beide ihre Arme an, beiden war die Anstrengung anzusehen. Die
Gefährten des Pöblers grölten latuhals und feuerten ihren Freund an während die
Soldaten der BDF einfach nur grinsend zusahen. „Wo ist jetzt der große starke
Macker, hm?“ Nun drückte er so fest zu wie er konnte, sein Kontrahent verzog
das Gesicht, hielt jedoch weiter entgegen. Es kostete einen Haufen Kraft war
aber kein wirkliches Problem für den jungen Soldaten den Arm seines
Kontrahenten auf die Tischplatte zu drücken. Dieser hatte schnaubend versucht
ihm entgegenzuhalten, war jedoch kläglich gescheitert. Nun kam der Applaus
seiner Kameraden. Joshua zog den Ärmel seines Shirts hoch, seine Jacket hatte
er ausgezogen nach dem der andere eingewilligt hatte. „Siehst du das hier?
Falls du lesen kannst siehst du jetzt, dass es ne blöde Idee war Ärger zu
machen!“ Er deutete auf die Tätowierung auf seinem Oberarm. Der Angetrunkene
und nun sichtlich aggressive Kunde griff nun über den Tisch und packte Joshua
am Kragen. Jenni reagierte sofort und schnappte sich das Handgelenk des Gastes
„Hei, mach jetzt keinen Scheiss?!“ „Halt´s Maul Schlampe!“ er holte mir der
anderen Hand aus, um ihr eine Ohrfeige zu verpassen.

Uuuund fertig! Wie es weiter geht werdet ihr wohl nächste Woche erfahren. Bis dahin wünsche ich einen guten rest der Woche und nen schönen Abend^^^_^

Modifié par elitedefender2, 11 mai 2013 - 06:03 .


#553
Glytex

Glytex
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Bravo, hab in den letzten paar Tagen mal hier durchgelesen auf eine Empfehlung hin .
Jetzt alles zu behandeln wäre bisschen viel,aber du machst vieles mit deiner Geschichte richtig, macht Spaß sie zu lesen und das ist ja das Wichtigste! :-)

Weiter so,wünsche dir in Zukunft noch gutes gelingen

#554
elitedefender2

elitedefender2
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Danke Glytex, ist immer nice zu lesen dass es gut ankommt was ich schreibe und ich versuche auf jeden Fall das Niveau beizubehalten^^. Hoff dich auch weiter begeistern zu können.

#555
Zerydal

Zerydal
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Indeed the emprah is proud of you my son ^^

#556
elitedefender2

elitedefender2
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 MIt Freude stelle ich das nächste Kapitel online, diesmal die Nummer 32. Es hatt ein wenig länger gedauert, hatte noch nen haufen anderen Zeugs um die Ohren aber jetzt ist es ja da:P.

Ich wünsche viel Spass beim lesen^^

Kapitel 32



Nun ging alles ganz schnell. Mit ihrem linken Arm blockte sie den Schlag des
alkoholisierten Angreifers und packte diesen. Joshua reagierte sofort, seine
Faust traf das Gesicht des Mannes hart und mittig. Jenni wusste, dass sie das
Ganze besprochen hatten, sie war aber dennoch froh, dass Joshua sich auch daran
hielt. Es war vereinbart worden, dass Biotik nur dann zum Einsatz käme, wenn es
um Leben und Tod ging. Der Getroffene fiel zu nach hinten strauchelnd zu Boden.
Joshua packte den Tisch, der vor ihm stand und schob ihn zur Seite. Die drei
Kameraden  des gerade Getroffenen standen
um ihn herum und halfen ihm beim aufstehen. In Jennis Kopf rasten die Gedanken,
eine Schlägerei war unausweichlich und es drohte genau das zu passieren was sie
am meisten befürchtet hatte. „Stase“ Sie rief den Befehl ihren Kameraden zu und
wandte sich sofort wieder den vier Angreifern zu. Einer der Männer wollte
gerade auf sie zutreten, als er plötzlich in mitten seiner Bewegung erstarrte.
Jenni hatte ihn in einem Stasefeld gefangen und hinderte ihn nun daran sich zu
bewegen. Ihre Kameraden reagierten schnell, Joshua Kiara und Thomas hielten die
anderen Männer, welche erschrocken zusammengezuckt waren, als sie sahen, dass
ihre Gegenüber plötzlich von blauen Schleiern umgeben waren und ihr Kamerad
sich nicht mehr rührte. Sie hatten nicht gewusst, dass ihnen Biotiker
gegenüberstanden. „Ich dachte Biotik wird nur im Notfall eingesetzt?“ „Ja, aber
so lassen sich Verletzte vermeiden… Hört mir mal zu, wir sind zehn zu eins in
der Überzahl, alle unter N7 im Nahkampf ausgebildet und biotisch begabt. Wir
wollen hier keinen Ärger und ihr solltet es besser auch nicht darauf anlegen.
Das hier muss nicht hässlich enden, verhaltet euch zivilisiert und geht nach
Hause oder macht keinen Ärger, ja?“ Während sie gesprochen hatte, war sie an
den vordersten der Männer herangetreten. Dieser hatte sie gehört und auch
gesehen, war jedoch nicht im Stande gewesen sich zu bewegen oder zu antworten.
Als das Stasefeld um ihn herum zusammenbrach und er zu Boden fiel, rappelte er
sich wieder auf und trat zu seinen Kameraden, die nun auch wieder frei waren.
Nachdem sich alle aufgerichtet hatten, sahen sie Jenni an. Diese stand in ein
paar Metern Abstand vor ihnen und schien auf eine Antwort zu warten. „Ich
schätze es ist besser, wenn wir jetzt gehen.“ Die Stimme des Mannes triefte vor
Wut und Verachtung, aber er hatte anscheinend genug Verstand um die
Aussichtslosigkeit ihrer Situation zu erkennen. Mit finsteren Blicken traten
die Männer zu der Garderobe, um ihre Jacken und Mäntel zu holen. Die Soldaten, die
sich mittlerweile etwas verteilt hatten, behielten sie dabei stets im Auge. Mit
dem verlassen der Störenfriede wanderte Jennis Aufmerksamkeit zum Barkeeper,
der sie mit großen Augen und einer schwer zu deutenden Mine anstarrte. Auch
alle anderen Gäste hatte sich sofort ihnen zugewandt, als die Situation
auszuarten drohte, einige waren sogar aufgestanden. „Tut mir leid, dass wir hier
gleich für einen solchen Aufstand gesorgt haben, ich hoffe sie können das
verstehen.“ Der Barkeeper sah sie etwas grimmig an „Na ja, nicht gerade die
beste Art ein Lokal zu betreten, aber es ist nichts kaputt gegangen, ich
schätze das ist doch schon mal ein Anfang…. Möchtet ihr was zu trinken?“



Die Gespräche unter den Soldaten liefen gut, sie waren bereits seit mehr als
zwei Stunden da und niemand schien sich zu langweilen. Einige spielten Billard
andere saßen zusammen an Tischen und redeten über alle möglichen Sachen. Jenni
saß lange an der Bar, hatte sich aber etwas zurückgezogen. Sie saß nun mit
einigen Kameraden an einem Tisch und unterhielt sich eifrig. Sie fühlte sich
leicht und etwas beschwingt, sie hatten bisher bereits etwas getrunken, nicht
um sich abzuschießen, aber sie merkte doch schon etwas davon. Das aktuelle
Gespräch war über ihre Pläne, die sie früher gehabt hatten. Ihre Runde bestand
diesmal nur aus Frauen, sie hatte sich absichtlich ein wenig abseits gesetzt, um
ungestört reden zu können. Jenni war als letzte dazugetreten. Sie hatte sich
seither noch nicht sehr aktiv am Gespräch beteiligt. „Hm, also wie ich bereits
gesagt habe, ich wollte mal ne Weile lang Unterwäschemodel werden. Meine Mam
hat mir das aber wieder ausgeredet. Sie hat mir immer gesagt ich könne doch
nicht in Unterwäsche vor der ganzen Welt posieren und mich als
Anschauungsobjekt verkaufen lassen. Ich hätte damit kein Problem gehabt, aber
sie hat nicht locker gelassen. Jetzt im Nachhinein muss ich sagen, es wäre mir
auf Dauer eh zu langweilig gewesen.“ Arsilia hatte sich während sie erzählt
hatte zurückgelehnt und zur Decke gesehen. Nun richtete sie ihren Blick in die
Runde, wie sieht es denn bei dir aus Jenni? Was hattest du früher für Pläne?“
„Ich?.... Phu, da gab es viele Phasen. Eine Weile lang wollte ich mit ein paar
Freunden und mit unserer Band n Album aufnehmen, daraus wurde aber nichts,
unsere Musikstil war nicht wirklich massentauglich.“ „Stimmt, davon hast du mal
erzählt… und du hast uns immer nie was vorgespielt“ meinte Shalera lächelnd.
„Seid lieber froh, ich würde garantiert keinen richtigen Ton mehr aus einer
Gitarre rauskriegen“ antwortete Jenni grinsend. Sie hatte, seit sich ihre Band
aufgelöst hatte, eigentlich nie wieder gespielt und ihre Gitarre einige Monate
später dann auch verkauft. Glücklicherweise hatten sie sich freundschaftlich
und nicht in einem Streit getrennt. „Wie hieß eure Band denn?“ Jenni musste
schmunzeln beim Gedanken an die Diskussion, die sie gehabt hatten, um einen
Namen zu finden. „Wir nannten uns “Fallen Syndicate“ Louis hatte englische
Wurzeln, weshalb er einen englischen Namen wollte.“ „Na dann schauen wir doch
mal, ob das Extranet etwas dazu findet…“ Jenni sprang sofort auf und wollte
nach Arsilias Arm greifen, diese wich jedoch aus. „Lass das, das ist nicht
witzig!...“ sie setzte sich wieder und sah die Asari mit finsterem Blick an.
„Da will man einmal nett sein und das ist das Resultat, ich sag dir nie wieder
etwas Privates über mich.“ „Ach komm, so schlimm ist das jetzt auch wieder
nicht…“ konterte Arsilia. „Was würdest du denn davon halten, wenn ich Fotos von
dir in Unterwäsche rumzeigen würde?... Also beim posieren weil du modeln
wolltest?“ „Ich hätte ein klein wenig Angst, erstens: da diese Fotos wenn
überhaupt nur auf meinem privaten UW bei mir zu Hause vorhanden wären und
zweitens: falls sie im Extranet zu finden wären, wärs mir egal. Ich wollte
damals modeln, die Tatsache, dass dich die ganze Welt sieht darf dich da nicht
stören…. Ah da haben wir doch etwas!“ Sofort beugten sich alle vor um besser
sehen zu können was auf der Aufnahme zu sehen war. Besonders Jenni schien
neugierig zu sein, sie konnte sich selbst nicht mehr an alle Details erinnern.
„Das scheint das von eurem Auftritt an der Abschlussfeier zu sein, ein hoch auf
die Kamerafunktion der Universalwerkzeuge, so kommen wir doch noch in den
Genuss dich auf der Bühne sehen zu können.“ Arsilia warf Jenni einen neckischen
Blick zu, doch diese war nun auf das Video fixiert. Das Video ging an, Arsilia
hielt ihr UW nach vorne und startete die Projektion, sodass alle sie sehen
konnten. Die Aufnahme wurde von einem der Zuschauer gemacht, es waren noch
andere Menschen auf der Aufnahme zu sehen. Die Kamera wackelte etwas aber die
Autostabilisation wirkte ordentlich dagegen. Auf der Bühne war noch nichts zu
sehen, die Vorhänge waren noch geschlossen. Jenni war nervös, sie wusste nicht
wie ihr Auftritt ausgesehen hatte, sie hatte das Ganze bisher nur aus ihren
eigenen Augen gesehen. Das Getuschel und Gerede des Publikums riss ab, als eine
ruhige Gitarrenmelodie zu hören war. Nach ein paar Sekunden gingen die
Scheinwerfer an und die friedliche Melodie riss schlagartig ab und stattdessen
setzten Schlagzeug, Bass und eine schnellere aggressive Gitarrenmelodie ein.
Ein Raunen ging durch die Menge, als sie erkannten wie die Musiker auf der
Bühne aussahen. Jenni stand auf der rechten Seite, Arsilia pausierte das Video
für einen Moment und zoomte rein. „Das bist du?“ fragte sie etwas ungläubig.
Jenni trug neben schwarzem T-Shirt, schwarzen ledernen Hosen auch
Nietenarmbänder und ein Nietenhalsband. Dazu kamen noch die pechschwarzen Haare
und entsprechendes Make-up. „Ja, damals hatte ich ne ziemliche Trotzphase, wir
haben damals zum Abschluss noch mal alle schocken wollen und das hat auch ziemlich
gut geklappt… und gut angefühlt hatte es sich auch“ antwortete Jenni grinsend.
Gerade als Arsilia das Video weiter laufen lassen wollte, unterbrach Jenni sie
mit einer Handbewegung. Sie verschob das Bild etwas, sodass Louis zu sehen war.
Er hatte kurze schwarze Haare und war ebenfalls entsprechend angezogen. „Er ist
ja der Sänger, und naja, er hatt ne Wahnsinnsstimme, aber das werdet ihr gleich
selbst merken… aber worum es eigentlich geht. Wir sind ja jetzt mal unter
Frauen, also kann ichs sagen. Wenn ich ehrlich bin war ich damals ein bisschen
verknallt in ihn… böse Jungs und so…“ „Echt? Du hattest damals auch einen
Jugendschwarm? Ach ist ja zu süß. Wieso ist denn nichts draus geworden?“
Diesmal war es Shalera die gefragt hatte. Naja ich habe ihn nie direkt darauf
angesprochen, ich habe immer gehofft, dass er das machen würde. Und dann
irgendwann als die Band auseinanderbrach. weil wir kaum noch Zeit hatten und
uns nicht mehr oft sahen. erfuhr ich auch. dass er nicht an Frauen interessiert
war.“ Nach einer Sekunde der Stille ergriff Ivana das Wort „Ok…. In ner Metal
Band zu spielen ist aber nicht das was man so von einem Schwulen erwartet.“
„Das sind Vorurteile, warum sollten Homosexuelle denn nicht solche Musik machen
können?“ warf Tanja ein. „Auf jeden Fall, die Überraschung ist uns gelungen,
unsere Musiklehrerin hätte fast nen Herzinfarkt gekriegt.“ Arsilia tippte auf
den Bildschirm und das Video lief weiter. Kaum hatte der Stilbruch
stattgefunden, setzte auch Louis ein. Sofort veränderten sich die Gesichter der
Zuhörerinnen, was sie hörten war wohl nicht das was sie erwartet hatten. „Also
ob ich das “singen“ nennen würde weiß ich jetzt nicht wirklich.“ entgegnete
Tanja nach einigen Sekunden.



„Und dir gefällt solche Musik?“ „Hm, das hier ist schon ein wenig krass, aber
ich habe kein Problem mit solcher Musik, es ist nichts was ich jeden Tag hören
würde“ antwortete Jenni auf Ivanas Frage, nachdem das Video zu ende war. „Ach,
ich kann mir durchaus vorstellen, dass Jenni sowas gefällt, sie war schon immer
rebellisch, ansonsten wär sie jetzt nicht hier, sondern irgendwo an einem
Schreibtisch in einer Firma“ meinte Arsilia. Die Asari grinste sie breit an.
„Mich würde mal interessieren was du denn so alles in deiner Jugendzeit vor der
Allianz gemacht hast“ konterte Jenni. „Viel, von dem ich nicht auf alles stolz
sein kann und auch einiges gerne wieder vergessen würde.“ „So schlimm?“ harkte
Jenni nach. „Naja, nicht alles was wir gemacht haben war legal, geschweige denn
moralisch… aber seit ich in Sunsetbay bin, war das einzige was ich gemacht
habe, was nicht ganz korrekt war, mich vor einer Buße zu drücken. Menschliche
Polizisten lassen sich durch ein entsprechend zurechtgerücktes Outfit, ein
charmantes unschuldiges Lächeln und ein Mädchenhaftes etwas ungeschicktes
Verhalten stark beeinflussen.“ „Oh, ich kann mir das nur allzu gut vorstellen,
Arsilia sitzt in einem Skycar und wird angehalten. Kaum steht der Polizist
neben dem Fenster schaut sie ihm mit großen Hundeaugen, einen tiefen Ausschnitt
und einem kurzen Rock da und fragt unschuldig was denn los sei.“ Die Asari
stemmte ihre Hände in die Hüften und schaute sie vorwurfsvoll an. „Hei ganz so
klischeehaft war es nun doch nicht. Ich hatte ein relativ offenes Outfit an,
was aber für die Jahreszeit nicht ungewöhnlich war. Ich war einfach ganz
höflich und habe gelächelt.“ Nun meldete sich Shalera wieder, sie hatte vorhin
als Jenni erzählt hatte wie sie sich das mit Arsilia vorgestellt hatte, beinahe
den Schluck ihres Getränkes wieder ausgespuckt. „Männer lassen sich leicht
beeinflussen durch weibliche Reize, das ist unsere Waffe gegen die
Unterdrückung der Frauen, die bei vielen Spezies ein Problem ist. Die Menschen
sind da schon um einiges weiter als andere Spezies…. sogar Turianer, die schon
lange im Rat sind, haben kaum Frauen bei der Armee, die Salarianer sind noch
fast schlimmer, sie haben zwar Frauen in der Politik, jedoch fast nur auf ihren
Heimatwelten“ meinte sie. „Das interessante war ja, dass es eine Polizistin
gewesen ist.“ erstaunte Blicke aus der Runde hafteten nun auf ihr. Plötzlich
begann Jenni zu lachen „Mir scheint fast, als hättest du auch auf Frauen eine
große Wirkung… ob du das wohl noch ein paar andermal ausgenutzt hast?“ „Nicht
so wie du es dir denkst“ konterte die Angesprochene.



Etwas verkatert und äußerst müde standen die Soldaten vor dem Hauptgebäude. Es
war Mittag und die meisten hatten noch schwerst mit den Nachwirkungen des
letzten Abends zu kämpfen. Neben kleineren Schwierigkeiten das Gleichgewicht zu
halten, da gewisse Leute vor etwa sieben Stunden das letzte Getränk zu sich
genommen hatten, rebellierten auch ihre Mägen. Die allgemeine Stimmung war um
den Gefrierpunkt. Keiner von ihnen hatte genug Schlaf gekriegt, der einzige
Grund weshalb sie nicht schon früher hatte antreten müssen war der, dass die
meisten nicht hätten stehen können. Der Barbesuch hatte nach der kleinen
beinahe Schlägerei am Anfang einen richtig guten Verlauf genommen, bis sie
bereits ordentlich angeheitert mit den Trinkspielen begonnen hatten. Wie es
sich als eine Einheit gehörte, hatten sich auch alle daran beteiligt. Das
Resultat war, dass die meisten nur noch stark schwankend zu den Shuttles zurück
gefunden hatten, lauthals gesungen und gegrölt hatten und auch nicht wenige
sich hatten übergeben müssen. Nun würde sich Reeston gleich bei ihnen melden,
es wusste niemand genau weshalb sie alle hierher beordert worden waren. Jenni
stand mittig in der vordersten Reihe, ihr Kopf brummte und die Sonne blendete
sie. Sarjka, die neben ihr stand, hatte den Abend noch schlechter überstanden
als Jenni. Diese hatte ebenfalls ziemlich zugeschlagen bei den Trinkspielen.
Sarjka war anscheinend jedoch weniger geübt gewesen als Jenni, sie hatte den
Alkohol wesentlich weniger gut vertragen. Kaum waren sie wieder in der
Unterkunft gewesen, war sie sofort zur Toilette gerannt und hatte sich dort übergeben.
Als sich diejenigen, die nicht nahezu sofort eingeschlafen waren oder selbst
auf die Toilette hatten eilen müssen, nach fast einer Stunde begannen sich
Sorgen zu machen und nachsehen gingen, wo die Asari denn blieb ,fanden sie
selbige in einer Kabine neben der Toilette am Boden sitzend und schlafend. Nach
kurzem beraten hatten sie sich dann entschieden, dass es besser sei sie
dazulassen. Jenni selbst wusste nicht mehr wie sie zu sich in ihr Bett gekommen
war, das einzige woran sie sich erinnern konnte war, dass einer der Jungs mit
Spielkarten ein Trinkspiel vorgeschlagen hatte. Das nächste war, dass sie in
ihrem Bett, nur halbwegs zugedeckt in voller Kleidung aufgewacht war. Kiara
hatte es wohl nicht mehr die Leiter hoch geschafft und sich auf ihre Matratze
gelegt. Als Jenni sich aufgerichtet hatte, war ihre Freundin zusammengerollt
neben ihren Beinen gelegen und hatte geschlafen. Nun stand Kiara irgenwo hinter
ihr und wartete genau wie sie auf Reeston. „Wir hätten es nach dem Gin gut sein
lassen sollen, mein Kopf explodiert gleich“ stöhnte Marcel, er stand direkt
hinter Jenni. Die Tür am Hauptgebäude öffnete sich und Reeston trat heraus auf
sie zu. Es war schwierig seine Stimmung zu deuten, sein Gesicht wirkte
emotionslos und sein Gang verriet auch nichts über seinen Gemütszustand.
„Soldaten“ meinte er mit lauter und ernster Stimme. Sofort standen die Biotiker
gerade und salutierten, wenn auch nicht wirklich synchron. Nach einer
angespannten Pause begann Reeston breit zu grinsen, er musterte die einzelnen
Soldaten. „Ich bin richtig froh euch so zu sehen….nicht weil ich auf irgend
eine sadistische weise Freude daran hätte zu sehen, dass es euch schlecht geht,
sondern weil ich sehe, dass ich mich geirrt habe. Als das ganze Projekt hier
angefangen hatte, habe ich mir Sorgen gemacht, dass aus euch nie richtige
Soldaten werden würden. Jetzt sehe ich, dass ich damals falsch gelegen habe.
Ich habe vorhin gerade den Bericht der Piloten gelesen…. Trinkspiele,
übermäßiger Alkoholkonsum… die Piloten hatten einigen in und wieder aus den
Shuttles helfen müssen. Eine beinahe Schlägerei in der Bar in der ihr wart und
vollgekotzte Shuttleinnenräume… das liest sich fast schon wie ein Bericht aus
meiner Zeit bei N7…“ Er konnte sich ein selbstzufriedenes Schmunzeln nicht
verkneifen. „Auch wenn ich kein Problem damit habe, wenn am Wochenende gefeiert
wird, werdet ihr nicht um die Strafe herumkommen, die ihr euch für ein solches
Verhalten verdient habt! Ihr werdet euch in drei Gruppen aufteilen, die erste
wird hier den Hauptplatz putzen, ich würde vorschlagen, dass das diejenigen
machen, die neben den Fahnenmast gekotzt haben.“ Die Stimmung des Colonels
hatte sich scheinbar Schlagartig gewandelt, nun war er nicht mehr so locker wie
gerade eben, seine Stimme klang nun wieder streng und unnachgiebig. „Die zweite
Gruppe wird die Unterkunft auf Vordermann bringen, die dritte wird sich um die
Säuberung der Shuttles kümmern. Die jeweils zuständigen Offiziere werden euch
dabei beaufsichtigen!“



Kaum hatte der Colonel den Hauptplatz wieder verlassen, machten sich die Gruppe
daran einzuteilen, wer wo arbeiten würde. Das Ganze lief relativ schnell und
reibungslos ab, da sie alle wussten, dass sie als eine Einheit gefeiert hatten und
jetzt auch als selbige geradestehen mussten. Ivana war gerade mit einigen anderen
auf der Landeplattform angekommen, wo die Shuttles und deren offensichtlich
nicht sehr gut gelaunten Piloten standen. Entsprechende der Laune der Piloten
fiel der Empfang nicht gerade euphorisch aus. Ohne lange Begrüßung und
Wortwechsel erklärten die Piloten den Soldaten ziemlich deutlich was sie zu tun
haben würden. Jeweils drei Soldaten wurden einem Piloten zugeteilt und machten
sich an die Arbeit. Als Ivana eine der Türen öffnete, stiege ihr sofort der
penetrante Geruch von abgestandenem Erbrochenem in die Nase. Sofort sprang sie
zurück und wandte sich hustend ab. „Oah, ist ja ekelhaft! Bevor ich da nen Fuß
reinsetz muss das Ding erst mal ordentlich durchgelüftet werden!“ fluchte sie
energisch. Mit eiligen Schritten trat sie auf die andere Seite des Shuttles und
öffnete dessen zweite Tür. Den anderen Gruppen schien es nicht anders zu gehen.
Der Sonntag, den sie dazu hatten nutzen wollen auszunüchtern und sich etwas zu
erholen, war schon fast gelaufen und von Erholung konnte noch keine Rede sein.
Außer einer Flächendeckenden Putzaktion waren sie noch zu nichts gekommen. Nach
den Shuttles, dem Hauptplatz und der Unterkunft, durften sie noch ihre Stiefel,
ihre Kampfrüstungen und zum Schluss noch die Kantine putzen . Ziemlich fertig
und deprimiert ihren freien Tag mit putzen verbracht zu haben, saß die BDF nun
in ihrer Unterkunft. Einige unterhielten sich, andere Diskutierten heftig
darüber, ob der vergangene Abend die heutige Schufterei wert gewesen sei.
„Kommt schon, wir mussten heute putzen, aber die Erinnerungen an den Abend kann
uns keiner mehr nehmen, sowas sind die Momente ,an die man sich erinnert, wenn
man mal in der Scheiße steckt“ meinte Deni. „Wenn man sich denn noch an etwas
erinnern könnte…“ „Du bist selber schuld, wenn du dich dermaßen volllaufen
lässt, dass du dich an nichts mehr erinnern kannst“ konterte Joshua auf Sarjkas
Aussage. „Ich denke Deni hat Recht, solche Erlebnisse sind es, die uns
zusammenschweißen, nicht nur durch den Spaß sondern eben auch durch den Scheiß,
den wir danach ertragen müssen. Das ist etwas was uns auch in schlechten Zeiten
verbinden wird“ warf Selak ein, Garon und Alex nickten zustimmend. „Welche
schlechten Zeiten denn?“ Jenni hatte der Diskussion aufmerksam gelauscht, sie
saß auf ihrem Bett und war gerade dabei ihren Eltern eine Nachricht zu
schreiben. „Hast du dir das noch nie überlegt?“ sprach sie nun. „Auch wenn wir
hier jetzt ein zufriedenes und sicheres Leben führen, wird das nicht immer so
blieben. Früher oder später werden wir das tun müssen, wofür wir jetzt
ausgebildet werden… Kämpfen. Und wo gekämpft wird ist der Tot nicht weit. Ich
kann nicht sagen, dass wir immer gewinnen werden, ohne dass ich lügen würde.
Wir werden bereit sein uns mit jedem Gegner zu messen, aber es gibt immer
jemanden der schneller, stärker, schlauer und besser ist. Ich will hier jetzt
nicht schwarzmalen, aber wenn der Zeitpunkt kommt in dem wir durch Schmerz,
Verlust und Angst zu zerbrechen drohen, dann will ich so viele schöne und gute
Erinnerungen haben wie möglich. Erinnerungen die mich daran erinnern, dass ich
nicht allein bin, Erinnerungen die mich wieder auf die Beine stellen, weil ich
weiß ,dass immer jemand an meiner Seite kämpft und dafür sind die Erfahrungen
,die wir als Freunde und nicht als Soldaten haben, am meisten wert.“ Die
Anderen sah sie mit teils bedrückten Minen an, sie wussten, dass sie die
Wahrheit sagte. Die Gespräche kamen kurz zum erliegen, die Worte ihrer
Anführerin hatten anscheinend doch derber eingeschlagen, als sie erwartet
hatte. Als die Gespräche allmählich wieder ins laufen kamen, setzte sich Kiara
neben Jenni auf die Bettkante. „Ich hoffe du hast das vorhin nicht so ernst
gemeint, wie es gerade geklungen hat. Ich mache mir schon jetzt Sorgen um dich,
wie soll das denn erst werden, wenn richtig auf dich geschossen wird?“ Sie gab
ihrer Freundin einen Kuss auf den Hals und lächelte sie besorgt an. „Das wird
unsere ganz persönliche Prüfung, wir müssen professionell bleiben, trotz unserer
Gefühle und wir dürfen uns von ihnen nicht behindern lassen…“ Kiara stand auf
und sah Jenni auffordernd an, diese erhob sich ebenfalls etwas zögernd und
folgte ihrer Freundin nach draußen. Die Sonne stand bereits tief und strahlte
golden. Die Temperaturen waren sommerlich, ein leichter Wind strich über das
Land. Es war richtig angenehm draußen, das einzige was ihre Stimmung etwas
drückte war Jennis Sorge über das was jetzt wahrscheinlich kommen würde. „Was
ist denn?“ Kiara drehte sich zu ihr um, ihr Blick hatte sich verändert. Das
fröhliche Gesicht, das sie aufgesetzt hatte als sie noch drinnen gewesen waren,
war nur gewichen. „Ich glaube nicht,dass die Anderen etwas angeht, deshalb
wollte ich lieber alleine mit dir darüber reden…“ „Du hast recht, das hier
betrifft nur uns zwei… unsere Gefühle unterdrücken zu können wird unsere ganz
persönliche Prüfung sein. Wenn wir mal unter Beschuss geraten, musst du ruhig
bleiben, ich bin dann niemand anderes als alle anderen in unserer Einheit.“
„Ich glaube nicht, dass ich das kann, ich habe mir bereits riesige Sorgen um
dich gemacht, als Reeston dich verletzt hatte. Wie soll ich denn ruhig bleiben,
wenn ich weiß, dass du jeden Moment sterben könntest?“ Kiaras Stimme klang
besorgt, sie empfand sehr viel für Jenni und hatte Angst sie zu verlieren. „Ich
verstehe das, und das ist auch verständlich, ich mache mir auch Sorgen um dich,
mehr als um mich selbst. Und genau das ist der Grund weshalb ich will, dass du
mir etwas versprichst. Wenn ich im Kampf verletzt werde oder unter Beschuss
gerate, dann will ich, dass du dich nicht selbst unnötig in Gefahr bringst oder
Befehle verweigerst. Wenn ich dir den Befehl gebe jemand anderes zu retten,
dann musst du das auch machen, selbst wenn das meinen Tod bedeuten sollte.“
Offensichtlich schockiert über ihre Aussage starrte Kiara Jenni mit geweiteten
Pupillen fassungslos an. Ihr anfänglich ungläubiges Kopfschütteln wurde nun
energischer „Nein… Nein das kann ich nicht. Ich könnte dich nicht einfach
sterben lassen, nicht wenn ich es irgendwie verhindern kann.“ „Bitte, du musste
es mir versprechen, ich kann nicht zulassen, dass andere, unsere Kameraden,
gefährdet werden, weil uns unsere Gefühle blockieren, du musst es mir
versprechen. „Das kann ich nicht. Wie kannst du so etwas von mir verlangen? Wie
soll ich denn damit leben können, dass ich dich, die Frau die ich aufrichtig
liebe, einfach habe sterben lassen?“ Jenni wollte gerade zum Wort ansetzen, als
Kiara fortfuhr, sie war aufgebracht und Trauer schwang in ihrer Stimme mit.
„Das ist nicht fair, wieso soll ich mein Leben retten, wenn du deines gibst? Du
würdest mich auch nicht einfach im Stich lassen!“ „Wir reden hier nicht von “im
Stich lassen“, wenn es ein Befehl ist, dann befolgst du lediglich einen
Auftrag… und es steht mir nicht zu ein Leben zu opfern, außer mein eigenes.“
„Ach, aber ich darf dann nicht entscheiden was ich mit meinem tun soll?“ Jenni
versuchte sie zu beruhigen „Doch, aber nicht wenn du Befehle hast… ich möchte
nur nicht, dass dir meinetwegen Leid wiederfährt. Du hast noch fast 1000 Jahre
vor dir, ich im besten Fall 120, das wäre ein schlechter Tausch.“ „Woher willst
du das wissen? Du weist doch gar nicht wie das ist, wenn man so alt wird.
Denkst du es ist toll alle seine Freunde zu überleben? Jeden den du liebst altern
und sterben zu sehen? Menschen geht es zwar auch so, aber wenn du selbst die
Urenkel deiner Freunde dahinscheiden siehst, dann belastet es einen. Was denkst
du wie es sich anfühlt bereits am ersten Tag an dem ich mich in dich verliebt
habe zu wissen, dass wir nie zusammen alt werden können?“ sie machte eine kurze
Pause und sah Jenni danach besorgt an „Hör zu, Ich werde deine Befehle
befolgen, aber ich kann dir nicht garantieren, dass ich dich im Stich lassen
würde. Wenn du das Risiko nicht eingehen willst, werf mich aus der Einheit, das
ist der Einzige Weg den du hast, um zu verhindern, dass ich für den Menschen
kämpfe, den ich liebe.“ „Nein, das werde ich auf keinen Fall, ich will nur
nicht, dass wir Ärger bekommen. „Das werden wir nicht… ich gehe jetzt noch
schnell etwas spazieren… ich würde dabei gerne etwas alleine sein, um
nachzudenken.“ Jenni wusste, dass es nicht richtig wäre sie daran zu hindern
oder sich ihr aufzudrängen, weshalb sie sich zu einem Lächeln zwang. „Ok, du
bist mir jetzt aber nicht böse oder?“ „Nein, ich brauche nur einen Moment Ruhe“
erwiderte Kiara. Mit einem schlechten Gefühl trat Jenni nach drinnen, sie
fühlte sich so, als hätte sie ihre Freundin bedrängt und sie weggeekelt.



Der Rest des Tages war schnell vergangen. Nachdem sie doch noch ein wenig dazu
gekommen waren sich zu entspannen, gab es auch schon Abendessen gefolgt von
früher Bettruhe, der Schlafmangel setzte ihnen allen zu. Sehr zu Jennis
missfallen hatte sie keinen guten Zeitpunkt mehr gefunden, um noch einmal mit Kiara
über ihr Gespräch zu reden, weshalb sie mit dem unguten Gefühl im Bauch
schlafen gehen musste. Entsprechend war ihre Laune nicht gerade überwältigend,
als sie aufstand. Heute würde am Nachmittag Schießtraining stattfinden, am
Morgen würden alle drei Gruppen gemeinsam trainieren. Jenni war besorgt
darüber, dass immer noch Spannungen zwischen ihnen herrschen würden. Entgegen
ihrer Befürchtungen begrüßte diese sie jedoch mit einem Lächeln und einem
freundlichen “Morgen“ ,als sie von ihrem Bett runterstieg. Eilig zog Jenni ihre
Laufsachen an, sie waren von einem von Erics Leuten geweckt worden und hatten
nur wenig Zeit sich auf den Hauptplatz zu melden. Seit sie das erste Mal den
Parcours gelaufen waren, hatte sich einiges geändert, sie liefen erst seit einer
Weile einen längeren Parcours und konnten dabei bereits erfreulich gut mit Eric
mithalten. Die letzten Monate hatten sie alle hart trainiert und das begann
sich nun auszuzahlen. Mit wild hämmerndem Puls und schwerer Atmung lief Jenni
einige Meter hinter Eric her, dieser gab Tempo und Kurs vor. Die Basis kam
gerade in Sicht, als er ein letztes Mal anhielt, damit sie noch einmal die
Kraftübungen machen konnten. Jenni erinnerte sich daran, wie sie das erste mal
“Frühsport“ gemacht hatten und an die “Spaßpausen“ ,wie Reeston sie genannt
hatte. Damals hatte sie gedacht sie würde sterben und einige waren beinahe
zusammengebrochen, andere hatten sich übergeben müssen. Schweißtropfen rannen
über ihr Gesicht, ihr Beine schmerzten und ihr war übel. Die Liegestützen waren
noch erträglich, aber bei den Rumpfbeugen fühlte sie sich, als müsste sie
brechen. Nur mit Mühe konnte sie den Würgereflex unterdrücken. Nach quälenden
drei Minuten mussten sie wieder aufstehen und weiterlaufen. „Ihr seid gut
geworden, hätte nicht gedacht, dass ihr den langen Kurs so schnell packen
würdet“ meinte Eric keuchend, er war auch schon ziemlich aus der Puste, da er
die Übungen in den kurzen Pausen ebenfalls machte. Mühsam konnte Jenni sich den
letzten Abschnitt bis zur Basis schleppen, dabei musste sie schauen. dass sie
nicht zurückfiel, das wäre ihr zu peinlich gewesen. Endlich wieder in der Basis,
hatten sie Gelegenheit zum verschnaufen. Eric trat vor die erschöpften
Soldaten, er musste selbst ein paar Mal durchatmen, bevor er seine Stimme erheben
konnte. „Ihr seid alle hervorragend in Form, ich hätte nicht gedacht, dass ihr
so schnell im Stande seit hier mitzuhalten, meinen Respekt.“ Er trat vor ihnen
weg, mit dem Zeichen, dass sie frei verfügen durften.



Der Himmel war Wolkenverhangen und es wehte ein leichter Wind. Die Temperatur
lag im angenehmen Bereich, wovon sie jedoch aufgrund ihrer Rüstungen nicht viel
mitbekamen. Nur wenn sie Maske oder Helm auszogen spürten sie die warme Luft.
Die gesamte BDF hatte sich auf dem Übungsplatz versammelt, einige Ausbilder
waren vor Ort, um sie zu beaufsichtigen. Entgegen der meisten Fällen
trainierten sie jetzt nicht mit Drohnen, sondern mit ihren Kameraden. Die
Anzüge waren bei 0% Unterstützung verriegelt, damit sie sich nicht gegenseitig
verletzten. Das Kämpfen gegen die eigenen Kameraden barg einerseits Hemmungen,
andererseits spornte es aber auch an, sich mit dem Kameraden zu messen machte
Spaß und trieb einem an. Jenni hatte gerade einen kleinen Kampf mit Garonn
gehabt, der Turianer war ein hervorragender Schütze aber im Nahkampf noch etwas
zu zaghaft gewesen. Jenni die im Nahkampf ziemlich gut ist hatte das schnell
gemerkt und ihn dadurch immer unter Druck halten können. Sie hatte ihm Tipps
gegeben und ihm gezeigt wie er vorgehen soll, nach einigen Versuchen konnte er
sie bereits ziemlich gut umsetzen, er bleib jedoch der Meinung, dass er seine
Probleme lieber auf Distanz löse. Gerade als sie sich nach einem neuen Gegner
umsehen wollte, spürte sie einen Stoß gegen ihren Rücken. Sofort drehte sie
sich um, als hätte sie ihre Gedanken lesen können stand Kiara hinter ihr, die
Hände zum Kampf hochgehoben und in Angriffshaltung. „Na komm, kämpfen wir“
meinte die Asari neckisch. „Bist du sicher? Ich will dich nicht schlagen,
lieber nur auf den Rücken legen… ganz zärtlich“ antwortete Jenni grinsend via
abgesichertem Funk. Kiara machte einen Ausfallschritt auf sie zu und schlug
einmal nach ihr. Jenni wich nach hinten aus und nahm jetzt ebenfalls
Kampfhaltung ein. „Wie du willst, aber erwarte nicht, dass ich mich zurückhalte…
mit oder ohne Waffen?“ Sie trugen alle bereits volle Ausrüstung, damit sie auch
den bewaffneten Nahkampf üben konnten, Klingenaufsätze waren natürlich nicht
erlaubt und die Waffen waren alle entladen und gesichert. „Ohne, ich will mal
wissen wie gut du mit der Hand bist“ erhielt sie als provokante Antwort. Sie
konnten beide bloß hoffen, dass niemand mithörte, es würde sonst eine äußerst
peinliche Erklärung von Nöten sein. „Ok“ Jenni trat etwas nach vorne, um Kiara
anzugreifen, diese ging jedoch blitzschnell selbst zum Angriff über. Die Asari
war schnell, sie hätte Jenni einige Male beinahe erwischt. Mit Mühe konnte sie
die Angriffe abwehren, bis ein Schlag sie auf die Brust traf. Jenni sprang
einen Schritt zurück. Ohne Kommentar trat sie wieder nach vorne, diesmal ging
sie selbst in die Offensive. Jennis Angriffe waren langsamer als die von Kiara,
jedoch wesentlich heftiger. Das bekam auch Kiara zu spüren, sie konnte den
ersten Schlag ablenken, der Versuch den zweiten Schlag zu stoppen scheiterte
jedoch. Jenni hatte versucht sie am Kopf zu treffen, Kiara hatte ihre Hände
dazwischen gehalten, um den Schlag abzufangen und zu Kontern, hatte sich jedoch
verschätzt. Der Schlag von Jenni ging durch und traf sie frontal auf den Helm.
Die Wucht war von ihrer Deckung gemindert worden, warf sie aber dennoch zurück.
Kiara fing sich rasch wieder, ihre Sohlen gruben sich in den weichen Boden, als
sie sich nach vorne abstieß. Die Asari drehte sich zur Seite und schwang ihr
Bein auf den Kopf ihrer Kameradin zu. Etwas erschrocken darüber, dass Kiara ihr
tatsächlich einen Highkick geben würde, hätte sie es beinahe verpasst selbigen
abzuwehren. Die Platte am Schienbein der Asari traf auf ihre Handflächen, der
Aufschlag war hart und schmerzte trotz Panzerung und polsternder Muskeln
dazwischen. Doch der Preis den Kiara nun für diesen Angriff bezahlte war
wesentlich höher, als das bisschen Schmerz. Jenni konnte ihr linkes Bein packen
und es festhalten, sie konterte sogleich. Mit ihrem rechten Bein zog sie den
Fuß des Standbeines ihrer Freundin ruckartig unter deren Körper hervor. Außer
sich mit den Händen abzufangen konnte sie nichts tun, und das brachte ihr auch
nicht viel. Durch ein leichtes drehen des Beins der Asari konnte Jenni dafür
sorgen, das selbige auf dem Bauch zu liegen kam, der Rest war vergleichsweise
einfach. Sie kniete sich auf Kiaras Rücken und packte deren Helm mit einer Hand
an der Maske und mit der anderen ihren Hinterkopf, sodass sie ihr mit einem
Ruck das Genick hätte brechen können. „Schon gut, du hast gewonnen, geh von mir
runter!“ stöhnte die besiegte. Jennis gesamtes Gewicht, inklusive das der
Panzerung die sie trug, ruhte auf Kiaras Oberkörper. Deren Rüstung trug zwar
einen Teil des Gewichts, wurde aber dennoch zusammengedrückt, was nicht nur
unangenehm war, sondern auch das Atmen erschwerte. Jenni stand auf und streckte
ihrer Freundin die Hand helfend entgegen. Kiara griff danach und zog sich hoch
„Ich verlange eine Revanche!“ entgegnete sie energisch und ging wieder in
Kampfstellung. „Ok, aber sei nett, wir sind immer noch auf derselben Seite…“
Sie war kaum dazu gekommen fertig zu sprechen, wurde sie bereits angegriffen.
Kiara ging diesmal wesentlich aggressiver vor, sie ging sofort auf sie los. Sie
war wie gewohnt eher auf schnelle und präzise Schläge konzentriert. Kiaras
Schläge folgten dicht aufeinander, Jenni hatte kaum Zeit zu kontern, sie wurde
gnadenlos in die Defensive gezwungen. Bei der ersten Möglichkeit holte sie aus
und versuchte ihre Kontrahentin mit einem linken Haken am Kopf zu treffen.
Kiara war jedoch schneller und tauchte unter dem Schlag hindurch. Ein dumpfer
Schlag gefolgt von einem brennenden Schmerz rasten durch Jennis Seite, Kiara
hatte ihr einen Hieb gegen die Rippen versetzt. Sie stand nun hinter ihr und
setzte nach. Ein weiterer Schlag traf sie von hinten traf in die Nierengegend.
Sie wollte sich gerade umdrehen, als sie spürte wie sie von den Füssen gehoben
wurde. Ihr blieb nicht mehr die Zeit um herauszufinden weshalb, jetzt zählte es
nur noch zu handeln. Reflexartig griff sie dabei nach dem linken Arm ihrer
Freundin, den selbigen vorne auf ihre Brust drückte, damit sie nach hinten zu
Boden fiel. Sie umschloss das Handgelenk der Rüstung ihrer Freundin fest mit
ihren Händen, die Landung auf den Rücken würde unangenehm aber Kiara nicht mit
zu Boden zu reißen, würde das Ende dieses Kampfes bedeuten. Das seltsame Gefühl
der Schwerelosigkeit machte sich für einen Moment in ihrem Magen breit und so
sehr sie es auch versuchte zu verhindern, schloss sie doch die Augen in
Erwartung des Aufschlagen. Dieser folgte nur Sekundenbruchteile später. Sehr zu
ihrem Erstaunen war er wesentlich weniger heftig als erwartet, die Panzerung
polsterte gut. Ihr Körper entspannte sich wieder etwas aus seiner Verkrampfung,
Zeit zum verschnaufen blieb ihr aber nicht, Kiara war nicht darauf vorbereitet
gewesen, dass Jenni sie packen würde und verlor durch den Ruck nun das
Gleichgewicht. Um nicht auf Jenni drauf zu fallen wollte sie ihr Knie auf deren
Brustplatte abstützen, damit könnte sie ihre Gegnerin auch gleich in Schach
halten. Ihr Arm wurde von Jenni waagrecht zu ihrem Körper, quer über ihre Brust
liegend festgehalten, weshalb die Asari nur schwerlich hätte rittlings auf ihre
Gegnerin knien könne. Die unvorteilhafte Lage ihres Armes und die Tatsache, dass
alles sehr schnell ging, machten es ihr unmöglich sich optimal zu platzieren.
Im ersten Reflex wollte sie ihren Rechten Unterschenkel auf den Hals von Jenni
stellen, diese hatte jedoch etwas dagegen. Noch ehe Kiara ihr Gewicht auf ihren
Unterschenkel verlagern konnte, löste Jenni ihre linke Hand von Kiaras Arm und
schlug gegen deren Fuß. Die Panzerplatte am Unterschenkel der Asari setzte,
durch den Stoß verschoben, auf Jennis Helm anstatt auf deren Hals an und
rutschte ab, dabei wurde Jennis Kopf heftig zur Seite gedrückt. Hätte die
Rüstung nicht eine Nackenstütze, die das überdrehen verhinderte, hätte der
Schwung der von Kiaras Gewicht übertragen wurde gereicht, um ihr das Genick zu
brechen. Erschrocken über den plötzlichen Schmerz, den sie in ihrem Hals spürte
und die Tatsache, dass sie nichts sehen konnte, außer denn Unterschenkel von
Kiara der direkt vor ihrem Visier war, kam Panik in ihr auf. Auch wenn der
Kampf nur gestellt war, schüttete ihr Körper doch Adrenalin aus und das begann
jetzt zu wirken. Kiara fand sich nun über Jennis Gesicht kniend wieder, ihr
linker Arm wurde immer noch von ihrer Freundin festgehalten, sie hatte ihn aber
drehen können, sodass ihre Hand nun entgegen ihrer Blickrichtung lag. Ohne
nachzudenken holte sie mit ihrem freien Arm aus und schlug Jenni erneut in die
Seite. Diese zuckte zusammen, ein Atemstoß entwich ihrem Mund. Bevor Kiara zu
einem weiteren Schlag ausholen könnte entschied sich Jenni ihre zweite Hand
loszulassen, sie musste es schaffen ihre Freundin irgendwie festzunageln, da
sie in der bedeutend besseren Position war. Um sich einen Moment Freiraum zu
verschaffen packte sie die Schultern ihrer Freundin und zog ihren Oberkörper zu
sich runter. Sie schaffte es Kiaras Helm zwischen ihren Knien einzuklemmen und
sie so festzuhalten, während ihre Hände die Arme der Asari entlangglitten,
deren Handgelenke packten und gegen Kiaras Hüften drückten. Nun waren sie beide
unfähig sich zu bewegen, ohne das die jeweils andere die Chance hatte zuzuschlagen.
Nachdem Jenni bemerkte, dass ihr Plan funktioniert hatte, meinte sie schwer
atmend „Unentschieden würd ich sagen…“ Kiara versuchte erst sich aus ihrer
misslichen du reichlich unangenehmen Lage zu befreien, merkte jedoch sofort das
dass keinen Sinn hatte da Jenni stärker war als sie. „Eher nicht!“ antwortete
sie, als sie an ihren Fingern etwas vertrautes spüren konnte. Jennis Plan hatte
einen einzigen Fehler gehabt, sie hatte Kiaras Hände an deren Hüfte gedrückt,
genau neben deren Pistole. Genau nach dieser griff die Asari jetzt auch,
aktivierte sie und zielte damit aus wenigen Zentimetern Abstand auf das Visier
ihrer Freundin.



Die Beiden lagen am Rande des Traingsplatzes auf dem Boden, dass sie von vielen
ihrer Kameraden und Ausbildern angesehen wurden hatten sie noch nicht bemerkt.
„Du denkst nicht zufällig gerade an was ähnliches wie ich oder?“ „Nein, wie
kommst du da drauf, ich frage mich nur gerade gefragt wieso ich die Zahl
neunundsechzig nicht aus dem Kopf kriege“ antwortete Alex grinsend auf Marcels
Frage. Die beiden sprachen über eine direkte Verbindung miteinander, starrten
aber anscheinend so offensichtlich zu ihren Kameradinnen dass Tanja die in
ihrer Nähe stand sie beide anfunkte. „Egal wie dick die Panzerung ist, ihr
Typen schafft es in euren Köpfen doch immer wieder sie euch nackt
vorzustellen.“ „Hei, das ist jetzt aber echt ein dreister Vorwurf, wir haben
nur gerade Jennis Kampftechnik bewundert…“ entgegnete Alex vorwurfsvoll. „Ja
genau und wenn ihr ner Frau auf den Hintern starrt bewundert ihr auch nur deren
Kleider…“ betroffenes Schweigen senkte sich über die Beiden. Währenddessen
hatte Jenni ihren Griff mit einem langen Seufzen gelöst, sie ließ die Hände von
Kiara los. Diese richtet sich auf und griff nach ihrer Maske. Unter ihrem
Visier kam ein breites Grinsen zum Vorschein, sie beugte sich über ihre
Freundin streckte ihr die Hand entgegen. Nach ein paar Sekunden ergriff diese
sie und zog sich daran hoch „Ich dachte du hättest gesagt ohne Waffen...?“ „Ich
hab dich ja weder damit geschlagen noch sonst was, ich hab nur auf dich
gezeigt“ antwortete die Asari fröhlich. Du bist gemein, weißt du das? Dafür
sollte ich dich übers Knie legen“ meinte Jenni. „Aber doch nicht hier vor
allen, damit wirst du warten müssen bis wir alleine sind.

Kapitel zu ende, neues bereits in der Mache, ich hoffe das es euch gefallen hat, wenn nicht meldet mir bitte wesshalb nicht damit ich was ändern kann, wenns gefallen hat n kurzer Komentar damit ich weiss das ich auf dem richtigen Weg bin wär nice^_^

Dann bleibt mir jetzt auch nichts anderes mehr übrig als euch nen schönen Abend und ne gute Woche zu wünschen :D

#557
elitedefender2

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Nach längerer Pause und einigen Schwierigkeiten habe ich es doch noch geschafft das Kapitel fertig zu schreiben und kann es jetzt posten. Das ganze Kapitel ist auch etwas umfangreicher als das letzte und ich hoffe es kommt gut an. Kapitel 33

 

Der Rest des
Tages war unspektakulär verlaufen, sie hatten bis zum Mittag trainiert und
anschliessend den Rest des Tages mit Schiessen verbracht. Beim Abendessen war
Eric neben Jenni getreten und hatte ihr kurz zugeflüstert, dass am nächsten Tag
die mehrtägige Übung beginnen werde. Sofort war deren Neugier geweckt, aber der
N7 Soldat war bereits wieder verschwunden. Die anderen hatten sofort angefangen
sie auszufragen worum es gegangen war, allen voran Kiara. Sie erklärte
anschliessend sicherlich ein Dutzend mal, dass sie von ihm erfahren hatte, dass
sie eine längere Übung haben werden und diese nun definitiv morgen stattfinden
würde. Damit hatte sie sich aber nur noch tiefer reingeritten, nun wollten alle
wissen, um was für eine Übung es sich denn handelte und wieso sie das nicht
schon lange erzählt hatte. Nach dem auch diese Fragen zigfach beantwortet
waren, begannen sofort Gerüchte und Vorstellungen zu kursieren. Bevor diese zu
abwegig und kurios werden konnten, wollte Jenni für Ordnung sorgen. „Leute… Leute!
Bevor ihr hier alle durchdreht, ich habe euch schon erzählt, dass wir mit Erics
Einheit zusammen arbeiten werden, und dass die Übung äusserst interessant
werden dürfte, da wir uns da mitten auf dem Schlachtfeld befinden werden und
zwar drei Tage lang… also bleibt mal auf dem Teppich.“ Nachdem sie mitbekommen
hatte, dass viele ihrer Kameraden noch immer ungläubig guckten, erklärte sie
ihren Hintergedanken. „Wir werden drei Tage dauernd mit einem Angriff rechnen
müssen, das bedeutet, dass wir keinen geschützten Raum haben um unsere
Rüstungen zu demontieren… drei Tage pausenlos in dieser Rüstung? Das wird nicht
schön.“ Bedrückte Gesichter starrten sie an, die Rüstung fühlte sich
komfortabel und leicht an, sie war stabil und leistungssteigernd. Diese Eigenschaften
machten es äusserst angenehm diese Rüstungen zu tragen. Jedoch dachten die
meisten Soldaten in zu kurzen Zeitperioden. Auf die Toilette zu gehen, sich
schnell zu waschen oder etwas Medigel auf eine Prellung aufzutragen war
verdammt schwer wenn man in dieser Rüstung steckte. Mann musste immer die
ganze, oder zumindest Grossteile der Rüstung ablegen damit so etwas möglich
war. Das dauerte selbst jetzt wo sie bereits viel Übung hatten noch zehn bis
fünfzehn Minuten. Im Feld würde es bestimmt noch wesentlich länger dauern, da
sie dort nicht optimale Bedingungen antreffen würden. „Sie hat recht, das ist
ein riesiges Problem… ich hoffe du hast auch eine praktikable Lösung dafür“
meinte Arsilia nachdenklich. „Nicht wirklich“ antwortete Jenni schulterzuckend.
„Wenn das Gelände es zulässt können wir uns verschanzen, damit sich ein Teil
von uns ausruhen kann und Zeit hat die Rüstungen abzulegen. Wenn wir eine Basis
verteidigen müssen ist das optimal, wenn wir aber in offenem Feld kämpfen wird
es echt schwierig. Ein Tag lang hält man es in der Rüstung aus, zwei definitiv
nicht. Nicht ohne… dass danach bestimmte Teile entsorgt werden müssen. Auch
wenn man nicht viel Trinkt. Drei…“ „Ich glaube ich weiss was du meinst, und
dass ist echt ein Problem… und dass Erics Leute um uns herumstehen werden macht
es nicht gerade leichter. Klamotten können wir ja nicht alle mitnehmen…“ fügte
Ivana an. „Die Sensoranzüge sind ja noch da, die sind durchlässig, nicht ganz
so toll wie ein T-Shirt und Hosen aber besser als nackt“ warf Joshua ein. „Ja,
aber wenn da zwei dutzend Frauen rumsitzen, in Haut engen Anzügen bei denen
sich alles abzeichnet, glaubst du dann ernsthaft das noch einer von denen sich
auch nur bis zum Visier seiner Waffe konzentrieren kann? Selbst ihr könnt es da
nicht lassen uns anzustarren…“ entgegnete sie ihm. „Das ist auch nicht ganz
fair, wir können euch ja nicht helfen wenn ihre eure Rüstungen an oder ablegen
wollt ohne euch dabei anzusehen, oder etwa nicht? Blind kann ich sie vielleicht
mir selbst anlegen aber nicht jemand anderem“ antwortete er ihr. „Auf meinen
Brüsten kannst du aber nicht sehen ob meine Oberschenkelplatten passen.“ „Du
solltest es als Kompliment nehmen, deine… Proportionen fallen einem halt direkt
in die Augen.“ Sie schien sich nicht ganz sicher zu sein, was sie sagen sollte
weshalb die junge Frau Marcel nur misstrauisch anschaute. „Jedenfalls, ich bin
mir sicher dass wir morgen noch genaueres erfahren und bis dahin kann ich euch
auch nicht mehr sagen.“ Ernüchtert darüber weiter im Dunkeln tappen zu müssen,
lenkten die meisten ihre Aufmerksamkeit wieder von Jenni ab und es kamen wieder
Gespräche unter den Soldaten auf.

 

Der nächste
Morgen lief anders als geplant, anstatt wie normal erwartete sie als sie
aufstanden nicht Erics Trupp mit dem sie ihren Frühsport absolvierten, sondern
Reeston in Uniform, flankiert von zwei Soldaten in Rüstungen. „BDF, heute ist
ein besonderer Tag, ihr werdet heute eine Übung haben; dafür werdet ihr euch
jetzt umgehend ausrüsten und dann wieder hier melden verstanden?“ Der Befehl
war kurz und streng, dementsprechend antworteten die angesprochenen im Chor
„Jawohl Sir“, salutierten und traten vom Hauptplatz runter. „Sollen wir jetzt
ernsthaft ohne Frühstück gehen?“ fragte Alex verwunderst. Ausser ratlosen
Blicken und zuckenden Schultern erhielt er keine Antwort. Als sie vor der Tür
ankamen und auf deren Öffnung warten mussten, richtete sich Jenni an die Gruppe
hinter ihr. „Egal was der Colonel gerade gesagt hat, wir werden zuerst alle auf
die Toilette gehen, hier unten gibt es keine, weshalb ihr die oben benutzen
müsst; die ersten sechs sollen gehen, aber denkt daran, wir müssen uns beeilen,
werden aber für die nächsten drei Tage wahrscheinlich das letzte Mal die
Möglichkeit haben eine Toilette zu benutzen…“ Während sich sechs der Soldaten
auf den Weg machten traten die anderen bereits ein, um alles bereit zu machen.
Die Rüstungen anzulegen dauerte diesmal etwas länger als sonst da alle noch auf
die Toilette mussten. Gerade als Deni, der in der letzten Gruppe war, die
Toilette betrat, fiel ihm auf, dass Joshua der einzige war, der noch nicht
runter gekommen war. Marcel und Garonn waren die einzigen anderen Männer, die
ausser ihm und Joshua noch keine Rüstungen trugen; sie waren ihm auf dem Weg
hierher entgegen gekommen. Die besetzte Toilette musste also von ihm belegt
sein. „Josh? wie lange bist du schon da drinn?... Oah, riecht als würdest du
schon verrotten, schwing deinen Arsch da runter und zieh dich an." Nach
einem Moment der Stille antwortete er lachend „Aber du kannst sie mir doch
nicht einfach so entreissen, siehst du denn nicht das wir uns lieben?“ „Alter
wenn du nicht schleunigst runter gehst dann wird Jenni dir den Arsch so
aufreissen, dass du ihn über die Toilette stülpen kannst… und machs Fenster
auf, hier drin erstickt man ja!“

 

Die Sonne war
noch nicht zu sehen gewesen als sie sich daran gemacht hatten ihre Rüstungen
anzuziehen, jetzt wo sie landeten, glitzerte sie bereits hell leuchtend über
den Rand des Horizontes hervor. Sie hatten während des Fluges zum Übungsgelände
die ersten der ihnen zugeteilten Rationen zu sich genomen.. Keiner wusste wo
sie waren, sie standen irgendwo im Wald und wussten nicht so recht was sie
machen sollten. Erst als der zweite Transporter angekommen war und auch die
restlichen Soldaten sich nun aufgestellt hatten, trat Reeston, der mit einem
separaten Shuttle gekommen war, vor sie. „Für all die, die noch nicht wissen
was genau diese Übung hier ist. Diese wird drei Tage dauern, in denen  ihr dauernd im Einsatz sein werdet. Keiner
von euch wird die Möglichkeit haben diese Übung zu verlassen, es sei denn er
ist Tot oder aus Medizinischen Gründen nicht mehr im Stande gefahrlos weiter zu
trainieren. Eure Ziele werden euch… jetzt auf die HUD beziehungsweise die
Universalwerkzeuge übertragen. Ihre werdet zuerst drei Vorposten finden und
diese Gleichzeitig erobern. Wenn ihr die Posten nicht alle innerhalb einer
halben Stunde erobert, dann werdet ihr die Hauptbasis nicht stürmen können.
Wenn ihr diese einnehmen könnt nachdem ihr die Nebenbasen eingenommen habt,
dann werdet ihr sie halten müssen, bis die Shuttles landen mit denen ihr dann
zurück zum Stützpunkt fliegen könnt. Nach Übungsbeginn könntet ihr jederzeit
angegriffen werden, seid also vorbereitet. Er liess seinen Blick langsam über
die Gruppe schweifen. „Eure beiden Einheiten werden dafür eng zusammen arbeiten
müssen, das soll sowohl das Teamplay fördern als auch dazu beitragen, dass ihr
die andere Einheit besser kennen lernt. Wenn ihr Fragen oder Probleme habt,
dann meldet euch nun.“ „Ich habe eine Frage: wir haben alle Notvorräte
mitbekommen, gibt es denn ausser diesen noch andere Verpflegungsmöglichkeiten?“
fragte Eric nachdenklich. Die Energieriegel sättigten nicht wirklich gaben aber
Kraft. Einen Tag lang war es ganz erträglich sich davon zu ernähren aber drei
waren definitiv nicht toll. „In den Basen gibt es jeweils Vorräte, diese
bestehen jedoch nur aus denselben Materialien wie ihr sie bereits bei euch
tragt.“ „Was oder wen werden wir denn bekämpfen?“ „Das werdet ihr im Laufe der
Übung noch erfahren“ antwortete Reeston provokant auf Jennis Frage. Nach ein
paar Sekunden der Stille fuhr er fort. „Also, da keine Fragen mehr offen zu
sein scheinen, würde ich sagen ihr besprecht eure Taktik und dann beginnen
wir.“

 

Kaum hatte
sich Reeston abgewandt machten sich Jenni und Eric daran einen Plan
auszuarbeiten. „Was schlägst du vor?“ „Da keiner von uns das Gebiet kennt müssen
wir uns eine Übersicht verschaffen, ich gehe nicht davon aus dass der Feind
unsere Position kennt oder uns bereits einen Hinterhalt gelegt hat. Wir sollten
uns also aufteilen und die drei Vorposten suchen damit wir uns absprechen
können wie wir angreifen wollen. Die Sicherung der Vorposten muss möglichst
bald geschehen, damit wir einen Ort haben an dem wir uns eingraben können. Die
Hauptbasis wird wahrscheinlich das grösste Problem, sie anzugreifen wird
besondere Taktiken erfordern.“ „Du solltest die Vorposten aber nicht
unterschätzen, wir werden uns da aufteilen müssen, je kleiner die Gruppe, desto
leichter ist es sie zu überwältigen. Es hat doch geheissen, dass wir sie nur
erobern müssen, von Halten war nie die Rede. Wenn wir sie einmal haben, sollten
wir uns vielleicht bei einem der Vorposten sammeln, um uns gegenseitig zu
helfen.“ „Schwer zu sagen, wenn die Stützpunkte zu klein sind behindern wir uns
nur gegenseitig. Wenn wir zu weit auseinander liegen, können wir uns nicht
gegenseitig unterstützen. Das ist verdammt schwer, wir können noch nicht planen
wenn wir nicht mindestens das Gelände kennen.“ „Ok, dann teilen wir uns auf,
wir haben eine Karte vom Gebiet in dem wir operieren, vier Quadratkilometer…
wir bilden drei Gruppen und teilen uns auf, wenn ihr eine Basis findet markiert
sie und beobachtet sie, bewegt euch aber danach weiter. Wir müssen alle
Feindpositionen kennen. Teil deine Leute auf, in jeder Gruppe sollte von jeder
Spezialisierung mindestens ein Mitglied dabei sein.“ Jenni nickte kurz, schaltete
den Funk ein und öffnete eine Liste ihrer Einheit. „Leute, alle mal herhören!
Wir teilen uns jetzt in drei Teams auf, von jeder Gruppe möglichst überall
gleich viele. Erics Leute werden sich den Teams dann anschliessen. Sorgen wir
dafür dass alle sehen, dass wir keine Neulinge mehr sind; macht mich und eure
Kameraden Stoltz!“ Der Funkspruch war nur für ihre Einheit zu hören gewesen, es
ging die anderen nichts an, was sie ihren Kameraden zu sagen hatte. Die
angesprochenen salutierten und bestätigten, sofort begannen sie sich
aufzuteilen. Den ersten Namen den Jenni unter ihrem eigenen lesen konnte war
aufgetaucht, kaum hatte sie den Satz beendet. Es war Kiaras, sie hatte sich
sofort in ihre Gruppe eingetragen. Als Jennis Blick auf Kiara traf meinte diese
via direktem Kanal „Ich muss doch schauen, dass dir nichts zustösst“. „Gut zu
wissen, dass ich Rückendeckung habe“. Jenni schaltete auf Lautsprecher, damit
sie alle hören konnten. „Wir sind soweit, meine Gruppe wird sich Eric
anschliessen, Arsilia, deine Gruppe wird mit Stefan gehen, Selak ihr werdet
zusammen mit Derik ein Team gründen. Arbeitet gut zusammen, und meldet euch
wenn etwas ist.“ Die Soldaten taten wie ihnen befohlen und stellten sich
entsprechend auf. Nun ergriff Reeston wieder das Wort. „Gut, dann beginnt die
Übung jetzt, viel Glück, wenn alles gut läuft sehen wir uns in drei Tagen
wieder.“ Er hatte sich nach den Worten gerade umgedreht und wollte in den
Transporter steigen, als eine Frage ihn stocken liess. „Colonel, wie sieht’s
denn eigentlich mit Biotiken aus? Wie weit dürfen wir die benutzen?“ Mit einem
breiten Grinsen im Gesicht drehte er sich zu Jenni „Lass meine Leute einfach am
leben!“

 

„Oh ****, oh
****!“ Kugeln sirrten keine zwanzig Zentimeter über ihrem Gesicht hinweg,
schlugen vor ihr in den umgekippten Baumstamm ein und schleuderten Holzsplitter
umher. Die panische Stimme gehörte einem Soldaten neben Jenni der sich gerade
auf den Boden presste, um den über ihm hinwegzischenden Projektilen
auszuweichen. Bis vor wenigen Minuten war der Wald noch ganz friedlich gewesen,
Grillen hatten in der Abenddämmerung vereinzelt gezirpt und ein paar wenige
Vögel waren zu hören gewesen. Das einzige was jetzt noch an diese Zeit
erinnerte war die untergehende Sonne die immer noch ein orangerotes Licht über
die Wolken versprühte und dem Himmel zwischen den Baumwipfeln, welche Jenni,
die momentan auf dem Rücken in Deckung lag, sehen konnte, gespenstig schimmern
lies. Als würden langsam erlöschende Flammen das Firmament über ihnen
beherrschen, begann der Himmel sich nun langsam zu verdunkeln. Sie waren jetzt
bereits Stunden im Einsatz. Als sie die Übung nach dem Verlassen von Reeston
begonnen hatten, war die Sonne erst gerade aufgegangen. Sie hatten sich
aufgeteilt und das Gebiet ausgiebig erkundet. Nach etwa zwei Stunden kannten
sie die Positionen der Neben-, sowie der Hauptbasis. Selak Gruppe war bereits
in eine heftige Schiesserei verwickelt worden, welche sie jedoch selbst hatten
bewältigen können. Sie mussten jedoch zwei Ausfälle beklagen. Ihre Opfer waren
jedoch nicht umsonst gewesen; sie hatten nicht nur ein halbes dutzend Feinde
ausgeschalten, sondern auch noch gleich von einem verhörten, “lebendig“
gefassten Feind erfahren dass es noch mehr solcher “Jägergruppen“ gibt. Dank
diesem Wissen hatten sie es vermeiden können von solch einem Trupp überrascht
zu werden. Die Jägertrupps bestanden aus sechs Mann und patrouillierten auf
zufälligen Routen durch den Wald. Ihre Aufgabe war es Eindringlinge zu
beseitigen. Die anderen Gruppe waren später ebenfalls solchen Trupps begegnet,
konnten sie jedoch aus dem Hinterhalt problemlos überwältigen oder ihnen
ausweichen. Durch das Empfangen von Informationen der anderen Trupps, war es
Eric möglich gewesen eine ungefähre digitale Karte zu generieren. Diese war an alle
beteiligten übertragen worden und diente jetzt zur Planung taktischer Manöver.
Da sie bereits lange vor Einbruch der Nacht mit auskundschaften fertig geworden
waren, hatten sie bis zum für die Abenddämmerung angesetzten Angriff auf die
Vorposten nichts mehr zu tun gehabt, weshalb sie diesen und auch die Hauptbasis
sehr detailliert observiert hatten. Arsilia war zum Schluss gekommen, dass die
drei Vorposten dafür da waren, die einzelnen Verteidigungsringe der Anlage in
Betrieb zu halten. Mit jeder eroberten Basis würde ein weiterer
Verteidigungsring ausfallen. Die Vorposten bestanden aus zwei in einzelne
Segmente aufgeteilte Mauern, die einen kleinen bunkerartigen Raum in der Mitte
umgaben. Es würde nicht ganz leicht werden diese Befestigung zu stürmen, aber
mit etwas Geschick könnten sie die knapp zwanzig Verteidiger ausschalten bevor
diese richtig hätten reagieren können. Nachdem sie also einige Stunden auf den
richtigen Moment gewartet hatten war es dann soweit gewesen, die Sonne berührte
bereits den Horizont und das grüne Blattwerk der teils gewaltigen Bäume um sie
herum fingen das Sonnenlicht, das noch da war, grösstenteils auf. Vorsichtig
hatten sie sich dem Stützpunkt genähert. Es war schwerer zu schleichen als
Jenni gedacht hätte, da bereits das kleinste Ästchen beim drauftreten knackte.
Shalera war vor ihr gegangen, sie hatte beim Gehen kaum Geräusche verursacht.
Als sie bis auf fünfzig Meter herangerückt waren, schien eine der Wachen etwas
gehört zu haben, sofort hatten alle inne gehalten. Die BDF hatte ihre Rüstungen
mit diversem Grünzeug dekoriert, die Scharfschützen hatten allen einen
schnellen Crashkurs in Sachen Tarnung gegeben. Bevor etwas passieren hätte
können gab Jenni den Befehl sich angriffsbereit zu machen. Sobald auch die
andern beiden Gruppen meldeten bereit zu sein, gab sie den Feuerbefehl. Sofort
brach die Hölle los, die Scharfschützen brachten ihre beiden Schüsse an und
erledigten die ersten beiden Feinde damit. Augenblicklich eröffneten sämtliche
anderen Soldaten das Feuer. Die Feinde die nicht sofort getroffen und zu Boden
geworfen wurden hechteten panisch hinter die nächstliegenden Deckungen. Keiner
von ihnen hatte damit gerechnet, dass der Angriff so plötzlich kommen würde.
Auf Befehl ihrer Anführerin stürmten die Mitglieder ihrer Einheit los, sie
hatte sich so abgesprochen, dass Erics Leute ihnen Deckung geben würden während
sie angriffen. Die Verteidiger sahen sich einer ziemlich chancenlosen Situation
gegenüber. Sie waren in Deckung gezwungen worden und konnten nun nicht mehr hinter
der Deckung hervor um die Gegner auszumachen, da sie ständig beschossen wurden
und jeder, der es trotzdem versuchte, in Stase gesetzt oder in die Luft gehoben
wurde und anschliessend eine Kugel abbekam. „Vorrücken, los wir geben euch
Deckung!“ Erics stimme hallte laut in Jennis Kopf, auch wenn die Wiedergabe im
Inneren eine Lautstärkenbeschränkung hatte, war es unangenehm wenn jemand ins
Funkgerät schrie. Mittlerweile trennten sie nur noch ein paar Dutzend Meter von
den Verteidigern. „Status?“ Die Frage war über einen seperaten Funkkanal an die
beiden anderen Teams gerichtet. „Heftiger Wiederstand, wir haben zu wenig
Deckung um zu stürmen, Schwert schaltet einen nach dem anderen aus, aber
langsam fährt sich das ganze fest, wir müssen irgendwie durchbrechen. Dolch
startet gleich einen Flankenangriff, wir brauchen wohl noch ein paar Minuten.“
„Bei uns läufts nicht schlecht, wir haben sie bis in den zweiten Ring zurück
gedrängt, rücken weiter vor. T-minus fünf Minuten bis zur Basiseroberung“
Zwischen zwei Feuerstössen wechselte sie den Kanal zu Eric „Team 2 hat’s
gleich, Zeitfenster 7 Minuten.“ „Nachrücken!“ befahl dieser und setzte sich in
Bewegung. Die Soldaten der BDF gingen in Kampfhaltung langsam auf die Mauern
zu, hinter denen sich die restlichen Verteidiger befanden. „Das ist nicht fair,
ich könnte die alle Locker umlegen wenn ich scharfe Munition laden dürfte,
meine Javelin schafft so ne Mauer locker…“ beschwerte sich Ivana. „Da brauchst
du keine Javelin für, ne Black Widow tuts auch, aber bei ner Übung kommt das
schlecht an wenn du Leute Erschiesst.“ „Holt die Typen mit Biotiken hinter der
Deckung hervor, aber sucht euch zuerst selbst welche, gleich wird’s hier
ungemütlich.“ Kaum hatte sie fertig gesprochen, setzte sie zum Sprint an. Die
letzten zehn Meter zum nächstliegenden Mauersegment waren schnell überwunden.
Kiara kam auf sie zu gerannt und schlitterte neben ihr in Deckung. Jenni warf
ihr einen kurzen Blick zu, wandte sich wieder in die andere Richtung und spähte
an der Mauer vorbei. Sie konnte einen der Verteidiger erkennen, der gerade
ebenfalls hinter seiner Deckung hervorschaute. Noch ehe sie reagieren konnte
verschwand sein Kopf wieder hinter der Deckung. Der verteidigende Soldat hatte
sie ausgemacht und hielt nun seine Waffe hinter der Deckung hervor. Seine blind
abgegebene Salve traf die Mauer knapp neben Jenni. Diese ging schnell in
Deckung um nicht zufällig getroffen zu werden. „Ich hol sie hinter der Deckung
hervor, du schiesst!“ Die Bestätigungsmeldung von Kiara blinkte auf, sie war
bereit. „Los!“ sie stand auf und schleuderte eine Singularität an die Stelle an
der sie vorhin den Soldaten gesehen hatte. Als die Sphäre an dem anvisierten
Punkt ankam, entfaltete sich sofort deren Sogwirkung. Die Beiden Soldaten, die
sich hinter der Mauer versteckt hatten konnten sich dieser nicht entziehen und
wurden von den Füssen gehoben. Auf dem HUD von Jenni erschienen nun auch andere
Markierungen, andere Biotiker die im Begriff waren Singularitäten, Zug- oder
Hebefelder einzusetzen. Diese Markierungen waren ziemlich wichtig, da es
ansonsten zu biotischen Detonationen hätte kommen können. Die Verteidiger, die
nicht durch die Biotiken kampfunfähig waren, eröffneten sofort das Feuer, da
sie merkten, dass ihnen ihre Deckung nichts half. Dieser letzte verzweifelte
Angriff beendete den Kampf jedoch lediglich noch schneller. Sie waren
mittlerweile in der Unterzahl und wurden sofort beschossen oder in Stase
genommen, wenn sie hinter den Deckungen hervortraten. Demensprechend schnell
war der Kampf zu ende. „Team eins hat den Stützpunkt erobert, wir haben es
geschafft. Wie sieht es bei euch aus?“ „Team zwei hat es ebenfalls gleich
geschafft, zwei oder drei Verteidiger müssen wir noch aus dem Bunker holen,
dann sind wir fertig.“ „Team drei ist auch fertig, wir haben die Basis!“

 

„Du kämpfst
gut, ich bin vorhin noch gar nicht dazu gekommen dir das zu sagen.“ Eric trat
gerade zu Jenni, sie sass im inneren des Bunkers mit dem Rücken an die Wand
gelehnt. Sie hatte sich gesetzt um etwas verschnaufen zu können, nachdem sie die
Verteidigung der Basis organisiert hatte. „Danke, aber bis her war es ja auch
nicht besonders schwer… und ihr habt ja auch ordentlich mitgeholfen.“ Er
deutete neben ihr gegenüber auf einen Stein der am Boden lag. Sie nickte, seine
Geste war eine Frage gewesen ob er sich dort setzten dürfe. „Ohne eure Biotiken
wär es aber wesentlich schwieriger gewesen, so konnten wir…. Ihr konntet sie
ganz einfach hinter der Deckung hervorholen.“ Jenni strich sich durch die
Haare, es war nicht sonderlich anstrengend gewesen bisher, jedoch hatte sie
noch immer etwas zittrige Hände vom Kampf gerade eben. „Ach das war…“ „Nimm
doch das Lob eines Kameraden lieber an als es klein zu reden“ unterbrach Eric
sie lächelnd. „Wie müssen schon bei unserem Lohn bescheiden sein, da können wir
hier ruhig mal stolz sein.“ „Stimmt schon, aber dafür hattest du recht, was die
Taktik angeht, deine Planung hat funktioniert“ meinte Jenni. „Es ist schwer zu
planen wenn man mit einer Einheit Biotiker zusammen arbeitet… also nicht dass
ihr es… ich meine weil ich noch nie mit Militärbiotikern zusammengearbeitet
haben. Es öffnen sich ganz neue Wege, auf die man sich aber entsprechend
vorbereiten muss. Darum wirst du mir vielleicht das eine oder andere Mal helfen
müssen beim planen.“ „Klar, aber ich bin Strategisch nicht grad ne Granate.“
Eric grinste sie an und klopfte ihr auf die Schulter „Ich bin mir sicher, du
weisst wie man seine Truppen führt, ansonsten wärst du heute nicht hier… wie
wollen wir eigentlich weiter machen? Wir müssen den Stützpunkt ja eine halbe
Stunde halten, damit der Sender das Signal sendet, dass wir die Basis
kontrollieren, wollen wir danach gleich noch die Hauptbasis angreifen? Jetzt
wäre es noch dunke, wenn wir bei Nacht angreifen wollen, müssen wir das
entweder jetzt tun oder morgen den ganzen Tag warten.“ Jenni rief die Karte
auf, die sie mit Hilfe der gesammelten Daten erstellt hatten, auf ihrem UW auf.
„Die Basis steht auf einer Lichtung, es wird eh kaum möglich sein sich da
anzuschleichen. Von daher warten wir vielleicht besser auf Tageslicht, damit
wir sie auch sehen können.“ „Wie wollen wir sie angreifen?“ er aktivierte
seinerseits das UW und markierte den Waldrand auf Jennis Karte. „Von da aus
sind es am besten Punkt immer noch mindestens achtzig Meter, das ist für einen Sturmangriff
verdammt weit, wenn wir es in zehn Sekunden schaffen haben die Verteidiger
sicher acht Sekunden davon Zeit uns abzuknallen…“ Gerade in dem Moment trat
Kiara durch den Eingang des Bunkers nach drinnen, sie stockte aber sofort, als
sie die beiden über die holographische Karte gebeugt sah. „Oh,
Taktikbesprechung? Dann will ich euch nicht stören, ich wollte nur sagen, dass
wir das Gebiet gesichert haben.“ Jenni war klar, dass Kiara nicht deswegen
gekommen war, so etwas hätte sie per Funk mitgeteilt. Wahrscheinlich wollte sie
mit ihr reden, hatte aber in anbetracht der Umstände schnell einen Rückzieher
gemacht. „Kein Problem, danke für die Meldung…“ Widerwillig wandte Jenni sich
von ihrer Kameradin ab. „Also die achzig Meter sollten wir schaffen, ohne dass
einer von uns abgeknallt wird, zwei bis drei Sekunden müssten da reichen.“ Mit
verblüfftem Gesichtsausdruck starrte Eric Jenni an „Achtzig Meter in drei
Sekunden? Dass ist unmöglich, selbst mit euren Anzügen schafft ihr das nicht so
schnell.“ Jenni hob ihre linke Hand und lies einen blauen, biotischen Schleier
um ihre Hand herum aufflammen. „Oh, ok… ich weiss zwar nicht wie, aber ich
vertraue dir. Gut dann haben wir aber immer noch das Problem wie wir dahin
kommen.“ „Schwert wird euch Deckung geben können. Die Aussenmauer ist knapp
drei Meter hoch, wenn meine Scharfschützen in eine erhöhte Position gelangen
können, können sie jeden auf der Mauer ausschalten und die restlichen
Stellungen können wir unter Beschuss nehmen. Wir sollten von drei unterschiedlichen
Seiten angreifen, damit sie sich verteilen müssen. Deine Soldaten können
nachrücken, sobald der Gegner in Deckung gedrängt ist. Einen Teil deiner Leute
kannst du bei den Scharfschützen lassen um diesen Rückendeckung zu geben. Wenn
wir die Basis haben rücken die nach.“

„Ok, und wie
wollen wir schlussendlich in den Stützpunkt kommen?“ „Wenn der Eingang
verschlossen ist oder wir die Mauer nicht überwinden können, müssen wir den
Eingang aufbrechen… haben wir Sprengstoff?“ Eric begann breit zu grinsen „Ich
glaube nicht aber mir gefällt deine Art zu denken…“

 

Die kleinen
Flügel des mückenartigen Insekts, das vor ihrem Gesicht herumschwirrte surrten
leise und hell. Mit einer Hand versuchte sie den Störenfried, der sie bereits
seit fast einer Viertelstunde umschwirrte, zu vertreiben. Doch auch diesmal
wich das Insekt der wischenden Bewegung ihrer Hand aus. Nachdem sie für einen
Moment dachte, das Lästige Vieh losgeworden zu sein, schwirrte es wieder direkt
vor ihrem Visier herum. „Was willst du eigentlich von mir du scheiss…“, genervt
klatschte sie den kleinen Käfer gegen den Baumstamm an dem sie lehnte. Sarjka
hatte sich genau wie die anderen fünf Mitglieder auf den höchsten Bäumen in
Waldrandnähe in Position gebracht. Sie alle waren an den Bäumen hochgeklettert,
um sich in Schussposition zu begeben, was sich als schwieriger erwies als
gedacht. Da sie das Gewicht ihrer eigenen Rüstungen kaum spürten hatten sie
fast vergessen, dass sie gut siebzig Kilo schwerer waren als gewohnt. Sarjka
wäre fast abgestürzt als ein Ast unter ihr nachgegeben hatte und abgebrochen
war. Jetzt waren sie bereits etwas mehr als eine Stunde daran die Wachen zu
beobachten und Informationen an ihre beiden Anführer weiterzugeben. „Hei Jenni,
ich wär dafür, dass wir die Typen mal ein wenig stressen, was denkst du?“ „Was
hast du vor?“ antwortete die Angesprochene mit einer Gegenfrage. „Ihnen mal die
Scheinwerfer ausknipsen… oder n paar von den Wachen. Danach ziehen wir uns
zurück und schauen mal wie ihnen eine Nacht voller Paranoia bekommt.“ Nach
einem Moment, in dem Stille im Funkverkehr herrschte, konnte sie eine männliche
Stimme vernehmen. „Wenn ihr jetzt eure Position verratet, werden sie morgen
wissen wo sie suchen müssen, und sie wissen dann auch das wir bereits hier sind
und sie beobachten.“ „Das wissen sie eh schon, überleg doch mal, jeder logisch
denkende Mensch würde das wissen. Wir haben eine Kampfübung, dass der Feind da
nach Übungsbeginn irgendwo sein wird ist ja wohl klar. Es gibt keinen
Funkkontakt mehr zu den Vorposten, da muss ja was faul sein. Und unsere
Position zu kennen nützt ihnen nichts, wenn wir das Feuer eröffnen, müssen sie
uns erst mal da wegbekommen und dafür fehlt ihnen die Zeit. Wenn wir angreifen,
werdet ihr ja auch angreifen, dann werden sie mit euch beschäftigt sein.“ „Ich
weiss nicht, wir müssen ja eh permanent mit einem Angriff rechnen, von daher…
Ok, von mir aus könnt ihr schiessen, danach werden wir uns aber zurückziehen,
wir wollen kein Feuergefecht eingehen, solange wir nicht stürmen.“ Erics Zusage
wurde sogleich von Jenni bekräftigt. „Ok, ihr habt Feuerfreigabe, sprecht euch
ab, schiesst erst auf die Soldaten, alle anderen, macht euch bereit
abzurücken.“ Sarjka wechselte auf einen Kanal, den nur die Scharfschützen hören
konnten, damit sie sich absprechen konnten. Jeder markierte ein Ziel für sich,
nach ca. dreissig Sekunden viel der erste Schuss. Die Anderen folgten
unmittelbar darauf. Insgesamt sechs Schüsse wurden abgefeuert, das peitschende
Echo hallte über die Lichtung und liess einige der eigenen Soldaten
zusammenzucken. Die sechs markierten Ziele wurden zu Boden geschleudert. Jenni
konnte nicht direkt erkennen wer wie getroffen wurde, sie konnte lediglich die
Markierungen sehen, die Grau wurden und sich nach einem Ruck nicht mehr
bewegten. Die nächste Salve folgte sogleich, diesmal waren jedoch die grossen
Scheinwerfer im Innern der Basis das Ziel. Funkensprühend erloschen die
Leuchten schlagartig. In der Basis, die gerade eben noch ruhig und friedlich
gewesen war herrschte jetzt ein heilloses Chaos. Aus manchen der Scheinwerfer
schossen hin und wieder noch ein paar Funken und die Verteidiger rannten wild
durcheinander.

 

„Hei… HEI…“ Er
wusste den Namen der Scharfschützin nicht, die über ihm auf dem Baum stand und
gerade eben in die Basis gefeuert hatte. Er hatte soeben den Befehl bekommen
sich zurückzuziehen. Eigentlich müsste sie den Befehl auch erhalten haben,
regierte aber nicht weshalb er sie rufen wollte. „Kleine, wir haben den Befehl
erhalten abzurücken, komm da runter bevor die rausfinden woher du schiesst.“
Ivana liess sich von den aufgeregten Rufen des Soldaten nicht beeindrucken, sie
hatte gerade einen der Verteidiger im Visier, er schien einen der Scheinwerfer
reparieren zu wollen. Er ging zwar hinter der Mauer in Deckung, die ihn von
aussen her gegen Beschuss abschirmen sollte, aber leider auf der von ihr
abgewandten Seite. „Ivana, Rückzug den Rest holen wir uns morgen“ drang Selaks
Stimme durch den Lautsprecher in ihrem Helm. „Sekunde, den hab ich…“ Ihre
Stimme klang ganz ruhig, sie hatten gelernt sich auch unter Stress zu
beherrschen und ruhig zu bleiben. Sie atmete einmal tief durch, holte Luft und
hielt den Atem an. Ihr Finger krümmte sich langsam, die Schwert Gruppe hatte
als Besonderheit kaum Panzerplatten an ihrem jeweiligen Abzugsfinger, damit sie
mehr Gefühl für den Druckpunkt hatten. Ein leichter Widerstand signalisierte
ihr, dass der Schuss jeden Moment auslöste. Sie hatte alles um sich herum
ausgeblendet, das einzige was sie jetzt noch sah war das Fadenkreuz, das bei
jeder noch so kleinen Bewegung wackelte. Die Distanz über die sie hier
schiessen musste war ein Witz, es waren ca. 200 Meter. Trotzdem konzentrierte
sie sich wie bei jedem anderen Schuss auch. Bei Schüssen jenseits der zwei
Kilometer Grenze mussten sie bei Bauchlage auch den Herzschlag berücksichtigen,
hier war dies nicht der Fall. Plötzlich veränderte sich etwas, sie konnte hören
dass in ihrer unmittelbaren Nähe eine Kugel einschlug, sie musste schnell
schiessen. Als ihr Fadenkreuz genau auf den Rücken des Soldaten lag, erhöhte
sie den Zug an ihrem Finger und der Abzug sprang nach hinten. Mit einem lauten,
donnernden Knall löste sich das Projektil. Ivana konnte noch erkennen wie der
Getroffene Gegner zu Boden viel und sich an die getroffene Stelle fasste,
wahrscheinlich würde er den Treffer noch einige Tage spüren. „Herrgott, komm
endlich da runter Mann!“ Der Soldat, der unten am Baum stand wirkte
mittlerweile äusserst nervös, da nun mehrere Soldaten sie unter Beschuss
nahmen. Ivana stellte sich auf einen Ast hinter dem Stamm des Baumes, so, dass
sie gegen die Basis abgeschirmt war. „Geh mal aus dem Weg…“rief sie dem unter
ihr stehenden Soldaten zu, um sie herum begannen blaue Schwaden aufzuflackern.
„Was hast d… scheisse nicht…“ Weiter kam er nicht mehr. Mit einem grossen Satz
nach vorne stiess sie sich von dem Ast unter ihr ab. Für einen Moment schien
die Schwerkraft nicht zu funktionieren. Der Baum war nicht sehr hoch, ein
Fehler würde aber trotzdem schwere Verletzungen nach sich ziehen. Mit
entsetzter Mine musste der Soldat mit ansehen, wie Ivana von ca. fünfzehn
Metern Höhe in die Tiefe raste. Er hatte gesehen, dass sie springen wollte,
hatte aber keine Möglichkeit gehabt es zu verhindern. Dass solch ein Sprung
nichts Besonderes war für die Mitglieder der BDF, wusste er nicht, weshalb er
damit rechnete nebst zersplitternden Knochen und schmerzverzerrten Schreien
nichts mehr von ihr zu hören. Die Nova schleuderte bei ihrem Aufschlag kleine
Steine, abgebrochene Zweige sowie Moos und Dreck durch die Gegend. Sofort
richtete sich die Biotikerin wieder auf und trat eilig zu dem immer noch etwas
blassen Soldaten „Mach dir nicht gleich ins Hemd, wir werden für solche
Absprünge trainiert… Kleiner“ meinte sie grinsend und klopfte ihm auf die
Schulter.

Die Nacht war
äusserst kurz gewesen, da sie einerseits immer mit einem Angriff rechnen
mussten und andererseits in mehrere Schichten eingeteilt Wache schoben. Die
Rüstungen auszuziehen war ebenfalls nicht wirklich eine Option, da immer auch
einige der Soldaten von Erics Trupp mit ihnen in Inneren des Bunkers waren.
Untereinander war es kein Problem da sie sich im Zuge ihres Dienstes
zwangsläufig nur in die dünnen Sensoranzüge gehüllt sahen, Anderen gegenüber
war es aber dennoch etwas seltsam. So blieben zumindest bei den Frauen des
Trupps die Rüstungen an, einige wenige der männlichen Biotiker hatten Teile der
Rüstung abgelegt um wieder etwas Frischluft abzubekommen. Ein paar hatten sogar
den Versuch unternommen draussen zu pinkeln, ein Fehler wie sich schnell
herausstellte. An der Gangart derjenigen die es versucht hatten war zu
erkennen, dass es nicht wunschgemäss geklappt hatte. Der Anzug war zwar
durchlässig so das Schweiss sich nicht darin sammelte, aber nicht gedacht um
“hindurch zu pinkeln.“ Jenni hatte in der letzten Schicht Wache, weshalb sie
anfangs schlafen konnte. Wirklichen Schlaf fand sie nicht, sie versuchte sich
zu entspannen, scheiterte aber gleich an mehreren Punkten. Die Rüstungen
fühlten sich bequem an wenn man stand, lief, oder kämpfte, aber sie waren
definitiv nicht gedacht um darin zu schlafen. Jedes Mal wenn sie dennoch im
Begriff war einzudösen vernahm sie ein Geräusch von draussen oder dem inneren
des Bunkers, das sie wieder aufschrecken lies, oder der Harndrang den sie zu
ignorieren versuchte, pisakte sie so dass sie wachblieb. Der einzige Trost in
jener ungemütlichen Nacht war Kiara, die, zumindest bis sie in der zweiten der
drei Schichten Wache hatte, neben ihr an dir Wand sass und an sie lehnte. Kiara
schien es leichter zu fallen einzuschlafen, bereits nach einer halben Stunde
waren das einzige was Jenni von ihr vernahm lange tiefe Atemzüge. Auch wenn es
seltsam war so beruhigte es Jenni doch irgendwie, dass Kiara in ihrer Nähe war.
Sie hätte nicht genau sagen können wann sie der Schlaf übermannt hatte, aber
Kiara weckte sie schliesslich, indem sie sie sanft schüttelte. Jennis Körper
durchfuhr ein Ruck, sie wäre beinahe aufgesprungen. „Oh, tut mir leid, ich
wollte dich nicht erschrecken“ entschuldigte sich ihre Freundin sofort. „Kein
Problem, ich… wann bin ich denn eingeschlafen?“ fragte sie erstaunt. Jenni
strich sich durch die Haare, sie fühlte sich noch müder als zuvor. „Ich weiss
nicht, als ich aufgewacht bin hast du an mich gelehnt geschlafen… das sah
richtig niedlich aus… du hast sogar gelächelt.“ „Vielleicht hab ich von jemand
bestimmtem geträumt“ flüsterte Jenni leise während sie sich aufrichtet. „Ich
hätte dich ja gerne mit einem Kuss geweckt, aber es sind ein bisschen zu viele
Leute hier“ antwortete die Asari verschmitzt und in gesenktem Ton. Jenni
streckte sich kurz, um die Müdigkeit aus ihren Knochen zu vertreiben,
anschliessend machte sie sich daran die Anderen, die zu ihrer Wachschicht
gehörten und noch schliefen, zu wecken. Die Sonne würde schon bald aufgehen,
der nächste Tag beginnen und nicht leicht werden. Erst jetzt viel ihr auf, dass
sie sich wesentlich wohler fühlte, als noch bevor sie schlafen gegangen war. Da
sie keine nassen Füsse hatte, schien die von Reeston damals beschriebene
Vorrichtung funktioniert zu haben und innerlich dankte sie Demjenigen der sie
in ihrer Rüstung eingeplant hatte.

 

„Trupp zwei
und drei sind in Position, wir sind angriffsbereit.“ Die Stimme am anderen Ende
des Funkes gehörte Eric, er hatte sich mit seinen Männern etwas versetzt zu den
Leuten von Jenni aufgestellt, damit sie beim Feuern nicht die eigenen Leute
trafen. Schwert war in Position gegangen und beobachtet seit einigen Minuten
das Treiben der Verteidiger. Sie schienen ein paar der zerstörten Scheinwerfer
repariert zu haben, ob die am Vorabend getroffenen Gegner wider da waren
konnten sie nicht sagen, es waren nach wie vor viele Gegner zu sehen und sie
trugen alle Helme, was es unmöglich machte sie zuverlässig zu identifizieren.
„Wir haben unsere Ziele erfasst, Feuer auf dein Kommando Jenn.“ Jenni runzelte
die Stirn, seit der Akademie hatte sie niemand mehr so angesprochen, aber das
war jetzt auch egal. „Sind alle bereit?“ Die Bestätigungsmeldungen ihrer
Kameraden trafen mit ein paar Sekunden Verspätung alle ein. „Gut, dann Feuer
frei, wenn Schwert das Feuer eröffnet, greifen wir an. Eric ihr gebt uns
Deckung bis wir drüben sind… los!“ Jenni konnte fühlen, wie ihr Körper sich
anspannte und ihr Puls schneller wurde. Ihr Hirn schüttete Adrenalin aus, es
würde jeden Moment losgehen, sie hatte sich mit ihren Kameraden abgesprochen.
Es war weit, um mit einem Sturmangriff bis zur Basis zu kommen, aber es sollte
möglich sein. Sie schloss die Augen und konzentrierte sich, Jenni konnte spüren
wie sich biotische Energie um ihren Körper herum aufbaute, als würde sich die
Luft elektrisch aufladen. Das leichte, vertraute, fast schon kribbelnde Gefühl
auf ihrer Haut wurde stärker. „Wow, irgendwie unheimlich“ kam es von einem der
Soldaten der versetzt zu ihnen Stand. Die Stille wurde von einem lauten Knall
zerrissen, sofort folgten weitere. Ehe die Verteidiger Zeit fanden sich auf den
Angriff einzustellen, sprangen mehr als zwei Dutzend Soldaten aus den Büschen
am Waldrand und stürmten auf sie zu. Bereits nach den ersten Metern schienen
sie sich in blaue wabernde Feuerbälle zu verwandeln, die rasend schnell auf die
Basis zuschossen. Total perplex über solch einen Angriff verpassten die
Verteidiger es einen Moment lang, das Feuer zu eröffnen. Dazu kam noch, dass
sie von allen Seiten her unter Beschuss genommen wurden. Urplötzlich war die Luft
erfüllt von umherschwirrenden Kugeln, Schreien und einem ohrenbetäubenden
Getöse. Jenni welche als eine der ersten zum Sturmangriff angesetzt hatte,
schoss auf die Basis zu. Sie verpasste das Bremsen um einen Moment, ihre
Schulter krachte mit grosser Wucht gegen die Aussenmauer der Basis. Dank der
Synthetischen Muskeln die den Aufprall dämpften richtete dieser jedoch keinen
ernsthaften Schaden an. Um sie herum war die Hölle los, einige der Verteidiger
feuerten blind über die Mauer hinaus um sie und die anderen Biotiker, die
gerade ankamen zu treffen. Die im Boden einschlagenden Kugeln schleuderten
kleine Erdklümpchen durch die Luft oder prallten, kleine Krater und Staubwolken
hinterlassend, an den vor der Basis liegenden kleinen Mauersegmenten ab. Nachdem
sie sich einen Moment lang orientiert hatte, riss die Anführerin der BDF ihre
Waffe hoch und eröffnete das Feuer auf ihre Gegner. „Wir müssen einen Eingang
finden, Eric Sperrfeuer, setzt Singularitäten ein um die Mauer abzudecken!“
Auch wenn sie bereits gelernt hatten dass sie Befehle in normaler Lautstärke
funken konnten war es immer noch ein Reflex von Jenni den Befehl laut zu
brüllen. Das brachte nicht wirklich etwas, da der Filter im Lautsprecher der
Helme alles auf eine Maximallautstärke beschränkte. Die runde Basis hatte knapp
zwanzig Meter Durchmesser und war ausser einem Tor, das als Haupteingang
diente, komplett von einer etwa drei Meter hohen Mauer umgeben. Diese war
anfangs noch von vielen Soldaten besetzt gewesen, die versucht hatten die Angreifer
abzufangen. Sie hatten sich auf Grund des heftigen Beschusses durch Erics
Leute, die Angriffe der Scharfschützen und der Singularitäten, die sie zu
erfassen und ins Schussfeld der Feinde zu ziehen drohten, jedoch von dort
zurückziehen müssen oder sie waren getroffen worden. Mit rasendem Puls und
geweiteten Pupillen trat Jenni eilig voran, sie mussten das Überraschungsmoment
optimal nutzen, wenn sie nicht in einen Grabenkampf verwickelt werden wollten.
„Wie wollt ihr die Tür öffnen? Sie ist mechanisch verriegelt, da geht nichts
mit hacken und es sind Schiessscharten eingebaut, passt auf das ihr nicht in
deren Schussbahn geratet“ gab Selak via Funk durch, er war in etwas mehr als
zweihundert Metern Entfernung in Stellung und feuerte immer mal wieder auf die
Schiessscharten, durch die er und andere seiner Kameraden unter Beschuss
genommen wurden. „Eric, wenn ihr die letzten von der Mauer geputzt habt kommt
her, ich weiss wie wir in die Basis reinkommen… ich brauche hier zwei
Maschinengewehre, wer ist mit ner Typhoon ausgerüstet?“ Es dauerte nicht lange,
da hatte sie zwei Soldaten mit entsprechenden Waffen gefunden. Der Beschuss vom
Waldrand brach abrupt ab und die Restlichen Soldaten stürmten zu der nun
schutzlosen Basis und sammelten sich bei den Soldaten der BDF. „Also, wir gehen
wie folgt vor…“

 

„Bereit?“ Sie
hatten ihre Strategie besprochen und sich entsprechend vorbereitet. „Grünes
Licht von uns, wenn ihr bereit seid geht’s los.“ Die ganze Gruppe hatte sich in
zwei Teile aufgeteilt und sich links und rechts vom Eingangstor positioniert.
„Ok, dann los, Angriff!“ Zwei von Erics Soldaten, welche nun die Typhoon in den
Händen hielten, traten an die Schiessscharte heran, hielten die Waffe vor
selbige und drückten den Abzug durch. Ob in dem Moment jemand hinter den
Schiessscharten gestanden hatte, wussten sie nicht, aber falls doch, hätte er
jetzt ein Problem. Da die Schiessscharten jetzt kein Problem mehr waren,
stellte sich die ganze Gruppe vor das Tor, Erics Männer, die Gewehre im
Anschlag, die Biotiker hinter ihnen um Barrieren aufzubauen. „Gruppe eins
Barrieren hoch, Gruppe zwei brechen wir die Scheiss Tür auf. Jetzt!“ Das Tor
war stabiler als erwartet, es hielt selbst dem Synchronen Beschuss von Zehn
Biotikern Stand. Die Wurffelder trafen fast genau gleichzeitig auf das Tor und
drückten dieses nach innen, dabei ächzte es gequält. Beim Zweiten Angriff
schienen die Riegel bereits nachzugeben, das Tor bog sich nach innen und ein
dünner Spalt zwischen den beiden Seiten tat sich auf. „Ok, diesmal gilts!“ Mit
einem letzten biotischen Angriff brach das Tor schliesslich auf. Die Riegel,
welche die beiden Torflügel gehalten hatten, waren verbogen worden, sie waren
glücklicherweise nicht sehr massiv gewesen. Die verbleibenden Verteidiger
hatten sie bereits erwartet und eröffneten sofort das Feuer. Lange könnten sie
dem Sperrfeuer nicht standhalten, aber das würde auch nicht nötig sein, denn
auch Erics Leute schossen nun. Das ganze Feuergefecht dauerte keine drei
Sekunden, die Angreifer waren in der Überzahl und dank der Barrieren, die arg
unter den auf sie einprasselnden Kugeln gelitten hatten, waren sie auch nicht
getroffen worden. Die Verteidiger, die sich nicht rechtzeitig in Deckung
begeben hatten, waren sofort ausgeschaltet worden, die verbleibenden hatten
sich einige Sekunden erkaufen können. Die Deckungen hinter denen sie sich
verbargen, konnte sie nicht vor dem beschützen, was sie nun erwartet. Kaum war
die Gegenwehr unterdrückt, stürmten die Angreifer den Innenhof. Der letzte
Widerstand war schnell gebrochen und die Scharfschützen machten sich daran
nachzurücken. „Ja Mann, wir haben die Basis, Sieg auf ganzer Linie!“ „Gute
Arbeit, wirklich gute Arbeit!“ Eric streckte Jenni die Hand entgegen, die Geste
war offensichtlich eine Geste einzuschlagen, was sie auch sogleich tat. Dabei
packte Eric ihre Hand und zog sie ruckartig in seine Richtung. Er machte einen
Schritt auf sie zu und stiess mit seiner Schulter gegen ihre „jetzt weiss ich
wieso Reeston so grosse Stücke auf euch hält.“ Er drehte sich um und hob
triumphierend die Faust. „Wir haben unser Ziel erreicht, aber unser Einsatz ist
noch nicht abgeschlossen, wir müssen die Stellung hier noch ne ganze Weile
halten. Sobald die letzten hier sind verschliessen wir die Tore wieder und
verriegeln sie. Dann stellen wir Wachen auf und schauen mal nach, was wir hier
alles so an Vorräten und Munition hatten… und die Leichen verbrennen wir…“
meinte er Grinsend nach dem er den Helm ausgezogen hatte. Die angesprochenen
“Leichen“ der Verteidiger waren gerade dabei aufzustehen und das
Trainingsgebiet zu verlassen. „Sehr witzig du Arsch, aber das Abzeichen auf
deinem Arm macht dich noch nicht zu etwas besserem“ schnaubte einer der
ehemaligen Verteidiger. „Nein, nicht das Abzeichen oder die Zugehörigkeit zu
dieser Einheit macht mich zu was besonderem oder was besserem, es sind meine
Männer und meine Fähigkeiten die ich mir hart erarbeitet hatte, die mich zu dem
machen was ich heute bin. Und wenn du ein guter Soldat bist dann weisst du das
auch, denn dann kämpfst du für dasselbe wie ich und folgst denselben Zielen wie
ich und jeder oder jede die du hier siehst.“ Der Verteidiger hatte sich bereits
wortlos abgewandt und auf den Weg gemacht die Basis zu verlassen. Mit einer
abwinkenden Bewegung wandte sich Eric von ihm ab und sah wieder zu seinen
Kameraden. „Worauf wartet ihr noch? Wir sollten schnell machen bevor Reeston
auf die Idee kommt, ein Angriff könnte ganz witzig sein.“ Eilig machten sich
die Soldaten daran die ihnen aufgetragenen Aufträge zu erledigen. „Warte, du
nicht, dich brauch ich hier, wir müssen noch schauen wie wir was organisieren
wollen.“ Eric hatte Jenni am Arm festgehalten, als sie sich gemeinsam mit den
anderen an die Arbeit hatte machen wollte. „Was willst du denn noch planen? Und
noch wichtiger wofür brauchst du mich dazu?“ Er deutete ihr an ihm zu folgen
„Wir sind wahrscheinlich noch fast zwei ganze Tage hier, ich dachte du wollest
vielleicht was mitreden können wenn es um die Einteilung der Wachen geht.“ Im
inneren der Basis gab es einen kleinen containerartigen Raum, der
offensichtlich als Kommandozentrale genutzt worden war. Ausser einem grossen
Kartentisch, einigen Stühlen und einer Bank war darin nichts. Die zwei Fenster,
die es gab, hatten Massive Abdekungen, die man schliessen konnte,
wahrscheinlich um vor Beschuss zu schützen. „Hm, ok, wenn du meinst… ich fänd
es gut wenn wir wieder eine Einteilung machen könnten, die es immer einigen
meiner Leute ermöglichen würde, die Rüstungen abzulegen, die sind zwar nützlich
aber langsam wird’s doch unangenehm. In dem Zusammenhang will ich noch gleich
ne andere Sache fragen, wär es möglich, dass wir jeweils ein oder zwei Stunden
in jeder Wachschicht den Raum hier für uns haben könnten?“ „Ok, dass sollte man
machen können, wofür denn?“ Er schien nicht gemerkt zu haben, dass Jenni dabei
auf das Ablegen der Rüstungen hinaus wollte. „Es ist nicht gerade einfach diese
Rüstungen an und auszuziehen, und die Teile sollten nach Möglichkeit auch nicht
gerade voll Dreck werden, zumindest nicht innen. Und ähm…“ Sie machte sich
daran ihren Handschuh auszuziehen „du weisst ja das in meiner Einheit Frauen
und Asari dienen… ich glaube es wäre schlecht für die Aufmerksamkeit deiner
Wachen wenn sie ohne Rüstung draussen rumstehen würden.“ Sie legte den
Handschuh ab und zeigte Eric ihre vom Sensoranzug eingehüllte Hand. „Dieser mit
Sensoren gespickte Fummel ist alles was wir unter den Rüstungen tragen können…“
sie zog mit ihrer anderen Hand vorsichtig an dem elastischen Material und lies
es zurückschnappen. „Oh ähm, klar, ich verstehe. In dem Fall klar, kein
Problem, wir müssen einfach schauen das auch die anderen mal die Möglichkeit
haben sich da drin hinzusetzten und die Rüstungen abzulegen.“ Sie nickte, es
war klar, dass auch Erics Leute nicht zwei Tage ohne Pause in voller
Kampfmontur herumlatschen wollten.

 

Die Sonne war
gerade dabei unterzugehen, ausser die der Wachen schienen alle Augen auf den
Himmel gerichtet zu sein. Sehnlich erwarteten die Soldaten die Shuttles die sie
abholen sollten. Die beiden Tage in der Basis waren alles andere als gemütlich
gewesen. Sie waren insgesamt drei mal angegriffen worden, zwei der Angriffe
waren aber kaum ernstzunehmen gewesen, sie hatte wohl mehr dazu gedient sie
wieder aufzuschrecken. Ein richtiger Angriff war um vier Uhr morgens erfolgt,
kurz vor Wachablösung. Ein Gruppe von knapp zwanzig Mann hatte sich am Waldrand
in Stellung gebracht und versucht sich an sie anzuschleichen. Das einzige was
sie in jener mondlosen Nacht verraten hatte, war ihre Wärmeabstrahlung gewesen.
Nebst den synthetischen Muskeln waren auch noch andere Gethtechnologien im
Einsatz gewesen. Ähnlich wie das Zielfernrohr der Javelin, waren die meisten
der Waffen, die die BDF verwendete, mit Thermalvisiern ausgestattet. Dies
machte die Waffen etwas schwerer, bei nur einer Waffe, die sie bei sich trugen
war das aber kein Problem. Alternativ hätten sie auch eine Version der
Thermaloptik die in ihren Helmen eingebaut war einsetzen können, diese war
jedoch nur auf kurze Distanzen effektiv. Marcel hatte aus Langeweile die Waffe
über den Waldrand geschwenkt und dabei die Gruppe entdeckt. Daraufhin
bereiteten sie einen Hinterhalt vor, der bedingt geklappt hatte. Einige der
Angreifer konnten zwar entkommen, griffen jedoch nicht noch einmal an. Wobei
die Feindlichen Angriffe nicht das grösste Problem waren. Viel mehr setzte den
meisten das Fehlen eben solcher Angriffe zu schaffen. Auch in weniger als 400
Quadratmetern, umringt von einer Mauer und in ständiger Alarmbereitschaft, war
es äusserst schwer sich zu entspannen. Wer keine Wache hatte, konnte nichts tun
ausser zu reden, Karten zu spielen oder zu schlafen. Letzteres schien zwar in
Anbetracht der langen Tage und teils noch längeren Nächte sehr ansprechend, war
aber nicht wirklich möglich. Es fehlten Betten oder sonstige Unterkünfte und
unter freiem Himmel schlief es sich schlecht, besonders am zweiten Abend an dem
es geregnet hatte. Wenigsten das Toilettenproblem hatten sie einigermassen
lösen können, es gab in der Basis eine behelfsmässige Toilette. Diese lud
jedoch nicht gerade zu ihrer Benutzung ein und für die BDF Mitglieder war die
Problematik mit den Sensoranzügen auch noch ein Thema. So mussten sie jedes
mal, die Frauen mit gefühlten hundert Augen auf sich gerichtet, im Sensoranzug
auf das Toilettenhäuschen gehen, dort den Anzug ausziehen und nachher wieder
anziehen müssen. Das war schon in nem grossen Raum und zu zweit fummelig,
alleine und in einem engen Raum kaum möglich. Schliesslich waren die zwei Tage
doch vorübergegangen. „Da, ein Shuttle!“ Diese Nachricht lies sofort alle
Soldaten aufhorchen. „Wenn du uns wieder verarscht sperr ich dich in die
Latrine!“ rief Kiara laut. Arsilia hatte sie und einige andere bereits vor
einigen Stunden reingelegt. „Nein ernsthaft, da kommt ein Shuttle, alle
abmarschbereit machen!“ rief Jenni, die gerade Wache schob von der Mauer
runter. Plötzlich schienen all die träge herumlungernden Soldaten wieder fit
und vital. „Du hattest nen guten Riecher Eric, es war richtig alle
abmarschbereit zu machen.“ „Ich hab nur gute Ideen!“ rief Eric ihr von unten
zu. „Vergesst nichts, sonst müsst ihr den ganzen scheiss Weg hierhin zu Fuss
machen um es zu holen… und entriegelt das Tor wieder.“ Das Shuttle, das anfangs
nur klein am Himmel zu sehen gewesen war, hatte sich ihnen rapide genähert, es
war bereits im Landeanflug. Jubelnd empfingen die Soldaten das Shuttle, es
versprach endlich eine warme Dusche, eine richtige Toilette und normale
Klamotten. Mit einem leichten Ruck setzte es in Mitten der Basis auf. Die Türen
öffneten sich und zum grossen Erstaunen der Soldaten trat nicht Reeston,
sondern ein Trupp Soldaten aus dem Shuttle. Ein Schock fuhr durch Jennis
Körper, als sie sah wie die Soldaten ihre Waffen zogen auf ihre Kameraden
richteten und losfeuerten.

Das wars auch schon wieder, die Spannung vom Ende wird im nächsten Kapitel vortgesetzt. Wenns euch gefallen hat n kleines Feedback wenn nicht n Verbesserungsvorschlag wär nice:D 
Damit verabschiede ich mich auch, bis nächste Woche ich wünsch nen schönen Abend und ne gute Zeit^_^

#558
Kieferbruch

Kieferbruch
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Feedback zum 29. Kapitel.
Kleine Anmerkung meinerseits. In meinem Feedback, werde ich mich direkt und indirekt auf das aktuelle und womöglich auf vorangegangene Kapitel beziehen. Aus diesem Grunde, würde ich allen Lesern, welche das aktuelle Kapitel und / oder alle vorherigen Kapitel, noch nicht gelesen haben, zwei Dinge empfehlen:
1. Lest das Kapitel / alle bisherigen Kapitel, es lohnt sich!!!
2. Lest mein Feedback, erst wenn ihr Empfehlung 1 erfüllt habt ;)


Hi Elite,
es ist wieder Zeit.
Meine mündliche Prüfung ist weg. Ich habe sie gut bestanden und alles Weitere erfahre ich erst in einiger Zeit. Ich habe also Zeit und will dir zeigen, dass man mit seinen Wünschen vorsichtig sein muss, da sie in Erfüllung gehen können.  Das bedeutet, dass ich der Buhh Mann werde und dich mit endlosen Feedbacks nerve. Dir damit die Zeit stehle und so weiter. Tut mir Leid, doch einer muss es tun. ;)
Übrigens, falls du jetzt ein Feedback zu Kapitel 32 erwartest, muss ich dich enttäuschen. Das kommt erst später. Jetzt habe ich Kapitel 29 durchgelesen und werde dich jetzt mit diesem alten Hut nerven. ;)
Noch am Rande kurz erwähnt: Ich habe die Ursprungsversion vorliegen. Falls du also Änderungen vorgenommen hast, so habe ich sie leider nicht drin.
Aber ich fang mal an und ich denke nicht, dass du soviel über den Haufen geworfen hast. =D

Das Anknüpfen an den Kampf von Kiara und den anderen N7 Soldaten war sehr schön. Ebenso wie der kurze Einblick, dass Schikane General ein Problem ist. Dies hast du sehr schön erläutert und hervorgehoben, indem du auf die Unterschiede der Schikane bei der jeweiligen Härte einer Truppe eingegangen bist. Sehr Schön. =D
Die zusätzliche Motivation, durch den Sexismus und den Rassismus war schön gesetzt und zeigte sehr gut, dass auch in der Zukunft nicht alles mit einander funktioniert. :(
Es unterstreicht die Atmosphäre zumindest super und es war schön zu lesen, ich hoffe allerdings, dass die Typen keinen zu großen Mist bauen. Ich habe da sofort so etwas vor Augen, wie zum Beispiel, dass sie Kiara wirklich etwas Übles antun wollen, doch dies hoffe ich nicht, da so etwas immer einen emotionalen Tiefpunkt darstellt. Super zu lesen sind sie immer, aber die Gefühle sind nicht so toll. ^^

Den kleinen Spaziergang zurück zur Basis hast du dann sehr schön beschrieben. Eine sehr passende Formulierung, auch wenn mir die besprochene Thematik quer im Magen liegt. Es ist wundervoll, dass du dieses alte Problem ansprichst und es bei Kiara mehr Schmerz hervorruft als bei Jenni. Ich fürchte mich nur davor, dass Jenni wirklich sehr früh stirbt und kein langes Leben in Kiaras Armen hat. Allerdings vielleicht stirbt Jenni ja ganz heldenhaft in Kiaras Armen. Sie schließt die Augen und dann steht in der Geschichte: „ENDE“ und dann kommt der Epilog. Shepard führt die Synthese durch und Jenni wird wieder lebendig und lebt solange wie Kiara und alle sind glücklich *schwärm*.
Aber wir werden sehen und bis es soweit ist, dauert es ja noch etwas. ;)

Jennis Charakter kam auf jeden Fall wieder schön zur Geltung, als sie Kiara sofort Hilfe anbot und für sie da ist. Sehr gut!!!

Der kurze anschließende Bezug auf die Panzerungen und dass deren Ablegen trotz allem sehr angenehm ist, ist ein schönes Detail, dass die Gesamtheit und die Tiefe der Geschichte schön fördert.

Kommen wir nun zum ersten Kritikpunkt.
Es ist ein Rechtschreibfehler, der die Atmosphäre jedoch stört. Ansonsten würde ich ihn auch nicht anmerken. Als Jenni und Kiara an der Basis angekommen sind, treffen sie auf Jennis heiß geliebte Asari Ausbilderin. ^^
Die Mädels grüßen sie mit „Mam.“
Es wird jedoch nicht Mam sondern Ma´am geschrieben. Ich merke es nur an, weil dies mich im Lesefluss doch etwas aus dem Tritt brachte.

Dass die Ausbilderin Verdacht schöpft gefällt mir. Eine interessante Situation, die sich noch ziemlich zuspitzen kann. *freu*
Das sie daraufhin dann auch beginnt, Jenni und Kiara auch beim Essen zu beobachten passt. =D

Der Umschwung zum Training war sehr schön. Man erkannte sehr gut, wie das Training doch variiert, je nachdem welcher Einheit man angehört. Die Situation hast du zumindest 1a in Szene gesetzt und es war eine interessante Thematik. ^^
Drei Stunden rum liegen und warten, bei voller Konzentration… Das ist hart. :D
Es war auf jeden Fall schön dargestellt und mir gefiel, dass die Einheit noch immer Fehler macht. Sie ist gut, doch noch lange nicht perfekt. ;)
Auch die Tatsache, dass sie konstant unter Druck gehalten werden gefällt mir. Sie kriegen keine Pause sondern müssen sofort weiter zum Shuttel rennen. Sehr schön.

Der Umschwung zu Jenni war schön gesetzt und verdeutlicht noch einmal, wie unterschiedlich die Teams doch sind. Tiranas Andeutung waren sehr schön und alles hat sich schön zugespitzt. Mal sehen ob die beide noch beste Freundinnen werden. Wenn sie sich später mit den Reapern prügeln und sich endlich vertrauen… Wer weiß. ^^
Was mir persönlich aber nichts so zusagt, war warum Jenni, dann ihren Ausraster bekam und Tirana ihre Biotik entgegen donnerte. Versteh mich nicht falsch, es war klar dass es so kommen musste, doch ich hätte Tiranas Aussage, die der Auslöser dafür war, noch etwas provokanter gestaltet. Du schriebst zum Beispiel: „Dessen bin ich mir sicher, doch ob es reichen wird…“ Ich hätte es eher so geschrieben. „Im Einsatz kann Schwäche den Tod bedeuten. Du bist zwar auch noch schwach, doch Nesharis… nun ja.“ Und dann Jennis Ausraster. Außerdem überraschte es mich, dass sich Jenni und Kiara erst seit einem Jahr kennen. Ich hätte eher mit zwei bis drei gerechnet, aber ist ja egal. :)
Jennis Unterlegenheit nach ihrem Ausraster zeigt aber noch einmal deutlich wie weit sie von ihrem Potenzial noch entfernt ist. NOCH!!! :D
Und auch Tiranas Arroganz ist super. Eine schöne Wortwahl, für ein echtes Miststück. ;)

Die Tatsache, dass das volle Potenzial noch nicht erreicht wurde, zeigt sich weiterhin wundervoll durch die Leistungsüberprüfung. Du hast schön auf Stärken und Schwächen verwiesen und so noch glaubhafte Charakter geschaffen. Besonders der kleine Gag mit Joshuas zukünftigen Logikaufgaben war ganz nett. ^^

Der Auftritt von Cassandra (N7 Valkyrie) war sehr schön und mir gefiel auch, dass du anderen Waffen wie zum Beispiel der Javelin einen Namen gegeben hast. Es verdeutlicht eine Verbundenheit mit der Ausrüstung und unterstreicht auf diese Weise noch etwas mehr die Charaktere. Fantastisch.

Das Training der Stärken und Schwächen gefiel mir zumindest sehr und auch die Beschreibung, wie Unterschiedlich doch das Empfinden mit und ohne Panzerung ist. Ein schönes Detail.

Als Jenni dann zum Nahkampf ging, dachte ich mir schon, dass jetzt etwas mit Kiara kommt. Eine megageile Stelle. Man merkte super, wie sehr Jenni doch mit sich zu kämpfen hatte und Kiara nur schweren Herzens alleine ließ. Dass Arsilia ein Auge auf Jenni hat ist an diesem Punkt super und unterstreicht ihren Charakter und ihre Freundschaft zu Jenni fantastisch. Sie will verhindern, dass Jenni Mist baut.

Die Brücke zum vorangegangenen Kapitel, dass Reeston von der Beziehung weiß, jedoch keine Rückendeckung gibt, war sehr schön und lieferte noch eine schöne Würze. =D

Der Kampf mit Tirana war super und am Anfang dachte ich nur: „Nein, Jenni! Nicht zögern! Hau drauf!“ Aber Jenni zögerte anfangs, wie sie es bei Reeston tat, wie sie es beim Biotik Training tat, aber dann… Dann zögerte sie nicht mehr. Der Kampf war wundervoll dargestellt und man konnte ihn sich super vor Augen führen. Als Jenni dann den Schlag abbekam, hoffte ich, dass jetzt jeder Damm bricht. Und es geschah. Tirana hat schön auf die Fresse bekommen. *freu*

Jennis Gedanken und Gefühle, als sie am Boden lag waren wundervoll und lieferten eine fantastische Komplexität. Was aber dann passierte, war umwerfend. Jenni besiegt Tirana. *freu*.

Ihre Sorgen um das was jetzt passiert, kann ich natürlich verstehen, aber eigentlich hat sie nur das getan, was sie sollte. Sie hat nicht mehr gezögert, sondern gesiegt. Vielleicht war dass ja Tiranas Ziel… Ich werde es lesen, sobald ich das nächste Feedback für dich anfertige. ;)
Ich denke, dass eine kleine Bestrafung kommt, wenn überhaupt. Ich freu mich auf jeden Fall sehr auf das nächste Kapitel und sage „Danke“. Danke für deine Arbeit, deine Mühe und deine Bereitschaft sie mit uns zu teilen.

Kritik im Allgemeinen gibt es nicht. Ab und an ein falsch geschriebenes Wort, oder dass aus vielen Ausbildern einer wurde (nur in einem Nebensatz, als die Leistungsergebnisse verteilt wurden) Aber ich habe auch noch die Ursprungsversion, weshalb das alles schon geändert sein kann.

Es ist zweifelsohne eine wunderbare Leistung, die ich schon viel früher hätte lesen sollen, aber jetzt wo ich die Zeit habe, freut es mich umso mehr! Ich habe Jenni und Kiara vermisst. ;)

Ich hoffe es gefiel dir mal wieder von mir zu hören und solltest du mir widersprechen wollen, dann tue dies bitte. ;)

Schöne Grüße Kieferbruch

P.S. Sollte ich etwas übersehen oder vergessen haben, so kannst du mir dies gerne sagen. :)

Modifié par Kieferbruch, 13 mai 2013 - 04:33 .


#559
elitedefender2

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Ich freue mich das du dir die Zeit genommen und dir die Mühe gemacht hast mir auf die Alten Kapitel zu antworten. 
Zuallererst mal möchte ich dir gratulieren zu der guten Note^^

Aber fangen wir an:
es ist schön zu hören das dir das Kapitel gefallen hat. Ob die Geschichte so endet wie du es hoffst... wirst du sehen, aber bis dahin dauert es noch eine Weile.

Zum ersten Kritikpunkt, danke. Ich hab vergessen das nachzuschauen, gut das du es mir gesagt hast, das pass ich sofort an.

Wegen dem Ausraster... das war nicht das letzte mal das die beiden Mädels sich gesehen haben und ich will mir ja noch Raum nach oben freihalten, denn wer weis, vielleicht....^^

Könntest du mir die Sache mit dem "aus mehreren Ausbildern einer" noch etwas genauer sagen wo, ich werde mal nachsehen ob ich sie finde, falls nicht kannst du mir bestimmt helfen.

Ich danke dir an dieser Stelle schon mal ganz herzlich fürs Feedback.^^


Freundliche Grüsse Elite^_^

#560
Kieferbruch

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An der Stelle mit der Verteilung der Leistungsergebnisse wurde einmal ein Plural zu einem Singular. Nur ein Detail

Feedback zum 30 Kapitel

Kleine Anmerkung meinerseits. In meinem Feedback, werde ich mich direkt und indirekt auf das aktuelle und womöglich auf vorangegangene Kapitel beziehen. Aus diesem Grunde, würde ich allen Lesern, welche das aktuelle Kapitel und / oder alle vorherigen Kapitel, noch nicht gelesen haben, zwei Dinge empfehlen:
1. Lest das Kapitel / alle bisherigen Kapitel, es lohnt sich!!!
2. Lest mein Feedback, erst wenn ihr Empfehlung 1 erfüllt habt ;)

Hi Elite,
ich habe jetzt gerade das dreißigste Kapitel durch und habe gelacht wie sonst was. ^^
Megageil! Ein fantastisches Kapitel, aber ich werde mal genauer. ;)

Der Anfang schloss super an das letzte Kapitel an. Du hast noch mal einmal schön das letzte Kapitel ins Gedächtnis gerufen und super Begründungen gegeben, warum Kiara sich solche Sorgen machte. Es ließ sich gut mit der Realität verbinden, wo durch Mund zu Mund Propaganda aus einer Mücke ein Elefant wird. Eine sehr schöne Stelle, besonders wie Jenni erst einmal etwas auf Abstand geht. Sie spielt es erst einmal herunter und denkt auch an den Rest, indem sie diese darauf aufmerksam macht, dass sie jetzt hoffentlich nicht einfach das Training verließen.

Arsilias Erläuterungen was dann passierte waren noch schön gesetzt und lieferten so eine wunderbare Wiederholung, besonders wie es dann rüber schwenkt zu einem Gespräch, das Spannung verspricht und dann ungelöst endet. Brillant!

Der Sprung zur Krankenstation war schön gesetzt und ich freute mich Marcel wieder zu treffen. Die anfängliche Panik von Jenni war sehr schön und verständlich. Man macht sich immer mehr Gedanken als man sollte. Wundervoll!!!

Die Detailgenauigkeit ist dass was ich wirklich an dir schätze. Du machst das super und du findest auch immer wieder die richtigen Worte. ;)
Tiranas Stolz hast du unterdessen super aufgezeigt und es war schön zu erfahren, dass Tirana keine schweren Schäden davon trägt. Das Schlimmste dürfte wirklich ihr verletzter Stolz sein. ^^

Marcel hast du zumindest wieder sehr schön getroffen und mir gefiel sehr, wie Jenni dann doch genau hören wollte, was an ihr nun hübsch ist. Sie ist trotz allem noch eine Frau, die gerne hört, dass ihr die Männer und auch Frauen zu Füßen liegen. Ein sehr schöner Charakterzug. Und du hast die passenden Formulierungen gefunden, damit es ein lockeres Gespräch ist. Sehr schön!

Die freundschaftliche Beziehung in der Truppe kommt schön zur Geltung. Sie machen sich Sorgen um Jenni und wollen ihr helfen. Die Ausführungen an dieser Stelle waren sehr gut und auch hier waren die passenden Formulierungen gewählt worden. Mal sehen wie sich Jennis Beschützer Instinkt noch im späteren Verlauf zu Worte meldet. =D Es gefiel mir weiterhin, dass Jenni auch Kiara bittet, zu ihr zu kommen, sollte sie Hilfe brauchen. Jenni hat einfach den klassischen Anführercharakter. Sie wird kämpfen, bis ihr Team in Sicherheit ist. Der Tod wird dabei nur eine Unannehmlichkeit darstellen. Sie hat sich schon entwickelt von dem jungen Mädchen an der Akademie zur Leiterin einer N7 Einheit. ;)

Der abschließende Witz, dass die Gruppe Kiara zum Essen mitnimmt, damit sie nicht noch eben „auf Toilette muss“ war super und eine schöne Brücke an die Anfänge des Programms.
^^

Ein weiteres Detail, das nicht unterschätzt werden darf, ist dass Jenni keine Bohnen mag. Es ist wichtig, dass Charaktere Schattenseiten haben. Diese dürfen aber nicht nur gigantisch sein, sondern auch müssen auch mal klein sein, wie zum Beispiel, dass man ein Essen nicht mag. Der Charakter bekommt so auf jeden Fall mehr Tiefe und wirkt wesentlich glaubwürdiger. Als Jenni dann abgeholt wurde, wurde es spannend. ^^

Und ich bin froh, dass du es so gelöst hast wie ich es mir erhoffte. Jenni kriegt zwar Ärger und wird schikaniert, aber da sie nur etwas unsanft beim Training wurde, bleibt es bei den unschönen Nebenaufgaben. SEHR GUT!!! =D

Joshuas Charakter hast du durch seinen dummen Spruch in Bezug auf die Arrestzelle super aufgezeigt und Kiaras Sorge wurde wunderbar spürbar. Super!
Auch der anschließende Satz, als Jenni wieder da war in Bezug, dass Tirana es einem zu leicht mache sie zu hassen gefiel mir sehr. Ich glaube noch immer, dass die beiden sich noch super verstehen werden. Vielleicht wird Tirana ja Jennis Ausrutscher… (Du schüttelst gerade lachend den Kopf, weil ich den Gedanken nicht loslasse, habe ich Recht? ^^)

Die kleine Massage von Kiara war dann sehr gut und zeugte zum einen von der Liebe, aber zum anderen auch von den Charakteren. Kiara sorgt sich um Jenni und Jenni nimmt die Sorge dankend an. Ein sehr schöner Punkt.

Kommen wir nun zum Übungsangriff, den ich mit Spannung verfolgte. Mein Gedanke war: „Reaper!“ Tja mein Gedanke war dort falsch. ^^
Du hast die Situation auf jeden Fall schön wage gehalten. Man dachte, aber man dacht falsch. Eine sehr schöne Leistung von dir. ;)

Alles in der Situation hast du super beschrieben und eine sehr dichte und mitreißende Atmosphäre geschaffen. Die Geräusche, was die Gruppe sah etc. Super! Jennis Anführer Rolle kam wundervoll zum tragen und ihre Befehle waren allesamt gut durch dacht. Die Situation, als Jenni die Tür mit ihrer Biotik öffnete, war ein weiteres sehr schönes Detail, ebenso wie ihre anschließenden Aufteilungsbefehle. Das Jenni sofort die erste Verteidigungslinie bilden wollte passte. ^^
Und es gefiel mir daher sehr, dass sie etwas ausgebremst wurde und lernte, dass der Anführer nicht immer vorne mitkämpfen darf / sollte. Ausgezeichnet!
Auch der Gag, dass Alex den Waffenschrank einfach aufbrechen sollte war wunderbar. =D

Der kurze Bezug zu Kiaras Catsuit, beim umziehen war hervorragend gesetzt und sorgte für einen weiteres Grinsen und nette Erinnerungen. ;) Diese Stelle strotzt zumindest nur vor super Details. Ein weiteres war das mit dem Hacken der Überwachungskameras. Die Universalwerkzeuge sind doch immer wieder nützlich und es ist einfach zu bedienen. Ein sehr schönes Detail, dass der Einheit bei völliger Ahnungslosigkeit hervorragend zu Gute kommt.

Kommen wir nun zu meinem einzigen möglichen Kritikpunkt.
Es wurde ja eine Rauchgranate herunter geworfen, die dann mit einem biotischen Feld wieder hinauf geworfen wurde. An sich ist es eine nette Idee, doch ich möchte zu bedenken geben, dass Biotik nur eine bis zu einem gewissen Punkt kontrollierbare Kraft ist. In den Spielen ist es ja auch eher brachial als chirurgisch.
Diesen Aspekt sprichst du später auch noch an, weshalb ich gar nicht anzweifele, dass er dir bewusst ist, nur würde ich bei solchen Stellen vorsichtig sein, damit die Biotik nicht zu einer Art Macht wie bei „Star Wars“ wird. Das ist bisher noch nicht der Fall, doch ich sag es nur, weil ich es in Zukunft auch nicht lesen möchte. :)
Nicht böse gemeint.

Aber weiter. Das Detail, dass Jenni ihre Kameraden als Umrisse erkennen kann, ist hervorragend und erinnert mich stark an den Mehrspielermodus. Eine schöne Brücke. ;)
Auch die folgende Taktik von Jenni war sehr schön, wenn auch gewagt. Man merkt deutlich, dass sie noch nicht am oberen Ende der Fähigkeitsleiter ankam.

Mein erster Verdacht, dass es eine Übung ist, kam mir dann im Kampf mit den Drohnen, welcher übrigens sehr gut in Szene gesetzt ist und dann spätestens^, als sie Übungsmunition im Magazin hatten wusste ich es. ^^
Eine super Entwicklung, die du durch Reestons Auftritt nur noch weiter steigerst. Ich liebe seinen Charakter. Der Gag gelang dir zweifellos und ich habe mich weggeschmissen vor lachen. Reestons Charakter hast du wieder einmal sehr gut getroffen und du hast auch an dieser Stelle genau die richtigen Worte gefunden um die Situation perfekt zu machen. Ich war und bin begeistert. =D
Behalte die Detailgenauigkeit bei. Denn das macht die Geschichte, unter anderem so umwerfend gut.

Das Treffen mit Eric und wie er und seine Kumpanen über die BDF sprachen war dann noch eine weitere sehr schöne Entwicklung. Eine super Darstellung der Lage und man merkte, wie gut sich Eriks Team doch schon mit der BDF versteht. Sie können schon Witze reißen ohne sich auf dem falschen Fuß zu erwischen. Sehr schön. Und auch die Wortwahl und die Aussagen waren hinreißend. ;)

Auch der anschließende Exkurs, wie es die anderen Teams sahen war sehr gut und verschaffte noch mehr Gesamtheit, die fantastisch passte. Das kleine Detail an dieser Stelle, nämlich dass die Asari sehr auf ihre Biotik angewiesen sind, passte sehr und zeigte, dass sie auch nur Soldaten sind.

Was ich aber noch besonders nennen möchte ist „Higgins“. Bei der Geschichte wurde mir wieder klar: „Ich liebe Reeston.“ Du gibst ihm so einen geilen Charakter! Einfach nur umwerfend!!! Er hat auch mal seine Ausraster, ist aber Mann genug sich dafür zu entschuldigen. DANKE!!! Und übrigens passte diese Geschichte hervorragend an diese Stelle. ;)

Auch die Beleuchtung in Hinblick auf die Biotik war sehr gut. Leider gibt es solche Diskriminierungen immer und immer wieder. Daher ist es eine schöne Kritik an die Gesellschaft, die du so äußerst.

Der Witz, dass das Leuchten im Dunkeln sehr nützlich sei, passte hier gut und gab eine gute Stimmung wieder zurück. Das Umschwenken, wie Biotik sich anfühle und wie es mit den Panzerungen ist, passte hier dann auch super und du hast es hervorragend gelöst. ;)

Enden tust du dann wieder an einem Spannungshoch. Mal sehen, was uns noch so erwarte. ^^
Ich freu mich auf jeden Fall sehr darauf.

Kritik gibt es außer die eine Sache mit der Grante gar nicht und ich kann dir nur wieder einmal bekunden wie super die Geschichte doch ist und wie dankbar ich für ihre Veröffentlichung bin.

Schöne Grüße Kieferbruch

Modifié par Kieferbruch, 13 mai 2013 - 04:36 .


#561
NoIdeas00

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Kieferbruch wrote...
 Außerdem überraschte es mich, dass sich Jenni und Kiara erst seit einem Jahr kennen. Ich hätte eher mit zwei bis drei gerechnet, aber ist ja egal. :)


Schön , dass jemand in die gleiche Kerbe haut, vielleicht kann man sich ja jetzt durchsetzen ^_^

#562
Kieferbruch

Kieferbruch
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Sei vorsichtig. Denk daran, wie elite uns ärgern könnte, wenn wir ihn ärgern. ^^

Modifié par Kieferbruch, 13 mai 2013 - 04:51 .


#563
NoIdeas00

NoIdeas00
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Na ja,ich hatte ihm das schon früher mal gesagt,bevor das veröffentlicht wurde,aber da kamen wir auch nicht wirklich zu einem Ergebnis. Jetzt kann man auch nicht viel daran rütteln, da es bereits schon so veröffentlicht wurde.
Und sollte sowas passieren ärgere ich ihn dann auch, nur auf eine andere Art und Weise ^^

Modifié par NoIdeas00, 13 mai 2013 - 05:29 .


#564
elitedefender2

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Oh, Wow so viel Lob, ich weis gar nicht was ich jetzt sagen soll *rot werd*^^
Auch hier muss ich dir wieder danken für das umfangreiche und genaue Feedback. Ich freue mich das mein Schreibstil dir gefällt. Wobei ich gerade ein Buch lese (Weiss nicht, vielleicht sagt dir Warhammer 40K ja was) und da sehe wie schlecht (aus meiner Sicht) ich eigentlich schreibe. Die Wortgewandtheit andere Autoren lässt mich uralt aussehen, aber das motiviert auch, wenn ich sehe was ich noch alles erreichen kann. Aber zurück zum Feedback:

Ich beziehe mich gerne immer mal wieder auf ältere Kapitel da die Geschichte dadurch dichter und tiefgründiger wird.

Ich hab den Kopf nicht geschüttelt aber gelacht habe ich, und ich überlege mir gerade das ich Jenni wirklich fremdgehen lass und Kiara dann am Boden zerstört ist und dann versuche ich so herzzerreissend wie möglich ihre Trauer darzustellen und höre an der stelle auf damit du ne Woche aufs nächste Kapitel hinfiebern musst. Dann kommen die beiden nicht mehr zusammen und Kiara opfert sich anschliessend im Dienst weil sie Jenni noch immer liebt und diese Retten will. Jenni muss dann mit ansehen wie Kiara stirbt und hat nicht einmal mehr die Möglichkeit ihr zu sagen dass es ihr leid tut, verfällt in Depressionen und dem Alkohol... *Teuflisches Lachen*
Nein ganz ernsthaft, ich weiss nicht ob so etwas passieren wird, zumindest in der Geschichte bin ich mir nicht sicher, hab schon Ideen für ne nächste^^

YES!!! ich habe gehofft das die Leser am Anfang mit einem echten Angriff rechnen, schön zu lesen dass das geklappt hat.

Wegen der Rauchgranate, damit war nicht gemeint das sie wie aus eben erwähntem Starwars kontrolliert zurück geworden wurde sonder einfach mit einem Wurffeld weggeschleudert. Ich habe diese Stelle wahrscheinlich nicht optimal beschrieben, ich werde sie mir noch einmal vornehmen.

An der Stelle hier noch einmal Merci für das Feedback, es freut mich immer sowas zu lesen.

PS. Das mit der Zeit die sie sich schon kennen, lässt sich bereits seit den ersten paar kapiteln nicht mehr ändern da ich dort geschrieben habe das sie sich anfangs des Jahres auf der Akademie kennen gelernt haben. Ich möchte das auch nicht ändern:unsure:, wieso werde ich am Ende noch erwähnen^_^

#565
Kieferbruch

Kieferbruch
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Das es schon am Anfang stand, habe ich vergessen und du musst dich auch nicht rechtfertigen. Es ist deine Geschichte und die MUSS es bleiben.
P.S. Mit dem "schlecht sein"...
Du bist noch lange nicht am Ende deiner schreiberischen Entwicklung und bisher sehe ich persönlich nur eine konstante Steigung. Bedenke es ist dein erstes echtes Werk. (Dein Ende war, wie ich es sehe nur ein anfänglicher Test um es kennen zulernen und was glaubst du wie viele Geschichten die ganzen anderen Autoren von "Warhammer" schon verfassten. Also keine Sorge!) Solange dir das Schreiben Spaß macht, wirst du nur besser werden. Du bist jetzt schon ein super Autor. Wenn dem nicht so wäre, würde ich dir keine Feedbacks schreiben und den Kapiteln nicht entgegen fiebern. ;)

Meine Feedbacks wirst du also nicht los. ^^

Modifié par Kieferbruch, 13 mai 2013 - 07:08 .


#566
Kieferbruch

Kieferbruch
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Feedback zum 31 Kapitel

Kleine Anmerkung meinerseits. In meinem Feedback, werde ich mich direkt und indirekt auf das aktuelle und womöglich auf vorangegangene Kapitel beziehen. Aus diesem Grunde, würde ich allen Lesern, welche das aktuelle Kapitel und / oder alle vorherigen Kapitel, noch nicht gelesen haben, zwei Dinge empfehlen:
1. Lest das Kapitel / alle bisherigen Kapitel, es lohnt sich!!!
2. Lest mein Feedback, erst wenn ihr Empfehlung 1 erfüllt habt ;)

Der Typ ist tot.
So was von tot. ^^

Hi Elite,
gerade mit dem nächsten Kapitel fertig und ich freu mich schon wenn ich morgen das Nächste lese. =D 

Also dann fang ich mal an.
Zuletzt hattest du ja bei einem ziemlichen Spannungshoch geendet. Dieser Punkt wird von dir wundervoll aufgegriffen und gibt der Geschichte sofort wieder eine gewisse Spannung. Ich bin gespannt wie diese Übung abläuft und die kurzen Bezüge zu den Panzerungen, dem auf Toilette gehen und den Sensoranzügen waren an dieser Stelle schön gesetzt. Man merkt, dass die Einheit nicht unbesiegbar ist. ;)

Der Gag mit Marcel war wundervoll, doch es war mir klar, dass es so endet. Ein schönes Klischee, dass du genutzt hast. Schöne Ausbilderin macht zweideutige Angebote und es endete anders als es der Soldat erwartet. =D Eine schöne Stelle, die durch eine super Formulierung, besonders als Marcel wieder zurück ist, punktet. Wirklich super Aussagen, die einen grinsen und lachen lasen. ;)

Auch die Brücke zu dem letzten freien Wochenende war sehr schön und rief wieder einmal nette Gedanken wach. Es freut mich aber, dass Jenni sich durch die Rückenmassage revanchierte, für jene, die sie zuvor von Kiara erhielt.

Der anschließende Sprung zu Warrek war dann sehr schön. Er wird noch eine Rolle spielen ich weiß es. Aber welche bleibt abzuwarten und auch bei seiner Freundin denke ich, dass sie noch ihren Auftritt bekommt. Vielleicht treffen sie sich im Krieg wieder und geben sich eine Chance. *freu*

Mir gefiel zumindest sehr, wie du auf Warreks Gefühle (in Bezug auf die Asari und in Bezug auf seine allgemeine Lage) eingingst und ihm so einen tieferen Charakter gibst. Die Komplexität seiner Aufgabe wird wunderbar deutlich und man merkt, dass auch er noch am Anfang steht. Die kurze Überleitung zu seiner alten VI an der Akademie war brillant und sorgt schließlich erst für seine Aufnahme, als Praktikant bei der STG.

Kommen wir nun zu meinem Kritikpunkt. Du hast ein Sprichwort genutzt. Das ist im Grunde super, doch ich würde vielleicht empfehlen, dass das Sprichwort leicht verändert wird, damit eine Differenz zwischen Menschen und Turianern vorhanden ist. Das Sprichwort lautete: „Ein Koch versalzt die Suppe wenn er verliebt ist.“ Ich würde es etwas anpassen, damit es zwar bekannt vorkommt, sich aber nicht gleich anhört. Mein spontaner Vorschlag wäre: „Ein Kommandant wird immer falsch navigieren, solange er verliebt ist.“ Es geht mir im Grunde nur darum, dass du die einzelnen Spezies nicht zu sehr vermenschlichst.

Der Tipp seines Vorgesetzten war aber sehr gut und ich denke, dass er auch im echten Leben helfen kann. :)
Muss ich mal ausprobieren.
Iralec ist zumindest recht sympathisch und ein guter Leiter, weil er nicht so abdreht wie andere Salarianer. Bestes Beispiel: Mordin Solus. ^^ (Vielleicht ist Iralec ja sein Neffe) =D

Warreks Stellung als Praktikant wurde zumindest sehr gut deutlich. Wer kennt es nicht, dass man als Praktikant immer die „doofen“ Aufgaben erledigen muss. Obwohl manchmal die doofen Aufgaben die besten sind. ;)

Die unterschiedlichen Ebenen der Basis und deren unterschiedliche Freigabestufe war ein schönes Detail und erinnerte mich sehr schön an Mass Effect 3. Ein weiteres sehr schönes Detail war, dass die Salarianer eher Funktions- orientiert sind und so eine eher schlichte Einrichtung haben.

Was mich ins grübeln bringt, ist die Stelle mit den Backups auf den Servern. Diese Info gibst du nicht grundlos. Ich denke, dass irgendjemand diesen Server bergen oder sichern muss, wenn die Reaper landen. Vielleicht übernimmt es ja die BDF oder Warrek tut es und dabei stirbt er oder seine Freundin. Mal sehen. ;)

Das Kochen gelang dir dann auch fantastisch. Du bist auf viele wunderbare Details eingegangen und hast durch viele Kleinigkeiten eine, zwar ruhige, aber sehr willkommene Szene geschaffen. Man merkt, dass auch die Kleinigkeiten des Lebens Einzug halten. ;)

Allerdings möchte ich beim Kochen noch etwas anmerken. Du schriebst, dass Warrek extra Handschuhe anziehen würde, als er mit den anderen Lebensmitteln arbeitete. Falls er dies tut um weil sie „Dextro“ sind, so denke ich, dass das etwas über das Ziel hinausschießt. Soweit mir bekannt, sind die Lebensmittel nur beim verzehr schädlich. Quarianer sind auch auf Dextro Lebensmittel angewiesen, aber als Tali den normalen Käse bei der Party isst, um von Traynor und EDI abzulenken, vergiftet sie sich ja nur leicht. Sie sagt schließlich auch, dass sie sich absichtlich vergiftete, um vom Thema abzulenken, woraus ich schließen würde, dass der Verzehr nur in großen Mengen wirklich ernste Folgen hat. Ist meine Sicht, die nicht zwangsläufig stimmen muss, mir jedoch als wahrscheinlich erscheint. Sollte ich falsch liegen, so korrigiere mich bitte. Statt der Handschuhe könnte der Koch Warrek darauf hinweisen, dass er sich noch nicht die Hände gewachsen hatte.

Seine Nervosität als Larina nicht sofort da war, war sehr nett und gab ihm einen leicht unsicheren Charakterzug, wie man ihn kennt. ;)
Erinnert mich an seine leichte Unsicherheit am Anfang, als Kiara und Jenni rumturtelten und er sich ohne große Worte verzog. ^^ Eine schöne Brücke.

Es freute mich aber sehr, dass Larina dann doch kam und sie einen so schönen Ort zu essen fanden. Warreks unsicherer Charakter wurde an seinen Zweifeln noch einmal schön vertieft. Gute Arbeit.

Auch wie Larina es auffasste, wie viel Arbeit sich Warrek machte war umwerfend. Eine sehr schöne Passage, zumindest solange sie anhielt und Warrek noch nicht seine Gefühle darlegte.

Mir tat Larinas Reaktion Leid, als Warrek ehrlich war. Der Arme, doch ich finde es sehr sympathisch, als er Larina dennoch tröstet. Die beiden sehen sich nicht zum letzten Mal und ich wittere noch eine schöne Stelle, wenn es soweit ist. *freu*

Die Überleitung zur BDF gelang dir an diesem Punkt dann ausgezeichnet. Zu allererst Warreks Gedanken dass er mal wieder mit Jenni reden sollte und dann der Sprung. Eine sehr gute Überleitung.

Die kurze Erläuterung wie sich das Training veränderte war sehr nett und deutete auf die bevorstehende Autonomie hin. Sie werden sie im Krieg brauchen. ;)

Was mir besonders gefällt, ist dass du noch auf den Sonntag und den Samstagabend eingehst. Es ist schön eine ruhige Atmosphäre zu haben, weil ich davon ausgehe, dass bald der Krieg losbricht. Lange kann nicht mehr dauern und da finde ich es persönlich sehr schön, dass vorher noch etwas Ruhe einkehrt. Zumindest ein bisschen. ^^

Du hast das alles mit vielen wundervollen Brücken und Details gewürzt, was das Lesen wieder einmal zu einer wahren Freude machte.
Die Brücke mit dem gemeinsamen Aufwachen von Shalera, Jenni und Kiara war dabei besonders nett. Eine schöne Brücke, die einem ins Auge fällt, wenn man aufmerksam liest, sich gleichzeitig aber nicht aufzwängt. Sehr gut. ;)
Joshuas Charakter kommt mit seinen Sprüchen wieder schön zur Geltung. Auch die Mitreinnahme von Alex erster Aussage über Jenni, beim ersten Ausflug war super. Eine ebenfalls schöne Brücke.

Das Aufgreifen des männlichen Denkens über Lesben und Schwule war schön, doch ich möchte eine Sache anmerken. Du schriebst, dass Arsilia Alex fragt, ob „er schwul geworden sei“. Ich würde es eher so formulieren, ob „Alex erkannt habe dass er schwul sei.“ Ich will dir nichts unterstellen, bei weitem nicht, doch bei dieser Thematik bin ich immer etwas vorsichtig und ich denke, dass diese Formulierung etwas besser passen würde, damit dir niemand etwas vorwerfen kann. Ist aber nur ein Gedankenanstoß meinerseits.

Die Aussagen von Jenni, mit welchen sie Ivanas Beispiel begegnete waren wie ein Schlag in die Magengrube. Arme Ivana. Da war der Mund schneller als das Gehirn. Dabei liebt sie doch selbst Shalera. Eine gefährliche Kombi, welche Jennis Antwort noch wesentlich mehr Gewicht verleiht. Das wird Ivana eine Lehre sein. ^^
Du hast diese Stelle auf jeden Fall super getroffen, auch wenn es schmerzte, dass einige Menschen wirklich so denken wie Jenni es vorspielte :(
Hoffentlich ändert sich das mal.
Du hast die Stelle zumindest wunderbar getroffen. ;)

Der Bezug zu Jennis und Kiaras Abenteuer in der Dusche war hier sehr gut gesetzt und lockerte die Stimmung wieder gut auf. Ein guter Schachzug, ebenso wie du noch kurz auf die Asari Sexualität eingingst und so einen klaren Blick schaffst, dass Sexualität kein Diskriminierungsgrund ist. Sehr gut!!!

Der Weg zur Bar zeigte dann mal wieder wie hilfreich doch Biotik ist, mal sehen ob die Typen in der Bar auch noch sehen, wie weit man jemanden mit Biotik werfen kann. =D
Die Idioten hast du zumindest super getroffen und das verspricht interessant zu werden. Alkohol ist ein Zellgift wie mein Biolehrer immer sagt. ^^
Und es lässt die Hemmschwelle abfallen. Ich bin mir sicher, dass es noch sehr interessant wird. Die ehrbare Art mit dem Armdrücken wollten sie ja nicht beibehalten. Übrigens ein schöner Charakterzug von Joshua. Wenn es ernst wird, hält er zum Team, ohne dumme Sprüche, sondern mit absoluter Ernsthaftigkeit.

Du endest dann natürlich wieder bei einem Hoch. Gut dass ich Weiterlesen kann wann ich will, doch da ich keine Lust habe an einem Tag zwei Feedbacks zu schreiben, werde ich wohl bis morgen warten müssen. :)

Ich freu mich auf jeden Fall schon sehr, wird bestimmt lustig, wie die Typen auf die Fresse kriegen.

Es ist wieder einmal ein grandioses Kapitel und es gibt keine Kritik, die groß ins Gewicht fallen würde. Natürlich gibt es ein paar Details, wie eine falsches Wort, oder eine nicht ganz glatte Wortwahl, doch im Grunde ist das gar nichts. Natürlich kannst du mir auch jeder Zeit widersprechen oder mich auf andere Gedanken aufmerksam machen.

Schöne Grüße Kieferbruch

P.S. Vielen lieben dank für das umwerfende Kapitel.
Danke

Modifié par Kieferbruch, 13 mai 2013 - 07:16 .


#567
elitedefender2

elitedefender2
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 Hi kiefer

Die Anmache der Ausbilderin war zugegebener massen Klischeehaft, sie diente der Auflockerung der Spannung und das hat deinem Feedback zufolge ja gut geklappt.

Warrek wir noch eine Rolle spielen, ich weis noch nicht wo überall aber bei einem Punkt weiss ich es schon genau...

Wo war ich da wohl mit meinen Gedanken? Wahrscheinlich schon ne Seite weiter, jedenfalls sollte Iralec da auf ein Sprichwort der Menschen hinweisen, das werde ich sofort anpassen.

Wegen der Basisform habe ich mir wirklich die Basis aus ME3 vor dem inneren Auge als Vorlage benutzt.

Auf die Idee mit dem Backup bin ich noch gar nicht gekommen, danke für den Gedankenanstoss^^

Die Stelle beim kochen... Das mit den Handschuhen war mehr gemeint wegen ihr. Ich war mir nicht sicher ob Asari beide DNA Typen vertragen weshalb ich mal auf Nummer sicher gegangen bin. Wenn sie sie nicht verträgt, wird Warrek wahrscheinlich sehr bedacht darauf sein das sie keine Lebensmittelvergiftung davon trägt. Desshalb habe ich mir das überlegt aber du hast schon recht, ich werd das anpassen.

Der Krieg...der Krieg wird kommen und dann wird ein Stilbruch stattfinden. Es wird noch eine Weile dauern aber irgendwie freue ich mich da drauf. Alles gewohnte über den Haufen werfen alles aufgebaute einreissen und umschreiben. 

„Hast du etwa innerhalb von den paar Monaten deine
Sexualität komplett umgestellt?“ Die Frage kam von Arsilia, sie saß im dritten
der Shuttles. „WAS?! Moment, erstens: Woher weißt du davon? Und zweitens: Nein,
ich bin nicht schwul geworden, falls du das meinst…“ falls du die Scene gemeit hast, ich bin mir nicht ganz sicher ob ich das richtig verstanden habe, du würdest das anders formulieren weil es sonst etwas zu direkt sein könnte?

Wegen den Leuten die wirklich so denken.... Also, bei uns Männern gibt es wohl kaum jemanden der den Anblick zweier Frauen die.... ähm ja, verschmähen würde, dafür ist in die andere Richtung umso ein grösseres Problem. Ich verstehe die Leute nicht... 

Jedenfalls will ich dir noch einmal danken, danke für ein weiteres tolles Feedback.
Bis dahin freundliche Grüsse Elite

Modifié par elitedefender2, 14 mai 2013 - 09:04 .


#568
Kieferbruch

Kieferbruch
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Mit der Homosexuallität bin ich eben so offen wie du, doch ich bin immer vorsichtig, bei solchen Formulierungen, weil ich selbst immer Angst habe jemandem auf die Füße zu treten.

Ich meinte damit lediglich, dass es sich so anhören KÖNNTE, als ob man sich die Sexualität aussuchen könnte.
Ich vertrete in dieser Hinscht, wie du auch, die Ansicht, dass man sie sich nicht aussuchen kann und sie einfach so ist wie sie ist.
Aus diesem Grunde würde ich selbst nicht unbedingt schreiben: „Hast du etwa innerhalb von den paar Monaten deine Sexualität komplett umgestellt?“

Sonder eher:
„Hast du etwa innerhalb der paar Monate erkannt, dass du schwul bist?“

Es ist ein minimales Detail, welches dem Großteil vermutlich nicht einmal im geringsten auffällt oder interessiert, doch ich wollte dir diesen Gedankengang nicht vorenthalten. ;)

#569
Kieferbruch

Kieferbruch
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Feedback zum 32 Kapitel

Kleine Anmerkung meinerseits. In meinem Feedback, werde ich mich direkt und indirekt auf das aktuelle und womöglich auf vorangegangene Kapitel beziehen. Aus diesem Grunde, würde ich allen Lesern, welche das aktuelle Kapitel und / oder alle vorherigen Kapitel, noch nicht gelesen haben, zwei Dinge empfehlen:
1. Lest das Kapitel / alle bisherigen Kapitel, es lohnt sich!!!
2. Lest mein Feedback, erst wenn ihr Empfehlung 1 erfüllt habt ;)


Hi Elite,
ich bin Begeistert. Schon wieder. =D
Ein wirklich sehr schönes Kapitel, doch ich möchte sofort mit der Kritik anfangen.
Ab und an hast du mal einen Buchstaben und Anführungszeichen vergessen. Hin und wieder hätte auch ein anderes Wort besser gepasst. Bildlich dargestellt würde es so aussehen: Dein Kapitel ist ein Reaper. Meine Kritik ist der Wattebausch, den ich gegen ihn werfe. ^^
Du siehst also, dass es minimal ist, doch ich kann so wenig bemängeln. :(

Darum muss ich dich wohl damit langweilen, was mir gefiel. :D

Der Anfang gelang dir wieder einmal sehr gut. Durch das Spannungsreiche Ende im letzten Kapitel, legst du sofort einen super Start hin. Die Selbstkontrolle ist an dieser Stelle schön gesetzt und es ist schön, wie die Biotik nicht zum direkten Angriff genutzt wird. Auf diese Weise können sie alle in Ruhe trinken, ohne großen Stress. Dass die Betrunkenen Typen in diesem Zusammenhang unentwegt beobachtet werden, bis sie das Lokal verließen, passt sehr gut. ;)

Der Rückblick der einzelnen Frauen, zu ihren damaligen Plänen war ein super ruhiger Auftakt. Das erneute Aufgreifen von Jennis alter Band gefiel mir daher sehr gut. Man erfährt einige nette Details, die den Charakter noch einmal schön vertiefen. Bin gespannt ob Jenni Kiara noch mal etwas vorspielt. ^^

Der Gag mit der Extranetsuche, nachdem Jenni den Namen der Band verriet war grandios. Manchmal sollte man einfach die Fresse halten. Eine super Stelle und ein netter Blickwinkel, sowie eine exzellente Beleuchtung des damaligen Auftritts.

Arsilia gefiel mir in diesem Zusammenhang sehr, weil sie Jenni sehr gut kontert, als diese anspricht, wie sich Arsilia wohl fühlen würde, würde Jenni bestimmte Fotos veröffentlichen. Eine nette Verzweiflungstat seitens Jenni.

Die Aufnahme hast du wunderbar dargestellt und auch Jenni hast du sehr gut getroffen. Es ist ein schöner Zug wie sich Jenni damals verhielt und wie sie in diesem Zusammenhang auch aussah, zumindest beim Auftritt. Was ich aber besonders hervorheben möchte, ist dass du auch auf Louis und mit ihm auf die verfluchten Vorurteile eingegangen bist. Eine super Kritik, die einem nicht aufgezwungen wird. Ich vertrete ebenfalls die Ansicht, dass man Menschen ihre sexuelle Orientierung nicht ansehen kann. Eine schöne Stelle. Und nebenbei ich bin froh, dass aus Jenni und Louis nichts wurde. Sonst wäre Kiara womöglich nur eine Freundin und… Argh! Weg! Diesen Gedanken will ich nicht. WEG!

So bin wieder bei mir. ^^
Und weiter geht’s

Der baldige Schnitt mit dem Video war sehr gut. Es wäre vermutlich trocken geworden, hättest du den Auftritt komplett durchgekaut. So ist es aus meiner Sicht wesentlich besser und ich mir gefällt die erneute Zentrierung auf Arsilia sehr. Ein schöner Bogen, der die vorherige Thematik gut wieder hervorholt. Die Geschichte mit der Polizistin war sehr gut und leider stimmt es. Männer sind leicht zu manipulieren. Gott gab uns den Penis und das Gehirn, aber nur genug Blut um eines von beidem zu betreiben. =D
Ein schöner Punkt, über den ich gerne schmunzle. Besonders die Beschreibung, wie Arsilia dabei wohl aussah war besonders gut. ^^ *Kopfkino an*

Auch der Bezug zu den anderen Spezies war ganz nett. Deine Aussage, dass die Turianer kaum Frauen im Militär haben wird durch die Spiele unterstützt und auch der Bezug zu den Salarianern war gut. Jetzt wo ich darüber nachdenke, sieht man wenige Frauen in Mass Effect, aber dafür gibt es viele Asari. Dadurch gleicht es sich mehr als aus. ;)
Die Andeutung von Jenni war zumindest ein super Ende, um den Abend auslaufen zu lassen und mit dem Morgen wieder zu beginnen.

Der Morgen zeigte mir wieder einmal, dass ich Reeston einfach liebe. Der Typ ist so GEIL! Immer wieder eine 1A Leistung. =D

Der kurze Rückblick zum Abend war wunderbar und er reichte durchaus. Aber dass sie alle einen Kater hätten war ja wohl klar. ^^
Besonders Reestons Reaktion gefiel mir in diesem Zusammenhang sehr. Sie wurden richtige Soldaten, wie er. Vor allem möchte ich dich aber für Reestons Auftreten beglückwünschen. Anfangs war ich mir unsicher, was jetzt kommt, doch wieder einmal hast du mich nicht enttäuscht. Danke!
Der Wandel in Reestons Stimmung war dabei dann wundervoll. Man merkt deutlich dass er Ausbildung und Freizeit trennt. Und so kriegen alle wieder schöne Strafaufgaben. Die Aufgaben hast du exzellent begründet, sei es nun der Platz, weil jemand neben den Fahnenmast gekotzt hat, oder die Shuttels, weil da einer rein gebrochen hat oder halt die Unterkünfte. Alles hat mit Mageninhalten zutun, die oral den Körper verließen. ^^

Die einzelnen Geschehnisse, die man vom Vorabend, erfährt, sind schön gewählt und wirklich lustig, wenn ich sie auch nicht selbst erleben möchte. Beispiel Sarjka und die Toilette.
Obwohl eine Sache würde ich doch gerne mal erleben. Neben einer bildschönen Asari aufzuwachen hätte durchaus etwas. ^^ Es zeigt zumindest super, dass am Abend keine Gefangenen genommen wurden.

Die Tätigkeiten des Sonntages waren sehr gut in Szene gesetzt und sie zeugten davon, wie sich die Einheit auch fühlte. Absolut miserabel. Enden tat der Tag dann auch nicht so toll. Jennis Wort sind wahr, aber sie schmerzen auch. Natürlich müssen welche sterben, doch ich fürchte mich schon wenn es soweit ist. Dennoch denke ich, dass ich die jeweiligen Kapitel trotzdem sehr genießen werde.
Was ich hier aber noch ganz kurz anmerken würde, ist dass in meiner Version (erste die gepostet wurde) steht:

„Das ist etwas was uns auch in schlechten Zeiten
verbinden wird“ warf Selak ein, Garon und Alex nickten zustimmend. „Welche
schlechten Zeiten denn?“ Jenni hatte der Diskussion aufmerksam gelauscht, sie
saß auf ihrem Bett und war gerade dabei ihren Eltern eine Nachricht zu
schreiben. „Hast du dir das noch nie überlegt?“ sprach sie nun.

Die Stelle verwirrte mich etwas, da sich Jenni irgendwie selbst zu widersprechen schien. Wäre natürlich möglich, dass ich was falsch verstehe oder du es bereits geändert hast, doch ich wollte es trotzdem anmerken. Nicht böse gemeint.
Der weitere Verlauf ist zumindest super und man merkt, dass es langsam hart wird, wenn du die Thematik so anschneidest.
Kiaras Gespräch anschließend half da nicht unbedingt die Stimmung zu heben. Eine sehr emotionale Phase und ich fürchte mich vor dem was da noch kommen könnte, aber trotzdem weiß ich, dass es überragend werden wird. Mist ich stecke echt in einer Sackgasse. Da bleibt mir wohl nur, zu warten und mich auf den weiteren Verlauf zu freuen.
Die Wortwahl war auf jeden Fall sehr treffend und die Gefühle von Jenni am Ende waren sehr passend. Eine schöne Stelle. ;)

Die Entwicklung und die Fortschritte der Einheit wurden sehr gut deutlich, durch das erneute Nennen der Spaßpausen und des Frühsports. Der Damals Heute Vergleich passte an dieser Stelle fantastisch.

Auch den Nahkampf hast du sehr detailliert dargestellt, sodass man ihm, im Grunde super verfolgen kann. Ab und an, musst man zwar die eine oder andere Zeile doppelt lesen und man musste sich gut konzentrieren, doch dass lässt sich bei solchen Szenen nicht verhindern. Dafür sind sie zu komplex und zu viele Bewegungen müssen bedacht und visualisiert werden. Die Entwicklung des Kampfes war auf jeden Fall sehr schön, auch wenn ich glaube, dass sich Jenni etwas zurückhielt.

Der Witz mit der 69 war dann einfach nur brillant. Ich habe mich weggeschmissen. Eine super Stelle, die mich schon bei der Erinnerung zum Lachen bringt. =D

Enden tust du dieses Mal etwas ruhiger, was jedoch in keiner Weise schlecht ist. Zu viele Cliffhanger können einem auch etwas von der Atmosphäre verderben. Es ist daher super, dass du bisher ein gutes Mittelmaß fandest.

Es war wieder einmal ein umwerfendes Kapitel und ich habe es sehr genoss, ebenso wie die anderen Kapitel auch. Die Feedbacks schrieb ich jeweils gleich und mit der ersten veröffentlichen Versionen, damit es so erscheint, wie es sofort erschienen wäre.

Meine größte Hoffnung ist, dass du dich über die Feedbacks freust. Denn ich entnehme deinen letzten Worten, dass sich wohl nicht so viele Leute fanden, die die Feedback Lücke fühlten, die ich temporär hinterließ. Na ja. Ich bin wieder da und wäre bereit, dir wieder Feedbacks zu schrieben, da ich bisher noch keinen Grund sehe es sein zulassen. Solltest du jedoch aus irgendeinem Grund etwas dagegen haben, was ich weder erwarte noch erhoffe, so melde dich doch eben.
Aber auch sonst sind Nachrichten deinerseits immer Willkommen.

Schöne Grüße Kieferbruch

P.S. Eine Dickes Danke für all die wundervollen Kapitel, die du uns immer und immer wieder schenkst.

Modifié par Kieferbruch, 15 mai 2013 - 08:18 .


#570
NoIdeas00

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Ach daher hat er den Spruch mit dem Blutmangel im Kopf ^^

Zu den Fehlern im Kapitel kann man sagen , dass dieses Kapitel schon ungewöhnlich extrem war ,was den Fehlergehalt anging und ich es so schnell wie möglich durch haben wollte, um es nochmal ganz entspannt zu lesen.
Darunter hat dann wohl die Fehlerfindungsquote gelitten ^^
Man muss ja auch mal sagen, dass es schwer ist so eine Geschichte zu korrigieren, da sie einen größtenteils so fesselt. Dann merkt man des öfteren nach einem Absatz "Huch,hab ja den Absatz gar nicht korrigiert". Kann man auf jeden Fall auch als Lob nehmen

Ich sollte dann wohl auch bei den Besprechungen anfangen öfters die guten Sachen hervorzuheben,anstatt nur die Schlechten, die sowieso eher seltener anzutreffen sind.
Dann sind wir schon häufiger bei einem Feedback :-)

Und ja, man kann Kiefer ja nur zustimmen: Danke für die schöne Geschichte,eine schöne Abwechslung mal mit bisher Unbekannten das ME-Universum zu sehen.
Würde dir ja sicherlich einen Kuchen backen,wenn du nicht so weit weg wärst und meine Kochkünste nicht so eine Katastrophe wären ;)

#571
elitedefender2

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@Kiefer
Danke fürs Feedback, wie immer freut es mich das es dir gefallen hat. 
Ich fange auch mal gleich an, zur Kritik: 
Ich werde mein Augenmerk vermehrt darauf richten damit ich solche Fehler in Zukunft vermeiden kann. 

Die Sache mit dem Blut XD den Spruch hab ich noch nie gehört, find ihn aber Hammer^^ muss ich mir merken^^

Die Stelle wegen den Schlechten Zeiten:
Da hab ich tatsächlich was vergessen, das hast du nicht falsch verstanden. Ich werde da Korrigieren, danke für die Meldung.

Ich bin froh das du dir die Zeit nimmst das hier zu schreiben, das ist nicht selbstverständlich und es ist schön zu sehen das die Geschichte auch anderen was bedeutet^^

@NoI

Die Fehler stammen ja von mir, von daher kannst du kaum was dafür, das passiert wenn mein Hirn schneller ist als meine Finger. Ich wollte schon weiter sein als ich war und hab im eifer des Gefechts auch viele Fehler gemacht. Aber über den Kuchen würd ich mich trotzdem freuen^^ so schlimm wärs wohl kaum, gibt ja fertig mischungen:P.

Aber es ist bereits ein grosses geschenk das du freiwillig meine Geschichte korrigierst, von daher auch ein grosses Danke an dich

#572
Kieferbruch

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Jeder hat mal schlechte Tage mit der Rechtschreibung. Besonders diese ist, nach meiner Erfahrung, sehr an den jeweiligen Tag gebunden. Nochmal konzentriert überlesen und alles gut. ;)
Ich bemängel zumindest lieber Rechtschreibfehler, als wirklich ernst Problematiken, wie komplette Logikverstöße oder der Verwerfung Funderments.

(NoIdeas, du hast mich auf eine schöne Idee fürs nächste Feedback gebracht) ^^
*unschuldig pfeif*

Modifié par Kieferbruch, 15 mai 2013 - 05:22 .


#573
NoIdeas00

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elitedefender2 wrote...

@NoI

Die Fehler stammen ja von mir, von daher kannst du kaum was dafür, das passiert wenn mein Hirn schneller ist als meine Finger. Ich wollte schon weiter sein als ich war und hab im eifer des Gefechts auch viele Fehler gemacht. Aber über den Kuchen würd ich mich trotzdem freuen^^ so schlimm wärs wohl kaum, gibt ja fertig mischungen:P.

Aber es ist bereits ein grosses geschenk das du freiwillig meine Geschichte korrigierst, von daher auch ein grosses Danke an dich


Kritisch wirds manchmal bei den Szenen, wo was anderes denkt...
Nee...Spaß :lol:

@Kiefer  Hört sich ja interessant an. Übrigens ist das mit dem Hinweisen auf dauerhafte Fehler gar nicht schlecht.
Habe gerade beim aktuellen Part was bemerkt, durch deinen kleinen Hinweis auf die Satzzeichen... also immer raus mit Fehlern , die dir des öfteren auffallen. Vielleicht sogar lieber als pm an mich oder an liti, je nachdem wer daraus lernen soll :lol:

#574
Kieferbruch

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Jawohl, Sir! :D

#575
Kieferbruch

Kieferbruch
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Feedback zum aktuellen Kapitel

Kleine Anmerkung meinerseits. In meinem Feedback, werde ich mich direkt und indirekt auf das aktuelle und womöglich auf vorangegangene Kapitel beziehen. Aus diesem Grunde, würde ich allen Lesern, welche das aktuelle Kapitel und / oder alle vorherigen Kapitel, noch nicht gelesen haben, zwei Dinge empfehlen:
1. Lest das Kapitel / alle bisherigen Kapitel, es lohnt sich!!!
2. Lest mein Feedback, erst wenn ihr Empfehlung 1 erfüllt habt ;)


Hi Elite,
eigentlich erhoffte ich mir eine kleine Pause. Fünf Tage fünf Feedbacks, sind doch ein bisschen umständlich, doch das gleicht sich mehr als genug aus, da ich weiter lesen darf. ^^
Es ist wieder einmal ein super Kapitel, welches den Aufwand eines Feedbacks durchaus entschädigt.

Der Anfang war dieses Mal etwas ruhiger, doch er zeigt wieder einmal, dass du es verstehst, eine Spannungskurve zu kreieren. Und die ist dir zweifellos gelungen.

Der Anfang mit der sofortigen Gerüchtsentstehung war sehr gut, ebenso wie Jenni sofort durch die Fragen gelöchert wird. Die Thematisierung der Probleme, über die Dauer der Übung, war schön gesetzt und verschaffte einen netten kurzen Überblick, über dass was sie erwartet. Der kurze Bezug, wohin die Augen dann immer beim Rüstungsanwenden wandern, war sehr gut und sorgte für ein Schmunzeln. ^^

Jennis Befehl, dass alle vor der Montage noch eben auf Toilette gehen sollen, unterstützt die Thematik mehr als man es anfangs erwartet. Es zeigt deutlich, wie zentral das Problem des Wasserlassens doch in Jennis und in den anderen präsent ist.
Was mich aber ins Grübeln bringt ist Joshua. Entweder sollte die Szene wirklich nur für ein belustigtes Kopfschütteln über seinen unbefangenen Charakter sorgen, oder die Stelle ist jetzt zentraler als man erwarten soll. Mal sehen.

Kommen wir nun zu den zentralen Punkten dieses Kapitels. Die Übung!
Die kleine Einweisung seitens Reeston war sehr schön und vermittelte einen netten Grundüberblick. Das Detail mit den Notrationen war an dieser Stelle dann sehr schön gewählt. Ebenso wie das Detail mit den Energieriegeln. Du gehst an dieser Stelle sehr schön auf den erhöhten Nährstoffverbrauch der Biotiker ein. Super.

Was mich jedoch etwas ins Grübeln brachte waren Missionsziele. Es gibt 3 Vorposten und eine Hauptbasis. Die Vorposten müssen ausgeschaltet werden und die Hauptbasis muss gehalten werden, soweit bin ich mir sicher. Doch wo ich etwas wanke ist dabei, ob die Vorposten innerhalb einer halben Stunde, nach dem ersten Angriff auf einen Vorposten fallen müssen oder ob sie eine halbe Stunde gehalten werden müsse. Das wurde mir nicht so ganz ersichtlich, weshalb ich mich über eine Erklärung deinerseits sehr freuen würde.

Was ich fantastisch fand, war dass du auch alles auf einer taktischen Ebene darstellst. Die Besprechung der Taktiken, das Auskundschaften etc. sind wunderbare Ansatzpunkte für eine gute Atmosphäre, da es zeigt, dass sie trotz allem einen Plan brauchen. Sehr gut!

Was ich jedoch auch erfragen möchte, ist ob die Gruppen, in denen sie sich fürs Auskundschaften zusammenfanden nur für das Auskundschaften bestehen oder auch später bei dem Angriff gelten? Ich würde auf ersteres plädieren, da sonst ja nicht die Codenamen Schwert, Dolch und Hammer zur Verfügung stehen, wenn alle gemischt sind.

Der schlagartige Anstieg der Spannung, indem du kurz auf ein Feuergefecht eingegangen bist, war wunderbar und du hast einen exzellenten Kontrast zwischen der Ruhe des Waldes und den Kämpfen hervorgebracht. Wirklich sehr gut!

Ebenso sind auch die Details mit den knackenden Ästen, dem Crashkurs zur Tarnung und dem Aufbau der Vorposten nicht zu verachten. Eine super Arbeit, die eine wundervolle Atmosphäre hervorbringt.

Wo ich aber auch noch eine Frage hätte (keine Sorge ist die letzte ;)) wäre ob du in einem kleinen Nebensatz erwähnen könntest, wie und wann die anderen Vorposten fielen? Dies entzog sich meiner Wahrnehmung, was aber durchaus auf noch leichte Müdigkeit zurück zu führen wäre. Also versteh es jetzt bitte nicht falsch, ich wollte es nur anmerken, da ich selbst diesen Punkt nicht fand.

Der Angriff gefiel mir auf jeden Fall sehr gut. Du erzählst es in einem raschen Tempo, nutzt die richtigen Worte und es war konstant möglich, sich alles vorzustellen. Du bist fantastisch auf unterschiedliche Fähigkeiten eingegangen und hast es wunderbar geschafft, eine glaubhafte Atmosphäre und ein glaubhaftes Vorgehen zu gewährleisten. Eine 1A Leistung. ;)

Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle dein Bedenken der möglichen biotischen Detonationen. Faszinierend, dass du dieses Detail bedachtest, denn es zeigt exzellent, dass die Biotiker sich trotzdem sehr zurück nehmen müssen.

Jennis Rolle als Anführerin wird durch das Hinzunehmen bei der Planung sehr gut deutlich, auch wenn Eric noch etwas mehr weiß, als sie. Eine schöne Passage, die später bestimmt eine 1A Brücke wird, wenn Jenni irgendwann komplexe Manöver plant. ;)

Dass Eric noch nie mit Kampfbiotikern arbeitete wird gut deutlich. ^^
Ich dachte mir schon, was Jenni plante, doch du hast Eric sehr gut dargestellt. ;)

Der Witz mit dem Sprengstoff gefiel mir sehr, besonders Erics anschließende Aussage, dass er diese Denkweise mag. =D
Eine schöne Stelle, die für ein Lächeln sorgt!
Ebenso wie die Stelle mit Kiara für ein Lächeln sorgte. Kiara und Jenni bemühen sich um Professionalität, doch es zeigt sich immer wieder. Beide suchen die Nähe des jeweils anderen. Sehr gut!

Der anschließende Sprung zu Sarjka war gut gesetzt und die Stelle mit dem Insekt war allerliebst. Sie ist ruhiger und steht somit im Kontrast, weiterhin würde man diesen Anfang nicht unbedingt erwarten, weshalb er auch wieder Interesse weckt.

Das Ärgern des Außenpostens war an dieser Stelle sehr nett und sorgte zweifelsohne für ein Schmunzeln. Die sind gemein. ^^
Du hast die Idee zumindest sehr nett umgesetzt, ebenso wie die kurze Diskussion, ob es getan werden sollte oder nicht. Beschrieben hast du die Handlungen, den Abzug und die Umgebung weiterhin super und der Bezug zur Nova war ebenfalls sehr gut, ebenso wie das Detail, wie schwer die Panzerungen doch in Wahrheit sind. (Du siehst. Eine sehr gut Stelle.) ;)

Der erneute Sprung zum Warten im Vorposten war ebenfalls sehr gut. Du beschreibst die Lage und die Anspannung sehr gut. Jennis Ruhelosigkeit gefällt mir hier besonders. Ein sehr schöner Punkt, durch welchen man erkennt, dass sie sich ununterbrochen Gedanken macht und jeder Zeit 100% geben will. Zumindest solange, bis sie einschläft. ^^
Aber wer möchte nicht neben einer wunderschönen Asari einschlafen? =D
Das Detail mit der Wachschicht vertiefte die Atmosphäre zumindest noch weiterhin und auch das Aufgreifen, was mit ihrem Harndrang geschah, war wunderbar formuliert, ohne in irgendeiner Weise abwegig oder vulgär zu klingen. Sehr gut!!!

Auch die nachfolgende Kampfszene hast du exzellent dargestellt. Alles war verständlich, sehr gut vorstellbar, hielt aber dennoch ein Tempo, welches ein schnelles und spannendes Lesen ermöglichte! Wunderbar!

Besonders wie sie das Tor öffneten war wundervoll dargestellt und eine wirklich 1A Strategie. Zwar sehr brachial, aber sehr gut und effektiv. ;)

Der Gag mit den „Leichen“ sorgte erneut für ein Schmunzeln, auch wenn ich persönlich Erics ansprach etwas kürzer hätte ausfallen lassen, doch das ist jeweils persönliches Empfinden. ;)

Es freute mich auf jeden Fall sehr, dass die BDF etwas Komfort fand, auch wenn es nur etwas war. ^^ Diese Stelle ermöglichte noch einen schönen Blick, was die Panzerung alles behinderte und deine Ausführungen, wie beispielsweise die geringe Größe Der Toilette zeigte wunderbar, dass sie im Einsatz sind und das eigentlich die höchste Form von Komfort ist, der zu erwarten ist. ;)

Enden tust du dann wieder super. Als ersts ein schöner Witz mit Arsilia, der ein schönes Grinsen mit sich brachte. Manchmal macht es einfach Spaß andere zu ärgern. Auch Erics Charakter kam erneut schön zur Geltung. ^^
Doch das eigentliche Ende ist dann doch Spannung pur.
Ich bin sehr gespannt wer schießt. Ich nehme an, dass es die letzte Hürde von Reeston ist. Die anderen drei Angriffe waren ja nicht so heftig. Ich denke einfach dass Reeston auf diese Weise alles rausholen möchte. Ich hoffe zumindest dass es noch Teil der Übung ist. Zum einen würde ich nur ungern welche verlieren, da sie mir eigentlich alle super gefallen und zum anderen erhoffe ich mir einen epischen Auftritt wenn die Reaper landen, sprich: Die Silhouette eines Reapers steigt vom Himmel herab und die gesamte BDF steht auf dem Platz der Basis, während die Sirenen anfangen zu heulen. Mal sehen wie es sich entwickelt. 
Freu mich schon sehr. ;)

Allem in allem, ist es wieder einmal ein umwerfend gutes Kapitel, welches zwar kleinere Schönheitsmakel hat (aus meiner Sicht), die im Endeffekt aber kaum ins Gewicht fallen. Ich danke dir aus diesem Grund vielmals, dass du deine Arbeit mit uns teilst und wir sie verfolgen dürfen.
Vielen Dank.

Schöne Grüße Kieferbruch

Modifié par Kieferbruch, 15 mai 2013 - 05:47 .