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Liara und blaue Kinder...Sheps verlust


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15397 réponses à ce sujet

#10926
Kieferbruch

Kieferbruch
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Zu euren Antworten bezüglich meiner Anfrage vielen Dank erstmal und weiterhin habe ich gerade mein eigenes Ende fertig abgtippt. Falls Interesse besteht, könnte ich es hier reinstellen.

#10927
Guest_Kianya_*

Guest_Kianya_*
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Jetzt musst du es erst recht reinstellen ...sobald ich *'Ende * höre in verbindung mit ME3 höre seh ich eh rot ...(haha wortspiel <3)

aber ihr wisst ja wie ich das meine ...jetzt kommen auch die kopfschmerzen wieder >.<

#10928
elitedefender2

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ich hätt nichts dagegen

#10929
ottifant64

ottifant64
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Kianya wrote...

Ich stimme da ja General voll zu ... die mischen in jedem scheiß krieg mit ..die sollen wegen 2 kaputten häusern und 3000 toten nicht so rumheulen ...wie viele ham die denn aufem gewissen?
wäre ich jetzt gemein würde ich sagen *vermutlich mehr als wir nach 2 Weltkriegen ....*


Ach komm, die Zivis, die beim 11. September können auch nichts dafür, dass ein paar Typen in nem Bomber auf Befehl ne Bombe auf Japan (im Krieg) geworfen haben.

Am 11. September sind übrigens nicht nur Amis gestorben.:?

#10930
elitedefender2

elitedefender2
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Kianya wrote...

Jetzt musst du es erst recht reinstellen ...sobald ich *'Ende * höre in verbindung mit ME3 höre seh ich eh rot ...(haha wortspiel <3)

aber ihr wisst ja wie ich das meine ...jetzt kommen auch die kopfschmerzen wieder >.<


dan wirst du aber freude haben beim lesen der kleinen Buchstaben
:P:P

#10931
NoIdeas00

NoIdeas00
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Kieferbruch wrote...

Zu euren Antworten bezüglich meiner Anfrage vielen Dank erstmal und weiterhin habe ich gerade mein eigenes Ende fertig abgtippt. Falls Interesse besteht, könnte ich es hier reinstellen.

Klar kannst du es hier reinstellen,solange es mit Liara zutun hat ^_^
Wenn nicht, dann frag doch big, ob es in seinen Thread darf .
Posted Image

Bin mal weg,nach Omega :lol:
Posted Image
 ;)

Modifié par NoIdeas00, 14 septembre 2012 - 08:04 .


#10932
GeneralMoskvin

GeneralMoskvin
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Jeyops wrote...

Oki jetzt muss ich wohl auch mitmischen und zwar mit folgendem:
General dein Argument mit nachdem sie Nagasaki und Hiroshima zerbombt haben sollen sie wegen dem Anschlag nicht so rum heulen ist totaler Bull****.
Als sie die Atombomben abwarfen befanden sie sich in einem offenen Krieg mit Japan und Japan war sich dessen bewusst, jede andere Nation hätte genauso gehandelt.

Und ja es stimmt wohl die USA sehen sich wohl so ein wenig wie die Weltpolizei, was aber auch an den lieben Bushs liegt wegen ihrer "harten" Reaktionen.


Sehr wohl lag hier Krieg vor, Bin Laden erklärte den Amerikanern aber mehrmals den Krieg (wenn auch nicht von nationaler Seite), in den Neunzigern wurde aber lediglich ein Haftbefehl aus Ägypten verhängt. Bin Ladens Freund Abdallah Azzem, der gegen Israel loszog, ließen sie vorher via Autobombe töten, weil ihnen Bin Ladens Dschihadpläne gegen Amerikanien offenbar harmlos erschienen.

Nix mit Bull**** - Al Qaida hatte den Amerikanern den Krieg erklärt, diese waren nur zu dumm, es zu verstehen. 

Davon abgesehen haben die Japaner VOR der Atombombe ein Kapitulationsangebot gemacht. Bedingungslos, wohlgemerkt. Das war reines Kalkül - man wollte den Sowjets sagen: "Seht her, wir haben eine große Bombe und setzen sie auch ein."

#10933
Kieferbruch

Kieferbruch
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Hi,

wie viele andere habe auch ich mir einige Gedanken zu dem
Ende von Mass Effect 3 gemacht. Und da mir keine einziges der Enden zusagte,
habe ich mich kurzerhand entschlossen selbst etwas zu schreiben.

Ich bin offen und dankbar für jede konstruktive Kritik und für
jedes Feedback. Ich bitte euch dennoch nicht zu hart mit mir umzuspringen, da
dies meine erste selbst geschrieben Geschichte ist.

 

Zum Verständnis mein Shepard ist weiblich, heißt Elena, war
von Mass Effect 1 bis Mass Effect 3 mit Liara zusammen und ich hatte Javik als
mögliches Gruppenmitglied. Das Ende habe ich verfasst, ehe der Extended Cut
erschien, weshalb ich nicht wusste welche Auswirkungen die Enden genau haben
würden. Daher habe ich ein komplett neues Ende erfunden. Es bezieht sich mit unter
auf Mass Effect 1 und 2, weshalb Leute, die die ersten beiden Teile nicht
gespielt haben Verständnis Probleme haben könnten, in dem Fall meldet euch und
ich werde versuchen diese Lücken zu füllen. Weiterhin beschreibe ich aus
verschiedenen Blickwinkeln also nicht wundern wenn manche Dinge mehrmals
passieren. Die Zeitangaben, in den Klammern, beziehen sich immer auf die Zeit,
in der die vorherige Handlung spielte. Von der ersten Zeitangabe einmal
abgesehen.

Für etwaige Rechtschreibfehler entschuldige ich mich schon
mal im Voraus und nun bleibt mir nur noch eins zu sagen…

 

Viel Spaß

 

Die Erde (während des
letzten Ansturms auf den Strahl)

Liara und Garrus folgten Shepard bei dem Ansturm auf den
Strahl. Sie waren mehrere Meter hinter Ihr, als sie beide plötzlich durch ein
explodierendes Mako zur Seite geschleudert wurden. Beide lagen auf der Erde,
als sie versuchten langsam wieder aufzustehen. Garrus war vor Liara wieder auf
den Beinen, und zog sie, etwas benommen, hinter ein zerstörtes Mako, um sie vor
feindlichem Feuer zu schützen. Als er Liara dort abgesetzt hatte, späht Garrus
aus der Deckung, um zu sehen ob es jemand bis zum Strahl schaffte. Und dort sah
er sie, Shepard war an der Spitze des Ansturms. Sie rannte auf den Strahl zu,
als der Vorbote feuerte. Der Vorbote feuerte durch die Reihen der Soldaten und
verbrannte alles, auf was er traf. Garrus sah wie seine beste Freundin
getroffen wurde und von dem roten Glühen des Angriffes umschlossen wurde.
Garrus war wie erstarrt, er lehnte mit dem Rücken am Mako und blickte zu Boden,
unfähig etwas anderes zu denken als: „Shepard ist tot. Tot!“

„Wo ist sie?“ fragte Liara mit zittriger Stimme, als sie
sich langsam wieder aufrichtete. Garrus antwortete nicht, er blickte nur
fassungslos auf den Boden. „Garrus, wo ist sie“, fragte Liara erneut. Doch
wieder reagierte Garrus nicht. „Verdammt noch mal! Wo ist Elena?“ schrie Liara,
Garrus an.  Nach wenigen Sekunden, welche
sich für Liara aber wie eine Ewigkeit anfühlten, sagte Garrus langsam, mit
zittriger Stimme: „Sie ist tot.“ „Was? Nein! Nein!!!“, Liara wich einen Schritt
zurück und hielt ihre Hand vor ihren Mund. „Das kann nicht wahr sein, es darf
nicht wahr sein“, dachte Liara immer und immer wieder. „Wir müssen zu ihr“,
schrie Liara und wollte gerade los rennen, als Garrus sie festhielt. Liara
drehte sich wütend, mit Tränen in den Augen, zu ihm um. „Lass mich los!“ „Sie
ist tot, Liara.“ „Nein! Nein! Sie lebt! Sie muss es einfach!“ Mit diesen Worten
fiel Liara auf die Knie und begann zu weinen. Tränen liefen über ihre Wangen
als sie immer und immer wieder sagte: „Warum? Warum nur?“ Garrus stand neben
ihr, er war innerlich zerrissen. Ein Teil von ihm sehnte sich danach, sich den
Reapern zu stellen und gegen sie zukämpfen. Ihm war egal ob er dabei sterben
würde, er wollte nur eins. Rache!

Doch er konnte nicht. Er wusste warum er es nicht konnte als
er Liara am Boden sah. Garrus wusste das Liara, Shepard alles bedeutete und er
wusste auch, dass Shepard ohne zu zögern für Liara gestorben wäre. Er war es
seiner Freundin schuldig, Liara von hier wegzubringen. Sie in Sicherheit zu
bringen. Liara, welche noch immer weinend am Boden lag, spürt wie Garrus sie an
den Armen hochzog. „Wir müssen hier weg. Sofort!“ „A…aber, Shepard“ „Wir können
nichts mehr für sie tun, wir müssen weg. Jetzt!“ Ehe Liara etwas erwidern
konnte, zog Garrus, sie mit sich. Er zog sie hinter sich her, als er auf eine
zerstörte Häuserfront zulief. Als sie sie erreichten, kletterten sie durch eine
zerstörte Wand in eines der Häuser hinein. Garrus stieg nach Liara ins Haus und
als er im inneren war, dreht sich er um. Die Reaper Bodentruppen waren bereits
wieder auf dem Vormarsch. Von überall kamen Reapertruppen und besetzen das
gesamte Gebiet um den Strahl herum. Der Vorbote war bereits wieder gestartet
und seine Silhouette verschwand hoch oben zwischen den Wolken.

 

Garrus führte sie von Haus zu Haus und versuchten die
Straßen zu meiden, er wollte vermeiden, dass sich Liara in einen Kampf stürzte,
den sie nicht gewinnen konnte. Sie hatten sich bereits mehre Hundert Meter von
dem Strahl entfernt und waren in ein kleines Mehrfamilienhaus eingedrungen, als
Garrus inne hielt. Er hörte etwas. Etwas Vertrautes. Sofort trat Garrus durch
die aufgesprengte Haustür vor ihm. Er sah nach Rechts und erblickte etwas
Wundervolles. Auf der Straße, welche vor dem Haus entlang lief, fuhr ein
turianischer Truppentransporter in ihre Richtung. Sofort begann Garrus zu
winken. Der Transporter hielt direkt vor ihm an und die Hecktür sprang auf. Augenblicklich
danach stürmten vier bewaffnete Turianer heraus und sicherten die Umgebung.
Liara, welche nun auch aus dem Haus trat, ging schnell, jedoch schweigend zu
Garrus. Einer der Turianer kam auf Garrus zu und fragte: „Brauchen sie ne
Mitfahrgelegenheit?“ „Ja“, war Garrus knappe Antwort. Er und Liara folgten dem
Turianer daraufhin zurück ins Innere und auch die restlichen drei Turianer
stiegen zu ihnen. Die Heckklappe schloss sich und der Transporter setzte sich
in Bewegung. „Sind sie verletzt?“ „Nein“, antwortete Garrus, „aber ein Schluck Wasser
wäre nicht schlecht.“ „Klar. Hier.“ Mit diesen Worten gab der Turianer, Garrus
eine Flasche Wasser, welche er öffnete und mehrere große Schlücke trank.
„Liara, möchtest du auch etwas?“ Doch Liara antwortet nicht, sie starrte auf
den Boden und begann erneut leise zu weinen. Garrus legte ihr seine Hand auf
die Schulter und öffnete gerade den Mund um etwas zu sagen, als ihm ein
Turianer zuvor kam. „Was hat sie?“ Garrus wusste nicht ob er die Wahrheit sagen
sollte, er wusste nicht mal ob er es wollte. Schließlich entschied er sich nur
zu sagen: „ Sie hat bei dem letzten Ansturm jemand wichtigen verloren.“ Er
stockte kurz. „Wir beide haben das.“ Die Worte kamen nur zögerlich aus seinem
Mund und wurden von den Bildern begleitet, wie Shepard von dem Angriff des
Vorboten getroffen wurde. „Mein Beileid. Aber wenigstens hat es Shepard
geschafft.“ Liara und Garrus starrten den Turianer an, Garrus war zu überrascht
um etwas zu sagen. Doch Liara fragte sofort hoffnungsvoll: „Was?“ Dabei trat
ein leichtes Lächeln auf ihre Lippen. „Elena lebt!“ Dieser Gedanke kreiste in
Liara´s Kopf und gab ihr die Hoffnung, ihre Liebe wieder zu sehen. „Das … das
ist unmöglich! Ich sah wie der Vorbote Shepard traf!“ Garrus sagte diese Worte,
obwohl er nichts lieber tun würde, als zu glauben, das Shepard lebte. Auf dem
Gesicht des Turianers breitete sich ein Grinsen aus. „Stimmt, aber für einen
Menschen ist sie verdammt zäh. Als der Vorbote die Erde wieder verlies, stand
der Commander einfach auf und humpelte in den Strahl.“ „Woher wissen sie das
alles“, fragte Garrus  misstrauisch. Er
wollte es glauben, mehr als alles andere, aber es klang einfach zu gut. Der
Turianer antwortete: „Ich und unser werter Fahrer“, er deutete auf die Wand,
welche die Fahrerkabine von der Transportkabine trennte, „waren bei dem Angriff
ursprünglich Artilleriespäher. Wir waren in einem Haus, außerhalb des
Kampfgebietes. Als wir…“ Das Grinsen auf in seinem Gesicht erstarb. „…als wir
die Vernichtung von Hammer mit erlebten. Wir blieben vorerst an unserer Position
und beobachteten das Gebiet, mittels Ferngläsern als wir sahen wie sich Shepard
erhob und zum Strahl humpelte. Kurz nachdem der Strahl sie zur Citadel
transportiert hatte, kletterte ein anderer Menschen, aus einem Fahrzeugwrack.
Wie hieß er noch gleich? Ähhh. Verdammt wie war noch der Name.“ Liara wurde
immer ungeduldiger. Am liebsten wäre sie aufgesprungen, hätte den Turianer
gepackt und an die Wand gedrückt. Damit er sich endlich erinnert. Doch
plötzlich entfuhr es dem Turianer: „Anderson! Admiral Anderson so hieß der
Typ.“ Liara blickte Garrus an. „Shepard lebt und ist gemeinsam mit Anderson auf
der Citadel.“ Dieser Gedanke schenkte Liara neue Zuversicht und Hoffnung.
Sofort forderte Liara: „Wir müssen zum Strahl und von dort zur Citadel. Shepard
könnte Hilfe gebrauchen.“ Die anderen Turianer sahen in an, als ob er gerade
vorgeschlagen hätte, einem Rohling Stöckchen holen beizubringen. „Das meinen
sie nicht ernst oder? Selbst die gesamte Stärke von Hammer hat nicht für einen
Sieg gereicht. Außerdem werden die Reapertruppen den Strahl bestimmt schon
befestigt haben. Da kämen wir nie hin.“ Der Turianer hatte Recht, auch wenn es
Liara nicht gefiel. „Shepard ist dort oben, mitten im Herzen der Reaper
Streitkräfte während ich hier unten festsaß.“ Dieser Gedanke nagte an ihr. Sie
musste einfach eine Lösung finden. Und sie fand eine. „Ok, dann setzt uns an
einem Shuttellandeplatz ab.“ Der Fahrer des Transporters, welcher das ganze
Gespräch über die Sprechanlage verfolgt hatte, antwortete daraufhin: „Trifft
sich gut.“ Als der Fahrer den Satz beendet hatte, bremste der Transporter auch
schon scharf ab und die Heckklappe glitt herab. Liara und Garrus sprangen
heraus und der Transporter setzte sich wieder in Bewegung. Sie sahen sich um
und erkannten, dass sie vor mehreren provisorischen Landeplätzen standen. Die
Landeplätze, es waren 5 an der Zahl, waren wie eine Viereck angeordnet, an dem
eine Seite fehlte. Jeder Landplatz war besetz. Um die Landeplätze herum waren
mehrere Kisten gestapelt, welche von Soldaten in die Shuttels oder aber aus
ihnen heraus getragen wurden. Danach wurden sie an wartende Soldaten verteilt,
welche die Kisten in verschieden Richtungen trugen. Die Träger bestanden aus
Angehörigen verschiedener Spezies. Garrus sah überwiegend Menschen, Salarianer,
Turianer und Asari. Aber auch einige Kroganer und Quarianer waren mit dem
verladen und tragen von Kisten beschäftigt. Er vermutete Munition und
Medizinische Güter in den Kisten, doch er beschäftigte sich nicht allzu lange
damit, sondern sah Liara fragend an: „Und was jetzt?“ „ „Was glaubst du? Wir
müssen zur Citadel und Shepard helfen. Und wenn wir nicht den Strahl nutzen
können dann nehmen wir halt ein Shuttel.“ „Liara, ich denke…“ Weiter kam Garrus
nicht, ehe Liara in mit zorniger Stimme unterbrach „Elena lebt und ich werde
hier nicht einfach tatenlos Rumsitzen und abwarten!“ Garrus hatte Liara noch
nie so wütend gesehen, für einen Moment traute er ihr alles zu, wenn sie
dadurch auch nur die Chance sah Shepard zu helfen. „Liara ich verstehe dich,
aber wir müssen unser Vorräte aufstocken und irgendwie die Normandy
kontaktieren, damit…“ „Ich weiß was besseres“, wurde Garrus unterbrochen. Als
sich Garrus und Liara umdrehten, um den Sprecher zu ermitteln,  erblickten sie eine vertraute Gestalt.

Cortez stand hinter ihnen, mit einen leichten Lächeln im
Gesicht. Als Garrus ihn sah, legte sich auch auf sein Gesicht ein Lächeln.
Neckisch fragte er Cortez „Wo ist denn ihr Shuttel, Cortez?“ „Auf dem Schrott,
nachdem ich ihren Arsch gerettet habe.“ Liara konnte nicht fassen was sie da
hörte. „Habt ihr es dann mal“, fuhr sie die beiden wütend an. „Elena ist
irgendwo da oben und ihr macht Witze.“ Sofort verstummten die beiden Männer und
ihr Lächeln erstarb unmittelbar. Garrus hatte versucht die Situation mittels
des Scherzes etwas zu locker, doch er erkannte, dass er es nur schlimmer
gemacht hatte. Liara kochte vor Wut und Garrus wusste auch weshalb. Er wusste,
dass Liara, Shepard liebte und auch das Shepard sie liebte. Er wusste es schon
seitdem er das erste Mal gesehen hatte wie sie sich ansahen. Das war vor fast
vier Jahren, und seid dieser Zeit sind sie sich trotz aller Widrigkeiten immer
treu geblieben. Garrus wusste, dass Liara alles und jeden zerreißen würde, um
zu Shepard zugelangen, weshalb er Cortez nur fragte: „Was meinten sie mit sie
wüssten etwas besseres?“ „Momentan fliegt die Normandy Bodenangriffe und ich
habe ein Shuttel aufgetrieben. Ich könnte sie zur Normandy bringen.“ „Liara!
Ich denke das wäre das Beste. Die Normandy wird uns eher zur Citadel bringen können,
als ein Shuttel.“ Nach einigen Sekunden des Nachdenkens stimmte Liara zu, auch
wenn sie nach wie vor einen wütenden Unterton in ihrer Stimme hatte.

Cortez ging auf eins der gelandeten Shuttels zu und stieg
ein, dicht gefolgt von Liara und Garrus. Als sie drinnen waren, setzte sich
Cortez auf den Pilotensessel, schloss die Tür und startete. Cortez hatte
bereits einen Treffpunkt mit der Normandy ausgemacht, einige Klicks nördlich
von London.

 

Das ehemalige Zivilshuttel wurde notdürftig für den Kampfeinsatz
umgewandelt. Indem die Sitze im hintern Teil entfernt wurde, um Platz zu
schaffen. Weiterhin wurde etwas Panzerung, an den Außenwänden angebracht und
einige Griffe im inneren angeschweißt, damit sich die Passagiere wenigstens
festhalten konnten. Garrus sah sich im Shuttel um, als er fragte: „Hey Cortez,
wie sieht unsere Bewaffnung aus?“ „Nicht gut, wenn wir angegriffen werden und
nicht entkommen können, haben wir ein Problem.“ „Wieso überrascht mich das
nicht?“ gab Garrus ironisch zurück. Für die nächsten Sekunden herrschte eine
unangenehme Stille, bis Cortez plötzlich rief: „Was zum…? Auf Einschlag
vorbereiten.“ Garrus und Liara versuchten etwas durch die Frontscheibe zu
erspähen, doch alles was sie sahen war eine riesige Welle aus gleißend weißem Licht,
welche auf sie zuraste.

Instinktiv hielten sie sich an ihren Griffen fest, doch es
geschah nichts. Obwohl sie die Welle durchquert hatten, spürten sie nichts.
Überhaupt nichts.

„Was war das?“ fragte Garrus mit einer unsicheren Stimme.“
„Der Tiegel“, antwortete Liara ehrfürchtig.

 

Die Citadel (wenige
Minuten zuvor)

„Die Wege sind offen doch sie müssen entscheiden“, sagte der
Katalysator. Shepard stand auf der Citadel, der Tiegel war bereit und es fehlte
nur noch Shepards letzte Entscheidung, um den Krieg zu beenden. Der Katalysator
hatte Shepard die verschiedenen Möglichkeiten aufgezeigt. Shepard ging die drei
Möglichkeiten durch, sie überlegte, welche Entscheidung am besten wäre. Doch
sie erkannte, dass jede Möglichkeit diesen Krieg zu beenden noch unzählige
Leben kosten würde. Egal was sie tun würde sie würde dennoch alles verlieren.
Jede Möglichkeit würde das Ende der galaktischen Zivilisation bedeuten. Wenn
die Massenportale zerstört wären, wären unzählige Systeme auf sich gestellt.
Die wichtigsten Zentren der Galaxie, wie Illium, Thessia und Palaven, hatten
sich schon vor Jahrhunderten von der Agrarwirtschaft entfernt. Wenn die
Versorgung mit Lebensmitteln abbrechen würde, würden Kriege und Hungersnöte die
galaktischen Völker vernichten. Shepard wusste das und sie fragte den
Katalysator, in der Hoffung, dass sich in den letzten Sekunden irgendetwas
geändert hatte: „Gibt es denn keinen anderen Weg. Irgendeinen“? „Nein. Dies
sind die einzigen Optionen. Durch ihre Entscheidung wird die Citadel ein Signal
in diesem System freisetzten, welches dann über das Portal Netzwerk in die
gesamte Galaxie weitergeleitet wird. Danach werden sich die Portale
deaktivieren und selbst zerstören.“ Shepard erschrak. Sie erinnerte sich an
Aratoht und an die 300.000 Baterianer, welche sie nicht retten konnte, als ihr
System durch die Explosion eines Masseportals zerstört wurde. „Wie solle auch
nur einer solch eine Explosion überleben?“ Shepard macht sich keine Mühe ihre
Wut zu unterdrücken. Sie hatte so viele schwere Entscheidungen getroffen um die
Galaxie zuretten und nun sollten dennoch alle sterben? „Nein, niemals.“ dachte
sich Shepard. „Niemals.“ „Der Explosionsradius der Portale wird nur wenig
Dutzend Kilometer betragen. Durch die vorherige Deaktivierung der Portale wird die
Energie auf einem Minimum reduziert sein und somit keine nennenswerten Schäden
anrichten“, erklärte der Katalysator, als ob er ihre Gedanken kennen würde.  Doch auch diese Aussage bändigte Shepard´s Zorn
und ihre Wut nicht. „Ich bin durch die Hölle gegangen als ich mich durch London
bis zum Strahl gekämpfte habe. Ich habe eine Galaxie geeint, die Kollektoren
vernichtet und Cerberus zerschlagen. Verdammt noch mal, ich habe sogar Ilos
gefunden.“ Alle diese Gedanken wirbelten durch ihren Kopf, als sie etwas
bemerkte. „Ilos“, flüsterte Shepard. Shepard reagierte blitzschnell und fragte
die Katalysator: „Du kontrollierst die Reaper richtig?“ „Ja, sie sind meine
Lösung“ „Und die Citadel ist ein Teil von dir?“ „Ja, sie ist mein Zuhause und
übermittelt meine Gedanken und Befehle an die Reaper.“  Shepard fasste bei diesen Worten neue
Hoffnung und fragte mit zittriger Stimme weiter: „ Wenn ich die Citadel
kontrolliere, kontrolliere ich also auch die Reaper?“ „Nein, die Kontrolle
würde nur wenige Minuten anhalten, ehe ich die Kontrolle automatisch wiedererlangen
würde.“ Einige Minuten reichen, dachte Shepard, dabei hatte sie große
Schwierigkeiten aufrecht stehen zu bleiben. Shepard wurde oft genug
angeschossen um zu wissen wann es kritisch wurde. Und ihre Verletzungen waren kritisch.
Sie hatte viel Blut verloren, außerdem gingen ihre Wunden tief. Shepard wusste,
dass sie nicht mehr viel Zeit hatte, also zögerte sie keine Sekunde. Sie drehte
sich zu dem Katalysator und sagte: „Ich muss zu einer Konsole mit vollen Zugriff
auf die Citadel. Sofort.“ Ohne eine Gefühlsregung antwortete der Katalysator: „
Nun gut. Gehen sie dort hin.“ Der Katalysator deutet auf jene Stelle am Boden,
mit welcher Shepard, nur wenige Minuten zuvor, nach oben gefahren war. Doch
gerade als Shepard einen Schritt hin zu dem Aufzug machen wollte, fiel sie auf
die Knie. Ihr gesamter Körper schmerzte und jede Bewegung schien die Schmerzen
zu verstärken. Shepard ließ die Carnifex los und stützte ihre Hände auf den
Boden. Nach mehreren Sekunden schier endloser Schmerzen, ließen die Schmerz
langsam nach und Shepard schaffte es sich langsam wieder auf zurichten. Die
Schmerzen waren immer noch unerträglich, aber etwas gab Ihr die Kraft stehen zu
bleiben und langsam auf den Aufzug zuzugehen, etwas trieb sie voran. „Ich
erinnere mich an meine Freunde, an meine Lieben, jene die ich verlieren würde
wenn ich scheitern würde.“ Diesem Gedanken wiederholte Shepard immer und immer
wieder. Sie hatte Liara diesen Satz, damals auf dem Mars gesagt. Und ebendieser
Gedanke gab ihr nun die Kraft weiterzugehen. „Nicht für mich! Für meine Freunde
und Lieben“, flüsterte Shepard als sie den Aufzug erreichte und sie nach unten fuhr.

 

Als sie unten ankam fiel ihr Blick auf ihren guten Freund
Anderson. „Ich werde es beenden, ich schwöre es dir.“ Mit diesen Worten ging
sie die letzten zwei Schritte bis zur Konsole. Bei jedem dieser Schritte,
kämpfte sie mit der Bewusstlosigkeit. Welche drohte sie zu überwältigen. Als
sie die Konsole erreichte stützte sie sich erschöpft auf ihr ab. In diesem
Moment erschien der Katalysator neben ihr. „Von dieser Konsole haben sie vollen
Zugriff auf die Citadel Systeme, auch wenn ich nicht weiß was sie damit
erreichen wollen.“ Der Katalysator wusste es nicht aber Shepard. Auf Ilos war
sie, vor etwa 3 Jahren, eine Protheaner VI namens „Vigil“ begegnet. Diese gab
Shepard ein Programm, um die Citadel kurzzeitig zu kontrollieren und die
Sovereign, so der Allianzflotte auszuliefern. „Wer hätte gedacht, dass die
Lösung, die ganze Zeit so nah war?“. Die Worte kamen fast lautlos über ihre
Lippen. Sie lächelte leicht, als sie ihr Universal-Werkzeug aktivierte. Doch es
geschah nichts, das vertraute orange Leuchten blieb Shepard verwährt. Ihr
Lächeln erstarb augenblicklich. Shepard versuchte es ein zweites Mal. Doch auch
diesmal materialisierte sich das Universal-Werkzeug nicht. In Shepards Kopf
überschlugen sich die Gedanken. „Was wenn es kaputt ist? Was wenn das Programm
nun verloren ist? Was wenn ich die Ernte nicht beenden kann?“ Doch plötzlich
verdrängte ein Gedanke alle anderen „Nein! Mein Universalwerkzeug hat die
Zerstörung der Normandy SR1 überlebt, es wurde mir von Cerberus wieder
ausgehändigt, es hatte allen Widrigkeiten der letzten 4 Jahre getrotzt. Es darf
jetzt nicht kaputt sein. Es darf einfach nicht.“ Mit diesem Gedanken versuchte
Shepard noch einmal, Ihr Universalwerkzeug zu aktivieren. Und nach wenigen
Sekunden materialisierte es sich langsam um ihren linken Arm. Es war schwer
beschädigt, aber es funktionierte und das war das einzige was Shepard interessierte.
Als es sich vollständig materialisiert hatte, zögerte sie keine einzige
Sekunde. Sie öffnete das Datenarchiv und suchte nach Vigil´s Programm. Innerhalb
von wenigen Sekunden hatte sie es gefunden und lud es in die Konsole. Sofort
öffnete sich ein Fenster auf der Konsole. Shepard tippte, mittels der
holographischen Tastatur, so schnell sie konnte ihren Befehl ein. Der Befehl
war einfach, doch Shepard hoffte, dass er ausreichen würde. Der Befehl sollte
alle Reaper dazu verleiten, durch das Omega 4 Portal zu springen. Von dort
sollten die Reaper denn sicheren Bereich, in welchem sich einst die Kollektoren
Basis befand, verlassen um von den Schwarzen Löchern, innerhalb des
Galaktischen Kerns, zerrissen und für immer vernichtet zu werden. Als Shepard
den Befehl eingetippt hatte, bestätigte sie in ohne zu zögern. Als sie dies
getan hatte, verschwand der Katalysator schlagartig und es wurde auf der
gesamten Citadel dunkel. „Es muss klappen! Bitte! Es muss! Es muss!“ Nach
wenigen Sekunden im Dunkeln, wurde die Citadel von einem hellen weiß glühenden
Licht erfasst. Es breitete sich von jedem Ende der fünf Bezirke, hin zum
Zentrum der Citadel, aus. Als die Wellen aus Licht beim Präsidumsturm und auch
dem Tiegel zusammentrafen, feuerte der Tiegel und eine gigantische Welle aus
weiß glühendem Licht bereitete sich im Sonnensystem aus.

 

Admiral Hackett´s
Schlachtschiff (wenige Sekunden zuvor)

Überall saßen Soldaten und Offiziere an Bildschirmen und
tippten Befehle ein oder gaben Nachrichten weiter. Die Lautstärke auf der
Brücke war enorm, da von jeder Seite Rufe und 
Meldungen kamen. Admiral Hackett stand in mitten dieses regen Treibens
vor der strategischen Karte auf der Brücke seines Schlachtschiffes. Er
beobachtete schweigend die Bewegungen der Reaper und der Schwertflotten. Nachdem
der Tiegel in Position war, verteilten sich die meisten Schiffe, welche den
Tiegel eskortierten, um die anderen Flotten zu unterstützen. Es gefiel Hackett
nicht die Verteidigung des Tiegels durch solche Unterstützungseinsätze zu
schwächen, doch er wusste auch, dass die anderen Flotten die Reaper vom Tiegel fernhielten.
Das hieß, umso länger die anderen Flotten durchhielten, umso länger hatte die
Tiegel-Verteidigung Zeit, eine gute Verteidigung aufzubauen. Was den
Verteidigungsaufbau weiter unterstützte, war die Tatsache, dass die Reaper den
Tiegel, aus für Hackett unbegreiflichen Gründen ignorierten, und nur die
Schiffe die ihn verteidigten angriffen. Hackett gefiel diese Unwissenheit
nicht, aber es gab noch etwas anderes, was den Admiral beschäftigte. „Verdammt,
Shepards letzter Kontakt war vor fast 15 Minuten, was ist da bloß los? Warum
passiert nichts?“ Hackett wurde aus seinem Gedanken gerissen als sein
Überwachungsoffizier meldete:„Sir, Reaper Großkampfschiff mit Kurs auf uns, von
Steuerbord“. „Verstanden“, entgegnete Admiral Hackett, „Navigator bringen sie
uns in eine geeignete Schussposition.“ „Ja Sir“. „Waffenkontrolle?“ „Hier
Waffenkontrolle Admiral.“ „Ein Reaper versperrt mir die Sicht auf die Citadel
ich will eine Lösung!“ „Ja Sir. Reaper ist erfasst und Guardiankanonen sind
geladen.“ „Gut wenn er in Reichweite ist feuern sie.“ „Ja, Sir.“ Das Schiff
drehte sich langsam. Durch die Frontscheiben des Schiffes konnte man die Erde
sehen. Sie war vom Krieg gezeichnet und mit Infernos besprenkelt. Als sich das
Schiff weiter drehte sah Hackett seinen Gegner. Der Reaper flog direkt auf sie
zu, doch Hackett´s Aufmerksamkeit wurde von etwas anderem angezogen. Die
Citadel, welche nun auch im Sichtfenster erschien, leuchtete mit einer enormen
Intensität in weißem Licht. „Was zum…?“ Ehe Hackett den Satz beenden konnte,
bereitete sich eine weiß glühende Welle von der Citadel aus. Die Welle
erreichte den Reaper zuerst und tauchte ihn in weißes Licht. Wenige Sekunden
danach wurde auch Hackett´s Schiff von der Welle erfasst. Hackett hielt
unbewusst die Luft an, doch mehrer Sekunden passierte nichts. Plötzlich meldete
sich der Geschützoffizier: „Reaper in Reichweite, eröffnen Feuer.“ Das
Schlachtschiff gab drei Schüsse auf den Reaper ab. Sie trafen alle drei, auch
wenn keiner der Schüsse die Barrieren durchdringen konnten. „Laden nach. Feuer
bereit in etwa 15 Sekunden“, gab der Geschützoffizier durch. Doch Hackett
antwortete nicht. Er beobachtete den Reaper, welcher nun bewegungslos im All
schwebte und nicht auf den Angriff reagierte. Plötzlich wendete sich der Reaper
und flog zielstrebig auf das Masseportal zu. Bevor Hackett begriff was geschah,
meldete sich der Überwachungsoffizier: „Sir, sehen sie.“ Hackett heftete seinen
Blick auf die strategische Karte und da sah er es. Jeder Reaper egal ob im All
oder auf der Erde flog ebenfalls zum Masseportal. Hackett, welcher sich wieder
gefangen hatte, reagierte instinktiv: „An alle Schiffe. Neu formieren, an den
Koordinaten…“ Wieder wurde Hackett unterbrochen, als die Welle aus gleißendem
Licht zurückkam. Sie zog sich zurück zum Präsidumsturm und konzentriere sich
dort. Das Licht, welches nun nur noch vom Turm ausging war so extrem, dass
Hackett sich, selbst mehrere Hundert Kilometer entfernt, die Hände schützend
vor die Augen halten musste. In der nächsten Sekunde feuerte der Tiegel erneut.
Aber dieses Mal schoss das das Licht, wie eine riesige Säule aus Licht, direkt
auf das Masseportal zu. Von dort wurde es zu jedem angrenzendem Portal
weitergeleitet und so wurde Shepard´s Befehl überall in der Galaxie freigesetzt.
Die Reaper waren auf dem Rückzug. Die Erde war gerettet und auch wenn bisher
noch niemand wusste, dass der Krieg beendet war, so brach dennoch überall
Euphorie aus. Auf der Brücke von Hackett´s Schlachtschiff, brachen alle
Anwesenden in Jubel aus. Die Soldaten und Offiziere fielen sich in die Arme und
beglückwünschten sich zu ihrem Sieg. Hackett welcher von fast jedem Schiff
Glückwünsche und freudige Nachrichten erhielt, wusste was nun zu tun war. „Mr. Weng?“
„Ja, Sir“, antwortete der Kommunikationsoffizier mit einem freudigen Strahlen
im Gesicht. „Ich möchte eine offene Verbindung, zu jedem Schiff und jedem
Funkposten auf der Erde.“ „Ja, Sir. Verbindung steht …jetzt“. Als die
Verbindung stand wurde es augenblicklich still auf der Brücke und auf jedem
Schiff, welche an der Schlacht beteiligt war. Jeder erwartete auf eine
Ansprache des Admirals, einige wenige Worte. Worte des Sieges und des
Triumphes. Doch Hackett wusste eins genau. Diese Ehre gebührte ihm nicht. Sie
gebührt jener Frau, welche diesen Krieg entschieden hatte. Jener Frau, welche
den ersten und letzten Schlag gegen einen Feind führte, welcher mächtiger nicht
sein konnte. Jener Frau welche mehr geopfert hatte und mehr ertrug, als sonst
jemand in der Galaxie.

Der Admiral räusperte sich und sagte dann: „Commander,
können sie mich verstehen?“ Es folgte mehrer Sekunden ohne eine Antwort,
niemand wagte etwas zu sagen. Nach einiger Zeit, fragte Hackett erneut:
„Commander Shepard? Hier spricht Admiral Hackett hören sie mich?“ Doch außer
dem Rauschen der Lautsprecher war nichts zuhören. Plötzlich drängte sich dem
Admiral ein Gedanke auf: „Was wenn Shepard verletz war, was wenn sie Hilfe
brauchte? Was wenn sie tot…“ Nein diesen Gedanken schob Hackett sofort zur
Seite. „Shepard hat schon so vieles überlebt, das hier wird sie auch schaffen.“
Aber dennoch musste Hackett schnell handeln. „Mr. Weng schicken sie Shepard´s Koordinaten
an jedes Schiff!“ Als der Kommunikationsoffizier nicht sofort reagierte. Brüllte
Hackett: „Sofort.“ Der Kommunikationsoffizier zuckte zusammen, befolgte nun
aber den Befehl und sendete Shepard´s Koordinaten an die Flotte. Als der
Komm.-Offizier die Daten sendete, sprach Hackett, bemüht ruhig und selbstsicher
zu klingen, in den offene Kanal: „An alle Commander Shepard befindet sich auf
der Citadel ihre Koordinaten folgen. Ich will, dass jedes Schiff, jeder Mann
und jede Frau nach ihr sucht. Verstanden?“ Fast zeitgleich kam von allen
flugtauglichen Schiffen eine Bestätigung. Allen voran die Bestätigung der
Normandy.

 

Die Citadel (wenige
Minuten zuvor)

Als die Welle sich ausbreitete, lächelte Shepard. „Wir haben
es wirklich geschafft. Es ist zu vorbei! Es ist endlich vorbei.“ Und nun spürte
Shepard wie sie ihre Kräfte verließen. Shepard´s Verletzungen und die
vorangegangenen, schier endlosen, Kämpfe forderten ihren Tribut. Shepard
stürzte zu Boden. Sie versuchte sich mit den Händen abzufangen, doch es brachte
nichts. Ihr fehlte einfach die Kraft. Shepard schlug hart auf dem Boden auf und
lag mit dem Bauch nach unten vor der Konsole.

Als sie dort lag, schmeckte sie Blut. Ihr Blut. Sie fühlte
wie ihr immer kälter wurde. Sie versuchte aufzustehen, dagegen anzukämpfen,
aber es war unmöglich, ihre Kräfte waren verbraucht und langsam wurde es schwarz
um Shepard herum.


Cortez´s Shuttel
(wenige Sekunden nach dem Freisetzten von Shepards Befehl)

„Der Tiegel hat gefeuert! Shepard hatte es geschafft.“ Liara
hielt sich an diesem Gedanken fest. „Es ist die einzige Möglichkeit. Und das
bedeutet, dass…dass sie auf der Citadel ist.“ Liara öffnete den Mund um etwas
zu sagen, als eine allzu bekannte Stimme aus den Lautsprechern hallte. „Cortez,
sind sie das?“ „Bestätige Joker, Liara und Garrus sind auch bei mir.“ „Gut zu
hören, warten sie kurz…“ Im nächsten Moment tauchte die Normandy vor ihnen auf.
Joker brachte sie wenig Dutzend Meter vor dem Shuttel in die Schwebe und
öffnete die Frachtraumtüren. Binnen weniger Sekunden glitt Cortez  in den Frachtraum, landetet und öffnete die
Shutteltüren, als er Joker über Funk sagen hörte: „Leute diese seltsame Welle
kommt zurück.“ Als Joker das letzte Wort ausgesprochen hatte, wurde die
Normandy auch schon von der Welle erfasst. Doch auch dieses Mal spürte niemand
eine Auswirkung von der Welle.

Liara sprang aus dem Shuttel und fragte sofort: „EDI, gibt
es eine Nachricht von Shepard?“ „Negativ“, gab EDI über die internen
Lautsprecher durch. In Liara begann ein Gedanken zu „Keimen, was wenn Garrus
Recht hatte, was wenn Elena…“ Weiter kam der Gedanke nicht, ehe EDI in
unterbrach und sagte „Aber Kommunikationsprotokolle von Hackett´s Schiff,
lassen auf einen Funkkontakt zwischen ihm und Shepard schließen.“ „Wann?“ war
Liara´s hoffnungsvolle Frage. „Vor wenigen Minuten. Wir…“ „Joker Kurs auf die
Citadel. Sofort.“ „Ay, Liara“, war Joker´s schnelle Antwort. Und sofort setzte
sich die Normandy in Bewegung, mit der Citadel als Ziel.

Liara ging gerade zu der Waffenkammer, im vorderen Teil des
Frachtraums, als die Stimme von Admiral Hackett erklang. „Commander, können sie
mich verstehen?“ Liara stockte mitten in der Bewegung. „Commander Shepard? Hier
spricht Admiral Hackett hören sie mich?“

Doch es folgte keine Antwort. Nach mehren Sekunden der
Stille sagte der Admiral, mit angestrengt ruhiger Stimme: „An alle Commander
Shepard befindet sich auf der Citadel ihre Koordinaten folgen. Ich will, dass
jedes Schiff, jeder Mann und jede Frau nach ihr sucht. Verstanden?“

EDI reagierte ohne Zeitverlust und sendete die Bestätigung,
während Joker aus der Normandy rausholte was er konnte.

„EDI, was sagen die Koordinaten von Hackett?“ fragte Liara,
als sich die Normandy der Citadel näherte. „Die Koordinaten stammen von einem
Punkt direkt unter dem Präsidumsturm.“ „Unter dem Turm?“ fragte Cortez
ungläubig. „Ja, um genau zu sein, direkt an dem Kontaktpunkt zwischen Citadel
und Tiegel. Wahrscheinlich hat Shepard den Tiegel manuell abgefeuert. Der
schnellste Weg wurde bereits berechnet und wird gerade übermittelt.“ Liara und
Garrus stiegen gerade in das zweite Kodiak ein, als ihre Universalwerkzeuge
kurz aufleuchteten und den Erhalt von EDI´s Route bestätigten. Garrus warf
einen kurzen Blick auf die Route, welche scheinbar durch die Keepertunnel
führte. Danach steckte er ein neues Thermomagazin in seine Phaeston, wobei er
es vermied Liara anzusehen. In Garrus Kopf wirbelte ein einzelner Gedanken
herum: „Shepard hat überlebt und wenn ich auf der Erde anders gehandelt hätte,
wären Liara und ich nun bei ihr und könnten ihr helfen.“ Dieser Gedanke nagte
an Garrus und erfüllte ihn mit einem Gefühl des Verrats. Er fühlte sich wie ein
Verräter an Shepard. Er hatte sie zurückgelassen, ohne sich zu vergewissern und
wenn sie nun tot war, war dies allein seine Schuld. Er wollte Liara damit nicht
belasten, nicht jetzt, aber er konnte nicht länger schweigen. Er musste es ihr
einfach sagen. „Du … du hattest Recht, wir hätten Shepard helfen müssen. Wir
hätten es versuchen müssen…! Verdammt, ich hätte es versuchen müssen! Aber ich dachte
Shepard wäre… Ich wollte nicht, dass das Wichtigste in Shepard´s Leben
ebenfalls verloren geht. Ich fühlte mich in der Pflicht, dich um Shepard´s
Willen von da weg zu bringen, dich zu schützen. Und dabei habe ich Shepard im
Stich gelassen. Es tut mir Leid.“ Liara sah ihn entsetzt an, als sie langsam
und mit zittriger Stimme antwortete: „Du …“ Liara begann den Satz, aber sie
stockte, sie wusste nicht was darauf sagen sollten, weshalb sie nur erwiderte:
„Du … hast Shepard nicht im Stich gelassen. Du hast eine Entscheidung getroffen
als du dich entscheiden musstest. Und Elena würde es verstehen und genauso
handeln.“ Nach einer kurzen Pause, antwortete Garrus: „Danke Liara.“ Nachdem
Garrus diese Worte ausgesprochen hatte, richtet er seinen Blick auf den Boden
und verfiel wieder in ein undurchdringliches Schweigen.

Liara hatte diese Worte gesagt, um Garrus zu trösten, da sie
wusste, dass Garrus, Elena niemals absichtlich im Stich gelassen hätte. Sie
wusste, dass Elena, Garrus, für seine Tat, niemals einen Vorwurf machen würde. Sie
wusste das alles, aber sie wusste auch dass Elena niemals jemanden zurückgelassen
hätte. Wenn die Rollen vertauscht gewesen wären, wäre Elena zu Garrus gelaufen,
selbst, wenn es ihren Tod bedeutet hätte. Sie wäre gekommen. Und auch wenn sich
Liara dafür hasste, so machte sie Garrus dennoch für den Verlust ihrer Geliebten
verantwortlich. „Ich weiß, dass er nur das Beste wollte. Aber ER hat mich
zurückgehalten. ER hatte mich von dem Strahl weggezerrt und Elena so
zurückgelassen.“

Die Gedanken kreisten durch ihren Kopf und lösten sich erst
auf, als Joker´s Stimme, über die Lautsprecher, erhallte. „Wir sind in
Shuttelreichweite. Viel Glück!“ Sofort schloss sich die Shutteltür und Cortez
manövrierte das Kodiak schnell aber elegant aus den sich öffnenden
Frachtraumtüren.

Die Normandy, war das erste Schiff, welches sich dem Präsidium
angenäherte. In einiger Entfernung, waren die Silhouetten unzähliger anderer
Schiffe erkennbar. Asari, Geth, Allianz,…, wie es schien bewegte sich jedes
Schiff im Sol-System zur Citadel. Doch sie alle würden noch mehrere Minuten
brauchen, bis sie bei der Citadel und in Shuttelreichweite wären. Über die die
Kommunikationskanäle hörte Joker, wie die Strategen der Allianz versuchten, die
Schiffe zu koordinieren. Einige der Schiffe, wurden zur Erde beordert, um bei
der Lebensmittel- und der medizinischen Versorgung zu helfen, aber dennoch war
es überwältigend, wie viele nach Shepard, ihrer Heldin, suchten.

 

Das Kodiak schwebte etwa 10 Meter über der Citadel, immer in
Richtung Präsidiumsturm. Cortez hatte die Außenkameras des Shuttels aktiviert,
damit sich Garrus und Liara einen Blick, über die Citadel, verschaffen konnten.
Sie betrachteten schweigend die Bilder auf dem holographischen Bildschirm. Die
Außenwände der Citadel, wiesen, keine bemerkenswerten Schäden auf. Es gab zwar
einige Brandspuren, jedoch war der Schaden nur Oberflächlich. Im Kontrast
standen dahingehend die Bilder, auf welchen das Innere der Citadel erkennbar
war. Die Bezirke und das Präsidium wiesen großflächige Schäden auf. Überall in
den Bezirken waren Einschlagskrater, große Teile standen in Flammen und ehemalige
Gebäude waren nur noch Trümmerhaufen. Einzig die Anziehungskraft der Citadel
hielt diese Trümmer am Boden und verhinderte, dass sie ins All hinaus trieben.
„Wenigstens funktioniert die Schwerkraft noch“, sagte Garrus leise. „Das wird
uns die Suche erleichtern. Etwas wenigstens.“ Liara antwortete nicht. Sie sah
sich die Bilder an und es beschäftigte sie nur ein Gedanke: „Irgendwo da drin
ist sie.“

„Wir sind da! EDI meint, dass ihr von hier bis zum Präsidium
kommt. Folgt einfach den Navipunkten. Viel Glück.“ Mit diesen Worten verschloss
Cortez das cockpit. Nachdem Liara ihre Atemmaske und Garrus seinen Helm
aufgesetzt hatten und Cortez über Funk durch gaben, dass sie bereit seien,
entließ Cortez die Luft und öffnete die Shutteltür. Das Kodiak schwebte etwa 1
Meter über dem Boden, als Garrus und Liara absprangen. Beide landeten auf den
Füßen und blickten sich um. Sie waren unterhalb der Citadel, auf dem Verbindungsstück
zwischen dem Präsidiumsring und dem Turm, im Zentrum des Ringes. Sie sahen den
Tiegel, welcher vor ihnen lag und die Citadel fest im Griff hatte. „Da müssen
wir hin!“




Die Citadel (Gleicher Zeitpunkt)

Während Liara dies sagte, zeigte sie mit ausgestrecktem
Finger, auf die Stelle, wo der Tiegel, die Unterseite des Präsidiumsturms
berührte. „Exakt. Nach EDI´s Daten, müssen wir noch einige Meter in die
Richtung und dann durch eine Luke in einen der Keeper Tunnel.“ „Dann los.“
Liara lief los, dicht gefolgt von Garrus. Nach einigen Sekunden, erreichten sie
die Einstiegsluke. Die Luke war viereckig und maß etwa 1x1 Meter. Garrus und
Liara positionierten sich neben der Luke, als Liara, Garrus zunickte, drückte dieser
auf die holographischen Konsole, in der Mitte der Luke. Die Luke öffnete sich
und Liara spähte durch die Luke nach unten. Sie erkannte einen breiten Gang,
welcher etwa 3 Meter hoch und 4 Meter breit war. Er lief direkt auf den
Präsidumsturm zu, direkt zu Shepard´s letzter Position. „Gib mir deine Hand ich
lass dich runter.“ Sagte Garrus und streckte Liara eine Hand entgegen. Liara ergriff
sie, und ließ sich vorsichtig, vom Rand der Luke nach unten sinken. Als Garrus,
sie soweit wie möglich runtergelassen hatte, sagte er: „Ich lass dich jetzt
los.“ Im nächsten Moment fiel Liara die letzten 1 Meter 50 und landete mit den
Füßen auf dem Boden. Sie blickte sich um, der Gang hatte eine sechseckige Form,
Der Gang war vollkommen leer und war in ein schwaches rötliches Licht getaucht,
weshalb Liara nur wenige Meter weit sehen konnte. „Ich komme jetzt auch.“ Die
Worte zogen Liara aus ihren Gedanken. Garrus hielt sich oben am Rand der Luke
fest, und ließ sich langsam nach unten. Garrus ließ sich, wie Liara nur wenige
Sekunden zuvor, die letzten 1 Meter 50 zu Boden fallen, dabei landete er
allerdings nicht so geschickt wie Liara und musste eine schnellen Schritt zur
Seite machen, um nicht umzufallen. Liara warf einen kurzen Blick auf ihr
Universalwerkzeug und nickte, in den vor sich ersteckenden Tunnel. Garrus
nickte ebenfalls kurz. Beide zogen ihre Waffen und gingen vorsichtig in die den
Tunnel entlang. Immer in Richtung Präsidumsturm.

Nach etwa 200 Metern, führte der Tunnel eine kleine  Rampe hinunter. Liara und Garrus bewegten
sich diese langsam hinunter. Als plötzlich!

„Bei der Göttin.“ Entfuhr es Liara, während Garrus erschrocken
einatmete.

 

Der Tunnel vor ihnen lief geradeaus weiter, aber anders als
der Abschnitt vor der Rampe, war dieser Bereich nicht leer. Dutzende Leichen
stapelten sich, innerhalb des Gangs zu Bergen auf. Es hatten sich Blutlachen um
gebildete und es roch unerträglich nach Tod und Verwesung. Nachdem sich Garrus
wieder gefangen hatte, sagte er mit langsamer angewiderten Stimme: „Niemand
verdient so ein Ende!“ Liara reagierte nicht auf ihn, als sie all den Tod sah,
all diese Männer, Frauen und Kinder, welche hier lagen, drängte sich ihr wieder
ein Gedanke auf. „Was wenn ich zu spät bin, was wenn Elena bereits tot ist?“
„Keine Sorge Liara, wir werden sie finden.“ Tröstete Garrus sie, als er ihren
schockierten Blick erkannte.

Schweigend gingen sie weiter, vorbei an den Leichen.
Getrieben von dem Verlangen, Shepard vor solch einem Schicksal zu bewahren.
Nach fast 450 Metern, führte eine Rampe wieder nach oben. Die Leichenberge,
waren nicht verschwunden und bedeckten auch hier große Teile des Bodens. Auch
auf der Rampe lagen mehrere Leichen von welchen ein Rinnsal aus Blut hinab
floss. Garrus und Liara bewegten sich die Rampe vorsichtig hinauf, steht’s
bedacht, nicht auf einer der Blutlachen auszurutschen. Als sie oben waren,
standen sie vor einer riesigen, geschlossenen Schotttür. Garrus versuchte sie
zuöffnen, doch nichts geschah. Auch nach mehreren Versuchen geschah nichts.
„Scheiße! Und was jetzt? Mit unseren Waffen kommen wir da nie durch und ich die
Konsole zum öffnen ist kaputt. Verdammte Scheiße!“ Während Garrus weiter
fluchte, sah sich Liara um. „Es muss einen Weg geben, irgendeinen“, dachte sie
unablässig, als ihr Blick auf einem der Leichenberge, auf der rechten Seite,
hängen blieb. Dort erblickte sie etwas, dass sie hoffen lies. Direkt oberhalb
der Leiche, war ein kleiner Spalt zu erkennen. Sofort rannte sie zu den Leichen
und zog die oberste hinunter. Als diese zu Boden fiel, kam ein kleiner
Verbindungsschacht zum Vorschein. Garrus, welcher erst jetzt begriff, was los
war, wollte gerade eine der Leichen packen, als die Liara mit ernster, kalter
Stimme sagte: „ Zurück.“ Ehe Garrus verstand, war Liara´s Körper bereits von
einem blauen Schimmer umgeben. Garrus machte schnell einen Schritt zurück, als
Liara ihre Hand nach vorne stieß. Mit einer unglaublichen Kraft, wurden die
Leichen zur Seite geschleudert und knallten auf den Boden. Sofort danach trat
Liara zu dem Schacht und blickte hinein. Er maß etwa 50x50 cm und führte in
einem 90 Grad Winkel von dem Gang weg, in welchem sie sich gerade befanden.
Liara konnte nur einen halben Meter weit sehen. Doch die Ungewissheit, wo der
Gang hin führte, bremste sie nicht, sie aktivierte die Lampe an ihrem Universalwerkzeug
und kletterte in den Schacht. Garrus folgte ihr in zwei Metern Entfernung.

Er kannte Liara schon lang, doch ihr Handeln, um den Schacht
zuöffnen, hatte ihn sehr überrascht. Er wusste, dass Liara mittels ihrer Biotik
Personen und Objekte wegschleudern konnte, aber sie hat immer die „höhere
Biotik“ genutzt, wo unter anderem die Singularität und der Warb mit in
Begriffen war. Objekte einfach nur wegzuschleudern, war ihr steht’s zu grob
gewesen. Die Tatsache, dass sie auf diese einfachen Biotikfähigkeiten
zurückgriff, zeugte von ihrer unglaubliche Angst um Shepard. Er wollte sich gar
nicht vorstellen, was Liara gerade durchmachte.

Nach wenigen Sekunden erreichten sie das Ende des Schachtes.
Liara hielt die Lampe ihres Universalwerkzeugs, nach vorne und erkannt, dass
auch dieser Einstieg von einem Leichenberg versperrt war. Liara zog sich bis zu
dem Leichenberg vor und schob die oberste Leiche, mit aller Kraft zur Seite.
Die Leiche rollte zur Seite hinunter, und gab die Sicht in einen Gang frei,
welcher parallel zu dem vorherigen verlief. Wieder wurde Liara´s Körper von
einem blauen Schimmern umfasst, als sie ihren Rechten Arm, durch den Spalt
zwischen dem Leichenberg und der Schachtdecke schob. Unmittelbar darauf,
entstand eine Singularität, in der Mitte des Ganges, welche die Leichen, wie
von Geister Hand, anhob und sie um die Singularität herum kreisen ließ. Liara
schob sich aus dem Gang, sobald die Öffnung groß genug war. Kaum als sie
draußen war, löste sich die Singularität auch schon auf, und ließ die Leichen
wahllos im Gang niederfallen. Auch Garrus schob sich nun, aus der kleinen
Öffnung, dabei stöhnte er, da es ihm, aufgrund seiner Panzerung wesentlich
schwerer fiel als Liara. Liara beachtete ihn nicht weiter. Sie blickte nach
links, und stellte erleichtert fest, dass es in diesem Tunnel, keine Schotttür
gab, welche sie am weiterkommen hinderte. Liara und Garrus setzten sich sofort
in Bewegung und liefen den Gang weiter entlang, ohne zu ahnen, dass auch
Shepard diesen Weg entlang gegangen war.

 

Admiral Hackett´s
Schlachtschiff (einige Minuten zuvor)

Hackett, beobachte von der Kommandobrücke, seines Schlachtschiffes
aus, das hektische Treiben rund um die Citadel. Überall um die Citadel, waren
helle Punkte zuerkennen, welche durcheinander flogen, um Einsatzteams auf die
Citadel zu bringen. Offiziell hieß es, das die Teams, die Citadel sichern
sollten, doch es war jedem bewusst, dass sie in Wahrheit Shepard suchten.
Hackett wäre am liebsten selbst in ein Shuttel gesprungen und hätte sich der
Suche angeschlossen. Doch er wurde hier gebraucht. Er war für die Logistik und
die Koordinierung der einzelnen Kräfte verantwortlich. „Ich muss logisch und
objektiv vorgehen. Eine Flotte konnte deine einzelne Frau suchen.“ Hackett
wiederholte den Gedanken immer und immer wieder, obwohl er wusste, dass der
Gedanke falsch war. Hackett schämte sich etwas, allerdings besann er sich
darauf, die Kräfte so effektiv wie möglich einzusetzen, indem er die
Einsatzteams über die gesamte Citadel verteilte, um sie so schnell wie möglich
gesichert zu haben. Jene Schiffe, welche einsatzfähig waren, sich jedoch nicht
an der Suche nach Shepard beteiligten, bewachten das Portal oder waren auf der
Erde, damit dort, die Überreste von Hammer versorgt werden konnten und die
Nachschub, von Lebensmitteln und medizinischen Gütern, gesichert war. Die
meisten Verletzten, des Bodenkriegs, wurden auf der Erde versorgt. Nur akute
Notfälle wurden zu den Lazarettschiffen im Orbit gebracht. Hackett hatte diese
fliegenden Krankenhäuser, extra im Orbit behalten, da ihre Kapazität
hinsichtlich der Lagerung von Verwundeten begrenzt war. Hackett wollte vermeiden,
dass zu Aufruhen kommt, wen die Soldaten sehen, wie einige dort versorgt
wurden, während andere nicht dieses Glück hatten. Er überlegte gerade, ob er
einige andere Schiffe, zu provisorischen Krankenhäusern umfunktionieren sollte,
als er aus seinem Gedanken gerissen wurde. „Sir, Wir erhalten eine Meldung von Lieutenant
Commander Ashley Williams.“ „Danke, Mr. Weng. Ich nehme sie im Übertragungsraum
entgegen.“ Mit diesen Worten drehte sich der Admiral um und verlies die Brücke.


Als er den Übertragungsraum betrat, sah er bereits das
holographische Abbild von Lieutenant Commander Ashley Williams. Ashley nahm
sofort Haltung an und sagte: „Sir, London ist wieder unter unserer Kontrolle.“
„Sehr gut Williams. Stehen sie bequem“, entgegnete der Admiral kurz. Sofort
wurden Ashley´s Züge entspannter und sie legte ihre Hände, hinter ihrem Rücken,
zusammen, als Hackett fragte: „Wie siehst es momentan auf der Erde aus?“ „Es
könnte schlimmer sein, Sir. Wir haben viele gute Leute verloren, aber wir
werden es schaffen. Die Versorgung der Truppen funktioniert besser als erwartet
und die Tatsache, dass man kein Waffenfeuer hört, ist beruhigend.“ „Ich hörte
schon. Die Reaper Bodentruppen, sollen nach dieser Welle, alle samt tot zu
Boden gefallen sein.“ „Ja, Sir! Egal was Shepard gemacht hat es hat den Krieg
beendet.“ Ashley machte eine kurze Pause, ehe sie fort fuhr. Ihr
Gesichtsausdruck hatte sich von zufrieden, in eine Mischung aus Angst und Zweifel
gewandelt. „Sir, wie sieht es mit der Suche nach Shepard aus?“ „Die Suche läuft
auf Hochtouren, aber bisher haben wir noch nichts Konkretes. Ich werde es sie
wissen lassen, wenn sich etwas ändert. Das wäre dann alles Lieutenant
Commander.“ „Jawohl, Sir.“ Mit diesen Worten, beendete Hackett die Verbindung
und ging zurück zur Kommandobrücke.

 

In der vorgeschobenen
Kommandobasis auf der Erde (gleicher Zeitpunkt)

Mit dem Verschwinden der Reaper und dem Tod der Reaper
Bodentruppen, kehrten die einzelnen und versprengten Teile von Hammer, langsame
wieder in den Kommandoposten zurück. Trotz hoher Verluste, war die Moral der
Truppe, sehr gut. Überall, saßen Gruppen aus verschiedenen Spezies zusammen,
lachten und feierten ihren Sieg. Ashley trat gerade aus dem stark beschädigten
Haus, in die provisorische Kommunikationszentrale eingerichtet worden war. Sie
sah sich um, als sie etwas sah, das sie störte. „Hey, Vega.“ Lieutenant James
Vega, saß zusammen mit drei anderen Soldaten, einer Asari und zwei Menschen,
auf einem Mako und hatte es sich gemütlich gemacht. Als er seinen Namen hörte,
sah er sich langsam um und begann zu grinsen, als er Ashley sah, welche auf ihn
zuging. „Was gibt´s denn, Ash?“ Er sagte diese Worte, etwas zu optimistisch,
für Ashley´s Geschmack. „Ich hab dir doch gesagt, du sollst die Crew
versammeln. Also wo sind sie?“ Dabei war ihre Stimme etwas attackierender, als
sie es wollte. Sie wusste wie wichtig die Moral war, aber sie wusste auch, dass
Shepard nach wie vor vermisst wurde und diese Tatsache erschwerte es ihr
ungemein eine gute Moral auszustrahlen. Sie wollte die Crew versammeln und sich
über das weitere Vorgehen zu beraten. Aber da die normalen Kommunikationskanäle
hoffnungslos überlastet waren, weshalb eine Verbindung von Helm zu Helm fast
unmöglich war, hatte sie Vega losgeschickt. Es gab zwar noch einige freie
Kanäle, allerdings waren dies Prioritätskanäle, auf welche nur die Ranghöchsten
Offiziere Zugriff hatten. Vega antwortete, immer noch grinsend: „Ich wollt ja
los. Ehrlich! Aber dann traf ich auf diese wackeren Soldaten und zwei ihrer
Freunde, zwei Turianer, haben die ganze Zeit damit angegeben, dass sie zu zweit
einen Rohling gekillt hätten. Ich sah eine Chance und ergriff sie. Ich geh also
zu denen hin und wette, dass ich mehr geleistet hätte als sie. Die beiden
gingen drauf ein und …“ Sein Grinsen wurde immer breiter: „… gaben sich ganz
schnell geschlagen, als ich von Tuchanka, Kalros und der Heilung der Genophage anfing.
Die beiden suchen also die Crew, während wir uns ausruhen. Ist doch perfekt!
Wie sieht´s eigentlich mit Lo… Ich meine dem Commander aus?“ Als er dies
fragte, verschwand das Lächeln und der freudige Unterton, in seiner Stimme
wurde ernst. „Sie suchen noch“, war Ashley´s knappe Antwort. Sie wollte nicht
an das Schicksal ihrer Freundin denken. Aus diesem Grund war sie auch froh, als
sie Tali, EDI und Javik in einiger Entfernung auf sie zukommen sah. So war sie
gezwungen, sich auf das Jetzt zu konzentrieren und nicht auf Shepard. „Ok wir
sind fast komplett! Wo sind Liara und unser wertes Narbengesicht.“ Als Vega das
letzte Wort aussprach, huschte ein Lächeln über seine Lippen. Er und Garrus
mochten sich, aber sie liebten es, sich gegenseitig zu ärgern. „Liara und
Garrus sind auf der Citadel, um Shepard zu suchen“, war EDI´s unmittelbare
Antwort. „Und das wissen sie woher Maschine“, fragte Javik misstrauisch.
„Kheela, kann der niemandem vertrauen, die Reaper sind tot, also komm mal von
deiner negativen Einstellung runter!“ schoss es Tali durch den Kopf, doch sie
behielt ihre Gedanken für sich. Auf Javik´s Frage, antwortet EDI nur, ohne ihn
eines Blicks zu würdigen: „Sie vergessen, dass dieser Körper nur ferngesteuert
wird. Mein wahres Ich, ist auf der Normandy und dort hatte Liara und Garrus
einen zwischen Stopp, ehe sie weiter zur Citadel flogen.“ „Kommen wir auch zur
Normandy zurück“, fragte Tali etwas nachdenklich. Auch sie machte sich Sorgen
um Shepard und um Garrus. Mit der Zeit waren er und sie sich immer näher
gekommen und vielleicht hatten sie noch eine gemeinsame Zukunft vor sich. Doch
Tali erkannte, dass dieser Gedanke gerade zwar sehr angenehm, jedoch nicht
hilfreich war, weshalb sie sich zwang, sich wieder auf die Situation
konzentrierte. „Nein, momentan kommen wir nicht zurück zur Normandy, sie
unterstützt die Suche nach Shepard, in der Nähe der Citadel. Ein Shuttelflug
fällt ebenfalls als Möglichkeit weg, da Shuttelflüge momentan nur für VIPs
verfügbar sind. Ansonsten, werden alle Shuttels für die Versorgung und den
Transport von Hilfsgütern gebraucht“, erklärte EDI.  „Was ist mit Esteban“, fragte James locker:
„Kann der uns nicht abholen?“ „Dies wäre theoretisch möglich, allerdings sind
Lieutenant Cortez und Shepard befreundet. Sein Psychoprofil weist daraufhin,
dass er sehr loyal ist. Daher ist es unwahrscheinlich, dass er die Suche
vorzeitig abbricht.“ Nach einigen Sekunden des Nachdenkens, meldete sich Ashley
zu Wort: „Ok, dann machen wir uns ebbend hier nützlich. EDI! Falls sich die
Situation ändern sollte, oder es Neuigkeiten zu Shepard gibt, will ich sofort
unterrichtet werden.“ „Natürlich.“

 

Die Citadel (gleicher
Zeitpunkt)

Garrus und Liara haben sich den Gang weiter entlang
gearbeitet, vorbei an den Leichen unzähliger Männer und Frauen. Doch die
Leichenberge endeten, abrupt, als sie durch eine große offene Schotttür traten.
Hinter der Schotttür führte eine Rampe hinunter zu einer Brücke. Liara sah sich
um. Der Gang endete hinter der Schotttür und sie schienen nun direkt unterhalb
des Präsidiumsturms zu sein. Sie gingen die Rampe vorsichtig hinunter und
erkannten, dass die Bücke vor ihnen über einen Graben führte, welcher von links
nach rechts verlief und scheinbar einen großen Ring um den gesamten
Präsidiumsturm bildete. Innerhalb des Rings befanden mehrere, hintereinander,
aufgestellte, sechseckige Platten. Als sie an den Platten vorbeigingen,
bewegten sich alle Platten eine Position weiter auf sie zu. Liara zuckte kurz
zusammen als dies geschah doch auch Garrus schien sich erschreckt zu haben.
Auch wenn man es ihm nicht so genau ansah.

Hinter der Brücke führte die Rampe wieder nach oben und
obwohl sie, seitdem sie die Rampe zur Brücke hinab gestiegen waren, keine
Leichen mehr gesehen hatten. Gab es eine einzelne Blutspur, welche die Rampe
hinaufführte. Garrus erblickte die Blutspur als erstes und sagt: „Irgendjemand
war hier schon.“ Nachdem Liara die Blutspur entdeckt hatte, konnte sie den
Blick nicht mehr von ihr nehmen. „Das konnte nur eins bedeuten“, schoss es
durch Liara´s Kopf und sofort hob sie ihren Kopf und blickte zum oberen Ende
der Rampe. Liara zögerte keine Sekunde und rannte die Rampe hinauf, immer der
Blutspur folgend. Garrus folgte ihr, war jedoch einige Meter hinter Ihr, als Liara
das Ende der Rampe erreichte. Als sie oben war, schreckte Liara kurz zurück.
Dort lag sie, ihre Liebe und rührte sich nicht. „ELENA“, schrie Liara panisch
und rannte zu Shepard. Garrus hatte das Ende der Rampe nun auch erreicht. Auch
er wäre am liebsten sofort zu Shepard gestürmt, doch sein Verstand zwang ihn
gegen dieses Gefühl anzukämpfen. Er zog seine Carnifex und ging schnellen
Schrittes auf eine der beiden anderen Leichen zu. Der Unbekannte lag auf dem
Boden, eine Pistole lag neben ihm in einer Lache aus Blut. Schnell erkannte
Garrus woher das Blut kam. Der Unbekannte hatte eine Schusswunde an der rechten
Schläfe und obwohl die Reaper verschwunden waren, wollte Garrus kein Risiko
eingehen. Er zielte auf den Kopf des Unbekannten und schoss zweimal. Danach
drehte er sich zu der anderen Leiche um. Es war Admiral Anderson. Er saß auf
dem Boden und blickte zu der Konsole, vor welcher Shepard lag. Er hatte eine
Tiefe Schusswunde im Brustkorb und wies keine Lebenszeichen auf. Garrus führte
mittels seines Universalwerkzeuges, einen schnell medizinischen Scan durch,
aber auch dieser konnte nur noch den Tod des Admirals feststellen. „Es tut mir
Leid! Admiral!“ Garrus wusste, dass er nichts mehr tun konnte und wandte sich
zu Liara um.

Liara hatte Shepard vorsichtig auf den Rücken gedreht. Erst
jetzt erkannte Garrus, wie schlimm es um Shepard stand. Ihre gesamte Panzerung
war verbrannt. Sie hatte überall Verletzungen von einfachen Hämatomen, bis hin
zu einer sehr tiefen Schusswunde an der linken Seite des Bauches. Liara führte
gerade einen grundlegenden medizinischen Scan durch. Sie hatte schreckliche
Angst vor den Ergebnissen des Scans, doch sie musste es wissen. Als der Scan
beendete war und das Ergebnis auf ihren Universalwerkzeug erschien, blickte
Liara fassungslos auf die Anzeige. „Kein Puls! Nein, nein das ist unmöglich!
Es…“ Weiter kam Liara nicht, ehe ihr Gedanke von einem kleinen Piepen
unterbrochen wurde. Auf ihrer Anzeige bildete sich eine gezackte Linie ab. Liara
verstand zwar nicht allzu viel über menschliche Medizin, doch sie wusste das
ein Piepen für einen Herzschlag stand. Die Pieptöne waren zwar immer 2 bis 3
Sekunden auseinander, doch sie waren konstant. Liara lief eine Freudenträne
über die Wange und ein Lächeln erschien auf ihren Lippen während sie Shepard
ansah. „Sie lebt!“ Dieser Gedanke gab Liara Kraft und Hoffnung. „Die Werte
sehen nicht gut aus, sie muss sofort in ein Lazarett.“ Garrus sagt diese Worte
so ruhig er konnte doch seine Angst war unmissverständlich herauszuhören. Nachdem
er die Worte ausgesprochen hatte, fuhr er auch schon fort: „Ich besorg uns ein
Shuttel. Tue du, für sie was möglich ist.“ „Joker? Bitte kommen! Hier ist
Garrus.“ „Joker hier. Gibt es Neuigkeiten?“ als Joker diese Worte aussprach,
machte er sich nicht einmal den Versuch, seine Nervosität zu unterdrücken. „Ja,
wir haben Shepard, aber es sieht nicht gut aus. Sie muss sofort in ein Krankenhaus!“
Nun schaltete sich auch EDI in das Gespräch mit ein. „Verstanden, Lazarettschiff
„Nifan“ wird kontaktiert und Cortez begibt sich zur bestmöglichen
Exfiltrationszone. Ich führe sie hin.“ Liara hatte das Gespräch verfolgt,
während sie Shepard eine Dosis Medigel verabreichte. Danach half sie Garrus,
als dieser Shepard´s Körper quer über seine Schulternblätter legte. „Wo lang
EDI?“ fragte Liara knapp. „Gehen zurück bis vor das Schott, auf der anderen
Seite des Grabens. Danach gehen sie rechts neben dem Schott, aus welchem sie
kamen, vorbei, bis sie zu einem weiteren geöffneten, kleineren Schott kommen.
Liara und Garrus drehten sich sofort um und liefen die Rampe hinunter. Über den
Graben und auf der anderen Seite wieder die Rampe hinauf. Als sie vor dem
Schott, aus welchem sie nur kurze Zeit zuvor gekommen waren, standen blickten sie
nach rechts. Es gab dort einen kleinen schmalen Weg an der Wand entlang. Garrus
und Liara betraten ihn sofort und liefen ihn entlang. Liara bildete dabei die
Spitze, während Garrus ihr, mit Shepard über den Schultern nachfolgte. Nach
einigen Sekunden ereichten sie eine kleinere Schotttür. Sie war offen und maß
etwa 1 Meter in der Breite und 2 Meter 50 in der Höhe. Der dahinter liegende
Gang war schwach beleuchtet und schien in einer Wendeltreppe zu enden. „Hier
rein und dem Gang folgen“, gab EDI über Funk durch. Sofort traten Liara und
Garrus in den Gang ein und stiegen nach wenigen Metern die Treppe hinunter. Es
dauerte fast 3 Minuten, ehe die Treppe in einem weiteren Gang endete. Der Gang
war recht kurz und durch eine Massive Wand am Ende versperrt. Kurz vor der Wand
stand eine kleine inaktive Konsole. Erst als die Gruppe näher kam, begann die
Konsole zu leuchten. Liara lief sofort zu der Konsole und aktivierte sie. Kurz
darauf, schob sich die Wand, an welcher der Gang endete, nach hinten und dann
zur Seite. Vorsichtig ging Liara auf den nun entstandenen Ausgang zu und späht
hinaus.

Der Ausgang führte sie in einen kleinen Shuttelhangar. Als
Liara und Garrus aus dem Gang traten, schloss sich der Zugang wieder und das
Wandstück, welches den Ausgang offenbarte hatte, wurde wieder ein nahtloser
Teil der Wand. Sie erkannte, dass sie sich auf der oberen von zwei Etagen
befanden. Die oberer, auf welcher sie sich befanden, war größtenteils ein
Kontrollraum zur Einweisung, von startenden und landenden Shuttels. Die obere
Etage war, durch eine kleine Treppe an der linken Seite mit der unteren Etage
verbunden, welche jedoch nur aus zwei separaten Shuttellandeplätzen bestand. Die
gegenüberliegende Seite des Raums, wurde von zwei großen Schottüren bedeckt.
Jede der beiden Schotttüren maß circa 10 Meter und trennte den Hanger vom
Weltall ab. „EDI? Wir sind da.“ „Positiv, Dr. T´soni, Cortez nähert sich
bereits ihrer Position, sie müssen nur noch den Hangar öffnen.“ „Mach ich.“
Nach dieser knappen Antwort lief Liara bereits zur Hauptkonsole, während Garrus
über die Treppe nach unten ging. „Halt durch Shepard es ist fast geschafft“,
flüsterte er, während er nach unten schritt. „EDI, wie es scheint ist dieser
Hangar nur für die Ratsmitglieder gedacht. Ich komme nicht durch die
Sicherungen durch.“ „Verstanden, ich übernehme es. Bauen sie einen Link
zwischen der Konsole und ihrem Universalwerkzeug auf.“ Nach einer Sekunde
antwortete Liara: „Hab ich.“ „Gut, gehen sie nun nach unten.
Atmosphärenbarrieren werden aktiviert. Schotttüren werden geöffnet.“ Als Liara
die Treppe runter lief, hörte sie wie sich die Schotttüren mit einem leisen
metallischen Kratzen öffneten und zur Seite glitten. Als sie unten war, stellte
sie sich neben Garrus, welcher durch das anhaltende Gewicht auf seinen
Schultern und durch die Aufregung schwer atmete. Als die Schotts geöffnet
waren, sahen sie beide, durch die Barrieren hindurch, einen kleinen hellen
Punkt, welcher auf sie zuflog. Innerhalb weniger Sekunden wurde der Punkt
größer und die vertrauen Umrisse des Kodiak wurden erkennbar.

Cortez flog das Kodiak, durch die Atmosphärenbarrieren
hindurch, in den Hangar und landete auf dem rechten der zwei
Shuttellandeplätzen. Sofort liefen Garrus und Liara zu dem Shuttel, dessen Tür
sich gerade öffnete.

Innerhalb des Shuttels saß eine vertraute Person. Dr. Karin
Chakwas. Sie stand zusammen mit einem menschlichen Sanitäter, welchen Garrus
und Liara aber nicht kannten, im Shuttel. Vor ihnen lag eine Trage und mehrere
offene Taschen, mit Medikamenten und medizinischen Geräten. Während Liara, Dr.
Chakwas einen kurzen Überblick hinsichtlich Shepard´s Zustand gab, half der
Sanitäter, Garrus, welcher Shepard langsam von seinen Schultern nahm. Der
Sanitäter und Garrus legten Shepard auf die Trage, wo sie sofort, durch einige
gezielte Handgriffe des Sanitäters fixiert wurde. „Ok, Shepard ist fixiert“,
gab der Sanitäter zu Cortez weiter, welcher keinen Augenblick zögerte, die
Shutteltür schloss und das Shuttel aus dem Hangar manövrierte.

Sobald er draußen war, beschleunigte er und flog ins All
hinaus.

Modifié par Kieferbruch, 15 septembre 2012 - 08:19 .


#10934
Kieferbruch

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Das Kodiak (Gleicher
Zeitpunkt)

„Ankunft bei der Nifan in etwa 5 Minuten.“ „Danke, Cortez“,
antwortete Dr. Chakwas, als sie  begann die
einzelnen Panzerplatten von Shepards Brust und Bauch zu entfernen und Shepard´s
Blöße mit einem Verbandstuch bedeckte. Als die Panzerplatten entfernt waren,
zog Liara erschreckt die Luft ein. Sie dachte, dass Shepard´s Verletzungen
nicht schlimmer hätten sein können. Doch erst jetzt sah sie, was ihre Geliebte
erlitten hatte. Ihr gesamter Oberkörper war mit Hämatomen übersäht, die
Bereiche, die davon verschont geblieben waren, waren durch Panzerungssplitter
oder durch Einschusslöcher gezeichnet. Einige Bereiche, an welchen die
Panzerung dünn gewesen war, waren mit Brandblasen bedeckt. Als Liara all das
sah, wich ihre Hoffnung der Verzweiflung. In ihrem Kopf kamen Erinnerungen
hoch, welche sie nie wieder durchleben wollte. Erinnerungen an die Zeit, als
sie Shepard´s Leiche an Cerberus übergeben hatte. Shepard hatte überlebt, doch
es war ein Wunder gewesen, dass sie das Lazarus Projekt, ohne ein psychisches
Trauma, überlebt hatte. Aber wie oft konnten sich solche Wunder wiederholen,
wie viel Leid und wie viel Schmerz konnte jemand ertragen, ehe ein Teil dieser Person
stirbt. Liara begann still zu weinen, aus Angst Shepard erneut zu verlieren.
Sie sackte auf dem Sitz der Transportkabine langsam zusammen, während ihr die
Tränen über die Wangen liefen.

Garrus beobachtete fassungslos wie Dr. Chakwas, Shepard
verschiedene Medikamente verabreichte. Die meisten spritzte sie direkt in den
Halsvene oder in die Venen an den Armen, andere verrieb sie auf den verbrannten
Stellen von Shepard´s Körper, während der Sanitäter einen sehr detaillierten
Diagnosescan, bei Shepard durchführt. Erst nach einiger Zeit, erkannte er das
Liara weinte. Er ging vorsichtig zu ihr und setzte sich neben sie. Als er seine
Hand auf ihre Schulter legte, sagte er aufmunternd: „Keine Angst, Shepard
schafft das schon. Sie wird bestimmt wieder vollkommen gesund.“ Kurz darauf
sagte der Sanitäter mit selbstsicherer Stimme, scheinbar nur um Garrus Worte zu
untermalen. „Doktor? Die Organe sehen im Großen und Ganzen gut aus, allerdings,
sind drei Rippen gebrochen, der linke Oberarm ist angebrochen und sie hat sehr
viel Blut verloren. Nach einer kurzen Pause fuhr er fort: Wenigstens können die
Verbrennungen, nur knapp als zweiter Grad klassifiziert werden.“ „Na das hört
sich doch gut an. Bereiten sie jetzt die Bluttransfusion vor!“ „Ja, Doktor.“
Mit diesen Worten, holte der Sanitäter einen Blutkonservenbeutel hervor und
befestigte am ihm einen Schlauch. Das Ende des Schlauches, reichte er Dr.
Chakwas. Diese stieß gerade eine Kanüle in Shepard´s Vene am Handgelenk und
schloss die Blutkonserve schnell und professionell an. Als der Doktor damit
fertig war, gab Cortez auch schon nach hinten durch: „Doktor? Lazarettschiff
„Nifan“ voraus. Landung in 10 Sekunden.“

 

Die Nifan war ein menschliches Lazarettschiff. Sie war etwa
so groß wie ein Kreuzer und ebenso gut ausgerüstet, wie ein hervorragendes
Krankenhaus. Am Heck oberhalb des Antriebs, hatte sie eine Shuttelbucht für bis
zu 5 Shuttels. Die Landeplätze waren in einer Reihe angeordnet, allerdings war
momentan keiner der Landeplätze besetzt. Weshalb Cortez einfach auf dem
Landeplatz in der Mitte aufsetzte. Gerade als das Kodiak aufgesetzt hatte,
stürmten 4 Sanitäter und 2 menschliche Ätzte in weißen Kitteln auf sie zu. Die
Sanitäter schnappten sich die Trage, auf welcher Shepard lag, und trugen sie
schnell in die Nifan hinein. Dabei wurden sie von einem der Ärzte begleitet,
während der andere Arzt zu Doktor Chakwas kam. Diese gab ihm einen kurzen
überblick und fügte dann noch hinzu: „Ich will sicherheitshalber noch einen
weiteren Komplettscan und danach will ich Shepard vor mir im OP liegen sehen!
Verstanden?“ „Jawohl, Frau Doktor!“ „Jackson…“, dabei sah der Arzt den
Sanitäter aus dem Shuttel an: „… bringen sie, sie zu Operationssaal 3.“ Der
Sanitäter nickte nur kurz und der Arzt drehte sich um und rannte Shepard´s
Trage hinterher.

 

Die Nifan (gleicher
Zeitpunkt)

„Folgen sie mir bitte, ich bringe sie zu Saal 3“, sagte der
Sanitäter und steig gemeinsam mit Liara, Garrus und Dr. Chakwas aus dem
Shuttel. Als sie draußen waren, startete Cortez und flog mit dem Kodiak hinaus
ins All. Die kleine Gruppe folgte dem Sanitäter schnellen Schrittes in einen
hell erleuchteten Korridor. Der Korridor war lang und es roch nach
Desinfektionsmitteln. Der Boden bestand aus einem grauen Kunststoff, Gummi
Gemisch und die Wände und die Decke waren mit weißen Platten verkleidet. Während
sie dem Gang folgten, passierten sie mehrere Türen. Über jeder Tür hing ein
Schild mit dem Namen des jeweiligen Raums. Garrus las unter anderem Radiologie
und Labor. Nach etwa 15 Metern bog der Sanitäter nach rechts in einen weiteren
Gang und dann sofort wieder nach links, in einen Aufzug, ab. Er wartet, bis
alle im Aufzug standen, ehe er auf den Knopf für Deck 4 drückte. Die
Aufzugstüren schlossen sich lautlos, nur um sich wenige Sekunden später wieder
zuöffnen. Als die Gruppe hinaus trat, fiel ihnen sofort ein Schild unter der
Decke ins Auge: „Operationssäle.“ Sie folgten dem Sanitäter weiter, welcher sie
dem langen Korridor entlang führte. Dieser Korridor, war fast identisch mit dem
vorherigem, außer dass die Türen weiter auseinander lagen. Die Gruppe passierte
mehrere Türen, ehe der Sanitäter stoppte und sich umdrehte. „Doktor wir sind
da. Sie werden bereits erwartet. Ihre Begleiter …“ dabei sah er Liara und
Garrus an, „… können hier warten. Alles Gute.“ Mit diesen Worten, ging er an
der Gruppe vorbei zurück zum Aufzug. Als er weg war, sagte Liara, etwas
zögerlich: „Doktor… Viel Glück.“ Doktor Chakwas nickte nur ernst und betrat
dann den Raum, mit der Aufschrift Operationssaal 3. Garrus und Liara blieben
zurück, als sich die Tür automatisch, hinter Dr. Chakwas schloss.

Nach einigen Minuten lehnte sich Garrus an die Wand. Es
gefiel ihm nicht zu warten, denn dann kamen die Gedanken wieder hoch, welche er
vorher unterdrücken konnte. Liara schien es nicht anders zu ergehen, weshalb
Garrus versuchte ein Gespräch zu beginnen. „Liara, ist bei dir alles in
Ordnung?“ Sofort nachdem Garrus diese Worte ausgesprochen hatte, wand sie sich
zu ihm um und sagte mit zorniger Stimme und vor Wut funkelnden Augen: „Nein!
Nichts ist in Ordnung. Shepard ist da drin und stirbt vielleicht, während ich
nichts tun kann außer zu warten.“ „Shepard stirbt bestimmt nicht, sie wird …“
Garrus schaffte es nicht den Satz zu beenden, ehe Liara ihn unterbrach: „Bist
du blind. Hast du sie nicht gesehen? Es ist schon ein Wunder, dass sie noch
atmet! Also wage es nicht, mich zu fragen ob bei mir alles in Ordnung ist. Den
das ist es nicht!“ Nachdem Liara diese Worte ausgesprochen hatte, blickte sie
zur OP-Tür und schwieg. Mit dieser Reaktion, machte Liara deutlich, dass sie
kein Gespräch wünschte. Garrus verstand ihre Sorge und teilte sie, weshalb er
ebenfalls in Schweigen verfiel.

 

Die Erde (gleicher
Zeitpunkt)

EDI´s Körper ging mit schnellen Schritten durch den Kommandoposten.
Sie suchte Lieutenant Ashley Williams, um sie über die Neuigkeiten,
hinsichtlich Shepard, zu unterrichten. Offiziell galt Shepard nach wie vor als
vermisst. Als Admiral Hackett von ihrem Zustand erfuhr, stufte er alles als
streng geheim ein, da Cerberus höchstwahrscheinlich noch Agenten in der Flotte
hatte. Die Leiche des Unbekannten, wurde auf der Citadel, zwar von einem
Einsatzteam entdeckt und das Cerberus Hauptquartier war zerstört. Dennoch
wollte Hackett, Shepard nicht zum Ziel eines Vergeltungsschlages, von
irgendeinem Fanatiker, machen. Nur sehr wenigen Leuten war die Wahrheit über
Shepard bekannt und noch weniger kannten ihren Aufenthaltsort. Eine Person, die
diese Information bekam war Joker, welcher es EDI erzählte, mit der Bitte es
auch dem Team mitzuteilen. „Mit diesen Leuten hat sie gekämpft, niemand von denen
würde sie verraten.“ Exakt diese Worte hat Joker genutzt, als er EDI sein
Handeln erklären wollte. Doch dies war unnötig. EDI hatte von Shepard so viel
gelernt. Und eine Sache die sie gelernt hatte, war, dass Vertrauen unter
Freunden wichtiger ist als vieles andere. EDI hätte die Information auch ohne
Joker´s Bitte weitergegeben, da jeder aus dem Team diese Information verdiente.
Nach einigen Minuten, des systematischen Suchens, entdeckte sie Ashley und Vega,
in den Überresten eines Cafés. Beide saßen an einem Tisch und gönnten sich eine
kleine Pause. Ashley lehnte sich entspannt auf einem Stuhl zurück, während Vega
vorne übergebeugt, das Kinn auf die Hände gestützt, ins Leere starrte. Beide
bemerkten EDI erst, als sie nur noch wenige Meter von ihnen entfernt waren. Als
sie EDI erkannten, richteten sich beide auf und sahen sie neugierig an. Ohne
eine Begrüßung sagte EDI kurz: „Shepard wurde gefunden und sie lebt.“ Als
Ashley und Vega das hörten, besserte sich ihre Stimmung schlagartig und es
breitete sich sogar ein kleines Lächeln auf ihren Lippen aus. „Wo ist Lola
denn? Können wir zu ihr?“ „Nein, leider nicht. Sie wird momentan noch behandelt
ihre…“ EDI stoppte kurz: „ … ihre Rettung war sehr knapp.“ „Wie knapp EDI?“
fragte Ashley. Ihr sanftes Lächeln war nach diesen Worten unmittelbar wieder
verschwunden. „Genaueres kann erst nach der Operation gesagt werden.“ „Und die
anderen wissen die es schon“, fragte Vega. Auch seine Stimmung war wieder
gesunken. „Noch nicht, aber ich suche sie nun. Falls eine Exfiltration möglich
ist, werden die Koordinaten übermittelt.“ Mit diesen Worten drehte sich EDI um
und ging. Ashley und Vega blieben sitzen, schwiegen jedoch. Jeder machte sich
seine eigenen Gedanken zu Shepard´s Lage.

 

Tali reparierte gerade einen beschädigten Stormgenerator, um
die Energieversorgung innerhalb des Kommandopostens zu verbessern, als sich EDI
über Funk meldete. „An alle Crew Mitglieder der Normandy SR2. Es besteht die
Möglichkeit einer Exfiltration, finden sie sich bitte an den angegebenen
Koordinaten ein.“ Um das Problem der überlasteten Kommunikationswege zu lösen,
wurden weitere Server zur Verarbeitung und Weitervermittlung der Verbindungen
bereitgestellt. Die Kommunikation aus Lust und Laune war zwar immer noch nicht
möglich, aber dafür war es bereits wieder möglich, wichtige Informationen
schnell zu übermitteln. Nachdem Tali die Nachricht vernommen hatte, rief sie
einen Techniker herbei, welcher sie bei der Reparatur unterstütz hatte. „Du
musst noch diese drei Nebenplatinen ersetzen dann sollte er ohne Problem
laufen. Als der Techniker diese Worte hörte, sah er sie fragend an: „Gehen sie
etwa?“ „Ja, ich habe gerade den Befehl erhalten.“ „Schade, ihr Geschick könnten
wir noch brauchen. Aber Befehl ist Befehl. Alles Gute und vielen Dank für die Hilfe.“
Mit diesen Worten wendete sich der Techniker den Platinen zu. Tali überprüfte
kurz die Koordinaten zum Exfiltrationspunkt, als sie EDI sah, welche auf sie
zukam. Sofort lief Tali zu ihr hin und fragte: „Gibt es etwas Neues über
Shepard?“ „Ja“, und dann erzählte EDI, Tali das Gleiche, was sie nur wenige
Minuten zuvor Ashley und James erzählt hatte.

 

Der Exfiltrationspunkt, war eine ehemalige Parkanlage, am
äußeren Rand von London. Die Sonne, kam gerade hinter den schwarzen Wolken am
Himmel hervor, als sich Ashley und James näherten. Durch die Sonne waren die
Schäden, an der Stadt, nun nur allzu gut sichtbar. Jedes Gebäude war beschädigt
oder zerstört und die einst bestimmt bemerkenswerte Parkanlage, war noch ein
großes Feld aus schwarzer Asche. Mitten auf dem Feld standen EDI, Tali und
Javik, während sich EDI und Tali unterhielten, betrachtete Javik ehrfürchtig
sein Messer. EDI hatte Javik erst an der Landezone über Shepard´s Zustand
informiert. Doch wie immer ließ sich dieser seine Gefühle nicht anmerken und
hatte nur mit einer kalten, gefühllosen Stimme geantwortet: „Verstehe.“ Tali
hätte ihm am liebsten ihre Meinung gesagt, aber sie wusste, dass es nichts
gebracht hätte, weshalb sie es gelassen hatte. Ashley und James gingen zu ihren
Teamkollegen und fragten EDI instinktiv: „Und? Gibt es was Neues über Shepard?“
„Nein sie wird noch operiert. Aber Cortez ist bereits zu uns unterwegs, um uns
zur Normandy zurückzubringen.“ Nach etwa 10 Minuten, sahen sie den vertrauten
Umriss des Kodiak, welches etwas entfernt, von der Gruppe landete. Ashley war
dankbar darum, sie hatte sich bereits vorgestellt, wie eine riesige Wolke aus
Asche auf sie zurasen würde, wenn Cortez landete. Da lief sie lieber einige
Meter. Als alle in das Shuttel gestiegen waren, schloss Cortez die Tür,
startete und sagte: „Ich bring uns zur Normandy. Oder gibt es andere Ziele.“
„Zu Shepard“, sagte Tali sofort, doch Cortez erwiderte nur: „Das wird nicht
gehen. Die Nifan ist absolutes Sperrgebiet. Niemand kommt rein oder raus. Der
Admiral will auf diese Weise, Anschlage, welche möglicherweise Shepard gelten
vermeiden. Aber keine Sorge die Nifan ist eins der besten Lazarettschiffe der Allianz.
Shepard ist dort in besten Händen.“ „Ist Cerberus wirklich noch so eine Gefahr,
Esteban?“ „Das weiß man eben nicht Mr. Vega. Der Admiral soll jedoch bereits
Schiffe zum Cerberus Hauptquartier geschickt haben, um Informationen über
Agenten zu suchen. Aber da von dem Hauptquartier nicht mehr viel übrig ist,
wird das wohl noch einige Zeit dauern.“ Nun schaltete sich auch Ashley in die
Diskussion mit ein: „In Ordnung Cortez, wenn es nicht zu Shepard geht dann
bringen sie uns halt zur Normandy, von dort werden wir ja sehen, wie unsere
Möglichkeiten aussehen.“ „Jawohl Ma'am.“

 

Die Normandy bildete, gemeinsam mit 2 Jägerstaffeln, 3
Kreuzern, 4 Fregatten und 2 Schlachtschiffen, die Eskorte für die Nifan. Aber
während die anderen Schiffe mehrere dutzend Kilometer von der Nifan entfernt
patrouillierten, war die Normandy nur wenige Kilometer entfernt und schwebte
lautlos, an der Seite der Nifan. Als sich Cortez, der Normandy näherte, dröhnte
es aus den Lautsprechern im Shuttel: „Hier spricht Staffelführer Blau, sie
näheren sich einem Sperrgebiet. Identifizieren sie sich oder wir eröffnen das
Feuer!“ „Lieutenant Steve Cortez. Shuttelpilot und Nachschubsoffizier der Normandy
SR2. Ich habe Befehl, die Crew der Normandy zurück zubringen.“ „Es herrschte
einige Sekunden erdrückende Stille, ehe sich der Staffelführer wieder meldete.“
Ihre Landung auf der Normandy wurde überprüft und autorisiert. Zwei Jäger
werden sie auf direktem Weg dorthin geleiten.“ „Vielen Dank“, war Cortez kurze
Entgegnung und unmittelbar danach, tauchten zwei Jäger links und rechts neben
dem Kodiak auf. Die Jäger begleiteten das Shuttel, bis zur Normandy. Erst als
Cortez im Frachtraum war und sich die Frachtraumtüren schlossen, drehten sie
ab, um ihre Patrouille fortzusetzen.

Nachdem das Kodiak gelandet war, öffnete sich die Shutteltür
und alle Insassen stiegen aus, allen voran Ashley. Als das Team komplett ausgestiegen
war, drehte sich Ashley zu der Gruppe und sagte: „In Ordnung, wir treffen uns
in 1 Stunde im Konferenzraum, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Bis dahin,
sollten Verletzungen und ähnliche Umstände behandelt und erledigt sein.
Wegtreten!“ Am liebsten, hätten alle sofort das weitere Vorgehen besprochen,
doch der Kampf um die Erde hatte seine Spuren hinterlassen. Und selbst wenn es
keiner von ihnen zugegeben hätte, wusste Ashley, dass sie am Ende ihrer Kräfte
waren. Sie erkannte es an ihren Gesichtern und fühlte auch selbst, wie sie sich
nur schwer konzentrieren konnte. Nichts verlockte nun mehr, als sich ins Bett
fallen zulassen und sich zu erholen. Doch selbst, wenn sich Ashley dazu
entscheiden würde, so wusste sie, würde sie keine Ruhe finden. Nicht solange
die Lage um Shepard ungewiss war. Das Team, einschließlich Ashley, ging langsam
auf den Fahrstuhl zu. Cortez löste sich von der Gruppe ab, er sagte: „Ich habe
noch zu tun.“ Mit diesen Worten, begann er etwas in das Nachschubsterminal
einzutippen. Ashley beachtete ihn nicht weiter, während sie und die anderen auf
den Fahrstuhl warteten. Niemand sagte etwas, als sie alle in den Fahrstuhl
stiegen und nach oben fuhren. Nach wenigen Sekunden hielt der Aufzug auf dem
Maschinendeck und Javik trat ohne ein weiteres Wort nach draußen und bog links
um die Ecke. Kurz darauf schlossen sich die Aufzugstüren wieder, nur um sich,
nach einigen weiteren Sekunden, wieder zu öffnen. Die nächste Etage, war das
Mannschaftsdeck, hier stiegen James, Tali und EDI aus. Ashley nahm an, EDI
würde irgendein Update oder Reparaturen durchführen. Während Tali und James
etwas essen würden oder in Tali´s Fall sollte man besser sagen, dass sie eine
Nährstoffpaste in den Anzug leiten würde. Ashley verstand nicht, wie man über Monate
hinweg, von diesen Pasten leben konnte. Natürlich lieferten diese Pasten alles
was der Körper braucht und auch die Allianz hatte für Notfälle solche Pasten,
auf Schiffen und in Fahrzeugen platziert. Aber es brauchte wirklich ein
Notfall, damit Ashley dieses Zeug runterwürgen würde. Sie hatte es einmal
probiert, es sofort wieder ausgespuckt und den Geschmack dennoch den ganzen Tag
im Mund gehabt. „Einmal und nie wieder“, hatte sie sich damals geschworen. Als
EDI, James und Tali ausgestiegen waren, schossen sich die Türen wieder und
brachten Ashley zu ihrem Ziel. Das KIZ. Sie verlies den Aufzug, ging nach
rechts und passierte die Sicherheitskontrollen. Die beiden Soldatinnen
salutierten sofort als Ashley durch den Scanner trat. Danach ging sie weiter, bis
zum Konferenzraum. „EDI, ich brauche alle Informationen, bezüglich Shepard´s
aktueller Lage.“ „Ja Ma´am! Ich liste auf.“

 

Die Nifan (ca. 3
Stunden später)

„Seid drei Stunden sind sie darin!“ sagte Liara. „Du hast
Shepard doch gesehen. So etwas zu versorgen dauert seine Zeit!“ „Denkst du…?“
„Nein…“, war Garrus entschiedene Antwort: „… und du solltest so etwas auch
nicht denken.“ Garrus und Liara waren noch immer vor dem Operationssaal und
warteten auf Neuigkeiten. Liara, welche anfangs noch ununterbrochen, vor der
Tür, auf und ab gelaufen war, saß nun ebenso wie Garrus auf dem Boden. Sie saß
links neben der OP-Tür, während ihr Garrus gegenüber saß. Die letzten Stunden
waren für beide schrecklich gewesen. Niemand hatte ihnen Bescheid gegeben. Sie
warteten dort, in der Ungewissheit wie es um Shepard stand.

Plötzlich öffnete sich die OP-Tür und Dr. Chakwas trat zu
ihnen heraus. Sie sah erschöpft aus, aber zufrieden. Sofort sprangen Liara und
Garrus auf. Doch ehe einer von beiden den Mund aufmachen konnte, sagte Dr.
Chakwas: „Shepard geht es gut. Wir konnten ihre offen liegenden Wunden und auch
ihre inner Verletzungen versorgen. Es war knapp, aber sie wird sich wieder
vollständig erholen. Außerdem war es uns möglich, die Narbenbildung, minimal zu
halten. Es werden zwar kleine Narben entstehen, doch werden diese mit der Zeit
vollends verschwinden.“ Als Liara all das hörte, fiel ihr ein Stein vom Herzen.
„Sie hat es geschafft. Sie wird wieder gesund.“ Dieser Gedanke schwirrte durch
Liara´s Kopf, und brachte ein Lächeln auf ihre Lippen. Während sich eine
Freudenträne, in ihrem Auge sammelte, fragte Liara: „ Können wir zu ihr?“
„Shepard ist momentan noch ohne Bewusstsein, aber sie wird jetzt gleich auf ein
Krankenzimmer gebracht.“ „Hier gibt es Krankenzimmer?“ fragte Garrus ungläubig.
Bei den Turinern, wurden die Soldaten nur zusammengeflickt, und dann wieder auf
ihr Schiff geschickt. Um sich dort auszukurieren, natürlich unter Aufsicht des
jeweiligen Schiffarztes. „Oh ja! Es gibt hier Krankenzimmer. Deck 3 und 4 sind
nur für die Unterbringung konzipiert.“ Nun schaltete sich auch wieder Liara in
das Gespräch ein: „Das beantwortet meine Frage nicht. Können wir zu Elena?“ „
Ja, aber sie wird halt noch einige Zeit nicht ansprechbar sein.“ „Und wann wird
sie wieder ansprechbar sein“, bohrte Liara nach, woraufhin Dr. Chakwas gestand:
„Das wissen wir nicht genau. Shepard´s Implantate haben positive Auswirkungen
auf ihre Genesung, aber wir wissen nicht genau welche. Vielleicht wacht sie in
10 Minuten auf, aber vielleicht auch erst im Laufe der nächsten Tage.“ Als Dr.
Chakwas ihren Satz beendet hatte, schoben zwei Frauen und ein Mann, alle in weiße
Kittel gekleidet, eine Trage aus dem Operationssaal. Auf ihr lag Shepard.

Shepard trug mehrere Verbände über der Brust, dem Bauch, und
auch stellenweise auf den Armen und Beinen, auch wenn Garrus und Liara, ihre
Beine nicht sehen konnten, da diese von einer dünnen Decke bedeckt waren. Ihr
linker Oberarm war geschient worden und es führten 2 kleine, dünne Schläuche in
ihren rechten Handrücken, durch welche durchsichtige Flüssigkeiten, in ihren
Körper, liefen. „Was passiert, wenn Shepard auf der Krankenzimmer ist“, fragte
Liara, während sie unablässig auf Shepard blickte. „Shepard wird auf dem Zimmer
bleiben und sich erholen und erst wenn sie sich vollkommen auskuriert hat,
werde ich ihr erlauben, die Nifan zu verlassen“, antwortet Dr. Chakwas, mit
einem sanften Lächeln auf den Lippen. „Können wir bei Shepard bleiben?“ „Aber
natürlich Garrus, außerdem glaube ich nicht, dass wir Liara von ihr fernhalten
können.“ Dabei sah sie Liara an, wobei ihr sanftes Lächeln zu einem Grinsen
wurde. Liara lächele nur zurück und dachte sich: „Genau, ich werde sie nie
wieder alleine lassen.“ Gemeinsam gingen Garrus, Liara, Dr. Chakwas und die
Ärzte, welche Shepard´s Trage begleiteten zu dem Aufzug zurück und fuhren auf
Deck 3. Als sie Deck 3 erreichten, schoben die Ärzte, Shepard´s Trage durch
einen weiteren Gang. Auch dieser Gang sah aus wie die bisherigen, nur waren die
einzelnen Türen nun näher beieinander und es gab mehrere Abzweigungen, nach
links und rechts. Die Ärzte schoben Shepard wenige Meter geradeaus, ehe sie
nach rechts in eins der Krankenzimmer einbogen, Liara, Garrus und Dr. Chakwas
folgten einen Augenblick danach. Das Zimmer hatte eine rechteckige Form.
Gegenüber der Tür, befand sich ein ovales  Fenster, mit einer Höhe von etwa 75cm und
einer Breite von 1 Meter. An den Wänden, auf der linken Seite, befanden sich mehrere
holographische Anzeigen, welche Informationen zu verschiedenen Bereichen im
Körper und den Vitalzeichen lieferten. Eine der drei Ärzte, synchronisierte die
Anzeigen gerade auf Shepard´s Zustand. Auf der rechten Seite des Raumes stand
ein Krankenbett, auf welches Shepard, von den anderen beiden Ärzten gelegt
wurde. Links neben dem Bett, standen an der Wand zwei Stühle und ein kleiner
viereckiger Tisch. Rechts neben dem Bett, war ein kleiner Nachtisch, mit einer
digitalen Uhr und einer Nachttischlampe. Als die Anzeigetafeln synchronisiert
waren und Shepard auf dem Krankenbett lag, verließen die drei Ärzte das Zimmer.
Kurz darauf sagte Dr. Chakwas: „Shepard geht es hier gut, und sie sollte sich
hier auch gut erholen können. Falls ihr etwas braucht, so findet ihr die
Kantine auf Deck 1 und falls ihr euch frisch machen möchtet, ist dort das
Badezimmer.“ Sie deutete auf eine kleine Tür, links neben den Anzeigetafeln.
„Ich werde nachher noch einmal vorbeisehen, aber erst muss ich Admiral Hackett
einen Bericht erstatten.“ Mit diesen Worten drehte sie sich langsam um und
verlies das Zimmer. Liara nahm sich einen der zwei Stühle und trug ihn auf die linke
Seite des Bettes. Sie setzte sich und sah Shepard an, während sich Garrus auf
den anderen Stuhl setzte und ebenfalls Shepard schweigend ansah. Nach einigen
Minuten sagte Garrus:  „Liara, ich hole
mir etwas zu trinken, möchtest du auch etwas.“ Doch Liara schwieg und blickte nur
Shepard an. „Ich werde dir etwas mitbringen“, sagte er sanft, stand auf und
verlies langsam den Raum. Liara blickte noch immer Shepard an, während sie
merkte, wie ihre Augenlieder langsam immer schwerer wurden.

 

Irgendwo im Nirgendwo
(Gleicher Zeitpunkt)

Shepard lag mit dem Gesicht nach auf dem Boden. Ihre Augen
waren geschlossen und sie vernahm das Rauschen der Blätter und den Geruch von
Erde. Langsam öffnete Shepard ihre Augen und nach und nach kehrte ihre klare
Sicht zurück, sie erkannte, dass sie in einem Wald lag und sie spürte die
vertraute Enge ihrer Panzerung. Vorsichtig richtete sich Shepard auf. Als sie
aufrecht stand, blickte sie sich um. Sie befand sich in Mitten eines dunklen
Waldes. Der Himmel war von dunklen Wolken verhangen und in einiger Entfernung
erkannte Shepard Nebelschwaden, welche verhinderten, dass sie noch weiter sah.
Danach blickte sie an sich hinunter. Sie trug tatsächlich ihre Panzerung, welche
makellos schien. Shepard versuchte sich zu erinnern, wie sie hier her gekommen
war, aber ihre Erinnerungen waren undeutlich und verschwommen. Shepard sah sich
noch ein weiters mal um, konnte jedoch nichts entdecken, was auf einen Pfad
oder Weg schließen ließ. Weshalb sie ihrem Instinkt vertraute und sich langsam
in Bewegung setzte. Einfach geradeaus. Sie ging auf die entfernten Nebelschwaden
zu, doch diese schienen nicht näher zu kommen, egal wie weit Shepard auch ging,
der Nebel kam niemals näher. Shepard wusste, dass sie diese Umgebung kannte.
Sie wusste nur nicht mehr woher. Trotz dieser Unwissendheit, ging Shepard
weiter. Nach einiger Zeit hörte sie leises Flüstern um sich herum. Sie sah sich
um, konnte jedoch niemanden entdecken, weshalb sie vorsichtig weiterging. Dabei
konzentrierte sie sich auf das Flüstern um sie herum und versuchte etwas zu
verstehen. „Hatte mich schon auf die Tests gefreut.“ Hörte sie von der einen
Seite, während sie kurz darauf eine andere Stimme flüstern hörte: „… verdienen
wir dafür den Tod?“ „Es ist die richtige Entscheidung und das wissen sie!“
Drang von einer anderen Seite zu ihr. Shepard sah sich um. Sie versuchte die
Sprecher zu finden. Während ihr Verstand versuchte diese Sätze zu begreifen.
Shepard kannte diese Sätze. Doch immer, wenn ihr Verstand kurz davor stand es
zu begreifen. Entglitt der lösende Gedanke. Sie versuchte die Stimmen zu
ignorieren. Sie auszublenden, bis sie eine Stimme sagen hörte: „…dann muss ich
wissen, dass du immer zu mir zurückkommst.“ „Liara.“ Erschien der Gedanke klar
in Shepard´s Geiste. „Ich habe ihr versprochen immer zurückzukommen. Und ich
werde zu ihr zurückkehren.“

 

Langsam öffnete Shepard die Augen und erkannt undeutlich,
dass sie in einem ihr fremden Raum lag. In der Wand rechts neben ihr, war ein
Fenster, durch welches sie die Schwärze des Alls und das Licht der Sterne sehen
konnte. Langsam drehte sie den Kopf, bis dieser gerade war. Ihr Blick wurde
langsam klarer und das Gefühl, für ihren Körper kehrte langsam zurück. Sie
hatte in ihrem gesamten Körper Schmerzen. Sie spürte die Verbände auf ihrer
Brust, auf dem Bauch, auf ihren Beine und ihren Armen. Doch trotzdem lächelte
sie leicht, als sie sich erinnerte, dass der Krieg vorbei und die Galaxie in
Sicherheit war. Langsam drehte Shepard ihren Kopf weiter nach links, als sie,
sie sah.

Schlagartig verschwanden die Schmerzen aus Shepard´s Körper,
als sie Liara erblickte. Liara saß auf einem Stuhl, links neben Shepard´s Bett.
Ihr Gesicht, lag auf ihren verschränkten Armen und war zu Shepard gerichtet.
Sie schlief. Shepard war unendlich froh, zu sehen, dass sie lebte und es ihr
gut ging. Langsam streckte Shepard ihre linke Hand aus und strich Liara
vorsichtig, mit dem Zeigefinger über die rechte Wange. Liara öffnete verschlafen
ihren Kopf, als Shepard sagte: „Guten Morgen, meine Liebste.“ Liara erhob ihren
Kopf fassungslos und blickte Elena tief in die Augen. Ehe sie ihr um den Hals
fiel und unter Tränen sagte: „Ich hatte solche Angst um dich, ich dachte ich
hätte dich verloren!“ Shepard welche ebenfalls ihre Arme um sie legte, flüstere
ihr ins Ohr, während ihr die Tränen über die Wangen liefen: „Ich auch! Ich
auch!“ Beide hielten sich mehrere Sekunden fest, ehe sie sich etwas voneinander
lösten, um sich in einem liebvollen, langen Kuss wieder zu vereinen. Dies war
der Moment, in dem Shepard wusste, dass jene Mission, welche als Testflug nach
Eden Prime begann und zur wichtigsten Mission aller Zeiten wurde, endlich
beendete war. Und auch wenn der Weg bis hierher viele Opfer gefordert hatte, so
wusste sie, dass es das wert gewesen war. Nachdem dem Kuss, lagen sie beide
noch lange Zeit eng umschlungen aneinander, ehe Shepard´s Erwachen bemerkt
wurde und die Galaxie ihre Heldin feiern konnte.

 

So enden die Abenteuer von Commander Shepard. Des ersten
menschlichen Spectres, der Bezwingerin von Saren Arterius, der Zerstörerin der Kollektoren
und Vernichterin der Reaper.

 

Commander Shepard die größte Heldin der Galaxie.

 

ENDE

 

 

 

 

Ich hoffe es hat euch gefallen. So hätte Mass Effect 3,
meiner Meinung, nach enden sollen. Wie gesagt, für konstruktive Kritik bin ich
immer offen und ich würde mich über ein Feedback freuen.

 

Euer Kieferbruch

Modifié par Kieferbruch, 15 septembre 2012 - 08:22 .


#10935
Kieferbruch

Kieferbruch
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Mit dem Reinstellen des Endes, verabschiede ich mich auch für heute. Und bitte geht nicht zu hart mit mir ins Gericht. :)
Bis mogen

#10936
Guest_Kianya_*

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verdammt elite du hattest recht ...kleine buchstaben ...kopfschmerzen .... aber muss es trozdem versuchen o.O

*edit*

und dann auchnoch so viel!!!!:blink:

Modifié par Kianya, 14 septembre 2012 - 08:12 .


#10937
ottifant64

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What the **** is this?

#10938
Kieferbruch

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ottifant64 wrote...

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What the **** is this?


Gut oder schlecht gemeint???

Wenn die Schrift zu klein ist, kopiert es in Word und verändert die Schriftgröße.

Bin jetzt aber auch wirklich weg.

#10939
Guest_Kianya_*

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ottifant64 wrote...

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What the **** is this?


klick drauf und schau halt B)
Bin ich der Erklärbär? :D

#10940
Jeyops

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Die Japaner bekamen lediglich ein Ultimatum bedingslos zu kapitulieren taten dies aber erst nach dem Abwurf der Atombomben.
Und ein offener Krieg ist für mich wenn ein Land dem anderen den Krieg erklärt und das andere daraufhin zurück.
Die USA erklärten Al-Qaida etc. allerdings erst nach 9/11 den Krieg.
Und 9/11 war schlimm daran gibt es nichts zu rütteln, was würdest du von unserer Regierung erwarten wenn eine Terrorgruppe 3000 Menschen tötet darunter evtl. deine halbe Familie.
Würdest du von ihnen verlangen das sie sagen "Yo scheiße wars war wohl ein Anschlag von denen egal was solls" , das glaub ich kaum.
Wir hier in Europa haben nicht soviel mit dem Terrorismus zu kämpfen und wissen daher auch nicht so wirklich wie sich das anfühlt.

#10941
ottifant64

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Kianya wrote...

ottifant64 wrote...

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What the **** is this?


klick drauf und schau halt B)
Bin ich der Erklärbär? :D



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Du hast nicht die erforderlichen Berechtigungen, um diese Gruppe anzusehen.



Erinnert an YouTube. :mellow:

#10942
GeneralMoskvin

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Wie schon gesagt, wenn eine Nation zu dumm ist, eine Kriegserklärung zu akzeptieren, ist sie selbst Schuld. Wie wäre das mit den Briten gelaufen?

Ach, die Deutschen. Sind harmlos.

Hab mich nochmals erkundigt, du hast Recht. das Angebot der Japaner war nicht auf bedingungslos, sie wollten einige Territorien im Pazifik behalten.

Nach der Zerstörung der vor Anker liegenden Okinawa-Flotte waren die Japaner am Ende. Das zeigt schon das Kapitulationsangebot da oben. Dennoch wussten die Amerikaner von der immensen Sprengkraft - haben das Ding ja in Nevade ordentlich auf den Prüfstand gestellt.

Eine Invasion in Japan hätte vielleicht 20000 tote Soldaten zur Folge gehabt. Aber Japan war, wie schon gesagt, ausgeblutet.

Natürlich ist jedes verlorene Leben schlimm, aber ich sehe nicht, warum wir 3000 Toten und zwei kaputten Gebäuden eher gedenken sollen als 150000-500000 Menschen und zwei Städten. Offener Krieg hin oder her sind beides Verbrechen.

#10943
Guest_Kianya_*

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ottifant64 wrote...


Erinnert an YouTube. :mellow:


achja sry ....die war nicht immer privat .... auf alle fälle ne grp die eben im großen 2 *feste* ziele hat

1. wollen sie nochmal ne erweiterung des ec (kein neues ende an sich sondern einfach eins ... zB das man bei destro noch sieht wie shep aus den trümmern gezogen wird , nach dem sieg nochmal mit den leuten sprechen kann , nen richtigen abschluss mit den teammates eben , zum anderen das man refusal bei entsprechenden punkten vllt auch gewinnen kann und den tiegel nicht benutzen muss

einige arbeiten auch an einem *eigenem* ende und das sieht sogar bisher ganz hübsch aus

2. ist mehr ne nachricht das BW sich mehr auf ihre *alten* spiele und auf ihre stärken konzentrieren sollen ...sowas wie DAO zB und nicht anfangen sollen 08/15 schrott zu machen ...so sieht es nunmal leider im moment aus :blush:


allerdings ist dashier der falsche thread dafür ...und ich les kieferbruchs neues ende gerade also pst :D

Modifié par Kianya, 14 septembre 2012 - 08:38 .


#10944
Jeyops

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Klar ist es beides schlimm, und klar wollten die USA mal ihre neuen Spielzeuge testen das steht außer Frage, aber ich vermute das die meisten dasselbe an ihrer Stelle getan hätten eben um den Sowjets auch noch gleich ein Zeichen zu geben.
Du musst den 3000 toten ja auch nicht gedenken, ganz ehrlich ich denke da auch nicht unbedingt dran, aber die Amerikaner machen es eben.
Wenn wir deutschen anfangen würden einen Trauertag zu benennen aufgrund der Opfer im 2. WK würden wir nur wieder als ****s beschimpft, da wir schließlich die Urheber des Kriegs waren also quasi die Bösen steht es uns wohl einfach nicht zu ihnen zu gedenken, ebenso geht es den Japanern die haben ja schließlich auch den Erstschlag gegen die USA gemacht mit ihrem Angriff auf Pearl Harbor.
Wir waren eben die Bösen und die Alliierten die guten und beim Anschlag waren logischerweise die Al-Qaida die Bösen und die USA die Guten, also sind 3000 "Gute" gestorben und zwar aufgrund von Aggressionen der "Bösen"

#10945
GeneralMoskvin

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Von den hunderttausenden Opfern der Irak/Afghanistan-Kriege nicht zu sprechen.

Aber gut, lassen wir das....das rutscht wirklich ins OT.

#10946
Nihilismus

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ottifant64 wrote...

Kianya wrote...

ottifant64 wrote...

Kianya wrote...

@ otti

Den Seelsorger teil ...viel mehr eig nicht:wizard:


Hä?


this


Für sein 11. September Video hat der Kerl auf's Maul verdient.


Habe gerade das erste Mal ein Vid von ihm geschaut... wieso ist der erfolgreich??

#10947
MasterChief4100

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Nihilismus wrote...

ottifant64 wrote...

Kianya wrote...

ottifant64 wrote...

Kianya wrote...

@ otti

Den Seelsorger teil ...viel mehr eig nicht:wizard:


Hä?


this


Für sein 11. September Video hat der Kerl auf's Maul verdient.


Habe gerade das erste Mal ein Vid von ihm geschaut... wieso ist der erfolgreich??

Manche Geheimnise bleiben lieber geheim^^

#10948
Nihilismus

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Big-Boss687 wrote...

@Kieferbruch:
Aber der alte Shadow Broker hat sogar gewusst, mit wem TIM Sex hatte. An so eine Information muss man erstmal kommen.

Liara hat einfach als SB versagt. Das ist eine Tatsache. Punkt.


Und mit wem...? Das muss ich übersehen haben :mellow:

#10949
Nihilismus

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MasterChief4100 wrote...

Nihilismus wrote...

ottifant64 wrote...

Kianya wrote...

ottifant64 wrote...

Kianya wrote...

@ otti

Den Seelsorger teil ...viel mehr eig nicht:wizard:


Hä?


this


Für sein 11. September Video hat der Kerl auf's Maul verdient.


Habe gerade das erste Mal ein Vid von ihm geschaut... wieso ist der erfolgreich??

Manche Geheimnise bleiben lieber geheim^^


Stimmt, das könnte man eig. unzählige Promis fragen :whistle:

#10950
MasterChief4100

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Nihilismus wrote...

Big-Boss687 wrote...

@Kieferbruch:
Aber der alte Shadow Broker hat sogar gewusst, mit wem TIM Sex hatte. An so eine Information muss man erstmal kommen.

Liara hat einfach als SB versagt. Das ist eine Tatsache. Punkt.


Und mit wem...? Das muss ich übersehen haben :mellow:

Ich kann mich dran erinnern dass er zweimal was mit ner Matriarchin hatte^^