Ich hab mich lange Zeit geweigert, aber schlussendlich hat es mich doch noch gepackt, und DAO fand den Weg in mein Spieleregal - die Ultimate Edition wohlgemerkt. Und ich muss sagen, es gefällt mir. Dass ich jetzt natürlich auch gezwungen bin, DA2 (und DA3?) mit aufzunehmen, sei an dieser Stelle erst einmal belanglos. Widmen wir uns doch mal lieber dem ersten Teil.
Und anfangen möchte ich doch gleich einmal mit den wichtigsten Charakteren. Wer behauptet, dass man in ME2 nur Verrückte an Bord hat, der kennt DAO noch nicht:
- eine Mischung aus tollpatschigem Königssohn und unbeholfenem Sunnyboy
- eine biestige Hexe, die aber letztendlich nicht ganz so böse ist, wie sie tut. (Wieso behaupten alle, sie hätte die selbe Stimme wie Morinth. Für mich klingt sie eher nach Liara. Oder täusche ich mich da?)
- eine mitteilungsbedürftige Bardin mit einem Schuh-Tick. (Lara Croft lässt grüßen
- ein stoischer Riese, dem Begriffe wie Gleichberechtigung offenbar nicht bekannt sind, der aber zumindest auf Kekse steht.
- ein versoffener Zwergen-Macho
- ein selbstverliebter Killer-Elf
- eine vor Sarkasmus triefende Golem-"Dame"
- eine gewissermaßen "besessene" Magier-Omi mit Muttergefühlen.
-ein verschmuster Kriegs-Wauwau (ich hab ihn Wrex getauft
Ich mag jeden auf seine Weise^^
Kommen wir also zu meinen Erlebnissen, die ich kapitelweise niederschreiben werde, unabhängig davon, ob es überhaupt jemand liebt. Ich hab diese Idee im Kopf, und die werde ich jetzt verwirklichen. Basta! xD
Wer bin ich?
Nach mehrmaligem Anspielen, wobei ich mir ein paar der Prologe angeschaut hatte, hab ich mich für eine junge Dalish-Kriegerin entschieden (ja, eine weibliche, verdammt! Grins nicht so doof! xD), die ich in Gedenken an die sympatische Gangsterbraut Aria (im nachhinein vielleicht nicht unbedingt passend, aber egal) getauft habe.
Die Idee, für jede Rasse und Klasse eine eigene Vorgeschichte durchspielen zu müssen, hat mir sehr gefallen. Das hätte ich mir auch für ME auch gewünscht. Auch merkt man schnell, dass die ganzen Vorgeschichten in gewisser Weise miteinander zusammenhängen. Früher oder später trifft man auf Orte und Personen, die für einen anderen Prolog eine wie auch immer geartete Rolle spielen.
Aria zum Beispiel verschlägt es zusammen mit ihrem Kameraden Tamlen in eine alte unterirdische Wohn- bzw Kultstätte der Elfen, in der ihnen ein alter Zaubspiegel zum Verhängnis wird. Armer Tamlen! Und nun erscheint Duncan auf der Bühne und teilt uns mit, dass wir vom Bösen befallen sind und unsere einzige Rettung darin besteht, ein Spec .. *räsuper* entschuldigung ... ein Grauer Wächter zu werden. Und von da an beginnt für meine Dalish das eigentliche Abenteuer.
Der blonde Schönling und sein Schwiegervater
Ich liebe es, mich in aller Ruhe in einem neuen Gebiet umschauen zu können und selbst zu entscheiden, wann die Story weitergeht. Das ist nicht in jedem Game der Fall, aber hier fühlte ich mich frei. Nach dem Zusammentreffen mit dem König, den ich mir vom Aussehen her eher auf einen Surfbrett in Miami Beach vorstellen könnte als auf einem Schlachtfeld, streifte ich umher, sammelte den einen oder anderen Kodexeintrag, plünderte in guter alter RPG-Manier (unverschlossene) Truhen, Säcke und Kühlschränke. Äh,was? Kühlschränke?? Entschuldigt bitte, zuviel Lyrium erwischt. xD
Und natürlich bequatschte ich auch alle möglichen NPCs (kann es übrigens sein, dass ein gewisser Herr Schäfer ebenfalls hier sein sprachtechnisches Unwesen getrieben hat, oder bilde ich mir das nur ein?^^), wo ich neben meinen beiden "Kurzstrecken"-Gefährten auch den jungen Ex-Templer Alistair kennenlerne.
Alli, wie ich ihn nenne, ist mir schon ein Herzchen. Im Kampf ein richtiger Haudrauf (wenn er nicht gerade verblutet
Auch mit des Königs düsteren Schwiegerpapa halt ich ein kurzes Schwätzchen. Warum sind eingentlich alle Bösewichte immer so konsipiert, dass man sie von Anfang an nicht leiden kann? Naja, letztendlich stellt er sich zwar als skrupelloser Drecksack heraus, aber einer mit guten Absichten. Aber dazu später mehr.
Die Drei Prüfungen (warum eigentlich immer drei??)
Ja, warum überhaupt? Ich bin verdammt nochmal eine von Dunkler Brut verseuchte Elfendame und brauch Heilung. Wenn ich mir in der Apotheke nen Hustensaft kaufe, muss ich doch auch nicht erst die Hauptstädte aller Bundesländer aufzählen. *Zeter*
So schickt uns Oberwächter Duncan also in die Wildnis, wo wir etwas ... ähm ... "Brut-Blut" und ein paar Verträge abgreifen sollen. Frei nach dem Motto "Ladies First" wälst der dienstältere Alistair ohne lange Diskussion die unbequeme Rolle des Anführers auf mich ab und macht sich auf diese Weise von jeglicher Verantwortung frei. Was für ein Gentleman.
Mir sind Echtzeitkämpfe zwar lieber als diese pseudo-rundenbasierte Variante, aber in einem RPG, in der man neben seinem eigenen Char auch noch sein Squad steuern kann/muss, lässt sich das vermutlich kaum vermeiden. Letztendlich kam ich ganz gut zurecht und lernte schnell, wann man sein Team mehrere Gegner zugleich angreifen lassen kann und wann es Sinn macht, sich immer nur auf einen zu konzentrieren. Gegen Ende verbrauchten sich die Verbände und die Salben doch ziemlich schnell, und Morrigan ist als Heilerin nicht wirklich zu gebrauchen, dafür ist Wynne aber eine nur mäßige Kampfmagierin.^^
Wie auch immer. Die ersten Kämpfe waren ja nur zum Aufwärmen und waren daher noch unverschämt einfach.
So erreichten wir irgendwann die Ruine, wo wir unsere erste Begegnung mit der charmanten Junghexe haben, die uns promt mit zu ihrer liebreizenden Mutti bringt. Diese (bereits von den Grimm-Brothers als Knusperhexe betitelte) Dame namens Flemeth (richtig geschrieben?) händigt uns kurzerhand die Verträge aus und gibt uns sogar noch die Warung mit, ja nicht zu kurzsichtig zu sein, was die untoten Bösewichte angeht.
Mit Blut und Verträgen im Gepäck kehren wir zu Onkel Duncan zurück, der uns direkt zur dritten Prüfung schleift: einem kleinen Umtrunk mit hochprozentigem Brut-Blut. Doch, das Gesöff ist nicht Jedermanns Geschmack:
Entweder du bekommst ordentlich Haare auf der Brust (eine Bereicherung für jede attraktive junge Elfin, die was auf sich hält) und wirst ein Wächter, oder es haut dich aus den Socken und kannst deinen GW-Führerschein endgültig an den Nagel hängen.
Diese Erfahrung musste unser erster Kamerad machen, dem der Stoff wohl ein wenig zu hart war.
Der zweite Probant wollte ganz plötzlich davon nichts mehr wissen, immerhin habe er ja eine schwangere Ische daheim sitzen. Doch,wer mit den GW dealt, der kommt nur mit den Füßen voran aus der Sache wieder raus. Schließlich ist Aria an der Reihe. Natürlich übersteht sie auch das, sonst wäre ja das Spiel zuende, oder - noch schlimmer - Alistair müsste die ganze folgende Drecksarbeit machen. Nochmal Glück gehabt, Alli!
Die Schlacht und warum wir nicht an daran teilnehmen
Nach einigen Unstimmigkeiten haben König und General sich schließlich darauf geeinigt, dass sich Alli und Aria zum Leuchtturm aufmachen,um dort ein Feuerchen zu entzünden, das Loghain und seine Mannen signalisiert, abzuhau ... ähm ...ich meine, dem Feind in die Flanke zu fallen.
Wenig begeistert davon, nun doch nicht kämpfen zu dürfen, trottete der Softkeks hinter unserer Dalish hinterher. Natürlich war klar, dass alles anders kommen würde.
Und so geschah es ja dann auch. Ein Kampfmagier und ein Wachsoldat schlossen sich uns an, damit wir uns durch die uneingeladenen Gäste bis zur Turmspitze metzeln konnten. Letzteren ernannte ich per Taktik zum Fernkämpfer, weil ich seit jeher die Kombination "Zwei Nahkämpfer, ein Schütze und ein Magier/Heiler" favorisiere, sofern man diese Möglichkeit hat.
Immer mal wieder ging einer zu Boden, aber letztendlich sind wir ganz gut weggekommen, und selbst der kuhköpfige Oger war relativ einfach zu besiegen (naja, ich hab gut Reden,schließlich spiel ich ja auch auf Leicht, damit ich mich nicht allzu sehr mit dem Taktik-Bildschirm befassen muss. xD).
Das Feuer war entzündet, und ein Filmchen verriet uns zum Einen, wie unsere Unterstützung todesmutig ... das Weite sucht, und zum Anderen, wie als Antwort darauf u.a. der köngliche Blondschopf und unser Wächter-Onkel im Laufe der furiosen Schlacht (warum muss ich eigentlich immer an den dritten Teil von HdR denken?^^) zu Brei gestampft werden. Vielen Dank, Loghain!!
Und auch uns hielt es nicht lang auf den Beinen. Wir gehen zu Boden ... und erwachen kurze Zeit später in der Hexenhütte wieder. Flemeth habe uns gerettet, erklärt uns deren Tochter und lässt sich auch nicht nehmen, hinzuzufügen, dass auch unser Kumpel noch lebt und gerade ein bisschen schlecht drauf ist, was sie so gar nicht verstehen kann. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass sich die beiden wirklich ganz feste liebhaben. Wie füreinander geschaffen
Nach einer kurzen Unterredung mit Flemeth kommt man zu dem Ergebnis, dass nach dieser Niederlage eine schlagkräftige Armee notwendig sein würde, und dass man diese mithilfe der Verträge zusammenstellen müsse. Um dieses Abenteuer aber auch wirklich heil zu überstehen, gibt sie uns sogar noch das Wertvollste mit, was sie besitzt: Morrigan! Seine einzige Tochter auf eine tödliche Mission zu schicken, in einer Welt, die sie praktisch noch nie gesehen hat, ist wirklich das schönste Geschenk, das man seinem Kind machen kann. So eine Mutter hätte ich auch gerne gehabt.^^
Nachdem ich einen kurzen Plausch mit der Dame hatte und sie kurzerhand zur Küchenhilfe ernannte (ich sterbe lieber an vergiftetem Eintopf als an Alistairs Kochkünsten. xD), machten wir uns auf den Weg zu unserer ersten Anlaufstation: Lothering
Der Hund, die Bardin und der Gefangene
Kaum hatten wir die halbe Begegnung hinter uns gebracht, kommt es auch schon zur ersten Zufallsbgegnung. Ein riesiger Mabari läuft uns glücklich hechelnd entgegen und rettet uns sogleich vor einer kleinen Gruppe Orks (der Einfachheit halber werde ich die beiden Hauptvertreter der Brut einfach als Orks bezeichnen, allein schon, weil sie mich doch wirklich an die Orks aus HdR erinnern.^^)
Es war nicht irgend ein Mabari, sondern eben jener, den ich erst kürzlich verarztet habe. Ich taufte ihn kurzerhand Wrex und schon war mein erstes Quartett vollzählig, quasi das Urgestein des GW-Teams.
Die Brücke zum Dorf wurde von einigen "Zollbeamten" bewacht, die offensichtlich Spenden zur Instandsetzung eben jener sammelten. Ich machte ihnen ziemlich deutlich klar - sprich mit der Schwertklinge in der Brust - dass es bei mir nichts zu holen gibt. Diplomatie kann ja so schön sein.
Im Dorf selber wimmelte es von Flüchtingen, die alle eine traurige Geschichte zu erzählen hatte. Großzügig, wie ich bin, half ich, wo nur konnte, schlichtete einen Streit zwischen der Kirche und einem zwielichtigen Händler, erledigte einen Auftrag für nen singenden Mönch und holte sogar einen vermeintlichen Massenmörder aus seinem Käfig. Jeden Tag eine gute Tat,wie ich immer sage.
Dieser wortkarge Riese stellt sich als Sten vor und ist ein Gesandter der Qunari, der für seinen Häuptling auf Geschäftsreise in Ferelden ist. Das erfährt man zwar erst hinterher, aber was soll's. Jedenfalls geriet er wohl mit seinen Leuten in einen Hinterhalt und überlebte als einziger. Aufgefunden im Feld eines Bauernhofes habe man den Ärmsten gesundgepflegt, und Sten zeigte sich äußerst dankbar. Erfreut darüber, dass er sein heißgeliebtes Schwert verloren hat, verarbeitete er die ganze Familie zu Hackfleisch. Sich seiner Untaten bewusst setzte er sich dann zur Metitation ins Feld und wartete dort auf die Wachen. So landete er in seinem Käfig und wartete seitdem auf seinen Tod.
Vorher jedoch machte ich einen kurzen Abstecher in die Kneipe. Schließlich muss man ja auch mal was trinken. Die Soldaten im Inneren sahen das wohl ein wenig anders und wollten uns sogleich einen Kopf kürzer machen. Anscheinend gab es für selbigen eine satte Belohnung, da wir laut Gerüchteküche verantwortlich für den Tod des König seien. Loghain war wohl damit beschäftigt, uns das Leben schwer zu machen. Was für ein Narr!
Unerwartete Hilfe bekamen wir von einer jungen Rothaarigen in Nonnengewand. Leilana heißt sie, war einst Bardin in Orlais und kann ohne Punkt und Komma reden, wenn man sie nicht schnell genug zum Schweigen bringt. Und - Ruckzuck! - hatten wir wieder zwei Weggefährten auf der Liste.
Nachdem wir dann auch noch einen Zwergenhändler und seinen leicht beschränkten Sohn Sendal vor ein paar Bösewichten retten konnten, waren wir auch noch um einen hauseigenen Händler und einen leidenschaftlichen Verzauberer reicher. Was will man mehr?
Lagergespräche
Unterhalten kann man sich mit seinen Leuten eigentlich überall, aber im Lager macht es einfach mehr her, zumal es dort auch noch andere Annehmlichkeiten gibt: Hier kann man sein gesamtes Team versorgen statt nur die, welche man gerade dabei hat.
Die Gespräche an sich verlaufen je nach Beziehung zu den jeweiligen Kameraden unterschiedlich. Wer kein Vertrauen zu dir hat, wird dir kaum seine intimsten Geheimnisse verraten. Auch ein System, dass ich gern bei ME gesehen. Statt durch seine Taten generell als gut bzw. böse eingestuft zu werden, hat hier jeder Begleiter seine eigene Ansicht über dich. Was den einen freut, kann dem anderen Kopfschmerzen bereiten.
Wenn du zum Beispiel deinem besten Kumpel auf die Fresse haust, dürfte ihn das schon ein wenig ärgern, aber den Kaiser von China ist das relativ gleich. Bei ME wirst du gleich im ganzen Universum zum Staatsfeind Nr.1 erklärt, wenn du in China nen Sack Reis umschmeisst.
So flirtet Aria also ein wenig mit Alli und auch ein bisschen mit Leilana, die schnell lesbische oder zumindest bisexuelle Tendenzen zeigt und ihr Interesse an meiner Frisur kundtut. Um Eifersuchtsszenarien zu vermeiden, geb ich ihr zu verstehen, dass sie mir als beste Freundin lieber ist. Und tatsächlich hab ich sie als bisher einzige Bogenschützin, Schlossknackerin und Expertin im Entschärfen von Waffen fast immer dabei, wie auch Morrigan als einzige Zauberkundige.
Auch Wrex schließt schnell Freundschaft mit Alistair, Sten und Morrigan. Letzter machte er sogar ein Geschenk, die sich darüber natürlich freut. Wer findet denn nicht gern tote Nagetiere in seiner Unterwäsche?^^
FORTSETZUNG FOLGT!
Сообщение изменено: Werwolfsvampir25, 08 Июль 2012 - 07:56 .





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