Ich habe mich im jeden Fall "für" die Zerstörung entschieden, weil es die alternativen Enden meiner Meinung nicht ganz schlüssig sind. Im übrigen, als Tip, findet man im Kodex noch einen Hinweis zur Indoktrinierung... Ein jeder Indoktrinierter vernimmt im Laufe dieses am Anfang schleichenden Prozesses "auf jeden Fall" eine Geistererscheinung, sollte er den Reapern in die Hände fallen... Und wie sieht der Katalysator beim zusammentreffen mit Shepard aus? Richtig: und zwar durchsichtig und wie ein Geist (watch out!!)... Der Katalyst (eigentlich Harbinger) ist in Shepard Kopf/Gedanken eingedrungen und kann deshalb die Gestalt des Jungen annehmen. Desweiteren belügt der Katalysator Shepard: Die Reaper wollen keinen Krieg... Dies ist totaler Humbug, da die Reaper selbst, wie man in Mass Effect 3 erfährt, sich die Geth immer wieder gefügig gemacht und gegen die organischen Wesen aufgehetzt haben, woran die Geth auch eine Mitschuld tragen, wenn sie immer wieder den Kontakt zu den Reapern suchen. Shepard wird ja des öfteren von Legion belogen... Und später nach dem Friedensschluss und der Befreiung der Geth auf Rannoch zusammen mit allen Beteiligten (auch den Quarianiern) richten alle gemeinsam ihre Waffen gegen die Reaper (steht auch im Kodex). Bringt man den kriegstreibenden Admiral der Quaranier dazu, das Feuer auf die Geth einzustellen, ist der Beweis erbracht das alle Lebensformen in ihrer eigenen Form zumindest nebeneinander existieren können, egal, was sie voneinander halten. Ebenso, wenn man vom Machtanspruchsdenken und der eigenen Arroganz zurückweicht. Damit sind einige aufgeworfene Thesen vom Katalysator hinüber. Desweiteren: wie kann der Katalysator behaupten, die Zerstörung allen synthetischen Lebens würde wieder Krieg/Konflikt hervorbringen, das Chaos hervorbringen? Die Zukunft ist niemals vorherbestimmt, alle frei denkenden Wesen (die Geth sind es auch nachher durch unsere Hand) sind ihres eigen Schicksals Schmied, haben es selbst in der Hand, zu entscheiden, ob sie Krieg führen wollen oder nicht...Den Lauf der Natur zu unterbinden bringt rein gar nichts, man muß ihr ihren Lauf lassen. Zu glauben das es wieder Krieg geben wird ist eine typische Taktik des bösen alle organischen (und auch den Spieler) dazu zu bringen, das man nicht mehr an das gute in einem selbst und in anderen glaubt. (Der Katalyst ist halt nur eine programmierte K.I, die nicht an Alternativen glauben kann, nur an das, was aus ihrer Sicht richtig ist, sie sieht nur das, was in der Vergangenheit einmal stattgefunden hat sie ist halt fehlgeleitet, das ist der Unterschied zu den organischen Wesen), was zu eurem angesprochenen Bruch /Umkehr der eigenen Moral führt, zu einem anderen denken, damit man sich am Ende "für" die Reaper und für die Enden Kontrolle und Synthese entscheidet. Und selbst wenn man die Geth und EDI im Falle der Zerstörung opfert, tut man es nicht, weil man "will", sondern weil man "muß." Das wohl vieler wiegt schwerer als das wohl von wenigen. Und EDI und die Geth verlieren zwar ihre Leben, haben aber nicht ihre Freiheit verloren: EDI sagte ja zu Shepard vor der letzten Etappe, das sie sich dank ihm noch nie so lebendig gefühlt habe und im Verlaufe der Handlung kristallisierte sich heraus, das sie lieber sterben als mit den Reapern kooperieren würde. Und ebenso haben wir es durch hochladen des Reaper Codes zugelassen, das die Geth freie Wesen wurden, anfingen, als intelligente, maschinelle Geschöpfe selbst zu denken, alles in Frage zu stellen und entsprechend zu handeln. Konsequenz: sie entschieden sich gegen das böse, sprich die Reaper...

Was man mit dem Destroy Ende einfach gemacht hat, ist dem Spieler den Boden unter den Füßen am Ende wegzuziehen, nachdem man es geschafft hat, ALLE Wesen im Kampf für Freiheit und Unabhängigkeit (als auch die Bewahrung der individuellen Ursprungsformen jeden Lebens) zu vereinen. Man bekommt durch die Willkür der Autoren quasi die A...Karte gezeigt, wenn man die Geth und EDI für das Gute opfern muß. Und im Gegenzug zeigt man dem Gegner die A... Karte, wenn man sich im Extended Cut allen drei Möglichkeit der Deus Ex Machina verweigert (Kontrolle, Synthese, Destroy) und menschlich bleibt, aufgibt, die Möglichkeiten des Catalyst zurückweist... Dann besiegt der nachfolgende Zyklus die Reaper... Und der Frieden zum wohle aller ist endlich erreicht, jeder behält seine eigene, ursprüngliche Form! Tja, man hat durch das Destroy Ende den Kampf gegen die Reaper gewonnen, aber nicht die Schlacht um die Seele der Galaxie, wenn es nach den Worten des Katalysators geht. Dieser Kampf wird auch weiterhin fortgeführt werden, das "böse" tritt irgendwann in anderer Form wieder in Erscheinung (das Chaos wird erneut Bestand haben) ergreift durch den schleichenden Hass der organischen auf die synthethischen Wesen wieder Besitz von uns , außer man schließt durch Kontrolle oder dergleichen einen Pakt mit ihm, wenn es nach den Alternativen geht... Es liegt also an uns, nach dem Destroy Ende für Frieden und Balance in der Galaxie zu sorgen, an alle zu glauben, den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen und dem Chaos zu entsagen, dem bösen, das auch in uns immer ist, entgegen zu treten, neuen, synthetischen Wesen mit Toleranz und Sympathie zu begegnen. EDI ist ja der schlagende Beweist, das es funktioniert. classic and old fashioned story...Fazit: In zukünftigen Mass Effect Geschichten sollte man es doch bitte unterlassen, dem Spieler entsprechende Knüppel zwischen die Beine zu werfen, wenn ihm an einer Vereinigung aller gelegen ist... Und den Spieler für seine Leistungen angemessen zu entschädigen, selbst wenn Shepard das zeitliche segnet, was dann auf jeden Fall angemessen gewesen wäre im Falle des erreichen des gesetzten Zieles, was sich ein jeder sehnlichst herbeiwünscht. Moralische Dillemma bringen keinen Spieler weiter und ziehen tolle Geschichten nur unnötig in die Länge, frustieren die Spieler. Man möchte beim spielen am Ende von Mass Effect 3 keinen Schlag ins Gesicht, Tritt zwischen die Beine, sondern einfach nur seine Entspannung und in Ruhe seinen bestellten Cheeseburger oder seine Cola genießen. In diesem Sinne...