Im ganzen Netz wurde schon viel darüber geschrieben und ich weiß nicht, ob sich noch irgendwer für meinen Beitrag interessiert, aber ich muß das loswerden!
In der Tat, das Ende ist nicht einfach nur schlecht, es ist zum Kotzen. Meine Erwartung war, daß das Spiel wie ME2 ablaufen würde; daß man die ganze Mannschaft und durch die Vernichtung der Reaper die ganze
vertraute Galaxie retten könnte; daß man die Normandy mit dem guten Gefühl verlassen würde, es geht weiter, vielleicht nicht mit einer Fortsetzung, aber doch gewiß nicht so! Man läßt Bruce Willis nicht sterben – und Commander Shepard ebenso wenig. Bei diesem Ende vergeht einem einfach die Lust einen zweiten Durchgang zu starten und auch die vorangegangenen Teile sind entwertet.
Die Autoren haben den interaktiven Charakter aus Teil 1, Teil 2 und gut 95 Prozent des dritten Teils komplett über den Haufen geworfen und ein unausweichliches, ein psychedelisches Ende produziert, das mich maßlos enttäuscht hat. Tagelang habe ich mich darüber geärgert. Sollte das DLC Leviathan meinen Wünschen nicht gerecht werden, verzichte ich künftig garantiert auf alle Spiele von Bioware und EA, denn so sollten sich Kunden (!) nicht behandeln lassen.
Allerdings beschleicht mich das Gefühl, die Autoren arbeiteten auf ein konkretes Ziel hin. Politische Korrektheit, der Schwule an Bord; eingebetteter Journalismus, eine Reminiszenz an Desert Storm; die Sinnlosigkeit des Widerstands; irrer Terrorismus (Cerberus) als Quasi-Verbündeter des Feindes; zerstrittene Völker im Angesicht des übermächtigen Feindes; das Vertrösten auf die Zeit in 50.000 Jahren; der Versuch dieses Ende, das sich in nichts von einer totalen Niederlage unterscheidet, als Sieg zu verkaufen, all das kommt einem bekannt vor. Es wirkt wie eine Prophezeiung unserer New World Order, an jenen wahnsinnigen Kreislauf der Vernichtung, der nur durch Selbstzerstörung beendet werden kann.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan
Editado por i-hate-steam, 12 agosto 2012 - 02:29 .





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