Not_Zero wrote...
Wenn uns allen schon so klar wäre, dass aufgrund eines Krieges mehr verloren wird als gewonnen, gäbe es niemals Kriege. Denn das mehr verloren geht als gewonnen wird, tja das war das Resultat der meisten größeren Kriege in den letzten 300 Jahren. Trotzdem kam es immer wieder zu einem Krieg.
Ebenso scheint noch nicht allen diese Abhängigkeit bekannt zu sein. Warum sonst wurden diese völlig nutzlosen Kriege im Irak und Afghanistan geführt? Nur weil es so ist, heißt es noch lange nicht, dass es jeder glaubt.
Und was den Iran betrifft: Der Iran proklamiert jede woche, dass er Isreal zerstören wird. Israel proklamiert jede Woche, dass sie den Iran angreifen werden und zwar bald als Form der Prävention gegen eine mögliche Atombombe. (Überspitzt ausgedrückt) Beide Staaten sind bereit für einen Krieg, beide wollen den Krieg...Wer soll sie bitte daran hindern? Die Uno hat schon während der Syrien-Krise bewiesen wie hilflos sie eigentlich ist. Ich meine dass dieser Krieg nur eine Frage offen lässt: Wann nicht ob.
Und ich will mir gar nicht erst vorstellen was los ist, wenn das Trinkwasser knapp wird. (Und ja das ist auch ein bereits bekanntes Problem) Wir leben auf einer Welt mit begrenzen Resourcen mit stetig steigender Weltbevölkerung....irgendwann muss es zum Kollaps kommen. Wenn man nicht vorher was dagegen unternimmt, aber dafür sehe ich bisher schwarz.
Ja ich bin Pessimist.
Versuche trotzdem nach der Leitformel: Erhoffe das Beste, erwarte das Schlimmste zu leben.
Das ist wohl auch der grundsätzliche Unterschiede zwischen uns. Ich denke nicht, dass das Beste kommen kann wenn man ständig das Schlimmste erwartet.
Zwar bin ich kein Optimist aber noch weniger bin ich ein Pessimist.
Früher hat der Krieg als Mittel der Wahl oft genug viel Nutzen entfaltet. Siehe zB Englands Krieg gegen Frankreich/Spanien in Nordamerika und Europa zu Beginn des 18. Jh.. Durch ihren Sieg hatten sie die Kontrolle über den größten Teil Nordamerikas und über so ziemlich alle Handelswege dorthin.
Damals herrschte der Protektionismus. Man versuchte die eigene Wirtschaft so gut wie möglich von der, der anderen zu schützen und abzugrenzen.
Man führte Krieg um die eigene Wirtschaft zu stärken. Zudem ging es nur selten um Vernichtung als viel mehr um Eroberung. Von verbrannter Erde hatte man schließlich nichts.
Heutzutage funktioniert das einfach nicht mehr. Ein echter internationaler Krieg kann nur verbrannte Erde hinterlassen. Es gibt keine Sieger mehr.
Afghanistan und Irak wahren Fehler. Das weiß heute jeder aber viele wussten es schon vorher.
Der Irakkrieg hat aber gezeigt, dass nicht jeder mit geschlossenen Augen in einen Krieg stürzen will. Warum sonst hatte Bush so wenig Erfolg als er nach Verbündeten für diesen Krieg suchte?
Iran und Israel wollen keinen Krieg. Sie haben sich nur in ihrer eigenen Propaganda verhangen. Ahmadineschad wollte mehr Einfluss auf die anderen Länder des mittleren und nahen Osten und wetterte deshalb gegen Israel. Jetzt ist der Iran isoliert und stirbt langsam den wirtschaftlichen Tod. Und die Iraner wissen das es seine Schuld ist.
Netanjahu wollte die Wahl gewinnen und wetterte deshalb gegen den Iran der gegen Israel wetterte. Die Wahl hat er gewonnen aber er weiß das er keinen Krieg gegen den Iran führen kann selbst wenn er das wollte.
Die Bevölkerung will keinen Krieg und das israelische Militär ist schlicht und ergreifend für so eine Aktion nicht gewappnet. Würden sie jetzt im Iran einfallen wären sie diplomatisch genauso isoliert.
Der globale Kollaps kommt wenn wir alle in Hysterie verfallen. Wir haben noch genug Zeit und die Mittel dies zu verhindern.