danach die verschiedenen Endenvariationen auf Youtube angeguckt und möchte mal meine
Meinung dazu äußern. Sagt mir auch, was ihr von dieser Analyse haltet. Was erscheint für
euch logisch, was unlogisch?
Zuerst gehe ich mal auf Shepards Indoktrination ein. Der Junge zu Beginn des Spiels war
eine Halluzination und war eine Falle der Reaper. Nur Shepard konnte den Jungen sehen,
auch nicht Anderson. Keiner hat ihn geholfen, bevor er im Shuttle vom Reaper-Strahl
abgeschossen wurde. Der Katalysator auf der Citadel, der wie der Junge aussieht,
soll Shepard gegenüber etwas Vertrautes sein, obwohl er die Reaper lenkt. Dass er bzw.
diese VI etwas Vertrautes darstellen soll, ist ein Beweis dafür, dass es eine Falle der
Reaper ist. Die Repaer können dich nicht indoktrinieren. Sie können nur versuchen dich zu
indoktrinieren, d.h. sie können dich nur täuschen, um dich zu indoktrinieren. Nur du
kannst dich der Indoktrination ergeben. Doch der Tiegel gibt dir neue Möglichkeiten als
Lösung außer die Reaper (Synthese, Zerstörung und Kontrolle). Zu dieser VI gehe ich
später noch ein. Auf der Basis des Unbekannten denkt Shepard darüber nach, ob er nur ein
Roboter ist oder nicht, denn beim Lazarus-Projekt, wo Shepard in Teil 2 wiederbelebt wurde,
waren synthetische Implantate erforderlich, um Shepard wiederzubeleben. Man kann sagen,
dass Saren, der Unbekannte und Shepard zwei Sachen gemeinsam haben. Sie waren womöglich
teils synthetisch, teils organisch und Opfer der Indoktrination. Der Katalysator hat nur
die Kontrolle über synthetische Lebewesen. Die Indoktrination funktioniert nur, wenn das
Opfer etwas Synthetisches in sich hat. Daher waren bei Saren die Implantate erforderlich.
Jedoch wurde die erfolgreiche Indoktrination Shepards am Ende, wenn man Zerstörung gewählt hat,
wiederlegt, da er am Ende atmet. Etwas das alles Synthetische, sogar die Reaper sofort
zerstört über den langen Weg der Massenportale, würde auch Shepard zerstören, wenn er
wirklich Synthetisch wäre. Beim Zerstörungsende mit niedrigem Millitär, werden auch große
Teile organische Lebewesen zerstört, da das Militär nicht stark genug ist, um den Tiegel
optimal zu beschützen. Anders kann ich es mir nicht erklären. Durch Fehlfunktion des
Tiegels werden dann auch Organische ausgelöscht. Bis jetzt wurde die Atemszene als
Beweis für das Misslingen von Shepards Indoktrination benutzt in meiner Analyse. Später werde
ich die Atemszene selbst noch analysieren.
Aber zuerst gehe ich noch auf den Katalysator und die Leviathans ein.
Die Leviathans waren die, die den Konflikt zwischen synthetischen und organischen
Lebewesen erkannten und daher eine VI, den Katalysator erschufen, der die Galaxie vor
diesem Krieg wahren soll. Der Unterschied zwischen Synthetischen und Organischen ist, dass
Synthetische einen Zweck haben, wofür sie erschaffen wurden. In der Philosophie würde man
sagen, dass Organisches Leben unvernünftig und Synthetisches Leben vernünftig ist.
So würde der Katalysator vielleicht auch genau wie die Leviathaner denken und zwar so,
dass er zu dem Ergebnis kommt, die Reaper zu erschaffen. Husks, Kannibalen, Banshees usw.
also die Reapertruppen sind genauso versklavt, wie die Organischen die Synthetischen
versklaven (Quarianer/Geth). Diese Stelle ist besonders schwer zu interpretieren und
man kann nicht genau sagen, ob
der Katalysator ein Bewusssein wie die Geth entwickelt hat. Ich denke nicht, da er nach
wie vor nach der Lösung für den Konflikt sucht, wofür er programmiert wurde. Der Tiegel
programmiert ihn so um, dass die neuen Möglichkeiten (Synthese, Zerstörung, Kontrolle)
gegeben werden. Die Lösung der Reaper interpretiert die Lebenserhaltung, wofür sie
programmiert wurden als ewiges Leben als Husk und Reaper. Sie leben ewig, wenn sie
nicht zerstört werden. Durch diese Fehlinterpretation von der Lösung für die
Lebenserhaltung mussten alle während den Zyklen leiden, so auch dieser Zyklus. Es gibt
quasi einmal die Lebenserhaltung, als Überleben in der Form, wie sie sind und die
Lebenserhaltung, indem man in Husk/Reaper umgewandelt wird.
Nun gehe ich mal auf die verschiedenen Enden genauer ein.
Zerstörung ist das Ende, wo alles Synthetische zerstört werden. Dies ist
das Ende, wo auch Shepard überleben kann , wenn der Tiegel nicht beschädigt ist (hohe EMS).
Wie oben interpretiert, sind Shepards wichtige Teile zum Leben organisch.
Man sieht auch, dass die Citadel beschädigt,
aber nicht zerstört ist. Im Extended Cut sieht man, dass sie repariert wurde. In diesem
Ende ist der Katalysator vernichtet worden, da er synthetisch ist. Die Massenportale sind
ebenfalls bei hohem EMS beschädigt, nicht zerstört, bei niedrigem EMS sind da an dem Ringen
Explosionen zu erkennen. Dies ermöglicht eine Wiedervereinigung von Shepard und seiner Crew,
da Shepard überlebt und am Ende die Normandy abhebt. Wo soll die Normandy, denn sonst auch
hin, außer nach Shepard zu suchen und zu hoffen? Man kann daher sagen, dass für Shepard
und seine/ihre geliebte das absolute Happy-End ist. Man sieht es im Spiel nicht, man musst
es interpretieren. Später werde ich noch auf die Atemszene in diesem Zusammenhang eingehen,
was die These dieser Wiedervereinigung noch stärker stützt und beweist. Die Zerstörung als
Ende wird vom Katalysator abgelehnt, da er sagt, dass der Frieden ohne Bestand wäre
und Shepard dadurch stirbt, obwohl es nicht stimmt, aber durch den Tiegel ermöglicht,
daher wird es auch am Anfang des Argumentationsgang vom Katalysator erwähnt und vom
Katalysator und Shepard, der sich von ihm beeinflussen lässt, nicht als Lösung betrachtet.
Kontrolle ist das Ende, wo alles Leben in der Form, wie sie ist überlebt. Hier ersetzt
Shepard den Katalysator und erlebt als synthetisches Lebewesen. Die Citadel ist vollkommen
erhalten und die Massenportale sind beschädigt, werden aber von den Reaper wiederhergestellt.
Eine Wiedervereinigung von Shepard mit der Crew wäre möglich, da Shepard jetzt eine VI
ist und die Normandy am Ende abhebt. Allerdings müssten sie rauf auf den Ort, wo Shepard ist.
Wenn alles Leben so bleiben soll, wie es ist und sie friedlich unter der Kontrolle von
Shepard leben, da er die Synthetischen jetzt kontrollieren kann, ist das das Happy-End
sowohl für Organische, als auch Synthetische in der Form wie sie sind und evtl. auch
für Shepard, da er immerhin als VI überlebt, aber nicht mehr so wie früher ist. Im
Argumentationsgang wird es vom Katalysator und auch unter dem Einfluss dessen von Shepard
nicht als Lösung betrachtet. Es wird als Zweites erwähnt, also relativ früh erwähnt.
Die einzige Möglichkeit, die durch den Tiegel gegeben ist, das der Katalysator akzeptiert,
ist die Synthese, da er es im Argumentationsgang als Letztes erwähnt und Shepard sagt,
dass er es machen soll. Bei der Synthese werden Organisches und Synthetisches leben
vermischt. Shepard ermöglicht es, da er zum Teil synthetisch ist, aber eben auch organisch.
Bei diesem Ende werden die Massenportale beschädigt, die Citadel zerstört, aber Organische
und Synthetische werden ohne Kontrolle friedlich miteinander leben können. Bei diesem Ende
stirbt Shepard einen Ehrentod. Hier ist der von allen Möglichkeiten der größte Held.
Es ist auf jedenfall ein Happy-End für Synthetisches Leben, aber auch Organisches, aber
eben nicht für Shepard, da eine Wiedervereinigung unmöglich ist. Auch hier hebt die Normandy
ab, um Shepard zu finden, aber vergebens. Hierbei bleibt der Katalysator erhalten, hat aber
keine wichtige Bedeutung mehr. Man kann bei diesem Ende es, aber auch so sehen, dass es
die erfolgreiche Indoktrination Shepard ist, da der Katalysator also quasi die Reaper
Synthese anstrebt. Es gibt nur wenige, die für die Reaper auserwählt sind, zudenen zählen
Saren und Shepard. Saren war vor Shepard, der meist angesehenste Spectre und wurde im
Gegensatz zu Shepard komplett indoktriniert. Shepard dagegen wurde nur teilweise indoktriniert.
Wenn man macht, was die Reaper wollen und dabei stirbt, ist es quasi die Indoktrination,
auch wenn die Reaper nicht die volle Kontrolle über ihn haben.
Das Ende, wo Shepard ablehnt, den Tiegel einzusetzen ist die absolute Niederlage alles
Organisches Leben. Der Zyklus geht weiter, aber die Reaper haben Shepard nicht erfolgreich
indoktriniert, ansonsten würde er tuhen, was sie wollen.
Zuletzt gehe ich auf die Atemszene von Shepard und seinem Schicksal ein. Nur wenn man
Zerstörung gewählt hat, ist die Atemszene am Ende zu sehen. Zuvor wurde die Atemszene
als Beweis angeführt, dass Shepards wichtige "Organe" zum Leben nicht synthetisch sein
können, d.h. er ist noch organisch und lebt. Dass die Normandy abhebt und Shepards Geliebte
zögert, seinen Namen an die Gedenktafel zu hängen, kann ein Beweis dafür sein, dass er
noch lebt. Das sind jetzt die praktischen Beweise. Aber, wenn man sich die Datei von der
Atemszene anguckt, merkt man, dass sie "ShepLives.bik" heißt. D.h. Bioware möchte damit
ausdrücken, dass Shepard tatsächlich überlebt hat, man aber ein offenes Ende lassen will.
Um es mal zusammenzufassen:[u] Shepard ist nur teilweise indoktriniert, daher hat er auch
Anderson angeschossen. Im Endeffekt gibt es am Ende kein "teilweise". Bei Kontrolle,
Zerstörung hat er die Indoktrination besiegt und bei Synthese sich der Indoktrination
ergeben. Das Ergebnis bei Synthese wird aber dann der totale Frieden zwischen Organischen
und Synthetischen sein. Der Katalysator wurde schließlich programmiert, um Frieden zu
schaffen, was er aber falsch interpretiert hat. Bei Synthese wird es von dem Katalysator
richtig interpretiert. Die Folgen waren die Zyklen und die Opfer in diesen Zyklen.
Kontrolle ist das Ende, wo alles Leben in der Form bleibt, wie es ist,
aber Shepard sie kontrollieren und lenken kann und somit Frieden schaffen kann. Er hat jetzt
die absolute Macht. Es ist die Niederlage des Katalysators aber durchaus ein Sieg für die
Synthetischen, aber auch die Organischen und aufjedenfall ein Sieg für Shepard, ohne
"absoluten" Ehrentod.
Zerstörung ist das Ende, wo Shepard weder in biologischer, noch in religöser Hinsicht göttlich
ist. Die Synthetischen werden jedoch alle ausgelöscht, aber es ist auch das Ende, wo Shepard
als organisches Lebewesen, wie er ist, überlebt und sein restliches Leben mit seiner Crew verbringen kann.
Ganz kurz die Ergebnisse zusammengefasst, für die, die nicht so gern so viel lesen:
-Shepard teilweise indoktriniert; teilweise auf Dauer aber sinnlos
-Kontrolle und Zerstörung Sieg gegenüber Indoktrination
-Synthese Niederlage gegenüber Indoktrination, aber für guten Zweck
-Katalysator/Reaper erschaffen für Frieden; verstehen es falsch; bei Synthese verstehen sie es richtig
-Kontrolle - alles bleibt wie es ist - werden von Shepard kontrolliert - Frieden - Shepard absolute Macht - Niederlage für den Katalysator, aber durchaus ein Sieg für Organische und Synthetische
-Synthese - Mischform von Organische und Synthetischen - brauchen für Frieden keine Kontrolle - Sieg des Katalysators, aber dann ohne Bedeutung, Ehrentod/Niederlage Shepards, Sieg für Organische und Synthetische
-Zerstörung - von Synthetischen - Frieden wie Organische es wollen - Niederlage des Katalysators, Sieg für Organische, vorallem für Shepard und seine Crew, da er überlebt und seine Crew wiedersehen kann
Das war die Analyse. Jetzt kommt eine kurze Argumentation gegenüber der Indoktrinationstheorie:
Meiner Meinung nach war das, was nachdem Shepard vom Reaper-Strahl getroffen wurde, keine Halluzination, da der Extended Cut ansonsten keinen Sinn machen würde. D.h. Synthese,Kontrolle,Zerstörung sind schon relevant. Im Endeffekt wurden die Reaper von Leviathans programmiert, um Frieden zu schaffen. Es gibt verschiedene Interpretationen des Denkens über Frieden. Hier bei Mass Effect eben einmal die Ernte, davon kein Krieg unter ihnen herrscht und Wohlstand. Bei Synthese ergibt er sich jedoch der Indoktrination, da er tut, was die Reaper wollen und der Katalysator, der dessen Intelligenzen verkörpert, überlebt.
Ich habe Zerstörung gewählt, weil die Reaper zerstört werden würden. Sie haben organisches Leben versklavt und verarbeitet. Sie sind etwas Schreckliches.
Modifié par Jensencool, 08 octobre 2012 - 10:36 .





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