Forst1999 wrote...
Naja, sie haben die Kroganer eben nicht ausgerottet, obwohl es nach Einsatz der Genophage wirklich ein leichtes gewesen wäre, und nach den Kriegsverbrechen der Kroganer die Skurpel der Turianer so gering wie nie sonst gewesen wären. Wenn sie es damals nicht getan haben, hätten sie es im Erstkontaktrieg, wo der Gegner ihne viel weniger Verluste zugefügt hat, doch erst recht nicht getan.
Sowohl bei den kroganischen Rebellionen als auch im Erstkontaktkrieg intervenierten auch andere Völker. Die Turianer hingegen, wären sicher bereit gewesen bis zum letzten zu gehen. Wie weiß die Turianer bereit sind zu gehen sieht man an der Bombe auf Tuchanka.
Forst1999 wrote...
Ich finde schon, dass die Geth sich ausschließlich als Opfer darstellen (was übersehe ich deiner Meinung nach?), während wir auf Quarianischer Seite eben zumindest eine Person kennen, die die Schuld der Quarianer anerkennt.
Wenn man sich nun anschaut, dass die meisten Leute die Schuldfrage zugunsten der Geth klären, und dennoch im Zweifel eher die Quarianer retten würden, haben sie durchaus etwas zu befürchten. Sie sind nunmal der ungewohnte Verbündete, der fremdartigere. Sie haben durchaus einen Grund zu lügen, denn sie müssen sich so gut wie möglich präsentieren.
Beim Rest gebe ich dir ja Recht, halte es aber für unerheblich für die Frage, wie angemessen die Motivation der Reaper ist. Man könnte sie noch auslöschen, weil sie noch nicht so fortschrittlich wie zukünftig befürchtete Sysnthetische sind. Sie haben sind nicht aggressiv, aber ihre Schöpfer sind dannoch fast ausgerottet, da fehlte nicht viel. Synthetische wie sie sind nicht der Grund für die Erschaffung der Reaper, aber ihre Geschichte macht solche vorstellbar, wenn nur ein wenig was anders gelaufen wäre.
Bisher war der Ton aber eher so, das die Leute im zweifelsfall auch die Geth retten. Es gibt aber eigentlch auch keinen plausiblen Grund warum die Geth sich ins rechte Licht rücken sollten. Sie haben ja nichts mehr zu befürchten. Selbst wenn die organsichen die Invasion überleben würden, wären kaum genüg übrig um ihnen zu schaden. Hinzu kommt, dass die Taten der Geth, auch in Form von Legion, doch klar eine andere Sprache sprechen.
Dass die Quarianer am Ende ihre Fahne in den Wind drehen macht die Sache eigentlich noch glaubwürdiger. Es ist nun mal eher die Art der organsichen Dinge so lange zu übertreiben und zu verdrehen bis man letztlich als Opfer darsteht.
Forst1999 wrote...
Warum hat man die Kroganer nicht einfach ausgelöscht? Warum startet man nicht einfach ein Orbitalbombardement der zukünftigen Bedrohung Yagh? Warum haben die anderen Ratspezies die Turianer im Erstkontaktkrieg zum Einlenken bewogen? Nichts davon hat etwas mit Erwägungen zur Selbsterhaltung zu tun. Sogar die Auslöschung der Rachni wird zumindest bedauert.
Die Quarianer hatten erwiesenermaßen keinerlei Mitleid mit den Geth. Natürlich hätten sie sie nicht verschont, dafür war die ganze Haltung gegenüber KI's einfach noch nicht weit genug.
Maschinen verschonen niemanden aus Mitgefühl, das ist ja der springende Punkt. Und wenn sie nun zu dem Schluss kommen, dass organisches Leben per se eine Bedrohung für sie darstellt, werden sie nicht zögern. Das ist zumindest die Annahme auf der der Katalysator beruht. Du musst natürlich nicht zustimmen, aber es ist doch nachvollziehbar, wie jemand zu dieser Annahme gelangt.
Die Nichtauslöschung der Kroganer geht unmittelbar auf die Auslöschung der Rachni zurück. Das ist auch keine Entscheidung aus Mitgefühl gewesen. Und eigentlich sind lgisc Enscheidungen sogar besser, als Entscheidungen die man emotional, aus dem Moment heraus trifft. Das hat die Maschine dem Organischen voraus. Und die Geth sind halt zur Erkenntnis gelangt, dass die Auslöschung einer organsichen Spezies unabsehbare Konsequenzen für alle hat. Das nenne ich vernünftig und weitseichtig. Wie du selbst angeführt hat, hätten die Quarianer keine solche Weitsicht bewiesen. Im Gegenteil, sie haben sogar gar nichts aus der Geschichte gelernt.
Forst1999 wrote...
Aber es sprießt in der Mass Effect Galaxie doch erwiesenermaßen außer des von den fortgeschrittenen Zivilisationen besiedelten Gebiets das Leben. Vielleicht nicht im echten "leeren Raum", aber wenn in jeweils 50.000 Jahren 6-12 Spezies die Raumfahrt erreichen, kann man sich ausrechnen, dass es da draußen viel mehr gibt als die Spezies, die grade fortgeschritten sind.
Dass diese "jungen" Spezies als Kollateralschaden in einer galaktischen Auseinandersetzung draufgehen, halte ich für nahezu unmöglich. Warum genau sollte jemand eine galaxievernichtende Massenvernichtungswaffe bauen? Die würde ja den Konstrukteur nur mit umbringen. Und ist ohnehin keine sehr effiziente Methode, um sich gegenseitig zu ermorden.
Ich denke nicht, dass du die Möglichkeit alles auf der Erde mit Atombomben auszulöschen, so auf die Galaxie übertragen kannst. Phänomene wie der Fallout, der als Nebenwirkung nicht direkt angegriffene Gebiete zerstört, sind auf eine ganze Galaxie bezogen nicht möglich, und das sich die gesamte Galaxie gegenseitig zerbombt erfordert eine fortgeschrittene Besiedling die viel, viel weiterer fortgeschritten ist als irgendwas, was wir gesehen hätten.
Auch hier denke ich einfach, dass die vermeindliche synthetische Bedrohung etwas ist, was man eher befürchten kann. Auf jeden Fall aus Sicht der Leviathane, die von anderen organischen Rassen ja nichts zu befürchten hatten.
Sicher, das Leben sprießt. Das Problem ist, die endgültige Vernichtung des Gegner kann man nur dadurch erreichen in dem man ihm alle Rückzugsgebiete entzieht. Es gäbe in der Theorie auch heute schon Waffen, mit denen man enorme Schäden mit minimalem Aufwand anrichten könnte. Legen wir jetzt das beobachtbare Schema zu Grunde, nach dem die Waffentechnologie mit dem technsichen Forschritt anwächst, so gibt es absolut gar keine Zweifel daran dass es auch Waffen geben könnten, die eine ganze Galaxis auslöschen kann.
Forst1999 wrote...
Das mag alles sein, ändert aber nichts daran, dass die Geth in dieser Hinsicht kein Gegenargument gegen die "Synthetisches Leben könnte alle Auslöschen"-These sind. Ich gebe ihnen keine Schuld, ihr Verhalten ist nachvollziehbar, aber die drohende Auslöschung der organischen war ihnen ziemlich egal. Wenn wir nun beim Szenario des Katalysators ankommen, ein Teil der synthetischen sich entscheidet alle organischen auszulöschen, und der andere Teil aus welchen Gründen auch immer sagt "Wir machen nicht mit, aber macht mal", ändert das nichts daran, dass es geschieht.
Das ist aber eben gar nicht mal bewiesen. Immerhin arbeiten Programme wie Legion mit organischen zusammen um die Reaper zu stoppen. Im Endeffekt zieht sogar die ganze "Rasse" der Geth in den Krieg. Dass die Geth sich primär um ihren Kram kümmern hat diverse Gründe, die durchaus nachvollziehbar sind. Man kann nun sagen, das halte ich für falsch, ok. Im Prinzip nehmen die Geth aber nur die Charakteristiken der organischen an, die sich in der Hauptsache auch nur um ihren Kram kümmern. Jeder verfolgt doch seine eigenen Interessen und kommt lediglich dann mit anderen zusammen wenn nötig. Daher ist das Verhalten der Geth logisch und anchvollziehbar, da die Geth in der Zusammenarbeit mit organischen bis zu diesem Zeitpunkt keinen Vorteil abringen können.
Forst1999 wrote...
Ich meine ja nur, dass die Geth regelmäßig ihre kleinen Experimente über das Extranet durchführen um organische zu allem Möglcihen zu provozieren. Irgendeine Sache zu erfinden, um das Augenmerk auf die Heretics oder auch nur Eden Prime zu richten wäre ja wohl möglich gewesen.
Wer weiß, vielleicht haben sie das auch getan? Wissen wir es?
Aber, hierzu verweise ich mal auf eine kleine, amüsante Nebengeschichte wenn man im dritten Teil zu Liara geht und sie sich mit Joker per Intercom über die Tentakel unterhält. Dort sagt Joker wortwörtlich, dass man nicht alles glauben darf was im ExtraNet zu finden ist. Und unter der Prämisse, dass es schenbar schon schwer ist die Leute von dem zu überzeugen was direkt vor ihrer Nasse passiert, was glaubst du wie hoch die Chance gewesen wäre, das da jemand reagiert? Ich würde sagen, sie tendiert gegen Null.