@ Leovigild
Leovigild wrote...
Für mich ist es einfach zu erklären, warum Mass Effect 1 der Stärkste Teil der Serie ist. Er hat mich als erstes und emotional am tiefsten berührt.
Gleichzeitig ist es aber auch sehr schwer, denn was einen genau berührt hat lässt sich einzeln gar nicht aufschlüsseln. Ist es die epische Geschichte, die langsam, aber unaufhaltsam Fahrt aufnimmt? Ist es die (in meinem Spiel) weibliche Protagonistin, die einen dank ihrer charakterlichen Tiefe und ihrer überzeugenden Synchronisation tief ins Spiel eintauchen lässt? Es könnten auch die exzellent ausgearbeiteten Begleiter auf dieser Reise sein, die allesamt (insbesondere die nichtmenschlichen unter ihnen) mit einer eigenen Geschichte und einer sehr lebendig wirkenden Persönlichkeit daherkommen.
All dies sind Merkmale für ein gutes Spiel und jedes Einzelne davon gehört definitiv dazu, aber es sind die Feinheiten, die das Ganze Konstrukt abrunden. Liebevoll gestaltete Hauptmissionsgebiete. Bissige Kommentare der Begleiter untereinander, Sehr gut ausgearbeitete Citadelnebenquests, und immer wieder kleine Kniffe ("Commander, dieses Terminal sendet ungewöhnliche Signale aus..."), die einen reizen auch den Rest der Citadel zu Fuß zu bereisen, anstatt einfach nur per Schnellreise durch die Gegend zu hetzen. Und natürlich die für mich wichtigste "Nebensache" des Spiels: Mit Saren und der Souvereign trifft man gleich zu Beginn der Reise auf die zwei für mich grandiosesten Antagonisten der Reihe, welche sich mühelos einreihen in die Reihe der größten Spiele-Antagonisten (also Gegenspieler der Hauptfigur) überhaupt.
Und seine Schwächen? Nun sagen wir es so, um mir diese überhaupt zu vergegenwärtigen musste ich das Spiel extern reflektieren. Erst dann wurden mir manch etwas zu sterile Makonebenmission oder die vielleicht etwas suboptimalen Kampf- und Inventarsysteme überhaupt richtig bewusst.
Selber wahrgenommen habe ich sie jedenfalls nicht wirklich, da ich einfach tief in der Rolle meiner Figur verstrickt war und den nächsten Storyhöhepunkt kaum erwarten konnte.
Und schlußendlich das vielleicht stärkste Argument für Teil 1: Selten vorher (ich kann mich spontan an kein einziges erinnern) und nie wieder nachher hat es ein Spiel geschafft, dass ich nach dem grandios geschnittenen Finale einfach noch vor dem Bildschirm saß, und die (übrigens grandiose) Hintergrundmusik des Spiels bis zum Ende genossen habe, bis wirklich alle Credits und Special Thanks durchgelaufen waren, und ich im Grunde Teil zwei nicht mehr erwarten konnte. Der war zu dem Zeitpunkt zum Glück schon draußen und wurde direkt gekauft.
Ein ganz eigenes Kompliment für dessen Vorgänger...
PS: Warum ich gewinnen sollte? Nun ich ziehe bald um und brauche daher jedes Stück Geschirr, dass ich aufgabeln kann ^^.
- du sprichst mir quasi aus dem herzen, da hast du den kern vom mass effect getroffen

die geschichte ist mal eine tasse wert oder
@ 4Miezen
wenn auch nur ein elternteil bei mir den zauber von mass effect erleben würde

, da könnt ich mit meiner mutter über das ende von mass effect 1 quatschen