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Überwiegt das Gute oder das Schlechte an Bioware Spielen?


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30 réponses à ce sujet

#1
Aschere

Aschere
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Bioware Spiele wie Mass Effect, SW KotOR, ... sind schon wirklich spielenswert, aber ich frage mich ob sich das einer antun sollte.

Die Story ist meist fesselnd und hat gute Wendungen. Die Spiele machen echt Spaß,

...aber
-die Enden sind immer schwach
-es werden Dinge herausgestrichen oder kurz vor Ende abgeändert
-es gibt vieles das einfach stört, wie zB der Kopierschutz von ME1, die Origin Anbindung bei ME3 (DLC's können ohne einen erreichbaren EA Server nicht gespielt werden), für die Spielzeit zu teure DLC's (nicht falsch verstehen, ME3-Citadel finde ich voll iO, das ist sein Geld wert, da dort denke ich einiges an Arbeit drin steckt (die ganzen Sprecher, die Texte, Musik, Missiondesign), aber der Rest?)

Die Fehler werden immer wieder gemacht, dann gibt es Fanproteste, wonach versucht wird das wieder gerade zu biegen. Einige Zeit später wird der gleiche Fehler wieder gemacht.

Ich finde die Spiele echt super, aber wegen der Fehler frage ich mich echt ob ich mir das nochmal antue mit der nächsten Reihe. Bin ich alleine mit der Meinung oder verliert Bioware durch sowas eurer Meinung nach unnötigerweise eine Menge Kunden?

ps: bitte baut euer nächstes Spiel nicht so auf wie das Citadel DLC, dann werde ich es dummerweise auf jedenfall kaufen, trotz aller Negativpunkte :P

#2
CrustyCollins

CrustyCollins
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Ich persönlich finde es ja immer etwas heikel im spoiler-freien Forum die Themen 'Ende', DLCs, etc. zu erwähnen.

Sicher verliert BW den ein oder anderen Kunden, wenn diese von Enden extrem enttäuscht sind. Die Massen werden das aber nicht sein, sonst würde EA schnell die Handbremse ziehen. Wir werden sehen wie sich BW weiter entwickelt....

#3
Aschere

Aschere
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Gibt auch genug Beispiele an Firmen die daran kaputt gegangen sind.
Ich denke das ein Gossteil derjenigen die die DLC's/sondereditionen gekauft haben usw unzufrieden sind und gerade diejenigen sind, die eine Firma nicht unbedingt verschrecken sollte.
Klar geben sie einer Firma wie Bioware mehr Chancen, da wirklich gute Titel dabei sind, aber irgendwann reichts und dann haben wir wieder eine Spielefirma die seltsamerweise kaputt geht (weil ihre Spiele nicht mehr zeitgemäß sind, oder aus meiner Sicht sie einfach nur diejenigen verschreckt haben, die die Spiele mögen).

Die Casual Gamer kommen von alleine, wenn sie gutes in Zeitschriften über ein Spiel lesen oder ein Spiel in den "Charts" ist. Doch die Bewertungen in Zeitschriften und die Verkaufszahlen am Anfang werden nicht durch Casualgamer gemacht ;)

#4
Codebreaker819

Codebreaker819
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Aschere wrote...
Ich denke das ein Gossteil derjenigen die die DLC's/sondereditionen gekauft haben usw unzufrieden sind


Also ich bin überaus zufrieden mit der CE Version von ME3 und den DLCs von Leviathan bis Citadel. 

#5
Ahnkahar

Ahnkahar
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Wenn wir einfach aufzählen, gibts mehr positive Aspekte.
Wenn wir anfangen abzuwägen, kippt das ganze leider.
Das Ende speziell von ME3, Origin und der damit verbundene Onlinezwang, der unterirdische Omega DLC (und einige andere) und nicht zuletzt der Umgang mit den aufgebrachten Fans überwiegen letztendlich die großartige Vertonung, Inszenierung, Story und Gameplay, die in fast allen Biowarespielen in der Oberliga spielen.

#6
lustigtv

lustigtv
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Überwiegt das Gute oder das Schlechte an Bioware Spielen?

Nun, was gut oder schlecht ist, liegt meiner Meinung nach immer im Auge des Betrachters. Deshalb würde ich eher sagen, dass Bioware den "Geschmack" seiner Stammkundschaft nicht mehr trifft. Der Blick auf neue Zielgruppen hat den Blick für die Stammkundschaft vernebelt und es war die Stammkundschaft, welcher Bioware seinen Ruf verdankt und es ist nun mal die Stammkundschaft, die maßlos enttäuscht ist, von den derzeitigen Entwicklungen. Wer also auf Teufel komm raus, durch Anbiederung an anderes Klientel im Massenmarkt mitmischen will, der darf sich im Endeffekt auch nicht wundern, wenn er seine Sonderstellung verliert.

#7
CrustyCollins

CrustyCollins
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@Aschere:

Naja, also da braucht man sich ja nur mal Blizzard anschauen. Die haben sich auch oft genug Schnitzer erlaubt. Und? Sie sind soooo groß, dass das keine nennenswerten Auswirkungen hatte.
Also mir fällt kein einflussreicher Entwickler ein, der aufgrund von "Fan-Verschreckung" Konkurs anmelden musste.

#8
Ahnkahar

Ahnkahar
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Blizzard musste auch nie einen derartigen ****storm über sich ergehen lassen. Selbst die Reaktion auf Error 37 war doch noch sehr gemäßigt.

#9
Jairidian

Jairidian
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Für mich überwiegt Grundsätzlich das Gute an Bioware Spielen. Aber, wie lustigtv schon geschrieben hat, das liegt im Auge des Betrachters.

@Ahnkahar

Das Blizzard nie einen derartigen ****storm über sich ergehen lassen musste liegt vor allem daran, das Blizzard ein Phänomen ist. Ausserdem trauen sich die Online-Medien nicht wirklich an Blizzard ran. Egal, ob "Error 37", ein vergeigter Patch für WoW usw., da gibts ne kurze Notiz zu, aber so richtige Kritik, die wird vermieden. Ich erinnere nur daran, das Blizz es mal durchsetzen wollte, das nur noch mit Klarnamen in den Foren des Battle.Net gepostet werden darf. Im übrigen ein kluger Schachzug von Blizz, denn so hatten sie es wohl nie vor. Sie ruderten dann zurück und brachten das was sie eigentlich wollten, die unverwechselbare Battle.Net-ID, die sich aus bestimmten Daten zusammensetzt, unter anderem aus dem Klarnamen. Kann auch leicht mit entsprechender Software ausgelesen werden. Oder, das ganz spezielle "Wasserzeichen", das den Screenshots der Blizz-Spiele beigefügt wird. Darüber wird kurz berichtet, ein paar Leute regen sich auf, das wars dann aber auch schon.

Ganz anders bei EA/BW. Versemmelt BW nen Patch für SWTOR, bricht die Welt zusammen. Postet ein EA-Mitarbeiter in irgendeinem Forum, das er morgens aufgestanden ist, dann reicht das aus, um direkt auf EA einprügeln zu können.Frei nach der Devise: "Wie kann EA es wagen, das die Mitarbeiter morgens aus dem Bett kriechen. Was für ein "Scheißladen", die versenken nicht nur Spielentwickler, nein, die EA-Mitarbeiter müssen auch noch arbeiten". Entlässt Blizz Mitarbeiter ist das ne Randnotiz, macht EA das, dann ist das Menschenverachtend und überhaupt, EA hält seine Mitarbeiter in "nicht Artgerechten Käfigen". Oder um es mal so zu sagen: Blizzard trägt nen Heiligenschein, während EA der Antichrist in Reinform ist.

#10
Rabenkopf

Rabenkopf
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@Jaridian die Frage ist warum ist das so? Sowas passiert nicht einfach mal so ;-)

#11
Jairidian

Jairidian
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Not_Zero wrote...

@Jaridian die Frage ist warum ist das so? Sowas passiert nicht einfach mal so ;-)


Gute Frage, aber nicht so einfach zu beantworten. Ich bin der Meinung, das einfach mit zweierlei Maß gemessen wird. Das ist ja nicht unüblich in der Welt. Der eine bekommt den Friedensnobelpreis, wenn er mit einer Kampfdrohne neben dem Ziel, auch gleich mehrere Zivilisten mit weghaut, der andere wird als Kriegstreiber und Weltenvernichter verschrien, wenn er lächerliche Drohungen ausstößt. Activision/Blizzard ziehen genauso Bedingungslos ihr Ding durch, wie EA/BW, UBI oder andere. Aber eben mit dem feinen Unterschied, das AB das darf und die anderen dafür an den Pranger gestellt werden. Zu analysieren warum das so ist, wäre durchaus interessant. Aber ich fürchte, man würde auch dann zu keinem echten Ergebnis kommen. Es mag ja am Weltbild des einzelnen selbst liegen. Steht auf der einen Seite, das vermeintlich absolut Gute, dann muss auf der anderen Seite, das vermeintlich absolut Böse stehen.

Modifié par Jairidian, 14 avril 2013 - 01:55 .


#12
AnxYeti

AnxYeti
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Ja.

#13
Rabenkopf

Rabenkopf
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Jairidian wrote...

Not_Zero wrote...

@Jaridian die Frage ist warum ist das so? Sowas passiert nicht einfach mal so ;-)


Gute Frage, aber nicht so einfach zu beantworten. Ich bin der Meinung, das einfach mit zweierlei Maß gemessen wird. Das ist ja nicht unüblich in der Welt. Der eine bekommt den Friedensnobelpreis, wenn er mit einer Kampfdrohne neben dem Ziel, auch gleich mehrere Zivilisten mit weghaut, der andere wird als Kriegstreiber und Weltenvernichter verschrien, wenn er lächerliche Drohungen ausstößt. Activision/Blizzard ziehen genauso Bedingungslos ihr Ding durch, wie EA/BW, UBI oder andere. Aber eben mit dem feinen Unterschied, das AB das darf und die anderen dafür an den Pranger gestellt werden. Zu analysieren warum das so ist, wäre durchaus interessant. Aber ich fürchte, man würde auch dann zu keinem echten Ergebnis kommen. Es mag ja am Weltbild des einzelnen selbst liegen. Steht auf der einen Seite, das vermeintlich absolut Gute, dann muss auf der anderen Seite, das vermeintlich absolut Böse stehen.


Ich glaube das hat eher was mit dem Ruf zu tun ;) Und jeder Ruf wird irgenwie irgendwann auf irgendeiner Weise verdient....

P.S. Ich glaub nicht an das Gut/Böse-Weltbild in der Realität :lol:

#14
Eariel101

Eariel101
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Das liegt wohl auch daran das sich, mehr als bei andere, Führungskräfte EAs öffentlich äußern und dabei recht oft so ziemlich jedes Fettnäpfchen mitnehmen. Ist also teilweise durchaus Hausgemacht wie EA in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

Modifié par Eariel101, 14 avril 2013 - 02:57 .


#15
Jairidian

Jairidian
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Not_Zero wrote...

Jairidian wrote...

Not_Zero wrote...

@Jaridian die Frage ist warum ist das so? Sowas passiert nicht einfach mal so ;-)


Gute Frage, aber nicht so einfach zu beantworten. Ich bin der Meinung, das einfach mit zweierlei Maß gemessen wird. Das ist ja nicht unüblich in der Welt. Der eine bekommt den Friedensnobelpreis, wenn er mit einer Kampfdrohne neben dem Ziel, auch gleich mehrere Zivilisten mit weghaut, der andere wird als Kriegstreiber und Weltenvernichter verschrien, wenn er lächerliche Drohungen ausstößt. Activision/Blizzard ziehen genauso Bedingungslos ihr Ding durch, wie EA/BW, UBI oder andere. Aber eben mit dem feinen Unterschied, das AB das darf und die anderen dafür an den Pranger gestellt werden. Zu analysieren warum das so ist, wäre durchaus interessant. Aber ich fürchte, man würde auch dann zu keinem echten Ergebnis kommen. Es mag ja am Weltbild des einzelnen selbst liegen. Steht auf der einen Seite, das vermeintlich absolut Gute, dann muss auf der anderen Seite, das vermeintlich absolut Böse stehen.


Ich glaube das hat eher was mit dem Ruf zu tun ;) Und jeder Ruf wird irgenwie irgendwann auf irgendeiner Weise verdient....

P.S. Ich glaub nicht an das Gut/Böse-Weltbild in der Realität :lol:


Dazu fällt mir dieser Spruch ein: "Ist der Ruf erst runiert, dann lebts sich völlig ungeniert" :lol:.

#16
Jairidian

Jairidian
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Eariel101 wrote...

Das liegt wohl auch daran das sich, mehr als bei andere, Führungskräfte EAs öffentlich äußern und dabei recht oft so ziemlich jedes Fettnäpfchen mitnehmen. Ist also teilweise durchaus Hausgemacht wie EA in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.


Du meinst, EA leidet am Steinbrück-Syndrom? Kann natürlich sein ;).

#17
Tavalero

Tavalero
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Seit LieWare zu €A gehört, überwiegt das schlechte.

#18
Ahnkahar

Ahnkahar
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Jairidian wrote...

Für mich überwiegt Grundsätzlich das Gute an Bioware Spielen. Aber, wie lustigtv schon geschrieben hat, das liegt im Auge des Betrachters.

@Ahnkahar

Das Blizzard nie einen derartigen ****storm über sich ergehen lassen musste liegt vor allem daran, das Blizzard ein Phänomen ist. Ausserdem trauen sich die Online-Medien nicht wirklich an Blizzard ran. Egal, ob "Error 37", ein vergeigter Patch für WoW usw., da gibts ne kurze Notiz zu, aber so richtige Kritik, die wird vermieden. Ich erinnere nur daran, das Blizz es mal durchsetzen wollte, das nur noch mit Klarnamen in den Foren des Battle.Net gepostet werden darf. Im übrigen ein kluger Schachzug von Blizz, denn so hatten sie es wohl nie vor. Sie ruderten dann zurück und brachten das was sie eigentlich wollten, die unverwechselbare Battle.Net-ID, die sich aus bestimmten Daten zusammensetzt, unter anderem aus dem Klarnamen. Kann auch leicht mit entsprechender Software ausgelesen werden. Oder, das ganz spezielle "Wasserzeichen", das den Screenshots der Blizz-Spiele beigefügt wird. Darüber wird kurz berichtet, ein paar Leute regen sich auf, das wars dann aber auch schon.

Ganz anders bei EA/BW. Versemmelt BW nen Patch für SWTOR, bricht die Welt zusammen. Postet ein EA-Mitarbeiter in irgendeinem Forum, das er morgens aufgestanden ist, dann reicht das aus, um direkt auf EA einprügeln zu können.Frei nach der Devise: "Wie kann EA es wagen, das die Mitarbeiter morgens aus dem Bett kriechen. Was für ein "Scheißladen", die versenken nicht nur Spielentwickler, nein, die EA-Mitarbeiter müssen auch noch arbeiten". Entlässt Blizz Mitarbeiter ist das ne Randnotiz, macht EA das, dann ist das Menschenverachtend und überhaupt, EA hält seine Mitarbeiter in "nicht Artgerechten Käfigen". Oder um es mal so zu sagen: Blizzard trägt nen Heiligenschein, während EA der Antichrist in Reinform ist.


Tja ... woran das wohl liegen mag. Klar, Blizzard hat einige Sachen gebracht, mit denen ich mich absolut nicht einverstanden sehe. Da mein WoW-Account irgendwann zwangsweise zum Battle.net Account wurde, war für mich der Zeitpunkt WoW an den Nagel zu hängen und andere Dinge zu tun. Und da war ich nicht der einzige.
Error 37 ist noch son Beispiel ... da gabs auch einige, die deswegen Diablo 3 von der Platte geschmissen haben. Völlig zu recht. Oder das Beispiel das du selbst gebracht hast ... alles Dinge über die man sich völlig zu Recht aufregen kann. Warum tut man es also nicht ?

Erst mal liegt das am Ruf der Firma. Meines Wissens haben sie nie irgendwelche falschen Versprechen rausgehauen ... die Ansprüche an Blizzard Titel waren immer hoch und wurden immer irgendwie erfüllt. Ich hab nen Kumpel der spielt jetzt noch Diablo 3 mit Hingabe. Meine Gilde auf der Silbernen Hand existiert immer noch. Starcraft 2 war wie viele Jahre in Entwicklung ? Trotzdem ist das ein hervorragendes Spiel (ja, ich habs mir trotz Battle.net gekauft und im gleichen Atemzug Pandaria mal angetestet) wos ja jetzt schon wieder Meisterschaften zu gibt. Selbst Pandaria mit seiner unglaublichen Vercasualisierung hat mir eine zeitlang sehr viel Spass gemacht. Komischerweise haben die es geschafft, trotz viel berechtigter Kritik, immer irgendwie Produkte abzuliefern, die mit der Erwartungshaltung übereingestimmt haben.
Mein Lieblingszitat zu Starcraft 2 und Diablo ? Its done when its done.
Sowas muss man als Firma erst mal hinbekommen. So, jetzt bin ich mit deren Methoden genau so wenig einverstanden wie mit dem Origin-Zwang. Warum kann ich mich mit Battle.net aber einigermaßen arrangieren ?
Weil man nie das Gefühl hatte dreist angelogen zu werden, mal ganz abgesehen davon dass man sich kein Program auf den Rechner laden muss, das man eigentlich gar nicht braucht.

Zum Ruf von EA muss ich glaub ich nicht allzuviel sagen. Wie viele Entwickler haben die aufgekauft, die danach in den Annalen der Geschichte verschwunden sind ? Wie viele Versprechungen wurden gemacht und nicht eingehalten ? Wie viele Spiele blieben hinter den Erwartungen zurück ? Und damit mein ich jetzt nicht mal nur Bioware oder Mass Effect 3 im Speziellen.
Wenn man einer Firma Vertrauen schenkt und dieses Vertrauen enttäuscht wird, dann handelt man sich ganz schnell einen Ruf ein, den man nur ganz schwer wieder los wird. Mass Effect 3 ist nicht der einzige Grund, warum EA zur schlechtesten, amerikanischen Firma 2012 gewählt wurde.

Ein weiterer Punkt ist der Umgang mit der Kundschaft. Und hier jetzt mal nur 2 Beispiele. Warum kriegt man bei WoW 1 oder 2 Tage Spielzeit erstattet, wenn die Server mal ausfallen ?
Warum ist es bei ME3 nicht möglich die DLCs zu spielen, wenn  die Server mal ausfallen ?
Blizzard ist nicht verpflichtet, dir Zeit gutzuschreiben.
EA könnte dir die DLCs ohne Probleme auch ohne die Server zur Verfügung stellen.

Dann ist da noch die Sache das Blizzard gleichzeitig sein eigener Publisher ist. Die interessierts einfach mal die Bohne, wenn ein Projekt nen halbes Jahr länger dauert als erwartet.
Wenn man jetzt zu EA schaut ... sagen wirs einfach mal so. Dragon Age 2 hätte ein halbes Jahr mehr Zeit echt gut getan. Da kann mir echt keiner erzählen, dass EA da den Release nicht forciert hätte.

So, auch wenn das jetzt vielleicht so geklungen hat. Ich betrachte Blizzard nicht als den Messias der Spielebranche, genau so wenig betrachte ich EA als den Satan persönlich. Grundsätzlich sind beide Firmen darauf aus Profit zu machen. Das ist auch völlig in Ordnung so. Der Unterschied ist die Firmenpolitik.
Blizzard gibt dem Kunden nicht das Gefühl er würde sie nur peripher tangieren, auch wenn das letztendlich vielleicht so sein mag. EA vermittelt einem dieses Gefühl hingegen sehr deutlich, auch wenn das vielleicht  gar nicht deren Absicht ist.
Und je nachdem bei wie vielen Leuten dieses Gefühl ankommt, desto größer wird die Kritik und der daraus resultierende Sh*tstorm.

#19
Eariel101

Eariel101
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Ich denke man muß da auch etwas den chronologischen Ablauf bedenken, zumindest was BioWare betrifft. Als ME2 erschienen ist war die Kritik noch relativ moderat, es ging zwar teils hoch her (hauptsächlich im englischen social), aber hat noch keine so großen Wellen geschlagen. Die Kastration der Rollenspielelemente war schon recht heftig und dann gab es ja auch noch manch andere durchaus berechtigte Kritikpunkte. Aber man versprach dies in ME3 besser zu machen.

Dann erschien Dragon Age 2. Es wurde viel im Vorfeld versprochen und nur wenig gehalten. Die Spieler sind sich da schon reichlich veralbert vorgekommen. Dann noch der Verbannte Prinz DLC, das dreiste Maprecycling, vom Himmel spawnende Gegnerhorden, das mehr als dürftige Questdesign und vieles mehr. Da war die Reaktion schon weitaus heftiger.

Dann schob sich auch noch die Sache mit Origin dazwischen und der mehr als fragwürdigen EULA. Und zu guter letzt auch noch ME3 wo viel in Interviews und Werbung angeküdigt und versprochen wurde und sich so gut wie alles als leere Worthülsen herausstellte. Ich denke das Maß war einfach voll und das Faß am überlaufen und somit der Krach vorprogrammiert.

Das traurige daran, man hätte das vermeiden können, hätte man die richtigen Lehren aus dem DA2 Debakel gezogen. Aber anscheinend war man so von sich überzeugt das man glaubte auch das würde sich mehr oder weniger im Sand verlaufen. Aber dem war eben nicht so, das nötige Vertrauen war bereits nach DA2 und den teils ähm seltsamen Reaktionen und Statements längst verspielt.

Das gilt eben auch für EA als Publisher, Werbung machen ist das eine, aber bei der Werbung wissentlich mehr versprechen als man halten kann, um es höflich auszudrücken, kommt eben irgendwann nicht mehr gut an. Dann eben noch die Äußerungen der Führungskräfte ... die Spieler sind nicht dämlich um alles unbesehen zu schlucken und auf Dauer machen sie auch nicht alles mit.

Modifié par Eariel101, 14 avril 2013 - 07:17 .


#20
Codebreaker819

Codebreaker819
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So wie es Jairidian erklärt stimmt es völlig zu. Nehmen wir zum Beispiel mal das Thema Studio Schließung. EA schließt das Studio in Sao Paulo von dem noch nie jemand etwas gehört hat. Und sofort schreien alle wieder los das der Antichrist der Gameszene ist und alles und jeden zerstört. Dann haben wir Rockstar welche Studios wie Neo Software schließt aber das juckt keinen. Generell stört es kaum Leute wenn Studios wie Jowood oder Team Bondi insolvent gehen. Wenn ein Studio schlechte Arbeit leistet und keine Käufer findet wird es dicht gemacht. Das ist bei EA so, das ist bei Rockstar so, das ist auf den freien Markt so. Aber wehe EA ist dabei in nur irgend einer weise mit dabei dann geht der Flamewar los.

Dann haben wir Arbeitsbedingungen. Bei EA kann man als Entwickler machen was man will, es wird nicht reingeredet in den Kreativen Prozess. Das haben die Leute von Maxis, von Dice und von Bioware in Interviews ausgesagt. Wie der ehemalige Bioware Chef Zeschuk erst in einen ausführlichen Interview sagte lässt einen EA genug Seil um sich damit Problemlos zu erhängen. Bei Rockstar gibt es Berichte die an Chinesiche Arbeitslager Zustände erinnern oder das Mitarbeiter vor verschlossenen Türen stehen welche von Sicherheitspersonal bewacht wird und so erfahren sie dann von ihrer Kündigung. Der Unterschied ist das Berichte die negativ gegen EA sind als die Wahrheit gelten und EA positive Aussagen als Lüge abgestempelt werden. Das ist eindeutig messen mit zweierelei Maß.

Dann haben wir das Verhältniss zur Community. EA macht Gewinnspiele, PR Aktionen wie die Ballonfahrt von ME3 Spielen, Die Foren werden von EA Mitarbeitern betreut, Entwickler nehmen am Forenleben teil und sprechen direkt mit der Comunity, Es gibt events wie die Deutsche Paragon Lost Premiere wo Fans eingeladen werden. Und jetzt macht das mal bei Rockstar, viel spass beim Suchen.

EA muss als Katalysator herhalten für alles was den Leuten in der Gameindustrie nicht passt. EA macht nichts was andere Firmen nicht auch im Gameingbereich bereits gemacht haben.

Modifié par Codebreaker819, 15 avril 2013 - 08:17 .


#21
Aliens Crew

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@Jairidian

Wie Du finde ich es auch sehr interessant, wie unterschiedlich mit Firmen wie EA oder Blizzard umgegangen wird, auch wenn sie beide viel Mist bauen. Gleiches sehe ich auch mit EA und Valve, welche ja mit ihrem Origin bzw. Steam im Grunde den selben Mist in grün auf den Markt geworfen haben. Und während EA dafür verteufelt wird/wurde, sehen viele in Valve den Heiland. (Und dabei bin ich nach wie vor davon überezeugt, dass es heute kein Origin gäbe, wenn Valve mit seinem Steam baden gegangen wäre.)

Meiner Ansicht nach liegt das genau daran, was hier schon andere geschrieben haben: Firmen wie Blizzard oder auch Valve verpacken ihren Mist eben besser als EA und lullen ihre Kunden auch besser ein, so einfach ist das. Da kommen eben nicht solche Aussagen wie vom Ex-Chef Riccitiello in denen es in etwa hieß "unsere Kunden bezahlen auch für einmal nachladen einen Dollar" (oder so ähnlich). Bei solchen Statements wird dem werten Kunden eben ziemlich schnell klar, was der entsprechende Publisher von einem hält. So etwas brennt sich einem ins Gedächtnis.

Damit sind Blizzard oder Valve eben nicht besser als EA (und sehen ihre Kuden sehr wahrscheinlich genauso als Milchkühe wie EA), nur verbergen sie es eben besser vor ihrer Kundschaft, womit der Ruf gewahrt bleibt. Da muss man als Kunde schon genauer hinsehen, um zu erkennen, dass diese Firmen nicht besser sind als der große "Buh-Mann" EA.

Dementsprechend sollte EA vielleicht mal bei der Konkurrenz in die Lehre gehen, damit sie auch mal irgendwann wissen, wie man seine Kunden besser einlullt, damit man denen allen Scheiß verkaufen kann und die es noch freudenstrahlend annehmen und dafür auch noch "Danke" sagen.

Für mich stehen inzwischen alle drei Firmen auf der "schwarzen" Liste, dank ihren Zwangsplattform-Nummern. Aber damit bin ich nun mal eben die Ausnahme als die Regel. Wäre dem nicht so, würde es für uns Spieler heutzutage sicher besser aussehen als es eben tut.

#22
Guest_Jack Baur_*

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Na aber im gegensatz zu Oridingens funktioniert Steam wenigstens probemlos ;) Und man wird beim Starten nicht sofort von EA zugemüllt und ausspioniert. Fast schon ein Paradies.

Und zur Frage. Das Schlechte!
Vor fünf Jahren hätte ich noch das Gute gesagt. Aber inzwischen hat sich BioWare selbst den Ruf kaputt gemacht, in dem es uns die "großartigen" Spiele der letzten Jahre geschenkt hat.

Aber vemrutlich denken die sich auch "Ist der Ruf erst ruiniert...."

#23
Eariel101

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Mag sein das EA sich nicht in den Entwicklungsprozess, bei Story und Design, einmischt, aber mit Sicherheit setzen sie eine Deadline und teilen mit was sie im Game alles sehen wollen, sprich Mikrotransaktionen und so weiter. Davon abgesehen sind die genannten Studios alle Teil EAs, "Man beißt nicht die Hand, die einen füttert." fällt mir dazu immer wieder ein.

Das ist aber zweitrangig angesichts anderer Probleme, Publisher wie EA, also auch viele andere, sollten anfangen an mehr als nur Geld zu denken und sich tatsächlich mal um bessere Produkte und Leistungen bemühen. Mangelhafter Support und Service sind inakzeptabel, ebenso wie Launchs a la SimCity, unvollständige oder qualitativ minderwertige Spiele. EA, genau wie die anderen auch, hat seinen Kunden gegenüber die Verpflichtung Produkte zu liefern die auch halten was sie versprechen und ihr Geld wert sind.

Damit Firmen wie EA das auch mal überdenken bleibt leider nur der Weg über den Geldbeutel, nur dann haben sie auch keinen Raum mehr für Lügen und Ausreden, entweder sie handeln oder gehen den Weg alles Vergänglichen.

Modifié par Eariel101, 15 avril 2013 - 12:38 .


#24
MrChingles

MrChingles
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EA tappt eben gerne in Fettnäpfchen, das ist halt so.
Bei Valve mit seinem Steam muss man ja immerhin zugeben, dass es in 98% der Zeit in der man es nutzt auch funktioniert (bis auf einige kleinere Pannen bei manchen Updates).Bei Origin ist das eben bissl anders, da lässt sich öfters mal ein Download oder ein Spiel nicht starten (oder es sind einfach mal alle Spiele weg die man mal auf dem Account hatte (is mir echt mal passiert)).
Ich hab auch noch nie vom EA-Support eine Antwort auf eines meiner Probleme bekommen (ich weiß es gibt auch ausnahmen und bei anderen Publishern ist es auch so^^), dann noch zu jedem EA-Spiel massig relativ teuren DLC, wo einem immer vermittelt wird dass man sich jetzt für 50€ nur die Hälfte eines Spiels gekauft hat.
Das sind alles so Kleinigkeiten die mit der Zeit einen dicken Haufen Sch....e ergeben und bei EA ist es mittlerweile eher ein Berg als ein Haufen.
Sicher, andere Publisher sind nicht viel besser, aber EA baut einfach in zu kurzer Zeit zuviel Mist.

#25
Aschere

Aschere
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Das Thema war wohl ein Anderes, aber gut, da hier ja einige EA so hochleben lassen wollen, zählen wir mal auf

ZB die Fifa Reihe, kaum Änderungen und jedes Jahr ein Release zum Vollpreis. So eine Abzocke macht sonst keiner

ZB das mit den DLC's bei ME, die ohne EA Server Abfrage: Darf er das spielen? nicht funktionieren

ZB die EA Hotline. Ich habe bisher 2x angerufen und 2x durfte ich über eine Stunde in der Warteschlange warten
(mal davon ab erhält man immer die gleiche Standard eMail, das für den Vorgang eine Kontoverifizierung notwendig ist, wofür angerufen werden muss)

ZB einige von diesen frechen DLC's, die keinerlei Arbeit bedeuten für die aber ordentlich Geld genommen wird. Irgendwie erinnern die extrem an das F2P System

Sowas habe ich noch bei keinem Anderen mitbekommen

Und Spielereihen und Hersteller können kaputt gehen, wenn sie zu sorglos sind und sich von der eigentlichen Kundschaft lösen

Nur als Beispiele: Gothic 4 (die Spielereihe ist weg vom Fenster), Guildwars 2(sollte so ähnlich wie WoW werden und ist nicht mal ansatzweise so erfolgreich wie Guildwars 1)
Und soll ich wirklich Spielefirmen aufzählen die Super Spiele gemacht haben aber jetzt pleite sind?
Und in Gothic 3 (nicht EA, ich weiss) wurde sich auch nicht eingemischt, es wurde bloß eine Deadline gesetzt wodurch der Entwickler ein unfertiges Produkt rausbringen musste (Weihnachtsgeschäft darf halt nicht drunter leiden)

Modifié par Aschere, 15 avril 2013 - 02:44 .