Jairidian wrote...
Für mich überwiegt Grundsätzlich das Gute an Bioware Spielen. Aber, wie lustigtv schon geschrieben hat, das liegt im Auge des Betrachters.
@Ahnkahar
Das Blizzard nie einen derartigen ****storm über sich ergehen lassen musste liegt vor allem daran, das Blizzard ein Phänomen ist. Ausserdem trauen sich die Online-Medien nicht wirklich an Blizzard ran. Egal, ob "Error 37", ein vergeigter Patch für WoW usw., da gibts ne kurze Notiz zu, aber so richtige Kritik, die wird vermieden. Ich erinnere nur daran, das Blizz es mal durchsetzen wollte, das nur noch mit Klarnamen in den Foren des Battle.Net gepostet werden darf. Im übrigen ein kluger Schachzug von Blizz, denn so hatten sie es wohl nie vor. Sie ruderten dann zurück und brachten das was sie eigentlich wollten, die unverwechselbare Battle.Net-ID, die sich aus bestimmten Daten zusammensetzt, unter anderem aus dem Klarnamen. Kann auch leicht mit entsprechender Software ausgelesen werden. Oder, das ganz spezielle "Wasserzeichen", das den Screenshots der Blizz-Spiele beigefügt wird. Darüber wird kurz berichtet, ein paar Leute regen sich auf, das wars dann aber auch schon.
Ganz anders bei EA/BW. Versemmelt BW nen Patch für SWTOR, bricht die Welt zusammen. Postet ein EA-Mitarbeiter in irgendeinem Forum, das er morgens aufgestanden ist, dann reicht das aus, um direkt auf EA einprügeln zu können.Frei nach der Devise: "Wie kann EA es wagen, das die Mitarbeiter morgens aus dem Bett kriechen. Was für ein "Scheißladen", die versenken nicht nur Spielentwickler, nein, die EA-Mitarbeiter müssen auch noch arbeiten". Entlässt Blizz Mitarbeiter ist das ne Randnotiz, macht EA das, dann ist das Menschenverachtend und überhaupt, EA hält seine Mitarbeiter in "nicht Artgerechten Käfigen". Oder um es mal so zu sagen: Blizzard trägt nen Heiligenschein, während EA der Antichrist in Reinform ist.
Tja ... woran das wohl liegen mag. Klar, Blizzard hat einige Sachen gebracht, mit denen ich mich absolut nicht einverstanden sehe. Da mein WoW-Account irgendwann zwangsweise zum Battle.net Account wurde, war für mich der Zeitpunkt WoW an den Nagel zu hängen und andere Dinge zu tun. Und da war ich nicht der einzige.
Error 37 ist noch son Beispiel ... da gabs auch einige, die deswegen Diablo 3 von der Platte geschmissen haben. Völlig zu recht. Oder das Beispiel das du selbst gebracht hast ... alles Dinge über die man sich völlig zu Recht aufregen kann. Warum tut man es also nicht ?
Erst mal liegt das am Ruf der Firma. Meines Wissens haben sie nie irgendwelche falschen Versprechen rausgehauen ... die Ansprüche an Blizzard Titel waren immer hoch und wurden immer irgendwie erfüllt. Ich hab nen Kumpel der spielt jetzt noch Diablo 3 mit Hingabe. Meine Gilde auf der Silbernen Hand existiert immer noch. Starcraft 2 war wie viele Jahre in Entwicklung ? Trotzdem ist das ein hervorragendes Spiel (ja, ich habs mir trotz Battle.net gekauft und im gleichen Atemzug Pandaria mal angetestet) wos ja jetzt schon wieder Meisterschaften zu gibt. Selbst Pandaria mit seiner unglaublichen Vercasualisierung hat mir eine zeitlang sehr viel Spass gemacht. Komischerweise haben die es geschafft, trotz viel berechtigter Kritik, immer irgendwie Produkte abzuliefern, die mit der Erwartungshaltung übereingestimmt haben.
Mein Lieblingszitat zu Starcraft 2 und Diablo ? Its done when its done.
Sowas muss man als Firma erst mal hinbekommen. So, jetzt bin ich mit deren Methoden genau so wenig einverstanden wie mit dem Origin-Zwang. Warum kann ich mich mit Battle.net aber einigermaßen arrangieren ?
Weil man nie das Gefühl hatte dreist angelogen zu werden, mal ganz abgesehen davon dass man sich kein Program auf den Rechner laden muss, das man eigentlich gar nicht braucht.
Zum Ruf von EA muss ich glaub ich nicht allzuviel sagen. Wie viele Entwickler haben die aufgekauft, die danach in den Annalen der Geschichte verschwunden sind ? Wie viele Versprechungen wurden gemacht und nicht eingehalten ? Wie viele Spiele blieben hinter den Erwartungen zurück ? Und damit mein ich jetzt nicht mal nur Bioware oder Mass Effect 3 im Speziellen.
Wenn man einer Firma Vertrauen schenkt und dieses Vertrauen enttäuscht wird, dann handelt man sich ganz schnell einen Ruf ein, den man nur ganz schwer wieder los wird. Mass Effect 3 ist nicht der einzige Grund, warum EA zur schlechtesten, amerikanischen Firma 2012 gewählt wurde.
Ein weiterer Punkt ist der Umgang mit der Kundschaft. Und hier jetzt mal nur 2 Beispiele. Warum kriegt man bei WoW 1 oder 2 Tage Spielzeit erstattet, wenn die Server mal ausfallen ?
Warum ist es bei ME3 nicht möglich die DLCs zu spielen, wenn die Server mal ausfallen ?
Blizzard ist nicht verpflichtet, dir Zeit gutzuschreiben.
EA könnte dir die DLCs ohne Probleme auch ohne die Server zur Verfügung stellen.
Dann ist da noch die Sache das Blizzard gleichzeitig sein eigener Publisher ist. Die interessierts einfach mal die Bohne, wenn ein Projekt nen halbes Jahr länger dauert als erwartet.
Wenn man jetzt zu EA schaut ... sagen wirs einfach mal so. Dragon Age 2 hätte ein halbes Jahr mehr Zeit echt gut getan. Da kann mir echt keiner erzählen, dass EA da den Release nicht forciert hätte.
So, auch wenn das jetzt vielleicht so geklungen hat. Ich betrachte Blizzard nicht als den Messias der Spielebranche, genau so wenig betrachte ich EA als den Satan persönlich. Grundsätzlich sind beide Firmen darauf aus Profit zu machen. Das ist auch völlig in Ordnung so. Der Unterschied ist die Firmenpolitik.
Blizzard gibt dem Kunden nicht das Gefühl er würde sie nur peripher tangieren, auch wenn das letztendlich vielleicht so sein mag. EA vermittelt einem dieses Gefühl hingegen sehr deutlich, auch wenn das vielleicht gar nicht deren Absicht ist.
Und je nachdem bei wie vielen Leuten dieses Gefühl ankommt, desto größer wird die Kritik und der daraus resultierende Sh*tstorm.