Wie ja Bioware im Verbund mit EA eindrucksvoll bestätigt hat
Ja loggisch. Wie quasi jeder andere Konzern in reichlich Situationen ebenfalls. Völlig egal, welchen Konzern Du Dir da schnappst. Einen einzelnen Akteur eines Systems rauszupicken, wenn quasi jeder im System gleichartig handelt, kann als Beispiel taugen - aber doch nicht, um so zu tun, als wäre das was besonders Schlimmes.
Fakt ist, es fand gar keine Kommunikation statt
Doch doch - nur sehr wenig. Es gab ein/zwei "offizielle" Mitteilungen und auch ein paar wenige Äusserungen in Foren, die dann eher halb offiziell waren. So wie es eben so gut wie jeder Konzern mit emotional verstärkte Kritik auch macht. Völlig normal, was da passiert ist.
Staddessen wurde von Bioware der Kunstbegriff überdehnt und das ohne zu bedenken, dass die Mehrzahl der Spieler im Grunde nur spielen will. Um Kunst zu bestaunen geht man besser in ein Museum
Der Kunstbegriff ist halt sehr dehnbar. Und genau darum gehts in einer subjektiv-emotionalen Diskussion letztlich ja auch. Um dehnbare und individuelle Vorstellungen. Tatsache bleibt, daß ein Hersteller die Hoheit über sein Produkt hat. Klar hat auch ein Kunde das Recht, zu motzen und zu meckern. Aber ein Hersteller dann eben auch, sich dem nur sehr eingeschränkt zu beugen. Alles eben ganz normal - ein völlig banaler, alltäglicher Vorgang in der Unterhaltungsindustrie.
Diese Reaktion ging völlig an der hauptsächlichen und eigentlichen Kritik vorbei
Aber es WAR eine Reaktion. Wenn die "Kritiker" mit dem Ergebnis der Reaktion unzufrieden waren, ist das ja auch völlig OK. Aber Tatsache bleibt, DASS reagiert wurde. Über "Leistungen" diskutiere ich übrigens grundsätzlich nicht, da mir der Tenor dieses Begriffs in unserer Gesellschaft so krankhaft vorkommt, wie der Begriff der "Gläubigkeit" in religiösen Gesellschaften.
Von Politikern war in meinem Beitrag keine Rede. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass Entwickler und Publisher von Videospielen, im Gegensatz zu privaten und fälschlicherweise "systemrelevant" bezeichneten Banken, noch in der Position sind pleite gehen zu können
Womit ich dann immer noch nicht weiss, was Du mit diesem seltsamen Vergleich eigentlich bezweckst. Natürlich können Firmen pleite gehen. So what?
Da gibt es aber doch einige gewaltige Unterschiede zu den von Dir benannten Beispielen. Das sind zum Einen die Versprechen von Seiten Bioware's im Vorfeld um den Verkauf anzukurbeln
Ach Du bist auch einer der Sorte Konsument, der tatsächlich glaubt, daß im Kinderriegel eine Extra Portion Milch drinsteckt?

- Das ist WERBUNG. PR-Geblubber. Blabla...
Daß in unserer werbeverseuchten Welt tatsächlich noch soviel Leute da draussen sind, die Werbe"versprechen" ernst nehmen... *seufz*... was soll man da noch sagen. Ich kann Dir nur raten, REICHLICH Gelassenheit zu entwickeln und den meisten Werbequatsch nicht allzu intensiv anzuhören oder durchlesen. Für mich ist das PR-Gelaber grössenteils Quatsch. Wer daran "glauben" will, nur um reichlich oft in unserer Wirtschaft dann vom Produkt enttäuscht zu werden... naja... dem wünsche ich viel Spass dabei.
Noch immer warte ich auf die Einlösung der vollmundigen Ankündigung von Bioware
Es soll ja auch Leute geben, die warten auf die Ankunft des Heiland. Ich würde jedem Masochisten einfach den Besuch bei einer Domina empfehlen... aber jedem das Seine

Worauf ich damit hinauswill? Auf GELASSENHEIT... und dadurch das Entwickeln einer Mündigkeit. Um sich nicht mehr von der Industrie als Konsumentenvieh benutzen zu lassen. Ich habe ME gern gespielt. ALLE Teile. Und tue das auch jetzt noch. Aktuell gucke ich z.B. gerade die letzten beiden Staffeln von Akte X, die ich damals im TV nicht gesehen habe, und wundere mich über den Scheiss, den die Macher am Ende da verzapft haben. Kann es fast nicht glauben. Aber... tjo... so ist das eben manchmal.
Hör ich aber deshalb auf, Unterhaltungsprodukte zu konsumieren? Nein - natürlich nicht. Ich habe aber eben auch eine andere Erwartungshaltung und ein leicht angepasstes Konsumverhalten. Ich bin KEINER Firma loyal... und ich entwickel umgekehrt auch nie Hassgefühle, wenn ein Hersteller ein gutes Produkt vermasselt... oder Teile davon. Umgekehrt informiere ich mich vorher auch ein wenig.
Ich trete vor allem nie Ewigkeiten nach. Wenn mir ein Produkt nicht gefällt, tauche ich da garantiert nicht mehr in Foren auf, um ständig darauf hinzuweisen, was ich scheisse fand. Das mach ich einmal... danach ist mir meine Zeit zu schade dafür. Ich beschäftige mich lieber mit den Dingen, an denen ich mich erfreuen kann, statt mich ständig da festzukrallen, wo ich enttäuscht wurde. Wenn man nach vielen Monaten oder gar Jahren noch immer mit Hassgefühlen nachtritt wirkt das auf mich... naja... ungesund. Ich lasse lieber nach kürzerer Zeit los. Hake ab. Winke ab. Dreh mich um. Und blicke dahin, wo neue, eventuell schöne Dinge oder zwischendurch natürlich auch mal wieder Enttäuschungen warten.
So ist halt das Leben