Ahnkahar wrote...
1. Richtig, die Entscheidungen werden von Anderson getroffen, Shepard befolgt sie wie ein braves Hündchen. Das ist auch erst mal nichts verkehrtes. Der Fehler beginnt mit der Planung des Angriffs. London ist ein Trümmerfeld. Es gibt viele Möglichkeiten sich zu verschanzen und unbemerkt vorzudringen. Den Strahl nur aus einer Richtung anzugreifen hat rein gar nichts mit Strategie zu tun, sondern lädt Harby zu genau dem ein was er tut. Ein Angriff aus mehreren Richtungen hätte nicht nur die Chancen erhöht, sondern Harby auch dazu gewzungen sich drehen zu müssen. Oder hat hier schon mal jemand einen Reaper gesehen, der nach hinten oder zur Seite feuert ?
Dann Andersons Alleingang nach oben und Shepard ders ihm gleichtut. Wobei das bei Shepard fast noch zu verzeihen ist, weil er annehmen kann, dass er allein ist. Klug ist es trotzdem nicht. Es sind noch Funksprüche da, Harby ist weg. Irgendjemand kann also das Schlachtfeld beobachten. Warum versuchen die jetzt nicht ihr Glück, wenn die Luft rein ist ?
Dann auf der Citadel, 2 Soldaten in feindlichem Gebiet, mit unbekannter feindlicher Truppenstärke. 2 Alleingänge. Das ist nicht nur sinnlos, sondern auch wesentlich gefährlicher.
Zuerst mal, wir reden über „Militärische Entscheidungen“, und dann verhält sich ein Offizier der die Befehle seines Vorgesetzten ausführt „wie ein braves Hündchen“? Dann war ich sehr oft ein braves Hündchen. (Hab mich jetzt nicht so gesehen, aber vielleicht… )
Zweitens, und mal davon abgesehen das Shepard und Anderson nicht wissen wo sie sich auf der Citadel befinden und an verschiedenen Stellen „herausgekommen“ sind, Anderson also genau das tut was jeder andere gute Soldat in dieser Situation machen würde, nämlich Aufklärung betreiben, (Dabei wird er übrigens auch von Shepard aufgefordert nicht zu weit voraus zu gehen.) Shepard und Anderson „müssen“ alleine sein, weil es der Plot so vorsieht. Und das ist auch gut so, denn wer will denn dass am Ende der „Held“ nicht mehr derjenige ist der im Mittelpunkt stehet?
Drittens misst du diesem „Sturmangriff“ oder auch dem „Militärischem“ imho viel zu viel Bedeutung bei.
Wir reden hier über ein Videospiel, da geht es in erster Linie um den Plot und um Cinematics. Oder auch: Es muss cool aussehen!
Es gibt im ME Universum, angefangen von ME1 bis zu ME3 buchstäblich dutzende von „militärischen Operationen“ die, Technik und Ausstattung des „Zeit“ und der Normandy in Betracht gezogen, Militärisch gesehen nicht den geringsten Sinn ergeben.
Und das ist vollkommen normal, die „Game Mechanik“ von ME1 bis ME3 schreibt vor das es eine dreier Infanterie Gruppe ist die das Problem löst.
Der Sturmangriff am Ende ist nicht mehr als ein plot device mit guten Cinematics, wie so viele andere Dinge im ME Universum auch, hier plötzlich auf „militärische Exaktheit“ zu bestehen macht einfach keinen Sinn.
2. Klar wird Shepard gezwungen. Wähle oder alles was du jemals kanntest wird der Vergessenheit anheimfallen. Wähle oder alle die du liebst, werden einen sinnlosen Tod sterben.
Und in welchem vorstellbaren Ende ist Shepard nicht zu dieser Wahl gezwungen? Natürlich muss er eine Wahl treffen um den Zyklus zu beenden, aber das war doch schon von Anfang an klar.
Der Plot „zwingt“ Shepard in allen drei Spielen bestimmte Dinge zu „wählen“ darum führt kein Weg herum.
Wo wir grad bei Entscheidungen waren, wo ist meine Wahlmöglichkeit, die dicksten Waffen auf den Crucible zu richten, abzudrücken und zu sehen wie Holokid in seinr Kammer verglüht.
Shep wäre einen vernünftigen Tod gestorben und wir hätten ein Refusal Ende ohne totale Niederlage. Aber nein, Shepard nimmt Holokids Auflagen ohne Widerspruch an. Was völlig ooc ist, noch mal angemerkt.
Welche „Auflagen“? Du selber sagst dass der Catalyst ganz deutlich eine bestimmte Wahlmöglichkeit bevorzugt. Und Shepard hat alle Möglichkeiten dieser bevorzugten Wahl nicht nachzukommen und seine eigene Entscheidung, zu treffen.
Was das „Holokid wegblasen“ angeht, rein Plot-Technisch würde das heißen das Shepard dazu in der Lage ist den Zyklus, gegen den er vom ersten Moment von ME1 gekämpft hat, zu beenden, aber weil dir als Spieler die Art und Weise wie er das kann nicht gefällt, sollte da eine Option sein wie Shepard mit einem großen „Peng“ endet und dabei auch noch allen anderen, nachfolgenden Zivilisationen, jede Möglichkeit auf einen Sieg über die Reaper nimmt.?
Also die Möglichkeit würde imho keinen Sinn machen.
4. Gut, gehen wir davon aus, dass Holokid nur eine Maschine, also eine gewöhnlich VI ist.
Ich gehe nicht davon aus das der Catalyst eine VI ist, er ist eine KI, trotzdem ist er immer noch eine Maschine, eine Künstliche Intelligenz halt und er handelt wie eine Künstliche Intelligenz, Mathematisch, logisch, ohne Empathie oder Mitgefühl.
Wenn er weiter seiner Grundprogrammierung folgt, wieso versucht er dann nicht den Zyklus aufrecht zu erhalten. Kann er, ohne weiteres. Er müsst sich einfach nicht zeigen. Die Schlacht ist ohnehin so gut wie verloren. Shepard hat ohne ihn keine Möglichkeit, den Crucible endgültig zu aktivieren. Deswegen sage ich unbedeutende Abweichung. Auf jeden Fall wusste Holokid, dass irgendwer, irgendwann den Crucible komplett bauen wird. Er hatte Millionen Jahre Zeit sich vorzubereiten. Und der Input den Shepard ihm gibt.... ich bitte dich, wie viele Tausend Völker hat Holokid vor diesen ausgelöscht ? Rein von der Wahrscheinlichkeit her, muss es irgendwann den passenden Input gegeben haben.
Weil seine Programmierung durch Shepard,
dem ersten Organischen der es schafft zu ihm vorzudringen und die Technischen Möglichkeiten
des zum ersten Mal fertiggestellten und angedocktem Crucible verändert wird.