Ende von Mass Effect 3
#201
Posté 02 novembre 2013 - 09:30
#202
Posté 02 novembre 2013 - 11:36
Holger1405 wrote...
Aber hast du dir nie die Frage gestellt wer die Reaper erschaffen hat? Nie die Möglichkeit in Betracht gezogen das es, da es ja Maschinen sind, einen „Schöpfer“ dieser Maschinen gegeben haben muss?
Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei? Weil, wenn ich Deine Aussage hier weiter "spinne", dann stellt sich doch auch die Frage nach den Schöpfern der Menschheit und noch etwas weiter nach den Schöpfern des Universums. Oder hast Du Dir diese Frage noch nie gestellt?
Modifié par lustigtv, 02 novembre 2013 - 12:00 .
#203
Posté 02 novembre 2013 - 06:43
#204
Posté 02 novembre 2013 - 06:47
#205
Posté 02 novembre 2013 - 07:00
Modifié par Holger1405, 02 novembre 2013 - 07:18 .
#206
Posté 02 novembre 2013 - 07:05
Ahnkahar wrote...
1. Nach dem Gespräch mit Sovereign habe ich damit gerechnet, dass wir auf jeden Fall kein Regenbogenhappyend bekommen werden. Sovereign hatte keinen Grund zu lügen als es sagte "Our Numbers will darken the skies of every world...". Das bedeutete ein Sieg würde teuer erkauft werden. Daher hätte ein Happy End meines Erachtens nicht gepasst. Vor allem habe ich damit gerechnet, dass Shepard nicht überleben wird. Aber nur weil es kein Happy End gibt, muss man uns noch lange keine unbefriedigende DEM vorsetzen, oder ?
Wie gesagt, das ist deine Meinung und ich respektiere sie, aber ich sehe das halt anders.
Auch gegen philosophische Fragen habe ich nichts, nur sollte man davon absehen, sie genau ins Ende zu packen. Dort sollen Fragen geklärt und nicht neu aufgeworfen werden. Gibt schließlich auch für Autoren einen Handwerkskasten. Und das war einfach nicht gut geschrieben.
Ich sehe das genau umgekehrt. Die besten Geschichten werfen, gerade nach dem Abschluss, Fragen auf. Wohlgemerkt keine fragen die die Storyline betreffen, die müssen in der Tat abgeschlossen werden, aber die philosophischen Fragen, eben die fragen die das Mass Effect Ende aufwirft, sind für mich das A und O einer guten Geschichte.
2. Möglich, dass wir da nicht auf einen Nenner kommen, nur um was geht es denn grundlegend anderes als einen unschlagbar erscheinenen Invasoren, der letztendlich doch abziehen muss, obwohl alles was wir ihm entgegen werfen unwirksam ist ? Möglich dass ich die Geschichte einfach nicht mehr so im Kopf habe, aber wirkliche Subplots gehen der Sache doch ab.
Und wenn das Buch heute geschrieben worden wäre hättest du nicht Unrecht, aber es ist vor 115 Jahren geschrieben worden und das macht es imho zu einem Vorreiter der Sciencefiction Literatur. Beinahe alles in diesem Buch ist innovative.
3. Siehst du, da ist der Kern der Sache. Ich glaube nicht das es am Happy End lag. Sondern tatsächlich an den Fehlern. Ich schildere dir einfach mal in kurzen Worten mein Spielerlebnis. Es hat mich ungefähr 35 Stunden gekostet im ersten Durchgang zum Ende zu kommen. Der Zeit die bis dahin verstrichen ist, bin ich kaum gewahr geworden. Im Nachhinein sind einige Fragen aufgetaucht, die den Flow aber nicht unterbrochen haben. Warum genau Legion sich jetzt opfern musste bleibt mir persönlich zB verschlossen. So, jetzt kommen wir zum Ende, das beginnt wo der Harbys Strahl Shepard trifft. Das war der erste RICHTIGE WTF-Moment. Der vaporisiert andere Soldaten und sprengt Panzer. Shepard aber steht einfach wieder auf, wenn auch n bisschen lädiert.
An dieser Stelle war ich raus. Das langsame Tempo hat sein übriges getan, dass ich auch nicht wieder in den Flow reinfinde, weswegen ich alles wesentlich bewusster wahrgenommen habe. Das wiederum hat bedeutet, dass die ganzen kleinen Logikfehler, Plotbrüche, Ungereimtheiten usw. mir quasi ins Gesicht gesprungen sind. Entsprechend hat sich Holokid angefühlt wie ein Tritt in die Weichteile. Mit Anlauf und Stahlkappe.
Ich kann nur dasselbe wie vor ein paar Monaten sagen, da waren auch noch andere Soldaten die überlebt hatten oder zumindest nicht vaporisiert wurden.
Außerdem ist es mit Sicherheit nicht unglaubwürdiger das Shepard das überlebt als das er nach dem Sturz aus dem Weltraum auf die Oberfläche eines Planeten wieder „zusammengeflickt“ werden kann.
Was die Logikfehler angeht, die im Original-Ende sicher vorhanden waren, hier mal ein link:
social.bioware.com/forum/1/topic/105/index/1777005
Vielleicht kennst du das schon, wenn nicht, hier werden die vielen kleinen (und größeren) Logikfehler aus ME2 sehr humorvoll aufgearbeitet.
Die Frage ist jetzt, wie viele der Leute die sich am Ende von ME3 über all die vermeintlichen, und tatsächlich vorhandenen, Logikfehler aufgeregt haben, haben sich über die in ME2 beschwert?
So gut wie keiner!
Und warum?
Weil sie das Spiel und das Ende des Spieles mochten.
Trotzdem….
(Edit: Was MEHM angeht installiere ich ihn mir gerade. Will mal sehen wie sie das umgesetzt haben. Aus technischer Sicht muss ich ihnen aber jetzt schon Respekt zollen, es ist nicht einfach ME3 in solchem Umfang zu Modden.)Das ist dann auch der Grund warum mir der MEHEM besser gefällt als alles was BW geliefert hat. Holokid fehlt. Denn DAS war von vornherein mein wirklich größter Kritikpunkt am Ende. Und da ich den "Wir mögen das Ende nicht"-Thread relativ früh aufmerksam verfolgt habe, hat sich dieser Punkt sehr schnell als Muster herausgestellt. Nicht das es kein Happy End gibt. Mit Shepards Tod hatten wahrscheinlich alle an irgendeiner Stelle gerechnet. Nein, alle Umfragen die ich mir angeschaut habe, ein Großteil der Posts und selbst die Aktion mit den Cupcakes hatten nie das Happy End zum Thema. Sondern immer den Einheitsbrei der Cutscenes und die Unlogik der letzten 20 Minuten.
…vielleicht hast du recht, der EC und auch Citadel haben eine sehr sehr viel Leute beschwichtigt, dennoch bin ich fest davon überzeugt das, wenn es dieses „absolute“ Happy End gegeben hätte, die negativ Reaktion nicht einmal halb so groß ausgefallen wäre, weil ich glaube das sehr viele derjenigen die das Ende aus rein emotionaler Sicht nicht mochten in diesen Threads nach rationalen Argumenten gesucht haben um etwas zu finden durch das sie BW unter Druck setzen können, mit dem Ziel das Ende an ihre Wünsche anzupassen zu lassen.
Wie gesagt, du und auch jeder andere hat natürlich das recht das Ende und die Umsetzung nicht zu mögen, manche Anti-Ender fallen sicherlich unter die Kategorie die du beschrieben hast, und manche unter die die ich beschrieben habe.
Das was ich Kritisiere ist nicht das ihr das Ende hasst, es ist die Tatsache das viele von euch eure sichtweiße der Dinge als Status quo, und eure Argument als Fakten verkaufen, als wäre jeder der das Ende mag oder zumindest nicht ablehnt einfach nicht klug genug die Wahrheit zu erkennen, wenn es, wie immer wenn es um eine Geschichte geht, keine Wahrheit gibt, sondern nur unterschiedliche Auffassungen und Geschmack.
Modifié par Holger1405, 02 novembre 2013 - 07:14 .
#207
Posté 02 novembre 2013 - 07:07
Leberwurstbrot wrote...
Da stimme ich dir zu; im Bereich Videospiele hat man mit ME durchaus Großes erschaffen, den Vergleich mit der großen SciFi-Literatur sollte man da aber eher nicht suchen
Hat doch auch keiner getan. Wir haben nur auf die in beiden Geschichten vorhandene deus ex machina hingewiesen.
#208
Posté 02 novembre 2013 - 07:12
Big-Boss687 wrote...
*hust* Vigil *hust*Holger1405 wrote...
Persönlich habe ich von der Hälfte von Mass Effect 1 damit gerechnet dass am Ende eine Art deus ex machina stehen wird...
Ich meinte ganz am Ende.
#209
Posté 02 novembre 2013 - 07:17
lustigtv wrote...
Holger1405 wrote...
Aber hast du dir nie die Frage gestellt wer die Reaper erschaffen hat? Nie die Möglichkeit in Betracht gezogen das es, da es ja Maschinen sind, einen „Schöpfer“ dieser Maschinen gegeben haben muss?
Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei? Weil, wenn ich Deine Aussage hier weiter "spinne", dann stellt sich doch auch die Frage nach den Schöpfern der Menschheit und noch etwas weiter nach den Schöpfern des Universums. Oder hast Du Dir diese Frage noch nie gestellt?
Nicht wirklich, ich bin Atheist, und das heißt ich „glaube“ (Glaube weil es bis jetzt noch nicht 100% beweisbar ist.) dass das Universum durch den Urknall und das Leben durch biochemische Reaktionen entstanden ist und sich dann durch Evolution weiterentwickelt hat. Nicht durch das Eingreifen einer Göttlichen Entität.
Dieser Ansatz ist wahrscheinlich und möglich, wohingegen eine Maschine also eine „Künstliche Vorrichtung“ und das ist der Catalyst ohne jeden Zweifel, nicht einfach „entstanden“ sein kann.
Eine Maschine muss einen „Schöpfer“ haben, das kann wie im Falle der Reaper eine andere Maschine sein, aber an irgendeinem Punkt der Vergangenheit muss ein organisches Wesen die erste Maschine gebaut haben.
Und das wiederum war der Punkt, es muss einen „Schöpfer“ (Der Reaper) gegeben haben und so ist es nicht wirklich überraschend dass dieser „Schöpfer“ auch in der Geschichte auftaucht.
#210
Posté 02 novembre 2013 - 10:10
#211
Posté 03 novembre 2013 - 12:23
Lady Hawke 88 wrote...
@ Ahnkahar stimme dir voll und ganz zu. Nach diesem WTF Holokid geplapper Moment fühle ich mich auch immer angepisst. Wobei ich mit Destroy immer noch am meisten Einverstanden bin, schließlich wollte man die Reaper von Anfang an zerstören. Auch wenn mir einiges danach noch immer gefehlt hat, wie Shepards Rettung aus dem Trümmern. Und warum muss plötzlich alles zerstört werden. Lol Aber wirklich zufrieden bin ich trotzdem nicht mit dem konventionellen Destroy. Da macht das MEHEM es besser.
Da liegt mir jetzt eine Verständnissfrage auf der Zunge:
Sagt Hackett nicht im Epilog, dass alles was zerstört wurde wieder repariert werden kann? Soweit ich mich erinnere sagt sogar das Holobalg "es wird Verluste geben, aber nicht mehr als bereits verloren ist". Ich könnte mir damit also sogar die wiederherstellung synthetischen Lebens wie die Geth und EDI vorstellen, wenn ich nicht falsch liege.
Zu Destroy:
Ich hätte ja gerne gesehen, dass vielleicht mal jemand am Ende gerufen hätte: "Wir haben Shepard gefunden." Bisher liegt der da ja immernoch in den Trümmern rumm. Naja, wenigstens ist die Normandy dank des EC nicht für immer auf diesem random Garten-Planeten gestrandet.
#212
Posté 03 novembre 2013 - 09:46
Holger1405 wrote...
Ahnkahar wrote...
1. Nach dem Gespräch mit Sovereign habe ich damit gerechnet, dass wir auf jeden Fall kein Regenbogenhappyend bekommen werden. Sovereign hatte keinen Grund zu lügen als es sagte "Our Numbers will darken the skies of every world...". Das bedeutete ein Sieg würde teuer erkauft werden. Daher hätte ein Happy End meines Erachtens nicht gepasst. Vor allem habe ich damit gerechnet, dass Shepard nicht überleben wird. Aber nur weil es kein Happy End gibt, muss man uns noch lange keine unbefriedigende DEM vorsetzen, oder ?
Wie gesagt, das ist deine Meinung und ich respektiere sie, aber ich sehe das halt anders.
Auch gegen philosophische Fragen habe ich nichts, nur sollte man davon absehen, sie genau ins Ende zu packen. Dort sollen Fragen geklärt und nicht neu aufgeworfen werden. Gibt schließlich auch für Autoren einen Handwerkskasten. Und das war einfach nicht gut geschrieben.
Ich sehe das genau umgekehrt. Die besten Geschichten werfen, gerade nach dem Abschluss, Fragen auf. Wohlgemerkt keine fragen die die Storyline betreffen, die müssen in der Tat abgeschlossen werden, aber die philosophischen Fragen, eben die fragen die das Mass Effect Ende aufwirft, sind für mich das A und O einer guten Geschichte.2. Möglich, dass wir da nicht auf einen Nenner kommen, nur um was geht es denn grundlegend anderes als einen unschlagbar erscheinenen Invasoren, der letztendlich doch abziehen muss, obwohl alles was wir ihm entgegen werfen unwirksam ist ? Möglich dass ich die Geschichte einfach nicht mehr so im Kopf habe, aber wirkliche Subplots gehen der Sache doch ab.
Und wenn das Buch heute geschrieben worden wäre hättest du nicht Unrecht, aber es ist vor 115 Jahren geschrieben worden und das macht es imho zu einem Vorreiter der Sciencefiction Literatur. Beinahe alles in diesem Buch ist innovative.3. Siehst du, da ist der Kern der Sache. Ich glaube nicht das es am Happy End lag. Sondern tatsächlich an den Fehlern. Ich schildere dir einfach mal in kurzen Worten mein Spielerlebnis. Es hat mich ungefähr 35 Stunden gekostet im ersten Durchgang zum Ende zu kommen. Der Zeit die bis dahin verstrichen ist, bin ich kaum gewahr geworden. Im Nachhinein sind einige Fragen aufgetaucht, die den Flow aber nicht unterbrochen haben. Warum genau Legion sich jetzt opfern musste bleibt mir persönlich zB verschlossen. So, jetzt kommen wir zum Ende, das beginnt wo der Harbys Strahl Shepard trifft. Das war der erste RICHTIGE WTF-Moment. Der vaporisiert andere Soldaten und sprengt Panzer. Shepard aber steht einfach wieder auf, wenn auch n bisschen lädiert.
An dieser Stelle war ich raus. Das langsame Tempo hat sein übriges getan, dass ich auch nicht wieder in den Flow reinfinde, weswegen ich alles wesentlich bewusster wahrgenommen habe. Das wiederum hat bedeutet, dass die ganzen kleinen Logikfehler, Plotbrüche, Ungereimtheiten usw. mir quasi ins Gesicht gesprungen sind. Entsprechend hat sich Holokid angefühlt wie ein Tritt in die Weichteile. Mit Anlauf und Stahlkappe.
Ich kann nur dasselbe wie vor ein paar Monaten sagen, da waren auch noch andere Soldaten die überlebt hatten oder zumindest nicht vaporisiert wurden.
Außerdem ist es mit Sicherheit nicht unglaubwürdiger das Shepard das überlebt als das er nach dem Sturz aus dem Weltraum auf die Oberfläche eines Planeten wieder „zusammengeflickt“ werden kann.
Was die Logikfehler angeht, die im Original-Ende sicher vorhanden waren, hier mal ein link:
social.bioware.com/forum/1/topic/105/index/1777005
Vielleicht kennst du das schon, wenn nicht, hier werden die vielen kleinen (und größeren) Logikfehler aus ME2 sehr humorvoll aufgearbeitet.
Die Frage ist jetzt, wie viele der Leute die sich am Ende von ME3 über all die vermeintlichen, und tatsächlich vorhandenen, Logikfehler aufgeregt haben, haben sich über die in ME2 beschwert?
So gut wie keiner!
Und warum?
Weil sie das Spiel und das Ende des Spieles mochten.
Trotzdem….(Edit: Was MEHM angeht installiere ich ihn mir gerade. Will mal sehen wie sie das umgesetzt haben. Aus technischer Sicht muss ich ihnen aber jetzt schon Respekt zollen, es ist nicht einfach ME3 in solchem Umfang zu Modden.)Das ist dann auch der Grund warum mir der MEHEM besser gefällt als alles was BW geliefert hat. Holokid fehlt. Denn DAS war von vornherein mein wirklich größter Kritikpunkt am Ende. Und da ich den "Wir mögen das Ende nicht"-Thread relativ früh aufmerksam verfolgt habe, hat sich dieser Punkt sehr schnell als Muster herausgestellt. Nicht das es kein Happy End gibt. Mit Shepards Tod hatten wahrscheinlich alle an irgendeiner Stelle gerechnet. Nein, alle Umfragen die ich mir angeschaut habe, ein Großteil der Posts und selbst die Aktion mit den Cupcakes hatten nie das Happy End zum Thema. Sondern immer den Einheitsbrei der Cutscenes und die Unlogik der letzten 20 Minuten.
…vielleicht hast du recht, der EC und auch Citadel haben eine sehr sehr viel Leute beschwichtigt, dennoch bin ich fest davon überzeugt das, wenn es dieses „absolute“ Happy End gegeben hätte, die negativ Reaktion nicht einmal halb so groß ausgefallen wäre, weil ich glaube das sehr viele derjenigen die das Ende aus rein emotionaler Sicht nicht mochten in diesen Threads nach rationalen Argumenten gesucht haben um etwas zu finden durch das sie BW unter Druck setzen können, mit dem Ziel das Ende an ihre Wünsche anzupassen zu lassen.
Wie gesagt, du und auch jeder andere hat natürlich das recht das Ende und die Umsetzung nicht zu mögen, manche Anti-Ender fallen sicherlich unter die Kategorie die du beschrieben hast, und manche unter die die ich beschrieben habe.
Das was ich Kritisiere ist nicht das ihr das Ende hasst, es ist die Tatsache das viele von euch eure sichtweiße der Dinge als Status quo, und eure Argument als Fakten verkaufen, als wäre jeder der das Ende mag oder zumindest nicht ablehnt einfach nicht klug genug die Wahrheit zu erkennen, wenn es, wie immer wenn es um eine Geschichte geht, keine Wahrheit gibt, sondern nur unterschiedliche Auffassungen und Geschmack.
1. Fandes du denn das Ende von Deus Ex auch toll ?
2. Ja, ich hab mich vertan, philosophische Fragen sind total ok. Hier sinds tatsächlich Storylinefragen. Auch mit dem EC kriegen wir nur Slideshows und Monologe mit Dinge die passieren KÖNNEN. Nichts was uns wirklich sagt, was mit Garrus, Liara und den anderen passiert.
3. Auch hier streite ich gar nichts von seiner Innovation ab. Die Zeiten ändern sich aber. Zum Guten oder zum Schlechten sei mal dahingestellt. Allerdings bin ich der Meinung, dass man auch Klassiker mit der Zeit mal aus einer anderen, der heutigen Perspektive betrachten sollte.
4. Lazarus fand ich auch furchtbar. Da die das aber an den Anfang gestellt haben und die Handlung relativ schnell an Fahrt aufgenommen hat, kann man das verzeihen. Etwa wie die Sache mit Legion. Nach dem Treffer mit dem Laser bleibt es aber sehr langsam.
Davon ab gefiel mir auch zum großen Teil ME3. Das Problem ist halt wirklich, dass das Ende derart schlecht umgesetzt und quasi alle Handwerksmittel für Autoren außer Acht gelassen wurden, dass wir Retcons bis Teil 1 haben. Das ändert auch der EC nicht. Zumal das Ende einer Geschichte den größten Eindruck hinterlässt.
5. Meine Meinung ist sicher kein Fakt. Ich habe und ich werde auch in Zukunft nur das als Fakt darstellen, was wirklich Fakt ist. Darunter fällt zB dass in jeder Umfrage die ich gesehen habe, die Kritiker in überwältigender Mehrheit vorhanden waren. Und ich habe einige gesehen, ich habe sogar einige Tage damit verbracht positive Reaktionen auf das Ende zu direkt suchen, ich habe nur wenige gefunden. Klar die wenigsten davon sind repräsentativ, aber wenn ich eine Umfrage sehe, an der 120000 Leute teilgenommen haben und über 76% das Ende als inakzeptabel ansehen, dann hat das in meinen Augen einfach Aussagekraft.
Außerdem magst du sicher Recht haben, hätte es ein Happy End gegeben, wäre der Aufstand kleiner gewesen.
Wobei ich der festen Überzeugung bin, dass er trotzdem Aufsehen erregt hätte. Und ich muss dazu sagen, hätte es ein Happy End gegeben, wäre ME3 nicht so lange Thema gewesen. Es wäre nach 3 oder 4 Monaten Aufstand im Regal und der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Damit hatte BW zumindest mit einer Aussage recht.
"Man wird lange drüber sprechen."
6. Was den MEHEM betrifft. Es ist ein Happy End, aber auch kein Regenbogenzuckergusshappyend. Erwarte dir aber nicht zuviel davon. Es ist ein bisschen wie das letzte Puzzlestück, was nicht so ganz passen will. Man ist fertig, man sieht das Gesamtbild deutlich vor sich, aber irgendwie ist es doch nicht das einzig Wahre. Technisch gesehen ist es wirklich gut gelungen, eben weil es schwierig ist, ME zu modden. Und wie gesagt, das Beste ist, dass Holokid weg ist.
#213
Posté 03 novembre 2013 - 09:50
Draguno wrote...
Lady Hawke 88 wrote...
@ Ahnkahar stimme dir voll und ganz zu. Nach diesem WTF Holokid geplapper Moment fühle ich mich auch immer angepisst. Wobei ich mit Destroy immer noch am meisten Einverstanden bin, schließlich wollte man die Reaper von Anfang an zerstören. Auch wenn mir einiges danach noch immer gefehlt hat, wie Shepards Rettung aus dem Trümmern. Und warum muss plötzlich alles zerstört werden. Lol Aber wirklich zufrieden bin ich trotzdem nicht mit dem konventionellen Destroy. Da macht das MEHEM es besser.
Da liegt mir jetzt eine Verständnissfrage auf der Zunge:
Sagt Hackett nicht im Epilog, dass alles was zerstört wurde wieder repariert werden kann? Soweit ich mich erinnere sagt sogar das Holobalg "es wird Verluste geben, aber nicht mehr als bereits verloren ist". Ich könnte mir damit also sogar die wiederherstellung synthetischen Lebens wie die Geth und EDI vorstellen, wenn ich nicht falsch liege.
Zu Destroy:
Ich hätte ja gerne gesehen, dass vielleicht mal jemand am Ende gerufen hätte: "Wir haben Shepard gefunden." Bisher liegt der da ja immernoch in den Trümmern rumm. Naja, wenigstens ist die Normandy dank des EC nicht für immer auf diesem random Garten-Planeten gestrandet.
Vorstellen kannst du es dir, ja. Das ist auch so eine Sache, die viele am Ende schlecht umgesetzt finden. Es gibt auf viel zu wenige Dinge eine konkrete Antwort. Es wird fast alles dem Kopfkino überlassen. Das ist für einige Dinge bestimmt auch völlig legitim. Aber nicht in diesem Ausmaß.
Gab dazu auch schon sehr lange Diskussionen, die auch nie zu einem Ergebnis gekommen sind, weil eben viel zu viel offen bleibt und der ganze Mist sowieso derart unlogisch ist, dass man mit logischer Deduktion nicht wirklich weit kommt.
#214
Posté 03 novembre 2013 - 10:37
Modifié par Eariel101, 03 novembre 2013 - 10:48 .
#215
Posté 03 novembre 2013 - 11:00
Lustig ist ja auch, dass diejenigen, die diese Schlüsselfiguren ersetzen, einen tausendmal besseren Job machen.Eariel101 wrote...
...das beginnt ja bereits damit das Schlüsselfiguren, welche in den vorausgegangenen Teilen eventuell verstarben, einfach ersetzt werden...
Ich finde es immer witzig, dass darauf geachtet wird, aber wann gab es denn in der Trilogie jemals Konsequenzen?...Es gibt kaum bis keine Alternativen, kaum Konsequenzen die im Ende wirklich zum tragen kommen...
Ich habe das bestimmt jetzt schon ein dutzendmal geschrieben, lol.
(/ .□.)\\ ︵╰(゜Д゜)╯︵ /(.□. \\)
Modifié par Big-Boss687, 03 novembre 2013 - 11:07 .
#216
Posté 03 novembre 2013 - 11:22
Der Knackpunkt dabei ist eher das BioWare immer und überall damit warb und versprach das die Handlungen des Spielers tiefgründige Konsequenzen haben werden, welche den Spielverlauf beeinflussen und bestimmen würden.Big-Boss687 wrote...
Ich finde es immer witzig, dass darauf geachtet wird, aber wann gab es denn in der Trilogie jemals Konsequenzen?
Ich habe das bestimmt jetzt schon ein dutzendmal geschrieben, lol.
Leider kann man das, einmal mehr, unter Ulk verbuchen
#217
Posté 03 novembre 2013 - 12:31
Big-Boss687 wrote...
Ich finde es immer witzig, dass darauf geachtet wird, aber wann gab es denn in der Trilogie jemals Konsequenzen?
Das ist so nicht ganz richtig. In Mass Effect 1 gab es tatsächlich Konsequenzen. Diese waren auch sichtbar. Nur um mal einige zu nennen.
- Ashley - Kaidan
- Wrex tot oder lebendig
- Rat gerettet oder nicht
- Udina - Anderson
Das Problem in Mass Effect 3 ist, dass es nicht die geringste Rolle spielt. Und das ist ein Problem von Mass Effect 3 und nicht ein Problem der ganzen Trilogie.
#218
Posté 03 novembre 2013 - 01:16
Holger1405 wrote...
Nicht wirklich, ich bin Atheist, und das heißt ich „glaube“ (Glaube weil es bis jetzt noch nicht 100% beweisbar ist.) dass das Universum durch den Urknall und das Leben durch biochemische Reaktionen entstanden ist und sich dann durch Evolution weiterentwickelt hat. Nicht durch das Eingreifen einer Göttlichen Entität.
Dieser Ansatz ist wahrscheinlich und möglich, wohingegen eine Maschine also eine „Künstliche Vorrichtung“ und das ist der Catalyst ohne jeden Zweifel, nicht einfach „entstanden“ sein kann.
Eine Maschine muss einen „Schöpfer“ haben, das kann wie im Falle der Reaper eine andere Maschine sein, aber an irgendeinem Punkt der Vergangenheit muss ein organisches Wesen die erste Maschine gebaut haben.
Und das wiederum war der Punkt, es muss einen „Schöpfer“ (Der Reaper) gegeben haben und so ist es nicht wirklich überraschend dass dieser „Schöpfer“ auch in der Geschichte auftaucht.
Nur um das richtig zu stellen, mit keinem Wort habe ich behauptet, dass das Leben durch Eingreifen einer göttlichen "Macht" entstanden ist. Jedoch, ein wie auch immer garteter "Urknall" aus dem reinen Nichts, hat als Erklärung mit Wissenschaft nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun. Apropo Wissenschaft. Schafft Wissenschaft tatsächlich Wissen? Fragen über Fragen, die eben nur oberflächlich betrachtet leicht zu beantworten sind. Damit beende ich das kurze OT, weil hier nicht zielführend.
Modifié par lustigtv, 03 novembre 2013 - 01:21 .
#219
Posté 03 novembre 2013 - 03:27
Ahnkahar wrote...
1. Fandes du denn das Ende von Deus Ex auch toll ?
Du meinst das erste Deus Ex? Ich fand es OK, nicht überragend, aber sicher auch nicht schlecht.
2. Ja, ich hab mich vertan, philosophische Fragen sind total ok. Hier sinds tatsächlich Storylinefragen. Auch mit dem EC kriegen wir nur Slideshows und Monologe mit Dinge die passieren KÖNNEN. Nichts was uns wirklich sagt, was mit Garrus, Liara und den anderen passiert.
Wir wissen dass sie überlebt habe, (wenn der Spieler die „richtigen“ Entscheidungen getroffen hat) und ihr Schicksal jetzt frei von der Bedrohung der Reaper gestallten können. Ist das nicht genug?
Was hätte BW tun sollen, einen Epilog gestallten in dem die Lebensgeschichte aller Begleiter aufgezeigt wird? Das ist alleine durch die Anzahl der Squadmates und anderer wichtiger Personen schwierig, wenn auch nicht unmöglich.
Aber ist das wirklich ihre Aufgabe? Manche Autoren tun es, wie z.B. JKR in Harry Potter (Witzig das ausgerechnet dieser Epilog für die fast einzige öffentlich wahrnehmbare Kritik an HP gesorgt hat.) aber in den meisten Geschichten ist das Ende auch der Schlusspunkt, und es ist dem Leser/Zuschauer/Spieler überlassen sich das Schicksal seiner Lieblings Charaktere selber auszumalen.
Nichts anderes passiert in Mass Effect. Man kann als Spieler fast alle Hauptcharaktere, mit Ausnahme von Legion, entweder Wrex oder Mordin, entweder Ash oder Kaidan und natürlich Edi oder Shepard, am Leben halten und dann ist es einfach der Phantasie des Spielers überlassen was mit ihnen passiert, also so wie in der überwiegenden Mehrheit aller Geschichten die je geschrieben wurden.
Ich finde das gut und richtig.
3. Auch hier streite ich gar nichts von seiner Innovation ab. Die Zeiten ändern sich aber. Zum Guten oder zum Schlechten sei mal dahingestellt. Allerdings bin ich der Meinung, dass man auch Klassiker mit der Zeit mal aus einer anderen, der heutigen Perspektive betrachten sollte.
Ok, kann ich nachvollziehen.
4. Lazarus fand ich auch furchtbar. Da die das aber an den Anfang gestellt haben und die Handlung relativ schnell an Fahrt aufgenommen hat, kann man das verzeihen. Etwa wie die Sache mit Legion. Nach dem Treffer mit dem Laser bleibt es aber sehr langsam.
Davon ab gefiel mir auch zum großen Teil ME3. Das Problem ist halt wirklich, dass das Ende derart schlecht umgesetzt und quasi alle Handwerksmittel für Autoren außer Acht gelassen wurden, dass wir Retcons bis Teil 1 haben. Das ändert auch der EC nicht. Zumal das Ende einer Geschichte den größten Eindruck hinterlässt.
Man kann imho über den Catalyst sagen was man will, er ist nicht unlogisch, auch sein „plötzliches“ auftauchen ist es nicht, und auch wenn er die Reaper ein bisschen minimiert, was ich persönlich lieber anders gesehen hätte, bleibt die Erzählung intakt.
Ansonsten ist das Ende, wen auch nicht unwichtig, eben nur der Abschluss, oder in anderen Worten, die Geschichte als Ganzes ist mir wichtiger als das Ende, Plus, dieses Ende wirft imho so viele gute philosophische Fragen auf das ich es schon dafür einfach mag.
5. Meine Meinung ist sicher kein Fakt. Ich habe und ich werde auch in Zukunft nur das als Fakt darstellen, was wirklich Fakt ist. Darunter fällt zB dass in jeder Umfrage die ich gesehen habe, die Kritiker in überwältigender Mehrheit vorhanden waren. Und ich habe einige gesehen, ich habe sogar einige Tage damit verbracht positive Reaktionen auf das Ende zu direkt suchen, ich habe nur wenige gefunden. Klar die wenigsten davon sind repräsentativ, aber wenn ich eine Umfrage sehe, an der 120000 Leute teilgenommen haben und über 76% das Ende als inakzeptabel ansehen, dann hat das in meinen Augen einfach Aussagekraft.
Außerdem magst du sicher Recht haben, hätte es ein Happy End gegeben, wäre der Aufstand kleiner gewesen.
Wobei ich der festen Überzeugung bin, dass er trotzdem Aufsehen erregt hätte. Und ich muss dazu sagen, hätte es ein Happy End gegeben, wäre ME3 nicht so lange Thema gewesen. Es wäre nach 3 oder 4 Monaten Aufstand im Regal und der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Damit hatte BW zumindest mit einer Aussage recht.
"Man wird lange drüber sprechen."
Ich hab nie bestritten dass es viele sind die das Ende nicht mögen, trotzdem ist es Tatsache dass diejenigen die etwas nicht mögen sich immer lauter zu Wort melden als die die es mögen.
@ Man wird lange drüber sprechen
Vielleicht ist BW doch der dunkle overlord und hat das alles so geplant?
Im ernst, mir persönlich, abgesehen davon das ich es mag, hat das Ende viele gut Diskussionen beschert, etwas woran ich Spaß habe, alleine dafür müsste ich BW danken.
6. Was den MEHEM betrifft. Es ist ein Happy End, aber auch kein Regenbogenzuckergusshappyend. Erwarte dir aber nicht zuviel davon. Es ist ein bisschen wie das letzte Puzzlestück, was nicht so ganz passen will. Man ist fertig, man sieht das Gesamtbild deutlich vor sich, aber irgendwie ist es doch nicht das einzig Wahre. Technisch gesehen ist es wirklich gut gelungen, eben weil es schwierig ist, ME zu modden. Und wie gesagt, das Beste ist, dass Holokid weg ist.
Und hier ist er, der Punkt an dem wir mal 100 % einer Meinung sind! (Ok 99%, bis auf die Holokid sache.)
Habe es gestern Nacht noch durchgespielt und der Vergleich mit dem Puzzlestück das nicht richtig passt ist imho absolut auf den Punkt.
Wie gesagt kudos zur technischen Umsetzung, auch der end credit song ist schön, aber es fehlt einfach was.
Modifié par Holger1405, 03 novembre 2013 - 03:29 .
#220
Posté 03 novembre 2013 - 03:35
lustigtv wrote...
Nur um das richtig zu stellen, mit keinem Wort habe ich behauptet, dass das Leben durch Eingreifen einer göttlichen "Macht" entstanden ist.
Habe ich auch nicht behautet.
Jedoch, ein wie auch immer garteter "Urknall" aus dem reinen Nichts, hat als Erklärung mit Wissenschaft nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun.
Dass „etwas“ nicht aus „nichts“ entstehen kann versteht sich von selber. Oder in anderen Worten, natürlich war da „etwas“ vor dem Urknall, wir wissen halt nur noch nicht was.
Apropo Wissenschaft. Schafft Wissenschaft tatsächlich Wissen? Fragen über Fragen, die eben nur oberflächlich betrachtet leicht zu beantworten sind. Damit beende ich das kurze OT, weil hier nicht zielführend.
Ich möchte darauf, trotz OT, mit einem andern Zitat von Isaac Asimov antworten:
The saddest aspect of life right now is that science gathers knowledge faster than society gathers wisdom.
#221
Posté 03 novembre 2013 - 04:14
lustigtv wrote...
Big-Boss687 wrote...
Ich finde es immer witzig, dass darauf geachtet wird, aber wann gab es denn in der Trilogie jemals Konsequenzen?
Das ist so nicht ganz richtig. In Mass Effect 1 gab es tatsächlich Konsequenzen. Diese waren auch sichtbar. Nur um mal einige zu nennen.
- Ashley - Kaidan
- Wrex tot oder lebendig
- Rat gerettet oder nicht
- Udina - Anderson
Das Problem in Mass Effect 3 ist, dass es nicht die geringste Rolle spielt. Und das ist ein Problem von Mass Effect 3 und nicht ein Problem der ganzen Trilogie.
Womit wir wieder bei Spiele Mechanik wären…
Ein Spiel wie Mass Effect zu machen und dann alle jemals getroffenen Entscheidungen in komplett andere Handlungsstränge aufzufächern ist schlicht und einfach unmöglich. Schon vom Technischen Standpunkt, wenn man die Beschränkungen durch die eingeschränkten Möglichkeiten der Konsolen und auch von nicht High End PC’s in Betracht zieht geht es einfach nicht. Und das ohne auf Entwicklungszeit und Kosten einzugehen.
Also haben die Entwickler sich auf gewisse Entscheidungen beschränkt, und zumindest was Wrex angeht gibt es Konsequenzen:
Wenn du Wrex in ME1 tötest ist Wreav der Führer der Kroganer, (und das ist eine entscheidende Konsequenz in meinen Augen.) wenn du darüber hinaus die Genophage Kur in ME2 nicht behältst stirbt Eva auf jeden Fall.
Andere Entscheidungen die in ME3 große Konsequenzen haben.
Wenn du die Genophage Kur behältst gibt es nur eine Möglichkeit Mordin von seinem Vorhaben abzubringen die Genophage zu heilen, oder anders, er Stirbt in jedem Fall.
Wenn Wrex der Führer der Kroganer ist und du die Kur sabotierst Stirbt Wrex in jedem Fall.
Wenn du in ME2 Legion an Ceberus übergibst oder Sterben lässt, oder Tali sterben lässt, kannst du keinen Frieden zwischen den beiden Rassen aushandeln.
Wenn du keinen Tali’s Loyalität in ME2 verlierst, und die Heretics umschreibst kannst du keinen Frieden zwischen den beiden Rassen aushandeln.
Wenn du die Heretics umschreibst musst du Admiral Koris retten, sonst kannst du keinen Frieden zwischen den beiden Rassen aushandeln.
Wenn du die Rachni Königein in ME1 opferst und die in ME3 rettest betrügt sie die Allianz und löscht das Ingenieurs Korp aus usw. usw.
Da sind viele Entscheidungen die sehr große Konsequenzen haben.
#222
Posté 03 novembre 2013 - 04:55
Holger1405 wrote...
Ahnkahar wrote...
1. Fandes du denn das Ende von Deus Ex auch toll ?
Du meinst das erste Deus Ex? Ich fand es OK, nicht überragend, aber sicher auch nicht schlecht.2. Ja, ich hab mich vertan, philosophische Fragen sind total ok. Hier sinds tatsächlich Storylinefragen. Auch mit dem EC kriegen wir nur Slideshows und Monologe mit Dinge die passieren KÖNNEN. Nichts was uns wirklich sagt, was mit Garrus, Liara und den anderen passiert.
Wir wissen dass sie überlebt habe, (wenn der Spieler die „richtigen“ Entscheidungen getroffen hat) und ihr Schicksal jetzt frei von der Bedrohung der Reaper gestallten können. Ist das nicht genug?
Was hätte BW tun sollen, einen Epilog gestallten in dem die Lebensgeschichte aller Begleiter aufgezeigt wird? Das ist alleine durch die Anzahl der Squadmates und anderer wichtiger Personen schwierig, wenn auch nicht unmöglich.
Aber ist das wirklich ihre Aufgabe? Manche Autoren tun es, wie z.B. JKR in Harry Potter (Witzig das ausgerechnet dieser Epilog für die fast einzige öffentlich wahrnehmbare Kritik an HP gesorgt hat.) aber in den meisten Geschichten ist das Ende auch der Schlusspunkt, und es ist dem Leser/Zuschauer/Spieler überlassen sich das Schicksal seiner Lieblings Charaktere selber auszumalen.
Nichts anderes passiert in Mass Effect. Man kann als Spieler fast alle Hauptcharaktere, mit Ausnahme von Legion, entweder Wrex oder Mordin, entweder Ash oder Kaidan und natürlich Edi oder Shepard, am Leben halten und dann ist es einfach der Phantasie des Spielers überlassen was mit ihnen passiert, also so wie in der überwiegenden Mehrheit aller Geschichten die je geschrieben wurden.
Ich finde das gut und richtig.
3. Auch hier streite ich gar nichts von seiner Innovation ab. Die Zeiten ändern sich aber. Zum Guten oder zum Schlechten sei mal dahingestellt. Allerdings bin ich der Meinung, dass man auch Klassiker mit der Zeit mal aus einer anderen, der heutigen Perspektive betrachten sollte.
Ok, kann ich nachvollziehen.4. Lazarus fand ich auch furchtbar. Da die das aber an den Anfang gestellt haben und die Handlung relativ schnell an Fahrt aufgenommen hat, kann man das verzeihen. Etwa wie die Sache mit Legion. Nach dem Treffer mit dem Laser bleibt es aber sehr langsam.
Davon ab gefiel mir auch zum großen Teil ME3. Das Problem ist halt wirklich, dass das Ende derart schlecht umgesetzt und quasi alle Handwerksmittel für Autoren außer Acht gelassen wurden, dass wir Retcons bis Teil 1 haben. Das ändert auch der EC nicht. Zumal das Ende einer Geschichte den größten Eindruck hinterlässt.
Man kann imho über den Catalyst sagen was man will, er ist nicht unlogisch, auch sein „plötzliches“ auftauchen ist es nicht, und auch wenn er die Reaper ein bisschen minimiert, was ich persönlich lieber anders gesehen hätte, bleibt die Erzählung intakt.
Ansonsten ist das Ende, wen auch nicht unwichtig, eben nur der Abschluss, oder in anderen Worten, die Geschichte als Ganzes ist mir wichtiger als das Ende, Plus, dieses Ende wirft imho so viele gute philosophische Fragen auf das ich es schon dafür einfach mag.
5. Meine Meinung ist sicher kein Fakt. Ich habe und ich werde auch in Zukunft nur das als Fakt darstellen, was wirklich Fakt ist. Darunter fällt zB dass in jeder Umfrage die ich gesehen habe, die Kritiker in überwältigender Mehrheit vorhanden waren. Und ich habe einige gesehen, ich habe sogar einige Tage damit verbracht positive Reaktionen auf das Ende zu direkt suchen, ich habe nur wenige gefunden. Klar die wenigsten davon sind repräsentativ, aber wenn ich eine Umfrage sehe, an der 120000 Leute teilgenommen haben und über 76% das Ende als inakzeptabel ansehen, dann hat das in meinen Augen einfach Aussagekraft.
Außerdem magst du sicher Recht haben, hätte es ein Happy End gegeben, wäre der Aufstand kleiner gewesen.
Wobei ich der festen Überzeugung bin, dass er trotzdem Aufsehen erregt hätte. Und ich muss dazu sagen, hätte es ein Happy End gegeben, wäre ME3 nicht so lange Thema gewesen. Es wäre nach 3 oder 4 Monaten Aufstand im Regal und der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Damit hatte BW zumindest mit einer Aussage recht.
"Man wird lange drüber sprechen."
Ich hab nie bestritten dass es viele sind die das Ende nicht mögen, trotzdem ist es Tatsache dass diejenigen die etwas nicht mögen sich immer lauter zu Wort melden als die die es mögen.
@ Man wird lange drüber sprechen
Vielleicht ist BW doch der dunkle overlord und hat das alles so geplant?
Im ernst, mir persönlich, abgesehen davon das ich es mag, hat das Ende viele gut Diskussionen beschert, etwas woran ich Spaß habe, alleine dafür müsste ich BW danken.6. Was den MEHEM betrifft. Es ist ein Happy End, aber auch kein Regenbogenzuckergusshappyend. Erwarte dir aber nicht zuviel davon. Es ist ein bisschen wie das letzte Puzzlestück, was nicht so ganz passen will. Man ist fertig, man sieht das Gesamtbild deutlich vor sich, aber irgendwie ist es doch nicht das einzig Wahre. Technisch gesehen ist es wirklich gut gelungen, eben weil es schwierig ist, ME zu modden. Und wie gesagt, das Beste ist, dass Holokid weg ist.
Und hier ist er, der Punkt an dem wir mal 100 % einer Meinung sind! (Ok 99%, bis auf die Holokid sache.)
Habe es gestern Nacht noch durchgespielt und der Vergleich mit dem Puzzlestück das nicht richtig passt ist imho absolut auf den Punkt.
Wie gesagt kudos zur technischen Umsetzung, auch der end credit song ist schön, aber es fehlt einfach was.
1. Gut, das ist dann ein Punkt über den wir nicht mehr reden brauchen. Ich werd wohl nie begreifen können, wie man DEMs gut finden kann.
2. Ich möchte an dieser Stelle einfach mal Dragon Age:Origins einwerfen. Der Epilog besteht auch nur aus Slideshows, trotzdem ist das vollkommen ok. Warum ? Weil man sieht, wohin seine Entscheidungen führen. Nach der Zeremonie gibt es die Feier bei der man mit jedem Squadmate noch reden kann und erfahren kann, was sie in Zukunft vor haben. Man erfährt nichts genaues, trotzdem bringt das ein Gefühl von Abschluss mit sich.
Das fehlt im Originalende bei ME3 sowieso, im EC wird es durch den ständigen Konjunktiv ausgehebelt.
4. Er minimiert sienicht ein bisschen, er degradiert Reaper zu Werkzeugen, was im krassen Widerspruch zu Harbingers und Sovereigns Aussagen steht. Mal ganz abgesehen davon, dass der Erzählstil auf die letzten paar Meter mehrmals völlig umgekrempelt wird. Ich bin gern noch mal bereit, die "Tu es" und die "Lass es bleiben" der Autorenwerkzeuge durchzugehen, was die Konstruktion eines Endes betrifft, wenn du möchtest.
Was die philosophischen Fragen betrifft. Die sind nett zu haben. Sorgen halt nur dafür, dass man länger über das Spiel nachdenkt, wenn mans durch hat. Wirklich gute Spiele behalte ich aber auch ohne solchen Hintergrund in guter Erinnerung.
5. Richtig, die Unzufriedenen schreien immer lautesten. Normalerweise kannste die aber ignorieren. Bethesda hätte bei Fallout 3 sagen können: Ladet halt n Spielstand vor dem Ende und macht das später. Nein, der Aufstand war wesentlich kleiner, so klein, zwar nicht so klein dass man ihn hätte ignorieren können, aber auch nicht groß genug, um das mit Broken Steel zu ändern. Trotzdem haben sie gehört und es getan. BW hat nicht gehört und Flickschusterei betrieben, dies nicht besser gemacht hat.
Und ich bezweifle, dass BW der böse Overlord ist. Eher EA. Die haben Anzugträger mit Taschenrechner rausgeschickt und denen diktiert, dass das jetzt fertig und nicht gut werden muss. Oder hältst du Thessia oder die Sequenz in London für qualitiativ genau so hochwertig wie Tuchanka ?
#223
Posté 03 novembre 2013 - 05:10
Sorry, aber ich glaube langsam, Du willst die Realität nicht wahr nehmen. Ich mache in ME1 Anderson zum Ratsherr und natürlich ist in ME3 dann Udina auf dem Posten. Ich schreibe die Heretics in ME2 um oder nicht. Die Konsequenzen sind genau 150 Punkte Kriegsaktivposten mehr oder weniger auf Seiten der Geth oder der Quarianer, also im Endeffekt nicht vorhanden. Auch hier mehrfach angesprochen, die Kompensierung von Entscheidungen durch den MP.
Ich bleibe dabei, Mass Effect hätte genau wie Dragon Age zur absoluten Legende werden können. Profitsucht und daraus resultierender Zeitmangel, haben das zielsicher verhindert. Die Rechtfertigung seitens EA und Bioware verstehe ich eher als Schadensbegrenzung. Denn obwohl bei DAO nicht annähernd in dem Ausmaß über das Ende gestritten wurde, blieb es sehr lange im Gespräch und zwar als Referenz für Rollenspiele. Somit ist auch der Werbegag widerlegt, dass das Ende die Aufgabe hatte, ME3 lange im Gespräch zu halten.
#224
Posté 03 novembre 2013 - 05:11
Ja es gibt technische und finanzielle Limitationen, keine Frage, aber, und das ist ein dickes aber, es ist machbar und möglich verschiedene Lösungswege und auch Handlungsstränge zu integrieren um die Story auch nach mehrmaligen durchspielen interessant zu halten. Das es geht haben längst andere Studios vorgemacht und praktiziert in ihren Spielen. Es ist also eine eher schwache Ausrede, besonders wenn man bedenkt das gerade BW etwas anderes als als das abgelieferte versprochen hatte und das nicht nur einmal.Holger1405 wrote...
Ein Spiel wie Mass Effect zu machen und dann alle jemals getroffenen Entscheidungen in komplett andere Handlungsstränge aufzufächern ist schlicht und einfach unmöglich. Schon vom Technischen Standpunkt, wenn man die Beschränkungen durch die eingeschränkten Möglichkeiten der Konsolen und auch von nicht High End PC’s in Betracht zieht geht es einfach nicht. Und das ohne auf Entwicklungszeit und Kosten einzugehen.
Also haben die Entwickler sich auf gewisse Entscheidungen beschränkt, und zumindest was Wrex angeht gibt es Konsequenzen:
Wenn du Wrex in ME1 tötest ist Wreav der Führer der Kroganer, (und das ist eine entscheidende Konsequenz in meinen Augen.) wenn du darüber hinaus die Genophage Kur in ME2 nicht behältst stirbt Eva auf jeden Fall.
Andere Entscheidungen die in ME3 große Konsequenzen haben.
Wenn du die Genophage Kur behältst gibt es nur eine Möglichkeit Mordin von seinem Vorhaben abzubringen die Genophage zu heilen, oder anders, er Stirbt in jedem Fall.
Wenn Wrex der Führer der Kroganer ist und du die Kur sabotierst Stirbt Wrex in jedem Fall.
Wenn du in ME2 Legion an Ceberus übergibst oder Sterben lässt, oder Tali sterben lässt, kannst du keinen Frieden zwischen den beiden Rassen aushandeln.
Wenn du keinen Tali’s Loyalität in ME2 verlierst, und die Heretics umschreibst kannst du keinen Frieden zwischen den beiden Rassen aushandeln.
Wenn du die Heretics umschreibst musst du Admiral Koris retten, sonst kannst du keinen Frieden zwischen den beiden Rassen aushandeln.
Wenn du die Rachni Königein in ME1 opferst und die in ME3 rettest betrügt sie die Allianz und löscht das Ingenieurs Korp aus usw. usw.
Da sind viele Entscheidungen die sehr große Konsequenzen haben.
Was die Konsequenzen im Detail angeht:
1. mit dem Leviatahn DLC läßt sich der Tod von Wrex, falls man die Genophage nicht heilt, wenn wohl auch ungewollt, umgehen, man muß die Citadel lediglich über Brysons Büro verlassen und es kommt nie zum Kampf mit Wrex und er steht im Endkampf ebenso wie Wreave ahnungslos auf der Erde
2. egal wie man sich entscheidet bzw. entschieden hat, durch den Multiplayer lassen sich die fehlenden Aktivposten ausgleichen so das diese "Konsequenzen" im weiteren Spielverlauf gar nicht zum tragen kommen, einzig ein emotionaler Moment bleibt vielleicht hängen und das ist einfach nicht genug weil dem Spieler im Endeffekt die Folgen seiner Handlungen gar nicht vor Augen geführt werden
Kurz es spielt gar keine Rolle was der Spieler macht, er kann so oder so ans Ziel kommen und muß gar nicht weiter darüber nachdenken weil sich alle negativen Folgen einfach aufheben lassen bzw. nicht zum tragen kommen solang die Zahl bei den Aktivposten groß genug ist und über den MP-Part lassen sich diese endlos pushen. Wenn also der Weg und die Entscheidungen egal sind und man trotz allem alles erreichen kann, welchen Wert und Sinn hat dann das ganze noch?! Schlechter läßt sich das kaum noch umsetzen.
Was das Ende nun angeht, es sollte ein Abschluß um Shepards Weg und Geschichte sein, aber genau das passiert eben nicht. Gerade da bleib zu viel offen um diesen Abschluß überhaupt finden zu können. Vage Andeutungen und belanglose Worthülsen sind eben kein Ersatz um dem Spieler das befriedigende Ende und damit einen Abschluß der Geschichte, und mit Shep, zu gewähren.
Modifié par Eariel101, 03 novembre 2013 - 05:51 .
#225
Posté 03 novembre 2013 - 07:10
Dass bei ME3 ein Problem liegt, ist klar, aAber bei ME2 sieht es genauso aus.lustigtv wrote...
Big-Boss687 wrote...
Ich finde es immer witzig, dass darauf geachtet wird, aber wann gab es denn in der Trilogie jemals Konsequenzen?
Das ist so nicht ganz richtig. In Mass Effect 1 gab es tatsächlich Konsequenzen. Diese waren auch sichtbar. Nur um mal einige zu nennen.
- Ashley - Kaidan
- Wrex tot oder lebendig
- Rat gerettet oder nicht
- Udina - Anderson
Das Problem in Mass Effect 3 ist, dass es nicht die geringste Rolle spielt. Und das ist ein Problem von Mass Effect 3 und nicht ein Problem der ganzen Trilogie.
Ich kann mich irren, aber läuft das Ende von Horizon nicht genau gleich ab, egal wer überlebt hat? Beide schwafeln darüber, dass du jetzt bei Cerberus bist, und kehren dir dann den Rücken zu.
Oder läuft Tuchanka anders ab, wenn Wrex tot ist? Soweit ich mit erinnern kann, kannst du dort alles, was du auch bei Wrex machen kannst. Keinerlei Einschränkungen.
Die Sache mit dem Rat wurde sowieso in ME2 negiert, beim alten Rat mit diesen "Ah yes, Reapers."-Schwachsinn und beim neuen Rat, dass, obwohl in ME1 gesagt wurde, dass nun ein rein menschlicher Rat gebildet wird, nun doch Aliens wieder mit dabei sind, lol.
Und Udina und Anderson verhalten sich genau gleich, egal wer jetzt Ratsmitglied ist.
Oh, und ME2 wie auch ME3 spielen sich trotz dieser Entscheidungen genau gleich.....bis natürlich auf ein paar veränderte Zeilen in den Dialogen.
Es ist einfach irgendwie erbärmlich, dass eine Serie, die immer soviel mit Konsequenzen geprallt hat, nicht einmal die großen Entscheidungen (Rat, Kollektorbasis, Rachnikönigin, etc.) bedeutungsvoll hinbekommt.
Modifié par Big-Boss687, 03 novembre 2013 - 07:16 .





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