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Mass Effect 3: So wie es hätte Enden können


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18 replies to this topic

#1
Fry_Shepard

Fry_Shepard
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Hallo allerseits,
eigentlich wollte ich ein allumfassendes und wirklich sehr sehr langes Vorwort schreiben. Aber nachdem der Hauptteil so lang wurde versuche mich lieber kurz zu fassen.
Das hier ist eine Beta. Auch wenn ich ganz unbescheiden anmerken darf das es eine sehr ausgereifte Beta ist. ;)
Es ist nicht der Weisheit letzter Schluß. Es ist eher eine Art Schablone.

 

 

Der Weg zum Ziel bzw. der Röhre

Ab verlassen der Hammer-Basis ist ein neues Ende fällig!
Das fängt schon damit an das der Großteil von Shepards Crew in der Basis herumsitzt und sich langweilt während draußen die Welt untergeht. - Die müssen auf jeden Fall mit!
Ob ihr sie nun (in Eurer Vorstellung) als eigenes Team mitlaufen lasst, das mit Shepard parallel vorrückt, und Deckung gibt oder ob Ihr die einzelnen Crew-Member den Truppen (Kroganern, Geth, Allianz, usw) zuteilt ist Euch überlassen.

Was mich zum nächsten Punkt bringt:
Sobald Shepard die Hammer-Basis verlassen hat scheint es so als würde er allein gegen die gesamte Reaper Invasionsarmee kämpfen. Ab und zu taucht ein Panzer auf um kurze Zeit später zerbröselt zu werden - das wars. Das gehört ganz klar geändert!
Ähnlich wie bei der finalen Raumschlacht um die Erde will ich den Lohn meiner Arbeit sehen! Das heißt Ich will all die Fraktionen die ich mitgebracht habe dabei haben. ZB will ich sehen wie sich wild gewordene Kroganer im Blutrausch auf die Reaper stürzen, wie Geth Seite an Seite mit den Quarianer um ihr gemeinsames Überleben & ihre gemeinsame Zukunft in dieser Galaxis kämpfen usw usf. Die (Wunsch-) Liste lässt sich beliebig erweitern und verändern.

Das ganze sollte in schön fies-knifflige Entscheidungen und packende Dialoge verwoben sein. Ähnlich denen aus Teil 2. Aber mit den Unterschied das Ihr hier tatsächlich (Ex-) Crew-Member in den sicheren Tot schicken müsst.
Das sollte natürlich in erster Linie eure Entscheidungen aus Teil 3 reflektieren. Ihr könnt aber gerne auch Entscheidungen aus den Vorgängern mit einfliesen lassen.
Einen kleinen Einblick darin wie das aussehen könnte ist hier zu sehen.


Der Endboss

Anstatt im Showdown wieder gegen einen „kleinen“ Reaper zu kämpfen wäre ganz klar ein Endfight mit Harbinger fällig.
Was für ein geiler Endfight wäre das denn?! Zu Fuß einen kilometerhohen Reaper bezwingen. Natürlich unter zu Hilfenahme der klitze kleinen Streitmacht die Shepard mitgebracht hat. ;)
Nach mehreren Fehlschlägen, ihn zu bezwingen, würde es darauf hinauslaufen das Shepard ein Schiff, aus dem All, mit Harbinger kollidieren lässt um ihn endlich platt zu machen. Das wäre 1. pure Epic und 2. ein sehr schönes Sinnbild für den verzweifelten (Überlebens-) Kampf. Welches Schiff sich opfern soll liegt in Shepards Hand.

Ein nicht ganz so ernst gemeintes Video wie das Aussehen kann ist hier zu sehen. ;)

An dieser Stelle bietet sich die Gelegenheit für ein Gespräch mit Harbinger an.
Ob Ihr (in eurer Geschichte) die 2 nun ein paar „Nettigkeiten“ austauschen lasst oder ob Ihr sie über etwas von Substanz reden lasst ist Euch überlassen. Ich für meinen Teil würde die Chance nutzen um ein paar Fragen zu beantworten. Wie zB was der Tiegel ist? Oder wieso so eine hochentwickelte Spezies so einem „schönen Hobby“ wie dem zyklischen und galaxieweiten Genozid fröhnt? Ich hätte da gern ein paar sinnvollere Antworten als: „Because we can!“ Andererseits wäre mir das immernoch lieber als das.
Außerdem wäre es die Gelegenheit für den ein oder anderen „Aha, so ist das also!“ Dialog.
Das wäre alles wesentlich befriedigender als das sinnbefreite Geschwurbel von Space-Child.


Auf der Zielgeraden

Spätestens ab jetzt solltet Ihr Euch von allem verabschieden was Euch ME3 so als „Ende“ präsentiert hat.

Für alles was nun folgt ist es wichtig das Shepard vom Rest seiner Crew bzw. der Galaxiebefreiungsallianz (was für ein schönes Wort ^^) getrennt ist. Es gibt ja einen naheliegenden Grund: Jede Menge Schutt in Form von Harbingers sterbenden Körper und ein fettes Raumschifffrack.

Shepard ist zwar vom Rest getrennt aber praktischerweise nahe der Röhre. Also begibt er sich, von mir aus unter Beschuss von allen Seiten, dort hin. Und zwar nicht als humpelnder und blutender Fleischklumpen sondern als der Held in Rüstung wie wir ihn seit Teil 1 kennen.
Wenn Ihr mögt könnt Ihr noch ein paar Gefechte einbauen. Ich für meinen Teil finde das unnötig. Jeder weitere Schusswechsel würde im Angesicht des letzten Bossfights verblassen.
Wer sich jetzt fragt: „Was ist mit Maurader Shields?“ Der wird nicht mehr gebraucht.

Shepard landet auf der Citadel entweder alleine oder inmitten verängstigter Zivilisten bzw. C-Sec Mitarbeiter. Wie Ihr das ausgestaltet ist Euch überlassen.
Aber es liegt ganz klar auf der Hand das Anderson dort oben nix verloren hat.
Nicht ganz so eindeutig sieht die Sache beim Illusive Man aus. Mein 1. Reflex war ihn rauszuschmeissen da er zu dem Teil des Endes gehört das Schmerzen verursacht. Andererseits macht es, was das narrativ betrifft, Sinn das er dort oben ist. Schließlich hat Shepard ihn den ganzen 3. Teil lang gejagt.
Wofür Ihr Euch auch entscheidet, sein erscheinen sollte auf jeden Fall erklärt werden und ob Ihr ihm wirklich übernatürliche „Zauber“-Kräfte geben wollt würde ich mir 3 mal überlegen. Das Gesprächsthema an sich könnt Ihr aber m.E. so belassen.

So....und jetzt kommen wir zum Casus Knacktus: Das Ende selbst.
Ich muss gestehen das es nicht einfach ist meine Idee einerseits so zu formulieren das sie allgemein verständlich und andererseits so offen ist das jeder etwas daraus machen kann. Schreiben kann sehr mühseliges sein....


Danach wird Shepard die Arme der Citadel öffnen damit der Crucible andocken kann. Dort erfährt er, vereinfacht gesagt, das der Crucible eine Art Security Stick ist. Der nur wenn er mit der Citadel verbunden ist eine seit Äoenen, vor den Augen aller Zivilisationen die da kamen und verschwanden, verborgene Fähigkeit aktivieren kann.
Was für eine Fähigkeit?
Das entscheidet Ihr. Ob er die Macht hat bei den Reapern die Selbstzerstörung auszulösen, oder sie fort schickt und alle Koordinaten der Milchtrasse aus ihren System löscht oder sie „einschlafen“ lässt (So wie in der einen Star Trek Episode, als Cpt. Picard von den Borg gefangen & assimiliert wurde.) oder oder oder....Das bleibt, wie gesagt, Euch und eurer Phantasie überlassen. Wichtig ist einzig das er die Bedrohung durch die Reaper schlagartig beenden kann. ABER (!!) es muss auf JEDEN FALL zum narrativ des ME-Universums passen! Also KEINE Space Magic!
Das sollte eigentlich jedem klar sein. Aber ich dachte mir um sicher zu gehen weise ich ausdrücklich darauf hin. ;)

Woher weiß Shepard das?
Nun das kann ihm EDI erklären. Egal wieviele Crewmember Ihr bis dahin verloren habt, solange es die Normandy gibt wird Euch Joker und EDI erhalten bleiben. ;)
Wenn Ihr mögt könnt Ihr sie, ähnlich wie Space Child, als holographische Projektion in eure Geschichte einbauen.
Mission accomplished? Shepard muss nur einen Button drücken und das ME-Universum ist gerettet? Nicht ganz, denn was nun folgt ist....


Shepards schwerste Entscheidung

EDI erklärt Shepard nicht nur was der Crucible bewirkt sondern was für Konsequenzen die Aktivierung haben wird.
Aufgrund einer massiven Energie-Entladung wird der Crucible, kurz nach der Aktivierung, auf die Erde stürzen und die Citadel mit sich reißen. Ein paar Zivilisten und Shepard werden von der Citadel flüchten können aber der Großteil wird bei dem Aufprall sterben. Ebenso wird es zahlreiche Opfer auf der Erde geben.
Ich hatte mit dem Gedanken gespielt das der Aufprall der Citadel eine globale Katastrophe auslöst, hab ihn dann aber verworfen.
Diese Katastrophe lässt sich verhindern indem Shepard den Crucible kurz nach der Aktivierung abkoppelt und kontrolliert abstürzen lässt.
Das kann er aber nur manuell tun da der Crucible auf die schnelle zusammengeschustert wurde. Das heist es gibt es keine Möglichkeit den Crucible per Autopilot zu steuern oder ihn von der Citadel aus abzukoppeln.
Eine alternative Erklärung wäre das diese „Fehlfunktion“ von den Reapern absichtlich so designt wurde. Ich gebe zu das der Punkt noch nicht ganz ausgereift ist.

Das bedeutet das Shepard sich entscheiden muss. Entweder ein nobler Opfertot für das wohl vieler oder als mehr oder minder geächteter Held weiter leben.
Das ist die ultimative Paragon vs. Renegade Entscheidung. Und sie liegt allein in eurer Hand.

Je nachdem wie ihr euch entscheidet wird sich Eure Geschichte im wesentlichen in 2 unterschiedliche Richtungen entwickeln:

Opfertot:
Während Shepard sich im kontrollierten Sturz auf die Erde befindet hat er ein letztes mal die Gelegenheit mit seiner Crew inkl seiner liebsten (In meinem Fall wäre das Tali.) zu sprechen. Das das ein sehr tränenreiche Szene ist brauche ich wohl nicht zu erwähnen. ;)
Nachdem sein Abschied von der Crew und der darauf folgende Tot Shepards  entsprechend zelebriert wurden, sehen wir wie sein Denkmal an Bord der Citadel enthüllt wird. Anderson bzw. Hackett halten eine bewegende Rede. Die Crew der Normandy sitzt davor, dahinter sitzen eine paar hohe Würdenträger / Regierungsoberhäupter und dahinter bzw. reium die Bewohner der Citadel. Alle hören bedächtig zu. Manche brechen in Tränen aus...
Ohje, die arme Tali.

Überleben:
Nachdem Shepard zwar nicht angeklagt, aber all seiner (militärischen) Titel enthoben und entlassen wurde. Zieht er sich mit seiner LI auf deren Heimatplaneten zurück und führt dort ein zurückgezogenes Leben.
Aber hey, Tali ist Happy ;)
Oder er kommt endlich mal dazu blaue Babys zu zeugen.
Wieso eigentlich nicht beide? Wieso kann Shepard nur Eine haben? Das habe ich nie verstanden. ;)


Abspann

Danach brauch man nur noch die Slideshow aus dem Destroy bzw. Control Ende einbauen. Von mir aus auch noch die „Space Winter“ Szene.
Die Credits rollen über den Bildschirm und ENDE!


Keelah se'lai und vielen Dank fürs lesen.



PS: Habt ihr Fragen, Meinungen, Wünsche oder konstruktive (!!) Kritik;) auf dem Herzen?
Dann schreibt sie mir!

 

PPS: Ich für meinen Teil bin mir ziemlich sicher hätte BioWare sich bemüht ein ähnlich befriedigendes Ende wie das meine zu veröffentlichen, hätte es nie diesen Sturm der Entrüstung gegeben. Stattdessen hätten alle aufgeregt und fasziniert über die Entscheidungen und Konsequenzen des Endes diskutiert. Es hätte so schön sein können....


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#2
KevinDiesel

KevinDiesel
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hätte, hätte, fahrradkette. das es über 2 jahre danach immer noch leute gibt,

die sich unnötiger weise die mühe machen, über das ende zu lamentieren & philosophieren,

ist mir ein rätsel. man sollte meinen, das der kuchen nun endgültig gegessen, geschluckt,

verdaut & wieder ausgeschieden wurde. 



#3
AlphaFortyOne

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@KevinDiesel

 

Ich finde die Idee von Fry_Shepard gar nicht schlecht. Ich selber finde das Ende enttäuschend. Der Extended Cut hat das Ende auch nicht verbessert. Besonders hasse ich die Szene wo Shepard einmal kurz atmet. Ich meine, was soll das?! Wäre er tot gewesen, hätte man mehr oder weniger ein Ende. Aber nein, BioWare muss einen Verhöhnen indem sie die Szene zeigen. An sich gar nicht schlimm wäre da nicht die Ankündigung, dass es im 4. Teil nicht mehr um Shepard geht. Warum dann die Szene? Wegen ihr möchte man doch erst recht wissen wie es weitergeht.

 

Genauso wie die Romanzen. Warum über 3 Teile eine Beziehung aufbauen wenn du am Ende sowieso stirbst und nichts dagegen unternehmen kannst?

 

P.S: Die Geschichte von Shepard hat noch viel Potenzial. Warum diese unbeendet lassen und etwas neues anfangen, welches dann vielleicht auch nicht zueende gebracht wird? BioWare hat das Können eine gute Story zu schreiben, warum etwas neues anfangen und den alten Storygrundstein über den haufen werfen? Auch sagt in der Endszene der "Stargazer", dass er dem Sternenkind NOCH EINE Geschichte über Shepards Abenteuer erzählen will. Ich frage mich, wenn BioWare sowieso schon geplant hatte, Shepard im 4. Teil nicht vorkommen zu lassen, warum dann die ganzen Hinweise das die Geschichte weitergehen kann?

 

P.S 2: Wenn Tali so unter ihrer Maske aussehen würde........ O_O     http://www.w5d.org/m...ed-official-h1n


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#4
Treskalterion

Treskalterion
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Mass Effect lässt wohl keinen los ;) Also ich würde Shepard noch nicht abschreiben, aber die Hinweise auf sein eventuelles Weiterleben dienen wohl auch dazu, dass jeder seine eigene Geschichte (in seiner Fantasie) weiterspinnen kann.

 

Übrigens finde ich den "Endkampf" großartig, dass war mal was ganz anderes und für mich war es sogar recht schwer. Ich hatte mir nämlich als Vanguard nie Mühe gemacht  richtig zu zielen *g*



#5
AlphaFortyOne

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@ Treskalterion  Hast ja Recht aber da ist meiner Meinung nach ein bisschen viel Fantasie von nöten <_<

Es muss sich ja nicht alles aufklären aber wenigstens ein grober Teil. Ich meine Mass Effect hat den Grundstein verschiedene Enden zu bekommen aber warum gibt es kein richtiges Happy End? Das mit Anderson war schon traurig und dann auch noch deinen Hauptcharakter? Den man Jahre lang auf seinen Abentuern begleitet hat?

 

Der einzig richtige Held ist Marauder Shields.  Warum konnte er Shepard nicht vor dem grässlichen Ende bewahren XO



#6
Treskalterion

Treskalterion
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um ganz ehrlich zu sein, hat mich das auch gewundert...warum wird man Zeuge von Andersons letzten Momenten, wenn man nicht einmal mehr davon berichten kann?



#7
irgendeindreck

irgendeindreck
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Ich weiß gar nicht wieso alle so über das Ende herziehen. Uns wurde versprochen das wir ein Ende bekommen in dem sich die Entscheidungen aus den anderen beiden Spielen auswirken und das haben wir bekommen. Ich habe bei allen Durchgängen die ich bisher hatte noch nie zwei identische Enden. Das liegt aber vielleicht auch daran das für mich das ganze  das Ende mit dem Moment beginng indem man zum ersten Mal die Erde verlässt und nicht die letzten 10 Minuten die alle so aufregen (als ob das dieser genialen Triologie irgendeinen Abbruch tut)

 

Manchmal habe ich das Gefühl das irgendeiner mal angekommen ist und gesagt hat das das Ende schlecht ist für echte Fans und da alle ja auch echte Fans sein wollten, stießen sie ins selbe Horn. Interessanterweise haben sich die meisten am Anfang darüber aufgeregt das es keine Chance gibt das Shepard überlebt und mit seinem/r Liebsten in den Sonnenuntergang reitet. Aber für mich war seid dem ersten Teil klar das Shepard sterben muss, sonst wäre das Ende nämlich extrem inkonsequent. 



#8
Treskalterion

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Also ohne den Extended Cut war das Ende schon ein ziemlicher Tritt in den Hintern. Ich habe es ganz bewusst erstmal ohne EC gespielt und war auch möglichst unvoreingenommen(keine Diskussionen oder Spoilerinfos gelesen) und meine Reaktion war pures Entsetzen. Der EC hat dann einiges besser gemacht, aber das bittere Gefühl blieb.

 

Was Shepard angeht, sein Überleben ist ja nicht völlig unmöglich. Aber den grundsätzlichen Wunsch das Shepard noch mehr Zeit mit seinen Liebsten verbringt, halte ich für höchst menschlich und verständlich, und seien wir ehrlich, der Citadel DLC war Balsam für unsere Seelen und gehört mit zum besten was der dritte Teil zu bieten hat.


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#9
AlphaFortyOne

AlphaFortyOne
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Was mir auch noch auffällt: WENN man der Indoktrinationstheorie glauben schenken darf, dann wäre ja ab der Szene, wo Shepard vom Vorboten getroffen wird, alles nur in seinem Kopf d.h. dass in der letzten Szene, in der er atmet, die Reaper noch gar nicht besiegt sind. Hat wohl das Ende verpennt ^_^



#10
irgendeindreck

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Hm, ich kenn nur den EC, also hätte mich das normale Ende vielleicht auch enttäuscht. Aber nochmal zu der Sache das Shepard überleben sollte: Der erste Teil ist zwar mein am wenigsten geliebter Teil (was aber mehr an der Spielmechanik liegt als an der Story) aber hier waren Shepard und sein Team wenigstens noch nicht so übermächtig. Vor allem die Szene wo man zwischen Ashley und Kaidan wählen muss war interessant. Dummerweise hat man das in den anderen Teilen weg gelassen. Selbst bei der Selbstmordmission ist es eigentlich schon schwerer die Leute sterben zu lassen als alle zu retten. Hier wäre es auch besser gewesen wenn man wieder hätte wählen müssen und nicht alle hätten überleben können.

Im dritten Teil wurde es dann noch schärfer. Ich liebe ihn ja wirklich, aber wenn man so drüber nachdenkt dann heilt man mal eben die Genophage (und beendet somit auch irgendwo den Konflikt zwischen Kroganer und Turianer) und nebenbei sorgt man dafür das Geth und Quarianer die besten Freunde werden. Da fallen ja so Kleinigkeiten wie die komplette Vernichtung von Cerberus kaum ins Gewicht.

 

Wenn Shepard dann überlebt hätte, dann wäre der Krieg irgendwie ein Witz gewesen. Klar, es sterben ein Haufen Leute aber niemand der einem wirklich am Herzen liegt, wenn man mal von Mordin absieht (der war aber sowieso schon steinalt)

Wo ist da die große Bedrohung wenn man sie so einfach besiegen kann? Aber ich denke ein kleiner Comic bringt das alles auf den Punkt:

http://lolbot.net/pix/23986.jpg



#11
Booth

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Von der Indiktrinationstheorie halte ich in Bezug auf ME relativ wenig. Die Theorie selber finde ich dabei gut - aber nicht für ME, weil sie einfach in den drei Spielen nur durch... äähhh... sagen wir... sehr freundliche Interpretationen erkannt werden kann. Oder anders formuliert: Für mich ist die Indiktrinationstheorie in gewisser Hinsicht ebenfalls eine DeusEx-Machina-Lösung, wie eben das StarChild (also der Katalysator).

 

Insgesamt halte ich wenig davon, nun Inhalte in die Spiele reinzulügen, die letztlich nicht da sind.

 

Was prinzipiell eine Möglichkeit wäre, ist den/die neuen ME-Teile so zu bauen, daß man weit weg von Shepard anfängt, aber im Prinzip dann "exakt" zum Finale des Reaper-Krieges auf der Erde zur Schlacht hinzustößt, als Shepard bereits mit dem Katalysator sein Schwätzchen hält. Wir haben aber einen oder gar mehrere neue ME-Teile gespielt und daher einen Koffer voller, ergänzender Informationen, die das Ende dann so konkretisieren, daß man ordentliche Sequels bauen kann.

 

Ansonsten... muss man halt doch eines der bestehenden Enden mehr oder weniger hernehmen und es eben als Kanon vorgeben. Was man im Prinzip für diverse Nebenplots eh muss - also z.B. für das Schicksal der Kroganer oder Quarianer/Geth.

 

Lange Rede, kurzer Sinn: ME1-3 ist so wie es ist nunmal fertig. Nachfolger können quasi beliebige Fortführungen haben, Denn da ME3 so relativ offene und auch durchaus metaphorische Enden hatte und da man diverse Details in den Spielen SEHR verschieden erspielen konnte, muss Bioware hier diverse Dinge vorgeben, wenn jemals ein halbwegs zeitnahes Sequel rauskommen soll.

 

dann heilt man mal eben die Genophage [...] und nebenbei sorgt man dafür das Geth und Quarianer die besten Freunde werden
 

 

Ist so nicht ganz richtig. Die von Dir dargestellten Geschehnisse KÖNNEN so passieren, können aber auch ganz anders erlebt werden. Je nachdem, wie man die drei Teile spielt. Da ich nicht weiss, wie sehr Du Dich mit den alternativen Abläufen der Geschichte beschäftigt hast, und ob Du die drei Teile noch ein- oder mehrmals durchspielen willst, spoiler ich Dir da mal nix.

Aber... es kann auch ganz anders kommen, als von Dir dargestellt und von Dir erlebt (ich selber habe die von Dir erwähnten Geschehnisse auch so erlebt... aber... auch völlig anders, da ich die ME-Teile diverse male durchgespielt habe).

 

edit: Übrigens gab es ja auch Gerüchte, daß evtl die Geschehnisse in ME2 rund um Talis Rettung auf Haestrom zu einem Ende hätten führen können, da angeblich die dunkle Energie dann eine grössere Rolle gespielt hätte. Als jemand, der sich ein wenig mit Astrophysik beschäftigt, bin ich VERDAMMT froh, daß dies NICHT passiert ist. Dunkle Energie ins Spiel zu bringen war aus meiner Sicht eine ganz blöde Idee, da diese Bezeichnung einfach nur eine BlackBox für die Lösung einer Beobachtung in kosmologischer Grössenordnung ist. Es geht da letztlich um die Ausdehnung des Universums, die halt beschleunigt stattfindet, was aber auf Grund der beobachtbaren Materie sowie der angenommenen, indirekt beobachtbaren dunklen Materie nicht zu sinnvollen berechenbaren Modellen führt. Also muss man eine Grösse in die Gleichungen einbauen, damit die beobachtete Expansion des Universums mathematisch darstellbar ist. Diese Grösse nennen Physiker halt dunkle Energie. Damit sind keinerlei "lokale" Phänomene gemeint, wie eben bei der dunklen Materie.

 

In sofern fand ich es ein wenig ärgerlich, daß ein einigermassen ordentlich recherchiertes SciFi-Universum dann so einen Murks beinhaltet und war froh, daß dieser Bereich in ME3 nicht weiter thematisiert wurde.

 

Gruß

Booth



#12
Rabenkopf

Rabenkopf
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edit: Übrigens gab es ja auch Gerüchte, daß evtl die Geschehnisse in ME2 rund um Talis Rettung auf Haestrom zu einem Ende hätten führen können, da angeblich die dunkle Energie dann eine grössere Rolle gespielt hätte. Als jemand, der sich ein wenig mit Astrophysik beschäftigt, bin ich VERDAMMT froh, daß dies NICHT passiert ist. Dunkle Energie ins Spiel zu bringen war aus meiner Sicht eine ganz blöde Idee, da diese Bezeichnung einfach nur eine BlackBox für die Lösung einer Beobachtung in kosmologischer Grössenordnung ist. Es geht da letztlich um die Ausdehnung des Universums, die halt beschleunigt stattfindet, was aber auf Grund der beobachtbaren Materie sowie der angenommenen, indirekt beobachtbaren dunklen Materie nicht zu sinnvollen berechenbaren Modellen führt. Also muss man eine Grösse in die Gleichungen einbauen, damit die beobachtete Expansion des Universums mathematisch darstellbar ist. Diese Grösse nennen Physiker halt dunkle Energie. Damit sind keinerlei "lokale" Phänomene gemeint, wie eben bei der dunklen Materie.

 

In sofern fand ich es ein wenig ärgerlich, daß ein einigermassen ordentlich recherchiertes SciFi-Universum dann so einen Murks beinhaltet und war froh, daß dieser Bereich in ME3 nicht weiter thematisiert wurde.

 

Gruß

Booth

Seltsam, dass dich dann nicht noch mehr gestört hast ^_^ hast du mal in den Kodex geschaut? ;) Dunkle Energie spielt nämlich eine weit aus größere Rolle im ME-Universum als nur Haestrom :)

 

P.S. Kleiner Ausschnitt ^_^



#13
irgendeindreck

irgendeindreck
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Ist so nicht ganz richtig. Die von Dir dargestellten Geschehnisse KÖNNEN so passieren, können aber auch ganz anders erlebt werden. Je nachdem, wie man die drei Teile spielt. Da ich nicht weiss, wie sehr Du Dich mit den alternativen Abläufen der Geschichte beschäftigt hast, und ob Du die drei Teile noch ein- oder mehrmals durchspielen willst, spoiler ich Dir da mal nix.

 

JJa, ich weiß das es auch anders ausgehen kann. Fakt ist aber das man all dies tun kann und da ich es bereits im ersten Durchgang erreicht habe, ist es wohl auch nicht soo besonders kompliziert. Man bleibt also ein potentieller Weltraum Chuck Norris, der das alles kann. Im ersten Teil gab es eben noch diese entweder/oder Entscheidung, Man konnte Ashley retten oder Kaidan, aber nicht beide.

 

Das Ende was wir haben ist im Prinzip sogar recht schlüssig und von Space Magic erkenne ich da auch nichts. Das kleine Kind ist eben eine Visualisierung mehr nicht. Man könnte höchstens noch kritisieren das es mit den DLCs hier viel zu toll getrieben wurde, da man im Prinzip die Leviathan-DLC braucht um alles zu verstehen.

 

Was mich lediglich gestört hat, ist der Grund für die ganze Sache was aber wohl daran liegt das ich etwas anderes erwartet habe. Für mich war eigentlich klar das es irgendetwas mit dem Fermi-Paradoxon zu tun haben muss. Wenn eine Rasse das Weltall dominiert können keine anderen hoch kommen. Ohne die Reaper wäre die Menschheit ja auch kaum mehr als eine Sklavenrasse der Protheaner geworden. Ich dachte also das die Reaper deshalb alle 50.000 Jahre die Galaxis abernten. Aber mit dem Ende wie es ist kann ich mich auch anfreunden.

 

Das ganze Problem ist wohl das die ME-Teile wirklich geniale Spiele sind und deshalb alle irgendwelche Wunderdinge erwartet haben. Das Ende konnte also nur enttäuschen. Das man dann aber rummeckert das durch die letzten 10 Minuten der gesamte 3. Teil (oder gar die ganze Triologie) Mist ist, finde ich einfach nur albern.



#14
Booth

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JJa, ich weiß das es auch anders ausgehen kann. Fakt ist aber das man all dies tun kann und da ich es bereits im ersten Durchgang erreicht habe, ist es wohl auch nicht soo besonders kompliziert. Man bleibt also ein potentieller Weltraum Chuck Norris, der das alles kann. Im ersten Teil gab es eben noch diese entweder/oder Entscheidung, Man konnte Ashley retten oder Kaidan, aber nicht beide

 

Was sicher in Deiner gefühlten Wahrnehmung einen Unterschied macht... aber bzgl eines konkreten Endes bzw eines festen, vorgegebenen Kanons eigentlich wurscht ist. Es schließen sich ja auch andere mögliche Geschehnisse aus, auch wenn mir nicht direkt die Wahl per Mausklick gegeben wird.

 

Ob ich die Genophage heile oder nicht ist ein klar gegensätzliches Ergebnis. Nur trägt mein Verhalten in allen drei Teilen zu dieser "Entscheidung" bei. Manchmal kann ich diese Entscheidung dann immer noch in ME3 ganz konkret in einer bestimmten Situation treffen. War bei mir jedenfalls ein/zweimal so.

 

 

Das Ende was wir haben ist im Prinzip sogar recht schlüssig und von Space Magic erkenne ich da auch nichts. Das kleine Kind ist eben eine Visualisierung mehr nicht. Man könnte höchstens noch kritisieren das es mit den DLCs hier viel zu toll getrieben wurde, da man im Prinzip die Leviathan-DLC braucht um alles zu verstehen.

 

Es geht nicht um "Magic", sondern um DeusEx-Machina. Dieses Prinzip wird durch den Leviathan-DLC in der Tat relativiert - bleibt aber meines Erachtens bestehen, da ansonsten in ALLEN DREI TEILEN quasi keinerlei Hinweise auf den Ursprung und die Ziele der Reaper gegeben werden. Wenn ich ein umfangreiches, mehrteiliges Buch mit zig Dutzend Kapiteln habe, und das Ende bietet eine Auflösung an, die nur in einem Kapitel intensiver angesprochen wird... wirkt das etwas seltsam. Bzw... es kommt drauf an, wie sprunghaft ansonsten die Erzählung ist. DeusEx-Machina-Erzählungen können überaus passend sein. Für mich wirkt es in MassEffect völlig deplaziert, weil die Erzählung ansonsten eben nicht allzu sprunghaft ist, und sich Entwicklungen und Erklärungen eigentlich immer wieder in allen drei Teilen präsentieren. Daß dies ausgerechnet beim Ende nicht so ist, finde ich extrem schade.

 

Hinzu kommen Ungenauigkeiten, wie daß alle großen Reaper eigentlich gleich aussehen - nämlich als Nachbau der Leviathan-Rasse. Wir haben aber diesen komischen Umstand des versuchten Menschen-Reaper und der Behauptung, daß von allen zerstörten Rassen die "Essenz" in einem Reaper übergegangen sei. Wieso sehen dann aber alle Reaper gleich aus?

 

Zudem finde ich die Leviathan-Rasse recht unglaubwürdig - zu groß. Bzw... ich habe auch da wieder viel zu wenig Infos über diese Rasse. Und sie fühlen sich offenbar selber als "Götter". Alles für mich etwas surreal und ohne weitere Aufslösung nur eine Verschiebung des Problems. Dazu kommen die ja in den ME3-Nachbesprechungen viel zitierten Argumente, wie z.B. daß es nicht ganz einleuchtend ist, daß eine biologische Spezies ausgerechnet einer KI den Auftrag gibt, eine "Lösung" für das angebliche Lebewesen-Maschinen-Problem zu finden bzw. man gerade im Spiel ja den Eindruck bekommt, daß es auch diplomatische Lösungen für eine Koexistenz geben kann, da man ja selber eine herbeiführt.

 

Übrigens "anfreunden" kann ich mich mit dem Ende auch - bzw. es einfach hinnehmen. Auch wenn es nunmal kein Ende ist, da eigentlich kein klarer Status mitgeteilt wird. Ich persönlich finde die Idee, mehrere Enden in Computerspielen einzubauen, auch gar nicht immer sinnvoll. In diesem Fall finde ich alle drei Enden gleich belanglos. Ich guck sie mir an, zucke mit den Schultern und mach halt was anderes weiter. Sie berühren mich emotional so gut wie gar nicht. Mit dem ExtendedCut gibt es immerhin ein paar kleine Lächler bei mir... aber... insgesamt lassen mich die Enden nach wie vor kalt.

 

Und ich denke, daß dies ein Punkt ist, der bei vielen Spielern ins Negative umgeschlagen ist. Sie guckten sich das Ende an, erwarteten eine weitere (evtl tiefere) emotionale Berührung, und genau die blieb aus. Sie starrten eher mit einem irritierten WTF-Ausdruck auf den Schirm und emotional wurden sie nicht angesprochen. GERADE dieses Abbild des Menschenkindes macht es vielen schwer, irgendeinen emotionalen Bezug dazu zu finden. Das Gespräch mit Vigil war für mich, wie für so manch anderen WEIT emotionaler, als das Gespräch mit dem Katalysator.

 

Das ist aus meiner Sicht der grösste Kritikpunkt am Ende von ME3. Wir haben in allen ME-Teilen diverse, hoch emotionale Momente. Du fandest die Momente offenbar besonders emotional, wo Du explizit eine schwere Entscheidung treffen musstest, die im direkten Tod eines Gefährten mündet. Ich persönlich finde andere Entscheidungen oder Verläufe ebenso emotional. Ich persönlich mochte sogar, daß es eine "Kopie" einer solchen "Person A oder Person B"-Entscheidung nicht wirklich gab - wobei man die Entscheidung Samara/Morinth durchaus ähnlich sehen kann.

 

Dennoch fand ich viele Momente sehr emotional. Die allermeisten Begleiter-Loyalitäts-Missionen in ME2 fand ich sehr emotional. In ME3 hatte ich viele emotionale Momente, die ich sehr intensiv erlebte.

 

Das Ende... zählt für mich nicht dazu. So krass das klingen mag... aber rein emotional ist das Ende, bzw sind ALLE DREI Enden für mich quasi belanglos.

 

Mag sein, daß dies an mir liegt. Aber ich glaube... so ganz allein bin ich nicht ;)

 

Trotzdem... würde ich keine "Anpassung" von ME1-3 mehr haben wollen. Es ist für mich so wie es ist quasi "fertig". Das heisst aber nicht, daß durch zukünftige Teile nicht das Ende weitgehend konkretisiert werden könnte. Bzw... ich hoffe, daß genau das passiert.


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#15
AlphaFortyOne

AlphaFortyOne
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@Booth

 

Nimmst mir die Worte aus dem Mund ;)

Hab mich da immer ein bisschen schwer meine Gedanken auszuschreiben und anderen zu vermitteln, was ich meine. Weiterhin finde ich es auch sehr interessant, die Meinungen von anderen zu lesen da sie stark der eigenen Meinungsbildung/konkretisierung helfen.

 

 

 

Trotzdem... würde ich keine "Anpassung" von ME1-3 mehr haben wollen. Es ist für mich so wie es ist quasi "fertig". Das heisst aber nicht, daß durch zukünftige Teile nicht das Ende weitgehend konkretisiert werden könnte. Bzw... ich hoffe, daß genau das passiert.

 

Ich stimme dir voll und ganz zu. Ich finde auch, dass sie da nichts mehr ändern sollten. Aber was mich verärgert ist, das BioWare schon im vornherein sagt, dass die Geschichte von Shepard beendet ist bzw. der 4. Teil eine andere Story aufgreift. Aber ich lebe weiter in der Hoffnung, dass sie Shepards Geschichte wieder aufgreifen ^_^



#16
Booth

Booth
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Aber was mich verärgert ist, das BioWare schon im vornherein sagt, dass die Geschichte von Shepard beendet ist bzw. der 4. Teil eine andere Story aufgreift. Aber ich lebe weiter in der Hoffnung, dass sie Shepards Geschichte wieder aufgreifen ^_^

 

Ich weiss auch nicht, ob sie das wirklich so meinen, wie sie es sagen ;) ... ich mein... da könnt man auch sagen, daß man den Wiener Kongreß nicht konkret darstellen darf, ohne die "Geschichte von Napoleon" zu erzählen... oder so ;)

 

Ich hoffe, daß wenn sie sagen, sie wollen Shepards Geschichte "beenden", daß sie damit meinen, Shepard in Zukunft nur noch als eine "historische Gestalt" darzustellen.

Oder ein Beispiel aus eigenen Bioware-Produkten: In KOTOR (knights of the old republic) wird auch die "Geschichte von Revan" erzählt, und obwohl das MMO SWTOR/TOR "the old republic" dreihundert Jahre in der Zukunft aus Sicht von KOTOR spielt, wird Revan in SWTOR öfters erwähnt. Es gibt nicht nur einen Revan-Kult, den man erleben kann, sondern man wird sogar Revan selber als NPC begegnen. Und um das ganze irgendwie besser zu erklären, haben sie sogar einen Roman rausgebracht, der Revans Erlebnisse nach KOTOR zum Teil beinhaltet.

 

So ungefähr interpretiere ich zumindest aktuell die Aussage "Shepards Geschichte ist zu Ende". Für mich ist auch gar nicht so entscheidend, ob Shepard nun überlebt oder nicht. Aber der Reaper-Krieg ist nunmal quasi das grösste Ereignis in der bekannten Galaxis - ein absolut einschneidendes historisches Ereignis. Und Shepard war/ist nunmal eine entscheidende Figur in diesem Ereignis, wie auch all seine Begleiter, aber auch viele andere Personen.

 

Nur weil Shepard in Zukunft nicht mehr Alter Ego sein wird, und seine Geschichte mit der Schlacht um die Erde abgeschlossen ist, heisst es doch nicht, daß man diesem Ereignis und damit reichlich Erwähnungen über diese Person namens "Shepard" nicht immer wieder begegnet. Über Napoleon redet man ja auch immer wieder mal hier oder da :)


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#17
Treskalterion

Treskalterion
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Ich würde mich trotzdem über eine Rückkehr freuen, mir sind die Charaktere alle ans Herz gewachsen, und ich würde mich auch nicht beschweren wenn Shepard, kleinere Brötchen bäckt...



#18
ukartet

ukartet
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Ich würde mich trotzdem über eine Rückkehr freuen, mir sind die Charaktere alle ans Herz gewachsen, und ich würde mich auch nicht beschweren wenn Shepard, kleinere Brötchen bäckt...

 

Gibt es eigentlich mittlerweile Community Mods die hier ansetzen? Damals wurden welche angekündigt, aber bis dato hatte ich noch keinen brauchbaren gefunden. Dafür würde ich die Trilogie ja nochmal durchspielen ;) 



#19
irgendeindreck

irgendeindreck
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@Booth

 

Da hast du in gewisser Weise schon Recht. Vielleicht kam es auch wirklich auf die Erwartungshaltung an. Wenn man etwas großartiges erwartet, dann wird man enttäuscht. Ich habe einen riesigen Haufen Gülle erwartet und wurde deshalb wohl positiv überrascht. Als ich jedoch nach dem durchspielen ein wenig herum forschte wieso alle das Ende so scheiße fanden, war der Tenor überwiegend das Shepard nicht überlebt hat und mit seiner Geliebten glücklich werden konnte.

 

 

 

Zu Shepard in Mass Effect 4 kann ich nur sagen: Bitte nicht. Ihn erwähnen klar, vielleicht auch sich mit etwas herum schlagen was er angestoßen hat. Aber ihn wieder als HC fände ich irgendwie albern. Er hat die größte Bedrohung der Galaxis besiegt, wer soll denn dann als nächster Übergegner kommen? Der liebe Gott?

 

Ich hoffe allgemein das Bioware nicht versucht eine noch epischere Bedrohung einzuführen, meinethalben durch die Leviathane. Wenn man es so betrachtet können diese nicht gefährlicher als die Reaper sein, weil sie von ihnen besiegt wurden. Ich würde mich darüber freuen wenn die nächste Hauptstory eine Ecke kleiner wäre. Die geheilte Genophage und die damit entstandenden Probleme wären für mich ein guter Ansatzpunkt.