Liest man sich die Bewertungen von DAI zum Beispiel bei Amazon und auch einige Tests durch, so stößt man vermehrt auf den Begriff Single Player MMO. Weshalb erinnert DAI so stark an ein MMO? Wenn ich mich recht erinnere, so habe ich erst kürzlich gelesen, dass die Entwicklung von DAI bereits während der Endarbeiten zu DAO begann. Nun frage ich mich, ob es vielleicht sogar als MMO geplant war und dieser Plan erst nach dem Debakel von SWTOR geändert wurde?
Single Player MMO?
#1
Posté 20 novembre 2014 - 01:03
#2
Posté 20 novembre 2014 - 01:12
MMO wird sicher auch oft in Webartikeln benutzt, weil es ein Begriff ist, der viel über Google gesucht wird und dann mehr Leute auf den Artikel aufmerksam werden.
#3
Posté 20 novembre 2014 - 01:42
Weil es auch so wirkt.
Du hast wie in einem MMO, respawn, crafting, alle plfänzchen die du abgrast wachsen nach binnen minuten, alle mineralien die du sammelst, eisen whatever, ist in wenigen Minuten wieder da. Es ist vom Feeling ein MMO. In DA2 wie DAO galt noch, was gesammelt ist, ist gesammelt. Und man musste gründlich abgrasen, denn für die Rezepte brauchte man eben eine gewisse Anzahl von diesem und jenem, welche man nur zusammenbekam, wenn man auch alles fand auf seiner Reise. Jetzt kannst farmen bis du umfällst. Und wenn du einen Tag damit verbringst Eisen oder Grünzeug zu sammeln. So richtig gründlich suchen, musst du dann nicht mehr, du sammelst halt alles auf und wenn du zu wenig hast, rennst eben nochmal los. Fehlt nur noch ein Auktionshaus im Spiel, durch das Spieler mit anderen handlen können. Wenn man zu faul ist zum suchen, verkauft man dann halt nen Stack Eisen für Geld.
Ehrlich, das Feature hätte mich nicht geschockt. Hätte einen ein wenig aus der Story gerissen, denn es kann nur einen Inqusitor geben, und den spiel ich noch immer selbst *protestiert* Aber auf der anderen Seite, was scherts mich wer das ist der mit mir handelt. Hauptsache ich krieg mein Geld.
Ich mein das ja nichtmal abwertend, ich bin nur soweit, dass mich das wirklich nicht mehr überrascht hätte. Denn ich fühl mich, sehr oft, wie in einem MMO. War aber immer wieder dankbar, wenn ich sah, unten links ist die Minimap, und kein Chatfenster, das zugemüllt wird. Also alles halb so wild. ![]()
Ebenso hat es sich mit den Quests. Gezielt, Nebenquests. Du nimmst die Aufträge für einen Bereich an, arbeitest sie ab. Greifst du eine Gruppe Gegner an die halt mal so rumstehen, gibts keine Kommentare dazu. Es wird halt draufgehaun, und kurz drauf stehen sie eh wieder da. Hier ist natürlich Nebenmission von Hauptplot zu differenzieren. Crafting ist ja eh wichtiger als Attributspunkte überlegt zu verteilen, auch das ist ein MMOindiz. Du bist was du anziehst. Du bist aber nicht mehr, was du richtig skillst. In gewisser Weise konnte man schon immer seine Stats mir Rüstungen pushen, ist auch nicht verkehrt, aber jetzt ist es eben ausnahmslos so da die Attributspunkte automatisch verteilt werden.
Es ist also wie ichs aus WOW damals noch kenne so, dass du dich von Gebiet zu Gebiet durchackerst.
Der große Unterschied ist nur, dass du im Vergleich von solchen "MMOs" deine persönliche Story durchlebst. Vor allem ne schöne Story dabei hast. Doch bis jetzt find ich sie ansprechend. Nur geht sie immer wieder stellenweise, bedingt durch die Flut an Nebenmissionen unter, weil man diese Sammel und Bringquests leider braucht um Machtpunkte zu bekommen, um dann wiederum nach und nach Gebiete für den Hauptplot wieder freizuspielen.
Es ist vom Feeling das reinste Singleplayer-MMO. Gut, auch Skyrim wirkte so auf mich. Und wenn man mit dem Thema MMO schon seit Jahren durch ist, weil man das nur als Beschäftiungsmaßnahme sieht, aber nicht als Spielerlebnis, ist das bitter.
Aber es ist besser als Skyrim, weil man noch die Story wahrnimmt die auch vorhanden ist. Also der rote Faden bleibt sichtbar. Und du hast eben keine Hanseln um dich rumhüpfen die dich aus diesem "das ist meine Story"-Erlebnis rausreißen. Weil du für dich allein spielst.
Auch die Gefährten benehmen sich viel zu oft wie normale NPCs. Waren einst Gespräche ausschließlich mit ner schönen Sequenz bestückt, wo sie auch durch Mimik der Gefährten zu überzeugen wussten, ist da jetzt nur noch selten dabei. Das meiste an Gesprächen findet so statt, dass du dastehst, dein Gefährte dir gegenüber, Blickkontakt eigentlich kaum vorhanden. Der Dialog spielt ab, du antwortest fragst nach, aber statt die tollen Mimiken zum Gesagten, siehst du nur ihre hölzernen 0815 Gestiken.
Ich weiß nicht warum das sein musste, ich fand die alten Gespräche weit besser, ich fand die Gespräche einfach lebendiger, wenn ich die Gesichter samt Mimiken bewundern konnte, das Zusammenspiel.
Das Wort Single Player MMO hat hier schon seine Berechtigung.
Nur dass es, eben weil es deine Story bleibt, dann das beste MMO aller Zeiten wäre.
Aber ist das wirklich noch Bioware, bzw Dragon Age? Bin da unsicher.
Wer Skyrim mochte, wird DA:I sicher lieben.
Wer MMOs nicht satt hat, sowieso.
Aber für die storyverliebten wirds hier und da einiges geben, womit man sich arrangieren muss.
Ich hab ohnehin im Gefühl, dass DA irgendwann tatsächlich als MMO enden wird. Aber gut, dann solls wohl so sein.
Nur hätte ich mir wenigstens zum Ausgleich gewünscht, dass die PC-Steuerung auch entsprechend gut umgesetzt ist, wie in MMOs. Leider ist das Teil nur mit Gamepad wirklich spielbar, außer man will graue Haare vor Zorn kriegen. Der stand mir nach wenigen Stunden Maus und Tastatur nämlich schon ins Gesicht geschrieben.
Mittlerweile weiß ich definitiv nicht, was ich von dem Spiel halten soll. Ich werd mir noch ein paar Charaktere ansehen, um zu sehen ob sich die Rassen wirklich bemerkbar machen beim Durchspielen. Alle Beschäftigungsmaßnahmen in Form von einer Nebenquestflut, werd ich sicher nicht ausschöpfen. Mit dem Guide pick ich mir die Quests raus, die interessant sind, simple Bring- und Sammelquests sind mir egal. Wie gesagt, ich bin kein MMO-Freund. Mein guter Freund der Gameguide, wird mir hierbei schon gute Dienste leisten, um auch wirkilch nur das machen zu müssen, was auch storymäßig nen Nutzen birgt. Mal schauen was am Ende bei rumkommt.
Was ich jetzt schon sagen kann.
Wertes Bioware, nächstes mal bitte weniger MMO-Feeling, und mehr Dragon Age.
Vielleicht sogar weniger Skyrim, und mehr Dragon Age.
Keiner braucht ne Art Second Life, lieber eine überschaubare Welt/Region, die einen aber von Anfang bis Ende nicht mehr loslässt und vor Storytiefe nur so strotzt. Diese Sogwirkung ist nicht mehr richtig da. Dabei hab ich das an typischen Biowaregames immer so geliebt. Sogar bei DA2, war die noch vorhanden. Nebenquests darfs ja geben, aber doch bitte nicht in diesem Ausmaß.
Aber, wie gesagt, evtl. ist das auch eine Vorbereitung. Für die Fortsetzung als MMO.
Für mich dann weniger, weil bevor ich nochmal ein MMO anrühre, friert zuvor die Hölle ein.
Abonenten wirds dennoch genug geben. TESO läuft immerhin auch nicht schlecht.
- Treskalterion et ledorianx aiment ceci
#4
Posté 20 novembre 2014 - 02:00
TESO läuft immerhin auch nicht schlecht.
Sicher? Zumindest brodelt auch bei TESO die Gerüchteküche. Siehe zum Beispiel hier: http://www.google.de...4,d.ZWU&cad=rja
Natürlich bin ich darüber nicht verärgert, sondern das genaue Gegenteil ist der Fall, da auch ich den Onlinewahn entschieden ablehne.
#5
Posté 20 novembre 2014 - 02:11
Sicher? Zumindest brodelt auch bei TESO die Gerüchteküche. Siehe zum Beispiel hier: http://www.google.de...4,d.ZWU&cad=rja
Natürlich bin ich darüber nicht verärgert, sondern das genaue Gegenteil ist der Fall, da auch ich den Onlinewahn entschieden ablehne.
Bin darüber nicht im Bilde. Ich ging davon aus, weil ich viele kenne, die es echt mögen. Teils sogar besser finden als die bisherigen TES-Teile.
Ich denke dennoch, selbst wenn Teso nicht gut läuft, dass DA sicher eine Zeit zumindest als MMO gut laufen würde.
Freut mich für die die es so mögen, aber ich bin zu storyverliebt als dass es mir was geben würde.
Nach DA:I seh ichs aber einfach kommen, ich kann mir nicht vorstellen dass der "Wandel" grundlos Einzug hielt.
Kanns nur nochmal sagen, es ist das beste Spiel mit MMO-Feeling das ich je gespielt hab. Eben weil gute Story, viel Gespräche, und keine Spieler die mich aus meiner eigenen persönlichen Storyerfahrung rausreißen.
Aber es ist kein RPG. Keins wie ichs von DA gewohnt bin mit dieser Sogwirkung die dich reinzieht, und erst nach Ende wieder loslässt. Die wäre denk ich auch noch da, wenn nicht diese Flut von Nebenquests den roten Faden stellenweise in den Background drängen würden.
#6
Posté 20 novembre 2014 - 02:43
Klingt ja so, als hätte die GS wohl doch nicht so ganz unrecht gehabt (auch was die Steuerung betrifft). Und wenn ich das so lese, bin ich ganz froh, das Teil NICHT gekauft zu haben...
Ich bin nämlich auch kein Freund von MMOs!
#7
Posté 20 novembre 2014 - 03:06
Also ich spiele am PC mit Maus und Tastatur und ja , man muss sich an die Steuerung gewöhnen aber ich kenne viele Spiele mit deutlich schlechterer Steuerung. Mich nervt eher das Respawnen, da ja nicht nur Ressourcen sondern auch viele Gegner, viel zu schnell wiederkommen.
#8
Posté 20 novembre 2014 - 04:32
Nur dass es, eben weil es deine Story bleibt, dann das beste MMO aller Zeiten wäre.
Dafür dann aber das beschissenste RPG.
Ist aber auch nicht so, dass es keine MMO's gibt, die keinen interessanten Storycontent liefern. Aber sind eben beides keine wirklich vergleichbaren Genres.
Find deinen Post übrigens sehr gut. Du hast schon recht mit dem Schluss, dass es eben sehr MMO lastig wirkt und nicht so, als wäre es tatsächlich als reines RPG ausgelegt. Ich mein Open World zieht ja, dank Spielen wie Skyrim, langsam auch in andere Spielgenres ein, aber das unendliche Respawnen von Gegnerm und Sammelgegenständen, dass man die so offensichtlich findet...ja das hat nix mehr mit den RPG's von früher zu tun, schon gar nicht mit DAO oder DA2, wo man noch wirklich suchen musste wenn man was wollte.
Klingt ja so, als hätte die GS wohl doch nicht so ganz unrecht gehabt (auch was die Steuerung betrifft). Und wenn ich das so lese, bin ich ganz froh, das Teil NICHT gekauft zu haben...
Ich bin nämlich auch kein Freund von MMOs!
Da hab ich nicht wirklich dran gezweifelt. Spiele werden heutzutage hauptsächlich für den Konsolenmarkt konzipert. Das ist auch nachvollziehbar, auf Grund der relativen Planungssicherheit. Man muss eben die Engine nicht dauernd anpassen, oder drauf achten nicht zu viel zu verlangen damit auch ältere PC's das Spiel noch verkraften. Mit der Konsole haste halt Einheitsbrei. Jeder hat die gleiche Vorraussetzungen (wenn man von älteren Konsolengenerationen absieht). Leidtragende sind wieder mal Leute, die sich nicht zu Sklaven von MS oder Sony machen wollen.
Was mich aber wirklich wundert, wo ich das mit der MMO-Thematik jetzt mal so verinnerlicht habe. Warum hat die GS darauf keinen Bezug genommen? Ich meine sowas fällt ja doch auf, oder?
#9
Posté 20 novembre 2014 - 04:47
Hm weiß nicht ob einer den Bericht schon gesehen hat aber DAI sollte wohl zuerst DA Blackfoot heißen und wirklich ein reines Multiplayer Game werden.
"Komischerweise hatten wir tatsächlich ein Projekt namens Blackfoot. Es war ein Dragon Age-Spiel, nur Multiplayer, das entwickelt wurde, bevor Dragon Age II erschien. Dieses Projekt wurde zum Kern dessen, was jetzt Inquisition geworden ist. Wir beschäftigen uns also schon lange mit dem Thema Multiplayer für Dragon Age."
#10
Posté 20 novembre 2014 - 05:03
Hm weiß nicht ob einer den Bericht schon gesehen hat aber DAI sollte wohl zuerst DA Blackfoot heißen und wirklich ein reines Multiplayer Game werden.
Danke für Deinen Link. Hatte ich so noch nicht gelesen, aber diese Vermutung drängte sich mir dann doch auf, wie ich ja im Eingangstext bereits schrieb. Also mal wieder ein umgeändertes Konzept, dass dann eben doch nicht so trägt.





Retour en haut







