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Sheps Einstellung in ME3


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8 replies to this topic

#1
Autoola

Autoola
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Von Anfang bis Ende des Spiels habe ich das Gefühl, dass Shep den Tod erwartet. Es gibt wenige Momente, in denen Shep andere vom Sieg über die Reaper überzeugen will, aber mehr auch nicht. Beim Katalysator sieht es schließlich so aus, als wäre keine Kraft mehr vorhanden und deswegen akzeptiert Shep alles so halbwegs widerstandslos.

Citadel-DLC nach der Party: Alle sind zwar verkatert ;), aber locker. Gute Stimmung überall. Dann aber steht Shep vor der Normandy und ist so fatalistisch. Da war meine Stimmung wieder ruiniert. Die Stelle ist übrigens unübertroffen, wenn man als FemShep Thane als LI hatte. Es fühlt sich an, als würde Shep aufgeben und ist schlimm mitanzusehen. Vielleicht mag ich deswegen den Tod von Shep nicht. Er fühlt sich nicht heroisch an, sondern ist einfach nur traurig. Allerdings ist Shep für mich kein Held, sondern nur ein Mensch mit außergewöhnlichen Führungseigenschaften. Sheps Verhalten in ME3 ist weniger nach dem Motto "Ich werde die Reaper töten, egal, was es kostet", dafür mehr wie "Ich sterbe sowieso. Hoffentlich überleben wenigstens die anderen."

Beim ersten Durchgang habe ich keinen Brandy mit Dr. Chakwas getrunken, weil ich dachte am Ende käme eine Szene mit ihr, weil Shep sowas sagt. Ich glaube, das ist das letzte Mal, dass Shep irgendwas (positives) über die Zukunft sagt. (Natürlich habe ich mir bei den anderen Durchgängen jedesmal einen gegönnt.)

Naja, logisch gehen Jahre des Krieges nicht spurlos an einem vorüber, aber so ein bisschen mehr Hoffnung hätte nicht geschadet, finde ich. :)

Oder wie seht ihr das?

(Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich bisher nur Paragon gespielt habe. Renegade Shep verhält sich evtl. anders? [Der Durchgang steckt gerade noch in ME2.])

 

Edit: Habe ReneShep beendet und ihr habt recht. Hier fühlt es sich viel selbstsicherer an. Und am Ende ist eine gewisse Verzweiflung durchaus angebracht im Hinblick auf die aussichtslose Situation. Vermutlich hat mich die allgemeine Stimmung in ME3 beim ersten Mal Spielen zu sehr beeinflusst.


Edited by Autoola, 13 December 2014 - 02:48 PM.


#2
Deathangel008

Deathangel008
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hab den SP von ME3 zwar seit über nem jahr nicht mehr angerührt, aber ein übertriebener "fatalismus" seitens shep war mir da nie aufgefallen.
allerdings halte ich eine tendenziell eher negative/leicht pessimistische einstellung angesichts des übermächtigen gegners und sheps vergangenheit auch für durchaus passend. und die "mangelnde kraft" beim katalysator? darfst nicht vergessen, dass shep da mehr tot als lebendig ist und das auch nur deshalb, weil es sonst "game over" heißen würde.


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#3
Autoola

Autoola
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Dass er (Natürlich sollen sich auch die weiblichen Sheps angesprochen fühlen. Der Lerserlichkeit wegen benutze ich aber die männl. Form.) körperlich am Ende ist, ist natürlich verständlich. Aber mental hätte ich mir da schon etwas mehr Widerstand erhofft.

Auf Rannoch springt er dem Reaper allein entgegen. Diese LMAA-Haltung fand ich cool. Doch solche Momente sind spärlich gesäht.

Ich kann allerdings auch verstehen, wenn man das aufgrund der Situation für angebracht hält. Ich persönlich hätte mir mehr Kampfgeist wie in ME1 oder ME2 gewünscht. Selbstmordmission - Gefahr, ich lache dir ins Gesicht. :)



#4
Treskalterion

Treskalterion
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Ich denke schon das er Kampfgeist hat, aber in ME 3 wird ihm die ganze Verantwortung aufgebürdet, er ist müde.

 

Für mich war damals noch vor dem Ende klar, dass er es nicht schaffen würde, als er dieses "Bar-"Gespräch mit Garrus hatte.



#5
Ehrlichkeit

Ehrlichkeit
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Wieso? Er lebt doch...


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#6
Treskalterion

Treskalterion
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Reine Spekulation :P Nein, ich gönn' dir die Sichtweise :)



#7
Deathangel008

Deathangel008
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Wieso? Er lebt doch...

würde ich kein geld drauf wetten wollen...



#8
Ehrlichkeit

Ehrlichkeit
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Ich auch nicht! Aber die Hoffnung stirbt zuletzt!



#9
Autoola

Autoola
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Hat Bioware nicht offiziell bestätigt, dass das Shep in den Trümmern sein soll und lebt? ;)

Wenn Shep allerdings schon beim Katalysator mehr tot als lebendig war, fällt mir für diese Stelle keine Umschreibung mehr ein. "Ziemlich sicher bald tot" vielleicht.

 

Für mich war damals noch vor dem Ende klar, dass er es nicht schaffen würde, als er dieses "Bar-"Gespräch mit Garrus hatte.

 

Diese ganze Runde angefangen von James bis hin zu EDI war eine einzig große Verabschiedung. Bei Garrus hat sie natürlich seinen traurigen Höhepunkt. Genaugenommen hätte ich mir auch 10 min lang den Schriftzug "DU STIRBST!" ansehen können. Schön, dass jeder Wegbegleiter sein persönliches Abschlussgespräch bekommt (das stell ich auch gar nicht in Frage, alles toll gemacht). Aber warum muss es so offensichtlich sein? (Das ist eine rhethorische Frage, nehme ich an. Antwort ist: Isso.) Ist halt mein persönliches Empfinden. Realistischer ist zugegebenermaßen die präsentierte entmutigte Version.