@malelen
gerade dein letzter beitrag jetzt erinnert mich extrem an meinen ersten durchgang von da2. nach einem wuchtigen epischen und für mich nahezu perfekten da:o kam plötzlich etwas anderes, als ich erwartet hatte... einige von vorher bekannte elemente fehlten, die welt war klein, extrem enge dungeons, die fortwährend recyclet wurden in einer fast schon perfiden weise, das ganze spiel war so kurz, in einige aufreger-momente konnte ich nicht eingreifen und nix tun oder ändern, usw... jedenfalls war ich enttäuscht, iwie auch frustriert, verärgert, so viel verschenktes potential, fand ich, da ging deutich mehr... also MIR hat es das spiel ein wenig kaputt gemacht.
was ich jetzt sage, muss nicht für dich gelten, aber ich fand es extrem spannend im nachhinein. als ich später noch mal einen kompletten dragon age durchlauf gespielt habe, dachte ich, ich nehm jetzt da2 einfach mal als das, was es ist und schiebe all meine erwartungen, negativen gefühle und das zur seite, denn ändern tat das ja eh nix. witzigerweise habe ich da so richtig feuer gefangen. das spiel war dadurch objektiv nicht besser und es bügelte auch nicht besagte schwächen aus, aber ich merkte, dass ich viel mehr gutes entdecken konnte und doch viel spass haben konnte. am ende dieses durchlaufs habe ich so gedacht: die schwächen sind da, der rest hat mich regelrecht geflasht. das war für mich eine sehr schräge erfahrung. seitdem halte ich da2 trotz allem für ein spiel, mit dem ich sehr viel spass haben kann.
resultierend aus genau diesem kleinen erlebnis gelang es mir glaube ich von anfang an, so ein bisschen "lebenskünstler-mäßig" das schlechte an da:i mehr zu ignorien (ohne es schönzureden oder zu ignorieren), aber geniesse genau das, was da:i gut macht, und das ist trotz allem eine ganze menge.
sorry, ich bin etwas ins schwafeln gekommen^^ ich will dich ja eh keineswegs belehren. mir ging es halt so. ![]()
ich beobachte jedenfalls bei mir, dass der ärger über etwas einem positiven zugang hinderlich ist und man seinem eigenen spielspass so eher im wege steht.
@kamikathe
glaub mir, ich kann dich gut verstehen mit deiner kritik, und ich denke, das ist einer der großen schwachpunkte an open world spielen, die eben NICHT linear sein wollen oder dürfen. eine stringenz in der dramaturgie erreichst du nur in einem strukturierten und durchgestylten spiel, welches den spieler führt und an die hand nimmt.
das spiel hat ja keine eigene ki in der geschichte, sondern die gesamte story ist ein skript. will man seine freiheit haben, entstehen da natürlich brüche. sehr schön sieht man das ja auch in skyrim, manchmal fühlt sich das grotesk an, und du beschreibst es ja auch sehr schön. aber so ist das nun mal bei open world. anders gehts leider nicht, daher sehe ich nicht, wie da:i das hätte besser machen können. ausser man hätte das open world konzept gelassen.
@durengo
spannender beitrag. du hast recht, wie kommt es eigentlich, dass man frühere spiele als extrem gut empfunden hat, die in vielen belangen aus heutiger sicht ein witz sind. damals hat man technische grenzen als selbstverständlich empfunden und auch mit der eigenen fantasie vieles ausgebügelt und gefüllt. aus einigen bunten klotz-pixeln und schwergängigen textbalken hat man sich ein spielerlebnis im kopf gezaubert.
mit der technischen entwicklung scheint sich auch in der erwartungshaltung etwas grundlegend geändert zu haben. vielleicht sind ansprüche und forderungen sogar schneller gewachsen als das, was machbar ist. vielleicht haben wir auch zu sehr gedacht, die geschichten und charaktere, alles müsse proportional zum grafischen fortschritt gleichermaßen mitwachsen.
also es gibt mit sicherheit vieles, was man kritisieren darf und soll, das meine ich unbedingt, dennoch frage ich mich, ob da nicht eine kluft besteht zwischen dem, was man fordert und erwartet und dem, was realistisch ist, und ob man sich nicht manchmal auch selbst im weg steht. nicht böse gemeint, aber deine kritik, lustigtv, kann ich da auch nicht ganz nachvollziehen. einfach als beispiel.





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