Aber auch nur, wenn man in der Vergangenheit lebt. Die meisten Modder mögen sich zwar derzeit noch darauf verlassen, dass die Konsumenten freiwillig für Mods in Form von Spenden zahlen, aber Mods, für die man manchmal sogar gar nicht wenig Bezahlen muss, gibt es doch auch schon lange.
Wollen wir Wetten, dass Valve und Bethesda nur etwas Gras über die Bezahlmods im Steam Workshop wachsen lassen, bis sie es erneut versuchen? Bei Fallout 4 vielleicht sogar schon den nächsten versuch starten?
Was willst Du mir denn damit sagen? Solange die Menschen nicht begreifen, dass das gesamte Leben von einer kleinen Gruppe von Menschen, vom zum Leben unwichtigsten Gebrauchsgut, nämlich dem Geld, abhängig gemacht wurde, wird sich an dieser Abhängigkeit nichts ändern. Noch dazu müsste man ja dann verstehen, dass die Nutzer des Geldes, nämlich wir alle, nicht den geringsten Einfluss auf die zur Verfügung stehende Geldmenge haben. Geld entsteht nämlich nicht durch Arbeit, wie viele glauben, sondern ausschließlich durch Kreditaufnahme. Ganz im Gegensatz zu Werten, welche ausschließlich durch Arbeit entstehen. Das bedeudet, egal wie sehr wir den Gürtel enger schnallen, egal um wie viel mehr wir arbeiten, es hat keinen primären Einfluss auf das Geld oder besser die Geldmenge. Hier zum Beispiel schreibt Foristin Malelen, dass sie fast noch nie Urlaub gemacht hat und trotzdem sehr sehr lange für einen neuen PC sparen musste. Wie kann das eigentlich sein? Ja, sie darf kein Geld herstellen, ist aber gezwungen Geld zu verwenden um zu überleben. Nur, wessen Geld verwendet sie? Das Geld des Staates? Nein, denn der Staat darf auch kein Geld herstellen. Er muss sich verschulden bei privaten Bankiers und der Staatsbürger ( Staatsbürge! ) steht dafür gerade. Dies nur als ganz groben Umriss mal dargelegt.
Die Modder die "früher" kostenlos Modds erstellt haben, waren die größte Konkurrenz der großen Publisher, denn sie lieferten zum Nulltarif und oft viel besser als die Publisher selbst. Allerdings haben die Modder ein Problem. Sie können nur dann ihre Modds kostenlos zur Verfügung stellen, wenn auf irgendeine andere Weise ihr Einkommen gesichert ist. Aber auch die Publisher haben ein Problem. Solange die Modder ihre Arbeit kostenlos zur Verfügung stellen, geraten die Publisher in Erklärungsnot und können ihre Produkte nur schwer absetzen. Was lag also näher oder besser warum boten sie die Möglichkeit an, dass Modder über deren Plattformen ihre Modds verkaufen können? Man macht die Modder ( und nicht nur die Spieler ) von den Plattformen abhängig und schafft sich so die kostenlose Konkurrenz vom Hals. Und wieder hat man ein Stück Freiheit dem Diktat des privaten Geldes unterworfen.
Du siehst also, ich verstehe und erkenne die Zusammenhänge durchaus, nur kann ich allein sie nicht ändern. Dazu müssten sich viel mehr Menschen mit den Ursachen befassen und diese dann abstellen.