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Warum WoW seit 5-6 Jahren ständig Abonnenten verliert


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#1
Atronthor

Atronthor
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Wenn es mir gestattet wird, möchte ich diese Frage hier einigermaßen ausführlich beantworten, auch wenn es ein Bioware-Forum ist, aber wie soll ich das erklären, ich kann im Forum von Blizzard nichts mehr schreiben, weil ich WoW nicht mehr spiele und nie wieder spielen werde, aber selbst wenn könnte ich dort nicht schreiben, weil man mich zu Zeiten von WotLK und dann noch mal zu Cataclysm dauerhaft fürs Forum gesperrt hat. Weil ich es damals gewagt hatte konstruktive Kritik zu äußern. Nichtsdestotrotz bin ich immer darüber erfreut, wenn ich lese, dass WoW Kunden verloren hat, also ich interessiere mich dafür bzw. ich verfolge das und ich lese auch ab und zu die Foren von Blizzard und dann wird mir schlecht, wenn ich das lesen muss, was die da schreiben. Aber gut das wollten die ja so, dass nur bestimmte Leute dort was schreiben dürfen. Meine Meinung ist hingegen wichtig, weil ich sehr intelligent bin und über Weisheit verfüge und Menschlichkeit und noch andere gute Qualitäten und eigentlich müsste ich die Macht auf diesem Planeten haben, so wichtig ist meine Meinung und so herausragend sind meine Charaktereigenschaften. Aber leider habe ich PEch und die Welt wird von geistesgestörten Kriminellen beherrscht und die haben kein Interesse daran, dass ich der Weltherrscher werde, beispielsweise. Stattdessen bekämpfen die mich schon vor meiner Geburt im Prinzip, aber gut, das will ich nicht näher ausführen, weil es damit überhaupt nichts zu tun hat. Aber ich bin ja bescheiden, ich will euch nicht erzählen, wie ich die Welt gestalten würde, also die reale Welt, sondern ich will nur erzählen, warum die Verantwortlichen bei Blizzard seit 5-6 Jahren ständig weniger monatlich zahlende Kunden für WoW haben.

 

Erst mal die Kurzform das liegt an der Unfähigkeit und das ist wirklich eine euphemistische Umschreibung der Tatsachen, aber ich will ja niemanden beleidigen, deswegen nenne ich das mal Unfähigkeit, der Funktionäre dort und der dortigen sog. Entwickler. Man kann das auch als Ahnungslosigkeit titulieren.

 

Noch ein kurzes Wort zu Entwicklern. Greg Street war ehemaliger Chefentwickler bei Blizzard und heute ist er ein Chefentwickler von Riot Games. Was muss ein Chefentwickler eines Videospielkonzerns eigentlich für Qualifikationen haben? Das erzählt uns Greg Street auf einem Youtubevideo höchstpersönlich. Und zwar hat er in seiner ehmaligen Universität eine Vorlesung gehalten. Und die Vorlesung hat jemand aufgezeichnet und auf Youtube hochgeladen. Und dort hat er beschrieben, was er so alles drauf hat. Wo seine Qualifikation liegt. Er hat gesagt, dass er nicht programmieren kann. Ist das nicht interessant? Also er ist der Chefentwickler von Weltkonzernen für Videospiele und kann nicht programmieren. Seine Aufgabe als Entwickler ist es, dafür zu sorgen, dass die Programmierer solche Inhalte programmieren, die den Spielern Spaß machen. Im Prinzip ist also ein Entwickler nichts anderes als jemand, der Programmierern sagt, was sie zu programmieren haben.

 

Seine eigentliche Qualifikation ist also: Er müsste eigentlich als Berater tituliert werden, nicht als Entwickler und seine Qualifikation müsste dann darin liegen, zu wissen, was Spieler wollen.

 

Gut. Das haben wir jetzt erst mal festgestellt. Seine Qualifikation real gesehen für Videospiele ist also gleich Null. Er war nie ein Spieler, er ist promovierter Meeresbiologe, das heißt, er hat wahrscheinlich noch niemals in seinem gesamten Leben Videospiele gespielt. Seine Qualifikation für den Beruf, den er ausübt ist gleich Null, aber er hat die Spitzenpositionen inne. Er bestimmt darüber wie sich das Spiel entwickelt. Die Frage ist jetzt wie das sein kann. Wie ist das möglich? Das wäre ja so, als wenn ich einen Golfspieler für einen Fußballverein einstelle. Oder anders formuliert ich stelle einen Tennistrainer für einen Golfspieler ein, zum Beispiel. So ähnlich muss man sich das vorstellen. Und wenn das bei Greg Street so ist, dann ist es wahrscheinlich bei allen anderen auch so oder so ähnlich.

 

Also wie kann das sein, dass jemand, der objektiv betrachtet keine Ahnung hat und keine Qualifikation für eine bestimmte Tätigkeit besitzt, eine Spitzenposition für diese Tätigkeit erlangen kann? Wie ist das möglich? Das ist ja nicht nur dort so, sondern beispielsweise auch in der Politik oder allgemein in den Führungsetagen der diversen Aktiengesellschaften. Ebenfalls ein Beispiel dafür ist Robert Kotick. Das ist ein Mann, der ist der Vorstandschef von Activision-Blizzard und hat öffentlich gesagt, dass er von PC-Spielern und PC-Spielen und Videospielen nicht all zu viel hält. Aber er ist der oberste Chef eines Videospielunternehmens. Ja, das macht Sinn. Aber die Frage ist immer noch wie das möglich sein kann, dass Leute die offensichtlich keine Ahnung haben von dem was sie da machen, das meiste zu sagen bekommen. Dafür gibts eigentlich nur eine Erklärung, es kommt nicht auf Qualifikation an in dieser Welt. Es kommt auf Kontakte an und wessen Sohn oder Tochter man ist. Darauf kommt es offensichtlich an, wenn man eine Spitzenposition haben will. Sicherlich gibts da auch wenige Ausnahmen, aber in der Regel ist es offensichtlich so. Und das erklärt ja auch einiges, ne? Warum die Welt so aussieht wie sie aussieht beispielsweise.

 

Aber das ist ja ein anderes Thema, es soll ja hier darum gehen. Also was genau hat dazu geführt, dass Blizzard ständig Kunden verliert seit 5-6 Jahren. Oder anders ausgedrückt, welche Entscheidungen haben dazu geführt?

 

Im Prinzip spreche ich hier für jemanden, der das Spiel immer solo absolviert hat und eigentlich immer nur PvP gemacht hat. Und ich habe das Spiel natürlich nicht durchgehend gespielt, sondern ich habs vielleicht ein paar Monate gespielt und dann hab ich 1-2 Jahre Pausen gemacht.

 

Aber seit 2005, also von Beginn an hatte ich das gespielt.

 

Die ersten schlechten Entscheidungen, die ich bewusst miterlebt habe, war beispielsweise in WotLK, als man bestimmte Quests im Klassikgebiet abgeändert hat. Absolut nicht vollziehbar, da war ein Quest, normalerweise konnte man dort ein bestimmtes Erz abbauen und in WotLK wurden diese Erze auf einmal entfernt. Stattdessen musste man die Computercharaktere in der Umgebung umklatschen, um an die Erze zu kommen. Das war ein leises Omen, das ich damals noch nicht als Omen erkannt hatte, dass da bald irgendwas SChlimmes passieren wird, mit dieser virtuellen Welt.

 

Allerdings war WotLK insgesamt für mich die beste Zeit als PvP-Spieler. Die Balance war sehr gut, es gab keine Betrüger, es kam auf Können an. Du konntest eine relativ schlechte Ausrüstung haben und trotzdem total dominieren, wenn du spielen konntest natürlich, sonst nicht. Wenn man zusätzlich noch die beste Ausrüstung hatte, dann war 1vs6 möglich, mit jeder Klasse, wenn man spielen konnte.

 

Das war damals der Zustand.

 

Jedoch bereits Ende WotLK fing damals noch Greg Street und Co. damit an alte Spielmechaniken abzuschaffen und zu ändern auf eine Art und Weise, die nicht gut für das Spielerlebnis gewesen ist. Und Ende WotLK ging es auch los, dass man auf Betrüger in den BGs stoßen konnte. Das liegt daran, weil man offensichtlich sämtliche Ressourcen, die bereitgestellt worden sind bis einschließlich BC/Anfang WotLK um Betrug zu bekämpfen abgezogen hat, um Geld zu sparen.

 

Das waren die ersten beiden großen Fehler. Betrug tolerieren und ignorieren und Spielmechaniken zerstören. Und das geht von diesem Zeitpunkt an jeden Patch und jede Erweiterung in diese negative Richtung weiter, es wird also ständig schlechter, was das angeht.

 

Dann kam ein kleiner Schock. Mit Cataclysm kam man auf die intelligente Idee das Klassikgebiet zu löschen. Alle Spieler haben ständig das Klassikgebiet gespielt, haben das Spiel und die Welt liebgewonnen und die Verantwortlichen hielten es für eine gute Idee, die Welt, die man liebgewonnen hatte zu löschen. Warum das eine schlechte Idee ist, muss man glaub ich nicht erklären, hoffe ich zumindest, obwohl die Blizzardoffiziellen würden es auch nicht verstehen, warum das ne schlechte Idee war. Außerdem ist es seit Cataclysm so, dass man nur dann PvP-Schlachtfelder spielen kann, wenn man die aktuelle Erweiterung besitzt. Das war vorher nicht der Fall. Man konnte theoretisch noch mit dem Originalklassikspiel ganz normal Schlachtfelder spielen. Mit Cataclysm wurde das abgeschafft, man wollte damit die Spieler zwingen die aktuellen Erweiterungen zu erwerben, wenn man das nicht wollte, konnte man auch kein PvP mehr auf Level 60 spielen. Außerdem hat man es mit Cataclysm eingeführt, dass Levelstopper, die also ihr Level einfrieren in separate Schlachtfelder gelegt werden. Mit dem Ergebnis, dass es keine Levelstopper mehr gibt. Das war auch sehr intelligent. Auf solche intelligenten Ideen muss man erst mal kommen, das ist gar nicht so leicht. Das wäre vergleichbar, wenn man Oliver Khan zu seinen besten Zeiten als Stürmer aufgestellt hätte und Memet Scholl ins Tor gestellt hätte. Das ist ungefähr auf einem Niveau vom Intelligenzgrad her, aber auch nur ungefähr, weil die Intelligenz der Blizzardverantwortlichen ist nicht zu toppen, mir fällt kein Gleichnis dazu ein zu dieser enormen Intelligenz.

 

Bei MoP hat man den Fehler begangen, dass man Pandabären und Haustierkämpfe eingeführt hat. Das war nicht gut. Außerdem hat man Server zusammengelegt, um Kosten zu sparen und das führte zu sog. Crossrealmzonen, durch die die Illusion verlorengeht in einer Welt zu sein, weil ständig andere Spieler aus dem Nichts aufploppen und wieder verschwinden. Außerdem kommt es zu Miniverzögerungen. Die ganzen Änderungen im PvE-Bereich mit den Dungeonsucher und Raidsucher hat dem Spiel sicherlich auch nicht gut getan, obwohl ich wie gesagt, das nicht beurteilen möchte, weil ich PvP-Spieler bin. Aber auch das Raidsystem kann nicht gut sein. Das sage ich als jemand, der gar nicht PvE gespielt hat, aber mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass wenn ich PvE-Spieler wäre, lieber eine Herausforderung hätte und lieber mehrere Raids als einen Raid in vier verschiedenen Schwierigkeitsgraden oder wieviel es da auch geben mag. Ich hab keine Ahnung davon, aber das sagt mir mein gesunder Menschenverstand, dass das mir als PvE-Spieler, wäre ich einer, mehr Spaß machen würde. Aber die Verantwortlichen bei Blizzard sehen das wohl anders.

 

Bei MoP muss man noch erwähnen, dass seit MoP PvP absolut tot ist. Mit MoP habe ich auch aufgehört, weil ich war wirklich einer der besten PvP-Spieler der Welt. Aufgrund meiner überlegenen INtelligenz und meiner Reflexe, nicht weil ich betrogen habe. Und da liegt das Problem weil seit MoP wird ausschließlich betrogen. Man kann kein Schlachtfeld betreten, wo man nicht offensichtlich gegen Bots spielt und zwar nicht gegen irgendwelche Idiotenbots, sondern Superbots, die nicht zu bezwingen sind und die ihre Fähigkeiten optimal untereinander abstimmen. Das heißt die sind auch noch miteinander vernetzt, diese Automatismen. In MoP hatten sie es auch so gemacht, dass sie Sturmwind verändert haben. Und zwar haben sie überall auf den Dächern Schornsteine platziert, die krumm und schief sind wie auf einem surrealen Gemälde von Dahli. Warum? Wer wollte das? Keine Ahnung, aber es sieht scheiße aus.

 

Bei der aktuellen Erweiterung hat man den Fehler begangen das Fliegen abzuschaffen. Die aktuelle Erweiterung habe ich nicht gekauft, ich werde wie gesagt nicht mehr spielen, aber ich habe mal auf dem Testserver noch reingesehen gehabt, das konnte man auch ohne aktives ABo tun. Ich habe nichts dagegen das Fliegen in der Klassikzone abzuschaffen, da gehört es nämlich nicht hin, nur gibt es ja gar keine Klassikzone mehr, die hätte ich vorher auch gerne zurück. Dann haben sie die Graphik zerstört der Charakterfiguren. Das sind für sie super Änderungen, aber in Wirklichkeit haben sie damit das Spiel weiter zerstört, die Sounds haben sie geändert, die Stimmen der Figuren haben sie geändert, alles hat dazu geführt, dass das Spiel noch mehr seinen ursprünglichen Charakter verloren hat. Die Erweiterung hat sicherlich noch weitere Mängel, davon bin ich überzeugt, aber ich habe mir das wie gesagt nicht gekauft, deshalb sage ich dazu nichts weiter.

 

Allgemeine Fehler waren, dass man den Schwierigkeitsgrad in Dungeons zu stark gesenkt hat oder überhaupt gesenkt hat, hätte man gar nicht tun müssen. Ne kleine Herausforderung gibt es eigentlich immer nur erst ab dem aktuellen Levelbereich und auch dort ist es mehr Stress als Spaß. Ich habe nichts gegen ne Herausforderung, aber ich will beim Spielen auch keinen Herzinfarkt bekommen. Ich stehe einfach nicht auf diese stressigen Mechaniken und die neuen Spielmechaniken, die für Kleinkinder auf Koks konzipiert sind. Ich bin weder ein KLeinkind noch nehme ich Koks ein. Für mich ist das nichts. Ein anderer allgemeiner FEhler war, dass sie ständig das Level erhöhen. Die machen damit ihr eigenes Spiel kaputt. 80 war genug. Mehr hätte es niemals werden dürfen. Das war das Maximum und deshalb spielt auch niemand. Niemand spielt dieses Spiel weil sein Level höher wird, wer das glaubt, der sollte alles mögliche werden dürfen, zum Beispiel Klofrau, aber bitteschön kein Entwickler von Videospielen, das bitte nicht. Alles andere kann er von mir aus machen, also Hundekotaufsammler, persönlicher Arschabwischer, also ne Arbeit, wo er nicht so ne Ideen haben muss, was jetzt geändert werden muss grundlegend auf der Welt. Das sollte so ein Mensch nicht machen. Das wäre nicht gut für die Welt, wenn solche Menschen bestimmen wie die Welt funktionieren soll. Leider ist das real der Fall. Und der letzte allgemeine FEhler war, dass man offensichtlich seit geraumer Zeit ausschließlich auf bestimmte Personen hört, die dieses Spiel gar nicht spielen, sondern darüber Geld verdienen wollen. Nur haben die aber leider keine Ahnung von dem Spiel.

 

Ich denke, das ist eine ganz gute Zusammenfassung. Was ich hier schreibe ist real, weil ich das Hirn habe die Realität zu erkennen, und das hat offensichtlich nicht jeder, muss ja auch nicht jeder haben, aber die es nicht haben sollten nicht die meiste Macht auf diesem Planeten haben.