meine Persönliche Meinung ist halt das sie darin mehr Geld investieren sollten als in Riesengroße Welten die mit Teilweise MMO ähnlichen Quests zu füllen.
Tja - was meinst Du, wieso sie quasi das GEGENTEIL insofern getan haben, weil man in ME3 einen Modus wählen kann, wo die meisten Dialoge massiv gekürzt werden, sodaß Spieler sich vom "Gequatsche" nicht genervt fühlen müssen? Sicher nicht, weil ihre Spielauswertungsstatstiken ergeben haben, daß so gut wie niemand Dialoge überspringt. Je mehr Du Spieler im Sinne von (vielleicht sogar anspruchsvollen und komplexen) Dialogen forderst, desto weniger Spieler werden das Spiel spielen bzw. kaufen.
Umgekehrt verkaufen sich Spiele, wie DA:I offenbar wie geschnitten Brot, obwohl der Anteil der Story im Vergleich zum rumdödeln in der Welt massiv verringert wurde. Ich selber habe vor ein/zwei Monaten mal angefangen die Bioshock-Trilogie durchzuspielen. Den ersten Teil habe ich vor zig Jahren mal angezockt, was aber nach der Hälfte des Spiels für mich recht quälerisch wurde, weil mir einfach der Inhalt und Dialoge fehlte. Vor ein paar Wochen hab ich den ersten Teil nun immerhin durchgespielt - und mit dem zweiten zwar begonnen, aber nach nur 2-3 Spielstunden liegt das Spiel nun wieder seit Wochen unangefasst auf der Platte. Irgendwie fehlt mir die richtige "Bindung" zum Spiel. Selbst Fallout 3 und 4 habe ich nur jeweils einmal durchgespielt, weil mir die Dialoge zu wenig zusagten.
Ich bin also quasi auf Deiner Seite
- aber... tja... ich fürchte, wir müssen uns abfinden, daß wir eher eine (wenn auch lautstarke) Minderheit sind. Der Großteil der Zocker will Ääääääcktschn. Dementsprechend werden Dialoge von Entwicklern, die ein Massenprodukt abliefern wollen/sollen mit eher geringerer Priorität behandelt. Das trifft übrigens auch dann zu, wenn quantitativ INSGESAMT viele Dialoge in einem Spiel drin sind. Die Stories sind oft nicht allzu durchdacht, die Dialoge oft einfältig und emotionslos und dementsprechend ist dann oft auch die Übersetzung und die Synchronisation. Wobei wir in ME 1-3 meiner Meinung nach noch ziemlich zufrieden sein dürfen. Das liegt aber auch daran, daß bereits bei der konzeptionellen Erstellung der Welt ein Autorenteam mit "Chefautor" beauftragt wurde, und der Chef-Autor dann sogar ein paar Bücher zu den Spielen geschrieben hat. Das alles ist zwar ungefähr auf John Sinclair Niveau - aber das reicht doch auch. Deshalb gelang es meines Erachtens auch CD Project mit den Witcher-Spielen bzgl den Dialogen recht gute Spiele zu bauen. Es gab 7 Bücher, wo sie sich reichlich bedienen konnten.
Allerdings muss muss zugeben, daß ich selber auch ein Spiel spelen will, und nicht nur Dialoge durchklicken möchte. Lange Phasen, wie der allererste Citadel-Aufenthalt in ME1, wo man im Vergleich zu den restlichen ME-Spielen relativ lange rumdackelte ohne einen grösseren Kampf zu haben, und mit dutzenden von Leuten an dutzenden verschiedenen Stellen quatschte... solche Phasen finde ich spätestens beim zweiten Durchspielen auch etwas "träge" dafür, daß es immerhin ein Shooter sein soll.
Übrigens Du hast natürlich völlig recht, daß mein Vergleich mit Autos schlicht blödsinnig war
- wie fast alle Autovergleiche in fast allen Diskussionen. Übrigens Danke, daß Du nach Deinem relativ zornigen Anfangsposting auf meine (ja auch teilweise schon etwas pampige) Antwort sehr freundlich und sachlich reagiert hast.
Letztlich haben wir beide eine sehr ähnliche Einstellung, wie mir scheint. Ich persönlich hoffe für Bioware, daß sie allein deshalb nicht so exzessiv viel "Sammelgedöns" in ME:A einbauen, weil es nunmal ein SHOOTER ist. Und zwar sogar ein Deckungs-Shooter. Da macht das lahme, öde Rumgelaufe in der "großen" Welt a la DA:I meines Erachtens nicht viel Sinn. So wie das relativ lahme (und durch die vielen Berge oft sogar nervige) Rumgefahre in ME1 mit dem Mako für mich nicht viel Sinn machte. Dadurch, daß wir einen Deckungsshoter spielen und dann auch noch "draussen" wohl meist ein Fahrzeug benutzen sollen/können, ist für mich eh der Fokus anders. Sie sollten es hinkriegen, daß die Fahrerei mit dem Mako richtig intensiv, actionmäßig und spassig wird... und kein lahmes Berggekraxel. Wenn man sich nüchtern die Geschwindigkeit des Mako in ME1 anschaut, so ist das FAHRRAD-Geschwindigkeit. Das ist schon ziemlich lahm.
Von daher rechne ich leider damit, daß die Dialoge eh nicht die Intensität und die Güte (auch in der Übersetzung/Sync) haben werden, wie in ME1-3. Dafür hoffe ich, daß sie wirklich einen guten Deckungs-Shooter mit guten Fahrzeug-Entdeckungs-Anteil gebastelt kriegen. Mit dieser Erwartungshaltung werde ich wenigstens nicht allzu sehr enttäuscht, wenn der gesamte Story-/Dialog-Bereich dann tatsächlich deutlich schwächer ausfallen sollte.
Aber... vielleicht haben wir ja auch Glück 